Okay, ich geb zu: das Ergebnis dieser Gleichung ist nicht eindeutig bestimmt - es hätte genauso gut formsquare.com herauskommen können. Aber alles kam anders, deswegen hier das ultimative Mash-Up für alle, die die ultimative Übersicht über die neuesten Social Media Trends behalten wollen. Denn das alte Sprichwort "Der Aggregator geht so lange zum RSS Feed, bis Herr Krug in den Brunnen erbricht" hat auch im Zeitalter des Web 2.0 seine Gültigkeit nicht verloren. datadirt proudly presents: fourspring.me!
Ach ja, für Fragen zum neuen Mash-Up hab ich mir einen alten Wunsch erfüllt und mir eine richtig leicht zu merkende Kontaktadresse geholt. Da eine Domain maximal 63 Zeichen haben darf, erreichen Sie mich ab sofort auch unter:
ritchie.blogfried.pettauer@I-have-a-longer-email-address-than-you-because-size-does-matter.org
Falls Sie auch gerne eine E-Mail unter dieser Domain hätten (als Forward auf eine bestehende Mailbox), dann sagen Sie einfach via Kommentar Bescheid.
Wäre dieser Zug ein Flugzeug, hätte ich schon längst von einer hübschen Stewardess Erfrischungen serviert bekommen und den Landeanflug hinter mir. Als zweitklassiger Fahr"gast" der ÖBB dagegen darf man von sauberen Waggons und funktionierenden Klima-Anlagen, Toiletten und anderen Unwichtigkeiten nur träumen. Doch sogar in der ersten Klasse musste ich mich heute von einer überschminkten, sehr altersungemäß gekleideten und drei Plätze weiter weg sitzenden "Mitreisenden" für mein mobiles Telefonieren rügen lassen: "Ich fahre ja nicht mit der ersten Klasse, um Ihnen zuzuhören!" Sie sagte das dermaßen unfreundlich, dass ich nicht umhin konnte zu fragen, ob sie denn wirklich glaube, dass die ÖBB in die 1.-Klasse-Waggons Moving Repeater einbaut, um zugleich den Reisenden das Telefonieren zu verbieten. "Stil kann man nicht kaufen", erklärte sie mir beleidigt. Tja, blöd gelaufen: wer Ruhe beim Reisen haben will, braucht eben mindestens ein Motorrad oder ein Auto - Still kann man nämlich sehr wohl kaufen! (Falls Sie das hier lesen: die kurzen roten Haare passen wirklich überhaupt nicht zu Ihrer biestigen Art! Eine graue Melone, wie sie die Mutter von Jack in 30 Rock trägt, wäre viel angebrachter.) Aber genug der Real-Life-Flamewars, auch virtuell heben sich allerhand Zeige- und Mittelfinger - also ohne weitere Verzögerung auf zum heiteren Social-Web-Raten mit Linzerschnitte und datenschmutz. Heute zum ersten Mal mit dabei: unsere neue Fix-Rubrik "Pflichtlektüre der Woche". Viel Vergnügen mit dem Panoptikum!
Om Maliks plädiert in The Evolution of Blogging für mehr Sensibilität beim Thema fremd- vs. selbstkontrolliertes Publishing: wer seine gesamte Online-Präsenz in die Hände von Dienstanbietern gibt, auf deren Entwicklung und Strategie er keinerlei Einfluss hat, kann eines Tages mit einem blauen Auge respektive ohne diese Inhalte aufwachen. Om zitiert das aktuelle Beispiel des Short-URL Services tr.im:
First was the shutdown drama around a little-known URL-shortening service called Tr.im. While it's since been resurrected, the incident showed me how by championing these URL-shortening services, we’re essentially putting the entire link economy in the hands of companies that are skating on thin ice during the peak of summer.
Facebook, Friendfeed, Twitter und Co. haben gezeigt, so Malik, dass ein verstärktes Interesse an Echtzeit-Kommunikation besteht. Blog-Publishing System wie WordPress bleiben dank ihrer Offenheit flexibel genug, um etwa eine Life-Feed Funktionalität via Plugin rasch nachzurüsten. Content war im Web 1.0 schon King, und daran hat sich rein gar nix geändert: aber die Frage lautet, ob die Produzenten die Publikation und Verbreitung ihrer Inhalte selbst kontrollieren. Social Media Services sind keine Charity-Veranstaltungen, sondern profit-orientierte Unternehmen - die Versprechen des Free-Web scheinen so verführerisch wie weiland Odysseus' Sirenen, aber: wer die Daten kontrolliert, hält in der Informationsgesellschaft die Fäden der Macht in seiner Hand. Social Media Services sind mittlerweile zwar unverzichtbare "Extensions" der eigenen Webpräsenz, das "Mutterschiff Weblog" können und sollten sie keinesfalls ersetzen - in exakt diese Kerbe schlägt auch das Webworker-Posting Your blog is your mothership.
Wer als Twitter-Marketer etwas auf sich hält, der überlässt nichts dem Zufall. Twitterpsych, die neue Twitter-App von Dan Zarella, analysiert die letzten 1000 Tweets eines Tweepers anhand zweier linguistischer Analyse-Alogorithmen (RID und LIWC). Unter anderem werden folgenden Komponenten erhoben: Soziales Verhalten, Moralischer Imperativ und auch der Faktor "Ruhm". Ebenso wird analysiert, wie viele Smilies der User verwendet, worüber er hauptsächlich spricht, zu welcher Zeit usw. Außerdem werden gleichgesinnte User angezeigt. Und das ohne Passwort-Eingabe. Also das ultiamtive Psycho-Analyse-Intstrument für alle Marketiere. Leider oder glücklicherweise funktioniert Tweetpsych nur bei englischsprachigen Accounts in vollem Umfang: tweetpsych.com
Über Shoemoneys Beitrag mit dem vielversprechenden Titel How I used Twitthis to Get Over 15,000 Twitter Followers bin ich auf ein sehr interessantes Services gestoßen: TwitThis verbindet auf smarte Weise ReTweet-Funktionen mit Follower-Empfehlungen, Link-Shortening und Credit-Systeme. Klingt kompliziert? Nur für die Betreiber, das Interface für User wurde angenehm simpel gehalten. Genial:
Click the twitthis button you see on sites – according to Yahoo! the button is on over 10 million sites now including some HEAVY hitters like official government websites like texas.gov and oklahoma.gov as well as the new twilight movie. Everywhere you see a page where the twitthis button is (or in a feed) that you find interesting click it and tweet it! Also when you do tweet it you will be offered to follow a suggested user. If you do both of these things you gain points and increase the chance that you will be suggested for people to follow.
Wenn ich nicht schon PrettyLink Pro als eigenen URL-Shortener im Einsatz hätte, würde ich jeden meiner Links über TwitThis rausschicken, denn:
I want to be a suggested user. How do I earn TwitPoints?
- Submit a URL to TwitThis and earn 5 TwitPoints.
- Follow a suggested user and earn 10 TwitPoints
How are my TwitPoints used?
- Each time someone follows you, it costs you 1 TwitPoint.
- Every 1000 times you are the suggested user, it costs you 1 TwitPoint.
- To keep the ecosystem fresh, users are taxed 10% of their TwitPoints daily.
Watson, ich meine: wir haben es hier mit einer Twitter-Train 2.0 zu tun! Der deutsche Sprachraumbleibt natürlich wie üblich außen vor, wer auf Englisch twittert, kann sich aber schon mal auf massiv viele Followers freuen. Im Shoemoney-Beitrag wird auch en detail beschrieben, wie man TwitThis via Feedburners Feedflare in den RSS-Feed integriert - unbedingt empfehlenswert!
Ähnlich nervtötend wie ein Versicherungsvertreter am Telefon ist der Online Reputation Manager im Web. Hinter jedem Satz vermutet er einen möglichen, lebenslänglichen Ausschlußgrund für zukünftige Jobs oder Lebenspartner und am liebsten würden die Online Reputation Manager uns genauso glattgestrickt und todlangweilig dastehen lassen, wie sie selbst sind. Trotz aller Vorbehalte gegen diese Zunft: Manchen Mensche täte es vielleicht nicht schlecht, einen solchen zu kontaktieren. Da wären zum Beispiel Agenturen, die sich mit ihrer Social Media Kompetenz rühmen und dann im Web 2.0 über die Inhouse-Kampagnen ihrer Kunden herziehen, an denen sie selbst nicht mitschneiden dürfen. Bei jener Dame namens Tracy wurden letzte Woche wohl einige Online Reputation Manager vorstellig. Tracy hat wohl ihre Facebook Wall mit den Private Messages verwechselte - und zwar ausgerechnet bei einer sehr intimen Botschaft:
Thank you too, Micheal, I had a great time as well. I'm glad you enjoyed my OTHER puss ;). I must admit I haven't had sex in a while, so getting mounted by such a strong and powerful man was a pleasant surprise after so many long months of abstinence. [...]
Keine Ahnung, ob es Fake oder Real ist. Aber selbst in diesem Fall sollte ein Online Reputation Manager nicht unbedingt von Nöten ist. Eher ist die Großzügigkeit der Leser dieser Botschaft gefragt, die sich selbst an der Nase nehmen und das Lästern mal sein lassen sollten. Sich einfach mal mit und für Tracy (oder den erfolgreichen Social Media Aktivitäten des Kunden) freuen und schon wird es im Social Web wieder ein bisschen lustiger.
Just in: Angeblich handelte es sich um einen Hack, wie The Coffee Desk berichtet:
So there's a Facebook screenshot floating around in the Blogosphere depicting a woman with a very embarrassing status, as Mashable naively reports. Truth is, a Christian dating website was compromised by 4chan hackers and they used the information to take over the victims’ Facebook pages.
Faszinierend: bereits die ersten paar Kommentare zur Mashable-Story stellen die "Ente" richtig - da können papierene Medienprodukte einfach nicht mithalten!
Zu viele Social Media Notifications sind der Tod der Produktivität - ich habe letzte Woche (notgedrungen) meinen Desktop neu aufgesetzt (akuter System-Disk Tod, Ursache: unbekannt) und peinlichst genau darauf geachtet, dass der Start-Up Folder leer bleibt. Wenn man Skype, Twitter und Co. nur on demand nutzt und die Ablenkungen minimiert, dann geht einfach mehr weiter, hat Jeremy kürzlich im Flieger festgestellt:
So this week I am going to whack all the notifiers... Now I am not going to go all 4-hour work week and only check my email 2x a day but I for sure need to cut back on the 0-second notifications.
It’s an amazing world we live in where communication happens so fast but it can be hard to be productive.
Corporate Tweeper stehen unter ständiger Beobachtung: sie dürfen nicht zuviel und nicht zuwenig twittern, sie sollen Follower aufbauen und auch zurückfolgen, aber ja niemanden "belästigen" und auf jeden Fall sollen sie Dialogbereitschaft und Mehrwert bieten. Wie die Realität aussieht, hat eine deutsche Agentur untersucht. Fazit:
- Nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent) weist über 1000 Abonnenten (Follower) aus.
- Der Follower-Durchschnitt liegt bei 661 Abonnenten (Median: 400 Follower).
- Im Schnitt twittern die Unternehmen 13 Mal pro Woche.
- 67 Prozent der Corporate-Tweets enthalten Links, in der Regel in Form einer Kurz-URL.
- Nur 33 Prozent der Unternehmen verwenden @Relplies, kommunizieren also direkt mit anderen Twitterern.
Downloadlink zur Studie.
Zugegeben: auf Deutsch klingt "Umpf" etwas seltsam. Aber längerfristig macht die Entscheidung von Dewald, nicht bloß auf Twitter zu setzen, hochgradig Sinn. In wenigen Monaten entwickelte sich Tweetlater zum Platzhirsch unter den Premium-Mash-Ups; ich bin gespannt, welche neuen Ideen Dewald im Ärmel stecken hat:
To date we have been focusing on providing productivity solutions for Twitter users. We decided to change our name to allow for future expansion into other social media solutions, and to ensure that our brand does not conflict with any current or future legal rights of the Twitter organization.
To allay any speculation, we want to make clear that this is an unsolicited, proactive and preemptive action on our side.
Für Free- und Pro-User ändert sich außer der Adresse nichts; die alten Affiliate-Links werden ebenfalls weiterhin funktionieren, allerdings empfiehlt Dewald, in allen Links "Tweetlater" durch "Socialoomph" zu ersetzen.
Nein, Judith hat mich noch nicht (völlig) mit Katzencontent infiziert. Aber recubejims "Katzenklo" aka I'm all right, honest besticht nicht nur inhaltlich, sondern auch fotografisch:

A failed attempt: in diesem Video sehen wir das, was Piloten als "riskante Landung" bezeichnen. Allerdings handelt es sich glücklicherweise um einen ferngesteuerten Flieger, der - im Gegensatz zur Kamera - den Tauchgang unbeschadet überstand. Bei solchen Videos krieg ich immer immense Lust, mir einen RC-Heli mit Kamera zuzulegen...
http://www.vimeo.com/6187842Nicht jede/r kann den Bullen so graziös und aufreizend reiten wie Kylie Minouge. Nicht grazil, nicht sexy - aber wesentlich lustiger:
Und das waren auch schon wieder sieben Tage Social Media im Schnelldurchlauf - an dieser Stelle noch eine Anmerkung in eigener Sache: in den letzten Wochen gab es erfreulich viel Feedback zu unserem Blogistan-Panoptikum: Kommentare, Anmerkungen, Ergänzungen, Lob und Hasstiraden motivieren uns natürlich ungemein. Lassen Sie sich also durch nichts - aber auch wirklich gar nichts - davon abhalten, reichlich Gebrauch von der Kommentarfunktion zu machen: quasi "Comment as much as you can"! Sagen Sie uns, über welche Themen Sie gerne mehr/weniger lesen würden, erzählen Sie uns, wie Sie nach sechs Monaten Panoptikum-Dauerlektüre quasi über Nacht zum Social Media Officer Ihres Unternehmens wurden oder auch nicht: wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen! In diesem Sinne: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag und: wir lesen uns morgen!
Schon wieder ist eine Woche verflogen - und während sich der Spätsommer langsam aber merklich in den Frühherbst verwandelt, wird im Social Web gemessen, gewogen und begutachtet, dass Kulturpessimisten bereits vor dem drohenden Aussterben von Forschungsfragen warnt. So gut wie kein Land halte sich nicht an die internationalen Fangverbote für gefährdete Untersuchungsarten, erzählte mir letztens im Vertrauen ein Mitglied des Internetrats. Das hält Linzerschnitte und mich aber keineswegs vom Rückblicken ab, denn in der Zweitauflage des Web 1.0 passiert so viel, dass der Nachdruck wohl auch bald vergriffen sein wird.
Die letzten paar Spam-Wellen haben in den USA einen neuen Twitter-Trend ausgelöst: einige populäre Tweeter haben sich zu einem Clean Cut entschlossen und *alle* User entfollowed, um ganz von vorne zu beginnen. SocialToo bietet diese Funktion neuerdings sogar für harte Dollars an, Mutuality bietet die gleiche Funktion für laut, allerdings insgesamt nur 3mal für Accounts mit mehr als 1.800 Kontakten. Man muss nicht gleich ganz so radikal vorgehen, um die "Followed"-Zahl zu reduzieren: zwei sehr nützliche Services sind Twitoria (das allerdings ab den ersten 10k nicht mehr funktioniert) und das von mir präferierte Untweeps. Beide Mash-Ups dienen dazu, Accounts, die seit einem gewissen, einstellbaren Zeitraum (bei Twitoria zwischen einer Woche und 6 Monaten, bei Untweeps frei nach Tagen einstellbar) inaktiv sind, zu entfollowen. Twitoria benötigt dazu überhaupt nur den Usernamen, das Unfollowing geschieht händisch. Bei Untweep loggt man sich mit TwitterAuth ein, kann auf Wunsch eine Whitelist von zu schützenden Accounts erstellen und massen-entfolgt bequem via Mausklick. 3 Benutzungen pro Monat sind kostenlos, wer häufiger Untweepen möchte, muss via PayPal $1,37 für 3 Tage unlimited Access oder 5 Dollar pro Monat bezahlen. Für professionelle Twitter-Nutzer ein großartiges Tool, das bei meinen Tests aber ebenfalls Probleme hatte, die komplette Liste von Twitter zu fetchen - allerdings ist die im Fall von @datadirt mittlerweile auch schon ziemlich lang. Außerdem bietet Untweet die Option, eine Liste aller Accounts anzuzeigen, die man im Lauf der Zeit geblockt hat. Gute Gründe, warum man inaktive Accounts überhaupt loswerden will, nennt dieser Artikel von John Samuel.
Während manch ein Vertreter der Old Media Sektion noch hofft, dass Social Media nichts anderes ist als eine Seifenblase, die bald zerplatzen wird, sieht Arianna Huffington, Mitbegründerin des Weblogs bzw. Onlinemagazins Huffington Post die Sache naturgemäß etwas anders. Anlässlich des Launches von "HuffPost SocialNews", einer Facebook Integration auf Huffingtonpost.com via Facebook Connect schrieb Arianna Huffington einen Gastbeitrag auf dem Facebook Blog:
News has become an important element of community—something around which we gather, connect and converse. We all are part of the evolution of a story now—expanding it with comments and links to relevant information, adding facts and differing points of view. In short, the news has become social.
Facebook geht damit eine seiner wenigen Partnerschaften ein; ungewöhnlich deshalb, weil eine Application auf Facebook durch die offenen APIs der Plattform keine Partnerschaft im gewöhnlichen Sinn erfordert. Mal sehen, ob sich die Kooperation mit der Huffington Post eines Tages noch mal als strategische Partnerschaft herausstellt.
Gerald Bäcks Liste zwitschernder Journalisten erfreut sich großer Beliebtheit und die Spatzen pfeifen von den Dächern, dass Gerald an einem elaborierten Twitter-Ranking arbeitet. Zuvor gekommen sind ihm einstweilen die Microblogosphären-Vermesser von Twop. "Wer misst, misst Mist", lernt bekanntlich jeder Studiosus der Naturwissenschaften, da machen natürlich auch Rankings keine Ausnahme. Die Erklärung klingt aber durchwegs plausibel:
The Global Twopcharts are tracking the most followed Tweeters in the German language. We are taking into account the follow behavior of tweeters and filtering out tweeters who are excessively following, in order to avoid noise from "if you follow me, I will follow you back" behavior. Unfortunately there are many tools which are just encouraging mass following, and we are trying to determine which tweeters have appealing content, and can attract followers without tools and tricks.
The tweet chart is a subset of the twop-chart, so it is not trying to find the most active tweeter in the Universe, but is ranking the tweet frequency of the twop-1000.
Wenn allerdings die Tweet-1000 bloß eine umsortierte Ansicht der Twop-1000 darstellen, dann verstehe ich nicht, warum ich mit meinem deutschsprachigen Account ritchie_tweets in der einen Liste auf Platz 928 und in der anderen gar nicht vertreten bin.
Die Austria Presse Agentur schickt pro Woche wohl ca. 200 Meldungen über die Ergebnisse mehr oder weniger relevanter Studien aus. Eine dieser Meldungen wurde diese Woche fleißig von diversen Old-Media-Plattformen veröffentlicht. Inhalt: Eine Marketing-Agentur aus Texas hat eine Studie veröffentlicht, der Conclusio lautet: 40 Prozent aller Twitter-Nachrichten sind "nichtiges Geschwätz". Die Tatsache überrascht an sich nicht wirklich, zeigt aber, dass manche Marketing-Agenturen das "Social" in "Social Media" wohl immer noch nicht ganz deuten können. Achja, ebenfalls Ergebnis der Studie: Unternehmenswerbung und Spam machten nur 5,85 beziehungsweise 3,75 Prozent der Kurznachrichten aus.
Anm. von ritchie: Nur 40%? Da wurde wohl ein systematischer Messfehler verbrochen. Ich würd eher meinen: 98 Prozen!
Allfacebook.com verrät Tipps und Tricks für Facebook-Contests, mit denen sich Traffic und Fanbase von Pages beträchtlich steigern lassen:
Facebook currently has no limitation on the number of fans users can invite to a public profile which makes invitations one of the most important components of generating fans. So how on earth do you get users to invite their friends? Contests of course! Contests are probably the single best tool for driving more users to your public profile if you encourage fans to invite their friends.
Ganz billig wird die Sache dann allerdings doch nicht, denn Nick O'Neill empfiehlt "Cash Prizes" für die Contest-Gewinner. Aber im Vergleich zu anderen Formen der FB-Lead-Generierung denke ich ebenfalls, dass für Social-Media werbende Firmen Gewinnspiele in Form von Wettbewerben die Waffe der Wahl darstellen.
"Because catching up is the new looking ahead" lautet das Motto von Dani Terbus druck- bzw. pixelfrisch gestartetem Weblog Coolhunting.at. Ich finde das Design mit dem 9er-Grid auf der Startseite sehr gelungen, die Themen sind unter der gemeinsamen Klammer "Trends" breit gestreut. Unter anderem geht's darum, dass the gap Facebook mag, fußfreie Strumpfhosen und Guy Kawasakis Vortrag im September:
Guy Kawasaki ist im September in Wien und hält einen Vortrag. Und coolhunting ist nicht nur dabei, sondern natürlich mittendrin und wird voraussichtlich als Live-Bloggerin vom Event berichten.
Ich freu mich schon auf den Vortrag am 10. September - und vor allem auf mein Video-Interview mit dem Meister; hier geht's zur Anmeldung.
...mit dem Playboy. Was Mixen angeht, sind des Meisters Bücher für mich sowieso der Maßstab aller Cocktail-Theorie, aber dass der Wegbereiter der Cocktailkultur ein so cooler Hund, wusste ich bisher nicht. Hier zwei Zitate aus dem Interview:
Playboy: Erklären Sie uns: Was ist eine Bar?
Schumann: Eine Bar ist ein Ort, den man als Wohnzimmer betrachtet. Wo man zu Hause ist und trotzdem gehen kann, wann man will.
Playboy: Was unterscheidet eine gute Bar von einer schlechten?
Schumann: Dass man als Gast nicht merkt, dass Geld verdient werden muss. Wenn die Bar überschaubar ist, kann man mit dem Barkeeper reden, muss aber nicht. Eine gute Bar ist sicher nicht Cocktails mixen. Das steht für mich nicht einmal an zweiter Stelle.
[...]
Playboy: Wie wichtig sind Cocktail-Moden? Nehmen wir Caipirinha, eigentlich doch ein widerliches Zeug, oder?
Schumann: Stimmt nicht, Caipirinha ist kein widerliches Zeug! Das ist ein klassisches brasilianisches Getränk. Nein, vorsichtig sein muss man mit Gemüse und Obst und Kräutern. Wenn eine Bar nur noch Gemüsestand ist, kann man gleich zum Viktualienmarkt gehen.
Übrigens: demnächst startet auf ATV.at und Cocktail-Blog.com unsere Cocktail-Mixing Videoserie, mehr dazu in Kürze. Ich sag nur: wir lüften alle Geheimnisse um Malcolm Lowry, Black Russian, Daiquiri und Co.
Dieses Foto fällt eindeutig in die Kategorie "gelungener Schnappschuss". Fotograf moriza sagt dazu:
It was a lucky shot. I saw the moment and the camera worked.

"Signs" heißt dieses wunderbare und für ein Online-Video fast biblisch lange 12-Minuten-Lehrstück über The thing that keeps you going - drauf gestoßen bin ich bei Neelaa.
"We all wanna be Prince" - dieser Botschaft ist an sich schon nicht mehr viel hinzuzufügen, aber wenn sie von Felix Da Housecat ist, ein basslastig und mit einem Party-Prince-Poser-Video daherkommt, mutiert das Ganze zu einem sehr stimmungsvollen Wochenendausklangs-Video.
Felix Da Housecat - We All Wanna Be Prince
Und schon nähern sich rasant die letzten Buchstaben dieses Blogistan-Panoptikums. Aber keine Sorge: mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit beginnt morgen eine neue Woche und in sieben Tage werden wir erneut zurückgeblickt haben. In diesem Sinne: danke für Ihre Aufmerksamkeit, wir lesen uns morgen.
Am Wochenende hat mein Twitter-Account die 30k-Grenze überschritten, derzeit folgen mir knapp 32.000 Microblogger. Das ging zwar etwas schneller als erwartet, kam aber keineswegs vollkommen überraschend, da ich mich durchwegs aktiv um mehr Followers bemüht habe. Danke für den Support, danke an alle meine deutschsprachigen Followers! Als Dankeschön möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. In diesem Beitrag werde ich drei meiner erfolgreichsten Strategien Schritt für Schritt beschreiben, denn eines kann ich Ihnen garantieren: "Drücken Sie auf den Knopf und eine Woche später haben Sie 10.000 Followers" spielt's nicht: um richtig viele und möglichst viele richtige (=thematisch interessiert) Microblogging-Kontakte zu sammeln, muss man unbedingt verschiedene Vorgehensweisen kombinieren.
Häufig taucht in Gesprächen über Twitter die Frage nach dem erforderlichen Zeitbudget auf: ich denke, dass es wenig Sinn macht, pro Tag mehr als 1-2 Stunden in Twitter zu investieren. In meinem Fall war's in den letzten Monaten so, dass ich pro Woche zweimal 2 Stunden am Stück für diverse "Maintenance Tasks" (Tweet Scheduling, Follow-Friday Vorbereitungen, Follower Vetting, Mash-Ups evaluieren etc., dazu später mehr) benötigt habe und zusätzlich pro Tag im Durschnitt etwa 20 bis 60 Minuten fürs "Echtzeit-Tweeten".
Das mag vordergründig relativ viel erscheinen, erwies sich aber unter anderem als eine der effektivsten Methoden, den Traffic auf meinen Blogs nachhaltig zu steigern - und mit den richtigen Tools und Clients lässt sich auf jeden Fall schon vom Start weg viel Zeit einsparen. Die Basics spar ich mir allerdings, und komme ohne weitere Umwege wie versprochen nun zu drei Follower-Building Anleitungen.
Caveat 1: Wer beschließt, dem natürlichen Lauf der Micro-Blogging Dinge etwas nachzuhelfen und seinen Account behalten möchte (Twitter wird immer strenger in der Spam-Bekämpfung), sollte unbedingt den Tina Turner Refrain beachten: Not push Twitter Limits! Es gibt Obergrenzen für die Zahl der Personen, denen man followen kann (grundsätzlich 2.000, und aber dieser Zahl dann maximal 20% mehr Usern als man selbst Followers hat), es gibt tägliche Limits für Private Messages, Restriktionen für die wiederholte Aussendung des gleichen Tweets, ein Limit für die maximal Anzahl an Usern, denen man pro Stunde folgen darf (100)... diese Zahlen ändern sich, und wer über die Stränge schlägt, riskiert, dass der eigene Account gesperrt wird - und das wär doch schade um die viele Arbeit. Siehe dazu auch Making Progress on Spam am offiziellen Twitter-Blog bzw. The Twitter Rules.
Caveat 2: Alle nachfolgend beschriebenen Techniken setzen voraus, dass man regelmäßig twittert, einen Avatar verwendet, sich generell darum bemüht, interessante Links zu posten und auf Anfragen reagiert. Kurzum: Content and Communications are King and Queen. Der Rest ist lediglich ein kleiner Durchlauferhitzer, aber für sich allein genkommen wertlos.
Die Twitter-Suche bietet perfekte Möglichkeiten, Themen-affine User zu finden. Man nutzt dazu entweder das Web-Interface unter search.twitter.com oder - wesentlich komfortabler - die Suchfunktion des Tweetdeck Clients: der ermöglicht das Abspeichern von bis zu 20 Keyword-Trackings, die als eigene Spalten angezeigt werden.
Hilfreich ist dabei eine Liste mit relevanten Keywords bzw. Keyword-Kombinationen (Tweetdeck unterstützt auch die Boole'schen Operatoren AND und OR), die regelmäßig themenaffine User frei Haus liefert. Nach einem kurzen Blick auf das jeweilige Profil folgt man. Dabei ergeben sich auch ständig Anknüpfungsmöglichkeiten für Gespräche und so kommt man zugleich laufend mit neuen Usern, die sich mit dem gleichen Themengebiet befassen, in Kontakt.
Vorteil: Nichts geht über händische Selektion - das Followen lässt sich recht gut "nebenbei" beim Twittern erledigen - und je sorgfältiger man auf Themenrelevanz achtet, desto höher wird die Follow-Back Rate sein.
Nachteil: Zeitaufwendigste Methode, skaliert schlecht und erfordert regelmäßigen "Aufräumen" der Followed-Liste.
Wer Twitter professionell nutzt, hat sich hoffentlich schon längst einen Tweetlater-Account zugelegt. Der Online-Service von Dewald Pretorius ermöglicht die zeitgesteuerte Aussendung von Tweet-Messages und verwaltet beliebig viele Accounts. Auch in der Free-Version sehr nützlich - die Power-Features stehen aber nur Pro-Usern zur Verfügung. Der Pro-Account kostet 20$ im Monat, die sich schon allein aufgrund der neu integrierten Follow-Funktion, die pro Account und Monat 1.200 User vollautomatisch recherchiert, mehr als auszahlen.
Während der Auto-Follow Mechanismus vor einigen Monaten noch recht nützlich war, ist Twitter inzwischen von zu vielen Spam-Accounts übersät, um diese Funktion weiterhin zu nutzen. Tweetlater bietet hier eine perfekte Lösung namens "Follower Vetting" an: sämtliche User, die dem eigenen Account folgen, kommen in eine übersichtliche Warteliste und werden mittels bestimmter Filter-Kriterien vorselektiert, die in meinem Fall so aussehen:

Alle zwei bis drei Tage schaut man die Liste kurz durch und nimmt allfällige Korrekturen vor - dass zusätzliche Statistiken (á la: von wie vielen Usern wurde dieser User geblockt etc.) angezeigt werden, macht den Auswahlprozess extrem effizient, und das ist auch notwendig: bei größeren Accounts sammeln sich schon mal 500 neue Followers oder mehr pro Woche an.
Die oben erwähnte Recherche-Funktion heißt "Friend Finder". Selbiger muss pro Account aktiviert und konfiguriert werden. Da die Filterfunktionen äußerst granular arbeiten und beispielsweise auch Negativ-Keywords und viele weitere Einstellmöglichkeiten bieten, ist die Qualität der so generierten Vorschläge immens hoch. Die kommen (täglich bis zu vierzig) in die oben beschriebene Vetting-Liste, wo man nochmal einen Blick drauf werfen kann, aber nicht muss - nach einem einstellbaren Zeitraum folgt Tweetlater automatisch.
Vorteil: TweetLater bietet diverse unverzichtbare Komfortfunktionen für Pro-Microblogger. Speziell beim Follower-Aufbau schlägt der neue Friendfinder jede andere Automatisierungs-Software aber bei weitem, da Spam-Accounts äußerst zuverlässig ausgefiltert werden. Richtig konfiguriert bringt das Tool im Monat ein paar Hundert themenaffine Followers - ganz auf Autopilot und ohne Probleme mit Twitter-Limits zu verursachen.
Nachteil: TweetLater Pro-Account erforderlich, aber die 20 Dollar pro Monat (zahlbar via PayPal) sind gut investiert. Wer unschlüssig ist, kann die Pro-Version für 10 Tage kostenlos testen. Aber Vorsicht: Sie werden anschließend nicht mehr auf Tweetlater Pro verzichten wollen.
Viele Heavy-Twitter-User betreiben eigene Blogs, eine aktuelle Umfrage auf Deutschland ergab, dass über die Hälfte der Top-Tweeper zugleich bloggen. Die überwiegende Mehrheit wählt dazu WordPress, und dementsprechend breit gefächert ist mittlerweile die Auswahl der Twitter-Plugins.
Maß aller Dinge waren bis vor einigen Monaten Alex Kings Twitter Tools. Das Plugin implementiert eine 2-Weg Einbindung: einerseits werden neue Postings automatisch getweetet, andererseits können die eigenen Tweets am Blog angezeigt oder sogar als täglicher bzw. wöchentlicher Digest-Beitrag geposter werden. Vor relativ kurzer Zeit betrat TweetMeme die Bühne: mit nur einem Klick lassen sich die eigenen Blogbeiträge retweeten. Damit diese auch mit RT @eigeneraccount erstellt werden, muss man sich erst von den Betreibern authentifizieren lassen, sonst hagelt es Eigenwerbung á la RT @tweetmeme. Die Idee ist genial, weniger erfreulich ist der zwangsweise Weg über die TweetMeme-Server, denn die gemessenen Retweets werden für ein Social News Portal verwendet.
Enter Pretty Link: Blair Williams veröffentlichte vor einigen Monaten ein Plugin, das die Erstellung und Verwaltung von Short-Links unter WordPress ermöglicht. Aufgrund der 140-Zeichen Begrenzung müssen längere Links URL-Shortener wie bit.ly und Co. durchwandern - eine verschenkte Gelegenheit, denn wesentlich professioneller wirken Links á la http://meinedomain/13x. Genau dafür ist Pretty Link zuständig.
Vor wenigen Tagen präsentierte Blair die Pro-Version. Ähnlich wie im Fall von TweetLater kann man mit der Free-Edition eine Menge anfangen, die Pro-Version bietet allerdings eine ganze Reihe von zusätzlichen Conversion-Features, die ich im Detail in einem eigenen Beitrag erklären wären. Im Zusammenhang mit dem Thema Follower-Building interessieren uns in erster Linie die "Automatic Pretty Link Creation and Posting Options": Pretty Link kreiert für jedes neue Posting automatisch einen Shortlink und fügt ein ReTweet-Badge á la TweetMeme ein, das allerdings ohne Drittanbieter-Server auskommt. Damit erhöht man nicht nur die ReTweet-Rate, sondern bekommt ein äußerst nützliches Tracking-Tool in die Hand. So sieht der Options-Screen der Pro-Version aus:

Als äußerst praktisch erweist sich in diesem Zusammenhang der sogenannte Pretty Bar: er fügt einen Top-Bar ein, auf dem man nicht nur das eigene Logo, sondern auch diverse Share- und Follow-Funktionen integrieren kann (siehe hier). Die Stärke des Bars liegt im richtigen Zeitpunkt: User, die in einem ReTweet auf einen interessanten Link klicken, folgen sehr häufig. Screenshots und weitere Infos zur Funktionsweise gibt es auf der offiziellen Pretty Link Pro Homepage. Derzeit verkauft Blair die Lifetime-Pro-Lizenz für bis zu 5 Seiten um $97, ab 1. September steigt der Preis auf $147. Zuschlagen!
Vorteile: eigene Short-URLs, perfektes Tracking, Erhöhung der ReTweet- und Follow-Rate
Nachteile: nur verfügbar für WordPress-Blogger.
Klingt wie die klassische Frage an Radio Eriwan, und die Antwort, die man häufig liest, lautet: "Mit interessanten Tweets!" Das ist zweifellos wahr, aber manchmal kann man dem Glück auch ein wenig auf die Sprünge helfen: ReTweet It basiert auf einem Austausch-System, erfordert keine Datenweitergabe (Log-in erfolgt via Twitter-Auth) und ermöglicht Usern mit mindestens 50 Followern, ihre Nachrichten retweeten zu lassen. Um die nötigen Credits zu bekommen, kann man entweder selbst retweeten oder via PayPal ein paar Münzen einwerfen - 100 RTs kosten aktuell $10,-. Das ist meiner Meinung nach aber gar nicht erforderlich, da man eigentlich laufend recht interessante Tweets im System findet, die man guten Gewissens retweeten kann
Wie schon einleitend gesagt: interessante, themenrelevante Tweets und Gesprächsbereitschaft sind die Grundlage für erfolgreiches Follower-Building und in weiterer Folge für den Einsatz von Twitter als Marketing-Tool. Mit den oben beschriebenen Methoden kann man gefahrlos nachhelfen und die Weg zum Twitter Whale (so heißen User mit 10k+ Followern) beschleunigen. Die oben skizzierten Tipps sollen lediglich Anhaltspunkte geben, außerdem ist es im Lauf der Zeit erforderlich, die eigenen Taktiken und Toolsets dem Status des Accounts anzupassen. Ich habe beispielsweise festgestellt, dass 90% aller frei verfügbaren Mash-Ups für Userverwaltung, Stats etc. ab 15k Followern nicht mehr oder nur sehr unzuverlässig funktionieren. Tweetlater Pro und Pretty Link Pro kann ich uneingeschränkt empfehlen: angesichts der immensen Zeitersparnis sind beide Tools unglaublich preiswert.
Am Schluss noch eine kleine Bitte: wenn Sie mit diesen Tipps etwas anfangen können, dann schenken Sie mir doch bitte Ihre Stimme bei der Mr. Twitter Austria Wahl. (Man kann für beliebig viele User abstimmen.) Danke!
Gestern beim digitalks-Vortrag kam ich unter anderem auch auf die Seite howtousetwitterformarketingandpr.com zu sprechen. Ruft man die betreffende Page auf, dann erscheint fett ein einzelnes Wort: "Don't". Ich habe diese Antwort angezweifelt und mein Namensvetter Richard Pyrker aka @cycus hat die Sache mit einem großartiges Pundit-Kitchen-Digitalks-Xsara-Photoshop Mash-Up in Ordnung gebracht:

Wie a/symmetrisch Twitter eingesetzt wird (Stichwort: Auto-Follow) entscheidet jeder User selbst. Früher oder später kommen Power-User aber unweigerlich an den Punkt, wo sie sich fragen, wie man abseits von quantitativem Follower-Farming die wirklich interessanten Microblogger findet. Das im Tweetdeck-Client eingebaute Stichwort-Scanning ist eine Möglichkeit, die allerdings gewaltig viele API-Requests und Zeit verschlingt. Eleganter und meiner Erfahrung auch wesentlich zielgenauer funktioniert's mit dem persönlichen Micro-Blogging Butler Mr. Tweet, denn "Suggestions" den von Twitter selbst angebotenen Mechanismen weit überlegen sind.
Zuerst folgt man dem fleißigen Bot, anschließend kann man seine Dienste nutzen - die im Wesentlichen im Vorschlagen neuer Followers bestehen. Die stellt Mr. Tweet äußerst übersichtlich anhand einiger aussagekräftiger Kennzahlen wie Reply-Rate, Tweeting-Häufigkeit etc. dar. Außerdem empfiehlt die Seite, der man allerdings das eigene Twitter-Login anvertrauen muss, auf Wunsch geeignete Followers. Das Matching funktioniert dabei erstaunlich gut und sorgt derzeit für beträchtliche Popularität des Microblogging-Butlers in der englischsprachige Twittosphäre. Zusätzlich kombinieren die Betreiber ihr System mit einem gut durchdachten Recommendation-System und veröffentlichen immer wieder mal sehr lesenswerte Twitter-Tutorials am zugehörigen Blog.

User können andere um Empfehlungen bitten bzw. selbst welche austeilen - und zwar mit Begründung. Da man sich für die "because"-Abteilung auch was einfallen lassen muss, erfährt man durch Mr. Tweet nette Details über die eigenen Kontakte. Zwar gehe ich davon aus, dass die ReTweet-Rate für die Twitter-Suche mittelfristig das Äquivalent zu Backlinks für den Google-Index darstellen wird, trotzdem gefällt mir die Idee, einen zusätzlichen Recommendation-Layer einzuziehen. Empfohlen wird natürlich via Tweet - selbiges beginnt mit dem HashTag MrTweet und hat die Form:
#MrTweet I recommend @Username because... [Begründung]
Das kann dann in der Praxis beispielsweise so aussehen:
#MrTweet I recommend @MountainDan because he's Vimeo's (next) Stephen Spielberg!
#MrTweet I recommend @sugarmelon because Dieter is my favorite Singstar partner (and I rarely do singstar!)
Gute Sache, ich werde für die nächsten zwei Wochen pro Tag einen meiner Lieblings-Twitterer empfehlen (und habe gestern von @cycus und @MountainDan schon meine ersten beiden Rec's erhalten). Die ersten 10 #MrTweet-Tweets sind bereits vorgeschrieben, glücklicherweise kann man mit der Pro-Version TweetLater auch Antworten und Direct-Messages beliebig vorplanen - imho ein echtes Killer-Feature, das die 20 Dollar pro Monat locker rechtfertigt.
Recommendation-Love? Stammgäste dieses Blogs kennen meine Meinung zum Thema Reziprozität eingehend - selbstverständlich schreibe ich gerne eine Recommendation für jede Userin und jeden User, die oder der mich bei MrTweet empfiehlt.
API (advanced Programming Interface), Bittorrent, brick-and-mortar, IRL, Geek, Longtail, Mash-Up, Microblogging, Nerd, Social Media, Torrent und Vuze sind nun neu im datenschmutz-Lexikon enthalten. Weitere Vorschläge und Ergänzungen sind natürlich gern gesehen!
Unter einem Mash-Up (deutsch: "Zusammengestampftes") versteht man einen Online-Service eines Drittanbieters, der eine oder mehrere APIs (Advanced Programming Interface) bestehender Services verwendet, um einen Zusatznutzen für den User zu generieren (oder auch einfach nur aus purer Lust an der Ausnutzung vorhandener Möglichkeiten). Viele Web 2.0 Plattformen stellen derartige Schnittstellen zur Verfügung. Typische Beispiele für Mash-Ups wären etwa Zusatzdienste zum Microblogging-Service Twitter.
TweetLater ist gebenedeit unter den Twitter Mash-Ups: Multi-Accountverwaltung samt beliebig viel vorprogrammierbarer Tweets, Statistik-Updates via E-Mail und eine durchdachte Auto-Follow Funktion gibt's völlig umsonst. Hat man sich erst mal an die durchaus eigenwillige Usability gewöhnt, möchte man TweetLater nicht mehr missen. Aber auch ein gutes Service kann noch besser werden: seit heute bietet TweetLater vorsichtigen Usern einen perfekten Kompromiss zwischen dem zeitsparenden Auto-Follow einerseits und der händischen Sichtung neuer Followers andererseits.
Ich habe nie einen Hehl draus gemacht, dass ich Twitter für eine Two-Way-Road halte und folge daher grundsätzlich jedem Account, der mir auf Twitter folgt. Auto-Follow Services automatisieren diesen Prozess, allerdings tritt das Problem auf, dass man immer wieder mal Spam-Bots und anderen unerwünschten Accounts folgt. TweetLater bietet nun eine praktische Übersichtsseite, auf der man zeitsparend einen raschen Blick auf neue Tweet-Friends werfen kann, bevor man die Follow-Love spreadet. Im Detail funktioniert das so:
In keeping with TweetLater's mission to provide Twitter productivity tools, I have added a feature where you can still configure your Twitter account for auto-follow and/or auto-welcome, but that allows you to manually vet new followers before your desired actions are executed.
TweetLater keeps a new follower on hold for 72 hours so that you can log in to TweetLater and tell us what you want to do. If you don't log in and record your decision within 72 hours, TweetLater will go ahead and apply your selected automation options. This is done so that new followers don't pile up and you having to wade through hundreds of approval pages if there's a period of time that you cannot do the manual vetting.
You have three options with each follower, namely: a) approve, b) ignore, or c) block.
Erfolgt nach den besagten 72 Stunde keine Sichtung, wird also die Standard-Aktion ausgeführt. Bestehende User müssen sich in TweetLater einloggen, beim betreffenden Account auf den "Automate"-Button klicken und am folgenden Screen die Checkbox bei "Vet new Followers" anhaken. Anschließend zeigt die gleichnamige neue Seite (zugänglich nach Klick auf "Main" im Hauptmenü) sämtliche neuen Fans für alle eingetragenen Accounts übersichtlich in Listenform an:

Ich hab das Approval nicht aktiviert, stattdessen entrümple ich immer wieder mal meine eigenen "followed Accounts"; aber selbst das ist dank des recht zuverlässig funktionierenden Auto-Unfollow Features von Socialtoo.com kaum mehr erforderlich - übrigens ein Feature, das ich bei TweetLater noch vermisse.
Helge blickt besucher-technisch aufs Jahr zurück, Pete formuliert eine universelle Wahrheit, die man gar nicht oft genug wiederholen kann ("Die Welt ist eine rekursive Schleife.") und ich ärgere mich drüber, dass mein gestern gekaufter höhenverstellbarer Samsung Monitor ein fiependes Geräusch macht, mit dem er sich lautstark über meine lärmdämmenden Festplattengehäuse lustig macht. Naja, wenigstens helfen diverse Dubstep-Mixes, ausreichend Ablenkung zu erzeugen, bis ich den Screen nächste Woche umtauschen kann.
10 Jahre Minimalismus, 10 Jahre micromusic.net: gegründet wurde die Seite, neben der die Simpsons plötzlich gar nicht mehr besonders gelb aussehen, 1999: damals saß ich im Lion.cc Büro in der Mariahilferstrasse, kurz später lernte ich die beiden Schweizer Gründer bei einer Veranstaltung in Wien kennen. micromusic.net steht für "Lo Tech Music for Hi Tech People", verschreibt sich der alten Tracker-Philosophie und der freiwilligen Selbstbeschränkung auf 8Bit. Die produziert erstaunliche Ergebnisse, die mittlerweile auch in Form der DVD Get in the Van verewigt wurden:
This greenscreen, animated, live-action, narrative will take you from Brooklyn, NYC to the far edges of the galaxy. Jump up and down to your favorite tunes by Desert Planet, Twilight Electric, Plastic Flesh, and many many more!
Reingucken, wundern und abspacen! Und wer micromusic etwas zum Geburtstag schenken müsste, der werfe einen Blick auf die Microdonations-Seite: die Hostingkosten wollen refinanziert werden. Ich gratuliere ganz herzlich und sehe gespannt dem Output der nächsten Dekade entgegen.
Papier ist an sich, wenn mit ausreichend wenig Chlor gebleicht, ein kompostierbares Material. Aber seine Vernichtung im Office-Kontext erfordert Shredder, die Strom brauchen - also warum nicht einfach einen Paper Shredder via Hamster Power betreiben, fragen der Londoner Design Berater Tom Ballhatchet? Nur 45 Minuten braucht der Nager, um ein Blatt Papier zu zerlegen - und die Fetzerl dienen ihm anschließend auch noch als Ruhebett.
Gehackte Promi-Accounts, zweifelhafte Mash-Ups: sicherheitstechnisch geriet unser liebster Micro-Blogging Service in der letzten Woche ziemlich unter Beschuss. Frank bringt das Problem auf den Punkt:
Das große Problem ist, dass man bei Twitter für die Anbindung externer Dienste dort immer die kompletten Login-Daten angeben muss. So etwas wie einen API-Key oder sonstige externe Authentifizierung über Dritte gibt es bei Twitter nicht. Auch nach vielen Monaten und vielen Beschwerden. Twitter zeigt sich dort wie auch in anderen Punkten sehr unbeweglich und uneinsichtig. Warum das so ist kann man wohl nur spekulieren.
In Kombination mit den bekannten Performance-Problemen (Stichwort "Fail-Whale") drängt sich da durchaus der Gedanken nach einer Alternative auf. Casi fragt:
aus welchem Grund sollte man Twitter nutzen, wenn man woanders genauso viele oder mehr Menschen erreicht und die technischen Bedingungen/Usability zudem die von Twitter bei weitem in den Schatten stellen?
Mit anderen Worten: der Facebook-Chat funktioniert bereits sehr brauchbar, Digsby steht als Client zur Verfügung - also warum nicht zukünftig via Facebook-API "twittern"? Nun, das 5.000-Freunde-Limit könnte ein Problem sein, aber wenn FB das Thema ernsthaft angeht, dann könnte Twitter in der Tat rasch Probleme bekommen.
Aber es gibt auch was Positives zu berichten - dank dem Smashing Magazine ist es ab sofort möglich, Twitter-Kommentare über eigene Postings direkt am Blog darzustellen. Tweetbacks nutzt dafür nicht JavaScript, sondern die Tweets werden direkt in den Datenbank geschrieben und können dann wahlweise gemeinsam mit den "normalen" Comments oder als eigene Liste dargestellt werden:
This plugin imports tweets about your posts as comments. You can display them in between the other comments on your blog, or display them separately.
Die Österreich und die EU haben etwas gemeinsam: beiden Institutionen unterstellt man einen gewissen Hang zur Über-Regulierung. Dieses Thema greift das Wiener Kurzfilmlabel Fairdreht im 15-Minüter "Anschlagsordnung" auf. Wer in Österreich einen Sprengsatz hochgehen lassen will, muss sich in dieser kafkaesken Miniatur erstmal die passenden Stempelmarken und Anträge besorgen. Attentäter: "Wir sind fast pleite wegen der Sache." Beamter: "Sie können ja einen Förderung beantragen: Tiroler Jungbumser Fond, Jungterroristenförderung der Stadt Wien, Franz Fuchs Stiftung..." Einbetten kann man das Video leider nicht, zum Anschauen muss der Quicktime-Codec installiert sein:
Anschlagsordnung.
Ebenfalls nicht schlecht: der 3-Minüter Schreinachten mit überraschendem Ende. Fairdreht ist ein Gemeinschaftsprojekt von Moritz Wallmüller, den ich schon seit der wilden Zeiten bei Lion.cc kenne (er war damals Sänger von Superhero Rockstar) und schreibt Scores für Burgtheater-Inszenierungen. Ich freue mich jedenfalls schon auf weitere Kurzfilme - auch im Zeitalter von you-"quick-and-dirty"-tube heben sich handwerklich gelungene Produktionen wohltuend ab.
More risk, less fun: der Hodenkaiser lehnt sich weit aus dem Linktrading-Fenster, Roberts eBay Auktion kommt ganz wider (mein) Erwarten nicht so recht aus den Puschen und im SEO-Handbuch gibt's Tipps für die Google-Bildersuche: immerhin sind in diesem Bereich mittlerweile 10 Prozent des Gesamtvolumens beheimatet:
Auch wenn der Marktanteil des Bildersuche-Dienstes bei Google mit knapp 10% nicht ganz an die reguläre Google Suche mit ca. 85% heranreicht, so bietet auch sie durchaus eine Möglichkeit zusätzliche Besucher auf die Website zu locken.
Wer über einen SEOMoz-Pro Account oder andere kommerzielle Tools verfügt, weiß um die Wichtigkeit des Keyword Research Bescheid. Hans-Peter aka DieListe stellte diese Woche ein Tool vor, das auch Hobby-SEOs in den Genuss professionellen Trackings kommen lässt. Und das beste daran: ExactFactor ist völlig kostenlos:
ExactFactor ermöglicht es dir, dass du eine gewisse Anzahl von Keywords einträgst samt der Adresse deiner Webseite. ExactFactor wird dann automatisch für dich die jeweiligen Suchmaschinenpositionen ermitteln für die gewünschten Suchmaschinen.
Online Marketer müssen nicht bloß um eine Ecke decken - und em Tipp, auch die gute alte Offline-Welt in den Conversion-Masterplan einzubeziehen, kann ich einiges abgewinnen:
Und hier heißt es für alle Online Marketer anzusetzen und Profit daraus zu schlagen. Wer sich heute über etwas informieren möchte, kommt um das Internet und gezielt um Google nicht mehr vorbei. Hier heißt es also Landing-Page optimieren und entweder über Suchmaschinenoptimierung möglichst weit oben listen, oder den Weg über gebuchte Anzeigen gehen.
Schon die "News" auf frühen mittelalterlichen Flugblättern wurden meist gesungen - musikalisch unterlegte Fakten scheinen sich eben besser einzuprägen. Dies gilt auch für das wunderschöne Lied The 3 Rules of the Internet von Jonathan Mann: "The internet is a less than physical space, containing a multitude of opinions on a wide variety of subjects... written by mostly assholes." [via monochrom]
Und das war's auch schon wieder für diese Woche - Weihnachts-Blähbäuche und Sylvester-Kater sind auskuriert, die Blogosphäre kommt langsam wieder auf Touren - und so lang's draußen so grau und kalt ist, gibt's weniger Gründe als im Sommer, die virtuelle gegen die reale Realität einzutauschen. In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Sonntag, wir lesen uns morgen.
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Update: Twitter hat sich in den letzten 12 Monaten stark verändert - aufgrund der Anzahl der Spam-Accounts macht die Twitter Auto-Follow Liste, die eine Zeit lang ziemlich gut funktioniert hat, keinen Sinn mehr. Ein ausführlicheres Statement dazu gibt's auf datadirt.
Heute habe ich auf datadirt ein kleines Experiment gestartet: analog zu den bekannten und beliebten dofollow-Blog Listen habe ich eine Aufstellung von Twitter-Auto-Follow Accounts begonnen. Bekanntlich kann man mittels Services wie Tweetlater und anderen Mash-Ups den eigenen Twitter-Account so konfigurieren, dass man jedem neuen Follower automatisch zurückfolgt. Die Liste wird ausschließlich solche Autofollow-Accounts umfassen inklusive jeweils drei Tags zur groben thematischen Einordnung - wichtig für gezielte Nischenarbeit. Diesen Beitrag weiterlesen »
Der immens populäre Micro-Blogging Service Twitter sorgt in den ersten Wochen der Benutzung für das klassische "w00t?" - aber die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten erschließen sich schnell. Twitter eignet sich nämlich nicht nur zur privaten Echtzeit-Kommunikation und als Chat-Ersatz, sondern stellt auch ein exzellentes Marketing-Service dar. Um der eigenen Homepage via Twitter mehr Besucher zu verschaffen, ist es allerdings erst einmal erforderlich, möglichst viele Followers zu sammeln. Wie das ohne Spam-Software und Sperrung des eigenen Accounts funktioniert, erkläre ich im folgenden Podcast, außerdem habe ich einige nützliche Links für Power-Tweeter zusammengestellt.
Twitter fehlen zwei ganz wesentliche Features: erstens kann man keine Gruppen-Feeds erstellen und zweitens bietet die Seite nirgendwo Statistiken über die eigenen Followers an. Auf die Gruppen werden wir wohl noch eine Weile warten müssen, das zweite Problem hat Twitterless elegant gelöst: der Service versorgt Pro-Tweeter und interessierte Laien mit enorm hilfreichen Zusatzinfos.
Wer die Übersicht über Unfollows und den zeitlichen Verlauf seiner "Fanbase" behalten möchte, wird auf twitterless nach kurzer Zeit nicht mehr verzichten wollen:
Twitterless will notify you when somebody stops following you and tell you who it is and your follower history is graphed out over time. Find out why you're losing or gaining followers.
Die Unfollow-Infos kommen als direct tweet, auf Twitterless selbst werden hochinteressante Zusatzfeatures angeboten: man kann die eigenen Followers nach Keywords filtern bzw. deren Posts durchsuchen - unglaublich hilfreich sowohl für die Jedi Knights als auch Sith Lords. Wer immer schon mal wissen wollte, wo seine Kontakte (vorgeblich) ihren festen Wohnsitz haben, wirft einen Blick auf das Google-Map Mash-Up.
Auch an Faule (und Twitter-User mit sehr vielen Followers) hat Twitterless gedacht: das den Regeln der Web 2.0 Höflichkeit entsprechende Follow-Back lässt sich anhand verschiedener Kriterien automatisieren:
Twitterless also provides mechanisms to auto-follow or auto-block users based on criteria you specify. Stop spammers and build your friends list without putting in any effort of your own.
Eher ein nettes Gimmick ist die Zusatzfunktion, direkt aus der Firefox-Adressezeile heraus zu tweeten - ich bevorzuge da ohnehin Twhirl am PC und TinyTwitter unter Windows Mobile.
Selbstverständlich befindet sich der Service in der Betaphase. Für die Registrierung ist also ein heiliger Beta-Code erforderlich. Um den zu erlangen, muss man reinen Herzens sein, einen Drachen besiegen und dessen Eingeweide unter einer dreijährigen Fichte vergraben. Die erste Taube, die man anschließend mit einer magischen Steinschleuder erlegt, hat den Code im Schnabel. Die weniger spektakuläre Möglichkeit wäre, tless auf Twitter followen und ein wenig Geduld aufbringen - mein Code traf nach eineinhalb Tagen ein. Für die nächsten Wochen und Monaten haben die Betreiber außerdem zusätzliche Features angekündigt: wenn da noch so etwas wie eine "Gruppenverwaltung" mit eigenen Tweet-Feeds dazukommt, dann wär Twitterless in der Tat die wollmilchfressende Eiersau. Mit oder ohne Tauben-Abschuss.
Die Firma Orbster beschäftigt sich mit der Entwicklung von Location-based Services. Im Mai diesen Jahres startete die Betaversion von GPS Mission, einem Geo-Location Portal für Spielernaturen, die ihrem Hobby lieber im Freien statt in virtuellen Computerwelten nachgehen. Waren GPS-Empfänger noch vor wenigen Jahren Nerd-Spielzeug oder Luxus-Gut, so verfügen so gut wie alle aktuellen Smartphones über eingebaute GPS-Sensoren, und die machen derartige location-based-games überhaupt erst möglich.
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Der Traunsee rockt panoramatechnisch ganz gewaltig (im Wasser war ich nicht), das alte Kloster präsentierte sich als extra-tolle Location und nach einigen Monaten Barcamp-Pause fühlte es sich toll an, mal wieder eineinhalb Tage mit intensiven Diskussionen zu verbringen. Erstmal ganz herzlichen Dank an Fast-Allein Organisatorin Meral: alles hat perfekt geklappt, und was mir besonders gut gefallen hat: diesmal standen keine Projekt- oder Start-Up Vorstellungen im Vordergrund, sondern die meisten Sessions beschäftigten sich reflexiv mit aktuellen Entwicklungen. Ein paar Vorträge und viel Diskussion: Ablauf und Größe trafen genau meinen Geschmack.
Mich interessiert naturgemäß vor allem, wie sich Blog-Publishing Formate weiterentwickeln - Andi Klinger und ich haben dazu eine kleine Diskussion angestoßen, und zwar im Hinblick auf die immer populärer werdenden Aggregatoren-Services á la Friendfeed. Bekanntestes Beispiel in Österreich ist sicherlich Christian aka Phreak 2.0, der sein Blog vor kurzem zu einem "Actionstream" umgemodelt hat. Andi glaubt, dass neue Services die Stärken von Microblogs (etwa das rasche und unproblematische Posten á la Soup), Aggregatoren (Friendfeeds Social-Komponente) und "klassischen" Publishing Formaten in sich vereinen werden. Ich bin mir, was die Zukunft von Sammel-Streams betrifft, da durchwegs nicht so sicher. Ich selbst schätze ausführliche Postings, die zu einem bestimmten Thema eine echten Mehrwert bieten: aggregierte Feeds sehe ich eher als "Sideblogs" an. Sehr spannend wird übrigens die weitere Entwicklung von WordPress: die Vorstellung, dass aus dem Blog-CMS in gar nicht ferner Zukunft eine Art distributed Social Network werden könnte, lässt Freunden von Dezentralisierung und Rootservern (bei diesem Verein bin ich auch Mitglied) das Wasser im Mund zusammenlaufen... und BuddyPress, eine geniale Idee der WordPress-Macher, geht genau in diese Richtung. WP wäre dann nicht bloß ein Blog-CMS, sondern auf Wunsch ein kleiner "pluggable hub": dass sich Funktionen wie Userbildchen (Gravatar), Software Updates (Plugin Repository) und Spam-Bekämpfung (Akismet) über optionale teil-zentralisierte Services abwickeln lassen, zeigt sich schon jetzt. Mit OpenID steht ein globales Login zur Verfügung - eigentlich liegt's also nahe, auch die Social-Network Features bzw. das persönliche Profil samt Kontaktmanagement etc. über die eigene Page abzuwickeln.
Einziger Wermutstropfen: BuddyPress wird für WordPress MU (MultiUser) entwickelt, aber ich bin sicher, dass zentrale Funktionen kurz nach dem Release via Plugin auch für self-hosted WP-Seiten zur Verfügung stehen werden. Ganz im Gegensatz zu allen Unkenrufen vom Tod des Bloggens kann also von Stagnation gar keine Rede sein - ganz im Gegenteil. Berichte vom Barcamp gibt's bisher bei Robert, im Almstudio und beim Bindestrich, weitere Postings werden sicherlich folgen.
Michaela war diesmal leider nicht dabei - und wer wäre ungeeigneter als ich, um über die modische Dimension des BC zu berichten? Dennoch nahm ich die schwierige Aufgabe an und präsentiere voller Stolz die Barcamp Traunsee Schuh Gallerie! Die Dichte an Manolo Blaniks war übrigens relativ niedrig - der modebewusste Web 2.0 Geek trägt meist Lederschuhe oder Turn-Fußbekleidung mit einem dezenten Retro-Touch. Gummisohlen sind bei einer derart hohen Dichte an Netzteil-Kabeln am Boden ein absolutes Muss!
Ich war ausgesprochen glücklich darüber, mit dem Motorrad trocken nach Hause zu kommen - ein Stückchen Traunsee hab ich allerdings mitgenommen: ein großes Dankeschön an Axel, der Max und mir heute Früh fangfrische Reinanken besorgt hat. Diese nicht züchtbaren Süßwasser-Fische haben ein feines, weißes Fleisch, sind etwas fetter als Forellen und gelten als Delikatesse: das kann ich nur bestätigen: frische Kräuter und Meersalz in die Bauchhöhle, ein bisschen Olivenöl und dazu Petersilkartoffel: yummy! Zwei meiner Favorite-Fischrezepte folgen übrigens demnächst.
Fazit: Wär ich Wiener und/oder Krocha, müsste ich an dieser Stelle "superleiwand, Oida - Bamm" schreiben, aber so bleibt mir nur zu sagen: thx an alle Beteiligten für ein tolles Wochenende! Von jedem Barcamp hab ich bisher eine Menge Denkanstöße mitgenommen, denn diese Wochenenden sind sowas wie Durchlauferhitzer für Ideen-Mash-Ups: genau das liebe ich daran und ich freu mich schon sehr auf das CastleCamp Kaprun im September und aufs Barcamp Vienna bei HP im Oktober.