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Artikel-Schlagworte: „Online-Game“

MMO-Szene: neue Community für Gamer

mmologo1Der Computerspieljournalismus ging in den letzten 10 Jahren schneller den Bach runter als eine Gebirgsforelle zur Paarungszeit, dafür tun sich online immer mehr Longtail-Alternativen auf... nur gut, dass der Niedergang des "bewährten" Printsystems von sovielen engangierten Amateur-Journalisten aufgefangen wird... so gleich sich eben alles aus. Die erwähnte brandneue Community/Newspage widmet sich ganz dem Genre Online-Multiplayer Games und erfreut die LeserInnenherzen mit objektiver und aktueller Berichterstattung: willkommen bei MMOSzene.de.

Als ich noch Teilzeit-Student war und ausreichend Zeit zum Gamblen hatte, gab's so ziemlich kein Singleplayer-Rollenspiel, dessen Endsequenz ich nicht gesehen hab. Von Genre-Schwergewichten wie Ultima Underworld 2, der Might-and-Magic Serie oder Daggerfall - The Elder Scrolls pt. 1 war ich damals extrem angetan, vor einigen Jahren hab ich dann das Gamblen zugunsten von Coden, Video-Editing und Bloggen irgendwann aufgegeben... bis zu jenem schicksalsschweren Tag anno domini 2007, als ich mir dachte: ich kann unmöglich bei fatfoogoo mein Marketing-Unwesen treiben und Multiplayer RPGs nur aus zweiter Hand kennen. Seitdem durchstreift Nachtelfen-Hexenmeister Noxukao Azeroth am Frostmourne-Server - zwar casual und erst bei Level 30 angelangt, aber äußerst aufschlussreich: in punkto Komplexität setzen die Multiplayer-Rollenspiele neue Standards.

Und weil, ganz wie im richtigen Leben, Informationsvorsprung häufig den entscheidenden Vorteil bietet, machen sich so gut wie alle Spieler im Internet über die beste Ausrüstung, Kampfstrategien und Co. schlau - ganz zu schweigen von Patches, die immer wieder kleinere und größere Details von Gameplay und Balancings verändern. Genau diese essentiellen Infos für Gamer bietet die MMOSzene.

mmoszene

Wenn Druckerpressen versagen

Anno Domini Prä-Internet waren mal Computerzeitschriften die Primärquelle für Game-Infos. Aus professionellem Interesse hab ich in den letzten Monaten immer wieder mal die größeren deutschsprachigen Titel gelesen und war schockiert über den Abstieg eines Genres: die "Werbekooperationen" zwischen Publishern und Redaktionen sind mittlerweile so weit gediehen, dass negative Bewertungen so gut wie ausgestorben sind. Grade mal irgendwelche Exoten mit Viertelseiten-Testbericht bekommen unter 70 Punkte, der Großteil der Inhalte sind Previews, die wenigen ausführlichen Tests gleichen Pressetexten. Schad' ums Geld - ein Kollege der schreibenden Zunft bestätigte übrigens unlängst diverse Anekdoten von nach oben korrigierten Wertungen ("Die haben doch noch eine Doppelseite bei uns gebucht" und Co.) Aber zum Glück gibt's ja das Internet, und der gemeine Longtailer wird bis dato noch nicht bestochen mit Werbe-Angeboten zur Kooperation überredet.

News, Tutorials und Video-Podcast

Im Fokus der MMOSzene stehen World of Warcraft, Age of Conan und Lord of the Ring. News, Guides, Downloads und Forum sind in Full Effect, die geplante Radioshow und ein Video-Podcast werden in Kürze starten. Als besonderes Zuckerl bieten die Betreiber allen Gilden eine gratis Teamspeak Channel. Webmaster Joe und Patrick haben ganz Arbeit geleistet - und für die nähere Zukunft noch einiges vor. Wer auf objektive Berichterstattung Bock hat, sollte der Seite definitiv einen Besuch abstatten.

PS: seit gestern bin ich nur mehr 8 Levels von einem WoW-Reittier entfernt... wobei das Leveln anständig nervt, eigentlich will ich ja nur PvP machen. Gute Idee, dass Blizzard demnächst einen dedizierten Arena-Server einführt, indem jeder mit Level 70 beginnt und alle epischen Ausrüstungsgegenstände frei verfügbar sind. Sozusagen Hardcore Duels in 3D...

Was konvergiert wie? Von Spielfilmen und Filmspielen.

Gestern war ich in der Berliner Oranienburgerstraße zu Gast bei TrendONE: die deutsche Agentur, die sich auf die Beforschung von Mikrotrends spezialisiert, veranstaltete einen Workshop, der sich der Verschmelzung zweier popkultureller Genres widmete: Spiele - oder allgemeiner ausgedrückt "virtuelle Welten" - und Filme rücken immer näher zusammen.

Martin und ich hatten Norbert, Analyst bei TrendONE, am Wiener Barcamp im Jänner kennen gelernt. Er lud uns zu besagtem Workshop ein - denn bei fatfoogoo haben wir natürlich permanent mit dem Themen "Valorisierung virtueller Environments" und "Trend im Multiplayer Gaming" zu tun. Dank Tragflächenvereisung in Schwechat und extralanger Wartezeit aufs Gepäck hab ich die ersten Keynote Speech versäumt, der Rest des Vormittags gestaltete sich dafür umso intensiver. Mein persönliches Highlight: André Sonders von IGA (Dynamic ingame Advertising) sprach über dynamische, in Spiele-Environments eingeblendete Werbung. Dass Geotargetting bis auf PLZ-Ebene aufgrund der IP-Adressen kein Problem darstellt, war mir bekannt - völlig neu allerdings die Modalitäten des Abrechnungsmodells: bezahlt wird auf TKP-Basis mittels eines sehr elaborierten Measurement-Modells: die Werbefläche muss einen bestimmten Prozentsatz des Screens einnehmen, der Blickwinkel muss stimmen und die minimale Betrachtungszeit ist ebenfalls definiert. Erst wenn alle Parameter erfüllt sind, wird das Äquivalent zum Pageview generiert, die Auslieferung erfolgt via Adserver - mit anderen Worten: das System erlaubt mehr Kontrolle traditionelle Systeme, die Grafik der jpegs wird dynamisch angepasst (wenn's im Spiel regnet, schaut auch die Plakatwand entsprechend nass aus etc.) Molto impressivo! Wird höchste Zeit, dass ich anfange, in Unreal & Co. Werbung für ds zu schalten :-)

Außerdem gab's lehrreiche Vorträge über gelungenes Virtual Marketing, Stichwort "augmented reality": ich würd auch mal gern ungefragt eine Pizza samt USB-Stick geliefert bekommen, die mich in ein spannendes Viral-Spiel reinzieht. Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des Brainstormings: in zwei Kleingruppen versuchten wir, auf einem "Zeittrichter" mögliche positive und weniger wünschenswerte Entwicklungen der kommenden 15 Jahre zu verorten - vom ersten durch augmented reality verursachen bis zu individualisierten, interaktiven Filmen und 3D-Kinos - Holodecks werden wohl leider noch ein Weilchen länger brauchen. Andererseits benutzen EiPod'ler vermutlich in einigen Jährchen Geräte mit so leistungsfähigen Festplatten, dass ein einziges Leben nicht mal ausreicht, um alle darauf gespeicherten Filme anzugucken... Dieses Beispiel stammte übrigens von Professor Clemens Cap, den ich auf einer Konferenz in Wien vor einigen Monaten kennen gelernt habe und heute unerwartet wieder traf: der von ihm initiierte Workshop Digitale Soziale Netze nimmt immer konkretere Formen ein, ich werd ein Paper zum Thema "Was ist neu an Social Networks?" einreichen, wird ein Pflichttermin für alle Web-Akademiker - mehr dazu in Kürze!

Die abschließende Gesamtdiskussion zeigte dann nochmals sehr deutlich, dass die Konvergenz von Games und Filmen keine Zukunftsmusik, sondern die Entwicklung in vollem Gange ist. Die Technologie macht rasend schnelle Schritte, offen bleibt indes die Frage, ob nicht die eigentliche Leistungs des Mediums Film - quasi in Abgrenzung zu Spielen - gerade in der passiven Konsumation liegt. Generalaussagen sollte man hier tunlichst vermeiden - wie sehr interaktive Elemente in Frage kommen, hängt stark von Thematik und Zielgruppe ab. Doch bis zum nächsten Fußball-Großereignis wird sich's mit den 3D Screens wohl nicht ganz ausgehen - aber vielleicht gibt's demnächst schon die Uhr von Intels Roadmap, die ein Leben lang jedes einzelne Wort aufzeichnet. Abgesehen von den weitreichenden rechtlichen Folgen wären wir Männer dann endlich in der Lage, uns auch dran zu erinnern, was wir vor 10 Jahren - oder vorgestern - eigentlich wirklich gesagt haben.

Cooler Nebeneffekt des Workshops: ich krieg ein Beta-Login für Twinity, die gerade in Entstehung befindliche 3D Welt aus Deutschland. Im Gegensatz zum leicht absehbaren SL-Flop stecken in Twinity viele innovative Ansätze: elaborierte Gesichtsmodellierung, virtuelle Wohnung und eine äußerst detailreiche Grafik warten auf die zukünftigen Bewohner der virtuellen Welt - mehr Info gibt's zum Launch der Public Beta, die voraussichtlich in Q2/2008 erfolgen wird; der Client wird übrigens gratis verfügbar sein.

Fazit: danke für die Einladung - war für mich ein sehr lehrreicher und spannender Tag, jederzeit gerne wieder. Aber jetzt ist (sozusagen als Ausgleich zum leckeren gesunden Veggie Mittagessen) erstmal eine Berliner Currywurst und dann ein Berlinale-Ausflug angesagt!

Duels: Beugt euch meiner Schwerthand, Sissies!

"Do it for the recruits, do it for me or do it for the glory." Wer bereits ein erstes Leben hat und wenig Zeit, in virtuellen Welten wie WoW Ruhm und Ehre zu sammeln, dem könnte Duels gefallen: das Browserbasierte Online-Spiel mischt Rollenspielelemente mit simplem Duellsystem. Vor der Vielfalt an Ausrüstungsgegenständen und der gut durchdachten Benutzerführung muss indes gewarnt werden: Duels hat hohes "Nebenbei-Suchtpotential". Mein unverwüstlicher Dirt Dawg erwartet eure Herausforderungen!

dirtdawg

Auf das Spiel gestoßen bin ich bei Robert - bis ich gegen seinen massiv gerüsteten Level 11 Roboborg antreten kann, muss ich allerdings noch den einen oder anderen Trainingskampf absolvieren. Wer mit Rollenspielen etwas anfangen kann, wird sich sofort heimisch fühlen. Zwar stehen nicht Story und Aufträge im Vordergrund, sondern die Player vs. Player Fights in der Arena - das simple Questsystem dient eher dazu, Neulingen ein paar Extra-Erfahrungspunkte zu verschaffen. Die Betreiber haben nicht unbedingt mit dem rasanten Erfolg ihres Spiel gerechnet - und so sind die Server immer wieder mal leicht überlastet (Was datenschmutz-Lesern bekannt vorkommen dürfte - aber ich bin gerade mitten im Umzug auf den neuen Root-Server!). Das macht die Bedienung stellenweise ein wenig zähflüssig, noch dazu finden die Updates zu US-amerikanisch nachtschlafener Zeit statt. Mit anderen Worten: untertags häufen sich die Downtimes.

Gut gerüstet in den Kampf

Nach der Registrierung wird der zukünftige Recke erst einmal optisch an die eigenen Präferenzen angepasst. Die Ausrüstung beschränkt sich vorerst auf Lendenschurz und Messer. Mit Übungskämpfen (Skirmishes) und Duellen (Challenges) verdient sich der Spieler Gold, Erfahrungspunkte und "Tokens" - die drei Währungen des Spiels. Ersteres wird benötigt, um im Shop bessere Ausrüstung zu kaufen, zweitere braucht man für den Levelaufstieg und steigende Charakterwerte, und die Tokens dienen dazu, Überraschungs-Pakete zu erwerben, die neben spezielle Gegenständen auch Zaubersprüche enthalten.

austeilen

Obwohl der Einstieg leicht fällt, liegt Duels eine komplexe Spielmechanik zugrunde, und Gold ist bei weitem nicht alles: so bedingt der momentane Level die verwendbaren Waffen und Rüstungen - um das schöne neue Schwert benutzen zu können, muss man erst mal kräftig dazu genug sein. Zaubersprüche haben gravierenden Einfluss auf das ansonsten eher simple Kampfsystem. Gegen Gegner, die mehr als einen Level stärker sind als die eigenen Spielfigur, hat man in der Regel dennoch kaum eine Chance.

Diverse Community-Features und ein gut besuchtes Forum sowie die Möglichkeiten, Allianzen und Feindschaften zu deklarieren, runden das Spiel ab. Die Kämpfe sind selbstablaufend und können entweder als Flash-Animation oder, wie in guten alten Dungeons-and-Dragons C64-Zeiten, als Text-Messages mitverfolgt werden. Bisher verzichten die Betreiber netterweise darauf, den Handel mit den virtuellen Ausrüstungsgegenständen an die reale Wirtschaft zu koppeln, sprich: Spielgold bleibt Spielgold, Registrierung und Teilnahme sind völlig gratis.

Der beste Tipp ever

Da das ganze Spiel keine Flash-Applikation ist, sondern tatsächlich im Browser läuft, lässt sich jeder Link ohne weiteres in einem neuen Fenster öffnen. Also einfach in die Übersichtsliste gehen, fünf bis fünfzehn Duellanten auswählen und jeden Kampf in einem neuen Fenster beginnen lassen - dann klappt's mit dem Hochleveln wesentlich flotter. Achtung: Verkäufe und Käufe sollte man nur tätigen, wenn ein einziges Fenster offen ist, sonst kommt die Applikation durcheinander. Diese Erkenntmis hat mich 45 Tokens gekostet, dafür spart sie euch locker einige Stunden beim Hochleveln. Also viel Spaß mit dem Web 2.0igsten Online-RPG aller Zeiten!

Xchar – Social Network für Gamer

xcharAlle haben ihre eigenen Social Networks im Netz: Business-Adepten und Personalrecruiter, Schüler, Studenten, Pensionisten, Modellbauer... höchste Zeit also für eine dediziertes Gamer-Netzwerk mit innovativen Ansätzen. Da kommt Xchar gerade recht, denn darauf hat die Zielgruppe gewartet: lern' doch endlich mal die Spieler hinter den Nicks kennen!

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Onlinespiele en masse

Großteils Online- sowie einige ausgewählte Downloadspiele findet der Abwechslung suchende Zocker auf Onlinespiele-1.de. Mehrere hundert Kandidaten von hervorragender bis durchwachsener Qualität warten darauf, getestet zu werden.
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Desktop Tower Defense: datenschmutz.Challenge

Desktop Tower DefenseDesktop Tower Defense lautet der harmlos klingende Name des neuesten Flash-Zeitfressers. Was als Zwischendurch-Klickerei beginnt, artet dank des simplen, aber fesselnden Spielprinzips sofort in Ehrgeiz aus. Die reizvolle Mischung aus Zeitmanagment, Budgetverwaltung und Strategie dürfte wohl schon so manche Arbeitsstunde vernichtet haben... file under: Computergame-Forschung.

mapDie Spielmechanik lässt sich im Nu erlernen: der Spiel baut auf dem Spielfeld verschiedene Verteidigungstürme, die Angreifer versuchen, von der einen Seite des Spielfelds auf die andere zu gelangen. Ist die Verteidigung ausreichend gestärkt, so werden alle Angreifer abgeschossen - für jeden "Creep", der sein Ziel erreicht, verliert der Spieler ein Leben, für jeden abgeschossenen Eindringling gibt's Geld für neue Türme oder Upgrades der bestehenden Verteidigungsanlagen. Schnell artet das Spielfeld zum einem Labyrinth aus, auf das Minotaurus stolz gewesen wäre. Grandios austariert: die Mischung aus Hektik und entspannter Betrachtung des eigenen Werks. Zu Anfang empfiehlt sich "easy", auf der Schwierigkeitsstufe "hard" hat man ordentlich zu tun.

datenschmutz Competition: Microstern-Album zu gewinnen

Fein gelöst: anstatt sich zu registrieren, wird man nach Erreichen des Highscores nach seinem Nickname und dann optional nach einem eindeutigen Gruppennamen gefragt, bei erstmaliger Eingabe wird die betreffende Gruppe angelegt - so sind interne Competitions leicht möglich. Meine Gruppe heißt - Überraschung! - datenschmutz, mein Nick ist ritchie. Und wer's bis Dienstag, 29. Mai, 24:00 Uhr, schafft, in der Schwierigkeitsstufe "Medium" in der Gruppe datenschmutz einen höheren Score als ritchie zu erspielen, der oder die bekommt das grandiose Downtempo-Breakbeat Album The Mechanical Bird von Microstern zugeschickt.

ACHTUNG: die Highscorelisten sind nach Schwierigkeit getrennt. Die Competition gilt für die Stufe "Medium" - einfach nach dem Spielen den Gruppennamen und anschließend den Nick eingeben.

Und für alle, die ein wenig Starthilfe brauchen, gibt's auf youtube mittlerweile bereits etliche instruktive Videos - hier die beliebte Maze-Strategie im Schnellverfahren. [via Neatorama]

YouTube Preview Image

Die Barablöse von Gewinnen und der Rechtsweg sind ausgeschlossen. Im Zweifelsfall entscheidet das heilige Gutdünken, sollte mehr als 1 Teilnehmer einen höheren Score haben als ich, bekommt nur der höchtsplatzierte Spieler die CD. Potentielle Siegertypen müssen sich hier im Kommentarthread zu Wort melden.