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Artikel-Schlagworte: „online.marketing“

Contaxe Start auf 9. Juli verschoben

Heute wollt ich mich mal in meinen Contaxe Affiliate Account einloggen und testweise ein, zwei Banner schalten. Aber daraus wurde nix: das Schweizer Werbenetzwerk geht nicht wie geplant heute, sondern doch erst am 9. Juli vollumfänglich online.

War am 16. Juni noch von einem vorgezogenen Start die Rede, so dürfte wohl doch noch so einiges dazwischen gekommen sein:

Contaxe - das neue Affiliate-Netzwerk wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vor dem 1. Juli an den Markt gehen. Die Anzahl der bisherigen Voranmeldungen aller Teilnehmer - Affiliates, Merchant sowie Agenturen - ermöglicht den operativen Beginn der Werbeplattform zu einem früheren Zeitpunkt als ursprünglich erwartet.

Daraus wurde nix; mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit soll's am 9. Juli allerdings definitiv soweit sein:

Es gibt Neuigkeiten von Contaxe: Wir haben nach unserer Ankündigung vor 14 Tagen - den Start von Contaxe vorzuziehen - nochmals einen Schub an Merchant- und Agenturanmeldungen und damit soviele Mengen an Werbemittel erhalten, dass wir dies alles bis heute nicht implementieren konnten. Wir hatten die Überlegung dennoch sofort starten mit einem (bereits jetzt schon ausreichenden) Teil der Werbung oder - wir reden hier von einer außerordentlich hohen Mehranzahl an Werbemitteln - alles komplett von Beginn an zu präsentieren. Nach reiflicher Überlegung und nach Rücksprache mit einigen von Ihnen, die sich bei Contaxe angemeldet haben, haben wir uns dazu entschieden, den Contaxe-Start um eine Woche auf Montag, den 9. Juli zu verschieben - dieser Termin steht definitiv, da wir einen weiteren zeitlichen Spielraum mit eingerechnet haben. Wir betrachten es als fairer, wenn allen die Teilnahme gleich von Beginn an möglich ist.

Also mit mir hat keiner Rücksprache gehalten :-) Verstehen kann ich die Argumentation von Contaxe indes nicht: die Werber stellen ihr Banner doch selbst ein, was gibt's da groß zu "implementieren"? Und wie stellt sich Contaxe den laufenden Betrieb so vor? Ich nehm doch mal stark an, dass eine auch nach dem 9. Juli noch neue Werbemittel hinzugefügt werden können und sich das Portfolio im Lauf der Zeit vergrößert wird. Naja, so hat halt jeder seine eigenen Vorstellungen von Fairness... mal sehen, ob wir am 9. Juli genaueres erfahren.

Ich kann nur wiederholen, was ich schon mal über Contaxe geschrieben hab: ein bisschen Konkurrenz für Google kann allen nur recht sein. Genaueres wissen skeptische Online-Publisher nach vielen Enttäuschungen mit diversen Werbepartnern effektiv allerdings frühestens nach der ersten Auszahlung. Bis zum 9. Juli jedenfalls scheint wohl auch noch der "lebenslänglich"-Deal zu gelten: wer Neunanmeldungen vermittelt, schneidet mit, solange die Accounts bestehen.

Werden Textanzeigen zukünftig im Content versteckt?

Google will in Zukunft verstärkt gegen Linkkauf vorgehen. Wie man's auch dreht und wendet: auf mittelfristige Sicht werden allzu offensichtlich vermietete Links ein Problem für Webmaster darstellen, was wiederum eine Existenzbedrohung des Businessmodells von Linkhändlern darstellt.

Text-Link-Ads hält seit Gründung der Firma ziemlich erfolgreich die technologische Führungsposition beim Thema "Linkmiete und WordPress": bereits seit der vorletzten Version des Plugins können "sponsored Links" an einzelne Postings angehängt werden, Linklift bearbeitet den Linkmiet-Markt im deutschsprachigen Bereich ebenfalls recht erfolgreich. Vermietete "interne Links" als "verstecktes" Werbeformat haben zweifellos Zukunft. Das, was erfahrene SEOs schon eine ganze Weile tun - nämlich Keywords und -phrases im Content-Kontext zu verlinken - in ein Businessmodell zu verwandeln, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Der Webmaster könnte ja ebenso wie derzeit jeden Link einzeln erlauben oder ablehnen.

Interessant wäre in diesem Zusammenhang die werberechtliche Konsequenz nach europäischer Gesetzeslage: Medienunternehmen sind an sich verpflichtet, Werbung als solche zu kennzeichnen. Das hält zwar öffentlich-rechtliche Fernsehsender (vor allem in Österreich) auch nicht von exzessivem Product Placement ab, führt aber zu dem winzigen Sätzlein "Dies ist eine bezahlte Anzeige" neben Zeitungseischaltungen, die eigentlich den Eindruck erwecken möchten, redaktionelle Beiträge zu sein. Ob ein Hyperlink auf einem Wort, das ohnehin im normalen Lauftext steht, im Sinne des Gesetzes überhaupt als Werbung zu bezeichnen wäre, ist in diesem Kontext allerdings eine spannende Frage. Zweitens sind Blogger (bzw. Webseitenbetreiber) nun mal keine Journalisten und auch keine Medienbetriebe. Und drittens lassen sich die Links ja nicht bloß für Suchmaschinen nicht von normalen Verweisen unterscheiden.

Christian Schagen von Linklift im Interview

Ranking Concept hat ein Interview mit Christian Schagen geführt: der Geschäftsführer von Linklift bezieht ebenfalls zum Google-Verbot Stellung:

Google hat schon immer davon abgeraten mit Links zu handeln und geht mit der Möglichkeit Linkkauf und -verkauf in den Webmaster Tools zu melden nun noch einen Schritt weiter. Was für Auswirkungen hat das auf Linklift und seht ihr euer Geschäftsmodell in Gefahr?

Schagen: Zuerst einmal möchte ich meinen Unmut über diese Entscheidung der besagten Suchmaschine ausdrücken. Der Kauf und Verkauf von Textlinks ist nach wie vor eine sehr weit verbreitete Praxis. Denn Textlinks bestechen als effizientes Werbemittel auch ganz ohne dass man die Suchmaschinen im Visier hat.
[...]
Als Konsequenz für einen Webmaster kann daraus schließen, dass die Art und der Umfang der bezahlten Links eine zunehmend wichtige Rolle spielen. Aus diesem Grund empfehlen wir Webmastern schon seit langem,
a) als Werber nur Webseiten anzunehmen, die wirklich starken Content vorweisen können, welcher den Nutzern Usern erheblichen Wert stiftet.
b) als Werber nur Webseiten anzunehmen, die wirklich themenrelavant sind und dem eigenen Nutzer Wert stiften.
c) sich in der Anzahl der vermarkteten Links zurückzuhalten und auf ein gesundes Verhältnis achten: Eine qualitativ hochwertige Webseite, mit tausenden von Dokumenten, tausenden von eingehenden Links und auch tausenden von ausgehenden Links fügt mit drei, vier oder fünf verkauften Links dem Internet sicherlich keinen Schaden zu.

Vor allem der letzten Aussage würde ich auf jeden Fall zustimmen, allerdings nur dann, wenn Google nicht "bemerkt", dass es sich um verkaufte Links handelt. Insofern ist die Weiterentwicklung des Marktes in Richtung "Linkverstecken" eine konsequente Präventivreaktion auf allfällige Strafmaßnahmen: werden gemietete Links in Texte gesetzt, so wird's für jede Suchmaschine völlig unmöglich, die "bösen", verkauften Links zu erkennen. Letztendlich funktionieren viele Kataloge und Verzeichnisse auf der derselben Basis - siehe etwa Wikifox.

AuctionAds – hohe Conversion mit bebilderten Ads

auctionadsAuctionAds funktioniert genau wie gewohnte Affiliate Programme: Seitenbetreiber registrieren sich und bauen einen Codeschnippsel in ihre Seite ein, der zukünftig kontextsensitive Werbeanzeigen einblendet. Der neueste Streich im Affiliate-Reigen zeichnet sich allerdings durch einige Besonderheiten aus und eignet sich möglicherweise sogar als Ersatz für Google Ads. Der Slogan "increase the bid on your site's income" scheint jedenfalls durchwegs berechtigt zu sein - so man zufällig in den USA wohnt.

Hintergrund zu AuctionAds

In der Affiliate-Marketing Szene ist Jeremy Shoemaker hinlänglich bekannt - vor allem unter seinem Pseudonym Shoemoney. Am gleichnamigen Blog gibt's immer wieder Insider-Stories aus der us-amerikanischen Affiliate-Szene zu lesen. Über dem großen Teich geht die kommerzielle Post ganz anders ab als hier in Europa. Das mag mit einer verstärkten Goldgräberstimmung und mit dem klassischen vom Tellerwäscher-zum-Millionär Mythos zu tun haben, führt in jedem Fall allerdings zu wesentlich affirmativerem Umgang mit dem Thema Blog-Vermarktung. Jeremy stand zwar nie beruflich vor dem Waschbecken, der frühere Vertreter allerdings scheffelt seit Jahre hunderttausende Dollar im Netz - ohne Illegalitäten, Pornographie oder Abzocke. Wenn jemand eine Ahnung von Arbitrage Marketing hat, dann er. Dementsprechend groß waren die Erwartungen, als er sein neues Produkt ankündigte.

Der Clou: gestaffelte Provisionen

Warum kann AuctionAds genauso viel auszahlen, wie man als Publisher direkt bekommen würde und trotzdem selbst dabei verdienen? Das liegt an der Vergütungsstruktur des eBay-Partnerprogramms, denn die ist gestaffelt: je mehr Conversion man generiert, desto höher der ausgezahlte Prozentsatz. AuctionAds tritt gegenüber eBay als einzelner Account mit hohem Volumen auf und erreicht daher viel leichter eine hohe Provisionsstufe als ein einzelner Publisher. Die resultierende Differenz stellt sozusagen den abschöpfbaren Gewinn dar.

Wie funktioniert das AuctionAd-System?

Antwort von Radio Eriwan: im Prinzip ganz simpel. Aber in der Tat - selbst der manuelle Einbau (für Infos zum WordPress-Plugin siehe unten) ist in zehn Minuten erledigt. Nach der Registrierung auf der Seite legt man die entsprechenden Channels (Werbeplätze) an und generiert anschließend einen oder mehrere Codes zum Einbau. Alle gängigen Bannerformate sind in der Auswahl enthalten, die Farben lassen sich frei anpassen. Essentiell sind die Keywords, die man in diesem Schritt wählt: sie entscheiden über die thematische Ausrichtung der Anzeigen.

Wie der Name durchaus nahelegt, geht's hier ausschließlich um Anzeigen zu Online-Auktionen, die aktuelle auf Ebay laufen. Die größte FischVersteigerungshalle der Welt bietet natürlich eine riesige Auswahl an Auktionen aus allen Bereichen: von der seltenen rare-groove LP bis zum gut erhaltenen Opel Manta. In dem Wissen, dass visuelle Stimuli die Clickrate ganz beträchtlich erhöhen, besteht jede Anzeige aus Textlink, aktuellem Mindestpreis und einem Thumbnail-Bildchen. Bezahlt wird nicht pro Click, sondern pro erfolgreich vermitteltem Kauf - schlägt der Anzeigenleser auf eBay zu, registriert sich auf eBay oder/und ersteigert den Gegenstand seines Begehrens, so wird der Publisher finanziell beteiligt, und zwar nach folgendem Muser:

When your site's visitors click on an Auction Ad listing and take an action on eBay you earn cash. Actions are defined as a Winning Bid, a Buy-it-Now or a confirmed user registration. AuctionAds is committed to paying out a minimum of 100% of eBay commission revenue. See eBay's affiliate program for details on the payout.

Auction Ads zahlt also mindestens so viel wie das hauseigene eBay Programm - da dürfte jemand wohl gute Prozentsätze verhandelt haben, denn die Betreiber des Netzwerks werden sicherlich nicht verhungern. Die bisherige Wachstumsrate kann sich sehen lassen: 17.000 Mitglieder registrierten sich in den ersten drei Monaten und erhielten bislang eine halbe Million Dollar an Provisionszahlungen. Nähere geo-spezifische aufbereitete Details erklärt der Maestro persönlich in seiner Videopräsentation:

YouTube Preview Image

Komfortables WordPress Plugin

Als langjähriger Blogger kennt der CEO von AuctionAds die Bedürfnisse von Blogautoren. Die von osCandy entwickelte Software basiert auf Jeremy's Spec-Vorgaben und bietet im Gegensatz zu üblichen Quick-and-Dirty Plugins einen echten Mehrwert gegenüber der händischen Template-Pfriemelei:

  • Content can be included in either above, below or within the content.
  • A keyword text box is provided within the content editor, this allows unique keywords to be used for individual blog posts; this eases the need to create new ads each time.
  • Keywords can be stored for future use. Just select pre-used keywords from the drop down menu and insert the comma or semicolon, done in a matter of seconds.
  • Only displays ads to posts that keywords have been added to.

Kurz gesagt: das Plugin ermöglicht Keyword-Sets pro Artikel und den direkten Einbau der Ads in den Contentbereich. Die Amerikaner kennen da eben keine Scheu; zumindest hab ich noch auf keinem englischsprachigen Alphablog seitenlange Diskussionen darüber gelesen, ob die Kommerzialisierung von Weblogs denn überhaupt moralisch vertretbar ist.
Plugin-Download

Meine Erfahrungen mit AuctionAds

Ich hab AuctionAds seit gut vier Woche laufen; die Anzeigen werden im Wechsel mit anderen Affiliate-Programmen eingeblendet. Insgesamt bekamen die Ads rund 20.000 PIs im Zeitraum von einem Monat. Zur Online-Applikation selbst kann ich nur sagen, dass hier erfahrene Profis am Werk waren: die Bedienung geht flott von der Hand, der Einbau war, wie oben bereits erwähnt, mit keinerlei Problemen behaftet.

auctionadsSehr gut gelungen ist auch die Auswertung, mit der man die Performance seiner Channels im Auge behält. Das Verhältnis von Pageimpressions zu Clicks ist für eine Anzeige in Bannerform, die noch dazu recht weit weg vom Hauptcontent positioniert ist, ausgesprochen akzeptabel. Verdient habe ich in diesem Zeitraum mit AuctionAds allerdings EUR 0,26 - und das trotz der erstaunlich hohen Clickrate. Das liegt daran, dass AA sich bisher ausschließlich an den amerikanischen Markt richtet: wer auf den Ad klickt, gelangt nicht direkt zur betreffenden Auktion, sondern zur landesspezifischen eBay-Seite mit voreingestellter Suche der Keywords der jeweiligen Anzeige. Der User sieht also zum Beispiel, dass ein vergoldeter USB-Zigarettenanzünder um 2 Dollar zu haben wäre, klickt auf die Anzeige zum kommt zur eBay-Österreich Suche nach "Hardware Musik Gadgets". Das macht die AuctionAds weitgehend obsolet für Non-US Einwohner.

Die Frage, warum ich die Ads immer noch laufen habe, scheint bei diesem Resutat berechtigt. Es ging und geht mir dabei primär um das Testen einer innovativen Werbeform, die auf der Klick-Raten-Seite offensichtlich funktioniert, und da eBay ja ohnehin in den meisten Ländern verfügbar ist, kann es wohl nur ein kleiner Schritt zu einer Lokalisierung des Service sein. Daher vermute ich stark, dass Jeremy recht bald eine Option zur Auswahl des gewünschten eBay-Landes nachrüsten wird. Falls nicht, werden die AuctionAds am datenschmutz Blog jedenfalls bald wieder pausieren. Der CTR-Indikator zeigt im Vergleich zu anderen Werbeformen allerdings deutlich die Überlegenheit visueller Botschaften vor reinen Textanzeigen. Das offizielle Statement zum Thema Internationalisierung lautet wie folgt:

AuctionAds currently supports traffic from all countries in which eBay has a presence. Ad units currently only display ads in English, but all click traffic is geotargeted to the visitors country.
To clarify: at this time no ads are displayed from other countries' eBay sites. When a non-US visitor clicks an ad, they are taken to a search page of items from the same keywords. As ad impression volume builds from specific countries, we will consider adding local ad display. Our statistics and testing shows that this converts extremely well for international users.

Naja... "extremely well" ist wohl ein Euphemismus; und baldige "echte" Internationalisierung tut Not.

Tu felix Austria

Wir Österreicher sind beim Affiliate-Marketing dank der Sprachverwandtschaft mit Deutschland ja immer benachteiligt, wenn's um Produkte geht, die nur für das Alpenland relevant sind: wie etwa Mobilfunkprodukt einheimischer Anbieter. Ich hab hier auf datenschmutz rund 92% deutsche Leser, 5% Österreicher und einige Schweizer; große Systeme wie Adwords (die hier nicht laufen!) zeigen ohnehin die nach IP zugeteilten landesspezifischen Werbungen an; für kleinere Web 2.0 Start-Ups ist's nicht einfach, hier mitzuhalten. Generell würde ich meinen, dass im Bereich Affiliate-Marketing das Thema "Lokalisierung" von zunehmender Bedeutung ist - Bidvertizer bietet bereits länderspezifische Anzeigen an. Aber so geht's einem eben, wenn man im Nischenmarkt eines weltumspannenden Netzes seinen Stand aufbaut! :mrgreen:

Meinungen zu AuctionAds

In Blogistan gibt's bereits einiges an Feedback: Max findet auch, dass AuctionAds Potential hat, JohnTP hat ein paar Tipps, und SEOfm hat den Maestro interviewed.

Update: Hauke hat ein Plugin geschrieben, das automatisch alle eBay-Links durchsucht:

Der AuctionAdder durchsucht die Posts und Kommentare deines Wordpress Blogs nach URLS welche auf eBay verweisen und ergänzt diese durch deinen persöhnlichen AuctionAds Code.

Adsix-Test: 5.000 Banner-Impressions für 10 Euro

5. Juni 2007 3:00bis15. Juni 2007 3:00

Kurz nach dem Start hab ich mich mal bei Adsix registriert. Auf der Plattform kann man Werbeflächen in On- und Offline Medien holländisch oder englisch versteigern - Preis und Dauer der Auktion sowie alle Parameter wie Bannergröße, Einblendungen etc. bestimmt der Verkäufer.

Meine erste Auktion ging nach 5 Tagen unglamourös und ohne Angebot zu Ende, da waren allerdings auch noch kaum User an Bord. Bin gespannt, ob das System mittlerweile ins Laufen gekommen ist; ich hab testweise mal wieder eine neue Auktion online gestellt, sie läuft 10 Tage lang und es gibt 5.000 PI's für einen 468x60er Banner, der im Header des Blogs geschalten wird. Alle Details sind auf der Versteigerungsseite gelistet - hier geht's

zur Auktion

 

PS: Für mich fühlt sich Adsix irgendwie sehr un-webzweinullig an. Kein Ajax, ein sehr buchhalterisches Design und nicht mal ein Affiliate Program - da wäre einiges zu verbessern, obwohl ich die Idee ja wirklich nicht schlecht finde. Aber tendenziell glaube ich kaum daran, dass sich ein Käufer findet, und dies trotz Okkasionspreis - während zum Beispiel Linklift aufgrund der Größe des Marktplatzes bereits sehr gut funktioniert, scheint Adsix nicht so richtig von der Stelle zu kommen.

Mehr Background zur Plattform: das Besserwerberblog hat im März mit Geschäftsführer Ralph Kissner ein Interview geführt:

Wir möchten vor Allem deshalb reichweitenschwache Websites gewinnen, weil deren Nutzer häufig aus einer sehr speziellen Zielgruppe besteht. Außerdem haben diese Websites nur sehr schwer die Möglichkeit ihre Werbeplätze zu vermarkten. AdSix sieht sich hierbei als "Robin Hood" der reichweitenschwachen Websites. Dies kann durchaus auch für Blogger interessant sein. Daneben verstehen wir uns aber durchaus als Vermarktungsplattform für jede Art von Werbeplätzen und als Alternative zu anderen Vertriebs- bzw. Aquisewegen.

Dem Interview-Blog gab Robin ebenfalls Auskunft:

Mit AdSix soll ein äußerst effektiver und günstiger Vertriebskanal für Anzeigenrestplätze geschaffen werden. Gerade die hohen Transaktionskosten schrecken viele Medienanbieter ab, ihre Werberestplätze zu vermarkten. Dieses Problem soll mit AdSix gelöst werden.

Fotohandy nutzen: Rassismus streichen

Rassismus streichenBetonflächen auf Augenhöhe sind die Pinwände des urbanen Raums. Doch während Altnazis und Unverbesserliche ihre Hakenkreuze im Eigenheim ungestört drapieren können, haben rassistische Schmierereien im öffentlichen Raum wahrlich nichts verloren - man leistet sich sonst eh kaum zivilisatorischen Luxus. Eine Kombination aus Fotohandies und Blog soll die Stadt Wien an ihre diesbezügliche Bringschuld erinnern und nutzt für die Kampagne Web 2.0 Services auf schlaue Art und Weise.

Ins Leben gerufen wurde die Aktion von SOS Mitmensch, Technologiepartner ist Twoday. Sinn und Zweck lassen sich ganz schnell erklären:

Auf Aussenwänden von privaten Häusern prangen rassistische Parolen oft monatelang. Zeigen wir die rassistischen Beschmierungen auf, damit die Stadt Wien das Problem endlich löst. Poste Bilder direkt per Mail oder MMS mit Orts-angabe an rs [at] sosmitmensch.at

Die rechtliche Situation gestaltet sich in Österreich aufbauend auf die §125 und §138 StGB ("Sachbeschädigung" bzw. "Verhetzung") sowie auf das sogenannte "Verbotsgesetz" *. (mehr zum rechtlichen Hintergrund) Das "Offizialprinzip" wiederum sorgt dafür, dass staatliche Organe beim Bekanntwerden solcher Schmierereien von sich aus, also auch ohne Anzeige des Hausbesitzers, tätig werden müssen.

Genau hier besteht Nachholbedarf, meinen die Initiatoren der Plattform. Jeder "Rassismus-Paparazzo" kann eigene Digitalfotos einschicken, die Position der unwillkommenen Graffitis wird auf einer Google-Map eingetragen, dem sogenannten Antirassistischen Stadtplan - der ist übrigens schon recht dicht befüllt. Ein einprägsames Piktogramm von Andrea Ressi (siehe Artikelheader) soll Passanten auf das Problem hinweisen - Sticker-Vordrucke und T-Shirts gibt's auf der Homepage zu bestellen. Sehr gute Sache, das. Mal sehen, ob sich BM Häupl von einer ordentlichen Portion Web-Öffentlichkeit erweichen lässt...

Rassismusstreichen.at

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(1) Verbietet nationalsozialistische Symbole und gewährt damit dem Hakenkreuz im Reigen rassistischer Symbolik eine Sonderstellung, die sich durch die politische Geschichte Österreichs erklärt. Sinn und Zweck eines solchen Gesetzes sind umstritten - ich persönlich neige zu der Annahme, dass jegliche Art der Tabuisierung kontraproduktiv und nur der offene Dialog anstrebenswert ist. Außerdem scheint dieses Gesetzt dem HK und dem gesamten Nationalsozialismus eine Sonderstellung unter den menschenfeindlichen Ideologien zuzubilligen, die sehr kontraproduktiv sein kann: etwa dann, wenn sich die Verfolgung rechtsextremer Äußerungen durch österreichische Politiker weniger auf die Inhalte der Kommunikation als vielmehr auf die Verwendung bestimmter Symbole konzentriert.

Linklift verkauft Backlinks

Online-Werbung befindet sich derzeit fest in der Hand von Google - Adsense und Adwords generieren den größten Teil an Online-Marketing Umsätzen. Doch Kritik am System gab's gerade in jüngerer Zeit häufig: viele Werbeklicks würden durch Scripts oder Klickshops in Billiglohnländern erzeugt, lauten die Vorwürfe. Google* reagiert mit strengen Richtlinien und verstärkten Kontrollen. Sinkende Klickraten verlangen nach Alternativen - eine potentielle Alternative zu Google-Ads bietet nun ein deutsches Unternehmen an:

Linklift. versucht, nach dem Vorbild der amerikanischen Firma Text Link Ads, einen Marktplatz für Backlinks zu etablieren: Seitenbetreiber bieten Linkplätze auf ihren Pages an, Werbetreibende mieten diese für eine monatliche Summe, die sich nach Platzierung und Popularität der Seite richtet. Eine grobe Berechnung gibt Auskunft über die zu erwartende "Linkmiete".

Wie so viele Netz-Geschäftsmodelle** steht und fällt der potentielle Erfolg mit der Zahl der insgesamt registrierten Kunden. Wie er Linklift zum Erfolg führen will, erzählt der Firmengründer selbst: am Netzkultur-Blog gibt's ein Videointerview mit dem Christian Schagen.

*) A propos Google - Harald Schmidt gründete kürzlich Schmoogle und kauft wild Online-Firmen auf. Sein erster Subunternehmer Rob Vegas indes wurde als Teil des Firmenimperiums nicht glücklich - Videos auf Basicthinking

**) Von wegen Netzwerk-Geschäfte: Johannes Graf wird mit Open BC nicht so recht glücklich und hat darüber eine köstliche Glosse geschrieben. [via Bildungsszene.de

Interview: Tim von Törne über Skypes Pläne

In einem aktuellen Interview auf Werbeplanung.at spricht Tim von Törne, Countrymanager für De, At und Ch über Status Quo und zukünftige Pläne von Skype. Der weltweit führende IP-Telefonie Anbieter könnte den Telefonmarkt ordentlich durcheinander rütteln und auf mittelfristige Sicht Sprachtelefonie zu einem Flat-Rate Tarif zwingen.

In Österreich allerdings gibt's derzeit kein Skype-In (eigenen Telefonnummer an), das erforderlich ist, um den klassischen Festnetzanschluss zu substituieren - nicht etwa, weil man den Markt für zu klein hält, sondern weil die regulatorischen Rahmenbedingungen dies zumindest derzeit nicht zulassen. Das Flagship-Produkt der Firma, die Gratis-Telefonie von PC zu PC, erfreut sich allerdings auch hierzulande steigender Beliebtheit.

Welche Zielgruppen sind für Sie interesanter: Privatkunden oder Geschäftskunden?
30% unserer Nutzer verwenden Skype für Geschäftszwecke. Aber für uns sind beide Zielgruppen interessant. Denn Privatkunden sind unerlässlich für Werbeeinnahmen. Aber wir fokussieren mit einem Produkt auf beide Zielgruppen. Bei uns wird es kein Private und Business Skype geben.
[...]

Was können Marketer von Skype lernen?
Fokus. Fokus. Fokus. Wir können eine Sache und die richtig gut. Wir machen Software für internetbasierte Telefonie. Wir sind ein Softwarehersteller. Weiters die Wichtigkeit von Empfehlungsmarketing und die Unterstützung durch entsprechende (Marketing-)Tools. Die Bedeutung von Partnerschaften: Wir schaffen ein Ökosystem mit Partnern um dadurch gemeinsam schneller zu wachsen.

Interview lesen

Ebenfalls auf der Seite gefunden und für Online-Marketeers im deutschen Sprachraum für sehr interessant befunden: das Google-Adwords Trendbarometer. Die monatliche Auflistung der populärsten Keywords nach Branchen samt aktuellem CPC hilft, die aktuelle Marktlage überblicksmäßig rasch zu erfassen.