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		<title>WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 16:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer einmal geheime Dokumente leakt, dem glaubt man nicht - aber wer das regelmäßig tut, wird schnell mal aus der Sicht eines westlichen Demokratie zum Terroristen, der die Grundfesten unserer Gesellschaft erschüttert. Kein Wunder, denn die steht ja in der Tat auf zunehmend wackligeren Beinchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, es folgt keine Step-by-Step-Anleitung, wie Sie kommerziell-virale Inhalte in brisanten Dokumenten und diese auf WikiLeaks platzieren — das wäre zwar jetzt, wo Julian Assanges Beichtstuhl für Schuldgefühl-geplagte Systemfunktionäre ausnahmsweise gerade so überdurchschnittlichen viel Aufmerksamkeit von den bezahlten Hütern der Demokratie genießt, nicht der Pläne dümmster — allerdings sollte für das strategisch geschickte Platzieren von Markenbotschaften in gefälschten Botschafts-Depeschen (Obama an Putin: “A wengal an Hang zum Rassistischen ham’s scho, die Canyon-Shitters! But they know damn well how to bake Mannerschnitten!”) keine Schritt-für-Schritt-Anleitung erforderlich sein. Weniger trivial dagegen erscheint die Frage, ob solche Formen teilfreiwilliger <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/transparenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Transparenz">Transparenz</a> eine ergänzende Funktion im bestehenden demokratischen System einnehmen können oder als transformativer Impuls von “außen” verstanden werden müssen.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[28227]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks3-600x356.jpg" alt="wikileaks3 600x356 WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen" title="The trouble with WikiLeaks" width="600" height="356" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>[zum Vergrößern bitte anklicken.]</small></div>
<p>Man kann also, wie Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk dies kürzlich im Ö1 <a href="http://oe1.orf.at/programm/261782" rel="nofollow" class="liexternal">Journal Panorama</a> tat, die Frage stellen, ob in der repräsentativen Demokratie as we know her das Privileg der Vertraulichkeit (noch) eine signifikante Rolle spielt oder wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/judith-denkmayr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Judith Denkmayr">Judith Denkmayr</a> eine realistischere Sichtweise pflegen und Plattformen wie Wikileaks als notwendiges <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/korrektiv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Korrektiv">Korrektiv</a> eines Systems deuten, das Intransparenz instrumentalisiert hat und den Wähler/Kunden recht effizient von Entscheidungsprozessen ausschließt.<span id="more-28227"></span></p>
<p>Die präferierte Sichtweise sagt wenig über Wikileaks, aber einiges über den Standpunkt des Beobachters aus — man muss keineswegs in einer Amish-Siedlung aufgewachsen sein, um das von Analogue Natives empfundene Unbehagen ob einer Zukunft, in der technologische und politische Elite konvergieren, zu verstehen wenn nicht gar zu teilen. Auf der anderen Seite scheint sich das Vertrauen genau jener vorsichtigen Mahner, die humanistisch-politische Traditionen nicht am Digital-Altar geopfert sehen wollen, in weit höherem Maße auf Hoffnung denn auf Beobachtung zu gründen. Dass eine Synthese nicht mal als Silberstreif am Horizont zu sehen ist (sorry Hegel!), liegt an der prinzipiellen Unentscheidbarkeit der zugrunde liegenden Fragestellung: wer entscheidet, ob die transformativen Kräfte innerhalb eines Systems ausreichen, um adäquate Weiterentwicklung / Adaption an veränderte Systemparameter zu gewährleisten? Wir neigen dazu, den Status Quo als Endzustand zu betrachten — ich persönlich bezweifle allerdings stark, dass die repräsentative Demokratie in ihrer derzeitigen Form tatsächlich der politischen Weisheit letzter Schluss ist. Selbst ein SMS-Voting zu den Fragen Schul-/Gesundheits-Verwaltungs-Reform wär mir lieber als der herrschende Totalstillstand — schlimmer als Maria Theresias Bildungserbe bis in alle Ewigkeit zu hofieren kann nicht mal ein “gehacktes” Wahlergebnis sein.</p>
<p>Apropos: Dass Peter Kleissner, Computer-Sicherheitsexperte und Hacker (“Ich bin einer von den guten und stopfe Sicherheitslücken.”) eher die Piratenpartei als den digitalen Underground vertrat, verwunderte mich ebenso wie die eigenartige Definition des Moderators, dass “ein Hacker natürlich ein exzellenter Programmierer sein und sich mit Computer besonders gut auskennen müsse”. Ich erhebe Einspruch: Code-Affinität ist eine mögliche, aber keine hinreichende und schon gar keine notwendige Voraussetzungen. Es geht nicht um Technologie, sondern um Systeme, Gewohnheiten, um das Erkennen, Analysieren und Brechen von Regeln, um Manipulation: Bühnenmagier hacken unsere Wahrnehmung, talentierte Amateurschauspieler hacken die Warteschlange vorm Club (file under: “Lichttechnikerprinzip”), ich hab als ehemaliger passionierter Schwarzfahrer unzählige Male die Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn gehackt mit ganz unterschiedlichen Scripts vom “dummen Tiroler” über “da hat wohl jemand vergessen, die Tintenpatrone im Entwerter zu wechseln (erforderliche Zutaten: ein Einzel-Vorverkaufsschein aus der Trafik, kann mehrfach verwendet werden) bis zum “Houdini Switch” (nur für Experten zu empfehlen — benötigt einen Partner mit schneller Auffassungsgabe und gültigem Fahrschein, der das Opfer spielt, alle mentalen Ressourcen des Kontrolleurs bindet, mit diesem an der nächsten Station  zerknirscht aussteigt, wo ihm dann einfällt, dass das Ticket ‘zum Glück’ ja doch in der Jackentaschen steckt).</p>
<p>Sogar vereinzelte Fälle von unfreiwilligem Selbsthacking wurden in der Vergangenheit bekannt: seit Pete und ich während unseres Studiums zwei Jahre gratis bei Subway getafelt und getrunken haben, kann ich Ihnen versichern: es gibt gute Gründe, warum auf Rabatt-Gutscheinen fast immer draufsteht “pro Person / Einkauf maximal 1 Gutschein einlösbar”. Sollte Sie mal Gutscheine in die Hände bekommen, bei denen dieser Satz fehlt, weil sich die sonst immer so penible und verlässliche Mitarbeiterin der Rechtsabteilung ausgerechnet an dem Tag beim Frühstück furchtbar mit ihrem Freund gestritten hat, der in zwei Wochen schon wieder mit seiner Punk-Band auf Tour gehen will, ganz zu schweigen von dem lästigen Vertriebsmitarbeiter aus dem Außendienst, der mit zittriger Stimme unbedingt jetzt sofort wissen musste, ob der Kunde, der behauptet “wenn ich unterhalb der Gürtellinie treffe, wird mir kein Staatsanwalt Mordabsicht unterstellen” tatsächlich Recht hat, also wenn Ihnen mal solche Gutscheine in die Hände fallen: nehmen Sie sie fest in die Hand, und zwar so viele Sie kriegen können — Sie werden viel Spaß damit haben.</p>
<p>Ich will also darauf hinaus, dass “Hacken” aus gutem Grund zu den “subversiven Künsten” zählt. Natürlich müssen Hacker die Spielregeln besser kennen als jene, die glauben, sie zu machen — egal, welches Werkzeug sie benutzen, und unabhängig, ob sie glauben, ihr okkultes (nicht übersinnlich, sondern nur einer kleinen Minderheit bekannt) Wissen zum Wohl des großen Ganzen oder zum eigenen Vorteil einzusetzen. Nun leben Projekte wie Wikileaks ebenso wie OpenLeaks, das neueste Spin-Off in Reaktion auf die immer stärkere Zentriertheit der Mutterseite auf die Person des Julian Assange, in hohem Maß von der Beteiligung einer Personengruppe, die sich entweder selbst als Hacker bezeichnen oder zumindest eine gewisse wohlmeinende Sympathie diesen modernen “Freibeutern” gegenüber verspüren.</p>
<p><a href="http://xkcd.com/834/" class="liimagelink"><img src="http://imgs.xkcd.com/comics/wikileaks.png" width="600" height="265" alt="wikileaks WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen"  title="WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen" /></a><br />
<small>[Cartoon: <a href="http://xkcd.com" class="liexternal">xkcd by Randall Munroe]</a></small></p>
<p>Rasch kommt die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussion">Diskussion</a> über derlei Veröffentlichungsplattformen im Kontext von Demokratie, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/journalismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Journalismus">Journalismus</a> und humorloser Habermasigkeit in der Regel auf den Punkt, wo libertäre Geister regulativen Institutionen per se misstrauen, egal ob die sich auf den Wähler, den Gott, den Dollar oder alle drei berufen — und zwar völlig zu Recht. Wer nicht mit machtvoller Blind– und Dämlichkeit geschlagen ist, wird wohl kaum mehr leugnen können, dass das Wohl des Volkes seinen Vertretern Mittel, aber gewiss nicht Zweck ist. Ebenso logisch scheint daher der nächste Schritt, das Einfordern von Stärkung der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/media-literacy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Media Literacy">Media Literacy</a> — je früher, desto besser! Einmal mehr wären die Lehrer gefordert, viele smarte kleine User zu produzieren.</p>
<p>Aber das ist so eine Sache mit der fortgeschrittenen Media Literacy: man kann Hard– und Softskills vermitteln, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie die Schule als eines der autoritärsten, rigidesten, katastrophalsten und effizientesten Normierungssysteme aller Zeiten, jemals in der Lage sein sollte, deviantes und kritisches Verhalten anders zu fördern als dadurch, selbst abschreckendes Beispiel zu sein. So lernt man vielleicht, das Fehlstundensystem zu “hacken” (“Kleines Klassenbuch, segel tapfer bis ans Meer!”), aber das wird selbst nach der Ära Pröll, wenn wieder Hoffnung auf erneutes Nachdenken über eine Schulreform erlaubt ist, mit Sicherheit kein explizites Ausbildungsziel sein.</p>
<p>So lässt sich die grausame Wahrheit also einmal mehr auf einen sehr simplen topologischen Grundsatz zurückführen:</p>
<p><strong>Ein System der Ordnung s hoch n kann kein System der Ordnung s hoch (n+1) enthalten.</strong></p>
<p>Einmal mehr sind wir also auf die radikale Selbstverantwortung zurückgeworfen. Aber da das System bekanntlich ziemlich effektiv zurückfickt, wäre es hoch an der Zeit, die Diskussion auf eine pragmatisch-ökonomische Frage zu lenken: klassische Massenmedien als “vierte Kraft” der Demokratie erfüllen die Funktion, die Ressource Zeit bereit zu stellen — bezahlte Zeit für professionelle Journalisten, die, so die Mär, keine Pressemeldungen umschreiben, sondern selbst recherchieren, reduzieren, filtern und so weiter. Ye Olde Media röchelt aber sterbend vor sich hin, der freie Journalist wird zum Schutzpatron des Prekariats und Blogger kann man im Zweifelsfall wesentlich leichter mundtot machen als Verlage.</p>
<blockquote><p>Individualist sein wird immer aufwendiger. Früher brauchte man bloß ab und an einen Baum umarmen, mit dem Rad in der Stadt rumfahren und sich für asiatische Weisheit interessieren, heutzutage muss man schon mehrere SUVs besitzen, ständig Zigaretten rauchen und kein Gerät von Apple verwenden.<br />
<small>Business-Leitfaden für Bohemien Prolos, unveröffentlichtes Manuskript, unbekannter Autor, um 2012</small></p></blockquote>
<p>Anstatt neue Regulative und Verhaltenscodizes herbei zu fantasieren, deren Abstinenz bloß nicht intensiv am Online-Leben partizipierende User monieren, wünsche ich mir vom Christkind, dass es neben all dem Schnee auch wieder mal ein bisschen Hirn vom Himmel wirft. Denn Dokumente kann man nicht erst seit gestern anonym online publizieren — was WikiLeaks tut, ist wirklich trivial, leicht ersetzbar und wird zukünftig fixer Bestandteil des Internet sein, unter welchen URLs auch immer.</p>
<p>ABER: die Veröffentlichung mehrhundertseitiger Dokumente ist bloß der Anfang, nicht das Ziel des Weges. Das demokratiepolitische Defizit sehe ich in der fehlenden Struktur, die sich der “Nachbereitung” dieser riesigen Datenflut widmet. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> User tun sich leicht damit, ihre ach so reflektierte Meinung über die Wichtigkeit von WikiLeaks für das Fortbestehen der freien Welt in diese hinaus zu posaunen und spenden freudig fürs kollektive Media Budget — die beachtlichen “selbstkorrektiven” Kräfte des Netzes enden meiner Meinung nach dort ganz abrupt, wo eine Ressource knapp wird, die sich nicht durch Spenden, nicht durch Server, nicht durch technisch freie Meinungsäußerung kompensieren lässt: Aufmerksamkeit, die Universalwährung unserer Mediengesellschaft.</p>
<h3 id="toc-ein-schwacher-versuch-den-linken-die-schuld-an-meiner-schwarzfahrerei-zu-geben">Ein schwacher Versuch, den Linken die Schuld an meiner Schwarzfahrerei zu geben</h3>
<p>Eigenblogtherapie ist die beste — schon wieder eine Sitzung gespart, jedes Posting eine Aufarbeitung früherer Traumen! Es war mein erstes Semester in Wien, ich hatte erste wenige Freunde auf meiner Real-Life-Profilpage. Die Konservativen ÖH-Heinis veranstalteten und besuchten beschissene Partys, im EKH und in der Arena gab’s damals dagegen sehr nette Acid-Techno-, Jungle– und Breakbeat Kaffeekränzchen. (#Lego-Soundsystem #Musikmaschine). Ich rollte also ein Weilchen mit den Linkslinken um den Block und hatte gleich mal am ersten Abend einiges gut zu machen — erstens hatte ich eine politisch unkorrekte Burenwurst beim Standler erworben (“Wir kaufen unseren Proviant bei den türkischen Brüdern.” Ja okay, deren Fladenbrot und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sucuk" rel="nofollow" class="liwikipedia">Sucuk</a> schmeckten weit besser, aber das schien hier nicht der Punkt zu sein) und zweitens hatte ich auf die Frage, ob ich das Gesamtwerk von Marx gelesen hätte, geantwortet: “Gibt’s die Drehbücher zu kaufen? Ich hab bloß die Filme gesehen, Groucho ist mein Favorit”. Eine junge Dame, deren innere Schönheit vermutlich noch nie in ihrem Leben von Make-Up übertüncht worden war, was man von ihrer paramilitärischen Kleidung nicht gerade sagen konnte, warf mir einen Blick zu, der bei längerem Augenkontakt zu temporärer Unfruchtbarkeit hätte führen können. Bevor irgendwem auffiel, dass ich gar kein Kommunist war, musst dringend etwas geschehen.</p>
<p>“Genossen”, hub ich an, “der Staat nimmt uns aus wie die Weihnachtsgänse und öffentlicher Verkehr ist ein öffentliches Gut, das allen Proletariern 24h um die Uhr gratis zur Verfügung stehen sollte!” Alle nickten zustimmend. Tja, die Zeiten haben sich geändert, mittlerweile sind die Rastalocken weg, die ehemaligen Revoluzzer haben Jobs, zahlen Steuern und bekämpfen das System von innen: einer schreibt täglich das Impressum für eine U-Bahn Zeitung, ein anderer unterrichtet an der School of Wasted Talent “Fortgeschrittenen Populismus” und verdingt sich als Teilzeit-Hassprediger bei einer Anti-Homosexuellen-Organisation — nur ich geh immer noch am und zu zum selben Türken, ess’ mein Fladenbrot mit Sucuk und denk mir: lieber Stammkunde als Genosse!</p>
<p>Trotzdem saß mir jahrelang die Angst im Nacken, einer von denen könnte mich beim U-Bahn-Fahren erwischen, wie ich gerade kontrolliert werde und einen Fahrschein besitze. Ja, so war das damals in 90ern, heute könnte man das natürlich nicht mehr machen — aber das waren noch ganz andere Zeiten, kann man unmöglich vergleichen — eben ein anderes Jahrhundert. Männer trugen noch Hüte, wenn sie das Haus verließen, auf internationalen Flügen wurde der Jive getanzt, Terroristen forderten Lösegeld, in Großbritannien durften erstmals Frauen Zahnmedizin studieren, Alkohol war strengstens verboten, dafür gab’s damals auf jeder öffentlichen Toilette einen Zigaretten– und einen Automaten für harte Drogen. Holland gehörte zu Spanien, Lammfleisch war noch nicht erfunden und die Zukunft schien rosig, sofern es uns gelingen würde, Natur künstlich mithilfe von Atomkraft herzustellen. Vor allem aber hatten wir keine Smartphones, keine PDAs, keine Zeitungen, und die dichten schwarzen Schwaden des U-Bahn-Dampftriebwagens macht das Entkommen wesentlich einfacher.<br />
150 Jahre später ist natürlich alles anders, ich hab eine Monatskarte — aber wenn wir mal gemeinsam in der U-Bahn unterwegs sind und Sie Ihre “vergessen” haben, mach ich mit Vergnügen den Komplizen beim Houdini Switch!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Ö1 Digital leben: Die SEO-Grundbegriffe</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 05:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Michael Fiedler hat mich für Ö1 Digital Leben zur grundlegenden Funktionsweise von SEO oder Suchmaschinenoptimierung befragt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/michael-fiedler/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Michael Fiedler">Michael Fiedler</a> hat mich kurz vor dem Andalusien-Urlaub gefragt, wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> denn eigentlich potentiell zu indizierende Websites findet — der 5-Minuten–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/podcast/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Podcast">Podcast</a> bietet eine kurze <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/einfuehrung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Einführung">Einführung</a> in die komplexe Thematik “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/suchmaschinenoptimierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Suchmaschinenoptimierung">Suchmaschinenoptimierung</a>”:</p>
<blockquote><p>Eine Website zu unterhalten ist eine Sache; dass diese dann auch von Google &amp; Co. gefunden und hoch im Index platziert wird, eine andere. Seit geraumer Zeit gibt es daher eine Szene von Suchmaschinenoptimierern, die dafür sorgen, dass die Angebote ihrer Kunden bei den Ergebnissen möglichst weit oben aufscheinen — denn das bringt <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> und letztlich auch Geld.</p></blockquote>
<p>[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.]<span id="more-3760"></span></p>
<p><a href="http://futurezone.orf.at/tipps/stories/1630483/" rel="nofollow" class="liexternal">Digital Leben</a> gibt’s übrigens nicht nur on air, sondern auch als frei verfügbaren Audio-Podcast. Der XML-Link (mit beliebigem Podcatcher bzw. auch <a href="http://www.google.com/reader/" class="liexternal">Google Reader</a> zu verwenden) dazu lautet:</p>
<p><a href="http://static.orf.at/podcast/oe1/oe1_digitalleben.xml" rel="nofollow" class="liexternal">http://static.orf.at/podcast/oe1/oe1_digitalleben.xml</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-03/symposium-das-versprechen-der-kreativen-oekonomie/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2009-03/symposium-das-versprechen-der-kreativen-oekonomie/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 16:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 31. März 2009; 14:00 bis 20:00. ] Sind die Arbeitskräfte der Web 2.0 Ökonomie moderne Sklaven ihrer eigenen Miskonzeption? Ein Symposium der Ö1 Wissenschaftsredaktion geht dieser Fragen morgen im Radiokulturhaus nach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">31. März 2009</td></tr><tr><td class="ec3_start">14:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">20:00</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/03/kreoek.jpg" alt="kreoek Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie" title="kreoek" width="250" height="79" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />On short notice: bereits morgen, am 31. März, findet im großen Sendesaal des RadioKulturHauses (Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien) das von Ina Zwerger und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/armin-medosch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Armin Medosch">Armin Medosch</a> organisierte Ö1 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/symposium/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with symposium">Symposium</a> “Creative Cities” statt. Bei freiem Eintritt lädt die Ö1 Wissenschaftsredaktion zu einer hochkarätig besetzten Reflexion der immer wieder gern zitierten Utopie, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kunst/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kunst">Kunst</a> und Wirtschaft täten sich vertragen wollen können.</p>
<p>Anlass ist nicht zuletzt das von der EU 2009 ausgerufene “Jahr der Kreativität und Innovation” (ich freu mich schon aufs “Jahr der Einfallslosigkeit und des Rückschritts”) und die große Hoffnung, welche Regierungen weltweit in die “Creative Industries” setzen. Die Veranstalter fragen im Einladungstext nicht ganz unsuggestiv, ob möglicherweise eine neues intellektuelles Proletariat entstünde, eine Art “Tagelöhnertum im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a>″:</p>
<blockquote><p>Arbeitsplätze – so wird suggeriert – schafft man sich selbst, im “Home Office”, im virtuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzwerk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzwerk">Netzwerk</a>. Befristete “Projekte” ersetzen immer öfter den Job auf Lebenszeit. Lebenslanges Lernen soll die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Doch von der Wertschöpfung der “Ideenwirtschaft” profitieren nur ganz wenige, meist große Unternehmen der Kulturindustrie. Das durchschnittliche Einkommen der “Cultural Workers” ist sehr gering.</p></blockquote>
<p>Das klingt mir zwar alles gar ein wenig negativ: ein “lebenslanger Job” wär meine persönliche Hölle, und wenn der Tagessatz stimmt, dann bin ich liebend gern vortragender oder coachender Tagelöhner. Und ja, meinen “Home Office” Arbeitsplatz hab ich mir tatsächlich selber geschaffen — vor 20 Jahren wär’s schlicht undenkbar gewesen, mit einem digitalen Produktionsstudio um rund 10k Euro mit “professionellen” Corporations zu konkurrieren. Aber andererseits bin ich ja auch kein freischaffender Künstler, sondern freischaffender Marketing-Berater und “geringes Einkommen” liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, aber ich kann mich definitiv nicht beschweren <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie" class='wp-smiley' title="Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie" /> Doch weiter im Text:</p>
<blockquote><p>Was macht diesen Lebensentwurf dennoch attraktiv? Ist es die Vorstellung, aus dem Hobby einen Beruf zu machen? Ist es die Hoffnung auf Ruhm? Oder einfach der Mangel an Alternativen? Muss nun “jeder ein Künstler” werden, frei nach Joseph Beuys? Oder müssen alle Künstler/innen ins Betriebswirtschaftsseminar? Und ist nicht der Zwang zur ökonomischen Verwertbarkeit für das kreative Schaffen letztlich kontraproduktiv? Lässt sich Innovation auf Knopfdruck herstellen? Vor welchen Herausforderungen stehen Kunstförderung und Aus– und Weiterbildungsinstitutionen?</p></blockquote>
<p>Diese versuchen unter anderem Martin Netzer von der Sektion Erwachsenenbildung des BM für Unterricht und Kunst, Richard Barbrook von der Westminster University London, Diedrich Diederichsen, das kulturwissenschaftliche Aushängeschild Berlins, Geert Lovink vom Amsterdamer Institute of Network Cultures und Inke Arns vom Hartware MedienKunstVerein Dortmund in ihren Referaten zu klären. Der erste Teil des Programms hat für mich durchaus einen gewissen Zeitreise-Aspekt: soweit ich mich erinnere, diskutieren die üblichen Verdächtigen die gleichen Themen seit Mitte der Neunziger, damals noch vorwiegend auf der nettime-Mailingliste. Seither hat sich die Situation — je nach persönlicher Einschätzung — drastisch verbessert oder verschlechtert, eines ist jedenfalls klar: in Zeiten der Wirtschaftskrise erhöht sich das Interesse ans Kapital-/Liberalismuskritik beträchtlich. Wird jedenfalls sicherlich ein spannender Nachmittag, den ich aber leider ob Creative-Industry–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/business/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Business">Business</a>–Stress nur teilweise werde verfolgen können. Genauere Details finden Kurzentschlossene Besucher <a href="http://www.impulse-awsg.at/upload/Oe1_FOL_CreativeCities.pdf" class="lipdf">Programm-PDF</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>digital.leben bei der Langen Nacht der Forschung</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Nov 2008 05:31:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 8. November 2008; 18:30 bis 20:00. ] Am kommenden Samstag findet in mehreren österreichischen Bundeshauptstädten die Lange Nacht der Forschung statt. Ö1 ist mit einem digital.leben Gespräch zum Thema Überwachung vertreten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">8. November 2008</td></tr><tr><td class="ec3_start">18:30</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">20:00</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/11/digitalleben-1225920853.jpg" alt="digitalleben 1225920853 digital.leben bei der Langen Nacht der Forschung " title="digitalleben" width="250" height="188" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" />Die <strong>Langen Nacht der Forschung</strong> am kommenden Wochenende bietet the full scientific Monty: von verrückten Professoren bis hin zu hochseriösen Wissenschaftlern, von gegenwärtiger bis zu historischer Forschung. Einmal im Jahr öffnen die Labore und geheimen Forschungsstationen in Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Salzburg, Wien und Wiener Neustadt ihr Pforten, um den “kleinen Mann” (ich finde, dieser Ausdruck sollte endlich auch außerhalb der Wahl-Propaganda Zeit eingesetzt werden) im Reagenzglas umrühren zu lassen. Neben Weltpremieren, Auto-Gewinnspielen und frischen Forschungsergebnissen ist auch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> mit einem brisanten Thema vertreten: Franz Zeller (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/digitalleben/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with digital.leben">Digital.Leben</a>) spricht mit Erich Möchel (Privacy International) und Alexander Schatten (TU-Wien) über sichtbare und unsichtbare <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ueberwachung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Überwachung">Überwachung</a>:</p>
<blockquote><p>17 Millionen Euro lässt sich der österreichische Staat allein die Telefonüberwachung seiner Bürger jährlich kosten. Was bedeutet es für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a>, wenn für den Bürger nicht mehr die Unschuldsvermutung gilt, sondern jeder Mensch als potentieller Verbrecher betrachtet wird?</p></blockquote>
<p>Das Gespräch findet im Rahmen der <a href="http://www.langenachtderforschung.at/" class="liexternal">Langen Nacht der Wissenschaft</a> in der Akademie der Wissenschaften (Wollzeile 27a, 1010 Wien) um 18:30 statt.</p>
<h3 id="toc-digital-leben-podcast">Digital.Leben <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/podcast/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Podcast">Podcast</a></h3>
<p>Digital.Leben läuft von Montag bis Donnerstag um 16:55 Uhr auf Ö1, die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sendung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sendung">Sendung</a> ist auch als frei zugänglicher <a href="http://oe1.orf.at/podcast/#Wissenschaft" rel="nofollow" class="liexternal">Podcast</a> [<a href="http://static.orf.at/podcast/oe1/oe1_digitalleben.xml" rel="nofollow" class="liexternal">XML-Url</a> | <a href="http://phobos.apple.com/WebObjects/MZStore.woa/wa/viewPodcast?id=289702222" class="liexternal">iTunes URL</a>] verfügbar.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Soziale Netzwerke öffnen sich</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-05/soziale-netzwerke-oeffnen-sich/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 May 2008 06:01:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Online-Identitätsverwaltung wird zum beherrschenden Thema im Kampf der großen Player um die Frage, wer zukünftig alle Userdaten verwalten darf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/oe1.gif" alt="oe1 Soziale Netzwerke öffnen sich" title="oe1" width="150" height="61" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Seit das Zauberwort im Netz 2.0 Interaktion lautet und kaum eine Seite ohne Freundesverwaltung oder zumindest Kommentarfunktion auskommt, kennt jeder Surfer die Crux mit den vielen verschiedenen Logins und Passwörtern aus leidvoller eigener Erfahrung — spätestens bei der zehnten Registrierung vergeht die Neugier so plötzlich, wie sie nie gekommen ist. Man könnte fast geneigt sein, Rilke zu paraphrasieren: “doch hinter tausend Logins keine virtuelle Welt…” [[<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> Netzkulturkolumne, veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/120478.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Nach dem Willen Googles soll das Zauberwort, das die Passwort-Misere endgültig löst, hinkünftig Open Social heißen: wie von Big Gs eigenen Services gewohnt, könnte eine einzige Usernamen-Passwort-Kombi der magische Schlüssel zu allen beteiligten Partnerseiten sein. Doch die großen Social Networks <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/myspace/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with myspace">Myspace</a> und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> wollen dem Platzhirsch der Informationssuche eines der wichtigsten zukünftigen virtuellen Geschäftsfelder keineswegs so ganz kampflos überlassen. Und mit dem neuesten Vorpreschen ist das Thema digitales Identitätsmanagement drauf und dran, sämtliche nationalen Privacy-Gesetzgebungen ganz pragmatisch in der Innenkurve zu überholen.</p>
<p>Neben Googles Initiative existiert schon seit längerer Zeit das Betreiber-unabhängige OpenID-System, ein Framework für das Austauschen der eigenen Identität quer über verschiedene Webseiten hinweg. Wer das Bedürfnis dazu verspürt, einen OpenID Server zu betreiben, kann dies tun — hat man sich einmal bei einem solchen Server registriert, gibt man in weiterer Folge einzelnen Websites, die OpenID unterstützen, die dezidierte Erlaubnis, auf die eigenen Daten, die zentral auf besagtem Server gespeichert sind, zuzugreifen.</p>
<p>Dennoch war weder OpenSocial noch OpenID bislang Erfolg auf breiter Basis vergönnt — doch diese Woche kündigte Myspace sein neues “Data Availability” Programm an: Bereits in Kürze soll es möglich sein, die eigenen Myspace-Accountdaten mit zusätzlichen Services wie Twitter oder Photobucket zu synchronisieren — also ein bereits bestehendes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/profil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Profil">Profil</a> zu verwenden, anstatt sich irgendwo neu zu registrieren.</p>
<p>Diese Ankündigung löste hektische Aktivität bei der Konkurrenz aus. Nur zwei Tage später kündigte Facebook ein weitgehend identisches System namens &lt; href=“http://developers.facebook.com/news.php?<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">blog</a>=1&amp;story=108″&gt;Connect an, an dem derzeit ebenfalls mit Hochdruck gearbeitet wird. <a href="http://www.zweinull.cc/myspace-facebook-oder-google-wer-wird-zum-personalausweis-im-netz/" class="liexternal">Martin Weigert</a> schreibt dazu in seinem Blog Webzweinull.cc:</p>
<blockquote><p>Ging es bisher hauptsächlich darum, innerhalb eines mehr oder weniger abgeschlossenen Raumes mit anderen Menschen zu kommunizieren, so sind Myspace, Facebook und Google (bzw. OpenSocial-Partner) dabei, diese Räume zu öffnen, so dass Personen ihre Kommunikation auch andernorts fortführen können. Das Motiv dabei ist klar: Wer jetzt nicht mitzieht, hat später keine Chance mehr, selbst zum “Mutternetzwerk” zu werden. Dieser Status ist aber (für die großen Player) notwendig, um Mitglieder langfristig an sich zu binden und eine bestmögliche Ausgangsposition für die Monetarisierung des Social Webs zu haben.</p></blockquote>
<p>Ein genauer Startzeitpunkt ist weder für Facebook Connect noch für Myspace Data Availability bekannt. Eines aber zeigen die eilig verschickten Pressemeldungen ganz überdeutlich: von der Vorstellung, jemals eine allein-selig-machende all-in-one Lösungen sein zu können, haben sich die großen Player längst ebenso verabschiedet wie seinerzeit Ende der neunziger Jahre alle großen Portale einsehen mussten, dass eine einzige URL niemals das ganze Internet ersetzen kann — also stürzen sich Myspace, Facebook und Google nun jeweils mit größtem Nachdruck darauf, zum “Mutternetzwerk” der digitalen Identitätsverwaltung zu avancieren.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Facebook besser gar nicht benutzen?</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 07:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Audio-Kolumne aus der aktuellen Ö1 matrix-Sendung gibts hier zum Nachhören - und natürlich zum Mitdiskutieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen war ich bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/matrix/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with matrix">matrix</a>–Studio zu Gast, um meine <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-01/keine-mauern-des-anstands-mehr/" class="liinternal">Replik</a> auf Armins <a href="http://oe1.orf.at/highlights/114968.html" rel="nofollow" class="liexternal">Facebook-Kolumne</a> zu verlesen.</p>
<p>Der Text steht mittlerweile auch auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/117414.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a> und stößt dort auf geteilte Unzustimmung — bin gespannt, ob und wie die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussion">Diskussion</a> weitergeht. Jedenfalls tat ich mir ordentlich schwer damit, meine eigenen Zeilen zu lesen — freies Sprechen ist da schon wesentlich einfacher. A propos: gestern war ich wieder bei Paul und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/radio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Radio">Radio</a> uton live zu Gast, wir schnackten wieder eine Runde über Social Networks, Fluchtgeschwindigkeiten und Musikmythen, die Sendung gibt’s demnächst hier zum Nachhören.</p>
<p>Hier die matrix-Aufzeichnung, die ich von Franz bekommen habe — die Einleitung und Armins Teil hab ich drin gelassen, sonst wär meine Audio-Antwort zu sehr aus dem Kontext gerissen. Kommentare hochwillkommen!</p>
<p>[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.] </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>US Election Monitor: Automatische PR-Analyse</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 10:10:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der US Election 2008 Monitor erlaubt interessierten Hobby-Politologen, die Medienberichterstattung über die einzelnen Kandidaten genau zu verfolgen und auszuwerten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Wahlkampf in den Vereinigten Staaten ist bereits Monate vor dem entscheidenden Urnengang medienbeherrschendes Thema. Die KandidatInnen fahren die volle Palette an PR-Maßnahmen auf, Heerscharen von Imageberatern zimmern den passenden Kontext und feilen an der Außenwahrnehmung der von ihnen betreuten potentiellen PräsidentInnen. [Ö1 Netzkulturkolumne, veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Ein unmittelbares Spiegelbild ihrer Erfolge ist die Medienberichterstattung: keine größere Firma, keine Partei verzichtet freiwillig auf die laufende Auswertung der aktuellen Berichterstattung. Rein quantitative Methoden greifen dabei zu kurz: zwar mag in manchen Bereichen durchaus die umstrittene Maxime “Jede <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> ist gute <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a>” gelten, die Politikberichterstattung allerdings hat in diesem Punkt ihre eigenen Gesetze. Während Papierdokumente vergleichsweise mühsam zu erfassen, lassen sich Trends im Netz quantitativ viel leichter fassen. Der wohl bekannteste Service in diese Richtung, <a href="http://www.google.de/trends" class="liexternal">Google Trends</a>,  nutzt die Suchanfragen der Benutzer, um die Liste der heißesten Begriffe zu erstellen.</p>
<p>Andere Analyse-Instrumente gehen mangels derartiger Primärdaten den umgekehrten Weg und setzen ähnliche Crawler ein wie Suchmaschinenbetreiber. Diese analysieren eine bestimmte Anzahl von Contentquellen — egal ob New York Times oder Blogs — und liefern statistische Informationen über die Verbreitung der einzelnen Keywords. Wählt man die Grundgesamtheit dementsprechend aus — beispielsweise deutschsprachige Fanseiten von Multiplayer-Computerspielen — lassen sich Trends schon rein aus der quantitativen Analyse recht gut ablesen.</p>
<p>Ein Team der <a href="http://www.modul.ac.at" class="liexternal">Modul University Vienna</a> hat nun ein Analyseinstrument ins Netz gestellt, das sich auf die Berichterstattung über die amerikanischen Wahlen konzentriert. Der <a href="http://www.ecoresearch.net/election2008/" class="liexternal">US Election 2008 Monitor</a> wertet zahlreiche Seiten aus, wie die zugehörige Webseite erklärt:<br />
Der US Election 2008 Web Monitor bietet wöchentliche Schnappschüsse der globalen Web-Berichterstattung. Contentquellen sind internationale Medien aus den USA, Kanada, Großbritannien, Australien und Neuseeland, Umweltschutzorganisationen, die “Fortune 1000″ (die größten US-Firmen nach Umsatz) sowie 1.000 populäre Politik-Blogs. In Summe analysiert das System somit pro Woche mehr als 800.000 Dokumente.<br />
Das Script beschränkt sich dabei aber nicht auf bloßes Abzählen — anhand eines entsprechend aufbereiteten Wörterbuchs wird der Kontext einer Namensnennung eruriert — also ob der Kandidat in positivem Zusammenhang erwähnt oder kritisiert wurde. Beide Auswertung, die quantitative und die “Sentiment” getaufte Kontext-Analyse, werden in wöchentlichem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rhythmus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rhythmus">Rhythmus</a> aktualisiert und auf der Homepage zur Verfügung gestellt. </p>
<p>Mittels einer intuitiv bedienbaren Ajax-Applikation hat jeder Interessierte die Möglichkeit, die aktuelle Entwicklung und die Media-Coverage der einzelnen KandidatInnen online genau zu verfolgen: Zeitraum-, Kandidaten-, Medientyp– und Länderfilter ermöglichen dem Hobby-Wahlforscher die Erstellung eigener Diagramme. Wer’s genauer mag, wirft einen Blick auf das zugehörige <a href="http://www.ecoresearch.net/election2008/mediawatch/" class="liexternal">Mediawatch-Portal</a>, das alle indizierten Artikel mit geographischen Referenzdaten und einer Landkarte der Verlinkungen präsentiert.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-03/us-election-monitor-automatische-pr-analyse/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Der US Election Monitor ist ein gelungenes Werkzeug, das zeigt, welches Potential in der semantischen Auswertung riesiger Inhaltsmengen liegt. Semantische Technologien in Verbindung mit quantitativen Rechercheverfahren treten an die Stelle der fehlprognostizierten “künstlichen Intelligenz” — und werden sich in naher Zukunft mit Sicherheit nicht auf die Auswertung von Wahlkämpfen beschränken.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Naymz: wieviel ist mein Netzwerk wert?</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2008 14:02:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Naymz valorisiert als erste Social Media Plattform direkt das eigene Kontaktnetzwerk und bietet besonders aktiven Usern die kostenpflichtigen Premium-Features gratis an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fast täglich sprießen neue Social Networks aus dem Boden, und zahlreiche Experten prognostizieren für die nähere Zukunft eine deutliche Marktkonsolidierung. Dennoch tauchen immer wieder Netzwerk-Ideen auf, die weit über untereinander verlinkte Visitenkarten mit Suchfunktion hinausgehen. Die Betreiber des amerikanischen Business-Netzwerks Naymz etwa scheinen die aufmerksamkeitsökonomischen Theorien Georg Francks zu ihrem Credo gemacht zu haben.  [Ö1 Netzkulturkolumne, veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/115351.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Als der Wiener TU-Professor im Jahr 2005 seinen Nachfolge-Band zu der von ihm als “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeitsoekonomie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeitsökonomie">Aufmerksamkeitsökonomie</a>” bezeichneten virtuellen Daten-Wirtschaft veröffentlichte, erklärte er, dass erst noch Modelle gefunden werden müssten für die direkte Umrechnung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> in “harte” Währung , also Barvermögen. Dass in einer komplexen und hoch differenzierten Mediengesellschaft Ruhm und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> per se einen gewaltigen Wert darstellen, wissen interessierte Betrachter nicht erst seit Supermodel– und Pop-Castingshows. Abseits des Starsystems etablierten sich im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> zwar eine ganze Reihe von Free-Services — die tatsächliche Umrechnung von Mikro–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> in ökonomische Werte ist allerdings nach wie vor ein weitgehend unbeackertes Feld.</p>
<p>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> <a href="http://www.naymz.com" class="liexternal">Naymz.com</a> mag noch nicht vollständig ausgereift sein, spannend wird die Seite aber durch ihr Businessmodell, das in eine gänzlich andere Richtung als <a href="http://www.facebook.com/pages/datenschmutzblog---medienkulturtechnik/5802674241" class="liexternal">Facebook</a> und Co. zielt. Denn während letztgenanntes Netzwerk und seine Epigonen versuchen, über umfassende und ansprechende Features eine riesige User–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a> aufzubauen, die nach freiwilliger Angabe möglichst vieler persönlicher Daten in weiterer Folge zielgenau mit Werbung torpediert werden kann, lockt Naymz potentielle Kunden mit direkter <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/valorisierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Valorisierung">Valorisierung</a> ihrer wertvollen privaten Daten und ihrer Netzwerkkontakte. Wie <a href="https://www.xing.com/profile/Ritchie_Pettauer" class="liexternal">Xing</a> richtet sich die Seite dabei nicht in erster Linie an Privatpersonen, sondern an “Professionals” und Freiberufler auf Auftragssuche.</p>
<p>Zwar existieren für Facebook diverse Rating-Applikationen, die den “populärsten” Freund des eigenen Netzwerks küren sollen oder ähnliche Bewertungs-Systeme implementieren. Und natürlich sind User mit überdurchschnittlich vielen Kontakten bei fast allen Spielen und Applikationen im “Vorteil”, da die meisten Zusatzprogramme Bonusfeatures erst nach dem Versand möglichst vieler Einladungen freischalten. Doch was bei Facebook auf der spielerischen Ebene verbleibt, wird von Naymz in handfeste Währung verwandelt. Das gesamte Netzwerk beruht auf der altbekannten Empfehlungsmechanik: je mehr registrierte User eine bestimmte Person “empfehlen”, desto höher deren Punktestand. Zusätzliches virtuelles “Kapital” lässt sich durch Einladungen und die möglichst vollständige Komplettierung des eigenen Kapitals erwerben. Aus den insgesamt erzielten Punkten errechnet Naymz den sogenannten “RepScore” (Abk. für Reputationswertung), aus dem sich wiederum der RepLevel errechnet, eine Bewertung zwischen eins und zehn. Wer nun — sei es aufgrund vieler Einladungen oder Empfehlungen — Level 10 erreicht, kann Premium-Features der Plattform nutzen, die ansonsten nur zahlenden Pro-Usern vorbehalten bleiben: dazu gehört etwa ein genaues Tracking der Besucher auf der eigenen Profilseite sowie von Naymz geschaltene und bezahlte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a>–Anzeige, die bei einer Suche nach dem eigenen Namen oberhalb der Suchergebnisse erscheint — eine einfache Möglichkeit, in Zeiten der Jobsuche für aktuelle Daten und steuerbare Webpräsenz zu sorgen. Ganz gemäß den beiden Credos der Seite: “Establish your good name. Promote your good name.”</p>
<p>Wie sich die in Chicago ansässige Firma in den nächsten Monaten entwickelt und ob das Konzept auf breiter Basis aufgeht, wird zu einem hohen Grad von den angebotenen Zusatzfeatures abhängen. Derzeit sind vergleichsweise wenige europäische User registriert, diese Demographie kann sich aber erfahrungsgemäß  rasch ändern. In punkto geschäftliche Online-Präsenz und Valorisierung von Kontakten bringt Naymz die Konkurrenz durch innovative Ansätze auf jeden Fall gehörig ins Schwitzen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Web 2.0: Werben nach dem Bottom-Up Prinzip</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Jan 2008 07:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die zunehmend zersplitterte Mikromedien-Landschaft kann von klassichen Vermarktungsagenturen nicht adäquat serviciert werden - also scheint es nur logisch, dass viele Blogger immer lauter über selbstorganisierte Vermarktungsgemeinschaften nachdenken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutschsprachige Blogosphäre wächst weiter — und mit der steigenden Zahl an Blogs und LeserInnen wird der Ruf nach lukrativen Werbeformaten immer lauter. Wenn der Markt keine adäquaten Werbe-Modelle anbietet, müsse man eben selbst aktiv werden, fordern immer mehr Blogger — und präsentieren Ideen für innovative Bottom-Up Werbenetzwerke. [Ö1 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzkulturkolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzkulturkolumne">Netzkulturkolumne</a>, veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/115666.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Zahlreiche Weblog-Autoren gehen ihrer Publikationstätigkeit aus ganz und gar nicht <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-01/von-werbung-plattformen-und-direktverkaeufen/" class="liinternal">ökonomisch motivierten Überlegungen</a> nach, andere sind von Beginn an darauf bedacht, Einnahmen zu erzielen.  Affiliate-Netzwerke bieten ersteren ihre Vermittlungsdienste an, auch das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> AdWords System kommt häufig zum Einsatz. Beide Werbeformen allerdings beruhen auf Pay-per-Click oder Pay-per-Conversion Modellen. Das bedeutet, dass für den Seitenbetreiber erst dann Gewinne anfallen, wenn tatsächlich jemand auf die betreffende Anzeige klickt oder das beworbene Produkt kauft. Wirklich lukrativ ist diese Form der Werbung daher nur für wenige Nischenseiten — wer beispielsweise kontinuierlich über den deutschen ADSL-Markt schreibt, wird viele passende Partnerprogramme finden, bei thematisch breit angelegten Blogs erweist sich dies aber in der Regel als schwierig: über den Daumen gepeilt sind je nach Thema rund 150–500 Besucher am Tag erforderlich, um die Kosten eines dedizierten Servers zu refinanzieren. Im Durchschnitt weisen deutschsprachige Blogs aber gerade mal ein Zehntel dieser Leserschaft auf.</p>
<p>Im Bereich professioneller Online-Medien dagegen spielt die beschriebene Pay-per-Click Werbung eine untergeordnete Rolle: Schaltagenturen kaufen in der Regel bestimmte Bannerkontingente ein, zugrunde liegende Maßzahl sind die Einblendungen — man spricht von Pay-per-View Modellen. Ähnlich wie bei klassischen Printeinschaltungen respektive Radio– oder Fernsehwerbung bestimmen also Auflage beziehungsweise Quote den Preis. Solche <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/banner/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Banner">Banner</a>–Einblendungen oder im Fachausdruck “Pageviews” (engl. für Seitenaufrufe) werden in der Regel in größeren Paketen eingekauft, die je nach Branche in Österreich bei einer halben Million Pageviews, also Homepage-Besuchern, pro Monat beginnen.</p>
<p>Um diese Zahl zu erreichen, müssten die Schaltagenturen also nicht mit einem einzelnen Blogger, sondern mit mehreren Betreibern sprechen — und genau dieser organisatorische Overhead hält bisher Pay-per-View Vermarkter zuverlässig von einer solchen Bündelung zahlreicher kleinerer Seiten ab. Technisch allerdings gestaltete sich die Schaffung einer Syndikationsplattform  relativ trivial — de facto reicht dazu eine gut konfigurierte Installation des Freeware-Adservers Open-Ads völlig aus. Daher überrascht es auch nicht weiter, dass immer mehr (semi)private Publikationen gerne von diesem größeren Werbekuchen mit naschen möchten. Während in der Schweiz einzelne Blogger sehr früh begannen, sich mit zunehmendem Erfolg zu Vermarktungsnetzwerken zusammen zu schließen und in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> einige bekannte Online-Tagebuch-Schreiber das bisher eher glücklose Adical-Programm starteten, scheint die österreichische Bloggerszene erst jetzt jene (wenn auch immer noch sehr bescheidene) Größe zu erreichen, die Blogautoren ernsthaft über Synergieeffekte nachdenken lässt.</p>
<p>Auf absehbare Zeit jedenfalls müssen traditionelle Massenmedien keine ernsthafte Konkurrenz durch Weblogs fürchten — die umfassende Berichterstattung über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> und die neuestens Trends und Hypes aus dem Netz mag zwar manchmal einen anderen Eindruck vermitteln, aber in der Praxis sind im deutschsprachigen Raum die Online-Tagebücher nach wie vor ein Minderheitenprogramm, aber so hat schließlich jedes neue Medienformat begonnen. Oder, wie Kollege Riepl es einst so treffend und zeitlos, weil mit maximalem Interpretationsspielraum, formulierte:</p>
<blockquote><p>… die einfachsten Mittel, Formen und Methoden, wenn sie nur einmal eingebürgert und für brauchbar befunden worden sind, auch von den vollkommensten und höchst entwickelten niemals wieder gänzlich und dauerhaft verdrängt und außer Gebrauch gesetzt werden können, sondern sich neben diesen erhalten, nur daß sie genötigt werden, andere Aufgaben und Verwertungsgebiete aufzusuchen.<br />
<em>aus: Riepl, Wolfgang: Das Nachrichtenwesen des Altertums mit besonderer Rücksicht auf die Römer. Leipzig: Teubner, 1913.</em></p></blockquote>
<p><strong>weiterführende Links:</strong></p>
<p><a href="http://www.adical.de" rel="nofollow" class="liexternal">Adical</a> — deutsches Blogvermarktungsnetzwerk von Sascha Lobo<br />
<a href="http://logcut.com/" class="liexternal">Logcut</a> — Schweizer Blog-Verlagshaus von Peer Dittmar<br />
<a href="http://www.openads.org/" class="liexternal">OpenAds</a> — frei verfügbare Adserver-Software</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Keine Mauern des Anstands mehr?</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2008 11:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sind Social Networks wie Facebook grundsätzlich böse? Oder unterliegen Kritiker, die diesen kommerziellen Unternehmen ihre Datensammelwut vorwerfen, nicht vielleicht doch einer Kategorienverwechslung?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kolumnistenkollege Armin Medosch hat auf <a href="http://oe1.orf.at" rel="nofollow" class="liexternal">oe.orf.at</a> eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzkulturkolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzkulturkolumne">Netzkulturkolumne</a> mit dem Titel <a href="http://oe1.orf.at/highlights/114968.html" rel="nofollow" class="liexternal">Mein Facebook-Freund? Nein, danke!</a> verfasst, die als Apologet von Social Networx hochspannend finde. Armin unterstellt nämlich Facebook Datensammelei und Profitoptimierung, und ich denk mir: ja was denn sonst?</p>
<p>Der Flashback in die frühen 90er, als wir auf net.culture.conferences alle von virtuellen Doubles träumten, ist dem Lamentieren über die Durchschaubarkeit unserer virtuellen Personae gewichen. Dabei war’s doch noch nie so einfach, aus Feuer und Bytes den eigenen Golem ganz nach Wunschvorstellung zu formen… die Daten gibt immer noch der User ein, die staatliche Kontrolle *hat* längst versagt, und wer am langen Hebel sitzt und gerne Social Networks kartographieren möchte, kann das genauso bequem über Handydaten tun. (Österreich hat die notwendigen Gesetzesgrundlagen im Dezember ja leider begrüßt, obwohl der Fachmann vom “Verabschieden” spricht; merk-würdige Terminologie.)</p>
<p>Facebook ist noch nicht so voller data dirt wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/myspace/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with myspace">myspace</a>, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Marketing-Hans-Meisers dort ihr Unwesen treiben… das längerfristige Überleben der Plattform (+3 Jahre) halte ich persönliche für relativ unwahrscheinlich, <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-01/social-networking-auf-speed-naymzcom/" class="liinternal">Naymz</a> wird mehr als einen Epigonen auf entweder dumme oder kluge (aber das ist ohnehin eine Frage des Betreiberstandpunkts) Gedanken bringen. Deren Valorisierungsmodell müsste Armin noch wesentlich mehr missfallen, denn er schreibt über FB:</p>
<blockquote><p>Abgesehen davon, dass die angeblich über 50 Millionen User der superschnell wachsenden Plattform größtenteils zu den ökonomisch stärkeren und intellektuell-technisch avancierten Gruppen gehören, bleibt nur noch nüchtern festzustellen, dass hier die persönlichen, zwischenmenschlichen Beziehungen endgültig zur Ware werden — und das im wahrsten Sinne des Wortes.</p></blockquote>
<p>Jo mei, da Franck Georg hot’s do scho längscht gwusst, Sakra! Das lächelnde Aas <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> lächelt nun man gern jedem User persönlich zu… dass eine US-Firma meine “Facebook”-Daten hat (genau wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/xing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with xing">Xing</a>, Linked-In etc.) macht mir weit weniger Sorgen als die Überwachungspläne der hiesigen Regierung; immerhin kann ich ja selbst bestimmen, wie ich mich dort repräsentiere — und ob ich das überhaupt möchte.</p>
<p>Für mich hat derlei Kritik sehr viel von enttäuschter (Heils)Erwartungshaltung — ich war zwar damals um eine Dekade jünger, aber sozusagen grade noch dabei, als die nettime–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a> das Netz als das neue Anarcho-Intello Paradies abfeierte, häufig ohnedies aus gravierender Unkenntnis und/oder Desinteresse für technische Realitäten. (“Das Netz ist anonym.”) Was mir fehlt, ist die Alternative: wär’s denn besser, FB gar nicht zu benutzen? Ich glaube nicht. Derlei Networks fungieren im allerbesten Fall als hocheffizienter Durchlauferhitzer für die interkulturelle Kommunikation, als tailor-made Infoprovider und — sie bieten eine Spielwiese mit ungleich niedrigerem finanziellem Einstiegslevel als klassische One-to-many Kanäle. Aber eines wird kein Social Network und kein Web 22.0 jemals leisten können: nämlich dem User <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/media-literacy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Media Literacy">media literacy</a> und reflektieren Umgang mit seinen Spielzeugen abzunehmen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>matrix-Special: Geschenke für Geeks</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-12/matrix-special-geschenke-fuer-geeks/</link>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 13:02:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der matrix-Weihnachts-Sendung plauderten Marion Breitschopf, Michael Vesely und Ritchie Pettauer über empfehlenswerte Bücher und Gadgets mit hoher Geschenkstauglichkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag war ich zu Besuch im Studio bei <a href="http://futurezone.orf.at/tipps/stories/242921/" rel="nofollow" class="liexternal">Wolfang Ritschl</a>, um gemeinsam mit <a href="http://mediaclan.at/mb.html" class="liexternal">Marion Breitschopf</a> und <a href="http://www.mvesely.at/" class="liexternal">Michael Wesely</a> ein paar Vorschläge zum Thema <a href="http://futurezone.orf.at/tipps/stories/242921/" rel="nofollow" class="liexternal">Geschenke für Geeks</a> zu machen. Jede/r von uns stellte ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Buch">Buch</a> und ein Gadget vor — ausgestrahlt wird die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sendung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sendung">Sendung</a> heute Abend um 22:30 auf Ö1.</p>
<p>Michael sprach über<a href="http://www.amazon.de/gp/product/1903517303?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=1903517303" class="liexternal">The Decadent Handbook for the Modern Libertine</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=1903517303" width="1" height="1" border="0" alt=" matrix Special: Geschenke für Geeks" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="matrix Special: Geschenke für Geeks" /> und seine neue Küchenmaschine (Der Herr Kollege ist mir da einen beträchtlichen Schritt voraus, denn während ich mich kulinarisch noch in der Welt des Salzigen aufhalten, bäckt und patissieriert Michael: und dies erfordert bekanntlich mehr Präzision als der gute alte Tofubraten.), Marion hatte einige Beispiel aus <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3257065639?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3257065639" class="liexternal">Wer bin ich? 777 indiskrete Fragen</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3257065639" width="1" height="1" border="0" alt=" matrix Special: Geschenke für Geeks" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="matrix Special: Geschenke für Geeks" /> vorbereitet und ihren Video-iPod ins Studio mitgebracht. Schlechte Zeiten für uneinige DVB-H Konsortien, die sich schneller bilden und re-gruppieren als Allianzen in Risiko.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=httpwwwusbsti-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3896702149&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;lc1=0000FF&#038;bc1=4A748A&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr&#038;nou=1" style="width:120px;height:240px;float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Was Bücher betrifft, war ich in diesem Jahr nicht besonders aktuell und hab sehr wenig 2007er Publikationen offline gelesen… also hab ich gleich ein wenig weiter zurückgegriffen und stellvertretend für das Gesamtwerk ein Buch meines großen intellektuellen Helden vorgestellt: In <strong>Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners</strong> diskutiert der deutsche Wissenschaftsjournalist mit Heinz von Foerster dessen zentrale Thesen zu Wahrnehmung, Kybernethik (yup, mit “h”) und Konstruktivismus: eine hervorragender, leicht zugänglicher, wahnsinnig unterhaltsamer, unglaublich anregender und zum 1000fachen Wiederlesen geeigneter Einstieg in die Welt eines der konsequentesten und humorvollsten Denker des vergangenen Jahrhunderts: ein ideales Geschenk eben.</p>
<p>Schwieriger war’s mit dem Gadgetto, denn da hab ich ein Überdosierungs-Problem: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/danke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with danke">danke</a> diverser Techie-Journalisten und Mobilfunk-Jobs hab ich im Lauf der letzten Jahre eine Überdosis abbekommen… und ich mag meinen (non–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/apple/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Apple">Apple</a>) mp3-Player, ich schätz die Tastatur an meinem Handy, aber das sind nun mal Alltagsgegenstände ohne den typischen Gadget-Shinyness Faktor. Mir fiel einfach kein geniales, bugfreies Teil ein, für das ich mit gutem Gewissen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> machen wollte — bis ich auf die Idee kam, dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/software/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with software">Software</a> mit ein wenig Phantasie ja auch gadgetuös sein könnte… also hab ich <a href="http://www.wordpress.org" class="liwp">WordPress vorgestellt</a>, denn damit arbeite ich in der Tat jeden Tag, und gerade die Detaillösungen dieser genialen Blog-Software gefallen mir ganz hervorragend. Ich hab dann auch für die FuZo einen Beitrag über <a href="http://futurezone.orf.at/it/stories/243219/" rel="nofollow" class="liexternal">WordPress als Weihnachtsgeschenk</a> geschrieben und darin erklärt, was mir an “Dexter” (so der Codename der aktuellen Version 2.3.1) so gut gefällt.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>ritchie’s Kolumnen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2007 00:04:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf dieser Seite finden Sie ein Archiv meiner Kolumnen und Glossen. Meine Texte erscheinen regelmäßig in verschiedenen Print– und Online-Medien. Regelmäßige Kolumnen schreibe ich für the gap, Ö1 und SRA.
 

Die Kolumne
Todernste Betrachtungen aus dem Alltag, liebevoll illustriert anhand von mir persönlich verifizierter biographischer Tatsachen. Dies hier sind weder der Ort noch die Zeit für Satire. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dieser Seite finden Sie ein Archiv meiner Kolumnen und Glossen. Meine Texte erscheinen regelmäßig in verschiedenen Print– und Online-Medien. Regelmäßige Kolumnen schreibe ich für <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a>, <a href="http://oe1.orf.at" rel="nofollow" class="liexternal">Ö1</a> und <a href="http://www.sra.at" class="liexternal">SRA</a>.</p>
<p> </p>
<div style="padding:10px;border:2px solid #4A748A;background-color:#DFE3FF;">
<h1 id="toc-die-kolumne" style="margin-bottom:6px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/die-kolumne/" class="liinternal">Die Kolumne</a></h1>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/die-kolumne/" class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/12/diekolumne.jpg' alt="diekolumne ritchies Kolumnen" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid #4A748A" title="ritchies Kolumnen" /></a>Todernste Betrachtungen aus dem Alltag, liebevoll illustriert anhand von mir persönlich verifizierter biographischer Tatsachen. Dies hier sind weder der Ort noch die Zeit für Satire. Es gibt nichts auf der Welt, das ernster gemeint wäre als der Spasz — das esszett sagt schon alles! [erscheint in <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a>]</div>
<p> </p>
<div style="padding:10px;border:2px solid #4A748A;background-color:#DFE3FF";>
<h1 id="toc-1-medienkultur-kolumnen" style="margin-bottom:6px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/oe1-kolumnen/" class="liinternal">Ö1 Medienkultur Kolumnen</a></h1>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/oe1-kolumnen/" class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/12/oeb-kolumnen.jpg' alt="oeb kolumnen ritchies Kolumnen" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid #4A748A" title="ritchies Kolumnen" /></a>Für die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> Mediensendung “matrix” schreibe ich abwechselnd mit verschiedenen KollegInnnen aus der matrix-Redaktion die Medien–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a>, des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a>, die zweimal in der Woche auf der Homepage von Ö1 veröffentlicht wird. [erscheint auf <a href="http://oe1.orf.at" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</div>
<p> </p>
&lt;div style=“padding:10px;border:2px solid #4A748A;background-color:#DFE3FF”;”&gt;
<h1 id="toc-d-news-sra-kolumne" style="margin-bottom:6px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/d-news-sra-kolumne/" class="liinternal">d-news SRA Kolumne</a></h1>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/kolumnen/d-news-sra-kolumne/" class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/12/sra.jpg' alt="sra ritchies Kolumnen" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid #4A748A" title="ritchies Kolumnen" /></a>Auf SRA veröffentliche ich eine monatliche Kolumne zum Thema Musik online — sie trägt in Anlehnung an meine erste Online-Publikation, einen Newsletter über mp3 und die Folgen, den Namen d-news und beschäftigt sich mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Musikvertrieb, netlabels und verwandten Themen. [erscheint auf <a href="http://www.sra.at" class="liexternal">sra.at</a>]</div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Google mit neuen Spielregeln</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 09:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Google reagierte beim letzten Pagerank Update erstmalig mit Strafmaßnahmen für Linkverkäufer - zumindest für jene, die man identifzieren konnte. Was bedeutet Googles neue Politik für die Zukunft von SEO und Onlinemarketing?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Wochen sorgte das aktuelle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google-pagerank/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google Pagerank">Google Pagerank</a>–Update für Aufregung unter Webmastern: erstmals reagiert die größte Suchmaschine der Welt auf das Businessfeld “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/linkverkauf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Linkverkauf">Linkverkauf</a>” mit Straf-Maßnahmen. [<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> Netzkulturkolumne, zuerst veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/110820.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Maßgeblich mitverantwortlich für den Erfolg der Suchmaschine, deren Slogan “Do no evil” schon längst nicht mehr unwidersprochen stehen bleibt, ist der sogenannte Pagerank–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/algorithmus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Algorithmus">Algorithmus</a>. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> bemisst die Wichtigkeit einer Seite an den eingehenden Links: je mehr themenaffine Seiten auf eine bestimmte Adresse verweisen, desto höher deren Relevanz — und die wirkt sich wiederum auf den die Platzierung in den Suchergebnissen aus. Da die überwiegende Mehrheit der Surfer bei der Websuche erst gar nicht auf die zweite Ergebnisseite navigiert, kommt einer Platzierung möglichst weit entsprechend große Bedeutung zu.</p>
<p>Google aktualisiert die weltweiten verteilten Datenbanken ständig, errechnet allerdings in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen — bislang zumeist viermal pro Jahr — eine Maßzahl, welche Auskunft geben soll über die Wertigkeit einer Seite. Daraus resultiert der sogenannte “Pagerank”, eine Zahl zwischen 0 und 10, die auf einen Blick die Bedeutung einer Webadresse verraten soll. Seiten mit hohem Pagerank “vererben” einen Teil ihrer Google-Relevanz, wenn sie auf andere Seiten verlinken. Dieses Prinzip stellt seit Jahren die Basis von Googles Businesserfolg dar. Doch mit steigender Bedeutung der Onlinewirtschaft wurden die Methoden zur Manipulation des Pagerank immer ausgefeilter und ein neues Businessmodell erblickte das Licht der Netzwelt: sogenannte Link Trader schufen Online-Marktplätze für die “Linkvermietung”. Wer bereits eine gut indizierte und bewertete Seite betreibt, kann gegen ein monatliches Entgelt dort Links publizieren, der Preis richtet sich dabei nach dem Pagerank der Seite. Diese Form der Online–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> richtet sich keineswegs an die menschlichen Besucher einer Webseite, sondern soll ihr lediglich zu einer besseren Google-Platzierung verhelfen.</p>
<p>Im deutschen Sprachraum machten Anbieter wie Teliad oder Linklift dieses Vermietungsbusiness zu einer attraktiven Einnahmequelle, die vor allem Bloggern häufig ein höheres monatliches Einkommen sicherte, also über klassische Online-Werbung möglich wäre — und wurde damit zur Konkurrenz für Adsense, Googles monetäres Zugpferd.</p>
<h2 id="toc-das-adsense-geschftsmodell">Das Adsense Geschäftsmodell</h2>
<p>Die größte Suchmaschine der Welt deckt in der westlichen Welt rund 90% aller privaten Suchanfragen ab. Das eigentliche Kerngeschäft des Konzerns ist jedoch die Vermarktung der Adsense-Werbung: mit diesem Produkt revolutionierte Google vor Jahren den Online-Werbemarkt und löste Bannerschaltungen durch die sogenannte CPC (Cost per Click) Werbung ab. Kunden, die Google Adsense Anzeigen schalten, müssen sich nicht um die Auswahl geeigneter Werbeseiten kümmern: Adsense findet thematisch passende Webseiten und schaltet die eigenen Anzeigen automatisch. Für die bloße Anzeige fallen keine Kosten an, der Kunde bezahlt erst dann, wenn ein Surfer auch tatsächlich auf die Anzeige klickt. </p>
<p>Die Links in Adsense-Anzeigen sind mit dem Attribut “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/nofollow/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nofollow">nofollow</a>” gekennzeichnet, was sie für Suchmaschinen “unsichtbar” macht, denn Google möchte sein eigenes Bewertungskonzept nicht durch bezahlte Werbeanzeigen verfälschen. Die oben beschriebene Vermietung von Links verbietet Google in seinen Nutzungsbedingungen. Aufgrund der starken marktbeherrschenden Situation des Anbieters wagen es die wenigsten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/webmaster/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Webmaster">Webmaster</a>, die Spielregeln des Branchenprimus zu brechen und halten sich an die Vorgaben. Wer das nicht tat, erlebte beim aktuellen Pagerank eine böse Überraschung: zwar existiert wie stets keine aktuelle Stellungnahme, dennoch deuten alle Anzeichen darauf hin, dass sämtliche “Linkverkäufer” durch einen um ein bis zwei Punkte niedrigeren Pagerank “bestraft” wurden.</p>
<p>Diese Vorgehensweise verringert nicht nur das Einkommen der betroffenen Blogger, sondern ist wohl auch als eine Art Warnung zu verstehen: wer die Spielregeln Googles nicht einhält, fliegt eben raus. Damit macht die aktuelle Pagerank-Runde vor allem eines deutlich: ist das Quasi-Monopol erst einmal zementiert, kann ein einzelner Player ohne viel Widerspruch die Spielregeln des gesamten Online-Marktes vorgeben. Ob dies der Netz-Ökonomie auf Dauer gut tut, ist mehr als fraglich.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Facebook: Die Seite mit den vielen Gesichtern</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-11/facebook-die-seite-mit-den-vielen-gesichtern/</link>
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		<pubDate>Fri, 30 Nov 2007 08:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Facebook ist die derzeit schnellstwachsende Social Community. Niemand setzt die Versprechungen des Web 2.0 so konsequent um wie das einstige amerikanische College-Netzwerk.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Motiviert durch das rasche Wachstum von Xing, Myspace, FlickR und Co. versuchen fast täglich neue Social Networks, eine breitenwirksame Community aufzubauen. Doch während der Mehrzahl der “Copycats” der Erfolg verwehrt bleibt, freut sich derzeit vor allem ein Anbieter über steigende Userzahlen. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> punktet durch in erster Linie durch seine flexible Erweiterbarkeit und hat von den Vorgängern einiges gelernt. [Ö1 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzkulturkolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzkulturkolumne">Netzkulturkolumne</a>, zuerst veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/111185.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Dabei wirkt die amerikanische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> auf den ersten Blick eher unspektakulär: weder kann der User das Design seines Profils anpassen, noch stechen auf den ersten Blick irgendwelche besonderen Features ins Auge. Die Standardfunktionen wie Kontakt-, Termin– und Fotoverwaltung bieten ebenfalls wenige Überraschungen, und so fragen sich viele Neulinge, worauf der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hype/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hype">Hype</a> eigentliche zurückzuführen ist. In der Tat erschließen sich die Stärken der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> frühestens auf den zweiten Blick. </p>
<h2 id="toc-die-kleinen-feinheiten">Die kleinen Feinheiten</h2>
<p>Das Erstellen der eigenen Kontaktliste erleichtert Facebook Neueinsteigern durch verschiedene Import-Filter für die Adressbücher beliebter E-Mail Clients und Webmail-Services. Ein zentraler Punkt, denn neben der geographischen Herkunft dient das eigene Freundesnetzwerk als Basis für alle weiteren Funktionen. Was <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/usability/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Usability">Usability</a> und Benutzerführung betrifft, verlässt sich die Plattform nämlich ganz auf die angeborene Neugier des gemeinen Internetnutzers: ein Klick auf den Hauptmenüpunkt “Photos” etwa führt keineswegs auf Anhieb zu den selbst hochgeladenen Bildern, sondern zu einer Übersichtsseite, auf der die neuesten Alben der eigenen Kontakte präsentiert werden. Das verleitet natürlich schnell mal zum Durchklicken — und diesen Ansatz verfolgt Facebook konsequent quer über die gesamte Plattform. Zusätzlich unterteilen Ländernetworks und Geo-Matching die riesige Userbasis in Subgruppen und erleichtern die Suche nach Veranstaltungen und Kontakten in unmittelbarer Nähe.</p>
<h2 id="toc-andere-erfolgreich-andocken-lassen">Andere erfolgreich andocken lassen</h2>
<p>Die Betreiber von Facebook haben verstanden, dass in Zeiten des Rapid Web Development kein noch so motiviertes Programmiererteam produktiver sein kann als der ganze Rest der Welt und bezieht seine User aktiv in die Weiterentwicklung ein: dank der umfassend dokumentierten Schnittstellen kann jeder eigene Facebook-Applikationen programmieren und im zugehörigen Verzeichnis veröffentlichen. Diese je nach Aufgabengebiet kleineren oder größeren Plugins erweitern den Funktionsumfang um eine inzwischen riesige Zahl nützlicher und nutzloser Features: von diversen Computerspielen über ein Plugin, das anhand der Facebook-Kontakte die “Small World Theory” überprüft bis hin zu diversen virtuellen Geschenk-Services, Informationsdiensten und Kommunikationstools reicht das Spektrum. Die Seite selbst stellt bloß das grundlegende Framework zur Verfügung, erst die Zusatz-Programme sorgen für den unschlagbaren Funktionsumfang — und haben bereits zahlreichen talentierten Programmierern ein beachtliches Einkommen verschafft, denn Ruhm und Ehre sind nicht die einzige Motivation, selbst Erweiterungen zu entwickeln: jeder Applikationsprogrammierer hat die Möglichkeit, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> in seine Software zu integrieren und damit ein attraktives Zusatzeinkommen zu lukrieren.</p>
<p>Facebook fungiert somit auch als zentraler Hub, denn zahlreiche andere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> Services lassen sich mittels Software-Erweiterung ins eigenen Profil integrieren: anstatt die User zu zwingen, eigenen Services zu benutzen, versteht sich Facebook als Meta-Plattform und setzt Paradigmen des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> konsequenter um als jedes andere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzwerk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzwerk">Netzwerk</a>: die ursprüngliche US-College Nische hat Facebook jedenfalls längst verlassen.</p>
<h2 id="toc-die-dunkle-seite-der-datenmacht">Die dunkle Seite der Datenmacht</h2>
<p>Je höher die Datenqualität einer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> Plattform, desto einfacher lassen sich die damit generierten Daten für alle möglichen Zwecke missbrauchen: zielgruppengenaue Werbeschaltung stehen am harmloseren Ende der Skala, geheimdienstliche Begehrlichkeiten wurden Facebook nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Verflechtung mit US-regierungsnahen Investoren nachgesagt. In der Tat scheint die Datenqualität auf Facebook sehr hoch zu sein, und trotz der feingliedrig konfigurierbaren Profil-Privatsphäre sollte jedem Facebook-Nutzer klar sein, dass sowohl Profildaten als auch das Nutzerverhalten im Zweifelsfall eben nicht nur für “Freunde” einsehbar sind.</p>
<p>Ein rasantes Wachstum steht der amerikanischen Plattform in Europa dennoch bevor: obwohl Facebook bislang so gut wie keine Anstrengungen unternommen hat, um auf dem europäischen Markt Fuß zu fassen, entscheiden sich immer mehr User für den Full-Service Provider Facebook. Gratisnutzung, unbegrenzter Speicherplatz für Fotos und der beschriebenen Funktionsumfang scheinen weit mehr Anziehungskraft zu haben als lokalisierte Sprachvarianten: denn bisher ist die Seite ausschließlich in Englisch verfügbar — spätestens im nächsten Jahr allerdings wollen die Betreiber Dependancen in der EU eröffnen.</p>
<p><a href=" http://www.facebook.com" class="liinternal">Facebook</a><br />
<a href=" http://www.sixdegrees.elysion.cz/english/small.php " class="liinternal">Small World Theory — Six Degrees of Separation</a><br />
<a href=" http://www.facebook.com/profile.php?id=717807375" class="liinternal">Facebook-Profil des Authors</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Wer nix wird, wird Blogger</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Nov 2007 07:43:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Michael Konkens berüchtigte Rede zog weite Kreise in der deutschsprachigen Blogosphäre. Kein Wunder, denn immerhin bezeichnete der Vorsitzende der deutschen Journalistengewerkschaft Blogger kollektiv als Feiglinge.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zumindest dann, wenn es nach dem Vorsitzenden der deutschen Journalistengewerkschaft geht: denn der machte in einer kürzlich gehaltenen Rede der von ihm beratenen Berufsgruppe in Sachen Recherchepflicht wenig Ehre.  [<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzkulturkolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzkulturkolumne">Netzkulturkolumne</a>, zuerst veröffentlicht auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/112356.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Zumal Journalisten in demokratischen politischen System nicht nur in arbeitsrechtlicher Hinsicht durchwegs eine Sonderstellung besitzen — manche sehen in ihnen gar als die vierte Kraft im Sinne der Gewaltentrennung. In der Tat ist die politische Informationsleistung notwendiger Bestandteil für eine differenzierte Meinungsbildung. Also sind die Angehörigen der schreibenden Zunft nachhaltig aufgerufen, ausgewogen zu berichten, Sorgfalt bei der Recherche walten zu lassen und sich ihrer Verantwortung bewusst zu sein. Wozu das führt, ist hinlänglich bekannt: zu inszenierten, g’schobenen Geschichten am einen und zu Meisterleistungen des Aufdeckungsjournalismus am anderen Ende einer überbreiten Skala teilweise durchwegs konfligierender Interessen.</p>
<p>Weblogs dagegen sind häufig privat betriebene Seiten und der journalistischen Sorgfaltspflicht nur insoweit unterworfen, wie ihr jeweiliger Autor dies für richtig und zielführend hält. Viele Beiträge sind keine “Nachrichten” im Sinne des Terminus Technicus, sondern fallen ins Genre der Kommentare und Glossen: es handelt sich um subjektive Stilformen, die keinen Anspruch auf Objektivität erheben. Wenn Michael Konken auf der erwähnten Jahrestagung also über den Unterschied zwischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/journalismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Journalismus">Journalismus</a>–Profis und Hobby-Bloggern schreibt, dann hätte er auf derartige funktionale Ausdifferenzierungen des Mediensystems verweisen können, aber der Universitätsprofessor zog die grobe Keule vor:</p>
<blockquote><p>Der Onlinebereich ist aber auch ein Bereich, den wir verstärkt unter qualitativen Kriterien werten müssen. Nicht jeder, der sich dort als Journalist bezeichnet, hat etwas damit gemeinsam. Uns steht es gut zu Gesicht, wenn wir Richtlinien finden, um Müll von Qualität zu trennen und dies den Internetkonsumenten deutlich machen. Das Internet ist eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> auch für Schmierfinken ganz besonderer Art. […] Blogs sind meines Erachtens nur in ganz wenigen Ausnahmefällen journalistische Erzeugnisse. Sie sind eher der Tummelplatz für Menschen, die zu feige sind, ihre Meinung frei und unter ihrem Namen zu veröffentlichen.</p></blockquote>
<p>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussion">Diskussion</a> um die Impressumspflicht von Internetseiten führte in Deutschland dazu, dass die überwiegende Mehrheit der Blogs schon längst genaue Herausgeberinformationen veröffentlichen. Unter den Top 50 der deutschen Blogcharts etwa findet sich keine einzige Seite, bei der sich der Herausgeber nicht im Handumdrehen eruieren ließe.</p>
<p>Aber dies ist nur ein Detail und gar nicht der zentrale Punkt der Kritik an einer unglücklichen Rede. Denn die zeigt schlicht und ergreifend überdeutlich, dass Interessensvertretungen in der Regel schwerfälliger und starrer agieren als jene Mandanten, die sie eigentlich vertreten sollen. Und so überrascht es wenig, dass als erster Thomas Knüwer einen offenen Brief an Michael Konken verfasste. Der beim Handelsblatt tätige deutsche Journalist betreibt ein gut besuchtes Medienblog und ist selbst das beste Beispiel für die Absurdität von Konkens Argumentation: Qualität als format– oder medieninhärenten Faktor anzusprechen, zeugt von einer seltsamen Gesinnung, für die Knüwer deutliche Worte findet:</p>
<p>Es liegt mir in den Fingern, mal so richtig zu kontern. Von einem Ewiggestrigen Gewerkschaftsheini, der seine Führerbunkermentalität hauptberuflich auch noch an Studenten weitergeben darf an der Uni Vechta und der FH Oldenburg. Über einen, dessen intellektuelles Niveau in Sachen Mediendiskussion tiefer liegt als die Golf GTI in meiner münsterländischen Heimat.</p>
<p>Innerhalb der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogosphaere/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogosphäre">Blogosphäre</a> führte das “feige-Blogger-Zitat” in kürzester Zeit zu zahlreichen Reaktionen: über fünfzig Beiträge in weniger als 10 Tagen bestätigen nachdrücklich, dass Blogger dem Meta-Diskurs genauso wenig aus dem Weg gehen wie einem Impressum. Der Verursacher des Sturms im Blog-Glas allerdings bekräftigte seine Aussagen gegenüber einem Branchenblatt und erklärte, dass es “nichts zu relativieren gäbe”, worauf Blogger ein neues Zeitwort vorschlugen: “konken — aus Angst ablehnen, nicht verstehen (wollen)”. Bei aller Polemik steckt allerdings doch eine eher beängstigende Moral in der Geschichte: Manche Journalisten haben eben doch menschliche Schwächen. Und manche Blogger vielleicht sogar journalistische Stärken. Und Schwächen.</p>
<p><a href="http://www.djv.de/Rede_Michael_Konken.1975.0.html" class="liexternal">Michael Konkens Rede im Volltext</a><br />
<a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1580" class="liexternal">Offener Brief von Thomas Knüwer an Michael Konken</a><br />
<a href="http://www.onlinejournalismus.de/2007/11/09/muell-von-qualitaet-trennen-rede-des-djv-bundesvorsitzenden/" class="liexternal">Liste mit Blogreaktionen</a><br />
<a href="http://www.deutscheblogcharts.com" class="liexternal">Deutsche Blogcharts</a><br />
<a href="http://www.svenscholz.de/index.php/neue-vokabeln-i/" class="liexternal">Sven Scholz: konken als neues Vokabel</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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