In Österreich beherrschte ein Thema die Blogwoche wie kein zweites: denn die Gründen des ÖIR schlug höchste Wellen bis zur FuZo-Titelstory und ist zugleich auch der Grund, weshalb dieses Panoptikum mit einem Tag Verspätung erscheint. Denn aus dem geplanten Softlaunch wurde nix - das überaus vitale Interesse der Community zwang den Vorstand zu raschem Handeln, welches unverzüglich fortgesetzt wird: am kommenden Woche lädt die Modul-Uni Wien zum Barcamp am Kahlenberg, wo wir eine Session über unsere bisherigen Erkenntnisse in punkto Selbst-Ethik halten werden. Aber nun - without much further ado - mit einem Kopfsprung mitten hinein in die Ereignisse der Woche!
Ruhe sein! Hugh Macleod von Gapingvoid hat sein erstes Buch veröffentlicht, es trägt den Titel Ignore Everybody: And 39 Other Keys to Creativity. Ich hab mir meines gerade vorbestellt - und bin gespannt auf die enthaltenen Cartoons:
The first rule of business, is never sell something you love. Otherwise you may as well be selling your children.
Max hat beim Expertenforum (generische Namen mag ich!) gemeinsam mit Meral einen Vortrag über Twitter-Monitoring gehalten - die zugehörige Prezi sollte Brand-Strategen brennend interessieren:
Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist.
Sind künftig nicht bloß Fallout-Spieler in postatomaren Nuklearwüsten. Engadget berichtet über ein flexibles OLED-Display, bezweifelt aber dessen Smoking-Tauglichkeit:
The 4-inch organic electroluminescent display sports up to 1.67 million colors, QVGA (320 x 240) 100ppi resolution, and can be bent to a curvature radius of about 2 inches. Hopefully, this doesn't become a must-have fashion accessory any time soon: while it's perfectly appropriate attire for post-apocalyptic wastelands, we don't know how well it'll fly at the sorts of high society social events we normally frequent.
TechCrunch interviewte Seesmic-Gründer Loic LeMeur - und der charmante Leena Rao gelang es, Loic einige hochspannende News zu entlocken:
According to Le Meur, Seesmic will soon be offering a browser based client. This offering is actually appealing, considering that Adobe’s AIR platform has some strange UI bugs and quirks and tends to use a good amount of resources on computers. And Seesmic will also launch an iPhone app, which is currently under wraps along with the web-based product.
Jeremy Shoemaker schreibt schon lange über Affiliate Marketing - doch seit einem Monat betreibt er ein eigenes Affiliate-Network, und das erste Zwischen-Resümee ist absolut lesenswert; gelauncht wurde das ganze wegen des aktuellen Gratis-Kurses; bin schon neugierig, was sich der Meister da wieder hat einfallen lassen:
Sure I hear you… your thinking "Why the hell would you pay people to sign up for a free course?" It's a great question and I think when the dust settles around the shoemoneyx.com program I will write all about it, why I did what, and what exact effect it had. I do have a method to my madness but it's not as many have guessed. We will see if it works but that is for another post
Der Regular Geek beleuchtet einen wichtigen Aspekt von Twitter - was als Online-Service begann, ist gerade dabei, sich zur fixen Netz-Infrastruktur zu wandeln:
So, why is marketing and economy so important to Twitter becoming infrastructure? Without an economy building on top of Twitter data and functionality, Twitter would just be a toy. With people researching the data that is generated from Twitter, it becomes much more important. In order to monetize the system, they can sell the data, but monetization becomes much easier when you become ubiquitous.
Da hat er recht - und mit dem steigenden Interesse an Echtzeit-Suchmöglichkeiten und den vielen Mash-Ups wird uns das Vögelchen wohl noch eine Weile erhalten bleiben!
Schaut so aus, als hätte Bing in den USA einen überaus erfolgreichen Start hingelegt: TechCrunch berichtet, dass Microsofts neue Suchmaschine die bisherige Nummer zwei bereits überflügelt hat - jetzt stellt sich die Frage: Anfangsinteresse oder Dauertrend?
The company’s analysis for Thursday finds that in the U.S. Bing overtook Yahoo to take second place on 16.28%, with Yahoo Search currently at 10.22%. For the sake of comparison: Google’s U.S. market share is pegged at 71.47%, and its worldwide share at a whopping 87.62% (vs. 5.62% for Bing and 5.13% for Yahoo).
Inhalte seine ganz und gar nicht das wichtigste, sagt Viral Garden. Wer nicht aktiv an der Social Media Sphäre teilnimmt und auf seinen virtuellen Output aufmerksam mache, der ziehe mit guten Inhalten allein noch keine Besucher und vor allem keine diskutierenden Leser an:
Every day I read hundreds of blog posts. And every day, I see dozens of truly GREAT posts that get no comments. Every day I see dozens of pretty good posts that get dozens of comments and have vibrant conversations.
The difference? Most of the bloggers that write those pretty good posts are also pretty good about leaving their blog and interacting with people on OTHER sites. They comment on their reader's blogs. They tweet their links on Twitter. They are ACTIVELY social with social media.
Interessante These... ich würd mal ganz diplomatisch behaupten: beide Seiten der Medaille sind relevant. Nur, dass es gar keine Medaille ist, sondern ein mindestens 99seitiger Würfel
Ich geb's zu: die Entscheidung war unmöglich... sowohl der freifliegende Vogel (freihändig aufgenommen!), A direct path von eyesplash Mikul, als auch die liegende Wölfin im Züricher Zoo von Tambako the Jaguar finde ich sensationell:

Boote sind auch nur Menschen - und zwar ganz schön hinterhältige! Wer schon mal an einer rutschigen Reling gescheitert ist, wird den Schmerz der Protagonisten dieses Clips vollauf teilen können:
Und das war's auch schon mit dem dieswöchigen Panoptikum - danke für Ihre Aufmerksamkeit, bleiben Sie datenschmutz und dem ÖIR gewogen, vergessen Sie nicht darauf, sich selbst zu kontrollieren: dann wird alles gut und wir lesen uns morgen!
Gestern nahm der Österreichischen Internetrat, dessen Generalsekretär ich die Ehre zu sein habe, mit einem Paukenschlag seine Arbeit auf. Von so viel Resonanz in den ersten Stunden waren meine Vorstandskolleginnen - und kollegen ebenso wie ich völlig überrascht - der Buzz und die Flut an Retweets zeigten jedenfalls überdeutlich, dass die Gründung des ÖIR zum richtigen Zeitpunkt erfolgte. Die Mission lautet "Online-Ethik, Freiwillige Selbstkontrolle und Verweiswesen": über eine niederschwelligen Touchpoint möchten wir emanzipierte Medienkonsumenten und noch nicht völlig abgestumpfte Profis in einen intensiven Dialog über Online-Ethik-Verstöße involvieren.
Wir erwarten uns spannende Diskussionen und sind nach der Launch-Phase, die alle unsere Erwartungen übertroffen hat, guter Dinge, dass wir viele Eingaben zu bearbeiten haben werden. Der ÖIR finanziert sich übrigens aus Eigenmitteln (im Wesentlichen Arbeitszeit) des Vorstands und wurde unter der Prämisse gegründet, dass nur freiwillige Selbstethik Schlimmeres (wie beispielsweise eine Total-Fekterung des österreichischen Internet) verhindern kann. Ich freue mich auf die intensive Zusammenarbeit im unserem Team. Das ist der Österreichische Internetrat:
Vorsitzendes Vorstandsduo:
Peter Steinberger, Universität Wien, Medienforscher und Kommunikations-Kompetenz-Berate, Vorsitzender des Moderations- und Schlichtungskomitees
Judith Denkmayr, Social Media Expertin, Bloggerin, Girl Geek, ATV.at Diversifikation & Online, Vorsitzende der Schiedskommision und des Festkomitees
Gremiumsmitglieder:
Jana Herwig, Universität Wien, Medienforscherin und Bloggerin
Michael Kamleitner, Nonsmokingarea, Senior Social Media Guru
Generalsekretär:
Ritchie B. Pettauer, Universität Wien, Lektor, Medienberater und Blogger
Derzeit arbeiten wir an einem neuen Seitendesign und an der Programmierung des Eingabesystems und sind zuversichtlich, dass die Seite bis Anfang nächster Woche voll operational ist. Im Gegensatz zu unseren geschätzten Kollegen vom ÖMR setzen wir statt auf jpg- auf WordPress-Technologie. Außerdem sind Eingaben über Ethikverstöße beim ÖIR - anders als beim ÖIM - völlig gratis zu haben.
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