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Social Media Nutzer-Zahlen in Österreich 2014: Von Netzen und deren Nutzen für Unternehmen

Wiederholte Frage an Radio datenschmutz: Spielen neben Facebook eigentlich noch andere soziale Netzwerke in Österreich eine Rolle? Antwort: Das kommt drauf an, wie man die hiesigen Social Media Nutzerzahlen berechnet… Auf Facebook sind mittlerweile 38% der Alpenrepublikaner registriert, 56% nutzen Youtube aktiv. Ohne Youtube machen Twitter, LinkedIn, Instagram, Google+, Pinterest, Ello, medium und tsu Nutzer sogar zusammengezählt immer noch unter 20% der Gesamtbevölkerung aus, in etwa gleich viele Österreich nutzen überhaupt kein Internet.

Wer aber einen tsu-Account hat, hängt ziemlich sicher auch bei Pinterest rum. Und die Österreicher auf Pinterest twittern alle… und so weiter. Deshalb liegt die Gesamtzahl der Zuckerberg-Fremdgänger natürlich noch viel niedriger. Niedrig einstellige Prozentzahlen lassen sich nun mal so schlecht schätzen, und die meisten kleineren Netzwerke geizen bekanntlich gern mit kleineren Zahlen für noch kleinere Länder. Da zählt nicht mal mehr Alexa mit.

Kennen Sie den kürzesten Social Media Witz? “Kommt ein Österreicher auf ein Pinterest Board.”

Die eigentliche Fragestellung dieses Blogbeitrags – Auf welchen Social Media Plattformen sollten österreichische Unternehmen vertreten sein – erinnert mich an eine Textstelle aus dem “Hexer” von Wolfgang Hohlbein. Der und sein Mentor Lovecraft steigen in einer kleinen englischen Fischerkneipe ab und fragen den Wirt, was es denn um Dinner gäbe:

“Es gibt Fisch, Fisch oder Fisch,” sagt der Wirt mit mißmutigen Blick. Howard runzelte die Stirn, überlegte einige Sekunden angestrengt und antwortete: “Dann nehme ich Fisch!”

Tja, das ist die grausame Wahrheit: Facebook kann so streng riechen, wie Zuckerberg will und uns armen Seitenbetreibern die Reichweite noch weiter runterschrauben. Wir können nämlich bloß weiter Münzen in den Werbebudget-Automaten einzuwerfen. Das war schon damals so mit dem blöden Fernsehen und der Kronenzeitung.

Aktuelle Social Media Nutzerzahlen für Österreich / Ende 2014

  • Facebook
  • 3,4 Mio
  • Twitter
  • 120k
  • Google+
  • 800k – 1 Mio
  • Instagram
  • 80k – 400k
  • Youtube
  • 4,8 Mio
  • LinkedIn
  • 430k
  • Pinterest
  • 4k – 20k
  • andere
  • ?

Quellen: Socialmediaradar, Alexa, Digitalschmankerl

An dieser Stelle kann man einfach nicht schreiben: Aber es gibt ja zum Glück auch Alternativen. Nur gibt’s halt leider unglücklicherweise keine. Dennoch möchte ich hier auf vielfachen Kundenwunsch, komprimiert und auch für die 19 Prozent Nichtsurfer leicht verständlich erklären, was es denn für Alternativen gäbe, wenn die genügend Nutzer hätten, und was Unternehmen denn dort tun könnten. Aber zuerst noch zu der Frage: Wie kommen diese Zahlen zustande?

Social Media Nutzerzahlen: Von Quellen und Schätzungen

Wer Zahlen aus dem Zusammenhang reißt, kommt in die Statistikerhölle. Dort werden wir Social Media Analytiker früher oder später wohl alle landen, aber was bleibt einem bei so spärlicher Primärdatenlage auch anderes übrig, als frei zu fabulieren? Man könnte bei Digitalschmankerl nachschauen, Petra hat nämlich für ihre zweite Masterarbeit selbst Daten erhoben und sie in folgende, für mich sehr glaubwürdig aussehende, Grafik gepackt:

Social Media Networks - Nutzungszahlen Österreich

Social Media Nutzung in Österreich: Nutzerzahlen im Vergleich zu Deutschland und den USA. [Grafik von Alex Hohenthaner / socialbunf]

Die Liecheneckers haben in Zusammenarbeit mit Mindtake auch eine Studie durchgeführt, bei der Online 751 Surfer befragt wurden. Das Deckblatt behauptet zwar optimistisch, die Ergebnisse seien repräsentativ für die österreichische Bevölkerung zwischen 15 und 65 Jahren mit einer Schwankungsbreite von 4,4%. Demnach wären 70% dieser Bevölkerungsgruppe bei Facebook registriert, 15,80% bei gar keinem Social Network. Sind das die ohne Internet? Nein, denn die Antworten sind natürlich nur repräsentativ für jene surfende Mehrheit der Bevölkerung, die Online-Umfragen ausfüllt. Spannend aber dennoch die Verteilung im Detail – hier steigt Instagram nämlich weit vor LinkedIn aus. Als gelernter qualitativer Sozialwissenschaftler muss ich mich da natürlich sofort fragen: Haben Business-Surfer vielleicht einfach keine Zeit, lange Fragebögen auszufüllen, Twitteranten aber schon?

Social Network Zahlen - Nutzung in Österreich

Teilnehmer von Online-Befragungen nutzen überdurchschnittlich viele Social Networks.

Twitter, Google+, LinkedIn, Instagram und Co. für österreichische Unternehmen

Welche Rolle spielen die einzelnen Networks für Unternehmen, die auf dem östererichischen Markt tätig sind? Im Vergleich zu Facebook jedenfalls eine untergeordnete – und natürlich sind viele heimische Firmen auch auf internationalen Märkten tätig, wo je nach Region bzw. Kontinent ganz andere Favoriten am höchsten in der Gunst der Social Media Nutzer stehen.

Twitter für Unternehmen: Der Pressesprecher und sein Journalist

Twitternutzung in Österreich

Twitter ist eine Plattform zum Austausch von Kurznachrichten. Ursprünglich in den USA als günstige Alternative zu SMS groß geworden, entwickelte sich das Netzwerk rasch zu einem Lieblingsspielzeug vor allem der Kommunikationsbranche.

Der Stellenwert, dem Twitter in der medialen Diskussion beigemessen wird, entspricht keinesfalls den realen Nutzungszahlen in Österreich. Etwas über 120.000 Accounts sind gerade einmal 3,5 Prozent alles österreichischen Facebooknutzer (3,4 Mio). Für Unternehmer ist Twitter dennoch vor allem im PR-Bereich relevant, da dem Beispiel Armin Wolfs folgend hierzulande überdurchschnittlich viele professionelle Kommunikatoren Twitter zumindest gelegentlich nutzen.

Als reiner Ankündigungskanal empfiehlt sich die Plattform nicht. Wer auf Twitter aktiv wird, weckt den Anspruch auf Erreichbarkeit und sollte kurze Antwortspannen gewährleisten können. Während in den USA, wo Twitter vor allem aufgrund der permanenten Präsenz als Fernseh-Newsticker wesentlich populärer ist als in Europa, etliche Unternehmen von positiven Erfahrungen berichten (Dell sprach aktiv Support-Kunden an, die sich über Produktmängel beschwerten, Starbucks verteilte Tweet-Gutscheine für ermäßigte Kaffees), sind die Reichweiten österreichischer Unternehmen auf Twitter ehr begrenzt.

Google+ für Unternehmen: Eigentlich ein Job für die SEO-Agentur

Google+ Nutzung in Österreich

Unter dem Eindruck des großen Erfolgs von Facebook startete Google mit “Plus” vor wenigen Jahren selbst den Versuch, Branchenprimus unter den Social Networks zu werden. Trotz überlegener technischer Funktionalitäten (unkomprimierte Fotos, Hangout Videochats) ist dieses Ziel mittlerweile als gescheitert zu betrachten. Google kommuniziert keine genauen Nutzungszahlen für Österreich, die Durchsuchbarkeit der Plattform ist ähnlich wie bei Facebook durch die jeweiligen Privatsphäre-Einstellungen der Nutzer eingeschränkt.

Durch die enge Verzahnung von Google+ mit anderen Services desselben Betreibers (Youtube, Gmail etc.) gelang es zwar, die Zahl der Accounts nominell in die Höhe zu betreiben, aktiv genutzt wird Google+ in ganz Europa allerdings kaum. Die Zukunft des Netzwerks ist zum jetzigen Zeitpunkt recht ungewiss. Recht populär bei spärlich vorhanden Nutzern sind vorwiegend die “Communities”, Plus’ Pendant zu Facebookgruppen.

Die Attraktivität der Unternehmensnutzung lag bis vor kurzem vor allem in der immer engeren Verzahnung des Google-Suchindex mit dem Plus Network. Für die Authorship, die Anzeige von Autorenbildern/Logos innerhalb der Suchergebnisse, war eine Google+ Page zwingend erforderlich. Vor wenigen Wochen hat Google die Authorship allerdings wieder abgeschafft und angekündigt, Plus wieder stärker von den anderen Services zu trennen.

Dass Google daran interessiert ist, Social Signals für den Suchindex auszuwerten, hat Matt Cutts, Chefentwickler des Suchalgorithmus, kürzlich bekräftigt. Inwieweit sich Aktivitäten auf einer Google+ Unternehmenspage mittelfristig auch die Suchergebnisse auswirken, ist derzeit allerdings ein heiß diskutiertes Thema. Für Local Businesses, als Unternehmen, die über eine oder mehrere Filialen verfügen und über die lokale Suche besser gefunden werden möchten, gibt es derzeit keine Alternative zu einer Google+ Page.

LinkedIn für Unternehmen: Die machen Content Marketing, nicht Lebensläufe

LinkedIn für Unternehmen

LinkedIn wird häufig als das “amerikanische Xing” bezeichnet, obwohl die Plattform strukturell völlig anders funktioniert. Zwar spielt auch bei LinkedIn die Pflege des eigenen Profil-Lebenslaufs eine zentrale Rolle, daneben hat sich das größte Business-Social-Network in den letzten Jahren allerdings sehr stark auf Publishing-Services fokussiert.

Neben zahlreichen populären Wirtschafts-Autoren haben seit wenigen Monaten alle Mitglieder die Möglichkeit, umfangreiche Postings zu veröffentlichen und sich so als Experten zu positionieren bzw. in weiterer Folge beträchtliche Reichweite aufzubauen. Für Unternehmen bietet LinkedIn „Corporate Pages“ an, Unternehmens-Seiten mit einem eigenen Newsfeed und Unterseiten, sogenannten “Focus Pages”. Diese ergänzen die Inbound-Strategie von LinkedIn: Ziel der Plattform ist es, die richtigen Ansprechpartner und Inhalte über eine komplexe Suche möglichst leicht auffindbar zu machen.

Instagram für Unternehmen: Selbstinszenierung, auch für Unternehmer

Instagram Nutzungszahlen

Instagram simuliert erfolgreich die Ästhetik alter Sofortbildkameras. Was war zuerst, Instagram oder der Selfie-Trend? Anfang 2014 nutzten 12,9% der Amerikaner und 1,2% der deutschen Bevölkerung Instagram, Nutzungszahlen zu Österreich sind nicht bekannt.

Instagram lebt als ausschließlich mobiles Netzwerk von der visuellen Echtzeit-Kommunikation. Die erfolgreichsten Markenauftritte setzen auf spektakuläre, exklusive aber zugleich auch authentische Bildwelten. Da Instagram Hashtags unterstützt, eignet sich die Plattform auch zur Abwicklung von Foto-Bewerben.

Instagram ist definitiv kein Kanal für klassische Werbebilder und –botschaften, lässt sich aber unterstützend hervorragend einsetzen, um einem Unternehmen bzw. einer Marke “ein Gesicht zu geben”, sprich für den Blick hinter die Kulissen. Das empfehlen und praktizieren zumindest etliche Social Media Agenturen. Ich dagegen poste auf Instagram vorwiegend Fotos meiner Hündin Pula, denn mich selbst interessieren Blicke hinter Agenturkulissen ehrlich gesagt nicht besonders.

Pinterest für Unternehmen: Die Pinwand an der Außenfassade

Pinterest Zahlen Österreich

Obwohl Pinterest seinen Höhenflug bereits 2013 begann und Mitte des Jahres 70 Millionen Nutzer hatte, ist das Netzwerk der virtuellen Pinwände noch nicht in Europa angekommen. Bitkom geht von einer halben bis einer Million Nutzern in Deutschland aus, in Österreich dürfte die Zahl der aktiven Pinterest-Accounts nach wie vor deutlich unter einem Prozent liegen.

Als einziges Netzwerk hat Pinterest mit 80% einen ausgeprägt hohen Frauenanteil, auf den Pinwänden dominieren die Themen Lifestyle, Hochzeitsplanung und Kulinarik. Einrichtung und laufende Moderation eines Pinterest-Boards sind zwar mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden, rentieren sich aber zum jetzigen Zeitpunkt nur für Unternehmen, die international tätig sind. Ich hab Pinterest schon von Anfang an genutzt und verwende die Seite gern als visuellen “Merkzettel” für Infografiken und außergewöhnliche Fotos.

Youtube für Unternehmen: Da wohnt der Videotraffic

Youtube Nutzerzahlen

Youtube gehört Google und ist primär die größte Videohostingplattform der Welt, besitzt daneben aber auch alle typischen Social Network Funktionalitäten. Für Unternehmen eignet sich Youtube sowohl als Hostings-Plattform als auch zum Betrieb eines eigenen Kanals – sofern ausreichend aktuelle Video-Inhalte laufend zur Verfügung stehen. Youtube ist vollständig durchsuchbar und in die Google-Suche integriert, Videoinhalte sind aus dem Web nicht mehr weg zu denken – Youtube stellt sie für alle Endgeräte zur Verfügung und bietet qualitativ hochwertiges Hosting an. Unternehmen, die Youtube nutzen, sollten auf ausführliche Meta-Beschreibungen und Stichworte achten.

Newcomer für Unternehmen: ello, medium, tsu

tsu Nutzungszahlen

Die grassierende Unzufriedenheit vier Nutzer mit dem etablierten Netzwerk Facebook scheint neuen Anbietern in jüngerer Vergangenheit Markteintrittschancen zu eröffnen. Steigende Bedenken über den Umgang mit persönlichen Daten sorgen im Spätsommer 2014 beim Newcomer ello.co dafür, dass sich zweitweise bis zu 30.000 Personen pro Stunde registrierten. Ello verspricht völligen Verzicht auf Werbung und garantiert Datenschutz, finanzieren will sich der Anbieter über kostenpflichtige Premium-Features.

tsu dagegen setzt auf monetäre Kompensation der Nutzer. Im September gestartet, will tsu 90% der Werbeeinnahmen an die User ausschütten. Beide Social Networks sind erst wenige Wochen alt.

Seit knapp zwei Jahren versucht medium.com, ein Netzwerk der Twitter-Gründer, statt auf kurze Status-Updates ganz auf lange Texte zu setzen. medium ist mehr Publikationsplattform als Social Network, beeinflusst mit seiner auf Inhalte fokussierten Ästhetik allerdings bereits klassische Medienanbieter weltweit. Wer so aufwändig Inhalte produziert, wird sich aber vermutlich auch eine eigene Domain leisten können und ist mit einem Blog besser beraten.

Fazit: Der eigene “Social Hub” wird immer wichtiger

Zwar tauchen immer mehr neue Bewerber im Rennen um die Aufmerksamkeit der Social Media Nutzer auf, doch dass sich in den kommenden 12 Monaten ein neuer Bewerber ernsthaft gegen Facebook wird durchsetzen können, ist aber äußerst unwahrscheinlich: Der Marktführer ist nicht nur von den Nutzerzahlen weit vorne, sondern inzwischen auch stark in der Infrastruktur des Web verankert (Facebook-Login).

Eine eigene, gut in die Social Media Landschaft integrierbare Homebase wird daher immer wertvoller. Hochwertige Inhalte fühlen sich am eigenen Blog am längsten am wohlsten, und lassen sich von dort am elegantesten in die verschiedenen Social Networks distribuieren. Und selbst wenn die Sache mit Pinterest und Co. hierzulande nie klappen sollte, dann liegen die Bilder gut indexiert auf der eigenen Seite und bringen Traffic, auch wenn nur drei Österreicher auf ello posten. Deshalb Mein Ratschlag an alle Unternehmen: Die eigenen Web-Properties sind und bleiben am wichtigsten. Produzieren Sie hochwertige Inhalte für Ihre eigene Unternehmens-Homepage oder Ihr Unternehmensblog und kreieren Sie so ihre eigene Social Media Zentrale, von der aus Sie Ihre Botschaften in die passenden Netzwerke verteilen. Ich berate Sie gerne dabei, wie das am effiziensten funktioniert.

Die Neue LinkedIn Hitparade: Wie populär ist mein Profil?

Mit der neu eingeführten “How you rank for profile views” Seite zeigt LinkedIn erstmals allen Benutzern an, wie populär deren eigenes Profil im Vergleich zum Kontakte-Netzwerk ist. LinkedIn vergleicht dafür die Profilviews der letzten fünfzehn Tage und zeigt das Ergebnis in der Form eines prozentuellen Rankings und einer Komplettliste. Praktischerweise bekommt der Nutzer auch gleich Tipps und Empfehlungen zur Optimierung der eigenen Sichtbarkeit.

Handelt es sich Gamification, um eine personalisierte Variante von Klout oder um den Versuch, die Nutzer zu mehr Aktivität anzuregen? Im Vordergrund stünde das Bestreben, Neugierde zu wecken und dadurch mehr Pro-Accounts zu verkaufen, mein Venturebeat:

The real point of How You Rank is apparently to generate more interest around the Who Viewed Me page. LinkedIn will tell you a few of the people who have viewed your profile, but then tries to temp you to buy a Premium account to view the whole list.

Wie dem auch sei: Ranglisten stacheln sowohl die Neugierde als auch den Ehrgeiz an, da geht’s Ihnen vermutlich wie mir. Und als Online Marketing Berater, der Kunden LinkedIn dringend ans Herz erhält, bekommt man einen aussagekräftigen Benachmark zur eigenen LinkedIn Strategie. Insofern freu ich mich natürlich darüber, dem oberen Fünftel meines eigenen Netzwerks anzugehören:

datenschmutz auf LinkedIn

LinkedIn Popularity aktivieren

Seit vergangenem Mittwoch steht die neue Funktion allen Nutzern zur Verfügung, die als Sprache “Englisch” eingestellt haben. Falls Sie LinkedIn in deutscher Sprache nützen, müssen Sie zur Aktivierung des neuen Profils Ihre LinkedIn Sprach-Einstellung temporär umschalten. Bewegen Sie dazu den Mauszeiger über das eigenen Profil-Icon rechts in der oberen Menüleiste, klicken Sie dann auf “Sprache ändern” und im folgenden Pop-Up auf “Englisch”. Anschließend gelangen Sie zur neuen LinkedIn Hitparade, indem Sie in der rechten Spalte Ihrer Profilseite auf “Who’s Viewed Your Profile” klicken und den rechten Tab “How you rank for profile views” auswählen.

Wenn Sie in LinkedIn eingeloggt sind und Englisch als Sprache eingestellt haben, können Sie auch einfach diesen Link klicken:
https://www.linkedin.com/wvmx/profile/rankings?trk=wvmp_how_you_rank_entry

Auf dieser Unterseite zeigt Ihnen LinkedIn die Top 10 aus Ihrem Netzwerk, mit einem Klick auf “Jump to you” springen Sie zu Ihrem eigenen Listenplatz.

LinkedIn Sichtbarkeit

LinkedIn belässt es nicht bei der bloßen Ranking-Anzeige, sondern macht in der rechten Spalte auch konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Sichtbarkeits-Index:

  • LinkedIn empfiehlt Gruppen, die zu Ihrem Interessensprofil passen.
  • LinkedIn schlägt Skills (Fähigkeiten), die zu Ihre bestehenden Eintragungen sinnvoll ergänzen.
  • LinkedIn präsentiert passende Artikel, die Sie mit Ihrem Netzwerk teilen können.

Die vorgeschlagenen Aktionen lassen sich jeweils durch Anklicken des +-Symbols direkt von der Ranking-Seite aus durchführen. Mit dem bloßen Gruppenbeitritt ist’s natürlich nicht getan – wer neue Kontakte knüpfen und sein Business-Netzwerk erweitern möchte, muss selbstverständlich aktiv mitdiskutieren und nicht bloß schweigend in der sprichtwörtlichen Ecke stehen.

Fazit: Das neue Ranking stellt eine sinnvolle Ergänzung der weltgrößten Business-Plattform dar. LinkedIns Bedeutung für die Generierung neuer Leads und fürs Content Marketing wird zukünftig noch steigen, also empfiehlt es sich auf jeden Fall, einen Blick auf den eigenen Status Quo zu werfen und die LinkedIns Optimierungsvorschläge umzusetzen.

Nutzen Sie LinkedIn für den Online-Auftritt Ihres Unternehmens? Ich zeige Ihnen, wie Sie Ihr Profil optimal nutzen und neue Kunden gewinnen.
Ritchie Pettauer auf LinkedIn

LinkedIn: Update bei der Anzeige der Profil-Besucher

Die Funktion “Wer hat sich Ihr Profil angesehen?” (“Who’s viewed your profile?”) erfuhr heute ein größeres und zur Optimierung des eigenen LinkedIn-Profils ausgesprochen nützliches Update. Zahlende Kunden bekamen die meisten statistischen Daten zwar schon bisher zu sehen, in Kürze steht die neue Funktion auch allen Gratisnutzern zur Verfügung.

Seit heute können Profilbetreiber, die “Englisch” als Sprache eingestellt haben, auf die überarbeiteten Funktionen zugreifen, für andere Sprachen soll das Update in den nächsten Tagen folgen.

Jeden einzelnen Profilbesucher sehen weiterhin nur Nutzer, die für ihren Account bezahlen, die statistische Auswertung jedoch gibt’s nun gratis für alle. So erfahren LinkedIn Nutzer, aus welchen Industriezweigen die Profilbesucher kommen, in welchen Unternehmensbereichen sie arbeiten und über welche Wege (Suche, Gruppen, Updates etc.) sie zum eigenen Profil gefunden haben. LinkedIn hat diese Daten nicht nur grafisch hübsch aufbereitet, sondern wird zukünftig aktiv Tipps zur besseren Auffindbarkeit geben:

LinkedIn will provide suggestions based on how members from the same industry generated more page views. A suggestion could be as simple as adding a certain skill to your profile or joining a particular group.


LinkedIn Besucher

LinkedIn bringt neue Blockier-Funktion

Wo viel Regen fällt, dort wird man bekanntlich nass – so reagierte LinkedIn auf die Kritik einiger Nutzer und stellt nun eine Blockier-Funktion á la Facebook zur Verfügung:

This feature adds an additional layer to your privacy controls by allowing you to block your profile, direct interactions, and network activity from logged in members who you don’t wish to interact or share personal information with.

Die erreicht man über das Hover-Menü, das ausklappt, wenn man auf den Button “Send a message” bzw. ” Nachricht schicken” klickt, der prominent auf jedem Profil platziert ist.

Anonymität ja oder nein?

Über die grundsätzliche Möglichkeit, sich selbst “unsichtbar” zu machen, diskutieren Power-Linkedin-Nutzer nun schon eine ganze Weile. Denn die Plattform erlaubt in den Profileinstellungen drei verschiedene Einstellungen: die Anzeige von Name und Job, die Anzeige des Jobnamens oder voll Anonymität.


LinkedIn Profile anonym besuchen

Letzere ist zwar im Internet des Jahres 2014 längst zur exotischen Seltenheit geworden, sorgt aber gerade im Kontext einer Business-Plattform für Gegenstimmen. Frei nach dem Motto “Wer Geschäfte machen will, sollte nichts zu verbergen haben”, sehen manche Nutzer die anonymen Profilbesuche als kontraproduktives Stalking-Tool.

Diese Argumentation hat durchaus was für sich – wer begrüßt schon gerne Ninjas in seinem virtuellen Geschäftslokal :-) Ein LinkedIn Vermummungsverbot ist allerdings noch nicht angekündigt, klar ist nur: Traffic auf und Interesse an LinkedIn nehmen auch im deutschprachigen Raum rapide zu.

Gruppen-Moderation auf LinkedIn – Direktnachricht von Admin an Mitglied

Seit einiger Zeit betreibe ich gemeinsam mit Astrid auf LinkedIn die Gruppe OMOe – Online Marketing Österreich. Beim Moderieren neuer Beiträge ist mir heute erstmals aufgefallen, dass es gar nicht so einfach ist, eine Direktnachricht an ein Gruppenmitglied zu schreiben, sofern man mit der betreffenden Person nicht befreundet ist.

Auch als Admin hat man nämlich auf den ersten Blick keinerlei Möglichkeit, spammende Gruppenmitglieder zu bitten, in Zukunft Werbetexte anderswo abzusondern. Zumindest dann nicht, wenn man in der Moderationsansicht auf deren Name klickt und anschließend am Profil landet, wo bei Nicht-Kontakten eine kostenpflichtige “Inmail” um saftige €7.95 zur Kontaktaufnahme notwendig wäre.

Sehr wohl jedoch funktioniert der Weg über “Manage” -> “Participants” -> “Members” [“Verwalten” -> “Teilnehmer” -> “Mitglieder”] und die Suche nach dem betreffenden Mitglied. In dieser Ansicht befindet sich unter jedem Namen ein Link namens “Send Message” [“Nachricht senden”], der den Versand einer Privatnachricht an jedes beliebige Gruppenmitglied erlaubt, egal ob Connection oder nicht.

LinkedIn Gruppen

Usability-technisch würd’s durchaus Sinn machen, diesen Link auch direkt in der Moderationsansicht anzuzeigen – generell würd ich mir eine insgesamt lesefreundlichere Darstellung und Dokument-Upload-Möglichkeiten im Frontend wünschen, aber ich bin sicher, dass LinkedIn da noch einiges in der Pipeline hat.

Denn LinkedIn hat sich rasant zum Business-Network Nummer eines entwickelt und spielt in der Online-Kommunikationsstrategie vieler Unternehmen eine zunehmend wichtige Rolle. Vor allem im B2B-Bereich werden immer mehr Unternehmen auf die ausgesprochen nützlichen Company-Pages setzen.

Mit Google+, LinkedIn und Quora auf der einsamen Insel

Facebook ist aus dem Leben vieler Heavy-User kaum mehr wegzudenken. Professionisten aus der virtuellen Bergwerkszunft, die sich auf der Suche nach lohnen Aufmerksamkeitsadern beharrlich durch Lawinen von Dreck und Gestein wühlen, geben unisono an, “auch privat oft Status Updates zu posten”. Ich nehme mich da nicht aus, oder besser gesagt: ich nahm mich da nicht aus, aber ich nähme mich aus, gäb’s neben dem allgegenwärtigen Facebook und dem hochfrequenten Twitter nicht endlich wieder Networks, auf denen qualitative, tiefschürfende und fachlich kompetente Konversationen im Fokus stehen und wo gelegentlich auftauchende Frühstücks-Marmeladenbrote zumindest mit originellem Marienbild versehen sind.

Ich hab nie daran geglaubt, dass sich befriedigende Unterhaltungen auf ein wechselseitiges Stakkato-Format von jeweils 140 Zeichen auch nur annähernd verlustlos abbilden lassen. Ich sehe, dass ein immer größerer Teil der digitalen Kommunikation nicht mehr sprachlich/schriftlich, sondern visuell geschieht, und ich kann darin selbst beim schlechtesten Willen den Verfall von weder Sitten noch Kultur erkennen. Dass Monitoring-Tools einhellig auch Facebook-Postings die Würze in der Kürze attestieren, überrascht mich angesichts der Nutzungspraxis des populärsten Social Networks ganz und gar nicht – aber dass Mark Zuckerbergs genialer Streich ein für allemal sämtliche ausufernden, besserwisserischen, argumentativ brillanten, schwaflig-trolligen Bitplaudereien in den tiefen Ozean des Dark Net gespült haben soll, daran können nur eingemüste SchopenhauerInnen glauben wollen.

Da haben wir diese wunderbare, neu-soziale Online-Welt, die aus einem Netzwerk von Gerätschaften endlich ein Netzwerk von Menschlein macht, Gleichgesinnte zusammen bringt, der Idee des McLuhan’schon globalen Dorfes so nahe kommt wie sich’s der alte Mäc wohl kaum selbst hätte träumen lassen. Und dann hängen alle auf der virtuellen Agora ab und zeigen sich gegenseitig Hundevideos am Popelfon 3.0, mit dem man endlich Liegestütze zählen kann?

http://www.youtube.com/watch?v=ArFy91n1FR0

Mark Zuckerberg schlägt in gewohnte Kerben, die langsam fad werden.

Nein, nicht nur. Ich bleibe furchtbar gern mit Freunden und Bekannten in Kontakt. Beim Kennenlernen von neuen Leuten bin ich allerdings recht wählerisch: ich spreche am liebsten mit Leuten, die sich für die gleichen Themen interessieren wie ich, mit Leuten, von denen ich was lernen kann, im Optimalfall sogar noch vice versa. Ich mag am Internet, dass sich gute Gespräche manchmal so irrsinnig *lange* hinziehen können, wenn sie auf der richtigen Plattform stattfinden.

Und die heißt garantiert nicht Twitter oder Facebook: gewiss finden sich dort genug Ausnahmen, aber schnelle Durchlaufzeiten sind dort, anders als bei meinen drei aktuellen Favoriten, die Regel. Wenn ich also nur drei Social Media Networks mit auf die berühmte Insel nehmen dürfte, dann müsste ich für Facebook und Twitter ein Zweitsmartphone einschmuggeln.

Auf Google+ rocken die Communities

Wer Google+ längere Zeit nutzt, wird irgendwann verwundert feststellen, dass hier kein Facebook-Konkurrenzkampf am Werken ist, sondern ganz andere Kräfte tobend walten. Das hat einerseits mit der asynchronen Struktur der “Circles” zu tun, andererseits mit der weit geringeren Breitenwirkung: hier kommunizieren überdurchschnittlich viele professionelle Kommunikatoren, die bereits durch die harte Schule Facebooks gegangen sind. Außerdem weiß man ja nie, ob zuviel Postingsfrequenz und/oder Nonsens nicht doch messbaren Einfluss auf die für alle Zeit gespeicherte Google-Daten-Schimäre hat… diese Mischung aus Elitentum und freiwilliger Selbstbeschränkung hat eine Startseite hervorgebracht, die ganz gut als der bunte Postillon der Generation 15-80 durchgeht. Hier gehört es noch zum guten Ton, sich für +1’s einzeln und freundlich zu bedanken.

Seine Stärken abseits vermuteten SEO-Impacts spielt Googles dritter Großversuch in Sachen Social Networks in den Communities aus: wo sollte ich sonst mehrere Tage lang mit einigen Kollegen und Unternehmern aus der Bestattungsbranche darüber diskutieren, welche Industrien wie durch das Social Web verändert werden? Wenn Google+ Communities weiterhin so boomen, dann wird die lange Durchlaufzeit der einzelnen Diskussionen mit steigender Postingzahl wohl sinken – bis dahin freu ich mich über die dialogzentrierten Unterhaltungen, die sich meiner Wahrnehmung nach sehr wohltuend von Facebooks “Fire-and-Forget” Mentalität abheben. Für dieses Blog hab ich natürlich auch eine G+ Page eingerichtet, außerdem poste ich in der – noch sehr jungen – datenschmutz Community Tipps und Tricks zu Google+.

LinkedIn les ich am liebsten

Die Lebenslaufverwaltung steht nur scheinbar im Zentrum LinkedIns: die Seite als amerikanisches Pendant zu Xing zu bezeichnen, wäre schlicht beleidigend. Die sicherlich hervorragenden Suchfunktionen spielen für mich eine untergeordnete Rolle, aber als Business-Magazin hat LinkedIn für mich TechCrunch und Mashable schon lange den Rang abgelaufen. Die Homepage bietet jeden Tag eine spannende Mischung aus redaktionelle ausgewählten Inhalten von Opinion Leadern aus verschiedenen Industrien, im Status-Feed stoße ich weiß häufig auf spannende Fachartikel, die meine Kontakte empfehlen – und wenn ich einzelne Themen vertiefen will, setze ich die Diskussion in einer Gruppe fort. Sehr empfehlen kann ich allen Online-Marketing Experten die OMOe – Online Marketing Österreich, die Astrid Dietrich und ich gemeinsam moderieren.

Quora wär ein Fulltime-Job

Mysteriös unter den Social Networks: Quora erfreut sich in Europa bislang recht beschränkter Beliebtheit. Gepostet werden darf nur in englischer Sprache, Slackertum ist verpönt, Kern der Seite ist ein ausgefeiltes, in hunderte Kategorien eingeteiltes Frage-Antwort-System, zusätzlich können Nutzer eigene Blogs einrichten.

Quora besticht nicht durch ausgefeilte Publishing-Features, sondern durch die riesige Menge an hochwertigen, spielerisch konsumierbaren Inhalten sowie ein gut durchdachtes Punktesystem: Credits, die man für Votes auf die eigenen Beiträge erhält, tauschen Quora-Autoren gegen mehr Sichtbarkeit auf der Plattform ein. Hier finden sich Fachsdiskussionen neben Threads über die besten Atheistenwitze – in 30 Minuten beschäftigt man sich mit der moralischen Werteordnung verschiedener Länder, mit den Interna einer Programmiersprache und mit militärischer Gehorsamsverweigerung geht – und kann gar nicht aufhören zu lesen.

Eine Korrekturfunktion, die von erfahrenen Nutzern auch häufig verwendet wird, sorgt für ein erstaunliches Sprachniveau. Quora-Poster nehmen sich zum Teil sehr viel Zeit für ihre Antworten. Wo ein Wikipedia-Artikel Überblick und die wichtigsten Fakten zu einem Thema offeriert, zeigt ein Quora-Thread jede Menge Facetten in kleinstem Detail. Mich erinnert die Seite ein wenig an Michael Endes Unendliche Geschichte – mit dem entscheidenden Unterschied, dass die vielen Nebenstories nicht ein andermal erzählt werden sollen, sondern ständig weitergeschrieben werden. Auf die Details dieser wunderbaren Lern- und Zeitvernichtungsmaschine dagegen möchte ich ein andermal eingehen – oder fragen Sie mich einfach auf Quora: www.quora.com/Ritchie-Pettauer.

OMOe – Online Marketing Österreich auf LinkedIn

LinkedIn wird endlich auch im deutschsprachigen Bereich rasant populärer. Langsam genug, aber dafür umso sicherer spricht sich herum, dass sich LinkedIn nicht bloß zur Lebenslaufverwaltung vor geplanten Jobwechseln und als HR-Anzeigenbörse eignet, sondern viel mehr kann: Lead Generation, Business-Magazin, Recherche- und Verkaufstool – LinkedIn, längst zentraler Business Hub, gewinnt immer mehr an Attraktivität.

Das liegt gewiss nicht nur daran, dass Nutzer eines Gratis-Accounts bei weitem nicht so gravierend eingeschränkt werden, sondern auch an vielen hervorragend moderierten Gruppen teilnehmen können. Bis vor kurzem war die österreichische Online-Marketing-Szene im Gruppenverzeichnis noch gar nicht vertreten, doch das hat sich mit OMOe – Online Marketing Österreich schnell geändert. Mission Statement der OMOe LinkedIn-Gruppe:

Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch zu Trends, Neuigkeiten und Veranstaltungen aus dem Themenbereich Online Marketing; besonders der Österreich-Bezug soll es den Gruppenmitgliedern ermöglichen, sich vor Ort stärker zu vernetzen und miteinander professionelles Know How auszutauschen!

Das 100. Mitglied begrüßten wir gestern Abend – zum Jubiläum habe ich das erste Tweet zu OMOe rausgeschickt:

Dass der offizielle LinkedIn DACH-Account uns heute retweetet hat, sorgte bei den Gruppenmoderatoren natürlich für große Freude:

OMOe - Online Marketing Österreich auf LinkedIn

Wir haben große Pläne mit OMOe und laden alle Online-Marketer aus der D-A-CH Region ganz herzlich ein, bei uns in der Gruppe vorbeizuschauen. Profitieren Sie von der geballten Kompetenz der OMOe Experten, diskutieren Sie mit bei Online Marketing Österreich!

JOIN OMOe! Beantragen Sie Ihre Mitgliedschaft in der LinkedIn-Gruppe “Online Marketing Österreich”.

meshed #1: Social Marketing für Beginner

Ich geb zu: ein wenig deplatziert kam ich mir auf der meshed #1 schon vor – aber das ist bloß das alte Problem der Innen-/Außenperspektive. Für Einsteiger in den Bereich des Social Marketing gab es allerdings mit Sicherheit einiges an Informationen zu sammeln; die Frage ist in weiterer Folge natürlich, inwieweit auch das Prozessieren und weiterführende Einsetzen dieser neu gelernten Tools und Strategien dann auch gelingt. Denn eigentlich illustrieren die von den Vortragenden gerne zitierten Beispiele feat. Dell & Co. vor allem eines: wirklich erfolgreiche Social Media Strategien sind meist best practices: wir haben noch kaum Erfahrung, wir sammeln sie gerade. Grosso Modo hat der erste Tag Einsteigern in die Materie einen guten Überblick verschafft – und die Sky Loft im Ars Center ist ein äußerst angenehmer Veranstaltungsort.

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Blogistan Panoptikum KW20 2009

An diesem Wochenende durfte ich meinen 10.000sten Twitterfollower (respektive mein 10kste Followeress) begrüßen – allerdings hat mir die Vorstellung von Simon Leungs neuem Follower-Kettenscript gleich mal 700 neue Tweeping Friends auf einen Schlag gebracht – ich war zuerst äußerst skeptisch, aber die Idee ist in der Tat schwer genial: Einfach zum Ende der Seite scrollen, das Formular ausfüllen und auf “Tweet Now” klicken. Account-Daten werden keine gespeichert, aber jeder User erhält eine persönliche Landingpage, und selbige ein wenig zu promoten, kann nicht schaden. Mehr muss man nicht machen, außer natürlich gegebenenfalls vorher Auto-Follow auf Tweetlater auf “Vet Followers” umstellen… denn wer schnell auf den Zug aufspringt, kann ordentlich profitieren, aber in einem Monat funktioniert dieses “Twitter Ponzi Scheme” nicht mehr… die ersten, die’s benutzt habe, nennt man dann später Twittergurus und fragt sich, warum sie so viele Followers bekommen haben. Und weil ich zum Thema Follower-Aufbau auf Twitter derzeit mehrere Anfraqen pro Tag bekomme, gibt’s Anfang nächster Woche ein kleines Special zum Thema Re-Follow Services und Co. Und nun zu meinen übrigen Highlights aus den vergangenen sieben Tag:

Nicht nur tweeten, auch bloggen

Es gibt vermutlich noch mehr gute Gründe, warum man sich keinesfalls ganz auf Twitter stürzen sollte – Future Buzz hat 19 besonders stichhaltige zusammengetragen. Denn wer ernsthaft eine längerfristige Netz-Präsenz plant, kommt nun mal an einem eigenen Hub (und nur über den hat man die volle Kontrolle) nicht herum. Tag: Volle Zustimmung!

These are all just tools to share content and ideas, no more, no less. You need a cohesive strategy for all of them to drive conversions in one spot. A blog is the perfect place for that if you want focused attention and to build an interested community. What if any one network you don’t control falls out of favor or changes the rules? At the end of the day, self-hosted blog owners control the vertical and the horizontal, whereas on Twitter or any external network you’re at the whim of someone else.

Wann ist ein Desktop sozial?

Keine Panik, ich fange jetzt nicht mit Nachhaltigkeit und CO2-Fußabdrücken an – Anlass für diese Überschrift ist vielmehr eine äußerst lesenswerte Review verschiedener Social Desktop Clients auf Guruvan – denn wie überdurchschnittlich gut informierte Nerds längst wissen, sind/waren Twitter-Clients bloß die Spitze des Eisbergs, und die kurze Ära der Widgets scheint vorbei, denn das Web 2.0 erobert immer mehr Platz am Desktop: kein Wunder, denn schließlich unterstützen die neuen Client-Generationen nicht nur mehrere Networks, sondern sogar multiple User auf ebendiesen. Besonders avanciert und flexibel wahlweise als Browser- oder lokale Adobe-Air-Applikation nutzbar scheint PeopleBrowsr:

The number of networks I can access is unparalleled. Not only does it have access to all that Sobees does, but Digg, LinkedIn, Myspace, identi.ca, Photobucket, and Plaxo too! And Peoplebrowsr has its own network, that allows you to share groups and view someone’s entire known social graph. You can publicly tag people. PeopleBrowsr supports multiple user accounts (simultaneously) on several networks, and has search and geo-location features I’ve only just begun to explore. And if this is all too complicated for you get wrap your brain around at first you can use PeopleBrowsr in “Lite” mode, and just have one of the top Twitter clients. The search functionality and groups make PeopleBrowsr Lite even more powerful than Tweetdeck.

What goes around comes around

“Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus,” lautet das deutschsprachige Äquivalent dieses Spruchs, oder in der christlichen Negationsform: “Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu.” Simpel eigentlich, aber erzählen Sie das mal einem General, der gerade mit seinen neuen Waffen spielen darf. Ich finde, dass Big Ant International den “Gold Pencil for Design” für ihre aktuelle Anti-Kriegs-Kampagne in der Kategorie “Public Service Poster” gewonnen haben. Auf The Inspiration Room sind alle Sujets online: die Plakate im extremen Breitformat entfalten ihre Botschaft erst, wenn sie um eine runde Säule geschlungen werden und sich die Katze sozusagen in den Schwanz beißt – schauen Sie sich das an!

Wer verdient wie viel an einer Milliarde verkaufter iPhone-Applikationen?

Der Applikationsmarkt für Handys gilt immer noch als Hoffnungsträger einer ganzen Branche – und vor wenigen Tagen gab Apple die Installation der einmilliardsten iPhone Applikation bekannt. Klingt beeindruckend, oder? Aber Stan Schroeder hat für TechCrunch den Entmystifizierungs-Rechenstift ausgepackt und kommt zu einem vergleichsweise ernüchternden Ergebnis in punkto Gewinn für Apple

Anywhere between $20 and $45 million; when you count in LSVP’s approximation that the ratio of free to paid apps, is somewhere between 1:15 and 1:40, and O’Reilly’s estimate that the mean price for paid apps is $2.65. Multiply these numbers and you get revenue of $70-$160 million; Apple’s 30%, which is how much they get from each sold application puts their chunk of the cake at $20-45 million.

Der Autor kommt zu den Schluss, dass Apple eben doch immer noch primär eine Hardware-Company sei, der Applikationsmarkt aber einen wichtiger Treiber für den Absatz der Geräte darstelle. Also wieder mal das alte Spiel der der Umwegrentabilität… irgendwie will die Aufmerksamkeitsökonomie auf breiter Basis nicht so richtig in die Gänge kommen, zumindest wenn man genauer hinschaut…

Twitter um etwa 1935 herum

Charlie Grover hat einen Beitrag aus “Modern Mechanix” eingescannt, der im August 1935 erschien. Leider sind alle Rechte am Bild reserviert – ich find’s ja mehr als skurril, dass man sich traut, ein Copyright-Zeichen unter einen Scan aus einer Zeitschrift zu setzen, aber wie auch immer: Twitter robot from 1935 muss man gesehen haben! [via @dudeman718]

Der Personensuchmaschine Herr werden

Über Aim.at bin ich auf einen interessanten Artikel der ARGEn Datenschützer gestoßen. Wer sich von 123people, Yassni und Co. aufs reputations-technische Glatteis geführt sieht, findet hier eine Standard-Unterlassungserklärung, die bei weiter Verbreitung das Business-Modell der Personensucher gefährden könnte. Die klingt ungefähr so:

Ich habe festgestellt, dass Sie meinen Namen ….. dazu verwenden, auf ihrer Webseite zu meiner Person zutreffende und nicht zutreffende Informationen zusammen zu stellen. Diese Zusammenstellung teilweise richtiger, teilweise fehlerhafter Informationen ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ich sehe meine Persönlichkeitsrechte und meine Kreditwürdigkeit dadurch beeinträchtigt. Sie werden daher aufgefordert, ab sofort keine derartigen Zusammenstellungen mehr durchzuführen, zu verbreiten, zu veröffentlichen und eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben.

Der Push-Up BH mit Auto-Follow

Oder besser gesagt Autopilot. Große Dankbarkeit gegenüber Gizmodo: Wann hat man als Tech- und Marketing-Blogger denn sonst schon Gelegenheit, über Brüste und deren Idealzustand vor dem Geschlechtsverkehr zu schreiben? Ein Traum wird war, glauben die Macher: denn die Frau zum geilen, hemmungslosen Tier wird in Stimmung kommt – festzumachen an der Körpertemperatur – dann beginnt der integrierte Memory-Foam seine schmutzige Täuschungsarbeit zu verrichten und täuscht ad hoc Pamela Anderson Dimensionen vor. Nein, ich hab mir das echt nicht ausgedacht:

The integrated memory foam bra reshapes under the influence of heat to enhance cleavage, making a woman more desirable when she’d like to be desirable. Or, you know, when she’s just a little sweaty.

Tja, damit taugt der BH mit Eigenleben wohl höchstens für Golferinnen… besonders lustig stelle ich mir diese Unterwäsche aber in Situationen vor, in denen sich die Körperwärme nicht direkt aus Geilheit, sondern eher aus anderen Gründen erhöht: irgendwie kommt das ganze Konzept einfach nicht so richtig durchdacht vor.

SEO-News der Woche

Sehr sympathisch finde ich die neue gelaunchte Video-Metasuche von Adrian Meyer und Marcel Wengel, und das liegt – ich will hier gar nicht unnötig verkomplizieren – am Namen: der ViFrog klappert alle Plattformen abn, bis zum Beta-Launch Ende Mai gibt’s eine Preview auf SEO-Handbuch.de. Two thumbs up fürs Logo!

Die Beschreibung der Description

Der SEO-Evangelist leuchtet alle dunklen Winkel des Description-Tags aus:

Als vor Jahren meta-tags unter Insidern noch als Geheimwaffe bei der Suchmaschinenoptimierung galten und dem daraus resultierenden Missbrauch, wurde es plötzlich ruhig um sie, nachdem die Suchmaschinen sie nun auch nicht mehr mit ins Ranking einbeziehen.
Sicherlich spielen meta-tags heutzutage keine Rolle mehr bei der Platzierung einer Website in den Suchergebnissen, dennoch sind einige von ihnen nachwievor noch ein sinnvoller Bestandteil der OnSO (OnSite Optimization), die auch dabei helfen können mehr Besucher auf eine Internetpräsenz zu bekommen.

Guter Punkt – und wer immer schon mal wissen wollte, warum eigentlich noodp in seinem WP-Header steht, sollte das Posting unbedingt lesen :mrgreen:

Und sonst? Nix interessantes die Woche… war irgendwie recht ruhig im SEO-Haifischbecken, was wohl nur daran liegen könnte, dass alle üblichen Verdächtigen momentan mit Twitter beschäftigt sind und die Keywords sozusagen nackt und ungeschützt rumliegen!

Video der Woche

Shane Dawson hat das Gewicht der Welt auf seine Schultern genommen und getan, was noch keinem vor ihm gelungen ist: der populäre Video-Podcast hat das beste Sexvideo auf Youtube ever aufgenommen. Ich hab’s gerade von Linzerschnitte geschickt bekommen und verstehe jetzt endlich, wie die Sache mit den Donuts und den Bananen und den Bienen und den Blumen und dem vorehelichen Fickverbot wirklich funktioniert! Shane’s Aufruf zum Einsenden von Video-Antworten blieb ebenfalls alles andere als unbeantwortet: 252 Youtuber legen für ein weltweites Publikum ihre ersten Quests zur Erlangung des geheimen Wissens über die wahre Funktion von Penis und Vagina offen dar und ersparen zukünftig allen Eltern dieser Welt peinliche Aufklärungsgespräche:

YouTube Preview Image

Und das war’s auch schon wieder mit dem aktuellen Wochenrückblick – nächste Woche gibt’s die angekündigten Twitter-Tipps, außerdem stehen zwei Interview-Videos von der Identitat09 am Redaktionsplan. Danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns am Montag!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick – für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink! Hier geht’s zum Einreich-Formular.

Gretchen(um)frage: Wie hältst du’s mit Facebook?

Beim vorgestrigen Blögtail-Punsch-Special (Fotos gibt’s auf Besser gehts immer)) diskutierten Hannes, Oliver Nitz (er schreibt für die Telekom die Denkbloggade) und ich angeregt über Stärken, Schwächen und Zukunft verschiedener Social Networks.

Dabei tauchten schnell spannende Fragen auf wie:

  • Hat Facebook trotz nervender Zombies und Vampires das Potential, sich um Digital Home und zentralen Hub zu entwickeln?
  • Wird Xing jemals mehr werden als eine uncoole Visitkartenverwaltung?
  • Traut sich Facebook, Open Social vom Konkurrenten Google zu integrieren? (Ich vermute mal stark, dass genau das passieren wird.)
  • Warum hat LinkedIn ein derart crappiges und unsympathisches Benutzerinterface?
  • Wird Facebook mit dem Start der deutschsprachigen Version StudiVZ schlucken?
  • Stellen solche Social Networks die erste pragmatische Umsetzung von Georg Franks Ökonomie der Aufmerksamkeit dar?

Oliver und ich waren uns recht einig darüber, dass wir Facebook als “näher” erleben – was sich ganz banal z.B. darin äußert, dass wir Facebook-Messages sofort lesen, während Xing in recht unregelmäßigen Abständen aufgerufen wird. Hannes mit seinen 3000 Xing-Kontakten ist da natürlich ein Sonderfall… er verwendet FB eher privat und Xing im beruflichen Bereich, bei mir gibt’s da einen recht gleitenden Übergang. A propos Übergangsphänomen: ist der FB-Erfolgt dem Phänomen der Neuheit geschuldet oder Indikator für großes Potential? Die einzig richtige Antwort: man weiß es (noch) nicht genau. Unser Gespräch hat mich jedenfalls auf die Idee gebracht für eine neue datenschmutz-Umfrage – die soll ein kleine Stimmungsbild bzw. eine Momentaufnahme ergeben, ich bin jedenfalls gespannt auf die Ergebnisse. Und auf Kommentare und Meinungen zum Thema wär ich ebenfalls sehr gespannt:

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