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	<title>datenschmutz &#187; Kolumne</title>
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	<description>Ritchie Blogfried Pettauers Weblog</description>
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		<title>Wie man seine Online-Reputation in Rekordzeit ruiniert</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Nov 2008 06:02:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was das Vergessen anlangt, sind Elefanten im Vergleich zum Internet nachgerade harmlos. Wer seine eigene Online-Reputation schnellstens ruinieren möchte, dem stehen dazu alle Möglichkeiten offen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Diese Kolumne habe ich für das aktuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogpiloten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogpiloten">Blogpiloten</a>–Special <a href="http://www.blogpiloten.de" class="liexternal">Identity Management</a> geschrieben.</em><br />
<img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/11/elis-1226691932.jpg" alt="elis 1226691932 Wie man seine Online Reputation in Rekordzeit ruiniert" title="elefanten" width="250" height="200" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Obwohl Echtzeitmedium, treten die wahren Qualitäten des Netzes erst auf lange, manchmal auf sehr lange Sicht zutage: denn dank der Versatilität digitaler Daten und permanenter Fortschritte in punkto Totalerfassung benimmt sich das Netz meist wie der sprichwörtliche Elephant: es weigert sich zu vergessen. Das klingt nicht nur beunruhigend, das ist sogar äußerst verstörend, bedenkt man die Erkenntnisse der neueren Gehirnforschung: das Vergessen, so die Kartographen unseres Verstandes, sei, so die Apologeten dieser These in typisch-euphorischer Übertreibung, sei mindestens gleich, wenn nicht viel wichtiger als sämtliche Merkfunktionen zusammen. Nur dank der Gnade des Vergessens kann unser unruhiger Affengeist, wie die Buddhisten sagen, nämlich überhaupt die Flut der zahllosen Informationen vom Typ überlebensrelevant bis Klatschspalte langfristig sortieren.</p>
<p>Man kennt das ja vom Frühjahrsputz: wenn all das alte, nutzlose Gerümpel erstmal im Vorraum steht, scheint es unfassbar, dass all das Zeug jemals in das (nach wie vor vollgeräumte) Zimmer gepasst hat. Nicht auszudenken, wenn jedes unwichtige Detail sich uns für immer einprägen würde – oder wissen Sie noch, welches Ablaufdatum auf der Milchpackung stand, die Sie vor 53 Tagen eingekauft haben?</p>
<p>Falls Sie Ihre Rechnung im Supermarkt mit Ihrer Club-Vorteilskarte (raten Sie mal, welcher der beiden Geschäftspartner den „Vorteil“ hat) bezahlt haben, stehen allerdings die Chancen gut, dass irgendein Warendistributions/Customer Care/Marktforschungs Software–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/monster/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Monster">Monster</a> von Datenbank sich sehr genau daran erinnern kann, dass Sie schon wieder die „Extra-Lang-Haltbar“ Milch wählten, obwohl Sie doch sowieso jeden dritten Tag einkaufen kommen. Komischerweise immer wieder Freitags in diese andere Filiale… was das wohl zu bedeuten hat? Zweifellos genug, als dass Ihnen Columbo 2.0 im Fall der vergifteten Milchpackung einen virtuellen Strick draus drehen könnte. Und ganz genau so funktioniert im Prinzip das Netz: irgendwas Belastendes lässt sich fast immer finden.</p>
<p>Doch bevor die Freude zu groß wird, nun die schlechte Nachricht: jeder Kriminelle braucht eine Vorgeschichte, und die will sorgfältig konstruiert sein, sprich: wer erst vor wenigen Wochen in die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Siedlung frisch eingezogen ist, muss sich schon ein wenig anstrengen, um seine weiße Weste rasch im Dreck zu wälzen. Negatives Identity Management unterscheidet sich dabei seinem Wesen nach keineswegs von panoptischen Wunsch über die Vollkontrolle nach Selbstrepräsentation. Daher auch die wichtigste Regel: <strong>Immer den richtigen Namen und die gleiche E-Mail Adresse verwenden!</strong> Das gilt bei allen Registrierungen und generell überall dort, wo man im Internet aufgefordert wird, seinen Namen zu hinterlassen. Stellt man (möglicherweise später) kompromittierende Bilder und/oder Videos online, so sollte man darauf achten, eine gut indizierte Seite zu wählen und jedem potentiellen Interessenten Zugriff zu gewähren.  Reichliche Ausstattung aller multimedialen Inhalte mit entsprechenden Meta-Informationen gehört zur Pflicht des digitalen Rauhbeins, auch hierbei muss selbstverständlich Regel 1 beachtet werden.</p>
<p>Auch nicht schlecht: Schimpftiraden an Mailinglisten senden, deren Archive öffentlich zugänglich sind. Oder es vielleicht irgendwann mal sein werden. Glücklich, wer über eine eigene Homepage, möglicherweise sogar mit Eigenname als Domain, verfügt: man muss sich ja nicht auf zweifelhafte Inhalte beschränken, sondern kann bei der Gelegenheit auch gleich die eine oder andere illegale Software, vielleicht mit einem Trojaner garniert, zur Verfügung stellen! Der Kreativität sind dabei kaum Grenzen gesetzt, lediglich bei Blackhat Maßnahmen ist Vorsicht angebracht: schließlich will man ja nicht aus dem Google-Index herausfallen.</p>
<p>Will man das doch, dann folgt das böse Erwachen häufig dann, wenn man feststellt, dass der Content–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aggregator/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aggregator">Aggregator</a> von den Faroröer-Inseln weder auf E-Mails noch auf Anrufe an die Mehrwertnummer reagiert. Langweilige Zeitgenossen, die meinen, sich in virtuellen Umgebungen genauso höflich und bedachtsam gerieren zu müssen wie in der richtigen Welt, gibt es genug. Ein echter Netz-Rüpel sollte daher unter allen Umständen und um jeden Preis die folgende Frage vermeiden: „Würde ich das, was ich hier gerade von mir preisgebe, auch im Fernsehen erzählen?“ *</p>
<p>*Der Fast-schon-Ex-Programmintendant des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a> Lorenz hat dazu eine eindeutige <a href="http://www.scheissinternet.at" class="liexternal">Meinung</a>.</p>
<p><small><strong>Fotocredits:</strong><br />
Titelbild: <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=263940" class="liexternal">Elefanten Groß-Klein</a> von Johannes-D. / pixelio.de</small></p>
<p> </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Mein erster Leserbrief an den neuen Falter</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Nov 2008 08:10:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So sehr ich den Falter vor allem seit dem kürzlich erfolgten Relaunch schätze, so seltsam finde ich die aktuelle IT-Kolumen zum Thema geistiges Eigentum und Informationsfreiheit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor kurzem gab’s bei der Wiener Stadtzeitung einen äußerst gelungenen Relaunch mit optischer Auffrischung und neuer Klammerung. Meine persönliche Meinung dazu: noch nie habe ich in Österreich einen derart gelungenen Printmedien-Relaunch erlebt. Auf meiner völlig subjektiven “Les-ich-gern-Skala” stieg die letzte brauchbare Wochenzeitung dieses Landes locker um zwei Stufen. Die Digitalia–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> der letzten Ausgabe motivierte mich allerdings ob der hanebüchenen Darstellung der <a href="http://www.seo-united.de/blog/google/urteil-gegen-google-interview-mit-psykoman.htm" class="liexternal">Causa PsykoMaN</a> zu meinem ersten Leserbrief, und zwar als Reaktion auf diese Kolumne (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/falter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Falter">Falter</a> #44/2008, 29.10.2008, S. 23):</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/11/falter-digitalia-1225639079.jpg" alt="falter digitalia 1225639079 Mein erster Leserbrief an den neuen Falter" title="falter digitalia" width="500" height="652" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p><span id="more-2973"></span></p>
<blockquote><p>S.g. Falter Redaktion,</p>
<p>zuerst verspätete Gratulation für den sensationell gut gelungenen Relaunch — ich konnte inzwischen ja einige Ausgaben auf mich wirken lassen, der äußerst positive Ersteindruck hat sich noch gravierend verstärkt.</p>
<p>Zweitens aber, und wir wissen ja, dass der Widerspruch ungleich stärkere Leserbrief-Schreibmotivation bietet denn die Zustimmung, möchte ich ganz vehement Ingrid Brodners letzter “Digitalia”-Kolumne zur Causa PsykoMaN widersprechen: aus dem (begründeten) Wunsch nach Informationsfreiheit eine Legitimierung der schleichenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/abschaffung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Abschaffung">Abschaffung</a> des Copyrights zu wirtschaftlichen Gunsten eines bedenklichen Monopolisten abzuleiten, zeugt von einer gravierenden Kategorienverwechslung. Ich stelle meine eigenen “Werke” selbst unter eine CreativeCommons Lizenz, diese Entscheidung sollte aber durchwegs der Urheber treffen können. Herr Horn erlebte laut eigener Aussage (im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> auf seo-united.de) durch unlizenzierte und vor allem kommerzielle Raubkopien gravierende finanzielle Einbußen, auf seine Forderung, die Bilder zu entfernen, reagierte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> nicht. Ich begrüße die Entscheidung des deutschen Gerichts, die geltende Rechtsordnung und individuelle Ansprüche höher zu bewerten als die Marktmacht eines profitorientierten Konzerns. Ich schätze den Falter aufgrund seiner kritischen Berichterstattung, bitte machen Sie nicht den Fehler, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> und “das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>” zu verwechseln.</p>
<p>ritchie pettauer, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a></p></blockquote>
<p>Was denken Sie darüber, werte Leserinnen, Leser und Leseratten? Sind <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/urheberrecht/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Urheberrecht">Urheberrecht</a> (oder besser gesagt: Vergütung für “geistige” Arbeit) und der Wunsch nach freiem Informationszugang denn überhaupt vereinbar?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wahltotal.at: Direktdemokratie auch nach dem Urnengang</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-10/wahltotalat-direktdemokratie-auch-nach-dem-urnengang/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 06:02:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wahltotal.at, eine Plattform zum direkten Austausch zwischen Politikern und erwählern, erwies sich inder Wahlkampfzeit als voller Erfolg. Nun soll es mit regelmäßigen Video-Kolumnen weitergehen, denn neue Politik brauche neue Kommunikationsformen, so Markus Kienast im Interview.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/wtlogo-1224079557.jpg" alt="wtlogo 1224079557 Wahltotal.at: Direktdemokratie auch nach dem Urnengang" title="wtlogo" width="250" height="66" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Frustriert sind viele, die Strategien des Umgangs mit der Angefressenheit auf “die da oben” unterscheiden sich indes gravierend: der eine wählt gar nicht, der zweite rechts und der dritte gründet eine Online-Videoplattform, auf der Wähler Videofragen an einzelne Parteien und/oder Kandidaten richten können. Der Launch der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> in der heißen Wahl<strike>schlacht</strike>kampf-Zeit half natürlich immens, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a> zu Antworten zu animieren, wie die beachtlich vielen Clips auf <a href="http://www.wahltotal.at" class="liexternal">Wahltotal.at</a> zeigen. Nach dem Urnengang soll nicht Schluss sein mit dieser Form der direkten Demokratie — die Betreiber wollen die Seite weiter ausbauen und verschiedene Politiker und Vertreter aus den Bereichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a>, Kunst und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> zu regelmäßigen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/video/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with video">Video</a>–Kolumnisten machen.</p>
<p>Auch ich habe als fallweise über politischen Themen reflektierender Blogger die Ehre und das Vergnügen, neben so schillernden Figuren wie Alf Poier und Thomas Schäfer-Elmayer eine unregelmäßige <a href="http://www.wahltotal.at/questions?user_id=61" class="liexternal">Video-Kolumne</a> auf Wahltotal zu bespielen.</p>
<p>Mit Markus Kienast, einem der Konzeptionisten und Betreiber von <a href="http://www.wahltotal.at" class="liexternal">Wahltotal.at</a>, habe ich ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> über die bisherige Story hinter der Seite und weitere Zukunftspläne geführt — es handelt sich quasi um die Fortsetzung meiner Serie über <strong>Wahlkampf abseits des ORF</strong>, die mit einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-10/wahlkampf-abseits-des-orf-interview-mit-alexandra-damms-von-atv/" class="liinternal">Interview mit Alexandra Damms (ATV)</a> begann.</p>
<h2 id="toc-interview-neue-politik-braucht-neue-kommunikationsformen">Interview: “Neue Politik braucht neue Kommunikationsformen”</h2>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">datenschmutz: </span>Wie ist die Idee zu Wahltotal.at entstanden und was sind die Intentionen hinter der Seite?</p>
<div style="float:right;margin-top:5px;margin-left:9px;border:1px solid gray;width:200px;" align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/wahltotalbild-1224079593.jpg" alt="wahltotalbild 1224079593 Wahltotal.at: Direktdemokratie auch nach dem Urnengang" title="wahltotalbild" width="200" height="300" /><br /><small>Markus Kienast</small></div>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">Markus Kienast: </span>Die Politik scheint seit geraumer Zeit festgefahren zu sein. Nichts bewegt sich mehr. Schwarz-Blau kann als Versuch gewertet werden, aus diesem “Dead-Lock” auszubrechen. Die Strukturen aufgebrochen hat das aber nur insofern, als SPÖ und ÖVP seitdem auch zu den Kleinparteien zählen.<br />
Dass also unabhängig von der Besetzung einer Regierung doch alles beim Alten bleibt, hat wohl eine systemische Ursache. Neue Politik braucht neue Kommunikationsformen. Das Fernsehen hat eben keinen Rückkanal. Laut der Wissenschaft von der Funktion komplexer Systeme, der Kybernetik, ist die ständige Rückkopplung, ein Feedback-Loop, aber für ein überlebensfähiges System unerlässlich.<br />
Eine Wahl alle 5 Jahre als Feedback-Loop ist aber einfach zu wenig. Die Politik kann so vom Volk nicht ausreichend gesteuert werden und fährt gegen die Wand, auch wenn alle diese kommen sehen. Mich erinnert das ein wenig an die berühmten 5-Jahres-Pläne der UdSSR.<br />
Aus der Grundmotivation heraus, den Bürgern eine Möglichkeit zu geben, die Politik auch nach der Wahl noch beeinflussen zu können, ist <a href="www.wahltotal.at" class="liinternal">www.wahltotal.at</a> entstanden. Unsere Plattform darf gerne als Reaktion auf den Stillstand in der Politik gewertet werden.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>War es schwierig, Politiker zum Antworten zu motivieren, oder hat sich nach den ersten Antworten eine gewisse “Eigendynamik” entwickelt?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Die ersten Antworten zu bekommen war eigentlich verblüffend einfach. Die SPÖ ist da vorgeprescht.<br />
Die Grünen und verblüffenderweise die ÖVP haben dann aber schnell die SPÖ überholt und nutzen derzeit unsere Plattform am effektivsten. Die haben schnell kapiert, dass ihre Videos bei uns öfter gesehen werden als auf Youtube. Für Interessierte in dieser Sparte sind wir einfach die Anlaufstelle Nummer eins. Wir haben gerade erst angefangen und das praktisch mitten in der Wahl und ohne große Werbung. Trotzdem konnten wir bei weitem mehr face-to-face Sendeminuten ausliefern als die Youtube-Aktivitäten aller Parteien zusammen.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie schätzen Sie persönlich den Einfluss der Plattform auf die Meinungsbildung der Wähler ein?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Wir bekommen von unseren Nutzern immer wieder kommuniziert, dass unser Angebot großen Einfluss auf ihre Wahlentscheidung hat. Das liegt ihren Aussagen zu Folge vor allem am persönlichen Kontakt zu den Kandidaten. Wer sich die Zeit nimmt, auf eine Frage wirklich einzugehen und seinen Standpunkt nachvollziehbar darzulegen, dessen Meinung schenkt man leichter sein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vertrauen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vertrauen">Vertrauen</a>.<br />
Die Qualität dieses Kontakts ist gleichzustellen mit einem persönlichen Gespräch nach einem Wahlkampfauftritt, nur dass dieser Dialog auf wahltotal.at außerdem noch von einer Vielzahl anderer<br />
nachvollziehbar ist, was einen nicht unerheblichen Seiteneffekt mit sich bringt.<br />
Durch die Menge an Fragen zu verschiedensten Themen auf wahltotal.at können sich die Wähler auch dann noch ein recht genaues Bild von den Persönlichkeiten machen, denen sie da ihre Stimme zu geben<br />
gedenken, wenn sie persönlich gar keine Frage hochladen.<br />
Wenn Sie mich also fragen, was mehr Wähler beeinflusst, ein Gespräch auf einer Wahlkampfveranstaltung oder auf wahltotal.at, dann ist die Zeit ganz klar besser auf wahltotal.at investiert.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie sind Sie mit der bisherigen Entwicklung der Plattform zufrieden?</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/wtposter-1224079693.jpg" alt="wtposter 1224079693 Wahltotal.at: Direktdemokratie auch nach dem Urnengang" title="wtposter" width="300" height="212" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Im Vergleich zu den Initiativen von ATV und puls4 stehen wir ausgesprochen gut da. Bei uns haben mehr User ihre Clips hochgeladen und es wurden auch um ein Vielfaches mehr Fragen beantwortet. Bedenkt man, welche Mittel uns im Vergleich zu ATV und puls4 zur Verfügung standen, kann man wohl nur von einem vollen Erfolg sprechen.<br />
Aber ich möchte unsere Initiative nicht zu sehr mit ATV und puls4 vergleichen, weil deren Format eigentlich ein ganz anderes ist. Während deren Aktivitäten in einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konvergenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konvergenz">Konvergenz</a>–Event im Fernsehen endeten, ist unsere Plattform auf stetigen Dialog ausgerichtet. Es wurden bei uns laufend Fragen beantwortet und das wird sich auch jetzt nach der Wahl nicht ändern.<br />
Wir sind sehr stolz darauf, was wir erreicht haben, ganz besonders auch deshalb, weil wir von der Idee bis zum Launch nur drei Wochen gebraucht haben.<br />
Die Resonanz unserer Politiker ist auch sehr zufriedenstellend. Es wird uns auch von ihrer Seite immer wieder die Frage gestellt, ob es eh nach der Wahl noch weiter geht.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie beurteilen Sie die Wahlberichterstattung von puls4 und ATV im Vergleich zum ORF? Beide Privatsender bieten ja ebenfalls über das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> die Möglichkeit an, direkt Fragen zu stellen.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Ich finde es gut, wenn sich unsere Spitzenpolitiker nun auch auf puls4 und ATV streiten. Die Formate divergieren glücklicherweise ein wenig, sonst wär’s dann doch etwas langweilig. User-Fragen in eine solche Runde einfließen zu lassen ist löblich, aber leider auch nur eine halbe Sache, für puls4 und ATV mehr ein Marketing-Gag.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie geht es mit der Plattform nun nach der Wahl weiter? Eigentlich wäre eine solche Form des dokumentierten, direkten Austausches ja auch in Nicht-Wahl-Zeiten äußerst interessant.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Natürlich wird wahltotal.at nach der Wahl weiter bestehen. Mehr noch, es wird wachsen, sich verbreitern und in die Tiefe gehen. Wir arbeiten gerade mit Hochdruck an den neuen Features für den Permanent-Modus, der in Zukunft vielleicht unter einem anderen Namen firmieren wird. Es wird verbesserte Interaktionsmöglichkeiten und Community-Features geben. Aber auch was den Content anbelangt, werden wir das Angebot verbreitern.</p>
<p>Auf wahltotal.at werden dann weiter die jeweils aktuellen Wahlen behandelt und das Feedback der Bürger nach der Wahl eingesammelt. Die nächsten Wahlen, die wir im Auge haben, sind die anstehenden<br />
Landtagswahlen 2009 in Kärnten und Salzburg, sowie die Europawahlen.<br />
Grundzüge unseres neuen “Programms” für den Permanent-Modus sind jetzt schon auf wahltotal.at zu sehen. Das wären Stimmen von Künstlern und der Prominenz und Stimmen aus der Blogger-Szene zur politischen Lage der Nation. Der <a href="http://www.wahltotal.at/questions/193" class="liexternal">erste Beitrag aus der Blogger-Szene</a> stammt ja von Ihnen, Herr Pettauer, was uns sehr freut.<br />
Außerdem werden Politiker in Zukunft vermehrt über ihre aktuellen Initiativen berichten und zum Diskurs über ihre Ideen und Vorhaben aufrufen.<br />
Die ersten Politiker nutzen diese Möglichkeit bereits. Von der Prominenz konnten wir als erste Herrn Thomas Schäfer-Elmayer und Herrn Alf Poier für einen Kommentar gewinnen. Weitere Kabarettisten haben<br />
bereits Interesse bekundet.<br />
Wie eingangs schon erwähnt, unsere Plattform ist konzipiert für den permanenten Austausch zwischen Bürgern und Politik. Um die anstehenden Probleme zu bewältigen, muss die Politik beginnen, die Intelligenz der Masse anzuzapfen, sonst werden wir kläglich untergehen.<br />
Die Lösungsansätze aus der Politik selbst kommen einfach zu spät und passen dann gar nicht mehr zu den Problemen. Damit “Echtzeit” in der Politik möglich wird, braucht es fortwährende und vor allem auch verzögerungsfreie Rückkanäle wie wahltotal.at.<br />
Wir wollen Bürgern und Politik helfen sich kurzzuschließen, Ideen auszutauschen und zu bewerten. Es ist unser ureigenes Interesse, zu helfen, den politischen Prozess so effektiv wie möglich zu gestalten. Wer auch immer das Feedback und die Ideen auf unserer Plattform ernst nimmt, wird die nächste Wahl gewinnen.<br />
Es wird also auf alle Fälle spannend bleiben auf <a href="http://www.wahltotal.at" class="liexternal">www.wahltotal.at</a>.</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong><br />
Foto: Weihbold, OÖ. Nachrichten</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Aug 2008 04:02:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum und wieso bloggen Blogger? Zu diesem Stöckchen möchte ich auch eine kleine Wortspende, natürlich ganz im Dienste der Wissenschaft, abgeben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/blogstock.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2578]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/blogstock-300x267.jpg" alt="blogstock 300x267 Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext " title="blogstock" width="300" height="267" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid orange;" /></a>Ich hab bei <a href="http://www.1gramm.de/on-air/fuehrende-deutsche-blogger-antworten/" class="liexternal">Dirk</a> die erste methodisch saubere, großangelegte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/umfrage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Umfrage">Umfrage</a> zur intrinsischeh Motivation von Alphabloggern gefunden. Die Studie leitet Prof. Dr. Sören zu Fall von der parapsychologischen Fakultät der Bürgeruniversität von Floridsdorf — dieses <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/stoeckchen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stöckchen">Stöckchen</a> schnapp ich mir doch glatt.</p>
<p><em>1. Was war der entscheidende Grund, mit dem Bloggen anzufangen?</em></p>
<p>Eigentlich wollte ich schon seit Jahren einen aktuellen Online-Pressespiegel für meine diversen journalistischen Veröffentlichungen zusammenstellen; in statischem HTML ist das relativ mühsam, und WordPress erschien mir dabei als geeignetes CMS. Meine erste eigene Online-Publikation war übrigens ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/newsletter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Newsletter">Newsletter</a>  zum Thema Napster, Online-Musikdistribution und Co., der damals sogar in der c’t bei den Linktipps erwähnt wurde. (d-news, 1998–2001). Die Jahre davor startete ich gemeinsam mit StudienkollegInnen das “Gray Literature” Projekt medianexus.net, später dann habe ich eine Weile phpBB verwendet, um auf medianexus.net ein Forum zu betreiben.<br />
<span id="more-2578"></span><br />
Aber die Publikationsform Blog kommt mir bei weitem am gelegensten. Der Name <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> entstand übrigens beim Rumblödeln mit Rudi Lindenhofer in der mobilkom Innovations Abteilung — ich hab damals <a href="http://www.ehrlichtreu.org" class="liexternal">ehrlichtreu.org</a> und datenschmutz gleichzeitig begonnen und eigentlich nicht vermutet, dass ds recht flott zu meinen “Hauptprojekt” wird.</p>
<p><em>2. Hast du ein Lieblingblog?</em></p>
<p>Nein, nicht eines, sondern eine ganze Latte… und die folgende Aufstellung ist bei weitem nicht vollzählig, diese Blog gehören aber definitiv zu meinen Favoriten: in der deutschsprachigen Blogosphäre <a href="http://www.wissenbelastet.com" class="liexternal">Max</a>, <a href="http://www.dimido.de/" class="liexternal">Dimido</a>, <a href="http://www.georgholzer.at/" class="liexternal">Georg</a>, <a href="http://www.petersteinberger.net" class="liexternal">Pete</a>, <a href="http://www.kreisrot.at/blog/" class="liexternal">Markus</a> und <a href="http://www.discobeats.de/" class="liexternal">Metty</a> und im englischsprachigen Rest der Welt schau ich regelmäßig bei <a href="http://www.shoemoney.com" class="liexternal">Jeremy</a> und <a href="http://ma.tt" class="liexternal">Matt</a> rein.</p>
<p><em>3. Welches Blog hältst du für maßlos überschätzt?</em></p>
<p>John Chows Blog. Und den Popkulturjunkie.</p>
<p><em>4. Welches Blog hältst du für total unterschätzt / für zu unbekannt?</em></p>
<p><a href="http://blog.datadirt.net" class="liexternal">datadirt</a>! <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext " class='wp-smiley' title="Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext " /> Ne, im Ernst: ich halte jedes Blog, dessen AutorIn sein/ihr Herzblut reinlegt, und das weniger als 1.000 Leser am Tag hat, für total unterschätzt. Aber wer dran bleibt und nicht vorzeitig kurzatmig wird, findet auch früher oder später sein Publikum.</p>
<p><em>5. Wenn du noch mal neu starten würdest, was würdest du ändern?</em></p>
<p>Ich würde kein deutschsprachiges Blog mehr schreiben, sondern gleich in Englisch beginnen und ein Dual-Language Plugin samt passendem Template verwenden. Damals hab ich mich für deutsch entschieden, weil ich das Blog ja ursprünglich primär als persönlichen Pressespiegel für meine journalistischen Texte verwenden wollte. Allerdings ist die Blogosphäre ein sehr fluides Ding und laufend im Wandel, so was wie ein “ideales Blog” gibt’s nicht: die Parameter ändern sich laufend, und der beste (imho der einzige Weg), um valide Erfahrungen zu sammeln, ist das gute alte teilnehmende <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/experiment/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Experiment">Experiment</a>. Insofern kann ich nur sagen: <strong>Ich bereue nix.</strong> </p>
<p><em>6. Würdest du überhaupt noch mal anfangen?</em></p>
<p>Ja, klar. Das Bloggen hat meine anfänglich recht bescheidenen Erwartungen (siehe Frage 1) bei weitem übertroffen. Und der Spaßfaktor ist mittlerweile sehr gestiegen: in der ersten Zeit ist man ein ziemlicher Einzelkämpfer, aber wenn dann erstmal die Kommentare ins Rollen kommen, wird die Bloggerei gleich dreimal so spannend.</p>
<p><em>7. Was ist der Lieblingsbeitrag in deinem Blog?</em></p>
<p>Ich mag meine historischen gap <a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/die-kolumne/" class="liinternal">Satire-Kolumnen</a>. Und ich mag jeden meiner Artikel, der viele Besucher anlockt und die Diskussion anregt. <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext " class='wp-smiley' title="Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext " /> </p>
<p>Weitere Auskünfte über ihre persönlichen Blogger-Experiences erteilen <a href="http://www.curi0us.net/blog/2008/08/07/bloggerstckchen/" class="liexternal">Curi0sities</a>, der <a href="http://www.tonnendreher.net/?p=931" class="liexternal">Tonnendreher</a>, <a href="http://jekylla.twoday.net/" class="liexternal">Jekylla</a> und <a href="http://just4ikarus.wordpress.com/2008/08/07/ubers-bloggen-und-so/" class="liexternal">Neon Wilderness</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Vom Ungleichgewicht medialer Einkommensverhältnisse</title>
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		<pubDate>Fri, 30 May 2008 11:21:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mühsam ernähren sich das Eichhörnchen und der Freelance Journalist. Content wird immer billiger im Web 2.0, dafür steigen die Werbeeinnahmen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/eurogeld.jpg" alt="eurogeld Vom Ungleichgewicht medialer Einkommensverhältnisse" title="eurogeld" width="150" height="103" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Gestern war ich Gastvortragender in <a href="http://homepage.univie.ac.at/frank.hartmann/" class="liexternal">Frank Hartmanns</a> <a href="http://homepage.univie.ac.at/Frank.Hartmann/MuMe/index.html" class="liexternal">Multimedia Vorlesung</a>. Auf der Agenda standen einerseits aktuelle Trends im Bereich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> und andererseits ein wenig Plauderei aus dem Berufsalltags-Nähkästchen — nicht nur das klassische Berufsbild des Journalisten bzw. Medienarbeiters ändert sich: Inhalte-Produzenten, egal ob Schreiber, Filmer oder Radiomacher, verdienen zunehmend weniger mit ihrer Arbeit, während die klassische Umwegrentabilität durch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> immer höhere Bedeutung gewinnt.</p>
<p>Derzeit sind in Europa allenfalls die ersten Vorbeben zu spüren, die sich allerdings mit beeindruckenden Zahlen untermauern lassen: während <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/telepolis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with telepolis">Telepolis</a> Ende der neunziger Jahre für ein längeres Feature mehrere hundert Euros bezahlte*, gibt’s mittlerweile deutlich weniger als einen Hunderter — unabhängig von der Artikellänge. Am Abend habe ich dann noch folgendes Tweet von <a href="http://twitter.com/htwo" class="liexternal">Luca</a> gelesen:</p>
<blockquote><p> Gerade erfahren, dass ich für einen Trigami-Beitrag mehr bekomme als jemand mit Magister für einen Telepolis-Artikel. Aua. #zukunft?</p></blockquote>
<p>Dieser Gedanke kam mir auch schon häufiger — für einen trigami-Review hier auf datenschmutz bekomme ich mehr als doppelt soviel <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/honorar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Honorar">Honorar</a> wie für eine meiner <a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/oe1-kolumnen/" class="liinternal">Ö1 Kolumnen</a>. Das ist auf den ersten Blick hochgradig skurril — dass Blogger für vergleichsweise sehr unaufwändige Werbetexte beträchtlich mehr Geld erhalten als Freelance-Profischreiber, die ihre Artikel an “professionelle” Medien verkaufen. Und diese Beispiele sind beileibe keine Einzelfälle: am gesamten europäischen Medienmarkt ist ein gravierender Preisverfall zu beobachten, der diverse Gründe haben mag: ein Überangebot an Arbeitnehmern, generell stärkere Konkurrenz im Medienbereich… aber verdienen die Produzenten weniger? Keineswegs, im selben Zeitraum stiegen alle Werbepreise ganz beträchtlich. Man könnte nun durchwegs behaupten, dass Inhalte sozusagen das nötige Übel darstellen, mit dem man die lästigen Whitespaces zwischen den lukrativen Anzeigen füllen muss: Content follows Adverts ÃÂ¡ la form follows function.</p>
<p>Auf der anderen Seite allerdings gewinnt für jeden Medienarbeiter das Konzept der Selbstvermarktung radikal an Bedeutung: während für Zeitungen und Zeitschriften Artikel immer weniger wert werden, stellt Unique Content im Netz eine wahre Goldgrube dar: für jede/n JournalistIn bietet sich ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> ideal als Pressespiegel an. Ich selber arbeite schon wesentlich länger als Journalist als ich blogge, und der Wunsch nach einem einigermaßen kompletten Pressespiegel war damals mitentscheidend für den Start von datenschmutz — dass die Publikation eigener Artikel auf mittelfristige bis lange Sicht ökonomisch wesentlich attraktiver ist als der einmalige Verkauf von Texten übersehen allerdings nach wie vor die meisten Schreiber. Und bei den in Österreich üblichen, hart an der Lächerlichkeitsgrenze kratzenden Honoraren für freie Journos würde ich niemals einen Text exklusiv verkaufen — es sei denn, jemand ist bereit, auch adäquat zu bezahlen. Ansonsten betrachte ich allfällige Abdruck-Honorare mittlerweile eher als Nebeneinkommen — und diesem Shift von Quantität (Auflage) zu Qualität (Visibility), von Massen– und Mikromedien, kann ich sehr viel abgewinnen: denn erstmals in der Geschichte der Massenmedien können die Produzenten selbst, natürlich mit entsprechendem Zeit– und Energieaufwand, selbst direkt von der guten alten Werbe-Umwegrentabilität profitieren.</p>
<hr />
* Mein erster Beitrag war ein <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/3/3230/1.html" class="liexternal">Interview mit DJ Spooky</a> in Linz, das Frank und ich gemeinsam geführt haben. Der Text ist auch hier auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-04/dj-spooky-its-all-jazz/" class="liinternal">datenschmutz</a> publiziert und in Franks <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3825221121?ie=UTF8&#038;tag=datenschmutz-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3825221121" class="liexternal">Medienphilosophie Buch</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=datenschmutz-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3825221121" width="1" height="1" border="0" alt=" Vom Ungleichgewicht medialer Einkommensverhältnisse" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Vom Ungleichgewicht medialer Einkommensverhältnisse" />, das dieser Tage in koreanischer (!) <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/uebersetzung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Übersetzung">Übersetzung</a> erschien… somit ist der Text sozusagen meine erste Publikation in Schriftzeichen, die ich überhaupt nicht entziffern kann <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Vom Ungleichgewicht medialer Einkommensverhältnisse" class='wp-smiley' title="Vom Ungleichgewicht medialer Einkommensverhältnisse" /> </p>
<hr /><small><strong>Foto-Credits:</strong> <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=261387" class="liexternal">Euros</a> von tommyS [pixelio.de]</p>
<p></small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Facebook besser gar nicht benutzen?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-03/facebook-besser-gar-nicht-benutzen/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 07:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Audio-Kolumne aus der aktuellen Ö1 matrix-Sendung gibts hier zum Nachhören - und natürlich zum Mitdiskutieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen war ich bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/matrix/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with matrix">matrix</a>–Studio zu Gast, um meine <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-01/keine-mauern-des-anstands-mehr/" class="liinternal">Replik</a> auf Armins <a href="http://oe1.orf.at/highlights/114968.html" rel="nofollow" class="liexternal">Facebook-Kolumne</a> zu verlesen.</p>
<p>Der Text steht mittlerweile auch auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/117414.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a> und stößt dort auf geteilte Unzustimmung — bin gespannt, ob und wie die Diskussion weitergeht. Jedenfalls tat ich mir ordentlich schwer damit, meine eigenen Zeilen zu lesen — freies Sprechen ist da schon wesentlich einfacher. A propos: gestern war ich wieder bei Paul und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/radio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Radio">Radio</a> uton live zu Gast, wir schnackten wieder eine Runde über Social Networks, Fluchtgeschwindigkeiten und Musikmythen, die Sendung gibt’s demnächst hier zum Nachhören.</p>
<p>Hier die matrix-Aufzeichnung, die ich von Franz bekommen habe — die Einleitung und Armins Teil hab ich drin gelassen, sonst wär meine Audio-Antwort zu sehr aus dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kontext/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kontext">Kontext</a> gerissen. Kommentare hochwillkommen!</p>
<p>[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.] </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>d-news Kolumne: Plattform für österreichische CC-Musik</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-02/d-news-kolumne-plattform-fuer-oesterreichische-cc-musik/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2008-02/d-news-kolumne-plattform-fuer-oesterreichische-cc-musik/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 15:31:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://blog.datenschmutz.net/2008-02/d-news-kolumne-plattform-fuer-oesterreichische-cc-musik/</guid>
		<description><![CDATA[[ 26. Februar 2008; 21:00 bis 23:30. ] Mit Orangemusic.at geht eine Plattform an den Start, die sich ganz der Förderung von Creative Commons Musik verschrieben. Betreiber der neuen Seite sind die Macher von fm5 bzw. Nolabel.at.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">26. Februar 2008</td></tr><tr><td class="ec3_start">21:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">23:30</td></tr></table><p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/11/sra.jpg' alt="sra d news Kolumne: Plattform für österreichische CC Musik" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" title="d news Kolumne: Plattform für österreichische CC Musik" />Heute Abend präsentiert die Ideenschmiede <a href="http://www.fm5.at/" class="liexternal">fm5</a> im Rahmen des Club Orange das erste österreichische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/creative-commons/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Creative Commons">Creative Commons</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konzert/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konzert">Konzert</a>. Mit der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> <a href="http://www.nolabel.at" class="liexternal">nolabel</a> werden österreichische KünstlerInnen ohne klassischen Vertreib unterstützt — das Projekt wird nun ergänzt durch <a href="http://www.orangemusic.at" class="liexternal">Orangemusic.at</a>, eine umfangreiche Datenbank von Musikern, die ihre Werke unter der Creative Commons Lizenz veröffentlichen.</p>
<p>Live zu sehen sind heute Abend die Elektro-Punk-Band Dirge, die Wiener alternative Rock-Popper Cornflex und für elektronisch angehauchten Pop sind die Söhne der Liebe zuständig. Alle drei Bands sind bei nolabel “gesigned”, wobei dieser Ausdruck im Zeitalter der freien <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lizenzen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lizenzen">Lizenzen</a> eine ganz neue Bedeutungsdimension erhält: denn die CC–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/lizenzen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Lizenzen">Lizenzen</a> zielen nicht in erster Linie auf die Erzielung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/einkommen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Einkommen">Einkommen</a> ab, sondern auf die Kontrolle über das eigenen kulturelle Schaffen.</p>
<p>Die umfangreiche Orangemusic-Datenbank listet ausschließlich Werke, die unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht werden und bietet neben der normalen Suche auch die Funktion, Bands in geographischer Nähe zu finden. Regelmäßige Berichterstattung, ein <a href="http://www.nolabel.at/RSS/eventfeed.xml" class="liexternal">RSS-Feed</a> mit aktuellen Events und ein Radiostream, der sich aus den veröffentlichten Nummern speist, ergänzen das Portfolio.</p>
<p>Wer bisher noch nie mit CC-Lizenzen zu tun hatte und mit den klassischen Vertriebswegen unzufrieden ist, findet auf Orangemusic weiterführende Informationen zur Verwendung der Musterverträge im Musikbereich — CC beschränkt sich allerdings nicht auf akustisches Kulturschaffen, sondern lässt sich grundsätzlich auf jede Art von immateriellem Eigentum anwenden:</p>
<blockquote><p>Creative Commons (CC) ist zunächst einmal eine gemeinnützige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a>, die Lizenzverträge anbietet und mittels derer es content-generierenden Personen möglich ist die Verwertungsform ihres geistigen Eigentums selbst zu bestimmen. Der Autor bestimmt also selbst den Grad der öffentlichen Nutzungsrechte an seinem Werk.</p></blockquote>
<p>Ob heute Abend im B72 oder virtuell und online: Orangemusic hat auf jeden Fall Support verdient, denn es wird höchste Zeit, dass die Künstler selbst die Verfügungsgewalt über ihre eigenen Werke erhalten!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Naymz: wieviel ist mein Netzwerk wert?</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2008 14:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Naymz valorisiert als erste Social Media Plattform direkt das eigene Kontaktnetzwerk und bietet besonders aktiven Usern die kostenpflichtigen Premium-Features gratis an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast täglich sprießen neue Social Networks aus dem Boden, und zahlreiche Experten prognostizieren für die nähere Zukunft eine deutliche Marktkonsolidierung. Dennoch tauchen immer wieder Netzwerk-Ideen auf, die weit über untereinander verlinkte Visitenkarten mit Suchfunktion hinausgehen. Die Betreiber des amerikanischen Business-Netzwerks Naymz etwa scheinen die aufmerksamkeitsökonomischen Theorien Georg Francks zu ihrem Credo gemacht zu haben.  [<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> Netzkulturkolumne, veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/115351.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Als der Wiener TU-Professor im Jahr 2005 seinen Nachfolge-Band zu der von ihm als “Aufmerksamkeitsökonomie” bezeichneten virtuellen Daten-Wirtschaft veröffentlichte, erklärte er, dass erst noch Modelle gefunden werden müssten für die direkte Umrechnung von Aufmerksamkeit in “harte” Währung , also Barvermögen. Dass in einer komplexen und hoch differenzierten Mediengesellschaft Ruhm und Aufmerksamkeit per se einen gewaltigen Wert darstellen, wissen interessierte Betrachter nicht erst seit Supermodel– und Pop-Castingshows. Abseits des Starsystems etablierten sich im Internet zwar eine ganze Reihe von Free-Services — die tatsächliche Umrechnung von Mikro-Aufmerksamkeit in ökonomische Werte ist allerdings nach wie vor ein weitgehend unbeackertes Feld.</p>
<p>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> <a href="http://www.naymz.com" class="liexternal">Naymz.com</a> mag noch nicht vollständig ausgereift sein, spannend wird die Seite aber durch ihr Businessmodell, das in eine gänzlich andere Richtung als <a href="http://www.facebook.com/pages/datenschmutzblog---medienkulturtechnik/5802674241" class="liexternal">Facebook</a> und Co. zielt. Denn während letztgenanntes Netzwerk und seine Epigonen versuchen, über umfassende und ansprechende Features eine riesige User-Community aufzubauen, die nach freiwilliger Angabe möglichst vieler persönlicher Daten in weiterer Folge zielgenau mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> torpediert werden kann, lockt Naymz potentielle Kunden mit direkter Valorisierung ihrer wertvollen privaten Daten und ihrer Netzwerkkontakte. Wie <a href="https://www.xing.com/profile/Ritchie_Pettauer" class="liexternal">Xing</a> richtet sich die Seite dabei nicht in erster Linie an Privatpersonen, sondern an “Professionals” und Freiberufler auf Auftragssuche.</p>
<p>Zwar existieren für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> diverse Rating-Applikationen, die den “populärsten” Freund des eigenen Netzwerks küren sollen oder ähnliche Bewertungs-Systeme implementieren. Und natürlich sind User mit überdurchschnittlich vielen Kontakten bei fast allen Spielen und Applikationen im “Vorteil”, da die meisten Zusatzprogramme Bonusfeatures erst nach dem Versand möglichst vieler Einladungen freischalten. Doch was bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> auf der spielerischen Ebene verbleibt, wird von Naymz in handfeste Währung verwandelt. Das gesamte Netzwerk beruht auf der altbekannten Empfehlungsmechanik: je mehr registrierte User eine bestimmte Person “empfehlen”, desto höher deren Punktestand. Zusätzliches virtuelles “Kapital” lässt sich durch Einladungen und die möglichst vollständige Komplettierung des eigenen Kapitals erwerben. Aus den insgesamt erzielten Punkten errechnet Naymz den sogenannten “RepScore” (Abk. für Reputationswertung), aus dem sich wiederum der RepLevel errechnet, eine Bewertung zwischen eins und zehn. Wer nun — sei es aufgrund vieler Einladungen oder Empfehlungen — Level 10 erreicht, kann Premium-Features der Plattform nutzen, die ansonsten nur zahlenden Pro-Usern vorbehalten bleiben: dazu gehört etwa ein genaues Tracking der Besucher auf der eigenen Profilseite sowie von Naymz geschaltene und bezahlte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a>–Anzeige, die bei einer Suche nach dem eigenen Namen oberhalb der Suchergebnisse erscheint — eine einfache Möglichkeit, in Zeiten der Jobsuche für aktuelle Daten und steuerbare Webpräsenz zu sorgen. Ganz gemäß den beiden Credos der Seite: “Establish your good name. Promote your good name.”</p>
<p>Wie sich die in Chicago ansässige Firma in den nächsten Monaten entwickelt und ob das Konzept auf breiter Basis aufgeht, wird zu einem hohen Grad von den angebotenen Zusatzfeatures abhängen. Derzeit sind vergleichsweise wenige europäische User registriert, diese Demographie kann sich aber erfahrungsgemäß  rasch ändern. In punkto geschäftliche Online-Präsenz und Valorisierung von Kontakten bringt Naymz die Konkurrenz durch innovative Ansätze auf jeden Fall gehörig ins Schwitzen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Web 2.0: Werben nach dem Bottom-Up Prinzip</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2008 07:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die zunehmend zersplitterte Mikromedien-Landschaft kann von klassichen Vermarktungsagenturen nicht adäquat serviciert werden - also scheint es nur logisch, dass viele Blogger immer lauter über selbstorganisierte Vermarktungsgemeinschaften nachdenken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutschsprachige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogosphaere/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogosphäre">Blogosphäre</a> wächst weiter — und mit der steigenden Zahl an Blogs und LeserInnen wird der Ruf nach lukrativen Werbeformaten immer lauter. Wenn der Markt keine adäquaten Werbe-Modelle anbietet, müsse man eben selbst aktiv werden, fordern immer mehr Blogger — und präsentieren Ideen für innovative Bottom-Up Werbenetzwerke. [Ö1 Netzkulturkolumne, veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/115666.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Zahlreiche Weblog-Autoren gehen ihrer Publikationstätigkeit aus ganz und gar nicht <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-01/von-werbung-plattformen-und-direktverkaeufen/" class="liinternal">ökonomisch motivierten Überlegungen</a> nach, andere sind von Beginn an darauf bedacht, Einnahmen zu erzielen.  Affiliate-Netzwerke bieten ersteren ihre Vermittlungsdienste an, auch das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> AdWords System kommt häufig zum Einsatz. Beide Werbeformen allerdings beruhen auf Pay-per-Click oder Pay-per-Conversion Modellen. Das bedeutet, dass für den Seitenbetreiber erst dann Gewinne anfallen, wenn tatsächlich jemand auf die betreffende Anzeige klickt oder das beworbene Produkt kauft. Wirklich lukrativ ist diese Form der Werbung daher nur für wenige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/nischenseiten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nischenseiten">Nischenseiten</a> — wer beispielsweise kontinuierlich über den deutschen ADSL-Markt schreibt, wird viele passende Partnerprogramme finden, bei thematisch breit angelegten Blogs erweist sich dies aber in der Regel als schwierig: über den Daumen gepeilt sind je nach Thema rund 150–500 Besucher am Tag erforderlich, um die Kosten eines dedizierten Servers zu refinanzieren. Im Durchschnitt weisen deutschsprachige Blogs aber gerade mal ein Zehntel dieser Leserschaft auf.</p>
<p>Im Bereich professioneller Online-Medien dagegen spielt die beschriebene Pay-per-Click Werbung eine untergeordnete Rolle: Schaltagenturen kaufen in der Regel bestimmte Bannerkontingente ein, zugrunde liegende Maßzahl sind die Einblendungen — man spricht von Pay-per-View Modellen. Ähnlich wie bei klassischen Printeinschaltungen respektive Radio– oder Fernsehwerbung bestimmen also Auflage beziehungsweise Quote den Preis. Solche Banner-Einblendungen oder im Fachausdruck “Pageviews” (engl. für Seitenaufrufe) werden in der Regel in größeren Paketen eingekauft, die je nach Branche in Österreich bei einer halben Million Pageviews, also Homepage-Besuchern, pro Monat beginnen.</p>
<p>Um diese Zahl zu erreichen, müssten die Schaltagenturen also nicht mit einem einzelnen Blogger, sondern mit mehreren Betreibern sprechen — und genau dieser organisatorische Overhead hält bisher Pay-per-View Vermarkter zuverlässig von einer solchen Bündelung zahlreicher kleinerer Seiten ab. Technisch allerdings gestaltete sich die Schaffung einer Syndikationsplattform  relativ trivial — de facto reicht dazu eine gut konfigurierte Installation des Freeware-Adservers Open-Ads völlig aus. Daher überrascht es auch nicht weiter, dass immer mehr (semi)private Publikationen gerne von diesem größeren Werbekuchen mit naschen möchten. Während in der Schweiz einzelne Blogger sehr früh begannen, sich mit zunehmendem Erfolg zu Vermarktungsnetzwerken zusammen zu schließen und in Deutschland einige bekannte Online-Tagebuch-Schreiber das bisher eher glücklose Adical-Programm starteten, scheint die österreichische Bloggerszene erst jetzt jene (wenn auch immer noch sehr bescheidene) Größe zu erreichen, die Blogautoren ernsthaft über Synergieeffekte nachdenken lässt.</p>
<p>Auf absehbare Zeit jedenfalls müssen traditionelle Massenmedien keine ernsthafte Konkurrenz durch Weblogs fürchten — die umfassende Berichterstattung über Web 2.0 und die neuestens Trends und Hypes aus dem Netz mag zwar manchmal einen anderen Eindruck vermitteln, aber in der Praxis sind im deutschsprachigen Raum die Online-Tagebücher nach wie vor ein Minderheitenprogramm, aber so hat schließlich jedes neue Medienformat begonnen. Oder, wie Kollege Riepl es einst so treffend und zeitlos, weil mit maximalem Interpretationsspielraum, formulierte:</p>
<blockquote><p>… die einfachsten Mittel, Formen und Methoden, wenn sie nur einmal eingebürgert und für brauchbar befunden worden sind, auch von den vollkommensten und höchst entwickelten niemals wieder gänzlich und dauerhaft verdrängt und außer Gebrauch gesetzt werden können, sondern sich neben diesen erhalten, nur daß sie genötigt werden, andere Aufgaben und Verwertungsgebiete aufzusuchen.<br />
<em>aus: Riepl, Wolfgang: Das Nachrichtenwesen des Altertums mit besonderer Rücksicht auf die Römer. Leipzig: Teubner, 1913.</em></p></blockquote>
<p><strong>weiterführende Links:</strong></p>
<p><a href="http://www.adical.de" rel="nofollow" class="liexternal">Adical</a> — deutsches Blogvermarktungsnetzwerk von Sascha Lobo<br />
<a href="http://logcut.com/" class="liexternal">Logcut</a> — Schweizer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a>–Verlagshaus von Peer Dittmar<br />
<a href="http://www.openads.org/" class="liexternal">OpenAds</a> — frei verfügbare Adserver-Software</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #83 (Jänner 2008)</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 13:10:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal: Das Analphabet der Schieferplatten, heute: A-Z [special edition]
“In der Kürze liegt die Unterwerfung des Arbeiters unter den Großkopferten,” dachte sich Marx und überschrieb sein gesamtes Kapital einem linken Verleger.  Nur um in den hektischen Tagen vor Weihnachten von zwei Wortwiederholungen in der Redaktion förmlich überfallen zu werden!

“Es bleibt kaum Raum für Wortwiederholungen, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diesmal: Das Analphabet der Schieferplatten, heute: A-Z</strong> [<em>special edition</em>]<br />
“In der Kürze liegt die Unterwerfung des Arbeiters unter den Großkopferten,” dachte sich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marx/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marx">Marx</a> und überschrieb sein gesamtes Kapital einem linken Verleger.  Nur um in den hektischen Tagen vor <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/weihnachten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Weihnachten">Weihnachten</a> von zwei Wortwiederholungen in der Redaktion förmlich überfallen zu werden!<br />
<span id="more-1728"></span><br />
“Es bleibt kaum Raum für Wortwiederholungen, der durchschnittliche Zeitungsartikel wurde in den letzten 42 Jahren um 42 Zentimeter kürzer, haltbarer oder halbgarer”, allerdings könnte es sich auch um einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/uebersetzungsfehler/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Übersetzungsfehler">Übersetzungsfehler</a> der altchinesischen Übersetzer handeln, hatte man uns seinerzeit im Studium noch eingepaukt. “Unter den rhetorischen Stilmitteln entspricht die absichtliche <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wortwiederholung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wortwiederholung">Wortwiederholung</a> mehr und mehr einem speziellen Analverkehrs-Gleitmittel mit Capsaicin: Selbstbestrafung synchron zum Reiz des Verbotenen, und medizinisch betrachtet ob der Chili-Placebo Wirkung völlig harmlos. Besinnlichkeit, hoher Flutschfaktor und integriertes schlechtes Gewissen in einer harmlosen kleinen Dosis.”  “Ach hör mir doch auf mit der alten katholischen Selbstgeißelungs-Leier! Du glaubst wohl, Angehörige schamanischer Stammesreligiönen kennen keine Catholic Guilt?” antwortete mein digitaler Assistent. “Nein, tut ihr nicht,” erwiderte mein Widersacher um diesen gutbezahlten Innen-Minister-Job in einem der unpopuläreren europäischen Randländer, worauf ich nur noch sagen konnte: “Fühlen sich Buddhisten denn nicht auch höllisch schuldig, wenn sie wegen ihrer Weihnachtseinkäufe die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sangha/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sangha">Sangha</a> und den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dharma/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dharma">Dharma</a> vernachlässigen? Und die Wortwiederholung?” Aber wenn ich sage, das trug sich alles so zu! Lange bevor Daniela Zeller das berühmte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/streitgespraech/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Streitgespräch">Streitgespräch</a> zwischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/uri-geller/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Uri Geller">Uri Geller</a> und André Heller moderierte und weite Teile des Feuilletons im Spätabendprogramm in sich selbst kollabierten. Da kann ja kein Platz bleiben für Wortwiederholungen, schimpfte Marx seinerzeit zu Recht.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>ritchie’s Kolumnen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 00:04:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dieser Seite finden Sie ein Archiv meiner Kolumnen und Glossen. Meine Texte erscheinen regelmäßig in verschiedenen Print– und Online-Medien. Regelmäßige Kolumnen schreibe ich für the gap, Ö1 und SRA.
 

Die Kolumne
Todernste Betrachtungen aus dem Alltag, liebevoll illustriert anhand von mir persönlich verifizierter biographischer Tatsachen. Dies hier sind weder der Ort noch die Zeit für Satire. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie ein Archiv meiner Kolumnen und Glossen. Meine Texte erscheinen regelmäßig in verschiedenen Print– und Online-Medien. Regelmäßige Kolumnen schreibe ich für <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a>, <a href="http://oe1.orf.at" rel="nofollow" class="liexternal">Ö1</a> und <a href="http://www.sra.at" class="liexternal">SRA</a>.</p>
<p> </p>
<div style="padding:10px;border:2px solid #4A748A;background-color:#DFE3FF;">
<h1 id="toc-die-kolumne" style="margin-bottom:6px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/die-kolumne/" class="liinternal">Die Kolumne</a></h1>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/die-kolumne/" class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/12/diekolumne.jpg' alt="diekolumne ritchies Kolumnen" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid #4A748A" title="ritchies Kolumnen" /></a>Todernste Betrachtungen aus dem Alltag, liebevoll illustriert anhand von mir persönlich verifizierter biographischer Tatsachen. Dies hier sind weder der Ort noch die Zeit für Satire. Es gibt nichts auf der Welt, das ernster gemeint wäre als der Spasz — das esszett sagt schon alles! [erscheint in <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a>]</div>
<p> </p>
<div style="padding:10px;border:2px solid #4A748A;background-color:#DFE3FF";>
<h1 id="toc-1-medienkultur-kolumnen" style="margin-bottom:6px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/oe1-kolumnen/" class="liinternal">Ö1 Medienkultur Kolumnen</a></h1>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/oe1-kolumnen/" class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/12/oeb-kolumnen.jpg' alt="oeb kolumnen ritchies Kolumnen" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid #4A748A" title="ritchies Kolumnen" /></a>Für die Ö1 Mediensendung “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/matrix/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with matrix">matrix</a>” schreibe ich abwechselnd mit verschiedenen KollegInnnen aus der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/matrix/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with matrix">matrix</a>–Redaktion die Medien–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a>, des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a>, die zweimal in der Woche auf der Homepage von Ö1 veröffentlicht wird. [erscheint auf <a href="http://oe1.orf.at" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</div>
<p> </p>
&lt;div style=“padding:10px;border:2px solid #4A748A;background-color:#DFE3FF”;”&gt;
<h1 id="toc-d-news-sra-kolumne" style="margin-bottom:6px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/d-news-sra-kolumne/" class="liinternal">d-news SRA Kolumne</a></h1>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/d-news-sra-kolumne/" class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/12/sra.jpg' alt="sra ritchies Kolumnen" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid #4A748A" title="ritchies Kolumnen" /></a>Auf SRA veröffentliche ich eine monatliche Kolumne zum Thema Musik online — sie trägt in Anlehnung an meine erste Online-Publikation, einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/newsletter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Newsletter">Newsletter</a> über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a> und die Folgen, den Namen d-news und beschäftigt sich mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Musikvertrieb, netlabels und verwandten Themen. [erscheint auf <a href="http://www.sra.at" class="liexternal">sra.at</a>]</div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>d-news SRA-Kolumne</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 22:16:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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ritchie’s Kolumnen:   Die Kolumne &#124; SRA d-news &#124; Ö1 Kolumnen

Seit November 2007 schreibe ich für die SRA-Homepage eine Kolumne zum Thema Musik online. Sie trägt in Anlehnung an meine erste Online-Publikation, einen Newsletter über mp3 und die Folgen, den Namen d-news. Zitat aus der ersten Nummer:
Das Zeitalter der großen Majors scheint vorbei, trotz iPod und Co. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<div style="padding:6px;border:2px solid #4A748A;background-color:#DFE3FF;font-size:15px;font-family:arial,helvetica"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/" class="liinternal">ritchie’s Kolumnen</a>:   <a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/die-kolumne/" class="liinternal">Die Kolumne</a> <strong>|</strong> <strong>SRA d-news</strong> <strong>|</strong> <a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/oe1-kolumnen/" class="liinternal">Ö1 Kolumnen</a></div>
<p>
Seit November 2007 schreibe ich für die SRA-Homepage eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> zum Thema Musik online. Sie trägt in Anlehnung an meine erste Online-Publikation, einen Newsletter über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a> und die Folgen, den Namen d-news. Zitat aus der ersten Nummer:</p>
<blockquote><p>Das Zeitalter der großen Majors scheint vorbei, trotz iPod und Co. vermiesen user-unfreundliche DRM-Systeme immer noch weite Teile des legalen Musikgenusses. Strukturen werden kleiner, Produzenten und Musiker vernetzen sich: noch nie waren Kollaboration so einfach abzuwickeln wie über das Netz. Musik produzieren wird auch technologische einfacher, Studiozeit oder sogar Homestudios immer leistbarer, in bare Münze lassen sich klingende Töne aber anscheinend immer schwieriger verwandeln. In meiner SRA-Kolumne, die auch hier auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> erscheint, werde ich regelmäßig über meiner Meinung nach besonders spannende Beispiele für Überschneidungen von Netz– und Popkultur berichten — viel Spaß beim Nachlesen und –surfen. Über Kritik, Anregungen und Tipps freu ich mich natürlich.</p></blockquote>
<hr />
<ul>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-12/sra-kolumne-das-netz-und-die-musik/" class="liinternal">d-news #1: Das Netz und die Musik.</a> | <a href="http://www.sra.at/page/d-news_kolumne_1_raubkopieren_ist_nur_die_halbe_wahrheit" class="liexternal">SRA</a><br />
<small>Ab sofort schreibe ich monatlich für SRA.at eine Kolumne über digitale Musik, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> und Popkultur: die erste Ausgabe beschäftigt sich mit der Vorstellung des Themas.</small></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-02/d-news-kolumne-plattform-fuer-oesterreichische-cc-musik/" class="liinternal">d-news #2: </a> | <a href="http://www.sra.at/page/d-news_kolumne_plattform_fuer_oesterreichische_cc-musik" class="liexternal">SRA</a><br />
<small>Mit Orangemusic.at geht eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> an den Start, die sich ganz der Förderung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/creative-commons/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Creative Commons">Creative Commons</a> Musik verschrieben. Betreiber der neuen Seite sind die Macher von fm5 bzw. Nolabel.at.</small></li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
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		<title>Google mit neuen Spielregeln</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-12/google-mit-neuen-spielregeln/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 09:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google reagierte beim letzten Pagerank Update erstmalig mit Strafmaßnahmen für Linkverkäufer - zumindest für jene, die man identifzieren konnte. Was bedeutet Googles neue Politik für die Zukunft von SEO und Onlinemarketing?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen sorgte das aktuelle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google-pagerank/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google Pagerank">Google Pagerank</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/update/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Update">Update</a> für Aufregung unter Webmastern: erstmals reagiert die größte Suchmaschine der Welt auf das Businessfeld “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/linkverkauf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Linkverkauf">Linkverkauf</a>” mit Straf-Maßnahmen. [Ö1 Netzkulturkolumne, zuerst veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/110820.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Maßgeblich mitverantwortlich für den Erfolg der Suchmaschine, deren Slogan “Do no evil” schon längst nicht mehr unwidersprochen stehen bleibt, ist der sogenannte Pagerank-Algorithmus. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> bemisst die Wichtigkeit einer Seite an den eingehenden Links: je mehr themenaffine Seiten auf eine bestimmte Adresse verweisen, desto höher deren Relevanz — und die wirkt sich wiederum auf den die Platzierung in den Suchergebnissen aus. Da die überwiegende Mehrheit der Surfer bei der Websuche erst gar nicht auf die zweite Ergebnisseite navigiert, kommt einer Platzierung möglichst weit entsprechend große Bedeutung zu.</p>
<p>Google aktualisiert die weltweiten verteilten Datenbanken ständig, errechnet allerdings in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen — bislang zumeist viermal pro Jahr — eine Maßzahl, welche Auskunft geben soll über die Wertigkeit einer Seite. Daraus resultiert der sogenannte “Pagerank”, eine Zahl zwischen 0 und 10, die auf einen Blick die Bedeutung einer Webadresse verraten soll. Seiten mit hohem Pagerank “vererben” einen Teil ihrer Google-Relevanz, wenn sie auf andere Seiten verlinken. Dieses Prinzip stellt seit Jahren die Basis von Googles Businesserfolg dar. Doch mit steigender Bedeutung der Onlinewirtschaft wurden die Methoden zur Manipulation des Pagerank immer ausgefeilter und ein neues Businessmodell erblickte das Licht der Netzwelt: sogenannte Link Trader schufen Online-Marktplätze für die “Linkvermietung”. Wer bereits eine gut indizierte und bewertete Seite betreibt, kann gegen ein monatliches Entgelt dort Links publizieren, der Preis richtet sich dabei nach dem Pagerank der Seite. Diese Form der Online–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> richtet sich keineswegs an die menschlichen Besucher einer Webseite, sondern soll ihr lediglich zu einer besseren Google-Platzierung verhelfen.</p>
<p>Im deutschen Sprachraum machten Anbieter wie Teliad oder Linklift dieses Vermietungsbusiness zu einer attraktiven Einnahmequelle, die vor allem Bloggern häufig ein höheres monatliches Einkommen sicherte, also über klassische Online-Werbung möglich wäre — und wurde damit zur Konkurrenz für Adsense, Googles monetäres Zugpferd.</p>
<h2 id="toc-das-adsense-geschftsmodell">Das Adsense Geschäftsmodell</h2>
<p>Die größte Suchmaschine der Welt deckt in der westlichen Welt rund 90% aller privaten Suchanfragen ab. Das eigentliche Kerngeschäft des Konzerns ist jedoch die Vermarktung der Adsense-Werbung: mit diesem Produkt revolutionierte Google vor Jahren den Online-Werbemarkt und löste Bannerschaltungen durch die sogenannte CPC (Cost per Click) Werbung ab. Kunden, die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google-adsense/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google Adsense">Google Adsense</a> Anzeigen schalten, müssen sich nicht um die Auswahl geeigneter Werbeseiten kümmern: Adsense findet thematisch passende Webseiten und schaltet die eigenen Anzeigen automatisch. Für die bloße Anzeige fallen keine Kosten an, der Kunde bezahlt erst dann, wenn ein Surfer auch tatsächlich auf die Anzeige klickt. </p>
<p>Die Links in Adsense-Anzeigen sind mit dem Attribut “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/nofollow/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nofollow">nofollow</a>” gekennzeichnet, was sie für Suchmaschinen “unsichtbar” macht, denn Google möchte sein eigenes Bewertungskonzept nicht durch bezahlte Werbeanzeigen verfälschen. Die oben beschriebene Vermietung von Links verbietet Google in seinen Nutzungsbedingungen. Aufgrund der starken marktbeherrschenden Situation des Anbieters wagen es die wenigsten Webmaster, die Spielregeln des Branchenprimus zu brechen und halten sich an die Vorgaben. Wer das nicht tat, erlebte beim aktuellen Pagerank eine böse Überraschung: zwar existiert wie stets keine aktuelle Stellungnahme, dennoch deuten alle Anzeichen darauf hin, dass sämtliche “Linkverkäufer” durch einen um ein bis zwei Punkte niedrigeren Pagerank “bestraft” wurden.</p>
<p>Diese Vorgehensweise verringert nicht nur das Einkommen der betroffenen Blogger, sondern ist wohl auch als eine Art Warnung zu verstehen: wer die Spielregeln Googles nicht einhält, fliegt eben raus. Damit macht die aktuelle Pagerank-Runde vor allem eines deutlich: ist das Quasi-Monopol erst einmal zementiert, kann ein einzelner Player ohne viel Widerspruch die Spielregeln des gesamten Online-Marktes vorgeben. Ob dies der Netz-Ökonomie auf Dauer gut tut, ist mehr als fraglich.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>d-news Kolumne: Das Netz und die Musik</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-12/sra-kolumne-das-netz-und-die-musik/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 18:00:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ab sofort schreibe ich monatlich für SRA.at eine Kolumne über digitale Musik, Web 2.0 und Popkultur: die erste Ausgabe beschäftigt sich mit der Vorstellung des Themas.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/11/sra.jpg' alt="sra d news Kolumne: Das Netz und die Musik" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" title="d news Kolumne: Das Netz und die Musik" /><a href="http://dorninger.servus.at/" class="liexternal">Fadi</a> hat mich eingeladen, auf der neu relaunchten <a href="http://www.sra.at/" class="liexternal">SRA-Seite</a> eine monatliche Kolumne über das Thema Musik und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> zu schreiben. Meine erste eigene regelmäßige Online-Publikation waren die “d-news”, ein zweiwöchentlicher <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/newsletter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Newsletter">Newsletter</a> über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a> und digitale Musikdistribution, den ich von 1999 bis 2001 an über 500 AbonnentInnen verschickt habe. Seit damals hat sich viel verändert, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/napster/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Napster">Napster</a> spielt keine Rolle mehr und neben E-Mule und Co. existieren zahlreiche legale Shops und Online-Labels. Social Communities wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/myspace/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with myspace">myspace</a> haben die “Demotape–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a>” quasi demokratisiert, und immer mehr Musiker agieren nicht nur als Kreative, sondern kümmern sich zugleich selbst um Aspekte wie Distribution, Vermarktung und Booking.</p>
<p>Das Zeitalter der großen Majors scheint vorbei, trotz iPod und Co. vermiesen user-unfreundliche DRM-Systeme immer noch weite Teile des legalen Musikgenusses. Strukturen werden kleiner, Produzenten und Musiker vernetzen sich: noch nie waren Kollaboration so einfach abzuwickeln wie über das Netz. Musik produzieren wird auch technologische einfacher, Studiozeit oder sogar Homestudios immer leistbarer, in bare Münze lassen sich klingende Töne aber anscheinend immer schwieriger verwandeln. In meiner SRA-Kolumne, die auch hier auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> erscheint, werde ich regelmäßig über meiner Meinung nach besonders spannende Beispiele für Überschneidungen von Netz– und Popkultur berichten — viel Spaß beim Nachlesen und –surfen. Über Kritik, Anregungen und Tipps freu ich mich natürlich.</p>
<h2 id="toc-sra-kolumne-1-raubkopieren-ist-nur-die-halbe-wahrheit">SRA Kolumne #1: Raubkopieren ist nur die halbe Wahrheit</h2>
<p>Das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> greift auf vielfältige Art und Weise in das weite Feld der Musikproduktion und –distribution ein: in den vergangenen Jahren zeichneten die Massenmedien, vorwiegend dank finanziell durchaus aufwendiger IFPI-Kampagnen, ein durchwegs verzerrtes Bild: von Raubkopierern und dem Ende kontemporären Kulturschaffens war häufig die Rede, während die riesigen Chancen der Vernetzung und Direkt-Distribution allen Beteiligten erst langsam bewusst werden.<br />
<small>erschienen auf <a href="http://www.sra.at/" class="liexternal">SRA.at</a></small></p>
<p>Um eine typische Kategorienverwechslung zu vermeiden, hilft die klare Trennung zwischen Musikindustrie und Musik, denn trotz anderslautender Beteuerungen waren ökonomische Gründe nie die einzige Motivation für Musikschaffende. Zweifellos stimmt die Feststellung, dass die seit den 50er Jahren konsequent gewinnoptimierten Distributionsstrategien der Major Labels durch verschiedenste Online-Dienste unter Druck geraten sind — doch in dieser Kolumne wird nicht von strukturellen Vertriebsproblemen die Rede sein, sondern vom anderen Ende des Spektrums: von jenen Möglichkeiten, die das Netz Musikern bietet, um in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/echtzeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Echtzeit">Echtzeit</a> zu kooperieren, um ihre Arbeit zugänglich zu machen und um sich zu vernetzen.</p>
<p>Denn das Read-Only Internet der 90er Jahre ist nach und nach zum vielzitierten Web 2.0 geworden. Aus passiven Usern werde aktive Mitgestalter, und was belächelte Home-Use Programme wie Magix Musicmaker vor einigen Jahren am heimischen PC leisteten, funktioniert inzwischen als browser-basierte Multi-User Anwendung. Von Napster zum digital vernetzten Studio: das Internet wird zum Spielplatz und zur virtuellen Begegnungsstätte von Musiker und ihren Fans: die wollen sowieso miteinander kommunizieren, und da das Internet die geeigneten Werkzeug dazu bereitstellt, liegt die “Migration” von immer mehr Bereichen auf der Hand: wie das Beispiel von last.fm nachdrücklich zeigt, ist das Internet nicht bloß günstiger Vertriebskanal: das hässliche Wort Musikmarketing bedeutet im Idealfall ja eigentlich nur, dass Musikhörer miteinander kommunzieren und eben jene Tunes, die sie interessant finden, weiterempfehlen. Diese Art der Verbreitung war früher auf direkte persönliche Kontakte beschränkt — wenn aus dem Schulhof plötzlich potentiell die ganz Welt wird, dann zittern “professionelle” A&amp;Rs zu Recht um ihren Job — für die Kulturschaffenden, die definitiv nicht die Hauptbegünstigten des Musik-Business waren, sind das in der Tat erfreuliche Aussichten!</p>
<p><em>In der nächsten Ausgabe: was Social Communities für MusikerInnen tun können</em>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Facebook: Die Seite mit den vielen Gesichtern</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 08:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Facebook ist die derzeit schnellstwachsende Social Community. Niemand setzt die Versprechungen des Web 2.0 so konsequent um wie das einstige amerikanische College-Netzwerk.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Motiviert durch das rasche Wachstum von Xing, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/myspace/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with myspace">Myspace</a>, FlickR und Co. versuchen fast täglich neue Social Networks, eine breitenwirksame Community aufzubauen. Doch während der Mehrzahl der “Copycats” der Erfolg verwehrt bleibt, freut sich derzeit vor allem ein Anbieter über steigende Userzahlen. Facebook punktet durch in erster Linie durch seine flexible Erweiterbarkeit und hat von den Vorgängern einiges gelernt. [Ö1 Netzkulturkolumne, zuerst veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/111185.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Dabei wirkt die amerikanische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> auf den ersten Blick eher unspektakulär: weder kann der User das Design seines Profils anpassen, noch stechen auf den ersten Blick irgendwelche besonderen Features ins Auge. Die Standardfunktionen wie Kontakt-, Termin– und Fotoverwaltung bieten ebenfalls wenige Überraschungen, und so fragen sich viele Neulinge, worauf der Hype eigentliche zurückzuführen ist. In der Tat erschließen sich die Stärken der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> frühestens auf den zweiten Blick. </p>
<h2 id="toc-die-kleinen-feinheiten">Die kleinen Feinheiten</h2>
<p>Das Erstellen der eigenen Kontaktliste erleichtert Facebook Neueinsteigern durch verschiedene Import-Filter für die Adressbücher beliebter E-Mail Clients und Webmail-Services. Ein zentraler Punkt, denn neben der geographischen Herkunft dient das eigene Freundesnetzwerk als Basis für alle weiteren Funktionen. Was <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/usability/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Usability">Usability</a> und Benutzerführung betrifft, verlässt sich die Plattform nämlich ganz auf die angeborene Neugier des gemeinen Internetnutzers: ein Klick auf den Hauptmenüpunkt “Photos” etwa führt keineswegs auf Anhieb zu den selbst hochgeladenen Bildern, sondern zu einer Übersichtsseite, auf der die neuesten Alben der eigenen Kontakte präsentiert werden. Das verleitet natürlich schnell mal zum Durchklicken — und diesen Ansatz verfolgt Facebook konsequent quer über die gesamte Plattform. Zusätzlich unterteilen Ländernetworks und Geo-Matching die riesige Userbasis in Subgruppen und erleichtern die Suche nach Veranstaltungen und Kontakten in unmittelbarer Nähe.</p>
<h2 id="toc-andere-erfolgreich-andocken-lassen">Andere erfolgreich andocken lassen</h2>
<p>Die Betreiber von Facebook haben verstanden, dass in Zeiten des Rapid Web Development kein noch so motiviertes Programmiererteam produktiver sein kann als der ganze Rest der Welt und bezieht seine User aktiv in die Weiterentwicklung ein: dank der umfassend dokumentierten Schnittstellen kann jeder eigene Facebook-Applikationen programmieren und im zugehörigen Verzeichnis veröffentlichen. Diese je nach Aufgabengebiet kleineren oder größeren Plugins erweitern den Funktionsumfang um eine inzwischen riesige Zahl nützlicher und nutzloser Features: von diversen Computerspielen über ein Plugin, das anhand der Facebook-Kontakte die “Small World Theory” überprüft bis hin zu diversen virtuellen Geschenk-Services, Informationsdiensten und Kommunikationstools reicht das Spektrum. Die Seite selbst stellt bloß das grundlegende Framework zur Verfügung, erst die Zusatz-Programme sorgen für den unschlagbaren Funktionsumfang — und haben bereits zahlreichen talentierten Programmierern ein beachtliches Einkommen verschafft, denn Ruhm und Ehre sind nicht die einzige Motivation, selbst Erweiterungen zu entwickeln: jeder Applikationsprogrammierer hat die Möglichkeit, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> in seine Software zu integrieren und damit ein attraktives Zusatzeinkommen zu lukrieren.</p>
<p>Facebook fungiert somit auch als zentraler Hub, denn zahlreiche andere Web 2.0 Services lassen sich mittels Software-Erweiterung ins eigenen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/profil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Profil">Profil</a> integrieren: anstatt die User zu zwingen, eigenen Services zu benutzen, versteht sich Facebook als Meta-Plattform und setzt Paradigmen des Web 2.0 konsequenter um als jedes andere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzwerk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzwerk">Netzwerk</a>: die ursprüngliche US-College Nische hat Facebook jedenfalls längst verlassen.</p>
<h2 id="toc-die-dunkle-seite-der-datenmacht">Die dunkle Seite der Datenmacht</h2>
<p>Je höher die Datenqualität einer Social Media Plattform, desto einfacher lassen sich die damit generierten Daten für alle möglichen Zwecke missbrauchen: zielgruppengenaue Werbeschaltung stehen am harmloseren Ende der Skala, geheimdienstliche Begehrlichkeiten wurden Facebook nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Verflechtung mit US-regierungsnahen Investoren nachgesagt. In der Tat scheint die Datenqualität auf Facebook sehr hoch zu sein, und trotz der feingliedrig konfigurierbaren Profil-Privatsphäre sollte jedem Facebook-Nutzer klar sein, dass sowohl Profildaten als auch das Nutzerverhalten im Zweifelsfall eben nicht nur für “Freunde” einsehbar sind.</p>
<p>Ein rasantes Wachstum steht der amerikanischen Plattform in Europa dennoch bevor: obwohl Facebook bislang so gut wie keine Anstrengungen unternommen hat, um auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen, entscheiden sich immer mehr User für den Full-Service Provider Facebook. Gratisnutzung, unbegrenzter Speicherplatz für Fotos und der beschriebenen Funktionsumfang scheinen weit mehr Anziehungskraft zu haben als lokalisierte Sprachvarianten: denn bisher ist die Seite ausschließlich in Englisch verfügbar — spätestens im nächsten Jahr allerdings wollen die Betreiber Dependancen in der EU eröffnen.</p>
<p><a href=" http://www.facebook.com" class="liinternal">Facebook</a><br />
<a href=" http://www.sixdegrees.elysion.cz/english/small.php " class="liinternal">Small World Theory — Six Degrees of Separation</a><br />
<a href=" http://www.facebook.com/profile.php?id=717807375" class="liinternal">Facebook-Profil des Authors</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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