Die Neigungsgruppe Internetforschung des Graduiertenzentrums der Sowi-Fakultät Wien steht auf zusammengesetzte Genitiv-Konstruktionen — und betreibt dank Sigrid in kollektives Weblog.
Heute abend startet die erste Ausgabe der Neuauflage des Club 2. Der österreichische Medienphilosoph Frank Hartmann, Gast in der Diskussionrunde, stellt Überlegungen zu Medien, Paradoxien und medialen Paradoxien an.
Er schreibt Bücher, die sich der klassischen bibliothekarischen Einteilung widersetzen, merkte Gastgeber Claus Pias vor Friedrich Kittlers Vortrag an. Irgendwo zwischen Literaturwissenschaft, Kultur-, Technikphilosophie und Medienwissenschaft beschäftigt sich Friedrich Kittler mit den “Materialitäten der Kommunikation”. Im gestrigen Vortrag am Wiener NIG skizzierte der deutsche Philosoph die Grundzüge seiner Theorie.
Publikationen wie “Film, Grammophon, Typewriter” oder die “Aufschreibesysteme” machten FK zum Star unter den deutschen Medientheoretikern. Ein …
Über die Geschichte des Feuerwerks als öffentliche Aufführung, über mediale Anarchäologien und Variantologie-Forschung sprach Siegried Zielinski heute abend in seinem höchst kurzweiligen Vortrag. Claus Pias, Professor für “Erkenntnistheorie und Philosophie der Digitalen Medien”, hatte den deutschen Kuriositätensammler, wie er sich selbst bezeichnet, im Rahmen seines Seminars Was waren Medien? nach Wien eingeladen.
Zielinski studierte Theaterwissenschaft, deutsche Philologie, Linguistik, Soziologie, Philosophie und Politologie in Marburg, …
Gestern verstarb der französische Philosoph und Soziologe Jean Baudrillard nach längerer Krankheit in Paris. Geboren wurde der “große postmoderne Bilderstürmer”, wie ihn die SZ nennt, am 20. Juli 1920 in Reims. Seine Text über Simulation und Virtualität gehören zum Standardrepertoire des medientheoretischen Kanons — “Kool Killer oder Der Aufstand …
…ist ein postmoderner Autor, so man Deleuze, Guattari und Co. glauben darf. Die Dekonstruktion der auktorialen Autorität, das Zurücktreten und schlußendliche Verschwinden des Autors hinter den seinen Text gilt als eines der Leitmotive und Aktiva postmodernen Kulturschaffens. In einem aktuellen Artikel in Philosophy Now stellt Alan Kirby die Behauptung auf, dass diesesParadigma seiner Historisierung entgegen blickt, und durch kollaborative Arbeit am Text abgelöst wird.
In seinem …
Nachdem der Jahreswexel hoffentlich gut überstanden worden ist, hören wir nun kollektiv wieder auf zu rutschen — neue Projekte wollen angegangen werden, und für die braucht’s einen festen Stand. Nicht alles konnte im letzten Jahr erledigt werden: Sting etwa trat noch immer nicht für einen schlechten Zweck auf, obwohl schon über 50 Euro auf monochroms …
In seinem aktuellen Essay “Produzieren und Prozessieren von Bildern” schreibt der Kulturphilosoph Frank Hartmann eine Diskussion um die Fotografie fort, die den Abbildungscharakter des Bildes nachhaltig in Frage stellt. Der Essay bewegt sich in der Tradition von Walter Benjamin und Vilém Flusser, die in ihren Schriften stets auf die Spezifika technisch generierter Bilder hinwiesen — diese seien eben gerade keine Abbilder der Wirklichkeit, sondern wirken als …