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Artikel-Schlagworte: „Google Adsense“

YiGGSense: Teile (und beherrsche Dich)

yigglogo YiGGSense: Teile (und beherrsche Dich)Seit kurzem teilt das deutschsprachige Social News Portal Yigg.de seine Werbeerlöse mit den UserInnen und folgt damit dem Beispiel des Infopirat, der gemäß seinem Slogan "Deine Bookmarks - Dein Gewinn" schon lange die Beute mit der Mannschaft teilt. Um zukünftig Online-Millionär zu werden, benötigt man in beiden Fällen ein Google AdSense Konto. Nach erfolgter Anmeldung wird hinkünftig ein Teil der Klick-Einnahmen auf den eingestellten News den jeweiligen AutorInnen gutgeschrieben.

Yigg verwendet dazu die offizielle Google AdSense Shared Schnittstelle:

Das funktioniert so: Ihr stellt auf YiGG Artikel und Beiträge ein, in deren Umfeld wir Google Textanzeigen schalten. Einen Teil der Einnahmen, die wir mit diesen Anzeigen verdienen, geben wir an Euch weiter - im YiGG Shared AdSense Programm. Damit sind wir die erste deutschsprachige Website, die die offizielle Google Shared AdSense Schnittstelle nutzt. Wir haben einen intensiven Zertifizierungsprozess durchlaufen, bis wir schließlich von Google das "Go" bekommen haben.

In der Testphase von Juli bis August gibt Yigg sogar die vollständigen Einnahmen der betreffenden Werbeblöcke an die fleißigen NewseinstellerInnen weiter:

In der Einzelansicht einer Nachricht gibt es drei Anzeigenblöcke. Von Juli bis August 2008 gibt YiGG einhundert Prozent (100%) der Einnahmen, die wir aus dem Google AdSense Anzeigenblock auf Einzelansichten von Nachrichten und Spekulationen erzeugen, an die jeweiligen Einsteller der Nachrichten weiter. Die Einnahmen aus den anderen beiden Anzeigenblöcken auf dieser Seite, sowie alle anderen Anzeigenblöcke auf der Site sind von diesem Programm ausgenommen.

Genaue Details zu den Teilnahmebedingungen verraten die FAQs - interessant sind die ersten statistischen Ergebnisse:

Nach vorher durchschnittlich 450 neuen Nachrichten pro Tag wurden gestern 1.000 Nachrichten in die Warteschlange eingestellt. Innerhalb weniger Stunden habt Ihr also über 100% mehr Nachrichten eingestellt als bisher. Das ist super! Damit haben wir bei weitem nicht gerechnet - und wir haben uns sehr darüber gefreut!

Millionär ist allerdings bis zum Wochenende noch niemand geworden, wenn man den ersten Reaktionen der Blogosphäre Glauben schenken darf; aber das kann sich ja noch ändern: hier geht's zur Anmeldung.

Immer Ärger mit den privaten Nachrichten

Zugleich sorgt die neue News-Ankündigungsfunktion von Yigg für erhitzte Diskussionen, denn was ein nützliches Feature sein könnte, wird derzeit leidenschaftlich missbraucht über-verwendet, wie auch Ric feststellt. Ich persönlich fühl mich da insofern relativ wenig gestört, weil ich meinen Mailfilter ganz gut unter Kontrolle hab... die Yigg-PMs gehen seit vorgestern in den Ordner mit sinnlosen Notifications á la Facebook. Einige fordern allerdings vehement die Abschaffung der Mail-an-alle-Freunde Funktion.

Eines dürfte jedenfalls klar sein: E-Mails werden als wesentlich "intrusiver" empfunden als Feeds - vielleicht wär's gar keine so schlechte Idee, mittelfristig derartige Ankündigungen á la Facebook via Feeds darzustellen, und die E-Mail-Funktion als Option anzubieten.

Google mit neuen Spielregeln

Vor einigen Wochen sorgte das aktuelle Google Pagerank-Update für Aufregung unter Webmastern: erstmals reagiert die größte Suchmaschine der Welt auf das Businessfeld "Linkverkauf" mit Straf-Maßnahmen. [Ö1 Netzkulturkolumne, zuerst veröffentlicht auf oe1.orf.at]

Maßgeblich mitverantwortlich für den Erfolg der Suchmaschine, deren Slogan "Do no evil" schon längst nicht mehr unwidersprochen stehen bleibt, ist der sogenannte Pagerank-Algorithmus. Google bemisst die Wichtigkeit einer Seite an den eingehenden Links: je mehr themenaffine Seiten auf eine bestimmte Adresse verweisen, desto höher deren Relevanz - und die wirkt sich wiederum auf den die Platzierung in den Suchergebnissen aus. Da die überwiegende Mehrheit der Surfer bei der Websuche erst gar nicht auf die zweite Ergebnisseite navigiert, kommt einer Platzierung möglichst weit entsprechend große Bedeutung zu.

Google aktualisiert die weltweiten verteilten Datenbanken ständig, errechnet allerdings in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen - bislang zumeist viermal pro Jahr - eine Maßzahl, welche Auskunft geben soll über die Wertigkeit einer Seite. Daraus resultiert der sogenannte "Pagerank", eine Zahl zwischen 0 und 10, die auf einen Blick die Bedeutung einer Webadresse verraten soll. Seiten mit hohem Pagerank "vererben" einen Teil ihrer Google-Relevanz, wenn sie auf andere Seiten verlinken. Dieses Prinzip stellt seit Jahren die Basis von Googles Businesserfolg dar. Doch mit steigender Bedeutung der Onlinewirtschaft wurden die Methoden zur Manipulation des Pagerank immer ausgefeilter und ein neues Businessmodell erblickte das Licht der Netzwelt: sogenannte Link Trader schufen Online-Marktplätze für die "Linkvermietung". Wer bereits eine gut indizierte und bewertete Seite betreibt, kann gegen ein monatliches Entgelt dort Links publizieren, der Preis richtet sich dabei nach dem Pagerank der Seite. Diese Form der Online-Werbung richtet sich keineswegs an die menschlichen Besucher einer Webseite, sondern soll ihr lediglich zu einer besseren Google-Platzierung verhelfen.

Im deutschen Sprachraum machten Anbieter wie Teliad oder Linklift dieses Vermietungsbusiness zu einer attraktiven Einnahmequelle, die vor allem Bloggern häufig ein höheres monatliches Einkommen sicherte, also über klassische Online-Werbung möglich wäre - und wurde damit zur Konkurrenz für Adsense, Googles monetäres Zugpferd.

Das Adsense Geschäftsmodell

Die größte Suchmaschine der Welt deckt in der westlichen Welt rund 90% aller privaten Suchanfragen ab. Das eigentliche Kerngeschäft des Konzerns ist jedoch die Vermarktung der Adsense-Werbung: mit diesem Produkt revolutionierte Google vor Jahren den Online-Werbemarkt und löste Bannerschaltungen durch die sogenannte CPC (Cost per Click) Werbung ab. Kunden, die Google Adsense Anzeigen schalten, müssen sich nicht um die Auswahl geeigneter Werbeseiten kümmern: Adsense findet thematisch passende Webseiten und schaltet die eigenen Anzeigen automatisch. Für die bloße Anzeige fallen keine Kosten an, der Kunde bezahlt erst dann, wenn ein Surfer auch tatsächlich auf die Anzeige klickt.

Die Links in Adsense-Anzeigen sind mit dem Attribut "nofollow" gekennzeichnet, was sie für Suchmaschinen "unsichtbar" macht, denn Google möchte sein eigenes Bewertungskonzept nicht durch bezahlte Werbeanzeigen verfälschen. Die oben beschriebene Vermietung von Links verbietet Google in seinen Nutzungsbedingungen. Aufgrund der starken marktbeherrschenden Situation des Anbieters wagen es die wenigsten Webmaster, die Spielregeln des Branchenprimus zu brechen und halten sich an die Vorgaben. Wer das nicht tat, erlebte beim aktuellen Pagerank eine böse Überraschung: zwar existiert wie stets keine aktuelle Stellungnahme, dennoch deuten alle Anzeichen darauf hin, dass sämtliche "Linkverkäufer" durch einen um ein bis zwei Punkte niedrigeren Pagerank "bestraft" wurden.

Diese Vorgehensweise verringert nicht nur das Einkommen der betroffenen Blogger, sondern ist wohl auch als eine Art Warnung zu verstehen: wer die Spielregeln Googles nicht einhält, fliegt eben raus. Damit macht die aktuelle Pagerank-Runde vor allem eines deutlich: ist das Quasi-Monopol erst einmal zementiert, kann ein einzelner Player ohne viel Widerspruch die Spielregeln des gesamten Online-Marktes vorgeben. Ob dies der Netz-Ökonomie auf Dauer gut tut, ist mehr als fraglich.

Affiliate und Arbitrage Marketing: von Tupperware-Parties im Internet

Den Traum vom großen Geld im Netz träumen zahlreiche Neo-Unternehmer. Für manchen Firmengründer wird er tatsächlich wahr, wenn Microsoft, Yahoo oder Google zuschlagen und sich eine Erfolg versprechendes Start-Up um ein paar Millionen Dollar einverleiben. Andere Seitenbetreiber setzen lieber auf ein altbewährtes Modell. Affiliate Marketing bedeutet nichts anderes als "Provisionsgeschäft" unter neuen Vorzeichen - in meiner Ö1 Netzkulturkolumne habe ich dazu die folgenden Überlegungen angestellt.

Wenn im Postfach Spam-Mails eintrudeln, die weder Viagra anpreisen noch von neuen Online-Casinos mit sensationellen Gewinnraten, dann liegt der thematische Focus in der Regel auf dem schnellen Reichwerden. Der Lockruf des quasi von selbst verdienten Geldes erschallt nicht erst im Online-Zeitalter: doch während die üblichen Schemata in der Regel auf dem Ausnützen der Gutgläubigkeit neuer Kunden basieren, haben einige wenige den Goldesel im Internet entdeckt. Die erfolgreichsten Affiliate-Profis (die übrigens alle in den USA wohnen) freuen sich über Gehälter von bis zu über 100.000 Dollar im Monat - das funktioniert zwar nicht wie von Zauberhand, sondern erfordert langjährige Aufbauarbeit. Aber wenn die Geldmaschine erst einmal angelaufen ist, dann werden die Scheine im Sekundentakt gedruckt. Das Prinzip dahinter: den Besuchern der eigenen Seite thematisch passende Werbeanzeigen anbieten und auf hohe Conversion-Rate hoffen.

Als "Conversion" bezeichnet der Internet-Werber eine Aktion, die einer erfolgreichen Bewerbung folgt. Wenn jemand etwa auf eine Anzeige für einen Haarfön klickt und diesen anscheinend im Online-Shop bestellt, dann darf sich der Betreiber der Seite, auf der die Anzeige geschalten war, über eine prozentuelle Beteiligung freuen. Die so genannte aktionsbasierte Abrechnungsmethode unterscheidet sich von üblichen Online-Werbeformen wie Google Adwords, wo der Werbetreibende pro Mausklick bezahlt: ob die in den Online-Shop gelangten Besucher auch tatsächlich etwas kaufen oder nach dem Motto "Ich schau nur!" ohne Bestellung den virtuellen Laden wieder verlassen, spielt für die Abrechnung klickbasierter Systeme keine Rolle. Eine "Conversion" oder "Action" muss dagegen nicht unbedingt mit einem Kauf verbunden sein, häufig werden auch Prämien für die Teilnahme an Datensammel-Gewinnspielen oder für jede Registrierung eines neuen Users ausbezahlt.

Diese Form der Abrechnung ist nur im Internet möglich: undenkbar etwa, dass sich der Preis einer ganzseitigen Annonce in einer Tageszeitung nach dem am nächsten Tag gemessenen Anstieg der Verkaufszahlen richtet. Doch im Netz ist der Rückkanal stets mit eingebaut, und die direkte Auswertung bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Zweiter wesentlicher Punkt: Affiliate Marketing wird plötzlich für Otto Normalverbraucher interessant, weil die Kosten der Medienproduktion fast gegen null gehen: weniger als 2 Euro kostet der billigste vollwertige Webspace inzwischen nur mehr. Wer also eine Webseite mit genügend Besuchern (oder ein Netzwerk von Seiten) sein eigen nennt, hat zunehmend bessere Chancen, mit Werbung mehr als nur einen symbolischen Betrag zu verdienen.

Arbitrage Marketing

Arbitrage (von lat. Arbitratus = Gutdünken, freie Wahl, freies Ermessen) bezeichnet den Handel, der Preisunterschiede für gleiche Handlungsalternativen (Marktgegenstände) in verschiedenen Märkten zum Zwecke einer beabsichtigten risikoarmen Gewinnerzielung nutzt. Infolge der ausgleichenden Wirkung der Arbitrage passen sich die Preise in verschiedenen Märkten einander an, der Vorteil existiert nur zeitlich begrenzt. (aus Wikipedia)

Jeremy Shoemaker, einer der "Superstars" der Affiliate-Szene, verdankt einen beträchtlichen Teil seines Vermögens sogenannten Google-Arbitrage Geschäften. Suchmaschinenbetreiber Google schätzt diese Art von Geschäften nicht besonders und hat bereits im Vorjahr angekündigt, Gegenmaßnahmen zu setzen. Das Prinzip ist einfach: man kauft "Sponsored Results" zu bestimmten Suchbegriffen, die bei Google dann in den Suchergebnissen auftauchen. Diese Anzeigen verlinken auf sogenannten "Landing Pages", welche meist wenig Inhalte und vorwiegend Werbeanzeigen enthalten. Durch geschickte Auswahl der betreffenden Keywords erreichen Arbitrage Experten ihre Gewinne.

Ein kleines Rechenbeispiel macht das Prinzip verständlich: wenn der Klick auf das gebuchte Keyword 1 Cent kostet, so bezahlt der Affiliate für 100 Besucher 1 Dollar. Die Anzeigen, die auf der Landing Page geschalten sind, müssen einen wesentlich höheren Klickpreis, etwa 10 Cent. Klickt nun ein Zehntel der Besucher auf die betreffenden Anzeigen, liegt die Conversion-Rate also bei 10%, so verbucht der Webmaster auf seinem Habenkonto 10x10 Cent = 1 Dollar. Jede weitere Erhöhung der Conversion-Rate bringt Gewinn.

Nicht zuletzt derartige Mechaniken versunsichern Online-Werber: einerseits bietet Werbung im Netz den oben beschriebenen "eingebauten Rückkanal" an, andererseits sind die Manipulationsmöglichkeiten vielfältig. Auf mittelfristige Sicht kann man wohl davon ausgehen, dass sich aktionsbasierte Bezahlmodelle durchsetzen wollen: auch Google führt bereits einen Betatest mit ausgewählten Adsense-Usern durch.

Weiterführende Links:
Google Adsense Topverdiener 2005
Blog von Jeremy Shoemaker alias Shoemoney

Die ersten Contaxe-Erfahrungen

contaxeWir schreiben den 9. Juli 2007... jenen schicksalsträchtige Tag also, an dem das Werbenetzwerk Contaxe mit etwas Verspätung das virtuelle Licht der Internet-Welt erblickt. Ich bin ja sehr gespannt, ob sich der Schweizer Neo-Werbemarktplatz auf mittelfristige Sicht als Google Adsense-Alternative für europäische Webmaster platzieren kann. Dass im Gegensatz zu Google kein Mindest-Verdienst für eine Auszahlung erforderlich ist, wird als Alleinstellungskriterium sicherlich nicht ausreichen - doch Contaxe kann mit weiteren Vorzügen (zumindest theoretisch) punkten. Ich hab jedenfalls mal meinen ersten Testbanner eingebaut - hier der Erfahrungsbericht mit Screenshots.

Die noch junge Geschichte Contaxe'ns ist bereits voller Missverständnisse: war zuerst die Rede von einem verfrühten Start Mitte Juni, verschoben die Betreiber kurz vor Ende Juli den Launch der Werbemittelauslieferung auf den heutigen Tag, laut offizieller Begründung aufgrund des großen Ansturms werbewilliger Kunden - nun, irgendwie hat's mit dem Einpflegen der Grafik- und Flashbanner dann offensichtlich doch Verzögerungen gegeben, denn:

Hinweis: Momentan sind noch nicht ausreichend Flash- und Grafikbanner vorhanden, um alle Themengebiete abzudecken. Wir empfehlen daher vorübergehend nur Textbanner zu verwenden.

Die restlichen Werbemittel werden allerdings in den nächsten Tagen nachgeliefert. Im Übrigen muss der Livebetrieb nun erst zeigen, welche Last das System generiert:

Aufgrund/trotz der vielen Anmeldungen haben wir keinerlei Kenntnisse darüber, wie viele PI/Bannereinblendungen generiert werden. Dies können wir erst jetzt und in den ersten Tagen in Erfahrung bringen, was in der Natur der Sache liegt.
Wir werden daher in den nächsten Tagen u. U. technische Anpassungen vornehmen müssen - je nach System-Belastung und der damit verbundenen Performance, und dann bei extrem starker Auslastung ggfls. auch die Serverkapazitäten noch weiter auf die Erfordernisse anpassen.

Alle Theorie ist eben grau - in der Praxis der nächsten Tage wird sich zeigen, wie gut Contaxe im realen Betrieb funktioniert. Hier eine Schritt-für-Schritt Einleitung zum Einbau des ersten Banners.

1. Channel anlegen

Kunden für Contaxe werben kann man via Affiliateprogramm ja schon ein Weilchen, speziell die Zusicherung lebenslanger Provisionen sorgte für Interesse bei Webmastern - zur Account-Registrierung geht's hier. Seit heute können nun "reguläre" Kundenbanner geschalten werben. Dazu ist es erforderlich, erst einmal einen Channel anzulegen. Der Übersichtlichkeit und besseren Auswertbarkeit halber empfiehlt es sich, pro Werbeplatz einen Channels zu verwenden:

Contaxe - Channel anlegen

Diesem Channel sollte man einen später wieder erkennbaren Namen geben - zum Beispiel "header Startseite". Contaxe erlaubt die Einbindung von bis zu maximal fünf Werbeflächen pro Seite - in weiterer Folge helfen die Channels also, die Performance der einzelnen Screen-Areas im Auge zu behalten.

2. Bannercode generieren

Anschließend benutzt man den Menüpunkt "Bannercode generieren" und wählt aus, ob Text-, Grafik- oder Flashbanner geschalten werden; zusätzlich bietet Contaxe auch Text-Highlighting (also die von Amazon bekannte Inline-Werbung mit Bubble-Tipps bei On-Mouse-Over). Da derzeit noch Mangel an bildlastigen Formaten herrscht, entscheide ich mich erst einmal wie empfohlen für den Typ "Textbanner":

Contaxe - Bannerformat wählen

Ungewohnt ist die Größeneinstellung: anstatt fixer Maße gibt man hier eine zulässige Gesamtgröße an. Erst im nächsten Schritt schlägt die Software dann passende Standard-Formate vor. Ich habe hier 468x60 eingetragen und bekam dann später, wenig überraschend, das Format "Fullbanner" angeboten. Neben der Größe müssen noch weitere Parameter angepasst werden: anhand der Schlüsselwörter wählt Contaxe passende Werbung aus; ob die hier verwendeten Begriffe die Ergebnisse des automatischen Crawlers "überstimmen" oder ob beide zur Generierung der kontextuell passenden Ads verwendet werden, geht aus der Hilfe allerdings nicht hervor. Die Textbanner-Design Auswahl bietet derzeit nur einen Eintrag, mit den Checkboxen darunter steuert man weitere selbsterklärende Details.

Contaxe bietet die Besonderheit, neben der kontextsensitiven Werbung auch Zufallsbanner zu schalten. Da bekanntlich die Klickrate bei thematisch unpassender Werbung aber recht niedrig liegt, belasse ich diese Einstellung auf "kontextsensitiv". Der Klick auf "weiter" führt schließlich zur Vorschau und zum gewünschten Bannercode, der nun an die entsprechende Stelle des Templates eingefügt wird:

Contaxe - Werbecode einbauen

Auf in die schöne neue Werbewelt

Und das war's auch schon mit dem ersten Banner-Einbau: die Anzeige funktioniert problemlos, ein thematischer Bezug zu den gewählten Keywords ist allerdings vorerst noch nicht erkennbar; aber das kann ja noch werden - ich werd in den nächsten Tagen jedenfalls ausgiebig verschiedene Formate testen und dann weiter über meine Erfahrungen mit Contaxe berichten. Frank Helmschrott, Bloganbieter.de und Tobbi sind ebenfalls bereits am Testen. Über einen kleinen Early-Adopter Erfahrungsaustausch würd ich mich freuen, wer noch keinen Account besitzt, kann das hier ändern: bei Contaxe als Publisher oder Werbetreibender registrieren.

Contaxe Start auf 9. Juli verschoben

Heute wollt ich mich mal in meinen Contaxe Affiliate Account einloggen und testweise ein, zwei Banner schalten. Aber daraus wurde nix: das Schweizer Werbenetzwerk geht nicht wie geplant heute, sondern doch erst am 9. Juli vollumfänglich online.

War am 16. Juni noch von einem vorgezogenen Start die Rede, so dürfte wohl doch noch so einiges dazwischen gekommen sein:

Contaxe - das neue Affiliate-Netzwerk wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vor dem 1. Juli an den Markt gehen. Die Anzahl der bisherigen Voranmeldungen aller Teilnehmer - Affiliates, Merchant sowie Agenturen - ermöglicht den operativen Beginn der Werbeplattform zu einem früheren Zeitpunkt als ursprünglich erwartet.

Daraus wurde nix; mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit soll's am 9. Juli allerdings definitiv soweit sein:

Es gibt Neuigkeiten von Contaxe: Wir haben nach unserer Ankündigung vor 14 Tagen - den Start von Contaxe vorzuziehen - nochmals einen Schub an Merchant- und Agenturanmeldungen und damit soviele Mengen an Werbemittel erhalten, dass wir dies alles bis heute nicht implementieren konnten. Wir hatten die Überlegung dennoch sofort starten mit einem (bereits jetzt schon ausreichenden) Teil der Werbung oder - wir reden hier von einer außerordentlich hohen Mehranzahl an Werbemitteln - alles komplett von Beginn an zu präsentieren. Nach reiflicher Überlegung und nach Rücksprache mit einigen von Ihnen, die sich bei Contaxe angemeldet haben, haben wir uns dazu entschieden, den Contaxe-Start um eine Woche auf Montag, den 9. Juli zu verschieben - dieser Termin steht definitiv, da wir einen weiteren zeitlichen Spielraum mit eingerechnet haben. Wir betrachten es als fairer, wenn allen die Teilnahme gleich von Beginn an möglich ist.

Also mit mir hat keiner Rücksprache gehalten :-) Verstehen kann ich die Argumentation von Contaxe indes nicht: die Werber stellen ihr Banner doch selbst ein, was gibt's da groß zu "implementieren"? Und wie stellt sich Contaxe den laufenden Betrieb so vor? Ich nehm doch mal stark an, dass eine auch nach dem 9. Juli noch neue Werbemittel hinzugefügt werden können und sich das Portfolio im Lauf der Zeit vergrößert wird. Naja, so hat halt jeder seine eigenen Vorstellungen von Fairness... mal sehen, ob wir am 9. Juli genaueres erfahren.

Ich kann nur wiederholen, was ich schon mal über Contaxe geschrieben hab: ein bisschen Konkurrenz für Google kann allen nur recht sein. Genaueres wissen skeptische Online-Publisher nach vielen Enttäuschungen mit diversen Werbepartnern effektiv allerdings frühestens nach der ersten Auszahlung. Bis zum 9. Juli jedenfalls scheint wohl auch noch der "lebenslänglich"-Deal zu gelten: wer Neunanmeldungen vermittelt, schneidet mit, solange die Accounts bestehen.

Contaxe: Europäisches Contextual Advertising

Wenn schon die ganze Internet-Sucherei quasi exklusiv über Google abgewickelt wird, dann kann zumindest am Werbemarkt ein Konkurrent zu Adwords keinesfalls schaden: das Schweizer Start-Up Contaxe präsentiert sich als Full-Service Lösung im Bereich Bannerschaltung und kontextsensitive Werbung.

Contaxe - kontextsensitive Werbung

Mal gucken, wie sich die potentielle Konkurrenz so entwickelt - ein Werbenetzwerk lebt von den Economies of Scale. Bislang ist Adsense kaum angefochtener Platzhirsch, selbst das erfolgreichs deutsche Affiliateprogramm kann mit seinen kontextsensitiven Ads namens "affilimatch" nur eine Marktnische besetzen. Bis 1. Juli läuft der Probebetrieb, ich hab mich mal registriert, kann allerdings noch keine Anzeigen schalten, denn:

Contaxe befindet sich bis zum 01.07.2007 in der Voranmeldephase. Alle Teilnehmer können sich bereits jetzt anmelden. Advertisern, Merchants sowie Agenturen stehen alle Funktionen zur Verfügung. Werbemittel können ab sofort zur Verfügung gestellt werden. Für Affiliates ist lediglich die Einbindung von Werbemitteln in ihre Website deaktiviert. Wir benötigen diesen Zeitraum, um nach dem offiziellen Start ausreichend qualifizierte Werbung schalten zu können.

Was mich durchaus vor die quälende Frage stellt, ob ich denn nun Affiliate oder Merchant bin... oder vielleicht doch Advertiser? Ach, alles so verwirrend heutzutage mit dem permanenten Rollentausch... Andererseits: was die Webseite als Alleinstellungskriterium verkauft, gehört allerdings längst zum guten Ton in der Web 2.0 Werbung:

Das besondere der Contaxe-Technologie für Publisher ist das einfache Handling aufgrund automatisierter Werbeschaltungen. Es muss nicht mehr umständlich jedes einzelne Werbebanner der Advertiser/Merchants heruntergeladen und platziert werden. Der Publisher stellt einfach von ihm ausgewählte Werbeplätze auf seiner Website zur Verfügung - alles andere macht Contaxe.

Wie auch immer - noch nicht gemolkene Milch lässt sich schwer vergießen, insofern kann man nur mal abwarten, wie sich Contaxe so entwickelt. Irgendwie schräg allerdings die Perspektive auf lebenlange geschäftslange Contaxepension:

Verschaffen Sie sich ein lebenslanges Einkommen mit Contaxe, indem Sie Contaxe auf Ihrer Website, in Ihren E-Mails und auch sonst im Internet empfehlen. Contaxe zahlt Ihnen von Anfang an eine Beteiligung an allen Publisher/Affiliate-Umsätzen in Höhe von 12%. Und dies ein Leben lang.

Insofern kann eine Registrierung mehr ja nichts schaden - kostet ja bloß zwei Minuten. Und wer weiß, vielleicht floriert die Werbebörse ja in einigen Monaten:
http://www.contaxe.com/

Neue Umfrage: Werbung in Feeds

Dies hier geht raus an alle Feedreader, täten Hip Hopper sagen. Normalerweise zeig ich die Umfragen ja nur im Sidebar des Blogs an, aber da sich's hier um eine Umfrage betreffs Werbung in Feeds handelt, darf ich, um die statische Un-Repräsentativität zu wahren, nicht den Fehler begehen, die Antwort-3-Gruppe systematisch auszuschließen.

Zu irgendetwas muss die Methodenlehre auf der Uni ja gut gewesen sein! In diesem Sinne:

 

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PS: Ein neuer Monat, ein neues Glück: jeweils am ersten wird die Top-KommentatorInnen Liste zurückgesetzt, das heißt, derzeit gibt's einen PR5 Backlink für günstige zwei Comments. Hereinspaziert, hereinspaziert!

Blogistan-Rückblick KW51

Die Google-Adsense Topverdiener können sich nicht nur Brot, sondern auch die zugehörige Butter leisten. Hier gibt's die Liste der Adsense Meistverdiener - an der Spitze befindet sich natürlich eine Datingseite. [via punctilio] Aber auch wenn Gugl immer mehr zum neuen Microsoft mutiert (in punkto potentieller Evilness), so muss Bill Gates doch keineswegs am Hungertuch nagen. Und er überrascht mit ausgesprochen unerwarteten Aussagen über DRM, also Kopierschutzsysteme bei digitaler Musik. Die Leudde mögen sich doch CDs kaufen und selber rippen - mit dieser Vorgehensweise wäre man auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Mindestens erstaunlich, wo M$ doch gerade versucht, seinen Zune-Player mit Musikdateien zu füttern... direkt sympathisch.

Auf wenig Gegenliebe in Blogistan stieß indes der Auftritt von Nicolas "Hardliner" Sarcozy auf einer Web 3.0 Konferenz in Paris. Der Mann kann ja noch von Glück reden, dass ihn niemand mit einer Sound Bazooka, der neuen Lieblingswaffe aller Anti-Militaristen, abgeschossen hat. Die ist übrigens sehr real, ganz im Gegenteil zu den fantastischen Photoshop-Fakes aus dem Platinum Portfolio. [via BasicThinking]

Auch als sehr, sehr, also hyper-real, erweist sich laut Mercedes Bunz die Bärtigkeit des Berliner Mannes. Ganz schön viel Text wider die Bartlosigkeit... [via Navigator] Seine selbst (tief) angesetzten Standards überspringt dagegen erstmals das Österreich-Blog: der Rip-Off des Bild-Blog (wir lesen Bild/Österreich für Sie und weil uns sonst nichts einfällt, zeigen wir halt mit unserem großen Zeigefinger auf die Tageszeitung und versuchen damit, Traffic zu generieren) bringt das ultimative Rezept: Schicksals-Spekulatius mit feinstem Knochenmehl.

Mehr Media-Biz, diesmal aus der Sorgenkind-Abteilung Musikjournalismus: das vorgebliche Zentralorgan deutscher Indie-Popkultur macht's genau umgekehrt wie the gap und erscheint zukünftig nur mehr zweimonatlich. Außerdem bleibt die alte Redaktion in Köln, und weil die neue Redaktion in Berlin sein soll, wird's wohl wirklich eine ganz neue Redaktion unter der schrecklichen Terrorherrschaft Ägide von Max Dax. Wenn ich nicht vor fünf Jahren aufgehört hätte, Spex zu lesen, wär mir die Meldung womöglich nicht egal - ansonsten empfehl ich eher eine Runde gemütliches debuggen.

Aber genug der Gehässigkeiten - Weihnachten steht vor der Tür, und wer noch auf der Suche nach dem passendem Geschenk ist, dem sei diese "kleine" Spiele- und Konsolesammlung auf ebay empfohlen - ab günstigen $25k sind potentielle Käufer mit dabei! [via punctilio]

Rubrik Softwareupdates: Videolan veröffentlichte eine neue Version des VLC Players - die beliebte GPL-Freeware unterstützt nun auch wmv9 und, wichtig für Online-Content, das immer beliebter werdende Format Flashvideo. [via Contentschmiede]

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, das bedeutet: Jahrescharts aller Couleurs rollen ebenso unaufhaltsam zu wie diverse Magnumflaschen. Der Rolling Stone stimmt schon mal an ein in den Reigen der Retrospektivität mit seinen Top 100 Singles of 2006: Die ersten drei Plätze belegen Gnarls Barkley mit "Crazy", The Raconteurs mit "Steady as she goes" und "Ridin'" von Chamillionaire. Auch eine schöne Aktion zum Jahresausklang: Fröhlich Liebe machen kurz vor Weihnachten, am Ehrentag des Global Orgasm Projects. [via Riesenmaschine; den Artikel mit Teilhardt zu illustrieren gibt mindestens einen Extrapunkt!]

Adwords & Textlinks

Weil im Werbeplanungs-Blog gerade die Schreibe ist von Gugls Österreich-Kick-Off, hier ein kleiner Querverweis zu Meister Basic, der einnahmentechnisch Linklift, Text-Link-Ads und Adsense vergleicht. Mindestens aufschlussreich.

Zwar bin ich weder wie Herr Huber ein Weiser aus dem Medialand noch ein seriöser Journalist (sonst wär das hier ja nicht meine Blog, sondern die neue österreichische Tageszeitung, aber die macht ja ohnehin schon jemand), aber trotzdem - ein simples Seminar? Kaum zu glauben. Wo bleibt der Mythos? Der Abglanz des "Do no evil Empire"? Naja, das Hotel Triest ist eben kein Silikontal.

Linklift verkauft Backlinks

Online-Werbung befindet sich derzeit fest in der Hand von Google - Adsense und Adwords generieren den größten Teil an Online-Marketing Umsätzen. Doch Kritik am System gab's gerade in jüngerer Zeit häufig: viele Werbeklicks würden durch Scripts oder Klickshops in Billiglohnländern erzeugt, lauten die Vorwürfe. Google* reagiert mit strengen Richtlinien und verstärkten Kontrollen. Sinkende Klickraten verlangen nach Alternativen - eine potentielle Alternative zu Google-Ads bietet nun ein deutsches Unternehmen an:

Linklift. versucht, nach dem Vorbild der amerikanischen Firma Text Link Ads, einen Marktplatz für Backlinks zu etablieren: Seitenbetreiber bieten Linkplätze auf ihren Pages an, Werbetreibende mieten diese für eine monatliche Summe, die sich nach Platzierung und Popularität der Seite richtet. Eine grobe Berechnung gibt Auskunft über die zu erwartende "Linkmiete".

Wie so viele Netz-Geschäftsmodelle** steht und fällt der potentielle Erfolg mit der Zahl der insgesamt registrierten Kunden. Wie er Linklift zum Erfolg führen will, erzählt der Firmengründer selbst: am Netzkultur-Blog gibt's ein Videointerview mit dem Christian Schagen.

*) A propos Google - Harald Schmidt gründete kürzlich Schmoogle und kauft wild Online-Firmen auf. Sein erster Subunternehmer Rob Vegas indes wurde als Teil des Firmenimperiums nicht glücklich - Videos auf Basicthinking

**) Von wegen Netzwerk-Geschäfte: Johannes Graf wird mit Open BC nicht so recht glücklich und hat darüber eine köstliche Glosse geschrieben. [via Bildungsszene.de