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	<title>datenschmutz &#187; Hans Bernhard</title>
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	<description>Ritchie Blogfried Pettauers Weblog</description>
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		<title>Das Ausmaß der Öl-Katastrophe im Golf von Mexiko</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-05/das-ausmass-der-oel-katastrophe-im-golf-von-mexiko/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2010-05/das-ausmass-der-oel-katastrophe-im-golf-von-mexiko/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 May 2010 15:56:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Ölpest im Golf von Mexiko verliert an Neuigkeitswert - doch das Deseaster geht ungebremst weiter. Das bisherige Ausdruck der Katastrophe dokumentieren diese eindrucksvollen Fotos des Boston Globe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei der Menge an Tiefbohrinseln, die von diversen Ölbohr-Gesellschaften betrieben werden, war es wohl bloß eine Frage der Zeit, bis mal ein gravierendes Unglück passiert. Am Photo-Blog des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/boston-globe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Boston Globe">Boston Globe</a> findet man <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2010/05/disaster_unfolds_slowly_in_the.html" class="liexternal">Bilder</a>, die wenig Anlass zur Hoffnung geben, dass das Tiefsee-Bohrloch in Kürze gestopft werden kann. Und selbst wenn: der Schaden für das gesamte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oekosystem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ökosystem">Ökosystem</a> ist noch überhaupt nicht abzusehen.</p>
<p>1989 sorgte das “schwarze Gold” für eine Öko-Katastrophe in einem Ausmaß, das vorher unvorstellbar schien: am 24. März lief das Tankschiff Exxon Valdez, beladen mit 235.000 Kubikmeter Rohöl, auf ein Riff auf. Das Unglück ereignete sich kurz nach Mitternacht — Captain Hazelwood lag betrunken in seiner Kabine, der diensthabende 3. Offizier macht eine Fehler bei Kurswechsel, der in einem ganzen Ökosystem einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kollaps/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kollaps">Kollaps</a> auslöste.<span id="more-4220"></span></p>
<p>Erstaunlicherweise wurde das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Exxon_Valdez" rel="nofollow" class="liwikipedia">Schiff</a> keineswegs aus dem Verkehr gezogen, sondern kreuzt seit Jahren, nunmehr beladen mit Erz, durch chinesische Gewässer:</p>
<blockquote><p>Das Schiff wurde nach einer zehnmonatigen und 30 Millionen US-Dollar teuren Reparatur unter dem Namen Exxon Mediterranean wieder in Betrieb genommen, 1993 dann zu SeaRiver Mediterranean umbenannt. Da 1990 ein US-Gesetz erlassen wurde, welches Schiffen, die mehr als 4.000 Tonnen Öl verloren haben, die Fahrt im Unglücksgebiet Alaskas verbietet, fuhr es stattdessen in den Gewässern des mittleren und fernen Ostens sowie Australiens. Vom Mai 2000 bis zum April 2005 war das Schiff unter dem Namen Seariver Mediterranean und dann bis zum September 2008 als Mediterranean registriert. Seit dem Sommer 2007 wurde das Schiff in Guangzhou, China zum Erzfrachter umgebaut. Seit September 2008 fährt das Fahrzeug unter dem Namen Dong Fang Ocean und ist in Panama registriert.</p></blockquote>
<p>40.000 Tonnen Rohöl flossen damals aus. Über die im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/golf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Golf">Golf</a> tatsächlich austretende Ölmenge kursieren derzeit bestenfalls Schätzungen, in der Berichterstattung ist meist von mindestens 5.000 Barrels am Tag die Rede. Ein Barrel entspricht 158,99 Litern, das sind also knapp 800.000 Liter oder 800 Kubikmeter respektive 750 Tonnen pro Tag. Allerdings ist davon auszugehen, dass in den 23 Tagen seit dem Unglück weitaus mehr als 20.000 Tonnen ins Meer gelangten. Der Schaden für das Ökosystem tritt mehr als deutlich hervor, bereits vor einer Woche wurden im Öl erstickte Fische an den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/strand/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Strand">Strand</a> gespült.</p>
<p>Die Medienkünstler Liz VLX und Hans Bernhard bezeichneten den Ölteppich im Golf von Mexiko zynisch als das “größte Ölbild der Geschichte” und fühlen sich von den Luftaufnahmen an die Strichführung eines <a href="http://post.thing.net/node/3029" class="liexternal">Van Gogh</a> erinnert. <a href="http://www.ubermorgen.com/DEEPHORIZON/" class="liexternal">Deephorizon</a>, die größte und destruktivste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/leinwand/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Leinwand">Leinwand</a> der Welt: angesichts der bisherigen Totalversagens aller technischen Lösungsversuche bleibt wenig Hoffnung auf baldiges Versiegen der Quelle — diese Bilder sprechen für sich:</p>
<p><a href="http://www.boston.com/bigpicture/2010/05/disaster_unfolds_slowly_in_the.html" class="liexternal">Foto-Galerie: Die Ölpest im Golf von Mexiko</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gastbeitrag Kim de Vries: Your Friend has just tackled you</title>
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		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 23:00:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kim de Vries</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute schon einen Eisbären geworfen? Dr. Kim de Vries hat ein spannendes wissenschaftliches Paper über eine zunehmend beliebetere Kommunikationsform geschrieben: die legendären Superpokes auf Facebook.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/11/gbkim-1226530256.jpg" alt="gbkim 1226530256 Gastbeitrag Kim de Vries: Your Friend has just tackled you" title="gbkim" width="225" height="100" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Haben Sie etwas länger Zeit, als die üblichen 0,22 Millisekunden, in denen man die Inhalte einer Website gemeinhin im Super-Kurzzeit-Gedächtnis abspeichert und quasi in Echtzeit wieder vergisst? Der folgende Beitrag von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kim-de-vries/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kim de Vries">Kim de Vries</a> befasst sich wissenschaftlich mit einem Phänomen, das wir alle eingehend aus der täglichen Surfpraxis kennen: der symbolischen Kommunikation auf Facebook. Wer noch nie ge-super-poked hat, der schwinge das erste Bein <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Gastbeitrag Kim de Vries: Your Friend has just tackled you" class='wp-smiley' title="Gastbeitrag Kim de Vries: Your Friend has just tackled you" /> Ich freue mich jedenfalls außerordentlich über diesen Gastbeitrag von Autorin <a href="http://www.csustan.edu/English/DeVries/" class="liexternal">Dr. Kim de Vries</a>, die an der California State University Stanislaus arbeitet. Wir liefen uns auf Facebook über den Weg, wo sich sozusagen unsere Poke-Radien überschnitten. Kim wiederum kennt so unzwielichtige Gestalten wie meine Studienkollegen Bernhard Rieder und Mirko Tobias Schäfer: die Welt ist also online und offline klein. Aber genug der einleitenden Worte — allen Kommunikationswissenschaftlern und interessierten Beobachtern aktueller Geschehnisse wünsche ich viel Vergnügen mit der folgenden Lektüre.</p>
<h2 id="toc-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you">Kim de Vries: Your Friend has just tackled you</h2>
<p>Bite, lick, or tackle them back, or click here to theorize about what this all means.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you" class="liinternal">Kim de Vries: Your Friend has just tackled you</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-introduction" class="liinternal">Introduction</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-approach" class="liinternal">Approach</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-the-five-elements-to-be-analyzed" class="liinternal">The Five Elements to be Analyzed:</a>
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-act" class="liinternal">Act</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-agent" class="liinternal">Agent</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-agency" class="liinternal">Agency</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-scene" class="liinternal">Scene</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-purpose" class="liinternal">Purpose</a></li>
</ol>
</li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-analysis" class="liinternal">Analysis</a>
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-examples-of-superpoke-exchanges" class="liinternal">Examples of Superpoke Exchanges</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-the-importance-of-being-together-or-at-least-feeling-like-you-are" class="liinternal">The Importance of Being Together, or at Least Feeling Like You Are</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-implications" class="liinternal">Implications</a></li>
</ol>
</li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-inconclusions" class="liinternal">(In)conclusions</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-11/gastbeitrag-kim-de-vries-your-friend-has-just-tackled-you/#toc-bibliography" class="liinternal">Bibliography</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-introduction">Introduction</h2>
<p>Though Facebook was initially the province of college students, it has become popular with a broad range of users since opening its door to anyone with an email address in September 2006.   However, until very recently, most research on Facebook has focused on the student demographic rather than exploring how Facebook is growing into a massive online society that is inhabited by many different groups using Facebook in a variety of ways for a variety of reasons.  The academics studying Facebook generally join it and use it in order to observe students; now that more faculty are using Facebook outside the classroom, to organize events and to socialize, turning the focus to our own use of Facebook reveals that our own communities are being affected as well. </p>
<p>As of August 2008, Facebook is one of the most rapidly growing social networks, boasting 100 million active users, translated into twelve European and a growing number of Asian and African languages.  The extent to which groups of people connected on Facebook can be defined as communities is highly debatable and a useful alternative has been suggested by Rieder and Schäfer: “forms of interaction and collaboration characterized by fleeting encounters, transient teamwork and weak ties – social spaces that may or may not evolve into more stable forms of sociability (2007).” They go on to propose considering these social spaces as “hybrid foam,” with foam’s ephemeral qualities. But when Facebook connections occur between people already connected in other ways, such as professionally, it may act as a stabilizing agent, encouraging those connections to become stronger and more permanent.</p>
<p>Analyzing the kinds of communication that differ from the textual exchanges common via email, blogging and commenting, online forums and so forth shed light on what may occur when we begin to Connect with our colleagues through Facebook.  Facebook  provides novel and amusing ways for people to connect. More importantly, the connections feel more embodied, so that users may believe they are getting to know people in a more personal way than through an email list or chat room.  Participants may also be more inclined to display ludic behavior because by virtue of meeting on Facebook, which is a rather un-serious place, a certain level of playfulness is assumed. However, the fact remains that while we may participate in a variety of communities via Facebook, including fan, artistic, social, familial, and professional, these traces of this communication may be visible to all of our communities, though the communications may only be appropriate to one.  Thus, our participation in various spheres actually does not happen in separate ‘bubbles’ but may in an additional way be considers as a sort of foam in which there may be shared borders or interpenetrating cells.</p>
<p>Because various social spheres may interpenetrate on Facebook, academics who participate there  risk crossing social boundaries.  Just as we warn our students, we have to consider who we add as friends and what they can see us doing. A number of articles have recently focused on the risk of losing students’ respect by using Facebook, yet this does not seem to stop most faculty from using Facebook.  And what about what our colleagues may see? What do we gain from taking these communicative risks online, and how is our use of Facebook to communicate and form social connections affecting offline scholarly communities? </p>
<p>These are vast questions and providing a comprehensive answer is beyond the scope of this paper, but considering an exemplary case will suggest what possibilities might be profitably investigated.</p>
<h2 id="toc-approach">Approach</h2>
<p>Kenneth Burke’s pentad provides a helpful framework with which to understand communication (Burke 1945).  According to Burke, any human interaction (or text) may be analyzed in terms of five elements framed as these five questions:</p>
<ul>
<li><strong>Act:</strong> What purposeful act has taken place?</li>
<li><strong>Agent:</strong> Who took this <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/action/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Action">action</a>?</li>
<li><strong>Agency:</strong> How or with what did they do it?</li>
<li><strong>Scene:</strong> Where, when and in what context did the act take place?</li>
<li><strong>Purpose:</strong> Why did they do it? What was their intent?</li>
</ul>
<p>Rhetorical analysis is then performed by examining the how pairs of the elements function within the interaction or text, and by demonstrating how one member of the pair determines the other member’s nature. The results of such an analysis may reveal contradictions between what is stated by a rhetor (writer, actor, or speaker) and what is supported with the rhetorical evidence he or she presents.  In this case however, the issue is not that people on Facebook are trying to willfully mislead each other (though some may be trying to), but rather that the intentions of users in carrying out actions are not the same as the intentions of designers in promoting the same actions, nor are the interpretations of recipients necessarily accurate.</p>
<p>Though communication is always mediated, in the case of Facebook, the physical distance and the <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interface/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interface">interface</a> my both introduce distortions into our understandings of each other, even while creating the impression that we are getting to know each other very well indeed.  Performing a rhetorical analysis will help shed some light on how scholars are connecting on Facebook, and on how these connections are affecting our communities.  Ultimately we may see that our professional networks are actually being changed by an online <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interface/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interface">interface</a>.</p>
<p>Further, Facebook may be more generally contributing to the development of hybrid agency, shared between user and system.  For academics to be come conditioned to this hybrid agency may have quite important implications as well.  To explore these issues, and exemplary analysis of some members’ use of the Superpoke application was conducted.</p>
<h2 id="toc-the-five-elements-to-be-analyzed">The Five Elements to be Analyzed:</h2>
<h3 id="toc-act">Act</h3>
<p>The acts being considered are communications through Facebook applications, and an exchange of  Superpoke gestures is the exemplary case.  The specific gestures vary, and this variation makes clear that the definition of an “act” is complicated when it is virtual, not actual.  Wishing someone “happy birthday” can be expressed through a variety of media without the message varying much, but slapping someone with a trout would be very different if carried out in person; it’s virtual meaning depends on the fact that it is virtual.</p>
<h3 id="toc-agent">Agent</h3>
<p>The most obvious agents are Facebook users, but arguably the system itself and the developers become agents in the way they channel user actions.  Each user chooses how and when to communicate, but the system encourages certain actions by frequently reminding users to respond to communication of another user; by suggesting certain actions — like explicitly choosing to have a gesture featured in the newsfeed; and by rewarding a higher volume of communication generally.</p>
<h3 id="toc-agency">Agency</h3>
<p>In one sense, members use their own agency–they decide how to communicate.  But on Facebook, members use the Facebook platform to communicate, in particular choosing from an array of applications which offer limited choices and in that way channel user behavior.  In this case the Superpoke application allows users to make a variety of gestures, largely physical/audible toward one another.  A gesture may be sent either to one friend from the user’s friend list, or broadcast to many.  Depending on how both sender and receiver have set their privacy options, the gesture may be reported in the Newsfeed (on the member profile page) and on the Minifeeds of each members’ friends.  Arguably we see and emergent hybrid agency developing in all of these applications, that combines user agency with that of the system and the developers.</p>
<h3 id="toc-scene">Scene</h3>
<p>The scene is the Facebook platform, specifically the profile and home pages of the members engaged in the exchange.  However, thanks to applications like Plaxo and Friendfeed, which collect <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-network/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Network">social network</a> news across platforms, the gestures maybe re-posted outside of Facebook.  Further, the news of the gestures maybe discussed in other venues–in blogs, email, in person–so that the borders of the scene are fluid.  The permanence of the gestures, forever recorded, marks a sharp distinction to the real-life actions they mimic.</p>
<h3 id="toc-purpose">Purpose</h3>
<p>Possible explanations for participants’ devotion to Facebook and willingness to play are suggested by recent research on the problem of establishing co-presence online (Zhang 2007), how embodiment and presence are experienced in online communities (Marshall 2004), and through consideration of the hybrid foam metaphor recently suggested as a replacement for network (Schäfer 2007).  Application developers also have their own purposes, the primary being to encourage more and ongoing use of the application.</p>
<h2 id="toc-analysis">Analysis</h2>
<p>Purpose is a key element in this analysis because participant <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interpretation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interpretation">interpretation</a> of each other’s purposes shapes the idea each forms of the other’s personality and identity.   Further, because online sociality functions in some ways differently from sociality enacted in person, understanding participant motives depends on understanding those differences.  Finally, participant purpose is always channelled by the design, and so it always echoes the developers’ purpose  to some degree.  The analysis begins with the participants’ purpose, because this purpose underlies not just use of Superpoke, but of Facebook more generally.</p>
<p>Jonathan Marshall has argued that participants in online communities often experience “asence” or ontological uncertainty experienced online because “there is no marker of existence beyond the act of communication itself (Marshall 2004).” Facebook differs not only in combining the permanence of the homepage/profile with email– and bulletin board– like functions, but especially in offering games and other applications that mimic physical experiences and leave highly visible traces. Thus on Facebook even if participants are not in steady communication, asence is reduced.  </p>
<p>A striking aspect of this shift is the transgressive behavior often exhibited as a matter of course inside Facebook toward those who are colleagues and may become friends.  Marshall has suggested that members of online communities may use sexual behavior to establish intimacy and maintain contact, much more so than in face-to-face relationships. Many email lists explicitly warn participants away from overly personal chatter, but this stricture would seem at best counter-productive and at worst stodgy in an environment like Facebook.  The flirtatious tone of many Facebook applications may attract users because it perfectly addresses this already established mode of online communication. the appearance of this dynamic in a space that is at least partially professional however, is a shift, and may seem far-fetched to those who have not experienced it. This flirtatious dynamic can be seen clearly with some of the most popular applications.  </p>
<p>The Superpoke application allows users to send gestures and actions to friends who have also added Superpoke. The possibilities range from seasonal or holiday greetings, to romantic or sexual acts, to mean or even violent gestures. Wishing someone Happy Chinese New Year is fairly unequivocal, but the actual meaning expressed when one user licks, tackles, whips or throws a sheep at another is open to a wide range of interpretation and sexual innuendo can easily be conveyed. In addition to strengthening a feeling of intimacy through flirtatious behavior, ambiguity may also contribute to making Superpoke seem entertaining to scholarly types; every message or a series of them can be treated as a puzzle to be solved or a cypher to be decoded.  </p>
<p>But whatever else is accomplished when these message are exchanged, the goals of the developers are always fulfilled, so long as communication continues.  </p>
<h3 id="toc-examples-of-superpoke-exchanges">Examples of Superpoke Exchanges</h3>
<p>Ambiguous communicative motives may be observed in the Superpoke feed of  Hans Bernhard, a member of the artist group Übermorgen. </p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/11/kim01-1226529177.jpg" alt="kim01 1226529177 Gastbeitrag Kim de Vries: Your Friend has just tackled you" title="kim01" width="396" height="636" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>If each of the five elements are considered in this exchange, on the surface, agent varies according to who sent the poke, and motive may vary as implied by the different actions chosen.  In choosing to use Superpoke instead of text, the participants in the exchange have already opted for a potentially more ambiguous mode of communication, and also one that “feels” more embodied.  In the above history of gestures, we see some that are sociable and friendly, such as dancing, giving cookies, hitting the beach, or finding enlightenment.  But we also see some that are ambiguous, like throwing Yuri Gagarin or hypnotizing, and some that are downright naughty, like spanking, taking sexy pictures, and going wild.  Complicating the interpretive task for participants is the accumulation of gestures, how the gestures directed at one friend compare to those directed at another, and each member’s cultural awareness of what gestures mean.  In spite of ample room for misunderstanding, exchanging gestures often leaves the people involved feeling they are getting to know each other much better than if they were simply exchanging text messages.  Further, because the gestures occur in what is already defined as a friendship (because participants must be on each other’s friends list) apparent hostility must be assumed as humor, while flirtation may be meant as a joke, or meant seriously.  However when we say “seriously about virtual actions, what doers this mean?  Were we meeting in person, I would not in fact be able to hypnotize Hans, nor would R. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> be able to toss a long dead astronaut at him.  So along with always being already defined as friendly, these actions are also always part of a game the participants play together.  </p>
<p>This kind of playful activity seems especially concentrated during times when in a relationship carried out in person, participants might normally meet, whether because of a specific event, like a birthday, or because the relationship is advancing.  For example, the following  brief but concentrated exchange took place between myself and a fellow <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">internet</a> scholar two days after meeting at a conference at which we’d spent a few hours after the banquet drinking and talking shop, but hadn’t had any further chance to meet for more than a few minutes. </p>
<div align="center"><img src="http://blog.datadirt.net/wp-content/uploads/2008/11/kim2.jpg" alt="kim2 Gastbeitrag Kim de Vries: Your Friend has just tackled you" title="kim2" width="390" height="112" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>It does not appear to be a very friendly exchange, but in fact carries on the humorous tone already established when we met face to face, and though brief, this exchange served to confirm our initial impressions of each other.  Trout-slapping evokes a sort of slap-stick humor, while a restraining order is a melodramatic over-reaction, and so also humorous.  A hadouken references an aspect of Asian culture that would be known to fans of videogames, Japanese Anime, or Hong Kong action movies, so the gesture invites acknowledgement of a shared interest.  </p>
<p>This may sound quite cozy and altogether positive; two colleagues maintain a connection rather than not.  And in fact, it may in some ways be positive since, to continue this example, David and I are slowly moving toward working on some Facebook research together.  However,we are also following a path laid out by the Superpoke developers and as we follow that path, we are becoming more and more conditioned to conducting parts of our professional exchanges in the game world, according to it’s rules.  Of course, users are not thinking of this when they choose what to do; they are thinking of how much they enjoy feeling more connected and as explained below, this has been an ongoing issue in online sociality.</p>
<h3 id="toc-the-importance-of-being-together-or-at-least-feeling-like-you-are">The Importance of Being Together, or at Least Feeling Like You Are</h3>
<p>When friendships form online, they often reach a moment when the new friends would meet face-to-face and the relationship would be carried out offline as well, but when this is prevented by distance or any other factor, the online channels must carry quite a load of information and feeling, which may serve to intensify the virtual exchanges (Marshall). Participants in this kind of relationship often become extremely intimate on an emotional level because physical intimacy is impossible. Note though that this does not only apply to romantic or sexual relations, but to all connections. With those who are physically proximal, we can easily exchange hugs or handshakes, share meals, go to museums or engage in hundreds of other physical activities which because they are public and common may not seem terribly significant or intimate. But shared physical experiences of any kind cement bonds between people, and also reveal a great deal about the participants to each other.  We have an ongoing feeling of being together, or ‘co-presence” (Zhang 2007). In many ways the exchanges on Facebook seem to stand in for physical encounters–going to lunch or for drinks, attending cultural events, etc.</p>
<p>Superpoke provides a selection of actions that users choose from in order to express interests, political views, flavors of humor, and so on.  But any action can be intended seriously, or ironically (or both).  Understanding each other’s motives becomes paramount because compressing all contact into an online channel intensifies the exchange, and the more effort users expend in interpretation, the more committed they are to the exchange.  So by offering some actions that may be cryptic to some users and require them to make an interpretive effort, developers increase the odds that users will continue the exchange.  </p>
<p>Of course not everyone uses Superpoke, but similar exchanges can be observed in Boozemail, Free Gifts, Hug Me, and numerous other applications.  Further, as has been pointed out, playing a game conditions us to the game-world or system.  In this case Facebook conditions us to a world in which we interact playfully with everyone, whether they are friends or colleagues, shifting the tone of all these relationships in a more playful and sometimes transgressive direction.  Playing with others we feel we get to know them better. In addition to asence being reduced and co-presence maintained between individuals, this occurs also in groups and communities.</p>
<p>It seems the playful or ambiguous tone prompted by Superpoke and other applications has influenced professional communities on Facebook, such as the intriguingly titled ‘Critical Theory and Theorists are Hot.’ In fact, many serious scholarly groups now have a presence on Facebook, such as the Institute for Distributed Creativity; Theory.Org; the Electronic Literature Organization; the Society for Literature, Science, and the Arts; and of course the Association for Internet Researchers, to name just a few.  On the last for example, members can identify who else is attending the conference and find any friends shared in common, which may create a stronger feeling of belonging in the group.  In these groups, members interact through wall posts or forum discussions in a manner that may feel more embodied and ‘authentic,’ and especially in conjunction with the other interactions facilitated and even prescribed by Facebook applications that we see a real shift in the way we are meeting and establishing hybrid social/professional relationships.  But do we really get to know people in the same way as we would interacting in person, or if not, what impact does the difference have on our personal/professional connections?</p>
<h3 id="toc-implications">Implications</h3>
<p>Several applications offer to illustrate a user’s social connections, often with the implication that by collecting all kinds of data, some revelation will be found in the subsequently generated map.  In fact examining the Facebook application “Nexus” reveals that though network visualization applications are supposed to reflect participants’ social connections, they often offer a distorted view, suggesting that Facebook itself may offer a distorted view.  Facebook seems to allow certain kind of expansion of user’s social network.  For example, the Nexus screenshot below appears to show a dense network among some of my friends/colleagues, with some connections leading out of the frame from Monty Cantsin and Karen Elliot.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datadirt.net/wp-content/uploads/2008/11/kim3.jpg" alt="kim3 Gastbeitrag Kim de Vries: Your Friend has just tackled you" title="kim3" width="336" height="161" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Were we to expand the picture, we would find that Monty Cantsin and Karen Elliot connect this cluster to two other dense cluster of my friends.  However, both of those “people” are fictional.  Any user can of course see where these kinds of representations are distorted in their own relations, but from the outside, there is no way to know how accurate they are, unless one has the offline knowledge to draw on.  In this case, not everyone would know that “Monty Cantsin” is in fact not a real person. Further, unless they are well known in person, even people in one’s own network may interpret notices from Facebook applications that they share movie taste, life goals or other preferences as accurate representations, but are they?  In many ways distortions may be introduced that are not discovered until a relationship moves beyond the prescribed interactions of Facebook applications to actual conversation or meeting in person.   But seeing behavior that in its playfulness or apparent intimacy is occasionally inappropriate may lead people to perceive it as more authentic and the person observed as more candid and “real.”</p>
<h2 id="toc-inconclusions">(In)conclusions</h2>
<p>This preliminary analysis suggests that Facebook is affecting our communication practices and our communities in several ways.  First of all, the rhetorical analysis reveals that while Facebook applications appear to simplify the rhetorical situation by reducing the number of variable elements, in fact the remaining elements become harder to interpret, and agency is divided between users, the system, and developers.  Second, because the applications channel user actions in a more playful direction, they condition users into coming to expect this kind of playful exchange and to engage in it themselves across social spheres, rather than distinguishing between them.  Third, though these exchanges reduce asence, strengthen feelings of co-presence and make participants feel they know each other better, when not combined with face to face interaction, the opportunity for misperceptions is great. </p>
<p>These conclusions need to be verified and elaborated trough study of a much larger sample, but a challenge in conducting this research is data collection.  Because most Facebook users restrict their profiles to friends, observing a representative sample becomes quite difficult.  While surveys are being attempted, relying on self-reported behavior has some problems.  The best approach now seems to design a Facebook application and that represents the next step proposed in order to determine the wider impact on scholarly communities and connections.</p>
<p>In spite of the risks of transgression and distortion, forming connections that are playful and emotionally more intimate can be positive in personal and professional terms. People with whom we have formed multi-valent relationships online may also become people with whom we might collaborate on research, or organize conference panels, or at least go to for advice when visiting their home countries/cities. If the kind of communication fostered by Facebook does indeed promote these kinds of connections, that will have a profound impact on scholarly communities.  Until now, in spite of the ease of communication offered by the Internet, when it comes to collaborative work, “space still matters (Borner 2007).”  Thus I ultimately argue that we are making a deal with the devil: users sharing playful and even transgressive exchanges strengthen their social and professional bonds. In circles where communication is often ephemeral, limited to a brief chat at a conference reception or an exchange on a mailing list, Facebook may be especially attractive.  But as we use this amusing and useful platform, we are first and always fulfilling the purpose of developers who don’t care what we say, as long as we keep talking.</p>
<h2 id="toc-bibliography">Bibliography</h2>
<ul>
<li>Boyd, Danah.  “Choose Your Own Ethnography: In Search of (Un)Mediated Life.” Paper presented at 4S, Montreal, Canada, October 13, 2007. <a href="http://www.danah.org/papers/talks/4S2007.html" class="liexternal">http://www.danah.org/papers/talks/4S2007.html</a>
</li>
<li>Burke, Kenneth. A Grammar of Motives. Berkeley: U of California Press, 1945.
</li>
<li>Börner, Katy. “Towards Scholarly Marketplaces” at New Network Theory International Conference, Amsterdam, The Netherlands, June 29, 2007.<br />
&lt;a href=http://ivl.slis.indiana.edu/km/pres/2007-borner-mktplc-ucsd.pdf”&gt;http://ivl.slis.indiana.edu/km/pres/2007-borner-mktplc-ucsd.pdf</a>
</li>
<li>Marshall, Jonathan. “The Online Body Breaks Out? Asence, Ghosts, Cyborgs, Gender, Polarity and Politics.” Fibreculture Issue 3, 2004. <a href="http://journal.fibreculture.org/issue3/issue3_marshall.html" class="liexternal">http://journal.fibreculture.org/issue3/issue3_marshall.html</a>
</li>
<li>Rieder, Bernhard and Mirko Tobias Schäfer. Hybrid Foam. Social Structure before Network and Community, Paper presented at the BSA Annual Conference 2007, London, April 13 2007.
</li>
<li>Zhao, Shanyang &amp; Elesh, D. “Copresence as ‘Being With’: Social Contact in Online Public Domains.” Information, Communication &amp; Society, V. 11, No. 4 June 2008, pp 565–583.
</li>
<li>Zimmerman, Eric. “Narrative, Interactivity, Play, and Games,” First Person. MIT Press: 2004, remediated at <a href="http://www.electronicbookreview.com/thread/firstperson" class="liexternal">http://www.electronicbookreview.com/thread/firstperson</a></li>
<li>Facebook — <a href="http://www.facebook.com" class="liexternal">http://www.facebook.com</a></li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Buchtipp: Anleitung zum Subversivsein</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jun 2008 05:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein neuer Reader im transcript-Verlagt beschäftigt sich mit dem aktuellen Verhältnis von Politik und Subversion.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/subversionen.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2240]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/subversionen-150x150.jpg" alt="subversionen 150x150 Buchtipp: Anleitung zum Subversivsein" title="subversionen" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" /></a>Trifft die Politik die Ästhetik und fragt: was für ein Verhältnis haben wir eigentlich? Ein subversives, versichern die AutorInnen eines brandneuen und ausgesprochen erfrischenden Sammelbandes zum gleichnamigen Thema. Den HerausgeberInnen Thomas Ernst, Patricia Gozalbez Cantóm, Sebastian Richter, Nadja Sennewald und Julia Tieke ist es gelungen, ein vielschichtiges Bild eines schwer fassbaren, aber zentralen Konzepts einer Weltwahrnehmungsweise des 20. Jahrhunderts zu zeichnen. Neben den Beiträgen der einzelnen AutorInnen enthält der Sammelband die Transkription einer Diskussion mit dem Titel “Aber ich würde es nicht machen, wenn ich nicht glauben würde, dass es funktioniert” und Armin Chodzinskis Fotozyklus “Von der Sehnsucht nach Widerständigkeit”.</p>
<p>Mein Überblick über aktuelle politische wie ästhetische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/literatur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Literatur">Literatur</a> ist ein enden wollender — aufmerksam gemacht auf das Buch hat mich Kollege Mirko, der seit einigen Semestern in Utrecht alle möglichen Mensch/Maschine/<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kunst/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kunst">Kunst</a> Interaktionen beforscht und –schreibt. Gemeinsam mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hans-bernhard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hans Bernhard">Hans Bernhard</a> hat er für den vorliegenden Band den Beitrag “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/subversion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Subversion">Subversion</a> ist Schnellbeton” geschrieben, der sich mit der Ambivalenz respektive hochfrequenten Aneignung subversiver Strategien durch jene Strukturen, die eigentlich bloßgelegt werden sollen, beschäftigt — der Artikel ist auf Mirkos Homepage auch <a href="http://mtschaefer.net/entry/subversion-ist-schnellbeton/" class="liexternal">online verfügbar</a>. (In der Tat ist dies wohl die zentrale Frage in der Bewertung jeglicher Alternative zu ultra-liberalem Turbokapitalismus. Denn kein anderes System war jemals so effektiv darin, jegliche strukturelle Form der Kritik zum adaptieren, implementieren und damit letztlich völlig zu entkräften.)</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=datenschmutz-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3899426770&#038;fc1=222222&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;lc1=4A748A&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Ich habe das Buch vor einigen Wochen erhalten und noch nicht alle Beiträge gelesen — doch bereits jetzt, zur “Halbzeit”, gehört das Kompendium zu meinen Lieblings-Readern der jüngeren Vergangenheit. Einen Teil tragen auch die sehr gelungene Aufmachung und das Layout des Buches bei — in der Fußzeile findet sich, fortlaufend gedruckt, übrigens ein “Bonustext”, nämlich Florian Neuners “Was tun wenn’s brennt / Aussageverweigerung / Wahl der Mittel”. Sehr gelungen finde ich die Zusammenstellung sowie die Art und Weise der thematischen Annäherung: hier wird gar nicht erst versucht, in irgendeiner Weise Subversion dogmatisch zu definieren, stattdessen arbeitet das Herausgebertrio ganz bewusst mit einer Multiplizität der Zugänge, die sich auch im Aufbau des Buches widerspiegeln. Nach einem einleitenden Teil, der sich mit Geschichte, Strategie und Wirkung des Begriffs auseinandersetzt, folgt die weitere Einteilung spezifischen Zugängen der unterschiedlichen “schönen Künste”: Beleuchtet wird das Phänomen Subversion in Literatur, Theater, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fotografie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fotografie">Fotografie</a>, Film und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a> sowie in der Bildenden Kunst und Mode. Ob Lumpendesign im Modekontext oder unmögliche Perspektiven im Kino dank Computertechnologie: schnell wird deutlich, dass Subversion keine fixen Rezepte kennen kann, da sie stets von einem bestimmten zeitlichen Spannungsfeld getragen ihre “Wirkung” nach immer kürzerer Zeit verlieren. Soweit in diesem Kontext Verallgemeinerungen überhaupt möglich sind, versucht sie Mark Terkessidis in seinem einleitenden Text “Karma Chamäleon. Unverbindliche Richtlinien für die Anwendung von subversiven Taktiken früher und heute.” Gemeinsam scheint allen subversiven Strategien jedenfalls die Einsicht, dass eine Kritik am System aus dem System heraus sich in einer paradoxen Münchhausen’schen Situation befindet: aber vielleicht kann man sich ja doch an den eigenen Haaren aus dem Sumpf herausziehen — denn die Ästhetik wiegt bekanntlich weniger als ein Vogerl.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Wir Österreicher sind Ärgernisse</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Sep 2007 08:20:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die deutschen Piraten Blogcharts sorgen immer noch für eine Erregung - neuester Beitrag zur Debatte: eine äußerst inadäquate Darstellung der Gefährlichkeit österreichischer Schurkenstaat-Einwohner.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wow, Erstaunen! Man ist ja immer vorsichtig mit Stereotypen; einen Bayern als Weißwurst zu titulieren, geht ironisch grade noch, weil über sich selber darf man bekanntlich Scherze machen und wir Osttiroler sind sozialisierungstechnisch ja halbe Bayern: zumindest hab ich in meiner Jugend wesentlich mehr Wochenenden in München verbracht als in Innsbruck. Und ich mag Weißwurst. Fast genauso gut schmeckt mir die Verbreitung unserer Piratencharts, auch wenn die neueste Stimme im <a href="http://www.zintzen.org/2007/09/05/chart-me-up-o/" class="liexternal">Chor der Empörten</a> da offensichtlich ein paar Kategorien verwexelt hat.</p>
<blockquote><p>An Konkurrenzen , Ärgernissen und diversen push / pump– up Aktionen fehlt es nicht . Siehe DBC : Technorati– Linkketten &amp; page– Piraterie, bezeichnenderweise mit Spuren nach Östereich , wo Max Kossatz und Richie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> fröhlich das Domainschwanzerl von deutscheblogcharts.de in deutscheblogcharts.com umgewandelt haben und letzterer gleichwohl unbelangt weiter für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/matrix/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with matrix">matrix</a> und sogar die NMZ schreibt.</p></blockquote>
<p>Ich schreibe weiter <strong>unbelangt</strong> meine Kolumnen für den ORF (die natürlich auch hier am Blog <a href="http://blog.datenschmutz.net/specials/oe1-kolumnen/" class="liinternal">veröffentlicht</a> werden) und sogar die NMZ… scharfe Formulierung, Hut ab der Herr! Und sogar Berliner Tageszeitung und the gap und what not. Journalisten-Style halt. Aber die Formulierung find ich einfach jenseitig geil: obwohl wir unsere Chart-Aktion durchgezogen haben, darf ich trotzdem weiter für den ORF über Web 2.0 und Charts und dergleichen schreiben. Eigentlich erscheint mir die Forderung, dass ein Journalist, der über Medien schreibt, sich möglichst nicht im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> aufhalten sollte, äußerst skurril. Oder welche andere Implikation kann man dieser Aussage entnehmen?</p>
<p>Dass Meister <a href="http://www.zintzen.org/2007/09/05/chart-me-up-o/" class="liexternal">Zintzen</a> so gar nicht versteht, worum’s bei der ganzen Piratenaction eigentlich geht, ist dann wiederum bezeichnend für die Misstände in deutsch Blogistan: da schreiben einige semi-informierte Paradigmatiker über die politische Wichtigkeit des Blogformats und schürt wöchentlich ein selbstbezügliches, geradezu inzestuöses Feuer innerhalb einer Szene, bei der aktive Leser– und Autorenzahlen nahezu in Nulldifferenz kollabieren. Misstrauen ist angesagt! Ich hab’s schon mal geschrieben und kann’s nur wiederholen: ich treibe mich seit viel zu langer Zeit im Dunstkreis der Netzkunstszene rum. Leudde wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hans-bernhard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hans Bernhard">Hans Bernhard</a> oder Alexej Shulgin, die q/uisse, monochrom etc… die Arbeit jener Künstler und Theoretiker, die ich spannend finde, geht nicht von einem behaupteten Status Quo (“Die Blogosphäre ist wichtig und gut”) an Fragestellungen ran, sondern versucht, durch smarte Setups, Interventionen und Hacks Denkprozesse bei allen Beteiligten in Gang zu setzen, die nicht über vorgegebene Bahnen verlaufen.</p>
<p>Natürlich folgt der “wider die guten Sitten” Argumentation der ökonomische Rundumschlag auf den geschwollenen Fuß: </p>
<blockquote><p>Dass nirgendwo eine Differenz gezogen wird zwischen kommerziellen Bezahlbloggern (egal , ob von Zeitungen ins Rennen geschickt oder per Adsense, Adical, Trigami geknechtet), liegt wohl in der Logik der allumfassenden Kompetition — gleich, ob es sich um reales oder symbolisches Kapital handelt.</p></blockquote>
<p>Und dann wenige Sätze später:</p>
<blockquote><p>Dass nun auch das Startup– Fieber die österreichische Bloglandschaft überrollt, zeigt das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/barcamp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Barcamp">Barcamp</a> Vienna auf der Wilhelmshöhe Ende September. Ganz nett, sich die Subscribers durchzusehen und deren jeweilige Selbstdarstellung . Fast wie bei den Grossen!</p></blockquote>
<p>Das ist nicht nur geschmacklos, sondern lässt auch die Frage offen, auf den sich “groß” bezieht… Aber man muss gar nicht zu Unterstellungen greifen, wie das der werte Herr Kollege tut. Informationen aus erster Hand aufzunehmen wär extrem hilfreich, anstatt weiterhin dass Misstrauen gegen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> zu schüren — schlimm genug, dass wir innnerhalb der internationalen Staatengemeinschaft als Schurkenstaat gelten!</p>
<p>PS: Meine nächste matrix-Kolumne schreib ich zum Thema “Quantitative Vermessung der deutschen Blogosphäre”. Das ist ja das schöne an Kolumnen: die drücken eine Meinung aus.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Amazon Noir — Interview mit Hans Bernhard</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 12:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In ihrer aktuellen Aktion verwendeten die bekannten Netzkünstler UBERMORGEN.COM die “Search-Inside-the-Book” Funktion von Amazon.com, um komplette Bücher von der Webseite des Online-Händlers zu spidern und “in ihr traditionelles Interface zu überführen”. Verpackt in einen klassischen Krimiplot der vierziger Jahr trägt die Aktion den Titel Amazon Noir.

Im Interview (für telepolis, erschienen am 22.11.2006) erklärt Netzkunstaktivist Hans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image185" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/amazonnoirteaser.jpg" alt="amazonnoirteaser Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard" style="float:right;padding-left:6px;padding-bottom:2px;" title="Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard" />In ihrer aktuellen Aktion verwendeten die bekannten Netzkünstler <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ubermorgencom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ubermorgen.com">UBERMORGEN.COM</a> die “Search-Inside-the-Book” Funktion von Amazon.com, um komplette Bücher von der Webseite des Online-Händlers zu spidern und “in ihr traditionelles <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interface/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interface">Interface</a> zu überführen”. Verpackt in einen klassischen Krimiplot der vierziger Jahr trägt die Aktion den Titel <a href="http://www.amazon-noir.com" class="liexternal">Amazon Noir</a>.<br />
<span id="more-183"></span></p>
<p>Im Interview (für <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24034/1.html" class="liexternal">telepolis</a>, erschienen am 22.11.2006) erklärt Netzkunstaktivist <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hans-bernhard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hans Bernhard">Hans Bernhard</a>, warum die Künstlergruppe ihre Coup als Freestyle-Forschung und durchaus nicht als Angriff auf das Konzept des  Copyright sieht — und versichert, dass die gesamte Aktion tatsächlich stattgefunden hat, denn nachprüfbar ist dies für die interessierte Öffentlichkeit letztendlich nicht. Dissimumlierte Netzkunst, Underground-Coup und/oder Media Hacking? Interview zu einem teilfiktiven Krimi mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hans-bernhard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hans Bernhard">Hans Bernhard</a>, Lizvlx, Paolo Cirio und Alessandro Ludovico in den Hauptrollen.</p>
<p> </p>
<h1 id="toc-geistiges-eigentum-rekombinieren">Geistiges Eigentum rekombinieren.</h1>
<h4 id="toc-interview-mit-hans-bernhard-zu-amazon-noir">Interview mit Hans Bernhard zu “Amazon Noir”</h4>
<p><i>Wie kam’s zur Idee von Amazon Noir?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> 2003 hat Amazon begonnen, ca. 120.000 Buchtitel via “Search Inside the Book” durchsuchbar anzubieten. Die Idee, die Bücher zu klauen, ist schon älter: Sie kommt aus dem Umfeld der italienischen Software–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kunst/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kunst">Kunst</a>–Gruppe <a href="http://epidemic.ws" class="liexternal">[EpidemiC]</a> und des Netzaktivisten &lt; href=“http://www.paolocirio.info”&gt;Paolo Cirio, einer unserer Kooperationspartner, hat mit [EpidemiC] vor ein paar Jahren gearbeitet; Wir klauen eigentlich gerne Ideen von anderen. Es ist eine unserer Spezialitäten, dass wir einfach etwas nehmen und weiterentwickeln. Anfang 2006 begannen wir, die Technologie auszuloten und uns zu überlegen, was man mit diesem System machen kann. Dabei ist uns folgendes aufgefallen: wenn man mit verschiedenen Robots Queries (Suchanfragen) absetzt an das “<a href="http://www.amazon.com/Search-Inside-Book-Books/b?ie=UTF8&#038;node=10197021" class="liexternal">Search Inside the Book Tool</a>” und dazu sehr häufige Wörter verwendet wie “ist” oder “und”, dann erhält man eine ganz Liste von Treffern.<br />
Allerdings bekommt man ja nie ganze Seiten oder das komplette Buch, sondern immer nur einen einzelnen Paragraphen. Von dem nimmt man die ersten und die letzten vier, fünf Wörter, die in der Regel “unique” sind, also nur einmal im Buch vorkommen, und startet mit denen die nächste Suche — so erhält man den folgenden bzw. den vorigen Absatz.<br />
Das so lange zu machen, bis man ein komplettes Buch zusammengesetzt hat, ist natürlich eine unheimlich mühsame und anstrengende Arbeit, die ein Mensch zwar prinzipiell erledigen könnte. Aber durch Software lässt sich der Prozess stark verkürzen. Für ein komplettes Buch braucht man ca. fünf– bis zehntausend Anfragen. Unsere Software hat das zu Beginn in etwa 30 Stunden erledigt, später konnten wir den Prozess auf rund eine Stunde verkürzen.</p>
<p align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/diagram.jpg" class="imagelink" rel="lightbox" title="Ablaufdiagramm Amazon Noir"><img id="image184" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/diagram.thumbnail.jpg" alt="diagram.thumbnail Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard"  title="Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard" /></a><br />
<small>Ablaufdiagramm der Amazon Noir Software</small></p>
<p><i>Amazon bietet natürlich keine “offizielle” Schnittstelle für diese Suchfunktion an; das heißt, eure Software simuliert einen normalen Besucher bzw. Benutzt genau jenes Interface, das jedem Amazon-User zur Verfügung steht. Die Entwicklungszeit für diese Software war relativ kurz — wann habt ihr begonnen?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Anfang 2006 — es dauerte 3 Monate, das Tool zu entwickeln; nach einigen Probeläufen haben wir Tuningmaßnahmen getroffen, Libraries ausgetauscht und das Programm verbessert. Dann kam uns Amazon USA auf die Schliche und begann, auf technischer Ebene Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Paolo Cirio hat die Software programmiert — ich kenne mich technisch nicht im Detail aus; jedenfalls hat Amazon die Texte so umgestaltet, dass unsere Roboter sie nicht mehr korrekt zusammensetzen konnte.<br />
Wir trafen aber wiederum Gegenmaßnahmen und konnten weiterhin Bücher — wenn auch in niedrigerer Qualität — rausfischen. Das war aber schon ziemlich gegen Ende des Projekts. Zugleich hat uns Amazon sogenannte “Cease-and-Desist-Letters” zugestellt. Das sind keine Gerichtsurteile, sondern reine Anwaltsbriefe, die gerichtliche Maßnahmen androhen. Wir nahmen daraufhin Kontakt auf und trafen eine Vereinbarung — soweit ich mich erinnere, haben unsere Anwälte am 30. Oktober mit den Anwälten von Amazon gesprochen. Wir einigten uns darauf, die Software an Amazon zu verkaufen und haben anschließend sofort aufgehört, Bücher von der Seite zu ziehen. Denn bei unseren Projekten geht’s rein ums Experimentieren: Amazon Noir ist kein Statement zum Copyright und schon gar kein Angriff auf den Online-Händler. Da ist keine spezifische Zielsetzung dahinter, das Thema hat sich einfach angeboten. Ich bezeichne das als  Freestyle-Grundlagenforschung. Wir bauen ein Setting und beobachten dann, was passiert soziologisch, medial und technologisch. Dabei hatten wir keinen festen Plan für den Ausgang. Der Verkauf hat sich als neue Lösung angeboten, und so haben wir uns zur Einigung mit Amazon entschlossen.<br />
In userer Arbeitsweise sind wir ja absichtlich sehr offen: im whois-Eintrag unserer Domains stehen immer der richtige Namen und die richtige Adresse drin, damit man uns auch problemlos kontaktieren kann, wenn man das möchte. An dieser Stelle ist es wichtig zu erwaehnen das “Amazon Noir“ein Projekt von <a href="http://ubermorgen.com" class="liexternal">UBERMORGEN.COM</a> (Lizvlx/Hans Bernhard), Paolo Cirio und Alessandro Ludovico ist. Gefördert wurde Amazon-Noir vom <a href="http://www.edith-russ-haus.de/" class="liexternal">Edith Russ Haus</a>, von der Sektion Unst des österreichischen Bundeskanzleramtes von der Stadt Wien. </p>
<p><i>Was habt ihr im konkreten Fall mit den gespiderten Büchern gemacht?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Die wurden über Peer-2-Peer Netzwerke wie Gnutella und Bittorrent weiterbreitet, existieren jetzt irgendwo da draußen und sind auch nicht mehr rückholbar.</p>
<p><i>Habt ihr die Dateien markiert?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Nein, wir haben uns das lange überlegt, ob wir Werbung für uns inkludieren sollten oder eine Kennzeichnung, entschieden uns dann aber ganz klar dagegen. Weiters haben wir die Bücher auch in verschiedenen Formaten angeboten, damit sie nicht auf uns rückverfolgbar sind. Das Problem ist: juristisch gesehen macht man sich durch die Verbreitung komplett angreifbar. Wir haben die Bücher nicht gestohlen, sondern nur genommen, aber nach der geltenden Gesetzeslage dürfte man sie nicht massenhaft weiterverbreiten. Das haben wir gemacht, wollen uns aber nicht festnageln lassen dafür.</p>
<p><i>Wurde Amazon über die massenhaft abgesetzten Suchanfragen auf euch aufmerksam?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ich weiß nicht genau, was ausschlaggebend war. Das Projekt wurde bis zum 15. November nie offiziell veröffentlicht; es wurde technisch durchgeführt, und es fand in den Massenmedien statt: der Spiegel berichtete darüber, es gab einen Artikel am <a href="http://www.we-make-money-not-art.com/archives/008920.php" class="liexternal">we-make-money-not-art Blog</a>… und dadurch entstand eine schizophrene Situation. Einerseits totale Underground-Technologie, andererseites “Overground”-Presse. Dazwischen gab’s überhaupt nichts. Wir haben keinerlei Informationen nach außen gegeben und waren wie in einem Vakuum. Und Amazon hat sehr wahrscheinlich über die Presse, möglicherweise aber auch über die Suchanfragen bemerkt, dass jemand versucht, ihr System anzugreifen; wobei das natürlich keine Hackerangriffe waren: sie haben das System ja angeboten, wir haben uns die Bücher nicht durch die Hintertür erschlichen und irgendwelche Systeme “gecrackt”, wir haben mit einem Hack die Bücher wieder in ein anderes — nämlich in das klassische — Interface überführt. </p>
<p><i>Wie würdest du “Hack” definieren?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Wir sprechen gern vom media hacking — damit ist ganz spezifisch gemeint: das Eindringen in massenmediale Kanäle mittels Niedrigtechnologie, mittels Technologie, die jedem zur Verfügung steht: wie etwa E-Mail und Web, Mobiltelefone, GPS-Geräten usw. Und damit loten wir die Grenzen die Legalität aus. Wir prüfen vorher, ob es Gesetze gibt, die unser Vorhaben verbieten. Falls ja, kann man manchmal Gesetze übertreten, wenn man das mit sicher selber verantworten kann. Gesetze müssen manchmal auch “angegangen” werden, weil das Recht keine fixe Sache ist, sondern sich ändert, wenn sich Gesellschaft und Technologie ändern. Die “Freiheit der Kunst” ist bei uns ein sehr hoch angesiedeltes Gut, genauso wie die Redefreiheit in den USA: und da kann man andere Gesetze auch darunter ansiedeln, das ist eine Möglichkeit der Rechtfertigung juristischer Twilight-Zones.<br />
Wenn uns dieses Eindringen in die Massenmedien gelingt, dann erreichen wir riesengroße Verbreitung und Frequenz. Das wäre also der Media Hack. Beim “technischen Hack” geht’s, allgemein gesagt, um das Auffinden von Schwachstellen im System bzw. um alternative Benutzung von Interfaces. </p>
<p><i>Spielte das Projekt <a href="http://www.textz.com" class="liexternal">textz.com</a> eine Vorbildrolle für Amazon Noir?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ich kenne Sebastian Lütgow seit sieben oder acht Jahren und finde seine Tätigkeit großartig. Vor einigen Tagen traf ich ihn in Kopenhagen, dort stellte er eine wunderbare Arbeit vor: einen Screenshot und ein Script, und wenn man das Script ausführt, wird aus dem Bild das komplette “Cryptonomicon” von Neal Stephenson dechiffriert — der Text ist steganographisch im Buch kodiert, das ist zugleich die Zukunft von Textz.com und diese Verschlüsselung wird auch auf juristischer Ebene eine ganz neue Herausforderung. Sebastians aktuelle These ist, dass Copyright bei konvergenten digitalen Medien einfach nicht mehr funktioniert.<br />
Aber wir waren nicht beeinflusst von ihm; wir wollten keine weitere Plattform sein, die Bücher distribuiert, sondern eine aggressive Technologie entwickeln und beobachten, was passiert, wenn wir diese Technologie in den Raum stellen und die ganze Geschichte in eine Handlung verpacken. Dieser Noir-Plot bezieht sich auf die Kriminalautoren der vierziger Jahre wie Raymond Chandler und auf die typischen Gangsterfilme aus dieser Zeit.<br />
Durch solche Inszenierungen versuchen wir, der ganzen Aktion eine weitere Dimension zu geben. Wir möchten das Thema nicht als trockene Copyright-Aktion darzustellen, sondern durch den Transfer bekannter Metaphern in den digitalen Raum eine leicht verständliche Erklärung zu liefern.<br />
Ein anderes Beispiel dafür wäre etwa der <a href="http://www.hijack.org/" class="liexternal">digital Hijack</a> von etoy. Wir haben die ganze Aktion als Flugzeugentführung gescriptet, damit die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahrnehmung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahrnehmung">Wahrnehmung</a> von außen auch wirklich funktioniert. Damit man etwas hat, was man erzählen kann, damit die ganze zugehörige Ästhetik die Geschichte stützt. Das andere Beispiel ist <a href="http://www.vote-auction.net" class="liexternal">Vote-Auction</a>, wo wir im Prinzip auch eine relativ einfache Idee — nämlich Wahlkampfstimmen während der Präsidentschaftswahl 2000 zu kaufen und zu verkaufen — erweiterten. Wir behaupten, dass wir eben nicht Künstler sind, sondern radikale osteuropäische Businessmen, die der Meinung sind, dass man Kapitalismus und Demokratie zusammenbringen müsse. Das war ein wesentlicher Grund für die ausgedehnte Berichterstattung in den Massenmedien.</p>
<p align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/amazon-noir1.jpg" class="imagelink" rel="lightbox" title="Amazon Noir"><img id="image186" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/amazon-noir1.thumbnail.jpg" alt="amazon noir1.thumbnail Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard"  title="Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard" /></a><br />
<small>Amazon Noir Artwork</small></p>
<p><i>Spielte eure Bekanntheit als net artists für das Zustandekommen des Amazon-Deals eine Rolle?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ich glaube nicht; ich denke, die werden schon recherchiert haben, wer da dahinter steckt, um rauszufinden, ob wir das auch durchziehen können. Sie haben ja quasi die Katze im Sack gekauft und wussen nicht genau, was wir in petto haben. Da ging’s dann auch um den Preis, um die Einschätzung der tatsächlichen Bedrohung.</p>
<p><i>Eure Software als solche ist ja für Amazon völlig wertlos, abgesehen davon, dass sie nicht weiter verbreitet wird.</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ja, das auf jeden Fall; wir haben auf der Seite noch das Ablauf-Diagramm und wir haben uns das Recht eingeräumt, die Funktionalität schematisch darzustellen — das müssen wir tun, um die Software zu erklären, sonst existiert die ja gar nicht und ist nur ein Geist. Die Scripts selbst werden wir natürlich nicht publizieren.</p>
<p><i>“Geist” ist ein gutes Stichwort — es gibt von Amazon keinerlei Stellungnahme zu dem angeblichen Kauf der Software. De facto könnte die gesamte Aktion auch nicht statt gefunden haben und bloße Inszenierung sein; war das eure Absicht?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ich habe letzte Woche mit Cornelia Sollfrank gesprochen, die einen Text für unseren UBERMORGEN.COM Katalog verfasst hat. Sie hat mich dann auch in Bezug auf Amazon Noir gefragt, inwieweit unsere Aktionen auch real statt finden. Meine Antwort darauf: Sie finden definitiv statt, weil es für uns von substanzieller Wichtigkeit ist, das Experiment auch tatsächlich durchzuführen.</p>
<p><i>Diese Antwort erstaunt. Wäre das nicht der “next Level” im media hacking: Berichterstattung über Aktionen, die überhaupt nie passierten?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Wir haben das natürlich schon gemacht und experimentieren damit; aber bei unseren großen Projekten wie <a href="http://www.gwei.org/index.php" class="liexternal">Google Will Eat Itself</a> und Amazon Noir ist es wichtig, dass der technologische Teil funktioniert. Inwieweit dies tatsächlich der Fall ist, variiert, und natürlich gibt’s gewisse Verzerrungen in der Darstellung. Aber das Experiment soll auf jeden Fall statt finden. Sonst ist es eine reine mediale Blase, und die ist für uns nicht so interessant, weil sie keine Verbindung in die Realität hat, und dadurch die Geschichte unglaublich mühsam wird: wir sind ein relativ faules Pack, und es ist sehr mühsam, wenn man alles erfinden muss!<br />
Bei Vote-Auction etwa haben wir die Idee von einem amerikanischen Studenten gekauft; wir mussten bloss noch die Story von den osteuropäischen Geschäftsleuten basteln und ertragen, dass wir jeden Tag Klageschriften bekamen und CIA und die österreichische Staatspolizei hinter uns her waren, dass wir vierzig Interviews pro Tag gaben — das mussten wir alles ertragen, aber wir mussten nichts erfinden.<br />
Wenn du also fragst, ob wir Projekte machen, wo’s gar keine Substanz gibt: Vote-Auction war das ultimative Beispiel dafür. Da gab es gar nichts: nicht einmal die auctioning Software, nur ein Formular, das aus Sicherheitsgründen keine Userdaten gespeichert hat und eine kleine, hässliche Website. Unser Weg war vielleicht umgekehrt: über die Blase zum realen Experiment. </p>
<p><i>A propos reales Experiment: Google will eat itself läuft nun schon eine ganze Weile — und der Konzern zeigt wenig Freude über eure Aktion und hat euch kontaktiert?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Google hat zu uns gesagt, sie verstünden schon, dass sich um Kunst handle, aber wir sollen trotzdem aufhören. </p>
<p><i>Als Shareholder kann man sich nicht mehr registrieren?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Wir haben nur ein technisches Problem mit der Anmeldung; die Technologie läuft, Geld kommt rein, und man wird sich in Kürze wieder anmelden können. Wir stehen derzeit bei über 80.000 Dollar, das ist nicht wenig Geld für ein Kunstprojekt. Wir sind sehr zufrieden damit. Mal schauen, wie sich das weiterentwickelt.</p>
<p><i>Ist die Amazon noir Aktion mit dem Verkauf der Software für euch nun beendet?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Wir sind erstmal froh, dass wir einen Deal mit Amazon machen konnten — die Zeit seit Februar war sehr anstrengend, wir durften einerseits nicht über die Aktion sprechen, andererseits wurde viel berichtet… wir werden demnächst im Kunstbereich die Aktion weiterentwickeln und museale Präsentation und Installationen für Gallerien machen; das sind geplante Erweiterungen, von der Technologieseite her ist Amazon Noir abgeschlossen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pettauer">Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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