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Artikel-Schlagworte: „mp3“

Beenie Man sucht den besten Breakdancer

Wer die richtigen Moves drauf hat, kommt am Ende noch ins Fernsehen - das war schon immer so, siehe Fred Astaire :mrgreen: Derzeit sucht Beenie Man, Dancehall-Aushängeschild mit MTV-Appeal, den richtigen Tänzer für sein nächstes Video. Der Gewinner reist zum Videodreh und bekommt $2.500, auf den Zweitplatzierten wartet die gleiche Summe, der Dritte bekommt $1.000. Die Konkurrenz hat allerdings schon ordentlich geübt, wie dieses Video zeigt:

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Amazon bietet DRM-freie mp3s an

ammp3 Amazon bietet DRM freie mp3s anSeit gestern gehört auch Deutschland zum Reigen jener Ländern, in denen Branchenprimus Amazon Musik nicht mehr nur auf Silberscheibe oder Vinyl verkauft: ein riesiger Portfolio hochwertiger 256kBit Files stehen direkt auf der Webseite bereit. Für den One-Click-Einkauf ist die Installation des Amazon-mp3-Downloaders (verfügbar für XP, Vista, Mac und Linux) zwingend erforderlich. Austria-Surfer bleiben aber einmal mehr außen vor, aber wird sind's ja gewohnt. Vordergründig übernimmt die Software den Download ganzer Alben sowie das Importieren in die iTunes Bibliothek - was die Software im Hintergrund tut, wissen bloß der Geier und die Musikindustrie.

Letztere ist in punkto Wasserzeichen und Konsumentenkriminalisierung in den letzten 10 Jahren ja nicht gerade durch Zimperlichkeit aufgefallen; da wundert man sich direkt, dass Amazon seinen Verkauf überhaupt ohne DRM starten durfte. Der Beschreibungstext weist gleich mal auf "lokale Besonderheiten" hin:

amazonmp3 Amazon bietet DRM freie mp3s an

Tatsächlich konnte ich keine Songs in den Einkaufswagen legen. Zwar tauchte keine Fehlermeldung auf, aber die Songs schienen einfach nicht auf. Erst nach Installation der Software und einem One-Click-Verkauf wurde Amazon ein wenig gesprächiger:

Bitte beachten Sie: Tut uns leid. Ihre Bestellung konnte nicht verarbeitet werden, da das gewünschte Produkt geografischen Einschränkungen unterliegt. Weitere Informationen zu den geografischen Einschränkungen finden Sie in den Nutzungsbedingungen zu diesem Produkt. Wir entschuldigen uns für Unannehmlichkeiten, die Ihnen möglicherweise hieraus entstanden sind.

Nur der Schelm glaubt, dass wir Alpenrepublikaner durch solche Actions Piratebay & Co. in die Arme getrieben werden. Bin gespannt, ob sich die Amazon-Rechtsabteilung wegen der paar Bewohner überhaupt die Verhandlungen mit AKM, AUME und Co. antut.

Affiliates freuen sich

Affiliate-Experten wissen, dass ein sogenannten "Medienbruch" die Conversion beträchtlich verschlechtert. Verkauft ein trusted merchant wie Amazon digitale Güter, so steigt automatisch die erzielbare Conversion Rate - Deeplinks auf einzelne Alben bzw. Tracks sind schon jetzt möglich, an einem mp3-Widget wird mit Hochdruck gearbeitet. Musik ist ein dankbarer Rohstoff - allen Unkenrufen zum Trotz geben ausreichend viele User durchaus Geld für Beschallungsinhalte aus, sofern die Convenience stimmt. Mit anderen Worten: hier tut sich meiner Meinung nach eine sehr lukrative neue Einnahmequelle für alle Internetseiten mit Popkultur-Bezug auf!

Startseite: Amazon mp3-Downloads

Ode an die Jugendsubkultur

gitarre Ode an die JugendsubkulturIm Wiener Rabenhof geht am 12. Februar der Protestsongcontest 2009 über die Bühne, die 10 Finalisten stehen bereits fest und mein Favorit ebenfalls. Ich drücke dem Ski-Schuh-Tennis Orchestra jedenfalls beide Daumen für die Ode an die Jugendsubkultur!

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101 talk #2: Affiliate Marketing Fachbegriffe

101.talk #2"Affiliates, Tiere, Attraktionen - hereinspaziert, werte Podcast-Lovers! Hans-Peter und ich haben zum zweiten Mal geskyped und mitgeschnitten: verfolgen Sie einen Podcast live bei der Entstehung - ab sofort gibt's den 101 talk zweiwöchentlich, an einer passenden Signation wird noch gearbeitet. Diesmal im Fokus: Fachbegriffe aus der weiten Welt des Affiliate-Marketing. Pros werden nicht viel Neues hören, aber hey - you gotta build a foundation! In diesem Sinne, viel Vergnügen mit dem folgenden 20-Minuten-Hörspiel:

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Radio u-ton: Erfahrungsbericht übers Speed-Daten

Radio U-Ton: Musik aus Indien"Nur die Männer setzen sich um, die Frauen bekommen eine Nummer und bleiben den ganzen Abend lang am selben Platz sitzen." Hier kann nur die von Speed-Dating sein: Sophia Aichinger, Ute Hanel und Stefan Reinhart haben sich zur Primärrecherche ins Reich der beziehungswütigen Singles begeben. Rendezvous im Schnelldurchlauf bedeutet Maximierung der Kontakte an einem Abend, was statistisch gesehen das Auffinden eines paarungswilligen Vertreters des anderen Geschlechts beträchtlich erleichtern sollte. Wie die Sache in der Praxis funktioniert, erfahren Sie nach dem Klick auf den Play-Button.

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Radio u-ton: J. G. Ballards Atrocity Exhibition

Radio U-Ton: Musik aus IndienDer britische Schriftsteller James Graham Ballard fühlt sich in unterschiedlichen Genres zuhause. Unter anderem stammt auch die Romanvorlage zu David Cronenbergs "Crash" aus der Feder des Kultschreibers, dessen Bücher auf Deutsch in den letzten Jahren quasi nur antiquarisch erhältlich waren. Anlässlich der Neuübersetzung von "The Atrocity Exhibition" führte Radio u-ton ein Gespräch mit Editor T. Ballhausen.

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Radio u-ton: Musik aus Indien

Radio U-Ton: Musik aus IndienBernhard Lichtenberger war mit dem Rucksack zwei Wochen lang in Indien unterwegs - eine zu kurze Zeitspanne, um dieses ausgedehnte Land genau kennen zu lernen, aber lange genug, um einige sehr spannende Sound-Impressionen und etliche Tipps für potentielle Indienreisende mitzubringen. Indische Musik spielt sich irgendwo auf dem weiten Spektrum zwischen Ravi Shankar und Panjabi MC ab - hören Sie sich das an! Diese Sendung gehört zur Serie "Wenn einer eine Reise macht - u-ton zu Gast in der weiten Welt":

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U-Ton Sendung: Die Wahlsatire

Aus aktuellem Anlass beschäftigte sich Radio U-Ton am 20. September mit den österreichischen Wahlen - und zwar in satirischer Form. Diese ist, wie das Ergebnis zeigte, bekanntlich von der Realität rechts außen überholt worden. Inmitten sovieler anständiger Menschen bleibt einem das Lachen ja fast im Hals stecken...

[podcast]http://blog.datenschmutz.net/wp-content/audio/20080922-uton-wahlsatire.mp3[/podcast]
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Best Buy kauft Napster

napsterlogo Best Buy kauft Napster Was hab ich in den späten Neunzigern über Napster geschrieben: der Vater aller Filetrading-Services und Gottseibeiuns der Musikindustrie machte Shawn Fanning über Nacht zum Popstar der Informationsrevolution. Magere 128kBits hatten mp3s seinerzeit, die damals mühsam gehamsterten Sammlungen sind längst höherqualitativen Rips gewichen und Shawn konnte das gerichtsbedingte Aus immerhin lange genug verzögern, um Napster an die Bertelsmänner zu verscherbeln. Die waren allerdings mit der Musikdownload-Plattform ebenso glücklich wie Fanning mit seinem Nachfolgeprojekt Rupture, einem Social Network für Gamer. Zwischendurch schlug dann mal Roxio zu, heute gab Best Buy den sogenannten "Merger" bekannt.

Erworben hat man Napster um knackige 121 Millionen Dollar - denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Roxio hatte aber selbige wohl bereits aufgegeben, denn trotz einer kolportierten Userbasis von 700k Musikfans ließ sich der Abo-Service bislang nicht monetarisieren. Das bislang erfreulichste Geschäftsjahr brachte immerhin Minderung des operativen Verlusts von 16,5 Millionen Dollar (2007: 36,8 Mio. Dollar). TechCrunch drückt das folgendermaßen aus: "Best Buy just wasted $121 million." Die Geschäftsführung von Best Buy sieht dies naturgemäß anders und will vorerst mal alles beim Alten belassen:

Best Buy believes that Napster has one of the most comprehensive and easy-to-use music offerings in the industry, including streaming music, music subscriptions, the ability to purchase individual tracks, albums and mobile offers. Napster has approximately 140 employees, with its headquarters in Los Angeles. At this time, Best Buy does not plan to relocate Napster’s headquarters or to make significant changes in personnel.

Tja, traurig aber wahr: die große Zeit des Kätzchens ist längst vorüber, in Zeiten von Play-, Last-, Blip-fm, Pandora und Konsorten stinkt Napster sowohl von der extrem grottigen Streaming-Qualität als auch von der Auswahl her ab. Das Gratis-Streaming ist außerdem nur in den USA verfügbar, wer mp3s saugen will, muss den Client installieren und monatliche Abogebühren bezahlen. Die Freeloader (mit denen ohnehin kein Geschäft zu machen ist) sind längst auf Torrents und/oder Soulseek umgestiegen, der zahlende Teil der Netzbevölkerung kauft brav im iTunes Store. Aber wer weiß, vielleicht hat Best Buy ja den genialen Masterplan schon in petto: denn mit der Aufrechterhaltung des Betriebs wird Napster niemals in die schwarzen Zahlen kommen.

Radio U-Ton: On Air mit Paul

Radio UTONAm vergangenen Montag war ich bei Paul zu Gast im Radio U-Ton Studio. Live-Radio Sendungen aufzunehmen macht großen Spaß - und bei der Funkhaus Studioausstattung kann man als Podcaster nur neidisch werden :mrgreen: Geplaudert haben wir in dieser Ausgabe über Popkultur bzw. die aktuelle Spex-Ausgabe, in der einige Schwanengesänge über den Niedergang der Subkulturen zu finden sind. Außerdem beschäftigen wir uns mit der im Feuilleton-Sommerloch die Runde machenden Frage, ob das Internet in der Tat verdummt. Hier die Sendung in voller Länge, nur die Songs hab ich aus Copyright-Gründen rausgenommen.

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Gratis-Bassmusik: Neues Kubo aka Stereotyp Mixtape

kubomix 1217068129 Gratis Bassmusik: Neues Kubo aka Stereotyp Mixtape...zum freien Download! Und zwar handelt sich beim Protagonisten um einen alten Bekannten: Ich sag nur Al Haca / Tritone / Siqnature... klingelt's? Ganz genau, der Stereotyp ist im Haus und jagd frische Basslines aus den Boxen. Kubo heißt sein neuestes Projekt, ob solo oder kooperativ konnte ich auf die schnelle nicht eruieren, aber weitere Infos folgen. Mir gefällt jedenfalls die Mischung aus typischem Mörthi-Sound und neuen südlich-sonnigen Rhythmuseinflüssen. Das einzige relevante im Moment ist die Download-URL...

Stefan versorgt die Community ja immer wieder mit phatten Gratis-Mixes in hervorragender Soundqualität - ganz ohne Kopierschutz-Crap und sonstigen Blödsinn, sondern einfach nur Beats. Alle Tunes am aktuellen Mixtape stammen von Kubo, der Mix dauert rund 20 Minuten und ist 25MB groß. Den Hörer respektive die Hörerin erwarten stereotypische Basslines und Ragga-Blueprints mit einem gehörigen Schuss Sci-Fi Soundästhetik und Moving Riddims. Hier geht's zum Gratis-Download:

Kubo Mixtape (*.zip-Format)
Kubo Mixtape (*mp3-Download

Aktuelle News zu Stefans Soundreisen rund um den Globus auf Crunchtime Records, so der treffende Namen von Stereotyps Solo-Label.

Tracklisting

  1. aranja
  2. rebola
  3. turnament version feat. Yasmine Seydi
  4. turnament
  5. uepa
  6. un corpo
  7. kubo precut (no name yet )
  8. lem lem
  9. tindao
  10. PS: ich votierte ganz entschieden dafür, den Terminus Mixtape auch in Zeiten von mp3-Downloads unbedingt beizubehalten!

CD-Verlosung: Cafe Drechsler is back

cafe drechsleraleX Deutsch, trommelnder Mastermind hinter einer ganzen Reihe spannender Projekte im Überschneidungsfeld von Jazz und elektronischer Musik, hat gemeinsam mit kongenialen Jam-Partnern eine neue Compilation für das legendäre Café Drechsler am Wiener Naschmarkt produziert. Dank release* verlose ich drei CDs des aktuellen Albums - und habe mit aleX ein Interview über das Phänomen Drechsler und Bands vs. Jamsessions geführt. Wer am Gewinnspiel teilnehmen möchte, hinterlässt wie gewohnt einfach einen Kommentar zu diesem Posting: >>beim Gewinnspiel mitmachen>>   Wie sich das ganze anhört, verrät der Radio Edit von "Get the Ball Rollin" (feat. Hans Krankl und Anna F.)

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Mitmachen beim Gewinnspiel

Wer eines der drei Alben gewinnen möchte, hinterlässt -wie immer - einen Kommentar zu dieser Story. Und wie bei allen ds/Gewinnspielen gibt’s ein Extra-Los für jede Online-Verlosungsankündigung und für alle teilnehmenden datenschmutz Facebook-Fans. Eine Registrierung ist nicht erforderlich, Details zu den Teilnahmebedingungen gibt’s hier. Die Verlosung endet am 13.07.2008., die GewinnerInnen werden via E-Mail verständigt.

Wer die eigenen Gewinnchancen erhöhen möchte, outet sich auf Facebook als Fan; und wenn jemand eine Ankündigung postet, bitte via Trackback oder Kommentar Bescheid sagen, damit ich vor der großen Verlosung auch nix übersehe.

Interview mit aleX Deutsch

datenschmutz: 2002 sorgte das Debutalbum von Café Drechsler für Furore. Wie wurde das ursprüngliche Trio damals gegründet? Gab's vor dem "offiziellen" Release Jam Sessions?

aleX deutsch: Ich selbst betreibe aktiv seit etwa 1988, also seit nunmehr 20 Jahren, Jam Bands wie unter anderem meine ehemals amerikanische Band "Pink Inc." mit Jamaaladeen Tacuma (Bass) und George Garzone (Sax) [Pink Inc. / Pink Inc. DIW Japan] und mit Delmar Brown (Keys/Vocals) [Keys 2 the Kastle/Ponycanon in Tokio] und initiierte eine ganze Reihe von "Non Klischee Jam Sessions" wie djam (1995 - 1997 im Bar Beisl Soiree in Gleisdorf), die berühmt-berüchtigten "Gelee Royal" Nights jeden Donnerstag zuerst 2 Jahre im Palmenhaus Burggarten (1999-2001) und dann ebenfalls wöchentlich im Porgy and Bess sowie in Städten wie Krakau, Rom, Warschau, Moskau und Berlin - bei diesen Sessions habe ich oft lokale Talente und internationale "Stars" , DJs, Musiker und Visual Designers zusammengebracht, um a) diverse Berührungsängste und aus meiner Sicht unnötige Vorurteile zwischen den sogenannten Elektronikern/DJs und richtigen Musikern, die in der Tat ein Instrument sehr gut spielen können, und b) aus der Lust der reinen Improvisation und dem Kick, quasi nackt, ohne Noten, Proben, Absprachen mit immer wieder wechselnden Konstellationen vor ein Publikum zu treten: mit dem Ziel, aufregende Livemusik im "hier und jetzt ohne doppelten Boden oder Fangnetz" zu präsentieren und das Publikum zum Tanzen zu bringen. Den Uli Drechsler habe ich als Lehrbeauftragter für eine Meisterklasse von 11 internationalen Schlagzeugstudenten an der Universität für Musik in Graz in einer meiner Ensembleklassen als Student und Unique Voice kennen und schätzen gelernt.
Für eine Diplomarbeit in der SAE hat Uli mich und Oliver Steger spontan in das dortige Recordingstudio eingeladen, wo wir das erste mal in dieser Form gemeinsam zusammen gespielt und zugleich recorded haben. Der SAE Diplomstudent war aufgrund der hervorragenden Resultate ebenso begeistert wie ich, hat uns die Aufnahmen gebrannt und ein selbstgebasteltes Cover mit einem Bild des Cafe Drechsler überreicht. Ich schlug diesen Namen als Bandnamen vor und mit Zustimmung des alten Herrn Drechsler vom Café Drechsler wurde das unser Bandname.
Es folgten viele legendäre Auftritte in vielen Wiener Clubs und Beisln, auch im Rahmen meiner "Gelee Royal Nights" und wir hatten zuerst mal eine auf 500 Stück limitierte eigenproduzierte CD für unsere Fans mit "richtigen Cafebohnen" produziert, die wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln wegging. Danach wurde Universal Music auf uns aufmerksam, der Rest ist Geschichte.

?: Nach zwei sehr erfolgreichen Alben hat sich Café Drechsler getrennt. Wenn ich richtig informiert bin, gab die Renovierung des Cafés den Ausschlag zur "Neugründung" - was hat sich gegenüber der "alten" Band verändert?

drechsler2 277x300 CD Verlosung: Cafe Drechsler is back!: Es gibt keine "Neugründung" und auch keine "Band". Das ist Geschichte. Es gab an mich den Auftrag von Seiten des Kaffehauses Drechsler für das Cafe eine CD zu produzieren, die ich mit vielen meiner derzeitigen musikalischen Weggefährten produziert habe: mit dem Ziel, das Flair eines Kaffehauses im Jahr 2008 in Wien, den Naschmarkt und den gechillten Wiener Flavour dort akustisch spürbar zu machen. Die Cafe Drechsler Hausband ist eine flexible Gemeinschaft aus verschiedenen Protagonisten auf diesem Album. Mit der Band Cafe Drechsler hat das ganze gar nichts zu tun, außer dass auch ich hier der Produzent und der Drummer bin ;)))

?: Im Konzept des Projekts spielten Gastauftritte schon immer eine beträchtliche Rolle. Mit welchen Künstlern würdest du auf zukünftigen Alben gerne zusammenarbeiten? Und: wird es zukünftige Alben geben?

!: JA! Ich persönlich arbeite derzeit an einem Soloprojekt als Drummer, live Programmer, Keyboarder, Bassist und Sänger in Personalunion, welches ich live! im Herbst zusammen mit einem VJ und Soundengineer in den einschlägigen Clubs zwischen Warschau und Paris, Berlin und Wien präsentieren werde.
Daneben ist es mir eine Riesen-Freude mit so großartigen Talenten wie Anna F., John Megill und Matthieu Michel sowie meinen langjährigen musikalischen Weggefährten Peter Herbert, Franz Hautzinger, Clueso und anderen als Produzent, Musical Director und Drummer/Musiker auf internationalem Parkett arbeiten zu dürfen. Mit all diesen Künstlern wird es zukünftige Alben und Singles geben!

?: Links und rechts neben die Jazzszene zu blicken, war für dich nie ein Problem - siehst du den "fehlenden Dogmatismus" mit als einen Grund für den Erfolg der Band?

drechsler3 300x300 CD Verlosung: Cafe Drechsler is back!: Nachdem es die "Band", von der du sprichst, seit über 2 Jahren aus gravierenden menschlichen wie musikalischen Gründen, zumindest aus meiner bescheidenen Perspektive, nicht mehr gibt, kann ich da nur einmal für mich selbst antworten: ich mache seit über 30 Jahren erfolgreich Musik, das heißt, dass ich meinen Lebensunterhalt und den meiner Kinder ausschließlich damit bestreite und ich nur Projekte und Inhalte mache, die ich will und von denen ich 100%ig überzeugt bin. Das mache ich in erster Linie aus rein egoistischen Gründen einmal für mich selbst ; ))) Aber mit einer ganz klaren Verantwortung und Wahrnehmung eines für mich immer wesentlichen Bandmembers: des Publikums. Hier bin ich, um dem Publikum und mir einen Club 2 Atomwissenschaftler-Diskussionseffekt zu ersparen, um eine möglichst klare, eindeutige und verständliche Sprache bemüht. Außerdem geht es mir in erster Linie immer um "die Musik" und nicht um mein Instrument oder mich selbst und ich kann nach wie vor sagen, dass ich es absolut liebe, Musik zu machen und live! zu spielen! Das merkt dann wohl auch jeder.

?: Wie würdest du das aktuelle Drechsler-Album charakterisieren? Loungemusik klingt aufgrund der Beliebigkeit des Begriffs ja fast nach einer Beleidigung...
!: KAFFEHAUSMUSIK VON GROSSARTIGEN KÜNSTLERN FÜR DAS CAFE DRECHSLER AUF DER HÖHE DER ZEIT.

?: Welche Nummern des aktuellen Albums sind deine Lieblings-Tracks und warum?
!: Ich mag alle Songs sehr gerne und kann mir alles nach wie vor auch mit Freude anhören

?: Wie sieht's mit den Plänen für die nähere Zukunft aus? Stehen Konzerte am Programm?

!: Am 15 Juli spiele ich mit dem Matthieu Michel Quartett beim Jazzfestival Fribourg in der Schweiz, am 19. Juli bin ich mit einem Trio mit Barbara Paierl bei einem Festival in Krakau, am 27. Juli bin ich mit Anna F. im B72, am 30. Juli bis 3. August mit derselben Künstlerin in diversen Clubs in Berlin, wie unter anderem der Arena/Badeschiff Berlin oder dem Kaffee Burger. Im Herbst gibt es dann eben meine Solo Tournee, eine Tour mit Anna F. und John Megill, ein paar Konzerte mit Wolfgang Puschnig, Harry Sokal und Peter Herbert auf Festivals am Balkan sowie eine Performance in der roten Bar mit Jamaaladeen Tacuma und einem jungen DJ/Live Programmer.


*) Von Release respektive Andrea hab ich auch ziemlich zu datenschmutz-Beginn immer coole Alben zum Verlosen bekommen, als sich hier noch nicht so viele LeserInnen rumgetrieben haben wie mittlerweile. Ein Extra-Danke dafür an Miss Gonzo!

Fotocredits: Georg Oberlechner, Pressefotos von release.at

Ein Sack voller Tunes

tunesbaglogo Ein Sack voller TunesMit Tunesbag teilt man die eigenen Musiksammlung so bequem wie nie zuvor: nach dem Upload der eigenen Tracks können diese mit Freunden problemlos getauscht werden, zusätzlich fungiert der Service als "Backup" für die eigene Musiksammlung. Die Idee ist grundsätzlich nicht neu - simfy und MusikMakesFriends bieten ähnliche Services an und besticht durch einige nette Zusatzfeatures. Derzeit befindet sich die Seite noch im geschlossenen Teststadium, ich hab aber 10 Einladungen zu vergeben.

Bach dem Upload der eigenen Tracks (browserbasiert oder via Upload-Software mit Winamp/iTunes Unterstützung) werden diese fortan Bestandteil der eigenen Bibliothek und lassen sich von jedem Rechner mit Internetzugang aus anhören. Und, das ist der Gag bei der Sache, auch mit den eigenen Kontakten sharen. So kommt man im Nu zu mehr Musik - allerdings stellt sich natürlich sofort die Frage nach der rechtlichen Zulässigkeit. Die beantwortet Tunesbag mit dem Verweis auf die Privatkopie: man in Playlisten organisieren und anhören, aber nicht herunterladen. (Und zwar nicht mal die eigenen - zumindest hab ich keine Option dazu gefunden; das macht die Seite als Backup-Service allerdings recht fragwürdig.)

Auf DRM-Unterstützung verzichtet die Seite komplett, dafür wurde eine Anbindung an die Facebook-API geschaffen: so lässt sich im Nu eruieren, welche der eigenen Facebook-Freude bereits Tunesbag-User geworden sind. Damit nicht genug der Mash-Up Fähigkeiten: Kommentare zu einzelnen Songs können direkt an Twitter gesendet werden, eine Anbindung ans eigenen Last.fm Profil sorgt für passende Vorschläge zum gerade gehörten Track. Auf netzwertig gibt's einen recht ausführlichen Review.

Der Erfolg eines solchen Dienstes steht und fällt mir der Skalierbarkeit: sich als zentrale Musikbibliothek zu etablieren bedarf bei wachsender Usermenge einer gehörigen Portion juristischen "Glücks" und einem skalierbaren Konzept zur Kostendeckung: Gründer Hansjörg Posch will den Service gratis anbieten und die Traffic- bzw. Speicherplatzkosten via Werbung finanzieren. Die Anbindung an diverse Social Networks garantiert tatsächlich einen gewissen Mehrwert, die Zugänglichkeit der eigenen Sammlung von überall her klingt verlockend - in der grauen Vorzeit des Internet hat ja mp3.com weiland mal ein ähnliches Service unter dem Namen "My Music Locker" angeboten...

tunesbagscreen 300x201 Ein Sack voller TunesDie Bedienung der Seite geht flockig von der Hand, der Einsatz der modalen Layer-Fenster ist ebenso gut gelungen wie das Design und der Pop-Up Player. Was mir fehlt ist die Download-Funktion für die eigenen Tracks und eine Möglichkeit der Beschlagwortung. Fraglich ist auch, wie Jörg auf Dauer dem Problem des "Duplicate Content" begegnen will: die hochgeladenen Tracks der einzelnen User sind mit Sicherheit nicht durchgehend mit korrekten ID3-Tags versehen. Zu guter Letzt bleibt noch die Frage nach der Soundqualität: an ein 320er mp3 auf einer guten Soundkarte und einer ordentlichen Anlage kommt das Streaming natürlich nicht ran. Trotzdem ein netter Service für unterwegs und eine mehr als elegante Gelegenheit, in den Genuss neuer Beats zu kommen.

10 Einladungen für tunesbag zu vergeben

Wer sich das ganze Mal live zu Gemüte führen möchte, sagt einfach via Kommentar Bescheid - first come, first serve: 10 Einladungen kann ich verschicken.

Releaseparty: DJ Buzz – Episode One

30. Mai 2008 22:00bis31. Mai 2008 4:00

waxobuzz Releaseparty: DJ Buzz   Episode OneDJ Buzz, ein Drittel der Waxolutionists, umtriebiger Produzent und Mitbegründer des Supercity Soundsystems feiert am 30. Mai im Wiener Luftbad die Releaseparty seines ersten Soloalbums "Episode One". Erschienen ist der Instrumental-Longplayer am 5. Mai - und wie nicht anders zu erwarten, dürfen sich die Fans grooviger Hip Hop Tracks auf feinste Ware freuen: vielschichtige, abwechslungsreiche Tracks, fein gemastert - anstelle vieler Worte hier ein 9-Minuten-Snippet aus dem Album, das mir The Bionic Kid geschickt hat. Behold DJ Chris Fader und DJ Buzz!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Übrigens: im Herbst erscheint das Supercity-Album, darauf freu ich mich schon sehr... Interview und Verlosung sind schon fix eingeplant :mrgreen: Bei der Releaseparty am Freitag im Luftbad (Luftbadgasse 17, 1060 Wien, 5 Euro Eintritt) bedienen neben Gastgeber Buzz D.B.H. und Mr. Wisdom die 1210er.

Supercity Soundsystem
Waxolutionists

mp3-Download: Tanzen Sie den basso profundo!

Marius schlägt wieder zu, und zwar im unteren Frequenzbereich: wenn's in den Schweizer Alpen subsonisch dahindubbt, dann sind die sonst recht praktischen Ohrhörerchen plötzlich nicht mehr adäquat: eine basstaugliche Heimanlage mit vernünftigem Subwoofer-Durchmesser wird Dubstep-Afficionados für diesen Mix dringend empfohlen.

basso profundo gibt's ganz neu auf Comfortnoise.com: es handelt sich sozusagen um das Gegenstück zu dem hier bereits vorgestellten basso continuo mix. Achtüng: der Download wiegt satte 145 Kilogramm, äh, Megabytes... niederfrequente Klänge lassen sich eben nicht beliebig komprimieren! Ich finde den Mix ganz hervorragend, nur wie gesagt: am mp3-Player war das wirklich nur der halbe Spaß.

bassoprofundo

new.com - Beats am Bassfundament

Marius aka DJ new.com hat mir einen Text zur Philosophie seines Labels und seines Mixes geschickt - wozu Musikjournalist spielen, wenn der Künstler sein Unterfangen selbst so eloquent beschreibt!

new.com beschäftigt sich schon seit längerem mit elektronischer musik, sei es als dj, party-organisator oder geschäftsleiter eines plattenladens, der seine liebe zum vinyl um keinen preis verrät. die beobachtung einer wachsenden flut von mehr oder minder spontanen mix-sets im internet, die sich unreflektiert an der atmosphäre in clubs orientieren, hat ihn zunehmend irritiert. auch die tatsache, dass die meisten djs die tracks behandeln, als wären sie ihr eigentum. gerade im internet muss elektronische musik aber nicht anonym bleiben. und genau dort könnte sie auch ihr riesiges potential im bereich des homelistenings entfalten! letzeres folgt freilich eigenen gesetzmässigkeiten und verlangt nach einer eigenenständigen kultivierung. zu diesem zweck hat new.com die plattform "comfort noise productions" aufgebaut. sie versammelt seine mix-sets und eine inzwischen unüberschaubare anzahl von live-aufnahmen mit gast-djs, die über das internet-radio "audioasyl" gestreamt wurden.

musikalisch orientiert sich new.com grundsätzlich an der basslinie: da hinein muss der produzent sein herzblut gelegt haben. und noch ein anderes element lässt sich ermitteln: der dub. damit ist eigentlich alles gesagt. wer möchte, kann "dub" noch ergänzen mit "-techno", "-house" oder eben "-step". letzteres - dubstep - ist zweifellos das gegenwärtig interessanteste subgenre in der elektronischen musik. seine formel ist noch nicht festgeschrieben und es entwickelt sich dauernd in neue, nicht vorhersagbare richtungen. ein ganz besonderes potential hat es in der annäherung von techno, house, breaks und reggae entwickelt. solches war bis vor kurzem noch völlig undenkbar. genauso die nachgerade unfassbare ausprägung und intensität des bass-fundaments. nicht zufällig entdecken weltweit immer mehr musikliebhaber und djs, wie gut sich zu dubstep tanzen und feiern lässt. der club-kontext ist allerdings nur die vordergründigste seite dieses sounds: längst hat sich eine subtile, düstere, auf atemberaubende erhabenheit pochende variante ausgebildet. ihre atmosphäre und wirkung lässt sich am ehesten noch mit der "burial-mix"-serie von rhythm & sound in verbindung bringen. diese maximal reduzierte sound-ästhetik öffnet mit ihren bässen allerdings abgründe, die einen vollends verschlucken. und die tracks tendieren zu einer langsamkeit, die sie beinahe auseinander fallen lässt - wären da nicht unsere eigenen bilder und gefühle, mit denen wir sie und uns selbst unwillkürlich wieder zu einem ganzen zusammen fügen.

während new.coms radiosendungen und live-sets spontan und improvisiert wirken dürfen, haben die mix-sets auf comfortnoise.com den anspruch, den high-end-level des dj's zu repräsentieren. aufbau und mixing müssen die hörer auch ohne assoziationen an party-erlebnisse gefangen nehmen können und ihnen in erinnerung bleiben. dieses ziel bedeutet wochen- bis monatelange arbeit, die in einer abgerundeten präsentation gipfelt. jeder mix erhält einen mit bedacht gewählten namen und ein selbst gefertigtes cover-bild. der respekt vor den grossartigen leistungen der produzenten und label-betreiber gebietet es zudem, sie niemals ohne korrekte tracklist mit exakten timecodes zu publizieren. auf diese weise werden diese sets zu persönlichen arrangements, geschaffen für die gepflegt-kompromisslose heimbeschallung, inspirierte momente im büro, weite und intensiv erlebte autofahrten.

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