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Artikel-Schlagworte: „Music Labels“

Blogvorstellung: Hypebot

hypebotEnglischsprachige Blogs mit zweifelhaften Download-Angeboten sind dick gesät, und auch so manches netlabel unterrichtet die Netzöffentlichkeit regelmäßig von den eigenen Vorhaben. Wirklich rar allerdings sind top-aktuelle, gut recherchierte und aufbereitete News über das Musikbusiness als solches. Aber glücklicherweise gibt's ja den Hypebot.

Die Tagline music. technology. the new music business beschreibt die Mission sehr treffend: ob Majorlabel oder Web 2.0 Unternehmen: Hypebot weiß Bescheid. Spannende Marktanalysen wie The Amazon Effect, Briefings und Roundups machen das Blog für Branchenangehörige zur Pflichtlektüre und lassen interessierte Hörer, die sich schon lange auf die DRM-freie Zukunft und mehr Vielfalt im Musikbiz freuen, immer wieder zufrieden schmunzeln.

Leider bietet das auf Typepad-Blog zwar eine Kategorienavigation, aber kein Archiv an, aber dafür gibt' glücklicherweise eine Suchfunktion. Ebenfalls unbedingt einen Klick wert: die Hypebot-Linksammlung mit Music 2.0 Ressources: grandiose Tipp- und Tricksammlung für alle potentiellen net-Artists und Labelgründer, die über Online-Promotion und Vertriebsmodell nachdenken.


Wie immer gilt: wer selbst mit seinem Blog in dieser Serie vorgestellt werden möchte, die/der sagt einfach via Kommentar Bescheid.

d-news SRA-Kolumne

Seit November 2007 schreibe ich für die SRA-Homepage eine Kolumne zum Thema Musik online. Sie trägt in Anlehnung an meine erste Online-Publikation, einen Newsletter über mp3 und die Folgen, den Namen d-news. Zitat aus der ersten Nummer:

Das Zeitalter der großen Majors scheint vorbei, trotz iPod und Co. vermiesen user-unfreundliche DRM-Systeme immer noch weite Teile des legalen Musikgenusses. Strukturen werden kleiner, Produzenten und Musiker vernetzen sich: noch nie waren Kollaboration so einfach abzuwickeln wie über das Netz. Musik produzieren wird auch technologische einfacher, Studiozeit oder sogar Homestudios immer leistbarer, in bare Münze lassen sich klingende Töne aber anscheinend immer schwieriger verwandeln. In meiner SRA-Kolumne, die auch hier auf datenschmutz erscheint, werde ich regelmäßig über meiner Meinung nach besonders spannende Beispiele für Überschneidungen von Netz- und Popkultur berichten - viel Spaß beim Nachlesen und -surfen. Über Kritik, Anregungen und Tipps freu ich mich natürlich.


  • d-news #1: Das Netz und die Musik. | SRA
    Ab sofort schreibe ich monatlich für SRA.at eine Kolumne über digitale Musik, Web 2.0 und Popkultur: die erste Ausgabe beschäftigt sich mit der Vorstellung des Themas.
  • d-news #2: | SRA
    Mit Orangemusic.at geht eine Plattform an den Start, die sich ganz der Förderung von Creative Commons Musik verschrieben. Betreiber der neuen Seite sind die Macher von fm5 bzw. Nolabel.at.

Lady Smiles lädt jeden 3ten Mittwoch zum Grooven

17. Oktober 2007 21:00bis18. Oktober 2007 3:00

smiles nightS.O.S. aka Lady Smiles hat den richtigen Sound parat für die kühleren Tage, die nicht nur ganz gewiss, sondern bereits jetzt deutlich spürbar mit großen Schritten näher kommen. Wenn die Temperatur fällt, muss eben die DJane im Club einheizen. Die Mini-Serie läuft unter dem passenden Titel Smiles Night, anbei der Flyer.

Das Debut findet statt am 17. Oktober, weitere Termine in diesem Jahr: 21. November und 19. Dezember. Unterstützt wird Susanne am 17. Oktober von The Smooth Operator, am 21. November besucht Tristan Dee aus Berlin die Bundeshauptstadt, im Dezember steht dann ein X-Mas Special an. In der Playlist finden sich uplifting Nu-Jazz-Headz und Latin-Flavoured Beats. Aktuelle Infos zur Veranstaltungsreihe gibt's auf myspace.

Das ra'mien befindet sich übrigens in der Gumpendorferstrasse 9, 1060 Wien. Manche sagen, es gäbe dort feine asiatische Küche - Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, aber die Cocktails allemal akzeptabel und der Clubraum ebenfalls. Außerdem darf von 20:00-22:00 Uhr um die Cocktailpreise würfeln.

CD-Verlosung: Electronic Beats Compilation

ebAm 29. September steigt das diesjährige Electronic Beats Festival im Wiener MQ, die Karten sind bereits fast ausverkauft, kein Wunder bei diesem Line-Up. DAs Festival gibt's in diesem Jahr aber auch auf CD, und datenschmutz verlost in Kooperation mit Stockwerk 3 Stück des gleichnamigen Samplers - wer gewinnen möchte, hinterlässt einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag, Details siehe unten.

Im Museumsquartier geben sich Techno-Minimalist Trentemoeller, die Drumandbass Urgesteine Goldie & MC Lowqui, der deutsche Post Hip Hopper DJ Koze und die Cuban Brothers die Ehre, auf der Silberscheibe ist ein noch breiteres Spektrum an Gallionsfiguren kontemporärer Tanzmusik vertreten. Mobiltelefoniekunden des Hauptsponsors könnten sich ihre Tickets via t-tones direkt aufs Handy holen oder unter T-Mobile.at ordern.

electronic beats

 

Zusammengestellt hat die Compilation Michael Ho, fm4 HörerInnen bekannt als DJ Beware. Der frühere DMC Hong Kong Champion und Turntable Artist hat ein gutes Händchen bei der Auswahl bewiesen, oder, wie's der Pressetext ausdrückt:

Die vertretenen Künstler sind ein maßgebender Teil der Electronic Beats community, sei es auf der Bühne bei einem der berüchtigen Live-Events, im Electronic Beats Magazin oder in der "advanced" Music Scene rund um die Claims von Electronic Beats. Fans werden diese Collection mit Tracks von Groove Armada, Modeselektor, Tiga, Klaxons, Simian Mobile Disco and International Pony wie einer Vielzahl an weiteren, einflussreichen Künstlern zu schätzen wissen.

Electronic Beats Collectables Volume 1 erscheint am 28. September bei Warner Music - datenschmutz LeserInnen können 1 von 3 Compilations gewinnen!

Tracklist:
1. Architecture In Helsinki - Heart It Races
2. Tracey Thorn - Raise The Roof
3. Dragonette - I Get Around
4. Simian Mobile Disco - I Believe
5. Tolcha vs. Soom T - Send dem Kids to War (Eva Be Rmx)
6. Chris de Luca vs. Phon.o - Ghetto Plastic
7. The Functionist feat. Aceyalone - Doin My Job (2007 Version)
8. International Pony - Gothic Girl
9. Tiga - Far From Home
10. Groove Armada - Song 4 Mutya (Out Of Control)
11. Seiji feat. MC Dolores - Todo Mundo
12. Stereotyp feat. Coppa - East West
13. New Young Pony Club - Ice Cream
14. Adam Sky vs. Mark Stewart - We are all Prostitutes (Crookers Rmx)
15. Klaxons - Golden Skans
16. Peter, Bjorn And John - Young Folks
17. Modeselektor feat. Thom Yorke - The White Flash

Gewinnspiel: 3x Electronic Beats Compilation Vol. 1

Lust bekommen auf ein paar elektronische Beats? Wer gewinnen möchte, hinterlässt wie immer einen Kommentar zu dieser Story, das Gewinnspiel endet am 3. Oktober. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, die genauen Teilnahmebedingungen stehen hier. Eine Registrierung ist nicht erforderlich, ich gebe keinerlei Daten an irgendwen weiter - aber bitte eine korrekte E-Mail Adresse verwenden, sonst kann ich im Fall eines Gewinnes keinen Kontakt mit dem potentiellen glücklichen Besitzer einer brandneuen Compilation aufnehmen.

Kurz gesagt: Jeder Besucher dieses Blogs, der einen Kommentar zu dieser hinterlässt, nimmt automatisch der Verlosung teil - unter allen Kommentierenden werden die drei Alben verlost. Und: mehrfaches Kommentieren erhöht die Gewinnchancen nicht, aber:

Bonusrunde: Wer selbst ein Blog oder eine andere Homepage betreibt und das Gewinnspiel dort ankündigt und verlinkt, der erhält ein zweites "Los" für die abschließende Ziehung und hat somit die doppelten Chancen zu gewinnen - einfach einen Trackback schicken oder den Link in den Kommentaren posten - viel Glück!

Update:

: die GewinnerInnen stehen fest, viel Dank für's Mitspielen. Falls es diesmal nicht geklappt hat: die nächste Compilation kommt bestimmt :mrgreen:

electronic beats

Akuma – mp3s ohne Einschränkungen

AkumaKann ein Online-Musikanbieter profitabel funktionieren, ohne auf nervige Kopierschutztechnologien zu setzen? Diese Frage hat die Major Industrie in den letzten Jahren in einer immens kundenunfreundlichen Weise beantwortet. Der Online-Musikdienst Akuma macht's besser und setzt auf unverschlüsselte mp3-Files in hoher Qualität sowie auf Crowdsourcing bei Bewertung und Empfehlungen.
Diesen Beitrag weiterlesen »

datenschmutz Gewinnspiele

Auf datenschmutz werden laufend Gadgets und Gimmicks verlost - vom Krimi bis zum Smartphone. Wer kein Gewinnspiel verpassen möchte, abonniert am besten den Newsletter (siehe rechte Seitenspalte).

Aktuelle Gewinnspiele

3 Lizenzen für ESET Smart Security
Die Rundum-Security Lösung für Windows- und Linux-PCs.

5x iPod Nano
In Kooperation mit snip-me.com verlost datenschmutz 5 mp3-Player.


Wie funktionieren Gewinnspiele auf datenschmutz?

Die meisten Verlosungen laufen nach demselben Prinzip ab: Teilnahmebedingungen ist die Abgabe eines Kommentars zum betreffenden Gewinnspielposting. Überdies können die Gewinnspielteilnehmer durch verschiedene Aktivitäten (Twitter-Aussendung, Newsletter Abo etc.) zusätzliche Ziehungs-Lose erwerben und damit ihre Chancen zu gewinnen beträchtlich steigern. (Falls andere Gewinnmechaniken oder Teilnahmebedingungen als die hier angeführten gelten, so ist dies direkt im jeweiligen Gewinnspielbeitrag vermerkt.)

Unter allen Kommentar-SchreiberInnen werden die jeweiligen Preise mit einem computergestützten Zufallsverfahren unter allen Gewinnberechtigten verlost. Die Gewinner werden anschließend am Blog bekannt gegeben und via E-Mail verständigt.

Wie bekommt man Zusatzlose?

Jeder Teilnehmer erhält für das Abgeben des Kommentars 1 Los. Die Vergabe der Preise erfolgt nach dem Zufallsprinzip (ein Excel-Randomizer Script leistet mir dabei gute Dienste). Ein zweites Los verdoppelt die Gewinnchancen, ein drittes verdreifacht sie... und so weiter. Wer die eigenen Chancen erhöhen möchte, hat die Möglichkeit, zusätzliche Lose zu erwerben, und zwar durch:

NEU: Abonnieren des Newsletters

Wer den datenschmutz-Newsletter abonniert (das Formular dazu befindet sich in der rechten Seitespalte ganz oben), bekommt bei jedem Gewinnspiel 3 zusätzliche Lose.

Ankündigung des Gewinnspiels am eigenen Blog

Wer selbst ein Blog betreibt und das jeweilige Gewinnspiel dort ankündigt/verlinkt, bekommt bei allen Standard-datenschmutz-Gewinnspielen 2 Zusatzlose. Achtung: bitte unbedingt die gleiche E-Mail Adresse zum Kommentieren verwenden, an die auch der Newsletter geschickt wird; die Überprüfung erfolgt automatisch.

Ankündigung via Twitter, TumblR, Facebook, Soup etc.

Für Ankündigungen auf Twitter, Facebook, Identica etc. gibt es 1 Zusatzlos pro Social Network. Achtung: bitte die Links zu Tweets, Wall-Postings etc. unbedingt via Kommentar mit angeben.

Weitere Fragen? Nutzen Sie bitte das Kontakt-Formular!


 

Teilnahme-Bedingungen für datenschmutz-Gewinnspiele

Teilnahmeberechtigt sind die BesucherInnen des datenschmutz Blogs. Die Barablöse von Gewinnen und der Rechtsweg sind bei allen Gewinnspielen ausgeschlossen. Über Gewinnspiele kann kein Schriftverkehr geführt werden. Die TeilnehmerInnen erklären sich einverstanden, via E-Mail über zukünftige Gewinnspiele informiert zu werden und sie erklären sich damit einverstanden, dass im Falle eines Gewinns der auf datenschmutz eingetragene Username veröffentlicht wird. Wer falsche Daten bzw. eine ungültige E-Mail Adresse einträgt, verzichtet damit auf jeglichen Gewinnsanspruch.

Gewinnspielteilnehmer, die innerhalb einer Woche nicht auf die Gewinn-Verständigungs E-Mail antworten, verzichten damit ebenfalls auf jegliche Gewinnansprüche.

Selbstverständlich werden E-Mail Adressen niemals an Dritte weitergegeben.

Das Kleingedruckte (dient bloß meiner rechtlichen Absicherung, man kann nie paranoid genug sein): Gewinnsansprüche sind nicht auf andere (natürliche oder juristische) Personen übertragbar. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich. Die Abbildungen der Preise dienen der Veranschaulichung und können von den tatsächlichen Gewinnen abweichen bzw. durch andere, gleichwertige Preise ersetzt werden. datenschmutz übernimmt soweit rechtlich zulässig keinerlei Haftung für Irrtümer, Tippfehler sowie mögliche bei der Inanspruchnahme von Gewinnen entstehende Schäden, es sei denn, diese Schäden sind auf Vorsatz und/oder grobe Fahrlässigkeit von datenschmutz zurück zu führen.

Sollte aus Gründen, die nicht im Einflussbereich des Blogbetreibers liegen (postalisches Versagen, Verschulden von Kooperationspartner, partielle Weltuntergänge u.dgl.) der Gewinnspielpreis nicht oder beschädigt beim Gewinner eintreffen, so übernimmt datenschmutz keinerlei Haftung.

datenschmutz behält sich außerdem das Recht vor, Gewinnspiele ohne Angabe von Gründen vorzeitig zu beenden oder zu verlängern.


 

Gewinnspiel-FAQs

Muss ich mich registrieren, um teilzunehmen?

Eine Registrierung am Blog ist für die Teilnahme *nicht* erforderlich, außer wenn gesondert angegeben. Allerdings sollte beim Kommentieren unbedingt eine korrekte E-Mail Adresse eingetragen werden - denn sonst gibt es für mich keine Möglichkeit, allfällige GewinnerInnen über Ihre Glückssträhne in Kenntnis zu setzen.

Was wird auf datenschmutz denn verlost?

Ganz verschieden: in der Vergangenheit gab es von Konferenzpässen über Software-Lizenzen, Bücher und CDs bis zu Smartphones ganz unterschiedliche Preise zu gewinnen. Ebenso schwankt der Wert der einzelnen Gewinne - bisher zwischen 8 und knapp 1.000 Euro :-)

Wo kommen die Preise her?

Die bringt in diesem Fall nicht der Nikolaus, sondern in den meisten Fällen stellen Kooperationspartner, die bei den jeweiligen Gewinnspielen auch angeführt werden, die Preise zur Verfügung. Manchmal sponsere ich auch selbst ein Give-Away.

Weitere Fragen? Nutzen Sie bitte das Kontakt-Formular!


mp3-Kopierer sind keine Verbrecher und rauben nicht

qtalkBeim q/talk peer2peer Tauschbörsen am vergangenen Dienstag gab es einige interessante Details zu erfahren. Die zentrale Frage lautete ja: sind Raubkopierer Verbrecher? Juristin Mag. Birke Schönknecht, Mitglied der Big Brother Jury und Rechtsberaterin der quintessenz hatte eindeutige Antworten parat.

Die Höchststrafe für gewerbsmäßiges Raubkopieren (über die Gewerbsmäßigkeit entscheidet dabei der Bezug eines regelmäßigen Einkommens) beträgt 2 Jahre. In juristischer Terminologie sind aber nur jene Delikte Verbrechen, die mit einer Freiheitsstrafe von 3 oder mehr Jahren "dotiert" sind - alles andere heißt korrekterweise eben nicht Verbrechen, sondern Vergehen. Zum zweiten enthält der Tatbestand Raub notwendigerweise die Anwendung von Gewalt, von einer Raubkopie zu sprechen ist daher schlichtweg Blödsinn. Mit anderen Worten: Musikkopierer sind weder Räuber noch Verbrecher.

Ebenfalls sehr interessant: der Download von geistig geschütztem Eigentum für private Zwecke ist zwar nicht legal, aber straffrei. Das schützt zwar nicht vor zivilrechtlicher Verfolgung, widerspricht aber doch ganz vehement jenem martialischen Bild, das die Musikindustrie derzeit gerne mit allem Nachdruck verbreiten möchte. Im übrigen erklärte Birke Schönknecht die aktuelle Gesetzeslage und wies auf die Problematik von peer2peer Clients hin: zwar führt der Download keineswegs ins Gefängnis, ist jedoch häufig mit einem gleichzeitigen Upload gekoppelt: Clients wie e-mule oder Azureus geben bereits heruntergeladene Teile von Dateien automatisch zum Upload frei, sodass man notwendigerweise nicht bloß herunterlädt, sondern eben auch zum Anbieter wird - und genau damit macht man sich eventuell strafbar.

Anhand eines österreichischen Gerichtsfalles aus dem Jahr 2001 erläuterte Mag. Schönknecht die realen Konsequenzen: ein Jugendlicher hatte das damals aktuelle Madonna-Album vor dessen Erscheinungstermin in einer Newsgruppe angeboten - er wurde zu einer Geldstrafe von 60 Tagsätzen (rund 430 Euro) verurteilt sowie zur Übernahme der Kosten für die Bekanntmachung des Urteils in einer einschlägigen Branchenzeitschrift. Fazit also: keine Madonna Alben in Newsgroups anbieten und das olle Geschwafel von den verbrecherischen Raubkopierern einfach nicht ernst nehmen.

CD-Review: VA – The Fabrique Album

fabriqueWie der Untertitel "5 Times Summer Autumn Winter Spring" verrät, zelebriert das Wiener Label fabrique records dieser Tage seine erste Halbdekade, labelgemäß natürlich mit einem Labelsampler mit dem schlichten Titel "The Fabrique Album". Dem feierlichen Anlass entsprechend wird die Silberscheibe in ein reinweißes Jewel-Case verpackt, Titel, Logo und Tracklisting sind direkt in fabrique-Rot draufgedruckt.

Die erste CD-Compilation des Labels erschien 2002. "Superfabrique" versammelte 14 Tracks aus dem Artist-Portfolio, darunter den legendären Mad Professor Mix von Dubblestandarts "Playerhater". Schon damals pendelte das Label-Spektrum zwischen Elektronik-Pop, Dub-Groove, Hip Hop und Intelligent Beats - der aktuelle Sampler versammelt sowohl Highlights der Vergangenheit als auch eine Reihe neuer Tracks, die demnächst auf Artist-Alben erscheinen werden.

Kava eröffnet mit dem paradigmatischen "Feel Well" die Label-Leistungsschau: verfrickelte, minimalistisch-verrauschte Elektronik Melancholie, die sich nach und nach in fragile, sommerlich-zarte Soundgebäude wandelt wie ein bewölkter Himmel nach dem Gewitter, durch den sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg bahnen. Bei Palomas "Wheels of Steel" dominieren Schlagzeug und Miami-lastige Synthieflächen die Dramaturgie des Tracks. Friedrich Liechtenstein schickt seine "Terrestrischen Wellen" als bezaubernden postmodernen Minimal-Crooner-Track Richtung Hörerschaft, TNT Jackson (Gruß an der Stelle an meinen Nachbarn Florian!) wecken mit "Great Expectations" hohe Erwartungen an ihr neues Album, das ihm Herbst erscheinen soll. Ebenfalls am Sampler "Me and my Pearldiver" sowie der exklusive Bonustrack "Dead on Arrival" im Gabriel, Kogler & Albert Mix. Für mich persönlich definitives Highlight: der super-dubbige Track "Eos" von den Waxolutionists mit Tip Top Scratches und grandiosem Beat-Programming - das neue Album der Waxos wird übrigens ebenfalls noch in diesem Jahr erscheinen. [Aber dazu folgt auf datenschmutz sowieso ein Extra-Feature!] Den zweiten Track der Wiener DJ-Crew hat ein Star der Flimmerkiste in die Mangel genommen. Als in den 80ern und 90ern der Musiksender MTV noch so etwas wie eine stilbildende Komponente besaß, war er das Fernsehgesicht, dem Millionen Teenager ihr Medienvertrauen schenkten: Ray Cokes remixte den Waxos-Track "Sleepwalking" und verpasste ihm für das Album ein beatlastigeres Gewand. Pan Cosefo aka "Spoonface" grooved idm-mäßig dahin und Roedelius steuert seine romantisch-verklärte Komposition "Oh du grüne Neune bei", Hannes Strobl reist im "Nachtzug Berlin" und die Konsorten TH befürchten "Wir bleiben über".

Fazit: Wiener Elektro-Nu-Dub in kurzweiliger Zusammenstellung. Da bleibt nur, fabrique records ganz herzlich zum Fünfer zu gratulieren!


Tracklisting:

  1. Kava - Fell Well
  2. Paloma - Wheels Of Steel
  3. F. Liechtenstein - Terrestrische Wellen
  4. TNT Jackson - Great Expectations
  5. Mauracher - Zombielove (Bonobo Remix)
  6. Mirize - Dazed Pride
  7. Waxolutionists - Eos
  8. Paloma - Funky Bones
  9. Ray Cokes - Sleepwalking (Waxolutionists Remix)
  10. Pan Cosefo - There´s Plenty
  11. TNT Jackson - You And My Pearldiver (feat. Chris Corner)
  12. Konsorten tm - Wir bleiben über (Kasar Dub)
  13. Hannes Strobl - Nachtzug Berlin
  14. Christian Roesner - Mine (B. Fleischmann Remake)
  15. Roedelius - Oh Du grüne Neune
  16. TNT Jackson - Dead On Arrival (Gabriel Kogler & Robert Ebner Mix)

Verlosung: Ghos Busters III Compilation

16. Juli 2007bis31. Juli 2007

ghosNein, es handelt sich *nicht* um einen Schreibfehler - hier werden keine Geister gejagt, sondern verstiegen-experimentale Beats produziert. Dank Oliver (Tomoroh Hidari) kann ich hier auf datenschmutz 2 Stück des Samplers verlosen, bei dem es sich um die 3. Leistungsschau des Labels namens Record Label Records handelt Wer ein Album zugeschickt haben möchte, registriert sich einfach und hinterlässt einen Kommentar bei dieser Story. "Einsende"schluss: 31. Juli.

Allfällige Ähnlichkeiten zwischen dem Cover-Artwork und einem humoristischen Geisterjäger-Film aus den 80ern sind vermutlich kein bloß Zufall, Somnius schreibt:

This CD with peculiar artwork is a presentation of the artists on the label going by the peculiar name of Record Label Records. The "sampling" of a picture on the sleeve may well be a hint to the music herein.

Die einzelnen Tracks auf Ghos Busters III gehören zu jener raren Sorte anspruchsvoller Avantgarde-Ambient Electronica, die gekonnt mit den elektronischen Hörgewohnheiten ihres Publikums spielt. Von abstrakten, hektischen Noise-Gebilden wie Farmers Manuals "Strasland Garage" bis zu ruhigen, fluiden, dub-artigen Konstruktionen wie Kossaks "For he's two she's". Wenn jahrelange digitale Produktionserfahrung auf eine ordentliche Portion Nerd-Humor trifft, dann entstehen solche Perlen wie die vorliegende Labelschau. Einige Tracks erinnern an neuere Mouse on Mars Produktionen, andere bedienen sich bei World-Music Harmonien und verbinden diese mit abstrakten, experimentellen elektro-akustischen Beats. Kurz gesagt: eine akustische Reise in Klangwelten, von denen man vorher nicht unbedingt wusste, dass sie existieren - und somit eine uneingeschränkte Empfehlung für alle, die sich darüber beklagen, eh schon genug vom Gleichen gehört zu haben.

Als "Bonustrack" enthält die Silberscheibe nebst dem tonalen Output unter anderem folgende Software(patches):

  • Kyma patches von Fluorescent grey
  • Reaktor generative Songs
  • Reaktor experimental Ensembles von Tomoroh Hidari
  • Generative glitch Ensembles von Lachlan Mooney
  • Video beat slicer jitter Patch von Powmod

Tracklisting:

  1. Wobbly - Limitedparty4
  2. Kush Arora - Ending Times (taken from 'Bhang-ragga')
  3. Dalglish - Onsal
  4. Fluorescent Grey - I am a photograph of my old driveway....(taking from 'Lying on the floor...')
  5. Sote - untitled (taken from 'Dastgaah')
  6. Mike Dunkley - Dirty bird
  7. Kush Arora - The Sludge
  8. Farmers Manual - Strasland_garage_g (excerpt)
  9. Tomoroh Hidari - Evil Twin Sister Groupie (taken from 'Alien Audio Absurdities')
  10. Kossak - Bassturbation
  11. Brian English - My Clean Sanchez (taken from 'Beyond Words')
  12. Powmod - Slap Bass Shell
  13. Fluorescent Grey - Synthesizing real life (note: no samples used, 100% synthesis)
  14. Kossak - Four She's One He's
  15. Brian English - untitled
  16. Runzelstirn & Gurglestock - Meatpump666
  17. Sote - untitled

ghosWer gewinnen möchte, registriert sich hier am Blog und hinterlässt einfach zu dieser Story einen Kommentar.

Das Gewinnspiel ende am 31. Juli - die GewinnerInnen werden Anfang August mittels quantenmechanischem Zufallsverfahren ermittelt und via E-Mail verständigt.

Genaueres zu den Teilnahmebedingungen findet sich weiter unten im Text - viel Glück! Mitmachen zahlt sich aus, ich kann den Sampler wirklich nur wärmstens empfehlen.

Aber der Datenschmutz! Warum denn registrieren?

Die Registrierung ist für eine Teilnahme erforderlich, weil nur bei registrierten Usern die E-Mail Adresse verifiziert wird. Und ich möchte die nette Glücksfee, extra aus dem Märchenland anreist, um mir bei der Ziehung zu helfen, ungern über Gebühr belästigen. Die Sache mit dem datenschmutz dagegen ist kurz erklärt: es werden keinerlei Daten an irgendjemanden weitergegeben. Punkt. Maximal werden pro Jahr 2 bis 3 Ankündigungen neuer Gewinnspiele verschickt. Details gibt's hier.

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich registrierte UserInnen des Blogs. Die Registrierung dient der Validierung der E-Mail Adresse, die GewinnerInnen werden via E-Mail verständigt. Die Barablöse von Gewinnen und der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Über das Gewinnspiel kann kein Schriftverkehr geführt werden. Die TeilnehmerInnen erklären sich einverstanden, via E-Mail über zukünftige Gewinnspiele informiert zu werden.

CD-Review: Samon Kawamura – Translations

kawamuraSamon Kawamura ist 33 und verbrachte einen beträchtlichen Teil seines Lebens in Japan. Dort habe man die Sache mit der Kategorisierung nie so eng gesehen, erzählt der Produzent und DJ, dessen Debutalbum im Genre Instrumental Hip Hop zuhause ist. Und Klischees sucht man hier in der Tat vergebens: "Translations" untypisch in vielfacher Hinsicht. Konsequenter Verzicht auf Quantisierung, spielerische Verdichtung, knackig-kurze Tracklängen und natürlich detailverliebte Produktion bilden die Basis für einen gelungenen, organischen Spannungsbogen, der den Filmprojektor im Kopf mühelos in Gang setzt.

Und was sich da vor der inwendigen Linse abspielt, hat nix mit der derzeit üblichen Klischeereiterei zu tun: Kawamura, der die Grundzüge seiner Kompositionen am Klavier erarbeitet, entwickelt sorgfältig fein ziselierte Klangwelten, die stark an die Blütezeit des britischen Trip Hop der späten 90er Jahre erinnern. Endlich bannt mal wieder jemand diesen grenzen- und sprachlosen Hip Hop Flow auf Platte, bei dem sich verwöhnte Heads genießerisch zunicken und der selbst Sprechgesangshassern die Faszination gesampelter Märchenwelten näherbringt.

Der Künstler, der bisher eher im Hintergrund für Künstler wie Joy Denalane oder Marsmobil wirkte, betritt mit einem Showcase das grelle Licht der Solokarrieren-Showbühne, der ihm auf Anhieb Fans sichern wird: nicht unbedingt die Fast Food Hip Hopper, aber definitiv die Connaisseure. "Entspannt und elegant" sagt der Pressetext, und genau diese beiden Eigenschaften zeichen die Tracks aus. Deja Heards sind mit an Bord: so erinnert "Timeless Space" durchaus an ältere Pete Rock Beats, "Destination Blue" weckt Kreisler-Assoziationen. Aber am besten selber mal reinhören: nicht unbedingt die originellste Platte des jahres, aber eine, die jeden Bushido-Hasser mit dem Genre versöhnt.

Homepage: www.samonkawamura.com
myspace: www.myspace.com/samonkawamura

Tracklisting:

  1. Intro
  2. All About You
  3. Black Star
  4. U Nu
  5. One And One
  6. Timeless Space
  7. Somiya
  8. Everlasting
  9. Reflections
  10. As We Come
  11. You Are The Only One
  12. Destination Blue
  13. Astral
  14. Aaragon
  15. Air
  16. Tokyo Love
  17. People
  18. How Long?
  19. Last Call
  20. Outro
  21. Wake Up

Fotogalerie: Musik, Kunst und Kultur

Musiker, DJs, Konzerte

Ich arbeite seit über 10 Jahren nebenbei als Musikjournalist - da fiel natürlich der eine oder andere Schnappschuss an.

24 Fotos

Smiling Buddhas

Fadi Dorninger am 14. Mai im rhiz, Wien

12 Fotos

Danton Eeprom beim Elevate Festival

Samstag, 9. November 2008, Dom im Berg (Graz)

6 Fotos

DJ Spooky beim Elevate08

Beim Grazer Elevate Festival 2008 rockte der New Yorker DJ Spooky am Donnerstag den Dom im Berg.

15 Fotos

Fadi Dorninger

Fadi Dorninger im rhiz mit 8k

6 Fotos

Springeight Festival in Graz

Springeight Festival in Graz, Mai 2008

20 Fotos

 

CD-Review + Interview: Angina P – 8 Rooms

Angina PWenn Online-Medien über Angina P's Tracks schreiben, dann tauchen sehr rasch Formulierungen wie "Diamant in der Asche" oder "Wonderfully Crafted Ambient-DNB-Techno" auf. In der lokalen österreichischen Szene nur durch Auftritte auf Elektronikfestivals der ambitionierteren Art bekannt (temp~festival), hielt sich die Wienerin von ravenden Dancefloors elegant fern, ihre zwischen Industrial, Breaks und IDM angesiedelten Tracks veröffentlichte sie jahrelang ausschließlich via Internet. In der Blütezeit MP3.coms landeten ihre Produktionen auf tausenden Rechnern weltweit und katapultierten fast jeden neuen Release in den MP3.com-Charts weit nach oben.

Wären internationale Downloadzahlen Ö3-Chart-kompatibel, hätte es für die bislang erfolgreichste Single "Tokyo 6pm", die im Anschluss an einen einjährigen Japanaufenthalt entstand, gleich mehrfach Gold und Platin geregnet. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Offline-Datenträgers dagegen hat sich Angina P freilich 10 Jahre lang Zeit gelassen - "8 Rooms" steht nun ganz non-virtuell in den Plattenläden ihres Vertrauens und bestätigt die alte Weisheit: so viele Internetuser können nicht irren...

Langsam, nicht ruhig

Angina P"Der Erfolg auf MP3.com war für mich eine Bestätigung, dass ein Interesse da ist an meiner Musik. Mit Labels war's allerdings immer sehr schwierig: mittlerweile hab ich so ziemlich alle Troubles durch, aber nun endlich die richtige Plattform gefunden." Als die hat sich nach einer mehrjährigen Odysee Notochord herausgestellt, gegründet von DJ Hidden und Slacknote. Das belgisch-holländische Label setzt sich mit seinem küntlerischen Output vorzugsweise zwischen vorformattierte Genre-Stühle: Hidden, selbst rave-erfahrener Drum-and-Bass-DJ, verlegt sich mit seinem Partner inzwischen auf nicht unbedingt ruhigere, aber langsamere Breaks, die er unter dem Künstlernamen Semiomime veröffentlicht.

Die fünf Nummern von "8 Rooms" decken einen breiten zeitlichen Rahmen ab: vom neuesten Track "Time to Bleed", der 2006 entstand, bis zum drei Jahren alten "My Robots". Labelhost Semiomime remixte exklusiv für das Album "Known Issues", Edgey verpasste "No Time to Bleed" ihren Stempel und Larvae bearbeiteten Placemat Club. "Mein Setup wird mittlerweile - so wie wohl bei den meisten - immer mobiler. Einerseits stört mich zwar die Reduktion der Hardware, andererseits funktionieren Software-Klangerzeuger immer besser - und es ist komfortabler als der Datenaustausch via Diskette. Im Moment produziere ich sogar vorwiegend auf einem einzelnen Laptop mit externer Soundkarte. Die Hardware-Synths stehen aber noch alle griffbereit herum."

Wider Erwarten: Indie Dance Music

Angina PAngina P arbeitet mit kleinsten Soundschnipseln, die sie zu fein ziselierten Kunstwerken modelliert. Flächige Ambient-Teile wechseln sich ab mit wuchtigen Beats, vielschichtige Synthie-Flächen strukturieren die elegisch-eleganten Produktionen. Die acht Tracks enthalten Elemente aus verschiedensten Genres, freilich ohne sich irgendeiner Hörgewohntheit jemals direkt anzubiedern. Und wie das bei nicht marktoptimierter Kunst so vorkommt, sorgen unerwartete Zielgruppen nicht zuletzt bei der Künstlerin selbst für Verwunderung: "Einen Rahmen Auftritte zu finden ist schwierig: auf einer Drum-and-Bass-Party wollen die Besucher schnelleren Sound hören, aber was mich sehr erstaunt hat, war der vergleichsweise große Erfolg meiner Songs im Gothic und IDM-Kontext. Ich bin dann später draufgekommen, dass derselbe Techno, der mich in den 80er Jahren beeinflusst hat, auch sehr prägend war für diese Szene - damit verbindet mich sozusagen ein Second-Hand-Einfluss, diese schön zelebrierte Traurigkeit aus den 80ern."

So schwierig die vielen Referenzen eine Kategorisierung machen, so zahlreich sind die akustischen Anknüpfungspunkte. In der musikalischen Sozialisation der Protagonistin fanden Computerspiele ebenso Platz wie Autechre, Underworld oder Plastikman. Die legendären "Turrican"-Teile eins und zwei spielte Angina P bevorzugt im Cheatmodus, um den phänomenalen Soundtrack von Chris Hülsbeck nicht durch die Explosions-Samples zu verschandeln. Produktionstechnische Lernerfolge erarbeitete sie in Eigenregie - die konsequent autodidaktische Produktionsweise und die experimentelle Zugangsweise prägten einen Sound, der "8 Rooms" zu einem außergewöhnlich komplexen und vielschichtig zugänglichen Stück Musik macht. mp3-Downloads gibt's auf der Homepage der Künstlerin: www.anginap.com

[erscheint Anfang Februar in: thegap 01-2007]

mp3 legal für lau: Neues Kweli-Album

talib kweliWo heute doch wieder die 3 untoten eiligen Könige umgehen und den Spendenfreudigen ihre überzähligen Euros entlocken, da freut sich der geplagte Geizkragen natürlich umso mehr, wenn's was gratis gibt. Und zwar gleich im Doppelpack - da wäre erst einmal ein brandaktuelles neues Album von US-Conscious-Rapper Talib Kweli mit dem passenden Namen "Liberation", produziert von Herrn Madlib.
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CD-Review: Jan Delay – Searching… the Dubs

Jan DelayAnders als im Fußball gilt bei musikalischen Neuerscheinungen allzu häufig: vor dem Anhören ist nicht nach Anhören. Die anfängliche Freude war ohnehin groß: wenn Eizi Eis und Matthias der guten alten Reggae-Tradition folgen und Songs von Jan Delays erstem Soloalbum "Searching for the Jan soul rebels" dubben, dann erwartet sich der geneigte Rezensent verspielten psychedelic-Groove und Delay-Line Madness. Eben jene Mischung aus originellen Einfällen und Lo-Fi Analog-Ästhetik des "Atarihuana" Albums, das Eißfeldt gemeinsam mit Tropf unter dem Projeknamen "La Boom" 2002 veröffentlichte.
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Lebenslänglich für Musikkopierer

Unter dem Titel "Das Geschaeftsmodell der Copyright/Mafia" weist die q/depesche auf eine Story in der ORF Futurezone hin: die Waffen der Wahl sind nach wie vor die gerichtlichen:

Die Musikindustrie geht in Deutschland wie auch in Österreich seit 2004 gegen die illegale Verbreitung von geschützten Musikstücken im Internet vor. Motto der vor zwei Jahren gestarteten "Aufklärungskampagne" war "Raubkopierer sind Verbrecher".
Wir haben seit Beginn der Aktion im Jahr 2004 in insgesamt 20.000 Fällen Strafanzeige gestellt, davon in 10.000 Fällen allein im Jahr 2006", sagte Zombik. Im kommenden Jahr sollen es 1.000 Strafanzeigen pro Monat oder mehr werden.
Die Musikindustrie meint, so gegen den verbreiteten Tausch oder kostenloses Hochladen im Internet vorgehen zu können. Allein 2005 wurden laut Zombik 439 Millionen CD-Alben kopiert, was einen rechnerischen Verlust von fünf Milliarden Euro bedeute. Dazu komme eine Milliarde Euro durch illegale Downloads im Internet.

Da kann man ja wirklich nur gratulieren. Der rechnerische Verlust von 5 Milliarden allerdings geht optimistischerweise davon aus, dass jedes kopierte Werk auch gekauft worden wäre: eine ausgesprochen blauäugige Annahme. Wer hätte sich vor 10 Jahren bloss gedacht, dass das Kernbusiness der Major Labels sich nicht mehr auf gute Musik, sondern auf Fernseh-Castingshows, Klingeltöne und das Verklagen von Kunden verlagern würde...

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