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Artikel-Schlagworte: „netmusic“

Blogvorstellung: Hypebot

hypebotEnglischsprachige Blogs mit zweifelhaften Download-Angeboten sind dick gesät, und auch so manches netlabel unterrichtet die Netzöffentlichkeit regelmäßig von den eigenen Vorhaben. Wirklich rar allerdings sind top-aktuelle, gut recherchierte und aufbereitete News über das Musikbusiness als solches. Aber glücklicherweise gibt's ja den Hypebot.

Die Tagline music. technology. the new music business beschreibt die Mission sehr treffend: ob Majorlabel oder Web 2.0 Unternehmen: Hypebot weiß Bescheid. Spannende Marktanalysen wie The Amazon Effect, Briefings und Roundups machen das Blog für Branchenangehörige zur Pflichtlektüre und lassen interessierte Hörer, die sich schon lange auf die DRM-freie Zukunft und mehr Vielfalt im Musikbiz freuen, immer wieder zufrieden schmunzeln.

Leider bietet das auf Typepad-Blog zwar eine Kategorienavigation, aber kein Archiv an, aber dafür gibt' glücklicherweise eine Suchfunktion. Ebenfalls unbedingt einen Klick wert: die Hypebot-Linksammlung mit Music 2.0 Ressources: grandiose Tipp- und Tricksammlung für alle potentiellen net-Artists und Labelgründer, die über Online-Promotion und Vertriebsmodell nachdenken.


Wie immer gilt: wer selbst mit seinem Blog in dieser Serie vorgestellt werden möchte, die/der sagt einfach via Kommentar Bescheid.

d-news SRA-Kolumne

Seit November 2007 schreibe ich für die SRA-Homepage eine Kolumne zum Thema Musik online. Sie trägt in Anlehnung an meine erste Online-Publikation, einen Newsletter über mp3 und die Folgen, den Namen d-news. Zitat aus der ersten Nummer:

Das Zeitalter der großen Majors scheint vorbei, trotz iPod und Co. vermiesen user-unfreundliche DRM-Systeme immer noch weite Teile des legalen Musikgenusses. Strukturen werden kleiner, Produzenten und Musiker vernetzen sich: noch nie waren Kollaboration so einfach abzuwickeln wie über das Netz. Musik produzieren wird auch technologische einfacher, Studiozeit oder sogar Homestudios immer leistbarer, in bare Münze lassen sich klingende Töne aber anscheinend immer schwieriger verwandeln. In meiner SRA-Kolumne, die auch hier auf datenschmutz erscheint, werde ich regelmäßig über meiner Meinung nach besonders spannende Beispiele für Überschneidungen von Netz- und Popkultur berichten - viel Spaß beim Nachlesen und -surfen. Über Kritik, Anregungen und Tipps freu ich mich natürlich.


  • d-news #1: Das Netz und die Musik. | SRA
    Ab sofort schreibe ich monatlich für SRA.at eine Kolumne über digitale Musik, Web 2.0 und Popkultur: die erste Ausgabe beschäftigt sich mit der Vorstellung des Themas.
  • d-news #2: | SRA
    Mit Orangemusic.at geht eine Plattform an den Start, die sich ganz der Förderung von Creative Commons Musik verschrieben. Betreiber der neuen Seite sind die Macher von fm5 bzw. Nolabel.at.

netlabel-Vorstellung: *bruit* startet morgen

15. Juli 2007

bruitAm Sonntag geht *bruit* on air - oder besser gesagt on IP. Bei besagtem Unterfangen handelt es sich um eine Kollaboration der beiden Brüder Walter (Dr. Nachstrom) und Gert (v93r) Brantner, zweifellos zwei einschlägig bekannte Proponenten elektronischer Musik der experimentellen Sorte. Zum Start gibt's neue Releases der beiden Labelgründer sowie Tracks der Grazer Musiker Robert Lepenik, Maru und Kabelton sowie Werke von Ophibre aus den USA und Jon Eriksen aus Schweden.

Neben dem Online-Labelbetrieb möchte sich *bruit* als Veranstaltungsplattform etablieren und strebt die Vernetzung mit anderen Labels an. Die Gründer bezeichnen ihr neues Projekt als Schritt auf dem Web zum Listening Portal für Liebhaber außergewöhnlicher Nischen-Musik. Zum Gesamtkonzept gehört ein wöchentlicher Podcast:

Unter der Webadresse www.listening.at erwartet euch außerdem wie gewohnt unser wöchentlicher Podcast Überklang, ein umfassendes Sendungsarchiv und ein Weblog. Die aktuelle Folge unseres Podcasts (Graz lokal: Radio Helsinki, 92,6 MHz 14.00 - 16.00. Stream/Download: www.ueberklang.net wird ab 15. Juli in einem 2-stündigen Special ausführlich über Philosophie und Hintergrund von bruit berichten, außerdem unsere Artists mit vielen Hörbeispielen ausführlich vorstellen.

Ich bin schon sehr gespannt auf das Portfolio des Labels - Dr. Nachtstrom kenne ich seit 1999, er war damals einer der ersten Artists, der Tracks auf der ehemaligen Lion.cc mp3-Homepage veröffentlichte. Gert dürfte vielen Netzkunst-Afficionados unter dem Projektnamen Farmers Manual bekannt sein. Aufgrund der langjährigen Erfahrung und der spannenden Musik, die ich von den beiden Brüdern bisher kenne, stelle ich natürlich unverschämt hohe Ansprüche an das neue Label; demnächst folgt ein Interview zur Labelgründung, ab morgen, 15. Juli, ist die Seite online: bruit.at

CD-Review + Interview: Angina P – 8 Rooms

Angina PWenn Online-Medien über Angina P's Tracks schreiben, dann tauchen sehr rasch Formulierungen wie "Diamant in der Asche" oder "Wonderfully Crafted Ambient-DNB-Techno" auf. In der lokalen österreichischen Szene nur durch Auftritte auf Elektronikfestivals der ambitionierteren Art bekannt (temp~festival), hielt sich die Wienerin von ravenden Dancefloors elegant fern, ihre zwischen Industrial, Breaks und IDM angesiedelten Tracks veröffentlichte sie jahrelang ausschließlich via Internet. In der Blütezeit MP3.coms landeten ihre Produktionen auf tausenden Rechnern weltweit und katapultierten fast jeden neuen Release in den MP3.com-Charts weit nach oben.

Wären internationale Downloadzahlen Ö3-Chart-kompatibel, hätte es für die bislang erfolgreichste Single "Tokyo 6pm", die im Anschluss an einen einjährigen Japanaufenthalt entstand, gleich mehrfach Gold und Platin geregnet. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Offline-Datenträgers dagegen hat sich Angina P freilich 10 Jahre lang Zeit gelassen - "8 Rooms" steht nun ganz non-virtuell in den Plattenläden ihres Vertrauens und bestätigt die alte Weisheit: so viele Internetuser können nicht irren...

Langsam, nicht ruhig

Angina P"Der Erfolg auf MP3.com war für mich eine Bestätigung, dass ein Interesse da ist an meiner Musik. Mit Labels war's allerdings immer sehr schwierig: mittlerweile hab ich so ziemlich alle Troubles durch, aber nun endlich die richtige Plattform gefunden." Als die hat sich nach einer mehrjährigen Odysee Notochord herausgestellt, gegründet von DJ Hidden und Slacknote. Das belgisch-holländische Label setzt sich mit seinem küntlerischen Output vorzugsweise zwischen vorformattierte Genre-Stühle: Hidden, selbst rave-erfahrener Drum-and-Bass-DJ, verlegt sich mit seinem Partner inzwischen auf nicht unbedingt ruhigere, aber langsamere Breaks, die er unter dem Künstlernamen Semiomime veröffentlicht.

Die fünf Nummern von "8 Rooms" decken einen breiten zeitlichen Rahmen ab: vom neuesten Track "Time to Bleed", der 2006 entstand, bis zum drei Jahren alten "My Robots". Labelhost Semiomime remixte exklusiv für das Album "Known Issues", Edgey verpasste "No Time to Bleed" ihren Stempel und Larvae bearbeiteten Placemat Club. "Mein Setup wird mittlerweile - so wie wohl bei den meisten - immer mobiler. Einerseits stört mich zwar die Reduktion der Hardware, andererseits funktionieren Software-Klangerzeuger immer besser - und es ist komfortabler als der Datenaustausch via Diskette. Im Moment produziere ich sogar vorwiegend auf einem einzelnen Laptop mit externer Soundkarte. Die Hardware-Synths stehen aber noch alle griffbereit herum."

Wider Erwarten: Indie Dance Music

Angina PAngina P arbeitet mit kleinsten Soundschnipseln, die sie zu fein ziselierten Kunstwerken modelliert. Flächige Ambient-Teile wechseln sich ab mit wuchtigen Beats, vielschichtige Synthie-Flächen strukturieren die elegisch-eleganten Produktionen. Die acht Tracks enthalten Elemente aus verschiedensten Genres, freilich ohne sich irgendeiner Hörgewohntheit jemals direkt anzubiedern. Und wie das bei nicht marktoptimierter Kunst so vorkommt, sorgen unerwartete Zielgruppen nicht zuletzt bei der Künstlerin selbst für Verwunderung: "Einen Rahmen Auftritte zu finden ist schwierig: auf einer Drum-and-Bass-Party wollen die Besucher schnelleren Sound hören, aber was mich sehr erstaunt hat, war der vergleichsweise große Erfolg meiner Songs im Gothic und IDM-Kontext. Ich bin dann später draufgekommen, dass derselbe Techno, der mich in den 80er Jahren beeinflusst hat, auch sehr prägend war für diese Szene - damit verbindet mich sozusagen ein Second-Hand-Einfluss, diese schön zelebrierte Traurigkeit aus den 80ern."

So schwierig die vielen Referenzen eine Kategorisierung machen, so zahlreich sind die akustischen Anknüpfungspunkte. In der musikalischen Sozialisation der Protagonistin fanden Computerspiele ebenso Platz wie Autechre, Underworld oder Plastikman. Die legendären "Turrican"-Teile eins und zwei spielte Angina P bevorzugt im Cheatmodus, um den phänomenalen Soundtrack von Chris Hülsbeck nicht durch die Explosions-Samples zu verschandeln. Produktionstechnische Lernerfolge erarbeitete sie in Eigenregie - die konsequent autodidaktische Produktionsweise und die experimentelle Zugangsweise prägten einen Sound, der "8 Rooms" zu einem außergewöhnlich komplexen und vielschichtig zugänglichen Stück Musik macht. mp3-Downloads gibt's auf der Homepage der Künstlerin: www.anginap.com

[erscheint Anfang Februar in: thegap 01-2007]

mp3 legal für lau: Neues Kweli-Album

talib kweliWo heute doch wieder die 3 untoten eiligen Könige umgehen und den Spendenfreudigen ihre überzähligen Euros entlocken, da freut sich der geplagte Geizkragen natürlich umso mehr, wenn's was gratis gibt. Und zwar gleich im Doppelpack - da wäre erst einmal ein brandaktuelles neues Album von US-Conscious-Rapper Talib Kweli mit dem passenden Namen "Liberation", produziert von Herrn Madlib.
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Fotos

Willkommen beim datenschmutz Fotoalbum. Sie finden hier eine Auswahl an Fotogalerien, die ich in den letzten vier Jahren auf datenschmutz veröffentlicht habe. Viel Vergnügen beim Ansehen!

Barcamps und Web Events

Barcamp, Almcamps, Mobile Mondays, Digitalks und Co. - Real Life Begegnungen mit Netz-Fokus.

Portraits

Portraitserien - lauter Bilder von ausgesprochen hübschen Damen und Herrn. Aber hauptsächlich Damen.

Reisen und Orte

Reise-Fotos und Impressionen verschiedener Orte.

Hardware und Gadgets

Smartphones, digitale Helfer und alle möglichen und unmöglichen Gadgets, die meine Blogger-Pfade kreuzen.

Essen und Trinken

Foot-Photographie (mit bescheidenen Hausmitteln und als Illustration zu den am blog sporadisch geposteten Rezepten): alles rund ums Essen und Trinken (Schwerpunkt: Cocktails).

Diverse Fotoalben

Verschiedene Schnappschüsse und Themen - alles, was in keine andere Kategorie passt.

Musik, Kunst und Kultur

Musiker-Protraits, Konzert-Liveaufnahmen und diverse Kunst- und Kultur-Events; einige Highlights aus meiner früheren Tätigkeit als freiberuflicher Musikjournalist.

Sport und Action

Sport und Action-Fotografie: vom Lienzer Dolomitenmann bis zum Air&Style.

Ritchie

Das bin quasi ich.

30 Fotos

 

alle Fotos: © ritchie pettauer [außer wo beim Bild anders angegeben]