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	<title>datenschmutz &#187; Gesellschaft</title>
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		<title>Wienwahl: 9 Parteivorstellungen und 1 Nichtwahl-Empfehlung</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 01:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wienwahl steht am Wochenende ins Haus - wird die SPÖ ihre absolute Mehrheit behalten? Und wer tritt überhaupt zur Wahl an? datenschmutz informiert ausgesprochen subjektiv.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie immer auch die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wienwahl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wienwahl">Wienwahl</a> am Sonntag ausgegangen sein wird, ein Faktum steht schon jetzt, fernab von Wählerstrom-Analysen und Wahlkarten-Unwägbarkeiten mit unumstößlicher Sicherheit fest: alle wahlwerbenden Parteien werden ein fantastisches Ergebnis erzielt haben und den Wählern für ihr großes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vertrauen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vertrauen">Vertrauen</a> gedankt haben. Die machen das immer so, siehe Steiermark! Ich kann mir das nur dadurch erklären, dass Politiker aus zartem Holz geschnitzt und nahe am Wasser gebaut sind, kurz: nicht mit Niederlagen umgehen können. Also gibt eben  keine und “wir machen uns die Welt wide-wide-wie sie uns gefällt!” Dennoch wär’ Pippi  Langstrumpf natürlich keine gute Politikerin gewesen, nicht nur Outfit-mäßig — einfach so daher sagen, was einem in den Sinn kommt, bringt ja in den meisten Parteien je nach Clubkultur basisdemokratische oder top-down-Probleme mit sich.</p>
<p>(Exkurs: Ausgenommen BZÖ und FPÖ, hier gehört völlig Abwesenheit von Eigenreflexion schließlich zur Politkultur. Ich bezeichne mich selbst als liberal, und dass einer der beiden Populistenvereine “freiheitlich” im Namen trägt, fügt der langen Liste unfreiwilliger Pointen eine neue hinzu. Und wenn, wie neulich bei ATV” Meine Wahl”, manche Seher Sylvia Saringer und Meinrad Knapp vorwerfen, die FPÖ respektive H.C. Strache anders als die anderen Parteien zu behandeln, dann kann ich nur sagen: diese Seher haben recht. Und Sylvia und Meinrad haben ebenfalls recht, denn die FPÖ ist keine “normale” Partei und sollte auch nicht wie eine solche behandelt werden. Das meine ich ganz und gar nicht sarkastisch, und im Gegensatz zum BZÖ wird es diesen Verein wohl leider noch länger geben. Deren Bodensatz-Auflesen der Unzufriedenheit, dieses Spiel hart an der Grenze zur gesetzlich verbotenen Verhetzung sollte bei *jeder* Gelegenheit als das vorgeführt werden, was es ist: eine zynisch-kalkulierte Groteske auf Kosten eines optimistischen Zukunftsbilds. Wenn die Versammlungen dieser nicht-islamischen Hassprediger einen Twitterwall hätte, sollte der Hashtag #widerlich lauten. Ende des Exkurses.)</p>
<p>Wahlempfehlungen sind ja sowas von Old Media, Foursquare eignet sich auch nicht so wahnsinnig toll für die Wahl-Vorberichterstattung, was also macht der tendenziell eher unpolitische Blogger? Er findet, dass Sie, liebe Wienerin, und Sie, lieber Wähler, idealerweise am kommenden Sonntag (oder vorher via Wahlkarte) wählen sollte, denn wie der Hip Hopper so schön sagt: “This is my city.” Also entscheiden Sie mit, machen Sie Ihr Kreuzerl wo immer sie wollen (idealerweise nicht bei FPÖ oder BZÖ, soviel negative <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahlempfehlung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahlempfehlung">Wahlempfehlung</a> muss dann doch sein). Wer zuhause bleibt, darf nämlich nachher auch nicht jammern, und  nicht jammern zu dürfen, muss doch Schrecklich sein für alle Wiener. In diesem Sinne — wer steht zur Wahl? datenschmutz beschreibt für den fragmentierten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Leser in aller gebotenen Kürze sämtliche wahlwerbenden Gruppierungen, wie sie auf der offiziellen <a href="http://www.wien.gv.at/wahlinfo/index.html" class="liexternal">Wienwahl-Seite</a> gelistet sind, aber selbstverständlich wesentlich tendenziöser — denn wie schon öfter erwähnt: ich bin kein Journalist und ich berichte nicht. Aber man macht sich halt so seine Gedanken, nicht wahr?<span id="more-23705"></span></p>
<h2 id="toc-plattform-direkte-demokratie">Plattform Direkte Demokratie</h2>
<p>Wer tritt an in der Schlacht um Wien? Neben den chancenreichen Parteien gibt es auch einige kleinere Gruppierungen, die sich um einen Einzug in den Wiener Gemeinderat bemühen. Grundsätzlich sehr sympathisch finde ich das zentrale Anliegen der <a href="http://www.demokratie.at/" class="liexternal">DEM — Plattform Direkte Demokratie</a>. Die Abkürzung PDD ist ja leider schon von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_Deutscher_Demokraten" rel="nofollow" class="liwikipedia">Partei Deutscher Demokraten</a> belegt. Die existiert zwar nicht mehr, aber wollen wir hoffen, dass der nur im 22. Bezirk antretenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">DEM</a> ein ähnliches Schicksal erspart bleiben möge:</p>
<blockquote><p>Stets blieben Zweifel an der Arbeitsfähigkeit der Partei. Eine Statistik des Deutschen Bundestages wies Ende 1991 nur 15 Mitglieder auf. Im Jahr 2000 löste sich die Partei wieder auf.</p></blockquote>
<h2 id="toc-slp">SLP</h2>
<p>Wir wenden den Kopf etwas weiter nach links und stoßen — nur im Wahlkreis Brigittenau! — auf die Partei mit dem unbestritten längsten Namen und der kürzesten URL. Der vermutlich schlagkräftigste Treiber des Online-Wahlkampfs dürfte von der Kollateral-Traffic durch Tippfehler von NLP-Suchenden sein, allein ich fürchte: diese Zielgruppe konvertiert nicht. Aber wie auch immer, die <a href="http://www.slp.at/" class="liexternal">SLP — Sozialistische LinksPartei — Liste Rassismus schafft keine Jobs — Geld für Soziales statt für Banken und Konzerne</a> definiert sich zu einem beträchtlichen Grad über den Kampf gegen den Kapitalismus und scheint, auch ich mich der Forderung nach einer Mindestpension von €1.200 nur anschließen kann, eine wenig attraktive <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/alternative/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Alternative">Alternative</a> für Unternehmer zu sein:</p>
<blockquote><p>Kapitalismus bedeutet Umweltzerstörung und Chaos. Nachhaltigkeit und Wohlstand durch eine demokratisch geplante Wirtschaft, die von gesellschaftlichen Bedürfnissen und nicht von Aktienkursen &amp; Profiten bestimmt wird.</p></blockquote>
<h2 id="toc-lif">LIF</h2>
<p>Da würde selbst unter günstigsten wahlarithmetischen Bedingungen keine Koalition mit der Partei mit dem kürzesten Namen zustande kommen. Das <a href="http://www.liberale.at/" class="liexternal">LIF — Liberales Forum</a> tritt nicht in den Wahlkreisen Hietzing, Rudolfsheim-Fünfhaus und Döbling an, besorgte Stadtplaner befürchten ob kurzfristiger Verlängerung des Hauptwohnsitzes Massen-Emigrationen aus den genannten Bezirken. Aber irgendwie hat das LIF nie so richtig existiert, scheinbar das Schicksal einer jeden FPÖ-Abspaltung. Was uns gleich zur nächsten wahlwerbenden Gruppierung überleitete, wären da nicht noch Marx’ Erben:</p>
<h2 id="toc-kp"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with KPÖ">KPÖ</a></h2>
<p>Die Groucho-Partei, nein, nur Spaß, die <a href="http://wien.kpoe.at/news/" class="liexternal">KPÖ — Kommunistische Partei Österreichs — Linke Liste</a> differenziert sich von der SLP vermutlich vor allem dadurch, dass sie nicht nur Brigittenau antritt. Nicht nur optisch hat die Seite etwas sehr parodistisches, Listenplatz-2-Kandidat Refet Eskis Einfallslosigkeit ringt mir durchwegs ein Lächeln ab:</p>
<blockquote><p>Die Arbeiter und Bauern, die die Last der heutigen kapitalistischen Weltordnung tragen, und deren Probleme haben im Mittelpunkt zu stehen.</p></blockquote>
<p>Jo eh. De Landwirtschaft ist ein großer Thema. Aber zählen die Wissensarbeiter eigentlich auch zu den Arbeitern… irgendwie schon skurril, dass Leute noch Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hartnäckig im demokratischen Kontext eine “neue gesellschaftliche Ordnung” propagieren.</p>
<h2 id="toc-bz">BZÖ</h2>
<p>So weit geht der parteiartige Kärntner Traditionsverein <a href="http://www.bzoe.at/" class="liexternal">BZÖ — Bündnis Zukunft Österreich — Liste Walter Sonnleitner</a> nicht. Vermutlich erscheinen derart hohe Ziele angesichts des Überlebenskampfs der eigenen Organisation auch eher sekundär, wollen die Akteure doch mit grandioser Hartnäckigkeit einfach nicht wahrhaben, dass Jörg Haider das Bündnis mit einem großen Crash nachhaltig aufgelöst hat, ganz im Gegensatz zu den mysteriösen Konten. Und damit kommen wir endlich zu den “richtigen” Parteien, wobei man über die nächsten zwei natürlich trefflich streiten könnte.</p>
<h2 id="toc-fp"><strike>FPÖ</strike></h2>
<p>Da wäre einerseits der grinsende Zahntechniker mit seinen Disko-Kumpels, der in seiner frühen Jugend von ein paar Ausländern mal so richtig ein paar aufs Maul bekommen haben muss. Warum die <a href="http://www.fpoe-wien.at/" rel="nofollow" class="liexternal">FPÖ — Freiheitliche Partei Österreichs</a> das an sich positive Attribut “freiheitlich” im Namen trägt, habe ich noch nie kapiert, da scheint der Schwenk auf “die soziale Heimatpartei” durchaus folgerichtig, zumal die Heimat ja national ist und man das Verbotsgesetz ja irgendwie umgehen muss. (Frage an die mitlesenden Juristen: Könnte mich die FPÖ klagen, wenn ich hier am Blog behaupten würde, dass vielleicht nicht Kickl, aber vermutlich einige andere, könnten sie, wie sie wollten, ihren Haufen doch lieber sozialistischnationale Partei als FPÖ nennen täten wollen würden? Ich glaube natürlich nicht, dass sie das wollen, wär mir auch zu riskant, sowas zu schreiben. Das ist alles rein hypothetisch und entbehrt jeglicher objektivierbarer Grundlage, ich kenne die Herren nicht mal persönlich. Und ginge das auf einem Blog dann unter “quasi-schurnalistische Freiheitlichkeit” durch oder würden mich Klagsfall die Roten oder Grünen supporten, weil ich’s dem Rechtsextremismus gezeigt haben würde und mit meinem Blog in die Kategorie “David gegen Goliath” — laut Christian Mikunda ein gut funktionierendes dramaturgische Script -, fallen würde, oder würde mich die SPÖ nicht unterstützen, weil sie lieber mit der FPÖ kopulieren möchte? Man fragt sich halt so Rechtsfragen als Blogger.)</p>
<h2 id="toc-grne">Grüne</h2>
<p>Da sind die Grünen schon ein wesentlich sympathischerer Haufen sesselklebender Berufspolitiker mit Kompetenzdefiziten — man kann ihnen nicht vorwerfen, dass sie gegen irgendwen hetzen würden. Außer gegen die FPÖ, und die hat’s nun wirklich verdient. Und ein bisschen gegen SUV-Fahrer. Und Leute, die eben nicht so richtig ins tief verinnerlichte “Mir-san-mir” Kumpelgefüge samt impliziter Werteordnung passen. Aber dass Top-Down Basisdemokratie einen so richtig zerreißen kann, musste die <a href="http://wien.gruene.at/" class="liexternal">GRÜNE — Die Grünen — Grüne Alternative Wien</a> ohnehin schon leidvoll in zwei Bezirken erfahren, also wollen wir nicht keine alternativen Heiltropfen in offene Wunden träufeln. Ein kanadischer Bekannter, der schon lange in Österreich lebt, hat mal zu mir gesagt: “Die Grünen sind wie der weltfremde Neffe aus Iowa: kurios, durchaus nett und umgänglich, kreativ, aber beruflich möchte man nicht mit ihm zu tun haben: zu eingefahrene Denkmuster.”</p>
<h2 id="toc-vp">ÖVP</h2>
<p>Kommen wir zu den beiden momentanen Koalitionsparteien, die eine Ebene höher über das ganze Land wachen und fürsorglich die Steuerreform hintan geschoben haben: eine Kröte anstatt des Wahlzuckerls könnte den Wiener Kollegen den Brei ver… jetzt hätt ich fast verscheißen geschrieben. Versalzen natürlich, versalzen! Um Gottes Willen. Wir sind hier ja nicht auf DerStandard.at. Aber zurück zum Sicherheitsbedürfnis: Marek will ihren Beitrag leisten. Und ja, eh: in Wien muss sich was ändern, der sozialistische Zustand ist keine Dauerlösung, vor allem nicht für den Wirtschaftsstandort Wien. Aber so sehr Häupl und seine Vasallen sich an die totale Alleinherrschaft gewöhnt haben mögen, sie machen gewiss nicht alles falsch. Und damit spiele ich keineswegs auf Wiens Platz 1 in der vielzitierten Lebensqualitätsliste an, denn diese Umfrage, das wird meist nicht dazugesagt, wird unter Top-Managern durchgeführt.</p>
<p>Muss man denn wirklich “Es geht auch anders” plakatieren? Das erinnert mich an einen Spruch, den österreichische Heranwachsende immer wieder zu hören bekommen: “Ich kann auch andere Saiten aufziehen!” Und dann gibt’s da noch dieses kleine Wörtchen im “Wertekanon”, das mich einfach nicht guten Gewissens die <a href="http://oevp-wien.at/" class="liexternal">ÖVP — Österreichische Volkspartei</a> wählen lässt:</p>
<blockquote><p>Wir verstehen uns als moderne christdemokratische Partei, als Partei des liberalen Rechtsstaats und einer offenen Gesellschaft. Wir bekennen uns zur ökologischen Nachhaltigkeit, zur  ökosozialen Marktwirtschaft und zu einem bürgernahen, sozialen und wirtschaftstarken Wien im Herzen eines geeinten Europas.</p></blockquote>
<p>Haben Sie’s gefunden? Ja, genau. “christ” meine ich. Ich verkneife mir jetzt eine Schimpftirade auf den Popen und seine schwachsinnigen Vasallen, aber demokratisch würd vollkommen reichen, echt jetzt. I’m all for liberalen Rechtsstaat und so, aber als überzeugter Agnostiker kann ich mit sehr viel mit Ethik, aber rein gar nix mit christlicher Moral anfangen. Religion und Politik sind wie Öl und Wasser: man kann schütteln und eine Mischung erzeugen, aber früher später hat die das natürliche Bestreben, sich wieder zu trennen. Ich will jetzt nicht so weit gehen zu behaupten, die Religion sei die Ölpest auf dem Meer der Politik, aber in einer einzigen Sache halt ich’s ganz mit der Bibel: sein Königreich ist nicht von dieser Welt — und damit Privatsache im genuinen Sinn des Wortes, aber Politik nun mal per definitionem nicht. Aber der “Schwarze Pfeffer fürs rote Wien” hat was für sich: Alleinregierungen neigen nun mal zu Kontrollverlusten.</p>
<h2 id="toc-sp">SPÖ</h2>
<p>So, wir hätten also alle Parteien durch! Momenterl, da fehlt ja noch jemand! Bühne auf für “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buergermeister/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bürgermeister">Bürgermeister</a> Michael Häupl — einen echter Wiener”, der auch diesmal wohl kaum untergehen wird. Die <a href="http://2010.wien.spoe.at/" class="liexternal">SPÖ — Sozialdemokratische Partei Österreichs</a> setzt alles in Bewegung, sogar die U-Bahnen an Wochenendnächten. “Weil er Wien auch in schwierigen Zeiten sicher führt”. Sind sie denn besonders schwierig, die Zeiten? Ich habe schon bei einigen Wienwahlen mein aktives Stimmrecht ausgeübt, und soweit ich mich erinnere, war es immer unglaublich kritisch, ja geradezu an der Kippe: stets drohte die Absolute der Roten zu zerbröckeln: mal schienen die rechten Demagogen das fehlende Prozent abzubeißen, mal wirkte es, als könnten die Grünen mehr werden als Nicht-amtsführende-Stadträte von Häupls Gnaden. Aber geändert hat sich niemals nix. Wie muss Faymann, der alte Wiener Wohnungsstadtrat, diese Zeiten vermissen, als man Stadt– und Parteibudget noch kreativ balancieren konnte!</p>
<p>Nein, die SPÖ macht ihren Job nicht so schlecht. Aber sie würd ihn verdammt noch mal viel besser machen, wenn ein “Juniorpartner” ihr in den richtigen Momenten einen kleinen Stups (oder wenn nötig auch einen kräftigen Arschritt) gäbe. On y va, wie der Franzose sagt, “man wird sehen”.</p>
<p>Damit hätte ich meiner demokratischen Blog–<strike>Pflicht</strike>–Freiwilligkeit genüge getan und alle Parteien verlinkt (nur FPÖ und BZÖ natürlich mit nofollow). Eine Entscheidungshilfe kann ich Ihnen leider nicht geben: rot bedeutet weiter Stillstand (aber keineswegs den schlechtesten aller möglichen Stillstände), blau Hetzerei  und Populismus. Und wenn’s blöd geht, wird’s am Ende noch rot-blau. Wollen wir hoffen, dass das nicht passiert: rot-schwarz oder rot-grün wären mir persönlich bedeutend lieber, falls es mit der absoluten diesmal dann doch nicht klappen sollte.</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Netzneutralität statt ACTA-Wahnsinn</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/netzneutralitaet-statt-acta-wahnsinn/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Sep 2010 21:49:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute nachmittag diskutierte ich beim Internet Summit Austria mit Rechts-Experten über die Chancen und Risiken des Netzes - eine Diskussion, die dringlichst auf breiter Basis geführt werden muss, denn die aktuelle Entwicklung gibt mehr als nur Anlass zu milder Besorgnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute Nachmittag saß ich beim <a href="http://www.ispa.at/know-how/themen/internetsummit-2010/internetsummit-2010/" class="liexternal">Internet Summit Austria 2010</a> im großen Festsaal der Universität auf der Bühne. Der mondän-historische Rahmen des Veranstaltungsortes hätte dem Thema kaum besser angepasst sein könnte, denn unsere Diskussion drehte sich um das Thema “Internet: Chance und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gefahr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gefahr">Gefahr</a> für unsere Grundrechte”. Manches Mal staunte ich über juristische Terminologie und fühlte mich an ein sehr kompliziertes Rollenspiel erinnert, an einen abgeschlossenen Mikrokosmos, innerhalb dessen streng formalisierten Kontexts Aussagen wie “Freiheit und Sicherheit sind zwei sich widersprechende Grundrechte” erstaunlicherweise plötzlich Sinn machen.</p>
<p>Sehr erhellend war Prof. Martin Selmayrs Vortrag. Der Kabinettchef von EU-Kommissarin Viviane Reding sitzt sozusagen im Zentrum der europäischen Netzsperren-Debatte, die sich im Kern um die Frage dreht: sollen illegale Angebote gelöscht werden oder soll man den Usern den Zugang sperren? Erstere Möglichkeit sei zu bevorzugen, zweitere solle dann zum Einsatz kommen, wenn die Löschung nicht klappt, so die grob verkürzt dargestellte Position Selmayrs. Um derartige Netzsperren errichten zu können, braucht man allerdings eine Infrastruktur, die on demand funktioniert, also im Wesentlichen eine Kopie der “Great Chinese Firewall”. Dass derartige Infrastrukturen schnell mal Begehren wecken, die weit über die Bekämpfung von Kinderpornographie hinausgehen, zeigt die Urheberrechtsdebatte der letzten Jahre sehr eindeutig. Insofern stehen wir kollektiv vor einer immens bedeutsamen Weichenstellung: wie viel Top-Down Kontrolle braucht die Wissensgesellschaft der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a>? Und wie kann man das Potential des freien Informationszugangs gegen die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zensur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zensur">Zensur</a>- und Urheberrechtsinteressen abwägen?</p>
<p>Aufgrund seiner dezentralen, internationalen Struktur entzieht sich das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netz">Netz</a> einerseits recht effektiv einer vollständigen Kontrolle, bietet aber andererseits alle technischen Voraussetzungen zur Totalüberwachung des Bürgers und Konsumenten der Zukunft. Ich wünsche mir, dass die verantwortlichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a> trotz emotionalisierender Themen wie Terrorismusbekämpfung ein realistisches Augenmaß behalten. Wann immer Vorschläge auftauchen, renitente User vom <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netz">Netz</a> “auszuschließen” (siehe die <a href="http://www.jurablogs.com/de/three-strikes-out-wird-in-frankreich-gesetz" class="liexternal">Three Strikes Out Debatte in Frankreich</a>), ist ein gravierendes Missverständnis die Ursache: das Internet ist die Infrastruktur der Massengesellschaft und eben nicht bloß ein weiteres Massenmedium. Genau das macht es auch so unglaublich schwierig, bestehende gesetzliche Regelungen 1:1 auf eine veränderte Technologie-Landschaft umzulegen. Tut man das trotzdem, dann kommt so ein katastrophaler Schwachsinn wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/acta/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ACTA">ACTA</a> heraus, ein informations-technologischer Rückschritt ins dunkle Mittelalter:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-09/netzneutralitaet-statt-acta-wahnsinn/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Sollte es (hoffentlich!) gelingen, ACTA zu stoppen, ist die Netzneutralität deswegen noch lange nicht gesichert: der Übergang von der Industrie– und Dienstleistungs– hin zur Wissensgesellschaft ist gewiss kein schmerzfreier und wird viel Engagement erfordern. Daher meine Bitte an alle datenschmutz Leser: lassen Sie uns unsere Energie darauf verwenden, bestehende “Digital Divides” zu schließen, anstatt neue Gräben und Grenzen zu ziehen.<span id="more-22161"></span></p>
<p>PS: Ich habe mich sehr gefreut, meinen österreichischen Lieblingsblogger persönlich kennen zu lernen. Wer über aktuelle Entwicklungen rund um das österreichische und europäische Telekommunikationsrecht am Laufenden bleiben will, dem empfehle ich wärmstens, <a href="http://blog.lehofer.at/" class="liexternal">Hans Peter Lehofers Blog</a> zu abonnieren. Dr. Lehofer ist nicht nur ein Praxis-erfahrener Kenner der Materie, sondern besitzt die seltene Fähigkeit, komplexe juristische und politische Zusammenhänge anschaulich zu vermitteln und mit unnachahmlich trockenem Humor äußerst treffenden zu kommentieren.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Social Media Beratung wird reglementiertes Gewerbe</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Mar 2010 21:07:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vorbei mit den wilden Zeiten der freien Social Media Beratung - spätestens ab 2012 wird aus Twitter- und Facebook-Werbung ein geschütztes Gewerbe, inklusive Ausbildung und Zulassungsverfahren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="width:600px;border:3px solid #4a748a;background-color:#ffac13;padding:6px;font-size:18px;font-weight:bold;color:#720f0f;margin-bottom:23px;">Achtung, Aprilscherz!</p>
<p><span style="font-size:13px;color:#000000;font-weight:normal;">Social Media Consulting wird keineswegs ein Konzessions-pflichtiges <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gewerbe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gewerbe">Gewerbe</a> (zumindest vorerst noch nicht) <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/saint.png' alt="saint Social Media Beratung wird reglementiertes Gewerbe" class='wp-smiley' title="Social Media Beratung wird reglementiertes Gewerbe" /> Bei diesem Beitrag handelt sich um einen meiner beiden Aprilscherze 2010 — die andere Story finden sie <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/wordpress-3-0-ohne-jpeg-unterstuetzung/" class="liinternal">hier</a>.</span></div>
<p>Wie einem datenschmutz vorliegenden internen Strategiepapier, das in Zusammenarbeit von WKO und dem österreichischen Wirtschaftsministerium entstand, zu entnehmen ist, setzen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a> wie Kammer große Hoffnungen in den Informationssektor. Wie aus aktuellen Untersuchungen hervorgeht, sollen speziell die Bereiche Serverhosting und Social Media in den nächsten 10 Jahren ein gewaltiges Wachstum erleben. Um den Arbeitsmarkt bedarfsgerecht vorzubereiten, wurde im Ministerium vor wenigen Tagen das Planungsgremium “Ausbildung zum Social Media Berater” gestartet: unter dem Arbeitstitel “PR-Berater für direkte Zweiweg-Kommunikation in Multi-User Internet Umgebungen” soll in einem ersten Schritt ein genaues Berufsbild erarbeitet werden, das als Grundlage für den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bef%C3%A4higungsnachweis" rel="nofollow" class="liwikipedia">Befähigungsnachweis</a> dient — denn Social Media <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/beratung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beratung">Beratung</a> wird, abgekoppelt von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a>, PR und IT-Dienstleistungen, eine eigene Sektion in der Wirtschafskammer erhalten und von den sogenannten “freien Gewerben” wegwandern. Juristische respektive Unternehmens-organisatorische Konsequenzen sind allerdings frühestens Ende 2012 zu erwarten.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/03/usbhub-10.jpg" alt="usbhub 10 Social Media Beratung wird reglementiertes Gewerbe" title="Social Media als geschütztes Gewerbe" width="600" height="450" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Frühestens ab diesem Zeitpunkt, spätestens jedoch Mitte 2013, wird zwar jeder, der sich dazu berufen fühlt, weiterhin als Abdecker am Tierfriedhof arbeiten, Aspik erzeugen, Polyesterfolien auf festmontierte Glasflächen aufbringen, Fische räuchern, ja sogar Fallschirme erzeugen dürfen — all diese Berufe erfordern keinerlei Befähigungsnachweis; und die obenstehenden Bezeichnungen sind keineswegs von mir erdacht, eine komplette Liste findet man <a href="http://www.50plus.at/unternehmensgruendung/gewerbe-freie.htm" class="liexternal">hier</a>. Angesichts des jüngsten Quargelskandals mag man sich durchaus über so viel Laissez-Faire bei Aspik und Fallschirmen (immerhin haben Produktionsfehler hier gröbere Konsequenzen als etwa bei Fußabstreifern) wundern — welchen Schaden soll da im direkten Vergleich schon ein Tweet anrichten? Im Extremfall keinen geringen, so ein Experte und Hochschulprofessor in seinem Fazit zur erwähnten Expertise (Name des Autors datenschmutz bekannt):<span id="more-4158"></span></p>
<blockquote><p>Das Internet wird immer mehr zum wirtschaftlichen und informationellen Rückgrat unserer Gesellschaft. Neben persönlicher Belustigung und Informationssuche werden online häufiger politische Informationen ausgetauscht und gesellschaftliche Meinungen strukturiert. […] Es ist daher davon auszugehen, dass mit dem Berufsbild des Social Media Experten eine besondere Verantwortung einhergeht, vergleichbar mit der Sonderstellung des Journalisten-Berufes in westlichen Demokratien. […] Da das Internet als individualistisches Medium vor allem auf Selbstverantwortung setzt, scheint die Etablierung eines Kontrollgremiums weder realistisch noch zureichend. Eine verbindliche Ausbildung bietet Österreich die Chance, innerhalb der EU federführend Standards zu setzen und einen kompetitiven Wettbewerbsvorteil zu erringen.</p></blockquote>
<p>Nachvollziehbare Gedankengänge — die mit einigen handfesten Vorteilen verbunden wären: Neugründer müssten sich nicht mehr überlegen, ob Ihr Unternehmen in die Sparte EDV-Dienstleistungen oder Werbung fällt, Social Media Beratern der ersten Generation böten sich ganz neue Job-Perspektiven am Lehrsektor. Weitgehend unklar scheint allerdings das geforderte Skill-Spektrum zu sein. Kein Wunder, denn ein Berufsbild abseits aktueller Trends universal gültig zu formulieren, stellt eine beträchtliche Herausforderung dar.</p>
<h2 id="toc-ausbildung-zum-zertifizierten-social-media-experten">Ausbildung zum zertifizierten Social Media Experten</h2>
<p>In Rücksichtnahme auf die Flexibilisierung von Arbeitsverhältnissen ist nicht davon auszugehen, dass Social Media Beratung zu einem Lehrberuf wird. Und natürlich muss niemand Angst davor haben, dass plötzlich Hundertschaften von AMS-Kunden mit unserem Steuergeld zu <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>–Spammern ausgebildet werden. Denkbar ist vielmehr, wie mir ein Mitglied der Arbeitsgruppe verriet, eine zu anderen Berufen analoge Vorgehensweise: so könnte etwa ein akademischer Abschluss aus einem themenverwandten Fach (Informatik, Kommunikationswissenschaft, Medien-Meisterklassen an Kunsthochschulen, Fachhochschul-Lehrgänge, die das Wort “Medien” oder “Social” im Titel oder der Kurzbeschreibung enthalten, mit Ausnahme von “Social Studies”) das Äquivalent zur Berufszulassung darstellen. Die soll grundsätzlich, dieser Konsens wurde bereits zwischen Wirtschafts– und Innenministerium erzielt, im Wesentlichen auf dem EU-weit standardisierten <a href="http://www.ecdl.at/" class="liexternal">Computerführerschein</a> als Grundstock aufbauen.</p>
<p>Sind also wie im Straßenverkehr verschiedene <a href="http://fahrschule-reif.at/fueherscheinklassen.htm" class="liexternal">Führerscheinklassen</a> denkbar, á la A für Netbook-Surfer mit und ohne 2. Prozessorkern, B für private Netzwerke mit bis zu acht Computer-Sitzplätzen, C für Serverräume bis 7500kg und D für vollbesetzte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitter">Twitter</a>–Trains? Mitnichten, es geht vielmehr darum, “entscheidende Kenntnisse und eine mit bloßem Hausverstand nicht sicher zu stellende Sensibilität im Umgang mit modernen Medien” zu gewährleisten; und die fehlt in der Tat etlichen Social Media Beratern. Die Ausbildung soll mindestens 18 und längstens 24 Monaten dauern, darüber konnte bereits Einigkeit erzielt werden. Da aber davon auszugehen ist, dass die Standardisierung der Ausbildung respektive des Befähigungsnachweises länger dauern wird als die gesetzliche Einführung des geschützten Gewerbes Social Media Beratung, werden die zuständigen Stellen in der Übergangsfrist von 2012 bis 2014 sicherlich bei der Gewerbescheinvergabe ein Auge zudrücken.</p>
<blockquote><p>Bestehende Agenturen, die in ihrer Führungsmannschaft keine Publizistik– oder EDV-Absolventen beschäftigen [also so gut wie alle, Anm. von datenschmutz], müssen sich keine Sorgen über einen allfälligen Teil–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/portfolio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Portfolio">Portfolio</a>–Entzug machen: in einer mindestens einjährigen Übergangsfrist wird allen Unternehmern, die Social Media Beratung in ihrem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/portfolio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Portfolio">Portfolio</a> haben, ausreichend Gelegenheit zur Nachschulung geboten.</p></blockquote>
<hr /><strong>Full Undisclosure:</strong> Ich werde laufend über die ministeriellen Bemühungen, aus Social Media Beratung einen ehrbaren Beruf zu machen, berichten, bin aber keine/r Unbeteiligte/r — denn gemeinsam mit zwei anderen Bloggern, Consultants und Universitätslektoren (also insgesamt acht Personen) habe ich die Ehre und das Vergnügen, Teil des Beratungsgremiums der Begutachtungskommission zu sein, welche die Vorschläge der Arbeitsgruppe auf Herz und Nieren prüft und kommentiert.<br />
<hr />
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan Panoptikum KW44 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 00:16:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Twitter führt einfach so das neue Listen-Feature ein, während Linzerschnitte und datenschmutz auf Urlaub waren. Höchste Zeit, wieder auf eine Woche Social Media zurück zu blicken: wir laden ein zum Blogistan Panoptikum mit aktuellen Twitter und Facebook News.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der urlaubsbedingten Pause geht es heute an dieser Stelle wieder mit dem gemeinsamen Wochenrückblick von <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datenschmutz weiter. Unvorstellbares hat sich schon wieder zugetragen: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitter">Twitter</a> unterstützt mit der neuen Funktion “Lists” ein Komfortfeature, mit dem avanciertere Clients schon lange glänzen, die deutsche Regierung steht zur 2-Klassen-Medizin und die 2. Klasse kriegt zukünftig nur mehr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_2022%E2%80%A6_die_%C3%BCberleben_wollen" rel="nofollow" class="liwikipedia">Soylent Green</a>. Aber wir greifen schon wieder davor, dabei sollten wir doch eigentlich zurückblicken!</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-the-revolution-has-been-televised-copyright-by-digiom" class="liinternal">The revolution has been televised (copyright by <a href="http://digiom.wordpress.com">@digiom</a>)</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-facebook-wird-weniger-viral" class="liinternal">Facebook wird weniger viral</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-gemeinsame-feinde-verbinden" class="liinternal">Gemeinsame Feinde verbinden</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-stehst-du-auf-der-liste" class="liinternal">Stehst du auf der Liste?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-air-2-0-in-adobes-pipeline" class="liinternal">Air 2.0 in Adobes Pipeline</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-suchergebnis-reputation-management" class="liinternal">Suchergebnis-Reputation-Management</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-der-post-journalismus-journalismus" class="liinternal">Der Post-Journalismus Journalismus</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-mobile-themes-fr-wordpress-com-blogs" class="liinternal">Mobile Themes für WordPress.com Blogs</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-khe-furzen-zuviel" class="liinternal">Kühe furzen zuviel</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-keine-alternative-zur-schweinegrippe-in-sicht" class="liinternal">Keine Alternative zur Schweinegrippe in Sicht</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-foto-der-woche" class="liinternal">Foto der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-ritchies-video-der-woche-found-footage-san-francisco-1958" class="liinternal">Ritchies Video der Woche: Found Footage: San Francisco 1958</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-judiths-video-der-woche" class="liinternal">Judiths Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-the-revolution-has-been-televised-copyright-by-digiom">The revolution has been televised (copyright by <a href="http://digiom.wordpress.com" class="liexternal">@digiom</a>)</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Ja, jetzt ist es endlich soweit: Auch wir Österreicher dürfen bei der Cloud-Revolution mitspielen! Lange haben wir uns leid gesehen, nun darf auf auch hierzulande eine Web 2.0-Revolution exekutiert werden! Mit allem, was zum Web 2.0 dazugehört:  Facebook Gruppen, Flickr, Twitter, Hashtags, Blogs, Wikis, <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni" class="liexternal">Livestreams</a>. Auch würde es Inhalte geben, wurde kolportiert. [/Sarkasmus] </p>
<p>Seit 10 Tagen wird das Wiener Audimax besetzt, und was da an Protestinfrastruktur aus dem Boden gestampft wurde ist ziemlich beeindruckend. So sehr, dass die Medienberichterstattung sowohl in Old– als auch in New Media sich mehr um Livestreams, Voküs und Facebook-Gruppen zu drehen scheint, als um Inhalte. Doch darüber sind alle sich einig: Die Uni-Besetzer in ganz Österreich kann man nur unterstützen. Die Zustände an den Unis sind schon lange unerträglich und die Unterzeichnung der Bologna-Erklärung kommt rückwirkend gesehen einem bildungspolitischen Waterloo gleich. Mein persönliches aktuelles Frusterlebnis in Sachen Bologna-reformierte Uni: Die neuen, verschulten Studiengänge schließen berufsbegleitendes Studieren vollständig aus.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/audimax-besetzung.jpg" alt="audimax besetzung Blogistan Panoptikum KW44 2009" title="audimax-besetzung" width="300" height="225" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Genauso tragisch ist der völlige Ausschluß von Studenten und Mittelbau aus sämtlichen entscheidenen Gremien, eine kleine Entdemokratisierung, die uns die schwarz-blaue Koalition vor 8 Jahren bescherte. Und wer so etwas wie das akademische Schlußlicht Europas ist, sollte universitäre Platzprobleme nicht mit Zugangsbeschränkungen lösen. Denn hätte es in den späten 90er Jahren Zugangsbeschränkungen gegeben, hätten wohl viele Jugendliche wie ich, die nicht aus Akademikerfamilien stammen, niemals den Entschluß gefasst, sich das mit dem Studium mal anzusehen. Gegen die Einführung der Studiengebühren hab ich schon vor Jahren demonstriert — dann allerdings meine Meinung revidiert: Nach Einführung der Studiengebühren habe ich (wenn auch zeitversetzt) doch einige merkliche Verbesserungen an den Unis gesehen und würde Studiengebühren kombiniert mit einem entsprechenden Stipendienwesen durchaus für sinnvoll erachten.  Zum Thema “Sexismus an Unis” fällt mir fast nur eins ein: Niemals wieder ist mir an einem Ort so wenig Sexismus untergekommen, wie an der Uni — zumindest aus Studentensicht. Davon abgesehen hat dieses Thema mit dem Kern der Debatte wenig bis nichts zu tun. </p>
<p>Nichtsdestotrotz ist aber auch die Slacktivism Rate bei #unibrennt ziemlich hoch. Fast 24.000 Unterstützer auf Facebook, 1.300 weitere bei der Gruppe “ArbeitnehmerInnen unterstützen die Uni-Proteste”. Klingt großartig. Bei einer geplanten Kundgebung der “ArbeitnehmerInnen” am Nachmittag des 1.11.2009 sind dann von 130 fix angemeldeten und 200 “maybes” knapp 15 Leute erschienen. Und im Audimax auf etwa 50 weitere Besetzer gestoßen. Nicht verwunderlich, neun Tage Besetzung und Protest fordern ihren Tribute. Aber mal ehrlich: in Österreich gibt es knapp 200.000 Studierende — sind alle bisher zuhause gebliebenen mit den Zuständen an Österreichs Unis zufrieden?! Also, Ärsche hoch, Freunde, so schnell kommt die Gelegenheit nicht wieder, etwas verändern zu können — oder es zumindest zu versuchen.</p>
<p>Bleibt nur mehr zu hoffen, dass die Revolution und ihre Basisdemokratie nicht ihre Kinder frisst. Amen. </p>
<p>PS: Wer real unterstützen will: <a href="http://wiki.unsereuni.at" class="liexternal">http://wiki.unsereuni.at</a><br />
Wer lieber beim Slacktivism bleibt: <a href="http://www.facebook.com/home.php#/unsereuni" class="liexternal">Facebook Gruppe “Unsere Uni”</a>, <a href="http://www.facebook.com/search/?q=arbeitnehmerinnen&#038;init=quick#/group.php?gid=169141562370&#038;ref=search&#038;sid=837873218.2429095758..1" class="liexternal">Facebook Gruppe “ArbeitnehmerInnen unterstützen Uni-Proteste”</a>, <a href="http://twitter.com/unibrennt<br />
http://twitter.com/tubrennt">Facebook Page TU Wien brennt</a><br />
Twitter: <a href="http://twitter.com/ugrazbrennt" class="liexternal">@ugrazbrennt</a><br />
<a href="http://www.unsereuni.at" class="liexternal">www.unsereuni.at</a><br />
FlickR: <a href="http://www.flickr.com/unibrennt/" class="liexternal">Uni brennt</a>, <a href="http://www.flickr.com/groups/unibrennt/" class="liexternal">FlickR Gruppe</a></p>
<h2 id="toc-facebook-wird-weniger-viral">Facebook wird weniger viral</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Zynga und Playfish, die zwei größten Anbieter von Social Games auf Facebook, haben gut lachen: sie erzielen mit ihren Spielchen Millioneneinkommen, während Host Facebook noch immer keine positiven Cash-Flow generiert. Die diversen Notification-Messages sollen zukünftig gravierend eingeschränkt werden, wie <a href="http://venturebeat.com/2009/10/26/facebook-tinkering-with-big-changes-that-may-weaken-app-virality/" class="liexternal">VentureBeat</a> berichtet:</p>
<blockquote><p>Facebook is having one-on-one meetings with some of its larger developers detailing a series of changes that could significantly affect the way applications are spread through the social network. […] From what we hear, Facebook is reshuffling  all the traditional channels like notifications and requests that developers use to reach new users and tucking them away in harder-to-reach parts of the Web site. The idea is to give users more control over the information they see on their homepage.</p></blockquote>
<p>Kurz gesagt Spiele werden sich nicht mehr so einfach viral verbreiten, und mit den nervigen Dauer-Requests dürfte auch bald Schluss sein. VentureBeat kennt noch mehr Details: so sollen alle Notifications mittelfristig in die Inbox wandern. Spielehersteller werden sich zukünftig als verstärkt auf bezahlte Werbung verlassen müssen, um ihr Publikum zu finden.</p>
<h2 id="toc-gemeinsame-feinde-verbinden">Gemeinsame Feinde verbinden</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Gerald Wagner hat in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C/Doc~EAC3EEFC640B44C3B88BAEFE6CBE6EE7F~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" class="liexternal">FAZ</a> über Facebook nachgedacht und bringt unter dem mehr als hochtrabenden Titel “Eine Soziologie von Facebook” einige relativ lose Gedanken zum Ausdruck. Von der provokanten Eingangsfrage bis zu ihrer Beantwortung braucht der Autor aber gerade mal einen Absatz:</p>
<blockquote><p>Facebook ist zum neuen Leitmedium des Internets geworden. Lernen wir von Facebook entscheidende Verschiebungen im Sozialen, neue Vergesellschaftungsformen, gar auf Kosten der alten?<br />
[…]<br />
Sollte Facebook, wie es vielerorts behauptet wird, stellvertretend für eine Kultur der “neuen Verknüpfungsformen” stehen, wäre es eine Verbindung von größter Beliebigkeit mit Folgenlosigkeit.</p></blockquote>
<p>Der Essay ist unbedingt lesenswert, weil er in seiner bemerkenswert verständnislosen Kritik das größte Social Network mit einer Art Personenregister verwechselt und dann zum Schluss kommt, dieses funktioniere nicht so gut wie ein Polizeicomputer:</p>
<blockquote><p>Ist das Insistieren auf dem Recht auf Neuanfänge, auf Häutungen und Brüche im Leben nicht viel zeitgemäßer als das bleischwere Herumwühlen von Facebook in meiner Vergangenheit? Sind wir nicht gerade darum in den Achtzigern nach Berlin gegangen? Nicht bei Facebook. Mit fröhlicher Penetranz zieht es aus entlegenen Winkeln meiner Biographie einen Kronzeugen der Kontinuität hervor. Es gibt kein nachtragenderes Medium. Damit beharrt dieses Netzwerk eigentlich auf einem Leitmotiv der qualitativen Sozialforschung, nämlich von der narrativen Identität der Persönlichkeit auszugehen. Das Netz verspricht, jedem seine Geschichte erzählen zu können. Dass die auf ein paar durchquerte Institutionen und verblichene Gesichter zusammenschrumpft, scheint keinen Unterschied zu machen.</p></blockquote>
<p>Ich jedenfalls habe noch keine Beschwerde darüber gehört, dass ein “Telefonbuch ja bloß Nummern, Namen und Adressen enthält”.</p>
<h2 id="toc-stehst-du-auf-der-liste">Stehst du auf der Liste?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Dieser Satz hat nun eine völlig neue Bedeutung: Waren bisher meistens Gratiseintritte zu mehr oder weniger exklusiven Events mit dieser Frage in Verbindung zu bringen, geht es nun darum, auf möglichst vielen Twitterlisten zu stehen — und wenn nicht dass, dann wenigstens möglichst viele Twitterlisten anzulegen. Twitterlists gibt den Usern die Möglichkeit, mehrere Tweeper thematisch zu filtern und diese Listen beliebig zu betiteln. Alle Infos dazu gibt’s am offiziellen <a href="http://blog.twitter.com/2009/10/theres-list-for-that.html" class="liexternal">Twitter Blog</a>.</p>
<p>Tweetdeck und Seesmic Desktop User haben bei den Twitterlists wahrscheinlich eh nur gelangweilt gegähnt, kennen beide Clients das Feature unter der Bezeichnung “groups” ja schon länger. Bald soll auch eine <a href="http://blog.louisgray.com/2009/10/tweetdeck-promises-to-integrate-twitter.html" class="liexternal">Synchronisation</a> via Twitter API möglich sein.</p>
<p>Ach ja, und wer schon immer mal in San Francisco beim coolsten Startup der Welt arbeiten wollte — Twitter is <a href="http://twitter.com/jobs" class="liexternal">hiring</a>! </p>
<h2 id="toc-air-2-0-in-adobes-pipeline">Air 2.0 in Adobes Pipeline</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Nicht bloß heiße Luft: AIR hat sich als beliebte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> für Social Media Clients fest etabliert, mit der zweiten Auflage wollen die Adobe Labs ihrem Framework neue Features verpassen. <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/air_20_coming_soon_multitouch_audio_recording_less.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a> weiß, warum effizienterer Umfang mit Speicherressourcen dringend notwendig ist:</p>
<blockquote><p>The New York Times for example, one of the most new-media capable old-school institutions in the US, recently asked its staff to stop using the AIR app Tweetdeck because it’s such a memory hog. That’s probably one of the reasons why Times staff appears to be posting to Twitter less these days.</p></blockquote>
<p>Weiters wird AIR 2.0 Multitouch-Gesten und lokales Audio-Encoding beherrschen — bis zum Release werden aber noch einige Panoptika ins Land ziehen, Adobe plant die erste Jahreshälfte 2010 an. Jede Menge nicht unbedingt nützlicher, aber zumindest hübscher Air-Applikationen findet man übrigens auf <a href="http://refreshingapps.com/" class="liexternal">refreshingapps.com/</a>.</p>
<h2 id="toc-suchergebnis-reputation-management">Suchergebnis-Reputation-Management</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Große neue Erkenntnisse hat der Beitrag im offiziellen <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/10/managing-your-reputation-through-search.html" class="liexternal">Google Blog</a> auch nicht zu bieten — zumindest der Tipp “zuerst nachdenken, dann veröffentlichen” kann getrost als alter Hut gelten:</p>
<blockquote><p>The first step in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/reputation-management/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Reputation Management">reputation management</a> is preemptive: Think twice before putting your personal information online.</p></blockquote>
<p>Interessanter ist das schon der Teil übers “proaktive Publizieren”: wenn man lästige Infos schon nicht los wird, weil der Webmaster der Drittseite partout nicht agieren will, muss man eben gegensteuern. Google empfiehlt dazu unter anderem, eine öffentliche Profilseite im eigenen Haus <a href="http://www.google.com/profiles" class="liexternal">anzulegen</a>: in der Tat eine oft übersehene Funktion, die das Potential hat, mittelfristig Xing und LinkedIn überflüssig zu machen.</p>
<h2 id="toc-der-post-journalismus-journalismus">Der Post-Journalismus Journalismus</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> <a href="http://blogs.law.harvard.edu/doc/2009/10/31/toward-post-journalism-journalism/" class="liexternal">Doc Searl</a> berichtet über eine Round-Table Diskussion zum Thema “Geld verdienen mit Medien im 21. Jahrhundert”, an der unter anderem Sherry Turkle und Virginia Postrel teilnahmen. Die Zusammenfassung ist unbedingt lesenswert und fasst die Verwobenheit von Technologie, Wirtschaftsorganisation und Medienmodellen sehr gut zusammen:</p>
<blockquote><p>he Net employs a principle called end-to-end. Among other things, it assumes that the bulk of intelligence is at the ends of the network — with people and the devices serving them — rather than in the middle, where the phone companies used to be, back when they thought, as old-fashioned formerly modern industrial companies, that most of the network’s intelligence should reside, and make decisions for us.</p></blockquote>
<h2 id="toc-mobile-themes-fr-wordpress-com-blogs">Mobile Themes für WordPress.com Blogs</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> WordPress.com Blogs sind ab sofort standardmäßig mit Mobile Themes ausgestattet, wie <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/wordpress_mobile.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a> berichtet. Zwar kommen moderne Smartphone mit leistungsfähigen Browsern, doch allein schon aufgrund des kleineren Displays und der schnelleren Ladezeiten empfehlen sich optimierte Templates. Wer sein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> selbst hostet, hat die Qual der Wahl zwischen dem iPhone-optimierten <a href="http://www.bravenewcode.com/wptouch/" class="liexternal">WPTouch</a> und <a href="http://wordpress.org/extend/themes/carrington-mobile" class="liwp">Carrington Mobile</a>. Beide Themes kommen als Plugins daher und lassen sich in Windeseile konfigurieren. Denn:</p>
<blockquote><p>From the slow emergence of mobile reading and publishing to the unwillingness of carriers to solve bandwidth problems, it’s clear that the mobile web is still in its very early stages. For now, little things like this make a very big difference.</p></blockquote>
<h2 id="toc-khe-furzen-zuviel">Kühe furzen zuviel</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> So manches langgezogene “Muhhhh!” könnte in Wahrheit ein klimaschädigender Darmwind sein, glaubt man Lord Stern, einer der “führenden Experten für Klimawandel” (wobei ich mir sicher bin, wodurch genau sich Expertentum in diesem Bereich auszeichnet). Als er jung war, gab’s noch lustige Promille-Straßenrennen, bald wird einem die Polizei den Führerschein auch ab 0,5 Gramm tierischem Eiweiß in der Atemluft <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Fleisch-essen-wird-einst-so-verpoent-sein-wie-betrunken-Autofahren/story/29078958" class="liexternal">abnehmen</a>:</p>
<blockquote><p>Und er prophezeit gar, dass der Fleischverzehr in Zukunft gesellschaftlich so geächtet sein wird, wie es heute das Autofahren in betrunkenem Zustand ist. “Ich bin jetzt 61 und die Einstellung gegenüber Alkohol am Steuer hat sich seit meiner Studentenzeit radikal verändert”, so Lord Stern. Der Ökonom rät den Teilnehmern der Weltklimakonferenz Ende Dezember in Kopenhagen, darauf hinzuwirken, dass die Preise für Fleisch erhöht werden.</p></blockquote>
<p>Das Methan der Kühe (CH4) sei als Treibhausgas 21mal effektiver als jenes furchtbar schädliche CO2, das beispielsweise Menschen beim Ausatmen produzieren. Wollen wir bis Ende des Monats eine unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe verhindern, gibt’s also nur zwei Varianten: entweder werden *alle* bis Ende der Woche Vegetarier. Vorher gibt’s aber noch eine große Schlachtplatte samt Café Latte, die ganzen Kühe müssen ja weg. Oder die Franzosen hören auf, soviel alten Käse zu essen — das könnte der Menschheit eine Verschnaufpause von mehreren Jahrzehnten verschaffen.</p>
<h2 id="toc-keine-alternative-zur-schweinegrippe-in-sicht">Keine Alternative zur Schweinegrippe in Sicht</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Was als relativ harmloser Twitter-Virus begann, entwickelte sich zu einem medialen Flächenbrand, an dem selbst <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/146376" class="liexternal">Telepolis</a> nicht mehr vorbei kommt:</p>
<blockquote><p>In Deutschland zieht das Zwei-Klassen-System nun ganz offiziell als Regierungspolitik ein. Während die Regierung für das gemeine Volk 50 Millionen Pandemrix-Impfdosen mit Wirkverstärker vom Pharmakonzern Glaxosmithkline bestellte, orderte man für das Kabinett, die Bundesbehörden und die Bundeswehr 200.000 Celvapan-Impfdosen von Baxter. Sie sind ohne Wirkverstärker und sollen verträglicher sein.</p></blockquote>
<p>Ein einziges PR-Desaster, diese Schweinegrippe — nach der jahrhundertelangen Ächtung des Schweinefleisch durch Moslems nun das: kein Wunder, das Verschwörungstheoretiker komplexe Pläne vermuten. Die <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article3656217/Schweinegrippe-alles-eine-grosse-Verschwoerung.html" class="liexternal">Welt Online</a> hat umfassend recherchiert:</p>
<blockquote><p>So schnell wie die Schweingrippe verbreiten sich wilde Theorien dazu: Tote Schweine in China, fiese Industriefarmen in Mexiko sowie eine Verschwörung von al-Qaida und mexikanischen Drogenkartellen – all dies sind nur einige der Erklärungsversuche, die sich um den Ausbruch der Krankheit ranken.</p></blockquote>
<p>Eines steht jedenfalls fest — exotische Tiere sind wenig gefährdet, ein mm&gt;Schneckenschnupfen oder <em>Hummer Hirnsausen</em> eigenen sich nicht für die Massenhysterisierung. Doch ich zittere mit Alinaluna um die armen <a href="http://esoterikforum.at/forum/showthread.php?p=2229638" class="liexternal">Lämmchen</a>:</p>
<blockquote><p>Mal gibt’s die Vogelgrippe-Heute kräht kein Hahn mehr danach.…<br />
Vormals war es BSE .….Die Kuh macht auch kein Muh mehr.….<br />
Ich warte bis das mit den Schweinen vorbei ist denn dann kommt die Schafseuche.…Mäh.</p></blockquote>
<h2 id="toc-foto-der-woche">Foto der Woche</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Halloween ist nicht jedermanns Sache. Ich verweigere mich dem jährlichen Kürbis-Zirkus aus Prinzip. Aber dieses Foto fand ich dann echt genial. (Copyright by Burt Zinsler / Facebook):</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/facebook-burt-zinsler.jpg" alt="facebook burt zinsler Blogistan Panoptikum KW44 2009" title="facebook-burt-zinsler" width="600" height="793" style="border:1px solid gray;" /></div>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche-found-footage-san-francisco-1958">Ritchies Video der Woche: Found Footage: San Francisco 1958</h2>
<p>Das folgende Material hat <a href="http://vimeo.com/jeffaltman" class="liexternal">Jeff Altman</a> im Nachlass seines Großvaters gefunden — die 50er-Jahre Aufnahmen der Fahrt durch San Fran versprühen einen ganz besonderen Retro-Charme:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche">Judiths Video der Woche</h2>
<p>Sonnenuntergänge am Meer hat jeder schon mal gesehen — aber wohl kaum jemand hat sich daran jemals sattgesehen. Schon gar keine käsigen, sonnenunverwöhnten Ösi-Touristen am Strand von El Palmar an der Costa de la Luz, Spanien. </p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>“Pumpkin-Carving” ist eine Kunst, die geübt sein will: <a href="http://mashable.com/2009/10/28/halloween-pumpkin-carvings/" class="liexternal">Mashable</a> hat unter anderem einen WordPress– und einen RSS-Kürbis zu bieten.</li>
<li><a href="http://scobleizer.posterous.com/why-i-dont-use-google-reader-anymore" class="liexternal">Scobble mag den Google Reader nicht mehr</a>, denn der sei langsam und mühsam in punkto Freundesverwaltung, sagt Robert.</li>
<li>Digg <a href="http://www.techcrunch.com/2009/10/15/confirmed-digg-acquires-kevin-rose-side-project-wefollow/" class="liexternal">kauft</a> WeFollow und will die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/echtzeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Echtzeit">Echtzeit</a>–Fähigkeiten mit dem Twitter-Portal steigern (TechCrunch).</li>
<li>Das neue Social Network, für jene, denen Social Networks schon beim Halse raushängen… <a href="http://alleinr.de/" class="liexternal">alleinr</a>!</li>
<li>Nicht ganz so prominent gelegen, wie der neue Helmut-Zilk-Platz mitten in Wien, aber immerhin: Nach Twitter wurde bereits eine Straße <a href="http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/10/01/twitter.street/index.html?iref=intlOnlyonCNN" class="liexternal">benannt</a>.</li>
<li>Nein, nicht nur den öffentlich-rechtlichen Sendern und dem armen Professor Hademar Bankhofer soll die gute alte Schleichwerbung verboten werden — auch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a> sollen in Zukunft Ethik vor SCHGGG (Schleichwerbung für Geile Gratis Gadgets) <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/11/0,3672,7911147,00.html" class="liexternal">verboten</a> sein… <small>Anm. von dd: fda!!! (full disclosure always :mrgreen:)</small></li>
</ul>
<p>Und das war’s auch schon wieder mit dem Zurückschauen auf 7 Tage mal 24 Stunden mal 60 Minute mal 60 Sekunden, also 604.800 Blogosphärenwochen-Momente. Danke für Ihre hochgeschätzte Aufmerksamkeit, bleiben Sie uns und unserem RSS-Feed treu! Linzerschnitte und datenschmutz wünschen immens erkleckliche Restsonntagsminuten und einen grandiosen Start in die kommende Woche — wir treffen uns morgen im Social Web.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW44 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>15 Mann auf des toten Manns Liste drauf</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-08/15-mann-auf-des-toten-manns-liste-drauf/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 04:31:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Piratenpartei Deutschland wählt ungewöhnliche Werbemittel: in-Game Sujets sollen die Aufmerksamkeit der Spieler auf Zensur- und Copyright-Problematiken lenken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Thomas Heher, ein alter Kampfgenosse aus den frühen gap Hardcore-Zeiten, hat mich eingeladen, den folgenden Text über die Piratenpartei für die kommende Ausgabe von <a href="http://www.tba-online.cc/" class="liexternal">TBA</a> zu verfassen. Mal sehen, ob er ihn unterbringen kann — bei der Längenbegrenzung hab ich natürlich wieder mal über die Stränge geschlagen: altes Bloggerleiden <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 15 Mann auf des toten Manns Liste drauf" class='wp-smiley' title="15 Mann auf des toten Manns Liste drauf" /> </em></p>
<p>Zwar ist Piloten sprichwörtlich nichts verboten, aber nur Piraten sind die idealen Kandidaten – zumindest für geistig-eigentümliche Freisegler.<span id="more-3617"></span></p>
<p>Die Informationsgesellschaft – eine Welt voller Wunder, die nach <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Willen proaktiver Kommunikations-Philosophen wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Marshall_McLuhan" class="zem_slink freebase/guid/9202a8c04000641f8000000000027490" title="Marshall McLuhan" rel="wikipedia" rel="nofollow">Marshall McLuhan</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Vil%C3%A9m_Flusser" class="zem_slink freebase/guid/9202a8c04000641f80000000005c3d68" title="Vilém Flusser" rel="wikipedia" rel="nofollow">Vilém Flusser</a> vieles zum Besseren wenden soll. Aber Musikindustrie, Filmverleiher und sonstige Besitzer sogenannten geistigen Eigentums (ugs.: “Hirnschaas”) sagen konsequent “njet”, klagen zuerst <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Napster" class="zem_slink freebase/guid/9202a8c04000641f800000000002a52d" title="Napster" rel="wikipedia" rel="nofollow">Napster</a>, dann PirateBay in Grund und Boden und können dem Übel freier Informationsaustausch doch nicht Herr werden.</p>
<p>Solche Grabenkämpfe markieren aber nur die Speerspitze einer der Informationsgesellschaft zugrunde liegenden Logik: Herrschaft über Information entpuppt sich immer mehr als der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Archimedes" class="zem_slink freebase/guid/9202a8c04000641f800000000000668b" title="Archimedes" rel="wikipedia" rel="nofollow">Archimedes</a>’sche Hebel des immateriellen Kapitalismus, und finanzielle wie politische Interessen manifestieren sich in konkreter Realisation bisher ungekannter Totalüberwachung. So generierten nicht zuletzt die Diskussion um Stopp-Schilder, Internetzensur und das Verbot von Killerspielen in Deutschland Aufwind für die <a href="http://www.piratenpartei.de/" class="liexternal">Piratenpartei</a>, die mit ungewöhnlichen Werbe-Aktionen die Faszination von Nerds auf sich zieht. Dazu passen die <a href="http://wiki.piratenpartei.de/Spraylogo" class="liexternal">in-Game-Spraylogos</a>, die Mitglieder dieser politischem Bewegung mit umstrittenem Namen für Multiplayer-Spiele wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Counter-Strike%3A_Source" class="zem_slink freebase/guid/9202a8c04000641f80000000003c2103" title="Counter-Strike: Source" rel="wikipedia" rel="nofollow">Counter-Strike: Source</a>, <a href="http://www.imdb.com/title/tt1323932/" class="zem_slink freebase/guid/9202a8c04000641f80000000046aa88f" title="Left 4 Dead" rel="imdb">Left 4 Dead</a>, Day of Defeat: Source und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Team_Fortress_2" class="zem_slink freebase/guid/9202a8c04000641f80000000006055fd" title="Team Fortress 2" rel="wikipedia" rel="nofollow">Team Fortress 2</a> entwickelten (siehe Link).</p>
<p>Zwar bezweifeln viele potentielle Unterstützer, dass mit den Themen Copyright und Überwachung ein kompletter Staat zu machen ist. Aber führt  man sich vor Augen, dass etwa in punkto medizinischer Versorgung (Stichwort: Generika) und Landwirtschaft (Stichwort: Patentierbarkeit von Saatgut, Gen-Technik) Entscheidungen über die Verfüg– und Nutzbarkeit von Information entscheidende Weichenstellungen für die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> evozieren, so wird rasch klar, dass sich hier eine Avantgarde einer überdimensional relevanten Querschnittsmaterie angenommen hat.</p>
<p>Jede Präsenz der Piratenpartei in politischen Gremien als Stimm– und Diskussionsminorität (jede andere Variante ist unrealistisch) kann daher nur begrüßt werden – mich politikverdrossenen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Nerd könnte eine Wahl-Antritt der <a href="http://www.piratenpartei.at/" class="liexternal">Freibeuter in Österreich</a> daher jederzeit zum Urnengang bewegen. Denn wie schon der berüchtigte Gabelverbieger <a href="http://www.andreheller.com/" rel="nofollow" class="liexternal">André</a> <a href="http://site.uri-geller.com/" class="liexternal">Geller</a>, ein entfernter Nachfahre des berühmten Gentleman-Piraten-Kapitäns Jean Lafitte, dessen politische Ambitionen immerhin darin gipfelten, dass er auf das Leben des Gouverneurs von <a href="http://maps.google.com/maps?ll=29.9647222222,-90.0705555556&amp;spn=0.1,0.1&amp;q=29.9647222222,-90.0705555556%20%28New%20Orleans%29&amp;t=h" class="zem_slink freebase/guid/9202a8c04000641f8000000000068b30" title="New Orleans" rel="geolocation">New Orleans</a> eine doppelt so hohe Prämie aussetzte wie dieser auf seins, wusste genau: “Die wahren Piratenschätze sind im Kopf.” So einfach und so kompliziert kann, darf und soll Politik manchmal sein.</p>
<div class="zemanta-pixie"><a href="http://reblog.zemanta.com/zemified/47977f14-b223-43f3-bc88-e5cdf2ab52c1/" class="zemanta-pixie-a" title="Reblog this post [with Zemanta]"><img class="zemanta-pixie-img" src="http://img.zemanta.com/reblog_e.png?x-id=47977f14-b223-43f3-bc88-e5cdf2ab52c1" alt=" 15 Mann auf des toten Manns Liste drauf"  title="15 Mann auf des toten Manns Liste drauf" /></a><span class="zem-script more-related more-info pretty-attribution paragraph-reblog"><script type="text/javascript" src="http://static.zemanta.com/readside/loader.js" defer="defer"></script></span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum KW11 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Mar 2009 18:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Amoklauf, ein echter Promi auf Twitter und jede Menge Rückblicke auf die SEO-Campixx: die vergangene Blogistan-Woche verlief so turbulent wie gewohnt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/03/stadtsilu.jpg" alt="stadtsilu Blogistan Panoptikum KW11 2009" title="stadtsilu" width="250" height="107" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />So langsam scheint’s ja doch was zu werden mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Frühlingsbeginn — zumindest fällt statt Schnee nur mehr Regen. Das könnte der Optimist, der mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> halbvollen Cuba Libre da drüben in der Ecke steht, doch durchaus für ein gutes Zeichen halten. Wobei Optimismus in Zeiten von Amokläufen an Schulen zumindest in Mainstream-Medien derzeit eher dünn gesät ist. Da sind Computerspiele als Schuldige natürlich schnell zur Hand — denn im Zweifelsfall wird das einfache Ursache-Wirkungs-Prinzip gegenüber komplizierten Erklärungsversuchen bevorzugt: das nennt man der Publizistik-Wissenschaftler dann wohl die “Komplexitäts-Reduktions-Leistung” der Massenmedien.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-03/blogistan-panoptikum-kw11-2009/#toc-calli-steht-rede-und-antwort" class="liinternal">Calli steht Rede und Antwort</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-03/blogistan-panoptikum-kw11-2009/#toc-games-do-not-kill-guns-do" class="liinternal">Games do not Kill. Guns Do.</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-03/blogistan-panoptikum-kw11-2009/#toc-seo-news-der-woche" class="liinternal">SEO-News der Woche</a>
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-03/blogistan-panoptikum-kw11-2009/#toc-lpo-baby" class="liinternal">LPO, Baby!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-03/blogistan-panoptikum-kw11-2009/#toc-google-startet-mit-behavioral-targetting" class="liinternal">Google startet mit Behavioral Targetting</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-03/blogistan-panoptikum-kw11-2009/#toc-rckblicke-auf-die-seo-campixx" class="liinternal">Rückblicke auf die SEO-Campixx</a></li>
</ol>
</li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-03/blogistan-panoptikum-kw11-2009/#toc-video-der-woche-nostalgia" class="liinternal">Video der Woche: Nostalgia</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-calli-steht-rede-und-antwort">Calli steht Rede und Antwort</h2>
<p><a href="http://reinercalmund.de/" class="liexternal">Reiner Calmunds</a> Kommentare in der Kocharena sind einfach nur legendär. Aber der kürzlich 60 gewordene Fußballexperte hat nicht nur ein großes Herz für gutes Essen, sondern auch fürs Web — sein Twitter Account <a href="http://twitter.com/calmund" class="liexternal">@Calmund</a> ist — eine Rarität dieser Tage — echt. Dort schreibt auch kein Personal Assistant, sondern der Big Boss himself:</p>
<blockquote><p>Kaum zu glauben, aber ein Leben ohne Internet ist auch für mich “alten Sack” inzwischen schwer vorstellbar. Ich bin zwar gerade 60 geworden, aber dennoch ein großer Verfechter des Internets, was ja nicht immer so ist in meiner Generation. Das Schlagwort Web 2.0 ist mir natürlich seit der Gründung meiner Präsenz “Calli Island” in der virtuellen 3D-Welt Second Life, Anfang 2007, ein Begriff, und Youtube begeistert mich schon mindestens genauso lange. Oft sitze ich mit Freunden vor dem PC und amüsiere mich über die Parodien, die über mich im Netz veröffentlicht sind. Soziale Netzwerke erfahren einen enormen Zuspruch, manchmal wundert mich die Offenheit der Leute, aber im Prinzip handele ich ja genauso.</p></blockquote>
<p>Das Zitat stammt aus einem aktuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a>, das Metty mit Reiner geführt hat — den Rest des Gesprächs gibt’s auf <a href="http://www.twitter-log.de/10-fragen-an-calmund/" class="liexternal">Twitter-Log</a> nachzulesen.</p>
<h2 id="toc-games-do-not-kill-guns-do">Games do not Kill. Guns Do.</h2>
<p>Tim K. versetzt ein Land in Schrecken. Obwohl Deutschland eines der strengsten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/jugendschutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jugendschutz">Jugendschutz</a>–Gesetze hat, entflammt der Amoklauf in Winnenden erneut die Diskussion über die potentielle Gefährlichkeit von Computerspielen. Während unter Bloggern weitgehende Einigkeit herrscht, dass kein noch so strenges Gesetz die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a> vor solch unfassbaren Einzelfällen schützen kann, herrschen in den Mainstream-Medien geteilte Ansichten — und die Kanäle beginnen sich zu vermischen: so berichtet <a href="http://medienlese.com/2009/03/12/amoklauf-in-winnenden-medien-im-twitter-rausch/" class="liexternal">medienlesen</a>, dass Bild.de 150 Tweets mit allen Details des Amoklaufs über den Newsticker schickte. Von einer völlig anderen Seite geht der Beitrag am <a href="http://www.graubrotblog.de/2009/03/14/unfassbar/" class="liexternal">Graubrotblog</a> das Thema an — mit sehr persönlichem Zugang. Die Schule, so der Autor, werde von vielen Schülern als Terror und Unterdrückung erlebt, Mobbing stehe an der Tagesordnung. Solange Eltern ihre eigenen Erlebnisse verdrängen und nach vergleichsweise einfachen Erklärungsmustern suchen, werde sich an der Situation nichts ändern — absolut lesenswerter Beitrag!</p>
<p>Wer ebenfalls der Meinung ist, dass nicht Computerspiele das Problem sind, dem empfehle ich die FlickR-Gruppe <a href="http://www.flickr.com/groups/games-dont-kill/pool/" class="liexternal">Games don’t Kill</a>. <a href="http://digiom.wordpress.com/2009/03/12/i-have-killed-monsters-in-pacman/" class="liexternal">Jana</a> und <a href="http://systemic-design.at/blog/2009/03/education-and-violence/" class="liexternal">Harald</a> haben die Sache ins Rollen gebracht:</p>
<blockquote><p>My standard response to the argument “Guns do not kill. People do.”: Yes, that’s right and that is true with any technology. The a-bomb wouldn’t be fatal if it weren’t launched. The biggest tragedies have been caused by humans. Homo hominem lupus est. The point to bring across here is: You have games, you have guns. The possession of which do you think is lethal? Schäuble thinks it’s games, and I say: Can we talk about gun possession instead? Please? Guns are the real problem.</p></blockquote>
<p>Wie kann man mitmachen? <a href="http://wissenbelastet.com/2009/03/13/games-do-not-kill-guns-do/" class="liexternal">Bild anfertigen</a>, zur FlickR-Gruppe hinzufügen!</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/03/fallgame.jpg" alt="fallgame Blogistan Panoptikum KW11 2009" title="fallgame" width="520" height="326" style="border:1px solid gray;" /></div>
<h2 id="toc-seo-news-der-woche">SEO-News der Woche</h2>
<p>Laut Feedback muss die erste SEO-Campix ein voller Erfolg gewesen sein — wenn’s 2010 eine Neuauflage geben sollte, werd ich mich wohl auch auf den Weg machen, in diesem Jahr ging sich’s leider nicht aus. Ich würd die mir großteils nur virtuell bekannten üblichen Verdächtigen ja gern mal Face-2-Face sehen.</p>
<h3 id="toc-lpo-baby">LPO, Baby!</h3>
<p>Der <a href="http://seo-evangelist.de/lpo-landingpage-optimization.htm" class="liexternal">SEO Evangelist</a> predigt Landing Page Optimization — dazu gibt’s einige lesenswerte <a href="http://seo-evangelist.de/lpo-landingpage-optimization/grundsaetze-der-zielseiten-optimierung.htm" class="liexternal">Beiträge</a>, die jeder SEO verinnerlichen sollte — private Seiten sind eine Sache, aber der beste Traffic ist wertlos, wenn die Seite durch unklare Strukturierung Besucher verwirrt und Conversions verhindert. In der Tat eine Thema, das gerne im deutschen Sprachraum nicht selten durch den Analyse Rost fällt…</p>
<h3 id="toc-google-startet-mit-behavioral-targetting">Google startet mit Behavioral Targetting</h3>
<p>Es war in der Tat nur eine <a href="http://www.seo-united.de/blog/google/hut-ab-vor-onkel-google.htm" class="liexternal">Frage der Zeit</a> — jetzt macht Big G ernst mit personalisierter <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a>:</p>
<blockquote><p>Bislang war es so, dass Google seine Werbung lediglich am Inhalt der Webseite bzw. des jeweiligen Onlineangebots ausgerichtet hat. Zukünftig wird durch Google eingeblendete Werbung zudem auch an den Besucher einer Webseite angepasst, an jeden einzelnen und zwar rückwirkend. In der Praxis sieht das Ganze dann so aus, dass man in seinem Google-Profil Vorlieben für bestimmte Themen angeben bzw. bestimmte Themenbereiche ausschließen kann, zum anderen aber möglicherweise interessante Themen auch von Google selbst evaluiert und in Werbeeinblendungen angezeigt werden.</p></blockquote>
<p>Inzwischen dürfte sich also eine hinreichende Menge von Analytics-, Chrome– und sonstigen Daten angesammelt haben. <a href="http://www.seo-handbuch.de/suchmaschinen-suchmaschinenoptimierung/kritisch-google-adsense-nutzt-behavioral-targeting" class="liexternal">SEO Handbuch</a> veröffentlichte einige interessante Überlegungen zu praktischen Problemen, die sich aus derartiger angepasster Werbung für User, aber auch Webmaster ergeben:</p>
<blockquote><p>Durch diese interessenbezogene Werbung ergeben sich — wie Google selbst geschrieben hat — ggf. Probleme mit den Datenschutzbestimmungen. Eine Vorformulierung bzw. ein Muster wie diese rechtssicher formuliert werden kann, wird nicht angeboten (“Da Publisher-Websites und gesetzliche Vorschriften von Land zu Land unterschiedlich sind, können wir leider keine bestimmte Formulierung für die Datenschutzbestimmungen vorschlagen”). Man ist also auf seine eigene Weisheit angewiesen.</p></blockquote>
<p>Da bin ich doch direkt froh, dass ich AdSense nicht verwende…</p>
<h3 id="toc-rckblicke-auf-die-seo-campixx">Rückblicke auf die SEO-Campixx</h3>
<p>Die Rückmeldungen zur SEO-Campixx fielen durchwegs positiv aus — <a href="http://www.seo-radio.de/index.php/archives/2009/03/08/seo-campixx-kein-mistmuell/" class="liexternal">SEO-Radio.de</a> gefiel vor allem der Networking-Aspekt. Ich war ja nicht vor Ort, dürfte aber einiges versäumt haben — zumindest legt mein Lieblingszitat dies nahe:</p>
<blockquote><p>Am Abend ging es dann mit Bullriding und Party weiter, hier kann ich nicht viel zu sagen da ich ab dann aufgehört habe mitzuschreiben. Zu essen gab es Breuler mit unterschiedlichen Salaten.</p></blockquote>
<p>Eine Frage nur: was genau ist Breuler? Google spuck “männliches, gebratenes Federvieh” aus. <a href="http://www.sumaphil.de/seo/seo-campixx-recap/" class="liexternal">Sumaphil</a> sprach den <a href="http://www.seonauten.com/" class="liexternal">Veranstaltern</a> ebenfalls ein Kompliment aus: </p>
<blockquote><p>Tolle Vorträge, toller Event-Teil (hey, ich fand sogar die Crackhuren cool), tolle Organisation (Hut ab), schade nur, daß der eigentliche Barcamp-Teil nicht so intensiv genutzt wurde.<br />
Ich hoffe daß Marco trotz des vielen Stresses es sich nochmals überlegt, und es auch eine SEO-Campixx 2010 geben wird.</p></blockquote>
<p>Den Podcast-Rückblick für audiophile Informationsverarbeiter gibt’s bei <a href="http://www.radio4seo.de/seo-campixx-berlin-2009-rueckblick" class="liexternal">Radio4SEO</a>.</p>
<h2 id="toc-video-der-woche-nostalgia"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/video/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with video">Video</a> der Woche: Nostalgia</h2>
<p>Von den Clubs auf den Computermonitor: das Genre “Wand-Videotapete” kommt nicht zuletzt dank <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vimeo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vimeo">Vimeo</a> zu ungeahnter Popularität: Tilt, Shift, Burn! Nostalgia von Edgar Maguyon:</p>
<p><object width="521" height="293"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=3598813&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=3598813&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="521" height="293"></embed></object></p>
<p>Und das war’s auch schon wieder mit dem aktuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wochenrueckblick/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wochenrückblick">Wochenrückblick</a> — aber oder trotzdem bleibt alles spannend. Nächste Woche bin ich gleich zum Auftakt um <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=56911933325" class="liexternal">Markting-Montalk</a> auf Hans-Peters Couch zu Gast (es geht um das Thema Inhouse vs. Outhouse SEO/SMO), am Dienstag halte ich  auf Einladung von <a href="http://www.sugarmelon.com/" class="liexternal">Dieter</a> bei HP einen Vortrag. Außerdem gibt’s ab nächster Woche wieder frische u-ton Sendungen — wir lesen uns morgen!</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW11 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Endlich auch ein Topmodel für Österreich</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-01/endlich-auch-ein-topmodel-fuer-oesterreich/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 21:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Österreich bekommt nun dank PULS4 endlich auch ein Topmodel - morgen um 20:15 startet die Premiere der neuen Show, moderiert von Lena Gercke.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/01/topmodel.jpg" alt="topmodel Endlich auch ein Topmodel für Österreich" title="topmodel" width="250" height="158" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Deutschland hat seine Topmodels bereits mehrfach gefunden — nur das kleine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> musste sich bislang mit einer stimmgewaltigen Christl Stürmer und einigen Pop-Abstürzen zufrieden geben. Zwei veritable internationale Pornostars besitzen wir mit Mick Blue und Renee Pornero ja immerhin, nur im Bereich der schön bekleideten und gesellschaftlich akzeptablen Laufstegkörper war die Alpenrepublik bislang weit hinten, aber <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/puls4/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with puls4">PULS4</a> behebt diesen am Selbstbewusstsein großwüchsiger magerer Teenager nagenden Mangel nun endlich. Morgen startet die erste Ausgabe der Show, die Moderation übernimmt Lena Gercke, die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gewinnerin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gewinnerin">Gewinnerin</a> der ersten Staffel von Germany’s Next Topmodel.</p>
<p>Über tausende Mädchen haben sich laut <a href="http://topmodel.puls4.com" class="liexternal">topmodel.puls4.com</a> bereits beworben und in der Hoffnung, pubertierende Klassenkameraden gegen 0-Kalorien-Prosecco im internationalen Jet Set einzutauschen, Videos und Fotos von sich selbst angefertigt. Doch nur 100 von ihnen haben es in die erste Sendung geschafft, die PULS4 morgen ausstrahlt. Dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/model/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Model">Model</a> einer der härtesten Berufe überhaupt ist, weiß der gebildete Fernsehzuschauer längst aus deutschen Pendant-Sendungen: Vergiss Neurochirurgen, Holzfäller und Nobelpreisträger — die müssen nämlich alle nicht “richtig gehen können”. Dass die TV-Shows in erster Linie von einer gehörigen Portion Drama leben, ist ebenfalls bekannt — mal gucken, ob Lena, Wienermodels <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/agentur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Agentur">Agentur</a>–Chefin Andrea Weidler, Runwaytrainer (“Was haben Sie studiert?” “Runway-Wissenschaften an der Universität von Gaultier. Heute arbeite ich als Consultant.”) Alamande Belfor und Maybelline-Gallionsfigur Boris Entrup ebenso scharfzüngige Meldungen schieben wie ihre Kollegen aus Deutschland — dort darf die Siegerin darf nämlich hin:</p>
<blockquote><p>Nur eine bekommt einen Modelvertrag bei Wienermodels. Nur eine kommt aufs Cover des Magazins Miss. Und nur die Gewinnerin hat die Chance unter den Top 20 Finalistinnen bei “Germany’s next Topmodel – by Heidi Klum” dabei zu sein.</p></blockquote>
<p>Bei aller Freude über die öffentliche Zurschaustellung des Pret-a-Porter Potentials der österreichischen Jugend muss ich dann doch anmerken, dass die Gleichbehandlungsbeauftrage der neuen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/regierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Regierung">Regierung</a> (Gibt’s da eigentlich jemanden?) wohl keine Froide hätte! Aber vielleicht kommt ja die Male Model Version erst noch — bitte mit Derek Zoolander in der Jury! 8. Jänner, 20:15 — und dann immer wieder Donnerstags, sechs Wochen lang.</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Der Tag der lebenden freien Medien</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-12/der-tag-der-lebenden-freien-medien/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 14:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 9. Dezember 2008 16:00 bis 10. Dezember 2008 4:00. ] Am Dienstag lädt der österreichische Medienverband ins Fluc: zuerst wird diskutiert, anschließend steht Party am Programm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">9. Dezember 2008 16:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">10. Dezember 2008 4:00</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/12/freiemedien-1228747004.jpg" alt="freiemedien 1228747004 Der Tag der lebenden freien Medien" title="freiemedien" width="250" height="142" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Soll kein Horrorfilm werden, sondern eine informative Veranstaltung, bei der sich Insider vernetzen und Außenstehende Einblick bekommen in die Vielfalt an Alternativen zu Fellnerpress und DichandNews. Zu diesem Behufe lädt der österreichische Medienverband morgigentags ab 16:00 Uhr in die Wiener <a href="http://www.fluc.at/" rel="nofollow" class="liexternal">FLUC</a> Wanne, wo zuerst ausgiebig geschnackt und anscheinend noch ausgiebiger gefeiert werden soll.</p>
<p>Mit an Bord sind unter anderem Skug, The Message, fm5, Der Bagger, Datum und dérive, um 19:30 diskutieren die üblichen Verdächtigen die postulierte “Schieflage Freier Medien in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a>”. Am Podium: Andi Klinger (Ex-Resident), Niko Alm (the gap), Michael Fleischhacker (Die Presse), Peter Fuchs (Freies <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plakat/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plakat">Plakat</a>), ein Vertreter der SPÖ und Moderatorin Karin Resetarits. Ab 21:30 geigen dann Petsch Moser unplugged sowie ein Surprise Act auf, ab der Geisterstunde weichen die Instrumente den Turntables, bedient von Makeedo, Se.Vero, Intoxicated und fry, die ein weites Spektrum von Funk über Dubstep bis Breaks präsentieren werden.</p>
<p>Der österreichische Medienverband hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die sogenannten “freie” Medienszene zu fördern. Allein dieser Begriff sorgt allerdings für Verwirrung: wann ist ein Magazin “frei”? Wenn es rein von Förderungen lebt und keine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> enthält? Wenn der Chefredakteur gratis zuhause bei der Mutter wohnt? Wenn es in der U-Bahn umsonst verteilt wird? Wenn alle Layouter den Freimaurern angehören? Wenn der Großteil der Redaktion Publizistik studiert? Wenn das Heft kein Geld einbringt? Martin hat dazu eine eindeutige Meinung:</p>
<blockquote><p>“Österreichs freie Medien sind unabhängig, gesellschaftlich relevant, arbeiten höchst professionell und vor allem politisch unabhängig”, so Aschauer. “Medienvielfalt braucht individuelle Förderungsmaßnahmen, die sowohl finanziell als auch ideell erfolgen. Eine Anlaufstelle für junge, aufstrebende Medien muss geschaffen werden. Information über Förderstellen und Förderanträge, Abrechnung und Rechtsberatung muss leicht zugänglich werden, tragende Strukturen, Softwarelizenzen und auch Rechtsschutz müssen finanziell abgesichert werden”, so Vizepräsidentin Birgit Pestal über die Ziele des Österreichischen Medienverbands. Freie Medien sind weit mehr als nur die Ausbildungsstätten der Journalisten der Zukunft. Sie seien, so Aschauer “Garant des medienkulturellen Pluralismus in Österreich und sollten in einer funktionierenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> erkannt und wertgeschätzt werden.”</p></blockquote>
<p>In der Tat spielen in einem so kleinen Land wie Österreich, dessen Economies of Scale für blühende Medienpluralität wahrlich nicht geschaffen sind, freie Medien eine beträchtliche Rolle. Trotzdem bin ich strikt gegen ein Fördersystem nach dem Gießkannenprinzip — eine gemeinsame Infrastruktur zu schaffen den infrastrukturellen, juristischen und informations-technischen Nachteil auszugleichen, sollte allerdings in der Tat Ziel einer nachhaltigen Medienpolitik sein: denn eine sinnvoll angelegte strukturelle Förderung schafft Synergien, von denen letztendlich alle nur profitieren können. Mehr dazu auf der Homepage des <a href="http://www.medienverband.at/" class="liexternal">Österreichischen Medienverbands</a>.</p>
<p><strong>Ort:</strong> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fluc/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with fluc">FLUC</a> Wanne am Praterstern<br />
<strong>Eintritt:</strong> freie Spende</p>
<p>[wp_geo_map]</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Warum digitale Kultur keine Geburtsstätte hat</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Nov 2008 12:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meral lädt zur Eröffnung der Installation Wie(n)Web2.0: zwei Bildschirme aggregieren Dokumentationen zu realen Events. Klingt komplizierter, als es ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/11/wienweb2-1227875779.jpg" alt="wienweb2 1227875779 Warum digitale Kultur keine Geburtsstätte hat" title="wienweb2" width="200" height="96" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Anfang Dezember überbrückt die Eröffnungsfeier zum Wie(n)Web2.0 die Wartezeit bis zum nächsten Digitalk im Jänner. Ab 10. Dezember aggregiert das <em>Ding aus einer selben Welt</em> (Wir schicken Russell Crowe da rein!) ein ganzes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/portfolio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Portfolio">Portfolio</a> von Wiener Web 2.0 Initiativen. Der bunte Web-Spartenkanal dokumentiert vollautomatisch Barcamps, Webmontage, Webpläusche, Digitalks, Bloegger-Treffen und die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/accessibility/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Accessibility">Accessibility</a> Stammtische. Die Mission ist dabei klar definiert: </p>
<blockquote><p>Ziel ist es, den Initiativen im Web 2.0 Umfeld, die weder Verein noch Institution sind, ein Sprachrohr zu geben und ihre Anliegen und ihr Dasein einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren bzw. zugänglich zu machen.</p></blockquote>
<p>Breit bezieht sich in diesem Fall rein auf quantitative Aspekte. Die technische Realisierung erinnert durchwegs an Yahoo Pipes:</p>
<blockquote><p>Mit Hilfe von RSS-Feeds wird ein Strom an Eindrücken der in Wien stattfindende Veranstaltungen erzeugt. Dazu werden die Schlagworte, im Web2.0 Jargon “Tags” (engl. für Kennzeichnung), die auf die Veranstaltungen zutreffen auf den Services wie flickR, youtube etc. und die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogosphaere/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogosphäre">Blogosphäre</a> gesucht und zu einer sich immer wieder erneuernden Präsentation des Web-Lebens in Wien zusammengefügt.</p></blockquote>
<p>Und wie wir wissen, bietet die automatische Portfolio-Generation bekanntlich ganz neue Diskursanknüpfungspunkte — wir schicken Crowe da wirklich rein:</p>
<blockquote><p>Die Installation selbst ist nicht interaktiv. Wer mit in den Datenstrom kommen will, muss die Veranstaltungen besuchen, darüber berichten, zumindest aber die gleichen Bezeichnungen (Tags) verwenden, die die Installation speisen.</p></blockquote>
<p>Der Umkehrschluss, dass jeder, der nicht “in den Datenstrom kommen möchte”, allen aggregierten Veranstaltung fern bleiben muss, ist durchwegs zulässig, trotzdem muss niemand Angst vorm Big Brother Award haben: Geeks lieben Selbstdarstellung. Ein beträchtlicher Teil des Ankündigungstextes ist allerdings <strike>Realsatire</strike> etwas unglücklich gewählt, zumindest mir ist neu, dass “die digitale <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a>” erst mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Bau des MQ begann:</p>
<blockquote><p>Zu diesem Zweck wird die Wandinstallation “WienWeb2.0″ entwickelt und für diese als Raum MQ / quartier21 gewählt, da hier die Geburtsstätte und das Zentrum der digitalen Medien und digitale Kultur liegen.</p></blockquote>
<p>Denn erstens weiß jeder, dass die Geburtsstätte der digitalen Medien in der Brünnerstrasse 34 bei Herrn Hausmeister Vyslozil im Schlafzimmer liegt (dort wurde 1996 das erste Stück Web 2.0 gefunden), und zweitens ist sowieso alles dezentral-gecloudet, also wozu eigentlich ein Zentrum? Schließlich ist das Web 2.0 quasi ein in sich geschlossenes Universum, welches sich zusammenzieht — und damit möglicherweise irgendwann im absoluten Nullpunkt in sich selbst kollabiert. Oder Vielleicht doch im Quartier21. Aber dass digitale Vernetzung außerhalb des Rechners stattfindet, habe ich definitiv noch nie erlebt. Die Leute dort kommen ja immer voll analog daher, mit Körper und so. Andererseits haben uns diverse Partnerbörsen beigebracht, dass sich Beziehungsanbahnung ganz gut irrationalisieren lässt:</p>
<blockquote><p>Wie(n)Web2.0 will zeigen, dass digitale Vernetzung nicht nur am Rechner stattfindet. Gerade in Österreich und speziell in Wien, gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, bei der sich virtuelle Gemeinschaften in reale Treffen verwandeln. Digitalks, BarCamps, Webmontage und Webpläusche sind Beispiele einer Diskurskultur, die sich aus einer virtuellen Realität in eine reale Virtualität verwandeln. Denn bei den Veranstaltungen wird dann wieder für das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> dokumentiert, fotografiert und berichtet, dass die Tastaturen nur so krachen. Damit wird greifbar, was es mit dem User Generated Content auf sich hat.</p></blockquote>
<p>Wie(n)Web2.0 will mit zwei Bildschirmen diesen “geschlossenen Kreislauf durchbrechen”. Ich bin mir nicht sicher, ob die Aktion damit nahtlos an die Musealisierung des Trivialen anschließt, die im 20. Jahrhundert sozusagen den Diskurswert der modernen Kunst saniert hat, oder ob die Parallelgesellschaft “richtiges Leben” durch dünnwandige LCDs effektiver ins Netz gesogen werden kann. Spannend finde ich jedenfalls die Idee einer Bottom-Up-Initiativen-Aggregation. Schade, dass die Installation nicht interaktiv ist: ich wär für ein “Social Voting”, der Sieger darf eine Woche lang im Zentrum der Netz– und Medienkultur wohnen und schlafen: und zwar im gemeinsamen Doppelbett mit Russell Crowe. Two Thumbs Up — wir sehen uns am 10. Dezember im MuQa.</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>digital.leben bei der Langen Nacht der Forschung</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 05:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 8. November 2008; 18:30 bis 20:00. ] Am kommenden Samstag findet in mehreren österreichischen Bundeshauptstädten die Lange Nacht der Forschung statt. Ö1 ist mit einem digital.leben Gespräch zum Thema Überwachung vertreten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">8. November 2008</td></tr><tr><td class="ec3_start">18:30</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">20:00</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/11/digitalleben-1225920853.jpg" alt="digitalleben 1225920853 digital.leben bei der Langen Nacht der Forschung " title="digitalleben" width="250" height="188" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" />Die <strong>Langen Nacht der Forschung</strong> am kommenden Wochenende bietet the full scientific Monty: von verrückten Professoren bis hin zu hochseriösen Wissenschaftlern, von gegenwärtiger bis zu historischer Forschung. Einmal im Jahr öffnen die Labore und geheimen Forschungsstationen in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/graz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Graz">Graz</a>, Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg, Wien und Wiener Neustadt ihr Pforten, um den “kleinen Mann” (ich finde, dieser Ausdruck sollte endlich auch außerhalb der Wahl-Propaganda Zeit eingesetzt werden) im Reagenzglas umrühren zu lassen. Neben Weltpremieren, Auto-Gewinnspielen und frischen Forschungsergebnissen ist auch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> mit einem brisanten Thema vertreten: Franz Zeller (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/digitalleben/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with digital.leben">Digital.Leben</a>) spricht mit Erich Möchel (Privacy International) und Alexander Schatten (TU-Wien) über sichtbare und unsichtbare <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ueberwachung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Überwachung">Überwachung</a>:</p>
<blockquote><p>17 Millionen Euro lässt sich der österreichische Staat allein die Telefonüberwachung seiner Bürger jährlich kosten. Was bedeutet es für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a>, wenn für den Bürger nicht mehr die Unschuldsvermutung gilt, sondern jeder Mensch als potentieller Verbrecher betrachtet wird?</p></blockquote>
<p>Das Gespräch findet im Rahmen der <a href="http://www.langenachtderforschung.at/" class="liexternal">Langen Nacht der Wissenschaft</a> in der Akademie der Wissenschaften (Wollzeile 27a, 1010 Wien) um 18:30 statt.</p>
<h3 id="toc-digital-leben-podcast">Digital.Leben <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/podcast/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Podcast">Podcast</a></h3>
<p>Digital.Leben läuft von Montag bis Donnerstag um 16:55 Uhr auf Ö1, die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sendung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sendung">Sendung</a> ist auch als frei zugänglicher <a href="http://oe1.orf.at/podcast/#Wissenschaft" rel="nofollow" class="liexternal">Podcast</a> [<a href="http://static.orf.at/podcast/oe1/oe1_digitalleben.xml" rel="nofollow" class="liexternal">XML-Url</a> | <a href="http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=289702222" class="liexternal">iTunes URL</a>] verfügbar.</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Dieses Wochenende: Elevate Festival in Graz</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-11/dieses-wochenende-elevate-festival-in-graz/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Nov 2008 06:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 5. November 2008 bis 9. November 2008. ] Beim Elevate Festival stehen in diesem Jahr die Creative Commons im Fokus - und selbstverständlich gibt es wie gewohnt ein hochkarätiges Musikprogramm von Senor Coconut bis DJ Spooky.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">5. November 2008</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">9. November 2008</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/illu-elevate-1222096060.jpg" alt="illu elevate 1222096060 Dieses Wochenende: Elevate Festival in Graz" title="illu-elevate" width="250" height="65" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Der Vorfreude-Pegel steigt, denn am Mittwoch beginnt das <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-09/elevate-08-commons-soweit-das-auge-blickt/" class="liinternal">Elevate Festival</a> in und rund um den Grazer Schlossberg. Mein Festivalpass traf am Wochenende via Mail ein, ein beträchtlicher Teil des Programms ist allerdings völlig gratis zugänglich: das passt thematisch ganz hervorragend, denn im Fokus der Workshops und Diskussion steht in diesem Jahr das Thema “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/creative-commons/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Creative Commons">Creative Commons</a>”. Dazu haben die Veranstalter ein umfangreiches <a href="http://www.elevate.at/commons2008.html" class="liexternal">Tagesprogramm</a> konzipiert, der Eintritt zu <a href="http://www.elevate.at/programm_commons_2008.html" class="liexternal">allen Veranstaltungen</a> ist frei.</p>
<p>Ich habe die Ehre und das Vergnügen, am Freitag um 12:00 Uhr das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/workshop/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Workshop">Workshop</a>–Meeting-Hybrid <a href="http://www.elevate.at/workshop_collecting_societies.html" class="liexternal">Creative Commons and Collecting Societies</a> zu moderieren. Paul Keller musste aus gesundheitlichen Gründen leider absagen, unsere illustre Runde besteht aus Rainer Praschak, Chrisan Schwanz aka CEE, Christoph Kummerer, Bernhard Hansbauer und meiner Wenigkeit. Zentraler Fokus ist “Konfliktmanagement” zwischen CC und GEMA/AKM/AUME:</p>
<blockquote><p>Bei Verwertungsgesellschaften und Creative Commons handelt es sich im ersten Anschein um zwei sich widersprechende Modelle zum Schutz von geschaffenen (musikalischen) Werken.<br />
Rechtliche Problematiken, technische Aspekte sowie eine beiderseitige nicht immer klar gelebte Praxis der eigenen Regeln und Richtlinien scheinen ein gemeinsames Entwickeln von Lösungsansätzen zu erschweren.<br />
Für viele Musiker sind jedoch in beiden Modellen Aspekte vorhanden, die ihren Bedürfnissen und denen ihrer Hörer, Käufer und Fans entsprechen.<br />
In diesem Meeting sollen nun mögliche Wege erschlossen werden, um eine Verbindung beider Formen in näherer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> möglich zu machen.</p></blockquote>
<p>Es gibt noch ein paar Plätze für Interessierte, die Teilnehmerzahl für die 90minütigen Veranstaltung ist allerdings limitiert. Wer Interesse hat, kann sich <a href="http://www.elevate.at/workshop_collecting_societies.html" class="liexternal">hier</a> via Mail anmelden.</p>
<h2 id="toc-durch-den-musikalischen-teil-des-abends-fhren">Durch den musikalischen Teil des Abends führen…</h2>
<div style="float:left;margin-right:15px;margin-top:5px;border:1px solid gray;width:250px"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/11/coconut-1225639641.jpg" alt="coconut 1225639641 Dieses Wochenende: Elevate Festival in Graz" title="Senor Coconut" width="250" height="375" />
<div style="padding:3px;background-color:#bbbbbb" align="center"><small>Senor Coconut</small></div>
</div>
<p>Der Falter präsentiert die <a href="http://www.elevate.at/mi05nov2008.html" class="liexternal">mittwöchliche Eröffnung</a>, bei der Silke Helfrich vom Commonsblog und Percy Schmeiser, alternativer Nobelpreisträger 2007, ins Thema einführen werden. Ab 21:30 beschallen Felix Kubin, die Fuck Buttons, Clara Moto, Mimu und Attention, Cosmonauts! den musikalischen Part des Abends. Der Donnerstag, präsentiert von der Kleinen Zeitung, beginnt mit einer Podiumsdiskussion zum Thema “Commons of the Mind”, u.a. mit Ronaldo Lemos, Kaitlin Thaney und Paul D. Miller aka DJ Spooky, der dann im Anschluss gemeinsam mit EmeeGrant den Dom beschallen wird. <strong>Alle Veranstaltungen am Mittwoch und Donnerstag sind frei zugänglich, der Festivalpasse für Freitag und Samstag kostet äußerst freundliche 34€ — dafür gibt’s ein Mörder-Line-Up auf drei Floors!</strong></p>
<p>Freunde gerade noch hörbarer Bassfrequenzen freuen sich über den <a href="http://www.elevate.at/fr07nov2008.html" class="liexternal">freitäglichen</a> Auftritt von The Bug feat. Warrior Queen und MC Flowdan, in den Uhrturmkasematten geht’s mit Scorn, Pre, MoHa! und anderen psychedelisch-noisig zur Sache. Mein persönliches Highlight folgt am <a href="http://www.elevate.at/sa08nov2008.html" class="liexternal">Samstag</a>: Herr Atom tm aka Atom Heard aka Senor Coconut aka 10.000 andere Pseudonyme head-lined meine Lieblingslocation, den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dom-im-berg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dom im Berg">Dom im Berg</a>, in den Kasematten werden sich die Break-Corer Mühe geben, den Schlossberg zum Einsturz zu bringen (aber keine Sorge, das wird nicht gelingen.) Den genauen Timetable sowie alle Artist-Bios findet man <a href="http://www.elevate.at/music2008.html" class="liexternal">hier</a>.</p>
<p>[wp_geo_map]</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Online-Journalismus: Alte Systeme perpetuieren?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-10/online-journalismus-alte-systeme-perpetuieren/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Oct 2008 15:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stefan Niggemeier hielt kürzlich eine Vortrag über den Verfall journalistischer Kernwerte im Internet. Seine Beobachtungen sind durchwegs richtig, aber in punkto Demokratiedefizit zieht er die völlig falschen Schlussforderungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/medienjournalist-1224531888.jpg" alt="medienjournalist 1224531888 Online Journalismus: Alte Systeme perpetuieren?" title="medienjournalist" width="250" height="50" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Mal Lust auf einen richtig langen Text im Netz? Und nicht eingescannt? Dann statten Sie Stefan Niggemeier einen <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/schlechter-online/" class="liexternal">Besuch</a> ab: der deutsche Medienjournalist (Medienjournalist: eigentlich ein sehr cooles Wort. Wirkt auf den ersten Blick wie ein Hendiadyoin, ist aber in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Fall keines) hat auf der DJV-Konferenz “Besser online” einen Vortrag zum Status Quo des Online <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/journalismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Journalismus">Journalismus</a> gehalten, der in all seiner Brillanz vor allem eines zeigt: man kann Parameter eines untergehenden System keineswegs an ein neues anlegen und dann jammern, dass alles schlechter geworden sei. Damit fällt man nämlich unweigerlich — trotz bestem Korrektorat, lauteren Absichten und handwerklichen Können — unweigerlich in die kulturpessimistische Grube. Kant hatte auf eine abstruse Art und Weise schon recht: es sind immer wieder die kategorialen Fehler… </p>
<p>Der Vortrag beginnt mit der Invokation einer These, der schwerlich zu widersprechen ist:</p>
<blockquote><p>Es ist aber eine These, oder genauer: eine Befürchtung, die zentral und fundamental ist. Die über die gegenwärtige Befindlichkeit des Online-Journalismus hinausblickt in die Zukunft. Es ist ein Satz, der vielleicht auch erklärt, warum ich mich immer wieder so verbeißen kann in die Negativbeispiele, die ich auf den Internetseiten deutscher Medien finde – was ich sicher für manche mit etwas beunruhigender masochistischer Leidenschaft tue. Die These lautet:</p>
<p><em>Die Verlage und Sender probieren im Internet gerade aus, ob es nicht auch mit weniger Journalismus geht.</em></p></blockquote>
<p>Das klingt noch verhältnismäßig untendenziös, aber schon wenige Absätze weiter erfährt der Leser um die wirkliche Dramatik, oder besser Dramaturgie:</p>
<blockquote><p>Journalismus bedeutet, die Wahrheit aufschreiben. Wenn ein Autohersteller bei der Produktion so viel Kosten einspart, dass das Ding nicht mehr fährt, verliert es für den Käufer die Funktion eines Autos. Ein Online-Medium kann nicht sagen: „Okay, diese Information ist zwar nicht ganz richtig, sondern nur eine abgeschriebene PR-Mitteilung oder ein ungeprüft weiterverbreitetes Gerücht. Aber wir haben halt nicht den Etat zum Überprüfen oder Selbstrecherchieren.”</p>
<p>Journalismus, der nicht mehr die Wahrheit berichtet, ist kein Journalismus. Und das Schlimme ist, dass der Kunde es, im Gegensatz zum nicht fahrenden Auto, nicht einmal zwangsläufig merkt, was ihm da angedreht wurde. (Mal abgesehen davon, dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> zur Not noch ohne Autos funktioniert, aber nicht ohne Journalismus.)</p></blockquote>
<p>Ich spare mir weitere Zitate, weil dieses symptomatisch ist für die Stoßrichtung des Vortrags: im Internet sind Tippfehler scheinbar egal, PR-Mitteilungen werden ungeprüft als redaktioneller Content verkauft… unsere Kernwerte verschwimmen in einer bösen liberalen Ökonomie, statt bestens ausgebildeter Journos hämmern in den Online-Redaktionen nur mehr Praktikanten ihren Müll in die Tastaturen.</p>
<p>Das bringt unangenehme Gerüche aus der Kindheit in die Erinnerung, genauer gesagt, jenen Teil der Vorlesungen in meinem Publizistik-Studium, den jeder Anfänger absolvieren musste: Printmedien, Journalisten als vierte Kraft, Korrektiv der Politik und so. Diese Wahrheitsfindung mittels Methodenkoffer war mir schon damals sehr suspekt, und daran hat sich nix verändert: was sich aber verändert hat, ist die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/relevanz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Relevanz">Relevanz</a> der Institution Journalismus in ihrer Gesamtheit. In der alten Welt, in der die Distributionskanäle abgesehen von Leserbriefseiten nur one-way funktionierten, musste man wohl oder übel mit impertinenten “Gatekeepern” leben, aber das Internet hat diese Notwendigkeit annulliert.</p>
<p>Zweifellos ist eine Erregung über die Sorglosigkeit, mit der vorgebliche Medienprofis Regeln ihres Handwerks missachten, zutreffend. Aber die Schlussfolgerungen sind weit überzogen:</p>
<blockquote><p>Die Gefahr, wenn die Medien im Internet als Reaktion auf die noch geringen Einnahmemöglichkeiten die journalistischen Standards senken, ist, dass das Publikum sich daran gewöhnen könnte. Das wäre ein Traum für “RP Online” […]. Aber es wäre ein Alptraum für die Gesellschaft – und den Journalismus.</p></blockquote>
<p>Da springen andere in die Bresche. Viele <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a> — darunter ja auch der Autor des kritisierten Artikels — machen sich mit ihren <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a>–Beiträgen mehr Mühe als der durchschnittliche Vollzeit-Feuilletonist. Ein Alptraum für den Journalismus: ja, aber nicht für die Gesellschaft. Dass nicht jeder Bürger investigativer Hobby-Schreiber wird, ist ebenso klar, wie dass ökonomische und andere Interessen ganz schnell zu einer Akkumulierung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> führen, dass sich im neuen Medium neue some-to-many Topologien bilden — schon klar. Aber die Tatsache, dass das Internet Meinungsmanipulationen deutlicher hervortreten lässt als dies Fernsehen oder Print je könnten, und der Umstand, dass selbst der letzte Bergbauer mit UMTS-Karte irgendwann kapieren *muss*, dass es keine Wahrheit gibt, sondern nur eine Multitude von Standpunkten, entschädigen für 1 Million Paris Hilton News auf der Startseite der Frankfurter Nachrichten und eine ganze Armee von Tippfehlern mit dazu. Journalismus war ein notwendiges Meinungsmonopol, eine Zuspitzung der Agora, wenn wir schon von Politik reden. Journalisten werden langsam überflüssig, weil Media Literacy eben nicht mehr die Kompetenz einer auserwählten Gruppe bleibt!</p>
<p>Auf mittelfristige Sicht muss diese Situation Auswirkungen auf die Gestaltung der Demokratie haben, die viel weiter reichen als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahlen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahlen">Wahlen</a> im 3–6 Jahresabstand. Wandel. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass dies alles noch brandneu ist: wir  Dass (wirtschafts)politische Entscheidungen zu einem hohen Teil übrigens längst nicht mehr über staatlich kontrollierte Kanäle geschehen, ist Symptom eines Systems im werden erst Spielregeln und Messlatten entwerfen und erproben müssen. Die Parameter eines historischen Mediensystems heran zu ziehen, muss notwendigerweise zu einer negativen Beurteilung des Status Quo führen.</p>
<p>PS: Zum Abschluss möchte ich noch gerne mit einem Gegenbeispiel aufwarten in punkto On– und Offline: man nehme die österreichische, selbsternannte “Qualitätszeitung” Der Standard. Da drin gibt’s mehr Rechtschreibfehler als im durchschnittlichen Volksschüler-Blog, die Menge an ungeprüft abgedruckten APA-Meldungen übersteigt subjektiv “redaktionelle” Inhalte bei weitem (aber ich hab die Quadratzentimeter nicht abgemessen, ich bin kein Inhaltsanalytiker). Dagegen recherchiert Perez Hilton geradezu lehrbuchhaft.</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Wahltotal.at: Direktdemokratie auch nach dem Urnengang</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 06:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wahltotal.at, eine Plattform zum direkten Austausch zwischen Politikern und erwählern, erwies sich inder Wahlkampfzeit als voller Erfolg. Nun soll es mit regelmäßigen Video-Kolumnen weitergehen, denn neue Politik brauche neue Kommunikationsformen, so Markus Kienast im Interview.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/wtlogo-1224079557.jpg" alt="wtlogo 1224079557 Wahltotal.at: Direktdemokratie auch nach dem Urnengang" title="wtlogo" width="250" height="66" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Frustriert sind viele, die Strategien des Umgangs mit der Angefressenheit auf “die da oben” unterscheiden sich indes gravierend: der eine wählt gar nicht, der zweite rechts und der dritte gründet eine Online-Videoplattform, auf der Wähler Videofragen an einzelne Parteien und/oder Kandidaten richten können. Der Launch der Plattform in der heißen Wahl<strike>schlacht</strike>kampf-Zeit half natürlich immens, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a> zu Antworten zu animieren, wie die beachtlich vielen Clips auf <a href="http://www.wahltotal.at" class="liexternal">Wahltotal.at</a> zeigen. Nach <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Urnengang soll nicht Schluss sein mit dieser Form der direkten Demokratie — die Betreiber wollen die Seite weiter ausbauen und verschiedene Politiker und Vertreter aus den Bereichen Gesellschaft, Kunst und Kultur zu regelmäßigen Video-Kolumnisten machen.</p>
<p>Auch ich habe als fallweise über politischen Themen reflektierender <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a> die Ehre und das Vergnügen, neben so schillernden Figuren wie Alf Poier und Thomas Schäfer-Elmayer eine unregelmäßige <a href="http://www.wahltotal.at/questions?user_id=61" class="liexternal">Video-Kolumne</a> auf Wahltotal zu bespielen.</p>
<p>Mit Markus Kienast, einem der Konzeptionisten und Betreiber von <a href="http://www.wahltotal.at" class="liexternal">Wahltotal.at</a>, habe ich ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> über die bisherige Story hinter der Seite und weitere Zukunftspläne geführt — es handelt sich quasi um die Fortsetzung meiner Serie über <strong><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahlkampf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahlkampf">Wahlkampf</a> abseits des ORF</strong>, die mit einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-10/wahlkampf-abseits-des-orf-interview-mit-alexandra-damms-von-atv/" class="liinternal">Interview mit Alexandra Damms (ATV)</a> begann.</p>
<h2 id="toc-interview-neue-politik-braucht-neue-kommunikationsformen">Interview: “Neue Politik braucht neue Kommunikationsformen”</h2>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">datenschmutz: </span>Wie ist die Idee zu Wahltotal.at entstanden und was sind die Intentionen hinter der Seite?</p>
<div style="float:right;margin-top:5px;margin-left:9px;border:1px solid gray;width:200px;" align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/wahltotalbild-1224079593.jpg" alt="wahltotalbild 1224079593 Wahltotal.at: Direktdemokratie auch nach dem Urnengang" title="wahltotalbild" width="200" height="300" /><br /><small>Markus Kienast</small></div>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">Markus Kienast: </span>Die Politik scheint seit geraumer Zeit festgefahren zu sein. Nichts bewegt sich mehr. Schwarz-Blau kann als Versuch gewertet werden, aus diesem “Dead-Lock” auszubrechen. Die Strukturen aufgebrochen hat das aber nur insofern, als SPÖ und ÖVP seitdem auch zu den Kleinparteien zählen.<br />
Dass also unabhängig von der Besetzung einer Regierung doch alles beim Alten bleibt, hat wohl eine systemische Ursache. Neue Politik braucht neue Kommunikationsformen. Das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a> hat eben keinen Rückkanal. Laut der Wissenschaft von der Funktion komplexer Systeme, der Kybernetik, ist die ständige Rückkopplung, ein Feedback-Loop, aber für ein überlebensfähiges System unerlässlich.<br />
Eine Wahl alle 5 Jahre als Feedback-Loop ist aber einfach zu wenig. Die Politik kann so vom Volk nicht ausreichend gesteuert werden und fährt gegen die Wand, auch wenn alle diese kommen sehen. Mich erinnert das ein wenig an die berühmten 5-Jahres-Pläne der UdSSR.<br />
Aus der Grundmotivation heraus, den Bürgern eine Möglichkeit zu geben, die Politik auch nach der Wahl noch beeinflussen zu können, ist <a href="www.wahltotal.at" class="liinternal">www.wahltotal.at</a> entstanden. Unsere Plattform darf gerne als Reaktion auf den Stillstand in der Politik gewertet werden.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>War es schwierig, Politiker zum Antworten zu motivieren, oder hat sich nach den ersten Antworten eine gewisse “Eigendynamik” entwickelt?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Die ersten Antworten zu bekommen war eigentlich verblüffend einfach. Die SPÖ ist da vorgeprescht.<br />
Die Grünen und verblüffenderweise die ÖVP haben dann aber schnell die SPÖ überholt und nutzen derzeit unsere Plattform am effektivsten. Die haben schnell kapiert, dass ihre Videos bei uns öfter gesehen werden als auf Youtube. Für Interessierte in dieser Sparte sind wir einfach die Anlaufstelle Nummer eins. Wir haben gerade erst angefangen und das praktisch mitten in der Wahl und ohne große Werbung. Trotzdem konnten wir bei weitem mehr face-to-face Sendeminuten ausliefern als die Youtube-Aktivitäten aller Parteien zusammen.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie schätzen Sie persönlich den Einfluss der Plattform auf die Meinungsbildung der Wähler ein?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Wir bekommen von unseren Nutzern immer wieder kommuniziert, dass unser Angebot großen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung hat. Das liegt ihren Aussagen zu Folge vor allem am persönlichen Kontakt zu den Kandidaten. Wer sich die Zeit nimmt, auf eine Frage wirklich einzugehen und seinen Standpunkt nachvollziehbar darzulegen, dessen Meinung schenkt man leichter sein Vertrauen.<br />
Die Qualität dieses Kontakts ist gleichzustellen mit einem persönlichen Gespräch nach einem Wahlkampfauftritt, nur dass dieser Dialog auf wahltotal.at außerdem noch von einer Vielzahl anderer<br />
nachvollziehbar ist, was einen nicht unerheblichen Seiteneffekt mit sich bringt.<br />
Durch die Menge an Fragen zu verschiedensten Themen auf wahltotal.at können sich die Wähler auch dann noch ein recht genaues Bild von den Persönlichkeiten machen, denen sie da ihre Stimme zu geben<br />
gedenken, wenn sie persönlich gar keine Frage hochladen.<br />
Wenn Sie mich also fragen, was mehr Wähler beeinflusst, ein Gespräch auf einer Wahlkampfveranstaltung oder auf wahltotal.at, dann ist die Zeit ganz klar besser auf wahltotal.at investiert.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie sind Sie mit der bisherigen Entwicklung der Plattform zufrieden?</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/wtposter-1224079693.jpg" alt="wtposter 1224079693 Wahltotal.at: Direktdemokratie auch nach dem Urnengang" title="wtposter" width="300" height="212" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Im Vergleich zu den Initiativen von ATV und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/puls4/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with puls4">puls4</a> stehen wir ausgesprochen gut da. Bei uns haben mehr User ihre Clips hochgeladen und es wurden auch um ein Vielfaches mehr Fragen beantwortet. Bedenkt man, welche Mittel uns im Vergleich zu ATV und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/puls4/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with puls4">puls4</a> zur Verfügung standen, kann man wohl nur von einem vollen Erfolg sprechen.<br />
Aber ich möchte unsere Initiative nicht zu sehr mit ATV und puls4 vergleichen, weil deren Format eigentlich ein ganz anderes ist. Während deren Aktivitäten in einem Konvergenz-Event im Fernsehen endeten, ist unsere Plattform auf stetigen Dialog ausgerichtet. Es wurden bei uns laufend Fragen beantwortet und das wird sich auch jetzt nach der Wahl nicht ändern.<br />
Wir sind sehr stolz darauf, was wir erreicht haben, ganz besonders auch deshalb, weil wir von der Idee bis zum Launch nur drei Wochen gebraucht haben.<br />
Die Resonanz unserer Politiker ist auch sehr zufriedenstellend. Es wird uns auch von ihrer Seite immer wieder die Frage gestellt, ob es eh nach der Wahl noch weiter geht.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie beurteilen Sie die Wahlberichterstattung von puls4 und ATV im Vergleich zum ORF? Beide Privatsender bieten ja ebenfalls über das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> die Möglichkeit an, direkt Fragen zu stellen.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Ich finde es gut, wenn sich unsere Spitzenpolitiker nun auch auf puls4 und ATV streiten. Die Formate divergieren glücklicherweise ein wenig, sonst wär’s dann doch etwas langweilig. User-Fragen in eine solche Runde einfließen zu lassen ist löblich, aber leider auch nur eine halbe Sache, für puls4 und ATV mehr ein Marketing-Gag.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie geht es mit der Plattform nun nach der Wahl weiter? Eigentlich wäre eine solche Form des dokumentierten, direkten Austausches ja auch in Nicht-Wahl-Zeiten äußerst interessant.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Natürlich wird wahltotal.at nach der Wahl weiter bestehen. Mehr noch, es wird wachsen, sich verbreitern und in die Tiefe gehen. Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an den neuen Features für den Permanent-Modus, der in Zukunft vielleicht unter einem anderen Namen firmieren wird. Es wird verbesserte Interaktionsmöglichkeiten und Community-Features geben. Aber auch was den Content anbelangt, werden wir das Angebot verbreitern.</p>
<p>Auf wahltotal.at werden dann weiter die jeweils aktuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahlen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahlen">Wahlen</a> behandelt und das Feedback der Bürger nach der Wahl eingesammelt. Die nächsten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahlen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahlen">Wahlen</a>, die wir im Auge haben, sind die anstehenden<br />
Landtagswahlen 2009 in Kärnten und Salzburg, sowie die Europawahlen.<br />
Grundzüge unseres neuen “Programms” für den Permanent-Modus sind jetzt schon auf wahltotal.at zu sehen. Das wären Stimmen von Künstlern und der Prominenz und Stimmen aus der Blogger-Szene zur politischen Lage der Nation. Der <a href="http://www.wahltotal.at/questions/193" class="liexternal">erste Beitrag aus der Blogger-Szene</a> stammt ja von Ihnen, Herr Pettauer, was uns sehr freut.<br />
Außerdem werden Politiker in Zukunft vermehrt über ihre aktuellen Initiativen berichten und zum Diskurs über ihre Ideen und Vorhaben aufrufen.<br />
Die ersten Politiker nutzen diese Möglichkeit bereits. Von der Prominenz konnten wir als erste Herrn Thomas Schäfer-Elmayer und Herrn Alf Poier für einen Kommentar gewinnen. Weitere Kabarettisten haben<br />
bereits Interesse bekundet.<br />
Wie eingangs schon erwähnt, unsere Plattform ist konzipiert für den permanenten Austausch zwischen Bürgern und Politik. Um die anstehenden Probleme zu bewältigen, muss die Politik beginnen, die Intelligenz der Masse anzuzapfen, sonst werden wir kläglich untergehen.<br />
Die Lösungsansätze aus der Politik selbst kommen einfach zu spät und passen dann gar nicht mehr zu den Problemen. Damit “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/echtzeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Echtzeit">Echtzeit</a>” in der Politik möglich wird, braucht es fortwährende und vor allem auch verzögerungsfreie Rückkanäle wie wahltotal.at.<br />
Wir wollen Bürgern und Politik helfen sich kurzzuschließen, Ideen auszutauschen und zu bewerten. Es ist unser ureigenes Interesse, zu helfen, den politischen Prozess so effektiv wie möglich zu gestalten. Wer auch immer das Feedback und die Ideen auf unserer Plattform ernst nimmt, wird die nächste Wahl gewinnen.<br />
Es wird also auf alle Fälle spannend bleiben auf <a href="http://www.wahltotal.at" class="liexternal">www.wahltotal.at</a>.</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong><br />
Foto: Weihbold, OÖ. Nachrichten</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Endorsement / Wahlempfehlung: Wen oder was morgen wählen? Und wozu?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-09/endorsement-wahlempfehlung-wen-oder-was-morgen-waehlen-und-wozu/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 17:54:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[datenschmutz bricht mit der Tradition österreichischer Medien, keine Wahlempfehlung abzugeben. Aber schließlich handelt es sich ja auch um ein Weblog und nicht um ein Medium :-)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/kleinermann-1222538039.jpg" alt="kleinermann 1222538039 Endorsement / Wahlempfehlung: Wen oder was morgen wählen? Und wozu?" title="kleinermann" width="250" height="174" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Es ist eine Nationalratswahl, die außer den beiden derzeitigen Koalitionsparteien ÖVP und SPÖ eigentlich nicht einmal die Opposition wollte, nimmt man die Aussage, dass die Regierung “lieber hätte arbeiten sollen anstatt zu streiten” ernst. Noch-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer, der neuerdings seine Leserbriefe lieber an den Falter als an die Kronenzeitung schickt, hielt den Kampf gegen den Partner ÖVP *und* die eigene Fraktion natürlich nicht auf Dauer durch, am morgigen Wahlsonntag sollen die Karten neu gemischt werden. Mediale Wahlempfehlungen sind in Österreich nicht üblich, daher werde ich, um dieses Defizit zumindest in der Blogosphäre, ein wenig auszugleichen.</p>
<p>Denn die Anonymität des Wahlrechts ist eine wichtige demokratische Einrichtung — allerdings handelt sich dabei um ein Recht, nicht um eine Pflicht. Als in Österreich ansässiger und hier Steuern bezahlender Jungunternehmer habe ich klare Interessen an die Entwicklung der Wirtschafts-, Sozial– und Bildungspolitik, und die sehe ich am besten von einer Kleinpartei vertreten, die vermutlich noch nicht einmal in den Nationalrat einziehen wird — aber alles der Reihe nach. Es handelt sich um die Wahl der Superlative: 6,33 Millionen Wahlberechtigte (soviele waren es in der Geschichte der 2. Republik noch nie), 10 Fraktionen am Stimmzettel (ditto). Die Meinungsforscher sagen Turbulenzen voraus und sprechen immer noch von außergewöhnlichen vielen unentschiedenen  Wahlberechtigten, 10% werden ihre Stimme via Briefwahl abgeben, das endgültige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ergebnis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ergebnis">Ergebnis</a> wird daher erst nach einer Woche feststehen. Selbst wer die Schnauze von “denen da oben” voll hat, hat die einmalige Chance, die ÖVP seit langer, langer Zeit endlich mal am Regieren zu hindern, das ist ein realistisches, erreichbares Ziel.</p>
<h2 id="toc-wahlempfehlung-1-whlen-sie-gltig">Wahlempfehlung 1: Wählen Sie gültig!</h2>
<p>Von Wahltermin zu Wahltermin finden immer weniger österreichische Staatsbürger den Weg zu den Urnen. Von Politikverdrossenheit ist die Rede, wo doch viel häufiger das Gefühl im Vordergrund steht, “eh nichts ausrichten zu können”. Dass morgen erstmalig das Wahlalter von 18 auf 16 Lenze herabgesetzt wurde, wird dieses Beteiligungsmanko nicht ausgleichen. Dabei wäre es gerade diesmal so verdammt wichtig, ein gültiges Kreuzerl zu machen: denn die bloße Verschwendung staatlicher Parteienzuwendung für einen aufwendigen Wahlkampf kann und darf nicht darin münden, dass eine Neuauflage der großen Koalition mit zwei ausgetauschten Gesichtern stattfindet, die in 1–2 Jahren Untätigkeit und anschließendem Streit gipfelt…</p>
<h2 id="toc-wahlempfehlung-2-whlen-sie-nicht-fp-oder-bz">Wahlempfehlung 2: Wählen Sie nicht FPÖ oder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bzoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BZÖ">BZÖ</a></h2>
<p>Bei beiden Parteien handelt es sich um Gruppieren, die zwar partiell vernünftige Auffassungen in einigen sozialpolitischen Punkten vertreten, aber bei beiden spielen nicht beeinflussbare Faktoren eine gravierende Bedeutung in der Bewertung von Menschen. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/religion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Religion">Religion</a>, Hautfarbe, Herkunftsland dürfen nicht darüber entscheiden, ob jemand ein Mensch zweiter Klasse ist. Gegen das österreichische Verbotsgesetz bin ich auch (sogar aus ähnlichen Gründen wie H. C. Strache: ja, ein Rechtsstaat muss ein paar Verrückte aushalten können die bestehende Rechtsordnung sollte ausreichen; Symbole zu verbieten macht diese bloß interessanter). Wogegen ich bin, ist ein Ausbau des Überwachungsstaats, eine Einteilung der Staatsbürger in brave und deviante Menschen, eine institutionell durchgesetzte 2-Klassen-Gesellschaft und der zynische Vorwurf, mangelnder Integrationswillen auf Seiten der “Ausländer” sei das einzige Problem in der Migrationspolitik und Zwang und Härte die Waffen der Wahl. Dennoch muss ich zugeben: die FPÖ und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hc-strache/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with H.C. Strache">H.C. Strache</a> in Regierungs-Verantwortung würd ich nicht ungern scheitern sehen. Vielleicht teilt sich die Partei dann ja erneut.</p>
<h2 id="toc-wahlempfehlung-3-meine-wahl">Wahlempfehlung 3: Meine Wahl</h2>
<p>Die ÖVP überflügelte in ihrer ersten Plakatwelle alle Bedenken in punkto Rechtsruck, Molterer entwickelt sich im Zuge des Faymann’schen Kleiner-Mann-Populismus gegen die selbstdeklarierte Aufgabe als Finanzminister und wedelt plötzlich auch mit Geldbündeln. Ich will keine große Koalition, also müssen die Kleinparteien gestärkt werden, damit denkbare Ampelkoalitionen auch rechnerisch möglich werden. Demographisch wäre ich als Teilzeit-Bobo tendenziell Grün-Stammwähler, aber diese Partei bekommt meine Stimme schon länger nicht mehr, und das hat mehrere Gründe, die sich in den letzten 6 Wochen aufs deftigste bestätigt haben. Auch wenn ich einzelne Proponenten dieser Partei (Peter Pilz, Christoph Chorherr) sehr schätze, so kann ich mit dem Selbstverständnis des Führungsduos Van der Bellen und Glawischnig so rein gar nichts anfangen. Ich weiß ja nicht einmal, welche Politik die Grünen eigentlich verfolgen: Ökologische Wirtschaft steht bestenfalls als implizites Feigenblatt am Programm — mit keinem einzigen Wort erwähnte VdB jemals die landwirtschaftliche Problem-Dimension der derzeitigen EU-Politik. Tja, Bobos bestellen eben gerne ihr Gemüsekistl im Internet, aber dass selbst einer Partei, die einst aus einer spontanen Bewegung entstand, jegliche Motivation verloren hat, komplexe Missstände in den Fokus zu rücken, enttäuscht maßlos. Das zieht sich bis zur Energiepolitik: Raus aus Gas und Strom — genauso durchdacht wie die Mehrwertssteuerhalbierung auf Lebensmittel. Ein paar genauere Pläne wären super, Benzin teurer zu machen, wird nämlich nicht keinesfalls ausreichen — aber mir scheint’s so, als würden die Grünen für die Chance auf Regierungsbeteiligung sogar mit Freuden ein Atomkraftwerk bauen. Zumindest nehme ich die ökologische Dimension dieser Partie längst nicht mehr wahr, sondern bloß einen impliziten Konsens, dass die Grünen halt irgendwie “cool” sind. Dass bei genauerer Nachfrage eigentlich kaum jemand beantworten kann, warum, hätte der “Basis” (gibt’s die noch?) längst zu denken geben sollen.</p>
<p>Da bleibt also nicht mehr allzu viel Auswahl: Oberkommunist Mirko Messner lieferte zwar den legendärsten Fernseh-Wahlauftritt 2008 (Erklärung am nächsten Tag: “Ich war nicht ausgeschlafen.”), aber die Lachnummer hatten wir jetzt lange genug in der Regierung. Dass die Christen Österreich retten werden, glaube ich als überzeugter Agnostiker keineswegs, und das Tirol-Kabarett von Roughneck Fritz! entlockt mir auch nur ein Lächeln. Welche Punkte sind mir am wichtigsten?</p>
<ul>
<li>Möglichst rasche Einführung einer Gesamtschule bis 14. Die Trennung in Hauptschule und Gymnasium ist überholt, kontraproduktiv und idiotisch.</li>
<li>Schwerpunkt auf nachhaltige Sozialpolitik: ein vereinheitlichter Krankenkassenträger und ansonsten am liebsten Grundsicherung. Österreich ist reich und kann sich das leisten, Punkt. Das demütigende System dient niemanden: wer nicht arbeiten mag, arbeitet auch derzeit nicht. Menschen gegen ihren Willen in Kurse zu pressen ist sinnlos, ich glaube, dass leistungsbezogener Verdienst plus Grundsicherung und ein vereinheitlichtes KK-System die bessere Lösung sind.</li>
<li>Wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik, Steuer– und Sozialversicherungs-Gleichstellung von KMU-Unternehmern (im Besonderen Einzelunternehmern) und Angestellten, stärkere Progression im Steuersystem, dafür Entlastung im Bereich der mittleren Einkommen, gravierende Anhebung von steuerfrei-Beträgen je nach Jahreseinkommen.</li>
</ul>
<p>Diese Standpunkte sehe ich am besten beim Liberalen Forum vertreten — liberale Wirtschaftspolitik in Kombination mit verantwortungsbewusster, nachhaltiger Sozialpolitik wird aber wohl weiterhin mein rot-weiß-roter Wunschtraum bleiben. Als kleinen Schritt in diese Richtung sähe ich aber das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lif/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with LIF">LIF</a> in der Regierung an, und daher bekommen Heide Schmidt und Co. morgen meine Stimme. Allerdings befürchte ich, dass sich weiterhin die große Koalition ausgehen wird und der große Stillstand damit garantiert ist. </p>
<p><small><strong>Fotocredits:</strong><br />
<a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=310760" class="liexternal">Druck aushalten</a> von Gerd Altmann (pixelio.de)</small></p>
<p> </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Wahl.Qual: H.C. Haider vs. Jörgl Strache</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 09:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn's vorne juckt und hinten beißt - nimm Klosterfrau Melissengeist! Oder die FPÖ und das BZÖ im Doppelpack - doch vorher müssen Jörg Haider und H.C. Strache ihre nicht-inhaltlichen Differenzen beim Käfigmatch austragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/morph5-150x150.jpg" alt="morph5 150x150 Wahl.Qual: H.C. Haider vs. Jörgl Strache " title="strider" width="150" height="150" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Die Volksfronten des kleinen Mannes machen ernst. Musste man sich früher bloß vor einem rechten Lager in Acht nehmen, droht nun doppelte Ungemach. Beim rechtsaußen Local-Celebrity Deathmatch zählt sogar ein linker Schwinger, ohnehin ruht kein Blick auf der Gegend oberhalb der Gürtellinie. Sympathisanten der nationalen EU-Befreiungsfronten und des mir-san-mir Kulturbewahrertums erleichtert Österreichdiezeitung dankenswerterweise die Auswahl. Jene bunte Tageszeitung dürfte “Opa aller Kanzler” Dichand aber ein Dorn im Auge sein: er gibt schließlich diesem Land die <strike>randständige</strike> anständige Zeitung, die es verdient, während Wolfi Fellner anständig damit verdient, dass er diesem Land eine Zeitung gibt, die es nicht verdient hätte. Während also Krone und Heute aus allen Rohren mit Faymännern auf schwarze Spatzen schießen, frug ein Vasall der Konkurrenz beim Original und seiner Karikatur vor einigen Tagen genauer nach und bastelte daraus ein Fihtscha (sprich: feature). Die Kronprinzen rechter Lebensführung hatten je 10 Fragen zu beantworten und es zeigte sich: die berühmte Engstirnigkeit der rechten Gesinnung lässt offensichtlich nicht mal genug Spielraum für Schein-Differenzierung!</p>
<div style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;width:350px;"><object width="350" height="281"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1556284&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1556284&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="350" height="281"></embed></object><br /><a href="http://www.vimeo.com/1556284?pg=embed&amp;sec=1556284" class="liexternal">The official Jörg H.C. Haider-Strache Video</a> from <a href="http://www.vimeo.com/user668442?pg=embed&amp;sec=1556284" class="liexternal">datadirt</a> on <a href="http://vimeo.com?pg=embed&amp;sec=1556284" class="liexternal">Vimeo</a>.</div>
<p>Dazu muss ich eine Anekdote erzählen: als ich anno domini 1995 in Graz Technische Physik studiert, kam Jörgl zu Besuch, um am Jakominiplatz für seine Ausländerfeindlichkeit zu werben. Der Uhrzeit gemäß — 10 am Vormittag — bestand das Publikum quasi exklusiv aus Pensionisten, was der smarte Populist sofort messerscharf erkannte. Aufgrund unerwarteter Explosionen im Chemielabor war uns eine Vorlesung ausgefallen (vielleicht haben wir auch nur geschwänzt, um im Notfall eingreifen zu können), wir hatten also das Vergnügen, zu fünft den Altersschnitt der rund 200 Anwesenden beträchtlich zu senken. Der Jörgl drosch ordentlich auf die Studentenschaft ein, verbal zumindest: “Diese Schmarotzer sollen mal was arbeiten!” Zustimmendes Murren-Nicken der Pensionisten. Wir begannen spontan Gegenparolen zu intonieren wie “Diese Nazis solle mal 0 Prozent bekommen!” Missbilligende Gesichter wandten sich in unsere Richtung, der dunkle Herrscher des Ulrichsbergs hatte eine Personifizierung für seinen blutsaugenden, gesellschaftsschädigenden Studenten-Archetypus gefunden.</p>
<p>“So wie die da drüben — die sollten in der Vorlesung sein”, hetzte er. Und wäre der Großteil des Publikums nicht so fußlahm gewesen, dann hätte ich spätestens jetzt Angst vor einem spontan gebildeten Lynchmob bekommen. “Seien Sie doch froh, dass Ihnen überhaupt jemand unter 60 zuhört”, rief ich ihm noch zu, dann drehten wir uns um und gingen, moralische Sieger einer Auseinandersetzung, an die mich besagtes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a>–Fragespiel erneut erinnerte. Denn zu Punkt 3 <em>Schaffen Sie die Studiengebühren ab?</em> antwortet Haider:</p>
<blockquote><p>Ich heiße Haider, habe alle meine Wahlversprechen auf Punkt und Beistrich eingehalten. Ich verspreche aber die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/abschaffung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Abschaffung">Abschaffung</a> der Studiengebühren nicht, weil ich meine, dass auch Studenten ihren Beitrag für die Allgemeinheit leisten sollen.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/f-haider1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2607]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/f-haider1-300x204.jpg" alt="f haider1 300x204 Wahl.Qual: H.C. Haider vs. Jörgl Strache " title="f-haider1" width="300" height="204" style="float:right;margin-top:3px;margin-left:9px;border:1px solid orange;" /></a>Warum dieser Akademikerhass, lieber Herr Ex-Universitätsassistent? Was für ein Beitrag soll den das bitteschön sein? Diese Gebühren, die gerade mal die Kosten ihrer Eintreibung decken, belasten die ohnehin meist finanziell prekäre Situation der meisten Studenten zusätzlich, halten Maturanten vom Studium ab, sorgen dafür, dass mehr nebenher (schwarz) gearbeitet werden muss… Sollten wir nicht lieber den Akademikerschnitt heben, die Studiendauer verkürzen und den gern zitierten Slogan von der zentralen Stellung des Wissens in der Wissensgesellschaft ernst nehmen? Ich bin ja froh, dass in Kärnten die Kleinsten schon gratis in den Kindergarten dürfen, aber Studenten geben Fünfjährige ausspielen ist noch weit unter Kindergarten-Niveau. Schon blöd, dass im rechts-sozialistischen Paradies auf Erden mitten in Klagenfurt diese Schmarotzer Uni steht — aber für die zahlt zum Glück ja eh der Bund. Steht der Name Haider gar für Kostenwahrheit der Studiengebühren? Sollen die Studenten künftig endlich mehr Beiträge leisten und ihre Lektoren pro Stunde bezahlen? Straches Antwort zeugt hingegen davon, dass er durchaus mit Wählern aus der Studentenschar spekuliert:</p>
<blockquote><p>&gt;Die Studiengebühren sind nicht wie versprochen den Studierenden zugute gekommen. Eltern und Studenten wurden abgezockt. Studiengebühren abschaffen.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/f-strache1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2607]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/f-strache1-300x204.jpg" alt="f strache1 300x204 Wahl.Qual: H.C. Haider vs. Jörgl Strache " title="f-strache1" width="300" height="204" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" /></a>Bei allen anderen Fragen sind die Antworten fast beängstigend wortgleich ausgefallen — der Unterschied zwischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bzoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with BZÖ">BZÖ</a> und FPÖ liegt übrigens darin, dass aus der Sicht der einen die jeweils andere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/partei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Partei">Partei</a> gar keine Verantwortung übernehmen will/kann und nicht zu ihren Versprechen steht. Und Haider will primär rot/schwarz verhindern, während die EU-Diktatur Straches größte politische Sorge ist. Ansonsten streiten beide munter weiter um die Gunst der männlichen Bevölkerung unter 1,50 Körpergröße (der sogenannten <strong>kleinen Männer</strong>) Cool wär übrigens auch mal ein Cagefight, um ein für allemal zu entscheiden, wer die wiedervereinte empörte Volksfront des kleinen Mannes unter neuer Farbgebung (kack-beige?) in die Zukunft führen darf.</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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