datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
Youtube Kinoabend Foyer der WKO, Wiedner Hauptstraße ddmg digital photography berlin13.jpg Cesar's Salad mit gebratenen Rindsfiletspitzen
datenschmutz RSS Feed
1,065 zufriedene Leser
RSS jetzt abonnieren
Twitter
48,536 Followers
auf Twitter folgen

Artikel-Schlagworte: „Kurzfilm“

Blogistan Panoptikum KW25 2009

Zurück aus dem hochverschneiten Lienz (nächtens fiel die Schneefallgrenze deutlich unter 2.000 Meter) sitze ich in der ersten Klasse der ÖBB und frage mich, ob man die Arbeitslosigkeit in diesem Land nicht zumindest ein wenig bekämpfen könnte, wenn man ab und an mal jemanden die Zugfenster putzen ließe. Aber genug der Besserwisserei: wenn der natürliche Weichzeichner der Landschaft ihren kargen Reiz entreißt, wird die kühle Post-Kathodenröhre des Laptops umso interessanter. Mit anderen Worten: auf zum Panoptikum, das letzte Woche einem grausamen Arbeits-Anschlag, verschuldet durch den gewissenlosen Internetrat, zum Opfer fiel!

Die meisten WordPress-Templates saugen

Das sagt nicht irgendwer, sondern Blair Williams - und der hat immerhin das großartige Pretty Links for WordPress geschrieben. Wir alle wissen, dass gutes Aussehen manchmal für ein paar Stunden Spaß vollkommen ausreicht, aber wenn's um längerfristige Beziehungen geht, dann zählen auch die Werte unter der Haube - im Fall eines WordPress Templates zählen dazu solche Themen wie Kommentar-Formatierung, sauberes HTML und so weiter. In seinem Beitrag über die 10 häufig übersehene WordPress Template-Probleme erklärt Blair, worauf man bei Template-Wechsel neben der Optik noch achten sollte:

I'll think a theme looks clean, beautiful and professional — then I install it, have a look under the hood and realize that it has fatal flaws.
This really makes me wonder how many people are slaving away on their websites and blogs all the while their site is dying a slow death because of a WordPress Theme that they think is fine.

Reise durch die Räterepublik

Hans-Peter Lehofers e-comm Blog gehört seit einiger Zeit zu meinen Favoriten - ich kenne niemanden, der so unterhaltsam, fundiert und hintergründig über die an sich sperrigen Themen "österreichisches und europäisches Recht der elektronischen Kommunikationsnetze und -dienste" berichtet. Im kommenden Semester möchte ich jedenfalls an Dr. Lehofers Vorlesung an der WU Wien teilnehmen. Konkreter Anlass dieser Erwähnung ist die Serie "Reise durch die Räterepublik". Da heißt es im ersten Teil etwa:

Vielleicht sollte man alle Selbstregulierungseinrichtungen um eine ausdrückliche Erklärung ersuchen, dass es sich dabei (jedenfalls nach Auffassung der Initiatoren) nicht um ein fake handelt. Mit der Frage nach der "Legitimation" kann man eine Unterscheidung nämlich nur schwer treffen. Der auch gerade neu gegründete, wunderbar schräge Österreichische Internetrat (ÖIR) etwa schreibt zu seiner Legitimation (ausdrücklich als Selbstlegitimation bezeichnet): "Der ÖIR hat sich selbst gegründet und verfügt über die Legitimation, sich als erste Institution als Österreichischer Internetrat bezeichnet zu haben ..."

Und im zweiten Teil heißt es über den großartig amüsanten PR-Ethik Rat:

"PR-Ethik-Rat fordert klare Kennzeichnung von Werbung" Da gehört wirklich Mut dazu: etwas zu fordern, was seit Jahrzehnten gesetzlich verpflichtend vorgesehen ist. Aber das wirklich Faszinierende an der Presseaussendung ist, dass weder ein einziges Beispiel (von wegen "öffentliche Rüge"), noch auch nur die geringste Andeutung einer Sanktion - und sei es nur die Namensnennung - vorkommt. Der Grund dafür ist besonders nett: es gibt einfach zu viele schwarze Schafe.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Musikalische Alternativen zu Last.fm

Last.fm kostet in den meisten Ländern mittlerweile Geld - mir persönlich hat die Seite nicht mal gefallen, als die Streams noch gratis aus dem Lautsprecher dudelten. Aber Alternativen gibt's genug - und die unterscheiden sich nicht nur in punkto Look und Repertoire - Roh.cc hat die drei "big Players" verglichen:

Drei Services werde ich hier näher beleuchten: Play.fm, Blip.fm und Hypemachine. Sie alle gibt es schon länger, und es wurde schon reichlich darüber geschrieben. Aber auch Musikplattformen machen eine Evolution durch und es bilden sich charakteristische Community-Kulturen, die sich durchaus voneinander unterscheiden können.

Super-Influencer: Experten ohne Ahnung

Wer V8-Zwölfzylinder Motoren baut, braucht sich um den Spott nicht zu kümmern, möchte man meinen, aber nix: Medien schaffen Distanz und fördern gefährliches Halbwissen, argumentiert ein erfrischen anti-trendiger Beitrag im Mashazine. Speziell bei diesem Zitat aus dem Teil "Inflation der Expertise" musste ich die fünf tapferen Pioniere denken, die vor kurzem den Österreichischen Internetrat gründeten:

Jeder ist Experte; die Vielzahl von Meinungen schafft Vertrauen – schlicht durch Präsenz: Weil es Kommunikation, Vielfalt, Widerspruch gibt wirkt der Ausschnitt, den wir wahrnehmen, für uns vertrauenswürdig – schließlich hat er sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt.
All das sind formale Kriterien; die Diskussion zu Vertrauen in Onlinemedien und Kriterien von Vertrauenswürdigkeit in der Onlinekommunikation wird nach wie vor oft über formale Merkmale geführt. Gibt es Gütesiegel, Kommentare, Pagerank oder andere Insignien digitaler Kompetenz?

Photoshop für Arme

Man muss nicht alles im Browser machen - aber man kann! Aviary findet, dass Photoshop und Co. den Profis vorbehalten bleiben sollte: den Geburtstagsgruß aus Digi-Foto pappen kann Otto Normaluser schließlich auch direkt in Firefox, noch dazu ganz für lau. Aviary bietet diverse Pixel- und auch Vektor-Manipulations-Tools an, free-user müssen vor allem mit der Einschränkung leben, dass alle erstellen Werke frei zugänglich sind. Wer 25 Dollar im Jahr bezahlt, bekommt eine private Kajüte und bessere Download-Optionen. Ausnahmsweise schließe ich mich dem Spiegel an und frage mich, wer sowas braucht - schließlich gibt's neben Adobe's Platzhirsch inzwischen sehr brauchbare Freeware-Alternativen (wie etwa Gimp, das ausschließlich existiert, damit man an passender Stelle seine Existenz erwähnen kann - ob jemand tatsächlich schon mal damit gearbeitet hat, weiß ich nicht genau), und gerade Bildbearbeitung, bei der schnell mal heftige Datenmengen anfallen, möchte ich eigentlich lieber lokal erledigen.

Wenn Richter irren

Manche Zufälle können gar keine Zufälle sein, möchte man meinen - aber StudiVZ hat keineswegs frech Facebook plagiiert, entschied der Richter im mit Spannung erwarteten Urteil Holtzbrinck vs. Facebook:

Zum angeblichen Diebstahl von Quellcodes durch StudiVZ habe Facebook lediglich Vermutungen angestellt, urteilte das Gericht. Diese seien nicht ausreichend, um dem deutschen Online-Netzwerk "unredliche Erkenntniserlangung" vorzuwerfen. Letztlich sei auch vorstellbar, dass die StudiVZ-Gründer die Facebook-Webseiten mit Hilfe von im Netz für jedermann sichtbaren Informationen nachprogrammiert hätten. Darin liege jedoch kein Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook, da StudiVZ nie selbst Vertragspartner des US-Unternehmens gewesen sei. Gegen das Urteil kann Facebook Berufung beim Kölner Oberlandesgericht einlegen.

Geile Begründung! "mit Hilfe von im Netz für jedermann sichtbaren Informationen"... wenn das nur mal kein Präzedenzfall wird!

Der Damm ist gebrochen

Deutschland darf endlich China werden! Da muss Maria Fekter ja geradezu vor Neid erblassen ob der CDU/CSU Kampfrethorik in punkto Netzsperren:

"Wir haben die Pflicht, alle rechtsstaatlichen Mittel zur Bekämpfung von Kinderpornographie einzusetzen", begründete Martina Krogmann, parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion die Initiative. Es könne sich hier niemand auf die Informationsfreiheit berufen.

Dabei haben unsere Nachbaren wirklich einen erstaunlichen Murks zusammengebracht - eine Verfassungsbeschwerde wegen unrechtmäßigem Zustandekommen des Gesetzes ist keineswegs ausgeschlossen, wie Heise berichtet:

Der "Placebo"-Entwurf sei nicht verhältnismäßig und öffne das Tor zur Internetzensur, monierte Jörn Wunderlich von den Linken. Eine rechtsstaatliche Kontrolle der Sperrlisten finde nicht statt. Polizeibehörden dürften nicht darüber entscheiden, was publiziert werden dürfe. Wolfgang Wieland beklagte für die Grünen, dass "im Schweinsgalopp" allein ein "Vorhang für Verbrechen" aufgezogen werde. Es sei "schierer Missbrauch", das Vorhaben unter der Flagge des Wirtschaftsrechts durchzusetzen. Prinzipiell müsste zumindest ein verwaltungsrechtliches Widerrufsverfahren gegen die Aufnahme auf die Schwarze Liste eingeführt werden. Ein Richter habe die Anordnung zu genehmigen, kein Kontrollgremium beim Bundesbeauftragten für Informationsfreiheit.

Dass das hochemotionale Thema Kinderpornographie nicht Ziel, sondern bloß Mittel zum Zweck ist, wissen Experten längst - es geht um die Schaffung der Sperr-Infrastruktur, die China schon so lange erfolgreich einsetzt: steht die Firewall erst mal, kann man auf Knopfdruck auch jeden anderen missliebigen Inhalt ausblenden. Naja, wie der CCC in einer bemerkenswerten Aussendung schrieb: freie Funknetze werden boomen.

SM zwischendurch?

Kein Lack, kein Leder, keine Neunschwänzige: bloß Social Media, das sich nach Ansicht von Steven Weather problemlos für den schnellen Quickie zwischendurch eignet:

Time is money, but Weathers says it's all about how you manage it. "Previously wasted down time like sitting in taxis for 20 minutes or standing in a bank line for 10 minutes is now spent on my mobile phone, bouncing between Twitter and Facebook. It's getting easier and easier, and for branding an entrepreneur, I think it's golden."

Naja, was will man auch von einem Artikel erwarten, der einleitend die folgenden Fragen stellt:

But is social media right for your business? Could it be a free substitute for a traditional (read: expensive) advertising plan? How much time should be spent in the care and feeding of all those profiles? The answers may surprise you.

Ach ja: die Antwort lautet völlig überraschenderweise "eventuell". Oder auch "teilweise". Wow, das kam jetzt echt überraschend.

Wikipedia kriegt Video

ReadWriteWeb berichtet über eine multimediales Wikipedia-Upgrade, das dank einer Partnerschaft mit Kaltura Hosting-technisch bereits unter Dach und Fach ist:

Wikipedia, the free web-based encyclopedia used worldwide, will be adding video to their online repository in a matter of months. When the new system launches, you'll find a new button labeled "Add Media" on Wikipedia articles. [...] According to news breaking at Technology Review, this video upgrade will be made available within two to three months. At launch time, Wikipedia will provide access to the following online video repositories: the Internet Archive, which contains 200,000 videos, Wikimedia Commons, a resource maintained by the Wikimedia Foundation, creators of Wikipedia, and Metavid, a source for Congressional hearings and speeches.

Twitter zensiert die "heißen Themen"

Auch ReadWriteWeb kann sich angesichts des jüngsten "Goodpussy" und "Gooddick" Skandals auf Twitter der Diskussion um die Notwendigkeit von Zensur entziehen:

Should there be an algorithm for trends rather than making trending topics a pure numbers game? Should the system be fixed so that #liesboystell doesn't win out over truly important, significant, or newsworthy content? Should tweets, like images and other kinds of content, be screened for "adult" material and user preferences be set accordingly? Or do trends really belong to the lowest common denominator?

Nein, nein und nochmals nein! Kommen Sie doch einfach zu SauberTweeten! Dort kontrollieren sich die User selbst :mrgreen:

Foto der Woche

Die Social Web Community engagiert sich seit einigen Tagen in der Causa "Where is my vote?" Mit zahlreichen grün eingefärbten Avataren und speziellen Tags solidarisiert sich die Netzgemeinde mit den Protestanten im Iran. In der Sonntagsausgabe des Kurier sagte der aus Persien stammende Kabarettist Michael Niavarani bezugnehmend auf die aktuelle österreichische Wertestudie sinngemäß: "In Österreich kämpfen islamische Frauen darum, ein Kopftuch tragen zu dürfen. Im Iran kämpfen sie darum, keines trage zu müssen. 60% der Österreicher misstrauen der Demokratie und wünschen sich einen starken Führer, 60% der Iraner misstrauen dem starken Führer und wünschen sich Demokratie." Hier eine Slideshow aktueller Fotos aus Teheran von Faramarz Hashemi - Achtung, nichts für empfindsame Gemüter! [via TechCrunch]

Video der Woche

Es ist eindeutig mal wieder Zeit für ein wenig Management-Theorie: das Peter-Prinzip, auch bekannt als die "Hierarchie der Unfähigen", wird in diesem Kurzfilm sehr anschaulich erläutert [via Linzerschnitte]:

YouTube Preview Image

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende der letzten und am Beginn der aktuellen Woche angelangt: der längste Tag des Jahres ist vorüber, zumindest Sonnenlicht-technisch, trotzdem gilt wie immer: danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns morgen.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

ATV Shorts: Neue Plattform für Kurzfilmer

atvkanalshorts ATV Shorts: Neue Plattform für KurzfilmerVor wenigen Wochen launchte ATV die neue Video-Plattform als Nachfolger der konventionellen Homepage. Auch wenn die neue Seite mit einigen Beta-Kinderkrankheiten zu kämpfen hat, handelt sich um einen folgerichtigen Schritt für einen Fernsehsender. Besonderes Augenmerk legt die Online-Redaktion auf das beliebte Genre der Kurzfilme und widmet den "Shorts" einen eigenen Kanal. Der wesentliche Benefit für Video-Uploader: der neue Channel wird auf der Homepage ausgiebig beworben - und ein aufmerksamkes Publikum wünscht sich in der Regel jeder Kurzfilmer.

Unter dem Slogan Zeig uns deine Shorts (daher auch die hübschen Unterhosen an der Wäscheleine) lädt ATV ambitionierte Amateur- und Profi-Kurzfilmer ein, ihre Oeuvres einer breiten Öffentlichkeit vorzuführen. Ob 30-Sekünder oder 25-Minuten Mini-Drama, die Redaktion macht keine Längenvorgaben, einziges Limit ist die Videouploadgröße von relativ bescheidenen 100MB. Vorgeschlagen werden kann jedes Video (dazu einfach beim Uploaden den Kanal "Shorts" auswählen), allerdings werden alle Clips aus Qualitätssicherungs-Gründen redaktionell überprüft, bevor sie im Kurzfilm-Kanal erscheinen. Schon jetzt findet man einige Perlen - mein persönlicher Favorit ist naturgemäß die Geschichte vom Frosch und der Prinzessin:

Ich persönlich wünsche mir nicht ganz uneigennützig einen weiteren Channel: Podcasts, also alle Videos rund um Web 2.0, Social Media, Twitter, die Blogosphäre und Co. Soweit ich weiß, gibt's für diese Nische keinen Video-Aggregator für den deutschsprachigen Bereich.

Blogistan Panoptikum KW02 2009

tweetbacks Blogistan Panoptikum KW02 2009Helge blickt besucher-technisch aufs Jahr zurück, Pete formuliert eine universelle Wahrheit, die man gar nicht oft genug wiederholen kann ("Die Welt ist eine rekursive Schleife.") und ich ärgere mich drüber, dass mein gestern gekaufter höhenverstellbarer Samsung Monitor ein fiependes Geräusch macht, mit dem er sich lautstark über meine lärmdämmenden Festplattengehäuse lustig macht. Naja, wenigstens helfen diverse Dubstep-Mixes, ausreichend Ablenkung zu erzeugen, bis ich den Screen nächste Woche umtauschen kann.

Mega-Gratulation an micromusic.net!

10 Jahre Minimalismus, 10 Jahre micromusic.net: gegründet wurde die Seite, neben der die Simpsons plötzlich gar nicht mehr besonders gelb aussehen, 1999: damals saß ich im Lion.cc Büro in der Mariahilferstrasse, kurz später lernte ich die beiden Schweizer Gründer bei einer Veranstaltung in Wien kennen. micromusic.net steht für "Lo Tech Music for Hi Tech People", verschreibt sich der alten Tracker-Philosophie und der freiwilligen Selbstbeschränkung auf 8Bit. Die produziert erstaunliche Ergebnisse, die mittlerweile auch in Form der DVD Get in the Van verewigt wurden:

This greenscreen, animated, live-action, narrative will take you from Brooklyn, NYC to the far edges of the galaxy. Jump up and down to your favorite tunes by Desert Planet, Twilight Electric, Plastic Flesh, and many many more!

Reingucken, wundern und abspacen! Und wer micromusic etwas zum Geburtstag schenken müsste, der werfe einen Blick auf die Microdonations-Seite: die Hostingkosten wollen refinanziert werden. Ich gratuliere ganz herzlich und sehe gespannt dem Output der nächsten Dekade entgegen.

Einer für die Lohas

Papier ist an sich, wenn mit ausreichend wenig Chlor gebleicht, ein kompostierbares Material. Aber seine Vernichtung im Office-Kontext erfordert Shredder, die Strom brauchen - also warum nicht einfach einen Paper Shredder via Hamster Power betreiben, fragen der Londoner Design Berater Tom Ballhatchet? Nur 45 Minuten braucht der Nager, um ein Blatt Papier zu zerlegen - und die Fetzerl dienen ihm anschließend auch noch als Ruhebett.

Twitter und die Sicherheit

Gehackte Promi-Accounts, zweifelhafte Mash-Ups: sicherheitstechnisch geriet unser liebster Micro-Blogging Service in der letzten Woche ziemlich unter Beschuss. Frank bringt das Problem auf den Punkt:

Das große Problem ist, dass man bei Twitter für die Anbindung externer Dienste dort immer die kompletten Login-Daten angeben muss. So etwas wie einen API-Key oder sonstige externe Authentifizierung über Dritte gibt es bei Twitter nicht. Auch nach vielen Monaten und vielen Beschwerden. Twitter zeigt sich dort wie auch in anderen Punkten sehr unbeweglich und uneinsichtig. Warum das so ist kann man wohl nur spekulieren.

In Kombination mit den bekannten Performance-Problemen (Stichwort "Fail-Whale") drängt sich da durchaus der Gedanken nach einer Alternative auf. Casi fragt:

aus welchem Grund sollte man Twitter nutzen, wenn man woanders genauso viele oder mehr Menschen erreicht und die technischen Bedingungen/Usability zudem die von Twitter bei weitem in den Schatten stellen?

Mit anderen Worten: der Facebook-Chat funktioniert bereits sehr brauchbar, Digsby steht als Client zur Verfügung - also warum nicht zukünftig via Facebook-API "twittern"? Nun, das 5.000-Freunde-Limit könnte ein Problem sein, aber wenn FB das Thema ernsthaft angeht, dann könnte Twitter in der Tat rasch Probleme bekommen.

Erfreuliche Twitter-News

Aber es gibt auch was Positives zu berichten - dank dem Smashing Magazine ist es ab sofort möglich, Twitter-Kommentare über eigene Postings direkt am Blog darzustellen. Tweetbacks nutzt dafür nicht JavaScript, sondern die Tweets werden direkt in den Datenbank geschrieben und können dann wahlweise gemeinsam mit den "normalen" Comments oder als eigene Liste dargestellt werden:

This plugin imports tweets about your posts as comments. You can display them in between the other comments on your blog, or display them separately.

Einen Anschlag beantragen

Die Österreich und die EU haben etwas gemeinsam: beiden Institutionen unterstellt man einen gewissen Hang zur Über-Regulierung. Dieses Thema greift das Wiener Kurzfilmlabel Fairdreht im 15-Minüter "Anschlagsordnung" auf. Wer in Österreich einen Sprengsatz hochgehen lassen will, muss sich in dieser kafkaesken Miniatur erstmal die passenden Stempelmarken und Anträge besorgen. Attentäter: "Wir sind fast pleite wegen der Sache." Beamter: "Sie können ja einen Förderung beantragen: Tiroler Jungbumser Fond, Jungterroristenförderung der Stadt Wien, Franz Fuchs Stiftung..." Einbetten kann man das Video leider nicht, zum Anschauen muss der Quicktime-Codec installiert sein:
Anschlagsordnung.
Ebenfalls nicht schlecht: der 3-Minüter Schreinachten mit überraschendem Ende. Fairdreht ist ein Gemeinschaftsprojekt von Moritz Wallmüller, den ich schon seit der wilden Zeiten bei Lion.cc kenne (er war damals Sänger von Superhero Rockstar) und schreibt Scores für Burgtheater-Inszenierungen. Ich freue mich jedenfalls schon auf weitere Kurzfilme - auch im Zeitalter von you-"quick-and-dirty"-tube heben sich handwerklich gelungene Produktionen wohltuend ab.

SEO News der Woche

More risk, less fun: der Hodenkaiser lehnt sich weit aus dem Linktrading-Fenster, Roberts eBay Auktion kommt ganz wider (mein) Erwarten nicht so recht aus den Puschen und im SEO-Handbuch gibt's Tipps für die Google-Bildersuche: immerhin sind in diesem Bereich mittlerweile 10 Prozent des Gesamtvolumens beheimatet:

Auch wenn der Marktanteil des Bildersuche-Dienstes bei Google mit knapp 10% nicht ganz an die reguläre Google Suche mit ca. 85% heranreicht, so bietet auch sie durchaus eine Möglichkeit zusätzliche Besucher auf die Website zu locken.

Keyword Research á la Hans-Peter

Wer über einen SEOMoz-Pro Account oder andere kommerzielle Tools verfügt, weiß um die Wichtigkeit des Keyword Research Bescheid. Hans-Peter aka DieListe stellte diese Woche ein Tool vor, das auch Hobby-SEOs in den Genuss professionellen Trackings kommen lässt. Und das beste daran: ExactFactor ist völlig kostenlos:

ExactFactor ermöglicht es dir, dass du eine gewisse Anzahl von Keywords einträgst samt der Adresse deiner Webseite. ExactFactor wird dann automatisch für dich die jeweiligen Suchmaschinenpositionen ermitteln für die gewünschten Suchmaschinen.

Auch Offline werben

Online Marketer müssen nicht bloß um eine Ecke decken - und em Tipp, auch die gute alte Offline-Welt in den Conversion-Masterplan einzubeziehen, kann ich einiges abgewinnen:

Und hier heißt es für alle Online Marketer anzusetzen und Profit daraus zu schlagen. Wer sich heute über etwas informieren möchte, kommt um das Internet und gezielt um Google nicht mehr vorbei. Hier heißt es also Landing-Page optimieren und entweder über Suchmaschinenoptimierung möglichst weit oben listen, oder den Weg über gebuchte Anzeigen gehen.

Video der Woche: die Regeln es Netzes

Schon die "News" auf frühen mittelalterlichen Flugblättern wurden meist gesungen - musikalisch unterlegte Fakten scheinen sich eben besser einzuprägen. Dies gilt auch für das wunderschöne Lied The 3 Rules of the Internet von Jonathan Mann: "The internet is a less than physical space, containing a multitude of opinions on a wide variety of subjects... written by mostly assholes." [via monochrom]

YouTube Preview Image

Und das war's auch schon wieder für diese Woche - Weihnachts-Blähbäuche und Sylvester-Kater sind auskuriert, die Blogosphäre kommt langsam wieder auf Touren - und so lang's draußen so grau und kalt ist, gibt's weniger Gründe als im Sommer, die virtuelle gegen die reale Realität einzutauschen. In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Sonntag, wir lesen uns morgen.

Input für Wochenrückblick

Gibt's was Neues?

Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Grandioses Video: das Internet kapieren

"History of the Internet" von Lonja erklärt elegant und nahezu hypnotisch die technologische Geschichte des Internet seit 1957 - und zwar ausschließlich anhand von Picol.org Icons und komplett in schwarz/weiß. Ab sofort gilt die Ausrede "Ich bin ja nur Anwender, technisch ist mir das zu hoch" nicht mehr!

Diesen Beitrag weiterlesen »

Steven Spielberg: Geht bloß nicht wählen!

Stephen Spielberg hat einen neuen Kurzfilm gedreht, und von allen seine Oeuvres der letzten Jahre gefällt mir dieses bei weitem am besten. Und das liegt nicht nur am Staraufgebot mit Tom Cruise, Justin Timberlake, Julia Roberts, Leonardo diCaprio und vielen mehr, sondern an der genialen Idee. Und an Snoop Dog, der in punkto Coolness-Faktor suprem regiert. Da fühlt man sich ja direkt als Europäer schuldig, dass man *keinem der beiden amerikanischen Präsidentschaftskandidaten* guten Gewissens seine Stimme geben möchte, selbst wenn man könnte. Ich zumindest nicht. Unbedingt bis zu Ende ansehen - Respekt!

YouTube Preview Image

Diesen Beitrag weiterlesen »

DJ Uppercut: The Attack of the Ninja

Dieser Kurzfilm hat alles: Spannung, Spaß, Action, großartige Animation. Das Genre des Musikvideos, den unehelichen Kindern von Major Labels und MTV, war am absteigenden Ast: aber im Netz kommen sie zurück, diverser und mannigfaltiger denn je. Ein Meisterwerk speziell für alle Pirates vs. Ninjas Fan habe ich gerade auf Vimeo gefunden. Von Shane Lester stammt das grandiose Video zu DJ Uppercuts The Attack of Ninja. Die Soundqualität passt auch super, also Subwoofer aufdrehen, Fullscreen-Mode hochstarten, Ton und Bild genießen!

Diesen Beitrag weiterlesen »

Platterwatch: Überwacht den Innenminister

Nachdem ich mich letztens über ein Plakat mit unglücklich gewähltem Slogan mockiert habe, darf ich mich erneut über eine auf den ersten Blick gelungene Aktion wundern: Marie Ringler und Peter Pilz haben getreu dem Motto Überwacht den Überwacher! Platterwatch ins Leben gerufen.

Ein Innenminister, der gerne *alles* über seine BürgerInnen wissen möchte (siehe Eselsohr "Nein zu Metternich 2.0" rechts oben), muss einfach etwas zu verbergen haben, so die Kernidee. Also wird der Überwacher überwacht, und das scheint ihm nicht besonders zu schmecken:

Heute war das Platterwatch Team wieder im Einsatz. Der Innenminister hat den Schlepperbericht 2007 präsentiert. Wir wollten ihn beobachten. 10 Mann und Frau hoch, in unseren schönen neongrünen Platterwatch Jacken. Und natürlich mit Kamera, Handycam und Co. Wer sich versteckte war allerdings der Innenminister. Offenbar ist ihm die Aktion gar nicht recht, denn wir durften nicht in den Pressekonferenzsaal und als er dann von Journalisten bei der Pressekonferenz nach Platterwatch gefragt wurde, blieb er wortkarg: "Kein Kommentar".

Die "Videoüberwachung" wird auf der youtube-Gruppe Platterwatch genau dokumentiert - und da kommen dann solche rührenden Szenen raus wie in diesem Kurzfilm:

YouTube Preview Image

(Ich war noch *nie* auf einer PK, wo irgendjemand eine Ausweis sehen wollte. Aber ich geh ja auch nie zu Minister-PKs.)

Niemand wird ernsthaft annehmen, dass "fighting fire with fire" einen gangbaren Weg darstellt - ich sehe die Platterwatch in der von mir geschätzten Traditionslinie des grünen Aktionismus. (Auhirsch!) Manche mögen sowas kindisch finden, wie aus den Kommentaren auf Maries Blog auch deutlich hervorgeht. (Aber wer weiß: wenn die NL-ÖVP eine kompetente Online-Marketingagentur hat, dann wird sie ja sicherlich so schlau sein, Poster zu bezahlen.). Ich persönliche denke, dass es momentan in .at beim Thema Überwachung noch gar nicht um Meinungsbildung, sondern um das Erzeugen von Awareness geht, denn die ist auf breiter Basis beim einfach nicht vorhanden: und dazu ist Pete heute klar gemacht hat, macht eine derartige Vereinnahmung von Themen durch eine Partei jegliches Entstehen einer zivilgesellschaftlichen Opposition so gut wie unmöglich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Metternich 2.0 Online-Demo, die hier am Blog geschalten ist (das Eselsohr in der rechten oberen Ecke). Die Petition ist ja schön und gut, allerdings führt sich die behauptete Überparteilichkeit selbst ad absurdum, wenn die anschließende Bestätigungsmail von einer E-Mail der Domain @diegruenen.at kommt.

Nun kann man also zurecht die Fragen stellen, wieso eine Minderheitenpartei, die ja im Parlament sitzt um die mythenumwobene "Kontrollfunktion" auszuüben, nicht in erster Linie parlamentarische Maßnahmen einsetzt, auf einem Untersuchungsausschuß besteht, Gebrauch macht von den gar nicht mal sooo üblen Minderheitenrechten des österreichischen Parlaments, so Pete's Meinung. Ich bin mir da unschlüssig: einerseits schlägt mein Herz für aktionistische Aktionen, andererseits würde man sich in der Tat mehr parlamentarische Action wünschen - so machtlos, wie die Platterwatch die Grünen darstellt, sind sie nämlich laut Verfassung keineswegs.

monochrom schickt Herrn Kaufmann ins Gefängnis

"Im Sommer" lautet der Name eines Kurzfilms, den die Künstlergruppe monochrom vor nunmehr über einer halben Dekade drehte. 8 1/2 Minuten dauert das Oeuvre - seit letzter Woche ist der Clip auf Youtube verfügbar: schauen Sie sich das an, so geht's zu auf österreichischen Polizeirevieren.

Wenn der Merkur im 6. Haus steht, dann wird's höchste Zeit für eine Inhaftierung. Besondere aktuelle Brisanz erhält "Im Sommer" durch das laute Nachdenken des AT-Innenministers über Präventivhaft von "staatsbekannten" Hooligans während der Fußball-Europameisterschaft:

YouTube Preview Image

Weitere Kurzfilme aus dem mittlerweile ganz schön umfangreichen Schaffensrepertoire der Medien.Kunst.Gruppe finden sich auf der Homepage: http://www.monochrom.at/monofilm/.

Blogvorstellung: Nick Fox-Giegs fesselnde Animationskunst

foxgiegIt's like spiders - intermittent video podcast nennt der kanadische Digitalkünstler Nick Fox-Gieg sein Blog. Auf Kunstfestivals in Rotterdam und Ottawa sowie im Centre Pompidou wurden seine Arbeiten bereits gezeigt - ich bin gestern zufällig auf die Seite gestoßen und wurde sofort in einen synergetischen Bild-Ton-Kosmos voll handwerklichem Geschick und Humor richtiggehend eingesogen.

Nick Fox-Gieg hat definitiv einen Fan mehr, seit ich gestern über ein Interview mit Jessica Delphino auf das Video zu I wanna be famous stieß. Das Podcast-Blog wird relativ im Quartalsrhythmus aktualisiert - bislang gibt's rund 15 Videos, von denen ich die folgenden Beispiele ganz besonders empfehlen möchte. Den Stil Nick Fox-Giegs zu beschreiben fällt schwer, da die einzelnen Animationen sehr unterschiedliche Techniken und Visualisierungen nutzen. Allen Arbeiten haben freilich ein sehr genaues Gefühl für Bild-Ton Synchronizitäten und ausdrucksstarke, einprägsame visuelle Codes gemeinsam.

The Foxhole Manifesto

foxholeDiese Animation entstand als visuelle Begleitung zu einem Gedicht von Jeffrey McDaniel - die Tonspur stammt von einer Lesung des Autors. In "The Foxhole Manifesto" macht sich McDaniel Gedanken über einen zeitgemäßen Gott, die Fox-Gieg mit symbolhaft reduzierten Schwarz-Weiß Animationen und dynamischer, geometrischer Bildsprache illustriert. Die erheiternde Schlussfolgerung nach so vielen Gottesbildern bringt athe- und monotheistisches Weltbild sogar unter einen Hut - oder zumindest beinahe:
The Foxhole Manifesto

The Story of Enoch

enochEin Mann erfährt "aus zuverlässiger Quelle", dass die Erde ganz gewiss untergehen wird - doch ob durch Wasser oder Feuer, bleibt ungeklärt. In einem solchen Fall baut man am besten zwei Türme und speichert in Ihnen alles Wissen der Welt... mehr soll nicht verraten werden über diese stark kontrastierend, lebhaft animierte Kurzgeschichte zu einer biblischen Begebenheit:
The Story of Enoch

The little Bird of Disaster

Ein Vöglein müsste man sein... aber nicht einer dieser Seuchenvögel, die immer nur Unheil prophezeien und deren Vorhersagen sich so lange konsequent bewahrheiten, bis ein beherzter Held Appetit auf Grillhendl bekommt. Definitiv mein Favorit: die Animation wurde im Rahmen eines Workshops entwickelt und "live" aufgeführt: das bedeutet in diesem Fall, dass die Charaktere in Echtzeit animierte Video-Puppen sind, kontrolliert durch eine spezielle Software:

The Little Bird of Disaster was developed at The Kitchen's 2003 summer workshop. The speaking characters are real-time "video puppets," controlled with Mark Coniglio's Isadora software. The piece was actually performed, like they say, in front of a live studio audience (you can hear them in the background).

Diesen Film kann man allen ZukunftsforscherInnen nur wärmstens ans Herz legen:
The little Bird of Disaster

Wie einleitend geschrieben sind alle Kurzfilme ohne Ausnahme absolut sehenswert: die gelungene Verbindung von Schnitt- und Animationstechnik, Sounddesign und extrem reduziertem, aber umso nachdrücklicherem Storytelling sichert Nick Fox-Gieg in meiner persönlichen Hitparade der Digital Artists eine Platz ganz, ganz weit vorne: schauen Sie sich das unbedingt an!
Nick Fox-Gieg: It's like spiders

RAF: Best of Zagreber Kurzfilmfestival

5. Mai 2007
18:30bis23:00
6. Mai 2007
19:30bis22:00

Am kommenden Wochenende haben Fans der kürzeren Zelluloidstreifen Gelegenheit, im Schikaneder-Kino eine Auswahl der besten Beiträge des Zagreber Kurzfilmfestivals raf aus den Jahren 2002-2006 zu begutachten - der Eintritt zu den Filmvorführungen und der Party am Samstag ist gratis.

Dalibor Manjic hat dankenswerter Weise dafür gesorgt, dass das seit seiner Gründung tourende Festival erstmals in Wien Station macht. Am kommenden Samstag, den 5. Mai (ab 19.30 uhr) und Sonntag, den 6. Mai (ab 18.30 Uhr) findet die "Revue des Amateurfilms" aus Zagreb [revija amaterskog filma] im Schikaneder-Kino statt, mit dabei sind Filme aus Bosnien, Kroatien, Serbien, Slowenien und den USA. Nach den Vorführungen am Samstag sorgt DJ Sero (Fest Balkanika) für korrekte Partymucke. Details zu den Beiträgen gibt's auf der Schikaneder Homepage.

Programm:

  • Filmprogramm 1: Sa 5.5., 19:30
  • Podium: Sa 5.4., 20:30
  • Filmprogramm 2: Sa 5.5., 21:30
  • Filmprogramm 3: So 6.5., 18:30
  • Filmprogramm 4: So 6.5., 20:30

Adresse: Schikaneder-Kino,
Margaretenstraße 24, A-1040 Wien