Da waren's nur noch neun. Yup, das mittlerweile unsingbare Kinderlied hat mich zu einer kleinen, rein fiktiven Ode inspiriert. Sprache ist ein fluides Ding, immer im Wandel, und zum Glück (dieses Gefühl habe ich zumindest) hat sich in punkto Rassismus-Sensibiltität in den letzten Jahren viel Positives getan.
Mag sein, dass ich mich in einem unrepräsentativen Umfeld bewege, aber "Negerbrot", das vor weniger als 10 Jahren in österreichischen Supermärkten im Regal stand, würde heute niemand mehr verkaufen. Wir haben den bewussten Abzählt-Reim-Song damals vor 1000 Jahren in meiner Kindheit jung, naiv und ohne böse Hintergedanken gesungen und auch eigene Varianten erdichtet. "10 kleine Negerlein" wird wohl mittlerweile hoffentlich in keinem Kinder-Gesangsbuch mehr abgedruckt sein. Das Original stammt übrigens aus den USA (siehe Wikipedia) und inspirierte Agatha Christie zu ihrem gleichnamigen Romantitel.
Wie auch immer: sprachliche Rassismen sind Scheiße, der Sprachrhythmus und die Idee des Runterzählens sind aber trotzdem genial, also hab ich mir erlaubt, aus den originalen Protagonisten 10 große Alphablogger zu machen. Müsste korrekterweise natürlich BloggerInnen heißen, aber in dem Fall stört's den Flow empfindlich. Aber es reimt sich, also muss es Literatur sein, und die widersetzt sich hier einmal mehr hartnäckig gesellchaftlichen Utopien. Außerdem sterben die Alphablogger auch nicht auf martialisch-explizite Weise, sondern werden einfach zu Beta-Bloggern. Wie gesagt: Freiheit der Kunst und so, rein erfunden, fiktiv, ohne jeglichen Bezug zum jenem kollektiven Konstrukt, das manche von uns Realität und wieder andere Wirklichkeit nennen
10 große Alphablogger konnten sich an tausenden Besuchern freun'n -
einer verkaufte Linklift Links, da waren's nur noch neun.9 große Alphablogger haben für trigami Reviews gemacht -
einer hat nofollow vergessen, da waren's nur noch acht.8 große Alphablogger wollten, dass ihre Leser sie lieben -
einer hat's mit Uri Geller übertrieben: da waren's nur noch sieben.7 großte Alphablogger tranken ein paar Shots auf Ex -
einer hat Fotos auf Facebook gestellt, da waren's nur noch sechs.6 große Alphablogger schrieben über Supermodels und ihre Strümpf' -
einer hat pornographische Bilder gepostet, da waren's nur noch fünf.5 große Alphablogger kannten ihr Revier -
einer schrieb zu deviant, da waren's nur noch vier.4 große Alphablogger hassten den Einheitsbrei -
einer wechselte zur FAZ, da waren's nur noch drei.3 große Alphablogger dissten Konken und fühlten sich frei -
einen hat er wegen übler Nachrede verklagt, da waren's nur noch zwei.2 große Alphablogger sagten: groß wird neben uns keiner!
der das sagte, hatte einen Servercrash, da war's nur noch einer.1 großer Alphablogger wollte seine Erfolge iterieren -
doch das gelang ihm nicht, er hatte ja niemaden mehr zum Kopieren.
Die Webbloggers rufen auf zur Parade. [via Dimido] Oliver möchte mit seinem Fragenkatalog folgendem Mysterium auf den Grund gehen: Was ist eigentlich mit den anderen Bloggern, haben die viel Ahnung von Webdesign?
Weit wichtiger ist die Usability; das Design darf nicht "im Weg" sein, die Farben sollten aufeinander abgestimmt und die Texte gut lesbar sein - der Rest ist wohl weitgehend Geschmackssache. Wichtig war mir aber, kein Standardtheme zu verwenden, sondern ein eigenes Layout zu verwenden. Da draußen gibt's hunderte Themes, die hübscher sind als mein Eigenbau - aber dafür trägt datenschmutz individuelle Kleider.
Mein erster Studi-Nebenjob war Webdesigner - das war noch eine Weile vor HTML 3.0. Ich bin kein Designer, kann aber immer noch ganz brauchbare eigene Templates schreiben und kenne mich ausreichend aus, um für eigene Projekte meine Hausgebrauchs-Designs zu erstellen.
Selbst erstellt, allerdings auf der Basis von YAML (yet another multi-column layout) und ausgehend vom WP-Standard Theme. Ich hab mein Template intern noxed2 genannt, da es sich um mein zweites eigenes Template handelt - "noxed" auf der Basis von Hemmed, das wiederum von Hemmingway inspiriert wurde, hieß mein erster Versuch. Dass es irgendwann mal noxed3 geben wird, ist zwar nicht kategorisch auszuschließen, aber auch nicht sonderlich wahrscheinlich, da ich eigentlich laufend an meinem aktuellen Template weiterbastle und optisch durchaus nicht unglücklich bin.
Ich benutzte Photoshop zur Erstellung der Grafiken und Fireworks meistens dann, wenn ich für Kunden Outlines und Storyboards zeichne. Bei datenschmutz bin ich da sehr oldschool unterwegs: ich passe die Templates händisch im Texteditor an und rendere die Seiten zuhause am Testrechner mit Xamp; kleinere Änderungen mache ich gleich live via ftp und Texteditor. Automatisch generierter Code ist ein Graus, wenn man laufend neue Snippets integriert und kleinere Anpassungen macht - ich wollte sauber strukturierten Code, in dem ich mich selber auskenne.
Ja. Ganz am Anfang habe ich noch den legendären font-Tag benutzt und dann recht bald auf CSS umgestellt. Ich würde sagen, ich kenne mich ganz gut aus - höllisch allerdings finde ich die Problematik mit verschiedenen Browsern und Browsergenerationen.
Ebenfalls mit dabei: Der Korsti, die Klette, gedingst und Cordie-Design. Nicht an Bord ist itstoolong; oder besser gesagt: nicht direkt mit dabei, die Sinnlosigkeit solcher Paraden ist ihm aber immerhin einen ganzen Beitrag wert:
Und was macht dieses SEO-Geschmeiss, wenn sich absolut niemand für ihre "Optimierung" interessieren mag, außer sie selbst oder vielleicht noch ihresgleichen? Sie organisieren einen Karneval der Idiotie, den sie ganz euphemistisch Blogparade! nennen. Möglicherweise schämt man sich in solchen Kreisen, die Wahrheit beim Namen zu nennen?
Die aktuelle Wie bloggt ihr? Parade hat mich auf die Idee gebracht, mich mal wieder etwas intensiver um die "Vermarktung" von datenschmutz zu kümmern. Testweise biete ich daher ab sofort zwei fixe Sponsorenplätze an - vorerst gibt's die 10.000 Pixel zu einem Spottpreis und als Beta-Test. Dazu existiert ab effective immediately auch ein kleines "Partnerprogramm": wer mir einen Sponsor vermittelt, erhält 100 Euro Fixprovision.
Es handelt sich *nicht* um eine Bannerschaltung im herkömmlichen Sinn. Die Sponsorenbuttons werden fix statisch eingebunden und wechseln nicht. Die Modalitäten sind denkbar einfach:

Screenshot mit Sponsorenbuttons

datenschmutz weist jegliche Schuld an Natur- und anderen Katastrophen, die durch die Buchung eines Sponsorenbuttons entstehen, weit von sich. Aber im Ernst: ich möchte meine Werbepartner eine gute Integration zu einem fairen Preis anbieten und werde versuchen, meinen Teil des Deals möglichst zu erfüllen. Sollte aufgrund unvorhergesehener Ereignisse (Brand im Hetzner Rechenzentrum, Verbot des Bloggens durch die EU oder ähnlich wahrscheinliche Dinge) die Schaltung nicht plangemäß erfolgen können, erhalten Kunden selbstverständlich die Kosten anteilig rückerstattet.
Zwischenzeitliche Serverausfälle dagegen bedingen keine Rückerstattung; datenschmutz garantiert eine Uptime von 97,3%.
Zusätzlich gibt's ein rudimentäres Partnerprogramm: für jede von einem datenschmutz Leser oder einer Leserin vermittelte Sponsoren-Einschaltung bezahle ich an den Vermittler EUR 100,- Provision. Was die genaueren Modalitäten betrifft, teile ich völlig Roberts Meinung:
Sollte eine Firma buchen und der Bruder des Inhabers hat das Banner "rein zufällig" vermittelt? Jo mei, dann bleiben eben 1/3 (EDIT by ritchie: bzw. in meinem Fall EUR 100,- /EDIT) in der Familienkasse, ab dafür, its your thing and choice. Ich werde das nicht kontrollieren, scheiß drauf.
Die Zahlung der Vermittlungsprovision wird sofort nach Bezahlung der Buchung fällig; auch hier erfolgt die Auszahlung wahlweise via PayPal oder Kontoüberweisung, selbstverständlich mit Firmenrechnung. Die/der ZahlungsempfängerIn muss dabei angeben, ob er oder sie mehrwertssteuerpflichtig ist.
Über Kommentare, Anregungen und natürlich ganz besonders über Buchungen freue ich mich. Für nähere Details bitte ich Sie, das Kontaktformular zu benutzen.
Am 1. Jänner ging die Verlosung des Albums "Queen Rock Montreal" zu Ende. Gewonnen haben Antje und Greg - herzliche Gratulation!
Sowohl Antje als auch Greg haben auf ihren eigenen Blogs Beiträge publiziert, Antje ist außerdem Fan von datenschmutz auf Facebook, hatte also eine dreifache Gewinnchance (siehe Teilnahmebedinungen). König Zufall hat sich also ausnahmsweise mal statisch recht korrekt verhalten
Das nächste datenschmutz CD-Gewinnspiel folgt in Kürze, da wartet ein Spezial-Leckerbissen für Jazz-Fans (ich sag nur: Wolfgang Muthspiel). Außerdem habe ich vor, anno domini 2k8 auch ein paar Gadget-Preise zu verlosen, mal sehen, wie erfolgreich ich beim Sponsoren-Schnorren bin... ich möchte an dieser Stelle jedenfalls nochmal an die Weihnachts-Aktion erinnern:
Wer auf der Facebook datenschmutz Page als Fan eingetragen ist, bekommt von mir zu Weihnachten einen Backlink geschenkt. Schickt mir einfach eine private Message mit dem gewünschten Link sowie dem Linktext: ich werde Anfang nächsten Jahres die betreffenden Links in einem oder mehreren Beiträgen am Blog zusammenfassen.
War zwar eigentlich nur bis zum 31. Dezember geplant, aber ich hab mich entschlossen, die Aktion mal auf unbegrenzte Zeit laufen zu lassen, also mit anderen Worten: wer sich bei Facebook als datenschmutz-Fan outet, bekommt von mir einen schmackhaften Backlink serviert - und zwar im knackigen PR3 Linkverzeichnis. In diesem Sinne: schönen Sonntag und bis zum nächsten Gewinnspiel!
Als Blogger bin ich ja schon längere Zeit bei trigami aktiv und war immer sehr zufrieden mit Auftragsabwicklung und Service des Schweizer Dienstleisters. Dieser Tage habe ich das System erstmals von der anderen Seite kennen gelernt und meine erste Kampagne als Auftraggeber eingestellt.
Ich halte trigami für ein sehr gut funktionierendes und kostenmäßig enorm effizientes Marketingtool - daher empfehle ich meinen Kunden bei allen Themen, wo verstärkte Blog-Präsenz Sinn macht, entsprechende Kampagnen zu schalten. Der Eindruck, den ich bisher von trigami hatte, bestätigte sich vollauf: kompetente Beratung, hervorragender Service und allfällige kleinere Unklarheiten sind schnell aus dem Weg geräumt... irgendwie scheint das mit der Schweizer Präzision wohl doch kein bloßes Klischee zu sein.
Einige bloggende KollegInnen halten trigami aus ganz unterschiedlichen Gründen für die Ausgeburt des Online-Leibhaftigen schlechthin. Meine Meinung dazu ist ganz schnell erklärt: wer sein Blog werbefrei halten möchte, dem steht der Verzicht auf trigami ja sowieso frei, aber letztlich urteilen die LeserInnen. Und irgendwie hab ich die Steintafel, auf der steht, dass Weblogs non-commercial media sein sollten, übersehen. Aber ich vermute ohnehin stark, dass ich als Teilzeitjournalist und seit 15 Jahren bezahlter Schreiberling generell weniger Probleme mit bezahlten Rezes habe als so mancher Idealist.
Aber wie auch immer, wirklich ärgerlich war für viele Blogger der kürzlich erfolgte Pagerank-Verlust. Zahlreiche Trigamisten (hehe! neues Fav-Word) wurden abgewertet oder erhielten gar einen Pagerank von Null komma nada. trigami reagierte souverän und schreibt ab sofort in allen Kennzeichnungen und Rezensionen das nofollow-Attribut vor, wie Remo Uherek in einer Aussendung bekannt gab:
In naher Zukunft werden wir unsere Regeln und Richtlinien diesbezüglich aktualisieren. Per sofort wird im Briefing aller neuen Kampagnen eine Passage hinzugefügt, dass die teilnehmenden Blogger alle Links mit "nofollow" zu kennzeichnen haben.
Bislang durften die Blogger selbst entscheiden, ob sie die nofollow-Kennzeichnung verwenden oder nicht. Ich halte diese Vorgehensweise ebenso wie Remo grundsätzlich für absolut ausreichend - zumal ich selbst durch einige Reviews auf Services gestoßen bin, die auch ohne Bezahlung verlinken würde, wie zum Beispiel LaFraise. Aber Google macht nun mal die Regeln und will strikte Trennung bezahlter Links.
Allen ge-google-nullten BloggerInnen empfiehlt trigami den nachträglichen nofollow-Einbau und die anschließende reumütige Bekanntgabe via Webmaster Tools - bei Angi und Conny hat die Zauberkur bereits gewirkt.
Das neue Modell hat noch einen weiteren unbestreitbaren Vorteil: dem Vorwurf der versteckten Linkhändlerei, wird sich trigami in Zukunft nicht mehr ausgesetzt sehen. Die Kampagnen richten sich sowieso primär an menschliche LeserInnen, nicht an Suchmaschinenalgorithmen: und da Blogs im deutschen Sprachraum einen zwar noch kleinen, aber deutlich zunehmenden Anteil vom Medienkuchen ausmachen, reicht diese Zielgruppe an Attraktivität für Werbekunden meiner Meinung nach völlig aus.
Seit einigen Wochen vercheckt der virtuelle Asiate, dem schon mal rassistische Verunglimpfung vorgeworfen wurde, über die Seite Wong SL Textanzeigen, die direkt oberhalb der Tags angezeigt werden.
Wong SL steht dabei keineswegs für "super lame". Zwar dürften in erster Linie (Möchtegern) SEOs für die hektische Aktivität auf der an sich lahmen und nutzerunfreundlichen Bookmarking-Plattform verantwortlich sein (schöne Grüße an die Beschreibungstext-Begrenzung!), aber immerhin kann man der Seite eine gewissen kritische Masse nicht absprechen. Dennoch büßte der Service seit der Einführung von nofollow nicht nur für Spammerlinge deutliche an Attraktivität ein.
Dafür plante man ursprünglich die wertvollen sm-lesbaren Links über besagte Wong SL Seite zu verkaufen, kam aber von dem Plan wohl aufgrund von Googles Anti-Linkkauf-Kreuzzug schnell wieder ab. So wurde nix aus dem schönen Plan "Monetarisierung gut indizierter Tagseiten", das nofollow purzelte und die Anzeigenpreise ebenfalls:
Die Preise wurden radikal gesenkt. Ich zahle für meinen Link jetzt statt 56,- Euro nur noch 3,48 Euro.
[...]
Die Preise liegen je nach Traffic für eine 30-Tage-Buchung zwischen 0,99 Euro und 120 Euro.
Somit wandelte sich der Werbeservice sozusagen zum inhouse AdWords System. Auf Dauer, so geht die Fama um, wolle man sich nicht auf eigene 3-Mio-User/Monat Plattform konzentrieren, sondern auch anderen Web 2.0 Plattformen das Googlewasser abgraben den eigenen Vermarktungsservice schmackhaft machen.
datenschmutz ist schon lange bei der Bloggerei registriert, nun bietet der (mir sehr sympathische) RSS-Aggregator zusätzlich eine Ping-Funktion an; wurden die Feeds bisher in regelmäßigen Abständen aktualisiert, garantiert die Ping-Funktionalität sofortige Resultate, sprich: sowie ein Beitrag publiziert wird, erscheint er auch auf der Bloggerei:
Es ist soweit, ab sofort kann jeder Blog der möchte bzw. die Möglichkeit hat seine Feeds an die Bloggerei per Ping melden, im Login der Bloggerei gibt es nun den Punkt "Ping senden" hier kann man festlegen ob die Feeds von der Bloggerei abgeholt werden sollen oder aber ob der Blog seine Feeds an die Bloggerei pingt.
Nicht zuletzt aus Spamschutz-Gründen können nur User pingen, die bereits bei der Bloggerei registriert sind und den neuen Service explizit aktiviert haben, dazu ist ein Login erforderlich:
Wenn Sie also ab sofort pingen möchten, loggen Sie sich in die Bloggerei ein, links unten gibt es jetzt den Menü Punkt "Ping senden" dort wählen Sie aus "Ja, ich Ping die Bloggerei an" und speichern die Änderung ab, als nächstes wird die Änderung von uns nochmal überprüft und Ihr Blog ist jetzt für das Pingen aktiviert.
Im zweiten Schritt muss dann noch die Ping-Adresse ins das betreffende WordPress-Feld eingetragen werden; selbiges versteckt sich im Backend unter dem Menüpunkt Einstellungen / Schreiben. Am Ende dieser Seite befindet sich ein Eingabefeld mit dem Namen "Update Services", hier wird folgende URL verwendet:
http://rpc.bloggerei.de/ping/
wichtig: der Backslash am Ende muss dranbleiben!
Damit wird die Bloggerei hinkünftig nahezu in Virilio'scher Echtzeit verständigt... denn bekanntlich ist nichts so alt wie der Blogbeitrag von vor zwei Minuten.
Eine brauchbare Erklärung findet sich in der Wikipedia: im wesentlichen handelt es sich um einen Verständigungsmechanismus. Sobald ein Blog einen neuen Beitrag veröffentlicht, lassen sich via Ping diverse Aggregations-Seiten sofort davon in Kenntnis setzen. Mittels dieses Mechanismus erfahren beispielsweise Technorati & Co. in Echtzeit, welche neuen Blogbeiträge veröffentlicht werden. Eine umfangreiche, an der Grenze zur Vollständigkeit kratzende Liste solcher Ping-Services hat goatix fürs SEO-Marketing Blog zusammengestellt; allzu sehr übertreiben sollte man's mit der Anzahl der Pingdienste freilich nicht, da exzessives Pingen die Publishing-Time verlängert und im schlimmsten Fall sogar zu einem Timeout führt. (Hört man. Meine Liste ist ziemlich lang und ich hatte bisher keinerlei derartige Probleme.)
Nicht die Million Dollar, die Projekt-Gründer Graham ursprünglich verdienen wollte: dafür aber eine Gratis-Seite auf einem der smarteren Online-Marketing Projekte der letzten Jahre. Blog Money lautet der Begriff, den ich mir ausgesucht habe, und diese Seite gehört mir nun für die nächsten fünfzehn Jahre. Auch wenn Graham mittlerweile schon wieder plant, das komplette Wiki mit 8.000 Kunden via Online-Auktion zu verkaufen.
Die betreffende Seite hab ich deshalb gewählt, weil ich mal wissen wollte, wie's im en-sprachigen Internet so mit dem Blogs-und-Geld-Verdienen Traffic aussieht, allerdings hatte ich bisher so gut wie keine Zeit, mich um die Page zu kümmern und ordentliche Inhalte online zu stellen - aber die Idee finde ich prinzipiell klasse, und immerhin hat der Gründer damit bereits 100.000 Dollar verdient - nicht die allerschlechteste Bilanz für ein Monat Nettoarbeitszeit. Wir kennen das ja von der Million Pixel Homepage - ein Wiki nach derselben Systematik bietet natürlich eine Menge zusätzlicher Vorteile.
Wer eine Seite am Wiki sein eigen nennen möchte, sucht sich einen freien Begriff aus und bezahlt via Google Checkout 100 Dollar. Anschließend kann die eigene Seite beliebig editiert und mit Texten, Bildern und Links befüllt werden. Das Kontingent ist auf insgesamt 10.000 Seiten limitiert, und Graham garantiert, dass das Wiki mindestens 15 Jahre lang online bleiben wird. Das bedeutet, die jährliche Seitenmiete beträgt 6,66 Dollar oder weniger als 0,5 Euro pro Monat. Nun gut, werden sich einige fragen, warum sollte ich mir um 100 Dollar eine Seite kaufen, wo doch an allen Ecken und Enden Gratis-Webspace-Provider auf nicht zahlende Kundschaft warten?
...wo's doch an allen Ecken und Enden des Netzes gratis Webspaces gibt... und Wikis. Nun, in erster Linie deshalb, weil der Betreiber bemüht ist, das ganz Ding ordentlich zu verlinken, SEO-tauglich zu machen und vor allem werbefrei für einen längeren Zeitraum unverändert im Netz stehen zu lassen - bis jetzt haben sich solche long-term Investments in gute Rankings so gut wie immer ausgezahlt. Bezieht man die Gesamtlebensdauer der Seite ein, so kostet die monatliche Miete so gut wie nix.
Wer mit dem Gedanken spielt, sich ebenfalls eine Seite im Million Dollar Wiki zuzulegen, kann natürlich gerne meinen Affiliate-Code "ritchie" verwenden und damit fünf Dollar sparen:
Ritchie,
You also might want to mention that I am going to start promoting heavily in German, as well as other languages, so this is the perfect time to buy
words in German because almost none of them are taken.And: Your affiliate code has been activated.
Your code is: ritchie
This code will give customers a $5 discount off their page. Good luck and please remember that the sale must be processed through
Google Checkout to use the promo code.Cheers,
Graham
Manchmal kopieren Leudde einfach unverschämt irgendwelche Seiten. Die deutschen Piraten Blogcharts etwa haben jede Menge Nachahmer gefunden, und im Zeitalter des copy-paste Pragmatismus muss das Plagiat endlich seinen schurkischen Nimbus verlieren. Dachten sich die Macher des Million Euro Wiki und klonten wie ein Genlabor. Am Resultat gehört mir ebenfalls die Seite Blog Money. Das europäische Pendant wird mit unvorstellbarem Elan betrieben, was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass der aktuellste Beitrag am Projektblog vom 7.12. stammt - und der davor vom 26.10.. Bei soviel Enthusiasmus ist's kein Wunder, dass noch keine 1000 Seiten über die virtuelle Ladentheke wanderten. Irgendwann war da auch mal die Rede von einem Gewinnspiel, aber seitdem hat das MEW auch schon mindestens einmal den Besitzer gewechselt... das Million Dollar Bizznizz ist eben kurzlebig und gnadenlos :twisted:
...dank linken sie zum Glück. Nein, kein Pamphlet gegen die sogenannte schreibende Zunft folgt: "linken" steht hier für verbinden wie in Hyperlink, und keineswegs für das Gegenteil von rechtmäßigem und -schaffenem Verhalten. Und das kommt so: Journalistenlinks.de ist ein Webkatalog von und speziell für die Angehörigen der schreibenden Zunft und definitiv auch für die interessierte Allgemeinheit einen Blick wert.
Design ist immer Geschmackssache, mir persönlich gefällt die schlichte blaue Farbgebung mit viel Whitespace und ohne unnötige Schnörksel ausgesprochen gut. Die redaktionelle Betreuung stellt angenehmerweise sicher, dass Linkspam keine Chance hat - und die Option, eigene Favoriten zu speichern, macht auch Sinn: allerdings funktioniert das ganze ohne Registrierung, die eigenen Favs werden im "Temporary Internet Files" Ordner abgelegt - auf der Habenseite steht wie gesagt das Wegfallen der Login-Notwendigkeit, dennoch halte ich diese Technologie für weitgehend sinnlos: viele heavy User leeren ihren Cache-Ordner aus diversen Gründen regelmäßig, somit verliert man auch die gespeicherten Favoriten, außerdem stehen die gemerkten Links natürlich nur am eigenen Rechner zur Verfügung.
Gegründet wurde der themenspezifische Webkatalog von dem Netzwerk Junge Journalisten, laut Eigendefinition eine...
...unabhängige Community, die 1999 gegründet wurde und inzwischen über zweihundert ausgewählte Talente miteinander vernetzt.
So eine Art elitäres Schreiberlinge-Xing also - und von den insgesamt rund 200 Mitgliedern kümmern sich über 30 Redakteure um den Webkatalog. Dagegen stinkt die Kategorie World | Deutsch | Medien | Journalismus im DMOZ mit ihren 21 Einträgen natürlich ganz gewaltig ab. Wer medienmacher-relevante Link-Tipps kennt, benutzt das Anmeldeformular. Aus SEO-Gründen zahlt sich die Anmeldung übrigens nicht aus, weil die Seiten im Katalog nicht direkt verlinkt, sondern über ein cgi-Script redirected werden - aber schließlich richten sich die Journalistenlinks ja nicht an Tante G., sondern primär an ein qualifiziertes Fachpublikum. Wie erwähnt werden alle neuen Seiten überprüft - derzeit kennt die Datenbank rund 4.500 Seiten, die nach folgenden Kriterien in Kategorien wie "Verlage & Sender", "Agenturen & Dienste", "Verbände & Vereine" etc. sortiert werden:
Zum besseren Auffinden erscheinen diese neuen Links in den jeweiligen Kategorien ganz oben. Dies gilt auch für besonders wichtige Einträge sowie 3.00 Prozent (135) aller Links, die bei unseren Nutzern besonders beliebt sind.
Ein Newsletter und nützliche Software-Helferlein für JournalistInnen ergänzen das Angebot, allzu viel Technologie-Affinität traut man der Kollegenschaft indes nicht zu:
Diese kleinen Programme erleichtern Ihnen nämlich die tägliche Arbeit am Computer, schließlich sind sie genau auf die Bedürfnisse von Journalisten zugeschnitten. Dies bedeutet, dass unsere Programme nicht nur benutzerfreundlich, sondern auch leicht zu verstehen sind. Selbst das Installieren ist ganz simpel.
Auf das Portal bin ich deshalb gestoßen, weil vor kurzem ds in der neuen Rubrik deutschspachige Weblogs aufgenommen wurde, was mich natürlich außerordentlich freut.
Vor einigen Monaten habe ich auf Scott Jangros Blog-Aggregator Seite Bumpzee die Gruppe German Blogosphere angelegt und darüber berichtet. Stereophone hat nun auf Facebook die gleichnamige Gruppe gegründet und sucht beitrittswillige deutschsprachige Blogger - die Seite bereits weit über 50 Mitglieder.
Mir gefällt die Idee sehr gut - speziell in Kombination mit den Facebook Pages. Ich bin der Gruppe natürlich gleich mal beigetreten und habe dort auf der Wall auch angeregt, dass jede/r BloggerIn sich eine Seite für das eigenen Weblog einrichtet, anschließend könnten wir alle gegenseitig Fans unserer Blogs werden - und jeder hat was davon... oder?
Aber klar doch - "Leverage" nennen das die amerikanischen Experten. Mehr Sichtbarkeit im Netzwerk für alle, mehr Querverlinkungen: eine gute Sache. Und während Bumpzee eher statischen Verzeichnischarakter hat, tut sich auf Facebook bekanntlich eine ganze Menge.
Unser German Blogosphere auf Bumpzee hat erfreulicherweise mittlerweile einen Vierer-Pagerank bekommen - danke, das war der Plan. Ein wenig Linklove für alle also, aber wie sieht's damit bei Facebook aus? Soweit ich das bisher beurteilen kann: nicht gut. FB cloakt bzw. redirected alle ausgehenden Links und macht z.B. aus
http://www.mod-rewrite-wizard.com
folgenden für Suchmaschinen-Optimierung vollkommen wertlosen Link:
http://www.facebook.com/share_redirect.php?h=c4174e1a099d1133f1940
cd7362b34a5&url=http%3A%2F%2Fwww.mod-rewrite-wizard.com
Natürlich ist die Motivation von FB verständlich: Spammer sollen abgehalten werden, und Aktivität anstatt sinnloser Linkposterei soll im Vordergrund stehen - das macht imho auch durchwegs Sinn. Und wer weiß: vielleicht veröffentlicht ja früher oder später mal jemand eine Art Digg-Applikation, bei der Facebook-User (oder auch Networks) über relevante News abstimmen, und die Startseitenkandidaten kriegen dann unmaskierte Follow-Links.
Aber bis dahin würde ich mal vorsichtig sagen, dass Facebook-Aktivitäten sich keineswegs an Algorithmen richten, sondern an die dort vertretenen UserInnen direkt - auch mal eine nette Abwechslung im tristen SEO-Dasein
Also wie gesagt: neue MitgliederInnen herzlich willkommen:
German Blogosphere auf Facebook
German Blogosphere auf Bumpzee
Stammleser dürften's schon bemerkt haben: ich hab d/s ein Beitrags-Ratingsystem verpasst, nähere Details dazu in Kürze. Ansonsten neigt sich eine feiertagsbedingt kurze Woche unweigerlich ihrem Ende zu. Aber das Internet kennt bekanntlich keine Ladenschlusszeiten, und in Blogistan war wieder mal einiges los.
Man lernt nie aus - aber es kann nie schaden, Experte für Expertentum zu sein, wie der nachfolgende Adword-Screenshot, den mir Metty zukommen ließ, beweist. Dabei dachte ich immer GAs hätten eine so legendär niedrige Clickrate... aber wie auch immer: Technorati und Feedburner schweigen zur Causa.
Die bislang generischste Beschreibung eines Weblogs hab ich beim Webblog-Online gefunden: von der URL bis zum Titel ("Exklusives Weblog mit Infos") wird das Aufgabengebiet klar umrissen - das nenn ich deutliche Missionsbeschreibung:
Dieser Weblog befasst sich mit vielen verschiedenen und interessanten Themen und Gebieten. Es soll sich daraus ein interessanter, grossdimensionaler Weblog ergeben.
2-Blog.net hat einen Kommentar zu unserer Technorati Aktion geschrieben und empfindet unsere Vorgehensweise als manipulativ, freut sich aber andererseits über Links in Themes:
Mein Technorati-Rank würde auch steigen, wenn ich nichts mehr schreiben würde, weil ich täglich Links von dem übersetzten Theme bekomme.
Jeder/m ihr/sein Plaisirchen, denk ich mir - und ich glaub nach wie vor, dass solche Aktionen gerade für neue, kleine Blogs ohne Werbebudget immens hilfreich sind... aber entscheiden Sie selbst
Die Geschichte des Ansehens von Journalisten in der Öffentlichkeit ist eine Geschichte voller Mistverständnisse. Eine der ersten Statistiken, mit denen wir beim IPK-Studium seinerzeit konfrontiert wurde, beschäftigte sich mit dem Ansehen verschiedener Berufsgruppen: Ärzte lagen recht weit vorne, Versicherungsmakler recht weit hinten - und Journalisten waren an letzter Stelle. Doch wie Bloch und Kaminski berichten, genießen wir bei inzwischen 47% der Bevölkerung hohes Ansehen - keine Ahnung, warum. Muss wohl irgendwie mit dem Fernsehen zu tun haben
Cpt. Shorty hat mich auf ein sehr lesenswertes Interview mit Richie Hawtin aka Plastikman hingewiesen: der Mitentwickler von Final Scratch sprach anlässlich des neuen Releases mit Matthew Smith:
Am 20. Oktober 2003 erscheint die nächste Fortsetzung von Richie Hawtins' minimalistischem, psychodelisch angehauchtem und bekanntesten Projekt auf Novamute. Das neue Album heißt "Closer", und Hawtin selbst bezeichnet es als sein bisher persönlichstes Werk.
Das Pagerank Update des vorigen Wochenendes sorgte für Gesprächsstoff in Blogistan - und nach den ersten Reaktionen der Linkhändler dürfte klar sein, dass der Pagerank als Preisbemessungskriterium an Bedeutung verliert. So kündigte etwa Linklift an, zukünftig auf andere Faktoren zu achten, während Teliad nun auch Seiten ab PR2 statt PR3 vermarktet. Sistrix hat eine aufschlussreiche Pagerank-Verteilungsgrafik erstellt, Mediadonis hat einen sehr lesenswerten Kommentar geschrieben und stellt unter anderem die Frage, was denn eigentlich ein gekaufter Link sei:
Die Frage ist ja auch, was eigentlich ein gekaufter Link ist? Nur wenn Geld fließt? Wenn mir jemand einen Kasten Bier oder ein T-Shirt schickt, weil ihm unsere Sendung so gut gefällt, und ich dann dementsprechend drüber blogge - ist das nicht auf ein gekaufter Link? Ein Blogger hatte letzt einen Hilferuf gestartet, weil er aus einem bestimmten Grund unbedingt Geld auftreiben musste - ich habe ihm etwas gespendet, und bin in Folge dessen auf seinem Blog genannt worden - das war doch auch ein gekaufter Link, oder?
Und Blogging Tom wirft einen Blick in die Kristallkugel:
Doch wie geht es weiter? Werde ich wegen Googles Marktmacht in Zukunft auf bezahlte Textlinks verzichten? Werde ich Links sowohl in Beiträgen wie auch in der Sidebar nur noch mit einem "nofollow" veröffentlichen, um damit den Suchmaschinengoliath wieder etwas gnädiger zu stimmen?
Meiner Einschätzung nach besteht die mittelfristige Auswirkung primär in einer Entwertung des Pagerank: Google mag Monopolist sein, aber die kleinen U-Boote, die unter den AGBs durchtauchen, sind nun mal wendiger als der Platzhirsch. Aber wie auch immer man die aktuellen Geschehnisse auch interpretieren mag - eines steht fest: Michael hat die passenden Smilies dazu!
...legt zumindest das Video der Woche nahe. Und beweist einmal mehr: Infrarotkameras haben neben ihrem militärischen Einsatzzweck auch ein Kreativpotential für die Verwertungskette Popkultur: young man, there's no need to feel sad! [via Max] In diesem Sinne: fröhlichen Restsonntag und einen angenehmen Wochenbeginn!
Zu meinem Beitrag übers Google PR Update hat Rim einen spannenden Kommentar hinterlassen: warum nicht Google via Firefox-Standard-Adblocker abstrafen? Ganz einfach weil das große G Mozilla längst nach der "römischen Methode" in der Tasche hat.
Also "divide et impera", oder anders: wen man nicht schnupfen kann, den befreundet man eben monetär. Ich bin ja völlig Rims Meinung, der schreibt:
Meine Empfehlung ist, dass wir mal g**gel etwas abstrafen, indem bei Firefox das AddOn Adblock Plus automatisch integriert ist - so wird weder AdSense noch AdWords angezeigt - die Seiten laden sich viel schneller - und g**gle verdient nichts mehr..
Aber genau das wird mit Sicherheit nicht passieren, wie Jeremy erklärt:
Google makes a philanthropic donation to Mozilla for 200+ million dollars. Googles "donation" to Mozilla actually accounts for 80-90% of THE TOTAL AMOUNT OF MOZILLA'S funding (depending on what report you read).
So what does Google get for this philanthropic gesture? Well nothing "officially". I have made the claim that the reason Google is the default search engine on Firefox is because Google is funding them so much but Firefox developers commented on my post saying they only use Google because "its what the users want". I am sure they would switch to Yahoo "if the users wanted it". Regardless of Yahoo's zero donation to Mozilla compared to Googles 200m+... ya right.
Das trifft den Nagel auf den Kopf: Google ist eine Werbecompany, die alles tut, um ihre Umsätze zu vergrößern. Die Suche ist dabei keine Mission, sondern erforderliches (aber manchmal eben durchwegs lästiges) Mittel zum Zweck. Max' bringt des Pudels Kern noch deutlicher zum Vorschein:
Google hat es geschafft, in den Köpfen der Menschen als "die Guten" zu gelten. Jeder vergisst, dass Google ein sehr kommerziell denkendes Unternehmen ist und dass Einnahmen das wichtigste sind. Deswegen wird alles gemacht, um diese zu optimieren. Dieses Prinzip wurde so perfektioniert, dass im Moment Google bestimmen kann, wer wichtig ist, was wichtig ist, wo Wichtiges anzutreffen ist etc. [...] Und das obwohl Google genau von dem Phänomen lebt, für das jetzt andere Webseiten bestraft wurden: vom Verkauf von Links auf Seiten, deren Inhalt nicht von Google ist. Alle Contentproduzenten sind somit MitarbeiterInnen von Google, wobei Google jederzeit das "Gehalt" bestimmen kann, die Verträge ändern kann oder kündigen - und es gibt keinen Rechtsschutz.
An die Adblocker-Sache hab ich auch schon öfter gedacht, aber wie erwähnt war Big G da definitiv smart genug, sich rechtzeitig bei FF "einzukaufen". Einzige Exit-Strategie: alternative Traffic-Quellen finden... aber genau hier beißt sich der Monopolist in den eigenen Schwanz, und es tut ihm nicht mal weh: es macht ihn bloß reicher. Und solange sich das Gros der Webmaster (teils auch noch freudig) vorschreiben lässt, wie Online-Einkommensmodelle zu funktionieren haben, hat G weiterhin leichtes Spiel.
No more dofollow beim erfolgreichsten deutschen Bookmarkdienst mit dem angeblich so diskriminierenden Namen (siehe Wongs Kopflosigkeit - eine Ching Chong Affäre): wie Netzkultur 2.0 berichtet, geizt der diensteifrige Chinese künftig mit Linklove:
Als ich dem Bookmarkdienst Mister Wong gerade eben mal wieder einen kurzen Besuch abgestattet habe hat mir ein Firefox Plugin verraten, dass dort sämtliche ausgehenden Links mit dem "nofollow-Tag" ausgestattet worden sind und folglich nicht mehr in die Rankingbewertung von einigen Suchmaschinen, allen voran Google, einbezogen werden.
So ganz konsequent durchgezogen wurde die Ent-follow-isierung nicht, die Bookmarks im Userprofil zählen nach wie vor. Dennoch stößt die Nacht-und-Nebel Aktion nicht unbedingt nur auf Verständnis:
Nachvollziehbar ist der Schritt sicherlich, da man sich auf diese Weise wahrscheinlich erhofft, Mister Wong für Spammer uninteressanter zu machen.
Grundsätzlich ist es mir natürlich auch egal, was die Jungs und Mädels von construktiv mit ihrer Webseite so treiben, aber dennoch sollte man solche Änderungen meines Erachtens kommunizieren.
Das seh ich genau so: Mister Wong hat in den letzten Monaten extrem starke Google-Positionierungen mit seinen Tag-Seiten erreicht. Klarerweise hält man mit dem eingeschlagenen Weg Spammer ab - und SEOs ebenso. Ich behaupte mal ganz frech, dass der Erfolg Wongs zu einem hohen Grad auf aktiven Usern, die ihre eigenen Blogs und Seiten pushen, zurückzuführen ist - und die werden sich die Mühe zukünftig sparen.
Ästhetisch und usability-technisch ist Wong bei weitem die grottigste Social-Bookmark Plattform, die je das Licht der Netzwelt erblickt hat: extrem knappe Beschränkung beim Beschreibungstext und die Nicht-Übernahme des Titels bei direkter Verlinkung sind nur zwei Minuspunkte: Folkd, del.icio.us und andere Alternativen bieten wesentlich ausgereiftere Features, dennoch mag das deutsche Internet Wong. Ob das mit nofollow auf Dauer so bleibt, wage ich allerdings zu bezweifeln.
There's no business like Blog Business, daher serviert der Wochenrückblick diesmal gleich zu Beginn Interviews mit Onlinern im Tripelpack: Peer Wandiger hat mit Andreas Armbruster, Geschäftsführer des Linktrading-Marktplatzes Teliad, mit Remo Uherek, Mastermind von Trigami, und mit Yannick Eckl, Betreiber von Blogschrott, gesprochen. Alle drei Texte finde ich ausgesprochen lesenswert, und Yannick, von dem ich demnächst auch einen Gastbeitrag für datenschmutz bekommen, kann ich nur voll zustimmen:
Welche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Blog hältst du für am wichtigsten?
Das der Blogger er selbst bleibt; dass er Kritik an sich ranlässt; dass er ausdauernd über ein Thema berichten kann, ohne das ihm die Lust vergeht. Das wären drei Punkte, wo ich sage, dass es ein absolutes "Muss" ist, diese "Kriterien" zu erfüllen. Im Endeffekt kommt es aber auch darauf an, wie man erfolgreich für sich definiert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es doch sehr verschiedene Definitionen von Erfolg geben kann, was natürlich völlig okay ist. (Weiterer Punkt: Individualität - auch sehr wichtig!)
Während sich die meisten deutschsprachigen Blogs in alleiniger Hand ihrer Schreiber befinden, sieht's bei den meisten Medien da schon längst ganz anders aus. Mediachannel hat ein dekoratives Schaubild zur us-amerikanischen Medienkonzentration zusammengetragen, der Journalist und Optimist empfiehlt deutschen Hobby-Medienökonomen zwei Broschüren des Medienwissenschaftlers Horst Röper, in denen die Inlands- und Auslandsbeteiligungsverhältnisse der großen Infotainment-Welt made in Germany aufgedröselt werden. [via Basic Thinking]
Robert Hartl hat anlässlich der in WordPress 2.3 integrierten Tagging-Funktion eine umfangreiche und unbedingt lesenswerte Analyse zum Thema Pros und Kontras der beliebten Stichwörter verfasst. Sind Tags bei der Suchmaschinenindizierung eher hilfreich oder erzeugen sie bloß duplicate content? Konkret geht's dabei um die Frage, ob nofollow bzw. noindex bei internen Links überhaupt Sinn macht - eine Diskussion, die in der englischsprachigen Blogosphäre seit einigen Wochen bereits recht intensiv geführt wird:
Im Übrigen plädiert Andreas, wenn ich es richtig im Kopf habe, dafür nur auf die Einzelartikel alles Gewicht zu setzen, also alle Kategorien, tags etc. auf noindex, follow zu setzen. Damit wären doppelte Inhalte soweit unproblematisch und die eigentlichen Inhalte, die Artikel, hätten optimale Power (Fokussierung). Allerdings geht der Long-Tail-Ansatz verloren, damit für spezielle Nischenwörter zu ranken und Besucher zu erhalten.
Tja was nun? Kommt eben drauf an, auf welche Faktoren man mehr wert legt - ich würde mal vorsichtig meinen, dass bei eher generischen Themen mit viel Konkurrenz Fokussierung mehr bringt als Tag-Landing Pages. Wer jedoch mit wenig umkämpften Keywords als Tags arbeitet, für den machen optimierte Stichwort-Landing Pages durchaus Sinn. Ich hab hier auf datenschmutz Tagging zum Glück schon lange, bevor ich mir über solche Faktoren Gedanken gemacht habe, eingesetzt - wenn man sich mal an diese überaus praktische zweite Navigationsebene gewöhnt hat, mag man sie eigentlich nicht mehr missen.
Der amerikanische Online-Marketing Guru prognostiziert eine Gesundschrumpfung des Marktes: Zuerst starb Pay per View, nun ist PPC dran, meint Steve. Steigende Kosten, Misstrauen unde Co. würden auf längere Sicht zu einem Rückgang des Marktes führen, so die Argumentation. Zahlen Werbetreibenden zukünftig nicht mehr für Clicks, sondern für Actions? Ein Szenario, das mittelfristig durchwegs Realität werden könnte. Schlechte Zeiten also für alle, die exklusiv auf Google Ads setzen. Andererseits bin ich mir sicher, dass die Arbitrage-Experten im Hauptquartier von Big G schon längst an einem Pay-per-Action Modell arbeiten. Da idR die Provisionen für Conversion aber viel höher sind als für Clicks, könnte dieser Shift für den Longtail eher von Nachteil sein - aber Steve Rubel schreibt übers US-Internet, also keine Sorge: hierzulande kommt gerade erstmal der PPC-Stein ins Rollen...
tv-links.co.uk entwickelte sich in den letzten Monaten zu einer der beliebtesten Streaming-Seiten. Betrieben von einem 26jährigen Engländer stellte die Seite Links zu populären TV-Serien zur Verfügung, allerdings ohne eigene Inhalte am Server zu hosten. Doch Verlinken schützt offenbar vor Strafe nicht, denn wie Zeropaid berichtet, [via Andi]
Sites such as TV Links contribute to and profit from copyright infringement by identifying, posting, organizing, and indexing links to infringing content found on the internet that users can then view on demand by visiting these illegal sites," said a spokesman for Federation Against Copyright Theft (FACT) today.
Zweifellos bieten sich dem überdurchschnittlich TV-Interessierten Zukunftsreisenden genügend Alternativen, bedenklich ist allerdings gravierende Rechtsunsicherheit, die in weiterer Folge entsteht, wenn bloßes Verlinken strafbar wird, denn:
The notion of making linking a crime is ridiculous and completely out of line. How would anybody be able to discuss controversial sites or content if they first had to ensure the legality of the destination? Would we have to make it so that links were simply spelled out and not HTML capable(www.tvlinks.co.uk vs TVLinks)? Maybe this is the answer because I think then it could fall under the category of speech. Furthermore, it really shows that Google is getting away with bloody murder via sites like YouTube and Google Video.
Vor allem das Google Video und Youtube Argument erscheint in Zusammenhang mit der TV-Links Situation mindestens skurril: zwischen 70 und 80 Prozent der Inhalte großer Videoplattformen stammen direkt von Fernsehstationen. Ein Prozess gegen die Big Players dürfte aber wesentlich schwieriger zu führen und vor allem zu gewinnen sein als gegen Privatpersonen.
In diesem Sinne: mögen Prozesse welcher Art auch immer allen LeserInnen erspart bleiben - ich wünsche einen schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.
Das langerwartete Google Pagerank-Update, mit dem die meisten Webmaster bereits Ende August rechneten, ging an diesem Wochenende wirklich über die Bühne - diesmal mit ganz besonders vielen, dafür außerordentlich wenig erfreulichen Überraschungen.
datenschmutz wurde von Pagerank5 auf 4 zurückgestuft, einzelne Blogs fielen sogar von PR 3 auf 0. Generell scheint es sich um ein Update mit wenig "Aufwertungen", aber massiven Abstrafungen zu handeln. Die großen Fische blieben weitgehend unverändert, viele Seiten, die bisher noch gar keinen Pagerank hatten, bekommen aber wohl erst zu Weihnachten ihr Google-Geschenk geschenkt.
Als erster reagiert der bayrische SEO Blogger, SEO-Blog.at bemerkt noch keine Auswirkungen, SEO Scene vermutet, dass es sich bloß das von Matt Cutts angekündigte Korrektur-Update handelt, WebdesignLounge wartet aufs große Heulen und Zähneknirschen, Blogging Tom, CS Internet und Kloeschen bleiben gelassen, Bernd lässt das Update ebenfalls kalt, Selbständig im Netz hat's auch erwischt - die neueste Runde im Pagerank-Ringelpiez mit Anfassen fühlt sich ganz nach "Google gegen den Rest der Welt" an.
Schon eine Weile lang beherrscht eine Diskussion die gesamte SEO-Szene: wie geht's weiter mit dem Thema Linkbuying? Big G droht mit Abstrafungen und scheut sich nicht, Sites komplett aus dem Index zu werfen, wenn sie sich den Google-Spielregeln widersetzen.
Jeremy Shoemaker hat eine großartige Situationsanalyse auf Video aufgenommen - er erklärt, in welches zunehmend drastischere Dilemma Google hineinrutscht: auf der einen Seite muss man ständig unter Beweis stellen, dass man über die beste, fehlerfreieste Suchtechnologie verfügt, auf der anderen Seite werden zunehmend Seiten aus dem Index genommen. Wenn Google etwa John Chow komplett ignoriert, dann denkt sich ein Außenstehender, der den Kanadier kennt und nach seinem Namen sucht, in Unkenntnis der Vorgeschichte womöglich, dass die Google-Suche einfach nicht richtig funktioniert. Mit anderen Worten: wieviel Manipulation verträgt das Saubermann-Image, ohne die subjektiv wahrgenommene Qualität des Algorithmus zu beeinträchtigen? Zugleich kann es sich Google nicht leisten, so Shoemaker, gegen große Companys wie etwa BMW vorzugehen, die in punkto SEO alles andere als zimperlich mit den Google-Rules umgehen.
Rand Fishkin outete auf seinem Blog eine Reihe von Seiten, die wider Googles Policy Links ohne nofollow verkaufen - zugleich allerdings benutzt er selbst gekaufte T-L-A Links für die eigene SEO-Kundschaft und tritt dort weithin sichtbar als Testimonial auf - skurriler geht's nimmer. Eine klassisch schizophrene Situation also, die auf längere Sicht eigentlich nur bedeuten kann, dass man sich als Webmaster möglichst unabhängig von Google-Traffic machen sollte. Jeremy formuliert das in seiner unnachahmlichen Weise so: "Everybody is losing the point about this link buy thing. [...] Google has to keep up this magic facade that they have the greatest algorithm - if you make Google look stupid, they torch you." Da kann ich mich nur anschließen... und allen Google-Skeptikern das folgende Video wärmstens empfehlen. Don't Make Google look stupid - Period: