datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
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Artikel-Schlagworte: „Lifestyle“

MIX10: IE9 im Rampenlicht

Dean Hachamovitch, General IE Manager bei Microsoft, hatte bei seiner Keynote einige für die MS-Welt durchaus überraschende News zu berichten: keine Extrawurst, keine proprietären Tags, dafür ein deutlicher Fokus auf Performancegewinn via Hardwarebeschleunigung und die volle Palette der HTML5-Goodness - sogar neue jQuery Erweiterungen will Steve Ballmer der net.community zukünftig for free liefern.

Überhaupt entsteht auf der MIX10 sehr stark der Eindruck, dass Microsoft zwar mit Verspätung, aber dafür nun umso intensiver um die Zuneigung der Open Source Community wirbt. Das mag nur auf den ersten Blick skurril erscheinen, macht aber durchaus Sinn: Open Source Tools spielen im Web-Ökosystem mittlerweile eine zu bedeutende Rolle, als dass eine abgeschottete Parallel-Welt eine ernsthafte Überlebenschance hätte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Blogistan Panoptikum KW29 2009

Dieses Panoptikum erscheint mit Verspätung und fasst sich kurz, denn in den letzten sieben Tagen ging's Schlag auf Schlag: am Donnerstag/Freitag war ich beim Werbeplanung Summit, am Samstag bei Patti Smith in Wels und am Sonntag mit Red Bull Mobile beim XAlps Start in Salzburg. 50km/h Windböen verhinderten leider sehr effektiv unseren geplanten Paragleit-Tandemflug, die Gleitschirm-Profis Vertikal-Loopings direkt überm Mozartplatz drehen zu sehen, war allerdings definitiv beeindruckend. Mobiltechnologie hat mittlerweile auch Einzug in den Extremsport gehalten: alle Athleten, die an der 14tätigen Überquerung der Alpen per pedes und Paragleiter teilnehmen, sind mit GPS-Devices und Handys ausgerüstet, die ein Live-Tracking während des Bewerbs erlauben, das von der "Average Resting Time per Day" bis zur aktuellen Position alle Details verrät. Ich schätze, es ist nur mehr eine Frage der Zeit, bis man den Pulsschlag der Formel1-Fahrer während des Rennens live am Handy abrufen kann :mrgreen: Aber nun without much further ado zum gemeinsamen Rückblick von Linzerschnitte und datenschmutz: ab sofort sind die jeweiligen Beiträge mit Autor- bzw. Autorin-Icon gekennzeichnet.

Geekly News auf Atv.at

Judith aka Linzerschnitte ritchie aka datadirt Diese Woche fiel der Startschuß für ein weiteres Datenschmutz-Linzerschnitte-Gemeinschaftsprojekt: Geekly News, das ist ein Videochannel der Platz bietet für seriöse Technologienews, Gadget-Fetischismus bis hin zu geekigen Lifestyle-News. Die ersten Videos sind schon online, wer also noch nicht genug über Poken weiß oder sich für einen Datenschmutz-Videopodcast zum neuen Nokia N97 interessiert, möge gleich mal reinschauen! Und wer nicht weiß, was auf einer Unix-Timestamp-Party eigentlich gefeiert wird, findet auch die passende Antwort. Hier geht's zum neuen Channel: atv.at/geeklynews

Und das wichtigste: wer selbst Video-Podcasts zu den Themen Technologien / Web / Geek-Stuff dreht und veröffentlicht, ist als Gast-Video-Blogger herzlich willkommen! Als Belohnung winkt Coverage auf der ATV-Startseite.

Teenager.lesen.keine.Bezahlzeitungen

Judith aka Linzerschnitte Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Darum wird ein 15jähriger Praktikant bei Morgan Stanley nicht zum Kaffeekochen verdonnert, sondern bekommt den Auftrag, das Mediennutzungsverhalten seiner Freunde zu dokumentieren. Das Ergebnis seiner Recherche wurde von Morgan Stanley und schließlich auch von der Financial Times veröffentlicht und lässt Old Media erzittern. Ein Zitat:

No teenager that I know of regularly reads a newspaper, as most do not have the time and cannot be bothered to read pages and pages of text while they could watch the news summarized on the internet or on TV. The only newspapers that are read are tabloids and freesheets (Metro, London Lite…) mainly because of cost (...).

Sieht aus, als ginge wieder mal ein Punkt an Chris Anderson mit seiner Theorie der "Freeconomics" und als wären Zeitungsabonnenten tatsächlich vom Aussterben bedroht. Hier der Artikel von Morgan Stanley: How Teenagers Consume Media.

Blogs vs. Nachrichtenmedien: minus zweieinhalb Stunden

ritchie aka datadirt Um zweieinhalb Stunden hinken Blogs professionellen Nachrichtenmedien hinterher, berichtet Telepolis [via Philip Budka]:

Traditionelle Medien haben den Ruf langsam zu sein. Das trifft zu bei den Nachrichten, die in Printmedien veröffentlicht werden. Sie sind immer zu spät dran gegenüber dem Internet oder anderen 24-Stunden-Medien wie dem Radio oder dem Fernsehen. Aber wenn es darum geht, wer schneller ist, dann siegen weiterhin wenig erstaunlich die Online-Redaktionen der traditionellen Medien über die Blogger. Normalerweise haben sie, so eine Studie von Jure Leskovec, Lars Backstrom und Jon Kleinberg von der Cornell bzw. Stanford University über die letzten drei Monate der US-Präsidentschaftswahl vom 1. August bis zum 31. Oktober 2008, einen Vorsprung von 2,5 Stunden.

Trotzdem gäbe es flinke Ausnahmen, welche die Regel bestätigen. Ich habe mich nicht näher mit der Methodologie der Studie beschäftigt, aber dass Blogger im Durchschnitt so rasch reagieren, wundert mich - ob da wohl eine Content-Scraper Scripts die Statistik beeinflusst haben?

Mrs. Palin vs. Blogosphere

ritchie aka datadirt Die Fast-Vizekandidaten mit Alaska und Schusswaffenerfahrung geht radikal gegen Blogger vor, das mittlerweile als falsch eingestufte Gerücht verbreiten, sie habe Baumaterialien eines Sportgebäudes für ihre Privathütte verwendet. Dabei ist es laut amerikanischem Medienrecht keineswegs verboten, falsche Vermutungen zu publizieren, sofern diese als "Annahme" und nicht als Faktum deutlich gekennzeichnet sind, wie Technewsworld betont:

That didn't stop Palin's attorney from threatening to bring defamation charges against anyone who had repeated the allegation. Singled out were the The Huffington Post, The Washington Post -- and Alaskan blogger and radio host Shannyn Moore.

Moore, for her part, was not cowed -- and rightly so. She had the law on her side. It is not illegal to publicize rumors as long as statements are couched with appropriate qualifiers such as "alleged," "reportedly," etc., or clearly are written as opinions. For instance, you can say "I think so-and-so is a crook." What you can't say is "So-and-so is a crook because he is embezzling funds from his company" -- unless, of course, it's true. The law allows even greater latitude when it comes to comments made about public figures such as Palin.

Wer nun schon die Koffer packt, sei gewarnt: um einen Freifahrtsschein handelt es sich keineswegs:

There are limits to what the law permits, however. Bloggers don't receive a Get Out of Jail Free card just by strategically modifying any outlandish claim with words such as "maybe" or "I've heard."

Der Prozess ist noch im Laufen, Palin wurde aber wieder mal heftig kritisiert - von einer Politikerin erwarte man sich eine dickere Haut, so der Tenor vieler Medien. Die HuffingtonPost meint dazu:

By specifically singling out and naming Moore, Palin has done two things; she has shown herself to be a reactionary immature politician, and she has made Shannyn Moore a lot better known.

Erwartungsgemäß lässt sich Shannyn keineswegs einschüchtern und schreibt weiter unerschrocken über respektive gegen Sarah Palin - und Lachs: yummy!

Erzähl mir keine Conversion-Märchen

ritchie aka datadirt Wenn ein Online-Marketer unter geändertem Namen über Realitäten und Normen in der Welt des eCommerce schreibt, dann ist höchste Skepsis angebracht: ob "Werner Schoppelhuber" tatsächlich Konversionsraten über 10 Prozent erzielt oder nicht, ist aber im Kontext dieses Artikels völlig irrelevant - denn die hier präsentierten Überlegungen (vor allem jene zu Messbarkeit und Optimierung) sollte sich jeder, der online etwas verkaufen möchte, eingehend durch den Kopf gehen lassen:

Den meisten E-Commerce-Anbietern gehen mittlerweile die Ideen für weitere Optimierungen aus. Beinahe hilflos stochern sie im Internet-Fundus und scheuen sich nicht vor den abenteuerlichsten Experimenten. Dabei vergessen sie: Konversion passiert im Kopf des Kunden. Der Blick auf die Kauf- und Entscheidungsprozesse des Konsumenten liefert viele effektive Ideen für Optimierungen. Meist sind es nämlich nicht die kostspieligen Features sondern die kleinen Details, die für eine hohe Konversionsrate sorgen.

Twitter Daten & Strategien von Hackern an TechCrunch verkauft

Judith aka Linzerschnitte Ein Sicherheitsleck machte diese Woche Twitter das Leben schwer: ein "Hacker" hatte das Mail-Passwort einer Mitarbeiterin erraten und daraufhin Zugang zu über 300 "geheimen" Dokumenten erlangt. Inhaltlich ist die Bandbreite groß, vom Pitch für eine Twitter TV Show ist die Rede, Vereinbarungen mit AOL, Dell, Nokia und Ericson, finanzielle Ein- und Ausblicke usw. Aber auch Infos über ein strategisches Meeting waren dabei und wurden schließlich von Techcrunch (nach Rücksprache mit Twitter!) veröffentlicht:

One of the audacious goals laid out in the notes of the strategy meeting is for Twitter to become the first Web service to reach one billion users. The notes are laid out in bullet points with each one reading like a Tweet: "If we had a billion users, that will be the pulse of the planet.

Mal sehen, wohin die Reise für Twitter geht - und wann die Critical Mass erreichen wird. Diese dazu auch dieses Scribble von Wikipedia zum Pulse of the Planet.

Seit wann zählen Blogs nicht als soziale Medien?

ritchie aka datadirt Eine aktuelle Beobachtung des Copybloggers kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen: immer mehr Leute setzen Social Media mit Networking gleich, während Blogs als etwas "anderes" betrachtet werden:

Maybe the fact that "old media" has co-opted those aspects of blogs is the reason that some people no longer see blogging as social media. I think that's a bit silly.

Absolut lesenswerter Beitrag - angesichts der Masse an Diskussionen zum Thema Friendfeeden vs. Twittern vs. Bloggen tendieren viele User dazu, kommerzielle und ideelle Interessen zu verwechseln:

When you think like a media producer in this brave new social media world, it's your content that social networkers are sharing and promoting, and that translates into your cash. If you're only social networking, you're only someone's user-generated content, and even your digital overlord struggles to make money.

Digital Sky Technologies stockt Facebook Anteil auf

Judith aka Linzerschnitte Der "Application-Provider" Facebook (Quote: Andi Klinger am Werbeplanung Summit) wird im fünften Jahr seines Bestehens mit 6,5 Milliarden Dollar bewertet. Der Russische Technologiekonzern Digital Sky Technologies (mail.ru) hat weitere 200 Millionen Dollar in Facebook investiert und nun seine Anteile auf 3,5 Prozent des Unternehmens erhöht. Das hat auch einige Analysten überrascht, dennoch ist auch diese Woche wieder davon die Rede, dass Facebook das neue Google sei bzw. sein werde.

Diese Einschätzung wird Mark Zuckerberg viel Freude bereiten, anscheinend ist es ja sein Masterplan, eines Tages Google in die Tasche zu stecken.

Warum Friendfeed stagniert

ritchie aka datadirt Scobble macht sich Gedanken über das langsame Dahinsiechen seines Lieblingspatienten: der einstige Heavy-Tweeper führt seine Konversationen mittlerweile ja primär via FriendFeed. Das einzige Problem: alle finden die technischen Features toll, aber so gut wie niemand nutzt die neuen Real-Time Möglichkeiten. Aber Scobble bleibt standhaft:

Will I leave FriendFeed? Stop talking about it so much? No and no. Why? Because it lets me differentiate what I do from other bloggers and it has helped me build an innovative media platform that is paying me and Rackspace dividends. Lots of people at the TechCrunch event in Europe say they like reading me there, which demonstrates to me that I’m reaching the audience I wanted to, even if FriendFeed hasn’t reached its own potential yet.

David Gilmour, Freund der Hacker

ritchie aka datadirt David Gilmour nimmt den Rockklassiker "Chicago" neu auf, um Spenden für einen Hacker zu sammeln - und EMI veröffentlicht auf der eigenen Homepage einen Pressetext über die Aktion. Und da soll nochmal einer sagen, wir lebten nicht in einer postmodernen Wertewelt:

Unter der Mitwirkung von Chrissie Hynde, Bob Geldof und Gary McKinnon selbst wird die von Chris Thomas produzierte Coverversion als kostenfreier Download ab dem 20. Juli über die Webseite der britischen Zeitung The Daily Mail angeboten, allerdings verbunden mit der Aufforderung, eine Spende – gleich welcher Höhe – zu leisten, um damit Gary McKinnon zu unterstützen. Mit dem Einverständnis des Songkomponisten Graham Nash hat Janis Sharp, Garys Mutter, für den Song einen neuen Text geschrieben, der sich unmissverständlich an den US-Präsidenten Barack Obama wendet, damit er sich der Sache ihres Sohnes persönlich annimmt.

Foto der Woche

"aaaaaa........" nennt mamnaimie diesen äußerst gelungenen Shot einer Ringelspielfahrt... es muss zum Glück eben doch nicht *immer* HDR sein:

ringelpiez Blogistan Panoptikum KW29 2009

Linzerschnittes Video der Woche

Rache ist das Thema einer noch unveröffentlichten Dokumentation - und das sind drei Shots daraus. Mein Conclusio: Rache ist prickelnd und wird am besten kalt serviert.

ritchies Video der Woche

Ich konnte mich schon wieder nicht entscheiden - Vimeo liefert jede Woche so viel großartiges Material, dass die Auswahl wirklich schwierig fällt. Da wäre zum einen "Sportberichterstattung mal anders" von Ken Loutit: mein Interesse an Sportberichterstattung hält sich in extrem engen Grenzen, aber dieser Ästhetik-Shift ist mehr als gelungen:

A propos Ästhetik: Makoto Yabuki gelang mit seiner "White Box" eine wunderbare visuelle Metapher zum Thema Kreativität:

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende des Rückblicks angelangt - Linzerschnitte + datadirt bedanken sich artig Ihre Whuffies (ja, so heißt neuerdings die Währung der Aufmerksamkeit), wir lesen uns morgen.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

BlackBerry vs. Apple: Arena frei für den Obstkampf

Der Kampf um Marktanteile am Sektor der Smart-Lifestyle-Phones wird härter: Apple bekommt Konkurrenz durch den BlackBerry Storm, Palm hat auch so einiges in der Hinterhand. Falls sich ein Hersteller erbarmt und brauchbare Hardware für Android rausbringt, könnte ein weiterer Konkurrent die Arena betreten - nicht zu vergessen die neuen Windows Mobile Devices von HTC. Diesen Spot finde ich jedenfalls sehr gelungen:

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Drauf gestoßen bin ich bei Max, der dazu schreibt:

Bin ja gespannt wie in den USA dieser Zweikampf zwischen Apple und BlackBerry weitergeht, das wird sicher noch brutaler!

Dagegen ist der A1 Fernsehspot direkt harmlos, kommt aber bei den Lesern von Crackberry trotzdem sehr gut an:

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Visuell sehr nett geworden, trotzdem würde ich die Bedienung mit Drumstick nicht unbedingt empfehlen. Bei Neuanmeldung gibt's den brombeerigen iPhone Angreifer im A1 Shop ab 49 Euros.

Blackberry Storm: die ersten Eindrücke

BlackBerry StormMit dem Touchscreen-Gerät Storm will BlackBerry nicht bloß Business-Kunden ansprechen: hochwertige Materialien, gute Verarbeitung und hervorragende Multimedia-Tauglichkeit sollen die Herzen von Geeks mit Lifestyle-Faible höherschlagen lassen. Und das Konzept geht voll auf: ich bin von meinem Testgerät, das ich vor kurzem von der mobilkom erhalten habe, schwer begeistert.

Den ersten Eindruck darf man bekanntlich nicht unterschätzen - und beim Storm klappert und scheppert einfach nix, man hat als User das Gefühl, ein hochwertiges Gerät in der Hand zu halten. Das beginnt bei den Tasten und setzt bei der Akku-Abdeckung aus gebürstetem Aluminium fort, die sich problemlos und ohne nervige Fummelei abnehmen lässt. Die Oberfläche ist selbsterklärend, der Touchscreen funktioniert hervorragend und wartet als Besonderheit mit einem "Screenclick" auf: Leichtes Berühren markiert Inhalte, drückt man fester, dann gibt der gesamte Screen leicht nach und sorgt so für Mausklick-Feeling. Die Software hatte in den ersten Tagen noch einige Bugs, die nach dem gestrigen Firmware-Update allerdings bereits behoben sind.

Selbstverständlich beherrscht der Storm das BlackBerry Messaging System, er kommt allerdings auch mit gewöhnlichen Pop- bzw. IMAP-Boxen zurecht. BlackBerry nutzt wie beim Bold und anderen Geräten weder S60 noch Windows Mobile sondern ein selbst entwickeltes Betriebssystem. Für gängige Services (Twitter, ICQ, Facebook und Co.) existieren diverse Clients - über die Software, Surf- und Multimedia-Tauglichkeit des Geräts werde ich demnächst berichten. Hier mal ein paar Detailaufnahmen des BlackBerry Storm:

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..

Die ersten Tests überschlagen sich geradezu vor Enthusiasmus, so schreibt etwa CNET.de:

Dieses Smartphone könnte die nächste Revolution in Sachen Nutzerführung einläuten: Eine ClickThrough genannte Technologie bringt Multitouch eine Generation weiter. Tippen auf dem virtuellen Tastenfeld soll so perfekt klappen wie auf einer mechanischen Tastatur.

Mir ist gefällt der hochwertige Bildschirm, der sich sehr gut für die Videowiedergabe eignet - auch die eingebaute Kamera erfreut mit geringer Auslöseverzögerung und hoher Lichtempfindlichkeit. In Kürze folgen Erfahrungen aus meinem Blackberry-Praxistest.

Fallout 3: Ich falle aus, muss spielen

Fallout 3Aber ausfällig werde ich nur, wenn mich einer dieser Zonenzombies blöd anpöbelt. Oder versucht, mir mit dem Flammenwerfer (in-game Name der Waffe: Shishkebab) eine neue Kurzhaarfrisur zu verpassen. Ich bin Eusebio, habe vor wenigen Stunden erstmals in meinem Leben Tageslicht gesehen und auf der Suche nach meinem Vater. Er hat Vault 101, den Bunker, in dem ich aufgewachsen bin, ohne Erlaubnis verlassen. Das machte den Ober-Bunker-Fascho vom Dienst so wütend, dass er mich auch umgelegt hätte - wäre ich nicht ein klein wenig schneller gewesen. Und nun? Nun stehe ich hier, inmitten einer schier endlosen postatomaren Wüste, bis zu den Zähnen bewaffnet und bereit, die Welt zu erkunden.

Meine Mutter starb bei meiner Geburt, meine gesamte Jugend lang wurde ich von einer Bunker-Gang terrorisiert: ich sag Ihnen, da hat sich einiges aufgestaut - und das bringt das Spiel in ziemlicher genialer Art und Weise beim Einstiegstutorial rüber. Den Schnelldurchlauf durchs Leben der Spielfigur nutzen die Gamedesigner zugleich für die Festlegung der Charakterattribute und Boni - es handelt sich um ein reinrassiges Rollenspiel, auch wenn weit und breit weder Orks noch Dungeons in Sicht sind. Postnukleare Settings kann man zwar auch in Stalker bzw. Clear Skies erkunden, der Reiz von Fallout liegt aber im schrägen Twist, den die Entwickler ihrer unwirtlichen Welt gönnen: überzeichneter US-Lifestyle, Comic-Visuals inmitten der hyper-realistischen Spielwelt und originelle Dialoge sind jene Ingredienzien, aus denen ein Cocktail entstand, der sich auf die einzige Spieltugend konzentriert, die mich überhaupt noch zu Ausflügen in virtuelle Welten animiert: grandioses interaktives Storytelling. Die Umwelt, so das Versprechen des Publishers, reagiert auf die Aktionen des Spielers: ob man als sanftmütiger Engel über die verstrahlte Erde schreitet oder den bösen Schrotflinten-Gangster raushängen lässt, die verschiedenen Lösungswege der einzelnen Quests sollen die Wiederspielbarkeit gravierend erhöhen. Darüber kann ich natürlich (noch) kein Urteil abgeben, immerhin habe ich gerade mal die ersten drei Stunden in der Spielwelt verbracht, aber laut diversen Tests in Spielmagazin dürfte es turbulent weitergehen. Massive Multiplaying hin oder her, ich pfeif auf Jagd- und Sammeltriebe: und eine sorgfältig inszenierte Story in einem ungewöhnlichen Settings ganz ohne Fantasy-Klischees trifft genau meinen Geschmack.

fallscreen 1229381108 Fallout 3: Ich falle aus, muss spielen

Ich bin übrigens froh, dass ich mir die original englischsprachige Version besorgt habe: denn das Singleplayer-Rollenspiel Fallout 3 lässt Blut spritzen, Köpfe im Kugelhagel zerplatzen und zerlegt gemäß den ästhetischen Regeln modernen Actionkinos schnelle Actionsequenzen auf Wunsch in Zeitlupen-Szenarien. In der deutschsprachigen Version fehlen die nach außen gekehrten Eingeweide, und alle Einwohner sind vollkommen anämisch unterwegs - wenn ich Zeit mit einem Spiel verbringen, dann möchte ich allerdings das sehen, was sich die Artwork-Abteilung ausgedacht hat: Horrorfilme schau ich mir ja auch nicht in der geschnittenen Fassung an.

Das Fallout 3 Kampfsystem

Anders als Echtzeit-Shooter erlaubt Fallout drei die Umschaltung auf das sogenannten V.A.T.S., ein alternatives Zielsystem, bei dem bei angehaltener Zeit bestimmte Körperteile anvisiert werden können bis die eigenen Action-Punkte aufgebraucht sind - wer jemals Jagged Alliance gezockt hat, wird sich sofort zuhause fühlen. Diese freie Wahl zwischen Echtzeitballerei und unstressiger Pausenplanung macht das Spiel auch für Nicht-eSportler attraktiv, wer sparsam mit Patronen umgehen möchte, wird sowieso vorwiegend vom V.A.T.S. Gebrauch machen. Bin gespannt, ob die Story-Ideen für Langzeitmotivation ausreichen: wenn die Geschichte derart spannend, charmant und schräg weitergeht, dann kann ja nix mehr schiefgehen. So, und jetzt muss ich mich mal auf den Weg nach Megaton machen - und vorher noch die Grundschule von Springvale säubern.

Kleiner Tipp: da Fallout in .de und .at bei Retailern quasi nur auf deutsch erhältlich ist, empfiehlt sich eine Bestellung bei Amazon - Achtung auf die richtige Version: es gibt die "geschnittene" deutsche, eine Uncut German Version und die englische Originalversion, die über diverse Marktplace-Händler erhältlich ist. Ob man einen Händler erwischt, der nach Österreich liefert, ist allerdings mehr oder weniger Glückssache; auf jeden Fall muss man damit rechnen, dass ein Altersnachweis verlangt wird (ich musste einen Reisepass-Scan einschicken) - da kennen die deutschen Moralwächter kein Pardon! Diese Version habe ich geordert: Fallout 3 (Uncut Englisch) Fallout 3: Ich falle aus, muss spielen

Falls unter den hochverehrten Lesern Fallout-Spieler anzutreffen sind, freu ich mich natürlich über Erfahrungsaustausch!

PS: Gestern bin ich nach Megaton gekommen - in den einzelnen Dialogszenen steckt soviel Wortwitz, dass man die recht ausgedehnten Gespräche gerne mitliest. Die Radiosender, die Grafik, die Kämpfe: äußerst atmosphärisch und mehr als vielversprechend!

#Twittergrill: das inoffizielle Video

twittergrillWir hatten gestern Glück mit dem Wetter und verbrachten einen sehr chilligen Nachmittag auf Hannes' Dachterrasse - dieser Twittergrill sollte zu einer mindestens jährlichen fixen Institution werden. Barbecue über den Dächern von Wien - nice! Die Spatzen pfiffen quasi T-Bone Steaks von den Dächern und zwischen den Holzkohle-Sessions wurden (Start-Up) Anekdoten ausgetauscht. Et voilá: hier gibt's die erste datenschmutz.podcast Sonderausgabe: 8 Stunden, komprimiert auf 4 1/2 Minuten.

Und Lifestyle-Reporter (that would be me) war mit seiner brandneuen 90-Euro Speicherkarten-Videokamera von Hofer (.de: von Aldi) vor Ort* und freut sich, das p.t. Publikum nun virtuell an der gestrigen Party teilhaben zu lassen - Partyfotogallerien sind so Neunziger :mrgreen:

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Soundboys: Folgende netlabel-Releases kamen bei diesem Video zum Einsatz: Delayscape - Breaking the square waves von mtk, Tusnami Wazahari - Fat Leg Dub von Aldente Records und Bitbasic - Shroom von mtk.


*) Bin hochgradig zufrieden mit dem Teil! Wirklich unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis, hehe.

Von Werbung, Plattformen und Direktverkäufen

Das Thema Werbung in Blogs wird in Bälde zu einem beträchtlichen Teil über Tauschbörsen abgehandelt werden; Bernd und ich haben voriges Jahr bei departure und Zit derartige Projekte eingereicht, aber leider kein Geld bekommen. Der Businessplan liegt fertig im Schrank, ein Prototyp ist bereits programmiert, mal sehen, ob und wie wir die Sache ohne Fördergelder ins Laufen bekommen... ich musste jedenfalls gerade dran denken, als ich Michael Wöhrers Artikel über eine Börse zur Vermittlung von Werbekunden gelesen hab:

Ich stell mir vor, dass ich bei einer Webseite kostenlos mein Blog anmelden kann. Dabei mache ich allgemeine Angaben über das Blog und ggf. noch Daten zum durchschnittlichen Traffic der letzten 3 Monate (Besucher und Seitenaufrufe). Dann gebe ich an, welche Werbeformen ich anbiete: Textlinks, Banner, bezahlte Beiträge, etc. Zu den einzelnen Werbeformen kann ich dann Details angeben: Größe, Platzierung, auf welchen Seiten erscheint Werbung, Preis.

Also á la Adbrite sozusagen - und in dieser Richtung existiert für den deutschsprachigen Raum in der Tat keine einzige akzeptable Lösung - Adsix geht zwar in diese Richtung, scheint aber einfach nicht den nötigen Drive bzw. die kritische Masse zu erreichen.

Robert nimmt da die Dinge lieber gleich selbst in die Hand und stellt ein geniales Modell vor: Leser werben Bannerschaltungen und bekommen dafür 33% Provision, der Basic Thinker nickt die Werbung ab und lässt den Rest bottom up entscheiden. Ein konsequenter Web 2.0 Ansatz, der Robert auch sicherlich glücken wird: Basicthinking.de hat inzwischen den Status eines Fachmagazins erreicht und eine Größe, die derartige Aktionen möglich und sinnvoll macht.

Prinzipiell spricht aber nichts dagegen, ein derartiges Modell auf ein ganzes Netzwerk von Blogs auszudehnen - und dann ist da noch so ein Gedanke, der mir schon länger nicht mehr aus dem Kopf geht: Werbung verkaufen ist ja fein, aber Werbung schalten ist auch nicht übel - womöglich wollen Blogger ja auch letzteres. Also warum nicht gleich tarnen und täuschen verkaufen und tauschen? Wirklich schade, dass departure unser Projekt nicht innovativ genug fand... aber andererseits: aus den Augen, aus dem Sinn scheint das Motto der Förderstelle zu sein, denn der letzte Eintrag des skurrilen Lifestyle Advertising Blogs mit dem Titel Lifestyle Advertising: Das Framework (Teil 1) stammt vom 14. November... also falls hier zufällig ein Venture Capitalist mitliest: wir hätten da was in der Schublade! Details nach NDA

Heute: 10 Jahre Bloggen, 10 Tipps für BloggerInnen

Der Gründungsmythos des Wortes Blog splittet sich in mehrere Submythen auf (Logbuch?). Wired gibt Jorn Barger dafür Credits - der Betreiber von Robotwisdom, seines Zeichens Blog-Urgestein, verwendete den Begriff erstmals am 17. Dezember 1997 - also vor genau einer Dekade. [via Frank]

Die Intention des Amerikaners war damals eine völlig andere als die der meisten kontemporären Weblog-Autoren heute: in Jorns Welt sollen kurze Bookmarktrails die eigenen Wege durchs Netz für andere nachvollziehbar machen, originärer redaktioneller Content dagegen ist weit weniger gefragt:

My intent for weblogs in 1997 was to make the web as a whole more transparent, via a sort of "mesh network," where each weblog amplifies just those signals (or links) its author likes best. 1998-1999 was for me the Golden Age of Weblogs, when the following principles were widely understood.

Blogging versteht Barger also als eine Art persönliches Social Bookmarking - eine Meta-Informationsebene fürs Web, die Google Konkurrenz macht. Das ist natürlich auch eine Meinung, und wer auf freiwillige Selbstbeschränkung steht, wird mit den folgenden 10 Geboten, die ich mal auf die Schnelle ins Deutsche übersetzt hab, gut leben bloggen können.

Andererseits finde ich's faszinierend, wohin sich Blogging in diesen wenigen Jahren entwickelt hat: ich denke, das angesprochene Amplifying ist inzwischen die Aufgabe von mehr oder weniger smarten Algorithmen: Technorati und Google können das in großem Stil, del.icio.us und Co. ebenfalls. Die redaktionelle Aufgabe des Bloggers auf Pinpointers zu beschränken, mag für manche okay sein - mich haben aber Blogs, die einfach nur Links mit dem Kommentar "great site!" posten schon immer gelangweilt. Aber urteilen Sie selbst, ich stelle die Thesen hier einfach mal übersetzt zur Diskussion (englischer Originaltext):

  1. Ein wirkliches Weblog ist eine Liste aller URLs, die du selber speichern oder mitteilen willst. (Also ist del.icio.us das bessere Bloggingtool als Blogger.com)
  2. Du kannst auf jeden Fall Links zur Originalquelle posten, auch wenn diese sich auf einer anderen Seite befindet - aber wenn du mehr "original posts" als Links hast, dann wär's vermutlich Zeit für eine Lektion in Demut.
  3. Wenn du vor dem Schreiben ein wenig Zeit fürs Suchen verwendest, dann findest du deine Gedanken vermutlich bereits irgendwo, und zwar sorgfältig ausformuliert.
  4. Du selbst zu sein wirkt stets hipper als einen Link zu unterschlagen, nur weil er nicht trendy genug ist. Deine LeserInnen müssen dich kennen lernen.
  5. Bei der Beschreibung des Links lässt sich der Originaltitel so gut wie verbessern. (Deine Beschreibung muss mindestens so aussagekräftig aussagekräftig sein, dass deine Leser Seiten, die sie bereits besucht haben, erkennen.
  6. Inkludiere immer ein Adjektiv, das deine eigene Reaktion gegenüber der verlinken Seite beschreibt. (großartig, nützlich, fantasievoll, schlau etc.)
  7. Nenne die Quelle, die dich hingeführt hat, sodass deine LeserInnen die Möglichkeit haben, "dem Fluss stromaufwärts zu folgen".
  8. Warne vor "Gotchas" - das sind seltsame Formate, Beiträge, die über mehrere Seiten verteilt sind, extrem lange Files etc. Verstecke nicht den Hauptlink zwischen unnützen (oder missverständlich benannten) weiteren Hyperlinks.
  9. Such dir ein paar Lieblings-AutorInnen oder Berühmtheiten und lege einen Google Newsfeed an, der dich über ihre Aktivitäten informiert, damit andere Fans Aktivitäten dieser Personen über dein Weblog verfolgen können.
  10. Poste deine Lieblingslink immer wieder mal, damit LeserInnen, die sie beim ersten Mal verpasst haben, auch mitbekommen.

Mehr Infos und ganz unterschiedliche Meinungen zu den 10 Tipps des "Original Bloggers" gibt's unter anderem bei Sobleizer, Susan Mernit, J-Walk, Mark Ghosh, Technocult und Blogissues.

Rucksäcke aus dem Netz

rucksackcenterEs soll ja Produkte geben, die sich nicht übermäßig gut für den Online-Verkauf eignen: Feinkostwurstwaren zum Beispiel. Und so manche/r möchte den neuen Anzug von der Stange lieber mal probetragen. Anders sieht die Sache bei Rucksäcken aus: hier zählt in erster Linie die Auswahl, Schwierigkeiten mit der Passform sind wohl eher nicht zu erwarten.
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