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Artikel-Schlagworte: „Kontinent“

Weihnachts-Geschenktipp #2: Kalender fürs kommende Jahr

Starkalender.deIn Zeiten allgegenwärtiger Smartphones, mobiler Computer und digitaler Assistenten erfüllen Wandkalender nicht mehr in erster Linie eine funktionelle, sondern primär eine dekorative Funktion. Zwar kann's nicht schaden, die Monatsübersicht stets im Augenwinkel zu behalten (Was? Schon wieder der 30. und noch immer keine Million mit AdSense verdient?), gefragt ist aber in erster Linie ästhetischer Mehrwert - und wer den sucht, sollte einen näheren Blick auf Starkalender.de werfen.

Praktischerweise folgt der Jahreswechsel immer wieder aufs neue direkt eine Woche nach Weihnachten, also macht sich ein auf die visuelle Interessenslage des Beschenken abgestimmter Kalender 2009 unter dem Christbaum ganz hervorragend. Anders als das Pop-Casting geschädigte Fernsehpublikum ob der URL vermuten könnte, beschränkt sich der Online-Shop keineswegs auf prominente Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Lebe. Die betreffenden Subkategorien Film & TV, Musik und Kinder nehmen nur einen recht kleinen Teil des Gesamtsortiments ein, das für so ziemlich jeden Geschmack etwas zu bieten hat: Technikfreaks finden elegische Bildkompositionen zu allen Varianten der motorisierten Fortbewegung zu Wasser, Land und in der Luft, Singles mit auto-erotischem Liebesleben freuen sich möglicherweise über leichtbekleidete hübsche - und monatlich wechselnde - Lebensabschnittspartner für die Wohnzimmerwand, (Möchtegern)-Tierhalter verzieren ihren Wohnbereich mit Pferd, Hund, Katz und sonstigem Getier.

Fotokalender 2009

Landschaften, Natur und Kontinente befinden sich ebenso im riesigen Sortiment wie spezialisierte Jahresplaner beispielsweise für Wellness- oder astrologische Zwecke. Da sollte eigentlich für jeden Geschmack etwas dabei sein - und falls nicht, dann kann man immer noch auf einen Fotokalender mit persönlichen Motiven zurückgreifen.

Fotokalender für Liebhaber

Ich gebe regelmäßig Geld für Fotobänder über Städte aus - dabei spielt die Qualität des Drucks bekanntlich eine ebenso große Rolle wie die Auswahl der Bilder. Wenn geniale Fotografen ihre persönlichen Impressionen von Städten festhalten, dann resultieren aus diesen Liebesbeziehungen häufig außergewöhnlich intensive Bildkompositionen. Legendär sind in dieser Hinsicht etwa Horst Hamanns fotografische Auseinandersetzungen mit dem Big Apple. Wer ein etwas teureres Geschenk sucht, findet im Städte-Bereich auch so rare Stück wie einige der besten Panoramaphotographien aus der Serie "New York Vertical Infinity" als Fotokalender. Jedes Exemplar wird eigenhändig vom Fotografen signiert, die Auflage ist auf 999 Stück beschränk. Wie kein anderer Fotograf versteht es Hamann, das Wolkenkratzer-lastige Stadtbild New Yorks in eindrucksvollen vertikalen Panoramaaufnahmen festzuhalten - und irgendwann demnächst werde ich hoffentlich mal meine fotografischen Eindrücke mit der Realität vergleichen können - obwohl: so ein Motorradkalender wär auch nicht schlecht. Aber zum Glück gibt's in meiner Wohnung ja mehr als eine weiße Wand :mrgreen:

Blog Action Day 2008: Gegen die Armut

blog action day 2008Heute, am 15. Oktober 2008, findet der Blog Action Day 2008 statt. Die äußerst lobenswerte Aktion schreibt sich folgendes auf ihre virtuell wehenden Fahnen: em>Today thousands of bloggers will unite to discuss a single issue - poverty. We aim to raise awareness, initiate action and to shake the web!Den deutschsprachigen Teil findet man unter http://blogactionday.org/de/ - ich war ganz verwundert, dass Rob noch gar nix drüber geschrieben hat - immerhin nehmen in diesem Jahr bereits über 10.000 (!) Blogger und Podcaster an der Aktion teil, sodass unter der angegebenen Adresse ein riesiges Instant-Verzeichnis entsteht. Wer auch gelistet werden möchte, registriert das eigene Blog und bindet wahlweise ein JavaScript oder eine Bannergrafik von blogactionday.org in seinen Bericht ein.

"Kampf der Armut" lautet also das diesjährige Thema, und das hat im Zuge der derzeit vor unseren Augen ablaufenden Finanzmarktkrise ganz neue Aktualität bekommen. Und der Zynismus der US-Regierung ist kaum zu überbieten: Man darf nicht die Augen davor verschließen, dass zuerst ganz gezielt Panikmache erfolgt, um dann mit möglichst wenig Widerstand die maroden Banken mit Steuergeld aufpäppeln zu können. Denn wie Max völlig richtig schreibt:

Es gibt Menschen/Firmen/Banken/Staaten die sich gerade massig billige Anteile von Unternehmen kaufen und sobald alles wieder (mit Steuergeldern) gerettet ist wunderbar damit verdienen werden, irgendwie grauslich, oder?

Dass die USA ohne nachhaltige Garantien Staatsmittel in Finanzinstitute pumpen, wird sich auf Dauer als weit teurer erweisen, als beispielsweise eine staatliche Kreditübernahme jener verschuldeten Hauseigentümer, die nun tatsächlich obdachlos geworden sind. Was hat das mit dem Thema Armut zu tun? Nun, Armut tritt in vielen Facetten auf, auch in Wohlstandsstaaten. Wenn wir aber auf Regionen, Länder, Kontinente blicken, in denen Armut kein Rand-, sondern ein Mainstream-Phänomen ist, in denen teilweise nicht mal die Grundversorgung mit Nahrung, frischem Wasser etc. gesichert ist, dann wird eines ganz schnell klar: um den "Vicious Circle" zu beenden, *müssen* der lokalen Bevölkerung Investitionsmittel und Möglichkeiten zum Aufbau intrinsischer Wirtschaftsmodelle in die Hand gegeben werden. Dass das Geld dafür da ist, aber der Wille keineswegs, zeigt die derzeitige Finanzkrise wohl über-über-deutlich.

In einer (durch das Internet mit-) globalisierten Welt kann niemand mehr wegsehen und sich versichern, "dass die da drüben mich nichts angehen". Globale Armut zu beseitigen, ist ohnehin solidarische Pflicht. Was das moralische Konto der ersten Welt allerdings noch weit stärker belastet, ist die Tatsache, dass weite Teile dieser angesprochenen Armut weder selbst- noch unverschuldet entstanden, sondern direkt wirtschaftlichen Interessen und Profiten reicherer Staaten geschuldet sind.

Ich wünsche mir, dass Europäer trotz der angeblich prekären Börsensituation nie mehr vergessen, dass kein Kontinent eine Insel ist - und dass Umverteilung endlich nicht mehr innerstaatlich, sondern weltweit zu funktionieren beginnen muss. Und überhaupt wäre heute ein guter Tag für eine Spende an eine Hilfsorganisation Ihrer Wahl.

Jedem Kontinent sein Social Network

Andi Klinger hat mir eine hochinteressante Social Map zur Verteilung der einzelnen Big Players auf unterschiedlichen Kontinenten geschickt. Zwar handelt sich's um eine frankophone Homepage, aber es sind durchaus keine Französischkenntnisse erforderlich, um die Ergebnisse zu verstehen.

Kurz gesagt: Nordamerika regiert Myspace knapp vor Facebook, in Lateinamerika dagegen ist Orkut weit vorne. Europäer stehen überraschenderweise total auf Bebo, Facebook rangiert noch hinter Myspace und Skyblog - danke Frankreich - an vierter Stelle. Asiaten verwalten ihre Online-Beziehungen vorzugsweise mit Friendster, Cyworld und Orkut, Myspace spielt eine untergeordnete Rolle und Facebook gar keine. Australier dagegen stehen auf Myspace, während Neuseeländer eindeutig Bebo bevorzugen. Live Journal (hieß nicht der grottige MS-Blogservice so ähnlich?) versorgt die kommunikativen Bedürfnisse Russlands und ist auch dort ansässig. Veröffentlicht wurde die Grafik von LeMonde. Die Zahlen stammen dabei aus dem ValleyMag Datamonitor - aktualisiert wird die Map nicht, es handelt sich um den Stand des Jahres 2007:

social networks und kontinente