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Artikel-Schlagworte: „Musik“

Illu: Queen rock Montreal

Amazon bietet DRM-freie mp3s an

ammp3 Amazon bietet DRM freie mp3s anSeit gestern gehört auch Deutschland zum Reigen jener Ländern, in denen Branchenprimus Amazon Musik nicht mehr nur auf Silberscheibe oder Vinyl verkauft: ein riesiger Portfolio hochwertiger 256kBit Files stehen direkt auf der Webseite bereit. Für den One-Click-Einkauf ist die Installation des Amazon-mp3-Downloaders (verfügbar für XP, Vista, Mac und Linux) zwingend erforderlich. Austria-Surfer bleiben aber einmal mehr außen vor, aber wird sind's ja gewohnt. Vordergründig übernimmt die Software den Download ganzer Alben sowie das Importieren in die iTunes Bibliothek - was die Software im Hintergrund tut, wissen bloß der Geier und die Musikindustrie.

Letztere ist in punkto Wasserzeichen und Konsumentenkriminalisierung in den letzten 10 Jahren ja nicht gerade durch Zimperlichkeit aufgefallen; da wundert man sich direkt, dass Amazon seinen Verkauf überhaupt ohne DRM starten durfte. Der Beschreibungstext weist gleich mal auf "lokale Besonderheiten" hin:

amazonmp3 Amazon bietet DRM freie mp3s an

Tatsächlich konnte ich keine Songs in den Einkaufswagen legen. Zwar tauchte keine Fehlermeldung auf, aber die Songs schienen einfach nicht auf. Erst nach Installation der Software und einem One-Click-Verkauf wurde Amazon ein wenig gesprächiger:

Bitte beachten Sie: Tut uns leid. Ihre Bestellung konnte nicht verarbeitet werden, da das gewünschte Produkt geografischen Einschränkungen unterliegt. Weitere Informationen zu den geografischen Einschränkungen finden Sie in den Nutzungsbedingungen zu diesem Produkt. Wir entschuldigen uns für Unannehmlichkeiten, die Ihnen möglicherweise hieraus entstanden sind.

Nur der Schelm glaubt, dass wir Alpenrepublikaner durch solche Actions Piratebay & Co. in die Arme getrieben werden. Bin gespannt, ob sich die Amazon-Rechtsabteilung wegen der paar Bewohner überhaupt die Verhandlungen mit AKM, AUME und Co. antut.

Affiliates freuen sich

Affiliate-Experten wissen, dass ein sogenannten "Medienbruch" die Conversion beträchtlich verschlechtert. Verkauft ein trusted merchant wie Amazon digitale Güter, so steigt automatisch die erzielbare Conversion Rate - Deeplinks auf einzelne Alben bzw. Tracks sind schon jetzt möglich, an einem mp3-Widget wird mit Hochdruck gearbeitet. Musik ist ein dankbarer Rohstoff - allen Unkenrufen zum Trotz geben ausreichend viele User durchaus Geld für Beschallungsinhalte aus, sofern die Convenience stimmt. Mit anderen Worten: hier tut sich meiner Meinung nach eine sehr lukrative neue Einnahmequelle für alle Internetseiten mit Popkultur-Bezug auf!

Startseite: Amazon mp3-Downloads

Blogistan Panoptikum KW13 2009

termi Blogistan Panoptikum KW13 2009Tim Berners-Lee beginnt zu forschen, Play.fm beginnt Geld zu verdienen, Webmaster beginnen damit, Personensuchmaschinen auszusperren. Oh Hebdomada, oh mores! Tja, der Frühlingsbeginn stiehlt uns allen eben nicht nur auf grausame Weise jene Woche Schlaf, die uns der Herbstbeginn so großzügig überließ - es wird auch auf magische Weise plötzlich früher hell und alle beginnen sofort damit, anzufangen. Nur ich fühle mich ein momentan eher entspannt als in Start-Up Laune - das könnte aber natürlich auch am ausklingenden Sonntag liegen. Also lassen Sie uns nicht länger zögern, kopfüber ins kalte Wasser des Blogistan-Panoptikums zu springen!

Personensuchmaschinen aussperren

Die gute alte htaccess-Datei hält im Fall der Fälle nicht bloß den braven Google-Bot von Verzeichnissen fern, die er nicht indexieren soll, sondern wehrt auch ungeliebte Personensuchmaschinen ab. Korsti beschreibt, wie's geht:

Klar, wer nicht will, dass die und die Daten im Internet zu finden sind, sollte sie auch nicht veröffentlichen. Trotzdem sind 123people, yasni & Co. lästig. Wenigstens über die eigene Website kann man ein wenig Kontrolle bekommen, und von personenbezogenen Suchmaschinen kommende Besucher aussperren oder umleiten.

Korsti schickt die Bots übrigens auf diese Seite - ich teile seine großen Ressentiments gegenüber Personensuchmaschinen nicht. Die mögen zwar lästig wirken, sind aber im Endeffekt nur ein weiterer Spam-Katalog mit so vielen Fehl-Zuordnungen, dass eh kein Mensch ernst nimmt, was da drin steht: sozusagen eine Art Google-Personensuche für Arme.

Tim bemerkt Forschungsnotwendigkeit

Tim Berners-Lee ist draufgekommen, dass man das Web ganz schön komplex geworden ist und man endlich damit beginnen sollte, es im Rahmen einer dedizierten Disziplin erforschen sollte - die hat er gemeinsam mit Kollegen gegründet und Web Science genannt. Das ist der Futurezone einen großartigen Beitrag mit unglaublich fundierten Background-Infos wert:

Das Web ist ein unglaublich komplexes Gebilde und im Prinzip sehr robust. Wenn die wichtigsten Websites, auf die viele andere Sites verlinken, jedoch plötzlich abgeschnitten würden, könnte es zusammenbrechen oder zumindest nicht mehr richtig funktionieren. Es könnte aber auch von gesetzlichen Regulierungen, von wirtschaftlichen Interessen oder anderen Entwicklungen fragmentiert und bedroht werden.

Wow - man stelle sich nur vor, China würde plötzlich Datenverkehr filtern. Oder Deutschland DSL-Nutzer bespitzeln. Gut, dass Berners-Lee rechtzeitig das Superhelden-Team zur Rettung gerufen hat!

Play.fm wird wirtschaftlich

Barbara Wimmer aka Shroombab hat Play.fm Geschäftsführer Georg Hitzenberger zu den weiteren Plänen nach dem Relaunch befragt und ein paar interessante Antworten zu Monetarisierungsideen nach Departure erhalten:

Mit neuen Ideen, einem starken Fokus auf Web-2.0-Anwendungen und einer strategischen Umsetzung der gesetzten Ziele will das Projekt den Sprung von einem nichtkommerziellen Verein zu einem gewinnbringenden Unternehmen schaffen. Die Ende 2007 erlangte, rund 178.000 Euro umfassende Fördersumme der städtischen Wiener Kreativagentur departure ist für das fünfköpfige Kernteam von Play.fm wichtig. Das Geld macht rund 57 Prozent des auf zwei Jahre geplanten Gesamtbudgets aus. Spätestens mit Jahresende wird es aufgebraucht sein.

Play.fm will jedenfalls vom Wiener Nischen-Angebot zum Global Player werden - und ich sehe da recht realistische Chancen für den Metashop, den (Hobby)DJs geben im Gegensatz zum Mainstream-Publikum durchaus Geld für einzelne Tracks aus:

Das neu eingeführte Metashop-System bringt Nutzer, sofern sie sich für ein in einer Tracklist aufscheinendes Musikstück interessieren, direkt zu einer Auswahl an Shops, die dieses Stück in ihrem Online-Store als MP3 oder WAV-Audiofile anbieten - ohne Kopierschutz. Derzeit sind Kooperationen mit vier Shops und Dienstleistern abgeschlossen: Discogs, SoulSeduction, DJTunes und Finetunes.

Attac kopiert die Zeit

Die-Zeit.net ist natürlich gar nicht die echte Zeit, wie die echte Zeit einem echten Zeit-Blog berichtet. Aber was ist im Zeitalter der Bits und Bytes schon noch täuschen echt?

Die globalisierungskritische Organisation Attac hat eine täuschend ähnliche Kopie von ZEIT ONLINE und DIE ZEIT erstellt, um auf sich aufmerksam zu machen. An diesem Wochenende will Attac 150.000 Exemplare der gefälschten Wochenzeitung in deutschen Städten verteilen. Am Montag wird das Plagiat auch der Zeitung "taz" beiliegen.

Die echte Zeit bleibt dagegen echt cool und lässt keine juristischen Schritte folgen. Was für journalistische Grandezza, also echt!

Ruhig mal wen empfehlen

Mit Twibes geht ein recht neuer Twitter-Durchlauferhitzer an den Start, der User ermuntert, Empfehlungen rauszuschicken. Mindesten zehn Fellow Tweepers gilt es auszuwählen, aus den Gesamtdaten erstellt Twibes ein (nicht gecachtes) Ranking. Mir persönlich gefällt Mr. Tweet zwar besser, aber ein wenig Follow-Love kann bekanntlich nie schaden.

Zeit für den Frühjahrs-Blogputz!

Der ist zum Glück kürzer und schmerzloser als das Real-World Äquivalent, aber wer sein Blog nicht ohnehin regelmäßig sicher und updatet, sollte sich diese Tipps auf WordPreneur zu Herzen nehmen.

If you publish a blog, it’s a good time to do some basic blog spring cleaning. Good thing is that it should be a lot easier (and a whole lot less filthier) than that annual top-to-bottom house cleaning thing that many of us winter climate survivors have ritualized.

Ach ja: das Checking der Broken Links kann bei umfangreichen Blogs ganz schön mühsam werden...

SEO-News der Woche

Der SEO-Evangelist hat die nofollow-Sache ein für allemal geklärt (oder war da doch was mit der Wikipedia? :mrgreen:), SEO-United verlost 1 Karte für die SMX und im SEO-Handbuch wird über die Nützlichkeit von Tel-Domains spekuliert.

Baynado ruft an

Die aktuelle Ausgabe von der SM.Show (es handelt sich um die numinöse #13) finde ich inhaltlich und musikalisch sehr gelungen - Moderator Baynado spricht in Webwelt - Dies und Das unter anderem über StudiVZ, die unbeliebteste Web-Community, das SEO-Meter, Automagic und einige Themen mehr. Hat alles toll geklappt, nur mit den vormittäglichen Anrufen bei SEOs war's uhrzeittechnisch etwas schwierig :mrgreen: Unbedingt anhören!

Julia von G-Lock Software hat einen interessanten Split-Test durchgeführt um herauszufinden, ob die Form eines Links in Newslettern (Tracking Link, verlinktes Keyword, komplette Domain) eine Auswirkung auf die Klickrate hat. Ihr Fazit fällt sehr eindeutig aus:

The way you show the URLs in the email does matter and has impact on the click-through rate. People are more willing to click on clear and trustworthy links. A generic domain and a combination of generic characters are not the things that instill trust. They may be confusing for many people so they do not dare to click.

Video der Woche

Warum kommen die Terminator-Killermaschinen aus der Zukunft eigentlich immer nackt bei uns an? College Humor ging dieser alles entscheidenden Frage nach und stieß auf verblüffende Antworten [via LaugingSquid]:

Und damit geht diese Woche auch schon wieder zu Ende - die Hoffnung, dass sich der Frühling von der Zeitumstellung doch noch erweichen lässt, bleibt uns. Und falls nicht, dann sind zumindest die Karibik-Webcams nur ein paar Klicks entfernt! Angenehmen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

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Schneeige Winter-Stadtlandschaft in Unecht-Optik

Vimeo schickt ganz schön viel Post - aber wenn man mal damit begonnen hat, die Empfehlungen zu goutieren, kann man kaum mehr damit aufhören: kein Newsletter, in dem nicht mindestens ein Video-Highlight enthalten wäre: wie dieses Musikvideo zu "Codebreaker feat. Kathy Diamond: Fire (Jimmy Edgar Remix)" von Erik West. Ja, es handelt sich ausschließlich um "echte" Aufnahmen: der Matchbox-Animations-Look rührt rein von der Perspektive bzw. Nachbearbeitung her:

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Ode an die Jugendsubkultur

gitarre Ode an die JugendsubkulturIm Wiener Rabenhof geht am 12. Februar der Protestsongcontest 2009 über die Bühne, die 10 Finalisten stehen bereits fest und mein Favorit ebenfalls. Ich drücke dem Ski-Schuh-Tennis Orchestra jedenfalls beide Daumen für die Ode an die Jugendsubkultur!

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