"Arbitratus" steht im Lateinischen für "Gutdünken, freies Ermessen". Im Internet versteht man unter Arbitrage Marketing das smarte Jonglieren mit Click-Preisen, Conversion und Affiliate-Kickbacks. Im folgenden Podcast-Video (der Pilot einer neuen losen Serie "wtf is...?") erkläre ich anhand eines einfachen Rechenbeispiels kurz und knapp, wie Arbitrage Marketing funktioniert und wie sich schon so mancher Einzelunternehmer seine eigene Gelddruckmaschine gebastelt hat:
Linkvermietung ist innerhalb der deutschsprachigen Blogosphäre ein umstrittenes Thema. Dabei bietet die Abgabe von Google-Juice gegen Bares gerade kleinen und mittleren Seiten ein nettes Zusatzeinkommen - zumindest die Hosting-Kosten für einen ordentlich Webspace lassen sich so ohne Probleme wieder hereinholen. Wer aber mehr als eine Seite betreibt und bislang noch keine Erfahrungen mit Linkmarktplätzen hat, verzichtet womöglich gar auf einige hundert Euro im Monat. Einen Blick auf Teliad zu werfen lohnt sich auf jeden Fall, denn in letzter Zeit gab es dort einige interessante Neuerungen: seit heute ist der Markplatz in fünf Sprachen verfügbar, die Verdienstmöglichkeiten für Webmaster steigen also exponentiell. Warum ich Teliad aufgrund der Entwicklungen der letzten Monate für den langfristig interessantesten deutschsprachigen Link-Marktplatz halte, erkläre ich im folgenden Video.
Linkvermietung funktioniert kurz erklärt so, dass Webmaster gegen monatlich Miete Textlinks (natürlich ohne nofollow) auf ihren Seiten schalten. Die Auftraggeber haben dabei keineswegs menschliche Besucher im Sinn, sondern die Verbesserung ihres Google-Rankings. Linkbuilding ist nach wie vor einer der relevantesten Faktoren für die Search Engine Result Page, der Markt floriert und die Nachfrage im deutschsprachigen Bereich ist derzeit weit größer als das Angebot. Heute launchte Teliad die internationale Version des Marktplatzes, ab sofort ist die Seite in fünf Sprachen - darunter auch Englisch - verfügbar.
Dass Teliad im Vorjahr ein traumhaftes Umsatzwachstum von 450% erreichen konnte, verwundert daher nicht weiter. Das Unternehmen selbst kommentiert die Internationalisierung wie folgt:
Wir wachsen rasant. In den vergangenen Monaten haben die Anfragen und Anmeldungen von Neukunden aus dem Ausland stark zugenommen. Für ausländische Kunden war es bisher allerdings schwierig sich auf dem deutschen Marktplatz zurechtzufinden. Jetzt sind wir mit den Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch sehr gut aufgestellt und können damit eine große Zielgruppe erreichen. Speziell durch den englischsprachigen Marktplatz erreichen wir Kunden weltweit
Die Zahl der "Mieter" wird sich also gravierend erhöhen - dementsprechend hoch ist das Interesse der Betreiber an einem möglichst umfassenden Portfolio: zeitgleich mit dem Launch der lokalisierten Versionen wurde die Provision für neu geworbene Partner auf 20 Euro angehoben. Ich bin hier auf datenschmutz äußerst zurückhaltend, was die Linkvermietung betrifft, habe auf einigen meiner anderen Seiten aber hervorragende Erfahrungen mit dem Marktplatz gemacht. Jeder registrierte Webmaster kann direkt über Teliad auch am Partnerprogramm teilnehmen, die Abgaben für Affiliate-Mittelsmänner entfallen, überhaupt bieten die Betreiber im internationalen Vergleich extrem faire Konditionen. Gratulation an Gründer Andreas Armbruster - ich bin sicher, dass (nicht nur) Blogger sich über dieses äußerst lukrative Zusatzeinnahmequelle freuen werden.
Die Zahl jener Gurus, die ihren Studenten (gegen Bares, versteht sich) beibringen, wie man (quasi ohne Aufwand) im Netz (mehr oder weniger über Nacht) zu unvorstellbarem Reichtum wie aus 1000-und-einer Nacht gelangt. Und es ist ja wirklich ganz einfach: man muss nur eines der erfolgreichsten Blogs der Welt schreiben und schon fließen die Werbeeinahmen reichlich. Oder man bietet einen Kurs mit monatlichen Gebühren an.
Chow Johnny wird sich über die neue Konkurrenz aus Aussieland nicht besonders freuen... und noch viel weniger über die aus Österreich, nämlich mich. Ich werd jetzt nämlich auch ein paar Idioten (im griechischen Sinne, keinesfalls beleidigend gemeint: "idiotus" bedeutet ursprünglich "der Sprache nicht mächtig, unwissen") um mich versammeln, die mich monatlich dafür bezahlen, dass ich ihnen irgendwas beibringe, was sie mit ein wenig Hausverstand und Experimentierfreude auch leicht selbst herausfinden könnten. Aber .at, .ch und .de sind auch zusammengenommen ein sehr kleiner Markt, also geh ich die ganze Sache gleich auf Englisch an. Zum Glück gibt's dazu ja datadirt.net?
Aber womit beginnen? Soll ich mich mit Starak, Chow und Co. um die Top-SERPs bei "make money online" streiten? Ne, ich such mir meine eigene Nische: die schreiben ja alle nur drüber, wie man erfolgreiche Blogpostings schreibt - aber niemand erklärt, wie man die einzelnen Sätze zusammenbaut, aus denen diese Postings bestehen. Ergo mein erster Pillar-Content und ein todernst gemeinter Guide: How to write a blog sentence. Den vollständigen Kursus gibt's natürlich nur gegen (Voraus)Bezahlung.
Vor einiger Zeit habe ich hier am Blog erklärt, warum man Affiliate Links nach Möglichkeiten "cloaken" (=verstecken) sollte, da ansonsten möglicherweise negative SEM-Konsequenzen drohen - und zugleich bedauert, dass kein Plugin diese recht lästige Handarbeit automatisiert- "zu Fuß" muss man nämlich für jeden neuen Affiliate-Link eine händische Eintragung in der htaccess-Datei machen. An der Notwendigkeit des Cloakens hat sich nix verändert, ganz im Gegenteil - aber seit kurzem gibt's danke mgcontent.com eine komfortable Lösung, mit der man alle Affiliate Links im Backend verwaltet. Zusätzlich macht das Affiliate Link Plugin die Aff-Links zuverlässig für Google & Co. unsichtbar.
Bei der Installation gilt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten: das Plugin selbst kommt in den üblichen Plugin-Ordner, zusätzlich muss eine Datei namens out.php in den Rootfolder hochgeladen werden und zwei kleine Eingriffe in die .htaccess bzw. die robots.txt werden fällig - hört sich kompliziert an, ist aber im Handumdrehen erledigt. Anschließend taucht im CMS-Hauptmenü ein neuer Punkt "Affiliate-Link" auf - hier verwaltet man die eigene Sammlung. Wichtig dabei: man definiert grundsätzlich bestimmte Worte respektive Phrasen, die nach dem Speichern in *allen* Artikeln durch den zugehörigen Affiliate-Link ersetzt werden - wahlweise sichtbar oder versteckt sowie mit definierbarem target und wahlweisem nofollow-Attribut.
Für den Fall, dass die automatische Ersetzungsfunktion nicht gewünscht wird, lassen sich aber auch einzelne versteckte Links generieren: für diesen Zweck stellt das Plugin einen Einbindungscode zur Verfügung, der folgendermaßen aussieht:
http://www.domain.com/link/Keyword.html
Das betreffende Verzeichnis /link/ ist natürlich via robots.txt für alle Agents gesperrt - und schon werden die Affiliate Links unsichtbar. Ungemein praktisch für alle geldverdienenden Blogger - vor allem, weil die Auflistung der Affiliate-Links im Backend für Übersicht sorgt. Dank der flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten und der wahlweisen automatischen Ersetzung von Keywords oder der Generierung von Einzel-Links zeigt sich das Plugin jeder gängigen Cloaking-Anforderung gewachsen - uns anstatt bei jedem neuen Affiliate-Link händisch mehrere Files zu editieren wird das automatisierte Abcashen plötzlich noch viel komfortabler - wer hätte das gedacht? 2 Daumen hoch!
Caveat: Diese Art des Cloakings eignet sich natürlich nur für "simple" Affiliate Links. Wenn die Einbindung eines 1-Pixel-Images (wie bei Amazon) oder ein Javascript-Counter (wie z.B. bei trigami) erforderlich sind, dann können die Aff-Links leider nicht versteckt werden.
Seit kurzem teilt das deutschsprachige Social News Portal Yigg.de seine Werbeerlöse mit den UserInnen und folgt damit dem Beispiel des Infopirat, der gemäß seinem Slogan "Deine Bookmarks - Dein Gewinn" schon lange die Beute mit der Mannschaft teilt. Um zukünftig Online-Millionär zu werden, benötigt man in beiden Fällen ein Google AdSense Konto. Nach erfolgter Anmeldung wird hinkünftig ein Teil der Klick-Einnahmen auf den eingestellten News den jeweiligen AutorInnen gutgeschrieben.
Yigg verwendet dazu die offizielle Google AdSense Shared Schnittstelle:
Das funktioniert so: Ihr stellt auf YiGG Artikel und Beiträge ein, in deren Umfeld wir Google Textanzeigen schalten. Einen Teil der Einnahmen, die wir mit diesen Anzeigen verdienen, geben wir an Euch weiter - im YiGG Shared AdSense Programm. Damit sind wir die erste deutschsprachige Website, die die offizielle Google Shared AdSense Schnittstelle nutzt. Wir haben einen intensiven Zertifizierungsprozess durchlaufen, bis wir schließlich von Google das "Go" bekommen haben.
In der Testphase von Juli bis August gibt Yigg sogar die vollständigen Einnahmen der betreffenden Werbeblöcke an die fleißigen NewseinstellerInnen weiter:
In der Einzelansicht einer Nachricht gibt es drei Anzeigenblöcke. Von Juli bis August 2008 gibt YiGG einhundert Prozent (100%) der Einnahmen, die wir aus dem Google AdSense Anzeigenblock auf Einzelansichten von Nachrichten und Spekulationen erzeugen, an die jeweiligen Einsteller der Nachrichten weiter. Die Einnahmen aus den anderen beiden Anzeigenblöcken auf dieser Seite, sowie alle anderen Anzeigenblöcke auf der Site sind von diesem Programm ausgenommen.
Genaue Details zu den Teilnahmebedingungen verraten die FAQs - interessant sind die ersten statistischen Ergebnisse:
Nach vorher durchschnittlich 450 neuen Nachrichten pro Tag wurden gestern 1.000 Nachrichten in die Warteschlange eingestellt. Innerhalb weniger Stunden habt Ihr also über 100% mehr Nachrichten eingestellt als bisher. Das ist super! Damit haben wir bei weitem nicht gerechnet - und wir haben uns sehr darüber gefreut!
Millionär ist allerdings bis zum Wochenende noch niemand geworden, wenn man den ersten Reaktionen der Blogosphäre Glauben schenken darf; aber das kann sich ja noch ändern: hier geht's zur Anmeldung.
Zugleich sorgt die neue News-Ankündigungsfunktion von Yigg für erhitzte Diskussionen, denn was ein nützliches Feature sein könnte, wird derzeit leidenschaftlich missbraucht über-verwendet, wie auch Ric feststellt. Ich persönlich fühl mich da insofern relativ wenig gestört, weil ich meinen Mailfilter ganz gut unter Kontrolle hab... die Yigg-PMs gehen seit vorgestern in den Ordner mit sinnlosen Notifications á la Facebook. Einige fordern allerdings vehement die Abschaffung der Mail-an-alle-Freunde Funktion.
Eines dürfte jedenfalls klar sein: E-Mails werden als wesentlich "intrusiver" empfunden als Feeds - vielleicht wär's gar keine so schlechte Idee, mittelfristig derartige Ankündigungen á la Facebook via Feeds darzustellen, und die E-Mail-Funktion als Option anzubieten.
Shitloads of money - how to bring 'em home? Ein spannendes Blogposting zu diesem Thema gibt's bei Kollege Chow, und da wünscht man sich als "good" old European in der Tat vor allem eines: das kanadische Steuersystem. Ich hätte ja nie gedacht, dass sich datenschmutz mal zu einer virtuellen Gelddruckmaschine entwickeln würde, aber erfreulicherweise nimmt mein Blogeinkommen langsam aber stetig zu.
Während ich mich nach den ersten Monaten über die Refinanzierung der Serverkosten freute, ist mittlerweile der monatliche Tausender eher die Regel als die Ausnahme... da sind zwar ein paar kleinere Nebenprojekte mit dabei, und den Großteil meines Einkommens verdien ich nach wie vor als selbständiger Berater für verschiedene Online-Projekte - aber ich bin durchaus gespannt, wie weit sich dieser Anteil in den nächsten Jahren noch verschiebt. Die Blogeinnahmen versteuere ich via Gewerbeschein, laut EU-Finanzgesetzgebung sind dabei Rechnungen aus dem EU-Ausland umsatzsteuerbefreit, so man einen eigenen Gewerbeschein und eine - in diesem Fall österreichische - Steuernummer besitzt. Das ist vor allem relevant bei diversen deutschen Ad-Netzwerken, wie's mit Einkommen aus Übersee steht, entzieht sich meiner Kenntnis, spielt für mich bis dato allerdings auch keine Rolle. Ansonsten sind sämtliche Einnahmen natürlich ganz gewöhnlicher Einkommensbestandteil - Serverrechnungen, Werbeausgaben (Offline-Printartikel, Schaltungen etc.) landen ebenso als Ausgaben in meiner Buchhaltung.
Wie erwähnt übersteigen erstere letztere in den vergangenen Monaten deutlich, und daher habe ich mir anstatt eines Karibikurlaubs am Jahresende vorgenommen, mal so richtig nett essen zu gehen. Nein, Scherz, das mach ich so auch oft genug - ich hab vielmehr den Entschluss gefasst, sämtliche Blogüberschüsse für Marketingzwecke auszugeben: Werbeschaltungen, Content-Partnerschaften, was sich halt so anbietet und mir sinnvoll erscheint. Das Blog soll meine steuerliche Bilanz quasi einstweilen nicht belasten, mir dafür aber etwas Experimentierspielraum geben. Demnächst möcht ich gern mal ein phattes Gewinnspiel veranstalten (vielleicht mit Handys) und dazu eine Trigami-Kampagne schalten und vielleicht mal testweise auch mal das eine oder andere Printsujet an passender Stelle platzieren... eben ganz dem datenschmutz-Experimental-Labor Gedanken folgend.
Beim vorhin erwähnten Posting von John geht's kurz gesagt darum, dass er sein Blog als Firma mit eigener Rechtspersönlichkeit führt und sich selbst ein in Relation zum den monatlichen Blogeinnahmen per Dividende ein vergleichsweise sehr geringes Jahresgehalt von 33.000 Dollar ausbezahlt. Bis zu diesem Betrag ist die Dividende in Kanada nämlich steuerfrei - der Großteil der 400k Dollar, die John im Jahr verdient, bleiben im Besitz der Firma. Für ein Angestelltengehalt dieser Größenordnung wären 160k an Steuern fällig, die sich der smarte Kanadier so erspart. Die teuren Essen, Hotels, Reisen und Gadgets werden aus der Firmenkasse bezahlt:
Whenever possible, I try to have the company pay my expenses. There are limits to what you can do so you need to check with your professional tax adviser first. For example, you can't have the company pay for a new set of golf clubs (unless you're a professional golfer). As long as it has something to do with company business, chances are the company can pay for it even if you draw some personal use out of it.
Jo mei. Da wünscht man sich halt direkt, in Kanada zu leben. Der deutsche Sprachraum ist eben doch sehr begrenzt (und wenn der Tag 30 Stunden dauerte, hätt' ich schon längst ein datadirt Blog *g*), und die lukrativen Longtail-Werbemöglichkeiten lassen vor allem eines: auf sich warten. Aber falls sich Deutsch-Blogistan weiterhin so prächtig entwickelt, dann wird in drei Jahren die datenschmutz Ges.m.b.H. natürlich ein 42köpfiges AutorInnenteam beschäftigen und die ohnehin viel zu niedrigen Texthonorare in Österreich in die Höhe treiben :twisted: