| 29. April 2008 | ||
| 20:00 | bis | 22:00 |
Der dreimaldritte Fachvortrag der q/uintessenz aka q/talk beschäftigt sich mit einem hochaktuellen Thema. Gerald Reischl, der kürzlich das Buch "Die Google Falle" veröffentlichte, spricht über die zunehmende Vereinnahmung der digitalen Lebenswelt durch Tante G. Über die Bühne geht der Vortrag im Museumsquartier.
Ort: MQ Wien, Electric Avenue, quartier21, Raum D
Das Szenario, das der Vortragende zeichnet, geht von radikaler Monopolisierung aus; ich persönlich denke, dass ab einer gewissen Größe auch die Angreifbarkeit überproportional steigt - vor ein paar Jahren hatten alle höllische Panik vor Microsoft von wegen IE und so... kaum eine Dekade vergangen, und schon fühlt sich niemand mehr wegen eines potentiellen Redmonder Monopols gestresst. In beiden Fällen ging's um das Monopol der Schnittstelle. Ich bin jedenfalls gespannt auf den gewiss sehr hörenswerten Vortrag:
Haben Sie schon mal gegoogelt? In ein paar Jahren wird man bei dieser Frage nicht mehr das Suchen im Internet meinen, sondern unter googeln wird man den Kontakt eines Menschen mit moderner Technologie verstehen (http://www.google.at/intl/de/options/), dem Lesen von News und Blogs, von Büchern und Mails, dem Anschauen unserer Photos und Videos, die Statistik unsere Webseiten aber auch unsere Büroarbeit bis hin zu unserem Betriebssystem, Internetanbieter und Handyanbieter - das ganze zwar gratis aber nicht kostenlos - denn wir bezahlen mit unserem Leben, denn alles was wir machen bis zu unseren Gedanken und Genen gehört einer Firma - Weltweit - einer Firma die nur ein Ziel verfolgt - den Gewinn ihrer Aktionäre zu maximieren ...
Weitere Infos gibt's auf der quisse Homepage, der Eintritt ist wie bei allen q/talks gratis.
Gestern war Digitalks Time - hat großen Spaß gemacht, vor einer so interessierten ZuhörerInnenschaft einige Beobachtungen und Vermutungen zum Thema Social Networks darzulegen. Danke fürs Interesse und die Fragen; aber vor allem DANKE an Meral für die Organisation der gesamten Eventreihe.
Nett war's gestern... und meine Stimmbänder haben bis zum Ende brav durchgehalten
Am Vormittag hatte ich drei Stunden lang Uni-Vorlesung, allerdings musste ich da nicht übermäßig viel sprechen, weil einige Präsentationen am Programm standen: Peter Vitouchs Buch "Fernsehen und Angstbewältigung" kannte ich als Wiener Publizistizist natürlich, digitale Bildmanipulation ist mir nicht fremd (die Präsentation war allerdings äußerst gelungen) - aber über die Unterschiede zwischen Ultras und Hooligans weiß ich erst seit gestern Bescheid.
Um 19:00 ging's dann los im Museumsquartier - es war ein sehr spannender Abend mit einigen neuen Bekanntschaften; da geht eben nix über die guten alten IRL-Events, heute im Lauf des Tages folgte die "Nachbereitung" auf Xing und Facebook: und die ist einfach sehr viel praktischer als die klassische Visitenkartenlade - außerdem hab ich natürlich gleich den Loudhail Feed abonniert. Eine kurze Version meines Vortrags mit einigen Zukunfts-Spekulatiönchen gibt's auf oe1.orf.at nachzulesen. Im Anschluss an den "offiziellen" Teil folgten intensive Gespräche bis zur netculture-Space Sperrstunde
Robert, unbarmherziger Chronist der Web 2.0 Szene, hat alles fotografisch festgehalten und dabei ein unglaublich schmeichelhaftes Portrait von mir gemacht; wenn ich nicht wüsste, dass ich den Vortrag völllig nüchtern gehalten hab, dann würd ich mir denken: "Bamm Oida, der Typ is bummzua!"

Das nette Foto gibt's mit der ungestellt fröhlichen Runde gibt's bei Digitalks - und Andrea hat mir heute eine "Antwort" auf mein handgezeichnetes Comic-Bild geschickt:

| 26. März 2008 | ||
| 19:00 | bis | 21:00 |
Oder trotz? Oder doch wegen? Diese Frage darf demnächst am net culture lab Podium im Museumsquartier diskutiert werden, denn die Innovationsinitiative von Telekom Austria TA AG hat bemerkt, dass das alles eigentlich gar nicht so leiwand ist mit den ganzen (Verbindungs)daten.
Wobei in my humble opinion schon das Thema eine These suggeriert, die zu hinterfragen wäre: nämlich, dass gerade Social Networks zu jener Ausspionierbarkeit führen, die digitale Bürgerrechtsorganisationen wie die quintessenz schon seit Jahren anprangern - noch lange vor Facebook und Co. Social Networks sind das geringste Problem, weil moderne Networks sehr elaborierte Privacy-Einstellungen erlauben, siehe Facebook. Mit anderen Worten: UserInnen entscheiden selbst, welche Daten sie wem preisgeben möchten.
Eine viel gewaltigere Bedrohung liegt in der Aushöhlung der Gewaltentrennung, in der freien Verfügbarkeit von Abhörmechanismen für die Polizei ohne jegliche richterliche Beschlüsse, wie sie nun in .at Realität ist. Die Kombination aus Telekommunikations-, Internetverbindungs- und bargeldlosen Zahlungsdaten - ganz zu schweigen von RFIDs in zukünftigen Ausweisen - sollte auch Nicht-Paranoiker schlucken lassen: dagegen sind Social Networks wirklich ein läppisches Problem - insofern finde ich den Ankündigungstext auch stark übertrieben; aber die monochrom Performance könnte auf jeden Fall lustig werden.
Interaktion im Social Web erfolgt datenbasiert: Wer sein Profil reichhaltig mit persönlichen Informationen füllt, Bilder veröffentlicht und ausgiebig virtuell kommuniziert, wird zum sozialen Erfolg im Netz. Vielen Usern ist aber nicht bewusst, dass ihre Daten nicht nur ihren virtuellen Freunden zugänglich sind: Über offene Programmierschnittstellen (APIs) können (User-)Daten extrahiert und neu kombiniert werden - solche Mash-Ups haben den Erfolg von Web 2.0 mitbegründet. Aber ist auch rechtlich und ethisch vertretbar, was technisch möglich ist? Und ist der Mensch überhaupt in der Lage, mit den technischen Szenarien, die er selbst erschaffen hat, in seinem Alltag adäquat umzugehen? Neben einer moderierten Diskussion wird das internationale Kunst-Technologie-Philosophie Kollektiv Monochrom live soziale Mash-Ups präsentieren.
Näheres über die Diskutanten gibt's Anton Geist, Bernhard Lehner, Jaro Sterbik-Lamina, Jana Herwig und Begrüßer Martin Bredl gibt's auf der netculture Seite nachzulesen.
| 23. März 2008 | ||
| 20:00 | bis | 23:00 |
Keine überlebensgroßen Osterhasen stehen am oster-sonntäglichen monochrom Film-Spielplan, sondern ein Klassiker des Horrorgenres: riesige Killerameisen machen sich in Formicula (Originaltitel: Them) über gar nicht mal so unschuldige Menschen her.
Projiziert wird im Raum D des Wiener Museumsquartiert, im Zentrum der Handlung des schwarz-weiß Films unter Mitwirkung von Leonard "Mr. Spock" Nimoy stehen großformatige Krabbler: Denn Atomtest-Strahlung hat zum fiktiven Wachstum der ansonsten unentbehrlich fleißigen Waldarbeiter geführt. Anstatt lustige kleine Ameisenhaufen zu bauen, pumpen die mutierten Monsterchen Menschen voll mit Ameisensäure und stehlen kiloweise Zucker. Das FBI ermittelt, die Soundeffekte sind spooky und das karge, fast dokumentarische Flair der Doku tut ein Übriges zum passenden Ausklang des höchsten katholischen Firetags im Kirchenjahr. Während Method Man und Redman wohl einmal mehr zu dicht waren, um's rechtzeitig zum Flieger und zum für heute geplanten Auftritt in Wien zu schaffen, ist Johannes wohlbehalten von diversen Konferenz-Auftritten zurück und wird einführende Worte sprechen:
Sonntags werde ich im Rahmen der Projektionen eine kleine diskursive Einführung zu Gehör bringen, dann geht's ans gemeinschaftliche ostersonntägliche Filmschauen. Aber warum ausgerechnet der schinkenverseuchte und monotheistische Ostersonntag?
Nun, die Easteregg-Mission habe ich ja schon erwähnt. Aber es gibt noch einen viel triftigeren Grund. Die Ameisen verdanken ihre Größe dem ersten Nuklearwaffenversuch der Geschichte, dem
Trinity-Test. Und Trinity ist ja auch nur ein coolerer Name für "heilige Dreifaltigkeit". Basta.Erfahret!
Also, kommt doch am Sonntag, 23. März 2008 um 20 Uhr in den Raum D des Museumsquartiers. Wir haben einen Geigerzähler und etwas
radioaktives Material. Ameisen bitte selbst einsammeln.
| 26. Februar 2008 | ||
| 20:00 | bis | 22:00 |
Um die Demokratisierung von Lerninhalten durch Open Content geht's beim achten Fachvortrag der q/uintessenz. Im Zuge des 100$ Laptop Projekts und des großen Wikipedia-Erfolgs soll erstmals gelingen, was Schulbuchverlage nie zustande gebracht haben oder vielleicht auch nicht zustande bringen wollen: frei zugängliche Lernsoftware für alle.
Gastredner ist Aaron Leon Kaplan, Vereinsobmann von OLPC Austria, der beträchtliches gesellschaftspolitisches Potential des Projekts auch abseits der 3. Welt ortet:
Diese Laptops und Netzwerke können uns allen helfen, Distanzen zu überbrücken, gemeinsam zu arbeiten, zu lernen und Wissen zu teilen. Das ist ein wichtiger Schritt zur Lösung unserer größten und komplexesten Probleme.
Wie immer findet die Veranstaltung im Museumsquartiert statt, und zwar in der Electric Avenue, quartier21, Raum D.
Das österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur beschloss im Vergangenen September, mit dem 100$ Laptop einen Pilottest zu starten:
Im ersten Halbjahr 2008 sollen vier Volksschulklassen mit diesen Laptops, kurz "XO" genannt, ausgestattet werden.
Weiters freut sich das Bildungsministerium, deutschsprachige Bildungsinhalte als Open Content zu dem Projekt beisteuern zu können. Somit können diese Inhalte - wie zum Beispiel bei Wikipedia üblich - ohne Einschränkungen weltweit verwendet, modifiziert und verbessert werden.
Wirklich in jeder Hinsicht sehr erfreulich - und ebenfalls fein würd ich's finden, wenn westliche Regierungen mit jedem Gerät, das sie anschaffen, einen Schülerlaptop für Entwicklungsländer querfinanzieren.
| 4. März 2008 | ||
| 19:00 | bis | 22:00 |
Zum vierten Mal lädt Meral ins Museumsquartier zum Digitalk. Diesmal dreht sich alles um die home-made Internet-Radiostationen aka Podcasts. Die Veranstaltungsreihe richtet sich an interessierte EinsteigerInnen, enzyklopädisches Vorwissen ist explizit nicht erforderlich.
Allerdings darf man auch hinkommen, wenn man das Wort Podcasting schon mal verwendet oder gar einen selbigen gehört hat, schließlich geht's nicht nur um die Konsumentensicht, sondern es soll auch kurz erklärt werden, wie man den eigenen Podcast online bringt:
Das Wort setzt sich aus den beiden Wörtern iPod und Broadcasting zusammen. Ein einzelner Podcast (ein Hörstück bzw. eine Hördatei) ist somit eine Serie von Medienbeiträgen (Episoden), die über einen Feed (meistens RSS) automatisch bezogen werden können. Somit kann man Podcasts als Radio- oder Fernsehsendungen auffassen, die sich unabhängig von Sendezeiten konsumieren lassen.
Im Anschluss an die Vorträge gibt's musikalische Gustostückerl vom SIGMAjazztrio und ausreichend Gelegenheit zur Verhaberung (bzw. zum Networking, wie man heutzutage sagt.) Ich bin schon gespannt, wer vorträgt - bei der fünften Ausgabe zum Thema Social Networking Tools werd ich die Ehre haben, ein paar Facebook-Schweinereien aus nächster Nähe zu beleuchten - darauf freu ich mich jetzt schon.
Aufgrund der beschränken Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung erforderlich - der Eintritt zu den Digitalks ist immer gratis.
| 29. Januar 2008 | ||
| 19:30 | bis | 21:30 |
Ein von mir seit Jahren sehr geschätzter Nationalratspolitiker wird der Gastvortragende beim ersten q/talk des neuen Jahres sein: Peter Pilz von den Grünen spricht über seine Sichtweise des neuen SicherheitsPolizeiGesetzes - sein Vortrag dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit so manche Parallele zur schlechten alte Metternich-Zeit wachrufen.
Es heißt ja immer, jedes Volk habe die Politiker, die es verdient - aber wir haben doch mit FPÖ und BZÖ eh schon zwei semi-gefährliche Klamauktruppen am Start, dieses Sicherheitsgesetzt hat .at nun wirklich nicht verdient; zumindest nicht dessen stille und heimliche Verabschiedung mitten im Weihnachtsrummel, schön vorbeigeschummelt an jeglichem öffentlichem Diskurs. (So gesehen wär's ja dann wiederum doch die "typisch österreichische" Lösung?)
Die (leider an wenigen Händen abzählbare) engagierte Gegenöffentlichkeit trifft sich am 29. Jänner im Museumsquartier zum Vortag von Peter Pilz:
Ort: MQ Wien, Electric Avenue, quartier21, Raum D
Im Biedermeier setzte Metternich durch die Karlsbader Beschlüsse von 1819 eine strenge Zensur und eine starke Einschränkung jeglicher politischer Betätigung durch. In einem mehr als fragwürdigen Eilverfahren wurden die Beschlüsse vom Bundestag in Frankfurt einstimmig bestätigt, obwohl sie tief in die Rechte der Einzelstaaten des Deutschen Bundes eingriffen. Erst mit der bürgerlichen Märzrevolution von 1848 gelang es, sich aus einem System von Verfolgung und Zensur durch die Polizei zu befreien. Die jüngsten Ereignisse in Österreich und der EU zeigen beängstigende Parallelen. In einer überfallartigen Übernacht-Aktion beschließt der Nationalrat gegen Mitternacht des 6. Dezember 2007 die Novelle zum Sicherheitspolizeigesetz - ohne die in Österreich üblichen Begutachtungen von neuen Gesetzen und ohne Vorlage beim Innenausschuss des Parlamentes.
[...]
Wir sind der Überzeugung, dass nicht alles zulässig sein darf, was technisch möglich ist. Verfassung, Justiz und Polizei haben eine gemeinsame Aufgabe: Uns und unsere Freiheit zu schützen. Immer öfter wächst aber aus vermeintlichem Schutz eine Bedrohung heran. Und immer
öfter geht eine schrankenlose Überwachung auf Kosten unserer Freiheit und Demokratie. Denn Menschen, die sich überwacht fühlen, sind nicht mehr bereit eine eigene Meinung zu äußern.
Mehr Infos zum Vortrag
Petition der Grünen gegen den Überwachungsstaat
| 29. Januar 2008 | ||
| 19:00 | bis | 21:00 |
Was geht? Was geht? Ich zeig's euch ganz konkret! könnte gut das Motto der nächsten Ausstellung im net.culture.space lauten. Die Gemeinschaftsproduktion von Sponsor Telekom Austria und Ars Electronica präsentiert Interfaces, die mit herkömmlichen Joysticks, Mäuschen und Tastaturen fast gar nix mehr zu tun haben.
Ort: net.culture.space im quartier21/MQ (transeuropa) - Museumsplatz 1, 1070 Wien, www.netculturespace.at
"We bring your body in!" versprechen heute alle angesagten Spiel-Konsolen. Was GameentwicklerInnen zurzeit beschäftigt, ist den MedienkünstlerInnen schon länger ein Anliegen: intuitive Interfaces, die statt Maus und Tastatur unsere Körper und Sinne mit einbeziehen. Mit "E-MOTION" präsentiert der net.culture.space Arbeiten, die Gedanken und Gefühle zur Steuerung interaktiver Arbeiten heranziehen. So bewegen die User von "Brainball" mittels ihrer Gehirnströme eine Kugel über den Tisch. Das Netzprojekt "Colors" wiederum filtert Gefühlsäußerungen aus tausenden Blogs und visualisiert den "Gefühlszustand" unserer Welt.
Zur Eröffnung am 29. Jänner sprechen Martin Bredl, Leiter Kommunikation der TA, und Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter der ars electronica. Zu sehen ist die Ausstellung - bei freiem Eintritt - dann von 30. Jänner bis 11. März 2008 und zwar täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr. Am 19. Februar sprechen die beteiligten KünstlerInnen um 19:00 Uhr mit interessierten MultiplikatorInnen über ihre Werke. Mehr Infos gibt's am net.culture.space.blog.
PS: Ein kleiner Tipp an Hochegger bezüglich PAs - auch in PDFs kann man Internetadressen verlinken und Bilder sollten idealerweise sowohl in brauchbarer Qualität verfügbar als auch noch frei verwendbar sein (und auch deutlich als Rechte-frei gekennzeichnet.)
| 6. Januar 2008 | ||
| 20:00 | bis | 23:00 |
monochrom macht's möglich: mit einem besinnlichen Screening des legendären Klassikers "Aktion Mutante" beendet die Wiener Künstlergruppe die Feiertage. Morgen Abend werden Alexander Nikolic und Stefan Lutschinger im QDK-Veranstaltungsraum (im Museumsquartier Wien) einleitende Worte finden, anschließend steht kollektives Filmerlebnis am Programm - anders als im Kino allerdings bei freiem Eintritt.
Das Screening findet also am Heiligen Dreikönigstag im Rahmen der monochrom'schen Projektionen statt und bildet den Abschluss der Veranstaltungsreihe "Rote Weihnachten" (21. Dezember 2007 - 6. Jänner 2008) von und mit Alexander Nikolic und Stefan Lutschinger, die während der Feiertage in Berlin und Wien abgehalten wurde.
Wer Aktion Mutante noch nie gesehen hat, sollte sich diese Gelegenheit keinesfalls entgehen lassen. Die krude Mischung aus politischer Utopie, Science Fiction und Slasher-Fantasy wurde auf zahlreichen Festivals mit Preisen überhäuft. Regisseur Alex de la Iglesia lässt im Jahr 2012 die "Mutanten" Krieg das Establishment führen:
Die einzigen Übriggebliebenen, die sich im Jahre 2012 dem allgegenwärtigen Schönheitsdiktat und Konsumzwang entgegenstellen, sind die Angehörigen der "Aktion Mutante", einer militanten Organisation aus Missgebildeten und Behinderten, die sich gegen die Upper Class der Schönen und Reichen auflehnt. Unmittelbar nachdem ihr geliebter Anführer Ramón ("ein Mann, der in der Lage ist, die Widersprüche des Systems aufzuzeigen") aus dem Knast entlassen wird, ruft das teuflische Hirn der Gruppe zu neuen Aktionen auf.
Mehr Background gibt's bei Johannes auf fm4 - ich würd meinen, das ist ein durchaus passender Rahmen: sozusagen von der Punschseeligkeit zurück in die blutige fantasievolle Realität...