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Das Ende von Google+ begann vorgestern

In nur dreieinhalb Jahren akquirierte Google+ 2,2 Milliarden Mitglieder – auf dem geduldigen Papier eine mehr als respektable Leistung, die wohl bei jedem anderen zu astronomischen Bewertungen geführt hätte. Aber Google ist nun mal erstens nicht jedes andere Start-Up und hat mit dem rasanten Wachstum aus demselben Grund kein besonderes Kunststück vollbracht. Denn wenn man jeden Youtube-, Maps- und Gmail-Nutzer ein Plus Konto recht unsanft aufnötigt, dann ist das so authentisch wie die berüchtigten Facebook-Like-Käufe bei Politikern.

Google plus sperrt zu

Mit Google+ ging’s zuletzt rasant abwärts. (Foto: Office Zurich / Google Pressefotos)

Nicht mal die mittlerweile wieder abgeschaffte “Authorship” konnte aus der Geisterstadt eine blühende Metropole der sozialen Medialität machen. Dabei verzichtete kaum ein ambitionierter Webmaster darauf, im Google-Suchindex mit Bildchen vertreten zu sein. Hangouts, der geniale gratis Gruppen-Videochat, die Facebook weit überlegenen Foto-Hosting Features… sie alle reichten bei weitem nicht aus, um das Ding zum Abheben zu bringen.

Zwei von drei Internetnutzern haben ein Profil bei Google+

Während der letzten Monate wurde Plus Ello immer ähnlicher: man hat zwar ein paar hundert Freunde, aber die fünf, die regelmäßig posten, die kennt man nach einigen Wochen wirklich gut. Doch mit dem Unter-uns-Sein ist demnächst wohl bald Schluss, denn ein neuer Projektleiter soll filetieren, ausgliedern und dann vermutlich das sinkende Network als letzter verlassen und die Türe hinter sich zusperren.

Der neue Hüter des Plusses heißt Bradley Horowitz und übernimmt die Produktverantwortung von David Besbris, der seit April 2014 Gründer und Google+ Mastermind Vic Gundotra ablöste. Zuerst berichtete Techcrunch, dann bestätigte Bradley via G+ Posting. Ich hab ihn gleich mal in meinen Circle “Social Network Bosse” einsortiert…

Jedenfalls haben wohlmeinende Nutzer Herrn Horowitz gleich mal mit Feature-Request überhäuft: Panoramio muss bleiben, bitte schiebt “Locations” zurück zu Maps… und so weiter:

Feature Requests: Bitte ans Salzamt richten!

Feature Requests: Bitte ans Salzamt richten!

Dabei scheint jedoch mehr als fraglich, ob der neue Boss diese Wünsche wird erfüllen dürfen. Daran zweifeln lässt zumindest dessen LinkedIn Profil, denn dort lautet seine Jobbezeichnung VP, Photos and Streams at Google. In der Beschreibung heißt es zwar Running team comprised of Google Photos, Google News, blogger, Google+ and related infrastructure, aber das für The Verge gleich mal genug Anlass, das offizielle Ende von Google+ anzukündigen.

Ich hab David zum neuen Job gratuliert unter seinem LinkedIn Posting mal nachgefragt, ob die angekündigte Entkoppelung das Ende für Googles Facebook-Konkurrenz-Ambitionen bedeutet:

Google+ das Ende

Man kann ja mal nachfragen.

Die besten Teile werden schonend konserviert

Dass die Finanzabteilung in Palo Alto den Betrieb des riesigen Netzwerks auf Dauer nicht für Bruno, Günter, Rainer, Michael und mich aufrecht erhalten würde, zeichnete sich spätestens gestern auf dem Mobile World Congress in Barcelona ab. Dort bekräftige Produktchef Sundar Pichai, dass man die Hangouts und die Foto-Hosting-Funktionen ausgliedern und als eigenständige Produkte weiterführen will.

Verständlich – was Pichai allerdings meint, wenn er davon spricht, auch “den Stream ausgliedern” zu wollen, weiß nur Google. Außerdem stellt sich damit die berechtigte Frage: Was bleibt ohne Fotos, Videos und Stream? Zum Beispiel Google My Business.

Die viele Arbeit: Überall den G+ Share-Button wieder ausbauen

Man muss sich nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen, um in diesen Entscheidungen den Anfang des Endes für den letzten, arg schwächelnden Facebook-Konkurrenten zu erkennen. Nachher ist man immer klüger – dass sich Google mit der engen Integration aller Services keinen großen Gefallen getan hat, zeigt sich an etlichen Details.

Nicht zuletzt an den Business-Features: Google hat die KMU-Steuerzentrale mit Map-Eintragsverwaltung und zugehöriger Plus-Page recht konsequent ins nun nicht mehr so geliebte Netzwerk verlagert. Bleibt Google+ zukünftig ein Business-Rudiment oder verschwindet die Marke gänzlich aus dem Portfolio?

Ich befürchte zweiteres. Und hege nebenbei schon länger einen Verdacht: Die Aktivität hat in den letzten Monaten beständig abgenommen, aber niemand hat am Algorithmus respektive an der SERP-Anbindung gedreht. Also hatten kleine Aktionen immer größere Auswirkungen… schade.

Google+, du wirst mir mehr fehlen als Wave.

6 1/2 LinkedIn Tipps für erfolgreicheres Business-Networking

70 Millionen neue Mitglieder allein im vergangen Jahr: Kaum eine andere Social Media Plattform wächst so rasant wie LinkedIn. Mit aktuell 347 Millionen Mitgliedern in mehr als 200 Ländern wird das Business Social Network immer unverzichtbarer – quer durch alle Branchen. Denn Personalchefs internationaler Konzerne nutzen längst die umfangreichen Recherchemöglichkeiten. LinkedIn kann freilich weit mehr als Jobs vermitteln. Die umfangreichen Publishing-Plattformen, aktiven Diskussionsgruppen und Firmenpages haben die Seite zu einem der wichtigsten Business Hubs im Netz werden lassen.

 

 

Um gefunden zu werden und neue Geschäftskontakte zu knüpfen, reicht es allerdings nicht aus, sich auf die Pflicht zu beschränken. Wie überall in der zeitgenössischen Webmarketing gilt auch hier: Wer Erfolg haben will, muss sich von der breiten Masse abheben. Ein Profil ist schnell angelegt, die Feinheiten liegen im Detail. Möglichst vollständige, umfangreiche LinkedIn Profile werden besser gefunden, doch worauf kommt es im Detail an? Diese Tipps erleichtern den Einstieg – viel Erfolg auf der größten virtuellen Business-Networking-Party der Welt!

Tipp 0.5: Stellen Sie Ihre Sprache auf Englisch um

LinkedIn ist eines der wenigen internationalen Netzwerke, das Mehrsprachigkeit sinnvoll und logisch implementiert hat. Die Hauptsprache der Seite ist Englisch, zusätzlich können Nutzer weitere Sprachversionen Ihres persönlichen Profils anlegen (siehe Tipp 1). Wenn Sie beispielsweise Ihr Profil ins Spanische und Deutsche übersetzen, zeigt LinkedIn Besuchern die jeweils zur Spracheinstellung passende Version an. Gibt es die nicht, kommt Englisch als Fallback-Variante zum Einsatz. Sind mehrere Sprachversionen vorhanden, können Profilbesucher auch händisch umschalten. Elegant, oder?

Diese mehrsprachigen Profile sind völlig unabhängig von der Sprachwahl, die Sie in Ihren Profileinstellungen treffen. Viele LinkedIn Nutzer aus dem deutschen Sprachraum stellen hier gewohnheitsmäßig natürlich “Deutsch” ein – und lassen sich dadurch leider einige interessante Features entgehen.

LinkedIn auf Englisch nutzen

Wer LinkedIn auf Entglisch nutzt, kommt früher in den Genuss neuer Features.

Denn die Sprachversionen unterscheiden sich teilweise recht gravierend in punkto Feature-Umfang und Funktionsweise. Das gilt sowohl für Free als auch für Premium Accounts. Power-User, die von allen Funktionen der Plattform profitieren möchten, sollte daher Englisch als Sprache wählen.

Tipp 1: Füllen Sie Ihr Profil vollständig aus

Füllen Sie Ihr Profil möglichst vollständig aus, bevor Sie potentielle Kontakte anschreiben. Rudimentär befüllte Lebensläufe wirken unseriös und verschlechtern Ihre Auffindbarkeit gravierend! Richten Sie Ihre persönliche Kurz-URL ein. Achten Sie dabei besonders auf Ihr Profilbild: Ein Foto im Business-Look ist auf LinkedIn ein Muss – nicht zuletzt, weil Profile mit dem blassgrauen Standard-Avatar in der Suche ganz nach hinten gereiht werden. Wählen Sie einen seriösen Headshot und achten Sie darauf, leicht nach links zu schauen. Das Foto wird auf der Profilpage links angezeigt. Zeigt der Blick nach rechts, so suggeriert dies Desinteresse an den eigenen Profilinhalten.

Bringen Sie in Ihrer Summary (Zusammenfassung) die wichtigsten Keywords aus Ihrer Branche unter. Premium-User erhalten Vorschläge von LinkedIn, wer einen Free-Account nutzt, kann die populärsten Suchbegriffe auch selbst mittels Googles Keyword Tool recherchieren. Halten Sie Ihren Lebenslauf konsistent und denken Sie an Ihre Zielgruppe: Es geht keineswegs darum, Ihren beruflichen Werdegang akribisch und lückenlos zu dokumentieren, sondern Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ins bestmögliche Licht zu rücken. Nutzen Sie unbedingt die Möglichkeit, Arbeitsproben in Form von Slideshare-Präsentation, Videos, Fotos, PDFs etc. hochzuladen.

Tipp 2: Legen Sie zusätzliche Sprachversionen für Ihr Profil an

LinkedIn erlebt zwar derzeit im D-A-CH Raum einen enormen Popularitätsschub und gab kürzlich bekannt, dass bereits 6 Millionen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz registriert sind. Dennoch ist die Plattform sehr stark international ausgerichtet. Ich empfehle allen deutschsprachigen Nutzern, ihr Hauptprofil in Englisch anzulegen und anschließend die deutschsprachige Version zusätzlich hinzuzufügen, sofern sie nicht ausschließlich deutschsprachige Kontakte pflegen möchten. Wer seinen Englischkenntnissen nicht ausreichend vertraut, findet auf Fiverr nicht nur Logodesigner, sondern auch günstige und auf CVs spezialisierte Übersetzer.

Der Button zum Anlegen der besagten Sprachvarianten ist allerdings ein wenig versteckt. Sie rufen dazu Ihr eigene Profil auf und bewegen anschließend den Mauszeigen über den kleinen Pfeil gleich rechts neben dem Button View profile as bzw. Profil anzeigen. Im nun ausgeklappten Menü klicken Sie auf den Punkt Profil in einer Sprache erstellen bzw. Create profile in another language klicken.

LinkedIn führt sie anschließend Schritt für Schritt durch die Einrichtung der neuen Sprachvariante Ihres Profils.

LinkedIn: Mehrsprachige Profile

Ihr LinkedIn Profil spricht mehrere Sprachen – sofern Sie die entsprechenden Zusatzversionen anlegen.

Tipp 3: Verwandeln Sie Ihr LinkedIn-Profil in einen perfekten Print-Lebenslauf

LinkedIn Lebensläufe funktionieren im Internet, ausgedruckt schauen sie in der Standardansicht alles andere als hübsch aus. Die LinkedIn Labs bieten mit dem kostenlosen Resume Builder Tool ein praktisches Werkzeug an, mit dem man im Nu einen elegant gestalteten klassischen Lebenslauf aus den eigenen Profildaten generiert.

Nach der Auswahl eines passenden Designs wählt man lediglich aus, welche Teile des eigenen Profils in welcher Reihenfolge aufscheinen sollen. Direkt editierbar ist dieser Lebenslauf nicht, Textänderungen nimmt man direkt am Profil vor. Das Resultat lässt sich als PDF exportieren oder direkt ins Netz stellen, wahlweise öffentlich oder nur via privatem Link.

LinkedIn Profile ausdrucken

Mit wenigen Klicks sieht das eigene LinkedIn Profil aus wie gedruckt.

 

Tipp 4: Personalisieren Sie die Anzeige Ihrer Webseiten / Blogs

Gerade die Summe der kleinen, feinen Unterschiede trägt dazu bei, das eigene Profil von der Masse abzuheben. Wussten Sie, dass Sie den unter “Kontaktinformationen” angezeigten Webseiten beliebige Namen geben können? LinkedIn erlaubt hier bis zu drei URLs. Wählen Sie aus der Liste einen der vorgegebenen Einträge, etwa Blog oder Portfolio, so wird diese Bezeichnung auch als Name des Links für Ihre Kontaktdaten verwendet.

Nutzen Sie stattdessen die Kategorie Other, so erscheint ein zusätzliches Eingabefeld zur Eingabe des Linknamens, der dann auch auf Ihrer Profilseite angezeigt wird. Sie können dreimal die Kategorie Other wählen und so Ihre Links beliebig benennen. Der Kreativität setzt dabei nur die maximale Längenbeschränkung Grenzen, denn die beträgt vergleichsweise knappe 30 Zeichen.

Trick 17: Da LinkedIn Profile je nach Ihren Privacy-Einstellungen auch von Google indexiert werden, empfiehlt es sich natürlich aus SEO-Gründen, zur jeweiligen Webseite passende Keywords einzubauen.

LinkedIn Keyword

Durch Auswahl der Kategorie “Other” können Sie den Linktext frei wählen.

 

Tipp 5: LinkedIn Privacy: Machen Sie sich ruhig mal unsichtbar

Wer potentielle Bewerber scouten möchte, sich auf den Profilen der Konkurrenz umschaut oder aus sonstigen Gründen unter dem Radar fliegen möchte, kann dazu die Privacy Einstellungen nutzen. LinkedIn zeigt Premium-Nutzern die vollen Namen der Profilbesucher an, wenn diese die Standardeinstellung bei Your name and headline (recommended) belassen. Um unerkannt zu surfen, ändern sie die Einstellung temporär auf eingeschränkte Anzeige (nur Job Titel und Branche werden angezeigt) oder auf komplette Anonymität.

LinkedIn anonym nutzen

Unerkannt recherchieren: Dafür sind nur zwei Mausclicks in den Einstellungen erforderlich.

 

Tipp 6: Nutzen Sie LinkedIn Alumni zur Kontaktrecherche

Klicken Sie auf den LinkedIn.com/alumni, um eine Auflistung aller Nutzer zu sehen, welche die gleiche Universität besucht haben und mit Ihnen direkt oder über ein, zwei oder drei Ecken indirekt verbunden sind. Die Resultate können Sie anschließend nach Land, Arbeitgeber, Industrie und weiteren Kriterien filtern.

Nutzen Sie LinkedIn, um besser gefunden zu werden!

Kein anderes Social Network ist so geeignet für Inbound Marketing wie LinkedIn. Zukünftige Kunden finden Ihre Angebote ganz von alleine, wenn Sie Ihr Profil optimal gestalten, in den richtigen Gruppen Ihr Expertenwissen teilen und auf Ihrer Firmenseite spannende Inhalte anbieten. Neben den hier genannten Tipps gibt es viele weitere Möglichkeiten, die eigene Reichweite auf LinkedIn zu vergrößern.

Brauchen Sie Unterstützung für Ihre LinkedIn Aktivitäten? Ich nutze LinkedIn seit über 10 Jahren und kenne die Seite wie meine Westentasche. Ich biete Workshops für Ihre Mitarbeiter sowie Einzeltrainings und Strategieberatung für die raschest wachsende Business-Plattform der Welt an – nähere Details sehr gerne auf Anfrage.

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Dann schreiben Sie doch bitte eine Empfehlung für mich auf LinkIn – ich freu mich riesig!

 

datenschmutz Social Media Leseliste 2015: Die besten Bücher, Downloads, Videos und Newsletter

Die datenschmutz Social Media Leseliste (Update 2015) umfasst die wichtigsten Bücher, Whitepapers und Videos zu den Thema Social Media / Social Media Marketing / Social Media Management / Social Media Monitoring / Social Media Advertising. Die Einträge werden regelmäßig erweitert, die Liste ist in folgende Bereiche aufgeteilt:

Social Media Literatur

Über die datenschmutz Social Media Leseliste

Als Digital Universalgelehrter gehört das Unterrichten natürlich zu meinen liebsten beruflichen Tätigkeiten – ursprünglich habe ich die erste Version dieser Liste für meine New Media Vorlesungen an der Universität Wien und an den FHs Kufstein, Eisenstadt und Wien zusammen gestellt. Es zeigte sich allerdings rasch, dass großes Interesse an Literatur, Videos und didaktischen Materialien zum Thema Social Media besteht, daher habe ich diese #SocialMediaLeseliste veröffentlicht und mit Hilfe meiner Leser erweitert.

Selbstverständlich erhebt diese Zusammenstellung keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; es handelt sich aber im wesentlichen um die für mich persönlich relevantesten Werke zum Verständnis neuer Medien. Im ersten Teil finden Sie Einführungs- und Best Practice Literatur, alle Titel sind mit Amzon verlinkt. Der zweite Teil umfasst frei verfügbare Whitepapers und Download-Dokumente. Im dritten Teil präsentiere ich empfehlenswerte Videos, der vierte Teil bildet mit Medientheorie und Grundlagen-Werken den Abschluss meiner Social Media / Web 2.0 Literaturliste. Zu allen Einträgen habe ich kurze Rezensionen geschrieben. Auf Ergänzungen und Anmerkungen respektive auf Ihre persönlichen Favoriten bin ich gespannt – bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende dieses Beitrags oder das Kontaktformular, um weitere Einträge vorzuschlagen.

Version History

24.03.2009: Erste Version
12.01.2010: [Update] Liste “Theorie” erweitert, neuer Teil “Videos”
08.04.2010: [Update] Neue Einträge, neuer Teil Download-Dokumente
11.07.2011: [Update] Neue Einträge und Videos, neue Rezension
07.03.2012: [Update] Neue Rezensionen
01.02.2013: [Update] Erweiterung, neue Whitepaper Einträge
15.04.2014: [Update] Neue Literatur, Amazon Verlinkung, Videos
17.011.2014: [Update] Neue Rezension, Buch Unterkategorien
11.02.2015: [Update] Update, neuer Teil “Newsletter”

Bücher: Einführungen, Grundlagen, Marketing, Best Practices

Social Media Bücher

Social Media Literatur: allgemein

Blanchard, Olivier: Social Media ROI: Messen Sie den Erfolg Ihrer Marketing-Kampagne. Addison-Wesley 2011
Olivier Blanchard nähert sich dem Thema von der webanalytischen und wirtschaftlichen Seite her. Er erklärt sowohl die Konzeption eines sinnvollen Monitoring- Auswertungs-Setup als auch die Grundlagen für die Berechnung der Effizienz von erfolgreichen Social Media Kampagnen.

Grabs, Anne / Bannour, Karim-Patrick / Vogl, Elisabeth: Follow me!: Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebok, Twitter und Co. Galileo 2014
Die aktualisierte Auflage des populären Guides der zwei bekannten Social Media Experten behandelt überblicksmäßig alle Bereiche der professionellen Nutzung von Social Media Plattformen – hervorragend geeignet als allgemeine Einführung.

Godin, Seth: Tribes. We Need you to lead us. London 2008 [Englisch]
Der bescheidene Umfang dieses kleinen Breviers sollte nicht über die Relevanz des Thema hinwegtäuschen: der amerikanische Marketing Berater Seth Godin redet nicht um den heißen Brei herum, sondern präsentiert seiner Leserschaft in knapper Form einen Einblick in die Bedeutung thematischer Online-Communities, die er als Tribes bezeichnet.

Hunt, Tara: The Whuffie Factor: Using the Power of Social Networks to Build Your Business. New York 2009 [Englisch]
Über Taras Währung für Aufmerksamkeit habe ich hier schon mal geschrieben – was Theoretiker als “Aufmerksamkeitsökonomie” betiteln, setzt die Marketing-Expertin in die Praxis um: ihr leicht verständliches Buch bietet zahlreiche Beispiele und eignet sich hervorragend als Einführung ins Thema Social Media Marketing.

Li, Charlene: Groundswell: Winning in a World Transformed by Social Technologies. Harvard Business Review, 2001 [ Englisch]
Eine viel beachtetes Grundlagenbuch über den Wandel, den Social Media Services in allen Bereichen unserer Gesellschaft auslösen. Mit vielen praktisch umsetzbaren Tipps zur Definition und Optimierung der eigenen Social Media Strategie.

Qualman, Erik: What Happens in Vegas Stays on YouTube: Privacy Is Dead. The New Rules of Reputation. Equalman Studios 2013
Erik Qualman warnt vor Reputations-Fallen in der Online Welt und erklärt die Privatsphäre für abgeschafft. Wer in der neuen Businesswelt gewinnen möchte, muss wissen, wie er mit dem eigenen Datenschatten umgeht.

Scott, Meermann David: Die neuen Marketing- und PR-Regeln im Social Web: Wie Sie mit Social Media und Content Marketing, Blogs, Pressemitteilungen und viralem Marketing Ihre Kunden erreichen mitp 2014
Fallstudien zu Kampagnen auf verschiedenen Social Media Kanälen, geballte Information zur effizienten Nutzung von Pinterest, Instagram, Youtube, Twitter, Facebook und anderen Networks. Meermann Scott behält trotz kompetenter Detailerläuterung stets die integrierte Sicht auf alle Online-Marketing und PR Maßnahmen.

Tapscott, Don: Wikinomics: Die Revolution im Netz. DTV, 2009
Wie verändert sich die Wirtschaft durch neue Formen der Kollaboration und Informations-Distribution? Wird heute durchwegs kritisch rezipiert, aber wie Lena völlig richtig schreibt: Zu guter letzt würd ich Tapscotts Millenials nicht verschweigen, ja: ist peinlich, aber die jungen Leut sollen schon lernen, wem der Schmafu vom “digital native” zuerst eingefallen ist….

Tuten, Tracy L. / Solomon, Michael R.: Social Media Marketing. Pearson, 2013 [Englisch]
Dieses Textbuch von Tuten und Solomon richtet sich in erster Linie an Lektoren und Studierende. Es enthält praxisorientierte Outlines und Anleitungen zu allen Aspekten der Social Media Marketing Werkzeugkiste.

Vaynerchuk, Gary: Der Kampf um Kunden: So landen Sie gezielte Treffer mit Facebook, Twitter & Co. books4success 2014
Der bekannte amerikanische Online-Unternehmer und Berater darf sich mit dem begehrten Label “New York Times Bestsellerautor” schmücken. Ähnliche Tipps und Anregungen findet man auch anderswo, aber Gary hat einen ganz eignen Humor und eine sehr direkte Art, die viele Leser schätzen – während andere der Boxkampf-Vergleich eher abschrecken dürfte. Originell ist das Buch allemal!

Werner, Andreas: Social Media – Analytics & Monitoring: Verfahren und Werkzeuge zur Optimierung des ROI. dpunkt Verlag 2013
Kreativität und Storytelling sind die eine Seite von Social Media, aber das Controlling verlangt nach harten Zahlen und Fakten. KPIs für Social Media Kanäle zu definieren, ist alles andere als trivial. Das Buch erläutert gängige Analysetools und geht ausführlich auf Monitoring-Werkzeuge ein.

Weinberg, Tamar: Social Media Marketing – Strategien für Twitter, Facebook & Co. O’Reilly 2014 [deutsche Bearbeitung von Corina Pahrmann und Wibke Ladwig]
Die vierte Auflage des Standardwerks über Social Media Marketing enthält zahlreiche Fallstudien (auch aus dem deutschsprachigen Raum) und gibt Best Practice Tipps zu den täglichen Herausforderungen von Social Media Managern: Wie geht man Trollen um, wie reagiert man auf Kritik? Besonderes Augenmerk legen die Autoren Social Media Marketing für KMUs.

Ziegler, Cai-Nicolas / Lambertin, Justin: Social Media und der ROI: Erfolgsplanung und -kontrolle. O’Reilly 2013
Stichhaltige Argumente auf die Frage “Was bringt Social Media eigentlich?” liefert dieses Einführungsbuch. Es erläutert gängige Methodologien zur Social Media Erfolgsmessung und geht dabei auf die Stärken und Schwächen der einzelnen Key Performance Indicators ein.

Social Media Literatur: Facebook

Adda, Lukas: Face to Face: Handbuch Facebook-Marketing. Galilieo 2013
Face 2 Face beschäftigt sich mit Marketing auf der weltweit populärsten Social Media Plattform. Best Practices vermitteln ein valides Bild davon, was funktioniert und liefern Denkanstöße für eigene Marketing-Aktivitäten.

Jelinek, Jonny: Facebook-Marketing für Einsteiger 2015: Social Media Minis. Stark Verlag 2015
Der Autor unternimmt einen umfassenden Streifzug durch alle Bereiche des Facebook Marketings: von der Entwicklung einer individuellen Strategie und dem Schritt-für-Schritt-Aufbau eines professionellen Facebook-Auftritts über die Erstellung von erfolgreichen Postings und die richtige Abwicklung von Gewinnspielen bis hin zum Einstieg in Facebook-Werbeanzeigen und rechtlichen Stolpersteinen.

Leopold, Meike / Eichstädt, Björn / Gläsel-Maslov Anett u.a.: Erste Hilfe für Social Media Manager: Rezepte & Best Practices für mehr Erfolg im Unternehmensalltag. dpunkt, 2014
Sieben Social Media Experten behandeln in diesem Sammelband Rezepte und Best Practices für typische Herausforderungen des Social Media Alltags. Das Themenspektrum geht weiter über Marketing hinaus und behandelt auch Themen wie die Erstellung interner Richtlinien für Mitarbeiter, Kooperation mit Dienstleistern oder Strategien für eine stärkere Beteiligung der Mitarbeiter.

Steinschaden, Jakob: Phänomen Facebook: Wie eine Webseite unser Leben auf den Kopf stellt. Ueberreuter Verlag 2010 [Kindle Edition]
Wie sehr hat Facebook die Gesellschft vereinnahmt, was planen die Betreiber mit den Daten der Nutzer anzufangen und wie kann man in Mark Zuckerbergs Social Media Universum seine Privatsphäre schützen? Diesen Fragen geht der IT Journalist Jakob Steinschaden anhand von Reportagen und Interviews mit Facebook-Insidern nach.

Social Media Literatur: Twitter

Comm, Joel: Twitter Power: How to Dominate Your Market One Tweet at a Time. New Jersey 2009 [Englisch]
Guter Einstieg in Features und Funktionen sowie sinnvolle, langfristige Konzepte zum Aufbau einer Microblogging-Community: die beste mir bekannte Einführung, auch wenn die neueren Features wie zum Beispiel die Listen noch keine Berücksichtigung fanden.

Israel, Shel: Twitterville: How Businesses Can Thrive in the New Global Neighborhoods. Portfolio Verlag 2009 [Englisch]
Die Autorin präsentiert die Microblogging-Plattform als Netzwerk für Professionals und zeigt anhand zahlreicher (amerikanischer) Use-Cases, wie Microblogging die Unternehmensziele unterstützen kann.

Rajiv Shah, Michael: Twitter für Einsteiger. Stark, 2013
Literatur über den Kurznachrichtendienst gibt’s zuhauf – Einsteigern empfehle ich uneingeschränkt dieses Büchlein aus der Serie “Social Media Minis”, denn es bietet geballtes Twitter-Einsteigerwissen und konzentriert sich aufs Wesentliche.

Social Media Literatur: LinkedIn und Xing

Lutz, Andreas / Rumohr, Joachim: Xing optimal nutzen: Geschäftskontakte – Aufträge – Jobs. So zahlt sich Networking im Internet aus. Linde 2014
Die beiden Autoren erklären, wie man das volle Potential von Xing ausschöpft, das eigene Netzwerk ausbaut, Kontakte pflegt sowie recherchiert. Erfolgsgeschichten und Interviews mit Ex-OpenBC Experten runden das Kompendium ab.

Mader, Isabella / Rajiv Shah, Michael: Webselling – XING & LinkedIn – Die besten Erfolgsstrategien im Business-Networking. Data Becker 2012
Die Business-Networks LinkedIn und Xing bieten weit mehr Möglichkeiten, als nur den eigenen Lebenslauf zu präsentieren. Die Autoren führen den Nutzer Schritt für Schritt durch die geschäftliche Social Media Welt. Von der Einrichtung und Optimierung des eigenen Profils über Gruppen- und Suchfunktionen bis zu Kooperations- und Kollaborationsmöglichkeiten werden alle Aspekte umfassend behandelt.

Shah, Michael Rajiv: Karrierebeschleunigung mit Linkedin (2. Auflage). Stark 2014
LinkedIn eignet sich hervorragend zur Etablierung von Personenmarken, funktioniert in vielen Bereichen jedoch deutlich anders als gewohnte Social Networks. Der Autor zeigt die Möglichkeiten von LinkedIn auf und erklärt, wie man das eigene Profil optimiert, richtig recherchiert und LinkedIn zur Akquise nutzt.

Social Media PR und Öffentlichkeitsarbeit

Belvederesi-Kocs, Rebecca: Erfolgreiche PR im Social Web: Öffentlichkeitsarbeit mit Facebook, Twitter & Co. Galileo Press, Bonn 2013
Anhand von Praxisbeispielen aus verschiedenen Branchen zeigt die Autorin, wie sich Social Mdia Kanäle sinnvoll in die PR- und Öffentlichkeitsarbeit integrieren lassen.

Schindler, Marie-Christine / Liller, Tapio: PR im Social Web, 3. Auflageb O’Reilly 2014
Social Media hat das Verhältnis zwischen Unternehmen bzw. Agenturen und deren Zielgruppen stark verändert. Die Autoren zeigen, wie man erfolgreich professionell in einem Umfeld kommuniziert, in dem Transparenz und Dialog immer wichtiger werden. Fallstudien und Best Practices zu den Themen Blogger Relations, Monitoring, Issues Management und Umgang mit Kritik und Krisen garantieren Praxistauglichkeit.

Zerfaß, Ansgar / Pleil, Thomas (Hg.): Handbuch Online-PR: Strategische Kommunikation in Internet und Social Web. UVK Verlag 2012
Der Sammelband gibt in 25 Beiträgen von Autoren aus Praxis und Wissenschaft einen systematischen Überblick zu Strukturen, Prozessen, Tools und Best Practices. Die Besonderheiten von Online-Monitoring, einzelnen Social Networks und allgemeiner Kampagnenführung im Web werden ebenso behandelt wie Personalisierungs und Storytelling.

Customer Experience Management

Moser, Christian: User Experience Design: Mit erlebniszentrierter Softwareentwicklung zu Produkten, die begeistern. Springer Verlag 2012
Wie entsteht ein positives Produkterlebnis? Nicht bloß durch die Funktionalität einer Web-Applikation, sondern durch positive Nutzerlebnisse. Wie man diese an digitalen Touchpoints inszeniert und analysiert, beschreibt Moser nachvollziehbar und unter Erläuterung relevanter, moderner Methoden.

Schüller, Anne: Touchpoints: Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute. Managementstrategien für unsere neue Businesswelt. 2. Auflage, Gabal 2012
Die Customer Journey ist gesäumt mit digitalen Touchpoints. Wie können Unternehmen die Kundenerfahrungen auf verschiedenen Kanälen optimieren und managen? Schüller liefert ein umfassendes Bild der durch digitale Medien ausgelösten Veränderungen in der Marketingwelt.

Smith, Joe / Wheeler, Shaun: Managing the Customer Experience: Turning Customers Into Advocates. Financial Times, 2002
Der Fokus dieses praktisch orientierten Buches liegt nicht auf Social Media, sondern auf Customer Experience Managemet. Social Media Kanäle spielen in Marketing und PR mittlerweile eine essentielle Rolle und werden im Buch daher ausführlich behandelt.

Content Marketing und Storytelling

Eck, Klaus / Eichmeier, Doris: Die Content-Revolution im Unternehmen: Neue Perspektiven durch Content-Marketing und -Strategie. Haufe-Lexware 2014
Storytelling und Content Marketing sind unverzichtbarer Bestandteil jeder Social Media Strategie. Denn von der Konkurrenz abheben kann man sich nur mit außergewöhnlichen Inhalten, die sich von der langweiligen Masse abheben. Das Buch beleuchtet alle Aspekte von “Corporate Content Creation” und garniert diese mit direkt anwendbaren Praxis-Tipps.

Löffler, Miriam: Think Content!: Content-Strategie, Content-Marketing, Texten fürs Web. Galileo 2014
Löfflers Buch beginnt mit einer Einführung in das Thema Content Marketing und gibt dem Leser anschließend die wichtigsten Werkzeuge für die erfolgreiche Inszenierung von Web-Inhalten in die Hand, wobei der Schwerpunkt auf Text-Inhalten liegt. Neben dem B2B Bereich behandelt die Autorin auch Storytelling in B2C Kontexten.

Pulizzi, Joe: Epic Content Marketing: How to Tell a Different Story, Break through the Clutter, & Win More Customers by Marketing Less.
Eines der Standardwerke zum Thema “Inszenierung von Unternehmensbotschaften”. ´Joe Pulizzi bezieht sich zwar durchgehend auf den US-amerikanischen Markt, aber seine Ansätze und Ideen lassen sich mit ein wenig Tuning hervorragend für andere Märkte adaptieren.

Sammer, Petra: Storytelling. O’Reilly 2014
Wie erstellen Unternehmen Inhalte, die den Kunden sowohl Mehrwert bieten als auch aktiv gerne geteilt werden? Bekannte Brands wie Red Bull setzen schon lange auf Storytelling, doch auch für KMUs bieten die neuen Social Media Kanäle zahlreiche Möglichkeiten für eine erfolgreiche Inszenierung. Die Autorin erklärt, wie man “Corporate Stories” auffindet, verdichtet und medienübergreifend erzählt.

WordPress, TumblR, Social Blogging

Cremer, Gino: WordPress Praxishandbuch – Profiwissen für die Praxis: Installieren, absichern, erweitern und erfolgreich einsetzen. Franzis Verlag 2013
WordPress hat sich zum beliebestens CMS entwickelt und kann schon längst viel mehr, als nur Online-Tagebücher zu erstellen. Gino Cremer startet mit der WordPress-Installation und geht im weiteren Velauf des Buches auf zahlreiche Fragen aus der Praxis ein, vom mobiltauglichen Design bis zur soliden Absicherung der eigenen Installation gegen Hacker.

Houghton, Robin: Blogging for Creatives. Ilex 20112 [Englisch]
Technisch orientierte Anleitungen über WordPress gibt es in großer Zahl, doch dieses Buch konzentriert sich auf die kreative Praxis. Rezensionen der besten Widgets und Plugins und viele Anregungen, von denen sich ruhig auch alte Hasen inspirieren lassen können, machen dieses Buch zu einer Empfehlung. Neben WordPress werden auch TumblR und andere Plattformen behandelt.

Kuhlmann, Michael: Social Media for WordPress: Build Communities, Engage Members and Promote Your Site. Packt Publishing 2012 [Englisch]
Die Eindung von Social Media Elementen in WordPress-Installationen geht über einen simplen Share-Button hinaus. Wie lassen sich Marketing-Techniken automatisieren, welche Analysetool verraten die wichtigsten KPIs? Im Fokus dieses Buches steht WordPress als Community-Tool.

Leopold, Meike: Corporate Blogs. O’Reilly 2013
Corporate Blogs erfolgreich zu planen und zu betreiben, gehört zu den Königsdisziplinen im Content Marketing. Die Autorin hilft mit ihrem interdisziplinären Wissen und ihrer umfangreiche Praxiserfahrung, typische Anfängerfehler zu vermeiden, Ressourcen effizient einzusetzen und regelmäßige Erfolgskontrollen in den Redaktionsprozess zu integrieren.

Rechtliche Aspekte von Social Media (Marketing)

Hilgert, Peter / Greth, Rüdiger: Urheberrechtsverletzungen im Internet. Beck Verlag 2014
Cloud Computing, Torrent Downloads, illegale Streamingangebote – Urheberrechtsverletzungen im großen Stil sind im Netz an der Tagesordnung. Die Autoren geben einen umfangreichen Überblick über den derzeitigen Status des juristischen Scharmützels zwischen Internetpiraten und der Abmahn-Industrie.

Seevogel, Jan Christian: Das Buch zu Facebook und Recht. O’Reilly 2014
Ein Kompendium zu praktischen Rechtsfragen in der Social Media Nutzung: von Bildrechten bis Impressumspflichten warnt das Buch vor so mancher juristischen Stolperfalle für Privatpersonen und gewerbliche Nutzer.

Schwenke, Thomas: Social Media Marketing und Recht. O’Reilly 2014
Die Selbstpräsentation im Web und auf Social Media Kanälen ist für die meisten Unternehmen unverzichtbar geworden. KMUs haben in der Regel keine eigene Rechtsabteilung, doch wer Fehler begeht, den schützt Unwissen nicht: Hinter jeder Ecke lauern Abmahnungem, Rechtsverstöße, Desaster. Wie man diese elegant elegant umschiffen? Juristisches Rüstzeug für Webarbeiter.

Rohrlich, Michael: Online-Recht: Rechtssichere Websites, Online-Shops und Onlinemarketing-Kampagnen. CreateSpace Independent Publishing 2013
Praxisnahe Rechtsfibel für Online-Shop Betreiber. Der Autor berücksichtigt in seinen Ausführungen die teils widersprüchlichen Präzedenzfälle, die aktuelle Ausgabe berücksichtigt die neue Verbraucherrechte-Richtlinie.

Solmecke, Christian / Wahlers, Jakob: Recht im Social Web: Der umfassende Ratgeber für alle Fragen im Social Media Marketing. Galileo 2014
Kein Buch über Social Media Recht kommt im Beschreibungstext ohne Begriffe wie “Fallstricke” aus. Die warten überall auf Stolperwillige und/oder naive Nutzer. Wer diesen Ratgeber konsultiert, wird schnell lernen, dass Bildrechte keineswegs erlöschen, sobald ein Foto irgendwo öffentlich im Netz auftaucht – aber dankenswerterweise eben nicht auf die harte Tour.

Social Media im internen Unternehmens-Einsatz

Dannhäuser, Ralph: Praxishandbuch Social Media Recruiting: Experten Know-How / Praxistipps / Rechtshinweise. Springer Gabler 2014
Die Jagd nach geeignetem Personal wird härter, mehr und mehr Personalchefs setzen auf Social Media Recruiting. Der Autor zeigt, wie proaktive Suche hilft, Qualität und Eignung der Bewerber zu steigern. Checklisten, Rechtshinweise und Beispiele aus dem HR-Alltag lassen kaum Fragen zur Online-Personalsuche offen.
Dörfel, Lars / Hirsch, Lutz (Hg.): Social Intranet 2012: Studienergebnisse, Fachbeiträge und Experteninterviews. scm-Verlag, Berlin 2012
Die Studie erhebt den aktuellen Status Quo von Social Media Anwendungen in der Mitarbeiterkommunikation. Neben den Studienergebnissen enthält das Buch Fachbeiträge und Experteninterviews zum Thema Enterprise 2.0 und Social Media in der Internen Nutzung, die wichtige Inputs für Manager liefern.

Dörfel, Lars / Schulz, Therese (Hg.): Social Media in der Internen Kommunikation. SCM-Verlag, Berlin 2012
Enterprise 2.0 ist Herausforderung und Chance zugleich. In ihrem Sammelband beleuchten die Herausgeber, wie Social Media Tools firmenintern sinnvoll angewendet werden können und liefert mit Expertenbeiträgen, Interviews und Best Practice-Beispielen zahlreiche Tipps für die konkrete Umsetzung.

Li, Charlene: Open Leadership: How Social Technology Can Transform the Way You Lead. John Wiley & Sons, 2010 [ Englisch]
Wie schafft man ein Klima der Offenheit und Vertrautheit und behält trotzdem Führungskompetenz? Li widmet sich modernen Paradigmen, die einer veränderten Kommunikationswelt Rechnung tragen und Manager mit dem nötigen Führungswissen ausstatten.

Pfeifer, Iris: Social Media in der internen Unternehmenskommunikation: Entwicklungspotenziale für die PAUL HARTMANN AG – ein integrierter Ansatz. Akademikerverlag, Saarbrücken 2013.
Dieses Buch diskutiert, wie sich das Nutzerverhalten von Mitarbeitern im Social Media-Kontext auf Unternehmen auswirkt und welche Potenziale sich für die interne Kommunikation, beispielsweise in Form der länderübergreifenden, Projektarbeit ergeben. Spannend sowohl für Praktiker als auch für Manager.

Schreiter, Salome: Die Nutzung von Social-Media-Angeboten in der internen Kommunikation von Organisationen: Ein Modellkonzept. E-Book, Grin-Verlag, Salzburg 2010
Masterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Medien, Universität Salzburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Social Media in der Organisation: Lust oder Frust? Was nützen die neuen Medien und wie verändern sie die Organisation, ihre Strukturen, Kultur und Arbeitsweisen? Was sind Stärken und Chancen, was Schwächen und Gefahren im Enterprise 2.0?

Semple, Euan: Organizations Don’t Tweet, People Do: A Manager’s Guide to the Social Web. John Wiley and Sons, 2012 [Englisch]
“Ein Social Media Guide für Manager” lautet der Untertitel von Semples Best-Practice Buch. Der Autor zeigt, wie Social Media Tools Managementaufgaben erleichtern, wie erfolgreiches Dialog-Marketing strategische Ziele unterstützt und in unterschiedlichste Bereiche umstrukturiert.

Downloads: Whitepapers und eBooks

Social Media Literatur

Blogwerk Whitepapers [pdf, Registrierung erforderlich]
http://www.blogwerk.com/downloads/whitepaper/
Blogwerk.com bietet eine Reihe von Whitepapers zu spezifischen Social Media Themen gratis an, darunter “Social Media Marketing”, “Corporate Weblogs”, und “Social Media für Messeveranstalter”. Vor dem Download werden die Kontaktdaten abegefragt, die gewünschten Papers werden anschließend via E-Mail verschickt.

Learn and earn – A B2B Social media whitepaper [PDF]
http://advertising.microsoft.com/en/social-media/social-media-white-paper
Das Microsoft Social Media Team legt Erfahrungen aus mehreren Jahren Online-Marketing dar und erklärt, wofür die Firma welche Kanäle nutzt.

SocialMedia – Was Sie wirklich wissen müssen [PDF]
http://www.deutsche-stadtauskunft.ag/media/social-media-marketing-whitepaper.pdf
Robert Justitz hat für die deutsche Stadtauskunft Marketing AG ein lesenswertes Whitepaper für Social Media Einsteiger verfasst. In seinem Paper widmet er sich den grundlegenden Chancen und Herausforderungen von Social Media und verzichtet auf technische Details.

Paul Anderson: What is Web 2.0? [pdf Datei]
http://www.jisc.ac.uk/media/documents/techwatch/tsw0701b.pdf
Paul Andersons Exploration der näheren Bedeutung des Begriffs ist nicht mehr ganz taufrisch: bereits im Februar 2007 erschien dieser TechWatch Report, der als Einführungsliteratur in die Konzepte und technischen Grundlagen aber nach wie vor sehr gut geeignet ist, da die wichtigsten Fachbegriffe und Konzepte sehr gut strukturiert erläutert werden:

This TechWatch report was commissioned to investigate the substance behind the hyperbole surrounding ‘Web 2.0′. It reports on the implications this may have for the UK Higher and Further Education sector, with a special focus on collection and preservation activities within libraries.

Delphi Studie 2030: Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien [pdf Datei]
http://www.tns-infratest.com/presse/pdf/Zukunft_IKT/Zukunft_und_Zukunftsfaehigkeit_der_IKT_2009.pdf
Der internationale IT-Gipfel befragte nach der sogenannten Delphi-Methode in einem zweistufigen Verfahren über 500 Experten. Herausgearbeitet werden sollten langfristige Trends in der Informations- und Kommunikationstechnologie bis zum Jahr 2030. Das Ergebnis beweist, dass soviele geballte Fachkompetenz in diesem Fall nicht irren kann: denn die Ergebnisse klingen verdächtig nach Nullaussagen. Hier ein Beispiel:

Akzeptanz und Vertrauen der Menschen im Umgang mit IKT sind die Grundlage der Entwicklung einer modernen und offenen Informationsgesellschaft.
Leistungsfähige Kommunikationsnetze sind Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Informationsgesellschaft.

Doch auch wenn man für diese Zukunftsprognosen nicht unbedingt das griechische Orakel bemühen muss, so enhält die rund 300 Seiten umfassende Studie eine wahre Flut an Beispielen, Zahlen, Fakten und Diagrammen, allerdings sehr spezifisch auf die Situation in Deutschland bezogen.

Chris Anderson: Free [Audio]
Mit seinem Buch über den “Longtail-Effekt” wurde der Internet-Ökonom Chris Anders berühmt; im Follow-Up “Free” argumentiert er munter-euphorisch gegen den herrschenden Pessimismus im Verlagsgeschäft: Free sei die Zukunft des (Medien)Business, Aufmerksamkeit heißt die neue Währung. Die Grundgedanken der Publikation fasst dieser Wird Beitrag zusammen, bei Scribd könnte man “Free” online lesen, befände man sich nicht in Europa (so ganz frei ist der Zugang dann wohl doch nicht, aber wer unbedingt will, kann via de-bug). Das Audiobook gibt’s dagegen wahlweise zum Online-Hören oder als Zip-Download. Zitat:

What this boils down to is the difference between abundance- and scarcity-based business models. If you’re controlling a scarce resource, like the prime-time broadcast schedule, you have to be discriminating. There are real costs associated with those half-hour chunks of network time, and the penalty for failing to reach tens of millions of viewers with them is calculated in red ink and lost careers. No wonder TV executives fall back on sitcom formulas and celebrities—they’re safe bets in an expensive game.
But if you’re tapping into an abundant resource, you can afford to take chances, since the cost of failure is so low. Nobody gets fired when your YouTube video is viewed only by your mom.

Vilém Flussers Bochumer Vorlesungen (1991) [Audio]
http://www.flusser-archive.org/publications/bochumervorlesungen
Das von Edith Flusser und Klaus Sander 1992 in München aufgebaute Flusser-Archiv wird seit 1998 von Siegfried Zielinski betreut. Die umfassende Sammlung umfasst rund 2.500 Essay- und Buchmanuskripte, darunter zahlreiche unveröffentlichte Texte. Nach Absprache steht die Sammlung interessierten offen. Auf der Homepage findet man leider, leider überhaupt keine digitalisierten Texte – aber zumindest die legendären Vorlesungen, die der Kommunikationsphilosoph 1991 an der Uni Bochum hielt, sind als Audio-Podcast in voller Länge verfügbar. Zwar im eigenartigsten Audioplayer, den ich je gesehen habe; dafür gibt’s aber komplette Untertitel. Ein Komplett-Download ist nicht verfügbar, wer alles hören will, muss sich durch sämtliche Schnipsel klicken (oder die Links aller dahinterliegenden Ogg-Files zusammenkopieren, runterladen und eine Playlist machen. Das Zip-File hätte ich dann bitte gerne :frog:). Der Aufwand lohnt sich, allerdings sollte man sich Zeit nehmen: zum Nebenbeihören sind Flusser Gedankengänge (zumindest mir) durchwegs zu komplex.

Social Media Newsletter

Newsletter zu Social Media

#socialmediawatchblog #Briefing (täglich)

Socialmedia Watchblog Newsletter

“Täglich um 7 Uhr morgens alle relevanten Links zu Social frisch in die Inbox” verspricht das deutschsprachige #briefing des Social Media Watchblogs. Und das ist keineswegs zu hoch gegriffen: Die Redaktion steckt eine Menge Aufwand in das Projekt und berücksichtigt sowohl Quellen aus dem D-A-CH Raum als auch internationale Beiträge. Die aktuellsten Newsletter gibt’s auch online.

Social Media Watchblog #briefing – zur Anmeldung


Thomas Hutters Facebook Wochenrückblick (wöchentlich)

20150210-socialmedia-leseliste-news-hutter

Als digitale Sonntagszeitung verschickt Facebook-Berater Thomas Hutter seinen Wochenrückblick. Pünktlich zum Frühstück bekommen Abonennten jede Woche alle aktuellen Entwicklungen rund um Facebook in ihre Mailbox.

Thomas Hutter Facebook Wochenrückblick – zur Anmeldung


datenschmutz Newsletter (zweiwöchentlich)

datenschmutz Newsletter

Besser als selber recherchieren! Ein bis zweimal im Monat bekommen Abonnenten die nützlichsten datenschmutz Beiträge sowie das eine oder andere Goodie in ihre Mailbox.

datenschmutz Newsletter – zur Anmeldung


Videos über Social Media

Social Media Videos

Shift Happens / Did you know [Playlist]
Das am 22. Juni 2007 erstmals veröffentliche Video Did you know präsentierte die damals aktuellen Zahlen und Fakten zum Medienwandel auf komprimierte und deshalb beeindruckende Weise – seither gab es zahlreiche Videoantworten und akualisierte Versionen.


Commoncraft-Videos
Commoncraft haben vor einigen Jahren begonnen, Erklärungsvideos zu verschiedenen Social Media Themen zu drehen. Der handgezeichnete Bleistift-Stil stieß auf so große Begeisterung, dass die Videos mittlerweile verkauft und pro Homepage-Einbindung und Video 35$ im Monat an Lizenzkosten fällig werden. Auf der Commoncraft-Page kann man aber alle Filmchen ansehen. Besonders empfehlenswert:

Commoncraft: Social Media in Plain English
Commoncraft: Social Networking in Plain English
Commoncraft: Blogs in Plain English


TED-Vorträge über Social Media [Playlist]
Auch auf den populären TED-Konferenzen ist Social Media regelmäßig ein Thema. Diese Playlist umfasst die spannendsten TED-Talks über die neue digitale Medienwelt.


datenschmutz Videopodcasts und Round Tables [Playlist]
Im Lauf der Jahre habe ich einige sehr spannende Gesprächspartner vor meine Podcast-Kamera zerren können.


 

Michael Welsh: The Machine is using us

[empfohlen von Axel Maireder]

[easy-share buttons="facebook,twitter,linkedin,xing,google,tumblr" native="no" counters=0 counters_pos="no" total_counter_pos="no" hide_total="yes" hide_names="force"]
https://www.youtube.com/watch?v=NLlGopyXT_g

Michael Welsh: Information R/evolution
[empfohlen von Axel Maireder]

[easy-share buttons="facebook,twitter,linkedin,xing,google,tumblr" native="no" counters=0 counters_pos="no" total_counter_pos="no" hide_total="yes" hide_names="force"]
https://www.youtube.com/watch?v=-4CV05HyAbM

Theorie und Medienphilosophie

Grundlegendes und Einführungen

Eisenstein, Elizabeth: Die Druckerpresse. Kulturrevolutionen im frühen modernen Europa. Wien 1997
Die bekannteste historische Untersuchung über die langfristigen Implikationen der Druckerpresse mag zwar auf den ersten Blick wenig mit New Media zu tun haben – aber der Eindruck täuscht. Aus der Verlagsbeschreibung:

Denn weit über die subtilen technischen Innovationen hinaus ist der Buchdruck Medium von gesamtgesellschaftlichen Revolutionen. Renaissance, Reformation und die gesamte Entstehung der neuzeitlichen Wissenschaften sind in den Mediatisierungsprozess des Buchdrucks eingeflochten. Der Buchdruck ist nicht allein der Triumph der Reproduktion über das Original, nicht allein Zeichen einer neuen Herrschaft der Schrift über das Bild in der Öffentlichkeit – er ist vor allem auch das Medium einer gesamten psychosozialen und mentalitätsgeschichtlichen Umwälzung.

Ess, Charles: Digital Media Ethics (Digital Media and Society)
.
Cambridge 2009
[empfohlen von Michael Hafner]
Charles Ess beschäftigt sich auf allgemeiner Ebene mit den Fragen der digitalen Ethnik und bezieht in seine Gesamtbetrachtung Themenfelder wie Copyright, Datenschutz und “Digital Citizenship” mit ein. Dabei bemüht der Autor zwar immer wieder bekannte Beispiele der jüngeren Netzgeschichte (wie beispielsweise den Facebook-Beacon-Protest), verliert sich aber nicht in Details, sondern will dem Leser ein Gesamtbild der Kernfragen einer digitalen Ethik vermitteln. Auch Ess’ Überlegungen zu Digital Sex und Computerspielen beziehen nicht bloß westliche Nutzungsgewohnheiten, sondern die globale Perspektive und kulturelle Unterschiede mit ein; gute Einführung in ein komplexes und immer mehr an Bedeutung gewinnendes Thema. Eine Rezension des englischsprachiges Buches, das mittlerweile als Taschenbuch verfügbar ist, gibt’s am mashazine:

Ess investigates potential new ethical challenges that arise in the context of digital media. This does not mean it’s about copyright only. A major question is wether digital(online) media empower (free speech) or enslave people (spread structures from western civilization all over the world), whether online communication makes us less sensitive and responsible (because it’s only disembodied words) or more powerful and thus requires more responsibility (because our communication has much more reach and impact).

Flusser, Vilém: Ins Universum der technischen Bilder. Göttingen 1996
Jedes einzelne Buch des brillanten Kommunikologen Vilém Flusser ist definitiv lesenswert. “Ins Universum der technischen Bilder” bietet eine hervorragende Einführung in den grundlegenden Wandel, den der Philosoph im Übergang von der Schrift- zur Bildkultur konstatierte. Neben Marshall McLuhan mein zweiter Favorit in punkto “Webverständnis”:

Zweifellos hingegen ist, dass das Schreiben durch Computer die Einstellung des Schreibenden und des Empfängers zum Text radikal verändert. Das schöpferische Engagement wird anders erlebt als vorher. Es ist eine neue Art von Selbstkritik und von Verantwortlichkeit dem anderen gegenüber hinzugekommen, und der Text hat eine neue Art von Eigenleben gewonnen. Kurz, man beginnt, wenn man auf diese Art schreibt, beim Schreiben dialogisch zu denken, zu schaffen, zu leben. Auch und vor allem in jenem Sinn, den Martin Buber gemeint hat.

Hartmann, Frank: Medienphilosophie. Wien 2000
In seiner umfassenden Einführung bietet Frank Hartmann einen exzellenten Überblick über Entstehung, historische Entwicklungen und aktuelle Strömungen im Bereich der Medienphilosophie: ein unentbehrliches Grundlagenwerk, zum Lesen und Nachschlagen sowie mit einem immens umfassenden Verzeichnis weiterführender Literatur.

Manovich, Lev: The Language of New Media. Cambridge 2001
Der Kulturwissenschaftler Lev Manovich stellt das Kino ins Zentrum seiner Reflexionen über die visuelle Medienkultur. Manovichs Ideen und Theorien zum bewegten Bild sind von besonderem Interesse für alle, die sich für die Theorie des Bewegtbilds interessieren.

McLuhan, Marshall: Understanding Media: The Extensions of Man. Cambridge 1964
Das zentrale Werk McLuhans wird nahezu jährlich neu verlegt: in seinem Forschungsansatz der “Probes” und seiner Erkenntnis der Untrennbarkeit von Forscher und “umgebendem Medium” war der kanadische Theoretiker radikal konsequent: seine Auffassung von (elektronischen) Medien als Prothesen hat bis heute nichts von ihrer Brisanz verloren.

Möller, Erik: Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern. Hannover 2006
[empfohlen von Linzerschnitte]
Erik Möller beschreibt in seiner Einführung, wie Konsumenten zu Produzenten werden und welche langfristigen gesellschaftlichen Veränderungen durch Online-Medien zu erwarten sind. Eher essayistisch als Hardcore-Theorie, ermöglicht das Buch allen, die sich möglichst rasch die wichtigsten Begriffe und das entsprechende Grundwissen aneignen wollen, einen schnellen Einstieg in die Thematik.

Tapscott, Don / Williams, Anthony: Wikinomics: Die Revolution im Netz. München 2009
[empfohlen von Manuel Gruber]
Der Klassiker über die Medienrevolution der Wirtschaftswelt: Tapscott und Williams sprechen nicht vom Crowdsourcing, sondern von Wikinomics. Neue kollaborative Kooperationsmodelle verändern nach Meinung der Autoren die Wirtschaftswelt gravierend. Achtung: im März 2010 erscheint eine aktualisierte Auflage:

Wir treten in ein neues Zeitalter ein, wo die Menschen in einer Weise am Wirtschaftsgeschehen teilnehmen wie nie zuvor. Noch nie hatten Einzelne die Macht und die Gelegenheit, in losen Netzwerken Gleichgestellter und Gleichgesinnter (‘Peers’) zu kooperieren und Waren und Dienstleistungen kontinuierlich und in konkret fassbarer Form herzustellen.

Zerfaß, Ansgar / Welker, Marin / Schmidt, Jan (Hg.): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web: Grundlagen und Methoden: Von der Gesellschaft zum Individuum: Bd. 1. Köln 2008

Zerfaß, Ansgar / Welker, Martin / Schmidt, Jan (Hg.): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. Strategien und Anwendungen: Perspektiven für Wirtschaft, Politik und Publizistik: Bd. 2. Köln 2008
[empfohlen von Axel Maireder]
Ganz gute und halbwegs aktuelle Texte finden sich im 2-bändigen Sammelband der Deutschen Gesellschaft für Onlineforschung zu Partizipation und Wirkungen im Social Web. Band 1 beleuchtet theoretische und methodologische Grundlagen (ausführlich die Konstruktion des “aktiven Rezipienten”), Band 2 unterschiedliche Spannungsfelder (Journalismus, Unternehmen etc.). Nicht alle Texte sind empfehlenswert, aber die beiden Sammelbände eignen sich gut, um ins Forschungsfeld reinzuschnuppern.

Weitere Vorschläge?

Das waren also meine neun Favoriten – aber das Gesetzt der “Best-Of” Listen verlangt natürlich nach mindestens 10 Einträgen, also wende ich mich vertrauensvoll an Sie: Was sind Ihre Lieblings-Druckwerke zum Thema Internet / Social Media / Online Marketing? Die Lese- und Videoliste wird regelmäßig um neue Einträge ergänzt (natürlich mit Backlink) – BITTE NUTZEN SIE DIE KOMMENTARFUNKTION oder mein KONTAKTFORMULAR! Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Social Media Nutzer-Zahlen in Österreich 2014: Von Netzen und deren Nutzen für Unternehmen

Wiederholte Frage an Radio datenschmutz: Spielen neben Facebook eigentlich noch andere soziale Netzwerke in Österreich eine Rolle? Antwort: Das kommt drauf an, wie man die hiesigen Social Media Nutzerzahlen berechnet… Auf Facebook sind mittlerweile 38% der Alpenrepublikaner registriert, 56% nutzen Youtube aktiv. Ohne Youtube machen Twitter, LinkedIn, Instagram, Google+, Pinterest, Ello, medium und tsu Nutzer sogar zusammengezählt immer noch unter 20% der Gesamtbevölkerung aus, in etwa gleich viele Österreich nutzen überhaupt kein Internet.

Wer aber einen tsu-Account hat, hängt ziemlich sicher auch bei Pinterest rum. Und die Österreicher auf Pinterest twittern alle… und so weiter. Deshalb liegt die Gesamtzahl der Zuckerberg-Fremdgänger natürlich noch viel niedriger. Niedrig einstellige Prozentzahlen lassen sich nun mal so schlecht schätzen, und die meisten kleineren Netzwerke geizen bekanntlich gern mit kleineren Zahlen für noch kleinere Länder. Da zählt nicht mal mehr Alexa mit.

Kennen Sie den kürzesten Social Media Witz? “Kommt ein Österreicher auf ein Pinterest Board.”

Die eigentliche Fragestellung dieses Blogbeitrags – Auf welchen Social Media Plattformen sollten österreichische Unternehmen vertreten sein – erinnert mich an eine Textstelle aus dem “Hexer” von Wolfgang Hohlbein. Der und sein Mentor Lovecraft steigen in einer kleinen englischen Fischerkneipe ab und fragen den Wirt, was es denn um Dinner gäbe:

“Es gibt Fisch, Fisch oder Fisch,” sagt der Wirt mit mißmutigen Blick. Howard runzelte die Stirn, überlegte einige Sekunden angestrengt und antwortete: “Dann nehme ich Fisch!”

Tja, das ist die grausame Wahrheit: Facebook kann so streng riechen, wie Zuckerberg will und uns armen Seitenbetreibern die Reichweite noch weiter runterschrauben. Wir können nämlich bloß weiter Münzen in den Werbebudget-Automaten einzuwerfen. Das war schon damals so mit dem blöden Fernsehen und der Kronenzeitung.

Aktuelle Social Media Nutzerzahlen für Österreich / Ende 2014

  • Facebook
  • 3,4 Mio
  • Twitter
  • 120k
  • Google+
  • 800k – 1 Mio
  • Instagram
  • 80k – 400k
  • Youtube
  • 4,8 Mio
  • LinkedIn
  • 430k
  • Pinterest
  • 4k – 20k
  • andere
  • ?

Quellen: Socialmediaradar, Alexa, Digitalschmankerl

An dieser Stelle kann man einfach nicht schreiben: Aber es gibt ja zum Glück auch Alternativen. Nur gibt’s halt leider unglücklicherweise keine. Dennoch möchte ich hier auf vielfachen Kundenwunsch, komprimiert und auch für die 19 Prozent Nichtsurfer leicht verständlich erklären, was es denn für Alternativen gäbe, wenn die genügend Nutzer hätten, und was Unternehmen denn dort tun könnten. Aber zuerst noch zu der Frage: Wie kommen diese Zahlen zustande?

Social Media Nutzerzahlen: Von Quellen und Schätzungen

Wer Zahlen aus dem Zusammenhang reißt, kommt in die Statistikerhölle. Dort werden wir Social Media Analytiker früher oder später wohl alle landen, aber was bleibt einem bei so spärlicher Primärdatenlage auch anderes übrig, als frei zu fabulieren? Man könnte bei Digitalschmankerl nachschauen, Petra hat nämlich für ihre zweite Masterarbeit selbst Daten erhoben und sie in folgende, für mich sehr glaubwürdig aussehende, Grafik gepackt:

Social Media Networks - Nutzungszahlen Österreich

Social Media Nutzung in Österreich: Nutzerzahlen im Vergleich zu Deutschland und den USA. [Grafik von Alex Hohenthaner / socialbunf]

Die Liecheneckers haben in Zusammenarbeit mit Mindtake auch eine Studie durchgeführt, bei der Online 751 Surfer befragt wurden. Das Deckblatt behauptet zwar optimistisch, die Ergebnisse seien repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren mit einer Schwankungsbreite von 4,4%. Demnach wären 70% dieser Bevölkerungsgruppe bei Facebook registriert, 15,80% bei gar keinem Social Network. Sind das die ohne Internet? Nein, denn die Antworten sind natürlich nur repräsentativ für jene surfende Mehrheit der Bevölkerung, die Online-Umfragen ausfüllt. Spannend aber dennoch die Verteilung im Detail – hier steigt Instagram nämlich weit vor LinkedIn aus. Als gelernter qualitativer Sozialwissenschaftler muss ich mich da natürlich sofort fragen: Haben Business-Surfer vielleicht einfach keine Zeit, lange Fragebögen auszufüllen, Twitteranten aber schon?

Social Network Zahlen - Nutzung in Österreich

Teilnehmer von Online-Befragungen nutzen überdurchschnittlich viele Social Networks.

Twitter, Google+, LinkedIn, Instagram und Co. für österreichische Unternehmen

Welche Rolle spielen die einzelnen Networks für Unternehmen, die auf dem östererichischen Markt tätig sind? Im Vergleich zu Facebook jedenfalls eine untergeordnete – und natürlich sind viele heimische Firmen auch auf internationalen Märkten tätig, wo je nach Region bzw. Kontinent ganz andere Favoriten am höchsten in der Gunst der Social Media Nutzer stehen.

Twitter für Unternehmen: Der Pressesprecher und sein Journalist

Twitternutzung in Österreich

Twitter ist eine Plattform zum Austausch von Kurznachrichten. Ursprünglich in den USA als günstige Alternative zu SMS groß geworden, entwickelte sich das Netzwerk rasch zu einem Lieblingsspielzeug vor allem der Kommunikationsbranche.

Der Stellenwert, dem Twitter in der medialen Diskussion beigemessen wird, entspricht keinesfalls den realen Nutzungszahlen in Österreich. Etwas über 120.000 Accounts sind gerade einmal 3,5 Prozent alles österreichischen Facebooknutzer (3,4 Mio). Für Unternehmer ist Twitter dennoch vor allem im PR-Bereich relevant, da dem Beispiel Armin Wolfs folgend hierzulande überdurchschnittlich viele professionelle Kommunikatoren Twitter zumindest gelegentlich nutzen.

Als reiner Ankündigungskanal empfiehlt sich die Plattform nicht. Wer auf Twitter aktiv wird, weckt den Anspruch auf Erreichbarkeit und sollte kurze Antwortspannen gewährleisten können. Während in den USA, wo Twitter vor allem aufgrund der permanenten Präsenz als Fernseh-Newsticker wesentlich populärer ist als in Europa, etliche Unternehmen von positiven Erfahrungen berichten (Dell sprach aktiv Support-Kunden an, die sich über Produktmängel beschwerten, Starbucks verteilte Tweet-Gutscheine für ermäßigte Kaffees), sind die Reichweiten österreichischer Unternehmen auf Twitter ehr begrenzt.

Google+ für Unternehmen: Eigentlich ein Job für die SEO-Agentur

Google+ Nutzung in Österreich

Unter dem Eindruck des großen Erfolgs von Facebook startete Google mit “Plus” vor wenigen Jahren selbst den Versuch, Branchenprimus unter den Social Networks zu werden. Trotz überlegener technischer Funktionalitäten (unkomprimierte Fotos, Hangout Videochats) ist dieses Ziel mittlerweile als gescheitert zu betrachten. Google kommuniziert keine genauen Nutzungszahlen für Österreich, die Durchsuchbarkeit der Plattform ist ähnlich wie bei Facebook durch die jeweiligen Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer eingeschränkt.

Durch die enge Verzahnung von Google+ mit anderen Services desselben Betreibers (Youtube, Gmail etc.) gelang es zwar, die Zahl der Accounts nominell in die Höhe zu betreiben, aktiv genutzt wird Google+ in ganz Europa allerdings kaum. Die Zukunft des Netzwerks ist zum jetzigen Zeitpunkt recht ungewiss. Recht populär bei spärlich vorhanden Nutzern sind vorwiegend die “Communities”, Plus’ Pendant zu Facebookgruppen.

Die Attraktivität der Unternehmensnutzung lag bis vor kurzem vor allem in der immer engeren Verzahnung des Google-Suchindex mit dem Plus Network. Für die Authorship, die Anzeige von Autorenbildern/Logos innerhalb der Suchergebnisse, war eine Google+ Page zwingend erforderlich. Vor wenigen Wochen hat Google die Authorship allerdings wieder abgeschafft und angekündigt, Plus wieder stärker von den anderen Services zu trennen.

Dass Google daran interessiert ist, Social Signals für den Suchindex auszuwerten, hat Matt Cutts, Chefentwickler des Suchalgorithmus, kürzlich bekräftigt. Inwieweit sich Aktivitäten auf einer Google+ Unternehmenspage mittelfristig auch die Suchergebnisse auswirken, ist derzeit allerdings ein heiß diskutiertes Thema. Für Local Businesses, als Unternehmen, die über eine oder mehrere Filialen verfügen und über die lokale Suche besser gefunden werden möchten, gibt es derzeit keine Alternative zu einer Google+ Page.

LinkedIn für Unternehmen: Die machen Content Marketing, nicht Lebensläufe

LinkedIn für Unternehmen

LinkedIn wird häufig als das “amerikanische Xing” bezeichnet, obwohl die Plattform strukturell völlig anders funktioniert. Zwar spielt auch bei LinkedIn die Pflege des eigenen Profil-Lebenslaufs eine zentrale Rolle, daneben hat sich das größte Business-Social-Network in den letzten Jahren allerdings sehr stark auf Publishing-Services fokussiert.

Neben zahlreichen populären Wirtschafts-Autoren haben seit wenigen Monaten alle Mitglieder die Möglichkeit, umfangreiche Postings zu veröffentlichen und sich so als Experten zu positionieren bzw. in weiterer Folge beträchtliche Reichweite aufzubauen. Für Unternehmen bietet LinkedIn „Corporate Pages“ an, Unternehmens-Seiten mit einem eigenen Newsfeed und Unterseiten, sogenannten “Focus Pages”. Diese ergänzen die Inbound-Strategie von LinkedIn: Ziel der Plattform ist es, die richtigen Ansprechpartner und Inhalte über eine komplexe Suche möglichst leicht auffindbar zu machen.

Instagram für Unternehmen: Selbstinszenierung, auch für Unternehmer

Instagram Nutzungszahlen

Instagram simuliert erfolgreich die Ästhetik alter Sofortbildkameras. Was war zuerst, Instagram oder der Selfie-Trend? Anfang 2014 nutzten 12,9% der Amerikaner und 1,2% der deutschen Bevölkerung Instagram, Nutzungszahlen zu Österreich sind nicht bekannt.

Instagram lebt als ausschließlich mobiles Netzwerk von der visuellen Echtzeit-Kommunikation. Die erfolgreichsten Markenauftritte setzen auf spektakuläre, exklusive aber zugleich auch authentische Bildwelten. Da Instagram Hashtags unterstützt, eignet sich die Plattform auch zur Abwicklung von Foto-Bewerben.

Instagram ist definitiv kein Kanal für klassische Werbebilder und –botschaften, lässt sich aber unterstützend hervorragend einsetzen, um einem Unternehmen bzw. einer Marke “ein Gesicht zu geben”, sprich für den Blick hinter die Kulissen. Das empfehlen und praktizieren zumindest etliche Social Media Agenturen. Ich dagegen poste auf Instagram vorwiegend Fotos meiner Hündin Pula, denn mich selbst interessieren Blicke hinter Agenturkulissen ehrlich gesagt nicht besonders.

Pinterest für Unternehmen: Die Pinwand an der Außenfassade

Pinterest Zahlen Österreich

Obwohl Pinterest seinen Höhenflug bereits 2013 begann und Mitte des Jahres 70 Millionen Nutzer hatte, ist das Netzwerk der virtuellen Pinwände noch nicht in Europa angekommen. Bitkom geht von einer halben bis einer Million Nutzern in Deutschland aus, in Österreich dürfte die Zahl der aktiven Pinterest-Accounts nach wie vor deutlich unter einem Prozent liegen.

Als einziges Netzwerk hat Pinterest mit 80% einen ausgeprägt hohen Frauenanteil, auf den Pinwänden dominieren die Themen Lifestyle, Hochzeitsplanung und Kulinarik. Einrichtung und laufende Moderation eines Pinterest-Boards sind zwar mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden, rentieren sich aber zum jetzigen Zeitpunkt nur für Unternehmen, die international tätig sind. Ich hab Pinterest schon von Anfang an genutzt und verwende die Seite gern als visuellen “Merkzettel” für Infografiken und außergewöhnliche Fotos.

Youtube für Unternehmen: Da wohnt der Videotraffic

Youtube Nutzerzahlen

Youtube gehört Google und ist primär die größte Videohostingplattform der Welt, besitzt daneben aber auch alle typischen Social Network Funktionalitäten. Für Unternehmen eignet sich Youtube sowohl als Hostings-Plattform als auch zum Betrieb eines eigenen Kanals – sofern ausreichend aktuelle Video-Inhalte laufend zur Verfügung stehen. Youtube ist vollständig durchsuchbar und in die Google-Suche integriert, Videoinhalte sind aus dem Web nicht mehr weg zu denken – Youtube stellt sie für alle Endgeräte zur Verfügung und bietet qualitativ hochwertiges Hosting an. Unternehmen, die Youtube nutzen, sollten auf ausführliche Meta-Beschreibungen und Stichworte achten.

Newcomer für Unternehmen: ello, medium, tsu

tsu Nutzungszahlen

Die grassierende Unzufriedenheit vier Nutzer mit dem etablierten Netzwerk Facebook scheint neuen Anbietern in jüngerer Vergangenheit Markteintrittschancen zu eröffnen. Steigende Bedenken über den Umgang mit persönlichen Daten sorgen im Spätsommer 2014 beim Newcomer ello.co dafür, dass sich zweitweise bis zu 30.000 Personen pro Stunde registrierten. Ello verspricht völligen Verzicht auf Werbung und garantiert Datenschutz, finanzieren will sich der Anbieter über kostenpflichtige Premium-Features.

tsu dagegen setzt auf monetäre Kompensation der Nutzer. Im September gestartet, will tsu 90% der Werbeeinnahmen an die User ausschütten. Beide Social Networks sind erst wenige Wochen alt.

Seit knapp zwei Jahren versucht medium.com, ein Netzwerk der Twitter-Gründer, statt auf kurze Status-Updates ganz auf lange Texte zu setzen. medium ist mehr Publikationsplattform als Social Network, beeinflusst mit seiner auf Inhalte fokussierten Ästhetik allerdings bereits klassische Medienanbieter weltweit. Wer so aufwändig Inhalte produziert, wird sich aber vermutlich auch eine eigene Domain leisten können und ist mit einem Blog besser beraten.

Fazit: Der eigene “Social Hub” wird immer wichtiger

Zwar tauchen immer mehr neue Bewerber im Rennen um die Aufmerksamkeit der Social Media Nutzer auf, doch dass sich in den kommenden 12 Monaten ein neuer Bewerber ernsthaft gegen Facebook wird durchsetzen können, ist aber äußerst unwahrscheinlich: Der Marktführer ist nicht nur von den Nutzerzahlen weit vorne, sondern inzwischen auch stark in der Infrastruktur des Web verankert (Facebook-Login).

Eine eigene, gut in die Social Media Landschaft integrierbare Homebase wird daher immer wertvoller. Hochwertige Inhalte fühlen sich am eigenen Blog am längsten am wohlsten, und lassen sich von dort am elegantesten in die verschiedenen Social Networks distribuieren. Und selbst wenn die Sache mit Pinterest und Co. hierzulande nie klappen sollte, dann liegen die Bilder gut indexiert auf der eigenen Seite und bringen Traffic, auch wenn nur drei Österreicher auf ello posten. Deshalb Mein Ratschlag an alle Unternehmen: Die eigenen Web-Properties sind und bleiben am wichtigsten. Produzieren Sie hochwertige Inhalte für Ihre eigene Unternehmens-Homepage oder Ihr Unternehmensblog und kreieren Sie so ihre eigene Social Media Zentrale, von der aus Sie Ihre Botschaften in die passenden Netzwerke verteilen. Ich berate Sie gerne dabei, wie das am effiziensten funktioniert.

Die Neue LinkedIn Hitparade: Wie populär ist mein Profil?

Mit der neu eingeführten “How you rank for profile views” Seite zeigt LinkedIn erstmals allen Benutzern an, wie populär deren eigenes Profil im Vergleich zum Kontakte-Netzwerk ist. LinkedIn vergleicht dafür die Profilviews der letzten fünfzehn Tage und zeigt das Ergebnis in der Form eines prozentuellen Rankings und einer Komplettliste. Praktischerweise bekommt der Nutzer auch gleich Tipps und Empfehlungen zur Optimierung der eigenen Sichtbarkeit.

Handelt es sich Gamification, um eine personalisierte Variante von Klout oder um den Versuch, die Nutzer zu mehr Aktivität anzuregen? Im Vordergrund stünde das Bestreben, Neugierde zu wecken und dadurch mehr Pro-Accounts zu verkaufen, mein Venturebeat:

The real point of How You Rank is apparently to generate more interest around the Who Viewed Me page. LinkedIn will tell you a few of the people who have viewed your profile, but then tries to temp you to buy a Premium account to view the whole list.

Wie dem auch sei: Ranglisten stacheln sowohl die Neugierde als auch den Ehrgeiz an, da geht’s Ihnen vermutlich wie mir. Und als Online Marketing Berater, der Kunden LinkedIn dringend ans Herz erhält, bekommt man einen aussagekräftigen Benachmark zur eigenen LinkedIn Strategie. Insofern freu ich mich natürlich darüber, dem oberen Fünftel meines eigenen Netzwerks anzugehören:

datenschmutz auf LinkedIn

LinkedIn Popularity aktivieren

Seit vergangenem Mittwoch steht die neue Funktion allen Nutzern zur Verfügung, die als Sprache “Englisch” eingestellt haben. Falls Sie LinkedIn in deutscher Sprache nützen, müssen Sie zur Aktivierung des neuen Profils Ihre LinkedIn Sprach-Einstellung temporär umschalten. Bewegen Sie dazu den Mauszeiger über das eigenen Profil-Icon rechts in der oberen Menüleiste, klicken Sie dann auf “Sprache ändern” und im folgenden Pop-Up auf “Englisch”. Anschließend gelangen Sie zur neuen LinkedIn Hitparade, indem Sie in der rechten Spalte Ihrer Profilseite auf “Who’s Viewed Your Profile” klicken und den rechten Tab “How you rank for profile views” auswählen.

Wenn Sie in LinkedIn eingeloggt sind und Englisch als Sprache eingestellt haben, können Sie auch einfach diesen Link klicken:
https://www.linkedin.com/wvmx/profile/rankings?trk=wvmp_how_you_rank_entry

Auf dieser Unterseite zeigt Ihnen LinkedIn die Top 10 aus Ihrem Netzwerk, mit einem Klick auf “Jump to you” springen Sie zu Ihrem eigenen Listenplatz.

LinkedIn Sichtbarkeit

LinkedIn belässt es nicht bei der bloßen Ranking-Anzeige, sondern macht in der rechten Spalte auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Sichtbarkeits-Index:

  • LinkedIn empfiehlt Gruppen, die zu Ihrem Interessensprofil passen.
  • LinkedIn schlägt Skills (Fähigkeiten), die zu Ihre bestehenden Eintragungen sinnvoll ergänzen.
  • LinkedIn präsentiert passende Artikel, die Sie mit Ihrem Netzwerk teilen können.

Die vorgeschlagenen Aktionen lassen sich jeweils durch Anklicken des +-Symbols direkt von der Ranking-Seite aus durchführen. Mit dem bloßen Gruppenbeitritt ist’s natürlich nicht getan – wer neue Kontakte knüpfen und sein Business-Netzwerk erweitern möchte, muss selbstverständlich aktiv mitdiskutieren und nicht bloß schweigend in der sprichtwörtlichen Ecke stehen.

Fazit: Das neue Ranking stellt eine sinnvolle Ergänzung der weltgrößten Business-Plattform dar. LinkedIns Bedeutung für die Generierung neuer Leads und fürs Content Marketing wird zukünftig noch steigen, also empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen Blick auf den eigenen Status Quo zu werfen und die LinkedIns Optimierungsvorschläge umzusetzen.

Nutzen Sie LinkedIn für den Online-Auftritt Ihres Unternehmens? Ich zeige Ihnen, wie Sie Ihr Profil optimal nutzen und neue Kunden gewinnen.
Ritchie Pettauer auf LinkedIn

LinkedIn: Update bei der Anzeige der Profil-Besucher

Die Funktion “Wer hat sich Ihr Profil angesehen?” (“Who’s viewed your profile?”) erfuhr heute ein größeres und zur Optimierung des eigenen LinkedIn-Profils ausgesprochen nützliches Update. Zahlende Kunden bekamen die meisten statistischen Daten zwar schon bisher zu sehen, in Kürze steht die neue Funktion auch allen Gratisnutzern zur Verfügung.

Seit heute können Profilbetreiber, die “Englisch” als Sprache eingestellt haben, auf die überarbeiteten Funktionen zugreifen, für andere Sprachen soll das Update in den nächsten Tagen folgen.

Jeden einzelnen Profilbesucher sehen weiterhin nur Nutzer, die für ihren Account bezahlen, die statistische Auswertung jedoch gibt’s nun gratis für alle. So erfahren LinkedIn Nutzer, aus welchen Industriezweigen die Profilbesucher kommen, in welchen Unternehmensbereichen sie arbeiten und über welche Wege (Suche, Gruppen, Updates etc.) sie zum eigenen Profil gefunden haben. LinkedIn hat diese Daten nicht nur grafisch hübsch aufbereitet, sondern wird zukünftig aktiv Tipps zur besseren Auffindbarkeit geben:

LinkedIn will provide suggestions based on how members from the same industry generated more page views. A suggestion could be as simple as adding a certain skill to your profile or joining a particular group.


LinkedIn Besucher


LinkedIn bringt neue Blockier-Funktion

Wo viel Regen fällt, dort wird man bekanntlich nass – so reagierte LinkedIn auf die Kritik einiger Nutzer und stellt nun eine Blockier-Funktion á la Facebook zur Verfügung:

This feature adds an additional layer to your privacy controls by allowing you to block your profile, direct interactions, and network activity from logged in members who you don’t wish to interact or share personal information with.

Die erreicht man über das Hover-Menü, das ausklappt, wenn man auf den Button “Send a message” bzw. ” Nachricht schicken” klickt, der prominent auf jedem Profil platziert ist.

Anonymität ja oder nein?

Über die grundsätzliche Möglichkeit, sich selbst “unsichtbar” zu machen, diskutieren Power-Linkedin-Nutzer nun schon eine ganze Weile. Denn die Plattform erlaubt in den Profileinstellungen drei verschiedene Einstellungen: die Anzeige von Name und Job, die Anzeige des Jobnamens oder voll Anonymität.


LinkedIn Profile anonym besuchen


Letzere ist zwar im Internet des Jahres 2014 längst zur exotischen Seltenheit geworden, sorgt aber gerade im Kontext einer Business-Plattform für Gegenstimmen. Frei nach dem Motto “Wer Geschäfte machen will, sollte nichts zu verbergen haben”, sehen manche Nutzer die anonymen Profilbesuche als kontraproduktives Stalking-Tool.

Diese Argumentation hat durchaus was für sich – wer begrüßt schon gerne Ninjas in seinem virtuellen Geschäftslokal :-) Ein LinkedIn Vermummungsverbot ist allerdings noch nicht angekündigt, klar ist nur: Traffic auf und Interesse an LinkedIn nehmen auch im deutschprachigen Raum rapide zu.

Gruppen-Moderation auf LinkedIn – Direktnachricht von Admin an Mitglied

Seit einiger Zeit betreibe ich gemeinsam mit Astrid auf LinkedIn die Gruppe OMOe – Online Marketing Österreich. Beim Moderieren neuer Beiträge ist mir heute erstmals aufgefallen, dass es gar nicht so einfach ist, eine Direktnachricht an ein Gruppenmitglied zu schreiben, sofern man mit der betreffenden Person nicht befreundet ist.

Auch als Admin hat man nämlich auf den ersten Blick keinerlei Möglichkeit, spammende Gruppenmitglieder zu bitten, in Zukunft Werbetexte anderswo abzusondern. Zumindest dann nicht, wenn man in der Moderationsansicht auf deren Name klickt und anschließend am Profil landet, wo bei Nicht-Kontakten eine kostenpflichtige “Inmail” um saftige €7.95 zur Kontaktaufnahme notwendig wäre.

Sehr wohl jedoch funktioniert der Weg über “Manage” -> “Participants” -> “Members” [“Verwalten” -> “Teilnehmer” -> “Mitglieder”] und die Suche nach dem betreffenden Mitglied. In dieser Ansicht befindet sich unter jedem Namen ein Link namens “Send Message” [“Nachricht senden”], der den Versand einer Privatnachricht an jedes beliebige Gruppenmitglied erlaubt, egal ob Connection oder nicht.

LinkedIn Gruppen

Usability-technisch würd’s durchaus Sinn machen, diesen Link auch direkt in der Moderationsansicht anzuzeigen – generell würd ich mir eine insgesamt lesefreundlichere Darstellung und Dokument-Upload-Möglichkeiten im Frontend wünschen, aber ich bin sicher, dass LinkedIn da noch einiges in der Pipeline hat.

Denn LinkedIn hat sich rasant zum Business-Network Nummer eines entwickelt und spielt in der Online-Kommunikationsstrategie vieler Unternehmen eine zunehmend wichtige Rolle. Vor allem im B2B-Bereich werden immer mehr Unternehmen auf die ausgesprochen nützlichen Company-Pages setzen.

Mit Google+, LinkedIn und Quora auf der einsamen Insel

Facebook ist aus dem Leben vieler Heavy-User kaum mehr wegzudenken. Professionisten aus der virtuellen Bergwerkszunft, die sich auf der Suche nach lohnen Aufmerksamkeitsadern beharrlich durch Lawinen von Dreck und Gestein wühlen, geben unisono an, “auch privat oft Status Updates zu posten”. Ich nehme mich da nicht aus, oder besser gesagt: ich nahm mich da nicht aus, aber ich nähme mich aus, gäb’s neben dem allgegenwärtigen Facebook und dem hochfrequenten Twitter nicht endlich wieder Networks, auf denen qualitative, tiefschürfende und fachlich kompetente Konversationen im Fokus stehen und wo gelegentlich auftauchende Frühstücks-Marmeladenbrote zumindest mit originellem Marienbild versehen sind.

Ich hab nie daran geglaubt, dass sich befriedigende Unterhaltungen auf ein wechselseitiges Stakkato-Format von jeweils 140 Zeichen auch nur annähernd verlustlos abbilden lassen. Ich sehe, dass ein immer größerer Teil der digitalen Kommunikation nicht mehr sprachlich/schriftlich, sondern visuell geschieht, und ich kann darin selbst beim schlechtesten Willen den Verfall von weder Sitten noch Kultur erkennen. Dass Monitoring-Tools einhellig auch Facebook-Postings die Würze in der Kürze attestieren, überrascht mich angesichts der Nutzungspraxis des populärsten Social Networks ganz und gar nicht – aber dass Mark Zuckerbergs genialer Streich ein für allemal sämtliche ausufernden, besserwisserischen, argumentativ brillanten, schwaflig-trolligen Bitplaudereien in den tiefen Ozean des Dark Net gespült haben soll, daran können nur eingemüste SchopenhauerInnen glauben wollen.

Da haben wir diese wunderbare, neu-soziale Online-Welt, die aus einem Netzwerk von Gerätschaften endlich ein Netzwerk von Menschlein macht, Gleichgesinnte zusammen bringt, der Idee des McLuhan’schon globalen Dorfes so nahe kommt wie sich’s der alte Mäc wohl kaum selbst hätte träumen lassen. Und dann hängen alle auf der virtuellen Agora ab und zeigen sich gegenseitig Hundevideos am Popelfon 3.0, mit dem man endlich Liegestütze zählen kann?

Mark Zuckerberg schlägt in gewohnte Kerben, die langsam fad werden.

Nein, nicht nur. Ich bleibe furchtbar gern mit Freunden und Bekannten in Kontakt. Beim Kennenlernen von neuen Leuten bin ich allerdings recht wählerisch: ich spreche am liebsten mit Leuten, die sich für die gleichen Themen interessieren wie ich, mit Leuten, von denen ich was lernen kann, im Optimalfall sogar noch vice versa. Ich mag am Internet, dass sich gute Gespräche manchmal so irrsinnig *lange* hinziehen können, wenn sie auf der richtigen Plattform stattfinden.

Und die heißt garantiert nicht Twitter oder Facebook: gewiss finden sich dort genug Ausnahmen, aber schnelle Durchlaufzeiten sind dort, anders als bei meinen drei aktuellen Favoriten, die Regel. Wenn ich also nur drei Social Media Networks mit auf die berühmte Insel nehmen dürfte, dann müsste ich für Facebook und Twitter ein Zweitsmartphone einschmuggeln.

Auf Google+ rocken die Communities

Wer Google+ längere Zeit nutzt, wird irgendwann verwundert feststellen, dass hier kein Facebook-Konkurrenzkampf am Werken ist, sondern ganz andere Kräfte tobend walten. Das hat einerseits mit der asynchronen Struktur der “Circles” zu tun, andererseits mit der weit geringeren Breitenwirkung: hier kommunizieren überdurchschnittlich viele professionelle Kommunikatoren, die bereits durch die harte Schule Facebooks gegangen sind. Außerdem weiß man ja nie, ob zuviel Postingsfrequenz und/oder Nonsens nicht doch messbaren Einfluss auf die für alle Zeit gespeicherte Google-Daten-Schimäre hat… diese Mischung aus Elitentum und freiwilliger Selbstbeschränkung hat eine Startseite hervorgebracht, die ganz gut als der bunte Postillon der Generation 15-80 durchgeht. Hier gehört es noch zum guten Ton, sich für +1’s einzeln und freundlich zu bedanken.

Seine Stärken abseits vermuteten SEO-Impacts spielt Googles dritter Großversuch in Sachen Social Networks in den Communities aus: wo sollte ich sonst mehrere Tage lang mit einigen Kollegen und Unternehmern aus der Bestattungsbranche darüber diskutieren, welche Industrien wie durch das Social Web verändert werden? Wenn Google+ Communities weiterhin so boomen, dann wird die lange Durchlaufzeit der einzelnen Diskussionen mit steigender Postingzahl wohl sinken – bis dahin freu ich mich über die dialogzentrierten Unterhaltungen, die sich meiner Wahrnehmung nach sehr wohltuend von Facebooks “Fire-and-Forget” Mentalität abheben. Für dieses Blog hab ich natürlich auch eine G+ Page eingerichtet, außerdem poste ich in der – noch sehr jungen – datenschmutz Community Tipps und Tricks zu Google+.

LinkedIn les ich am liebsten

Die Lebenslaufverwaltung steht nur scheinbar im Zentrum LinkedIns: die Seite als amerikanisches Pendant zu Xing zu bezeichnen, wäre schlicht beleidigend. Die sicherlich hervorragenden Suchfunktionen spielen für mich eine untergeordnete Rolle, aber als Business-Magazin hat LinkedIn für mich TechCrunch und Mashable schon lange den Rang abgelaufen. Die Homepage bietet jeden Tag eine spannende Mischung aus redaktionelle ausgewählten Inhalten von Opinion Leadern aus verschiedenen Industrien, im Status-Feed stoße ich weiß häufig auf spannende Fachartikel, die meine Kontakte empfehlen – und wenn ich einzelne Themen vertiefen will, setze ich die Diskussion in einer Gruppe fort. Sehr empfehlen kann ich allen Online-Marketing Experten die OMOe – Online Marketing Österreich, die Astrid Dietrich und ich gemeinsam moderieren.

Quora wär ein Fulltime-Job

Mysteriös unter den Social Networks: Quora erfreut sich in Europa bislang recht beschränkter Beliebtheit. Gepostet werden darf nur in englischer Sprache, Slackertum ist verpönt, Kern der Seite ist ein ausgefeiltes, in hunderte Kategorien eingeteiltes Frage-Antwort-System, zusätzlich können Nutzer eigene Blogs einrichten.

Quora besticht nicht durch ausgefeilte Publishing-Features, sondern durch die riesige Menge an hochwertigen, spielerisch konsumierbaren Inhalten sowie ein gut durchdachtes Punktesystem: Credits, die man für Votes auf die eigenen Beiträge erhält, tauschen Quora-Autoren gegen mehr Sichtbarkeit auf der Plattform ein. Hier finden sich Fachsdiskussionen neben Threads über die besten Atheistenwitze – in 30 Minuten beschäftigt man sich mit der moralischen Werteordnung verschiedener Länder, mit den Interna einer Programmiersprache und mit militärischer Gehorsamsverweigerung geht – und kann gar nicht aufhören zu lesen.

Eine Korrekturfunktion, die von erfahrenen Nutzern auch häufig verwendet wird, sorgt für ein erstaunliches Sprachniveau. Quora-Poster nehmen sich zum Teil sehr viel Zeit für ihre Antworten. Wo ein Wikipedia-Artikel Überblick und die wichtigsten Fakten zu einem Thema offeriert, zeigt ein Quora-Thread jede Menge Facetten in kleinstem Detail. Mich erinnert die Seite ein wenig an Michael Endes Unendliche Geschichte – mit dem entscheidenden Unterschied, dass die vielen Nebenstories nicht ein andermal erzählt werden sollen, sondern ständig weitergeschrieben werden. Auf die Details dieser wunderbaren Lern- und Zeitvernichtungsmaschine dagegen möchte ich ein andermal eingehen – oder fragen Sie mich einfach auf Quora: www.quora.com/Ritchie-Pettauer.

OMÖ LinkedIn Gruppe – Online Marketing Österreich | Deutschland | Schweiz

LinkedIn wird endlich auch im deutschsprachigen Bereich rasant populärer. Langsam genug, aber dafür umso sicherer spricht sich herum, dass sich LinkedIn nicht bloß zur Lebenslaufverwaltung vor geplanten Jobwechseln und als HR-Anzeigenbörse eignet, sondern viel mehr kann: Lead Generation, Business-Magazin, Recherche- und Verkaufstool – LinkedIn, längst zentraler Business Hub, gewinnt immer mehr an Attraktivität.

Das liegt gewiss nicht nur daran, dass Nutzer eines Gratis-Accounts bei weitem nicht so gravierend eingeschränkt werden, sondern auch an vielen hervorragend moderierten Gruppen teilnehmen können. Bis vor kurzem war die österreichische Online-Marketing-Szene im Gruppenverzeichnis noch gar nicht vertreten, doch das hat sich mit OMÖ – Online Marketing Österreich | Deutschland SChweiz schnell geändert. Mission Statement der OMÖ LinkedIn-Gruppe:

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch zu Trends, Neuigkeiten und Veranstaltungen aus dem Themenbereich Online Marketing; besonders der D-A-CH Bezug soll es den Gruppenmitgliedern ermöglichen, sich auch vor Ort stärker zu vernetzen und miteinander professionelles Know How auszutauschen!

Das 100. Mitglied begrüßten wir gestern Abend – zum Jubiläum habe ich das erste Tweet zu OMOe rausgeschickt:

Dass der offizielle LinkedIn DACH-Account uns heute retweetet hat, sorgte bei den Gruppenmoderatoren natürlich für große Freude:

OMOe - Online Marketing Österreich auf LinkedIn

Wir haben große Pläne mit OMÖ und laden alle Online-Marketing aus der D-A-CH Region ganz herzlich ein, bei uns in der Gruppe vorbeizuschauen. Profitieren Sie von der geballten Kompetenz Ihrer Kollegen, diskutieren Sie mit bei Online Marketing Österreich.

Treten Sie jetzt der LinkedIn-Gruppe OMÖ – Online Marketing Österreich | Deutschland | Schweiz bei:

meshed #1: Social Marketing für Beginner

Ich geb zu: ein wenig deplatziert kam ich mir auf der meshed #1 schon vor – aber das ist bloß das alte Problem der Innen-/Außenperspektive. Für Einsteiger in den Bereich des Social Marketing gab es allerdings mit Sicherheit einiges an Informationen zu sammeln; die Frage ist in weiterer Folge natürlich, inwieweit auch das Prozessieren und weiterführende Einsetzen dieser neu gelernten Tools und Strategien dann auch gelingt. Denn eigentlich illustrieren die von den Vortragenden gerne zitierten Beispiele feat. Dell & Co. vor allem eines: wirklich erfolgreiche Social Media Strategien sind meist best practices: wir haben noch kaum Erfahrung, wir sammeln sie gerade. Grosso Modo hat der erste Tag Einsteigern in die Materie einen guten Überblick verschafft – und die Sky Loft im Ars Center ist ein äußerst angenehmer Veranstaltungsort.

Nach der Begrüßung durch Veranstalter Albert Ortig von netural Communications nahm Rolf Lührs das Publikum auf einen Tour-de-Force Ritt quer durch die üblich verdächtigen +/- Beispiele (Vodafone, Johnson & Johnson (MotrinMums), Daimler, Helmsmuseum) mit. Tja, Gefahren und Chancen lauern und/oder warten eben allenthalben. Wirklich unschätzbar dagegen ist der Universalratschlag, dass man auf alles vorbereitet sein solle, denn dann könne man im Ernstfall auch adäquat reagieren. Diesem Learning möchte eine weitere Tautologie hinzufügen: machen Sie immer alles richtig, dann passieren Ihnen keine Fehler!

Wer die Tweet-Kommunikation zur Veranstaltung nachlesen möchte, muss ein wenig Multi-Tag-Search betreiben: den “offiziellen” Tag wollte ich nicht verwenden, nachdem ich bemerkt hatte, dass dieses Stichwort in sehr vielen Tweets vorkommt, die nix mit der Konferenz zu tun haben; meine ersten Tweets hab ich mit #meshed01 getaggt, “durchgesetzt” hat sich im Lauf des Tages dann im Endeffekt . Während ich das schreibe, muss ich gerade sehr über ein völlig berechtigtes Tweet von @derfichtl lachen:

… und: #hashtag sucks #meshed #meshed01 #meshed1 … #wtf

In diesem Sinne vielleicht eine kleine Anregung für Hashtag-Best-Practices: ideal für Veranstaltungen und thematisch abgeschlossene Sub-Diskussionen sind Hashtags, die

  • zwar leicht zu merken sind, aber andererseits so wenig wie möglich (idealerweise gar nicht) als Hashtag oder auch als normalles Wort in “gewöhnlichen” Tweets vorkommen.
  • ausschließlich aus Buchstaben, Ziffern, Underscores und/oder Bindestrichen bestehen – andere chars können Probleme bei manchen Clients verursachen, Punkte beispielsweise führen dazu, dass manche Clients nur den Teil vorm dem Punkt als Hashtag interpretieren.
  • im Besonderen innerhalb des Tags nicht das Zeichen # enthalten, die werden von den meisten Clients nämlich als 2 Hashtags interpretiert. (Deswegen eignete sich der eigentliche Konferenzname meshed#1 nicht.)

Ideal sind also Eigennamen bzw. falls es sich um gängige Eigennamen handelt das Anfügen z.B. von Jahreszahl oder Datum, also beispielsweise #meshed09. Wählt der Veranstalter einen solchen Tag aus und kommuniziert ihn im Vorfeld, dann tut sich beispielsweise die Suchfunktion von Tweetdeck sehr leicht und man kann eine Twitterwall (die ich heute geradezu vermisst habe – gehört wohl mittlerweile zum Geek-Standard :mrgreen:) ohne “Fremdtweets” laufen lassen.

Wahrheit ist die Erfindung eines Försters

Thomas Schwabl kündigte an, dass sein Vortrag vergleichsweise langweilig und Tabellen-basiert daherkommen würde – leider sollte er recht behalten. In einer für die #meshed durchgeführten Studie hat der Meinungsforscher irgendwen über irgendwelche Seiten befragt und daraus Einstellungen zu allem und jenem extrapoliert; naja, wer’s braucht… in der Diskussion fand ich bemerkenswert, dass die Frage auftauchte, ob Social Web Tools am Stellenmarkt überhaupt relevant seien, da klassische Inserate wenig Spielraum für Dialog ließen. Völlig falsch gedacht: Plattformen wie Kununu zeigen, dass in vielen Bereichen das Web 2.0 den klassischen Stellenmarkt “umdreht”: plötzlich beginnen (Ex-)Mitarbeiter über Firmen zu sprechen, neue Kandidaten informieren sich erst mal drüber, ob das Betriebsklima generell der psychischen Gesundheit zuträglich ist und herrschsüchtige Chefs werden längst nicht mehr in der Kaffeeküche, sondern auf LinkedIn kritisiert. Ich spreche hier nicht vom kleinen Greisler, der der Marktmacht der Supermärkte weichen muss, und auch nicht vom arbeitslosen Stahlarbeiter: es gibt nun mal nicht *einen* Stellenmarkt, und im Social Media/Web/Programmierer-Bereich ist es derzeit nahezu unmöglich, ausreichend qualifiziertes Personal zu finden – Unternehmen werden zukünftig um High Potentials werben müssen, denn wozu sollte ich mir ein Bewerbungs- oder Headhunter-Gespräch mit einer Firma antun, bei der ich gar nicht arbeiten möchte? Dialog besitzt in jeder Sparte Veränderungspotential und Sprengkraft.

Die Mysterien der Mediaplanung

Oliver Hellriegel setzte im wesentlichen Lührs Vortrag fort, auch er zeigte sich schwer beeindruckt vom Dell-Beispiel; anscheinend haben mittlerweile alle brav Taras “Whuffie Factor” gelesen. Persönlicher Höhepunkt war für mich jedoch der Vortrag von Mediaplaner Ralph Kammelberger, der ausführlich über die Unterschiede zwischen klassischen- und Online-Buchungen sprach. Der Vortrag fühlte sich subjektiv wie eine Zeitreise in die frühen Neunziger an – denn in Österreich, oh Insel der Impression-Seligen, zahlt immer noch für Tausender-Kontaktpreise. Ich erzähl meinen Kunden ja ständig, dass Sie ihre Budgets lieber entweder verbrennen (das wärmt dann wenigstens) oder – idealerweise – in CPC- respektive CPS-Kampagnen (cost per sale/lead) investieren sollen. Daher konnte ich mir im Anschluss an den Vortrag die Frage, ob denn CPV in fünf Jahren noch *irgendeine* Rolle spielen würde. (Ein kleines Beispiel: auf Facebook kann man rund 40.000 Österreicher pro Woche entweder für €70 erreichen oder für die gleichen Kontakte ohne weiteres über €2.000 ausgeben. Ich hab ehrlich keine Ahnung, warum dort überhaupt CPV angeboten wird.) Und die Antwort Kammelbergers rockte: denn er führt die CPV-Besessenheit vor allem auf die Oligopol-Struktur der österreichischen Monopol-Medien-Systems und “menschliche” Faktoren (á la “Unsere Plakatkampagne ist erfolgreich, wenn der CEO am Weg von seiner DG-Wohnung ins Büro fünf Plakate sieht”) zurück – eine im Konferenzumfeld ungewöhnlich ehrliche Antwort.

Ich habe in den letzten 10 Jahren übrigens keinen einzigen Kunden getroffen, der nicht subjektiv das Gefühl gehabt hätte, irgendwann mal von irgendeinem windigen Online-Marketer über den Tisch gezogen worden zu sein – dabei lässt sich nix so leicht mit harten Zahlen belegen wie Online-Marketing. Affiliates arbeiten gratis und aus Eigeninteresse effizient, und wenn nicht, dann hat der Affiliate das Streuverlust-Problem und keinesfalls der Auftraggeber. Und schrumpfende Marketing-Budgets sind grundsätzlich der beste Beschleunigungs-Faktor für derlei Aktionen.

Spammen oder authentisch sein?

Joachim Grafs (Berufsbezeichnung: Future Evangelist) enthielt allerhand direkt Verwertbares – er führte Eyetracking-Studien vor und stellte die Frage in den Raum: “Wie schaffe ich es, einen zunehmend unwilligeren und gemeineren User dazu, sich positiv über mein Produkt zu äußern?” Apple zeigt, dass dies möglich sei, so der Graf – aber das Zeitalter der Reklame erlebe gerade seine letzten Zuckungen. Die Herausforderung, von der One-Way-Reklame-Metapher zum (scheinbar) gleichberechtigten Dialog zu wechseln, ist also gigantomanisch, soviel steht für die Besucher der Konferenz wohl fest. Der Empfehlung, erste Social-Media-Erfahrungen auf Ksing zu sammeln, kann ich mich aber keineswegs anschließen. Meine Damen und Herren, Sie sind alt genug! Montieren Sie die Stützräder ab, fahren Sie freihändig – ein privater (und wahlweise anonymer) Twitter oder Facebook Account hat bisher nur wenigen 100 Millionen Usern die Reputation ruiniert.

Der Tag endete mit einer spannenden (aber leider viel zu kurzen, wobei mir wohl fünf Stunden auch zu kurz gewesen wären) Führung durchs AEC. Highlight im Highlight: der “Deep Space”, seines Zeichens Nachfolger des legendären Cave: in diesem Abspielraum für Gigapixel-Fotos und 3D-Filme (mit LCD-Shutterbrillen) arbeiten 8 HD-Projektoren und beamen doppelte Kino-Auflösung auf jeweils 16×9 Meter Frontwand und Boden: das Simulationsergebnis ist so überwältigend, dass sich schon mal eine milde Form spontaner Flugkrankheit einstellt. Die geplante Segway-Testfahrt musste leider regenbedingt ausfallen. Morgen geht’s mit praktisch orientierten Facebook- und Co-Workshops weiter – ich brauch ein paar Stunden Social Media Auszeit. Ein Bericht über das großartige Pixel Hotel (ich nächtige heute im Pixel in der Textilpassage und werd auf dem Original-90er-Nintendo direkt nach dem Publishen ein paar Runden Super Mario spielen) folgt.

Fazit: Ich hatte den Eindruck, dass die Zuhörer die Vorträge ziemlich gebannt verfolgten – und ich denke, dass der erste Tag der meshed #1 für Marketing-Leiter und andere Entscheidungsträger eine recht umfassende und gute Übersicht über die grundlegenden Prinzipien und Möglichkeiten des Social Marketing geboten hat. Insofern hat meiner Meinung nach Veranstalter netural die Anforderungen an eine solche Veranstaltung – Orientierung geben, Entscheidungsgrundlagen liefern – gut erfüllt, und bin mir ziemlich sicher, dass es 2010 die meshed #2 geben wird.

Blogistan Panoptikum KW20 2009

An diesem Wochenende durfte ich meinen 10.000sten Twitterfollower (respektive mein 10kste Followeress) begrüßen – allerdings hat mir die Vorstellung von Simon Leungs neuem Follower-Kettenscript gleich mal 700 neue Tweeping Friends auf einen Schlag gebracht – ich war zuerst äußerst skeptisch, aber die Idee ist in der Tat schwer genial: Einfach zum Ende der Seite scrollen, das Formular ausfüllen und auf “Tweet Now” klicken. Account-Daten werden keine gespeichert, aber jeder User erhält eine persönliche Landingpage, und selbige ein wenig zu promoten, kann nicht schaden. Mehr muss man nicht machen, außer natürlich gegebenenfalls vorher Auto-Follow auf Tweetlater auf “Vet Followers” umstellen… denn wer schnell auf den Zug aufspringt, kann ordentlich profitieren, aber in einem Monat funktioniert dieses “Twitter Ponzi Scheme” nicht mehr… die ersten, die’s benutzt habe, nennt man dann später Twittergurus und fragt sich, warum sie so viele Followers bekommen haben. Und weil ich zum Thema Follower-Aufbau auf Twitter derzeit mehrere Anfraqen pro Tag bekomme, gibt’s Anfang nächster Woche ein kleines Special zum Thema Re-Follow Services und Co. Und nun zu meinen übrigen Highlights aus den vergangenen sieben Tag:

Nicht nur tweeten, auch bloggen

Es gibt vermutlich noch mehr gute Gründe, warum man sich keinesfalls ganz auf Twitter stürzen sollte – Future Buzz hat 19 besonders stichhaltige zusammengetragen. Denn wer ernsthaft eine längerfristige Netz-Präsenz plant, kommt nun mal an einem eigenen Hub (und nur über den hat man die volle Kontrolle) nicht herum. Tag: Volle Zustimmung!

These are all just tools to share content and ideas, no more, no less. You need a cohesive strategy for all of them to drive conversions in one spot. A blog is the perfect place for that if you want focused attention and to build an interested community. What if any one network you don’t control falls out of favor or changes the rules? At the end of the day, self-hosted blog owners control the vertical and the horizontal, whereas on Twitter or any external network you’re at the whim of someone else.

Wann ist ein Desktop sozial?

Keine Panik, ich fange jetzt nicht mit Nachhaltigkeit und CO2-Fußabdrücken an – Anlass für diese Überschrift ist vielmehr eine äußerst lesenswerte Review verschiedener Social Desktop Clients auf Guruvan – denn wie überdurchschnittlich gut informierte Nerds längst wissen, sind/waren Twitter-Clients bloß die Spitze des Eisbergs, und die kurze Ära der Widgets scheint vorbei, denn das Web 2.0 erobert immer mehr Platz am Desktop: kein Wunder, denn schließlich unterstützen die neuen Client-Generationen nicht nur mehrere Networks, sondern sogar multiple User auf ebendiesen. Besonders avanciert und flexibel wahlweise als Browser- oder lokale Adobe-Air-Applikation nutzbar scheint PeopleBrowsr:

The number of networks I can access is unparalleled. Not only does it have access to all that Sobees does, but Digg, LinkedIn, Myspace, identi.ca, Photobucket, and Plaxo too! And Peoplebrowsr has its own network, that allows you to share groups and view someone’s entire known social graph. You can publicly tag people. PeopleBrowsr supports multiple user accounts (simultaneously) on several networks, and has search and geo-location features I’ve only just begun to explore. And if this is all too complicated for you get wrap your brain around at first you can use PeopleBrowsr in “Lite” mode, and just have one of the top Twitter clients. The search functionality and groups make PeopleBrowsr Lite even more powerful than Tweetdeck.

What goes around comes around

“Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus,” lautet das deutschsprachige Äquivalent dieses Spruchs, oder in der christlichen Negationsform: “Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.” Simpel eigentlich, aber erzählen Sie das mal einem General, der gerade mit seinen neuen Waffen spielen darf. Ich finde, dass Big Ant International den “Gold Pencil for Design” für ihre aktuelle Anti-Kriegs-Kampagne in der Kategorie “Public Service Poster” gewonnen haben. Auf The Inspiration Room sind alle Sujets online: die Plakate im extremen Breitformat entfalten ihre Botschaft erst, wenn sie um eine runde Säule geschlungen werden und sich die Katze sozusagen in den Schwanz beißt – schauen Sie sich das an!

Wer verdient wie viel an einer Milliarde verkaufter iPhone-Applikationen?

Der Applikationsmarkt für Handys gilt immer noch als Hoffnungsträger einer ganzen Branche – und vor wenigen Tagen gab Apple die Installation der einmilliardsten iPhone Applikation bekannt. Klingt beeindruckend, oder? Aber Stan Schroeder hat für TechCrunch den Entmystifizierungs-Rechenstift ausgepackt und kommt zu einem vergleichsweise ernüchternden Ergebnis in punkto Gewinn für Apple

Anywhere between $20 and $45 million; when you count in LSVP’s approximation that the ratio of free to paid apps, is somewhere between 1:15 and 1:40, and O’Reilly’s estimate that the mean price for paid apps is $2.65. Multiply these numbers and you get revenue of $70-$160 million; Apple’s 30%, which is how much they get from each sold application puts their chunk of the cake at $20-45 million.

Der Autor kommt zu den Schluss, dass Apple eben doch immer noch primär eine Hardware-Company sei, der Applikationsmarkt aber einen wichtiger Treiber für den Absatz der Geräte darstelle. Also wieder mal das alte Spiel der der Umwegrentabilität… irgendwie will die Aufmerksamkeitsökonomie auf breiter Basis nicht so richtig in die Gänge kommen, zumindest wenn man genauer hinschaut…

Twitter um etwa 1935 herum

Charlie Grover hat einen Beitrag aus “Modern Mechanix” eingescannt, der im August 1935 erschien. Leider sind alle Rechte am Bild reserviert – ich find’s ja mehr als skurril, dass man sich traut, ein Copyright-Zeichen unter einen Scan aus einer Zeitschrift zu setzen, aber wie auch immer: Twitter robot from 1935 muss man gesehen haben! [via @dudeman718]

Der Personensuchmaschine Herr werden

Über Aim.at bin ich auf einen interessanten Artikel der ARGEn Datenschützer gestoßen. Wer sich von 123people, Yassni und Co. aufs reputations-technische Glatteis geführt sieht, findet hier eine Standard-Unterlassungserklärung, die bei weiter Verbreitung das Business-Modell der Personensucher gefährden könnte. Die klingt ungefähr so:

Ich habe festgestellt, dass Sie meinen Namen ….. dazu verwenden, auf ihrer Webseite zu meiner Person zutreffende und nicht zutreffende Informationen zusammen zu stellen. Diese Zusammenstellung teilweise richtiger, teilweise fehlerhafter Informationen ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ich sehe meine Persönlichkeitsrechte und meine Kreditwürdigkeit dadurch beeinträchtigt. Sie werden daher aufgefordert, ab sofort keine derartigen Zusammenstellungen mehr durchzuführen, zu verbreiten, zu veröffentlichen und eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben.

Der Push-Up BH mit Auto-Follow

Oder besser gesagt Autopilot. Große Dankbarkeit gegenüber Gizmodo: Wann hat man als Tech- und Marketing-Blogger denn sonst schon Gelegenheit, über Brüste und deren Idealzustand vor dem Geschlechtsverkehr zu schreiben? Ein Traum wird war, glauben die Macher: denn die Frau zum geilen, hemmungslosen Tier wird in Stimmung kommt – festzumachen an der Körpertemperatur – dann beginnt der integrierte Memory-Foam seine schmutzige Täuschungsarbeit zu verrichten und täuscht ad hoc Pamela Anderson Dimensionen vor. Nein, ich hab mir das echt nicht ausgedacht:

The integrated memory foam bra reshapes under the influence of heat to enhance cleavage, making a woman more desirable when she’d like to be desirable. Or, you know, when she’s just a little sweaty.

Tja, damit taugt der BH mit Eigenleben wohl höchstens für Golferinnen… besonders lustig stelle ich mir diese Unterwäsche aber in Situationen vor, in denen sich die Körperwärme nicht direkt aus Geilheit, sondern eher aus anderen Gründen erhöht: irgendwie kommt das ganze Konzept einfach nicht so richtig durchdacht vor.

SEO-News der Woche

Sehr sympathisch finde ich die neue gelaunchte Video-Metasuche von Adrian Meyer und Marcel Wengel, und das liegt – ich will hier gar nicht unnötig verkomplizieren – am Namen: der ViFrog klappert alle Plattformen abn, bis zum Beta-Launch Ende Mai gibt’s eine Preview auf SEO-Handbuch.de. Two thumbs up fürs Logo!

Die Beschreibung der Description

Der SEO-Evangelist leuchtet alle dunklen Winkel des Description-Tags aus:

Als vor Jahren meta-tags unter Insidern noch als Geheimwaffe bei der Suchmaschinenoptimierung galten und dem daraus resultierenden Missbrauch, wurde es plötzlich ruhig um sie, nachdem die Suchmaschinen sie nun auch nicht mehr mit ins Ranking einbeziehen.
Sicherlich spielen meta-tags heutzutage keine Rolle mehr bei der Platzierung einer Website in den Suchergebnissen, dennoch sind einige von ihnen nachwievor noch ein sinnvoller Bestandteil der OnSO (OnSite Optimization), die auch dabei helfen können mehr Besucher auf eine Internetpräsenz zu bekommen.

Guter Punkt – und wer immer schon mal wissen wollte, warum eigentlich noodp in seinem WP-Header steht, sollte das Posting unbedingt lesen :mrgreen:

Und sonst? Nix interessantes die Woche… war irgendwie recht ruhig im SEO-Haifischbecken, was wohl nur daran liegen könnte, dass alle üblichen Verdächtigen momentan mit Twitter beschäftigt sind und die Keywords sozusagen nackt und ungeschützt rumliegen!

Video der Woche

Shane Dawson hat das Gewicht der Welt auf seine Schultern genommen und getan, was noch keinem vor ihm gelungen ist: der populäre Video-Podcast hat das beste Sexvideo auf Youtube ever aufgenommen. Ich hab’s gerade von Linzerschnitte geschickt bekommen und verstehe jetzt endlich, wie die Sache mit den Donuts und den Bananen und den Bienen und den Blumen und dem vorehelichen Fickverbot wirklich funktioniert! Shane’s Aufruf zum Einsenden von Video-Antworten blieb ebenfalls alles andere als unbeantwortet: 252 Youtuber legen für ein weltweites Publikum ihre ersten Quests zur Erlangung des geheimen Wissens über die wahre Funktion von Penis und Vagina offen dar und ersparen zukünftig allen Eltern dieser Welt peinliche Aufklärungsgespräche:

http://www.youtube.com/watch?v=Y3Oe0OtRza4

Und das war’s auch schon wieder mit dem aktuellen Wochenrückblick – nächste Woche gibt’s die angekündigten Twitter-Tipps, außerdem stehen zwei Interview-Videos von der Identitat09 am Redaktionsplan. Danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns am Montag!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Gretchen(um)frage: Wie hältst du’s mit Facebook?

Beim vorgestrigen Blögtail-Punsch-Special (Fotos gibt’s auf Besser gehts immer)) diskutierten Hannes, Oliver Nitz (er schreibt für die Telekom die Denkbloggade) und ich angeregt über Stärken, Schwächen und Zukunft verschiedener Social Networks.

Dabei tauchten schnell spannende Fragen auf wie:

  • Hat Facebook trotz nervender Zombies und Vampires das Potential, sich um Digital Home und zentralen Hub zu entwickeln?
  • Wird Xing jemals mehr werden als eine uncoole Visitkartenverwaltung?
  • Traut sich Facebook, Open Social vom Konkurrenten Google zu integrieren? (Ich vermute mal stark, dass genau das passieren wird.)
  • Warum hat LinkedIn ein derart crappiges und unsympathisches Benutzerinterface?
  • Wird Facebook mit dem Start der deutschsprachigen Version StudiVZ schlucken?
  • Stellen solche Social Networks die erste pragmatische Umsetzung von Georg Franks Ökonomie der Aufmerksamkeit dar?

Oliver und ich waren uns recht einig darüber, dass wir Facebook als “näher” erleben – was sich ganz banal z.B. darin äußert, dass wir Facebook-Messages sofort lesen, während Xing in recht unregelmäßigen Abständen aufgerufen wird. Hannes mit seinen 3000 Xing-Kontakten ist da natürlich ein Sonderfall… er verwendet FB eher privat und Xing im beruflichen Bereich, bei mir gibt’s da einen recht gleitenden Übergang. A propos Übergangsphänomen: ist der FB-Erfolgt dem Phänomen der Neuheit geschuldet oder Indikator für großes Potential? Die einzig richtige Antwort: man weiß es (noch) nicht genau. Unser Gespräch hat mich jedenfalls auf die Idee gebracht für eine neue datenschmutz-Umfrage – die soll ein kleine Stimmungsbild bzw. eine Momentaufnahme ergeben, ich bin jedenfalls gespannt auf die Ergebnisse. Und auf Kommentare und Meinungen zum Thema wär ich ebenfalls sehr gespannt:

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