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Artikel-Schlagworte: „Metatags“

Blogistan Panoptikum KW07 2009

Blogistan PanoptikumWillkommen beim sonntäglichen Blogistan-Panoptikum, diesmal quasi live aus Dorfgastein. Coolerweise hat Kerstin, die Tochter des Hauses Kirchenwirt, endlich wieder eine Bar aufgesperrt, und zwar direkt beim Schwimmbad. Eine Alternative zur Kuh-Bar, meiner persönlichen Vorstellung von Party-Apokalypse, war sowieso längst überfällig - und ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, in DoGa einen erstklassigen Mojito serviert zu bekommen. Morgen geht's auf den Berg, aber vorerst noch die Blogosphären-News der Woche:

Feedburner wird bei Google-Services integriert

Schon so mancher hat sich gewundert, warum Big G den vor längerer Zeit erworbenen RSS-Aggregator Feedburner als eigenständiges Service weiterleben ließ, anstatt ihn ins eigene Service-Portfolio zu integrieren. Nun denn, die Verwunderung fand letzte Woche ihr jähes Ende: die Seite wird zukünftig Teil der Google-Services. Genauere Hintergründe zur Migration und der damit einher gehenden AdSense-Integration erfährt man auf Burning Questions, dem ehemals offiziellen Feedburner-Blog:

Following on the footsteps of this account migration, FeedBurner will start to look and feel more like a set of Google services, and we will be completing much tighter integration into other Google services such as Google AdSense. (If you are a feed advertiser, don't worry: we have some happy surprises coming for you as well, and if you are an advertiser who is not yet a feed advertiser, you too shall be blessed with good fortune.)

Wer das MyBrand Feature nutzt, muss Updates an der DNS-Konfiguration vornehmen, die Infos dazu sollten dieser Tage via Mail eintrudeln. Liest man das letzte Posting der Macher, so drängt sich unweigerlich der Eindruck auf, dass die Betreiber der Plattform nicht übermäßig glücklich über die Zäsur sind - mal sehen, ob Google es schafft, FeedBurner sinnvoll weiter zu entwickeln, oder ob die Plattform vor sich hin dümpeln wird.

Tweets machen Leute

Und nicht Kleider. Aber Tweets machen jetzt auch Kleider, und zwar mit wenigen Klicks. Und das kommt so: Michi Kamleitner hat letzte Woche sein neues Mash-Up Tweetshirt gelauncht:

It’s pretty self-explanatory, just enter your Twitter-username, and choose the tweet you want printed on a shirt from your recent & favorite tweets.

Auf Fullfilment-Seite stehen Zazzle und die TShirtAG Printer bei Fuß - tja, so schnell kann's gehen und schon trägt man ein Unikat auf der Brust! Nette Idee, denn natürlich sieht das ganze gleich viel geekiger aus als ein simpler Slogan. Und notfalls kann man ja vorher noch das passende Tweet selbst rausschicken!

Newsletter-Tipp: Bruce Schneiers Crypto-Gram

Nicht, dass es sich um eine Neuigkeit handelte: wer sich mit Online-Security und Kryptographie beschäftigt, stößt unweigerlich eher früher als später auf den Namen Bruce Schneier. Der amerikanische Sicherheitsexperte veröffentlicht seit mehreren Jahren seinen Crypto-Gram Newsletter, der sich durch hochkompetenten Umgang mit einem sensiblen Thema auszeichnet. In der aktuellen Ausgabe findet sich ein hochinteressantes Editorial zum Thema "Helping the Terrorist":

Let's all stop and take a deep breath. By its very nature, communications infrastructure is general. It can be used to plan both legal and illegal activities, and it's generally impossible to tell which is which. When I send and receive e-mail, it looks exactly the same as a terrorist doing the same thing. To the mobile phone network, a call from one terrorist to another looks exactly the same as a mobile phone call from one victim to another. Any attempt to ban or limit infrastructure affects everybody. If India bans Google Earth, a future terrorist won't be able to use it to plan; nor will anybody else. Open Wi-Fi networks are useful for many reasons, the large majority of them positive, and closing them down affects all those reasons. Terrorist attacks are very rare, and it is almost always a bad trade-off to deny society the benefits of a communications technology just because the bad guys might use it too.

Ein Abo des Newsletters kann ich uneingeschränkt empfehlen - hier geht's zur Anmeldeseite.

SEO-News der Woche

Manche optimieren nach Schema F, andere vertrauen auf die Kraft der Foren und Big G straft sich in bester katholischer Tradition gleich mal partiell selbst ab, um die Sünden der SEOs auf sich zu nehmen. Aber ob hinter jeder unsinnigen Meldung wirklich ein Masterplan steckt, wage ich nicht zu beurteilen.

Ein Kanon wider die Duplizität

Nein, hier wird nicht gesungen - vielmehr soll der neue Meta-Tag "canonical" den großen Suchmaschinenanbietern helfen, die Duplicate Content Problematik(en) in den Griff zu kriegen. Alles Wissenswerte dazu findet man bei Thomas Zeithaml:

Das HTML Tag wird ähnlich wie das Tag im Bereich der Webseite definiert. Die Syntax lautet wie folgt:

<link rel="canonical" href="http://www.example.de/product_info.php" />

Hier wird also einfach die Seite ohne Parameter angegeben, die für Google als eindeutige URL gelten soll. Für Wordpress, Drupal und Magento gibt es bereits schon Plugins die dieses Tag berücksichtigen.

Bleibt wohl nur zu hoffen, dass Cpt. Canonical mehr Erfolg beschieden ist als seinem kleinen Brüderlein nofollow!

Hilfe, meine Fotos sind weg!

Was tun bei Content-Klau? Da Inspektor Columbo nur Morde untersucht und Monk anderweitig beschäftigt ist, muss man wohl oder übel selbst aktiv werden. Wie das sinnvollerweise geschehen kann, erklärt Torsten Maue in einem lesenswerten Beitrag. Im Ernstfall ist jedenfalls Kontaktaufnahme die erste Waffe der Wahl:

Da ich selbst betroffen bin zur Zeit, hab ich den Webmaster angeschrieben und um Entfernung gebeten, das ganze in Verbindung mit einer angemessenen Frist. Erst wenn da nichts geschieht werde ich das ganze meiner Anwältin überreichen. Viele werden sicher schon bei Androhung von rechtlichen Schritten der Entfernung der Inhalte Folge leisten. Man braucht also nicht sofort mit der großen Anwaltskeule loszuschlagen - kann man natürlich.

Wir und die Personalisierung

Dass ein immer größerer Anteil der Google-Nutzer eingeloggt surft und persönliche Ergebnisse serviert bekommt, wird das SEO-Business mit Sicherheit nachhaltig verändern. Und zweifellos ist die Wissenschaft von der Manipulation des Users eine komplexere als die von der Beeinflussung vergleichsweise simpler Algorithmen:

Wer zukünftig als SEO erfolgreich eine Webseite auf den vorderen Positionen etablieren will, sollte sich der Qualität der Seite sehr genau bewusst sein. SEO wie wir es heute kennen, also die Möglichkeit, beinahe jede Seite ganz nach oben bringen zu können, wird es schon bald nicht mehr geben.

Möglicherweise greift Gretus sogar eine Spur zu kurz: ich bezweifle, dass man derzeit *jede* Seite ganz nach oben bekommt.

Heftig diskutiert wird derzeit Sinn und Zweck gemieteter ausländischer Links. Und wie so oft im Leben gibt es keine klare Ja/Nein Antwort, wie SEOline.de elegant zusammenfasst:

Hat man beispielsweise einen Online Shop für Bayern und bezieht viele Backlinks aus Russland, oder Japan, dann wird sich das nur begrenzt förderlich auswirken, da Google keinen relevanten Bezug herstellen kann. [...] Betreibt man selbst allerdings einen internationalen Online Shop, dann können sich solche Links durchaus positiv auf das Ranking der Seite in den SERPs auswirken, auch wenn der Sitz in Deutschland ist. Ein Link ist nämlich eine Empfehlung – zumindest im Sinne von Google – und warum sollte jemand, der sich im Ausland befindet, einen Shop nicht empfehlen können?

Video der Woche: Twestival Vienna

Dan aka MountainDan aka The next Stephen Spielberg hat sein Video zum Twestival Wien auf Vimeo online gestellt - pure HD Goodness, und meiner Meinung nach gestaltungstechnisch äußerst gelungen. (Und das sag ich keinesfalls, weil Dan mich auch interviewt hat :mrgreen:):

Und damit geht dieses sonntägliche Panoptikum auch schon wieder rasant seinem unvermeidlichen Ende zu. Morgen schmeiß ich mich auf die Piste, idealweise mit Zigarette im Mund und ohne Helm - irgendjemand muss ja schließlich gegen den Zeitgeist schwimmen. In diesem Sinne: einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns am Montag!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Blogistan Panoptikum KW31 2008

verpeilt und druffIdeen kann jeder haben, aber in der Umsetzung liegt die Würze. Meint zumindest Derek Sivers, der dieser Tage seine Weltformel am O'Reilly Blog veröffentlichte. Ansonsten sind die Themen in dieser Woche Tod und Streit, also nicht gerade das fröhlichste Blogistan-Panoptikum aller Zeiten, dafür aber eines der längsten: Andrea Pininfarina verstarb, Kinder versterben angeblich an Überraschungseiern, Yatil streitet mit Oliver über die passende Webmontags-Organisationsplattform und Klaus streitet mit der Air Berlin über den Playboy.

Stryte der Woche: Webmontag Wien vs. Mixxt

Yatil will den Webmontag nicht auf Mixxt sehen, zumindest nicht die Wiener Version - und hat einen sehr ausführlichen Beitrag geschrieben, in der erklärt, warum er für offene Netzwerke und zugängliche Webseiten votiert; da kann man nix gegen sagen. Außer vielleicht, dass eine unglaublich lange und ausschweifende Diskussion über die passende Organisationsplattform für einen Event, den in Wien grade mal 30 Hanseln heimsuchen, ziemlich typisch ist für das selbstverliebte Über-Ego der Web 2.0 Szene. Aber vielleicht werden auch nur langsam alle unentspannter, weil's mit den Investoren nicht mehr so recht klappen will... (Hey, ihr da draußen: wie wär's mit dem 10. Localized Social Network?)

Trotzdem bin ich ja ein großer Freund der erhitzten Diskussion, nur leider leidet auch Yatil unter einem scheinbar typischen Syndrom der deutschen Blogosphäre: sobald die Diskussion interessant wird und/oder dem/der Autorin die Argumete ausgehen, dreht er - so schnell kannste gar nischt gucken - die Kommentarfunktion ab. I'm not loving it.

PS: Ich würd die Webmontag-Sache über Facebook abwickeln. Eine Gruppe und ein Event pro Webmontag - und gut is. Keine Extraanmeldung, super-accessible, leicht zu bedienen. Und dass die einzelnen Webmontage in verschiedenen Städten überhaupt nicht miteinander kommunizieren, seh ich nicht gerade als das erstrebenswerte Killer-Feature an.

Kindstod durch ein Überraschungseier

Die Kinderkommission des deutschen Bundestags hasst anscheinend ihre Schutzbefohlenen, deswegen will sie aufgrund des erhöhten Sicherheitsrisikos nun unter anderem das Wunderei verbieten:

Jegliche Kombination aus Nahrungsmitteln und Spielzeug solle verboten werden, heißt es nach Angaben der "Welt" in einer Empfehlung gegen "Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Kinder im Alltag". Dazu gehören nach Ansicht des Kommissionsmitglieds Miriam Gruß (FDP) auch Cornflakes mit Spielzeug. "Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielzeug und Nahrungsmitteln", argumentiert sie. Konkrete Unfallzahlen mit verschluckten Plastikfiguren habe Gruß aber nicht vorgelegt, berichtet die Zeitung.

Wo sie recht hat, hat sie recht: ich konnte mit 5 noch nicht mal annähernd zwischen Lego und Manner Schnitte unterscheiden. Ständig hab ich Klötzchen gefressen und Burgen aus Waffeln gebaut...

Andrea Pininfarina verstorben

Andrea Pininfarina, (Auto) Designerlegende, verstarb am 7. August bei einem Autounfall in seiner Heimatstadt Rom. Pininfarina designte nicht nur so gut wie alle Ferrari, Maserati (und die meisten erfolgreichen Fiat) Modelle, seine Karosserie-Firma gehört zu den bedeutendsten Industriebetrieben Italiens. Der geniale Designer war mit seinem Vespa Scooter am Weg zur Arbeit, als er mit dem 78jährigen Giuliano Salmi kollidierte, der einem ausladendem LKW auswich und dabei die Vespa übersah. Pininfarina hinterlässt drei Kinder. Wer mehr über das Leben jenes Mannes nachlesen möchte, der unsere Vorstellung von Sportwägen stärker geprägt hat als jeder Großkonzern, findet auf der zugehörigen Mahalo Page einige spannende Links.

Ich lass mich doch nicht übersetzen

Seit kurzem übersetzt mloovi RSS-Feeds, und dazu müssen keinerlei indische Translatoren Überstunden machen: die Seite zapft einfach Google an, indem sie ein simples from-to-interface drüberstülpt. Eric Cartman würde vermutlich sagen "this is bullcrap", denn was dabei rauskommt, entbehrt jeglichen Sinns, ist aber durchwegs unterhaltsam zu lesen, etwa mein Beitrag über meine Lieblingsgottheit:

In the year of polytheism not want such matters to be undertaken lightly taken shoulders. But if in doubt find a à la carte menu from which all the right order of courses for personal salvation rauspickt, I find all sympathetic than Dogmatismen: it does not have the body of Christ. In this respect I am also very pleased when John asked me if I was a review of my favourite deity for the polytheism blog written.

Nein, I'm not a review. Übersetzer müssen demnächst jedenfalls nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten.

Die Wichsvorlagen-Affäre: Titten im Flieger

Selbige können im Handumdrehen (naja, vielleicht nicht direkt Umdrehen) zum Quell der Diskussion über die Akzeptanz nackter Brüste in verschiedenen Kulturkreisen werden. Klaus Werner fand den Playboy im Flieger gar nicht lustig und beschwerte sich über intrusive "Wichsvorlage", und dann kam Post vom Herrn PB Chefredakteur, der natürlich denkt, es handle sich um eine Spitze gegen sein Elaborat - dabei will Klaus bloß allein reisende Mütter vor nackten Brüsten schützen. Was Neelaa wohl dazu sagen würde? Die hat nämlich gerade festgestellt, dass der gute alte Kafka Franzi seine Wichsvorlagen nicht im Flieger, sondern brav im dunklen Kammerl konsumierte.

Zeit mir deine Chromosome...

...und ich sage dir dein Geschlecht. Oder zeig mir dein Browserhistory, das reicht nämlich auch. [via Helge] Das ganze ist kein Joke, sondern verwendet statistische Daten:

So what I did is I modified the SocialHistory JS so that it polled the browser to find out which of the Quantcast top 10k sites were visited. I then apply the ratio of male to female users for each site and with some basic math determine a guestimate of your gender. The math is really quite simple, I just take:
1 / (1 + r_1 * r_2 * … * r_n)
where p_i is the ratio of men-to-women for the specific site. For example, if you had been to two sites that had a 2-1 ratio of men to women, the probability of you being female would be:
1 / (1 + 2 * 2) = 1/5 = 20%

Alles klar? Helge, der alte Macho, ist zu 97% männlich. Ich dagegen bin privat zu 103% männlich und in der Arbeit fast eine halbe Frau (Kommt wohl daher, dass ich online immer so freundlich zu allen bin.)

D.el.i.cio.u.s we miss you

Nach harten Jahren des erfolglosen Versuchs, der eigenen Userbasis die originelle Punktierung der Domain beizubringen, hat delicious diese Woche schließlich das Handtuch geworfen: Die tastiest bookmarks on the web schauen ab sofort hübscher aus, werden von Symfony angetrieben - und sonst hat sich zum Glück nix geändert.

Die SEO-News der Woche

Eikyo bedankt sich bei Beeline Labs für nichts respektive für deren vollkommen überflüssige Community-Studi, Cpt. Sistrix zeigt Google-Trends auf und Janik führt einen aussichtslosen Kampf gegen Linkgeiz; das Anfangsstatement stellt die Sache allerdings gröbstens vereinfacht dar:

Google sieht, dass man auf gute Internetseiten verlinkt und deshalb die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass man selbst eine gute Seite hat, da man sich anscheinend auskennt.

Nene - so einfach isses nicht. G wertet die gesamt Linkstruktur aus; ansonsten würd's ja reichen, mit einer neuen Seite auf heise, zdf und den deutschen Bundestags zu verlinken - und Boing. Tja, schön wär's... auf Webdesign-In gibt's zum selben Thema einen wesentlich differenzierteren Artikel. Eine kleine Anmerkung dazu: Page Rank Sculping wurde hierzulande grundsätzlich missverstanden... das macht nur Sinn in Kombination mit einer durchdachte Anti-Duplicate-Content Strategie: und in dieser Hinsicht gibt's bei WP auch keinen Königsweg, es hängt rein davon ab, was man erreichen möchte: sollen die Kategorieseiten, die Tag-Übersichtspages oder doch die Einzelartikel die beste Platzierung abbekommen? Das kann man mit den Metatags noindex und nofollow wunderbar steuern... aber dazu werde ich demnächst einen Artikel posten.

Im Searchlab wurden einige interessante Beobachtungen zur neuen Suchmaschine Cuil getätigt, Malte Landwehrt misstraut völlig zur Recht Googles "objektiven" Kreditvergleich und hat genau wie Tom Zeithaml ausgiebig mit Google Insights for Search gespielt. Am Techweblog gibt's eine durchwegs fragwürdige Liste der Top 20 US Web 2.0 Seiten von Hitwise. Nach soviel virtueller Aufregung muss man sich ab und an auch mal in echt in Gesicht blicken: für die Schweizer SEOs organisiert Internet4You gerade einen Stammtisch. Sowas wär doch in Wiena auch mal nett...

Video der Woche: druff, druff, druff

Das Video der Woche habe ich von Pete gestohlen - wir beiden kennen das 3-Tage-wach Ding ja nur zu gut, seinerzeit von den Lagerhallen-House-Raves in Chicago anno 88:

YouTube Preview Image

Spieglein an der Wand, wer ist drei Tage wach? Hehe... da wird man doch gleich wehmütig :razz:

Und was tut sich nächste Woche auf datenschmutz? Immer wieder montags gibt's einen Artikel zum Zeitgeist-Thema Life Streaming, Xsara sucht neue SEO-Knochen am Mittwoch und am Freitag wird wieder gekocht. Schönen Restsonntag wünsch ich, wir lesen uns morgen.

33 Tipps für mehr Blog-Erfolg

blogerfolgEin neues Blogosphärenjahr hat begonnen - und spätestens seit Tex Rubinowitz "Listen, die die Welt bedeuten" (Die sexuellen Phantasien der Kohlmeisen) hat das gute alte Aufzählungsformat-Format wieder immens an Kultstatus zugelegt. Also höchste Zeit für eine weitere bedeutungsvolle Liste, die allerdings ganz und gar ernst gemeint ist. datenschmutz presents: 33 Tipps für mehr Blogtraffic. Von SEO über Plugin-Tipps bis Viral Marketing - da sollte für jede/n BloggerIn was Passendes dabei sein.

Eine Bitte vorweg: wenn Sie diesen Artikel hilfreich finden, dann wär ein nettes Dankeschön zum Beispiel, vom Link "Feed abonnieren, Beitrag emailen oder bookmarken..." direkt unter dem Artikel Gebrauch zu machen und den Beitrag bei Digg, SEOigg, Yigg, Webnews, Del.icio.us oder ihrem Lieblings-Social Bookmark Dienst abzuspeichern. Dankeschön!

Die Reihenfolge der Tipps soll keinerlei Wertung implizieren - ich habe einfach zusammengeschrieben, was ich aus persönlicher Erfahrung für deutschsprachige Blogs als sinnvolle Maßnahmen erachte. In diesem Sinne wünsche ich allen "alten" Bloggern ein erfolgreiches ein erfolgreiches Jahr und den Neueinsteigern 2008 einen guten Start! Ältere Hasen werden die meisten Tipps bereits kennen, aber die eine oder andere bisher unter dem Fokus der Wahrnehmung gebliebene Perle könnte ja doch dabei sein - oder fehlen, und in diesem Fall bitte ich um Ergänzung, denn: idealerweise sollte diese Liste im Laufe des Jahres erweitert werden und irgendwann vielleicht auf 66 oder gar 99 Tipps anwachsen - daher freue ich mich über Ergänzungen und/oder Berichtigungen in den Kommentaren oder via Kontaktformular. Zusätzliche Tipps werde ich natürlich ausprobieren und in die Sammlung aufnehmen, außerdem möchte ich zu diesem Thema weitere Artikel veröffentlichen.

Eine technische Anmerkung: die diversen Plugin-Tipps gelten immer für WordPress-User; für Serendipity und Co. existieren vermutlich ähnliche Lösungen.

  1. Social Bookmark Sites sind nicht zu unterschätzen: neue Domains bzw. Blogs sollten dort unbedingt eingetragen werden, wichtige und traffic-versprechende Einzelbeiträge ebenfalls. Einen guten Ausgangspunkt für die Auswahl der relevanten Services für das englischsprachige Internet liefert der Beitrag 20 Top Social Bookmarking Sites. deutschsprachige Blogger sollten auf jeden Fall Yigg.de, Mister Wong und Webnews zusätzlich berücksichtigen.
  2. Ein im Template integrierter del.icio.us Button ermuntert die Besucher, das Blog dort abzuspeichern. Bei deutschsprachigen Seiten kommen auch Wong und Yigg Buttons in Frage - das Share This Plugin hat sich dafür hervorragend bewährt.
  3. Technorati und FeedBurner sind die "großen zwei" beim Thema Blog-Syndizierung. Registrieren Sie sich auf Technorati, um Ihr Blog zu "claimen" und wählen Sie passende Keywords und eine gut überlegte Beschreibung aus. Ihren Feed sollten Sie bei Feedburner eintragen, um von den diversen Statistik-Features und Komfortfunktionen Gebrauch machen zu können. Dazu empfiehlt sich auch der Einsatz des FeedBurner FeedSmith Plugins, das alle Feedzugriffe auf FB umleitet.
  4. Auch wenn myspace am absteigenden Ast ist: Legen Sie trotzdem einen myspace-Account an, der einzig und allein dazu dient, Ihre Seite zu promoten, und füllen Sie Profil mit einem kurzen Text und Backlinks mit den passenden Keywords auf. Im einfachsten Fall könnte so ein Profil etwa so aussehen.
  5. Noch besser: registrieren Sie bei Facebook eine Page mit dem Namen Ihres Blogs. WordPress-User können alle Beiträge komfortabel und automatisch mittels des Wordbook Plugins einbinden. Eine solche Page könnte etwa so aussehen.
  6. Die Zeit der Linkkataloge ist endgültig vorüber - außer einem möglichen Spam-Malus bringen automatisierte Suchmaschineneinträge rein gar nichts mehr. Wesentlich empfehlenswerter sind da schon Eintragungen in sogenannte Artikelverzeichnisse: der Einreicher stellt einen eigenes verfassten Text zur Verfügung, in dem er seine Links platzieren darf. Fast fünfhundert einzeln bewertete, suchmaschinenfreundliche und fast ausschließlich englischsprachige Verzeichnisse finden Webmaster mit viel Zeit bei Vilesilencer.
    Empfehlenswerte Adressen für deutschsprachige Seiten sind unter anderem:
    www.artikel4free.com/
    www.wickedpedia.de
    www.artikelverzeichnis.at
    www.torzumweb.de
    www.artikelmix.de/
    www.web-artikel.de
    www.helloarticle.com
    www.2on2.info
  7. Ebenfalls immer gut für einen schnelle Link zwischendurch: das Gratis-Anzeigenverzeichnis Gumtree. Bringt auf die Schnell ein wenig Linkjuice, allerdings müssen die Anzeigen regelmäßig erneuert werden, da die Laufzeit begrenzt ist.
  8. Erstellen Sie unbedingt eine angepasste 404er Seite, sodass Besucher nicht bloß ein lakonisches "Seite existiert nicht" bekommen, sondern zum Beispiel eine Suchmaske. Auf datenschmutz sieht die 404er Seite soaus - WordPress User erstellen einfach eine Layout-Datei mit den Namen 404.php und platzieren diese im Ordner des aktuellen Templates.
  9. Posten Sie manchmal in Foren? Dann sollten Sie sich angewöhnen, den Link zu Ihrem Blog in die Signatur mit aufzunehmen - und dazu gleich die wichtigsten Schlagwörter.
  10. Nicht auf die Räccthschraybkorectuur vergessen! Ein gelegentlicher Tippfehler stört niemanden, aber aus vielen Vertippern werden allzu leicht sinnstörende Fehler. Gewöhnen Sie sich an, vor der Veröffentlichung jeden Text mit einem Rechtschreibprogramm zu überprüfen - gegenüber eigenen Vertippern sind die meisten Schreiben (including me) völlig betriebsblind.
  11. Testen Sie Ihre Seite nicht nur in einem Browser, sondern werfen Sie mindesten mit Firefox, IE und Opera einen Blick drauf - viele Blogger haben sich schon gewundert, warum denn niemand außer Ihnen selbst den schönen neuen Sidebar sieht...
  12. Reichen Sie Ihre Seite beim Open Directory DMOZ ein. Das dauert zwar eine Weile, zahlt sich aber definitiv aus. (Außer Sie betreiben ein deutschsprachiges Blog zum Thema Design. Dann geht's recht flott mit der Eintragung, für diese Unterkategorie bin editorisch nämlich ich zuständig.)
  13. Benutzen Sie den Validator des W3 Konsortiums, um Ihren Template-Code auf allfällige Formattierungsfehler zu untersuchen. Valider, fehlerfreier HTML-Code sollte ein Muss für jeden Webmaster sein.
  14. Erstellen Sie eine XML-Sitemap und legen Sie ein Google-Webmaster Konto an - dort reichen Sie die Adresse Ihrer Sitemap ein: dies beschleunigt die Indizierung ungemein. Für WordPress gibt's ein Plugin, das diese Aufgabe automatisiert.
  15. Recherchieren Sie, welche Blogs über ähnliche Themen berichten - besuchen Sie diese regelmäßig und beteiligen Sie sich mit sinnvollen Beiträgen an Diskussionen und hinterlassen Sie dabei Ihren Link. Niemand mag Spammer, aber so gut wie jeder Blogger freut sich über "echte" Kommentare zu seinen Artikeln.
  16. Verzichten Sie auf proprietäre Technologie wie ActiveX oder Java - ein Stammpublikum aufzubauen ist schwierig genug, und es gibt keinen Grund, die potentielle Leserschaft künstlich durch technische Hürden einzuschränken.
  17. Falls Sie Downloads anbieten (Videos, mp3s etc.), verwenden Sie verbreitete, herstellerunabhängige Formate. (Also besser mp3 als wma oder quicktime. Und vergewissern Sie sich unbedingt, dass Sie auch alle Rechte am angebotenen Material haben - sonst folgt womöglich ein böses Erwachen.)
  18. Achten Sie auf "sprechende" URLs - weder Google noch menschliche Besucher mögen kryptische Zahlenkombinationen. WordPress beherrscht htaccess URL-Rewriting, das in den Optionen aktiviert werden kann. (Menüpunkt: Einstellungen - Permalinks)
  19. Starten Sie gemeinsame Aktionen mit anderen Bloggern - gegenseitige "Gastbeiträge" oder die Teilnahme an Karnevals sind immer zu empfehlen.
  20. Beginnen Sie, an Wikipedia-Artikeln mitzuarbeiten, die Ihr Fachgebiet betreffen. Und falls Sie Links zu Ihrer eigenen Seite einschmuggeln wollen, dann achten Sie darauf, dass es sich um relevante Informationen handelt, sonst werden nachfolgende Editoren Ihr Machwerk ganz schnell wieder entfernen. Theoretisch erlaubt Wikipedia zwar keine Links auf Blogbeiträge, die Praxis sieht allerdings recht anders aus. Und nofollow hin oder her: viele Bewertungsservices vergeben für Wikipedia-Links einen Bonus.
  21. Falls Sie Wettbewerbe oder Gewinnspiele veranstalten, dann wählen Sie ein Thema, das gerade stark in den Medien präsent ist - der beste Moment für die Verlosung eines Madonna-Albums ist genau dann, gekommen wenn alle Medien über selbiges berichten. Old School Buzz Generation eben.
  22. Achten Sie auf Ihre Metatags! Für WordPress existieren hervorragende Plugins, die jedem Posting geeignete Metatags verpassen und auch mit bestehenden Tagging-Lösungen harmonieren - ich bin diesbezüglich ein Fan von wpseo.
  23. Halten Sie stets Ausschau nach günstigen Offline-Werbemöglichkeiten: vom Sponsoring des lokalen Fußballvereins für ein Banner am Übungsplatz über Sticker, Auto-Lackierungen und ungewöhnlichen Werbepartnern wie etwa kostenlose Browsergames, bietet sich eine große Bandbreite an Werbemöglichkeiten abseits gewohnter Kanäle an. Wer unkonventionell denkt, der findet immer wieder äußerst kosteneffektive und kontaktintensive Werbemöglichkeiten.
  24. Überprüfen Sie Ihr Blog regelmäßig mit SEO-Tools, um Schwächen und Stärken zu erkennen. Für einen ersten Überblick hat sich im deutschsprachigen Raum Seitwert.de" gut bewährt.
  25. Erstellen Sie eine Favicon-Datei. Dazu wandeln Sie Ihr Logo in ein 16x16 Pixel Grafikfile namens favicon.ico und laden dieses ins Rootverzeichnis. Die Grafik wird anschließend von modernen Browsern in der Adresszeile angezeigt und mitgespeichert, wenn ein User Ihre Seite als Bookmark speichert. Ausführliche Informationen dazu hat die Wikipedia.
  26. Veröffentlichen Sie ab und an sogenannte "Linkbait"-Beiträge, also interessante Inhalte, auf die viele andere Blogger verlinken. Gut eigenen sich dazu etwa Listen wie "33 Tipps für mehr Blog-Erfolg" :mrgreen:
  27. Wenn Sie über ein Werbebudget verfügen, geben Sie Pay-per-Click Modellen den Vorzug. View-basierte Bannerwerbung hat meist schlechte Conversions und empfiehlt sich eigentlich nur für Imagekampagnen.
  28. Wenn Ihre Seite technisch einwandfrei aufgebaut ist und Sie einige der oben stehenden Tipps beherzigen, dann werden Sie garantiert von Suchmaschinen gefunden; verzichten Sie also auf bezahlte "Eintragungsservices" - es handelt sich um bloße Geldverschwendung.
  29. Achten Sie beim Layout (egal ob selbsterstelltes oder gefundenes Template) auf saubere Dokumentenstruktur: das Layout sollte in CSS erfolgen, Hauptüberschriften mit h1 formatiert sein etc. Das gewährleistet zugleich Suchmaschinentauglichkeit und ist ein wichtiger Teil der Barrierefreiheit von Websites.
  30. Antworten Sie auf Kontaktanfragen zügig - niemand wartet gerne mehrere Tage auf eine E-Mail Antwort. Wenn das zwischenzeitlich nicht möglich ist, richten Sie zumindest einen Autoresponder ein.
  31. Achten Sie auf die regelmäßige Veröffentlichung neuer Texte. Ein ständiger Flow an neuen Beiträgen ist viel effektiver als alle paar Wochen 10 Texte auf einmal zu veröffentlichen.
  32. Seien Sie keinesfalls geizig mit Links zu anderen Seiten. Die Blogosphäre lebt von der gegenseitigen Verlinkung, aber irgendjemand muss mal damit anfangen.
  33. Letzter, wichtigster und vermutlich am schwierigsten umzusetzender Tipp: Werden Sie zur führenden Internet-Autorität auf Ihrem Gebiet! Dann klappt's garantiert auch mit dem Traffic :mrgreen:

So, das wär's fürs erste mit den 33 Tipps. Über Ergänzungen freue ich mich und wie eingangs angekündigt, wird die Sammlung im Lauf der Zeit noch anwachsen. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche maximalen Erfolg mit allen eigenen Blogprojekten. :mrgreen:


Bildnachweise:
Titelfoto: rhys400d, Itchen Bridge Side View HDR
Some rights reserved. | Quelle: www.piqs.de

Karneval: SEO, das unerkannte Wesen

4. Juli 2007bis29. Juli 2007

Der Herr Fachinformatiker ruft zum Blog-Karneval auf und möchte wissen "Was bedeutet SEO für dich?" Eine untriviale Frage, denn zwischen White- und Blackhat ist so ziemlich alles möglich.

Aber mal grundlegend: Suchmaschinenoptimierung beginnt beim Konzipieren einer Seite. Wer aus monetären Gründen bloggt, wird sich gut überlegen, für welche Zielgruppe er sein Angebot wie gestaltet. Weiter geht's mit der richtigen Webserverkonfiguration, sauberem, validiertem Quellcode, den richtigen Metatags und ansprechend gestaltetem, einzigartigem Content. Und wo endet SEO? Das weiß niemand so genau - denn außer den aufgezählten "ehrlichen" Methoden existieren zahlreiche Hintertreppchen und evil tricks, die Seiten in den Ergebnissen der Suchmaschine(n) pushen sollen.

Blackhat und Whitehat-SEO: whitehat blackhat (von GreenSmilies.com)

Von praktischer Bedeutung sind dabei vorwiegend Tante Gugl, Onkel Yahoo und der vorwiegend in Amerika lebende Neffe MSN. Wenn's mit diesem Trio klappt, dann funktioniert es idR auch mit allen anderen Suchmaschinen. Alle drei Kandidaten, insbesondere das große G, haben ein Interesse daran, jene Seite möglichst weit vorne zu listen, die für User interessant sind. Affiliate Marketeers dagegen wollen ihre Linkfarmen pushen und möglichst viele Besucher auf ihre eigentlich gar nicht so besonders attraktiven Seiten locken.

Solange sich der Webmaster am Besucher orientiert und lediglich für die technischen Grundlagen sorgt, die erforderlich sind, um eine Seite zu optimieren, könne man genau genommen noch gar nicht von SEO sprechen, so der Tenor vieler Whitehats. Dort jedoch, wo Links nur platziert werden, um Suchmaschinen Relevanz vorzutäuschen, beginnt das weite Feld der SEO-Manipulation. Die Linkmieterei, die sich in den letzten Monaten dank Anbietern wie Text-Link-Ads und Linklift für viele Blogger sogar zu einem wesentlich profitableren Geschäft als Adsense entwickelt hat,

Meine persönliche Meinung zu SEO

Ich kann den Experimentalcharakter dieser Seite nur betonen. Geschätzte 10 Prozent meiner Blog-Zeit verbringe ich mit Tätigkeiten, die entweder direkt oder indirekt der Suchmaschinenoptimierung dienen - aber eben nicht nur. Die Grenzen sind ja bekanntlich fließend: während Kommentare ohne erkennbaren Sinn und Zweck als Spam bezeichnet werden, bringen ja auch konstruktive Beiträge Linklove - sogar online-Kommunikation über Blogs hat also gewisse SEO-Aspekte.

Ich bekomme allerdings - glücklicherweise - nur 50% meiner Besucher über Suchmaschinen, was mich nicht besonders abhängig macht von den nachdrücklich durchgesetzten Vorstellungen G's, wie denn eine Webseite gefälligst zu funktionieren hat. Dass Algorithmen nie perfekt filtern, liegt in der Natur der Sache - und sowohl die Counter-Measures als auch die Tricks der Blackhats werden immer avanciert. So wie ich die Sache einschätze, wird das Rennen wohl noch eine Weile weitergehen; hier auf datenschmutz werde ich mich jedenfalls auch in Zukunft auf validen Code, (hoffentlich primär für human readers) interessante Stories und die eine oder andere Social Bookmark konzentrieren. Die Vorstellung allerdings, dass sich alle Webmaster brav an sämtliche Vorgaben halten, ist eine Illusion: dazu wird mit Online-Werbung mittlerweile schon viel zu viel Geld umgesetzt... aber wer übertreibt, fliegt aus dem Index, dafür gibt's inzwischen genügend Beispiele: also würd ich meinen, Grayhat-SEO ist in erster Linie eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft.

Im Übrigen freue ich mich sehr über SEOigg, wo man täglich interessante Hinweise und Tipps zum Thema bekommt. Ein Keyword, das mir für datenschmutz übrigens besonders am Herzen liegt, ist Medienkultur; da hab ich's bisher aber grade mal auf Gugl-Seite zwei, Position drei geschafft. Mal sehen, wie's damit weiter geht.

Bisher ebenfalls mit an Bord beim Karneval: RSSjunkie, Korsti, Programmieren macht sexy und Baynado.

Seomoz.org demonstriert Stärke

Der Google Page Rank wurde eingeführt, um die Relevanz von Webseiten einzustufen. Der rekursive Algorithmus wertet aus, welche Webseiten wohin verlinken - je höher der PR der verlinkenden Seite, desto mehr Pagerank "vererbt" sie dem Linkziel. Wie der Alorithmus ganz genau funktioniert und wie alles begonnen hat, weiß nur Google allein.

Was früher die Platzierung/Keyword-Sets waren, ist heute jedenfalls der Pagerank: Webmaster tun alles, um einen möglichst hohen zu ergattern, Webseiten wie Text-Ad-Links und Linklift.de leben vom Verkauf von Backlinks, primär zum Behufe der Erhöhung des Pagerank. Mittlerweile werden aber etlichen Stimmen laut, die den Pagerank für so überbewertet halten wie weiland die guten alten Metatags. Einseitig, manipulierbar, wenig aussagekräftig - so lauten die Vorwürfe.

Seomoz.org bietet Webmastern einen Alternative zum Page Rank: der sogenannte "Page Strength" Wert setzt sich aus mehreren Parametern zusammen: der Google-PR ist nur eine der Zutaten, die für die Berechnung herangezogen werden. Daneben kommen technorati-Backlinks, der Yahoo Site Explorer, Wikipedia, Links von edu-Domains und einige weitere Faktoren ins Spiel:

SEOmoz's Page Strength tool is intended to serve as an alternative to Google's PageRank score in the toolbar, offering insight into how valuable, important and popular a site or page is as compared to others on the web. If a particular page is on a very popular domain, it may be considered more important than if it's on a domain that doesn't receive much attention and, likewise, the homepage (or root URL) of a domain will often be considerably more popular/important than an internal page buried deep in the site's architecture.

Das Ergebnis soll ein differenzierteres Bild der Popularität einer Web-Adresse zeigen. Stichprobenartige Tests, durchgeführt in den datenschmutz Labors, zeigten aber, dass außer bei neuen Seiten mit PR0 Page Strength und Page Rank in direkter Korrelation stehen - eigentlich ein Hinweis auf die Existenz der mythenumwobenen Google Sandbox.

Wer das Tool mal ausprobieren möchte, hat
hier Gelegenheit hat dazu und bekommt dann auch gleich einen schönen Button für die eigene Seite á la

Page Strength SEO Tool - SEOmoz.org