In Österreich beherrschte ein Thema die Blogwoche wie kein zweites: denn die Gründen des ÖIR schlug höchste Wellen bis zur FuZo-Titelstory und ist zugleich auch der Grund, weshalb dieses Panoptikum mit einem Tag Verspätung erscheint. Denn aus dem geplanten Softlaunch wurde nix - das überaus vitale Interesse der Community zwang den Vorstand zu raschem Handeln, welches unverzüglich fortgesetzt wird: am kommenden Woche lädt die Modul-Uni Wien zum Barcamp am Kahlenberg, wo wir eine Session über unsere bisherigen Erkenntnisse in punkto Selbst-Ethik halten werden. Aber nun - without much further ado - mit einem Kopfsprung mitten hinein in die Ereignisse der Woche!
Ruhe sein! Hugh Macleod von Gapingvoid hat sein erstes Buch veröffentlicht, es trägt den Titel Ignore Everybody: And 39 Other Keys to Creativity. Ich hab mir meines gerade vorbestellt - und bin gespannt auf die enthaltenen Cartoons:
The first rule of business, is never sell something you love. Otherwise you may as well be selling your children.
Max hat beim Expertenforum (generische Namen mag ich!) gemeinsam mit Meral einen Vortrag über Twitter-Monitoring gehalten - die zugehörige Prezi sollte Brand-Strategen brennend interessieren:
Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist.
Sind künftig nicht bloß Fallout-Spieler in postatomaren Nuklearwüsten. Engadget berichtet über ein flexibles OLED-Display, bezweifelt aber dessen Smoking-Tauglichkeit:
The 4-inch organic electroluminescent display sports up to 1.67 million colors, QVGA (320 x 240) 100ppi resolution, and can be bent to a curvature radius of about 2 inches. Hopefully, this doesn't become a must-have fashion accessory any time soon: while it's perfectly appropriate attire for post-apocalyptic wastelands, we don't know how well it'll fly at the sorts of high society social events we normally frequent.
TechCrunch interviewte Seesmic-Gründer Loic LeMeur - und der charmante Leena Rao gelang es, Loic einige hochspannende News zu entlocken:
According to Le Meur, Seesmic will soon be offering a browser based client. This offering is actually appealing, considering that Adobe’s AIR platform has some strange UI bugs and quirks and tends to use a good amount of resources on computers. And Seesmic will also launch an iPhone app, which is currently under wraps along with the web-based product.
Jeremy Shoemaker schreibt schon lange über Affiliate Marketing - doch seit einem Monat betreibt er ein eigenes Affiliate-Network, und das erste Zwischen-Resümee ist absolut lesenswert; gelauncht wurde das ganze wegen des aktuellen Gratis-Kurses; bin schon neugierig, was sich der Meister da wieder hat einfallen lassen:
Sure I hear you… your thinking "Why the hell would you pay people to sign up for a free course?" It's a great question and I think when the dust settles around the shoemoneyx.com program I will write all about it, why I did what, and what exact effect it had. I do have a method to my madness but it's not as many have guessed. We will see if it works but that is for another post
Der Regular Geek beleuchtet einen wichtigen Aspekt von Twitter - was als Online-Service begann, ist gerade dabei, sich zur fixen Netz-Infrastruktur zu wandeln:
So, why is marketing and economy so important to Twitter becoming infrastructure? Without an economy building on top of Twitter data and functionality, Twitter would just be a toy. With people researching the data that is generated from Twitter, it becomes much more important. In order to monetize the system, they can sell the data, but monetization becomes much easier when you become ubiquitous.
Da hat er recht - und mit dem steigenden Interesse an Echtzeit-Suchmöglichkeiten und den vielen Mash-Ups wird uns das Vögelchen wohl noch eine Weile erhalten bleiben!
Schaut so aus, als hätte Bing in den USA einen überaus erfolgreichen Start hingelegt: TechCrunch berichtet, dass Microsofts neue Suchmaschine die bisherige Nummer zwei bereits überflügelt hat - jetzt stellt sich die Frage: Anfangsinteresse oder Dauertrend?
The company’s analysis for Thursday finds that in the U.S. Bing overtook Yahoo to take second place on 16.28%, with Yahoo Search currently at 10.22%. For the sake of comparison: Google’s U.S. market share is pegged at 71.47%, and its worldwide share at a whopping 87.62% (vs. 5.62% for Bing and 5.13% for Yahoo).
Inhalte seine ganz und gar nicht das wichtigste, sagt Viral Garden. Wer nicht aktiv an der Social Media Sphäre teilnimmt und auf seinen virtuellen Output aufmerksam mache, der ziehe mit guten Inhalten allein noch keine Besucher und vor allem keine diskutierenden Leser an:
Every day I read hundreds of blog posts. And every day, I see dozens of truly GREAT posts that get no comments. Every day I see dozens of pretty good posts that get dozens of comments and have vibrant conversations.
The difference? Most of the bloggers that write those pretty good posts are also pretty good about leaving their blog and interacting with people on OTHER sites. They comment on their reader's blogs. They tweet their links on Twitter. They are ACTIVELY social with social media.
Interessante These... ich würd mal ganz diplomatisch behaupten: beide Seiten der Medaille sind relevant. Nur, dass es gar keine Medaille ist, sondern ein mindestens 99seitiger Würfel
Ich geb's zu: die Entscheidung war unmöglich... sowohl der freifliegende Vogel (freihändig aufgenommen!), A direct path von eyesplash Mikul, als auch die liegende Wölfin im Züricher Zoo von Tambako the Jaguar finde ich sensationell:

Boote sind auch nur Menschen - und zwar ganz schön hinterhältige! Wer schon mal an einer rutschigen Reling gescheitert ist, wird den Schmerz der Protagonisten dieses Clips vollauf teilen können:
Und das war's auch schon mit dem dieswöchigen Panoptikum - danke für Ihre Aufmerksamkeit, bleiben Sie datenschmutz und dem ÖIR gewogen, vergessen Sie nicht darauf, sich selbst zu kontrollieren: dann wird alles gut und wir lesen uns morgen!
Der Kampf um Marktanteile am Sektor der Smart-Lifestyle-Phones wird härter: Apple bekommt Konkurrenz durch den BlackBerry Storm, Palm hat auch so einiges in der Hinterhand. Falls sich ein Hersteller erbarmt und brauchbare Hardware für Android rausbringt, könnte ein weiterer Konkurrent die Arena betreten - nicht zu vergessen die neuen Windows Mobile Devices von HTC. Diesen Spot finde ich jedenfalls sehr gelungen:
Drauf gestoßen bin ich bei Max, der dazu schreibt:
Bin ja gespannt wie in den USA dieser Zweikampf zwischen Apple und BlackBerry weitergeht, das wird sicher noch brutaler!
Dagegen ist der A1 Fernsehspot direkt harmlos, kommt aber bei den Lesern von Crackberry trotzdem sehr gut an:
Visuell sehr nett geworden, trotzdem würde ich die Bedienung mit Drumstick nicht unbedingt empfehlen. Bei Neuanmeldung gibt's den brombeerigen iPhone Angreifer im A1 Shop ab 49 Euros.
Youtube gibt's ab sofort auch in Super-HD - die Synchronisation der vier einzelnen Videos funktioniert erstaunlich gut. Wem der Sinn eher nach Hard- als Software-Gadgets steht, findet bei Shoemoney ein Video von Loren Feldman zum iPhone-Killer Google Android Phone. Und eine Durchsage in eigener Vernetzungssache: die Gruppe Weblogs in German language auf blogcatalog.com sucht weitere Mitglieder - nach nicht ganz einer Woche halten wir bisher bei 55 Bloggern.
Ein Skandälchen im Kulturleben zog seine Spuren durch die Blogosphäre: Marcel Reich-Ranicki hat den deutschen Fernsehpreis abgelehnt:: er habe stundenlang auf einem harten Stuhl sitzen müssen, außerdem gingen ihm die vielen Köche auf den Wecker. Was für ein Eklat! Als Österreicher wundert man sich ja über Qualitätsdiskussionen und den Vorwurf von "zu wenig Kultur" im öffentlich-rechtlichen Fernsehen...
Georg vermutet, dass gerade wegen des Bankencrashs und der globalen Rezession für flexible Kleinunternehmer sehr erfreuliche Zeiten anbrechen:
Aber was bedeutet das für Blogger oder Podcaster? Die nächsten ein, zwei Jahre werden großartig! Krisenzeiten sind immer gute Zeiten für flexible Unternehmertypen. Warum? Weil es in manchen Bereichen weniger Wettbewerb geben wird.
Beispiel Technikpodcast: Wenn es – was abzusehen ist - weniger Werbegeld gibt, wird eine Futurezone, ein Heise-Verlag oder andere IT-Medien wohl kaum expandieren und neue Angebote machen.
Ich bin genau der gleichen Meinung - Finanzierungsmöglichkeiten werden rarer, die Gelegenheiten zum Markenaufbau und zur Schaffung neuer Angebote wesentlich größer. Also antizyklisch planen und keinesfalls in Panik verfallen!
Radio4SEO hat die erste Outdoor-Sendung aufgenommen, und daraus sind gleich mal die 10 Affiliate-Gebote entstanden, weitere Tipps werden kollektiv bei der Linkmafia gesammelt. Seokratie hat einen äußerst lesenswerten Rückblick zum Thema 1 Jahr SEO veröffentlicht und weil das Internet bekanntlich nicht nur aus Buchstaben besteht, hat iNetzwerk ein paar Tipps für die die Optimierung von grafischen Elaboraten für die Google-Bildersuche.
RSS-Feeds für die SERPS:Die Nachricht schlug ein wie die sprichwörtliche Bombe: Google bestätigte, dass man in Kürze die SERPs auch als RSS-Feeds anbieten werde. Baynado zeigt sich recht angetan, auch wenn sich's nur um einen "Komfortgewinn" handelt: Spezialisierte SEO Tools tun ja derzeit auch nix anderes, als die Ergebnisseiten zu parsen. Feeds haben allerdings den Vorteil, dass jeder Web 2.0 Bastler zum Beispiel mit Yahoo Pipes sein eigenes Alert-System bauen kann.
Wer ist hier der Blogproll? In Foren waren es noch die Trolle, in der Blogosphäre sind's die Prolos: Baynado schrieb letztens, dass er Blogger ziemlich peinlich findet, die ihre Monatseinnahmen veröffentlichen - speziell wenn diese im einstelligen Euro-Bereich angesiedelt sind. Ich persönlich find das auch sehr peinlich und hab mir einen recht ähnlichen Artikel verkniffen... dass datenschmutz aber viel mehr Unique Visits hat als der Spitzenreiter in reiffix' Liste war dann doch eine recht erfreuliche Erkenntnis
TC Stahl findet, dass Baynado sich im Ton vergriffen hat - ich denk mir: ist doch schön, wenn man sich auch über Kleinigkeiten so freuen kann...
Es weihnachtet sehr: Zumindest bei den Online-Shops: denn Keyword-Optimierungen haben nun mal eine längere Vorlaufzeit als Schaufensterdekos. Online-Shopbetreiber sollten sich die Tipps von SEO-Handbuch bereits jetzt zu Herzen nehmen, denn gute Vorausplanung ist bekanntlich mindestens der halbe Umsatz.
Genug von Bräunungsstudio und "gesunder" Hautfarbe? Dann wird's Zeit für NicoClean, die Gesichtscreme mit Tabakextrakten: sie sorgt innerhalb von wenigen Minuten für den klassisch aschgrauen ungesunden Teint:
Auch nicht schlecht: NicoCalm: "Make unwanted erections go away in Seconds" - das stärkste Anti-Viagra der Welt:
In diesem Sinne wünsche ich einen gesunden Start in die Woche (Über die morgendliche Nasenspülung mit Salzwasser geht nix, da hatten die alten Yogis schon recht) und einen beschaulichen oder aufgeregten Sonntagabend, je nach persönlicher Präferenz. Wir lesen uns am Montag!
Wie Jason Kincaid auf TechCrunch gestern berichtete, arbeitet das amerikanische Porno-Label Naughty America mit Hochdruck an einem auf Adobe Air basierenden Shop, der sehr stark an Apples beliebten Musikstore erinnert. Allerdings werden hier keine verschlungenen Noten, sondern verschlungene Körper runtergeladen, und zwar für $1.99 pro Szene.
Praktischerweise kommen die Schweinereien für unterwegs gleich in iPod und iPhone kompatiblen Formaten daher und verzichten auf Kopierschutz. Eine Registrierung ist angeblich nicht erforderlich, wie das mit allfälligen Jugendschutzbestimmungen im Einklang steht, ist eine andere Frage. Der TechCrunch-Editor zeigt sich auf den ersten Blick durchaus angetan vom Angebot:
Naughty America Express doesn’t have the recurring fees of a subscription, and while it may cost a couple of dollars, it isn’t riddled with the advertisements and popups that plague free sites (or so I’m told).
Die diversen freizügigen Inhalte werden von verschiedenen "Special Interest" Communities, die Naughty America im Web betreibt, aggregiert. Diese Seiten tragen übrigens so großartige Namen wie "Naughty Bookworms" (Bildung kommt also nicht zu kurz) oder "Diary of a Nanny" (Die ganze Wahrheit über nicht allein erziehende Mütter) - da kommen sofort Erinnerungen an die legendäre Szene aus "Clerks" auf, bei der Randall am Telefon eine lange Liste von Porno-Filmtiteln aufzählt. Derzeit befindet sich Naughty America Direct in der privaten Beta-Phase, mit dem Code TechCrunch kann man sich hier eine Einladung holen. Abogebühren entstehen keine, das Business Modell beruht einzig und allein auf "Pay-per-Download": in dieser Form tatsächlich eine Novität im Online-Rotlichtviertel (habe ich von Leuten gehört, die sich auskennen).
Unser Lieblings-Social-Network erstrahlt seit dieser Woche in neuem Glanze. Längst überfällig: die Seiten sind nun endlich für 1024er Bildschirme ausgelegt, Netbook Besitzer dürfen also zukünftig ausgiebigen Gebrauch von ihrer horizontalen Scrolling-Funktion machen, iPhone User freuen sich über eine speziell auf Apples Telefon zugeschnittene FB-Applikation. Das Hauptmenü wanderte außerdem von der linken Spalte in den Header (als Dropdown), die Werbung wandert an den rechten Rand - insgesamt gibt's somit beängstigend viel Platz für die Inhalte der User.
Seit 21. Juli konnten Facebook-User einen Blick auf die neue Version werfen, wer sich nicht so recht anfreunden kann, darf immer noch auf "old FB" umschalten - allerdings werden die Entwickler wohl nicht bis in alle Ewigkeit zwei verschiedene Versionen pflegen wollen. Der Relaunch erfolgte wohl aus skalierungstechnischen Gründen peu a peu, mittlerweile sollten alle Nutzer die neue Version verwenden können.
Verschlimmbessert wurde definitiv nix, alle gewohnten Elemente sind leicht auffindbar und die dezentere grafische Gestaltung mit weniger Vollfarbflächen finde ich gelungen und lesefreundlicher als vorher - auch für Maschinen, denn die Programmierer hielten sich strikt an xml-Standards.
Das Dropdown-Menü, in dem nun alle Apps gelistet sind, ist nicht sortierbar, dafür zeigt eine eigene Section die "recently used applications" an - sehr praktisch.
Die gravierendste Änderung auf der Profilseite sind die neuen Tabs: die Hauptspalte zeigt sich aufgeräumt und zeigt nun nur mehr die eigenen Aktivitäten an. Profilinfos, Photos und "Boxes" (die Applikations-Kästchen, die früher in der Hauptspalte des Profils standen) befinden sich nun jeweils auf einem eigenen Tab. Zusätzlich kann man für Applications eigene Karteikarten erstellen, und zwar beliebig viele - wenn sich's breitenmäßig nicht mehr ausgeht, werden die weiteren Tabs zu einem Dropdown-Menü:

Sehr elegant gelöst: die Profilübersicht ist nicht mehr zugemüllt, der Zugriff auf einzelne Services funktioniert schneller. Alles in allem haben die Facebook-Entwickler meiner bescheidenen Meinung nach hervorragende Arbeit geleistet.
Applikationsprogrammierer haben dieser Tage einer Menge zu tun: die meisten Apps sind via fixed-size divs auf die alte Größe eingestellt, sodass derzeit eine Menge Whitespace entsteht. Einige meiner Erweiterungen funktionieren gar nicht mehr (z.B. "Lick my frog" - wie soll ich bloß ohne auskommen?), die meisten allerdings haben mit der Umstellung keine gröberen Troubles. Der Kampf um die Präsenz auf der Profilpage wird jedenfalls dank der neuen Screenaufteilung härter werden...
Insgesamt erhielt Facebook, das sich nach wie vor eines ungebrochenen weltweiten Wachstums erfreut, zum Relaunch durchwegs positives Feedback.
Venturebeats findet allerdings, dass sich das neue Design zu sehr an "Early Web 2.0 Adopters" richtet (die deren Meinung nach *nur* in Silicon Valley zuhause sind)
Ein ganz essentieller Punkt bleibt allerdings weiterhin auf der Liste der Wünsche an den Weihnachtsmann: nach wie vor stellt Facebook den eigenen Social Feed nicht als RSS zur Verfügung - eine simple Einbindung ins eigene Blog ist damit nicht möglich. ",Privacy Issues" sind angeblich der Grund dafür, in Wahrheit aber bloß eine Ausrede: man könnte es ja ohne weiteres - genau wie bei allen anderen privacy Einstellungen - jedem User freistellen, die eigenen Actions als RSS Feed anzubieten.
Er ist winzig klein und saugt doch schon wie ein großer: der winzige Apfelmann im neuen iPhone - also jenes Bürschchen, das die Datenpakete vom Handy in Windeseile via Mini-Kite zum nächsten Datenmast transportiert - ist ausgesprochen durstig und saugt den iPhone-Akku in Windeseile leer. Die schnellere Datenübertragung UMTS erreicht zwar locker weit mehr als das 10fache der Datenrate, dafür ist einfach früher Schluss.
Mit anderen Worten: was die verbesserte Akku-Technologie an höherer Leistung bereitstellt, frisst die schnellere Datenübertragung locker wieder auf und wir dürfen wieder, ganz wie zu Beginn der Hosentaschentelefonie, unsere Geräte jeden Tag an die Steckdose hängen. Denn wie das datenschmutz'sche Gesetz der reziproken Bytesumme besagt: Die gesamte mit einer Akkuladung übertragbare Datenmenge bleibt über jeweils 5 Gerätgenerationen weitgehend unverändert.
Trotzdem wundern sich so gut wie alle Neo-Besitzer des neuen iPhone, so sie denn auch das Vorgängermodell kannten, über die scheinbar gravierend verringerte Akkulebensdauer. Okay, die kleinen Kraftzellen sind in den letzten Monaten bedeutend teurer geworden - Bastler können allerdings selbst wechseln, hier gibt's die iPhone Aufschraub-Anleitung. Wohl deshalb hat das Nachfolge-iPhone statt eines 1.400er-Akkus nur eine 1.150 mAh Version spendiert bekommen, in erster Linie hängt die Akku-Lebensdauer aber mit dem UTMS-Verfahren zusammen: zwar nützt die schnelle Datenübertragung im Vergleich zu GSM zwar eine niedrigere Spitzen-Sendeleistung (bis zum 0,125 Watt bei Class 4 Geräten und 0,25 Watt bei Class 3 Devices verglichen mit bis zu 2 Watt bei GSM), dies dafür kontinuierlich - während GSM gepulst, also in kurzen Zeitschlitzen, seine Daten überträgt:
Details bei GSM
Beim GSM-System erfolgt die Einstellung der Sendeleistung durch die Basisstation in Abständen von 104 Rahmen (480 ms), intern setzt die Mobilstation diese Vorgaben in Stufen von 2 dB (Faktor 1,58) jeweils im Abstand von 13 Rahmen um, was einer Zeitdauer von 60 ms entspricht. Der komplette Dynamikbereich von max. 30 dB (15 Stufen) kann also in 0,9 s durchfahren werden.
Details bei UMTS
Beim zukünftigen UMTS-System arbeitet die Leistungsregelung wegen der technischen Notwendigkeit sowohl schneller wie auch stärker: Sie erfolgt alle 667 µs in Stufen zwischen 1 dB (Faktor 1,26) und 3 dB (Faktor 2).
(Quelle: Ralf-Woelfe.de)
Wer Services wie Twitterific, IMAP4 E-Mail mit kurzen Abrufintervallen etc. häufig nutzt und vielleicht zusätzlich auch noch WLAN aufgedreht hat, lässt die Drahtlos-Chips also ganz ordentlich an der Batterie saugen, zwei Tage ohne Steckdose sind da kaum drin. Ich kenn das ja mittlerweile von meinem HTC Kaiser...
Die kürzere Laufzeit ist allerdings nicht das einzige Manko des neuen iPhones. Wie Georg berichtet, verweigert das iPhone 2 im Gegensatz zum Vorgängermodell die Stromaufnahme aus dem iPod-Deck - warum das so ist, weiß wohl nur Steve Jobs. Trotzdem finden die ersten Online-Testberichte auch eine Menge Positives, so gut wie jeder Nutzer zeigt sich allerdings enttäuscht über fehlende Copy-Paste-Funktion, die sich anscheinend auch nicht ohne weiteres nachrüsten lässt. Alles in allem bleiben also auf der iPhone 2.0 Wunschliste also noch einige Punkte offen: die fehlende Copy-Paste-Funktionalität könnte Apple via Update nachreichen, auch ein stärkerer Akku wird das Gerät aber nicht zum Dauerläufer machen. Mit anderen Worten: der mobile Geek hat derzeit die Wahl zwischen Internet im Schneckentempo oder jämmerlicher Batterielebensdauer... so choose wisely
Mittlerweile ist es wohl schon jedem Surfer aufgefallen: seit Anfang des Monats, genau genommen seit 30. Mai, nutzt die gebenedeiteste unter den Suchmaschinen eines neues Favicon - dabei handelt sich's um jenes Mini-Logo, das moderne Browser in der Adresszeile neben der URL einblenden und das bei vielen geöffneten Tabs der Wiedererkennbarkeit dient. Während das alte Google-Favicon recht stark ans Logo erinnerte, löste die neue Variation einiges an Spekulationen in punkto möglichem CI-Wechsel aus.
Vom Spitznamen "Big G" kann eigentlich keine Rede mehr sein - handelt sich's bei dem neuen Favicon doch um ein kleines g und zwar aus der Schriftart "Catull". Eine gewisse Ähnlichkeit zu einem leicht angeschmolzenen Achter aus Wachs ist in der Tat nicht zu verleugnen. Hier der direkte Vergleich alt vs. neu:
Allzu einfach hat sich's die Google'sche Designabteilung offensichtlich nicht gemacht: über 100 Icons wurden erstellt, dennoch sei die derzeitige Lösung keinesfalls als das Maß aller Dinge anzusehen - und der Grund für die Umstellung sei in erster Linie die bessere Skalierbarkeit auf neuen Plattformen, beeilte sich Marissa Mayer, VP Search Products & User Experience, am offiziellen Google-Blog zu erklären:
Some people have wondered why we changed our favicon -- after all, we hadn't in 8.5 years(!). The reason is that we wanted to develop a set of icons that would scale better to some new platforms like the iPhone and other mobile devices. So the new favicon is one of those, but we've also developed a group of logo-based icons that all hang together as a unified set.
Außerdem forderte man die User auf, selbst Vorschläge für Favicons hochzuladen - bis zum 20. Juni kann jeder beim Contest mitmachen. Ob man das auch möchte, steht allerdings auf einem anderen Blatt geschrieben, so man sich die Mühe macht, einen Blick in die TNBs zu werfen. Denn die sind, gelinde gesagt, ganz einfach irre - speziell der Artikel vier erinnert an den klassischen Musterverlag mit Mephisto. Die juristische Formulierung ist dermaßen geil all-inclusive, dass sich ein Abdruck im Volltext nicht vermeiden lässt. Und immer daran denken: das ist *keine* Satire!
4. Publicity: You agree to participate in any promotions or publicity related to this event. You grant to Google and its subsidiaries an unrestricted, sublicensable, assignable, irrevocable, perpetual, worldwide, royalty-free, fully paid-up license to your name, voice, image, persona, likeness and performance in any media taken or to be taken of you by or on behalf of Google ("Likeness"). This license includes the right to 1) reproduce, modify, create derivative works of, and otherwise use your Likeness, in whole or in part, in any manner or matter or in combination with any other materials in any format or media, 2) publicly display, publicly perform, sell, rent, distribute (directly or indirectly), transmit, or broadcast your Likeness by any means. You hereby waive all rights, including any right or prior approval, and release Google from, and will neither sue nor bring any proceeding against Google for, any claim or cause of action based upon or relating to the use and exploitation of your Likeness.
Dazu passt auch, dass Google jegliche Verpflichtung in die andere Richtung komplett ausschließt - hier kommt Punkt fünf geflogen:
5. Not an offer or contract of employment: Under no circumstances shall the submission of a design, its use by Google, or anything in these Terms be construed as an offer or contract of employment with Google. You acknowledge that you have submitted your design voluntarily and not in confidence or in trust. You acknowledge that no confidential, fiduciary, agency or other relationship or implied-in-fact contract now exists between you and Google and that no such relationship is established by your submission of a design under these Terms.
In der Blogosphäre bildete sich rasch eine zumeist recht klare Ablehnungsfront gegen die neuen 16x16 Pixel, viele kündigten den Wettbewerb an - aber verblüffenderweise scheint jede/r die TNBs für völlig normal zu halten. Dabei reiten sonst immer alle so auf Creative Commons und dergleichen rum... oder gilt's mittlerweile gar als unschicklich, einen Blick auf die sowieso standardmäßig-abzunickenden AGBs zu werfen? Und ich bezweifle stark, dass Google auf meinen Favicon-Designvorschlag verzichten kann
Immer mehr Details zum neuen iPhone sickern durch: angeblich soll der Neuling neben UMTS auch eine eingebauten GPS-Sensor haben und ein wenig dicker ausfallen. Diese beiden Änderungen dürften wohl die größten Schwächen von Apples Megaseller beseitigen und bestätigen die alte Regel: niemals bei der ersten Produktserie zuschlagen!
Engadget hat einige Fakten zur 2. iPhone Generation veröffentlicht, der Informant wird von Autor Ryan Block als "a trusted source" bezeichnet. Weniger erfreulich für Fans der Apple-Telefonie: der Akku bleibt weiterhin fix eingebaut. Materialtechnisch dürfte die größe Überraschung wohl die Rückseite sein: anders als sein Vorgängermodell ist die hintere Gehäusehälfte nicht mehr aus Metall, sonderna us glänzendem Kunststoff - vermutlich wohl ein ähnliches Material wie das "Klavierlack-Finish" aktueller Samsung TFTs. Der Anschluss für den Kopfhörer soll sich auf selber Höhe mit der Gehäusefront befinden - anscheinend hat die versenkte Buchse des ersten iPhones etliche UserInnen verärgert.
Über Akku-Kapazität und Speichergröße wusste die vertrauliche Quelle vorerst nichts zu berichten, bekannt ist dafür, dass Formfaktor und Bildschirmauflösung weitgehend unverändert bleiben.