Tja, es gibt da eine TV-Werbung, deren Soundtrack bei Dauerwiederholung eine gewisse Ohrwurmqualität nicht abzusprechen ist. Es geht dabei um einen Schokoriegel, beim gleichnamigen Protagonisten handelt es sich um niemand geringeren als Ferreros Maxi King, den gekrönten Un-König des Werbepausen Hip Hop. Da trifft es sich ja ganz hervorragend, dass in der virtuellen Heimatstadt des Maxi King gerade ein großer Remix-Wettbewerb läuft, bei dem man sich eine Alternativversion zusammenklicken kann: 2 Wochen Miami sind der Hauptpreis, remixed wird über eine simples Flash-Applikation, und die sorgt durchwegs für ein paar Minuten fröhliche Song-in-a-Box Unterhaltung. Diesen Beitrag weiterlesen »
| 7. Februar 2008 21:00 | bis | 8. Februar 2008 4:00 |
In der Fluc_Wanne am Praterstern 5 gibt sich Miyara Supasaiyajin aka Tetsuo live die Ehre. Die geneigte Zuhörerschaft erwartet "traditioneller" Mash-Up Sound, genauer gesagt japanisch-grazerischer Schlagercore. Also Schuhplattler statt Krocha - oder allenfalls Squaredance, wenn Point und Santos live und und an den Decks ihre Oldskool-Western-Hörspiel-Collage basteln.
Die visuelle Reizüberflutung dirigiert Herr Nieder von paxnicht respektive brainwash drivein, beginnen tut der vorgezogene Karneval um 21:00 Uhr. Wie immer gibt's auf datenschmutz *keine* Gravity-Tickets zu gewinnen - denn der Eintritt ist nun mal gratis. Big up Drumfunk.at!
Mehr Infos zu den beteiligten Sound-Dekonstruktivisten:
Miyara Supasaiyajin aka Tetsuo (live) [alp.traum / JP]
Any Maniac (live) [shellbeach / widerstand / disko404]
Point (live) stubenmusicstudio]
Santos [stubenmusicstudio]
Über bruit, das Netz Label von Gert Brantner und Dr. Nachstrom, habe ich an dieser Stelle schon mehrmals berichtet. Seit 11.11. steht der aktuelle Release des Neuzugangs Herwig Holzmann: die Literatur meines polnischen Science-Fiction Heroes Stanislaw Lem (herzliche Grüße an Ijon Tichy und Trurl!) fungierte als Inspirationsquelle für das Album Lem..
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"Wo taucht das Böse auf?" fragen sie mehr als einmal. Die realsatirischste Rap-Crew aller österreichischen Zeiten ist angetreten, um SBG (sprich: Ässsbegeh) ordentlich zu representen. Ob sie damit ihrer Heimatstadt einen Gefallen tun, steht allerdings auf einem ganz anderen Blatt Pete meinte, wir sollten den Clip anlässlich der Salzburgischen Olympie-Bewerbung ein wenig spreaden. Allerdings muss ich zugeben, dass mit der vollen Länge eine gewisse Mühseligkeit verbunden ist - aber keine Sorge: die erste Minute reicht.
Für unsere (nord)deutschen Gäste: Ässsbegeh ist so ziemlich das Gegenteil von abgefuckt. Als ich dort am Techno-Z unterrichtet hab, war die gängige Meinung über das lokale Nachtleben: wenn nicht gerade Festspielsaison ist, klappen die Bewohner die Gehsteige in der Innenstadt um 22 Uhr hoch. Möglicherweise haben wir vor lauter noblen Vierteln den besungenen Salzburger Dreck aber auch völlig übersehen, schließlich war ich schon einige Monate nicht mehr vor Ort. Die Ghettoisierung schreitet ja bekanntlich manchmal schneller voran, als man Ässsbegeh sagen kann.
Theoretisch besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass die fünf Meistersinger über ein ganz anderes, mir nicht bekanntes, aber ebenfalls in Österreich loziertes Salzburg rappen. Wenn nicht, dann gießt das quirlige Quintett dafür massig Wasser aus die willigen Mühlen des Kulturpessimismus: das kommt also dabei raus, wenn das Zielpublikum Sido's geniale Ironie oberhalb der Teppichkante abschneidet und den verbleibenden Bodensatz ungekonnt re-simuliert. Sagen Sie also nicht, ich hätte keine Warnung ausgesprochen:
PS: Die Ironie scheint hier ausschließlich im Auge des Betrachters zu liegen - wenn es sich bei dem Klipp allerdings um ein Kunstprojekt von Salzburger Studenten handelt, dann - fetten Respekt. Falls nicht, dann traue ich mich ab sofort nicht mehr abends allein in den Club, die Jungs könnten am Ende ja noch irgendwo auftreten. Auch lesenswert: die Kommentare zum Video auf youtube.
Aus aktuellem Anlass (siehe CD-Review von Jan Delays aktuellem Album "Searching for... the Dubs") sozusagen ein Re-Run meines letzten Features über die Absoluten Beginner in the gap; entstanden anlässlich der Veröffentlichung des Albums "Blast Action Heroes".
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Bloss nicht abschrecken lassen vom Cover im astreinen Metal-Look. Hier ist Boombox Sound drin und Hip Hop, wie er sein sollte. Dynamisch, treibend, originell - vom ersten Track "Blackout", der mit selten gehörter Funk-Wucht aus deinen Boxen dringt. Aber Vorsicht! Die Scratches auf "Swamp Water" könnten deine Katze verschrecken. Diesen Beitrag weiterlesen »
Gut, dass der ARD mal wieder einen Hörspielwettbewerb für NewcomerInnen aus der "freien Szene" veranstaltet. Noch besser, dass der deutsche Staatsfunk die elf eingereichten Beiträge "Premiere im Netz" feiern lässt: das bedeutet, dass man sämtliche Werke als mp3-Files donwloaden kann: ARD Hörspieltage.
Ein wenig jene formatradiofeindliche Unterhaltungsform aufzuwärmen, mit deren späten Ausläufern die Noch-vor-Internet-Kindergeneration sich trüb-regnerische Tage vertrieb (Ich glaube, ich lautschte den akustischen Umsetzungen von 1001 am gebanntesten), stünde auch dem ORF gut zu Gesicht. Aber eines kann man dem ARD nun wirklich nicht vorwerfen: dass er sich nicht um das Thema Jugendschutz kümmert. Bei einem der Hörspiele, konkret "Mindfuck", setzt die klassische Fernsehzensur voll ein:
"MINDFUCK" - Diese Sendung ist gemäß ARD-Kriterien zum Jugendschutz für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet. Sie kann daher nur in der Zeit von 22 bis 6 Uhr verfügbar gemacht werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Das ist nicht erfunden - hier die Beweisfotos:
PS - In Amerika bezeichnet man 21:00 Uhr als die "Watershed" - bis dahin hat das Programm einigermaßen kindertauglich zu sein, danach darf geflucht, gesoffen, getötet und andeutungsweise auch sexuell verkehrt werden. Vielleicht sollte man die ARD-Strategie ja generell für's Internet aufgreifen. Das würde auch eine Menge arbeitsloser Webdesigner beschäftigen.
PPS - Wie geht der ARD mit dem Ausland lebenden Kindern um, von wegen Zeitverschieben? Oder endet der Jugendschutzauftrag etwa an der Bundesgrenze?