Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr begonnen, Fast Blogfinder intensiv zu nutzen. Kein anderes SEO-Tool generiert derart effizient hochwertige Backlinks (siehe Review). Von automatisierten Systemen halt ich nämlich gar nix - die bewirken im besten Fall überhaupt nichts oder haben im schlimmsten Fall sogar negative Effekte. FBL dient lediglich dazu, thematisch passende Nofollow-Blogs bzw. -beiträge zu identifizieren, die Kommentare selbst werden händisch verfasst. Am 10. Dezember erscheint die lang erwartete 3.0er Version, zu der heute erste Details bekannt gegeben wurden.
Der Recherche-Ansatz hat eine ganze Reihe von Vorteilen: zum einen stößt man immer wieder auf spannende Artikel (nach fast jeder FBL-Recherche hatte ich "Stoff" für einige neue Blogpostings), außerdem freut sich jeder Blogbetreiber über sinnvolle Diskussionsbeiträge. Das hat bisher hervorragend funktioniert, die nächste Woche erscheinende 3er Version stellt allerdings einen gravierenden Versionssprung dar: neben der noch leistungsfähigeren Search-Engine nutzt Glock die "Wisdom of the Crowd":
Fast Blog Finder v3.0 has a new engine which recognizes new blog platforms and finds much more DoFollow blogs than the previous version. When developing the v3.0 we spent many hours for manually verifying hundreds of blogs to ensure that the program determined the blog type correctly.
Despite this, we don't expect the program to be 100% accurate in analyzing the blogs. So, we added the "Report Wrong Blog Type" option to the program. Using this option you can send us the URL of the blog that was determined incorrectly by Fast Blog Finder. We'll check it out and make improvements in the program engine.
Nähere Informationen zur Funktionsweise halt Julia in ihrem ausführlichen Test zusammengefasst. Hier ein erster Screenshot:
Als ich den Release der neuen Version auf Twitter ankündigte, tauchte sofort die Frage nach dem (Upgrade)Preis auf - wie gewohnt ist die Pricing-Policy äußerst fair:
Kleiner Hinweis: beim Kauf wird ein optionaler Newsletter angeboten. Den zu abonnieren lohnt sich definitiv - er wird nur alle 1 bis 2 Monate verschickt, dafür enthält jede einzelne Ausgabe wirklich brauchbare Tipps.
Wer sich vor dem Kauf von der Leistungsfähigkeit der Software überzeugen will, hat die Möglichkeit, eine Demo-Version zu installieren und ausgiebig zu testen. Eigentlich kann sich's aber kein amitionierter Blogbetreiber leisten, FBL nicht einzusetzen:
Fast Blogfinder Demo-Version [*.exe Datei, 150kB)
Fast Blogfinder Lizenz kaufen (Wer vor dem 10.12. die aktuelle Version 2.6 erwirbt, bekommt das Update auf die 3er gratis)
Ja, ich hab's getan. Ich habe meinWeblog gestern verkauft - nach knapp drei Wochen nicht übermäßig zäher Verhandlungen einigten sich der neue Käufer und ich auf einen für beide Seiten mehr als erfreulichen Betrag, den ich auf "regulärem Weg" mit diesem Blog jedenfalls in den nächsten drei Jahren unmöglich verdienen könnte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Robert Basic: ohne die Ermutigung durch Deinen erfolgreichen Verkauf hätt' ich mich nie getraut, die Sache bis zum Ende durchzuziehen. Aber die Taube ist Sack ist bekanntlich besser als der Spatz am Kirchturm und die Zahlen am Vertrag bloß ein Ergebnis der Verhandlungskunst. Heute hab ich ein kurzes Videostatement aufgenommen, um alle etwaigen Fragen zu klären - es wird nicht mein letzter Videopodcast sein, der Vimeo-Account bleibt mir schließlich:
Willkommen beim sonntäglichen Blogistan-Panoptikum, diesmal quasi live aus Dorfgastein. Coolerweise hat Kerstin, die Tochter des Hauses Kirchenwirt, endlich wieder eine Bar aufgesperrt, und zwar direkt beim Schwimmbad. Eine Alternative zur Kuh-Bar, meiner persönlichen Vorstellung von Party-Apokalypse, war sowieso längst überfällig - und ich hätte wirklich nicht damit gerechnet, in DoGa einen erstklassigen Mojito serviert zu bekommen. Morgen geht's auf den Berg, aber vorerst noch die Blogosphären-News der Woche:
Schon so mancher hat sich gewundert, warum Big G den vor längerer Zeit erworbenen RSS-Aggregator Feedburner als eigenständiges Service weiterleben ließ, anstatt ihn ins eigene Service-Portfolio zu integrieren. Nun denn, die Verwunderung fand letzte Woche ihr jähes Ende: die Seite wird zukünftig Teil der Google-Services. Genauere Hintergründe zur Migration und der damit einher gehenden AdSense-Integration erfährt man auf Burning Questions, dem ehemals offiziellen Feedburner-Blog:
Following on the footsteps of this account migration, FeedBurner will start to look and feel more like a set of Google services, and we will be completing much tighter integration into other Google services such as Google AdSense. (If you are a feed advertiser, don't worry: we have some happy surprises coming for you as well, and if you are an advertiser who is not yet a feed advertiser, you too shall be blessed with good fortune.)
Wer das MyBrand Feature nutzt, muss Updates an der DNS-Konfiguration vornehmen, die Infos dazu sollten dieser Tage via Mail eintrudeln. Liest man das letzte Posting der Macher, so drängt sich unweigerlich der Eindruck auf, dass die Betreiber der Plattform nicht übermäßig glücklich über die Zäsur sind - mal sehen, ob Google es schafft, FeedBurner sinnvoll weiter zu entwickeln, oder ob die Plattform vor sich hin dümpeln wird.
Und nicht Kleider. Aber Tweets machen jetzt auch Kleider, und zwar mit wenigen Klicks. Und das kommt so: Michi Kamleitner hat letzte Woche sein neues Mash-Up Tweetshirt gelauncht:
It’s pretty self-explanatory, just enter your Twitter-username, and choose the tweet you want printed on a shirt from your recent & favorite tweets.
Auf Fullfilment-Seite stehen Zazzle und die TShirtAG Printer bei Fuß - tja, so schnell kann's gehen und schon trägt man ein Unikat auf der Brust! Nette Idee, denn natürlich sieht das ganze gleich viel geekiger aus als ein simpler Slogan. Und notfalls kann man ja vorher noch das passende Tweet selbst rausschicken!
Nicht, dass es sich um eine Neuigkeit handelte: wer sich mit Online-Security und Kryptographie beschäftigt, stößt unweigerlich eher früher als später auf den Namen Bruce Schneier. Der amerikanische Sicherheitsexperte veröffentlicht seit mehreren Jahren seinen Crypto-Gram Newsletter, der sich durch hochkompetenten Umgang mit einem sensiblen Thema auszeichnet. In der aktuellen Ausgabe findet sich ein hochinteressantes Editorial zum Thema "Helping the Terrorist":
Let's all stop and take a deep breath. By its very nature, communications infrastructure is general. It can be used to plan both legal and illegal activities, and it's generally impossible to tell which is which. When I send and receive e-mail, it looks exactly the same as a terrorist doing the same thing. To the mobile phone network, a call from one terrorist to another looks exactly the same as a mobile phone call from one victim to another. Any attempt to ban or limit infrastructure affects everybody. If India bans Google Earth, a future terrorist won't be able to use it to plan; nor will anybody else. Open Wi-Fi networks are useful for many reasons, the large majority of them positive, and closing them down affects all those reasons. Terrorist attacks are very rare, and it is almost always a bad trade-off to deny society the benefits of a communications technology just because the bad guys might use it too.
Ein Abo des Newsletters kann ich uneingeschränkt empfehlen - hier geht's zur Anmeldeseite.
Manche optimieren nach Schema F, andere vertrauen auf die Kraft der Foren und Big G straft sich in bester katholischer Tradition gleich mal partiell selbst ab, um die Sünden der SEOs auf sich zu nehmen. Aber ob hinter jeder unsinnigen Meldung wirklich ein Masterplan steckt, wage ich nicht zu beurteilen.
Nein, hier wird nicht gesungen - vielmehr soll der neue Meta-Tag "canonical" den großen Suchmaschinenanbietern helfen, die Duplicate Content Problematik(en) in den Griff zu kriegen. Alles Wissenswerte dazu findet man bei Thomas Zeithaml:
Das HTML Tag wird ähnlich wie das
Bereich der Webseite definiert. Die Syntax lautet wie folgt:Tag im <link rel="canonical" href="http://www.example.de/product_info.php" />
Hier wird also einfach die Seite ohne Parameter angegeben, die für Google als eindeutige URL gelten soll. Für Wordpress, Drupal und Magento gibt es bereits schon Plugins die dieses Tag berücksichtigen.
Bleibt wohl nur zu hoffen, dass Cpt. Canonical mehr Erfolg beschieden ist als seinem kleinen Brüderlein nofollow!
Was tun bei Content-Klau? Da Inspektor Columbo nur Morde untersucht und Monk anderweitig beschäftigt ist, muss man wohl oder übel selbst aktiv werden. Wie das sinnvollerweise geschehen kann, erklärt Torsten Maue in einem lesenswerten Beitrag. Im Ernstfall ist jedenfalls Kontaktaufnahme die erste Waffe der Wahl:
Da ich selbst betroffen bin zur Zeit, hab ich den Webmaster angeschrieben und um Entfernung gebeten, das ganze in Verbindung mit einer angemessenen Frist. Erst wenn da nichts geschieht werde ich das ganze meiner Anwältin überreichen. Viele werden sicher schon bei Androhung von rechtlichen Schritten der Entfernung der Inhalte Folge leisten. Man braucht also nicht sofort mit der großen Anwaltskeule loszuschlagen - kann man natürlich.
Dass ein immer größerer Anteil der Google-Nutzer eingeloggt surft und persönliche Ergebnisse serviert bekommt, wird das SEO-Business mit Sicherheit nachhaltig verändern. Und zweifellos ist die Wissenschaft von der Manipulation des Users eine komplexere als die von der Beeinflussung vergleichsweise simpler Algorithmen:
Wer zukünftig als SEO erfolgreich eine Webseite auf den vorderen Positionen etablieren will, sollte sich der Qualität der Seite sehr genau bewusst sein. SEO wie wir es heute kennen, also die Möglichkeit, beinahe jede Seite ganz nach oben bringen zu können, wird es schon bald nicht mehr geben.
Möglicherweise greift Gretus sogar eine Spur zu kurz: ich bezweifle, dass man derzeit *jede* Seite ganz nach oben bekommt.
Heftig diskutiert wird derzeit Sinn und Zweck gemieteter ausländischer Links. Und wie so oft im Leben gibt es keine klare Ja/Nein Antwort, wie SEOline.de elegant zusammenfasst:
Hat man beispielsweise einen Online Shop für Bayern und bezieht viele Backlinks aus Russland, oder Japan, dann wird sich das nur begrenzt förderlich auswirken, da Google keinen relevanten Bezug herstellen kann. [...] Betreibt man selbst allerdings einen internationalen Online Shop, dann können sich solche Links durchaus positiv auf das Ranking der Seite in den SERPs auswirken, auch wenn der Sitz in Deutschland ist. Ein Link ist nämlich eine Empfehlung – zumindest im Sinne von Google – und warum sollte jemand, der sich im Ausland befindet, einen Shop nicht empfehlen können?
Dan aka MountainDan aka The next Stephen Spielberg hat sein Video zum Twestival Wien auf Vimeo online gestellt - pure HD Goodness, und meiner Meinung nach gestaltungstechnisch äußerst gelungen. (Und das sag ich keinesfalls, weil Dan mich auch interviewt hat :mrgreen:):
Und damit geht dieses sonntägliche Panoptikum auch schon wieder rasant seinem unvermeidlichen Ende zu. Morgen schmeiß ich mich auf die Piste, idealweise mit Zigarette im Mund und ohne Helm - irgendjemand muss ja schließlich gegen den Zeitgeist schwimmen. In diesem Sinne: einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns am Montag!
Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: ich hab gar nix gegen den einen oder anderen Backlink in den Kommentaren, allerdings denke ich, dass die wenigsten User Herr Suchmaschinenoptimierung oder Frau Onlinemarketing heißen. Das geht doch problemlos etwas kreativer... wie wär's zum Beispiel mit SEO.fux? Keyword-Kommentare lösche ich natürlich nicht, und ich entferne auch den Link nicht - ich häng nur ab und an ein nofollow dran, wenn's mir auffällt :green:
Und wenn die Inspiration so gar nicht kommen will, dann hilft vielleicht diese Seite weiter. (Keine Angst, hinter dem Link verbirgt sich kein 2 Girls 1 Cup Video.) Man könnte ja auch aus Seifried zum Beispiel Seofried machen oder Marietta in Marketerietta umwandeln - damit ich ab und an in meinem harten Bloggerleben auch mal was zu lachen habe. A apropos hartes Bloggerleben: sehr gefallen an Wolf-Dieter Storls Bio hat mir der Ausdruck "Chrampfe", sozusagen ein Terminus Technicus für die mit dem harten ÜberLebenskampf der Bergbauern einher gehende Arbeitsethik.
Irgendwann mal war der Pagerank-Algorithmus die grandioseste Erfahrung aller Zeiten, und Xsara hat in erstaunlich kurzer gelernt, wie wichtig ein organischer Link-Aufbau für den SERP-Erfolg ist. Und weil auch andere anderen SEO-Hunde das wissen, möchte sie mit ihrem dofollow-Plugin die Kommentaraktivität auf ihrem Blog erhöhen und mit der Suchanfrage "nofollow dog blog" endlich auf Platz 1 landen... aber das ist gar nicht so einfach! Dabei sagt Google doch schon lange, dass man das Clickverhalten der User stärker berücksichtigt werden soll: auf in die Feedbackschleife!

Dieser Beitrag gehört zu der Serie österreichische Online-Branchenbücher im (SEO) Vergleich. Weitere Postings:
Michi Kamleitner hat mich auf ein weiteres Branchenbuch aufmerksam gemacht, das ich in meiner Serie übersehen habe, obwohl ich schon längst drin vertreten bin: die Wirtschaftskammer Österreich betreibt auf ihrer eigenen Seite ein umfangreiches Firmenverzeichnis namens Firmen A-Z und bietet neben den Kontaktdaten auch zusätzliche Services für Unternehmen an, die im Netz tätig sind. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Eintragungen in Branchenbücher mögen den einen oder anderen menschlichen Besucher generieren - im Online-SEO-Mix für gewerbliche Homepages spielen sie allerdings keine Rolle. Die gut platzierten Verzeichnisse verlangen in der Regel Geld für einen Backlink, der sich anderswo leicht gratis abstauben lässt. Als High-Trust Link Directories käme gut gepflegten Online-BBs zwar hoher Google-Trust zu, die meist monatlich laufenden Schaltungskosten rechtfertigen diesen jedoch aus SEO-Sicht im Vergleich zu dedizierten Linkvermietern keineswegs. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Bei der Professionalisten-Datenbank des Falter handelt es sich nicht um sehr spezialisiertes Branchenbuch: ausschließlich Unternehmen aus den sogenannten Creative Industries finden hier Aufnahme. Innerhalb der Branche gilt das Falter-Verzeichnis längst als Geheimtipp, denn die Datenqualität ist immens hoch: einen beträchtlichen Teil der Einträge recherchieren die Betreiber selbst, jährliche Rückrufe sichern laufende Aktualität und vermeiden Karteileichen. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Betreiber des FirmenABC sind auch in Deutschland tätig, dort in Kooperation mit Radio Gong und Schwerpunkt auf die Empfehlung von Handwerksbetrieben - also ein klassisches B2C Portal. Die wenigsten Privatpersonen benötigen die Dienste eines Online-Marketing-Beraters, also scheint das Firmen-ABC nicht das optimale Branchenbuch für mich zu sein: aber es geht in diesem Test ja in erster Linie um die SEO-Eignung - können Unternehmen also hier einen Backlink abstauben? Diesen Beitrag weiterlesen »
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Der dritte Teilnehmer am großen datenschmutz-Branchenbuch SEO-Marathon hört auf den englischen Namen Yellowmap.at. YM bietet zwar einen kostenlosen Eintrag ins Verzeichnis an, will aber in erster Linie seine Premium-Produkte an den werbenden Mann oder die Frau bringen - mit Bild um EUR 9,90 und ohne für EUR 3,90 pro Monat. Ich habe mir allerdings lediglich die Features des Produkts "WerbeEintrag Free" angesehen; sogar dessen Beschreibungstext suggeriert ein Upgrade: Diesen Beitrag weiterlesen »
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Auf ein unter seinen Möglichkeiten bleibendes Branchenbuch für Österreich bin ich durch Haralds Coaching Homepage gestoßen, genauer gesagt durch den dort verlinkten Routenplaner - ein nettes Feature, das sich nach erfolgter Anmeldung gratis in die eigene Homepage einbinden lässt. Im Prinzip handelt sich's um einen simplen Verweis auf eine Google-Map, aber wer sich mit dem ganzen Technik-Kram nicht eingehend beschäftigen will, findet hier eine praktische Copy-Paste Lösung. Im Großen und Ganzen handelt sich's hier allerdings um eine eher grottige Applikation, aus der sich aber durchaus was machen ließe. Aber alles der Reihe nach... Diesen Beitrag weiterlesen »
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Online-Branchenbücher sind die Web-Directories der Geschäftswelt: selbst im Zeitalter der Web 2.0 Do-it-yourself Hysterie Euphorie feiert das gute alte Premium-Placement Businessmodell fröhliche Urständ. Neben Platzhirsch Herold bieten in .at noch weitere Dienstleister ihre Services feil - gemäß der Theorie von Dr. Theodore Longtail kann's ja auch für Einzel- und Kleinunternehmen nicht von Nachteil sein, mehr als einmal vertreten zu sein. Aber eignen sich die Branchenverzeichnisse auch für SEO-Zwecke? Ich habe einen näheren Blick auf die populärsten österreichischen Branchenbücher geworfen - und eine kurze Serie draus gemacht - ab heute stelle ich jeden Tag ein Branchenbuch vor und lege dabei speziellen Wert auf die Frage: kriegt man einen Google-tauglichen Backlink ab? Diesen Beitrag weiterlesen »
Bereits vor zu Beginn des Jahres hat der Schweizer Blog-Werbe Aggregator trigami sein Portfolio diversifiziert: Kunden können (kritische) Rezensionen, simple Ankündigungen oder auch Video Reviews buchen. Ich schreibe einerseits regelmäßig Reviews für trigami, andererseits habe ich bei Remo Uherek und seinem Team auch schon einige Kampagnen (etwa für fatfoogoo) gebucht. Ende Mai folgte die meiner Ansicht nach logische Ausweitung des Angebots auf zwei weitere Produkte.
Anstatt Postings kauft der Kunde bei den trigami Display Ads Bannerwerbung ein - aufgrund der vielen registrierten Blogs (4.500, 77% aus .de, 14% aus .ch und 7% aus.at) kann der Schweizer Anbieter in diesem Bereich mittlerweile beachtliche Longtail-Kontingente anbieten - im Gegensatz zu vielen Konkurrenten schreibt trigami auch hier Transparenz groß:
In der Regel stehen pro Kampagne zwischen 1 Mio. und 10 Mio. AdImpressions pro Monat zur Verfügung. Die durchschnittliche Klickrate liegt derzeit bei 0.40%, d.h. pro Kampagne können zwischen 4000 und 40'000 Klicks pro Monat erwartet werden.
Konkrete Preisangaben habe ich auf der Homepage allerdings keine gefunden, lediglich den Hinweis, dass wahlweise monatlich via Fixpreis oder TKP abgerechnet werden kann. Empfohlen wird dabei das 125x125 Button-Format, allerdings sind auch andere Bannergrößen buchbar - die Preisdetails erfährt man auf Anfrage.
Wer von seinem Produkt überzeugt ist, möchte, dass möglichst viele potentielle Kunden davon erfahren - das Sampling ist eine kostengünstige Möglichkeit, BloggerInnen als sogenannten "Evangelisten" respektive Fans zu gewinnen. Der Kunde bezahlt dafür, dass trigami den Kontakt zwischen ihm und interessierten BloggerInnen herstellt und verschickt an diese in weiterer Folge Testprodukte oder Gutscheine. Die Teilnehmer erhalten keine gesonderte Bezahlung, sind aber auch nicht verpflichtet, etwas über das jeweilige zu schreiben. Die Ausschreibung erfolgt genau wie bei anderen Kampagnen - bei den Sampling-Angeboten, die ich bisher erhalten habe, war allerdings kein Produkt dabei, das mich zu einer Teilnahme bewogen hätte.
Seit der "Big-G-Pagerank-Krise" schreibt trigami in allen Rezensionen ausschließlich nofollow-Backlinks vor und kontrolliert diese Regel auch streng. Viele sprachen vom Niedergang des Businessmodells, da der hauptsächliche Mehrwert der Rezensionen im Google-Juice bestünde. Mitterlweile lässt trigami in jeden Text ein spezifisches Script einbauen, das Zugriffe und Reichweite erhöht, um sich nicht auf Eigenangaben der Blogger verlassen zu müssen. Werbekunden kann man somit trotzdem "harte Währung" anbieten, und im Gegensatz zu us-amerikanischen Pendants, die teilweise auf follow-Links bestehen, teilweise aber auch dem Schreiber die freie Wahl lassen, hält sich die Marge in Grenzen und die Qualitätskontrolle passt. Ich denke daher, dass trigami weiterhin ausreichend Kunden finden wird und halte vor allem die Ausweitung auf Banner-Ads für eine der ersten erfolgversprechenden Longtail-Pageview-Verkaufsmodelle im deutschsprachigen Raum. Wobei selbstverständlich die Plattform, an der Bernd und ich seit einem Jahr basteln, beim Launch alles andere in den Schatten stellen wird!
Wenn man eine SEO-Wettbewerb veranstaltet, wählt man in der Regel inexistente Keywords - c't hat seinerzeit irgendeinen Fisch verwendet, den's nicht gibt - und Webmaster Eisy hat sich bei seinem Contest für das schöne Wort Seoflanken entschieden. Der/die Erstplatzierte erhält 200 Euros - aber bekanntlich geht's bei SEO-Wettbewerben ja keineswegs um die Kohle, sondern um Ruhm und Ähre - und da machen auch die SEO-Flanken keine Ausnahme.
Genauere Infos zu Preisen finden sich auf der Bewerbsseite; entstanden ist der Begriff Seoflanken übrigens aus der Zusammensetzung unseres Lieblingshobbys (SEO) mit einem Konzept, welches im Fußball eine gewissen Rolle spielt (flanken). War da nicht letztens grad so ein Großereignis in Wien?
Außergewöhnlich unüblich: Ziel ist nicht Big G, sondern Tante Yahoo: wer hier am höchsten rankt, darf sich am Ende Seoflankenmeister schimpfen. Los ging's am 2. Juni um 12:00 Uhr: da ich einerseits den Start verpasst und andererseits mich noch nie auf Yahoo konzentriert hab, rechne ich mir keine Chancen aus, unter die ersten 10 zu kommen; Zeitvorsprung ist bekanntlich durch so gut wie gar nix wett zu machen. Die genauen Teilnahmebedingungen zum Seoflanken Wettbewerb gibt's auf der Konzept Welt - die Nennung des Keywords in der Domain ins beispielsweise untersagt: http://www.seobewerb/seoflanken/ geht also, http://www.seoflanken.biz/seo/flanken spielt's nicht.
Am besten 5.000 Mal das Keyword Seoflanken in den Content schreiben! Nö, Moment, das ist voll Frühneunziger... hmmm... mal überlegen:
Fragen über Fragen... außerdem wird der Flankengewinn sowieso fast unmöglich - bei dieser starken Konkurrenz. Gibt's Yahoo eigentlich überhaupt noch?
Vor einiger Zeit habe ich hier am Blog erklärt, warum man Affiliate Links nach Möglichkeiten "cloaken" (=verstecken) sollte, da ansonsten möglicherweise negative SEM-Konsequenzen drohen - und zugleich bedauert, dass kein Plugin diese recht lästige Handarbeit automatisiert- "zu Fuß" muss man nämlich für jeden neuen Affiliate-Link eine händische Eintragung in der htaccess-Datei machen. An der Notwendigkeit des Cloakens hat sich nix verändert, ganz im Gegenteil - aber seit kurzem gibt's danke mgcontent.com eine komfortable Lösung, mit der man alle Affiliate Links im Backend verwaltet. Zusätzlich macht das Affiliate Link Plugin die Aff-Links zuverlässig für Google & Co. unsichtbar.
Bei der Installation gilt es ein paar Kleinigkeiten zu beachten: das Plugin selbst kommt in den üblichen Plugin-Ordner, zusätzlich muss eine Datei namens out.php in den Rootfolder hochgeladen werden und zwei kleine Eingriffe in die .htaccess bzw. die robots.txt werden fällig - hört sich kompliziert an, ist aber im Handumdrehen erledigt. Anschließend taucht im CMS-Hauptmenü ein neuer Punkt "Affiliate-Link" auf - hier verwaltet man die eigene Sammlung. Wichtig dabei: man definiert grundsätzlich bestimmte Worte respektive Phrasen, die nach dem Speichern in *allen* Artikeln durch den zugehörigen Affiliate-Link ersetzt werden - wahlweise sichtbar oder versteckt sowie mit definierbarem target und wahlweisem nofollow-Attribut.
Für den Fall, dass die automatische Ersetzungsfunktion nicht gewünscht wird, lassen sich aber auch einzelne versteckte Links generieren: für diesen Zweck stellt das Plugin einen Einbindungscode zur Verfügung, der folgendermaßen aussieht:
http://www.domain.com/link/Keyword.html
Das betreffende Verzeichnis /link/ ist natürlich via robots.txt für alle Agents gesperrt - und schon werden die Affiliate Links unsichtbar. Ungemein praktisch für alle geldverdienenden Blogger - vor allem, weil die Auflistung der Affiliate-Links im Backend für Übersicht sorgt. Dank der flexiblen Konfigurationsmöglichkeiten und der wahlweisen automatischen Ersetzung von Keywords oder der Generierung von Einzel-Links zeigt sich das Plugin jeder gängigen Cloaking-Anforderung gewachsen - uns anstatt bei jedem neuen Affiliate-Link händisch mehrere Files zu editieren wird das automatisierte Abcashen plötzlich noch viel komfortabler - wer hätte das gedacht? 2 Daumen hoch!
Caveat: Diese Art des Cloakings eignet sich natürlich nur für "simple" Affiliate Links. Wenn die Einbindung eines 1-Pixel-Images (wie bei Amazon) oder ein Javascript-Counter (wie z.B. bei trigami) erforderlich sind, dann können die Aff-Links leider nicht versteckt werden.