Überschätzungen, Unterschätzungen, grobe und feine Schätzungen: wenig Genaues weiß man. Während sich der eine übers tausendste Mash-Up freut, warnt der andere vor blinder Technikverliebtheit. Aber das Netz lebt bekanntlich von Gegensätzen, also keine Scheu: treten Sie ein zum kleinen geführten Wochenrundgang durchs Social Web - Judith Denkmayr aka Linzerschnitte und datadirt präsentieren das Web 2.0 Ereignisprotokoll der letzten 168 Stunden.
Und wir sprechen hier nicht von Bing oder Yahoo Search. Nicht mal von Cuil - da hätte Stephen mal lieber bei Mathematica bleiben sollen. Aber Wired meint, es gibt sie doch - die coolen Suchmaschinen:
For this article, we surveyed some 50 specialty search services and picked out our favorites. What follows is not a systematic ranking or review, but a general guide to a very vibrant world that few have bothered to explore in depth.
The variety of search startups is mind-boggling, and hints at the challenges Google may face staying on the bleeding edge of search innovation in the coming years. (There’s even something for micro-philanthropists: Good Search donates a penny to the charity of your choice for each search you run.)
Wer also trotz aller Variationen das Big-G Logo einfach nicht mehr sehen kann, der werfe eine Blick auf IceRocket, Scoopler, Collecta und Co.: da gibt's einiges an guten Ideen, aber eben ziemlich weit-verstreut.
Ergänzend zur letzten Woche hier der Link zum Audiobook Free von Chris Anderson, das konsequenterweise ebenso wie das eBook als Gratis-Download erhältlich ist.
Wer schon mal Moorhuhnjagd gespielt hat, dem wird Die Fail Whale! auf Anhieb bekannt vorkommen. Gefragt sind ein flinker Mauszeiger und der richtige Rhythmus - wer nicht aufs Nachladen vergisst, sollte es durchaus schaffen, meinen bescheidenen Score von 33 Walen zu toppen, oder?

PS: Allein schon die Fake-Testimonials sind definitiv einen Besuch der Seite wert, z.B. Michael Arrington, TechCrunch: "I offered to trade this game for my website, but Die Fail Whale said no. Now I'm sad."
Eine interessante Theorie über Facebook veröffentlichte diese Woche Fred Vogelstein im Wired Magazine. Im Hause Facebook sah man niemals andere Social Networks als Benchmark, sondern ausschließlich Google. So erzählt ein früherer Programmierer von Facebook:
We never liked those guys. We all had that audacity, 'Anything Google does, we can do better.' No one talked about MySpace or the other social networks. We just talked about Google.
Darum bekam auch Microsoft den Zuschlag als Investor. Fred Vogelstein erklärt außerdem noch den "4-Stufen-Plan zur Online Domination" von Facebook:
1. Build a critical Mass (mit 200 Millionen FB-Mitglieder kann man diesen Punkt für nahezu abgeschlossen betrachten)
2. Redefine Search (Facebook geht davon aus, dass FB Mitglieder auch eine Facebook Suche nutzen würden)
3. Colonize the Web (Facebook Connect bildet dazu den Ausgangspunkt und wird bereits von über 10.000 Partner Sites benutzt)
4. Self targeted Ads, everywhere (Facebook hoffe, eines Tages nicht nur auf der eigenen sondern auf allen Partner Sites werben zu können)
Nun, man darf gespannt sein, ob Mark Zuckerbergs Plan aufgeht - schließlich sollte Mark die Stromrechnungen früher oder später nicht mit Investorengeld, sondern mit laufenden Einnahmen finanzieren.
Steve Rubel fordert zum kollektiven Mind-Mappen auf - er möchte wissen, wie's um die Zukunft des Bloggens bestellt ist. Ohne Zweifeln nehmen Social Networks, Microblogging-Dienste und andere Services immer mehr Surfer-Zeitbudget in Anspruch - wie wirken sich die Änderungen auf Blogs aus? Was vor drei Jahren noch super-schnell News waren, lahmt im Twitter-Zeitalter ganz gewaltig. Steve sieht die Sache übrigens recht binär:
From my point of view, blogging's future will likely flow down one of two paths: either it will evolve and grow into something else (like many species have) or it will succumb to Darwinism and become extinct (like the Dodo). Let’s take a closer look at each. We’ll also give you the chance to add your own opinion to our mind map.
PS: es gibt 10 Arten von Usern: die, die das Binärsystem kennen, und jene, die es nicht kennen.
What is a Browser? Newsfeed, Sharefeed, Livestream, Aggregator, Plugin, Extension, Firefox, Spreadsheet, Poke/n, SEO/SEM, Backlinks, RSS, Feedreader, Tweet, Gadgets.... Die meisten Leser dieses Blogs kennen diese Begriffe, manche von uns werfen sogar oft und gerne mit diesen Begriffen um uns. Aber eine elaborierte Soziolekt grenzt bekannterweise nicht nur ab, sondern auch aus. Ji Lee von Google (Trackback http://pleaseenjoy.com/) zeigt in diesem Video am Beispiel des good old "Browsers", wie weit der Großteil der Menschen wirklich mit der Netz-Fachsprache vertraut ist:
Da offensichtlich die wenigsten Menschen wissen, was nun eigentlich ein Browser ist (noch weniger, was Google Chrome ist), stellt sich die Frage, ob die frommen Wünsche von Eric Schmidt sich erfüllen werden. In einem Interview mit bloomsberg.tv meinte er nämlich, auf die Frage, wie viele Menschen das neuen Betriebssystem Google Chrome OS verwenden werden:
We don’t have numbers, we know it will be millions.
Abermals bleibt nur zu sagen: Man darf gespannt sein.
David Golumbia ist ein Ketzer. Ein Abtrünniger, der im Mittelalter leicht hätte auf dem Scheiterhaufen landen können bei so viel Devianz von der Mainstream Meinung - näher betrachtet hat sein Kommentar zur Rolle des Microblogging-Vögelchens im Iran-Konflikt aber durchwegs was für sich:
Ich bezweifle, dass Twitters Wirkung für die Proteste wirklich so großartig war, wie viele Leute das gerne hätten. Vielleicht handelt es sich einfach nur um Werbung für Twitter.
Der Kulturkritiker und Programmierer bezeichnet sich selbst als "von marxistischen Denkweisen beeinflusst" und wirft der Netzgeneration allzu starke Technikverliebtheit, die den Fokus aufs Wesentliche verstelle, vor:
Genau genommen hat der starke Fokus auf den technischen Aspekt die ernsthafte Debatte über das, was wirklich geschieht, sogar gestört. Die Technik-Fans glauben, dass man soziale Probleme mit digitalen Mitteln lösen kann. Nur die allerwenigsten beschäftigen sich allerdings mit den komplexen sozialen Problemen, für deren Lösung man neue Ideen benötigt.
Den Rest des äußerst lesenswerten Interviews, das Johannes Boie mit David Golumbia geführt hat, gibt's in der Süddeutschen.
Ein sogenannten "Lifestream" fasst die übers Social Web verstreuten Kommentare, Uploads, Likes etc. eines User an zentraler Stelle zusammen - ich verwende dafür das Lifestream-Plugin von iBegin, das den Feed in der rechten Spalte auf der Startseite generiert und bin mit dieser Lösung sehr zufrieden - allerdings benötigt man dazu eine WordPress-Installation als Host. The Next Web stellt in einem lesenswerten Beitrag sechs verschiedene Lösungen - vom Full-Service Provider bis zum Self-Hosted-CMS - vor, bei denen jeder fündig werden sollte.
Thomas Knüwer wäre bei einer Vodafone-Pressekonferenz gegen seinen Willen beinahe erleuchtet worden, als man ihm erklärte, dass zukünftig der Kunde, eine wahrer "Held des Alltags", im Mittelpunkt stehen werde. Ein Musterbeispiel an Buzzword-Dropping und Pressekonferenz How-Not-To:
Das Bild, das sich bot, war erschreckend. Denn die Veranstaltung war in einem Anfall von Tanja-Anja-Coolness in einen Truck verlegt worden, in dem als Sitzgelegenheiten rückenbeugende Hocker vorhanden waren, auf denen nun die Journalisten - weil sie ja mitschrieben - ein Bild von eifrig notierenden, devot buckelnden Schreibknechten boten.
Dies allein war schon schlimm. Noch fürchterlicher wurde es durch die nicht enden wollende Flut dümmlicher Buzzwords, mit denen die Vodafoner um sich warfen, gepaart mit Folien in einer Commodore-64-Nostalgie-Optik.
Schon mal vom Klo aus getwittert? Nein ?! Dann sind Sie auch kein Twitter Addict! Oder doch? Sinnfreie aber lustige twitter-related Webapp der Woche: How addicted to Twitter are you?
The Punisher nennt Chris Rooker dieses großartige Foto seines VW-Busses. Antropomorphismus in Reinkultur
Auf FlickR gibt's auch eine zweite, weniger stark bearbeitete Version des Bildes:

Es gibt zu wenig Katzenvideos im Internet. Denn es kann nie genug davon geben.
Klappe die erste! Die subtilen Nuancierungen so mancher Jobs werden von der unwissenden Allgemeinheit nur allzu leicht unterschätzt - wie dieser Clapper zu berichten weiß:
Und damit sind wir auch schon wieder bei der letzten Kammer des dieswöchigen Shaolin-Kurses angelangt - nächste Woche, hochverehrte Leserinnen und Leser, gibt's hier auf datenschmutz nicht nur die gewohnten Tiere und Artisten, sondern auch Gewinnspiel-Sensationen im Doppelpack. Einen schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!
Gemeinsam mit Walter habe ich seinerzeit per mp3.lion.cc der AUME und der AKM schlaflose Nächte bereitet und die erste mp3-Seite Österreichs hochgezogen. Nach dem raschen Dotcom-Tod (oder in dem Fall: dot.cc Tod) trennten sich unsere berufliche Wege auf erstaunlich symmetrische Weise - wir hämmern beide nach wie vor als selbständige Unternehmer viel zu viel Datenschmutz in die Tastatur, ich über die Blogosphäre, und Walter über österreichischen Football. Mit seinem Herzblutprojekt Football Austria hat Walter nun den "Sports Media Austria Preises für Journalisten 2008" gewonnen, und zwar in der Kategorie "beste Website". Dazu möchte ich ganz herzlich gratulieren - Football-Fans die Seite zu empfehlen hieße wohl, Eulen nach Athen zu tragen, denn wer sich Österreich für das Spiel mit dem ovalen Bällchen interessiert, dem ist Football-Austria.com sowieso längst ein Begriff.
In seinem Statement dankte Walter der Jury und wies nachdrücklich darauf hin, dass F-A keineswegs eine One-Man-Show ist:
Der Preis ist ein schöner Punkt im Lebenslauf. Darüber bin ich natürlich erfreut. In erster Linie sehe ich es aber als Auszeichnung für den Football und daher für viele Menschen. Für mein Team, den Redakteuren, Fotografen und Kolumnisten von FA, im besonderen aber auch für die Spieler, Trainer und Funktionäre in den Vereinen und im Verband. Den Sportjournalistenpreis mit einer Football-Webseite zu gewinnen, war vor fünf Jahren ca. so realistisch, wie den Literatur-Nobelpreis mit einem Limerick zu ergattern. Es ist also auch der Sport, vor dem man sich hiermit verbeugt, eine Ehrung der guten Arbeit, die geleistet wurde, um Football ein ganz kleines Stück weit weg vom Rand zu bringen. Dafür danke ich allen, die daran beteiligt waren und sind.
Den Spartenpreis hat Walter also bereits in der Tasche, aber die Spannung steigt heute abend nochmal ganz gewaltig, denn FA ist auch für den Gesamtsieg nominiert - in der Jury sitzt ein Journalist, den Captain Reiterer ausgesprochen schätzt:
Es ist mir eine Freude, dass ich Football-Austria in so einem tollen Rahmen präsentieren darf, sollte jetzt noch etwas dazu kommen, wäre das wohl mehr als eine Überraschung. Ich bin glücklich, einen "Oscar" für die beste Webseite mitnehmen zu können, ob der für die beste Regie dazukommt, das wage ich zu bezweifeln. Falls dem so ist, dann werde ich ihn allerdings nicht ablehnen. Mein einziger Wunsch ist es, das Jury-Mitglied Dr. Sigi Bergmann persönlich kennen zu lernen. Er ist für mich der beste und gleichzeitig unterhaltsamste Sportjournalist im deutschsprachigen Raum. Ich schaue mir die olympischen Spiele quasi ja nur wegen seiner Kommentare an. Mutterwitz, Ironie und Fachwissen in Personalunion – da bekomme ich ein stets eine Gänsehaut."
Ich persönliche finde Walters Schreibstil großartig und hab auch die Evolver-Stories immer sehr gern gelesen. Mit American Football hab ich zwar in etwa so wenig oder so viel am Hut wie mit Fußball, aber dass ein journalistischer Autodidakt, der längst zu einem Profi geworden ist, in einer Liga mit ebendiesen mitspielt, freut mich sehr - und ich würde mich noch mehr freuen, wenn heute Abend noch der Gesamtpreis hinzu kommt: denn das wäre nicht nur eine tolle Ehre für den Ausgezeichneten, sondern auch ein imposantes Signal für den Stellenwert des Online-Journalismus in der Welt des Sports. Weiter so, Walter!
Zum Geburtstag hab ich von Anja ein Datum-Abo bekommen: gute Gelegenheit, Klaus Stimeders Magazin endlich mal über den grünen Klee zu loben. Seit der ersten Ausgabe verfolge ich das ambitionierteste aller österreichischen Printprojekte mit wachsender Begeisterung: inhaltlich, optisch und haptisch ein Hochgenuss, habe ich Datum bislang sporadisch gekauft oder in der Schönen Perle (dazu demnächst mehr) gelesen. Zukünftig wird nicht nur jede Ausgabe pünktlich im Briefkasten landen, ich habe heute auch bereits meine Geschenks-Abo Prämie erhalten.
Und zwar das Comic-Buch Der Lochgott vom großartigen Rudolf III. Klein. Wer, wenn nicht ein in einem Loch wohnender Gott könnte der Maxime vom "Kein-Abbild-machen" und so besser gehorchen als das unsichtbare allmächtige Wesen im Loch? Dass die zeichnerischen Anforderungen zur Darstellung des Gotteshauses respektive -lochs nicht besonders hoch sind, tut der offiziellen Bobo-Bibel keinen Abbruch. Endlich ein würdiges Buch für den Hausaltar; ich hab's heute Nachmittag quasi in einem Satz verschlungen. Zitat:
Sind wir der Fels, auf dem du deine Kirche baust?
Nicht so ganz - ihr seid der Emmentaler, in den ich meine Löcher bohre!
Datum kann übrigens auch online abonnieren - möge das Vinyl unter den österreichischen Print-Laserdiscs weiterhin journalistische Poesie verbreiten.
Download-Tipp.de bewertet und empfiehlt seit über 10 Jahren Software aus den verschiedensten Anwendungsbereichen. Beim größten Teil des Portfolios handelt es sich um Shareware, allerdings finden sich auch zahlreiche Freeware-Programm im Inventar. Im Februar haben die Betreiber das zugehörige Blog gestartet. Während sich das Directory ideal eignet, um gezielt nach Programmen zu suchen, bietet das Blog nicht nur besondere Empfehlungen, sondern hält auch über Aktualisierungen des Verzeichnisses sowie neue Programme am laufenden und informiert über aktuelle Trends aus dem Hard- und Softwareumfeld.
Aufmerksame LeserInnen haben am Logo in der Seitenspalte natürlich längst bemerkt, dass das Download-Blog zu den datenschmutz-Sponsoren gehört: und seit ich durch die Sponsoring-Anfrage auf die Seite aufmerksam geworden bin, ist der RSS-Feed fixer Bestandteils meines Gadget-Ordners. Wie erwähnt schätze ich vor allem den "Überraschungsfaktor", denn Software-Verzeichnisse konsultiert man in der Regel ja genau dann, wenn man die passende Software-Lösung für ein spezifisches Problem sucht. Am Download-Tipp Weblog allerdings gibt's immer wieder interessante Vergleiche bzw. Schwerpunkte, aktuell etwa zum Thema Screenshot-Software. Auch Schnäppchen-Jäger finden immer regelmäßig lohende Beute - so verkaufte die Firma AceBIT zum 10jährigen Geburtstag am 11. für einen Tag lang alle eigenen Produkte um 10 Euro statt der regulären Preise, darunter das beliebte Wise-FTP (regulär: EUR 49,-) und Hello Engines! (regulär: EUR 99,-); DTB-LeserInnen waren rechtzeigt informiert.
Den Software-Teil ergänzen Newsmeldungen aus allen möglichen Bereichen - von Tipps für Digitalfotos bis zu Beiträgen über Online-Gesetzgebung reichen die Themen, vereinende Klammer ist der Großraum Gadgets und digitale Medien. Neben den sorgfältig recherchierten Beiträgen ist mir vor allem die hohe journalistische Qualität der Texte ins Auge gestochen - und in punkto Aktualität kann sowieso kein Print-Computermagazin mit einem Weblog mithalten.
Im Verzeichnis sind die einzelnen Programm nach Kategorien aufgeteilt - IPod, PDA- und Handy-Software sind ebenso vertreten wie Einträge aus der Unterhaltungsabteilung (Screensaver, Spiele), Office-Anwendungen und Tools für klassische Office-, Programmier- und Online-Tätigkeiten. Aus der Masse der über 8.000 redaktionell geprüften Einträge wählen die Betreiber immer wieder aktuelle Tipps aus. Hätten Sie etwa gewusst, dass dedizierte Software zur Erstellung fotorealistischer 3D Verpackungsboxen existiert? Spart im Vergleich zum Zeichnen der Schnittschablonen in Photoshop wohl tatsächlich eine Menge Arbeit...
Auf der Detailseite finden potentielle User eine genaue Beschreibung der Software samt Screenshot sowie den Download-Link und die Homepage-Adresse des Herstellers. Ein standardisiertes Datenblatt informiert über Mindestanforderungen, bisherige Downloads und allfällige Userkommentare im zugehörigen Forum - schnelle Orientierung verschaffen User- und redaktionelle Bewertung:

Im Gegensatz zu offenen Softwareverzeichnissen finden sich bei Download-Tipp ausschließlich geprüfte Einträge - und bei über 8.000 Programm findet sich selbst für exotische Probleme häufig das passende digitale Rüstzeug.
Ein neues peer-reviewed Journal wird in den nächsten Tage online gehen ist seit gestern online. Die erste Ausgabe von MediaTropes beschäftigt sich mit McLuhans berühmten Dictum vom Medium, das die Botschaft (oder doch Massage) sei. Die Texte muss ich mir erst in Ruhe zu Gemüte führen, das gesamte Setup des Journals finde ich allerdings bereits jetzt hochgradig erfreulich: die HerausgeberInnen setzen auf Creative Commons und nehmen den Topos des freien Wissens offensichtlich ernst
We will be launching in mid-March 2008 with our first issue, "Marshall McLuhan's 'Medium is the Message': Information Literacy in a Multimedia Age." Please sign up as a reader (at the right) and you will be notified as soon as we are online. Thank you!
Sehr sympathisch: die Publikation steht unter einer Creative Commons Lizenz, sämtliche AutorInnen werden gebeten (aber nicht gezwungen), dieser Nutzungsvereinbarung zuzustimmen:
As a complete work, MediaTropes is licensed under a Creative Commons by-nc-nd Attribution-NonCommercial-NoDerivativeWorks. When an author submits a work for publication, s/he is asked to agree to licensing that work under a similar license, that grants any user the non-exclusive right to download, print, copy, archive, distribute for non-commercial purposes only, so long as appropriate attribution is given to the author of the work. For more information, please read the details of the Creative Commons by-nc-nd license. While agreement to a Creative Commons (or similar) license is not mandatory for a work to be accepted, it is strongly encouraged by the editorial board.
Die im wissenschaftlichen Curriculum dringende Notwendigkeit zur Publikationstätigkeit hat zu einem eng verzahnten System von akademischen Verlagen geführt, dabei bietet das Netz fantastische Möglichkeiten für extrem kostensparende öffentliche Publikation und Archivierung: ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren sehr viele peer-reviewed Journals dem Beispiel von MediaTropes folgen werden und bin ausgesprochen gespannt auf die Beiträge der ersten Ausgabe.
Als technologische Basis kommt übrigens Open Journal Systems 2.1.1.0 zum Einsatz, das einen sehr detaillierte Ausgestaltung des peer-review Workflows ermöglicht. Registrieren kann man sich übrigens als Leser, Autor und/oder potentieller Peer-Reviewer.