Achtung, Podcast voraus: zum zweiten Mal berief Michi heute eine fast spontane Zusammenkunft der Wiener Runde ein; ihr gehören neben fast allen Mitgliedern des ÖIR noch weitere exzellente Experten auf dem Gebiet digitaler Großartigkeit an. Den Audiomitschnitt gibt's demnächst, wir hatten während der Diskussionrunde ausgiebig Gelegenheit, unsere diversen Webcam-Effekte zu testen und über das Retro-Thema "E-Mail: liebe deinen Klammeraffen wie dich selbst" zu diskutieren. Außer Judith, aber der benutzte einfach ihren echten Kater:

Gruppendynamik, Systemtheorie, Sprachgestus, Eigenwahrnehmung, Verhaltensanalyse, Typenzuordnung, Kommunikationsquotient, emotionale Intelligenz, Selbst- und Fremdbild... sind die Arbeitsfelder von Kommunikationsberatern unterschiedlichster Couleur. Eine breite Skala zwischen dem jämmerlichen NLP und spaßigen Outdoor-Kletterübungen schult und sensibilisiert, wird aber per sofort überrollt vom Twitter Quotienten: denn der stellt völlig "unbiased", frei von jeglichem kulturellen Background und allfälligen Animositäten, eine erschreckend schonungslose Diagnose.
Microblogging liefert nämlich nicht nur 140 Zeichen, sondern auch die volle Persönlichkeitsanalyse, wie ich von Metty (natürlich aus einem tweet) erfahren habe. Und die deprimierende Wahrheit folgte auch gleich auf den Fuß: Max wird weniger gehasst als ich, weil und er twittert viel häufiger. Allerdings ist er auch dran schuld, dass Twitter so häufig down ist:

PS: Das Favorite-Concept halt ich für überschätzt... aber der schlechteste Trafficbringer ist Twitter nicht gerade....
"Oida, bamm, Krocha, Oida!" Trendforscher schätzen die neue Jugendkultur aus Wien als relativ kurzlebig ein, weil Wien "nicht die Stadt ist, in der internationale Trends entstehen." Stimmt - das ist Innsbruck, dort kommt doch DJ Ötzi her, oder? Jedenfalls berichtet nun schon der Spiegel über die markenbewussten Palästinensertuchträger.
Durch einen Artikel von Andy Beard über bezahlten Content bin ich auf die Don't be an idiot Initiative gestoßen: sozusagen die sympathische Kurzform des in den USA vieldiskutierten "Code of Conduct" für Diskussionen zu Blogartikeln:
Apparently, we must remind ourselves of basic good human behavior. Is this really anything more than basic common sense, deserving of a code of conduct? We think not! [...] It covers everything from being an ass, to spamming, to link dropping. In fact it carries over into real-life as well. You can't go wrong with this one. Feel free to use it on your own blog and in your own life, as you see fit.
Höllisch kewler Stuff: wenn man alte stereoskopische 3D-Aufnahmen via Animated gif im richtigen Tempo "wackeln" lässt, stellt sich der 3D-Effekt ebenfalls ein. Klingt abstrakt? Sieht so aus:

Mehr solcher Bilder gibt's hier, gestoßen bin ich auf die New-Oldschool-Stereogramme bei Max.
Was passiert, wenn man einen eingeschworenen Drumandbass-Fan plötzlich unerwartet Rockmusik hören lässt? Einige AbonenntInnEn der österreichischen Breakbeatpostille wissen es seit dieser Ausgabe - soeben erreichte mich folgender charmanter Absatz:
Der aktuellen elften Ausgabe von resident liegt eine falsche Mix-CD bei. Das Presswerk hat NICHT den Danny Byrd Mix verwendet, sondern eine uns bis dato unbekannte Zusammenstellung aus rockartigen Einzelstücken. resident ist um eine schnelle Aufklärung bemüht, viel wichtiger ist aber der Ersatz für alle Käufer und Abonnenten von Exemplaren mit falscher CD. Natürlich gibt es adäquaten Ersatz. In Kürze dazu mehr Informationen.
Hehe... wir sind um eine schnelle Aufklärung bemüht! Den Satz kennen wir doch irgendwo her. Ich hoff, die Rockmusik hinterlässt bei den Headz keine bleibenden Schäden!
Vom Semantic Puzzle hab ich Unterstützung bekommen in punkto Google-Seelenkäuferei. Ich kann's ja kaum glauben, dass so gut wie niemand Tante G. den Vogel zeigt. Nochmal in Kurzform: wer beim Favicon-Contest mitmacht, gewährt Google eine immerwährende
...license to your name, voice, image, persona, likeness and performance in any media taken or to be taken of you by or on behalf of Google.
Erinnert mich wirklich ganz stark an die (angeblich verdammt lässige, ich hab's ja nicht gesehen) US-Serie "Reaper", die in Europa noch nicht läuft... nur dass hier wohl niemand todkrank ist und seine Seele verkaufen muss :devil:
Bleibt mir also nur mehr, einen geruhsamen Wochenend-Ausklang und für die kommenden Tage ordentlich Hitzeresistenz zu wünschen!
Jana hat Michael Gursteins Vortrag über Community Informatics zusammengefasst, Max hat einen spannenden Beitrag über alternative Printmedien-Distribution verfasst und die EM hat unbarmherzig begonnen. Mir ist es am Wochenende quasi vollständig gelungen, mich jeglicher Fußball-"Emotion" zu entziehen: kein Wunder, ich habe Stunden vor UltraEdit verbracht, bis ein vier Tage alter DB-Dump endlich wieder vollständig auf UTF-8 umgebaut war. Die Teufelin steckt bekanntlich immer in den Details - soviele Search-and-Replace Operationen hab ich noch nie innerhalb von 48 Stunden durchgeführt... Falls jemand weiterhin Troubles mit der Darstellung der Sonderzeichen haben sollte, bitte ich um einen Hinweis.
Ha, von wegen Knight Rider 3, 4 oder 5.000: der originale Kitt lebt mittlerweile in Wien, wir haben ihn am vergangenen Wochenende im 22. Bezirk an der Tankstelle gesehen; natürlich tankt Kitt nicht, ich glaube, er wollte sich nur ein wenig mit anderen Autos unterhalten. Leider ging alles so schnell, dass es nur für eine jeweils abgeschnittene Vorder- und Rückansicht gereicht hat. Möglicherweise kann Kitt so aber auch besser um die Ecke fahren.

Wenn Typographie, Oberflächendesign und Print-Materialkunde auf engstem Raum zusammentreffen, dann entsteht im besten Fall eine Visitenkarte, die bleibenden Eindruck hinterlässt. Creativebits hat einige der schönsten Exemplare ausgestellt - wenn man diese Exemplare sieht, dann hält sich plötzlich die Freude mit den günstigen Vistaprint-Cards in relativ engen Grenzen
Wenn unser Planet durch Überhitzung (der Treibstoffpreise?) und/oder andere umwelttechnische Katastrophen längst vernichtet sein wird und kein Menschlein mehr auf der Erde verbleibt - also in circa. 75 Jahren - wird OpenID kein Thema mehr sein. Auf Blogoscoped gibt's eine köstliche Internet-FAQ aus der Zukunft - hier ein kleiner Auszug:
What was the internet?
The internet and the world web was a computing system to transfer human information. Scientists have based its beginning to the years 1920 to 1940.What was electromail?
Electromail was another transport protocol to transfer human information, but it was quickly discontinued as it caused misunderstandings due to lack of correctly representing emotions.What were world web sites?
A so-called world web site consisted of an address of its owner to locate their physical business location, as well as other miscellaneous transmitting of human information that was considered important at the time. The protocol used to decode the information was called hypertext, and as its standards changed quickly over the years, it is impossible to decode most of the information contained within.
"Bayan, des samma mir," singen Rammstein auf ihrem neuesten Album, wie dieses Video unwiderlegbar beweist:
In diesem Sinne wünsch ich eine unvorstellbar angenehme Woche ohne Datenbank-Katastrophen und sonstige Unbillen... ab Montag geht's hier auf datenschmutz wieder normal weiter. Sorry, falls der eine oder andere Kommentar aus den letzten drei Tagen verloren ging - da steckt keinesfalls System dahinter! :twisted:
| 26. Mai 2008 | ||
| 19:00 | bis | 22:00 |
Heute Abend kommen die Freaks raus und treffen sich ausnahmsweise mal offline. (Ne, stimmt gar nicht. Eigentlich treffen wir uns eh dauernd offline.) Thanx to the one they call the Eric Eggert geht heute im WerkzeugH in der Schönbrunnerstraße wieder ein Wiener Webmontag über die offene Bühne: etlichen spannende 5-Minuten-Vorträgen - vorwiegend zu den Themen Twitter und Accessibility - folgt eine Socializing.
Max wird twitsay vorstellen. Um sieben beginnt das Aufwärmtraining, von halb acht bis halb neun stehen die Vorträge am Programm. Vorbeikommen kann jeder - für Schnellentschlossene geht's hier zur Ameldeliste.
Btw: wer auf der Suche nach einem Sommerjob ist, sollte mal im WerkzeugH vorbeischauen - dort werden nämlich zur Verstärkung des EM-Wahnsinns Kellnerinnen gesucht.
Die Schwarmintelligenz trat bei den gestrigen Digitalks in verschärfter Form auf: den Vortrag von Thomas Fundneider hab ich leider verpasst, Werner Buhre sprach über das Gewicht von Haselnussdosen und die Crowd lag fast richtig.
Alle Präsentationen gibt's auch online, siehe den Beitrag auf digitalks. Wir mussten allerdings nicht nur das Gewicht besagter Nüsse schätzen, sondern auch in Kleingruppen ein medialer Kleidungsstück crowdsourcen. Helge, Max, Andi, Jürgen und ich haben uns dabei ein geniales Device ausgedacht: die Twitter-Socke: mittels piezoelektrischer Kristalle lädt sie sich beim Gehen auf und verschickt mit dem eingebauten, autarken GSM-Sendeteil jedesmal ein Tweet, wenn sie genug Strom gesammelt hat - mit dem Inhalt, dass wieder genug Strom gesammelt wurde, um eine Twitter-Meldung abzusetzen; in der Version 2.0 vielleicht sogar geocodiert, obwohl wir unschlüssig darüber sind, ob dies dem selbstreferentiellen Zweck nicht eher abträglich wäre.
Allerdings tauchten leise laute Zweifel daran auf, ob wir überhaupt an einem Crowdsourcing-Experiment teilgenommen haben - oder doch bloß an einer klassischen Brainstorming-Session. In der Tag geht's beim Crowdsourcing ja primär darum, simple Tätigkeiten an den "Kunden" auszulagern; oder wie Helge es so schön formulierte: das Wählscheibentelefon wurde anno dazumal erfunden, weil die freundlichen Damen vom Wählamt irgendwann mit den vielen Gesprächen und dem dauerenden Umstecken der Relais überfordert waren... ein spannendes Beispiel aus der Gegenwart ist etwa das Mechanical-Turk Programm von amazon. Wer Crowdsourcing falsch versteht, könnte in der Tat auf die Idee kommen, die Vorstellung, dass sich die breite Masse niemals irre, habe was faschistoides an sich - aber um dieses Rechthaben geht's gar nicht, sondern um Error-Margins, Normalverteilungen und Kosteneffizienz. Aber wie auch immer - hier ein paar fotografische Impressionen des gestrigen Abends:
Eric aka Yatil zeigte sich wenig angetan von Ciscos ThinkAloud Unkonferenz und auf gammelfleisch.at gibt's ein exklusives Originalrezept für Smörebröd: was will man mehr von einer wetterlaunigen ersten Aprilwoche?
Der One Smart Space schloss seine Pforten, wie ich heute via Mailzusendung erfahren habe. Auf der zugehörigen Homepage allerdings werden noch TeilnehmerInnen für zukünftige (virtuelle?) Workshops gesucht:
Sollten Sie Interesse haben an einem der zukünftigen Workshops teilzunehmen senden Sie uns doch ein Mail mit Ihrem Alter und ein paar Zeilen zu ihrer Person an smartspace [at] one.at.
Sie springen nicht über Hürden, trotzdem ist der Blick am Ende einfach priceless. Ich freue mich außerordentlich, in Kooperation mit der berühmten österreichischen Filmemacherin Pam das erste Full-Length Feature Movie der datadirt Hollywood Ventures vorzustellen:
Der Lamborghini Reventon hat vier, ein Tornado aber nur drei Reifen. Dafür aber zwei Flügelchen; unter den Wolken / muss die Geschwindigkeit wohl grenzenlos sein", wie das folgende Hase-Igel-Wettrenn-Video demonstriert:
Es geht allerdings auch spektakulärer: bei Max hab ich dieses Video eines unglaublichen Autounfalls (mit weitgehend unverletztem Fahrer) gefunden:
In diesem Sinne wünsch ich einen produktiven und durchaus ein klein wenig unspektakuläreren Wochenbeginn - wir lesen uns morgen.
Helge firefoxed im 3er Style, weist (und das ist schon längst fällig!) auf die frappanten Ähnlichkeiten von Charleston und Krocha hin und wird von DaddyD in den Starstatus erhoben, Marie bringt im Alleingang ihre Verfassungsbeschwerde gegen das Sicherheitspolizeigesetzt ein (toi-toi-toi! Details gibt's auf Platterwatch), Dieter präsentiert eine spannende Jail-Art Ausstellung hin sowie die aktuelle Testimonial-Kampagne meines Lieblingsmagazins Datum - Blogosphäre-Business as unusual eben.
Mein ehemaliger Studienkollege Klaus Stimeder, inzwischen Chefredakteur des imho bei weitem lesenswertesten österreichischen Magazins, hat mit Roger Köppel gesprochen. Der Chefredakteur und Verleger der Schweizer Weltwoche spricht über seine Vorliebe für radikalen Neoliberalismus und bringt ein wenig Außenperspektive in die Beobachtung der österreichischen Medienlandschaft - auch wenn ich persönliche die riesige Bewunderung für die Printprodukte der Fellner-Brüder noch nie teilen konnte. Das komplette Interview gibt's am Online-Standard.
Erste konkrete Ergebnisse von Platterwatch.at werfen kein gutes Licht auf das Parkverhalten des Herrn Innenministers: beim Polizeiball stellte er sein Dienstauto, auch nachzulesen auf Bizeps.or.at. Zwar gilt die StVO theoretisch wohl auch für den Innenminister, der ja bekanntlich im eigenen Land keine diplomatische Immunität genießt, aber dass die zahlreich anwesenden Uniformierten ihren Oberchef zur Kasse baten, darf doch als sehr unwahrscheinlich gelten.
Georg hat recht: die österreichischen eiFon Tarife machen durchaus Sinn, mit 1000 Inklusivminuten kann man durchaus ein Weilchen schnacken und mit 3 Gigs das eine oder andere .txt-File runterladen. Der hiesige Mobilfunkmarkt ist dank seiner Überschaubarkeit, hoher Penetration und mehreren Big Players äußerst kompetitiv und die Gewinnmargen entsprechend gering, das zeigt sich auch bei diesem Tarifmodell. Wenn denn überhaupt Zeit bleibt zum telefonieren
Sie konnten damals in den 90ern diese 3D-Bilder nie sehen und hielten die gezielte Schielerei schön langsam für eine Verschwörung des Rests der Welt gegen Sie? Leider sind besagte kulturelle Artefakte fast gänzlich verschwunden, aber Max bietet eine erneute Gelegenheit zum Scheitern - und hat eine Anleitung für die 3D-Selbstbau-Brille parat. Übrigens: das datenschmutz-Logo ist natürlich auch ein 3D-Bild. Wer den verborgenen Text lesen kann, gewinnt 1 1/2 Trackbacks!
Wie dieses Video ein für allemal beweist - nur leider können wir ihre Sprache nicht verstehen:
Aber glücklicherweise gibt's ja das Internet, und ein Kätzisch-Kundiger hat für alle weniger tiersprachen-talentierten Youtuber die englische Übersetzung angefertigt:
In diesem tiervölkerverständigenden Sinne wünsche ich unvorstellbar erfüllende restliche 60 Sonntagsminuten und absurd viel Energie, um der langsam aber sicher übermächtigen Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken
Der Sonntag neigt sich dem Ende Zug und Europa bejubelt seinen neuen (und zugleich den allerersten) Faceball Meister. Martin hat jahrelang hart für diesen Erfolg trainiert - dass für die neue Trendsportart aus den USA noch keinerlei Doping-Einschränkungen gelten, dürfte die ganze Sache allerdings durchaus erleichtert haben. Spannung, sportliche Höchstleistungen und Ballakrobatik vom allerfeinsten - mit einem Barcamp Senza Confini kann eben keine Fußball-EM mithalten
Meine Aufstiegschancen hat Max zunichte gemacht... die Revanche folgt im nächsten Jahr. Das Barcamp ging mit der erwähnten Meisterschaft am Sonntag zu Ende (Fotomaterial wird's massig geben), wir hängten dann noch eine letzte 4stündige Session im Intercity nach Wien dran - ohne Strom und Netz und ganz analog. Grosso Modo war das Klagenfurter Barcamp etwas intimer als die Wiener Ausgabe und thematisch nicht ganz so intensiv, dafür aber ausgesprochen chillig. Gemeinsam mit Max hab ich am Nachmittag eine kleine Session zum Facebook Advertising und Naymz gehalten - sehr spaßig: die FB Ad-Applikation gibt tiefe Einblicke in die derzeitige demographische Struktur der schnellst wachsenden Social Networks. In Zahlen ausgedrückt: knapp über 80k Ösis treiben sich derzeit im Netzwerk Austria rum - wider Erwarten ist die Marktdurchdringung eine ganze Latte höher als in .de: nur knapp 1/2 Million Deutsche haben bisher Profilpages angelegt, das entspricht unter rund 0,7% der Gesamtbevölkerung im Vergleich zu einem Prozent in Österreich. Über das Thema "Facebook-Marketing" werd ich demnächst einen Beitrag schreiben... die Preise sind derzeit einfach so dermaßen konkurrenzlos günstig, dass ich sofort eine neue datenschmutz-Kampagne geschalten habe: besagte 80.000 Österreicher zu erreichen kostet gerade mal ein paar Euros - fascinating stuff, Details asap. Harte Zeiten jedenfalls für Schaltagenturen...
Am Vormittag sammelte Heinz Wittenbrink Ideen fürs kommenden Politcamp in Graz, das ich auf jeden Fall besuchen möchte - dürfte eine spannende und vor allem hitzige Veranstaltung werden, vor allem dann, wenn's tatsächlich gelingt, dass ÖVP-Baseheads auf grüne Idealisten treffen. Übrigens war jede Menge Action auf der Uni - keine Ahnung, was die Klagenfurter StudentInnen während der Semesterferien und dann sogar nach am Sonntag in den Hörsaal treibt... Berichte online gestellt haben bisher Achim vom Almstudio, Stefan, Martin, Horst, EolRuin und Max. Christian widmete sich der kulinarischen Seite (hm, die Pizza war in der Tat *sehr* lecker) und selbstverständlich hab's auch einen Twitter-Feed. Mittlerweile sind auf FlickR auch schon jede Menge Fotos online, und dChris hat seinen Panorama-Shot veröffentlicht.
Herzlichen jedenfalls an Georg Holzer und Ed Wohlfahrt für die Organisation von Senza Confini - für einen Badeausflug an den Wörther See fehlten zwar noch einige Grade, aber abgesehen davon war's ein sehr entspanntes und nettes Camp. Die Kamera hab ich leider vergessen, aber dafür gibt's einen ganz spezielle Screenshot aus FB

Erste Lektion: wenn man auf ein Barcamp fährt, das um 9:00 beginnt, sollte man morgens nicht im Hotelzimmer seine Mails checken. Sonst kommt man womöglich zu spät und verpasst einige interessante Vorträge... so wie ich heute in Klagenfurt. Und dann kann man auch nix berichten über die vormittäglichen Sessions.
Die zweite Tageshälfte dagegen verstrich schon wieder so rasant wie in Wien. Möglicherweise sind Barcamps ja gar keine "Unkonferenzen" der Internet-Szene, sondern bloß eine Betatest zur Erprobung eines neuen Flux-Kompensators, der 6 Stunden zu einer verkürzt
Max präsentierte seinen aktuellen Research zum Thema Blogvisualisierung; der Vortrag in Wien ist zwar erst eine Woche her, aber das Java-Interface hat seitdem bereits einige gravierende Upgrades erhalten; ich bin sehr gespannt, welche Anwendung Max aus den gewonnen Verlinkungs-Daten basteln wird.
Witzigerweise folgte gleich im Anschluss der Vortrag von Zemanta. Das slowenische Start-Up schlägt in die exakt gleiche Kerbe - der Slogan des Projekts lautet "...helping you tell a story", und genau wie Max' beschäftigen sich die beiden Firmengründer mit einem der zentralen Themen des Web 2.0: Wie können zu einem gegebenen Artikel relevante, thematisch ähnliche Informationsressourcen gefunden und dargestellt werden? Zemanta geht über herkömmliche Tags weit hinaus und stellt die eigene Software für alle gängigen Systeme als Plugin zur Verfügung. Wer kein self-hosted Blog betreibt, sondern seine Web-Tagebuch bei Blogger & Co. schreibt, soll nicht vom Netzwerk ausgeschlossen bleiben: ein Browser Plug-In für Firefox macht das Matching möglich.
Derzeit läuft die private beta, Max hat einen API-Zugang bekommen - daraus dürfte ein hochinteressantes Mash-Up resultieren. Wichtiges Prinzip bei Zemanta: die API wird bewusst offen gehalten, wer auf die Daten zugreifen und mit ihnen weiterspielen möchte, das das - im Gegensatz zu herkömmlichen Aggregatoren - gerne tun. Der öffentliche Release folgt im Frühjahr, die beiden Gründer konnten ausreichend Venture-Kapital lukrieren, um ihr Projekt in den nächsten Monaten zur "Marktreife" zu entwickeln - wobei sehr unterschiedliche Revenue-Modelle in Frage kommen. Sehr sympathisches Projekt, von dem man demnächst garantiert noch einiges hören wird.
Nach den 5-Minuten Lightning Talks wurde in der Pizzeria intensiv weiterdiskutiert - morgen geht's weiter mit der europäischen Faceball-EM, und am Nachmittag werde ich barcamp-gemäß die passive Besucherrolle verlassen und gemeinsam mit Max eine Session zum Thema Facebook-Marketing gestalten.
Der SommerSoundTrack ging am Sonntag zu Ende, inzwischen hab ich die GewinnerInnen der sechs Alben gezogen - sobald ich alle Real-World-Adressen eingesammelt habe, verlassen die CDs auf dem Postweg das datenschmutz Headquarter. Wer diesmal kein Glück hatte, kann noch bis zum 11. November sein Glück bei der Supershirt Verlosung versuchen, außerdem gibt's demnächst das neue Remix-Album von Fadi Dorninger, Rodney Hunters zweites Soloalbum und einiges mehr zu gewinnen.
Danke nochmal an alle TeilnehmerInnen - und so sieht die Liste der GewinnerInnen aus: