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	<title>datenschmutz &#187; Geschichte</title>
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		<title>Welche Zukunft hat das Buch?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Hartmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer hat Angst vorm Netz? Frank Hartmann beschreibt in seinem Gastbeitrag, was an der Debatte über die Frage, ob "das Buch" eine Zukunft hat, schief läuft, und die elitäre Missachtung der Netzkultur fortführt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-family:Times,Roman;font-size:18px;background-color:#ddddd9;padding:3px;">Wer hat Angst vorm Netz? Was an der Debatte über die Frage, ob “das Buch” eine Zukunft hat, schief läuft, und die elitäre Missachtung der Netzkultur fortführt.</div>
<p><em>Anm. von Ritchie: Der folgende Gastbeitrag von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frank-hartmann/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frank Hartmann">Frank Hartmann</a>, Professor an der Bauhaus Universität Weimar, unterstellt aktuellen Debatten zur Medienkonkurrenz einen systematisch verzerrten Blickwinkel. Er entstand als Vortrag zu den <a href="http://www.rauriser-literaturtage.at/" class="liexternal">40. Rauriser Literaturtagen</a> und wurde in <a href="http://volltext.net/" class="liexternal">Volltextt</a> 1/2010 abgedruckt. Ich freue mich sehr über diese Gastpublikation und freue mich angesichts der aktuellen Flut kulturpessimistischer Publikationen (Lanier, Schirrmacher u.a.) auf eine rege Diskussion!</em></p>
<hr />Der Beitrag ist für eBook-Besitzer und Papierleser auch als PDF verfügbar:<br />
<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/frank-hartmann-buchzukunft.pdf" class="lipdf"><strong>Frank Hartmann: Wer hat Angst vorm Netz?</strong><strong></strong></a> <small>PDF, 150kB</small><br />
<hr />
<p>Die Rauriser Literaturtage sind nun also 40 Jahre alt, und es ist nur mäßig originell zu fragen, was in weiteren vier Jahrzehnten sein wird: ob es dann noch Bücher und Bibliotheken gibt. Es ist so ein Problem mit Prognosen – die Wahrscheinlichkeit, sich mit ihnen zu blamieren, ist auch schon das einzige, was an ihnen sicher ist. Aber es gibt Möglichkeiten, die Frage anders zu stellen. Zum Beispiel so: werden im Jahr 2050 Apple, Amazon und Google die Verlage abgeschafft haben? Werden dank neuer Medientechnologien dann vielleicht die Autoren den Hauptteil an ihrem Werk verdienen, und nicht ihre Verleger und die Buchhändler? Und was ist überhaupt noch ein Buch, angesichts neuer multimedialer Narrative? Was wäre die Bibliothek der Zukunft?<span id="more-4186"></span></p>
<p>Das sind Fragen, die an den Grundfesten der westlichen Kultur rühren. Kultur aber ist kein Wert ohne <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kontext/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kontext">Kontext</a>, sie hängt immer auch von den Medien ab, Kultur bedeutet immer auch Kulturtechnik. In den letzten vier Jahrzehnten hat sich genau das verändert, und zwar ebenso radikal wie unvorhersehbar: als Medium des Erzählens erwuchs dem Buch die mächtige Konkurrenz Fernsehen, und der Bibliothek als Medium des Wissens die übermächtige Konkurrenz des Internets.</p>
<p>Um den Kulturwandel begreiflich zu machen, der dieser Medienrevolution zugrunde liegt, gilt es historisch ein wenig auszuholen. Die neuen Technologien sind schließlich kein Virus aus dem All, der unvermittelt auf diese Erde fällt und sich hier rücksichtslos ausbreitet. Auch wirkt das Internet nicht kausal auf unsere Kultur, sondern diese Technologie reagiert auf einen Bedarf, der sich von langer Hand entwickelt hat und vor dem die Drucktechnik, und mit ihr Bücher und Bibliotheken, sich in vielen Belangen als dysfunktional erwiesen haben. Medienentwicklungen sind ebenso Ausdruck und nicht allein Folge eines kulturellen Erfahrungswandels.</p>
<p>Bereits gegen Ende des 17. Jahrhundert klagte ein berühmter Zeitgenosse, dass die Menge alles Gedruckten nicht mehr zu bewältigen sei: “Die schreckenerregende Vielzahl von Büchern, die ständig zunimmt”, stürzte den Gelehrten in “unheilvolle Verzweiflung”. Bei der anschwellenden Zahl der Dispute und den vielen Untersuchungen ohne nennenswerten Nutzen drohe heilloses Chaos und Rückfall in die Barbarei. Diese Klage brachte Gottfried Wilhelm Leibniz vor, Philosoph und Bibliothekar in Hannover und Wolfenbüttel.</p>
<p>Leibniz glaubte daran, dass die Zukunft der Gelehrsamkeit nicht im Lesen und Schreiben liegt, sondern in der Berechenbarkeit von Problemen – genau das bestimmt heute unsere Lage, wenn man es genau nimmt. Zugleich aber schlug er ein neues Orientierungssystem vor, eine “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kunst/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kunst">Kunst</a> des Auffindens”, die durch Exzerpieren von Büchern und durch Kategorisieren von Wissensbereichen erreicht werden soll, denn Information braucht Dokumentation und zu diesem Zwecke das, was informationstechnisch als “Metadaten” bezeichnet wird, also bestimmte Zusatzinformationen. Tatsächlich tauchte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein entsprechend neues Medienformat auf: es war die Zeit der Wörterbücher und Dictionnaires, der Lexika und Enzyklopädien. </p>
<p>Als dann im 19. Jahrhundert mit der Schnelldruckpresse, dem Holzschliffpapier und der Linotype-Setzmaschine das Druckwesen industrialisiert wurde, schwoll die Masse an Publikationen exponentiell an. Abermals kam es zu Vorschlägen der Neuorganisation von Dokumentation und Wissensorganisation – am eindrücklichsten vorgebracht vom heute vergessenen belgischen Privatgelehrten Paul Otlet, der auf Mikrofilmtechnik setzte und auf Telekommunikation, womit sich die Bibliothek auflöse in Richtung einer weltweiten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenbank/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Datenbank">Datenbank</a> und das Buch in Richtung vernetzter Wissensbestände. Otlet sprach bereits von einer technikgestützten “Hyper-Intelligenz”.</p>
<p>Jahrzehnte vor dem Internet war also klar, dass das Buch nicht das Leitmedium für die Wissensgesellschaft bleiben kann, und die Bibliothek in ihrer Funktion der Verwaltung von Wissensbeständen beschränkt ist. Ohne diesen kulturell lang angekündigten Bedarf an neuen medialen Formen hätte sich das Internet niemals allgemein durchsetzen können. Es wäre geblieben, wofür es am Anfang geplant war – eine Anwendung für Expertensysteme.<br />
Bücher sind nicht nur für die, die sie geschrieben haben, immer noch Mittel sozialen Distinktionsgewinns. In der Moderne wurden Bücher und Bibliotheken zu Insignien des Bürgertums. Das gediegene Buchregal gehört unmittelbar zur bürgerlichen Existenz und in den Bibliotheksbauten manifestiert sich neben den Kathedralen des Klerus und den Palästen des Adels das neue bürgerliche Selbstbewusstsein. Zudem errichtete die Aufklärung ein ganz eigenes Wissensideal, das Ideal einer Lesbarkeit der Welt.  Hans Blumenberg hat mit dieser Metapher die Tatsache umschrieben, dass das Paradigma der Verschriftung menschlicher Erfahrungen – sei es in den Monographien von Gelehrten, sei es in den Berichten von Reisenden und in den Protokollen von Bürokraten – den Eigensinn einer Epoche prägte, der durch Einblicke, wie sie wissenschaftliche Instrumente und entsprechende Experimente ermöglichten, radikal herausgefordert wurde. </p>
<p>Dass die Wissenschaft damit begonnen hat, im sogenannten Buch der Natur andere  Ausdrucksmodalitäten zu entziffern als die der alphanumerischen Form, ist eine Seite der Medaille. Auf der anderen wird erkennbar, dass das Ideal der Lesbarkeit durch eine neue Bildlichkeit angekratzt wurde. Genauer gesagt wurde sie durch neue Aufzeichnungsmedien erschüttert, durch die analoge Medientechnik der Fotografie und der Phonographie. Von der direkten Art, mit der jenseits des umständlichen Buchstabenlesens bereits eine Daguerreotypie die Wahrnehmung anzusprechen vermag, berichtete aus Paris der erstaunte Alexander von Humboldt 1839 an den preußischen König: die Unmittelbarkeit, mit der sie die menschliche Einbildungskraft anspricht, faszinierte ihn besonders.</p>
<p>Eben davor hatte die deutsche Aufklärung immer Angst gehabt, wie ein Blick in Kants Kritik der Urteilskraft belegt, die für das alttestamentarische Bilderverbot plädiert. Bilder verwende, wer die Einbildungskraft der Menschen einschränken und manipulieren will; für die Aufklärung bleibt nur die Via negativa des abstrakten Buchstabenlesens. Diese Haltung verkennt natürlich das menschliche Bedürfnis nach Unterhaltung und Entspannung. Aber je komplexer codiert eine Botschaft ist, desto anstrengender wird jene Gratifikation zu erreichen sein, die der Konsum kultureller Güter verspricht. Aus diesem Grund besteht ein sozialer Distinktionsmechanismus, nach dem höher prämiert wird, was abstrakter codiert ist, beispielsweise eben Texte gegenüber Bildern.</p>
<p>Nun ist das Buch nicht allein Träger von Wissen, es dient im fiktiven Umgang mit Wirklichkeit ebenso der Erbauung und Unterhaltung. Das war nicht immer so, denn der moderne Roman entstand erst etwa im 17. Jahrhundert. Derzeit entstehen nicht nur neue Distributionsformen für Inhalte, sondern auch neue Narrative. Sie entsprechen einem alten Wunsch – auch der Literaten, erinnert sei an Hugo von Hofmannsthals Chandos-Brief – nach einer neuen Sprache oder einem Medium, das “unmittelbarer, glühender ist als Worte”. Und dies nicht zufällig zu einer Zeit, da die Moderne neue künstlerische und technische Ausdrucksmodalitäten entwickelte, wie die Kinematographie. Das bewegte Bild wird zum der größten Konkurrenten des erzählenden Wortes. Die Sichtbarmachung von Vorstellungen als direkte Visualisierung – das ist jener phänomenale Schritt, den das Kino über die Literatur hinaus macht. Es wird nicht der letzt gewesen sein.</p>
<p>Grundsätzlich, so sieht es einer der angesehensten Schriftsteller der Gegenwart, kann das Buch nicht mit dem Computer konkurrieren, wie schon zuvor nicht mit Kino und Fernsehen. Natürlich verschwindet das Buch in dieser Medienkonkurrenz nicht ganz, aber es ändert seine Form wie auch seine Funktion. Ist ein E-Book noch ein Buch? Gegenfrage: sind die geleimten Papierstapel der Handelsketten tatsächlich noch Bücher?</p>
<p>Gefragt, ob man in 25 Jahren noch Bücher lesen werde, antwortete Philip Roth, dass es diese kulturelle Praktik dann wohl nur noch als “Kult” geben werde, so wie es heute noch Anhänger lateinischer Dichtung gibt. </p>
<blockquote><p>The book can’t compete with the screen – and the Kindle won’t change that. […] I think always people will be reading them but it will be a small group of people. Maybe more people than now read Latin poetry, but somewhere in that range. – Philip Roth, Interview (<a href="thedailybeast.com" class="liinternal">thedailybeast.com</a>, Okt. 2009)</p></blockquote>
<p>Ein Narrativ, das ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit verlangt, verliert für ein großes Publikum zusehends an Attraktivität. Zwei Motive prägen die Überwindung der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gutenberg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gutenberg">Gutenberg</a>–Galaxis: zum einen der unermesslich gesteigerte Mehrwert der Bilder, seit ihre beschleunigte technische Reproduzierbarkeit sie die Unmittelbarkeit der Sprache einholen ließ. Zum anderen die Verlagerung der menschlichen Sinnesorganisation von der Visualität des Lesens und Schreibens hin zur Taktilität, wie McLuhan es nannte, zu jener posttypografischen Medienkultur eben, die mit Radio und Fernsehen begonnen hat.</p>
<p>Zur “posttypographischen” Kultur (Michael Giesecke) gehört ein Motiv, das sich in der westlichen Kultur nicht erst mit dem Internet bemerkbar macht: die Erosion der bürgerlichen Ideologie des Individuums. Das Bürgertum privilegierte zudem eine mit Produktion und Verteilung von Druckwerken befasste Elite, die neue Klasse der Literaten.  Es schuf mit der kulturellen Prämierung der Lektüre von Druckwerken zudem die ideale kulturtechnische Entsprechung zur relativ neuen Vorstellung von intimer Individualität, die von der Massenkommunikation im 20. Jahrhundert in Frage gestellt wird.</p>
<p>Schon die Nationalsozialisten übernahmen mit ihrer Forcierung von Radio und Fernsehen jenen zutiefst antibürgerlichen Impuls, der den modernen Formen von Propaganda (nach Edward Bernays) zugrundeliegt. Demnach ist eine Massenbeeinflussung vor allem dann möglich, wenn die Rezeption von Inhalten nicht individuell erfolgt, sondern in der Gruppe. Denn das Massenpublikum verhält sich nicht reflexiv, wie der einzelne Leser, sondern reaktiv, und da ist es leichter, die Mechanismen zur Übernahme  gewünschter Interpretationen zu forcieren.<br />
In der sich nun formierenden Netzkultur (und wie viel Veränderung wurde manifest, in gerade einmal zwei Jahrzehnten!) werden Tugenden des bürgerlichen Individuums immer weniger prämiert, verbunden mit einer tendenziellen Abwertung traditioneller publizistischer Formen der Printmedienkultur. Dieses Ende der Privatheit kennt viele Formen. Schon die Erfolgsgeschichte der Massenmedien und jetzt die der Social Networks weist auf eine tiefgreifende Veränderung der kulturellen Codes. Es ist kein Zufall, dass nach der Epoche bürgerlicher Individualisierung, in der das Bücherlesen zum Habitus sozialer Distinktion geriet, Wirklichkeit immer weniger durch den gebildeten Intellekt und immer stärker durch Medien synthetisiert wird: “Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.” (Niklas Luhmann)<br />
Das definitive Ende des Buches und der Literatur wird das wahrscheinlich nicht sein, aber deren Funktionswandel. Das Buch stand einst für die Gleichzeitigkeit der Verfügbarkeit von Wissen. Es schuf die Gelehrtenrepublik, als den gemeinsamen Raum vorhandener Informationen zu einen Thema oder Forschungsgegenstand. Diese Organisationsgrundlage des Wissens bildete eine wesentliche Bedingung der Möglichkeit wissenschaftlichen Fortschritts. </p>
<p>Die Computernetze – das war gerade auch vor 40 Jahren nicht nur ArpaNet in den Vereinigten Staaten, sondern auch Cyclades in Frankreich und andere europäischen Datennetze – sollten den medientechnischen Stand der Dinge bald neu definieren, obwohl keiner der Entwickler auch nur im Traum daran gedacht hatte, damit eine neue kulturelle Ausdrucksmodalität zu schaffen. Zuerst löst Programmieren das Schreiben ab, nimmt ihm die Exklusivität des Weltentwurfs. Aber nachdem die technische Komplexität der vernetzten Computer hinter der grafischen Oberfläche des Web verschwunden ist und niemand mehr programmieren können muss, um Präsenz im Netz zu schaffen, sieht diese Sache bekanntlich ganz anders aus. Widerstand gegen die “Diktatur des schönen Scheins” (Neal Stephenson) und die angebliche Entmündigung der Computernutzer blieb zwar nicht aus, erwies sich letztlich aber als zwecklos. Die Kulturtechnik des WIMP (Windows, Menues, Icons, Pointing) setzt sich langsam aber sicher gegen die des Buchstabierens durch.  Und mit zunehmendem Anteil wird das, was wir über die Welt, in der wir leben, wissen, durch Google und Wikipedia vermittelt. Dass die Demokratisierung des Wissens durch Oberflächlichkeit erzeugt wird, erzeugt noch keine “Unbildung”, wie die Unkenrufe aus der “Generation Adorno” nahelegen. </p>
<p>Die Technologie der Netzwerke ist dabei, den Stand der Dinge neu zu verhandeln und die Kultur der Gatekeeper (Verleger, Redakteure, Zeitungsherausgeber) durch eine Kultur der Teilhabe zu ersetzen. Was tut sich nun konkret: ist Literatur im Netz einfach Literatur geblieben, nur eben an anderen Orten auf anderen Datenspeichern als eben in Büchern, die in Bibliotheken stehen? Nein, zumindest tendenziell ist sie das nicht mehr. Den Hinweis auf Weblogs wollen wir uns schenken, er ist ebenso billig wie das, was die meisten “Blogs” inhaltlich produzieren. Wichtig an ihnen ist eigentlich nur die technische Form, die radikale Öffnung des Rückkanals und das Prinzip der Präsentierung. Aus der Logik der Datenbanken und der Online-Verfügbarkeit tendenziell sämtlicher Inhalte des kulturellen Archivs folgt, dass das Konzept der Kommunikation sich grundsätzlich ändert zugunsten dieser ungeheuren Präsentierungsleistung der Medientechnik.</p>
<p>Nun kann, wer will, innerhalb weniger Minuten ohne jegliches eigenes Produktionsmittel (Internet-Zugang vorausgesetzt) schriftlich oder in multimedialer Form publizieren und damit ein lokales, nationales und potenziell sogar weltweites Publikum adressieren. Es entstehen neue Formen nicht nur des Publizierens jenseits des Buches, sondern auch jenseits der herkömmlichen Formen des Schreibens, das sich technisch anders organisiert. Eigentlich ist ja schon jede lokale oder nationale Literaturszene eine Art kollaborative Plattform, auf der Texte entstehen, die auf andere Texte antworten: Thomas Galvinic hat den kalten Klotz des Erfolgs von Daniel Kehlmann zu verdauen und kennt keinen Genierer, sein Elaborat dazu (“Das bin doch ich”) einen Roman zu nennen. Frau Hegemann verwurstet “Strobo”, den Text eines unbekannten Techno-Bloggers, und findet nichts dabei, doch: sie hat sogar noch recht damit, denn Literatur bestand immer schon darin, andere Aussagen, andere Texte zu verarbeiten und zu interpretieren.</p>
<p>Dieser Aspekt bedürfte ausführlicherer Diskussion, hier nur soviel: ohne all die bestehende Literatur wäre der einzelne Literat gar nichts. Und natürlich auch nicht ohne sein Publikum. Schriftsteller sind einigermaßen pathetische Figuren. Sie werden nicht gleich alle, wie derzeit der Bestsellerautor Frank Schätzing, mit einer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/multimedia/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Multimedia">Multimedia</a>–Show durch die Lande ziehen müssen. Sie werden sich aber mit den neuen medialen Formen auseinandersetzen müssen, die nicht allein die Publikations-, sondern diese Kommunikationsverhältnisse auf neue Art und Weise interpretieren: sie verzichten auf das Medium Buch (und auf seinen Verleger) als “Mittler”. </p>
<p>Eine neue Generation von Autoren publiziert ihre Texte selbst längst online. Natürlich wird es eine ganze Weile noch so sein, dass die besten Produkte aus dem Netz in die Wertschöpfungskette der Verlagsindustrie eingehen werden. Aber deren viel beschworene Qualitätskontrolle findet längst schon anderswo statt: im Vorfeld jener Leserinnen und Leser, die in Blogs von Autoren Kommentare hinterlassen und in dieser oder jener Form an deren Geschichten mitschreiben. Oder gleich selbst zu Autoren werden – Web-Plattformen dazu gibt es zuhauf. Man wird als Autor von Online-Verlagen auf allen Ebenen abgeholt: “from <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/inspiration/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Inspiration">inspiration</a> to distribution: connect, write, publish, sell” (so die Werbung von fastpencil.com). </p>
<p>Wenn nun neben den kleinen Start-ups für Autoren Giganten wie etwa Amazon einen Verlagsservice für Autoren anbietet, muss man sich wirklich fragen, was hier die Publikationskultur betreffend im Gange ist. Irgendwann wird vielleicht noch der rückständigste Autor erkennen, dass mit all dem Geschwätz vom “geistigen Eigentum” er oder sie gemeint ist, und nicht sein Verleger und sein Buchhändler. Er wird sich dann wahrscheinlich jenen Agenten zuwenden, die ihm 60 bis 70 Prozent des Verkaufspreises ausbezahlen, und nicht wie derzeit üblich 6 bis 10  Prozent, weil Produktions– und Distributionskosten im traditionellen Verlagsbusiness derart zu Buche schlagen.</p>
<p>Auch wenn dann, wenn der Verkaufspreis weit niedriger sein wird, weil der Text als Produkt eine neue, elektronische Präsentationsform annimmt – den Verlegern, den Druckern und den Buchhändlern sollten die Autoren keine allzu dicken Tränen nachweinen. Immer seltener nämlich erfüllen sie ihre Funktion der Qualitätskontrolle, nachdem sie in den vergangenen Jahrzehnten gelernt haben, wie sich auch ganz ohne Marketing und Verkauf von Druckkostenzuschüssen und anderen Förderungen gut leben lässt. In vielerlei Hinsicht ist das Buch nurmehr Business, mit vielen unsichtbaren Stützen, das von einer unheimlichen Betriebsamkeit aufrechterhalten wird.</p>
<p>Das Buch ist zum Fetisch einer Kultur geworden, die ihre Ideale in dieser medialen Form materialisiert sah. Texte, die sich in Buchform niederschlugen, können nun auch als E-Book weiter existieren. Doch darum geht es weniger. Nach einer anfänglichen Euphorie hinsichtlich der Möglichkeiten von Hypertext als neuer literarischer Form lässt sich erkennen, dass es nicht die Faszination für technische Möglichkeiten an sich ist, die die Veränderung bringt. Die neue digitale Kultur hat ihre eigene Gesetzlichkeit, zu der vor allem ein Umstand zählt: die Netzkultur ist weniger hierarchisch und stärker relational bestimmt, was eine Ästhetik der Verteilung mit sich bringt, deren Form noch längst nicht feststeht – kleine Phänomene, die morgen vielleicht schon vorbei sein werden (man denke an Dienste wie Twitter) bestimmen sie, durch die Akzeptanz und den Gebrauch, den die Masse davon macht.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum KW47 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 23:44:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein neues Blogistan, ein neues Glück - Linzerschnitte und datenschmutz haben schon wieder jede Menge zu berichten: es gibt neue Details zum Google OS Chrome, Twitter kündigt Werbune, die wir lieben werden an und auch sonst hat sich im Social Web so einiges getan in den letzten sieben Tagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr neigt sich unweigerlich seinem Ende zu — bei den Kalenderproduzenten steigt die Nervosität ins Unermessliche, Motorradfahrer müssen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und die Weihnachtsbeleuchtung — keine Spur von Energiesparlampen — ist an. Trotz zunehmend winterlicher (Miss)Verhältnisse friert in der Blogosphäre aber gar nix ein: da wird Altbekanntes neu aufgewärmt, neues Heißes auf Trinktemperatur abgekühlt und syndiziert, was das Zeug hält: Business as usual eben, dessen letzte sieben Tage <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datenschmutz wie gewohnt für Sie zusammengefasst haben.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-hype-foursquare-com" class="liinternal">HYPE: Foursquare.com</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-radiospotting-web-prsentation-ist-online" class="liinternal">Radiospotting: Web-Präsentation ist online</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-google-chrome-os" class="liinternal">Google Chrome OS</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-facebook-weicht-list-policy-auf" class="liinternal">Facebook weicht List-Policy auf</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-automatic-captions-fr-youtube-videos" class="liinternal">Automatic Captions für Youtube Videos</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-facebook-becoming-lame-for-young-folks" class="liinternal">Facebook becoming lame for young folks?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-blogazines-vs-blog" class="liinternal">Blogazines vs. Blog</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-agenturfail-der-woche-zertifizierter-social-media-koordinator" class="liinternal">Agenturfail der Woche: Zertifizierter Social Media Koordinator</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-buttons-mit-css" class="liinternal">Buttons mit CSS</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-twitter-zahlen-fakten-spekulationen" class="liinternal">Twitter: Zahlen, Fakten, Spekulationen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-judiths-video-der-woche" class="liinternal">Judiths Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-ritchies-video-der-woche-ficker-oder-nicht-ficker" class="liinternal">Ritchies Video der Woche: Ficker oder Nicht-Ficker?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-hype-foursquare-com">HYPE: Foursquare.com</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Facebook war der Liebling der Medien 2008, 2009 wurde und wird Twitter in den Mainstream-Himmel gehyped — but who’s next?<br />
Wenn man <a href="http://edition.cnn.com/2009/TECH/11/19/cashmore.foursquare/" class="liexternal">Mashable</a> Glauben schenkt, dann wird 2010 foursquare.com die Spitze des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hype-Zyklus" rel="nofollow" class="liwikipedia">Hype Cycle</a> erklimmen!</p>
<p><a href="http://www.foursquare.com" class="liexternal">Foursquare.com</a> erinnert auf den ersten Blick ein bisschen an die Android App Latitude: Man legt Orte an, an denen man sich regelmäßig bewegt, checkt ein, wenn man diese aufsucht, informiert seine Freunde darüber. Erweitert wird das ganze um den Faktor “addictive Game” — wie bei Farmville oder der guten alten Zombie oder Mafia Application auf Facebook wird das ganze durch ein Gratifikationssystem, dem Sammeln von “Badges” gefördert. Wer am meisten Badges hat, wird zum “Mayor” der Location. Nun, wir werden sehen, ob Spieltrieb oder Datenschutzbedürfnisse siegen. Eines lässt sich jedenfalls schon fix feststellen: Geotagging ist wirklich totally “in”, auch Twitter springt auf den <a href=" http://mashable.com/2009/11/19/twitter-geolocation-live/" class="liinternal">Verortungszug</a> auf.</p>
<p>Pete Cashmore hat noch mehrere Parallelen zwischen Twitter und foursquare.com <a href="http://edition.cnn.com/2009/TECH/11/19/cashmore.foursquare/" class="liexternal">ausgemacht</a>:</p>
<blockquote><p>The parallels with Twitter are numerous. As technology early adopter and popular blogger Robert Scoble wrote in September: “Go back three years ago. Twitter was being used by the same crowd that is playing with Foursquare today. (…) This week Foursquare debuted the singular piece that launched Twitter into the stratosphere: an API.</p></blockquote>
<p>PS: Bis vor kurzem war Foursquare nur für Städte in den USA freigeschalten, nun sind schon <a href="http://mashable.com/2009/11/19/foursquare-50-more-cities/" class="liexternal">einige Städte mehr</a> dabei!</p>
<h2 id="toc-radiospotting-web-prsentation-ist-online">Radiospotting: Web–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/praesentation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Präsentation">Präsentation</a> ist online</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Bald ist das Linzer Kulturhauptstadtjahr zu Ende — und eines der spannendsten Projekte ging zwar offline im Oktober zu Ende, ist aber mittlerweile lückenlos online dokumentiert. Beim Projekt <a href="http://www.radiospotting.net/" class="liexternal">Radiospotting</a> präsentierten 13 Autoren ihre Stories an verschiedenen Plätzen mittels lokaler Radiosender:</p>
<blockquote><p>Seit Paul Watzlawick wissen wir: Kommunikation entsteht beim Empfänger. Diesen Gedanken aufgreifend, werden an 13 Orten in Linz (z.B. Stifterhaus, Nibelungenbrücke, Neuer Dom,…) lokal begrenzte Radiosender Arbeiten von 30 internationalen SoundkünstlerInnen über den Äther schicken. Grundlage für die akustischen Arbeiten waren 13 Orte und deren Geschichten, welche von renommierten oberösterreichischen Autorinnen und Autoren geschrieben wurden. Ohrenzeuge kann dabei jeder werden, der sich mit einem Radio an die einzelnen Orte begibt, die Frequenz einstellt und seine Ohren spitzt.</p></blockquote>
<p>Unter dem Menüpunkt <a href="http://www.radiospotting.net/sounds.php" class="liexternal">tune in!</a> kann man nun alle Beiträge auch ohne Linz-Besuch nachlesen und –hören. Auf Radio Fro gab’s eine begleitende Doku-Serie, die einzelnen Beiträge sind ebenfalls <a href="http://www.radiospotting.net/rstrifft/player/page-player/rstrifft.php" class="liexternal">online dokumentiert</a>.</p>
<h2 id="toc-google-chrome-os">Google <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/chrome/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Chrome">Chrome</a> OS</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Wir haben bereits im letztwöchigen Panoptikum darüber berichtet: Tod dem Desktop, Tod Microsoft! Dieser Kampfspruch scheint bei Google nicht unter das Mission Statement “don’t be evil” zu fallen. Dem Konkurrenten Microsoft wird einmal mehr gnadenlos der Kampf angesagt, diesmal an seinem angestammten Platz, dem Desktop. Auf dem Desktop verfügt Microsoft über Heimvorteile, darum wird er von Google einfach als redundant erklärt. Das Betriebssystem Chrome OS wird daher in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing" rel="nofollow" class="liwikipedia">Cloud</a>, genauer gesagt im Browser angesiedelt. dieses Video erklärt schon mal, wie Google Chrome funktionieren soll.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Allerdings ist das Chrome OS nicht für Laptops geschaffen: laut <a href=http://mashable.com/2009/11/19/chrome-os-differences/">Mashable</a> ist ein Solid-State-Drive angeblich Voraussetzung:</p>
<blockquote><p>Chrome OS doesn't support drivers and will not run on your laptop: The Google operating system won't be running on your Dell or Macbook anytime soon – it only works with solid-state hard drives. It is meant for Netbooks. Many hardware manufacturers are going to have to tweak their netbook designs to support Chrome OS.</p></blockquote>
<p>Dann warte ich vielleicht doch noch ein bisschen mit der Anschaffung eines Netbooks...</p>
<h2 id="toc-facebook-weicht-list-policy-auf">Facebook weicht List-Policy auf</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Beim <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/20/facebook-twitter-lists/" class="liexternal">Filtering the Stream</a> Roundtable <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/20/facebook-twitter-lists/" class="liexternal">frage</a> Loic Le Meur Facebook VP Bret Taylor, warum 3rd Party Apps kein Zugriff auf die Freundeslisten gewährt werde - Twitter erlaubt dies. Und wider Erwarten scheint Facebook das tatsächlich vor zu haben:</p>
<blockquote><p>Taylor said that Le Meur’s request seemed "reasonable" and continued "we should do that." “We're not working on that. But we should be," he continued. So there you go, done deal. Great. It would seem that soon, third parties should have access to the list filters that Facebook uses.</p></blockquote>
<p>Im Zeitalter von Social Graphs und personalisierter Information spielt dies keine geringe Rolle, denn:</p>
<blockquote><p>If there were a way to merge Twitter Lists and Facebook Friend Lists, third-party services could provide a valuable new service: Easy-to-make Facebook and Twitter social graph mashups.</p></blockquote>
<h2 id="toc-automatic-captions-fr-youtube-videos">Automatic Captions für Youtube Videos</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Am offiziellen Google-Blog wurde letzte Woche <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/11/automatic-captions-in-youtube.html" class="liexternal">bekannt gegeben</a>, dass Youtube Videos ab sofort automatisch erstellte Untertitel anbietet. Seit längerem können Video-Uploader Untertitel anbieten, nun geht Big G in punkto Accessibility mit Voice Recognition Technologie noch einen Schritt weiter:</p>
<blockquote><p>To help address this challenge, we’ve combined Google’s automatic speech recognition (ASR) technology with the YouTube caption system to offer automatic captions, or auto-caps for short. Auto-caps use the same voice recognition algorithms in Google Voice to automatically generate captions for video. The captions will not always be perfect (check out the video below for an amusing example), but even when they’re off, they can still be helpful—and the technology will continue to improve with time.</p></blockquote>
<p>Auch das manuelle Untertiteln von Beiträgen wird einfacher: es reicht, ein simples Text-File hochzuladen, das auto-timing Feature sorgt für die Einblendung der Untertitel an der passenden Stelle. Wie das genau funktioniert, zeigt folgendes Demo-Video:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-facebook-becoming-lame-for-young-folks">Facebook becoming lame for young folks?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Diese berechtigte Frage stammt von niemand geringerem als Guy Kawasaki (bzw. seiner Twitter-Assistentin). Meine Antwort: Ja, ein bisschen schon. Denn nicht nur ältere Schwestern sondern auch Eltern und andere Verwandte und womöglich auch Lehrer, Chefs und Kunden überfluten Facebook zunehmend und stalken bzw. geben das Gefühl, gestalkt zu werden. Manche davon laden einfach die Fotos von Opas letzter Geburtstagsfeier hoch, die einen nicht gerade so cool aussehen lassen, wie man gerne hätte. Doch wie so oft hat das Social Web da auch schon eine Lösung bereit, oder zumindest eine Selbsthilfegruppe. Auf <a href="http://myparentsjoinedfacebook.com" class="liexternal">myparentsjoinedfacebook</a> werden Sie geholfen!</p>
<blockquote><p>So, you finally caved. You’ve accepted a friend request from your Mom, Dad, crazy Aunt Ida, and your college roommate’s newly divorced mother. Well here’s your chance to get back at them for taking away your public privacy.<br />
Email us at: myparentsjoinedfacebook@gmail.com because we want to laugh at your Mom’s ridiculous Facebook status and the embarrassing message your Dad wrote on your wall too!</p></blockquote>
<h2 id="toc-blogazines-vs-blog">Blogazines vs. Blog</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> “Für jeden Artikel das gleiche Template — das ist doch langweilig!” Das denken sich einige Blogbetreiber mit gesteigerten grafischen Ambitionen und legen ebenso viel Wert auf grafische Gestaltung einzelner Artikel wie auf deren Inhalt. <a href="http://www.smashingmagazine.com/the-death-of-the-blog-post/" class="liexternal">Smashing Magazine</a> hat ein beindruckendes Feature über diese “Blogazines” zusammengestellt — und zwar thematisch passend ebenfalls in aufwendigem Layout. Die Frage ” We have some of the most creative and inspiring designers in our profession, so why don’t we show our true potential in our blog articles?” mag durchaus berechtigt sein, aber Dustin Curtis hat völlig recht mit seiner Anmerkung zu HTML und CSS:</p>
<blockquote><p>The biggest disadvantage is that CSS and HTML are terrible technologies that weren’t designed for page layout. They were designed for structured content presentation, like for a newspaper, where all the elements throughout the website are the same and are re-used. But I’m trying to make a magazine, where the content and presentation are inextricably mixed and unique. The way presentation CSS is supposed to be decoupled from the content HTML is totally counter to the mission I am trying to accomplish, and it makes coding the articles frustrating, messy and time-consuming.</p></blockquote>
<h2 id="toc-agenturfail-der-woche-zertifizierter-social-media-koordinator">Agenturfail der Woche: Zertifizierter Social Media Koordinator</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Wo Honig ist, da sind auch (Schmeiß)fliegen. Social Media und seine/ihre Handhabung erfordert vor allem zwei Dinge: grundlegendes Interesse in Kommunikation und einigermaßen normale Umgangsformen. Der Rest kommt von selbst. Aber nicht, wenn es nach einer Salzburger Agentur geht. Da versucht man, aus Social Media eine Profession zu machen — wer also ein paar Wochenende Zeit und läppische 990 Euro investiert, der darf bekommt von der Agentur ein Zertifikat verliehen und darf sich “Social Media Koordinator” nennen/schimpfen. Anmelden kann man sich übrigens auch via <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=165731782402&#038;ref=mf" class="liexternal">Facebook</a> — und der Weg vom Computer-Illiterate zum SM-Star ist ein kurzer:</p>
<blockquote><p>. In einer drei Tage dauernden Ausbildung erfahren die künftigen Social Media Koordinatoren alles, was sie für eine erfolgreiche Performance im Web 2.0 benötigen.</p></blockquote>
<h2 id="toc-buttons-mit-css">Buttons mit CSS</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Submit-Buttons, RSS-Buttons, Button-Buttons… Photoshop darf heute mal länger schlafen, denn Onkel Janko holt die große CSS-Bastelkiste aus dem Keller. Genau <a href="http://www.smashingmagazine.com/2009/11/18/designing-css-buttons-techniques-and-resources/" class="liexternal">sowas</a> hab ich gesucht:</p>
<blockquote><p>Designers have many reasons to style buttons, including to make them more attractive and to enhance usability. One of the most important reasons, though, is that standard buttons can easily be missed by users because they often look similar to elements in their operating system. Here, we present you several techniques and tutorials to help you learn how to style buttons using CSS. We’ll also address usability.</p></blockquote>
<p>Wirklich tolle Anleitung — demnächst kriegt mein “submit-Button” unter dem Mailinglist-Formular ein neues Styling verpasst! <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW47 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> </p>
<h2 id="toc-twitter-zahlen-fakten-spekulationen">Twitter: Zahlen, Fakten, Spekulationen</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> “How many roads must a man walk down?” Wir wissen’s bis heute nicht — kein Wunder: immerhin verbläst der Wind die Antwort. In der digitalen Welt bleiben keine solchen Unsicherheiten bestehen. Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wieviele Tweets pro Tag im Durchschnitt verschickt werden? <strong>27,3 Millionen pro Tag</strong> sind es, berichtet <a href="http://www.briansolis.com/2009/11/guess-how-many-tweets-fly-across-twitter-each-day/" class="liexternal">PR 2.0</a> basierend auf aktuellen Pingdom-Zahlen. Das macht pro Jahr dann 10 Milliarden Micro-Messages, wobei CNET erst vor einem Monat über das 5-milliardste Tweet <a href="http://news.cnet.com/8301-13577_3-10378353-36.html" class="liexternal">berichtete</a>.</p>
<p>Auch bei den Clients gibt’s neue Zahlen: das Web-Interface führt immer noch mit weitem Abstand (46,8 Prozent), ganz und gar nicht dicht gefolgt von Tweetdeck (8,48 Prozent). Seesmic kommt auf 1,1 Prozent, alle anderen Client zusammen erreichen 37,14%. Die ganze Tortengrafik hat <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/twitter_users_and_the_third_party_clients_they_use.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a>.</p>
<p>Ziemlich <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/twitter_definitely_ditching_suggested_users_list.php" class="liexternal">unsicher</a> ist indes, was mit der SUL, der heiligen “Suggested Users List” geschieht — Twitter will sie, zumindest in der jetzigen Form, los werden:</p>
<blockquote><p>The benefits to getting on the list are great indeed. Users added to the SUL, gained on average of 53,000 new followers after being on the list for a week and 170,000 within the first month. Some users even gained as many as 370,000 in the first 30 days.</p></blockquote>
<p>Womit genau, weiß noch niemand — aber die Gerüchteküche über einen Authority-Algorithmus läuft derzeit noch heißer als sonst. Dabei ist doch alles maßlos überschätzt, kontert <a href="http://www.newcommbiz.com/twitter-doesnt-create-influence-it-reveals-it/" class="liexternal">New Comm Biz</a> häretisch unter dem Titel “Twitter doesn’t create influence, it reaveals it”:</p>
<blockquote><p>Twitter didn’t make anyone influential. Twitter only exposes and amplifies influence. If you look at the top 100 Twitter accounts, the only person/company that Twitter made influential was @Twitter. Everyone else was already influential in their own right.</p></blockquote>
<p>Von SuperTweetern geht’s nahtlos zu den <a href="http://scobleizer.com/2009/11/20/twitter-to-turn-on-advertising-you-will-love-heres-how-supertweet/" class="liexternal">Supertweets</a>, Scobleizers neuem Steckenpferd. Twitter will ja definitiv Werbung zulassen, aber die wird, so Scoble, in Form von Metadaten ausgeliefert:</p>
<blockquote><p>Think about all the metadata that exist OUTSIDE of the Tweet. How about you mouse-over a Tweet to see a new slide-down UI that shows you all the metadata.</p></blockquote>
<p>Wow — wirklich super! Werbung mit eingebautem Pop-Up Blocker in der Tat “Advertising we love” <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW47 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> </p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche">Judiths Video der Woche</h2>
<p>Warum spielen Frauen Fußball? Weil es der Fußballplatz der beste weil sozial anerkannte Ort für einen Bitchfight ist:</p>
<div align="center"><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="600" height="457" id="viddler_b81d241"><param name="movie" value="http://www.viddler.com/player/b81d241/" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><embed src="http://www.viddler.com/player/b81d241/" width="600" height="457" type="application/x-shockwave-flash" allowScriptAccess="always" allowFullScreen="true" name="viddler_b81d241"></embed></object></div>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche-ficker-oder-nicht-ficker">Ritchies Video der Woche: Ficker oder Nicht-Ficker?</h2>
<p>Das ist hier die Frage… [via <a href="http://www.web-newspaper.de/blog/ficker-oder-nichtficker-oder-vielleicht-doch-nichtraucher" class="liexternal">Web-Newspaper.de</a>] Und genau deshalb fahren wir im Inland mit dem Zug! :evil:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li><strong>“Es bedurfte nur eines Tweets”:</strong> Die “Twitterrevolution Iran Election” hat den reflektierten Social Media Nutzer eines gelehrt: Oft ist eine gehypte Revolte auf Twitter nicht mehr als heiße Luft. Doch Social Media kann mächtig sein. Wie mächtig dokumentierte Alan Rusbridger, Chefredakteur der britischen Tageszeitung “The Guardian”. Eine “klassische” PR Firma namens Trafigura und die Anwaltskanzlei Carter-Ruck durften so <a href="http://www.freitag.de/kultur/0942-es-bedurfte-nur-eines-tweets-alan-rusbridger" class="liexternal">auf die harte Tour lernen</a>, dass sich die Zeiten geändert haben.</li>
<li><strong>Quantenrechner-News:</strong> Bis vor kurzem habe ich hinter dem Mond gelebt. Ich wusste nicht, was ein Quantenrechner ist. Nun, wo ich dieses neue, zukünftige Buzzword aufgeschnappt habe, verfolge ich alle News zum Thema. So auch <a href="http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1124212" class="liexternal">diese</a>. Laut Hype Cycle der Gartner Company  wird der Quantenrechner in spätestens 10 Jahren übrigens “<a href="http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1014381?utm_source=twitterfeed&#038;utm_medium=twitter" class="liexternal">the next big thing</a>!.</li>
<li><a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/15/twitter-facebook-amazon-affiliate-marketing/" class="liexternal">Twitter und Facebook machen jeden zum Affiliate-Marketer</a>, schreibt Gastautor Steve Poland in einem lesenswerten Gast-Posting auf TechCrunch. Bestes Zitat: “The adult industry has always been ahead of the curve, but I digress.”</li>
<li><strong>Ikea rules:</strong> Es gibt dann auch noch Agenturen, die sich im Bereich des Social Media Marketings ein bisschen mehr einfallen lassen. Was dabei rauskommt, zeigt diese wirklich nette <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YE2LSp-hjbQ" class="liexternal">Video</a>.</li>
</ul>
<p>Und damit sind wir auch schon wieder rasend schnell am panoptischen Fluchtpunkt angelangt, sprich: rückblickend werden wir Ihnen erst wieder in sieben Tagen eine Woche zusammenfasst haben — bis dahin: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW47 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum KW38 2009</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://blog.datenschmutz.net/?p=3684</guid>
		<description><![CDATA[Twitter lernt dank Jahjah telefonieren, Google kauft ReCaptcha und koopiert mit Zeitungsverlagen - die vergangene Social Media Woche war gewiss nicht arm an unheimlichen Begegnungen der dritten Art, doch Linzerschnitte und datadirt blicken wie jede Woche unerschrocken auf sieben Tage Blogistan-Business zurück, damit Sie am laufenden bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben noch auf der Futura-Showbühne, und schon wieder mitten im Rückblicken: in den letzten drei Tagen war die Gadget-Dichte bei der größten österreichischen Elektronik–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fachmesse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fachmesse">Fachmesse</a> selbst für meine Verhältnisse ungewohnt hoch — eine Reihe von Podcasts folgt in den nächsten Tagen. Aber wir sind ja nicht hier, um nach vorne zu blicken, sondern es geht… nach hinten los: sieben Tage nach hinten, um genau zu sein. Denn in der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogosphaere/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogosphäre">Blogosphäre</a> geht Unheimliches vor: plötzlich kann man mit Twitter telefonieren, Nintendo Games im Browser spielen und Zeitungen, die aussehen wie Zeitungen, online lesen. <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datadirt haben sich nicht erschrecken lassen und präsentieren Ihnen den furchtlosesten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wochenrueckblick/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wochenrückblick">Wochenrückblick</a> aller Zeiten!</p>
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<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-the-internet-didnt-steal-the-audience-we-lost-it" class="liinternal">The Internet didn’t steal the audience, we lost it.</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-dein-twitterfon-macht-ring" class="liinternal">Dein TwitterFon macht Ring</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-nintendo-games-im-browser-spielen" class="liinternal">Nintendo Games im Browser spielen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-total-bimedial-am-punkt" class="liinternal">Total bimedial: Am Punkt</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-vertrauen-ist-keine-erfindung-des-social-web" class="liinternal">Vertrauen ist keine Erfindung des Social Web</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-big-g-news-google-kauft-recaptcha-und-launcht-fastflip" class="liinternal">Big G News: Google kauft reCAPTCHA und launcht Fastflip</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-details-zum-neuen-twitter-retweet-api" class="liinternal">Details zum neuen Twitter ReTweet-API</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-wie-werde-ich-am-hufigsten-ge-re-tweet-et" class="liinternal">Wie werde ich am häufigsten ge-re-tweet-et?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-comicempfehlung-ulli-lusts-autobiographie" class="liinternal">Comicempfehlung: Ulli Lusts Autobiographie</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-foto-der-woche-checking-the-hood" class="liinternal">Foto der Woche: Checking the Hood</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-ritchies-videos-der-woche" class="liinternal">Ritchies Videos der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-judiths-video-der-woche" class="liinternal">Judiths Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
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<h2 id="toc-the-internet-didnt-steal-the-audience-we-lost-it">The Internet didn’t steal the audience, we lost it.</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Während die Verleger (und auch die Musikindustrie) hierzulande noch denjenigen beschimpft und für ihren Misserfolg verantwortlich macht, den sie eigentlich tätscheln und hätscheln sollte, ist man in the US of Ä wiedermal einen Schritt weiter. Michael Skoler von der Nieman Foundation for Journalism der Harvard University hat sich damit <a href="http://niemanwatchdog.org/index.cfm?fuseaction=background.view&#038;backgroundid=00389" class="liexternal">beschäftigt</a>, warum die Leser/Seher den Mainstream Medien abspenstig geworden sind — und wie man sie gleichzeitig via Social Media zu Usern der eigenen Angebote machen kann:</p>
<blockquote><p>Only the savviest of journalists are using the networks for the real value they provide in today’s culture—as ways to establish relationships and listen to others. The bright news organizations and journalists spend as much time listening on Twitter as they do tweeting.</p></blockquote>
<p>Wie weit Journalisten hierzulande davon noch entfernt sind, zeigt ein Blick in die Followerlisten der “twitternden” Reporter: Die meisten folgen fast ausschließlichen ihren Berufsgenossen. “Kollegenorientierheit” heißt der Fachausdruck für diesen journalistischen Zugang, in dem es eher darum geht, die Kollegen mit dem eigenen Fachwissen zu beeindrucken, als sich an der Zielgruppe zu orientieren. Nun denn, liebe twitternde Journalisten in Österreich — lernt mal schnell dazu, sonst finden eure kleinen Plänkeleien bald unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt! </p>
<h2 id="toc-dein-twitterfon-macht-ring">Dein TwitterFon macht Ring</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Jajah launchte eine Telefonlösung für Twitter namens JAJAH@call, wie <a href="http://thenextweb.com/2009/09/17/phone-calls-twitter-call-username/" class="liexternal">thenextweb</a> berichtet:</p>
<blockquote><p>You’ll be able to make phone calls via Twitter free of charge to anyone in the world, so long as they follow you back and have JAJAH accounts.<br />
@calls are made without revealing your number and without needing to know the number of the person you wish to call – all you need is their Twitter username.</p></blockquote>
<p>Klingt zu gut, um wahr zu sein? In der Tat könnte Jahjah damit ein großer Wurf gelungen sein, zumindest solange es den Providern weiterhin gelingt, die technisch unbegründete Trennung zwischen Sprach– und Datentelefonie weiter aufrecht zu erhalten. Ein Gespräch zu starten ist in etwa so schwierig, wie ein Tweet abzuschicken:</p>
<blockquote><p>To make a call simply send a tweet with “@call @username” where the ‘username’ is the Twitter name of the person you wish to call. If that person follows you on Twitter, a free two-minute call – the verbal equivalent of a Tweet – will be initiated.</p></blockquote>
<p>Klingt spannend, ich werd das sicher demnächst ausprobieren — vor allem praktisch für kostenspielige Auslandstelefonate.</p>
<h2 id="toc-nintendo-games-im-browser-spielen">Nintendo Games im Browser spielen</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Stan Schroeder weist auf <a href="http://mashable.com/2009/09/17/chrome-nes/" class="liexternal">Mashable</a> auf eine großartige Zeitvertreibs-URL hin: mit Ben Firshmans <a href="http://benfirshman.com/projects/jsnes/" class="liexternal">JSNES</a> Simulator kann man eine Reihe von älteren Nintendo-ROMs im Browser spielen — die Emulation läuft komplett in JavaScript. Interessant nicht nur als Zeitvertreiben, sondern auch als JIT-Compiler Kraftprobe. Und die ergibt erstaunliche Ergebnisse:</p>
<blockquote><p>Yes, it works in Firefox (Firefox) 3.5 and in Safari (Safari) 4, but thanks to its JavaScript optimizations, it runs about 10 times faster in Chrome.</p></blockquote>
<p>Das entspricht eigentlich ganz meinen Erfahrungen mit dem aktuellen 3.5er Feuervogel, der nicht nur im Vergleich zu Chrome, sondern sogar zum 3er-Vorgänger unglaublich lahmt. Ich hoffe, dass die FF-Entwickler die Stabilitäts– und Performanceprobleme in den Griff bekommen, denn aufgrund der Add-On Vielfalt ist Firefox für Webprofis nach wie vor unersetzlich.</p>
<h2 id="toc-total-bimedial-am-punkt">Total bimedial: Am Punkt</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Persönliches Highlight der Woche war der Launch des neuen Diskussionsformat “Am Punkt” auf ATV und damit verbunden der erste Einsatz für ein weiteres Datenschmutz-Linzerschnitten-und auch <a href="http://kamleitner.com" class="liexternal">Subnet</a> Gemeinschaftsprojekt. “Am Punkt” ist das erste bimediale Format eines österreichischen Fernsehsenders und dank Subnet/Michi Kamleitner auch das erste Format mit einem Facebook <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/livestream/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Livestream">Livestream</a>. Das Prinzip ist einfach: Auf dem Weblog <a href="http://blog.atv.at/ampunkt" class="liexternal">blog.atv.at/ampunkt</a> wird montags ein Thema für die Sendung veröffentlicht. Von diesem Zeitpunkt an können User/Seher Fragen stellen;  per Mail (ampunkt@atv.at), via Video, <a href="http://twitter.com/ampunkt" class="liexternal">Twitter</a> oder <a href="http://facebook.com/ampunkt" class="liexternal">Facebook</a>. Während der Live-Sendung kommt noch der Facebook Livestream hinzu, der ebenfalls am <a href="http://blog.atv.at/ampunkt/livesendung" class="liexternal">Blog</a> eingebunden ist. Sensationelles Ergebnis der Premiere: Mehr als 800 User-Kommentare über die verschiedenen Feedback-Kanäle — und ein Marktanteil von über 5 Prozent bei der eher fernsehunwilligen Zielgruppe der 12 — 29-Jährigen. “Am Punkt” gibt’s immer mittwochs um 21.50 Uhr auf ATV.</p>
<h2 id="toc-vertrauen-ist-keine-erfindung-des-social-web">Vertrauen ist keine Erfindung des Social Web</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> In <a href="http://outspokenmedia.com/online-marketing/old-is-new-marketing/" class="liexternal">Old School vs. New School Marketing</a> beschreibt Lisa Barone eine lehrreiche Konversation mit ihrem Vater, dem sie einige Social Media Marketing Bücher geschickt hatte::</p>
<blockquote><p>After reading the books, he called me this morning. To yell at me. In Italian.<br />
What the hell was wrong with me? Why was I insulting him? Did I think he was an idiot? He’s a successful <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/business/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Business">business</a> man. He knows all about trust and customers and building relationships and running a small <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/business/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Business">business</a>. He had been doing it for years. The information I sent him was nothing new. Why haven’t I learned to cook yet?</p></blockquote>
<p>Fazit des Artikels: Vertrauen war schon immer der wichtigste Erfolgsfaktor, allerdings trägt das Internet den Word-of-Mouth Effekt weit über geographische Grenzen hinaus:</p>
<blockquote><p>The basic principles of business and marketing haven’t changed. However, that doesn’t mean people are any better about implementing them. Today’s empowered consumer means that “the basics” are more important than ever. Because now if someone doesn’t like you, it’s not just them and their three friends that hear about it. We all hear.</p></blockquote>
<h2 id="toc-big-g-news-google-kauft-recaptcha-und-launcht-fastflip">Big G News: Google kauft reCAPTCHA und launcht Fastflip</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Die allgegenwärtigen Captchas nerven Internet-User jeden Tagen — und sind doch eines der wenigen probaten Mittel gegen die total Ver-Spam-Bottung des Internet. Das populäre und von vielen Third-Party Webmastern eingesetzte reCAPTCHA System zeichnet sich durch Crowd-Sourcing-Mehrwert aus, die User greifen OCR-Software bei schwierigen Fällen sozusagen unter die Arme:</p>
<blockquote><p>But there’s a twist — the words in many of the CAPTCHAs provided by reCAPTCHA come from scanned archival newspapers and old books. Computers find it hard to recognize these words because the ink and paper have degraded over time, but by typing them in as a CAPTCHA, crowds teach computers to read the scanned text.</p></blockquote>
<p>Das Google sich nun reCAPTCHA <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/09/teaching-computers-to-read-google.html" class="liexternal">einverleibt</a> hat, ist nur konsequent — der Mehrwert für Google Books ist gewaltig. Und wo wir schon beim Thema Papier sind: ebenfalls vergangene Woche <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/09/read-news-fast-with-google-fast-flip.html" class="liexternal">launchte</a> Google offiziell den neuen Newsreader <a href="http://fastflip.googlelabs.com/" class="liexternal">Fastflip</a>: </p>
<blockquote><p>Fast Flip is a new reading experience that combines the best elements of print and online articles. Like a print magazine, Fast Flip lets you browse sequentially through bundles of recent news, headlines and popular topics, as well as feeds from individual top publishers.<br />
[…]<br />
To build Google Fast Flip, we partnered with three dozen top publishers, including the New York Times, the Atlantic, the Washington Post, Salon, Fast Company, ProPublica and Newsweek. These partners will share the revenue earned from contextually relevant ads. This gives publishers an opportunity to introduce new readers to their content. It also tests our theory that being able to read articles faster means people will read more of them, driving more ad revenue to publishers.</p></blockquote>
<p>Auffällig ist, wie stark sich Fast Flip an konventionellem Print-Layout orientiert — und noch bemerkenswerter finde ich, dass traditionelle Verlagshäuser im Taumel des Niedergangs sich wohl langsam mit der Vorstellung abfinden, zukünftig als Content-Generatoren mit Affiliate-Beteiligung zu überleben, bis sie dann endlich von Google gekauft werden <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW38 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> </p>
<h2 id="toc-details-zum-neuen-twitter-retweet-api">Details zum neuen Twitter ReTweet-API</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Wir haben bereits darüber berichtet, dass Twitter die bislang “informelle” ReTweet Funktion (also das Kennzeichnen von weitergeleiteten Tweets mit RT, quasi ein Pendant zum E-Mail Forward) in die nächste API-Version als Core-Feature integrieren wird. <a href="http://news.cnet.com/8301-13577_3-10356837-36.html?part=rss&#038;subj=news&#038;tag=2547-1_3-0-20" class="liexternal">CNET News</a> kennt einige Details zur Implementation. Besonders spannend: der ReTweet-Faktor könnte sich zu einer Art Pagerank-Äquivalent entwickeln — und bei mehr als 100 ReTweets gibt’s einen Cut-Off:</p>
<blockquote><p>What’s interesting is that the new format, assuming that this is how the timeline ends up looking, can provide a quick, one-glance way to see just how influential a given Twitter user or individual tweet is, adding a new dimension to measuring Twitter influence beyond the follower count. If you see a lot of little retweet icons, for example, you might stop and take a closer look at a tweet (or the user behind that tweet) that you might otherwise have skimmed past.<br />
What’s also interesting is that it looks like retweet counts get cut off at 100, with higher ones displayed as simply “100+.” I’m guessing that, say, CNN Breaking News generally gets a lot more than that.</p></blockquote>
<h2 id="toc-wie-werde-ich-am-hufigsten-ge-re-tweet-et">Wie werde ich am häufigsten ge-re-tweet-et?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Gespannt wartet die Twitteria bereits auf die Implementierung des neuen “Retweet” Features auf Twitter. Erste Einblicke gibt es bereits (siehe vorigen Beitrag) — und auch eine gewisse <a href="http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2009/08/twitterers-favorite-pets-part-1.html" class="liexternal">Retweet-Müdigkeit</a> bei dem einen oder anderen Twitteruser lässt sich nicht von der Hand weisen. Die <a href="http://karrierebibel.de/twitters-noch-einmal-sam-wann-ist-die-beste-zeit-fur-retweets/" class="liexternal">Karrierebibel</a> hat sich diese Woche mal Retweet-Statistiken genauer angesehen und den besten Zeitpunkt ausfindig gemacht, um einen Retweet-werten Tweet auszusenden: Immer mittwochs, gegen 17 oder 22 Uhr. Und dazu gibt’s noch folgende Tipps:</p>
<blockquote><ul>
<li>Schreiben Sie keinen Eintrag, der länger ist als durchschnittlich 120 Zeichen (140 ist das Maximum bei Twitter). Grund: Die anderen brauchen noch Platz für den ReTweet-Kopf: RT @IhrName.</li>
<li>ReTweeten Sie selbst. Wer sich an der Mundpropaganda nicht beteiligt, kann auch nicht auf eigenen Tratsch hoffen. Übertreiben sollten Sie es aber auch nicht damit.</li>
<li>Wenn Sie retweetet werden möchten, sollte Ihr Eintrag auch einen Nutzen bieten. Ob Humor, Erkenntnisse oder eine interessante Fundstelle im Netz – alles ist erlaubt. Nur keine Selbstpreisungen.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>.</p>
<h2 id="toc-comicempfehlung-ulli-lusts-autobiographie">Comicempfehlung: Ulli Lusts Autobiographie</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” heißt der autobiographische Comic meiner lieben Freundin Ulli Lust. Und im Gegensatz zu uns Normalsterblichen hat Ulli vor allem eines: etwas zu erzählen. Ach ja, und auch das Talent, diese Erzählungen kunstvoll in Worte und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bilder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bilder">Bilder</a> zu fassen. Mit 17 Jahren setzte sich die damalige Punkerin Ulli mit einer Freundin per Autostopp für zwei Monaten nach Sizilien ab und lernte dort das Leben von seinen schönen und auch sehr unschönen Seiten kennen. Mafia, harte Drogen, Vergewaltigung und falsche Freunde inklusive. 25 Jahre später hat sie diese Reise in einer Comic Autobiographie festgehalten, von der die <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E67225FBD38024B2086F0C30505AA5F95~ATpl~Ecommon~Scontent.html" class="liexternal">FAZ</a> meint, er sei eine Sensation.<br />
Eine <a href="http://www.wiljes.com/~reprodukt/graphic-novel.info/lust_der_letzte_tag_vorschau.pdf" class="lipdf">Leseprobe</a> gibt’s im PDF-Format, Ullis elektronischer Comicverlag ist unter <a href="http://www.electrocomics.com/" class="liexternal">Electrocomics.com</a> zu finden, bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/amazon/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Amazon">Amazon</a> kann man bereits <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939080365?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3939080365" class="liexternal">vorbestellen</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3939080365" width="1" height="1" border="0" alt=" Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /></p>
<h2 id="toc-foto-der-woche-checking-the-hood">Foto der Woche: Checking the Hood</h2>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/jonhurd/" class="liexternal">Laertes</a> hat Oola auf ihrem Wachtposten <a href="http://www.flickr.com/photos/jonhurd/565216/" class="liexternal">geknipst</a>. Dass Hunde aufmerksam ihre Umgebung studieren, ist nicht weiter außergewöhnlich — die Sitzposition dagegen durchaus:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/09/oola.jpg" alt="oola Blogistan Panoptikum KW38 2009" title="oola" width="600" height="833" style="border:1px solid gray;" /></div>
<h2 id="toc-ritchies-videos-der-woche">Ritchies Videos der Woche</h2>
<p>Diese Woche konnte ich mal wieder nicht entscheiden — zuerst mal zum Ernst des Lebens: Das AdWords System ist weder ein Buch noch trägt es sieben Siegel — allerdings fällt es Anfängern nicht gerade leicht, die Entstehung des AdRanks zu verstehen, der einen gravierenden Einfluss auf den Klickpreis hat. Dieses Video beseitigt alle Klarheiten: Googles Chefbuchhalter Hal Varian erklärt, wie die Ad Auctions funktionieren: ein Must-See für jeden AdWords-Nutzer!</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Noch unterhaltsamer: <em>Facebook Manners and you</em>. Großartiges Tutorial über Beziehungs-Dos and Don’ts im Stil von 50er-Jahre Benimmfilmchen:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche">Judiths Video der Woche</h2>
<p>Nachdem Herr Datenschmutz auch diese Woche wieder den einen oder anderen Wuff bemüht, um Sie, werte Leser, auf die Hundeseite zu ziehen, muss auch etwas für die Katzenseite getan werden. Und die lieben Kätzchen machen es mir einfach — denn selbst beim Wassertrinken sind Katzen einfach nur cool,. Verschwenderisch, aber geradezu gottgleich.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>Nicht unbedingt zum Lesen, aber dafür zum Angucken und verwenden: <a href="http://sixrevisions.com/tools/22-awesome-adobe-air-applications-for-designers/" class="liexternal">Six Revisions</a> hat 22 “Awesome Adobe Air Applications for Designers” zusammengestellt — nicht alle sind Awesome, aber Freeware-Freunden finden durchaus einige Schmankerl.</li>
<li>Auf 3rd Party Betreiber angewiesen zu sein, kann sich schnell als Bumerang erweisen — Andy Oram argumentiert am O’Reilly Radar ausführlich für <a href="http://radar.oreilly.com/2009/09/rss-never-blocks-you-or-goes-d.html" class="liexternal">dezentralisierte Social Networks</a>.</li>
<li>Gefundenes Fressen für Geeks mit Faible für historische Forschungen: die <a href="https://www.icg.tugraz.at/~daniel/HistoryOfMobileAR/" class="liexternal">Geschichte der augmentierten Realität</a></li>
<li>Das Weiße Haus stellt einen Social Media Archivar ein — <a hre="http://mashable.com/2009/09/16/white-house-records/">Mashable</a> kennt die Job Description.</li>
</ul>
<p>Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres Rückblicks angelangt — vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Nächste Woche werden auf datenschmutz die Gewinner der Albertina-Führung und des Herzlos-Krimis bekannt gegeben — bleiben Sie dran! Linzerschnitte und datadirt wünschen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW38 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<item>
		<title>Grandioses Video: das Internet kapieren</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-01/grandioses-video-das-internet-kapieren/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2009-01/grandioses-video-das-internet-kapieren/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Jan 2009 10:29:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Geschichte des Internet, eleganz erzählt in schwarz-weißen Icons: die Reduktion auf das Wesentliche gelingt diesem äußerst instruktiven Kurzfilm aufs Eleganteste.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“History of the <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>” von <a href="http://www.lonja.de/motion/mo_history_internet.html" class="liexternal">Lonja</a> erklärt elegant und nahezu hypnotisch die technologische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a> des Internet seit 1957 — und zwar ausschließlich anhand von <a href="http://www.picol.org" class="liexternal">Picol.org</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/icons/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Icons">Icons</a> und komplett in schwarz/weiß. Ab sofort gilt die Ausrede “Ich bin ja nur Anwender, technisch ist mir das zu hoch” nicht mehr!</p>
<div align="center"><object width="520" height="293"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2696386&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=2696386&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="520" height="293"></embed></object></div>
<p><span id="more-3130"></span></p>
<p>Fantastischer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kurzfilm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kurzfilm">Kurzfilm</a> — den werden mit Sicherheit einige meiner Studentinnen und Studenten in den kommenden Semestern zu sehen bekommen; Meister <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3708900006?ie=UTF8&#038;tag=datenschmutz-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3708900006" class="liexternal">Neurath</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=datenschmutz-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3708900006" width="1" height="1" border="0" alt=" Grandioses Video: das Internet kapieren" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Grandioses Video: das Internet kapieren" /> hätte wohl seine helle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/freude/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Freude">Freude</a>!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Der Aktionsradius lässt die Anarchie hochleben</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-11/aktionsradius-und-anarchie/</link>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 06:12:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 4. November 2008; 19:30 bis 22:30. ] Am 4. November lädt der Wiener Aktionsradius zu einer für österreichische Verhältnisse äußerst promiment besetzten Diskussion zum Thema Anarchie und Popkultur.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">4. November 2008</td></tr><tr><td class="ec3_start">19:30</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:30</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/drahdiwaberl-1225357676.gif" alt="drahdiwaberl 1225357676 Der Aktionsradius lässt die Anarchie hochleben" title="drahdiwaberl" width="250" height="105" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" />Nicht österreich– oder europaweit, keine Sorge. Bloß lokal begrenzt, genauer gesagt in den Örtlichkeiten des Aktionsradius <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a>. Stephan Weber aka Mr. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/drahdiwaberl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Drahdiwaberl">Drahdiwaberl</a>, Liedermacher Herr Ronnie Urini, der gerade mit den mysteriösen 24/7 im Studio war, Robert Wolf von Chuzpe, Thomas Weber vom gap, Martin Blumenau von fm4 und Thomas “Kunsthalle” Miessgang diskutieren unter der kundigen Ägide von Musiklandschaftskenner Walter Gröbchen über das sperrige Thema: <strong><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/anarchie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Anarchie">Anarchie</a> &amp; Alltag. Popkultur &amp; <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a> in Wien von 70er Jahren bis heute</strong>.</p>
<p>Das klingt nach einem umfangreichen Thema, vorsichtige Naturen bringen Schlafsäcke und Verpflegung für mehrere Tage mit. Und weil sich Anarchie und Türsteher irgendwie so gar nicht vertragen, ist der Eintritt gratis. Parallel eröffnet die WienBibliothek im Rathaus eine begleitende <a href="http://www.wienbibliothek.at/" class="liexternal">Online-Ausstellung</a>, die Walter Gröbchen aus dem “Vorlass” Stefan Webers zusammengestellt hat: </p>
<blockquote><p>Ganz dem Titel entsprechend präsentiert Prof. Stefan Weber himself die Geschichte der legendären Wiener Anarcho-Rock-Combo Drahdiwaberl. In Bild und Ton. Und zwar als zweifache Premiere: einerseits ist es die erste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ausstellung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ausstellung">Ausstellung</a> der Wienbibliothek, die ausschließlich (oder zumindest primär) im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> stattfindet. Und andererseits gehen hier “Aural History” und das Web eine interaktive Verbindung ein, die die Geschichtslektionen des Prof. Weber — anhand seiner eigenen Tagebuch– Aufzeichnungen von 1969 — 1981! — zur sehr intimen, persönlichen Vorlese– und Erzählstunde machen.</p></blockquote>
<p>Das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/podiumsdiskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Podiumsdiskussion">Podiumsdiskussion</a> findet übrigens im Rahmen das vom <a href="http://www.aktionsradius.at/" class="liexternal">Aktionradius</a> ausgerufenen Anarchiemonats statt. Dürfte gar nicht so einfach werden, zu diesem Thema neben Stefan Weber weitere prominente Proponenten zu finden.</p>
<p><strong>Ort und Zeit:</strong> 4. November, 19:30 / Gaußplatz 11, Wien</p>
<p>[wp_geo_map]</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Nachruf: Jörg Haider überraschend verstorben</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-10/nachruf-joerg-haider-ueberraschend-verstorben/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 15:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Überraschend verstarb heute in der Nacht der österreichische Politiker Jörg Haider. Der Parteichef der Freiheitlichen erlag nach einem Autounfall seinen schweren Verletzungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen Nachruf auf den heute Nacht um 1:00 Uhr bei einem Autounfall tödlich verunglückten Parteichef des BZÖ hier auf datenschmutz mag manche Leser verwundern. In der Tat aber habe ich eine innige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/beziehung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beziehung">Beziehung</a> zum “Jörgl”: diese Bezeichnung soll keinesfalls respektlos klingen, ich glaube, er ließ sich in seiner jovialen Art nicht ungern so nennen. Seine biographischen Daten, der frühe Einstieg in die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a> mit 20, Aufstieg, Regierungsbeteiligung mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a> und Parteisplitt in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a> und BZÖ, die Abspaltung des Liberalen Forums… all das kann man detailliert und aus ganz unterschiedlichen Standpunkten betrachtet in hunderten Artikeln ausführlicher nachlesen.</p>
<p>Meine persönliche Beziehung zu Dr. Haider begann sehr früh, ich war damals wohl 15 oder 16. Der dynamische Aussteiger machte für eine Wahlveranstaltung Station in Lienz, Lokal-Blues-Jukebox Buffy F. Fronwood stimmte zum Auftakt im Stadtsaal “Jörg Haidah, do geht wos weidah” im Loop an, der Saal war gut gefüllt. Und es war das erste mal, dass ich selbst politisch “aktiv” wurde und gemeinsam mit einigen Schulkollegen die Veranstaltung störte: wir hatten uns im Publikum verteilt, in dem Moment, als der Stargast zu sprechen begann, schlugen wir alle demonstrativ großformatige Tageszeitungen auf und verließen dann nach 10 Minuten den Saal, was den äußerst geschulten Rhetoriker durchwegs ein wenig aus der Fassung brachte.</p>
<p>Was er sagte, hat mich damals ziemlich schockiert, hielt ich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a> doch vorher für honorige, um möglichst Aal-ähnliches “Mit-jedem-auskommen-wollen” bemühte Stromlinienpersonen. Jörg Haider hatte eine andere Strategie gewählt, nämlich die der Sündenböcke, der Beschuldigungen und Verharmlosungen. Er beschwor schon damals die Welt der anständigen Menschen, machte zu passenden Gelegenheiten gerne mal einen Hofknicks vor SS-Veteranen und zündelte immer wieder gekonnt mit dem Pulverfass Nationalismus herum. Ich bin ihm dankbar dafür, denn ohne Jörg Haider hätte ich womöglich den Status Quo der Demokratie als gegeben hingenommen, hätte mich nie genauer der Nazi-Vergangenheit Österreichs beschäftigt, hätte vielleicht überhaupt nie Politikwissenschaft studiert. </p>
<p>Später hatte ich nochmals das zweifelhafte Vergnügen, einer der legendären “Hetztiraden” des Bärentalers beizuwohnen, und zwar in meiner Studienzeit in Graz, das habe ich an <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-08/wahlqual-hc-haider-vs-joergl-strache/" class="liinternal">anderer Stelle</a> bereits geschildert. Meine persönliche “Kommunikation” mit Jörg Haider beschränkte sich auf diese zwei Gelegenheiten, in den Medien begegnete man dem selbst mit 58 unglaublich jugendlich wirkenden Politiker seit ich den Politikteil der Zeitung las mindestens wöchentlich. So sehr ich den Weg der Rechten, die Ausländer zum Schuldventil für alles, was falsch läuft, zu machen, verabscheue, so sehr habe ich immer auch vermutet, dass es da noch einen anderen Jörg Haider geben muss: einen äußerst intelligenten, begabten und hart arbeitenden Menschen, der vermutlich nicht mal an den Blödsinn glaube, den er da zeitweise von sich gab, der wie ein virtuoser Pianist auf der Klaviatur der Medienszene dieses Landes spielte. Das Bärental ist groß, und Jörg Haider war sein Prophet: er brachte mich in all den Jahren regelmäßig innerlich zum Weinen (etwa beim Ortstafelstreit) und zum Lachen (die legendären “Taferln” bei den Fernsehdiskussionen). Das Schicksal ist der größte aller Tragödienautoren: als ihn die Polit-Konkurrenz bereit hämisch im Kärntner Altersheim wähnte, fuhr das BZÖ einzig und allein dank seiner Gallionsfigur den größten Erfolg der Parteigeschichte ein. Dank des enormen Wahlerfolgs verfügt die Partei nun über gravierend mehr Fördergelder, mehr Parlamentssitze — aber der Verlust ihres Parteichefs trifft sie härter als jedes noch so niedrige Wahlergebnis.</p>
<p>Jörg Haider hat polarisiert, meine Einstellung zu ihm hat sich im Lauf der Jahre ziemlich verändert: mit 16 war er der personalisierte politische Feind, heute wundere ich mich über viele seiner Entscheidungen, bin aber zugleich fasziniert über seine Ausdauer, sein Können und seine Fähigkeit, permanent aus eigenen Erfahrungen zu lernen. Nein, Jörg Haider war keine statische Persönlichkeit, kein leicht einordenbares Phänomen. Gerne hätte ich mich mal bei einem Abendessen mit ihm über seine politische Karriere unterhalten oder ein Interview darüber geführt, wie man aus einer Vier-Prozent-Verein die drittstärkste Partei Österreichs macht.</p>
<p>Dass Jörg Haider heute Nacht 58jährig verstarb, hat mich ehrlich gesagt tief berührt und getroffen, weil ich innerlich davon überzeugt war, auch noch die nächsten .at-politischen Jahre mit ihm als Akteur auf der Bühne zu erleben. Ich wünsche allen Verwandten und engen Freunden eines Politikers, der die letzten dreißig Jahre in Österreich geprägt hat wie wohl kein anderer, und der ein interessanter und faszinierender Mensch gewesen sein muss, mein herzliches Beileid.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Symposion: Googles Vorgänger</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 09:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 9. Oktober 2008 bis 11. Oktober 2008. ] Nächste Woche findet in Wien ein für Cyberpunk-Historiker äußerst interessantes Symposion statt: Drei Tage lang beschäftigen sich interdisziplinäre Forscher in zahlreichen Vorträgen mit dem Thema Vor Google - Suchmaschinen im analogen Zeitalter. Beim Blick zurück sieht man bekanntlich immer ein völlig anderes Bild als seinerzeit, die Herstellung Retro-Rückbezüglichkeiten zwischen DMOZ und Metternichs Melderegister (Gemeinsamkeit: die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">9. Oktober 2008</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">11. Oktober 2008</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/vorgoogle-1222898233.jpg" alt="vorgoogle 1222898233 Symposion: Googles Vorgänger " title="vorgoogle" width="236" height="102" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" />Nächste Woche findet in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> ein für Cyberpunk-Historiker äußerst interessantes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/symposion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Symposion">Symposion</a> statt: Drei Tage lang beschäftigen sich interdisziplinäre Forscher in zahlreichen Vorträgen mit dem Thema <strong>Vor <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> — Suchmaschinen im analogen Zeitalter</strong>. Beim Blick zurück sieht man bekanntlich immer ein völlig anderes Bild als seinerzeit, die Herstellung Retro-Rückbezüglichkeiten zwischen DMOZ und Metternichs Melderegister (Gemeinsamkeit: die ausführenden Organe befürworten ein strenges Regime) finde ich ein ausgesprochen spannendes Thema. </p>
<p>Alle Vortragenden aufzuzählen würde den Rahmen dieses Postings sprengen, dass die Fetzen nur so fliegen — organisiert haben das hochkarätige Get-Together <a href="http://tantner.net/" class="liexternal">Anton Tantner</a> und Thomas Brandstetter, Veranstaltungsort ist die <a href="http://www.wienbibliothek.at/" class="liexternal">Wienbibliothek im Rathaus</a>. Einen Timetable aller Vorträge mitsamt Abstracts bietet die <a href="http://www.univie.ac.at/iwk/vor-Google/" class="liexternal">Symposions-Homepage</a>, der Zugang ist — sofern ich nix überlesen habe — ohne Anmeldung frei möglich. Ihr Thema umreißen die Veranstalter folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>Das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Zeitalter beginnt seine Vorgeschichte zu schreiben: An Stelle der “politischen Haupt– und Staatsaktionen” rücken zunehmend Medien ins Zentrum des historischen Interesses, es werden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufschreibesysteme/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufschreibesysteme">Aufschreibesysteme</a>, Datenverarbeitung und Übertragungstechnologien untersucht. Zu diesen Forschungen möchte das Symposion einen Beitrag leisten, indem es sich mit jenen Einrichtungen, Personen und Techniken beschäftigt, die als “Vorläufer” heutiger Suchmaschinen betrachtet werden können, seien es Staatshandbücher, Diener, Bibliothekskataloge, Fragebögen oder Zeitungskomptoire. Welche strukturellen Ähnlichkeiten gibt es zwischen diesen vergangenen und den heutigen Suchmaschinen? Welche Unterschiede lassen sich feststellen? Welche Utopien knüpften sich an die Suchmaschinen des analogen Zeitalters? Welche Formen von Kontrolle ermöglichten sie?</p></blockquote>
<p>Auf jeden Fall ein Highlight: am Samstag spricht der ehemalige Leiter der Sonderkommission <a href="http://www.medianexus.net" class="liexternal">medianexus.net</a>, Bernhard Rieder vom Département Hypermédias, Université de Paris 8, über ein nicht unsperriges Thema: “Zentralität und Sichtbarkeit. Mathematik als Hierarchisierungsinstrument am Beispiel der frühen Bibliometrie.” Das klingt doch sehr nach einem Keyword-Dichten–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vortrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vortrag">Vortrag</a>, bei dem SEOs noch was lernen könnten.</p>
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<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Cocktail-Rezept: Pêche Rodemaque Royal</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2008 05:17:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Peche Rodemaque Royal hat schon so manchem Cocktailbar-Besucher ein anerkennendes Staunen entlockt: dieser Pfirsich-Cocktail hat innerhalb kürzester Zeit seinen Siegeszug rund um die Welt angetreten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/pfirsich11.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2650]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/pfithumb.jpg" alt="pfithumb Cocktail Rezept: Pêche Rodemaque Royal " title="rodemaque royal" width="250" height="141" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid orange;" /></a>Jeder berühmte Drink hat seine eigene <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a> — sonst wären alle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/cocktail/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Cocktail">Cocktail</a>–Rezeptbücher nur wenige Seiten dünn. Insofern ist es kein Wunder, dass der Pêche Rodemaque Royal, der seinem Namen einem verschlafenen nordfranzösischen Dörflein verdankt, in kürzester Zeit einen beispiellosen Siegeszug rund um den Globus angetreten hat. Bei dem erfrischenden Longdrink handelt es sich um so etwas wie die High-Bro Variante des hierzulande neuerdings beliebten Aperolspritzers — auf die originalen Pfirsiche, die namensgebenden “Pêches Rodemaquiens Royals”, wird man  allerdings verzichten müssen, und das kommt so:</p>
<p>Rodemaque blickt auf eine jahrhundertealte Tradition der Fruchtwirtschaft zurück, wobei Pfirsiche in dieser Gegend aber nie eine besondere Rolle spielten. Im Juni 1730 — das genaue Datum ist nicht bekannt — reiste <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_XV._(Frankreich)" rel="nofollow" class="liwikipedia">Ludwig XV.</a>, als Herrscher von Frankreich Nachfolger des berüchtigten “Sonnenkönigs”, mit seiner Mätresse <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Leszczynska" rel="nofollow" class="liwikipedia">Maria Leszczynska</a> durch Nordfrankreich, um für einige Tages einer zänkischen Gattin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marie-Anne_de_Mailly-Nesle" rel="nofollow" class="liwikipedia">Marie-Ann de Mailly-Nesle</a> und dem von ihm so ungeliebten steifen Hofzeremoniell zu entfliehen. In Rodemaque legte das Paar eine Rast ein, bei der die polnische Prinzessin von einem unstillbaren Verlangen nach Pfirsichen erfüllt worden sein soll.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/pfirsiche21.jpg" alt="pfirsiche21 Cocktail Rezept: Pêche Rodemaque Royal " title="pfirsich am baum" width="268" height="450" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" />Die Bauern in der Gegend waren völlig ratlos, da in der ganzen Gegend keine Pfirsiche wuchsen, als plötzlich ein kleiner Junge vortrat und erklärte: “In unserem Garten wächst ein Pfirsichbaum — aber er trägt jedes Jahr nur eine einzige Frucht. Es wäre mir eine Ehre, sie dem König zum Geschenk zu machen.” So geschah es, dass die Prinzessin ihren <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pfirsich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pfirsich">Pfirsich</a> bekam: und was für einen! Noch nie hatte die Mätresse eine derart leckere Frucht probiert. Von ihrer Begeisterung angesteckt, befahl der König, dass der Kern des Pfirsichs eingepflanzt werden solle und der jeder weiteren Frucht, und zwar solange, bis ein Pfirsichgarten entstünde, der groß genug sei, um den gesamten Hofstaat von Frankreich zu beliefern. </p>
<p>Die Einwohner taten, wie ihnen geheißen — heute stehen rund 36.000 Pfirsichbäume in Rodemaque, von denen die meisten weit über 300 Jahre alt sind. Seit langer Zeit werden jedoch keine neue Bäume mehr eingepflanzt, und so gibt es jedes Jahr weit weniger Pfirsiche als Nachfrage: Lieferverträge mit ausgesuchten Spezialitätenhändlern lassen gerade mal genügend für die einheimische Bevölkerung über, die einmal im Jahr ihre berühmte “fete pêche” feiert.</p>
<h2 id="toc-knstliche-pfirsich-verknappung">Künstliche Pfirsich-Verknappung</h2>
<p>Ende Juni feiert die einheimische Bevölkerung die Pfirsichernte, und dabei wird traditionellerweise der unten beschriebene Pêche Rodemaque Royal serviert: und diese Tatsache verhilft dem gesamten Dorf zu einem Gratis-Vollrausch. Denn Gourmets aus ganz Nordfrankreich reisen an diesem Tag an, um die köstlichen Pfirsiche zu probieren, die im freien Handel ja nicht erhältlich sind. Und so hat es sich einbürgert, dass wohlhabende Feinspitze für sich selbst bei jeder Runde nicht ein Getränk, sondern mindestens acht Stück ordern, um einen kompletten Pfirsich essen zu können — die überzähligen Getränke werden anschließend gratis an die einheimische Bevölkerung verteilt.</p>
<h3 id="toc-zutaten">Zutaten:</h3>
<ul>
<li>3cl <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aperol/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aperol">Aperol</a></li>
<li>1cl Limettensaft</li>
<li>1cl Läuterzuckersirup</li>
<li>2cl flüssiges Pfirsichmark: in Rodemaque werden die Pfirsiche mit einer Spur Wasser sehr lange püriert, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen. Fertigprodukte eignen sich für dieses Getränk überhaupt nicht, das Pfirsichmark muss auf jeden Fall frisch aus vollreifen Pfirsichen hergestellt werden.</li>
<li>Chardonnaysekt</li>
<li>Eiswürfel</li>
<li>1/8 Pfirsichspalte mit Haut zum Garnieren</li>
</ul>
<h3 id="toc-zubereitung">Zubereitung:</h3>
<p>Aperol, Limettensaft, Läuterzucker und Pfirsichmark im Shaker über Eis gut schütteln, in ein Longdrinkglas abseihen, 5 Eiswürfel zugeben und mit Chardonnaysekt auffüllen. Mit einem Löffelstiel vorsichtig umrühren, die vorbereitete Pfirsichspalte von der Innenseite her einschneiden so auf den Glasrand stecken, dass die Pfirsichhaut nach oben und das Fruchtfleisch nach unten zeigt. Wohl bekomm’s!</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/pfikiste.jpg" alt="pfikiste Cocktail Rezept: Pêche Rodemaque Royal " title="Pfirsichkiste" width="500" height="220" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p><strong>30-Grad-plus-Version:</strong> Die “leichte” Variante dieses Getränks ist in der Gegend besonders an heißen Sommertagen beliebt: 4cl Aperol werden mit 2cl Rose’s Lime (oder wahlweise Saft einer Limette plus 1cl Läuterzuckersirup) und 4cl Chardonnay auf Eis geschüttelt, im Longdrinkglas mit sehr kaltem Soda Soda und Eis aufgefüllt und mit einer Rodemaque-Pfirsichspalte garniert. Die Einheimischen sagen, dass der Geschmack der berühmten Pfirsiche derart intensiv ist, dass einzig und allein durch den Duft der Frucht, den man beim Trinken in die Nase bekommt, dem ganzen Getränk eine himmlische Pfirsichnote verleihe.</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong><br />
Titelbild: <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=168074" class="liexternal"></a> von Mausi15 / Pixelio.de<br />
2. Foto: <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=133692" class="liexternal"></a> von flying sparks / Pixelio.de<br />
3. Foto: <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=284025" class="liexternal">Pfirsiche 2</a> von knipseline / Pixelio.de</small></p>
<p> </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Nackerten Flash-Mobber von der Lobau</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-07/die-nackerten-flash-mobber-von-der-lobau/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 15:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Jene Wiener, die regelmäßige Ausflüge in die Lobau unternehmen, lieben diese Gegend heiß. Kein Wunder, war der heutige Nationalpark doch immer schon Zufluchtsort für alle möglichen devianten Existenzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/lobaupic.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2451]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/lobaupic-150x150.jpg" alt="lobaupic 150x150 Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " title="lobaupic" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" /></a>“Herr Blogger, lehren Sie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a>”, hat nie ein österreichischer Bundeskanzler gesagt. Aber in Zeiten pressierender Neuwahlversprechungen kann man Politikern bekanntlich ohnehin nix glauben, und nicht jeder publizistischen Handlung geht ein gut gemeinter Ratschlag oder ein dämlicher Leserbrief voran. Aber schnell zu etwas Erfreulicherem, und zwar der Lobau: über diesen wunderschönen Nationalpark hat Joseph Gepp im aktuellen Falter [Nr.29/2008] unter dem Titel “Der Zauberwald” ein würdiges Portrait geschrieben. In den Wiener Auen findet sich eine Subkultur, über die in keinem Krocha–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/magazin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Magazin">Magazin</a> etwas zu lesen ist:</p>
<blockquote><p>“Die Wildnis steht für etwas Irreguläres und zieht irreguläre Existenzen an,” sagt der Lobau-Experte Fritz Keller, der sich in seinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Buch">Buch</a> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3900370974?ie=UTF8&#038;tag=datenschmutz-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3900370974" class="liexternal">Lobau — Die Nackerten von Wien</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=datenschmutz-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3900370974" width="1" height="1" border="0" alt=" Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " /> mit der Sozialgeschichte der Au beschäftigt hat. “Im Dschungel kann man sich verstecken. Jugendbewegungen und politische Aktivisten nutzten das für ihre Zwecke. Gesellschaftliche Experimente konnten hier ungestört durchgeführt werden.”</p></blockquote>
<p>Das kann ich nur bestätigen, auch wenn ich gegenüber der Lobau alles andere als unvoreingenommen bin — verbringe ich dort doch seit Jahren einen beträchtlichen Teil des Sommers: ein unglaublicher Boost auf meinem persönlichen Lebensqualitätsindex. Manchmal bei den “Nackerten von der Dechantlacke”, häufig auch an abgeschiedeneren Plätzen, von denen es viele gibt. Dort kann ich auch besser als überall sonst einem meiner Lieblingshobbys nachgehen und ausgedehnte Frog-Watching Sessions abhalten. Dank meiner neuen Digicam mit fettem Teleobjektiv werden einige der kleinen grünen Spaßmacher sicherlich noch zu FlickR-Fotoehren kommen <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " class='wp-smiley' title="Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " /> </p>
<p>Joseph Gett hat bei seiner Recherche auch mit Jenny Strasser, 95, gesprochen: sie war 1934 beim sozialdemokratischen Schutzbund aktiv, die Treffen fanden hauptsächlich auf der Hirscheninsel in der Lobau statt. Dort wurden die Protestaktionen gegen die faschistische Politik geplant — und was mich besonders verblüfft hat: </p>
<h2 id="toc-flashmobs-sind-keine-erfindung-der-internetgeneration">Flashmobs sind keine Erfindung der Internetgeneration!</h2>
<blockquote><p>Wie sahen diese Blitzaktionen aus? Jenny Strasser redet klaren Blickes und voller Begeisterung: “Sie dauerten meistens nur fünf Minuten. Verschiedene Aktivisten kamen über verschiedene Straßen an einem bestimmten Platz, zum Beispiel am Nestroyplatz, zusammen. Alles war vorab abgesprochen. Dann hielt einer eine schnelle Rede, zwei rollten ein Transparent aus, Flugzettel wurden ausgeteilt. Wenn die Polizei gekommen ist, waren wir schon wieder weg, in verschiedene Richtungen. Auch das war vorher ausgemacht.”</p></blockquote>
<p>Freilich konnte damals von “Spaßfaktor” wenig Rede sein: die Aktivisten riskierten eine Menge, um gegen den Austrofaschismus zu protestieren. Nach dem Einmarsch der Nazis floh Jenny Strasser, seit ihrer Rückkehr nach <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> hat sie die Lobau nie mehr betreten. An manchen Stellen befinden sich alte Bunker, fast komplett überwachsen — dort wohnten die Zwangsarbeiter, die den Donau-Oder Kanal errichten sollten. Viele Jahre später entstand in der Lobau eine Art Ghetto, die Armensiedlungen am Biberhaufenweg sind längst verschwunden. Die Lobau zum Nationalpark zu erklären war eine goldrichtige Entscheidung — ich hoffe, dass dieser grandiose Mikrokosmos intakter Natur, so unglaublich nahe an einer Millionenstadt, noch vielen Generationen von WienerInnen erhalten bleiben möge. Und wer wissen will, auf welch historischem Boden er da den nackten Popo gegen Sonne reckt, sollte unbedingt einen Blick in den Falter werfen.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/lobaufrosch.jpg" alt="lobaufrosch Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " title="lobaufrosch" width="500" height="410" style="border:1px solid gray;" /></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>monochroms Streichelnazi</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Jul 2008 03:05:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[monochrom verplanzten einen echten Nazi in den Streichelzoo.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/streichelnazi.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2321]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/streichelnazi-150x150.jpg" alt="streichelnazi 150x150 monochroms Streichelnazi" title="streichelnazi" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" /></a>“The Ladies like him!” Die Rede ist vom Streichelnazi, den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/monochrom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with monochrom">monochrom</a> unlängst in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> ausstellte. Mit Affirmation hat das nix zu tun, es handelt sich vielmehr um gewohnt aktio-situationistische Aufbereitung eines der verlogensten und verlegensten Kapitel Österreichs: denn noch Jahrzehnte nach dem Krieg stellten die wenigsten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a> (und Zivilpersonen) den schweigenden Konsens, dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> das erste “Opfer” Nazideutschlands gewesen sein, nicht bloß nicht in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frage">Frage</a>, sondern forcierten jene Betrachtungsweise, die jegliche Unterstützung für die NSDAP auf breiter Basis vollkommen leugnete.</p>
<p>An eine Geschichtsstunde in der Oberstufe kann ich mich noch gut erinnern: am Lehrplan stand schließlich irgendwie irgendwo auch Zeitgeschichte — aber in Lienz muss man da aufpassen; schließlich hat Tirol die Verflechtung von konservativer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a>, Kirche und staatlichen Jobs zur Meisterschaft getrieben. Unsere gesamte “Bildung” über österreichische Parteien lief dabei folgendermaßen ab: drei Personen bekamen Kopien der damals aktuellen Parteiprogramme von SPÖ, ÖVP und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a> und mussten Referate halten. Die drei Vorträge (ohne Zwischenfragen) nahmen fast die gesamten 50 Minuten ein. Der Kommentar unseres Geschichtelehrers in den verbleibenden zwei Minuten lautete: “Und wie ihr seht, ist das eh alles mehr oder weniger das Gleiche.” Möglicherweise hat diese Aussage sogar einen nicht unbeträchtlichen Teil dazu beigetragen, dass ich später an der Uni Politikwissenschaft als mein Nebenfach gewählt habe.</p>
<p>Es gab jedenfalls keinerlei Diskussion darüber, was Parteiprogramme überhaupt sind und wozu sie dienen, wie die einzelnen Parteien entstanden, wo die grundlegenden ideologischen Unterschiede zwischen links und rechts liegen… man hat uns sozusagen in einer staatlichen Institution zu potentiellen Nichtwählern erzogen. Die Nazis haben wir damals natürlich überhaupt nicht durchgenommen — vielleicht wären die nach Meinung unseres Gymnasialprofs ja “auch eh nur das gleiche” gewesen. Immerhin hat Österreich ja im Rahmen der statistischen Unschärfe seinerzeit quasi geschlossen für das Großdeutsche Reich gewählt. Fanden .at die Hakenkreuzträger damals gar süß und streichelnswert? Diese Frage stellen Johannes und Co. im folgenden Context-Hacking Video — Text und Credits gibt’s auf <a href="http://www.monochrom.at/streichelnazi/" class="liexternal">monochrom.at</a>.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-07/monochroms-streichelnazi/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Honzo, der kettenrauchende Sauf-Affe</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Jul 2008 10:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal weisen Affen beängstigende Ähnlichkeiten mit Menschen auf. Speziell wenn sie rauchen und saufen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/honzo.jpg" alt="honzo Honzo, der kettenrauchende Sauf Affe " title="honzosmoke" width="150" height="115" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Meine Damen und Herrn, das ist die traurige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a> von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/honzo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Honzo">Honzo</a>. Und hätte sich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/monochrom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with monochrom">monochrom</a> des einst berühmten Schönbrunn-Bewohners nicht informationell angenommen, würde die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/nachwelt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nachwelt">Nachwelt</a> vermutlich niemals von diesem abschreckenden Beispiel an Wiener Gemütlichkeit erfahren. Manche sehen Honzo gar als den prototypischen Österreicher schlechthin: Kettenraucher, Alkoholiker und Nazi Opfer, Choleriker und ständig schlecht gelaunt. Dass es sich um einen Schimpansen handelt, tut dem didaktischen wertvollen Inhalt dieses Lehrstücks keinerlei Abbruch.</p>
<p>1952 brachte der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/afrika/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Afrika">Afrika</a>-“Forscher” Ernst Zwilling, ehemaliges Mitglied der NSDAP, einen männlichen Schimpansen von Kamerun in den Wiener Zoo Schönbrunn. In seiner Heimat war “Honzo” ein friedlicher und liebenswerter Zeitgenosse gewesen, doch das raue Wiener Zooklima schlug ihm sofort aufs einstmals sonnige Gemüt: der Affe wurde immer unruhiger und zeigte sich zunehmend von seiner aggressiven Seite — was ihn schließlich in eine Einzelzelle brachte. Dort gab man ihm Zigaretten und Bier, von denen Honzo schnell abhängig wurde. Honzo starb als Alkoholiker und Kettenraucher, die seine sterblichen Überreste wurden sorgsam präpariert und können im Wiener Naturhistorischen Museum begafft werden.</p>
<p>monochrom nimmt “The Life and Times of Chimpanzee Honzo” zum Anlass für eine <a href="http://www.monochrom.at/honzo/" class="liexternal">Gedenkseite</a>:</p>
<blockquote><p>This page is dedicated to Honzo: the victim, the choleric, the drug abuser. Please send your images (max. width 500 px), videos (YouTube links or such), scanned drawings, whatever! Show us that you care about Honzo and his sad, sad fate! Email us your “Tribute to Honzo”.</p></blockquote>
<p>Einreichungen für die Honzo–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gallerie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gallerie">Gallerie</a> bitte an honzo [at] monochrom.at — einige beeindruckende Zeit-Affendokumente haben bereits ihren Weg ins Netz gefunden.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>The Black Crowes: She talks to angels.</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 04:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Black Crowes zählen zu den einflussreichten Bluesrock-Bands der jüngeren Musikgeschichte - 2008 erscheint ihr neues Album.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/blackcrows.jpg" alt="blackcrows The Black Crowes: She talks to angels. " title="blackcrowes" width="150" height="131" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />“Yeah, she gives a smile when the pain comes / the pain’s gonna make everything alright / says she talks to angels / says they all know her name / oh yeah she talks to angels / says they call her out by her name.” Lange, bevor ich Hip Hop und Elektronik gehört hab, wühlte ich mich quer durch die Rockmusik der 60er und 70er, später durch die Bluesaufnahmen der 30er. Wenige “zeitgenössische” Rockbands konnten mich damals wirklich überzeugen. Wozu Retro-Wellen, wenn eh niemand an das Original heran kommt? Eine Band allerdings gehörte vor 15 Jahren genauso wie heute zu meinen Favoriten: die Black Crowes.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=httpwwwusbsti-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=B000GYHZM6&#038;fc1=222222&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;lc1=4A748A&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;margin-top:3px;margin-right:9px;float:left;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Mit dieser Meinung steh ich beileibe nicht alleine da. Melody Maker zeichnete die Bluesrocker aus Georgia / Atlanta als “The Most <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rocknroll/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rock&#039;n&#039;Roll">Rock’n’Roll</a> Rock’n’Roll Band in the World” aus, VH1 führt die Band rund um das Brüderpaar Chris und Rich Robinson auf der Liste der “1000 Greatest Artists of Hard Rock” immerhin an 92. Stelle. Über 10 Alben erschienen seit 1990, 2001 folgte eine temporäre Auflösung — in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Black_Crowes" rel="nofollow" class="liwikipedia">aktuellen Besetzung</a> gibt’s die schwarzen Krähen wieder seit 2005. Wer den elegisch-traurig-rockigen Sound der Crowes noch gar nicht kennt, findet auf der <a href="http://www.blackcrowes.com/" class="liexternal">offiziellen Homepage</a> einige Songs aus dem aktuellen Album <a href="<a href=" http://www.amazon.de/gp/product/B00112A6HS?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B00112A6HS" class="liinternal">Warpaint</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B00112A6HS" width="1" height="1" border="0" alt=" The Black Crowes: She talks to angels. " style="border:none !important; margin:0px !important;" title="The Black Crowes: She talks to angels. " />"</p>
<p>Der Debut-Longplayer “Shake your money maker” zählt zweifellos zu den Highlights der Bandgeschichte. Track 8, die bitter-süße Ballade “She talks to angels”, bescherte den Black Crowes ihren ersten großen MTV-Hit: für mich damals ein Grund, das Album sofort zu bestellen (im Shop, es gab weder Amazon noch Internet). Das Preiszetterl “269,- öS” pickt noch immer drauf, wie ich grade beim Wiederhören festgestellt habe. Die zweite große Erkenntnis: der Song hat nichts von seiner Genialität verloren — großartige Riffs, fantastischer Text. Hören Sie sich das an!</p>
<blockquote><p><strong>The Black Crowes: She talks to angels</strong><br />
(1990)</p>
<p>She never mentions the word addiction<br />
In certain company<br />
Yes, she’ll tell you she’s an orphan<br />
After you meet her family</p>
<p>She paints her eyes as black as night, now<br />
Pulls those shades down tight<br />
Yeah, she gives a smile when the pain comes,<br />
The pain’s gonna make everything alright</p>
<p>Says she talks to angels,<br />
They call her out by her name<br />
Oh yeah, she talks to angels,<br />
Says they call her out by her name</p>
<p>She keeps a lock of hair in her pocket<br />
She wears a cross around her neck<br />
Yes, the hair is from a little boy<br />
And the cross is someone she has not met, not yet</p>
<p>Says she talks to angels,<br />
Says they all know her name<br />
Oh yeah, she talks to angels,<br />
Says they call her out by her name</p>
<p>She don’t know no lover,<br />
None that I ever seen<br />
Yeah, to her that ain’t nothing<br />
But to me, yeah me,<br />
It means everything</p>
<p>She paints her eyes as black as night now<br />
She pulls those shades down tight<br />
Oh yeah, there’s a smile when the pain comes,<br />
The pain’s gonna make everything alright, alright yeah</p>
<p>She talks to angels,<br />
Says they call her out by her name<br />
Oh yeah-eah-eah, angels<br />
Call her out by her name<br />
Oh-ooh-oh-oh angels<br />
They call her out by her name<br />
Oh-oh, she talks to angels<br />
They call her out<br />
Yeah-eah-eah, they call her out<br />
Don’t you know that they call her out by her name?</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Einstufungstest für den kleinen Harry</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-03/einstufungstest-fuer-den-kleinen-harry/</link>
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		<pubDate>Fri, 28 Mar 2008 06:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gar nicht so einfach mit den hochbegaten Schulanfängern: doch ein simpler Einsutufungstest hilft manchmal ganz gewaltig.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem hier sonst immer alles frei erfunden ist, wird’s höchste Zeit für eine wahre <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a> — und die geht so: in der ersten Volksschul-Klasse hat die Lehrerin Probleme mit einem ihrer Schüler, der partout nicht aufmerksam sein will. Also fragt Frau Meier ihr Sorgenkind: “Harry, warum bist du die ganze Zeit so quengelig?”</p>
<p>Worauf der antwortet: “Ich bin eindeutig zu schlau für die erste Klasse! Meine Schwester sitzt in der dritten Klasse und ich bin viel schlauer als sie! Ich denke, dass ich auch in dritte Klasse versetzt werden sollte!”</p>
<p>Fräulein Meier, die sich an diesem Tag ohnehin schon in der Früh mit ihrer kaputten Therme hatte ärgern müssen, reichte es — und sie ging mit Harry zum Direktor.</p>
<p>Während der Kleine draußen warten musste, besprach die Lehrerin die Situation mit dem Schuldirektor. Der schlug vor, Harry einem kleinen Test zu unterziehen — sollte er bestehen und alle Fragen des Direktors beantworten können, dann würde der ihn in die dritte Klasse versetzen, falls nicht, sollte er in der ersten Schulstufe bleiben. Die Lehrerin stimmte zu, und die beiden holten Harry ins Konferenzzimmer. Der Direktor begann:</p>
<p>Direktor: “Wieviel ist 3 mal 3?“<br />
Harry: “9.“<br />
Direktor: “Wieviel ist 6 mal 6?“<br />
Harry: “36.”</p>
<p>Und so ging’s weiter mit jeder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frage">Frage</a>, von der der Direktor dachte, dass ein Drittklässler sie beantworten könnte. Nach dem Ende der Fragestunde wandte sich also der Schuldirektor an Fräulein Meier: “Ich glaube, wir sollten Harry wohl in die dritte Klasse versetzen!”</p>
<p>Worauf diese antwortet: “Ich bin mir da nicht so sicher, lassen Sie doch mich noch ein paar Fragen stellen.” Harry und der Direktor stimmen zu, also geht die Fragestunde weiter.</p>
<p>Frl. Meier: “Wovon hat eine Kuh vier, wovon ich nur zwei habe?“<br />
Harry, nach kurzem Zögern: “Beine.“<br />
Frl. Meier: “Was hast du in deiner Hose, was ich nicht habe?“<br />
Der Direktor wunderte sich, warum Fräulein Meier eine solche Frage stellte, blieb aber stumm.<br />
Harry darauf, nach einem Moment: “Taschen.“<br />
Frl. Meier: Welches englische Wort beginnt mit einem C, endet mit einem T? Die gesuchte Sache ist haarig, oval, köstlich und enthält eine weißliche Flüssigkeit?“<br />
Bei dieser Frage begann der Direktor unruhig auf seinem Stuhl hin und her zu rutschen.<br />
Harry: “Coconut.“<br />
Frl. Meier: “Was ist hart und rosa, wenn man es in den Mund nimmt, und später weich und klebrig?“<br />
Der Direktor glaubte, seinen Ohren nicht trauen zu können, bis Harry antwortete: “Fruchtkaugummi.“<br />
Daraufhin Frl. Meier: “Was macht ein Mann im Stehen, eine Frau im Sitzen und ein Hund auf drei Beinen?“<br />
Harry: “Hände schütteln.<br />
Der Direktor begann nach Luft zu schnappen, als die nächste Frage folgte: “Welches Wort beginnt mit F, endet mit N und steht für eine Menge Aufregung und hitziges Treiben?“<br />
Harry: “Feuerwehrwagen.“<br />
Der Direktor holte erleichtert tief Luft und wandte sich an Fräulein Meier: “Stecken Sie Harry in die vierte Klasse, ich hatte die letzten sechs Fragen falsch beantwortet!”</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>monochrom-Kino: Formicula aka Them</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Mar 2008 22:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 23. März 2008; 20:00 bis 23:00. ] In Formicula gehen mutierte Killerameisen auf die Menschheit los - monochrom zeigt am Ostersonntag im Museumsquartier diesen Klassiker des Atom-Horror-Genres.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">23. März 2008</td></tr><tr><td class="ec3_start">20:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">23:00</td></tr></table><p>Keine überlebensgroßen Osterhasen stehen am oster-sonntäglichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/monochrom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with monochrom">monochrom</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/film/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Film">Film</a>–Spielplan, sondern ein Klassiker des Horrorgenres: riesige Killerameisen machen sich in <strong>Formicula</strong> (Originaltitel: <strong>Them</strong>) über gar nicht mal so unschuldige Menschen her.</p>
<p>Projiziert wird im Raum D des Wiener Museumsquartiert, im Zentrum der Handlung des schwarz-weiß Films unter Mitwirkung von Leonard “Mr. Spock” Nimoy stehen großformatige Krabbler: Denn Atomtest-Strahlung hat zum fiktiven Wachstum der ansonsten unentbehrlich fleißigen Waldarbeiter geführt. Anstatt lustige kleine Ameisenhaufen zu bauen, pumpen die mutierten Monsterchen Menschen voll mit Ameisensäure und stehlen kiloweise Zucker. Das FBI ermittelt, die Soundeffekte sind spooky und das karge, fast dokumentarische Flair der Doku tut ein Übriges zum passenden Ausklang des höchsten katholischen Firetags im Kirchenjahr. Während Method Man und Redman wohl einmal mehr zu dicht waren, um’s rechtzeitig zum Flieger und zum für heute geplanten Auftritt in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> zu schaffen, ist Johannes wohlbehalten von diversen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konferenz">Konferenz</a>–Auftritten zurück und wird einführende Worte sprechen:</p>
<blockquote><p>Sonntags werde ich im Rahmen der <a href="http://www.monochrom.at/projektion/" class="liexternal">Projektionen</a> eine kleine diskursive Einführung zu Gehör bringen, dann geht’s ans gemeinschaftliche ostersonntägliche Filmschauen. Aber warum ausgerechnet der schinkenverseuchte und monotheistische Ostersonntag?</p>
<p>Nun, die Easteregg-Mission habe ich ja schon  erwähnt. Aber es gibt noch einen viel triftigeren  Grund. Die Ameisen verdanken ihre Größe dem  ersten Nuklearwaffenversuch der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a>, dem<br />
Trinity-Test. Und Trinity ist ja auch nur ein  coolerer Name für “heilige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dreifaltigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dreifaltigkeit">Dreifaltigkeit</a>”. Basta.</p>
<p>Erfahret!<br />
Also, kommt doch am Sonntag, 23. März 2008 um 20  Uhr in den Raum D des Museumsquartiers. Wir haben einen Geigerzähler und etwas<br />
radioaktives Material. Ameisen bitte selbst einsammeln.</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Wenn Scheiben in Schlitzen klemmen…</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-03/wenn-scheiben-in-schlitzen-klemmen/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 06:13:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine umweltfreundlichere Alternative zu herkömmlichen DVDs lässt sich auch in Mac-Laufwerken vewenden: aber nur einmal, raus kommt sie dann nicht mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frage an Radio Eriwan: muss binäre Datenspeicherung umweltfeindlich sein? <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/antwort/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Antwort">Antwort</a>: Im Prinzip ja, es sei denn, man benutzt Steinhöhlenwände. Egal ob CD oder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dvd/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DVD">DVD</a>: unsere allgegenwärtigen Silberscheibchen bestehen aus massig Polykarbonaten, und die bekommen kein Gütesiegel vom grünen Engel. Eine deutsche Firma bietet mit der Eco-Disc nun eine löbliche, schlankere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/alternative/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Alternative">Alternative</a> an — aber die wiederum verheddert sich gern in Slot-In Laufwerken.</p>
<p>Für die Frühjahrsausgabe des unvorstellbar bewusst-nachhaltigen <a href="http://www.biorama.at" class="liexternal">Biorama</a> Magazins hab ich einen Artikel über die besagte klassische Misere geschrieben: der Held unserer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a>, in dem Fall der Herausgeber eines Printprodukts mit beiliegender DVD, steht vor der schwierigen Entscheidung: soll ich die Umwelt retten oder die <a href="http://news.softpedia.com/news/Eco-Disks-to-Get-Stuck-Into-Hundred-of-Macs-039-Slot-Loading-Drives-76658.shtml" class="liexternal">Apple Laufwerke</a>? Naja, Dilemmata lassen sich bekanntlich nicht lösen… es sei denn, durch spezifikationsgemäße <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hardware/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hardware">Hardware</a>.</p>
<h2 id="toc-die-eco-disc-umweltfreundlichkeit-mit-warnhinweis">Die Eco-Disc: Umweltfreundlichkeit mit Warnhinweis</h2>
<p>Die Informationsgesellschaft benötigt immer mehr nicht-flüchtige Speichermedien: waren es vor rund einer Dekade noch vorwiegend CDs, die für die Datenspeicherung zum Einsatz kamen, wurden diese inzwischen längst von den rund sechsmal soviel Bits und Bytes fassenden DVDs abgelöst. Deren Öko-Bilanz stimmt allerdings im Fall eines Wegwerf-Mediums mehr als nachdenklich. Eine norddeutsche Firma bietet mit der Eco-Disc nun eine umweltfreundlichere Alternative — doch die ist mit einem gravierenden Nachteil behaftet: Slot-In Laufwerke verschlucken sich beim Auswurf an den extra-dünnen Silberscheiben.</p>
<p>Ob als Magazinbeilage, in der Computerspieldistribution oder im Videoverleih: DVDs sind allgegenwärtige Gebrauchsgegenstände, und ihre Herstellung ist alles andere als umweltfreundlich: das verwendete Polykarbonat bürgt für hohen CO2-Ausstoß, die verwendeten Kleber verschlechtern die Ökobilanz zusätzlich gravierend. Allein im Covermount-Geschäft (CDs und DVDs als Magazinbeilagen) wurden im Jahr 2005 18.000 Tonnen Polykarbonat verbraucht, Tendenz stark steigend. Die Lebensdauer der meisten Covermount-Datenträger ist ebenso kurz wie die der Magazine, mit denen sie vertrieben werden: doch im Gegensatz zum vergleichsweise geduldigen Papier kann bei der herkömmlichen DVD gar nichts recycelt werden.<br />
Auch nicht bei der Eco Disc, aber die besitzt andere Vorteile: In erster Linie setzt der Hersteller auf den Faktor Dicke. Während die handelsübliche DVD 1,2 Millimeter stark ist, begnügt sich die umweltfreundliche Variante mit nur 0,6 Millimetern. Dadurch entfällt schon einmal die Hälfte des Trägermaterials Polykarbonats, zusätzlich kann der Hersteller aufgrund einer speziellen Oberflächenbehandlung auf die sonst erforderlichen Klebstoffe generell verzichten.<br />
Es handelt sich also um eine Art Gegenthese zu jenen “selbstzerstörenden” Datenträgern, die in  den USA im Videothekenbereich seit längerem zum Einsatz kommen. Die luftdicht verpackten Filme werden nach dem Entfernen der Hülle innerhalb 48 Stunden unlesbar, sodass das Zurückbringen  entfällt — Bequemlichkeit auf Kosten von zusätzlichen Müllbergen also.<br />
 Im Gegenzug  versucht der norddeutsche Hersteller Optical Disc Service, die Ökobilanz der Silberschreiben zu verbessern anstatt zu verschlechtern. Hohe Marktchancen rechnet sich der Hersteller dabei in erster Linie aufgrund der günstigen Produktionskosten aus: Zeitschriften beiliegende DVDs sind meist ohnehin Wegwerfprodukte und die geringere Dicke erweist sich nicht nur in punkto Rohstoffverbrauch als äußerst vorteilhaft, sondern sorgt auch für leichteres Handling im Produktionsprozess: die Eco-Discs sind vergleichsweise biegsam und kann von gängigen Magazin-Produktionsgeräten recht problemlos verarbeitet werden</p>
<h3 id="toc-mitglied-im-slot-in-club">Mitglied im Slot-In Club?</h3>
<p>Zu den oben aufgezählten Vorteilen gesellt sich allerdings ein gravierender Nachteil des Produkts: die Eco-Disc ist nicht für Slot-In Drives geeignet: im Gegensatz zu herkömmlichen CD-Laufwerken verfügen diese nicht über einen “Plattenteller”, sondern der Datenträger wird durch einen dünnen Schlitz eingezogen bzw. ausgeworfen. Aufgrund der geringeren Dicke kann der Einsatz der Eco-Disc in solchen Laufwerken zu gravierenden Problemen führen: zwar lässt sich die Disc problemlos ins Drive einführen, aber nur genau einmal: denn der Auswurf will danach partout nicht mehr klappen, da sich der Datenträger verhakt. Derartige Slot-In Drives kommen einerseits bei Apple-Rechnern und andererseits bei der Playstation 3 zum Einsatz. Ist die Misere erstmal angerichtet, so werden teure Reparaturkosten fällig… da freut sich gewiss die Kundenbindungsabteilung jeder Zeitschrift.</p>
<p>Das Problem ist dem Hersteller mittlerweile bekannt und eine kleine Warnung auf der Disc weist darauf hin, dass der Datenträger für Slot-In Laufwerke nicht geeignet ist. Kein Wunder, dass derartige Warnhinweise ganz gern übersehen werden: hunderte unvorsichtige Mac-User sahen sich bereits gezwungen, ihre Laufwerke “reparieren” zu lassen — es gibt keinerlei Möglichkeit, mittels Eject-Button oder Notfallmechanismus die feststeckende Disc wieder aus dem Laufwerk zu befreien. Gerade bei Massenprodukten wie Zeitschriften und Magazin möchte man meinen, dass dieser gravierende Fehler die Ecodisc völlig abqualifiziert; bei genauerer Betrachtung zeigt sich jedoch schnell, dass nicht der Hersteller der Datenträger, sondern Apple bei der korrekten Umsetzung der Spezifikation geschludert hat — zumindest laut Ecodisc. Denn der Auswurfmechanismus entspräche schlicht nicht den Vorgaben des DVD Forums.</p>
<p>Wer auch immer die Schuld trägt: grundsätzlich wäre eine ressourcenschonendere Herstellungsalternative gerade für Zeitschriftenbeilagen äußerst wünschenswert. Die Silberscheibe einfach im Laufwerk zu behalten, stellt natürlich auch eine Art der Müllvermeidung dar, wenn auch keine sehr nachhaltige: und solange Mac-User um die Gesundheit ihrer Laufwerke fürchten müssen, wird sich’s wohl kein Verlagshaus mit einem beträchtlichen Teil der eigenen Leserschaft verscherzen wollen — trotz alle Umweltbedenken.</p>
<p><a href=" http://www.ods.com/de/services/packagedmedia/ecodisc.html" class="liinternal">ODS, Hersteller der Ecodisc</a></p>
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