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Artikel-Schlagworte: „Keyword“

Wie bekommt man mehr Twitter-Follower?

twitter profile datadirt Wie bekommt man mehr Twitter Follower?Am Wochenende hat mein Twitter-Account die 30k-Grenze überschritten, derzeit folgen mir knapp 32.000 Microblogger. Das ging zwar etwas schneller als erwartet, kam aber keineswegs vollkommen überraschend, da ich mich durchwegs aktiv um mehr Followers bemüht habe. Danke für den Support, danke an alle meine deutschsprachigen Followers! Als Dankeschön möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. In diesem Beitrag werde ich drei meiner erfolgreichsten Strategien Schritt für Schritt beschreiben, denn eines kann ich Ihnen garantieren: "Drücken Sie auf den Knopf und eine Woche später haben Sie 10.000 Followers" spielt's nicht: um richtig viele und möglichst viele richtige (=thematisch interessiert) Microblogging-Kontakte zu sammeln, muss man unbedingt verschiedene Vorgehensweisen kombinieren.

Häufig taucht in Gesprächen über Twitter die Frage nach dem erforderlichen Zeitbudget auf: ich denke, dass es wenig Sinn macht, pro Tag mehr als 1-2 Stunden in Twitter zu investieren. In meinem Fall war's in den letzten Monaten so, dass ich pro Woche zweimal 2 Stunden am Stück für diverse "Maintenance Tasks" (Tweet Scheduling, Follow-Friday Vorbereitungen, Follower Vetting, Mash-Ups evaluieren etc., dazu später mehr) benötigt habe und zusätzlich pro Tag im Durschnitt etwa 20 bis 60 Minuten fürs "Echtzeit-Tweeten".

Das mag vordergründig relativ viel erscheinen, erwies sich aber unter anderem als eine der effektivsten Methoden, den Traffic auf meinen Blogs nachhaltig zu steigern - und mit den richtigen Tools und Clients lässt sich auf jeden Fall schon vom Start weg viel Zeit einsparen. Die Basics spar ich mir allerdings, und komme ohne weitere Umwege wie versprochen nun zu drei Follower-Building Anleitungen.

Caveat 1: Wer beschließt, dem natürlichen Lauf der Micro-Blogging Dinge etwas nachzuhelfen und seinen Account behalten möchte (Twitter wird immer strenger in der Spam-Bekämpfung), sollte unbedingt den Tina Turner Refrain beachten: Not push Twitter Limits! Es gibt Obergrenzen für die Zahl der Personen, denen man followen kann (grundsätzlich 2.000, und aber dieser Zahl dann maximal 20% mehr Usern als man selbst Followers hat), es gibt tägliche Limits für Private Messages, Restriktionen für die wiederholte Aussendung des gleichen Tweets, ein Limit für die maximal Anzahl an Usern, denen man pro Stunde folgen darf (100)... diese Zahlen ändern sich, und wer über die Stränge schlägt, riskiert, dass der eigene Account gesperrt wird - und das wär doch schade um die viele Arbeit. Siehe dazu auch Making Progress on Spam am offiziellen Twitter-Blog bzw. The Twitter Rules.

Caveat 2: Alle nachfolgend beschriebenen Techniken setzen voraus, dass man regelmäßig twittert, einen Avatar verwendet, sich generell darum bemüht, interessante Links zu posten und auf Anfragen reagiert. Kurzum: Content and Communications are King and Queen. Der Rest ist lediglich ein kleiner Durchlauferhitzer, aber für sich allein genkommen wertlos.

Der eingesprungene Such-Axel

Die Twitter-Suche bietet perfekte Möglichkeiten, Themen-affine User zu finden. Man nutzt dazu entweder das Web-Interface unter search.twitter.com oder - wesentlich komfortabler - die Suchfunktion des Tweetdeck Clients: der ermöglicht das Abspeichern von bis zu 20 Keyword-Trackings, die als eigene Spalten angezeigt werden.

Hilfreich ist dabei eine Liste mit relevanten Keywords bzw. Keyword-Kombinationen (Tweetdeck unterstützt auch die Boole'schen Operatoren AND und OR), die regelmäßig themenaffine User frei Haus liefert. Nach einem kurzen Blick auf das jeweilige Profil folgt man. Dabei ergeben sich auch ständig Anknüpfungsmöglichkeiten für Gespräche und so kommt man zugleich laufend mit neuen Usern, die sich mit dem gleichen Themengebiet befassen, in Kontakt.

Vorteil: Nichts geht über händische Selektion - das Followen lässt sich recht gut "nebenbei" beim Twittern erledigen - und je sorgfältiger man auf Themenrelevanz achtet, desto höher wird die Follow-Back Rate sein.
Nachteil: Zeitaufwendigste Methode, skaliert schlecht und erfordert regelmäßigen "Aufräumen" der Followed-Liste.

Der doppelte Tweetlater-Rittberger

Wer Twitter professionell nutzt, hat sich hoffentlich schon längst einen Tweetlater-Account zugelegt. Der Online-Service von Dewald Pretorius ermöglicht die zeitgesteuerte Aussendung von Tweet-Messages und verwaltet beliebig viele Accounts. Auch in der Free-Version sehr nützlich - die Power-Features stehen aber nur Pro-Usern zur Verfügung. Der Pro-Account kostet 20$ im Monat, die sich schon allein aufgrund der neu integrierten Follow-Funktion, die pro Account und Monat 1.200 User vollautomatisch recherchiert, mehr als auszahlen.

Während der Auto-Follow Mechanismus vor einigen Monaten noch recht nützlich war, ist Twitter inzwischen von zu vielen Spam-Accounts übersät, um diese Funktion weiterhin zu nutzen. Tweetlater bietet hier eine perfekte Lösung namens "Follower Vetting" an: sämtliche User, die dem eigenen Account folgen, kommen in eine übersichtliche Warteliste und werden mittels bestimmter Filter-Kriterien vorselektiert, die in meinem Fall so aussehen:

twitter tweetlater Wie bekommt man mehr Twitter Follower?

Alle zwei bis drei Tage schaut man die Liste kurz durch und nimmt allfällige Korrekturen vor - dass zusätzliche Statistiken (á la: von wie vielen Usern wurde dieser User geblockt etc.) angezeigt werden, macht den Auswahlprozess extrem effizient, und das ist auch notwendig: bei größeren Accounts sammeln sich schon mal 500 neue Followers oder mehr pro Woche an.

Die oben erwähnte Recherche-Funktion heißt "Friend Finder". Selbiger muss pro Account aktiviert und konfiguriert werden. Da die Filterfunktionen äußerst granular arbeiten und beispielsweise auch Negativ-Keywords und viele weitere Einstellmöglichkeiten bieten, ist die Qualität der so generierten Vorschläge immens hoch. Die kommen (täglich bis zu vierzig) in die oben beschriebene Vetting-Liste, wo man nochmal einen Blick drauf werfen kann, aber nicht muss - nach einem einstellbaren Zeitraum folgt Tweetlater automatisch.

Vorteil: TweetLater bietet diverse unverzichtbare Komfortfunktionen für Pro-Microblogger. Speziell beim Follower-Aufbau schlägt der neue Friendfinder jede andere Automatisierungs-Software aber bei weitem, da Spam-Accounts äußerst zuverlässig ausgefiltert werden. Richtig konfiguriert bringt das Tool im Monat ein paar Hundert themenaffine Followers - ganz auf Autopilot und ohne Probleme mit Twitter-Limits zu verursachen.
Nachteil: TweetLater Pro-Account erforderlich, aber die 20 Dollar pro Monat (zahlbar via PayPal) sind gut investiert. Wer unschlüssig ist, kann die Pro-Version für 10 Tage kostenlos testen. Aber Vorsicht: Sie werden anschließend nicht mehr auf Tweetlater Pro verzichten wollen.

Viele Heavy-Twitter-User betreiben eigene Blogs, eine aktuelle Umfrage auf Deutschland ergab, dass über die Hälfte der Top-Tweeper zugleich bloggen. Die überwiegende Mehrheit wählt dazu WordPress, und dementsprechend breit gefächert ist mittlerweile die Auswahl der Twitter-Plugins.

Maß aller Dinge waren bis vor einigen Monaten Alex Kings Twitter Tools. Das Plugin implementiert eine 2-Weg Einbindung: einerseits werden neue Postings automatisch getweetet, andererseits können die eigenen Tweets am Blog angezeigt oder sogar als täglicher bzw. wöchentlicher Digest-Beitrag geposter werden. Vor relativ kurzer Zeit betrat TweetMeme die Bühne: mit nur einem Klick lassen sich die eigenen Blogbeiträge retweeten. Damit diese auch mit RT @eigeneraccount erstellt werden, muss man sich erst von den Betreibern authentifizieren lassen, sonst hagelt es Eigenwerbung á la RT @tweetmeme. Die Idee ist genial, weniger erfreulich ist der zwangsweise Weg über die TweetMeme-Server, denn die gemessenen Retweets werden für ein Social News Portal verwendet.

Enter Pretty Link: Blair Williams veröffentlichte vor einigen Monaten ein Plugin, das die Erstellung und Verwaltung von Short-Links unter WordPress ermöglicht. Aufgrund der 140-Zeichen Begrenzung müssen längere Links URL-Shortener wie bit.ly und Co. durchwandern - eine verschenkte Gelegenheit, denn wesentlich professioneller wirken Links á la http://meinedomain/13x. Genau dafür ist Pretty Link zuständig.

Vor wenigen Tagen präsentierte Blair die Pro-Version. Ähnlich wie im Fall von TweetLater kann man mit der Free-Edition eine Menge anfangen, die Pro-Version bietet allerdings eine ganze Reihe von zusätzlichen Conversion-Features, die ich im Detail in einem eigenen Beitrag erklären wären. Im Zusammenhang mit dem Thema Follower-Building interessieren uns in erster Linie die "Automatic Pretty Link Creation and Posting Options": Pretty Link kreiert für jedes neue Posting automatisch einen Shortlink und fügt ein ReTweet-Badge á la TweetMeme ein, das allerdings ohne Drittanbieter-Server auskommt. Damit erhöht man nicht nur die ReTweet-Rate, sondern bekommt ein äußerst nützliches Tracking-Tool in die Hand. So sieht der Options-Screen der Pro-Version aus:

ploptions Wie bekommt man mehr Twitter Follower?

Als äußerst praktisch erweist sich in diesem Zusammenhang der sogenannte Pretty Bar: er fügt einen Top-Bar ein, auf dem man nicht nur das eigene Logo, sondern auch diverse Share- und Follow-Funktionen integrieren kann (siehe hier). Die Stärke des Bars liegt im richtigen Zeitpunkt: User, die in einem ReTweet auf einen interessanten Link klicken, folgen sehr häufig. Screenshots und weitere Infos zur Funktionsweise gibt es auf der offiziellen Pretty Link Pro Homepage. Derzeit verkauft Blair die Lifetime-Pro-Lizenz für bis zu 5 Seiten um $97, ab 1. September steigt der Preis auf $147. Zuschlagen!

Vorteile: eigene Short-URLs, perfektes Tracking, Erhöhung der ReTweet- und Follow-Rate
Nachteile: nur verfügbar für WordPress-Blogger.

Addendum: Wie komme ich eigentlich zu mehr ReTweets?

Klingt wie die klassische Frage an Radio Eriwan, und die Antwort, die man häufig liest, lautet: "Mit interessanten Tweets!" Das ist zweifellos wahr, aber manchmal kann man dem Glück auch ein wenig auf die Sprünge helfen: ReTweet It basiert auf einem Austausch-System, erfordert keine Datenweitergabe (Log-in erfolgt via Twitter-Auth) und ermöglicht Usern mit mindestens 50 Followern, ihre Nachrichten retweeten zu lassen. Um die nötigen Credits zu bekommen, kann man entweder selbst retweeten oder via PayPal ein paar Münzen einwerfen - 100 RTs kosten aktuell $10,-. Das ist meiner Meinung nach aber gar nicht erforderlich, da man eigentlich laufend recht interessante Tweets im System findet, die man guten Gewissens retweeten kann :mrgreen:

Fazit: eigene Choreographien entwerfen!

Wie schon einleitend gesagt: interessante, themenrelevante Tweets und Gesprächsbereitschaft sind die Grundlage für erfolgreiches Follower-Building und in weiterer Folge für den Einsatz von Twitter als Marketing-Tool. Mit den oben beschriebenen Methoden kann man gefahrlos nachhelfen und die Weg zum Twitter Whale (so heißen User mit 10k+ Followern) beschleunigen. Die oben skizzierten Tipps sollen lediglich Anhaltspunkte geben, außerdem ist es im Lauf der Zeit erforderlich, die eigenen Taktiken und Toolsets dem Status des Accounts anzupassen. Ich habe beispielsweise festgestellt, dass 90% aller frei verfügbaren Mash-Ups für Userverwaltung, Stats etc. ab 15k Followern nicht mehr oder nur sehr unzuverlässig funktionieren. Tweetlater Pro und Pretty Link Pro kann ich uneingeschränkt empfehlen: angesichts der immensen Zeitersparnis sind beide Tools unglaublich preiswert.

Am Schluss noch eine kleine Bitte: wenn Sie mit diesen Tipps etwas anfangen können, dann schenken Sie mir doch bitte Ihre Stimme bei der Mr. Twitter Austria Wahl. (Man kann für beliebig viele User abstimmen.) Danke!

Fast Blogfinder Update: Version 2.6 verfügbar

Linkaufbau leicht gemachtGestern kündigte G-Lock den Release der neuen Fast Blogfinder Version an: 2.6 hat ein eingebautes Keyword-Suggestion-Feature bekommen, mit dem sich noch schneller passende Link-Portfolios zusammenklicken lassen. The neue Option nennt sich "Provide query suggestions" und offeriert nach Eingabe des Hauptstichwortes weitere sinnvolle Kombinationen - sehr hilfreich beim genauen Einkreisen der Nische! :mrgreen: Wie immer ist das Update für alle Lizenz-Besitzer völlig kostenlos.

Grundsätzlich funktioniert die Query-Abfrage wie von anderen Keyword-Tools gewohnt. Und nicht selten findet man dabei Kombinationen, die man ansonsten mit Sicherheit übersehen hätte:

When you type your keywords into the search box, Fast Blog Finder automatically suggests you keyword phrases based on your keywords. You can review a list of suggestions and select any keyword phrase from the menu. Sounds great, doesn’t it? If none keyword phrase suits you, type in your own search query and click Start.

DownloadFast Blog Finder Demo-Version:
Download
*.exe Datei, 125kB
OS: Windows XP, Vista

Das neue Feature ist ausgesprochen praktisch und beschleunigt den effizienten Aufbau des eigenen Linkportfolios zusätzlich. Außerdem wurde die Import/Export Funktion verbessert, und die Spalte "Most Recent Post Date" wurde zugunsten der neuen Kategorie "Last Updated" gestrichen. Letztere zeigt an, wann der Blogautor zuletzt Postings editiert bzw. Änderungen vorgenommen hat.

G-Lock hat wieder mal ausgezeichnete Arbeit gemacht - ich verwende FBL erst seit einigen Monaten, und das ist bereits das zweite Major Update mit neuen Zusatzfeatures. Ich hab's schon mal gesagt und ich kann mich nur wiederholen: der Fast Blogfinder ist das effizienteste Linkbuilding-Tool, das derzeit am Markt verfügbar ist. Selbst wenn man sich nur 30 Minuten pro Woche Zeit nimmt, um die eigene Homepage zu promoten, sind die rund 50 Euro hervorragend angelegt. Und dass man beim Kommentieren immer wieder auf interessante Blogbeiträge stößt, ist ein ausgesprochen netter Nebeneffekt und macht die Arbeit mit FBL recht kurzweilig.

Fast Blogfinder Freeware Download

ds-Podcast: wtf is… Arbitrage Marketing?

"Arbitratus" steht im Lateinischen für "Gutdünken, freies Ermessen". Im Internet versteht man unter Arbitrage Marketing das smarte Jonglieren mit Click-Preisen, Conversion und Affiliate-Kickbacks. Im folgenden Podcast-Video (der Pilot einer neuen losen Serie "wtf is...?") erkläre ich anhand eines einfachen Rechenbeispiels kurz und knapp, wie Arbitrage Marketing funktioniert und wie sich schon so mancher Einzelunternehmer seine eigene Gelddruckmaschine gebastelt hat:

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Tutorial: Glossar mit Begriffserklärungen für WordPress

Hier werden Sie informiertSeit längerer Zeit gehe ich mit der Idee schwanger (hehe), hier auf datenschmutz einen Glossar für Fachbegriffe anzubieten. Diese Erklärungen sollen Insider nicht im Lesefluss stören, aber Otto Normalsurfer das Verständnis spezialisierter Artikel erleichtern und es mir außerdem ersparen, wiederkehrende Begriffe immer wieder zu erläutern. Bei dem sehr unterschiedlichen Wissens-Niveaus meiner Leser wär so ein Glossar einfach perfekt, dachte ich mir, und machte mich auf die Suche nach einem passenden Plugin. Aber Fehlanzeige! Zwar existieren zwei Erweiterungen, die von sich behaupten, als Glossar-Plugin zu taugen, allerdings erfüllten beide leider nur jeweils einen Teil meiner Anforderungen. Daher habe ich mir aus verschiedenen Plugins eine teil-manuelle Lösung zusammengebastelt, die zwar pro Glossar-Begriff ein paar Mausclicks mehr verlangt, dafür aber maximale Flexibilität und - ganz wichtig - sehr hohe SEO-Tauglichkeit bietet. Wer wissen möchte, wie man einen solchen Glossar einbaut, wirft einen Blick in das folgende Tutorial. Allen anderen Lesern möge die folgende Information genügen: von mir im "Mini-Lexikon" erklärte Fachbegriffe sind ab sofort verlinkt und mit diesem Icon gekennzeichnet: Glossar-Icon . Ein Klick öffnet die jeweiligen Definition in einem neuen Fenster. Derzeit ist die alphabetische Liste noch sehr sporadisch gefüllt, aber das wird sich im Lauf der Zeit ändern. Ab hier wird's relativ technisch, wer die beschriebene Lösung einsetzen möchte, sollte mit WordPress-Template-Files nicht auf Kriegsfuss stehen.

Meine Anforderungen an einen WordPress-Glossar

In erster Linie geht es mir darum, immer wieder auftauchende Fachbegriffe kurz und knackig zu erklären. Dabei soll sofort ersichtlich sein, dass es sich um einen Glossareintrag, und nicht um einen "normalen" Link handelt. Und wenn ich schon den Aufwand treibe, eine solche Liste zu pflegen, dann möchte ich auch gleich den daraus resultierenden Google-Bonus mitnehmen: denn solche statischen Glossar-Pages haben den riesigen Vorteil, nahezu perfekte Landingpages für die Nischen-Keywords des jeweiligen Blogs darzustellen. Daraus ergaben sich für mich folgende Anforderungen:

  1. Die einzelnen Glossar-Begriffe sollen in Postings automatisch mit der Definition verlinkt werden und grafisch gekennzeichnet, um ersichtlich zu machen, dass es sich um einen Glossar-Eintrag handelt.
  2. Für die einzelnen Glossar-Einträge soll automatisch eine Übersichts-Seite erstellt werden, die alphabetisch sortiert ist und über einen A-Z Navigation mit Sprungmarken verfügt.
  3. Die einzelen Definitions-Artikel sollen selbst Postings bzw. statische Seiten sein, um eine sinnvolle Permalink-Struktur zu ermöglichen und um sich gut in den übrigen Seitenaufbau (z.B. Sitemap) einzufügen.

Klingt simpel, aber leider war es mir wie gesagt nicht möglich, eine Out-of-the-Box Lösung zu finden. Zwei Plugins, die sich der Aufgabe "Glossarerstellung" widmen, habe ich gefunden: IMM Glossary erfüllt die ersten beiden Anforderungen mit Bravour, fällt aber bei der Permalinkstruktur durch: die Definitionen bekommen seltsame Adressen voller Argumente und Referrer. Die zweite Lösung heißt WP Snap. Dieses Plugin generiert aus einer einzelnen oder einer definierbaren Menge von Kategorie-Postings ein spezielles Kategorie-Archiv mit alphabetischer Navigationsleiste und Sortierung. Das Plugin erfordert einen Eingriff ins category.php Template, erwies sich aber als relativ unflexibel und ermöglich keinerlei Pagination und automatische Verlinkung. Letztendlich kamen mir zwei verschiedene Vorgehensweisen in den Sinn:

Gut: Glossar mit Kategorie

Kategorie definieren und exkludieren: Man könnte eine dedizierte Kategorie für Glossar-Einträge anlegen und die betreffende Kategorie zugleich aus der Startseite und aus dem Feed ausschließen. Dazu ist keinerlei händische Bastelarbeit nötig, der äußerst empfehlenswerte Advanced Category Exluder erlaubt entsprechendes Finetuning via Optionsmenü. Anschließend legt man ein dediziertes Template für die betreffende Kategorie an. Dazu wird einfach nur die Datei category.php kopiert und unbenannt, und zwar in category-ID.php, wobei ID für die die betreffende ID der Glossar-Kategorie einzutragen ist. (Ersichtlich unter "Manage Categories" beim On-Mouse-Over).

Kategorie-Archiv anpassen: Wenn für eine Category ein so benanntes Template vorhanden ist, dann verwendet WordPress diese Datei standardmäßig (nur) für diese Kategorie. Im Template kann man einen kurzen Intro-Text eintragen und die Glossar-Postings alphabetisch anstatt chronologisch sortieren lassen - das geht relativ einfach mit WordPress Bordmitteln oder man verwendet Mike Smullins Sort Categories by Title. Das "alphabetisierte" Kategoriearchiv kann man natürlich noch beliebig im Design anpassen:

WordPress Glossar mit Kategoriearchiv

Automatisch verlinken: Für die automatische Verlinkung habe ich aLinks installiert. Das Plugin ist eigentlich für die stressfreie Wartung von Affiliate-Links gedacht, leistet aber überall dort gute Dienste, wo regelmäßig wiederkehrende Keywords mit einer festen URL verlinkt werden sollen. (Dafür hält sich die Affiliate-Tauglichkeit in Grenzen, da aLinks kein Link-Cloaking beherrscht, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.) In den Einstellungen lässt sich außerdem eine spezielle CSS-Klasse für die Verlinkung definieren und/oder man kann ein bestimmtes Icon an die verlinkten Begriffe anhängen. Hier fehlt allerdings die Automatisierung: man muss jeden Glossar-Begriff, der erstellt wird, einmal händisch in die aLinks Liste eintragen.

Diese Methode hat allerdings zwei Nachteile: einerseits wird kein automatischer A-Z Index generiert (dafür könnte man WP-Snap verwenden, aber das beherrscht wiederum keine Paginierung), andererseits ist die Permalink-Struktur nicht völlig frei wählbar, sondern von der jeweiligen Posting-Struktur abhängig. Und eigentlich möchte ich in meine Glossar-Links im Gegensatz zu Postings lieber kein Datum drinstehen haben - also habe ich mich für einen anderen Ansatz entschieden.

Besser: Glossar mit statischen Seiten

Hauptsächlich wegen der Permalink-Struktur habe ich mich dafür entschieden, statische Seiten zu benutzen. Ich habe also eine statische Seite angelegt, die sich "Glossar" nennt. Jeder Begriff bekommt eine eigene statische Page, die ich jeweils hierarchisch unterhalb der Glossar-Seite anlegen. Auf der Hauptseite lasse ich automatisch einen A-Z Index samt Navigationsleiste erstellen - hier leistet das Plugin AZIndex hervorragende Dienste: es erstellt beliebig viele Indizes aufgrund frei wählbarer Kombinationen aus Kategorien und Tags. Da Pages keiner Kategorie zugeordnet sind, bestimmt man einen Tag, der sonst nicht verwendet wird (z.B. "Glossar"), und ordnet diesen jeder einzelnen Glossar-Subseite zu. Anschließend erstellt man einen neuen Index (unter dem CMS-Menüpunkt "Manage") basierend auf dem gewählten Tag. Dazu läösst man das Feld Included/excluded Categories leer und trägt im darunterliegenden Feld das Stichwort, in meinem Fall "Glossar", ein. Die Index Headings bleiben auf "title" gestellt, Index subheading s und Description auf "none". Bei den Optionen wählt man nun "Include blog pages" und "exclude blog posts", die übrigen Einstellungen sind Geschmackssache. Das sieht bei mir folgendermaßen aus:

AZIndex

Den so erstellen Index fügt man im Editor auf die Glossar-Hauptseite ein, die Syntax dazu lautet: az-index id="ID" (in eckigen Klammern), wobei ID mit der Nummer des betreffenden Index zu ersetzen ist - nähere Details dazu verrät die Dokumentation des Plugins.

Für die automatische Verlinkung sorgt wie bereits oben beschrieben aLinks, das Exludieren der Glossar-Kategorie aus Feed und Startseite entfällt, weil statische Seiten dort ohnehin nicht auftauchen. Dieses Setup erfüllt mit ein wenig Handarbeit alle meine oben beschriebenen Anforderungen (visuelle Kennzeichnung, automatische Verlinkung, alphabetischer Index, SEO-Bonus). Die beschriebene Vorgehensweise soll andere WordPress-Blogger, die vor einem ähnlichen Problem stehen, inspirieren: sicherlich gibt's noch viele andere Mittel und Wege, einen Glossar zu generieren - über Tipps und Anregungen freue ich mich.

Am besten weitergedacht: Idee für ein Plugin

Hervorragend für eine solche Glossarfunktion würden sich die in WordPress eingebaute Tagfunktion eignen. Man müsste das Tag-Management dazu folgendermaßen erweitern: Im Backend sollte es möglich sein, für einzelnen Tags (mittels Checkbox) zu bestimmen, ob es sich um ein Glossar-Stichwort handelt. Diese speziellen Tags bekommen ein Beschreibungsfeld, in das auch HTML-Code eingetragen werden kann. In der normalen Einzel-Tag-Ansicht (Posting-Archiv pro Tag) ändert sich bei den betreffenden Stichworten nur eine Kleinigkeit: zwischen der Tag-Überschrift und der Auflistung der zugehörigen Beiträge wird die Beschreibung angezeigt. Außerdem sollte das Plugin analog zu AZIndex eine alphabetische Liste der Glossar-Tags ausgeben und es ermöglichen, die betreffendne Begriffe im Text automatisch zu verlinken und grafisch zu kennzeichnen. Die automatischen Cross-Linking funktionen bringt Simple Tags ja bereits mit, bei der Einbindung des Icons könnte man sich an Link Indication halten. Meine Talente liegen leider nicht im Bereich der php-Programmierung, aber falls sich ein berufenerer Coder inspiriert fühlt, erkläre ich mich gerne bereit, ein detailliertes Story-Board für ein solches Plugin anzufertigen.

SEO-Frage: Gibt es Minus-Keywords?

minus keywordsIch arbeite als Online Consultant und SEO-Berater, es wäre also ganz schön peinlich, wenn datenschmutz bei Google nicht hervorragend gerankt wäre. Nun, it's not black magic: regelmäßige Postings, Unique Contents, eine nicht gerade backfrische Domain, sauberes XML und ein paar Source-Code-Kniffe, das muss ja hinhauen - und tut es auch. Letztens hab ich allerdings eine interessante Beobachtung gemacht, die ich an dieser Stelle gerne mal zur SEO-Diskussion stellen möchte: alle meine statischen Gewinnspiel-Contents (aktuelle GS, Archiv) haben Pagerank Null und eine sehr schlechte Position in den SERPs, wie etwa die Suche nach datenschmutz + Gewinnspiele zeigt. Ein wenig Recherche hat mich nun auf folgende Frage gebracht: gibt es für bestimmte, häufig in "streng riechendem" Kontext auftauchende Keys wie "Gewinnspiele" sowas wie einen automatischen Malus von Big G.?

So gut wie alle meine Hauptmenüpunkte besitzen Pagerank 4, mit Ausnahme von "Themen" und "Archiv", die aber bloß auf noindex-Seiten weiterverweise. Die statische Seite mit den Gewinnspielen allerdings ist in Google so gut wie gar nicht vorhanden, obwohl regelmäßig upgedatet und schon rund ein Jahr online.

Praktisch ist mir das vollkommen egal, wenn nicht sogar recht: schließlich sind die Gewinnspiele ja sowieso prima causa für Stammleser und Feed-Abonennten gedacht und nicht unbedingt für SERP-Besucher. Und die einzelnen Postings, bei denen häufig ein ausführliches Interview mit dem Gewinnspiel kombiniert ist (z.B. CD-Verlosungen), ranken sehr erfreulich und haben großteils auch einen relativ hohen PR: siehe z.B. d.kay oder Dubblestandart.

Nun ist mir durchaus bewusst, dass Keywords wie "Poker", "Pornos" etc. durchaus sehr schwierig zu optimieren sind: nicht nur, weil die Konkurrenz bei diesen Themen sehr groß ist, sondern auch, weil Google darum bemüht ist, zumindest die vorderen Positionen seiner SERPs jugendfrei zu halten. So weit, so klar: allerdings frage ich mich aufgrund der Gewinnspiel Rankings, ob Google inzwischen so etwas wie eine Liste "möglicherweise dubioser Keywords" ins System implementiert hat, die das Ranking für bestimmte Begriffe eben erschweren. Oder handelt es sich um bloßen Zufall? Ich hab dazu noch keine Meinung, wär aber sehr gespannt auf ähnliche Erfahrungen/Ausreißer bzw. andere Erklärungen: die Diskussion ist eröffnet :mrgreen:


Fotocredits:
Titelbild: Goldener Schlüssel mit blau von Rainer Sturm / pixelio.de