Artikel-Schlagworte: „Internet“
Blogistan Panoptikum KW25 2009
Zurück aus dem hochverschneiten Lienz (nächtens fiel die Schneefallgrenze deutlich unter 2.000 Meter) sitze ich in der ersten Klasse der ÖBB und frage mich, ob man die Arbeitslosigkeit in diesem Land nicht zumindest ein wenig bekämpfen könnte, wenn man ab und an mal jemanden die Zugfenster putzen ließe. Aber genug der Besserwisserei: wenn der natürliche Weichzeichner der Landschaft ihren kargen Reiz entreißt, wird die kühle Post-Kathodenröhre des Laptops umso interessanter. Mit anderen Worten: auf zum Panoptikum, das letzte Woche einem grausamen Arbeits-Anschlag, verschuldet durch den gewissenlosen Internetrat, zum Opfer fiel! Diesen Beitrag weiterlesen »
Interview: Warum ich Blogger bin
Dominik Gubi und seine Kollegen haben mich für die Publizistik-Lehrveranstaltung “MultiMediaBerufsfelder” interviewt – die exzellente Bild- und Tonqualität resultiert übrigens daher, dass die Digital Natives mit Canon-EOS SLR aufgezeichnet und den Ton extra aufgenommen haben… im Übrigen hab ich natürlich wieder mal wesentlich länger gequatscht als geplant, allerdings habe ich versucht zu erklären, warum ich beruflich im Internet und nicht – beispielsweise – auf der Bohrinsel oder im Fotolabor gelandet bin. Erstmals recherchiert: Frösche, Playboys, Keywords alles, was Sie nie über datenschmutz wissen wollten – wider die Objektivität!
Werbeplanung.at Handbuch Nr. 4 erschienen
Ein wahres Paradies für Zahlenliebhaber ist das dieser Tage erschienene ÖWA Plus Handbuch mit den soziodemographischen Daten der österreichischen Internet-Nutzer aus dem vierten Quartal 2008. Wer hierzulande im quantitativen Bannermarkt mitspielen mag, kommt nicht umhin, das teure Zählpixel einzubauen. Dementsprechend aufgeregt wedelte Xsara, die vor kurzem den grauen Markt des paid targetted traffic entdeckte, mit dem Schwanz, als ich meinen Umschlag öffnete:

Wie T-Mobiles Edge mich immobilisiert
In letzter Zeit ist das Verhältnis zwischen mir und meinem UMTS-Ei höchst angespannt, und zwar so sehr, dass ich froh und glücklich über das März-Ende meiner 18monatigen T-Mobile Bindefrist bin und mir asap eine A1 Datenkarte zulegen werde. Denn die Empfangsqualität außerhalb von Ballungsgebieten passt auf keine Kuhhaut – wer UMTS, HSDPA & Co auch außerhalb ostösterreichischer Bundeshauptstädte verwenden will, dem kann ich nach meinen persönlichen Erfahrungen vom Angebot des Rosa Overbranding-Riesen nur dringend abraten. Und weil’s in Dorfgastein keiner Internet-Café gibt, konnte ich datenschmutz in der vergangenen Woche auch nur sehr sporadisch updaten. Diesen Beitrag weiterlesen »
Einmal will ich in die Nachrichten
Zum Pimpen ihrer Viral-Video Kampagne setzt die deutsche Familienversicherung auf personalisierbare Videos. Auf punkt11.tv kann man ein kürzester Zeit einen Clip erstellen, der vor allem nicht besonders internet-affinen Personen durchaus einen netten Schrecken einjagen könnte. Die Flash-Applikation baut aus einigen demographischen Angaben sowie einem Upload-Bild dynamisch einen typischen Nachrichten-Beitrag zusammen, in den die betreffenden Daten eingebunden werden – das sieht dann beispielsweise so aus: Diesen Beitrag weiterlesen »
ds-Podcast: wtf is… Arbitrage Marketing?
“Arbitratus” steht im Lateinischen für “Gutdünken, freies Ermessen”. Im Internet versteht man unter Arbitrage Marketing das smarte Jonglieren mit Click-Preisen, Conversion und Affiliate-Kickbacks. Im folgenden Podcast-Video (der Pilot einer neuen losen Serie “wtf is…?”) erkläre ich anhand eines einfachen Rechenbeispiels kurz und knapp, wie Arbitrage Marketing funktioniert und wie sich schon so mancher Einzelunternehmer seine eigene Gelddruckmaschine gebastelt hat:
Grandioses Video: das Internet kapieren
“History of the Internet” von Lonja erklärt elegant und nahezu hypnotisch die technologische Geschichte des Internet seit 1957 – und zwar ausschließlich anhand von Picol.org Icons und komplett in schwarz/weiß. Ab sofort gilt die Ausrede “Ich bin ja nur Anwender, technisch ist mir das zu hoch” nicht mehr!
Facebook browserseitig mit Firefox Add-Ins anpassen
Poken… das klingt irgendwie so nach “ich stups dich mit einem spitzen Stock mal in die Hüfte, um zu sehen, ob du dich noch bewegst.” [Bewegst du dich noch oder lebst du schon?] So im Sinne von: “I wouldn’t poke that smelly dead rat with a ten foot pole.” Anstupsen… wer will sich schon anstupsen lassen? “Huggen” oder “Umarmen” wär doch gleich viel netter, oder? Firefox-Benutzer hatten einst die freie Wahl, denn Jeremy Blanchard hat ein kleines Plug-In geschrieben, das aus den Pokes Hugs macht. Diesen Beitrag weiterlesen »
Mehr Followers kriegen: die Twitter Auto-Follow-Liste
Heute habe ich auf datadirt ein kleines Experiment gestartet: analog zu den bekannten und beliebten dofollow-Blog Listen habe ich eine Aufstellung von Twitter-Auto-Follow Accounts begonnen. Bekanntlich kann man mittels Services wie Tweetlater und anderen Mash-Ups den eigenen Twitter-Account so konfigurieren, dass man jedem neuen Follower automatisch zurückfolgt. Die Liste wird ausschließlich solche Autofollow-Accounts umfassen inklusive jeweils drei Tags zur groben thematischen Einordnung – wichtig für gezielte Nischenarbeit. Diesen Beitrag weiterlesen »
Über die Arbeitsbedingungen der modernen Gatekeeper
Passend zur aktuellen Debatte, warum deutsche Medienjournalisten soviel Zeit haben, mit Twitter und Facebook rumzuspielen, wo sie doch eigentlich andere User, die mit Facebook und Twitter rumspielen, über Twitter und Facebook interviewen sollten, fragt Günter nach den Schwerarbeitsbedingungen österreichischer Online-Journalisten. Die E-Mail trägt Siegel der Mediengruppe Online, bei der es sich, anders als der Name vermuten lassen könnte, keineswegs um radikal-aktionistische Medienkünstler handelt, sondern um eine Interessensgemeinschaft österreichischer Netzjournalisten Diesen Beitrag weiterlesen »
Vom Scheiss- zum Super-Internet
Seit der Eröffnungsdiskussion zum diesjährigen Elevate Festival freut sich die Duden-Redaktion über eine neue Redewendung: einen Lorenz performen steht für gut getimte Pauschalverurteilungen zum Zwecke des (möglicherweise gar unbeabsichtigten) Linkbaiting. Aber genug gelacht, die Macher des Festivals riefen gemeinsam mit dem Studiengang Journalismus und Unternehmenskommunikation (FH Joanneum) eine Seite ins Leben gerufen, die den konstruktiven Dialog fördern soll. Diesen Beitrag weiterlesen »
Blogpiloten-Kolumne: Facebook vor dem Aus?
Im Oktober bin ich zum Autorenzirkel der Blogpiloten gestoßen. Die Einladung hat mich deshalb sehr gefreut, weil dieses kollaborative Projekt schon längere Zeit eines meiner deutschsprachigen Blogs ist. Die Themen sind so breit gestreut wie auf datenschmutz, regelmäßig sorgen Themenschwerpunkt für sehr unterschiedliche Schlaglichter auf aktuelle Netz-Trends. In diesem Beitrag geht’s um das Thema Social Networks und wirtschaftliche Nachhaltigkeit.
Die Userzahlen wachsen, die Kosten explodieren: eine Million Dollar gibt Facebook im Monat allein für Strom (!) aus, hunderte Millionen fließen in den Ausbau der Serverinfrastruktur. Obwohl erst vor kurzem erfolgreich 500 Millionen “geraised” werden konnte, muss sich das erfolgreichste Social Network schon wieder auf die Suche nach frischem Kapital machen, und das könnte in Krisenzeiten weit schwieriger werden als gewöhnlich. Ein Leben ohne Attack, Superpoke und Status Updates muss derzeit zwar noch niemand befürchten – in einem halben Jahr könnte die Situation allerdings schon ganz anders aussehen, denn Facebook leidet unter einem Paradoxon des Web 2.0: die explodierenden Userzahlen verursachen Kosten, die durch die Werbeeinahmen nicht mal ansatzweise gedeckt werden können.
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Gastbeitrag Kim de Vries: Your Friend has just tackled you
Haben Sie etwas länger Zeit, als die üblichen 0,22 Millisekunden, in denen man die Inhalte einer Website gemeinhin im Super-Kurzzeit-Gedächtnis abspeichert und quasi in Echtzeit wieder vergisst? Der folgende Beitrag von Kim de Vries befasst sich wissenschaftlich mit einem Phänomen, das wir alle eingehend aus der täglichen Surfpraxis kennen: der symbolischen Kommunikation auf Facebook. Wer noch nie ge-super-poked hat, der schwinge das erste Bein
Ich freue mich jedenfalls außerordentlich über diesen Gastbeitrag von Autorin Dr. Kim de Vries, die an der California State University Stanislaus arbeitet. Wir liefen uns auf Facebook über den Weg, wo sich sozusagen unsere Poke-Radien überschnitten. Kim wiederum kennt so unzwielichtige Gestalten wie meine Studienkollegen Bernhard Rieder und Mirko Tobias Schäfer: die Welt ist also online und offline klein. Aber genug der einleitenden Worte – allen Kommunikationswissenschaftlern und interessierten Beobachtern aktueller Geschehnisse wünsche ich viel Vergnügen mit der folgenden Lektüre. Diesen Beitrag weiterlesen »
Subdomains als elegante Profil-URLs einsetzen
Liebe Zuseher, vergessen Sie das ScheiXX-Internet – in unserem Frühstücks-Fernseh-Programm folgt heute ein Beitrag aus der Reihe “kreativer Umgang mit Subdomains”. Profil-URLs vieler Social Networks wie beispielsweise Facebook weisen einen hohen “Sperrigkeitsfaktor” auf: Adressen wie http://www.facebook.com/profile.php?id=717807375 sind nun mal nicht besonders merk- oder lesefreundlich. Wer selbst eine Domain und einen Webspace oder Server zur Verfügung hat, kann sich aber mit minimalen Aufwand ein customized-URL á la http://facebook.yourdomain.com zusammenbasteln – der gute alte 301er Permanent Redirect macht’s möglich. im Handumdrehen möglich. Diesen Beitrag weiterlesen »
Paul Otlet: der Netz-Visionär
Sie nannten ihn Paul Otlet. Kein Wunder: das war schließlich auch sein Name. 1934 veröffentlichte der “verrückte” belgische Professor sein wichtigstes Werk “Traité de documentation”, laut Untertitel “Das Buch über das Buch”. In diesem Meta-Medium präsentierte er seine Vision einer ganz anderen Informationsorganisation. Und wenn sich heute mit seinem Oeuvre beschäftigt, dann fällt es sogar schwer zu glauben, dass es sich nicht um den Hoax einiger Medienkünstler, sondern eine historische Persönlichkeit handelt. Der folgende Youtube-Clip stammt aus der Dokumentation The Man who wanted to classify the world:


