Wilde Zeiten erfordern wüste Maßnahmen oder so ähnlich - ich werd mich jedenfalls als stiller Teilhaber an Petes Wealth Therapy Imperium beteiligen! Und hoffen, dass dies kein guter Vorsatz ist, denn sonst scheitert er spektakulärer als der volltrunkener Matrose an einer Doppelglas-Drehtür - es sei denn, die Belohnung ist größer als das Straußenei des Kolumbus, denn nur wer Rootrechte erlangt, hat die volle Kontrolle - und blickt entspannt zurück auf eine Woche voller Wochentage.
Helge hat eine Liste österreichischer Web 2.0 Projekte zusammengestellt - von T wie Twoday bis T bis Tunesbag. Und U wie Urgestein bis H wie Hacker, trotzdem ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Und weil das Land relativ klein, muss man sich nicht mal eine Woche frei nehmen, um sämtliche Services ausprobieren!
Man könnte fast in Versuchung geraten zu vergessen, dass der DAB-Standard, also digitales Radio, überhaupt existiert. Digitales Radio - sind damit nicht Podcasts und net.radios gemeint? Nicht notwendigerweise! Denn irgendwo geistert in den Köpfen schließlich noch die Idee der Vollversorgung herum, trotz Vegetieren des Formats:
Ob wir alle solchermaßen noch mal auf das Kürzel DAB eingeschworen werden, darf nun allmählich doch bezweifelt werden. Trotz einiger hundert Millionen Euro, die seitens der EU in eine technokratische Idee gesteckt wurden. Und eventuell noch werden. Mindestens gleichviele, omnipräsente und klaglos funktionierende UKW-Empfänger sprechen dagegen.
Der Radio-Enthusiast hat längst ein anderes Lieblingsspielzeug erkoren: Webradio. (Fast) jedes Handy kann das heutzutage, jeder PC und Laptop, von Spielkonsolen, Streaming Clients und HiFi-Anlagen mit Netzanschluss ganz zu schweigen.
Aber, wie Walter völlig richtig schreibt: im Auto geht halt noch recht wenig, und der Verkehrsfunk wär immerhin ein gutes Argument - wobei die in moderne Navis eingeblendeten Stau-Infos einen recht brauchbaren Ersatz bieten: letztendlich geht eben doch nix über Playlists on Demand.
Jedes Wort wurde penibelst für die Nachwelt dokumentiert, vom Aufzug bis zum Auszuck, Stichwort Scheiss-Internet - und seit letzter sind die Videos vom 2008er Elevate-Festival online und bequem auf blip.tv abrufbar - das hilft, die Zeit bis zum nächsten Schlossberg-Abshaken zu überbrücken, denn das Elevate war definitiv mein Party-Highlight des vergangenen Jahres:
Yannick relativiert die Sagen- und Legenden-umwobene 3.000 Euro Aussage im neuen Interview, und noch wichtiger: er verdient mittlerweile eine Latte mehr. Gratulation - mit einem so frühen Kickstart im Web kann's ja nur mehr rasant aufwärts gehen! Und a propos Qualität:
Verlagshäuser sollten nicht blindlings jeden Ratschlag ihrer betreuenden Marketingagentur folgen und ihre mühsam gewachsene Stammleserschaft auf Kosten einiger über Google und Co. generierter Leser aufs Spiel setzen.
Yup. Da kann ich SEO-United auch nicht widersprechen. Und, ein für allemal: Tippfehlern sind Online-Lesern keines egaler als Papierkonsumenten.
Der zweite Teil der umfangreichen SEOmoz DVD-Reihe ist dieser Tage erschienen - bis zum 6. März gibt's die 12 DVDs umfassende Advanced SEO Training Edition noch zum Early-Bird Preis, mein Exemplar ist schon am Postweg unterwegs - bin gespannt, was Rand Fishkin, Danny Sullivan & Co aktuell so zu erzählen haben:
Warum nicht einfach besser ranken bei Google-News? Und wenn Krishna (Bharat, nicht der Hindu-Gott) noch so freundlich: ein Algorithmus ist kein Frosch und damit relativ leicht zu "überlisten". Wobei überlisten in dem Fall dann tatsächlich zu einem Synonym für "sich an die Regeln halten" mutiert!
Erschöpft aber überglücklich lehnte sich der Autor zurück. Im Kamin verglomm langsam das letzte Holzscheit, die Hühner waren schon vor Stunden schlafen gegangen und das Licht des Mondes brach sich auf der schimmernden Schneefläche. "Möge der letzte Teil der Trilogie über Duplicate Content Segen bringen", seufzte der St. Whitehat. Doch er hatte noch nicht mal sein Computer runtergefahren, als auch schon die erste Kopie im Netz auftauchte.
Wenn man sich fragt wie die anderen glauben, dass man sich selbst sieht, wenn man sich vorstellt, wie die anderen einen sehen sollten, und man dann ein Video dreht, das einen selber so zeigt, wie einen die anderen der eigenen Meinung nach sehen sollten, dann hat das nix mit Realitätsfindung zu tun. Nein, es handelt sich entweder um ein Tourismusvideo oder um Kunst. Welches ist welches? Wer richtig rät, gewinnt einen kostenpflichtigen Anruf von einer 0900er Nummer.
Was soll man dazu noch sagen? Außer: Österreich liegt nicht in China. In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!
Mittelmäßig interessante Facebook-Neuigkeiten für Gruppen-Betreiber mit (Marketing-)Hintergedanken: seit 24. Februar darf man den Namen von Gruppen ändern. Auf weniger tauben Ohren stoßen dürfte die Facebook-Policy zum Thema "Gruppenmails" - bislang bestand ja keine Möglichkeit, als Administrator einer Gruppen sämtlichen Mitgliedern eine Message zu schicken. Den "Fans" einer Page kann man dagegen sehr wohl Updates senden.
Allfacebook.com schreibt dazu:
For the past 5 years administrators of Facebook groups have not been able to change their names. As of today, that restriction is being removed amidst continued feedback from group admins who want the ability to do so. While it's a seemingly small adjustment, it makes me wonder if we could soon see a mini-market for larger groups. [...] Facebook then reportedly removed that restriction but it's now somewhat unclear how many people you can message within a group. I’ve reached out to Facebook for clarification and should hear back shortly.
Facebook-Gruppen dürfen also ab sofort den Namen wechseln, bei Pages ist dies nicht möglich - meinen Erfahrungen mit dem durchwegs freundlichen und rasch reagierenden Facebook-Support nach dürfte aber eine Umbenennung in der Praxis, etwa bei einer Änderung des Firmennamens, durchaus on Request machbar sein. Bis die Frage, ob Brands besser in den Aufbau einer Gruppe oder einer Page Zeit, Energie und Geld investieren sollten, eindeutig gelöst ist, werden wohl weiterhin die meisten berufsaktiven Facebooker bei der zweigleisigen Strategie bleiben.
Dass es für Facebook ganz und gar nicht einfach ist, hier klare Vorgaben zu machen, liegt auf der Hand: Spamming soll und muss verhindert werden, die Kommunikation von Interessensgruppen darf darunter aber nicht leiden. Beim Versand von Updates verwendet Facebook diverse automatische Filter - wenn eine Message zuviele externe Links und/oder Sonderzeichen (z.B. deutsche Umlaute) enthält, dann läutet schonmal die Alarmglocke. Wie so viele Agenden ist die Regulierung dieses nicht unsensiblen Bereichs wohl als "Field Work in Progress" zu sehen.
| 6. Februar 2009 20:00 | bis | 8. Februar 2009 17:00 |
Schnellentschlossene sollten sich noch rasch auf die Anmeldeliste schreiben, denn morgen Abend beginnt das Web-Remmi-Demmi am Wörthersee aka Barcamp Klagenfurt 2009 mit gemeinsamen Vorbereitungen im Vorstufengebäude der Uni Klagenfurt und einem anschließenden Bummel durch die Innenstadt(lokale). Am Samstag pünktlich um 9:30 startet die Intro-Session, und dann geht's in schnurstracks in medias res.
Ich bin schon gespannt auf die Sessions; mein Plan ist es, über Online-Marketing mit Twitter und aktuelle SEO-Trends zu sprechen, voraussichtlich wird's auch eine gemeinsame Session mit Hans-Peter und Socialist Andi geben, aber das soll eine Überraschung werden. Wer über den aktuellen Status des ATV-Relaunchs informiert werden möchte (Beta-Keys gibt's in Kürze) bzw. mal einen Blick auf den BlackBerry Bold im Live-Einsatz werfen möchte, dem stehe ich natürlich auch gern Rede und Antwort.
Keine geographischen Fragen offen lässt die Google Map, außerdem kann man das Uni-Vorstufen-Gebäude schon mal virtuell durchschreiten. Und für alle zuhause Gebliebenen gibt's den gesamten Livestream des Barcamps auf ustream.tv.
Hier nochmal der gesamte Zeitplan:
Freitag, 6. Februar
16:00 Basteln/Aufbauen/Vorbereiten, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
20:00 Opening, Molly Melone, Klagenfurt-InnenstadtSamstag, 7. Februar
09:30: Intro-Session, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
10:00 - 12:30: Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
12:30 - 13:30: Nahrungsaufnahme IQ, Uni Klagenfurt
13:30 - 18:00, Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
19:00 Socializing, Blauzeug und Pubcrawl durch in der Uni-StraßeSonntag, 8. Februar
10:00 - 12:30: Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
12:30 - 13:30: Nahrungsaufnahme, IQ, Uni Klagenfurt
13:30 - 15:00 Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
15:00 Feedback-Session
Joke der Woche: Google sperrte kurzfristig aufgrund eines Malware-Generalverdachts das gesamte Internet. Vizepräsidentin Marissa Mayer höchstpersönlich erklärte am Google-Blog die Paranoiawelle mit einem simplen händische Fehler: blöderweise hatte ein Mitarbeiter in die Sperrliste die URL "/" eingetragen. Das Resultat: Google erkannte weltweit für rund vierzig Minuten lang jede einzelne Internetseite - inklusive sich selbst - als gefährliche Malware.
Schade, dass es sich bloß um eine Panne handelte, denn die Aktion hat durchwegs Medienkunst-Potential. Man stelle sich das mal vor: Millionen Surfer, die ausschließlich Big G als Gateway zum Netz benutzen und noch niemals eine URL direkt in die Adresszeile getippt haben, stehen plötzlich vor verschlossener Tür. Auf Twitter und zahlreichen Blogs hagelte es auch dementsprechend hämische Kommentare - und so mancher Webmaster sollte sich wohl über die Diversifizierung seines Traffics Gedanken machen:
Dieser Ausfall blieb nicht ohne Folgen: billigemarken.de berichtet von einem Userschwund von 90 %!
Google erstellt die Liste teils manuell, teils werden Daten von Stopbadware.org übernommen. Dort wurde am Blog schnell klargestellt, dass der Fehler automatisch übernommene Daten zurück zu führen ist.
Hans-Peter hat einen exzellenten Beitrag über die Stärken und das Potential des Affiliate Marketings veröffentlicht. Den acht Gründen für eine selbständige Existenz als Affiliate ist wenig entgegen zu setzen: mit Ausdauer, Grips und den richtigen Infos versorgt lassen sich gewaltige Revenue-Streams abseits von lästigen Faktoren wie Personal, Chefs, Lager etc. aufbauen. In Österreich steckt dieses Thema noch in den Kinderschuhen - HP und ich sind gerade am Überlegen, ob wir demnächst mal einen Einführungsevent für Interessierte in Wien veranstalten. Dass allerdings auch in Deutschland diverse Mythen und Mären rund um dieses Thema kursieren, zeigt ein aktuellen Beitrag von Mediadonis.
Max hat den großen Analyse-Generator angeworfen und der Krone-Leserbriefseite ein paar äußerst spannende statistische Daten entlockt. So ist Franz Köfel mit knappem Vorsprung von 2 Briefen auf Franz Weinpolter der ungekrönte König der Volksmeinung. Ein Schelm, wer Manipulation unterstellt:
Diese 4766 Leserbriefe wurden mit 1994 unterschiedlichen Namen unterschrieben, somit ergibt sich ein Durchschnitt von 2,4 abgedruckte Briefe pro SchreiberIn, deutet auf etliche StammschreiberInnenn hin.
Pete wirtschafts-philosophiert über die psychologischen Paradoxien der Wirtschaftskrise: Papier ist eben umso geduldiger, je mehr Buchstaben drauf gedruckt sind - da ändern noch so viele Sicherheitsmerkmale und Notenbank-Chefunterschriften nichts dran:
Nicht ganz, heute hat sich nämlich etwas getan. Eine Paradoxie ist aufgetreten. Ich wollte eigentlich nur kurz ein Buch kaufen, bin dann aber wie so oft nicht bei den günstigen stw Bänden hängen geblieben sondern hatte plötzlich ein ziemlich teures Buch in Händen. Der erste Reflex war, “warten bis es die Paperback Variante gibt, es liegen eh noch genug ungelesene Seiten zu Hause herum”. Da war dann plötzlich die Paradoxie: Was solls, das Buch kostet einen Bruchteil dessen was ich letztes Jahr verloren habe und schneller als man Lehman Brothers sagen kann habe ich es gekauft.
Loki hat seinen ersten Podcast Online gestellt: es geht dabei um das immer beliebter werdende Browser-Game Urban Rivals. Wer also nach einer neuen Möglichkeit sucht, Online gepflegt ein paar Minuten tot zu schlagen, werfe einen Blick auf die Einführung:
In dem zwölf einhalb minütigen Filmchen zeige ich euch das Browsergame Urban Rivals und erkläre einige wichtige Bereiche des Spiels, wie etwa den Marktplatz, den Laden, oder die Duelle. Insgesamt dürfte es ein interessanter Einblick in das MMO-Trading Card Game sein und man kann auch einige Tipps mitnehmen.
Wer allzu dreist King Content klaut, muss mit unerwarteten Bannern rechnen - zum Glück siegt Dreistigkeit eben nicht immer; es sei denn, man ist im Domaingrabber-Markt tätig. Wer lieber Bücher grabbt, sollte dagegen ein Ohr auf den aktuellen SEO-Podcast von Radio4Seo werfen.
Der Mann ist im Suchmaschinenmarketing nicht wenig als eine Legende - Mr. Hemken führte mit dem Berater und Uni-Vortragenden ein ausführliches Gespräch über die aktuelle Online-Marketing Landschaft und Googles Vormachtstellung. Zitat:
Suche im Internet und “Google” sind ja fast schon Synonyme geworden. Wenn man schon "googlen" sagt, wenn man “suchen” meint, dann ist Google eben nicht mehr nur eine, sondern DIE Suchmaschine. Und was bei Google nicht vorkommt, ist im Web quasi nicht existent. Insofern ist Deine "Assoziation" eher eine Untertreibung: Wer über "Suchen im Internet" sprechen will, muss zunächst über Google sprechen - das ist der Maßstab an dem alle anderen sich messen lassen müssen.
Wer eine Reise durch Blackhat-Foren tut, kann anderen was erzählen - tiefe Einblicke in die Mysterien passwortgeschützter Torrents und anderer Auto-Traffic-Strategien bringt ein aktuelles Posting auf Geld-Verdienen.tv:
Eine ähnliche Methode ist das Posten von eBooks als Torrent. Man schreibt ein eBook mit 10-20 Seiten und stellt es als Torrent bereit. Man suggeriert im Titel, dass dieses eBook eine wahnsinnige Summe gekostet hat und als free Download angeboten wird. User laden das eBook runter und lesen es voll Begeisterung. Im eBook hat der Blackhat Affiliate Links versteckt, die die Leser anklicken und dem Blackhat entsprechende Signups bringen. Beispiele dafür gibt es Unmengen. Eine Idee wäre z.B. ein Adult Dating Portal, dass man promotet. Das eBook müsste dann suggerieren, dass man mit Hilfe des eBooks kostenlos heiße Kontakte im Internet findet. Der User liest das eBook, findet die Empfehlung zum Portal, meldet sich dort an und der Blackhat hat verdient! Einfach aber genial.
Klingt in der Theorie einfach, bringt in der Praxis aber schnell schlechtes Karma - wer ist schon gerne ein Bottom-Feeder?
"Wir tun das nicht, um Geld zu verdienen." Oder: "Die Vorstellung, dass jemand in der Früh seinen Computer aufdreht und am Bildschirm die Nachrichten liest, ist gar nicht so weit hergeholt, wie man meinen könnte." Das sagt ein KRON-Report über die frühen Anfänge des Internet aus dem Jahr 19681. [via TechCrunch]
Und das war's auch schon wieder für diese Woche - genießen Sie die verbleibenden Sonntagsstunden! Ich werd heute Abend wohl mal bei James B. reingucken (Halle Berry als Bondgirl hab ich bisher nur im Trailer gesehen); irgendwie ist mir heute sehr nach Anachronismen und überzogenen Actions-Szenen. In diesem Sinne: bis nächste Woche, wir lesen uns am Montag.
"Arbitratus" steht im Lateinischen für "Gutdünken, freies Ermessen". Im Internet versteht man unter Arbitrage Marketing das smarte Jonglieren mit Click-Preisen, Conversion und Affiliate-Kickbacks. Im folgenden Podcast-Video (der Pilot einer neuen losen Serie "wtf is...?") erkläre ich anhand eines einfachen Rechenbeispiels kurz und knapp, wie Arbitrage Marketing funktioniert und wie sich schon so mancher Einzelunternehmer seine eigene Gelddruckmaschine gebastelt hat:
bee5.de gehört definitiv zu jenen early birds, die zwei bestehende Konzepte auf smarte Weise verknüpfen: einerseits fungiert die Plattform als klassisches Affiliate-Netzwerk mit einer breiten Auswahl an Programmen, andererseits bietet sie die Funktion, Shortlinks zu generieren - damit eignet sich bee5 potentiell sehr gut für den Einsatz auf Micro-Blogging-Netzwerken. Als weitere Besonderheit zahlen die Betreiber auch Kickbacks an Mitglieder für deren eigene Einkäufe, sofern diese über die generierten Empfehlungslinks getätigt werden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Castings sind out, bei der aktuellen Neckermann-Weihnachtskampagne lässt der Versandhändler die eigenen Mitarbeiter stimmgewaltig zu Wort kommen, denn die singen für alle (zukünftigen) Kunden ein Weihnachtslied. Bei der Verbreitung des Videos setzt man auf den Spenden-Effekt: denn jedes Einladungs-E-Mail, das über die NeckerBells Seite versschickt wird, erhöht den Counter so lange, bis 500 Geschenke für "Lichts ins Dunkel" gesammelt sind.
Aufgenommen wurde der Clip in der Murmetropole Graz, wo Neckermann Österreich sein Hauptquartier hat. Für die Umsetzung ist die Agentur martrix zuständig. Die betreffenden Einladungen können direkt über die Landingpage verschickt werden, auf Wunsch auch an mehr als eine Adresse. Obwohl die Aktion erst Anfang Dezember begann, wurden bisher bereits 353 Packerl gesammelt - also kann man getrost davon ausgehen, dass der volle 500er bis Weihnachten locker noch erreicht wird. Und so sieht der Clip aus:
Mir gefällt die Kampagne, weil Neckermann gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt: zum einen haben die beteiligten Mitarbeiter ein Erinnerungsvideo, zum zweiten signalisiert der Auftraggeber soziales Bewusstsein, indem er den Fokus auf den Spendenaspekt legt und auf Hochglanzvideos verzichtet.

Generell scheint Neckermann gerade dabei zu sein, die Netzaktivitäten zu verstärken: natürlich liegt für einen Versandhändler der Sprung ins Netz extrem nahe, schließlich ändert sich der Touchpoint zum Kunden, während die Logistik im Wesentlichen die gleiche bleibt. Neuerdings können die Bewohner der Virtual Community Papermint in gewohnter Umgebung einkaufen, auch der eigenen Online-Shop wurde überarbeitet und bietet unter anderem Live-Einkaufsberatung.
In diesem Sinne also kann zwischen allen den Superpokes und Social-Network-Notifications eine kleine Werbemail für den guten Zweck nicht schaden - hier geht's zur Gratis-Spende.
...für den schönsten kontraproduktiven Satz geht an einen bekannten, hier aber nicht genannt werden sollenden Anbieter telekommunikativer Services. Diese außergewöhnlich gelungene Konstellation der Sorte "Klingt beim ersten Durchlesen gut, da muss man über die eigentliche Bedeutung nicht weiter nachdenken" entstammt einem Newsletter, den die Firma an ihre Affiliate-Marketing-Partner verschickte. Danke dafür!
XY suggeriert mit typischen Web 2.0 Element wie der "Tag Cloud" populäre Informationen.
Das vergangene Wochenende verbrachte ich in meinem "old stomping ground" Osttirol. Der Lienzer Adventmarkt öffnete seine Pforten, und das Stadtmarketing hat eine perfekten Job gemacht: zwei Stunden vor der Eröffnung begann es am Freitag heftig zu schneien, das ganze Wochenende lang präsentierte sich der Winter von seiner schneeigsten Seite, die ich mit einigen Aufnahmen festhalten musste:
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Die Betreiber des Twitter-Klons Pownce glauben die Aussichtslosigkeit der Copycat-Lage erkannt zu haben und stellen mit 15. Dezember den Betrieb ihrer Microblogging-Plattform ein. Gegründet wurde der Service im Jahr 2006 von Digg-Mastermind Kevin Rose, er wechselt nun mit dem gesamten Team zum us-französischen Konzern Six Apart. Die auf Blogging-Software spezialisierte Company betreibt die TypePad Plattform, die Aggregator-Seite Blogs.com und entwickelt mit Movable Type den einzigen ernst zu nehmenden WordPress-Kandidaten. Beim neuen Arbeitgeber, der Pownce für eine ungenannte Summe aufkaufte, soll sich das Team neuen Aufgaben widmen.
Feature-technisch bietet/bot Pownce zwar einige Besonderheiten, für den vollen Funktionsumfang verlangten die Betreiber allerdings 20$ pro Jahr für einen Pro-Account. Das rasche Ende von Pownce führt einmal mehr vor Augen, dass man die eigenen Webpräsenz niemals in die Hände eines einzigen Drittanbieters legen sollte: zwar steht bis zum Runterfahren der Server eine Exportfunktion bereit, die einen Re-Import in WordPress und das CMS-System des neuen Arbeitgebers ermöglicht. Allfällige Suchmaschinen-Platzierungen sind allerdings futsch. Am Blog geben sich die Gründer relativ wortkarg:
We’ll be closing down the main Pownce website two weeks from today, December 15th. Since we’d like for you to have access to all your Pownce messages, we’ve added an export function. Visit pownce.com/settings/export/ to generate your export file. You can then import your posts to other blogging services such as Vox, TypePad, or WordPress. For our Pro members, we’ll be emailing you soon with more information about your Pro account.
Mir persönlich wird Pownce nicht fehlen: ich hab mich zwar irgendwann mal registriert, die Seite jedoch nie verwendet. Wozu auch? Im Gegensatz zum musikalisch orientierten blip.fm oder anderen Anbietern, die versuchen, die Microblogging-Mechanik multimedial auszuweiten, bietet Pownce keinen echten Mehrwert, und so hält sich die Trauer der Netzgemeinde in engen Grenzen:
I’ve been a member of Pownce since day one and at one point, a devoted member and daily visitor. However, as time went on, recurring bugs weren’t fixed, feedback wasn’t acted on, other services launched, original members abandoned ship and eventually, so did I.
TechCrunchIt geht sogar noch einen Schritt weiter und sieht aufgrund der hohen Popularität des Duos Twitter/Friendfeed kaum Marktchancen für Konkurrenten:
If FriendFeed is a parasite service of Twitter, then the only conceivable entry point now is as a parasite service of FriendFeed. What would that entail? It would have to be a service that thrived on being absorbed as it seeded new functionality into the expanding messaging subsystem.
Anlass zu übermäßigem Pessimismus gibt das Ende von Pownce nicht, richtiger wäre es wohl, von einer Art Konsolidierungsphase zu sprechen. Andere Copycats, denen es bislang nicht gelungen ist, eine ausreichend große Community aufzubauen, werden Pownce mit Sicherheit folgen. Wie netzwertig schreibt, zählt am Ende des Tages eben nicht die Feature-Überlegenheit, sondern die Economies of Scale bestimmen, welcher Anbieter sich letztendlich durchsetzen kann.
Um die Zukunft der "Big 3" Facebook, Twitter und Friendfeed muss man sich wohl wenig Sorgen machen, im übrigen dürfte die Luft in den nächsten Monaten etwas dünner werden. Entscheidend für die eigene Webpräsenz ist einzig und allein: wer Services wie Pownce und Co. im Marketingmix verwendet, sollte stets auf Diversifizierung achten. Und als primärer Hub macht sowieso einzig und allein eine selbst gehostete Seite Sinn.
Eigentlich sollte man den Fast Blog Finder unter Verschluss halten und um ein paar tausend Dollar an eine Handvoll SEOs verkaufen. Dass die Anbieter ihre Programm für einen Spottpreis verscherbeln, macht die Software allerdings umso attraktiver: denn noch nie war hocheffizienter Linkaufbau so einfach. FBL erstellt nämlich automatisch Listen von Artikeln zu bestimmten Keywords, bei denen man Kommentare hinterlassen kann - und zwar *ohne nofollow*. Ganze 42 Euro verlangt Anbieter G-Lock für eines der hilfreichsten SEO-Programme aller Zeiten.
Wer's gleich mal ausprobieren möchte, kann sich an die im Funktionsumfang deutlich eingeschränkte Freewareversion halten, die einen genauen Eindruck vom Funktionsprinzip vermittelt: hier geht's direkt zum Download der Trial-Version.
Seit längerer Zeit grassieren diverse Liste von nofollow-Blogs, also solchen Seiten, bei denen die Betreiber das standardmäßig "nofollow-Attribut", das Links für Google entwertet, entfernt haben. Fast Blog Finder geht einen gewaltigen Schritt weiter: Der User wählt Keyword bzw. Keywordkombination und Sprache (zur Auswahl stehen de, en, it, fr, nl, es, ru) und startet die Suche. Nach kurzer Zeit präsentiert das Programm eine sauber strukturierte Liste von thematisch (zumindest laut Meinung von Google) passenden Seiten, die nach verschiedenen Kriterien wie Domain-Pagerank, Deeplink-Pagerank, Zahl der outgoing Links und vor allem nach Typ (dofollow/nofollow) sortiert werden können. Falls die nofollow-Präsenz nicht auf Anhieb erkannt werden kann, hilft in vielen Fällen die "Detect Type" Funktion. Zusätzlich kann man einzelne Domains auf eine Blacklist setzen, Ergebnisse exportieren bzw. Listen für die spätere Bearbeitung speichern.

Das Programm merkt sich dabei, wann man bei welchem Beitrag kommentiert, zusätzliche Notizen helfen dabei, die Übersicht zu behalten. Das Kommentieren erfolgt direkt im Programm über ein eingebundenes Internet-Explorer Fenster, sodass der Workflow schnell von der Hand geht - für nicht ganz 42 Euro ein wahres Schnäppchen. Bestellen kann man den schnellen Blogfinder online, bezahlt wird via Kreditkarte: Fast Blog Finder kaufen.
Ich arbeite seit einigen Wochen mit FBL, vor kurzem erschien ein Update mit zusätzlichen Features. Ich habe den Fast Blog Finder innerhalb kürzester Zeit lieben gelernt: die Hauptarbeit, das Schreiben passender Kommentare, kann eine Software natürlich nicht übernehmen. Aber bei der Recherche und Abwicklung spart die Software dermaßen viel Zeit im Vergleich zur klassischen Vorgehensweise, dass die paar Euros sogar für Hobby-Webmaster gut angelegt wären. Zusammenfassend:
Ich war überrascht, wie viele nofollow-Seiten man selbst bei Nischen-Keywords auf Anhieb findet. Natürlich ist ab und an auch mal ein Blindgänger dabei (z.B. indexiert FBL recht gerne Tag-Pages), und natürlich muss man die resultierenden Liste nachbearbeiten und die Arbeit mit FBL sinnvoll ins gesamte SEO-Konzept einpassen.
Fast Blog Finder Trialversion
Fast Blog Finder kaufen
Manche werden sagen ja, aber die verdienen ihr Geld gewiss nicht mit Online-Marketing. Jeder SEO muss zwangsweise Linkaufbau betreiben, Kommentare sind ein derzeit hervorragende funktionierender Bestandteil im Backlink-Mix. Und man sollte nicht vergessen, dass mittlerweile zahlreiche Blogger (ich auch) zusätzlich via Keyword Luv sogar gezielt Keywords erlauben. Denn nichts macht ein Blog attraktiver als rege Diskussion - und wer möchte, dass sein Link stehen bleibt, hütet sich sowieso vor sinnlosen Postings, und so entsteht ganz simpel eine win-win Situation. Und schließlich postet die Software keine automatisierten Kommentare, sondern spart einfach immens viel Zeit bei der Recherche und Abwicklung. Die Anbieter sehen das übrigens genauso:
Blog Finder is 100% No-Spam, search engine friendly blog commenting software. It does not make automated comments on blogs. It does not have any kind of comment posting features built into it.
*Tip* Most blog owners moderate the comments to prevent SPAM. Do not spam blogs with the comments full of links. Your comment will end up being deleted. Leave meaningful comments only after reading the blog post.
Ach ja, noch was zum Thema Support: ich hab zwei Lizenzen gekauft, nach Installation am Laptop und am PC weigerte sich die Software korrekterweise bei der dritten Installation am Dualboot Windows. Ich hab ein E-Mail an den Support geschickt und das Problem erklärt, 3 Stunden später war mein Code wieder freigeschalten. Online Support kann funktionieren!
Willkommen beim Wochenrückblick! Die Flut an Einsendungen hält sich noch in Grenzen, meine 666 Praktikanten kamen mit dem Einsortieren der Meldungen noch gerade so zu Rande. Zögern Sie nicht, vom Einreichformular regen Gebrauch zu machen - auf Wunsch gibt's natürlich einen Backlink! Aber nun in medias res: Adios Visionen, das Netz als Mittel gegen Zensur hat versagt, meint die SZ. Schuld daran sei in erster Linie die Profitgier us-amerikanischer Konzerne. Dass das Internet keine überwachungsfreie Zone ist, sondern sich ganz im Gegenteil wesentlich effektiver und einfacher bespitzeln lässt als jedes andere Medium, dürfte inzwischen wohl hoffentlich auch die letzte Schnarchnase mitbekommen haben.
Und ebenfalls, dass ich Copyright-Bereich einiges verändert hat. Ausgehend von der aktuellen Einigung zwischen Google und dem amerikanischen Buchhandelt hat Arbeit 2.0 einige interessante Überlegungen zum Thema "geistiges Eigentum und Strukturwandel" angestellt. Außerdem diese Woche im Fokus:
Andere haben's vorgemacht, Youtube zieht nach und erlaubt seit Freitag Annotationen und Bookmarks innerhalb von Videos. [via Blogpiloten]:
Das heißt, man kann nun quasi Bookmarks innerhalb eines Videos setzen und diese Links dann an Freunde und Bekannte weiter schicken. An den gängigen YouTube-Video-Link wird einfach ein Timecode angehängt. Ein Beispiel: http://de.youtube.com/watch?v=ueHQ6Gl6u8M#t=1m45s.
Wer kann diesen Zungenbrecher möglichst schnell sprechen: Wenn KillerStartups.com Startups.com kauft, dann covert KillerStartups künftig Start-Ups auf StartUps.com. Schwachsinn? Nee, Startups.com war mal eine Inkubator-Firma mit Guy Kawasaki an Bord, die den ersten Dotcom-Crash nur als Domainname überlegte, und der ging letzte Woche für geschätzte 500k Dollar an KillerStartups.com, wie TechCrunch berichtete. Ordentliche Summe, aber definitiv eine gute Investition in zukünftige Diversifikation:
KillerStartups, which is backed by $250,000 in angel money from South American domain-name entrepreneur Matias de Tezanos, plans to create a network of startup-related business sites around the new domain.
Nota bene: Killerstartups.com ist... ein Blog!
Seedfinance hat die Ergebnisse einer aktuellen Ernst & Young Studie veröffentlicht, die das Web 2.0 auf den aktuellen Status Quo in punkto Monetarisierungsmöglichkeiten abklopfte. Man muss das Original keineswegs lesen, denn da steht nix drin, was wir nicht schon wusste: Abos funktionieren noch nicht, Social Communities bieten einnahmentechnisch noch keine Alternative zu etablierten Verlagshäusern und Online-Werbung wird in Zukunft weniger gießkannenartig, dafür umso personalisierter erfolgen. Welche Überraschung.
ConsutlingPulse hat ein Interview mit Business-Legende Seth Godin geführt. Grundtenor:
What do consultants do, actually? Most don't have a 'right answer' in a magic box and then just hand it over. Consultants make change happen. Consultants are hired not just for an outsider's expertise but also to provide a lever for change.
PS: Im Zweifelsfalls hilft wirkt ein Tatoo mitten auf der Stirn wahre Wunder.
Mehr Komfort für Affiliates: WordPress.com User kennen das im eingeloggten Zustand eingeblendete Menü, das oberhalb der Seite klebt und die Benutzung erleichtert. Selbiges hat Amazon nun auch für Affiliates implementiert: besurft man die öffentliche Seite, dann erscheint ein zusätzliches Menü, mit dem man von Artikel-Detailseiten aus beispielsweise mit einem Klick direkt den Affiliate-Code generieren kann. Großes Plus an Usability und längst überfällig!
Die BVG lässt eine iPhone Software verbieten, die Fahrgästen den Fahrplan aller Linien komfortabel auf Apples Handy präsentiert - inklusive Bestimmung des eigenen Standorts via GPS. [via Wellenrauschen] Weil Apple zuviel Kohle hat, dass das Programm als Freeware erhältlich war, spielt dabei keine Rolle:
Dabei, betont BVG-Sprecherin Petra Reetz, wolle man doch nur das Beste für die Fahrgäste. Ein iPhone-Programm sei dabei "durchaus in unserem Interesse". Witt habe man die Streckenplan-Nutzung aber verbieten müssen. Weil: "Das ist unser Patent, und Apple ist eine der reichsten Firmen der Welt."
Im Duell der Social Network Giganten liegt Facebook weiterhin klar vorne, wie TechCrunch diese Woche berichtete. Mitte März hatte FB seinen Rivalen erstmals überholt, der Trend setzt sich fort, die Comscore-Grafik sagt mehr als tausend Worte.
Googles Monetarisierung-Wikipedia Knol kommt nicht so richtig in die Gänge: der Traffic stagniert, die Zahl der Artikel ist überschaubar und die meisten sind noch dazu unvollständig. Mein Test-Ballon How to moderate blogs war sogar kurzzeitig mal auf der Frontseite, bekam aber insgesamt in über zwei Monaten gerade mal rund 100 Besucher ab. Zumindest bei der SERP-Platzierung bevorzugt Google sich selbst nicht - jedenfalls deutet diese Abfrage wohl eher aufs Gegenteil hin. Nichts desto trotz will man der Konkurrenten wie Squidoo und Helium das Feld nicht kampflos überlassen: still und leise launchte der Suchmaschinenriese in der vergangenen Woche lokalisierte Versionen in deutscher, italienischer und französischer Sprache.
Nase voll, Conversion schwach wie Flasche leer? Dann wird's möglicherweise Zeit für intensives Nachdenken über alternative Einkommensmöglichkeiten - am Online Marketing Blog gibt's eine äußerst inspirative Liste für Blog-Umweg-Rentabilitäten. Wer sich bereits für den Direktvertrieb entschieden hat (i.e. einen Shop betreibt), sollte einen Blick ins SEO-Handbuch werfen: gerade in beginnenden Weihnachts-Absatz-Stress kann man die 6 Tipps zur Kundenbindung gar nicht ernst genug nehmen.
Flasche leer 1: Blogsoptimieren hat meine eBay-Versteigerung gefunden (nee, Scherz)... ja, man wundert sich: 155k Eulen für 400 Besucher im Monat? Da wär's effektiver, direkt auf der Straße Coupons zu verteilen...
Flasche leer 2: Dass PR Sculpting in .de maßlos überschätzt wird, dürfte klar sein. Sistrix bringt's elegant auf den Punkt: Was nicht vorhanden ist, kann auch nicht geshaped werden.
Doodles und grafische Scherzchen sind spaßig, das jährliche Vorweihnachts-Index Update dagegen spaltet die Gemüter: rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft wirbelt Tante G. einige Keywords durcheinander, deutlich ersichtlich an Sistrix' Analyse. Und einmal mehr bestätigt sich die alte Wahrheit: wer *nur* auf SERPs setzt, kann eines morgens ganz schön arm aufwachen.
Auf SEO-United gibt's ein ausführliches und unbedingt lesenswertes Interview mit Künstler und PsykoMaN-Erfinder Thomas Horn. Er gewann vor kürzlich eine Klage gegen den Suchmaschinenriesen, dem er gerichtlich verbieten ließ, seine urheberrechtlich geschützten Bilder zu indexieren. Kein Streit um des Kaisers Bart - Horn entstand durch Plagiate handfester wirtschaftlicher Schaden, das Urteil könnte paradigmatische Auswirkungen auf Big G's Geschäftsmodell haben und wir gewiss eine Flut von Folgeklagen nach sich ziehen. [via Basic Thinking]
Reiffix hat gründlich in den Untiefen des Design-Netzes gefischt und 10 gelungene WordPress-Templates zusammengestellt, die sich hervorragend für magazin-artige Pages eignen. "Polaroid" gefällt mir sehr gut, das hatte ich auch schon auf einigen Seiten im Einsatz - allerdings sind auch einige sehr hübsche brandneue Kandidaten in der Sammlung dabei. Und bekanntlich rankt nichts besser als ein Blog... außer einem Blog mit gut durchdachter (sculpting, sculpting) Magazinstruktur.
Zombies, schlüpfrige Anspielungen, unerschrockene Helden: das neue Video von Man in the Box hat alles, was man sich zu Halloween Allerheiligen/Allerseelen nur wünschen kann:
Und das war's auch schon wieder mit den News der Woche - und nicht vergessen: die Gruppe German Weblogs auf BlogCatalog sucht neue Mitglieder. Ich wünsche eine maximal angenehmen Restsonntag, wir lesen uns am Montag.
Über den 2WID.net Webkatalog habe ich vor einigen Monaten im Rahmen einer trigami Rezension berichtet. Die diversen Zusatzfeatures haben mir damals sehr gut gefallen, vor kurzem stieß ich im Rahmen einer Recherche zum Thema Existenzgründung / Start-Up wieder auf die Seite und war ausgesprochen angetan von der geballten Information, die man mittlerweile in dieser Kategorie findet.
In zukünftigen datenschmutz Videopodcasts werde ich immer wieder mal aus dem Nähkästchen des Online-Entrepreneurs plaudern und den einen oder anderen Tipp, der sich meiner persönlichen Erfahrung nach bezahlt gemacht hat, mit Vergnügen weitergeben. Und bei der Suche nach dem diesbezüglichen deutschsprachigen Informationsangebot war ich erst mal sehr überrascht, wie verstreut die einzelnen relevanten Informationen sind: Existenzgründer und (Jung)Unternehmer suchen in der Regel Informationen über mögliche Rechtsformen, Startkapital-Beschaffung, grundlegende Informationen zur Organisation und meist auch Dienstleister zur Auslagerung bestimmter Tätigkeiten wie beispielsweise der Buchhaltung. Ein wirklich umfangreiches Portal habe ich nicht gefunden, ganz zu schweigen von den nationalen rechtlichen Unterschieden etwa zwischen .de, .at und .ch.
Die 2Wid Übersichtsseite zum Thema Existenzgründung bietet gegenüber einer Google-Recherche großen Mehrwert respektive Zeitersparnis: vor allem die umfangreiche Linksammlung zu Rechtsformen erleichtert die Grundsatz-Entscheidung. Allein zum Thema Personengesellschaft findet man 24 Einträge - saubere Crowdsourcing-Arbeit und für mich der Beweis, dass ein gut gepflegtes deutschsprachiges Verzeichnis mit Leichtigkeit mehr Fans gewinnen könnte als jeder Social Bookmarking Service.
Ebenfalls aus beruflichem Interesse habe ich dann noch einen Blick auf die Kategorie Onlinemarketing geworfen. Mit 32 Unterkategorien und 154 Einträge zu deutschsprachigen Bannermärkten, SEO-Ressourcen, Dienstleistern etc. überflügelt 2WID das dröge deutschsprachige DMOZ locker. Webdirectories sind keineswegs tot, gerade bei Nischenrecherchen ist diese Art der Zentralperspektive äußerst hilfreich. Und 2Wid ist meiner Meinung nach am besten Weg dazu, zum attraktivsten deutschsprachigen Webverzeichnis zu werden.
Der Trend zur Veröffentlichung des Blogeinkommens zieht weite Kreise - vor dem Geist der Zeit kann ich mich nicht verschließen und werde die Frage, wieviel Gewinn ich mit datenschmutz.net mache, in diesem Posting beantworten. Aber keine Angst, Zahlen sind nicht vorgesehen, und die Antwort ist ziemlich simpel. Mein finanzieller Gewinn durch datenschmutz beträgt, gemittelt über die letzten 12 Monate, genau Null. Nada. Nix. Wie kommt das? Nun, als Gewinn bezeichnet der Betriebswirtschaftler jenen Anteil des Geldes, der am Jahres- oder Monatsende nach Abzug aller Kosten und Steuern im Säckel des Unternehmers verbleibt. Und da ich konsequent jeden Dollar und Euro, den ich mit Werbung und Co. verdiene, sofort wiederum selbst in Werbung investierte, bleibt auch kein Gewinn übrig.
datenschmutz ist für mich aus diesem Grund ein Steuer-Nullposten: waren es am Anfang nur die Hostingkosten, so sind mittlerweile eine Menge zusätzlicher Ausgaben hinzu gekommen: Ich hab insgesamt eine Menge Geld für Softwarelizenzen ausgegeben (ja, ich teste ziemlich jede neue SEO-Software, manchmal stößt man auch bei den spammigsten Produkten auf *äußerst* interessante Funktionen - und wozu gibt's schließlich Sandboxes?), ich bezahle laufende Werbeausgaben (z.B. Facebook), ich mache mittlerweile Sponsorings von eigenen Blogs und platziere dort meine Banner (funktioniert in den USA allerdings weit besser als hier), ich schalte in vergleichsweise bescheidenem Ausmaß Werbung, ich lasse Gadgets produzieren (die datenschmutz Kugelschreiber und Post-Its sind ziemlich okay geworden), ich zahle Abo-Gebühren bei einer ganzen Latte von Online-Services, ich werde in absehbarer Zeit einen "Praktikanten" finanzieren und so weiter... da gibt's eine schlaue Tabelle und ein PayPal-Konto, und je mehr ich mit datenschmutz verdiene, desto mehr freue ich mich darauf, im folgenden Monat mehr ausgeben zu können. Und diese Vorgehensweise würde ich dringend jedem ambitionierten Webmaster empfehlen!
Die Summe spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Klar hat man mit einigen hundert oder tausend Euros im Monat mehr Spielraum als mit einem Fünfziger - aber irgendwo muss man schließlich anfangen. Für das aktuelle ESET Smart Security Gewinnspiel hab ich beispielsweise auf die Schnelle diesen Banner gebastelt und schalte ihn für einige Tage auf Heisetreff.de - dort kosten mich über Adshopping 50k Pageviews grade mal EUR 30,-.
Und alle, die sich mit SEO, Geld verdienen im Netz und Online-Marketing beschäftigen, werden ja wohl hoffentlich wissen, wie man im Netz nachhaltig Werbung betreibt und welche Ausgaben sich x-fach rentieren. datenschmutz erreicht nach zwei Jahren langsam Dimensionen, die es mir in nicht allzu ferner Zukunft erlauben würden, von meinem Blog-Job zu leben, aber das ist nicht mein primärer Plan: Consulting macht mir großen Spaß, in den letzten zwei Jahren hab ich unglaublich viele hochinteressante Personen kennen gelernt und ich befinde mich in der für jeden Einzelunternehmer luxuriösen Situation, mehr Aufträge angeboten zu bekommen, als ich übernehmen kann, ich bin aufs "Blogmoney" also nicht angewiesen und habe es von Beginn an als "Spielgeld" betrachtet. Schließlich muss ich ohnehin jede Form der Online-Werbung aus erster Hand testen, bevor ich sie einem meiner Kunden guten Gewissens empfehlen kann...
Mit anderen Worten: liebe SEO-Blogger, investiert eure Energie nicht in Schwanzlängenvergleichs-Einnahmen-Postings, sondern überlegt euch, wie ihr das Geld, das ihr verdient, re-investieren könnt, sodass sich der ganze Aufwand auf längere Sicht auch wirklich auszahlt! Aktien sind ja bekanntlich nicht mehr so der Bringer...
Und um nun nochmal auf die Eingangsfrage zurück zu kommen: Ich mache keinen Gewinn, aber natürlich habe ich Einnahmen. Die bewegen sich stetig und konstant nach oben, was mich sehr freut. Aber ich werde hier ganz gewiss keinen monatlichen Bericht veröffentlichen
Wer das neueste BMW-Sportwagenmodell, einen neuen Apple-Rechner oder ein anderes Produkt, für das bereits a priori großes Interesse herrscht, viral bewerben will, hat leichtes Spiel. Wesentlich schwieriger wird die Implementierung und Durchführung einer viralen Kampagne aber, wenn man in einem vergleichsweise übersättigten Markt agiert und produkt-intrinsisches Interesse nicht als primärer Motor des Interesses herhalten kann. Sehr gelungen finde aus diesem Grund die aktuelle Telering-Kampagne mit Gerry the King: seit Wochen sorgt der "letzte Krocha" im Social Web für Aufmerksamkeit: ob er eine Frau sucht, die österreichischen Wahlen kommentiert oder den Vaamummtn auf ihren Krocha-Diss antwortet, Gerry der King stellt Krocha-Käppi und Palästinensertuch in den Dienst des österreichischen Mobilfunkproviders Telering. Der neue "Bam Oida Tarif" wird nämlich - und das ist eine ungewöhnliche Neuigkeit am an sich recht konservativen österreichischen Markt - ausschließlich online und viral beworben. Verantwortlich für die Umsetzung sind die österreichische Agenturen a-linea und JMC. (Kreativ-Team: Florian Schütz, Johannes Mantl, André Höschele).
Der neue Spot, online seit Mittwoch, hat hohen Aktualitätsbezug: im Hinblick auf die bevorstehende Nationalratswahl stellt Gerry das politische Programm der ÖKP (Österreichische Krocha Partei) vor:
Begonnen hat die Kampagne mit dem Spot "Krocha sucht Frau pt. 1" - nota bene: zu diesem Zeitpunkt war keineswegs ersichtlich, dass es sich bei Gerry um eine Kunstfigur handelt: a-linea hat die Flut an äußerst beliebten Krocha-Videos auf Youtube äußerst smart genutzt, um King Gerry glaubwürdig in der Szene zu platzieren, was sich übrigens auch daran zeigt, dass nach wie vor viele Zuseher denken, Gerry würde von Telering bloß gesponsert. Relevantes Element: gleich im ersten Video wurden Kontaktadresse und Telefonnummer untergebracht, um die Kampagne interaktiv zu gestalten:
Besonders gut gefällt mir der dritte Teil, indem Unglücksrabe Gerry auf äußerst amüsante Weise verunfallt:
Der beworbene "Krocha-Tarif" nennt sich Bam Oida!, ist in limitierter Auflage verfügbar und wird auf der Landingpage Bamoida.cc beworben:
Mit Basta! zahlst du 0 Cent in alle Netze und bis Jahresende nur 9 statt 19 Euro im Monat. Wenn du dich jetzt anmeldest, bekommst du zusätzlich 1000 Gratis-SMS pro Monat ins In- und Ausland und das Nokia 5310 gratis dazu und basta!
Ergänzend werden auf DerletzteKrocha.at Comics mit Gerry in der Hauptrolle veröffentlicht und selbstverständlich betreibt Gerry auch einen eigenen Channel auf youtube. Was mir an der Kampagne so gut gefällt, ist die konsequente Online-Umsetzung unter Verzicht auf jegliche Online-Werbemittel. Dass a-linea ganze Arbeit geleistet haben, zeigt sich allein daran, dass ich die erste Serie von Krocha-sucht-Frau Videos gleich mehrfach von diversen Bekannten und Krocha-Afficionados zugeschickt bekommen habe. Florian Schütz (Geschäftsführer a-linea), André Höschele(a-linea) und Johannes Mantel (JMC) haben mir einige Fragen zur Kampagne "Der Letzte Krocha" beantwortet.
datenschmutz: War es schwierig, Telering von der rein viralen Bewerbung des neuen Tarifs zu überzeugen?
Florian Schütz: Absolut nicht, Telering hat die strategische Relevanz der Spots für die anvisierte Zielgruppe sofort verstanden. Das Tarifmodell ist ja perfekt fürs Internet geschaffen. Wir hatten größte Freiräume bei der Umsetzung und denken dass diese auch notwendig sind um schnell und hochflexibel auf User-Feedback reagieren zu können.
?: Habt ihr die Clips primär über Youtube geseedet und beworben, oder erfolgten zusätzliche flankierende Maßnahmen?
Johannes Mantl: Um der Kampagne zu Beginn einen Boost zu verschaffen, haben wir flankierende Maßnahmen in Foren und WEB 2.0 Plattformen gesetzt. Ansonsten glauben wir aber daran, dass eine gute und witzige Story letztendlich von selbst funktioniert. Sie muss sich im Web behaupten, oder die Werbung war eben schlecht.
?: Was sind für euch die entscheidenden Erfolgskriterien für eine virale Kampagne?
André Höschele: Eine erfolgreiche virale Kampagne prognostiziert die Antworten von freien, mündigen und kritischen Menschen bereits im Vorfeld und baut diese in den weiteren Verlauf der Kampagne ein. Sie muss flexibel auf Meinungsänderungen und aktuelle Tagesgeschehnisse reagieren, ohne dabei die Ziele der Auftraggeber aus dem Auge zu verlieren. Dazu ist sowohl Fingerspitzengefühl für die Zielgruppe als auch ein breites und tiefes technisches Wissen notwendig.
?: Wie seid ihr mit dem bisherigen Verlauf von Gerrys Krocha-Karriere zufrieden und welche Rückmeldungen habt ihr von "Heiratswilligen" Krocharinnen auf die ersten Clips bekommen?
Johannes Mantl: Es haben sich viele Frauen und ein paar Männer gemeldet. Von Sexangeboten bis zu seriösem Interesse ist alles dabei, davon waren wir selbst überrascht. Gerry konnte sich bis dato noch für niemanden entscheiden
Ein entsprechender Clip würde Gerrys Motivation natürlich steigern.
?: Welche Rolle wird virales Marketing in Zukunft am österreichischen Markt eurer Einschätzung nach spielen?
Florian Schütz: Ich denke, dass die Rolle immer größer wird. Besonders die junge Generation ist nur über solche Wege nachhaltig zu erreichen. Interessanterweise legen virale Kampagnen die Macht in die Hände der Konsumenten. Nur was unterhält wird beachtet und aktiv weitergegeben. Passives Konsumieren ist out! Seeding hilft um Zugriffszahlen zu Beginn einen Boost zu verschaffen, langfristig entscheiden aber die Inhalte.