datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
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Artikel-Schlagworte: „Kommentar“

Das unabsichtliche Hakenkreuz: Zufalls-Wiederbetätigung per Identicon

Mir ist’s ja bisher gar nicht aufgefallen, aber Niko hat mich vor einer Stunde auf ein Random-Hakenkreuz aufmerksam gemacht, das mein Identicon-Icon-Generator durch einen blöden Zufall generiert hat. Wer hier auf datenschmutz kommentiert, bekommt als Icon den zur Mailadresse hinterlegten Gravatar. Ist keiner vorhanden, wird von WP Identicon ein Zufalls-Avatar generiert. An sich eine feine Sache, aber Niko stieß auf einen in Österreich in der Form wohl kaum erlaubten Avatar, der an ein Hakenkreuz nicht bloß erinnert. Und dazu gibt's nur eines zu sagen:

Wehret den Anfängen!

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In eigener Sache: datenschmutz-Update

Ungewöhnliche aufmerksame Stammleserinnen (und Stammleser ebenfalls) werden bereits bemerkt haben, dass ich in den letzten Tagen unentwegt an den Template-Files herum gewerkt habe. Ein a-aposteriorisches Sorry für zwischendurch allfällig eigenartig aussehende Seiten - das Ergebnis des letzten Template-Make-Ups ist nun online, über Kommentare und Anregungen bin ich wie immer sehr dankbar.

Der größte Teil der Änderungen basiert auf Feedback, das ich bekommen habe - so fanden viele das obere Menü eher verwirrend, außerdem wurde ich immer wieder mal nach einer ordentlichen Fotogalerie und einigen anderen Details gefragt. Et voilá, it's online. Im Detail:

  • Die Fotogalerien sind überarbeitet und nun komplett über den Punkt "Fotos" zugänglich, via Breadcrumb navigier- und pro Fotoset kommentierbar. (Kommentare pro Foto unterstützt NextGen Gallery leider noch nicht).
  • Den Lifestream, einen aggregierte Ansicht meiner Social-Media-Aktivitäten, haben ich ebenfalls einem Facelifting unterzogen; er zeigt nun auch meine letzten Actions aus dem Google Reader sowie ein Microblog (in der Testphase) an.
  • Der letzte Kommentar zum jeweiligen Beitrag wird direkt auf der Startseite unter dem jeweiligen Beitrag angezeigt.
  • Die Social Media Profil Icons sind aus dem Sidebar verschwunden und werden am linken Rand des Screens angezeigt und zwar via Cute Profiles Plugin - danke für diese geniale Erweiterung an die Internet Techies!
  • datenschmutz verfügt nun über Autorenprofile, sprich der Click auf den jeweiligen Autorennamen führt auf eine Seite mit Foto, kurzer biografischer Info und einer Liste aller Gastautoren, siehe z.B. Frank Hartmann.
  • Im Header werden 5 Zufallsfotos aus meinen Galerien angezeigt, und ich habe einige grafische Änderungen am Template vorgenommen.
  • Das Hauptmenü ist jetzt ein Dropdown (derzeit nur beim Punkt Fotos in Verwendung)
  • Das Suchfeld ist versetzt und befindet sich nun neben dem Hauptmenü; außerdem setze ich "Live Search" ein, einfach mal einen Begriff zum Testen eingeben... die ersten Resultate werden dynamisch als Drop-Down Liste eingeblendet.

Neben diesen Punkten habe ich natürlich noch ca. 10.000 Kleinigkeiten verändert - wenn man erst mal anfängt, dann stechen einem trotz jahrelanger Betriebsblindheit plötzlich alle Möglichkeiten Ecken und Kanten ins Auge. Ich hoffe, dass ich mit dem neuen Relaunch Ihren Geschmack getroffen und datenschmutz lese- und bedienungsfreundlicher gestaltet habe - Rückmeldungen sind herzlich willkommen. Außerdem existieren natürlich noch ein paar...

...offene Punkte:

  • Feed via E-Mail: bin gerade am Setup meiner Aweber Blog Broadcast Liste - in Kürze wird man datenschmutz wahlweise via RSS oder E-Mail abonnieren können.
  • Glossar: Für den Stichwort-Glossar bastle ich gerade an einer Lösung mit Tag-Integration; im Optimalfall (= I need coding help badly) kommt dabei sogar ein WordPress-Plugin raus
  • Login via Facebook/Twitter: ich möchte Kommentatoren die Möglichkeiten bieten, sich wahlweise mit ihrem Facebook oder Twitter Profil einzuloggen - dazu evaluiere ich gerade verschiedene Plugin-Lösungen.

??? Gibt es etwas, das Sie hier auf datenschmutz vermissen, oder etwas, das Sie nervt? Bitte behalten Sie es nicht für sich - ich mach das Blog hier schließlich für Sie und nicht zu meinem Privatvergnügen! :mrgreen:

Dankeschön! Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei allen aufmerksamen Leserinnen und Lesern, die mich immer wieder auf Inkonsistenzen, Fehler und technische Probleme hinweisen – viele Probleme hätte ich ohne diese hochwillkommene Hilfe nie bemerkt. Nicht nur, dass mein WordPress mit zahlreichen Plugins ein ganz schön komplexes Publishing-Tool geworden ist, ich teste ja nur unter Windows auf Firefox, IE und Chrome – falls also am Mac bzw. unter Linux irgendwas eigenartig aussieht, bin ich über Screenshot und Benachrichtigung sehr dankbar.

Was wäre die Mediaplanung ohne das staatliche Internet?

"Was wäre Internet ohne O und R und F?" fragt die ORF Enterprise via Inserat auf der ersten Seite des dieser Tage erschienen Handbuch Nr. 5 von Werbeplanung.at. Nun, die Antwort ist simpel: es wäre ein Intenet.

orfent 600x341 Was wäre die Mediaplanung ohne das staatliche Internet?

Allerdings finde ich, dass im Anzeigentext einige essentielle Informationen fehlen und schlage daher für die kommende Ausgabe folgende überarbeitete Fassung vor:

Österreichs beste und zugleich schlechteste, weil nämlich einzige mit Steuergeldern und GIS-Gebühren finanzierte Seite: ORF.at, ab sofort im Portfolio der ORF-Enterprise. Mit 38,5% Netto-Monatsreichweite, das entspricht rund 1,9 Millionen Unique Usern pro Monat ist der ORF dank einer zauderhaften, demokratiepolitisch verantwortungslosen und generell abwesenden Medienpolitik als staatlicher Rundfunk nun auch im Web klare Nr. 1. Somit bieten wir Ihnen mit TV, Hörfunk und nun auch Online drei marktführende elektronische Medien, welche die Genese eines wirtschaftlich tragfähigen privaten elektronisch/digitalen Mediensystems wirksam verhindern - denn Österreich hat zu lange Zeit an der Grenze zum Ex-kommunistischen Block verbracht, um die Vorteile politisch besetzter Intendantenposten nicht zu kennen. Das perfekte 360 Grad Kommunikatioinsspektrum aus einer Hand - effizienter kann man nicht werben.Woanders auch nicht.

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Blogistan Panoptikum KW35 2009

Wäre dieser Zug ein Flugzeug, hätte ich schon längst von einer hübschen Stewardess Erfrischungen serviert bekommen und den Landeanflug hinter mir. Als zweitklassiger Fahr"gast" der ÖBB dagegen darf man von sauberen Waggons und funktionierenden Klima-Anlagen, Toiletten und anderen Unwichtigkeiten nur träumen. Doch sogar in der ersten Klasse musste ich mich heute von einer überschminkten, sehr altersungemäß gekleideten und drei Plätze weiter weg sitzenden "Mitreisenden" für mein mobiles Telefonieren rügen lassen: "Ich fahre ja nicht mit der ersten Klasse, um Ihnen zuzuhören!" Sie sagte das dermaßen unfreundlich, dass ich nicht umhin konnte zu fragen, ob sie denn wirklich glaube, dass die ÖBB in die 1.-Klasse-Waggons Moving Repeater einbaut, um zugleich den Reisenden das Telefonieren zu verbieten. "Stil kann man nicht kaufen", erklärte sie mir beleidigt. Tja, blöd gelaufen: wer Ruhe beim Reisen haben will, braucht eben mindestens ein Motorrad oder ein Auto - Still kann man nämlich sehr wohl kaufen! (Falls Sie das hier lesen: die kurzen roten Haare passen wirklich überhaupt nicht zu Ihrer biestigen Art! Eine graue Melone, wie sie die Mutter von Jack in 30 Rock trägt, wäre viel angebrachter.) Aber genug der Real-Life-Flamewars, auch virtuell heben sich allerhand Zeige- und Mittelfinger - also ohne weitere Verzögerung auf zum heiteren Social-Web-Raten mit Linzerschnitte und datenschmutz. Heute zum ersten Mal mit dabei: unsere neue Fix-Rubrik "Pflichtlektüre der Woche". Viel Vergnügen mit dem Panoptikum!

Dein Blog ist dein Königreich

ritchie aka datadirt Om Maliks plädiert in The Evolution of Blogging für mehr Sensibilität beim Thema fremd- vs. selbstkontrolliertes Publishing: wer seine gesamte Online-Präsenz in die Hände von Dienstanbietern gibt, auf deren Entwicklung und Strategie er keinerlei Einfluss hat, kann eines Tages mit einem blauen Auge respektive ohne diese Inhalte aufwachen. Om zitiert das aktuelle Beispiel des Short-URL Services tr.im:

First was the shutdown drama around a little-known URL-shortening service called Tr.im. While it's since been resurrected, the incident showed me how by championing these URL-shortening services, we’re essentially putting the entire link economy in the hands of companies that are skating on thin ice during the peak of summer.

Facebook, Friendfeed, Twitter und Co. haben gezeigt, so Malik, dass ein verstärktes Interesse an Echtzeit-Kommunikation besteht. Blog-Publishing System wie WordPress bleiben dank ihrer Offenheit flexibel genug, um etwa eine Life-Feed Funktionalität via Plugin rasch nachzurüsten. Content war im Web 1.0 schon King, und daran hat sich rein gar nix geändert: aber die Frage lautet, ob die Produzenten die Publikation und Verbreitung ihrer Inhalte selbst kontrollieren. Social Media Services sind keine Charity-Veranstaltungen, sondern profit-orientierte Unternehmen - die Versprechen des Free-Web scheinen so verführerisch wie weiland Odysseus' Sirenen, aber: wer die Daten kontrolliert, hält in der Informationsgesellschaft die Fäden der Macht in seiner Hand. Social Media Services sind mittlerweile zwar unverzichtbare "Extensions" der eigenen Webpräsenz, das "Mutterschiff Weblog" können und sollten sie keinesfalls ersetzen - in exakt diese Kerbe schlägt auch das Webworker-Posting Your blog is your mothership.

Twitter-Psychos

Judith aka Linzerschnitte Wer als Twitter-Marketer etwas auf sich hält, der überlässt nichts dem Zufall. Twitterpsych, die neue Twitter-App von Dan Zarella, analysiert die letzten 1000 Tweets eines Tweepers anhand zweier linguistischer Analyse-Alogorithmen (RID und LIWC). Unter anderem werden folgenden Komponenten erhoben: Soziales Verhalten, Moralischer Imperativ und auch der Faktor "Ruhm". Ebenso wird analysiert, wie viele Smilies der User verwendet, worüber er hauptsächlich spricht, zu welcher Zeit usw. Außerdem werden gleichgesinnte User angezeigt. Und das ohne Passwort-Eingabe. Also das ultiamtive Psycho-Analyse-Intstrument für alle Marketiere. Leider oder glücklicherweise funktioniert Tweetpsych nur bei englischsprachigen Accounts in vollem Umfang: tweetpsych.com

Neu und genuin anders: TwitThis

ritchie aka datadirt Über Shoemoneys Beitrag mit dem vielversprechenden Titel How I used Twitthis to Get Over 15,000 Twitter Followers bin ich auf ein sehr interessantes Services gestoßen: TwitThis verbindet auf smarte Weise ReTweet-Funktionen mit Follower-Empfehlungen, Link-Shortening und Credit-Systeme. Klingt kompliziert? Nur für die Betreiber, das Interface für User wurde angenehm simpel gehalten. Genial:

Click the twitthis button you see on sites – according to Yahoo! the button is on over 10 million sites now including some HEAVY hitters like official government websites like texas.gov and oklahoma.gov as well as the new twilight movie. Everywhere you see a page where the twitthis button is (or in a feed) that you find interesting click it and tweet it! Also when you do tweet it you will be offered to follow a suggested user. If you do both of these things you gain points and increase the chance that you will be suggested for people to follow.

Wenn ich nicht schon PrettyLink Pro als eigenen URL-Shortener im Einsatz hätte, würde ich jeden meiner Links über TwitThis rausschicken, denn:

I want to be a suggested user. How do I earn TwitPoints?

  • Submit a URL to TwitThis and earn 5 TwitPoints.
  • Follow a suggested user and earn 10 TwitPoints

How are my TwitPoints used?

  • Each time someone follows you, it costs you 1 TwitPoint.
  • Every 1000 times you are the suggested user, it costs you 1 TwitPoint.
  • To keep the ecosystem fresh, users are taxed 10% of their TwitPoints daily.

Watson, ich meine: wir haben es hier mit einer Twitter-Train 2.0 zu tun! Der deutsche Sprachraumbleibt natürlich wie üblich außen vor, wer auf Englisch twittert, kann sich aber schon mal auf massiv viele Followers freuen. Im Shoemoney-Beitrag wird auch en detail beschrieben, wie man TwitThis via Feedburners Feedflare in den RSS-Feed integriert - unbedingt empfehlenswert!

Tracy - Ein Fall für den Online Reputation Manager

Judith aka Linzerschnitte Ähnlich nervtötend wie ein Versicherungsvertreter am Telefon ist der Online Reputation Manager im Web. Hinter jedem Satz vermutet er einen möglichen, lebenslänglichen Ausschlußgrund für zukünftige Jobs oder Lebenspartner und am liebsten würden die Online Reputation Manager uns genauso glattgestrickt und todlangweilig dastehen lassen, wie sie selbst sind. Trotz aller Vorbehalte gegen diese Zunft: Manchen Mensche täte es vielleicht nicht schlecht, einen solchen zu kontaktieren. Da wären zum Beispiel Agenturen, die sich mit ihrer Social Media Kompetenz rühmen und dann im Web 2.0 über die Inhouse-Kampagnen ihrer Kunden herziehen, an denen sie selbst nicht mitschneiden dürfen. Bei jener Dame namens Tracy wurden letzte Woche wohl einige Online Reputation Manager vorstellig. Tracy hat wohl ihre Facebook Wall mit den Private Messages verwechselte - und zwar ausgerechnet bei einer sehr intimen Botschaft:

Thank you too, Micheal, I had a great time as well. I'm glad you enjoyed my OTHER puss ;). I must admit I haven't had sex in a while, so getting mounted by such a strong and powerful man was a pleasant surprise after so many long months of abstinence. [...]

Keine Ahnung, ob es Fake oder Real ist. Aber selbst in diesem Fall sollte ein Online Reputation Manager nicht unbedingt von Nöten ist. Eher ist die Großzügigkeit der Leser dieser Botschaft gefragt, die sich selbst an der Nase nehmen und das Lästern mal sein lassen sollten. Sich einfach mal mit und für Tracy (oder den erfolgreichen Social Media Aktivitäten des Kunden) freuen und schon wird es im Social Web wieder ein bisschen lustiger.

Just in: Angeblich handelte es sich um einen Hack, wie The Coffee Desk berichtet:

So there's a Facebook screenshot floating around in the Blogosphere depicting a woman with a very embarrassing status, as Mashable naively reports. Truth is, a Christian dating website was compromised by 4chan hackers and they used the information to take over the victims’ Facebook pages.

Faszinierend: bereits die ersten paar Kommentare zur Mashable-Story stellen die "Ente" richtig - da können papierene Medienprodukte einfach nicht mithalten!

A productivity plain

ritchie aka datadirt Zu viele Social Media Notifications sind der Tod der Produktivität - ich habe letzte Woche (notgedrungen) meinen Desktop neu aufgesetzt (akuter System-Disk Tod, Ursache: unbekannt) und peinlichst genau darauf geachtet, dass der Start-Up Folder leer bleibt. Wenn man Skype, Twitter und Co. nur on demand nutzt und die Ablenkungen minimiert, dann geht einfach mehr weiter, hat Jeremy kürzlich im Flieger festgestellt:

So this week I am going to whack all the notifiers... Now I am not going to go all 4-hour work week and only check my email 2x a day but I for sure need to cut back on the 0-second notifications.
It’s an amazing world we live in where communication happens so fast but it can be hard to be productive.

Wie twittern deutsche Unternehmen?

Judith aka Linzerschnitte Corporate Tweeper stehen unter ständiger Beobachtung: sie dürfen nicht zuviel und nicht zuwenig twittern, sie sollen Follower aufbauen und auch zurückfolgen, aber ja niemanden "belästigen" und auf jeden Fall sollen sie Dialogbereitschaft und Mehrwert bieten. Wie die Realität aussieht, hat eine deutsche Agentur untersucht. Fazit:

  • Nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent) weist über 1000 Abonnenten (Follower) aus.
  • Der Follower-Durchschnitt liegt bei 661 Abonnenten (Median: 400 Follower).
  • Im Schnitt twittern die Unternehmen 13 Mal pro Woche.
  • 67 Prozent der Corporate-Tweets enthalten Links, in der Regel in Form einer Kurz-URL.
  • Nur 33 Prozent der Unternehmen verwenden @Relplies, kommunizieren also direkt mit anderen Twitterern.

Downloadlink zur Studie.

TweetLater heißt jetzt SocialOoomph

Zugegeben: auf Deutsch klingt "Umpf" etwas seltsam. Aber längerfristig macht die Entscheidung von Dewald, nicht bloß auf Twitter zu setzen, hochgradig Sinn. In wenigen Monaten entwickelte sich Tweetlater zum Platzhirsch unter den Premium-Mash-Ups; ich bin gespannt, welche neuen Ideen Dewald im Ärmel stecken hat:

To date we have been focusing on providing productivity solutions for Twitter users. We decided to change our name to allow for future expansion into other social media solutions, and to ensure that our brand does not conflict with any current or future legal rights of the Twitter organization.
To allay any speculation, we want to make clear that this is an unsolicited, proactive and preemptive action on our side.

Für Free- und Pro-User ändert sich außer der Adresse nichts; die alten Affiliate-Links werden ebenfalls weiterhin funktionieren, allerdings empfiehlt Dewald, in allen Links "Tweetlater" durch "Socialoomph" zu ersetzen.

Foto der Woche

Nein, Judith hat mich noch nicht (völlig) mit Katzencontent infiziert. Aber recubejims "Katzenklo" aka I'm all right, honest besticht nicht nur inhaltlich, sondern auch fotografisch:

katzenklo Blogistan Panoptikum KW35 2009

Ritchies Video der Woche

A failed attempt: in diesem Video sehen wir das, was Piloten als "riskante Landung" bezeichnen. Allerdings handelt es sich glücklicherweise um einen ferngesteuerten Flieger, der - im Gegensatz zur Kamera - den Tauchgang unbeschadet überstand. Bei solchen Videos krieg ich immer immense Lust, mir einen RC-Heli mit Kamera zuzulegen...

http://www.vimeo.com/6187842

Judiths Video der Woche

Nicht jede/r kann den Bullen so graziös und aufreizend reiten wie Kylie Minouge. Nicht grazil, nicht sexy - aber wesentlich lustiger:

YouTube Preview Image

Pflichtlektüre der Woche

  • How to kill your community in 6 steps - WordPress-Matt (Mullenweg) erklärt, wie man Communities kaputt macht - und derzeit scheint sich das Gros der Community-Manager geradezu sklavisch an seine Anweisungen zu halten.
  • Negatives Feedback zu Cash for Clunkers: die Ami-Version der Verschrottungsprämie wird bloß zu einem immensen Anstieg der privaten Verschuldungsrate führen, meinen die Kritiker.
  • Twitter wächst nach wie vor: Der Juli war ein guter Monat für unser aller liebster Microblogging-Dienst. Twitter hat mittlerweile über 51 Millionen Unique Visitors pro Monat, 60 Prozent davon von außerhalb der USA: Twitter Flew Above The 50 Million Uniques Mark For the First Time in July auf TechCrunch.
  • Philip Garrido, religiöser Fanatiker und Entführer von Jaycee Lee Dugard, hat einen Blog. Lesenswerter als die Blogbeiträge sind die Kommentare: voicesrevealed.blogspot.com

Und das waren auch schon wieder sieben Tage Social Media im Schnelldurchlauf - an dieser Stelle noch eine Anmerkung in eigener Sache: in den letzten Wochen gab es erfreulich viel Feedback zu unserem Blogistan-Panoptikum: Kommentare, Anmerkungen, Ergänzungen, Lob und Hasstiraden motivieren uns natürlich ungemein. Lassen Sie sich also durch nichts - aber auch wirklich gar nichts - davon abhalten, reichlich Gebrauch von der Kommentarfunktion zu machen: quasi "Comment as much as you can"! Sagen Sie uns, über welche Themen Sie gerne mehr/weniger lesen würden, erzählen Sie uns, wie Sie nach sechs Monaten Panoptikum-Dauerlektüre quasi über Nacht zum Social Media Officer Ihres Unternehmens wurden oder auch nicht: wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen! In diesem Sinne: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag und: wir lesen uns morgen!

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Blogistan Panoptikum KW28 2009

Überschätzungen, Unterschätzungen, grobe und feine Schätzungen: wenig Genaues weiß man. Während sich der eine übers tausendste Mash-Up freut, warnt der andere vor blinder Technikverliebtheit. Aber das Netz lebt bekanntlich von Gegensätzen, also keine Scheu: treten Sie ein zum kleinen geführten Wochenrundgang durchs Social Web - Judith Denkmayr aka Linzerschnitte und datadirt präsentieren das Web 2.0 Ereignisprotokoll der letzten 168 Stunden.

Du sollst eine Suchmaschine haben neben Google

Und wir sprechen hier nicht von Bing oder Yahoo Search. Nicht mal von Cuil - da hätte Stephen mal lieber bei Mathematica bleiben sollen. Aber Wired meint, es gibt sie doch - die coolen Suchmaschinen:

For this article, we surveyed some 50 specialty search services and picked out our favorites. What follows is not a systematic ranking or review, but a general guide to a very vibrant world that few have bothered to explore in depth.
The variety of search startups is mind-boggling, and hints at the challenges Google may face staying on the bleeding edge of search innovation in the coming years. (There’s even something for micro-philanthropists: Good Search donates a penny to the charity of your choice for each search you run.)

Wer also trotz aller Variationen das Big-G Logo einfach nicht mehr sehen kann, der werfe eine Blick auf IceRocket, Scoopler, Collecta und Co.: da gibt's einiges an guten Ideen, aber eben ziemlich weit-verstreut.

Chris Andersons neues Buch "Free"

Ergänzend zur letzten Woche hier der Link zum Audiobook Free von Chris Anderson, das konsequenterweise ebenso wie das eBook als Gratis-Download erhältlich ist.

Erschieß den Fail-Whale!

Wer schon mal Moorhuhnjagd gespielt hat, dem wird Die Fail Whale! auf Anhieb bekannt vorkommen. Gefragt sind ein flinker Mauszeiger und der richtige Rhythmus - wer nicht aufs Nachladen vergisst, sollte es durchaus schaffen, meinen bescheidenen Score von 33 Walen zu toppen, oder?

diefailwhale Blogistan Panoptikum KW28 2009

PS: Allein schon die Fake-Testimonials sind definitiv einen Besuch der Seite wert, z.B. Michael Arrington, TechCrunch: "I offered to trade this game for my website, but Die Fail Whale said no. Now I'm sad."

Google versus Facebook

Eine interessante Theorie über Facebook veröffentlichte diese Woche Fred Vogelstein im Wired Magazine. Im Hause Facebook sah man niemals andere Social Networks als Benchmark, sondern ausschließlich Google. So erzählt ein früherer Programmierer von Facebook:

We never liked those guys. We all had that audacity, 'Anything Google does, we can do better.' No one talked about MySpace or the other social networks. We just talked about Google.

Darum bekam auch Microsoft den Zuschlag als Investor. Fred Vogelstein erklärt außerdem noch den "4-Stufen-Plan zur Online Domination" von Facebook:

1. Build a critical Mass (mit 200 Millionen FB-Mitglieder kann man diesen Punkt für nahezu abgeschlossen betrachten)
2. Redefine Search (Facebook geht davon aus, dass FB Mitglieder auch eine Facebook Suche nutzen würden)
3. Colonize the Web (Facebook Connect bildet dazu den Ausgangspunkt und wird bereits von über 10.000 Partner Sites benutzt)
4. Self targeted Ads, everywhere (Facebook hoffe, eines Tages nicht nur auf der eigenen sondern auf allen Partner Sites werben zu können)

Nun, man darf gespannt sein, ob Mark Zuckerbergs Plan aufgeht - schließlich sollte Mark die Stromrechnungen früher oder später nicht mit Investorengeld, sondern mit laufenden Einnahmen finanzieren.

"Future of Blogging" Mindmap

Steve Rubel fordert zum kollektiven Mind-Mappen auf - er möchte wissen, wie's um die Zukunft des Bloggens bestellt ist. Ohne Zweifeln nehmen Social Networks, Microblogging-Dienste und andere Services immer mehr Surfer-Zeitbudget in Anspruch - wie wirken sich die Änderungen auf Blogs aus? Was vor drei Jahren noch super-schnell News waren, lahmt im Twitter-Zeitalter ganz gewaltig. Steve sieht die Sache übrigens recht binär:

From my point of view, blogging's future will likely flow down one of two paths: either it will evolve and grow into something else (like many species have) or it will succumb to Darwinism and become extinct (like the Dodo). Let’s take a closer look at each. We’ll also give you the chance to add your own opinion to our mind map.

PS: es gibt 10 Arten von Usern: die, die das Binärsystem kennen, und jene, die es nicht kennen.

Von Browsern und Betriebssystemen

What is a Browser? Newsfeed, Sharefeed, Livestream, Aggregator, Plugin, Extension, Firefox, Spreadsheet, Poke/n, SEO/SEM, Backlinks, RSS, Feedreader, Tweet, Gadgets.... Die meisten Leser dieses Blogs kennen diese Begriffe, manche von uns werfen sogar oft und gerne mit diesen Begriffen um uns. Aber eine elaborierte Soziolekt grenzt bekannterweise nicht nur ab, sondern auch aus. Ji Lee von Google (Trackback http://pleaseenjoy.com/) zeigt in diesem Video am Beispiel des good old "Browsers", wie weit der Großteil der Menschen wirklich mit der Netz-Fachsprache vertraut ist:

Da offensichtlich die wenigsten Menschen wissen, was nun eigentlich ein Browser ist (noch weniger, was Google Chrome ist), stellt sich die Frage, ob die frommen Wünsche von Eric Schmidt sich erfüllen werden. In einem Interview mit bloomsberg.tv meinte er nämlich, auf die Frage, wie viele Menschen das neuen Betriebssystem Google Chrome OS verwenden werden:

We don’t have numbers, we know it will be millions.

Abermals bleibt nur zu sagen: Man darf gespannt sein.

Endlich sagt mal einer, Twitter sei vollkommen überbewertet

David Golumbia ist ein Ketzer. Ein Abtrünniger, der im Mittelalter leicht hätte auf dem Scheiterhaufen landen können bei so viel Devianz von der Mainstream Meinung - näher betrachtet hat sein Kommentar zur Rolle des Microblogging-Vögelchens im Iran-Konflikt aber durchwegs was für sich:

Ich bezweifle, dass Twitters Wirkung für die Proteste wirklich so großartig war, wie viele Leute das gerne hätten. Vielleicht handelt es sich einfach nur um Werbung für Twitter.

Der Kulturkritiker und Programmierer bezeichnet sich selbst als "von marxistischen Denkweisen beeinflusst" und wirft der Netzgeneration allzu starke Technikverliebtheit, die den Fokus aufs Wesentliche verstelle, vor:

Genau genommen hat der starke Fokus auf den technischen Aspekt die ernsthafte Debatte über das, was wirklich geschieht, sogar gestört. Die Technik-Fans glauben, dass man soziale Probleme mit digitalen Mitteln lösen kann. Nur die allerwenigsten beschäftigen sich allerdings mit den komplexen sozialen Problemen, für deren Lösung man neue Ideen benötigt.

Den Rest des äußerst lesenswerten Interviews, das Johannes Boie mit David Golumbia geführt hat, gibt's in der Süddeutschen.

6 Lifestream-Lösungen

Ein sogenannten "Lifestream" fasst die übers Social Web verstreuten Kommentare, Uploads, Likes etc. eines User an zentraler Stelle zusammen - ich verwende dafür das Lifestream-Plugin von iBegin, das den Feed in der rechten Spalte auf der Startseite generiert und bin mit dieser Lösung sehr zufrieden - allerdings benötigt man dazu eine WordPress-Installation als Host. The Next Web stellt in einem lesenswerten Beitrag sechs verschiedene Lösungen - vom Full-Service Provider bis zum Self-Hosted-CMS - vor, bei denen jeder fündig werden sollte.

Den Kunden in den Mittelpunkt stellen?

Thomas Knüwer wäre bei einer Vodafone-Pressekonferenz gegen seinen Willen beinahe erleuchtet worden, als man ihm erklärte, dass zukünftig der Kunde, eine wahrer "Held des Alltags", im Mittelpunkt stehen werde. Ein Musterbeispiel an Buzzword-Dropping und Pressekonferenz How-Not-To:

Das Bild, das sich bot, war erschreckend. Denn die Veranstaltung war in einem Anfall von Tanja-Anja-Coolness in einen Truck verlegt worden, in dem als Sitzgelegenheiten rückenbeugende Hocker vorhanden waren, auf denen nun die Journalisten - weil sie ja mitschrieben - ein Bild von eifrig notierenden, devot buckelnden Schreibknechten boten.
Dies allein war schon schlimm. Noch fürchterlicher wurde es durch die nicht enden wollende Flut dümmlicher Buzzwords, mit denen die Vodafoner um sich warfen, gepaart mit Folien in einer Commodore-64-Nostalgie-Optik.

Twitter Addict?

Schon mal vom Klo aus getwittert? Nein ?! Dann sind Sie auch kein Twitter Addict! Oder doch? Sinnfreie aber lustige twitter-related Webapp der Woche: How addicted to Twitter are you?

Foto der Woche

The Punisher nennt Chris Rooker dieses großartige Foto seines VW-Busses. Antropomorphismus in Reinkultur :mrgreen: Auf FlickR gibt's auch eine zweite, weniger stark bearbeitete Version des Bildes:

vwbus Blogistan Panoptikum KW28 2009

Linzerschnittes Video der Woche

Es gibt zu wenig Katzenvideos im Internet. Denn es kann nie genug davon geben.

datadirts Video der Woche

Klappe die erste! Die subtilen Nuancierungen so mancher Jobs werden von der unwissenden Allgemeinheit nur allzu leicht unterschätzt - wie dieser Clapper zu berichten weiß:

Und damit sind wir auch schon wieder bei der letzten Kammer des dieswöchigen Shaolin-Kurses angelangt - nächste Woche, hochverehrte Leserinnen und Leser, gibt's hier auf datenschmutz nicht nur die gewohnten Tiere und Artisten, sondern auch Gewinnspiel-Sensationen im Doppelpack. Einen schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!

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Blogistan Panoptikum KW22 2009

Herzlich willkommen zum Blogistan-Panoptikum - vor lauter Feiertagen vergehen die Wochen ja nahezu im Flug, aber das hält eifrige Blogger natürlich nicht vom Berichterstatten ab, ganz im Gegenteil. Noch dazu bei diesen sibirisch-verschärften Außenbedingungen... dabei hatten uns die EU-Spitzenkandidaten doch einen super-heißen Mai versprochen. Aber wenn's draußen kalt ist, dann kann man sich aus den diversen werblichen Print-Produkten und anachronistischen Tageszeitungen wenigstens ein wärmendes Feuerchen anzünden. Ganz ehrlich, kein Mensch braucht im Internetzeitalter mehr Tageszeitungen, die ganze Journalismus-Qualitäts-Debatte können wir Crowdsourcer uns doch endgültig schenken. Außer Datum - die einzige löbliche Ausnahme im von Falter-Meinungs-Monopolen geplagten Bobo-Österreich. Im Übrigen bin ich der Meinung, Armin Thurnherrs internet-feindliche Haltung gehört zerschlagen.

Google bringt Wave

The buzz is on - im Lauf des Jahres will Google sein neuestes Produkt "Wave" veröffentlichen - es soll nicht mehr und nicht weniger tun, als unseren Umgang mit Kommunikation und Kollaboration im Web nachhaltig zu verändern. E-Mail, Kontakte, Social Networks - Wave will die Grenzen zwischen Dokument und Dialog verschwimmen lassen:

A wave is equal parts conversation and document. People can communicate and work together with richly formatted text, photos, videos, maps, and more.
A wave is shared. Any participant can reply anywhere in the message, edit the content and add participants at any point in the process. Then playback lets anyone rewind the wave to see who said what and when.
A wave is live. With live transmission as you type, participants on a wave can have faster conversations, see edits and interact with extensions in real-time.

Erste Eindrücke und Screenshot kann man hier begutachten, potentiell Beta-Tester können sich mal für einen Account vormerken lassen. Wave wird übrigens komplett unter der Open Source Lizenz stehen - diese ausführliche Präsentation von der Google I/O macht mir jedenfalls den Mund wässrig:

YouTube Preview Image

"But all good things, they say, never last", sang Prince. Und nun sagt TechCrunch das gleiche über Twitters "Trending Topics":

Up until recently, Twitter’s trending topics - which are prominently displayed on their Search homepage and now also in the sidebar when you’re using the Twitter website - were an awesome way to get a feel of what was buzzing on the Web, in a way that virtually no other web service was able to do.

Aber dann kamen die Piraten und Michael war ordentlich beleidigt!

Today, when you look at Twitter’s trending topics, you’ll notice that the large majority of trends are memes started by a single user or a group of users, with the main goal offering entertainment rather than spreading information. That’s all fine and dandy - no harm in having fun - and I realize well that Twitter’s trending topics are not necessarily required to be giving you and me an overview of stuff that really matters, but I can’t help but think it’s a pity that that list is starting to turn into the top 10 of chain letters people used to circulate through e-mail messages in the late nineties.

Ach liebes fliegendes Spaghetti-Monster, ich bete zu dir jeden Tag darum, dass mehr Menschen einsehen mögen, dass es mehr Spaß macht, Social Media Plattformen zu manipulieren als deren Regen einzuhalten...

Heißt du wirklich so?

Amerikanische Ureinwohner tragen häufig sprechende Namen wie "Robin kills the Enemy": der steht zwar in ihrem Pass, bringt aber auf Facebook Probleme mit sich, ebenso wie exotische Namen á la "Lisa Strawberry" - denn laut AGBs verlangt FB den richtigen Namen und legt bei Verdacht auch gerne mal unbegründet Accounts stillt, wie der Spiegel online berichtet:

Alicia Istanbul wurde zum Verhängnis, dass sie einen ungewöhnlichen Namen hat. Und Facebook hat gerade eine Kampagne gestartet, alle "fake accounts" zu löschen, also Nutzerkonten, die nicht wie gefordert den richtigen Namen angegeben haben. Für dieses Anliegen hat Istanbul ja Verständnis. Aber ganz und gar nicht verstehen kann sie, warum Facebook sie nicht einfach gefragt hat. "Sie sollten vorher wenigstens einen Warnhinweis schicken", klagt sie. "Ich war dort den ganzen Tag unterwegs. Ich habe mein gesamtes soziales Netz darauf angelegt. Und das ist es ja schließlich, was Facebook auch will."

Zwar werden die Konten im Ernstfall nach Support-Intervention wieder freigeschalten, allerdings kann das bei 850 Mitarbeitern und Millionen Usern schon mal ein Weilchen dauern. So selten dürften derartige Fehlalarme übrigens gar nicht vorkommen - FB-Sprecher Barry Schmidt räumte Probleme ein, die Gruppe Facebook: don't discriminate against Native surnames!!! hat bereits über 4.000 Mitglieder. Schwierige Sache: einerseits will Facebook natürlich keine ressourcen-fressenden Fake-Accounts, andererseits entstehen dadurch für die Träger exotischer Namen derartige Kollateralschäden.

Gratulation zum 35., Mr. Shoemoney!

Jeremy Shoemaker wurde diese Woche 35 - herzliche Gratulation! Von keinem anderen US-Blogger habe ich mehr über Online-Marketing und Affiliate-Biz gelernt... keep up the good work! Auch einen Blick wert: das Friendshirt der Woche, diesmal von Friendshirt.me. Und die Kommentare sind ziemlich eindeutig... ich würd drauf wetten, dass da in der nächsten Zeit einige Bestellungen eingehen! Ich hab mein Friendshirt ja schon :mrgreen:

Wieviel ist ein Micro-Scobble?

Robert Scobble ist Web 2.0 Evangelist und Twitter-Legende. Das Disqus Blog hat ein Interview mit dem Mann, dessen Nachname Pate stand für die Benennung der internationalen Tweet-Frequenz-Einheit "Micro-Scobble", veröffentlicht:

I grew up in silicon valley, I had no choice. My Dad was an engineer and I grew up in Cupertino about a mile from Apple Computers. I had an Apple Computer in 1977, in my junior high I was in the first computer club , and I got a tour of Apple when they were one little building. So yeah, I’ve always been around tech.

Werner, die Russen sind da

Dass Facebook viel mehr Geld verbrennt als die Werbungen reinbringen, dürfte mittlerweile wohl bekannt sind. Munter geht die Suche nach neuen Investoren weiter -einen fand man in Form von Digital Sky Technologies. Die russische Internet-Investment Firma gab 200 Millionen Dollar für 1,96% Anteil an Facebook aus, wie die New York Times berichtet:

Digital Sky won because its founders Yuri Milner and Gregory Finger have strong experience running Internet properties in Eastern Europe and Russia, and "a deep, advanced understanding" of social networking technology, Zuckerberg said.

Pikantes Detail am Rande: Cheffe Zuckerberg gibt sich zwar ganz lässig, dürfte aber wissen, dass die Gesamtbewertung des Unternehmens in den nächsten Monaten wohl ziemlich nach unten rasseln wird. Der Gesamtwert beträgt derzeit übrigens sagenhafte 10 Milliarden Dollar, als Microsoft 2007 für 240 Millionen Dollar lediglich 1,6 Prozent erwarb, lag der Unternehmenswert noch um ein Drittel höher. Tja, Analysten sind halt auch ganz schön launisch.

Die fünf nuttigsten Hochzeitskleider ever

Danke an Judith, die mich auf diesen großartigen Beitrag über die Top 5 Sluttiest Wedding Dresses Spotted In 2009 hingewiesen hat. Auch wenn es mir fast das Herz bricht, dass Miss Carey nicht mehr Single ist, eines muss man ihr lassen: mit ihrem Gefühl für Styling könnte sie in jedem Bordell dieser Welt sofort einen Job bekommen - und der Hochzeitsbikini ist auch nicht übel. Das muss man gesehen haben:

The Mariah Carrey slutty wedding dress certainly doesn't leave anything to the imagination. Fully equipped with garter belt, stockings, and a main fashion piece better off worn under the dress or on the wedding night, this dress starts us off with its moderately tame slutty fashion.

SEO-News der Woche

Die wahren Abenteuer sind im Kopf, und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo: das legt zumindest eine aktuelle Studie über das Thema Suchmaschinen Branding. vs. Suchmaschinenqualität nahe:

So haben die Mannen rund um Google einen internen Versuch durchgeführt, bei dem die Suchergebnisse konkurrierender Suchmaschinen wie z.B. Yahoo, MSN/Live, Cuil, Ask, AltaVista, etc. in das Seitenlayout von Google gegossen und Testpersonen vorgesetzt wurden. Zum Vergleich wurde dieses Spielchen natürlich auch in umgekehrter Weise durchgeführt, wobei die Google-Suchergebnisse in das Layout von fremden Suchmaschinen integriert wurden. Das Ergebnis: Die Probanden empfanden immer die Suchergebnisse als besser, über denen das Google-Logo platziert war!

Manches lässt sich aber auch experimentell überprüfen, wie etwa der Canonical-Tag - Stefan hat seine höchst aufschlussreiches Versuchsprotokoll hiezu dokumentiert - unbedingt lesenswerter Beitrag! Apropos Kopien: die Seouxindianer haben 10 einfache Linkbaits zum Kopieren bereitgestellt. Und in der Tat: die genannten Rezepte wirken nachhaltiger als alle Russenlinks dieser Welt :mrgreen:

Wie SMO *nicht* funktioniert

Bei den Seouxindinaner habe ich auch noch einen zweiten Beitrag gefunden, den sich potentielle Social Media Cowboys unbedingt *vor* allfälligen Pistolen-Duellen zu Herzen nehmen sollten, gefunden: Wie SMO nicht funktioniert beschreibt die häufigsten Fehler und ich kann jeden einzelnen Punkt nur vollauf unterstreichen. Beispiel gefällig?

Den Usern freie Hand lassen funktioniert nicht. Wer seine Firma in Social Media Portalen nicht selbst präsentiert, der gibt unzufriedenen Nutzern und der Konkurrenz die Chance “ihre Meinung” als einzig vorhandene einzureichen. Wenn die ersten Inhalte aber von der eigenen Firma gestellt werden, ist der erste Eindruck durch kontrollierte Publikation gerettet.

Google Suggest nutzen

Google Suggest wirft in der Tag einiges über den Haufen:

Google Suggest ist wohl die größte Änderung, die uns Google in den letzen Monaten präsentiert hat. Nicht nur, weil Suggest von der breiten Usermasse aktiv genutzt wird, sondern auch weil es ein paar Erkenntnisse der Vergangenheit über den Haufen wirft. So führt die aktive Nutzung zu einer massiven Verschiebung der Suchvolumen von Ein-Wort-Kombinationen hin zum Longtail.

Und der Preis für den charmantesten-Insider-Slang des Monats geht an den selben Beitrag:

Der User sucht trotzdem dasselbe, er geht nur evt. einen anderen, direkteren Weg. In der Folge heißt dies, dass es abermals schwerer wird, dem User Inhalte unterzujubeln, die er eigentlich gar nicht sehen möchte. Also heißt es, den User genauer zu studieren und seine Wünsche zu kennen.

Video der Woche

Normalerweise poste ich an dieser Stelle keine Werbeclips, aber Peter Novak hat mit dieser Redhat-Linux Werbung einen fantastischen Job gemacht! Der geht raus an die Open Source Community weltweit:

Foto der Woche

Die bewegten Bilder der Woche werden ab sofort in jedem Panoptikum um die Foto-Rubrik ergänzt: das Bild der Woche suche ich nach rein subjektiven Kriterien aus - seit ich selbst recht viel mit meiner digitalen SLR hantiere, weiß ich, wie schwierig es ist, perfekte (HDR)-Belichtungen zustande zu bringen. Die Auswahl ist mir bei der Premiere gar nicht leicht gefallen, aber diese Abendstimmung im Manasquan Reservoir von Joisey Showaa finde ich fantastisch:

manasquan Blogistan Panoptikum KW22 2009

Und das war's auch schon wieder für diese Woche - danke fürs Vorbeisurfen, wir lesen uns am Montag!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Gravatar: Wie krieg ich ein Foto neben meine Kommentare?

Für einige Stammleserinnen und -leser mag es sich um old news handeln, aber ich stelle immer fest, dass zahlreiche Blogger (und vor alle Kommentatoren) den legendären Gravatar-Service (noch) nicht kennen. Die Idee ist simpel: anstatt sich auf jedem Blog einzeln zu registrieren, hinterlegt man an zentraler Stelle - nämlich bei Gravatar.com - ein Userbildchen, auf das alle Seiten zugreifen können. Als Matching-Kriterium fungiert dabei die E-Mail Adresse, sprich man kann pro Adresse einen Avatar hinterlegen. Ein Registrierung auf datenschmutz ist also keineswegs erforderlich, um den persönlichen Avatar mit einem Schlag hier und auf vielen anderen Blogs an den Start zu bringen.

Nach einer schnellen und schmerzlosen Registrierung bei Gravatar und dem Upload eines Bildes ist alles getan. Seit der Service von den WordPress-Machern selbst betrieben wird, gibt's keine Probleme mehr mit der Serververfügbarkeit, selbstverständlich kann das eigene Bild im Nachhinein jederzeit ausgetauscht oder gelöscht werden. Beim Upload gibt man übrigens ein Alterslimit an (obwohl ich Geschlechtsteile in Großaufnahme aus ästhetischen, rechtlichen und Benimm-technischen Gründen nicht unbedingt empfehlen würde), das Blogbetreibern erlaubt, alle Avatare bzw. nur harmlose Bilder zuzulassen.

WordPress selbst benötigt für die Einbindung von Gravatar-Bildchen keinerlei Plugins, diese Funktionalität ist seit einigen Releases fix integriert und muss lediglich vom Administrator unter Settings -> Discussion bzw. Einstellungen -> Kommentare aktiviert werden. Diese Gravatare erhöhen die Wiedererkennbarkeit immens, und da das Service gratis zur Verfügung gestellt wird, gibt es für Kommentatoren keinen Grund, sich nicht zu registrieren, und WordPress-Blogger sollten die Funktion unbedingt aktivieren. Einziger Nachteil: wenn manche User Gravatare benutzen und andere nicht, dann entsteht ein visuelles Ungleichgewicht. Dauernd der gleiche Platzhalter ist auch öd, doch hier springt glücklicherweise WP-Identicon in die Bresche: das Plugin generiert für alle E-Mail Adresse automatisch geometrische Avatare, die sich gut ans Farbschema des eigenen Blogs anpassen lassen - eine genauere Beschreibung des Plugins gibt's hier.

2×2 Freikarten für Legowelt am Samstag

17. Januar 2009 23:00bis18. Januar 2009 5:00

Der Beitrag geht raus ans Wiener Partyvolk: Wolfram aka marfloW lädt am kommenden Samstag wieder in die Fluc-Wanne zum e-nix gang bang. Der holländische Gaststar Legowelt, legendär für seine darken, Chicago-House beeinflussten Produktionen auf den Labels Clone und Bunker, wird ein mit Sicherheit denkwürdiges Live-Set spielen; ich lass mir das keinesfalls entgehen und darf meiner ravenden Leserschaft dank Felix da Houserat 2x2 Freikarten anbieten. Wer am Samstag in Wien weilt, dem kann ich nur wärmestens empfehlen, mitzumachen - Legowelt ist ein hammermäßiger Act, mir gefallen die Sets, die ich bisher gehört habe, ausgesprochen gut.

legowelt beim e-nix Gangbang

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Walter Reiterer gewinnt Sportjournalistenpreis 2008

Walter Reiterer bei der ArbeitGemeinsam mit Walter habe ich seinerzeit per mp3.lion.cc der AUME und der AKM schlaflose Nächte bereitet und die erste mp3-Seite Österreichs hochgezogen. Nach dem raschen Dotcom-Tod (oder in dem Fall: dot.cc Tod) trennten sich unsere berufliche Wege auf erstaunlich symmetrische Weise - wir hämmern beide nach wie vor als selbständige Unternehmer viel zu viel Datenschmutz in die Tastatur, ich über die Blogosphäre, und Walter über österreichischen Football. Mit seinem Herzblutprojekt Football Austria hat Walter nun den "Sports Media Austria Preises für Journalisten 2008" gewonnen, und zwar in der Kategorie "beste Website". Dazu möchte ich ganz herzlich gratulieren - Football-Fans die Seite zu empfehlen hieße wohl, Eulen nach Athen zu tragen, denn wer sich Österreich für das Spiel mit dem ovalen Bällchen interessiert, dem ist Football-Austria.com sowieso längst ein Begriff.

In seinem Statement dankte Walter der Jury und wies nachdrücklich darauf hin, dass F-A keineswegs eine One-Man-Show ist:

Der Preis ist ein schöner Punkt im Lebenslauf. Darüber bin ich natürlich erfreut. In erster Linie sehe ich es aber als Auszeichnung für den Football und daher für viele Menschen. Für mein Team, den Redakteuren, Fotografen und Kolumnisten von FA, im besonderen aber auch für die Spieler, Trainer und Funktionäre in den Vereinen und im Verband. Den Sportjournalistenpreis mit einer Football-Webseite zu gewinnen, war vor fünf Jahren ca. so realistisch, wie den Literatur-Nobelpreis mit einem Limerick zu ergattern. Es ist also auch der Sport, vor dem man sich hiermit verbeugt, eine Ehrung der guten Arbeit, die geleistet wurde, um Football ein ganz kleines Stück weit weg vom Rand zu bringen. Dafür danke ich allen, die daran beteiligt waren und sind.

Den Spartenpreis hat Walter also bereits in der Tasche, aber die Spannung steigt heute abend nochmal ganz gewaltig, denn FA ist auch für den Gesamtsieg nominiert - in der Jury sitzt ein Journalist, den Captain Reiterer ausgesprochen schätzt:

Es ist mir eine Freude, dass ich Football-Austria in so einem tollen Rahmen präsentieren darf, sollte jetzt noch etwas dazu kommen, wäre das wohl mehr als eine Überraschung. Ich bin glücklich, einen "Oscar" für die beste Webseite mitnehmen zu können, ob der für die beste Regie dazukommt, das wage ich zu bezweifeln. Falls dem so ist, dann werde ich ihn allerdings nicht ablehnen. Mein einziger Wunsch ist es, das Jury-Mitglied Dr. Sigi Bergmann persönlich kennen zu lernen. Er ist für mich der beste und gleichzeitig unterhaltsamste Sportjournalist im deutschsprachigen Raum. Ich schaue mir die olympischen Spiele quasi ja nur wegen seiner Kommentare an. Mutterwitz, Ironie und Fachwissen in Personalunion – da bekomme ich ein stets eine Gänsehaut."

illu walter2 1222033827 Walter Reiterer gewinnt Sportjournalistenpreis 2008Ich persönliche finde Walters Schreibstil großartig und hab auch die Evolver-Stories immer sehr gern gelesen. Mit American Football hab ich zwar in etwa so wenig oder so viel am Hut wie mit Fußball, aber dass ein journalistischer Autodidakt, der längst zu einem Profi geworden ist, in einer Liga mit ebendiesen mitspielt, freut mich sehr - und ich würde mich noch mehr freuen, wenn heute Abend noch der Gesamtpreis hinzu kommt: denn das wäre nicht nur eine tolle Ehre für den Ausgezeichneten, sondern auch ein imposantes Signal für den Stellenwert des Online-Journalismus in der Welt des Sports. Weiter so, Walter!

@Kommentieren mit Keywords als Name

sonnendeck 1217845159 @Kommentieren mit Keywords als NameNur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: ich hab gar nix gegen den einen oder anderen Backlink in den Kommentaren, allerdings denke ich, dass die wenigsten User Herr Suchmaschinenoptimierung oder Frau Onlinemarketing heißen. Das geht doch problemlos etwas kreativer... wie wär's zum Beispiel mit SEO.fux? Keyword-Kommentare lösche ich natürlich nicht, und ich entferne auch den Link nicht - ich häng nur ab und an ein nofollow dran, wenn's mir auffällt :green:

Und wenn die Inspiration so gar nicht kommen will, dann hilft vielleicht diese Seite weiter. (Keine Angst, hinter dem Link verbirgt sich kein 2 Girls 1 Cup Video.) Man könnte ja auch aus Seifried zum Beispiel Seofried machen oder Marietta in Marketerietta umwandeln - damit ich ab und an in meinem harten Bloggerleben auch mal was zu lachen habe. A apropos hartes Bloggerleben: sehr gefallen an Wolf-Dieter Storls Bio hat mir der Ausdruck "Chrampfe", sozusagen ein Terminus Technicus für die mit dem harten ÜberLebenskampf der Bergbauern einher gehende Arbeitsethik.

Yigg-Relaunch: da kommt keine Freude auf

yigglogo Yigg Relaunch: da kommt keine Freude aufDer angekündigte Relaunch von Yigg dauerte ziemlich lange, nämlich ganze drei Tage. Ich weiß aus eigener Erfahrung sehr gut, wie schnell die kleinste Panne beispielsweise bei einer DB-Migration sofort zum Supergau führen kann. Nun ist die neue Seite seit einigen Tagen endlich online, allerdings stellt sie nach der überwiegenden Anzahl der Usermeinungen eine ziemliche Verschlimmbesserung dar - aber das wird schon.

Viele User jammern lauthals über die neue Link-Policy: verlinkte Yigg bisher den Nachrichtentitel, so gibt's mittlerweile nur mehr einen Screenshot samt "Quelle öffnen"... aber immerhin ohne nofollow, das inzwischen die meisten anderen Portale einsetzen. Mit dem nofollow bei Social News Sites ist's übrigens ähnlich wie bei Blogkommentaren: setzt man das elendige Attribut ein, dann hält man vermutlich einige Spammer ab - und zusätzliche jede Menge Folks, die eben nur *wegen des* Backlinks durchaus lesenswerte News eintragen; ein zweischneidiges Schwert also. Ebenfalls auf verständlicherweise wenig Gegenliebe stießen die selbst für registrierte User aktivierten Layer-Ads (Mann, die haben echt was Rotlichtiges...)

Anfangs war sogar die Rede von absichtlichem Linkbaiting - in der Tat schaut das Design, angeblich das Ergebnis einer Studie, nicht besonders zeitgemäß aus. Optik freilich ist und bleibt Geschmackssache, und jede Seite, die man längere Zeit benutzt hat, wirkt nach einem Relaunch erst mal fremd und ungewohnt. Dennoch scheint der Vorwurf der Unübersichtlichkeit nicht völlig aus der Luft gegriffen: diverse Profildaten sind verschwunden, Services nicht verlinkt, URLs haben sich geändert und so weiter. Ich will das nicht im Details wiederkäuen, lässt sich alles genauestens nachlesen. Das schönste Zitat hab ich beim Herrn Anwalt gefunden:

Der ursprüngliche Link zu den Userprofilen wirft nun einen schönen 404er. Sorry, aber das ist ein Verhalten welches ich von der Webseite eines Kaninchenzüchtervereins erwarte und nicht von der führenden deutschen Social News Seite.

Stereopoly schreibt über Yiggs Maskottchen sogar:

Heute kam es zu einem tragischen Unglück in der Johann-Clanze-Strasse in München. Der gerade einmal drei Jahre alte süße Hamster des Michael R. sprang vom Balkon eines 12-stöckigen Hochhauses und war sofort tot. Nachbarn und Umstehende hörten ihn noch fiepen, aber es war zu spät. Niemand konnte den tiefen Fall des als stets fidel geltenden und mitten im Wachstum steckenden Nagetiers mehr verhindern.

Allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass da im Lauf der nächsten Zeit noch gewaltig nachgebessert wird. Der Blogbutton funktioniert bereits wieder, und dass sich User abwenden, glaub ich eher nicht: so groß ist die Auswahl an deutschsprachigen general interest Newsportalen, bei denen jeder dahergelaufene Gonzo was eintragen darf, auch wieder nicht. (Wikio, Webnews. Und neuerdings Shortnews, die jetzt auch Blogs als Quellen akzeptieren.) Allerdings gibt's da usability-technisch eine Sache, die so ganz und gar nicht verstehen kann und die auch nix mit Geschmack zu tun hat: Und zwar die Größe der Darstellung. Ich hab diesen winzigen Samsung 22-Zoll Monitor mit 1000+ Pixel Vertikalauflösung und sehe auf der Startseite 1 (in Worten: eine) News komplett und den Titel der zweiten. Diese Screenaufteilung wär nicht mal für ein Blog adäquat! Bis da ein einziger Blick endlich wieder mehr Orientierung verschafft, hätt ich gern die alte Startseite zurück. Nun denn, so schaut's aus:

yiggstartseiteneu Yigg Relaunch: da kommt keine Freude auf

A Special Technique of SEO-Boxing

linkaufbau A Special Technique of SEO BoxingOkay, was soll's. Normalerweise erklär ich sowas ja nicht en Detail: immerhin mussten SEO-Adepten früher 5.000 Jahre lang ohne Wasser und Atemluft in einer unterirdischen, 2x2cm großen Höhle meditieren, um Zugang zu den geheimen Schriften zu erhalten. Tätärätäää, es folgt: eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur gravierenden Verbesserung der eigenen Google-Platzierung, vor allem zu empfehlen für recht frische Blogs, da aufgrund der Struktur des Pageranking-Algorithmus der Plafond grosse modo spätestens bei PR5* erreicht ist.

Ja, es ist nicht mehr zu übersehen: einst glühender Verfechter des Crowdsourcing, motivierter Bereiser von Barcamps und Chronist des Web 2.0 "verkommt" datenschmutz immer mehr zu einem Kochblog. Es ist ja nicht so, dass ich irgendwas dagegen tun könnte: Blogs schreiben sich bekanntlich von selbst, der Autor tippt nur. Also ergeben wir uns, werte LeserInnenSchaft, einem unvermeidbaren Schicksal, das heute lautet:

SEO-Seitan-Schnitzel mit SERP-Sauce und heurigen Pagerank-Kartofferl

Man nehme:

  • 25dag Blogs ohne nofollow (=dofollow Blogs), säuberlich vorsortiert
  • 1 Esslöffel Site-Analyse Tool
  • ausreichend Zeit und Motivation

Zuerst suche man sich aus der Liste der dofollow-Blogs jene Kandidaten heraus, die thematisch gut zur eigenen Seite passen und/oder einen hohen Pagerank haben. Anschließend analysiert man die so entstandene Teil-Liste mittels eines SEO-Tools auf "Strong Pages": das sind im Falle von Blogs Einzelbeiträge bzw. statische Seiten, die besonders gut indiziert sind für bestimmte Schlagwörter. Keine Sorge: SEO-Kochen ist keine mathematische Präzisionsarbeit... am Anfang regiert die Quantität - lieber eine Extra-Prise Salz, essen müssen's nachher sowieso die anderen!

Anschließend arbeitet man die Liste brav Seite für Seite ab (pro Tag sollte man sich auf maximal 2 Einträge/Blog) beschränken, heißt: man surft die Seiten ab, verfolgt die (ohnehin bereits recht regen) Diskussionen und hinterlässt einen thematisch passenden, unglaublichen Mehrwert generierenden Kommentar, der vor Weisheit nur so trieft. Also nix mit: "Bamm Oida. Geiler Beitrag." Post, Repeat. Und das war's auch schon. Günstig, wa?**

Spezialtipps vom Chefkoch:
1. Wer wachsam durch's Netz geht, dem/der dürfte nicht entgehen, dass viele dofollow-Blogs eiskalt die Top-Commentators auf der Startseite ausstellen. Das tun sogar manche nofollow-Blogs... dann muss es sich aber wirklich auszahlen, sonst artet das ganze noch in Arbeit aus. *zaunpfahlwink*
2. Manche dofollow-Blogs verlangen eine Registrierung vor dem Kommentieren. Do it - es zahlt sich idR aus.

Woher die dofollow-Blogs nehmen?

...und nicht stehlen? Das ist tatsächlich der Clou an der Sache. Nun ja: wie wär's mit einer fix-und-fertigen PDF-Liste? DigeratiMarketing bietet mit großer Resonanz sowas an:

DM_BlogsThatFollow.pdf

Mehr über die besagte Liste weiß der zugehörige Blogbeitrag (der wenig überraschend auch schon PR4 hat) oder verwendet gleich das passende Suchscript, das Mark Cook geschrieben hat. Die Liste wird übrigens permanent aktualisiert, DoFollow-Blogger sind aufgefordert, ihre URLs im Kommentarbereich zu hinterlassen.

Einen einzigen Nachteil hat die ganze Sache: es handelt sich durchwegs um englischsprachige Blogs.... se dschörmänn wäbmastas tun sich also etwas schwer... allerdings gibt man den Namen der Seite ja selbst an - also keine Panik vor ein wenig Keywords Spreading. Vielleicht erstell ich ja mal eine solche Liste für deutschsprachige Blogs - falls es genügend dofollow-Apostel gibt :mrgreen:

Wie die stärksten Seiten analysieren?

Frei verfügbare SEO-Analyse Tools gibt's wie Sand am Meer. Seit ich glücklicher Besitzer eines SEO Moz Pro Accounts bin, interessieren mich die allerdings nicht mehr die Bohne: die 49$ im Monat sind eine Investition, die sich x-fach lohnt: hier findet man nicht nur geballtes (aktuelles) Wissen, sondern auch alle essentiellen Tools. Das strongest pages on domain gehört allerdings zum Basic Setup und kann nach Registrierung sogar gratis genutzt werden.

So, junger Luke SEOWalker, nun hast du dein Lichtschwert. Mach bloß keinen Unsinn damit! [SERP Wars, pt. 17]

Ach ja: this special techniques works on datenschmutz as well. Ich verwende nämlich aus diversen Gründen auch kein nofollow-Attribut... und gut indizierte Seiten gibt's en masse. Aber immer daran denken: die Kommentare sollten ordentlich motiviert aussehen. Sonst werden sie von vigilaten Webmastern und -mistressen sowieso gleich wieder gelöscht. Viel Spaß und - gern geschehen! Wem das oben Geschriebene neu war, der/die kann ja gern zum Dank bei mir was im ds-Shop bestellen :mrgreen:

Call to Action

Und wer selbst ein deutschsprachiges dofollow-Blog betreibt, möge dies im Kommentarteil pls kundtun. Sollten sich ausreichend (um die 15) Kandidaten finden, wird's hier auf datenschmutz künftig eine permanent aktualisierte dofollow-Liste geben. Danke für die Mitarbeit :mrgreen:


Sidenotes
*) Für alle Schlaumeier, die gleich mal losgrölen, dass der PR völlig bedeutungslos sei: jein. Als eindeutiger SERP-Indikator ist er wertlos, als Hinweis auf mögliche Defizite keineswegs.
**) Allemal günstig, würd ich meinen. Starke PR3 Links kosten bei Linklift, Teliad & Co. mittlerweile locker 10 Eulen im Monat.


Fotocredits:
Titelbild: Im Netz gefangen von Stephanie Hofmeister (via Pixelio.de)

Blogistan Panoptikum KW23 2008

kitt2 150x143 Blogistan Panoptikum KW23 2008Jana hat Michael Gursteins Vortrag über Community Informatics zusammengefasst, Max hat einen spannenden Beitrag über alternative Printmedien-Distribution verfasst und die EM hat unbarmherzig begonnen. Mir ist es am Wochenende quasi vollständig gelungen, mich jeglicher Fußball-"Emotion" zu entziehen: kein Wunder, ich habe Stunden vor UltraEdit verbracht, bis ein vier Tage alter DB-Dump endlich wieder vollständig auf UTF-8 umgebaut war. Die Teufelin steckt bekanntlich immer in den Details - soviele Search-and-Replace Operationen hab ich noch nie innerhalb von 48 Stunden durchgeführt... Falls jemand weiterhin Troubles mit der Darstellung der Sonderzeichen haben sollte, bitte ich um einen Hinweis.

Wir haben Kitt gesehen!

Ha, von wegen Knight Rider 3, 4 oder 5.000: der originale Kitt lebt mittlerweile in Wien, wir haben ihn am vergangenen Wochenende im 22. Bezirk an der Tankstelle gesehen; natürlich tankt Kitt nicht, ich glaube, er wollte sich nur ein wenig mit anderen Autos unterhalten. Leider ging alles so schnell, dass es nur für eine jeweils abgeschnittene Vorder- und Rückansicht gereicht hat. Möglicherweise kann Kitt so aber auch besser um die Ecke fahren.

kitt2 Blogistan Panoptikum KW23 2008

Mehr geile Visitenkarten

Wenn Typographie, Oberflächendesign und Print-Materialkunde auf engstem Raum zusammentreffen, dann entsteht im besten Fall eine Visitenkarte, die bleibenden Eindruck hinterlässt. Creativebits hat einige der schönsten Exemplare ausgestellt - wenn man diese Exemplare sieht, dann hält sich plötzlich die Freude mit den günstigen Vistaprint-Cards in relativ engen Grenzen :mrgreen:

Internet-FAQ aus der Zukunft

Wenn unser Planet durch Überhitzung (der Treibstoffpreise?) und/oder andere umwelttechnische Katastrophen längst vernichtet sein wird und kein Menschlein mehr auf der Erde verbleibt - also in circa. 75 Jahren - wird OpenID kein Thema mehr sein. Auf Blogoscoped gibt's eine köstliche Internet-FAQ aus der Zukunft - hier ein kleiner Auszug:

What was the internet?
The internet and the world web was a computing system to transfer human information. Scientists have based its beginning to the years 1920 to 1940.

What was electromail?
Electromail was another transport protocol to transfer human information, but it was quickly discontinued as it caused misunderstandings due to lack of correctly representing emotions.

What were world web sites?
A so-called world web site consisted of an address of its owner to locate their physical business location, as well as other miscellaneous transmitting of human information that was considered important at the time. The protocol used to decode the information was called hypertext, and as its standards changed quickly over the years, it is impossible to decode most of the information contained within.

Sad's freindli, no a moi, Sakra!

"Bayan, des samma mir," singen Rammstein auf ihrem neuesten Album, wie dieses Video unwiderlegbar beweist:

YouTube Preview Image

In diesem Sinne wünsch ich eine unvorstellbar angenehme Woche ohne Datenbank-Katastrophen und sonstige Unbillen... ab Montag geht's hier auf datenschmutz wieder normal weiter. Sorry, falls der eine oder andere Kommentar aus den letzten drei Tagen verloren ging - da steckt keinesfalls System dahinter! :twisted:

Plugin-Tipp: Da sind Monster auf meinem Blog!

WP_MonsterIDVor nicht allzu langer Zeit hab ich hier auf datenschmutz Identicons aktiviert und vorgestellt. Es handelt sich dabei um automatisch generierte Avatare für KommentatorInnen, die keinen Gravatar verwenden. Denn wenn nur einige wenige User Gravatare benutzen, dann führt das zu einer recht ungleichen Verteilung der Aufmerksamkeit - Identicons lösen das Problem recht elegant, indem sie jedem User entweder anhand des Logins bzw. anhand der IP-Adresse eine eindeutige, automatisch generierte Grafik zuweisen, die beim ersten Mal serverseitig erstellt wird und dann bei jedem weiteren Kommentar des gleichen Schreibers zum Einsatz kommt.

Ich persönlich bin ja hochgradig zufrieden mit den geometrischen Musterchen, die man im Backend frei farblich konfigurieren kann. Da aber MC-Escher'sche Muster zweifellos nicht jedermann/fraus Sache sind, hat Scott Sherill einen "Remix" angefertigt: WP_MonsterID funktioniert analog zum Original, allerdings mit einem kleinen, feinen Unterschied: anstatt Muster werden Monster generiert. Die haben einerseits einen recht hohen "Cuteness-Faktor", andererseits passen sie grafisch vermutlich auch um einiges besser auf verspielte Blogs. Wie das ganze aussieht, verrät ein Blick in den Kommentarthread auf der Downloadseite.

Ich werd vorerst trotzdem beim Original bleiben - zumindest so lange, bis irgendein talentiert Grafiker WP_SkullID programmiert und jeder Besucher eine customized Totenschädel bekommt :mrgreen: Bin auf jeden Fall gespannt, ob Scotts Idee weitere Plugin-Remixes inspiriert!

Neue Anti-Spam Lösung: nie mehr rechnen?

Ab sofort kommt hier auf datenschmutz ein neues Anti-Spam Plugin zum Einsatz; das gute alle dofollow wird natürlich beibehalten, aber die Antispam-Rechenaufgabe entfällt zukünftig - schließlich möchte ich der p.t. LeserInnenschaft das Kommentieren so einfach wie möglich machen.

Das Math Comment Spam Protection Plugin hat die letzten 12 Monaten hier auf datenschmutz gute Dienste verrichtet; und eine simple Additions-Rechenaufgabe auf zwei einstelligen Ziffern zu lösen ist immer noch wesentlich un-nerviger als diverse schwer leserliche Captures. Trotzdem stellt die Rechenaufgabe keineswegs der Weisheit letzten Schluss dar - Kommentieren soll schließlich so simpel wie möglich funktionieren.

Nach eingehender Beratung mit Max über dessen hervorragende Erfahrungen mit dem WP-SpamFree Plugin hab ich nun mal testweise die Rechnerei deaktiviert - ab sofort können auch alle nicht registrierten User ohne jegliche Stolpersteine und Hürden frei nach Herzenslust posten - die Angabe von E-Mail Adresse, Name und Homepage waren hier auf datenschmutz schon immer freiwillig.

Und natürlich gibt's hier am Blog nach wie vor für alle Kommentar-Links *kein* nofollow - die Blogosphäre lebt von der Vernetzung, das hab ich an dieser Stelle schon öfter erwähnt; und aus genau diesem Grund kommt hier genau wie künftig auf datadirt.net das sympathische Dofollow Plugin zum Einsatz, welches das lästige, von WordPress standardmäßig an alle Kommentarlinks angefügte rel="nofollow" entfernt. Mit anderen Worten: wer hier mitdiskutiert, tut seiner eigenen Seite SEO-mäßig was Gutes - und Spam hat sowieso keine Chance, warum also die eigenen LeserInnen fürs Diskutieren bestrafen?

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