Am Dienstag Abend trafen sich Wiener Mobilfunker erstmalig zum mobilen Montag. In anderen Städten ist dieser Branchen Jour Fix längst eine fixe Einrichtung, dass Österreich mit seiner hohen Mobilfunk-Durchdringung so spät dran ist, verwundert durchaus. Und obwohl die mobilkom Haupt-Sponsor ist, soll die Konkurrenz keineswegs ausgeschlossen bleiben. Die hohen Mini-Barcamp-artigen Erwartungen konnte der Abend für mich persönlich jedoch keinesfalls erfüllen - dass es mobile Applikationen gibt und Kunden gern jene Produkte kaufen, die ihnen Mehrwert bieten, ist schließlich hinlänglich bekannt
Aber egal - es geht ja ohnehin ums Networking, trotzdem: Kurze Impuls-Session real existierender Case-Studies mit anschließender Diskussion ergäben für den nächsten Termin auf jeden Fall ein spannenderes Format als eine nicht gerade ergiebige Podiumsdiskussion, die trotz Daddy D's redlicher Bemühungen nicht so recht Feuer fangen wollte. Ich habe jedenfalls die Gelegenheit genutzt und für die erste Ausgabe von datadirt's Field Recordings ein paar Videostatements eingefangen:
Wer das neueste BMW-Sportwagenmodell, einen neuen Apple-Rechner oder ein anderes Produkt, für das bereits a priori großes Interesse herrscht, viral bewerben will, hat leichtes Spiel. Wesentlich schwieriger wird die Implementierung und Durchführung einer viralen Kampagne aber, wenn man in einem vergleichsweise übersättigten Markt agiert und produkt-intrinsisches Interesse nicht als primärer Motor des Interesses herhalten kann. Sehr gelungen finde aus diesem Grund die aktuelle Telering-Kampagne mit Gerry the King: seit Wochen sorgt der "letzte Krocha" im Social Web für Aufmerksamkeit: ob er eine Frau sucht, die österreichischen Wahlen kommentiert oder den Vaamummtn auf ihren Krocha-Diss antwortet, Gerry der King stellt Krocha-Käppi und Palästinensertuch in den Dienst des österreichischen Mobilfunkproviders Telering. Der neue "Bam Oida Tarif" wird nämlich - und das ist eine ungewöhnliche Neuigkeit am an sich recht konservativen österreichischen Markt - ausschließlich online und viral beworben. Verantwortlich für die Umsetzung sind die österreichische Agenturen a-linea und JMC. (Kreativ-Team: Florian Schütz, Johannes Mantl, André Höschele).
Der neue Spot, online seit Mittwoch, hat hohen Aktualitätsbezug: im Hinblick auf die bevorstehende Nationalratswahl stellt Gerry das politische Programm der ÖKP (Österreichische Krocha Partei) vor:
Begonnen hat die Kampagne mit dem Spot "Krocha sucht Frau pt. 1" - nota bene: zu diesem Zeitpunkt war keineswegs ersichtlich, dass es sich bei Gerry um eine Kunstfigur handelt: a-linea hat die Flut an äußerst beliebten Krocha-Videos auf Youtube äußerst smart genutzt, um King Gerry glaubwürdig in der Szene zu platzieren, was sich übrigens auch daran zeigt, dass nach wie vor viele Zuseher denken, Gerry würde von Telering bloß gesponsert. Relevantes Element: gleich im ersten Video wurden Kontaktadresse und Telefonnummer untergebracht, um die Kampagne interaktiv zu gestalten:
Besonders gut gefällt mir der dritte Teil, indem Unglücksrabe Gerry auf äußerst amüsante Weise verunfallt:
Der beworbene "Krocha-Tarif" nennt sich Bam Oida!, ist in limitierter Auflage verfügbar und wird auf der Landingpage Bamoida.cc beworben:
Mit Basta! zahlst du 0 Cent in alle Netze und bis Jahresende nur 9 statt 19 Euro im Monat. Wenn du dich jetzt anmeldest, bekommst du zusätzlich 1000 Gratis-SMS pro Monat ins In- und Ausland und das Nokia 5310 gratis dazu und basta!
Ergänzend werden auf DerletzteKrocha.at Comics mit Gerry in der Hauptrolle veröffentlicht und selbstverständlich betreibt Gerry auch einen eigenen Channel auf youtube. Was mir an der Kampagne so gut gefällt, ist die konsequente Online-Umsetzung unter Verzicht auf jegliche Online-Werbemittel. Dass a-linea ganze Arbeit geleistet haben, zeigt sich allein daran, dass ich die erste Serie von Krocha-sucht-Frau Videos gleich mehrfach von diversen Bekannten und Krocha-Afficionados zugeschickt bekommen habe. Florian Schütz (Geschäftsführer a-linea), André Höschele(a-linea) und Johannes Mantel (JMC) haben mir einige Fragen zur Kampagne "Der Letzte Krocha" beantwortet.
datenschmutz: War es schwierig, Telering von der rein viralen Bewerbung des neuen Tarifs zu überzeugen?
Florian Schütz: Absolut nicht, Telering hat die strategische Relevanz der Spots für die anvisierte Zielgruppe sofort verstanden. Das Tarifmodell ist ja perfekt fürs Internet geschaffen. Wir hatten größte Freiräume bei der Umsetzung und denken dass diese auch notwendig sind um schnell und hochflexibel auf User-Feedback reagieren zu können.
?: Habt ihr die Clips primär über Youtube geseedet und beworben, oder erfolgten zusätzliche flankierende Maßnahmen?
Johannes Mantl: Um der Kampagne zu Beginn einen Boost zu verschaffen, haben wir flankierende Maßnahmen in Foren und WEB 2.0 Plattformen gesetzt. Ansonsten glauben wir aber daran, dass eine gute und witzige Story letztendlich von selbst funktioniert. Sie muss sich im Web behaupten, oder die Werbung war eben schlecht.
?: Was sind für euch die entscheidenden Erfolgskriterien für eine virale Kampagne?
André Höschele: Eine erfolgreiche virale Kampagne prognostiziert die Antworten von freien, mündigen und kritischen Menschen bereits im Vorfeld und baut diese in den weiteren Verlauf der Kampagne ein. Sie muss flexibel auf Meinungsänderungen und aktuelle Tagesgeschehnisse reagieren, ohne dabei die Ziele der Auftraggeber aus dem Auge zu verlieren. Dazu ist sowohl Fingerspitzengefühl für die Zielgruppe als auch ein breites und tiefes technisches Wissen notwendig.
?: Wie seid ihr mit dem bisherigen Verlauf von Gerrys Krocha-Karriere zufrieden und welche Rückmeldungen habt ihr von "Heiratswilligen" Krocharinnen auf die ersten Clips bekommen?
Johannes Mantl: Es haben sich viele Frauen und ein paar Männer gemeldet. Von Sexangeboten bis zu seriösem Interesse ist alles dabei, davon waren wir selbst überrascht. Gerry konnte sich bis dato noch für niemanden entscheiden
Ein entsprechender Clip würde Gerrys Motivation natürlich steigern.
?: Welche Rolle wird virales Marketing in Zukunft am österreichischen Markt eurer Einschätzung nach spielen?
Florian Schütz: Ich denke, dass die Rolle immer größer wird. Besonders die junge Generation ist nur über solche Wege nachhaltig zu erreichen. Interessanterweise legen virale Kampagnen die Macht in die Hände der Konsumenten. Nur was unterhält wird beachtet und aktiv weitergegeben. Passives Konsumieren ist out! Seeding hilft um Zugriffszahlen zu Beginn einen Boost zu verschaffen, langfristig entscheiden aber die Inhalte.
240 Siedler leben im europäischen Internet, die größte Zuwachsrate hat derzeit Russland, gefolgt von Frankreich. Mehr über die aktuelle Vermessung europäischer Online durch Comscore weiß Gis. Pete rät der ÖVP zu einer Reise nach Alaska, Hannes stellt Hochzeitsringe für IT Freaks vor, Xsara hat Loki als neuen SEO-Kunden gewonnen und Max ruft zur Do-it-yourself Statistik in punkto Wahlplakat-Dichte auf: jeder ist aufgerufen, eigene Fotos auf wp08.at hochzuladen, folgende Idee steckt dahinter:
Lasst uns gemeinsam eine Landkarte der Wahlplakate zur Nationalratswahl in Österreich erstellen! Welche Partei plakatiert wo? Wie viele Plakate gibt es in Österreich? Wo gibt es die witzigsten Kombinationen?
Das Barcamp in Traunsee ist vorbei - soviel geballtes Web zwei Null an einem Wochenende hinterlässt natürlich Spuren im Netz. Auf FlickR gibt's meine erste BC Traunsee Gallerie, auf Facebook hab ich die gleichen Fotos online gestellt: denn dort gibt's ein Feature, das ich bei FlickR schmerzlich vermisse: Fototagging - ein wahres Killerfeature. Ich frag mich, wann FlickR das endlich anbietet - denn prinzipiell möchte ich meine Bilder lieber öffentlich als ich Walled Garden Facebook hosten... also hilft vorerst nur doppelt gemoppelt, aber das scheint in Zeiten der maßlosen Content-Aggregation ja auch nur angebracht.
Twitter: keine freien SMSen mehr: Was haben wir uns in den letzten Monaten gewundert, wie Twitter seine Millionen an outgoing SMS-Messages bezahlt... bekanntlich konnte man sich bislang wahlweise nur Direct Messages oder alle Updates wahlweise auch via SMS an die eigene Mobilnummer schicken lassen, als Absender tauchte eine britische Nummer auf. Nun kennen wir die Antwort: gar nicht. Und mit der rasanten Skalierung traten wohl nicht nur Serverprobleme, sondern auch Unfinanzierbarkeiten auf den Plan:
Mobile operators in most of the world charge users to send updates. When you send one message to Twitter and we send it to ten followers, you aren't charged ten times—that's because we've been footing the bill. When we launched our free SMS service to the world, we set the clock ticking. As the service grew in popularity, so too would the price.
In Kanada (this is aboot communication!), Indien und den USA fand Twitter Mobilfunkpartner, dort gibt's weiterhin die Freebie-Nachrichten, während der Rest der Welt erstmal warten muss: die Betreiber wollen in möglichst vielen Ländern Partnerverträge abschließen, aber das kann dauern. Wer weiß, vielleicht dürfen Tweets hinkünftig nur noch 100 Zeichen lang sein, damit ein bisserl Werbung Platz hat
Incoming Messages sind nicht betroffen, die an Twitter gesendeten Nachrichten werden ja von den jeweiligen Usern bezahlt.
Da mittlerweile für so gut wie alle modernen Handy-Betriebssystem Clients verfügbar sind, hält sich der "Schaden" für Geeks in engen Grenzen. Genauere Infos kennt das Twitter-Blog.
Bleepst du deitsch!< Es gibt jetzt einen deutschsprachigen Twitter-Clon. Viel mehr gibt's dazu nicht zu sagen, außer, dass ich gerade auf der Startseite von Bleeper folgende Message von localmeyer gelesen hab:
Hier ist ja noch weniger los als bei identi.ca.
SEOhausen war vergangene Woche - und natürlich auch jede Woche davor - in hellem Aufruhr. Janik droppte ein paar sehr wahre Worte über Konfliktpotential zwischen Design- und SEO-Abteilung, das ich aus meiner täglichen Arbeit nur allzu gut kenne. Ein sehr ausführliches und unbedingt lesenswertes Interview mit (Ex?) Online-Desperado Thomas Promny, der früher mal dem Irrtum erlag, BlackHat könne in de funktionieren [1. ts ts... sowas geht auf Dauer doch nur länderübergreifend!]. Noch mehr Lesestoff gibt's bei SEO-Scene, hier stand Sergej Müller, Byte-Papa von WP-SEO, Frage und Antwort. Das Plugin kommt natürlich auch hier auf ds zum Einsatz - die 20 Dollar zu investieren, kann ich jedem ambitionierten Blogger nur dringendst nahelegen.
Eikyo stellt das auf Open Source Themen spezialisierte Social News Portal Hype! vor, der Seitenoptimierer zieht in den Krieg gegen Social Bookmarking Services, Google gibt endlich zu, Datenkrake zu sein und es gibt jetzt auch schon Junior SEO Manager - Ricardo.ch sucht einen solchen; Xsara hat kurz überlegt, aber dann gleich beschlossen, dass Hunde-Selbständigkeit doch mehr Zeit fürs Gassigehen lässt...
Abstauber-Alarm: der Promoter verlost eiskalt einen 125x125er Werbeplatz in seinem Sidebar - allerdings steht nirgends, wie lange die Schaltung online bleibt. Mehr als ein Tag wird's wohl sein, wer sollte sonst schon einen Artikel mit 250 Wörtern schreiben?
Opa Kelly hat's schon wieder getan: bei den Ted Talks sprach der Schwarm-Pionier über die nächsten 5.000 Tage des Web. (Nein, älter ist das WWW noch nicht.) Sein Vortrag ist genauso realitätsfern visionär wie eh und je: dank Info-Tech wird nicht alles gut, sondern noch besser. Wir haben's schon immer gewusst:
Das war's dann auch schon wieder - im Lauf der Nacht folgt noch ein Barcamp-Bericht mit weiteren Fotos, ansonsten wünsch ich geruhsame letzte Sonntagsminuten - wir lesen uns morgen.
Vermute ich mal - zumindest legt der aktuellen Fragebogen dies nahe. In unregelmäßigen Abständen schickt die mobilkom Einladungen zur Teilnahme an solchen "fachspezifischen Meinungsumfragen", meist wird für die Teilnahme an den 5-Minuten Panels ein recht lässiges Handy unter allen TeilnehmerInnen verlost. Mich hat seinerzeit Tobi Hermann auf den Verteiler geschrieben - gewonnen hab ich zwar noch nie, dafür erfährt man immer wieder von interessanten Ideen.
Die Kombination erscheint logisch: die Netbooks der nächsten Generation werden ebenso wie das iPhone2 oder auch die neueren HTC-Geräte UMTS und WiFi integriert haben - diese Geräte als Hardware mit einem Telco-Vertrag zu bundeln, ist für den Anbieter vermutlich recht günstig, denn in hohen Stückzahlen liegen die Preise nochmal deutlich unterhalb der Consumer-Latte: der Asus EEE PC kostet rund 300,- Euro bzw. in der neueren Version
400 Euro, Hofer/Aldi hat letzte Woche in unglaublich leiwandes medion-Netbook um 300 Euro verkauft (mit Windows XP, c't hat's getestet und ich hab's *dammit* versäumt... war sofort am Montag überall ausverkauft - im Herbst bringt Asus ein baugleiches Netbook auf den Markt) - die Nachfrage ist groß und es sieht ganz so aus, als stünde dieser Geräteklasse eine glänzende Zukunft bevor und damit auch eine hohe Eignung als "Driver" am Mobilfunkmarkt.
A1 will in Bezug auf mögliche Produktbundles folgendes wissen:
Bitte stellen Sie sich jetzt folgendes Angebot zur mobilen Internet-Nutzung vor: Sie erhalten ein Netbook und jeweils 5 GB pro Monat. Das Netbook ist ein kleiner Laptop mit 10,2 Zoll Display und extrem mobil dank seiner geringen Größe. Die Gesamtgröße entspricht ca. einem A4 Blatt. Sie bezahlen für das Netbook und die inkludierten 5GB monatlich 40 Euro. Mindestvertragsdauer sind 24 Monate. Danach ist der Laptop natürlich ihr Eigentum. Wie interessant ist dieses Angebot für Sie persönlich?
Sehr interessant, würd ich meinen - auf jeden Fall wär's von Vorteil, das UMTS-Ei nicht extra mit rumschleppen zu müssen, sondern gleich das UMTS-Modul im Netbook integriert zu haben. Wenn die technischen Daten des Geräts stimmen (Atom-CPU, ordentlicher externer Grafikausgang, ausreichend Speicher, mindestens 3 USB-Anschlüsse und anständiger Akku), dann stell ich mich gern als Tester zur Verfügung! Die nächste Frage erhebt die Wichtigkeit der Hardware-Ausstattung:
Ändert es Ihre Entscheidung, wenn der Bildschirm nur 8,6 Zoll groß ist und statt einer 120GB Festplatte 8 GB Flashspeicher beinhaltet?
Yup - auf jeden Fall! Man kann nie genug Speicher haben... und meiner Ansicht nach reicht ein kleines Spielzeug keineswegs: interessant wird ein netbook, wenn's in Standardsituationen (WordPress, Word, Excel, Photoshop - zumindest eine ältere Version) den größeren Schlepptop komplett ersetzt.
PS: Dieser Artikel ist pure Spekulation und beruht auf keinerlei Informationen, die ich von A1 oder von mit A1 kooperierenden Firmen bekommen habe. Vielleicht wird's das Bundle ja nie geben... wär aber schade!
Helge firefoxed im 3er Style, weist (und das ist schon längst fällig!) auf die frappanten Ähnlichkeiten von Charleston und Krocha hin und wird von DaddyD in den Starstatus erhoben, Marie bringt im Alleingang ihre Verfassungsbeschwerde gegen das Sicherheitspolizeigesetzt ein (toi-toi-toi! Details gibt's auf Platterwatch), Dieter präsentiert eine spannende Jail-Art Ausstellung hin sowie die aktuelle Testimonial-Kampagne meines Lieblingsmagazins Datum - Blogosphäre-Business as unusual eben.
Mein ehemaliger Studienkollege Klaus Stimeder, inzwischen Chefredakteur des imho bei weitem lesenswertesten österreichischen Magazins, hat mit Roger Köppel gesprochen. Der Chefredakteur und Verleger der Schweizer Weltwoche spricht über seine Vorliebe für radikalen Neoliberalismus und bringt ein wenig Außenperspektive in die Beobachtung der österreichischen Medienlandschaft - auch wenn ich persönliche die riesige Bewunderung für die Printprodukte der Fellner-Brüder noch nie teilen konnte. Das komplette Interview gibt's am Online-Standard.
Erste konkrete Ergebnisse von Platterwatch.at werfen kein gutes Licht auf das Parkverhalten des Herrn Innenministers: beim Polizeiball stellte er sein Dienstauto, auch nachzulesen auf Bizeps.or.at. Zwar gilt die StVO theoretisch wohl auch für den Innenminister, der ja bekanntlich im eigenen Land keine diplomatische Immunität genießt, aber dass die zahlreich anwesenden Uniformierten ihren Oberchef zur Kasse baten, darf doch als sehr unwahrscheinlich gelten.
Georg hat recht: die österreichischen eiFon Tarife machen durchaus Sinn, mit 1000 Inklusivminuten kann man durchaus ein Weilchen schnacken und mit 3 Gigs das eine oder andere .txt-File runterladen. Der hiesige Mobilfunkmarkt ist dank seiner Überschaubarkeit, hoher Penetration und mehreren Big Players äußerst kompetitiv und die Gewinnmargen entsprechend gering, das zeigt sich auch bei diesem Tarifmodell. Wenn denn überhaupt Zeit bleibt zum telefonieren
Sie konnten damals in den 90ern diese 3D-Bilder nie sehen und hielten die gezielte Schielerei schön langsam für eine Verschwörung des Rests der Welt gegen Sie? Leider sind besagte kulturelle Artefakte fast gänzlich verschwunden, aber Max bietet eine erneute Gelegenheit zum Scheitern - und hat eine Anleitung für die 3D-Selbstbau-Brille parat. Übrigens: das datenschmutz-Logo ist natürlich auch ein 3D-Bild. Wer den verborgenen Text lesen kann, gewinnt 1 1/2 Trackbacks!
Wie dieses Video ein für allemal beweist - nur leider können wir ihre Sprache nicht verstehen:
Aber glücklicherweise gibt's ja das Internet, und ein Kätzisch-Kundiger hat für alle weniger tiersprachen-talentierten Youtuber die englische Übersetzung angefertigt:
In diesem tiervölkerverständigenden Sinne wünsche ich unvorstellbar erfüllende restliche 60 Sonntagsminuten und absurd viel Energie, um der langsam aber sicher übermächtigen Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken
Mein Interesse an digitalen Medien beschränkt sich keineswegs auf dieses Blog hier. Ich bin seit fünf Jahren selbständiger Berater und habe mich auf den konzeptionellen Produktionsbereich, auf strategisches Marketing und Social Networks spezialisiert. Die Auftragslage in diesem Bereich ist dank des Web 2.0 Booms - vorsichtig ausgedrückt - hervorragend.
Und obwohl auf meine Beratungsjobs tendenziell nur der erste Teil des bekannten Anti-Schuppen-Shampoo Slogans zutrifft (wirken: ja. sauteuer: nein.), war ich heute trotzdem einigermaßen über die folgende E-Mail verwundert, die ich von Mitarbeiter eines Mobilfunkunternehmens erhielt:
Wie du vielleicht weißt arbeite ich für xxx (im xxx Team). Wir planen nächste Woche zwei Diskussionsrunden zum Thema User Generated Content auf kommerziellen Plattformen abzuhalten. Im Vorfeld würden wir dazu gerne die Meinung von Experten einholen, und einer davon wärst du ... Als kleines (leider wirklich nur kleines...) Zuckerl könnte ich dir 35 Euro für die Teilnahme anbieten.
lG, XXX
Ich verstehe ja durchaus, dass die Mobilfunkprovider zunehmend panischer werden, weil niemand für 10 Euro im Monat 20 digitale Sender am Handy schauen will und die derzeit noch künstlich aufrecht erhaltene Trennung zwischen Sprach- und Datentelefonie auch nicht auf Dauer bestehen bleiben wird... aber den Teil mit den 35 Euros kapier ich trotzdem nicht. So unrosige Zeiten am .at-Mobilfunkmarkt? Meine Tages- und Stundenhonorare sind eh sehr günstig, und über gratis Einladungen kann man auch jederzeit sprechen... aber bei 35 Euro fühl ich mich ver-a-wortet. Der beste Kommentar stammte von einem Kollegen, der meinte: "Ist doch eh eine angemessene Bezahlung... geh doch einfach hin und sag: das ist alles sehr kompliziert. Und aus." Im Übrigen handelt sich's um dieselbe Firma, die Ballonfahrern für motivierende Vorträge Honorare von einigen 10.000 Euros bezahlt. Wer also in der Mobilfunkbranche sein Auslangen finden will, der sollte besser Ballonfahren üben, statt sich auf Social Media zu spezialisieren
| 15. September 2007 |
Sogar meine nackte Honda Hornet ist langstreckentauglicher als 50cm3-Moped. Und genau deshalb wird Blog-Kollege Stargazer sich am 5. September mit seiner Yamaha Neo auf den Weg zu einer Rundreise durch Österreich machen. Das Ganze nennt sich Road Trip und dient auch noch einem guten Zweck!
Das lukrierte Geld soll der Vereinigung Netz für Kinder zugute kommen:
Um dieser Fahrt noch einen Sinn zu geben, suche ich noch Leute, die bereit sind etwas für eine gute Sache zu tun, wie zum Beispiel pro gefahrenem Kilometer einen Euro zu spenden.
Die Spenden-Aktion wird über das Netz für Kinder abgewickelt, da dort schon entsprechende Strukturen vorhanden sind.
Auf der zugehörigen Roadtrip Seite sind die bisherigen Sponsoren gelistet, Quartiere am Weg und Benzin-Gönner werden derzeit noch gesucht. Ich behaupte mal, dass die Aktion der österreichisch-Blogistan ziemlich die Runde machen wird und kann jedem, der ein paar Euros Werbebudget übrig hat, nur raten, Stargazer zu kontaktieren. Pro Tag sollen 2-300km zurückgelegt werden, von Dornbirn aus geht's erstmal Richtung Tirol und dann weiter gen Osten. Geplant ist natürlich ein Blog von der Reise - na, Mobilfunkprovider? Wär das nicht was, um die flächendeckende Versorgung mit Netzzugang zu demonstrieren und vergleichsweise super-günstig Netz-Publicity abzustauben?
Viel Glück jedenfalls bei der Suche nach weiteren Sponsoren! Wenn nicht die ohnehin die OMV vorher einsteigt, dann werde ich Anfang September auf jeden Fall ein paar Liter Benzin spenden - und ich freu mich schon auf das zugehörige Blog.
Man grüßt heute mobil, zumindest, wenn man seine E-Mail auf einem tragbaren Rechenknecht verfasst, weiß Thomas Knüwer vom Handelsblatt. Überhaupt bleibt alles anders, und den View- und Hitzahlen wird schon wieder so schwindlig wie zu Zeiten des ersten Internet-Booms. So reicht bislang ein kleiner Trick, um in den Hitparaden des Web 2.0 Wünderkinds Youtube nach vorne zu schießen wie weiland Udo Hubers Gäste - baut's doch bitteschön einen IP-Check ein! Das haben wir bei unseren Webvotings anno '99 auch schon geschafft. Wo der Hase beisst gibt's übrigens ein ganzes Blöggelchen, das sich nur mit Youtube-Manipulation befasst.
Manipulation wurde hier ja auch im Rückblick zu BlogKW44 beschrieben, und zwar in Form gefälschter Airline-Boarding-Passes: Bruce Schneier hat die ganze Story nochmal für Wired.com in ihrer unglaublichen Blauäugigkeit zusammengefasst und erntet ob seiner deutlichen Erklärung geteilte Kommentare.
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Diesmal: Die Bewegfeder der Destillusion. Oder: nichts über die Bartvorlieben der österreichischen Frauen.
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Hätten Sie's gewusst? So nennt man neuerdings Kündigungen, so nennt sie zumindest die Personalvertretung der mobilkom Austria in einer internen Aussendung an alle Mitarbeiter. Aber keine Sorge - das alles passiert im Rahmen des ganze normalen "Outplacementprozesses", wie's so schön im Subject des Mails heißt. Also zukünftig wird's nicht mehr heißen:
Heast, Oida, I bin hock'nstad, mei Firma hot mi g'feiat!"
sondern gleich viel aufmunternder:
Heast, Oida, weg'n dem Autplesmäntprozess hob I gestan a Funktionswegfall-Tratscherl mit meim Hiumän Rissurs Manager g'fiat!