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Artikel-Schlagworte: „Open Source“

Blogistan Panoptikum KW32 2009

Das große Social Media Erdbeben der letzten Woche zeigt seine Nachwirkungen: denn wenn Twitter und Facebook zur gleichen Zeit Schluckauf haben respektive nicht mehr erreichbar sind, dann bleibt Millionen Nerds weltweit nichts anderes übrig, als vor die Tür zu gehen. Die unmittelbar bedrohlichste Auswirkung allerdings spüren unsere hochverehrten Stammleserinnen und Leser am eigenen Monitor: dieses Panoptikum hat sich eiskalt um volle 2 Tage verspätet! Der Absatz von Sonnenschutz-Mitteln und After-Sun Lotions sei ums 33-fache gestiegen an jenen schicksalhaften #Fail-Tagen, ergab eine Untersuchung des abhängigen Instituts für Anti-UV Kosmetik. Sofort tauchen die wildesten Gerüche Gerüchte auf, die auch sofort willig weiter-verbreitet wurden: der KGB wars! Aber bitte, die Herren und Damen Drehbuchautoren mussten aus James Bond ja eine verweichlichte, post-feministische Figur machen - das haben wir nun davon. Siehe dazu auch unsere erste News, also auf zum Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datadirt.

DoS-Attacke auf FB, Youtube & Twitter

Judith aka Linzerschnitte Die Russen kommen! Und wenn sie schon nicht kommen, dann sind sie zumindest schuld. An der zeitgleichen DOS (Denial of Service)-Attacke auf Facebook, Youtube und Twitter in der vergangenen Woche nämlich. Das meint zumindest der georgische Blogger Cyxymy. Der hat nämlich Konten auf Facebook, Youtube und Twitter, welche anscheinend das Ziel der Hackerattacke des FSB, des russischen Geheimdienstes und KGB-Nachfolgers waren.

Vielleicht wurde der Angriff nur von gewöhnlichen Hackern ausgeführt, aber ich bin mir sicher, dass der Auftrag dazu von der russischen Regierung kam.

Grund für die Attacke sollen die kritischen Äußerungen des Bloggers über die Kaukasus-Politik der Russen sein. Gut, damit wäre also alles geklärt - und nein, wir haben das nicht erfunden, siehe ZDNet.

Lehrbeispiel: Lernen vom Big Fail

ritchie aka datadirt Wenn Real Estate Companys ihre Mieter wegen Twitter-Rufschädigung verklagen, dann der Bumerang ganz plötzlich zurückkommen: die betroffene Mieterin hat zwar nur 20 Followers, was die Forderung von $50.000 nur umso absurder erscheinen lässt. Copyblogger kennt die ganze Story:

If you haven't heard the story yet, a Chicago real estate company called Horizon Realty Group filed a lawsuit against one of its tenants on Monday. She apparently made a snarky remark on Twitter, claiming that the company "didn't care" about mold in her apartment. Horizon is suing her for libel, looking for $50,000 in damages to their reputation.
She only had about 20 followers, so this looked like a pretty harsh David and Goliath story. Unfortunately, Horizon’s legal and PR teams forgot what happened to Goliath. By Tuesday afternoon, the story of Horizon's lawsuit had hit trending topics on Twitter. Which means that a peevish remark made in front of 20 people has now found its way to hundreds of thousands.

Tja... mit einer simplen Rückmeldung hätte diese PR-Katastrophe einfach abgewendet werden können. Mit dieser Story hat sich Horizon jedenfalls einen Platz im Olymp der Twitter-Marketing-Fails redlich verdient.

Friendfeed von Facebook gekauft

Judith aka Linzerschnitte Diese Meldung hat wieder mal ein wahres Twitter-Gewitter losgelassen: Facebook kauft Friendfeed. Friendfeed, der Social Media Aggregator, gilt als Vorbild für Google großangekündigte Kommunikationsrevolution Google Wave. Mit Facebook im Rücken kann Friendfeed, das alles kann, aber niemand kennt oder primär nutzt, wahrscheinlich seinen Untergang in die Bedeutungslosigkeit verhindern. Google ist damit in zweierlei Hinsicht eins ausgewischt: 1. Friendfeed existiert und funktioniert bereits jetzt. 2. Friendfeed wurde von einer Gruppe ehemaliger Google-Mitarbeiter gegründet. Im offiziellen Presse-Release auf Facebook heißt es dazu:

"Facebook and FriendFeed share a common vision of giving people tools to share and connect with their friends," said Bret Taylor, a FriendFeed co-founder and, previously, the group product manager who launched Google Maps. "We can't wait to join the team and bring many of the innovations we've developed at FriendFeed to Facebook's 250 million users around the world.

TechCrunch hat das erste Interview mit Bret Taylor (Friendfeed-Mitgründer) und Chris Cox, Vize-Präsident von Facebook. Was weiter passiert, scheint aber noch unklar zu sein, wie dieser Beitrag am FriendFeed-Blog nahelegt:

FriendFeed.com will continue to operate normally for the time being. We're still figuring out our longer-term plans for the product with the Facebook team.

Neue Spam-Welle auf Twitter

ritchie aka datadirt Twitter-Account Phishing scheint nach wie vor äußerst lukrativ zu sein. Mashable berichtet über eine neue Spam-Welle, deren Auslöser noch unbekannt ist:

Yesterday we noticed a strange occurrence on Twitter (Twitter): hundreds, if not thousands of Twitter accounts were sending out spam links, all at once. Most of these accounts weren't your usual spam accounts, but regular Twitter users with real accounts, followers, and tweets. Then, the flood suddenly stopped. We wondered if it was just a strange group of accounts or a one-time attack. Now we're fairly certain that isn't the case.

Wie immer gilt: wer auf Nummer sicher gehen will, ändert am besten wöchentlich sein und bei Verdacht auf Hi-Jacking sein Passwort. Und nicht vergessen: die Änderung muss auf allen Clients und Services nachgezogen werden, denn permanente Log-In Versuche mit einem veralteten Passwort können ebenfalls zur (temporären) Account-Sperre führen.

30 Dollar fürs Time-Coverfoto

ritchie aka datadirt Die Journalismus-Honorare sind nicht nur im deutschsprachigen Raum im Keller. Georg Holzer berichtet über ein besonders drastisches Beispiel:

Robert Lam ist Fotograf in den USA. Als er vor eineinhalb Wochen das Time Magazine sah, freute er sich ganz besonders: Die ehrwürdige Publikation wählte eines seiner Fotos, die er bei iStockPhoto anbot, für das Cover aus. [...] Das Time Magazin bezahlte für das Foto übrigens 150 Dollar (Extended License), nach Abzug der Spesen bekam Lam für sein Bild 30 Dollar. Gar nichts, wenn man bedenkt, dass Fotografen für ein Foto am Time-Cover auch 3000 bis 10.000 Dollar bekommen.

In Österreich dagegen sieht die Lage völlig anders aus, wie Georg in dem lesenswerten Beitrag beschreibt, denn der Zugang zum fotographischen Hochamt ist streng geregelt:

Fotografen sind Modernisierungs- und Digitalisierungsverlierer par excellence. Einziger Zweck einer solchen – wie gesagt: einzigartigen – Gewerbeordnung ist es, Wettbewerb mit allen Mitteln zu verhindern.

Ich hoffe nur, ich darf weiterhin Fotos für mein Blog machen :mrgreen:

Google kauft Video-Softwarefirma

Judith aka Linzerschnitte Nicht nur Facebook, auch Google war in der letzten Woche wieder mal in Kauflaune. Diesmal hat man sich den Video-Spezialisten On2 Technologies einverleibt, um damit der Online-Videoabteilung des Konzerns, manchen als "Youtube" bekannt, ein hübsches Geschenk zu machen. On2 ist übrigens spezialisiert auf Video Codecs. Wikipedia meint dazu:

Es (Anm. li schni: On2) ist Hersteller einer Reihe wichtiger Video-Codecs, wie unter anderem VP3, der Grundlage für den freien Codec Theora, dem mit Version 8 von Adobe Flash eingeführten Codec (VP6) für Flash Video und den für die chinesische Enhanced Versatile Disc (EVD) vorgesehenen Video-Codecs (VP5 und VP6).

Fassen wir zusammen: Open Source Codec Theora, VP6 für Flash Videos und noch irgendetwas chinesisches (EVD). Vielleicht bald die neuen Standard-Video Codecs.

Avancierter Export für WordPress

ritchie aka datadirt BloggingPro stellte kürzlich ein äußerst interessantes Plugin für Viel-Blogger vor: der Advanced Exporter erspart viel Mühe, wenn man beispielsweise ein Blog in mehrere aufteilen und die Kategorien einzeln exportieren möchte:

With it, you can easily export a single category of a blog to import into another. That is something many people have wanted an easy way to do for a long time. You can also use the restrictions to create multiple WXR files in case you can’t import a single large file. Also worthy of note as that this plugin was entered into the WeblogToolsCollection plugin competition for 2009.

20mal WordPress pimpen

ritchie aka datadirt Out-of-the-Box kann unser Lieblings-CMS mittlerweile schon einiges - doch wer sich von der Masse abheben möchte, muss auf Bells-and-Whistles setzen. Das Designmag stellt zwanzig Add-Ons vor, für deren Umsetzung allerdings grundlegende Web-Programmierkenntnisse erforderlich sind. Der Aufwand zahlt sich aus:

One of the reasons WordPress is so popular is because of its flexibility. Designers, developers, and bloggers have plenty of options. In this post we’ll look at a combination of tutorials for improving a WordPress-based site, and plugins that can provide added functionality that will bring new possibilities.

Alle Methoden sind ausführlich in einzelnen Tutorials beschrieben - eine gute Gelegenheit, sich näher mit Erweiterungsmöglichkeiten für WordPress zu befassen.

Ketzerisches Gespräch der Woche: Niko Alm versus Andreas Khol

Judith aka Linzerschnitte Ich war mir nicht sicher, ob der intellektuelle und feinsinnige Diskurs zwischen Gerhard Dörfler und HC Strache (Dörfler, Regent der Provinz Kärnten: "Wenn sich der Heinzl benimmt, haben wir kein Problem." Strache: "Schau, jetzt hat er den Heinzl zum österreichischen Türken erklärt.") über das Universum an sich und den Sinn des Lebens im Speziellen das Gespräch der Woche werden sollte. Dann hab mich aber aus persönlichen Gründen doch für Niko Alm versus Andreas Khol entschieden. Es wird Zeit, dass die Welt erfährt, dass alle Menschen gleich, aber christlich-konservative Politiker doch wesentlich gleicher sind:

Andreas Khol: An sich tun Sie mir ja als Atheist leid. Sie repräsentieren vier Prozent der Bevölkerung. Dass 96 Prozent sich irren, kann ich mir nicht vorstellen.

Hier das komplette Interview - und ein paar ergänzende Anmerkungen von Niko.

Foto der Woche

Achtung - hier kommt ein Vogel, der nix mit Twitter zu tun hat! Jimmy Davao hat den weißen Flieger samt Reflexion perfekt aufs Bild gebannt:

vogel klein Blogistan Panoptikum KW32 2009

Judiths Video der Woche - Flieg, Fernsehturm Berlin!

Kein Stern, der deinen Namen trägt. Aber: Ein Phallus, der mit dir zum Himmel fliegt. Stoff für so manche Flugträume!

http://www.vimeo.com/5856277

Ritchies Video der Woche

"A thousand shades of White" nennt icescapes diese grandiosen Aufnahmen aus dem Ilulissat Eis-Fjord in Grönland:

These images were filmed during the 2006 Climate Change College, during which 6 students from the UK and the Netherlands ventured into the arctic wilderness to be trained as climate change ambassadors. Based on the experiences and knowledge gathered on several locations in Greenland, they launched various initiatives raising public awareness around the topic of climate change.

Und außerdem kommen Hunde drin vor - was will man mehr? :mrgreen:

http://www.vimeo.com/4515275

Und damit sind wir auch schon am Ende des dieswöchigen Rückblicks angelangt - besten Dank für Ihre Whuffies, wir halten weiter die Augen und Ohren offen. Bis zum nächsten Panoptikum, wir lesen uns morgen!

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Blogistan Panoptikum KW22 2009

Herzlich willkommen zum Blogistan-Panoptikum - vor lauter Feiertagen vergehen die Wochen ja nahezu im Flug, aber das hält eifrige Blogger natürlich nicht vom Berichterstatten ab, ganz im Gegenteil. Noch dazu bei diesen sibirisch-verschärften Außenbedingungen... dabei hatten uns die EU-Spitzenkandidaten doch einen super-heißen Mai versprochen. Aber wenn's draußen kalt ist, dann kann man sich aus den diversen werblichen Print-Produkten und anachronistischen Tageszeitungen wenigstens ein wärmendes Feuerchen anzünden. Ganz ehrlich, kein Mensch braucht im Internetzeitalter mehr Tageszeitungen, die ganze Journalismus-Qualitäts-Debatte können wir Crowdsourcer uns doch endgültig schenken. Außer Datum - die einzige löbliche Ausnahme im von Falter-Meinungs-Monopolen geplagten Bobo-Österreich. Im Übrigen bin ich der Meinung, Armin Thurnherrs internet-feindliche Haltung gehört zerschlagen.

Google bringt Wave

The buzz is on - im Lauf des Jahres will Google sein neuestes Produkt "Wave" veröffentlichen - es soll nicht mehr und nicht weniger tun, als unseren Umgang mit Kommunikation und Kollaboration im Web nachhaltig zu verändern. E-Mail, Kontakte, Social Networks - Wave will die Grenzen zwischen Dokument und Dialog verschwimmen lassen:

A wave is equal parts conversation and document. People can communicate and work together with richly formatted text, photos, videos, maps, and more.
A wave is shared. Any participant can reply anywhere in the message, edit the content and add participants at any point in the process. Then playback lets anyone rewind the wave to see who said what and when.
A wave is live. With live transmission as you type, participants on a wave can have faster conversations, see edits and interact with extensions in real-time.

Erste Eindrücke und Screenshot kann man hier begutachten, potentiell Beta-Tester können sich mal für einen Account vormerken lassen. Wave wird übrigens komplett unter der Open Source Lizenz stehen - diese ausführliche Präsentation von der Google I/O macht mir jedenfalls den Mund wässrig:

YouTube Preview Image

"But all good things, they say, never last", sang Prince. Und nun sagt TechCrunch das gleiche über Twitters "Trending Topics":

Up until recently, Twitter’s trending topics - which are prominently displayed on their Search homepage and now also in the sidebar when you’re using the Twitter website - were an awesome way to get a feel of what was buzzing on the Web, in a way that virtually no other web service was able to do.

Aber dann kamen die Piraten und Michael war ordentlich beleidigt!

Today, when you look at Twitter’s trending topics, you’ll notice that the large majority of trends are memes started by a single user or a group of users, with the main goal offering entertainment rather than spreading information. That’s all fine and dandy - no harm in having fun - and I realize well that Twitter’s trending topics are not necessarily required to be giving you and me an overview of stuff that really matters, but I can’t help but think it’s a pity that that list is starting to turn into the top 10 of chain letters people used to circulate through e-mail messages in the late nineties.

Ach liebes fliegendes Spaghetti-Monster, ich bete zu dir jeden Tag darum, dass mehr Menschen einsehen mögen, dass es mehr Spaß macht, Social Media Plattformen zu manipulieren als deren Regen einzuhalten...

Heißt du wirklich so?

Amerikanische Ureinwohner tragen häufig sprechende Namen wie "Robin kills the Enemy": der steht zwar in ihrem Pass, bringt aber auf Facebook Probleme mit sich, ebenso wie exotische Namen á la "Lisa Strawberry" - denn laut AGBs verlangt FB den richtigen Namen und legt bei Verdacht auch gerne mal unbegründet Accounts stillt, wie der Spiegel online berichtet:

Alicia Istanbul wurde zum Verhängnis, dass sie einen ungewöhnlichen Namen hat. Und Facebook hat gerade eine Kampagne gestartet, alle "fake accounts" zu löschen, also Nutzerkonten, die nicht wie gefordert den richtigen Namen angegeben haben. Für dieses Anliegen hat Istanbul ja Verständnis. Aber ganz und gar nicht verstehen kann sie, warum Facebook sie nicht einfach gefragt hat. "Sie sollten vorher wenigstens einen Warnhinweis schicken", klagt sie. "Ich war dort den ganzen Tag unterwegs. Ich habe mein gesamtes soziales Netz darauf angelegt. Und das ist es ja schließlich, was Facebook auch will."

Zwar werden die Konten im Ernstfall nach Support-Intervention wieder freigeschalten, allerdings kann das bei 850 Mitarbeitern und Millionen Usern schon mal ein Weilchen dauern. So selten dürften derartige Fehlalarme übrigens gar nicht vorkommen - FB-Sprecher Barry Schmidt räumte Probleme ein, die Gruppe Facebook: don't discriminate against Native surnames!!! hat bereits über 4.000 Mitglieder. Schwierige Sache: einerseits will Facebook natürlich keine ressourcen-fressenden Fake-Accounts, andererseits entstehen dadurch für die Träger exotischer Namen derartige Kollateralschäden.

Gratulation zum 35., Mr. Shoemoney!

Jeremy Shoemaker wurde diese Woche 35 - herzliche Gratulation! Von keinem anderen US-Blogger habe ich mehr über Online-Marketing und Affiliate-Biz gelernt... keep up the good work! Auch einen Blick wert: das Friendshirt der Woche, diesmal von Friendshirt.me. Und die Kommentare sind ziemlich eindeutig... ich würd drauf wetten, dass da in der nächsten Zeit einige Bestellungen eingehen! Ich hab mein Friendshirt ja schon :mrgreen:

Wieviel ist ein Micro-Scobble?

Robert Scobble ist Web 2.0 Evangelist und Twitter-Legende. Das Disqus Blog hat ein Interview mit dem Mann, dessen Nachname Pate stand für die Benennung der internationalen Tweet-Frequenz-Einheit "Micro-Scobble", veröffentlicht:

I grew up in silicon valley, I had no choice. My Dad was an engineer and I grew up in Cupertino about a mile from Apple Computers. I had an Apple Computer in 1977, in my junior high I was in the first computer club , and I got a tour of Apple when they were one little building. So yeah, I’ve always been around tech.

Werner, die Russen sind da

Dass Facebook viel mehr Geld verbrennt als die Werbungen reinbringen, dürfte mittlerweile wohl bekannt sind. Munter geht die Suche nach neuen Investoren weiter -einen fand man in Form von Digital Sky Technologies. Die russische Internet-Investment Firma gab 200 Millionen Dollar für 1,96% Anteil an Facebook aus, wie die New York Times berichtet:

Digital Sky won because its founders Yuri Milner and Gregory Finger have strong experience running Internet properties in Eastern Europe and Russia, and "a deep, advanced understanding" of social networking technology, Zuckerberg said.

Pikantes Detail am Rande: Cheffe Zuckerberg gibt sich zwar ganz lässig, dürfte aber wissen, dass die Gesamtbewertung des Unternehmens in den nächsten Monaten wohl ziemlich nach unten rasseln wird. Der Gesamtwert beträgt derzeit übrigens sagenhafte 10 Milliarden Dollar, als Microsoft 2007 für 240 Millionen Dollar lediglich 1,6 Prozent erwarb, lag der Unternehmenswert noch um ein Drittel höher. Tja, Analysten sind halt auch ganz schön launisch.

Die fünf nuttigsten Hochzeitskleider ever

Danke an Judith, die mich auf diesen großartigen Beitrag über die Top 5 Sluttiest Wedding Dresses Spotted In 2009 hingewiesen hat. Auch wenn es mir fast das Herz bricht, dass Miss Carey nicht mehr Single ist, eines muss man ihr lassen: mit ihrem Gefühl für Styling könnte sie in jedem Bordell dieser Welt sofort einen Job bekommen - und der Hochzeitsbikini ist auch nicht übel. Das muss man gesehen haben:

The Mariah Carrey slutty wedding dress certainly doesn't leave anything to the imagination. Fully equipped with garter belt, stockings, and a main fashion piece better off worn under the dress or on the wedding night, this dress starts us off with its moderately tame slutty fashion.

SEO-News der Woche

Die wahren Abenteuer sind im Kopf, und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo: das legt zumindest eine aktuelle Studie über das Thema Suchmaschinen Branding. vs. Suchmaschinenqualität nahe:

So haben die Mannen rund um Google einen internen Versuch durchgeführt, bei dem die Suchergebnisse konkurrierender Suchmaschinen wie z.B. Yahoo, MSN/Live, Cuil, Ask, AltaVista, etc. in das Seitenlayout von Google gegossen und Testpersonen vorgesetzt wurden. Zum Vergleich wurde dieses Spielchen natürlich auch in umgekehrter Weise durchgeführt, wobei die Google-Suchergebnisse in das Layout von fremden Suchmaschinen integriert wurden. Das Ergebnis: Die Probanden empfanden immer die Suchergebnisse als besser, über denen das Google-Logo platziert war!

Manches lässt sich aber auch experimentell überprüfen, wie etwa der Canonical-Tag - Stefan hat seine höchst aufschlussreiches Versuchsprotokoll hiezu dokumentiert - unbedingt lesenswerter Beitrag! Apropos Kopien: die Seouxindianer haben 10 einfache Linkbaits zum Kopieren bereitgestellt. Und in der Tat: die genannten Rezepte wirken nachhaltiger als alle Russenlinks dieser Welt :mrgreen:

Wie SMO *nicht* funktioniert

Bei den Seouxindinaner habe ich auch noch einen zweiten Beitrag gefunden, den sich potentielle Social Media Cowboys unbedingt *vor* allfälligen Pistolen-Duellen zu Herzen nehmen sollten, gefunden: Wie SMO nicht funktioniert beschreibt die häufigsten Fehler und ich kann jeden einzelnen Punkt nur vollauf unterstreichen. Beispiel gefällig?

Den Usern freie Hand lassen funktioniert nicht. Wer seine Firma in Social Media Portalen nicht selbst präsentiert, der gibt unzufriedenen Nutzern und der Konkurrenz die Chance “ihre Meinung” als einzig vorhandene einzureichen. Wenn die ersten Inhalte aber von der eigenen Firma gestellt werden, ist der erste Eindruck durch kontrollierte Publikation gerettet.

Google Suggest nutzen

Google Suggest wirft in der Tag einiges über den Haufen:

Google Suggest ist wohl die größte Änderung, die uns Google in den letzen Monaten präsentiert hat. Nicht nur, weil Suggest von der breiten Usermasse aktiv genutzt wird, sondern auch weil es ein paar Erkenntnisse der Vergangenheit über den Haufen wirft. So führt die aktive Nutzung zu einer massiven Verschiebung der Suchvolumen von Ein-Wort-Kombinationen hin zum Longtail.

Und der Preis für den charmantesten-Insider-Slang des Monats geht an den selben Beitrag:

Der User sucht trotzdem dasselbe, er geht nur evt. einen anderen, direkteren Weg. In der Folge heißt dies, dass es abermals schwerer wird, dem User Inhalte unterzujubeln, die er eigentlich gar nicht sehen möchte. Also heißt es, den User genauer zu studieren und seine Wünsche zu kennen.

Video der Woche

Normalerweise poste ich an dieser Stelle keine Werbeclips, aber Peter Novak hat mit dieser Redhat-Linux Werbung einen fantastischen Job gemacht! Der geht raus an die Open Source Community weltweit:

Foto der Woche

Die bewegten Bilder der Woche werden ab sofort in jedem Panoptikum um die Foto-Rubrik ergänzt: das Bild der Woche suche ich nach rein subjektiven Kriterien aus - seit ich selbst recht viel mit meiner digitalen SLR hantiere, weiß ich, wie schwierig es ist, perfekte (HDR)-Belichtungen zustande zu bringen. Die Auswahl ist mir bei der Premiere gar nicht leicht gefallen, aber diese Abendstimmung im Manasquan Reservoir von Joisey Showaa finde ich fantastisch:

manasquan Blogistan Panoptikum KW22 2009

Und das war's auch schon wieder für diese Woche - danke fürs Vorbeisurfen, wir lesen uns am Montag!

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Barcamp Klagenfurt 2009: Der 2. Tag

Barcamp KlagenfurtAnderswo in Kärnten sitzt man um diese Zeit beim Frühshoppen, wir Barcamper saßen dagegen am Vormittag beim Photoshoppen - digitale Fotografie war einer der Schwerpunkte des zweiten Klagenfurter Barcamp-Tages. Eine von Ed Wohlfahrt initiierte ausführliche Diskussion über das Management eigener und fremder Online-Reputationen mit Ausflügen in SEO- und Juristerei-Gefilde stellte ein Highlight des Nachmittags dar. Hier meine restlichen Bilder vom Sonntag und ein Resumée des zweiten Barcamp-Tages:

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..

Zum Kick-Off stellte Martin Gratzer den Workflow mit Adobe Lightroom 2 vor (gebenedeit unter den Grafikprogramm!), anschließend erfuhren die versammelten Fotografen anhand eines Live-Beispiels, mit welchen Tools man im Handumdrehen Panoramen erstellt. Dank Session-Hopping hörte ich endlich mal einen Vortrag von Jana: sie analysierte in ihrem Beitrag zur Twitterforschung den Microblogging-Service anhand des anthropologischen Modells des Initiationsritus. Jetzt weiß ich auch, warum immer alle so von Janas Vorträgen begeistert sind - hochinteressant und äußerst amüsant zugleich! Die Twitterforscherin sucht übrigens auskunftsfreudige 140-Zeichen-Fans:

Ich bin auf der Suche nach Personen, die ich kurz zur ihrer Twitternutzung interviewen darf - ich freue mich über Interessebekundungen via Kontaktformular auf meinem Google-Profil.

Vor dem Mittagessen stellte dann Ulrich die Altersberger Webgenossenschaft vor - der Modellversuch "ein Dorf geht online" zäumt das Social Media Pferd sozusagen von der lokalen Seite her auf:

Hochgradig spannend wurde es bei der 3D-Druck Session: diese Technologie steckt noch in den Anfangsschuhen, aber Open-Source Baukits sind bereits verfügbar. Eine herrliche Gelegenheit, um über die Zukunft kapitalistischer Verwertungsketten zu spekulieren: bis selbstreproduzierende 3D-Drucker die Weltherrschaft übernehmen, wird's wohl noch ein Weilchen dauern (hoffentlich ist Arnold dann noch fit!), aber in nicht allzu ferner Zukunft könnten Gebrauchsgegenstände wie Geschirr durchaus aus dem hauseigenen 3D-Printer kommen. Ob dann wohl copyrightgeschützte Tellerdesigns via Bittorrent vertrieben werden?

Nach angeregten Gesprächen beim Nudelbuffet war's Zeit für "Linux on the Desktop" und die einleitend erwähnte Session zur digitalen Reputation. Ed brachte einige sehr amüsante und auch drastische Beispiele, bei denen die Diskussion schnell ins Rollen kam. Ein wichtiges Learning: anstatt sich wie die Supermächte im Kalten Krieg paranoid aufs übelste aller Szenarien vorzubereiten, sollte man nicht die helle Seite der Macht vernachlässigen: affirmatives Reputations-Management heißt eben keinesfalls, Pseudonyme zu verwenden, sondern für adäquate Positionierung der eigenen Webpräsenz zu sorgen. In den meisten Fällen stellen ja ohnehin die User selbst kompromittierendes Material online und wundern sich dann über allfällige Konsequenzen.

Die anschließende Heimfahrt gestaltete sich äußerst entspannt: ich hatte ja eigentlich Panik vor überfüllten Zügen ob des Ferienendes, speziell weil ich mit schwerem Gepäck (sprich Skiausrüstung) unterwegs war. Aber dank Gerhard, der Martin, Max und mich über den Highway nach Hause brachte, musste ich den Twitter Train nicht besteigen. Die Aufbereitung des Materials ist noch längst nicht abgeschlossenen: die Videos aller Sessions gehen demnächst online, Georg arbeitet an einem Barcamp-Photosynth.

Abschließend bleibt mir nur mehr zu sagen: vielen Dank ans gesamte Organisationsteam! Die Zeit verging wie im Flug, die Kärntner Kasnudeln schmeckten vorzüglich, die Karaoke-Session bleibt unvergesslich (so klingt's, wenn zwei Affiliate Marketer Finger im Po singen - und schon ist die Online Reputation dahin :mrgreen:) und der 9./10. Februar 2010 (der angepeilte Termin fürs nächste Barcamp in Kärnten) sind bereits mit kleinen grünen Lindwurm-Stickern im Outlook markiert. Ed hat's bei der Vorstellungsrunde ja sehr treffen formuliert: bei einem Barcamp nimmt jeder das mit, was alle gemeinsam in den großen Kochtopf rein schmeißen. Diskussion, Austausch und Weiterbildung brachten hohen Mehrwert für alle Beteiligten - ich freu mich schon aufs nächste Mal!

WordPress Templates: Die Revolution kostet wieder

Revolution themes go open sourceAls Brian Gardner und Jason Schuller Ende 2008 ankündigten, dass ihre gratis verfügbar seien, ging ein Raunen durch die WP-Community - zählen die Designs des kongenialen Duos doch zu den beliebtesten Magazin-Themes. Kürzlich ging's aber wieder einen Schritt zurück und es darf wieder bezahlt werden:

To be clear, the spirit of open source and the GPL are being kept intact, and this decision is a result of some clarification that has been made about premium themes and how they can fit into the WordPress community.

Mir persönlich ist die Sache relativ egal, ich hab mir schon vor langer Zeit eine Lizenz gekauft - für hochwertige Plugin- oder Designarbeit werf ich gern ein paar Dollar ein. Im großen und ganzen zeigt die Episode allerdings, dass das Support-Businessmodell wohl nicht funktioniert hat, vermutlich war die bestehende User-Basis wohl doch nicht groß genug. Jedenfalls haben die beiden Autoren mit der ganzen Aktion einige Backlinks abgestaubt :mrgreen:

Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch einen aktuellen Artikel auf Texto über die Zukunft von WordPress:

WordPress.org verändert sich, hinter den Kulissen brodelt es, große Plugin Autoren gehen ihren Weg immer öfter ohne WP.org - große Theme Autoren meiden WP.org auch immer öfter - was bedeutet dies alles für den *normalen WP Nutzer, der einfach ein Blog haben mag. Was bedeutet dies für Developer, die an WP mitarbeiten oder mit der Software ihren Lebensunterhalt auf die eine oder andere Weise bestreiten.

Ich bin da etwas anderer Meinung und denke grundsätzlich, dass OS und kommerzielle Modelle problemlos nebeneinander bestehen können - schließlich sollte man nicht vergessen, dass nicht nur Auttomatic Millionen scheffelt, sondern Millionen von Einzelusern direkt oder indirekt monetär von WP profitieren. Dass kommerzielle Plugins und Themes nicht auf WordPress.org gehostet werden dürfen, finde ich auch in Ordnung; wie man ein Added-Value Tools erfolgreich selbst vermarktet, zeigen Sergej Müller mit WP-SEO bzw. der Woo Themes Club vor.

WordPress.tv: Automattics neue Fernsehstation

WordPress.tvVor rund einer Woche launchte Automattic einen neue Videoseite, deren Inhalte sich exklusiv mit Tipps und Tricks rund um unser liebstes Blog-Publishing CMS befassen. Die Software selbst steht bekanntlich unter der Open Source Lizenz - folglich besitzt Matts Firma nicht das CMS, koordiniert aber sämtliche Releases und betreibt die offizielle Download- bzw. Plugin-Seite WordPress.org sowie den kommerziellen Bloghosting-Service WordPress.com. Die TV-Domain ergänzt die Webpräsenz ab sofort um Screencast und WordPress-relevante Videos.

Der eigenen Mission kommt Automattic mit der neuen Seite jedenfalls ein großes Stück näher:

Blogging is too hard. Through WordPress we’ve enabled millions of people to effortlessly publish to the web. Now we want to enable millions more.

Allerdings richten sich die Clips keineswegs nur an Blog-Beginner - ein Mitgrund für die Launch der Seite war es, die zahlreichen im Web kursierenden Videos der WordCamp-Vorträge und Konferenzen unter einen Hut zu bringen. Sämtliche Interviews, Präsentationen und Slides sind online verfügbar und bieten mehrere Stunden Hi-Bro Entertainment auch für WP-Füchse, Einsteiger freuen sich dagegen über grundlegende Anleitungen wie "How to post a blog entry". Zukünftig haben die Betreiber mit ihrem Nischen-Youtube noch einiges vor:

On WordPress.tv, you’ll find tutorials for both WordPress self-installs and WordPress.com to help you get blogging fast and hassle-free. We’ve kicked things off with the basics — now you can shape what comes next. Just drop us a line and let us know what you’d like to see added.

Wer selbst ein Video einreichen möchte, nutzt das Kontaktformular und wirft vorher einen Blick in die Guidelines. Wer kein Video respektive keinen Screencast verpassen möchte, abonniert den RSS-Feed. Ich persönlich finde WP.tv sehr gelungen, trotzdem wünsche ich mir zwei Zusatzversionen: eine grundlegende Einstufung der Videos (Beginner, Advanced, Pro) sowie eine Rating-Funktion wären nette Add-Ons zum neuesten Spross des WordPress-Imperiums. Das Betreiber-Resumée der ersten Woche fiel recht positiv aus - ich bin sicher, dass in den nächsten Wochen und Monaten zahlreiche Online-Businesses diesem Beispiel folgen werden. Hier ein Interview vom WordCamp, in dem Matt über die Arbeitsweise des WP-Teams spricht:

T-Mobile G1: Marktstart und Macken im Alltagsbetrieb

andro1 T Mobile G1: Marktstart und Macken im AlltagsbetriebAb 30. Jänner wird das T-Mobile G1 Handy offiziell in Österreich erhältlich sein, Details zu den Preisen waren allerdings noch keine in Erfahrung zu bringen. Die gute Nachricht für Early Adopters: es wird noch ein Tester gesucht, wer also das G1 so schnell wie möglich in die Finger bekommen möchte, hat noch zwei Tage lang Zeit, sich zu bewerben:

Du willst dabei sein? Dann schicke uns deine Emailadresse, den Link zu deinem Blog und deine Ideen für G1-Beiträge auf mobileblogger.at an support@mobileblogger.at. Achtung: Die Bewerbungsfrist läuft nur bis 21.1. 23:00 Uhr!

Details gibt's auf Mobileblogger.at - die Seite, die alle Berichte der österreichischen Blog-Tester aggregiert, ist mittlerweile an den Start gegangen. Ein Faktum kristallisiert sich allerdings aus den verschiedenen Testmeinungen bereits recht deutlich raus: die vorinstallierte Software ist nicht das Gelbe vom Ei, da gibt's noch ziemlichen Verbesserungsbedarf - so beherrscht etwa das Standard-OS kein Multitouch Feature, obwohl die Hardware dies durchaus zuließe. Allerdings steht zu erwarten, dass in den nächsten Wochen laufend Updates rauskommen - dass das G1 vorerst aber ein "Bastlerhandy" bleibt, sollte jedem Interessierten klar sein.

In punkto Hardware hat Max mit seinem letzten Beitrag eigentlich schon alles gesagt: in der Tat wünscht man sich eine bessere Verarbeitung, von wertigen Materialien kann jedenfalls keine Rede sein. Schlampereien offenbaren sich an vielen Enden und Ecken, so etwa auch bei der durchwegs kontraproduktiven Tastaturbeleuchtung, welche die Ablesbarkeit der Tasten eher erschwert als erleichtert.

Zu den Eingabemodalitäten

Schmerzlich vermisse ich im Vergleich zu meinem HTC-Gerät eine dynamisch eingeblendete Software-Tastatur: bei jeder kleinen Eingabe, und sei's nur die Suche nach einem Kontakt, muss ich das Gerät aufklappen und mit der Tastatur arbeiten. Meinen persönlichen Bedürfnissen kommt da die Arbeitsteilung zwischen Softkey und Tastatur in Kombination mit dem zielgenauen Stift viel eher entgegen als das Konzept des G1, nicht mal ein virtueller Ziffernblock wird zur Direktwahl von Telefonnummern eingeblendet. Die vielfach kritisierte fehlende T9-Unterstüzung vermisse ich dagegen gar nicht - die drehe ich normalerweise sowieso als erstes ab.

androkeys T Mobile G1: Marktstart und Macken im Alltagsbetrieb

Derlei Eingabe-Inkonvenienzen lassen sich zukünftig vermutlich via Zusatz-Software beheben. Zwar offeriert der Software Market bereits jetzt eine Lösung für englische Texteingabe, diese funktioniert allerdings - ebenso wie ein Großteil der Zusatzprogramme - schlicht und einfach nicht. Ganz hervorragend dagegen bewährt sich der griffige Trackball, der trotz seiner geringen Größe schnelles und präzises Navigieren erlaubt:

androtrack T Mobile G1: Marktstart und Macken im Alltagsbetrieb

Generell wirft dieses Gerät für mich die Frage auf, inwieweit es Sinn macht, der zukünftigen Community die Entwicklung eines konkurrenzfähigen Usability-Konzepts zu überlassen: ich erwarte mir von einem Mobiltelefon, das nicht explizit als Beta-Version verschleudert wird, eine wesentliche durchdachtere Bedienung. Wäre das G1 das einzige Smartphone auf der Welt, fielen diese kleinen Mängel vermutlich gar nicht auf, aber die Konkurrenz hat in diesem Bereich ja schon einiges vorgelegt. Dementsprechend gespannt bin ich auf die Preisentwicklung im Market - bislang sind kommerzielle Angebote noch sehr dünn gesät; ob sich hier der Open Source Ansatz durchsetzt oder ob eher das iPhone-Modell Schule macht, muss die Zukunft zeigen.

Gastbeitrag: Alles was glänzt ist Chrome

google chromeDer folgende Gastbeitrag von Walter Ritter stammt aus der aktuellen Ausgabe von the gap. Der Autor hat ihn mir zur Verfügung gestellt und ich denke, dass diese Überlegungen zu Googles Chrome-Browser für datenschmutz Leser sehr interessant sind.
Google präsentiert einen eigenen Browser. Der macht das Datensammeln noch einfacher für das Unternehmen. Mit dem neuen Streich in Richtung Absicherung seiner Hegemonialstellung läutet der Internetkonzern auch einen Kulturwandel in der Open Source Szene ein. David Ayers von osAlliance hat Google formal wenig vorzuwerfen. Ethik steht ohnehin auf einem anderen Blatt Papier. Diesen Beitrag weiterlesen »

Anschauungs.Unterricht: Revolution-Themes werden Open Source

Revolution themes go open sourceBrian Gardner hat seine Wordpress Themes bislang sehr erfolgreich verkauft - Anfang Oktober kündigte er seinem Blog an, dass die Revolution Serie zukünftig Open Source Software und unter die GPL gestellt wird. Gemeinsam mit Jason Schuller, Betreiber von WPElements, will Brian "etwas Größeres" auf die Beine stellen. Ich kenne kaum jemanden, der soviel Ahnung von WP Theme Design hat - kein Wunder, dass die Revolution Templates weggingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Ich habe selbst angepasste Versionen für diverse kommerzielle Projekte verwendet, unter anderem bildete ein Revolution Theme auch den Ausgangspunkt für die fatfoogoo Seite (Vom Originalcode ist nach zahllosen Modifikationen allerdings nicht mehr viel übrig, Revolution hat aber im Vergleich zur Entwicklung from scratch trotzdem immens Zeit gespart.) Folgender Absatz in Brians Statement hat mich besonders gefreut:

This one is really simple - more than anything, Jason and I want to develop a resource and community that is perfectly aligned with WordPress. Both he and I have been fortunate enough to leave our day jobs within the past year and have developed our own media companies. None of that would have been possible without the existence of WordPress, which is solely built and supported by the open source community.

Da klingt nämlich etwas durch, das im hektischen Daily Business, in Träumen von get-rich-quick und geplatzten Blasen viel zu oft untergeht: jenseits von megalomanischen Community-Ideen, Pyramidenspielen in neuem Gewand und überbewerteten Aktien haben sich in den letzten Jahren eine Menge Unternehmer mit solider "Handwerksarbeit" (sofern man im virtuellen Raum diesen Begriff benutzen darf) ihre eigenen Businessmodell aufgebaut - und die funktionieren innerhalb der Community perfekt, ganz ohne Business Angels, Seed Financing und Venture Capital Funds.

Das ist einer der Gründe, warum mir die Weltwirtschaftskrise nicht besonders viele Sorgen macht (neben dem Umstand, dass ich keinerlei Aktien besitze und keine Kredite laufen haben): viele große Firmen werden erstmal ihre Marketingbudgets kürzen, was die Industrie trifft. Aber zugleich werden nachhaltige Werbe-/Kommunikationsformen und wendige Netzwerke mit geringen Overheadkosten immer stärker gefragt sein... soweit meine durchwegs optimistische Prognose.

Browser-Krieg: Von Chrome und anderen Übergangsmetallen

chromemasterGoogle launcht einen neuen Browser - aber die Begeisterung ist längst nicht mehr so ungeteilt, wie sie einst war. Als alter Sack kann ich mich noch gut erinnern, wie damals 1830 die Rede war vom Microsoft-Anti-Monopol Prozess und man schon befürchtete, M$ schicke sich an, die Netzwelt zu erobern. O tempora o mores! M$ maßte sich damals an, seinen ID mit Windows zu bundeln, was die Kartellwächter auf den Plan rief. Aber das war ja alles Kinderkram im Vergleich zu Big G's World Domination Plans, und eines darf man nie vergessen: als Eric Schmidt mal gefragt wurde, wie "Don't be evil" eigentlich in der Praxis definiert wird, lautete die Antwort: "Evil is what Larry Page and Sergej Brin think is evil."[1. nachzulesen im Buch Die Googlefalle] Dabei gibt's sogar einen Comic über die Vorteile von Chrome - aus dem stammt übrigens auch nebenstehender "Remix".

Ist Chrome giftig?

Chemiker ordnen das silbrig-metallische Chrom im Periodensystem der Elemente der Gruppe der Übergangsmetalle zu. Im industriellen Einsatz spielt Cr, so die Kurzbezeichnung, vor allem in der Lackherstellung eine beträchtliche Rolle - karzinogene physiologische Auswirkungen der stabilsten Form CR3 werden derzeit noch untersucht, CR(VI) dagegen wurde sogar in "Erin Brokovich" diskutiert, wie die Wikipedia weiß:

Metallisches Chrom und Chrom(III)-Verbindungen sind gewöhnlich nicht gesundheitsschädigend. Oral aufgenommene Chrom(VI)-Verbindungen sind im Gegensatz dazu als äußerst giftig einzustufen. Die letale Dosis entspricht einem halben Teelöffel. Chrom(VI)-Verbindungen sind seit langem als krebserregend bekannt. Sie werden unter anderem in Kühlsystemen als Korrosionsschutzmittel verwendet. Die meisten Chrom(VI)-Verbindungen verursachen Irritationen an Augen, Haut und Schleimhäuten. Chronischer Kontakt mit Chrom(VI)-Verbindungen kann bei unterlassener Behandlung zu bleibenden Augenschäden führen.

Was sagen die Erbauer des Internet G3.0 selbst dazu? Googles Statement zur Notwendigkeit der Datenübertragung ist, wie Eric Cartman so schön sagen würde, ganz einfach Bullcrap:

Immerhin: Der Suchmaschinen-Gigant verschweigt den Daten-Transfer nicht, sondern weist während der Installation sogar ausdrücklich darauf hin. Die Daten würden – laut Google-eigenen Angaben – unter anderem für Suchfunktionen im Programm benötigt. Nur so werde es möglich, eingetippte Begriffe direkt in Internet-Adressen umzuwandeln.

Oder wie lässt sich sonst erklären, dass beispielsweise das Live Search Plugin die gleiche Funktion beherrscht, ohne dass man pro Blog einen speziellen Browser installieren muss... dass bei Google noch niemand was von Access-Hierarchien und Ajax gehört hat, darf wohl als unwahrscheinlich gelten.

Anonym surfen: unmöglich mit Chrome

Die Qualität der gewonnen Daten dürfte allerdings in der Tat steigen: denn Google erfasst mit seinem neuen Browser nicht zuletzt einen beträchtlichen Teil jener User, die Google nutzen, ohne eingeloggt zu sein - die Surfgewohnheiten des restlichen Kundenstocks kennt man ohnehin zur Genüge. Chrome umgeht mit der eindeutigen ID-Nummer, die jeder Browser zugewiesen wird, sämtliche Mechanismen, die man derzeit nutzen kann, um einigermaßen unerkannt zu surfen: gelöschte Cookies und über Proxys umgebogenen IDs kann man sich mit Chrome sparen - immerhin telefoniert der Browser ganz ohne lästigen Usereinfluss nach Hause und hat in Deutschland sofort den Spitznamen "Schäuble Browser" bekommen. Das hält aber nur wenige User von der Benutzung ab: bereits kurze Zeit nach dem Start konnte sich Chrome in der Clicky 30-Tages-Statistik nach IE, FF und Safari auf Platz vier vorschieben:

chromestats Browser Krieg: Von Chrome und anderen Übergangsmetallen

Mein Hauptbedenken gilt aber keineswegs dem Datenschutz - hier sind, grob vereinfachend ausgedrückt, im Fall von Google das Floß nicht nur abgetrieben, sondern längst am Wasserfall zerschellt. Außerdem dürfte es in punkto Privacy auf den ersten Blick sehr schwierig werden, Matt Cutts' Open Source Argument zu widersprechen: jeder Verschwörungstheoretiker ist eingeladen, einen Blick in den offenen Source Code des Browsers zu werfen - ob sich die OS-Policy in der Praxis als Feigenblatt herausstellt, muss erst die Zukunft zeigen. Details über die tatsächlich ans Headquarter geschickten Daten kennt das datenschutzblog.

Tu felix Google nube

An personenbezogenen Tracking-Daten haben Regierungen in der Tat mehr Interesse als Suchmaschinenbetreiber. Google richtet sich mit Chrome primär das idealen Adsense-Biotop ein, wie am Finblog nachzulesen ist - wer weiterhin selbständig im Netz arbeiten möchte und so wie ich nur Nachteile darin sieht, Google als einzigen und exklusiven "Businesspartner" zu haben. Und daher mache ich eine Ausnahme und schreibe in diesem Posting über eine Software, die niemals den Weg auf meine PCs finden wird. Wer immer noch zweifelt, dem rate ich, einen Blick auf die Sieben Gründe, Chrome nicht zu verwenden zu werfen.

Ich bin mit Firefox 3 zwar nicht völlig zufrieden, aber Browsen ohne Statuszeile und SEO-Tools geht gar nicht - mein Desktop bleibt Chromefrei.[2. Ich will die Trolle ja nicht noch zusätzlich mit dem Aussterben bedrohen.] Einer der sich allerdings garantiert freuen wird, ist wohl Panacea: ich würde drauf wetten, dass sein Label "Position Chrome" in den letzten Tagen einige zusätzliche Hits bekommen hat...

Blogistan Panoptikum KW33 2008

barcamptraunsee Blogistan Panoptikum KW33 2008Das Barcamp in Traunsee ist vorbei - soviel geballtes Web zwei Null an einem Wochenende hinterlässt natürlich Spuren im Netz. Auf FlickR gibt's meine erste BC Traunsee Gallerie, auf Facebook hab ich die gleichen Fotos online gestellt: denn dort gibt's ein Feature, das ich bei FlickR schmerzlich vermisse: Fototagging - ein wahres Killerfeature. Ich frag mich, wann FlickR das endlich anbietet - denn prinzipiell möchte ich meine Bilder lieber öffentlich als ich Walled Garden Facebook hosten... also hilft vorerst nur doppelt gemoppelt, aber das scheint in Zeiten der maßlosen Content-Aggregation ja auch nur angebracht.

Micro-Blogging News: Twitter & Co.

Twitter: keine freien SMSen mehr: Was haben wir uns in den letzten Monaten gewundert, wie Twitter seine Millionen an outgoing SMS-Messages bezahlt... bekanntlich konnte man sich bislang wahlweise nur Direct Messages oder alle Updates wahlweise auch via SMS an die eigene Mobilnummer schicken lassen, als Absender tauchte eine britische Nummer auf. Nun kennen wir die Antwort: gar nicht. Und mit der rasanten Skalierung traten wohl nicht nur Serverprobleme, sondern auch Unfinanzierbarkeiten auf den Plan:

Mobile operators in most of the world charge users to send updates. When you send one message to Twitter and we send it to ten followers, you aren't charged ten times—that's because we've been footing the bill. When we launched our free SMS service to the world, we set the clock ticking. As the service grew in popularity, so too would the price.

In Kanada (this is aboot communication!), Indien und den USA fand Twitter Mobilfunkpartner, dort gibt's weiterhin die Freebie-Nachrichten, während der Rest der Welt erstmal warten muss: die Betreiber wollen in möglichst vielen Ländern Partnerverträge abschließen, aber das kann dauern. Wer weiß, vielleicht dürfen Tweets hinkünftig nur noch 100 Zeichen lang sein, damit ein bisserl Werbung Platz hat :mrgreen: Incoming Messages sind nicht betroffen, die an Twitter gesendeten Nachrichten werden ja von den jeweiligen Usern bezahlt.

Da mittlerweile für so gut wie alle modernen Handy-Betriebssystem Clients verfügbar sind, hält sich der "Schaden" für Geeks in engen Grenzen. Genauere Infos kennt das Twitter-Blog.

Bleepst du deitsch!< Es gibt jetzt einen deutschsprachigen Twitter-Clon. Viel mehr gibt's dazu nicht zu sagen, außer, dass ich gerade auf der Startseite von Bleeper folgende Message von localmeyer gelesen hab:

Hier ist ja noch weniger los als bei identi.ca.

SEO-News der Woche

SEOhausen war vergangene Woche - und natürlich auch jede Woche davor - in hellem Aufruhr. Janik droppte ein paar sehr wahre Worte über Konfliktpotential zwischen Design- und SEO-Abteilung, das ich aus meiner täglichen Arbeit nur allzu gut kenne. Ein sehr ausführliches und unbedingt lesenswertes Interview mit (Ex?) Online-Desperado Thomas Promny, der früher mal dem Irrtum erlag, BlackHat könne in de funktionieren [1. ts ts... sowas geht auf Dauer doch nur länderübergreifend!]. Noch mehr Lesestoff gibt's bei SEO-Scene, hier stand Sergej Müller, Byte-Papa von WP-SEO, Frage und Antwort. Das Plugin kommt natürlich auch hier auf ds zum Einsatz - die 20 Dollar zu investieren, kann ich jedem ambitionierten Blogger nur dringendst nahelegen.

Eikyo stellt das auf Open Source Themen spezialisierte Social News Portal Hype! vor, der Seitenoptimierer zieht in den Krieg gegen Social Bookmarking Services, Google gibt endlich zu, Datenkrake zu sein und es gibt jetzt auch schon Junior SEO Manager - Ricardo.ch sucht einen solchen; Xsara hat kurz überlegt, aber dann gleich beschlossen, dass Hunde-Selbständigkeit doch mehr Zeit fürs Gassigehen lässt...

Abstauber-Alarm: der Promoter verlost eiskalt einen 125x125er Werbeplatz in seinem Sidebar - allerdings steht nirgends, wie lange die Schaltung online bleibt. Mehr als ein Tag wird's wohl sein, wer sollte sonst schon einen Artikel mit 250 Wörtern schreiben?

Video der Woche

Opa Kelly hat's schon wieder getan: bei den Ted Talks sprach der Schwarm-Pionier über die nächsten 5.000 Tage des Web. (Nein, älter ist das WWW noch nicht.) Sein Vortrag ist genauso realitätsfern visionär wie eh und je: dank Info-Tech wird nicht alles gut, sondern noch besser. Wir haben's schon immer gewusst:

Das war's dann auch schon wieder - im Lauf der Nacht folgt noch ein Barcamp-Bericht mit weiteren Fotos, ansonsten wünsch ich geruhsame letzte Sonntagsminuten - wir lesen uns morgen.

fatfoogoo auf der GCDC

fatfoogootrading fatfoogoo auf der GCDCAuf der Games Convention in Leipzig, die diesen Mittwoch beginnt und bis Sonntag andauert, wird das Wiener Start-Up Unternehmen fatfoogoo gleich doppelt vertreten sein: CEO Martin Herdina hält bei der zugehörigen GCDC (Games Convention Developers Conference) einen Vortrag zum Thema zu Ingame Economy und Item Trading, Loki und Dan dagegen mischen sich unauffällig unters Publikum, um auf MMOSzene fast in Echtzeit über die neuesten Trends aus den diversen Multiplayer-Welten zu berichten.

Neue Einkommensmodelle für Game-Publisher

So gut wie alle Publisher sind auf der Suche nach zusätzlichen Revenue Streams für ihre Spielwelten: neben dem von klassischen MMOs bekannten Gebührenmodell stehen zahlreiche Games in den Startlöchern, die zwar gratis spielbar sind, aber über diverse kostenpflichte Zusatzservices Bares in die Kassen der Publisher spielen sollen. War das hinlänglich bekannte Gold- und Itemtrading Blizzard noch ein Dorn im Auge, so wollen inzwischen immer weniger Anbieter den sogenannten "Secondary Market" Drittanbietern überlassen.

ff transactions 1219143540 fatfoogoo auf der GCDCfatfoogoo hat umfassende Erfahrung in der Implementation von In-Game-Ecosystemen und ist für Publisher der ideale Partner, um einen Primary Trading bzw. einen Add-On Markt im Spiel selbst zu etablieren - und die aktuellen Comscore Daten sprechen eine deutliche Sprache: Über 32% aller Internet-User geben an, Online Games zu spielen - und sind auch bereit, dafür Geld auszugeben. Während Teile des europäischen und us-amerikanischen Multiplayer-Gamer RMT (real money trading) nach wie vor als eine Art von Cheating ansehen, ist die Akzeptanz von "Shortcuts" in Asien wesentlich größer. Bei den derzeit erfolgreichsten in-game-Ecosystemen spielen (mit Ausnahme von Project Entropia) Browser-Games wie Travian oder Duels die erste Geige. Ebenfalls ein spannender Zukunftsmarkt ist das sogenannte Service trading: speziell im eSports Bereich kommt virtuellen "Trainerstunden" große Bedeutung zu.

Unter den Leserinnen und Lesern dieses Blogs befinden sich einige Gamer - würde mich brennend interessieren, wie so die vorherrschende Meinung in punkto Real Money Trading ist:

Sorry, there are no polls available at the moment.

Legitimizing the trade

Martins Vortag trägt den Titel A New Revenue Stream - Legitimizing the Trading within a Virtual Market und ist für Mittwoch vormittag angesetzt. fatfoogoo befindet sich bei der Convention in bester Gesellschaft: unter anderem wird Games-Industry Pionier David Perry einen Keynote-Vortrag halten, insgesamt tauschen sich mehr als 125 Vortragende und rund 1.000 Teilnehmer über die Zukunft der Spieleindustrie aus. Auf mittelfristige Sicht wird jedenfalls kein Publisher auf die zusätzlichen Einnahmen verzichten wollen und uns stehen mit Sicherheit ein paar rasante Monate bevor. Ich find's jedenfalls sehr luxuriös, für eine Firma zu arbeiten, die weltweit eine Pionierstellung einnimmt - sowas gibt's in Österreich ohnehin viel zu selten. Und ich find’s sehr phat, dass wir bei Suns "Dark Star" Projekt als Open Source Code-Contributors mitmachen... ich hoffe, Loki bringt von der GC ein paar Fotos von hübschen Elfinnen und furchteinflößenden Orks mit: dann gibt’s an dieser Stelle demnächst eine Fotogallerie von der Leipzig-Action.

Blogistan Panoptikum KW27 2008

wrb Blogistan Panoptikum KW27 2008Überzeugte Frühstücker hatten heute erstmals Gelegenheit, im WerkzeugH am Betafrühstück teilzunehmen. Nutella wurde bereitgestellt, das ist bekanntlich schon mal die halbe Miete - wobei ich sagen muss: das beste (Kater)Frühstück seit langem hab ich im Aiola City in Graz bekommen: nix geht über Satai-Spießchen mit Kürbischutney, Kernöleierspeise und Roastbeef von extrem glücklichen steirischen Rindern. Dass dieser Wochenrückblick so essens-fixiert beginnt, mag durchaus auch an dem fantastischen Lammfilet liegen, das ich von Roman bekommen habe - und an meinen ziemlich zufriedenstellenden Experimenten in der heiligen Kunst der Gnocci-Herstellung. (Gepriesen sei der Weizengries!). Und bevor ich mich den Safrannudeln mit Hühnerfilet, Bohnen und Chilis sowie der Panna Cotta mit marinierten Erdbeeren widme, möchte ich noch eine Wette abschließen: wo zwei oder drei Geeks zusammenkommen, da wird dieser Tage übers iPhone gesprochen oder: nichts schweißt Individualisten lieben die Uniformierung.

Die Reputation messen

Harris Interactive hat ein Messgerät entwickelt, mit dem sich laut Eigenangaben die Reputation einer Firma messen lässt. Fuellhaas hat die Faktorenmatrix detailliert beschrieben. HI hat auch gleich eine Liste der Top-Companies erstellt: Platz 1 belegt Tante G: so klaffen also Wahrnehmung und Realität einmal mehr weit auseinander... Wenig überraschend ist übrigens die Schlussfolgerung aus der Untersuchung:

Die Umfrage von Harris Interactive hat eine deutliche statistische Verknüpfung zwischen einer guten Reputation und der Wahrscheinlichkeit, dass Konsumenten Produkte eines Unternehmens kaufen oder weiterempfehlen, gezeigt. Im Weiteren lassen sich aus den Bewertungen Rückschlüsse ziehen, welche Faktoren für die Konsumenten am wichtigsten sind.

Krochavideo der Woche

Auch vor den USA macht die neuste Wiener Jugendkultur nicht halt - schwere Zeiten für Hip Hop und alle anderen Ghetto-Styles also!

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Wer zur Abwechslung mal gute Musik hören will, werfe einen Blick auf myspace: Stefan Oberthaler aka Keyminator hat unter einer CC-Lizenz einen Remix von Gilberto Gils "Bandalarga" gemacht und auf seiner Page veröffentlicht. Anhören wird dringend empfohlen!

Wo war Matt 2008?

Mit seinen Tanzvideos hat Matthew Harding in den vergangenen Jahren Furore im Internet gemacht: er reist um die Welt und nimmt sich selbst beim Tanzen an teils abgelegenen, teils skurrilen, teils einfach nur wunderschönen Kulissen auf. Wie das aussieht, zeigt dieses sehr gelungene 2008er Video [via Ulrich]:

SEO-Rundblick

Wikipedia macht extrem viel Sinn für SEO, da bin ich ganz Fabians Meinung. Okay, zugegeben: wie der Begriff verrät, richtet sich SEO an Engines, nicht an Human User... aber wer immer noch auf dumme Algorithmen setzt, statt die eigenen Aktivitäten auch mit SMO zu kombinieren, hat vor lauter Pagerank-Geilheit schon vergessen, dass ganz "normaler" organischer Usertraffic nicht ein Faktor unter vielen, sondern das Ziel ist; nofollow hin oder her. Dass seit längerem die Legende kursiert, Big G werte die Wikipedia-Links trotzdem, dürfte außerdem meinen Beobachtungen nach stimmen - aber sicher kann man sich da bekanntlich nie sein - der Artikel fasst jedenfalls alle wesentlichen WP-"Benefactors" elegant zusammen.

Währenddessen desillusioniert Sistrix: Pagerank-Sculping ja, aber bitte richtig - anscheinend wertet G nur den ersten Linktext. Die Seokratie pflichtet da übrigens bei. Und Semplicity berichtet, dass Google endlich Flagge, äh, Keywordhäufigkeit respektive Suchvolumen, derzeit wohl nur testweise bei einigen Accounts, anzeigt - mal gucken, wie lang das so bleibt.

Twitter going downhill?

Earl hat seine beliebte Twitter-Blacklist geschlossen und konzentriert sich fortan voll und ganz auf Identi.ca. Downtimes und Spam machen dem müden Wal in letzer Zeit ganz schön zu schaffen - Identi.ca dagegen basiert auf Open Source Technologien und wird daher zukünftig diverse Widrigkeiten im bewährten Crowdsourcing-Verfahren viel effektiver lösen, so Earle. Ich behalt vorerst nur mal Twitter im Auge... zwei parallele Kurznachrichten-Feeds sind zu stressig. Auch wenn mein Client ständig präventiv meint: "Posting to twitter *should* work again. Sorry if you experienced any problems!"

Chuck "Supermario" Norris

In Amerika erzählt man sich die folgende Legende: "A blind man once stepped on the foot of Chuck Norris and instantly was able to see again. Sadly, the first, last, and only thing the man ever saw was a fatal roundhouse kick to the face." Es heißt auch, Chuck Norris habe seinen WoW Charakter (einen Allianzhorde Hexer-Ingeneur-Priester-Kämpfer-Schurken) schon lange vor the Burning Crusade auf Level 999 hochgespielt - gewiss ist indes nur, dass die seltsamen Schildkröten im Super Mario Land nix zu lachen haben, wenn sie ge-chuck-norrised werden:

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So, nun zu den letzten, entscheidenden Fragen der Woche, wie etwa: "Wer war zuerst da - Batman oder die älteren Götter?" Selbstverständlich kennten das Netz die Antwort - na raten Sie mal.

find / -type f -name “Linuxwochen”

15. Mai 2008bis17. Mai 2008

linuxwochen find /  type f  name LinuxwochenRockstars gehen auf Tour, Autoren gehen auf Tour, Wanderprediger gehen auf Tour - warum sollte Linux da zurückstehen? Seit heute machen die Linuxwochen Wien im Gewerbehaus der WK (Gewerbehaus der Wirtschaftskammer, Rudolf Sallinger-Platz 1, 1030 Wien) Station: Bei insgesamt 45 Vorträgen, Workshops und 13 Ausstellern bietet die Veranstaltung allen Open-Source Interessierten BesucherInnen ein breit gefächertes Programm-Portfolio. Schwerpunkt sind der Einsatz von Linux am Arbeitsplatz respektive an Bildungsinstitutionen unter dem Gesichtspunkt Umsteigen auf Standard Open Source. Der Eintritt zur Veranstaltung ist ebenso gratis wie das im Fokus stehende Betriebssystem.

Heutigentags geht's um die Unternehmenspraxis, morgen steht die Technologie im Vordergrund und am Samstag öffnet der "Linux-Kindergarten" seine Pforten, das detaillierte Programm findet man auf der Linuxwochen-Homepage:

Open Source Software feiert im Moment einen wahren Siegeszug auf allen Betriebssystemen. Seit der Version 1.0 wurde der beliebte Open Source Internet Browser Firefox mehr als 500 Millionen Mal herunter geladen. Und das für alle Betriebssysteme von Linux, Windows, Mac OS X, bis hin zu FreeBSD, einem der ersten Unix Systeme.

Die freie Open Source Büro Software OpenOffice mit Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Präsentationen und vielen weiteren Anwendungen feiert ebensolche Erfolge, wie die Grafik-Software Gimp, die Email-Software Thunderbird, die Audio-Software Audacity und viele weitere Programme, die umfassende Anforderungen an einen Büro-, Grafik-, Audio/Video-PC erfüllen.

Und wer Anwendungen, die auf den Linux Versionen bereits vorinstalliert sind hat auch keine Einstiegshürde mehr auf Linux auch als Betriebssystem umzusteigen. Das ist ein wichtiger Grund, warum sich die Linuxwochen 2008 dieser sehr wichtigen Anwendergruppe widmen: den Umsteigern als Privatanwendern, in Schule und Ausbildung sowie als Unternehmen und Behörden.

Ab 19. Jänner geht's im Joanneum Graz dann gleich nahtlos weiter mit dem Missionieren für die gute Sache, alle weiteren Termine gibt's auf Linuxwochen.at.

Die Blogi***eljaged spammt sich quer durchs Netz & 1 Pamphlet über Blogs

ds StammleserInnen wissen, dass der Autor dieses Blogs, also meine Wenigkeit, exzessiver gegenseitiger Verlinkung zwischen Bloggern ganz und gar nicht abgeneigt ist. So sehr ich nix für real-life Karnevale übrig habe, so sehr mag ich Blogparaden. Die nächste Technorati-Kette? Count me in. Aber wenn Start-Ups aufdringliche Gewinnspiele mit Verlinkungspflicht einführen, dann find ich das nicht besonders originell.

Das Uri Geller Tricks aufgedeckt Blog, beschreibt die Mechanik des Spiels kurz und knapp:

5 Webseiten (Hitflip, MyVideo, Erento, verwandt.de und Hitmeister) haben zusammen ein Gewinnspiel mit unglaublichen Preisen ausgedacht: Man muss als Besitzer einer Webseite / eines Blogs einen Beitrag schreiben, wo die 5 versteckten Logos auf den 5 Webseiten sind. Dann schreibt man noch etwas über das ganze, gibt einen Kommentar auf der Gewinnspiel-Seite ab, und schon ist man dabei!

Lustig auch die TNBs:

  1. Wenn man mehrere Blogs / Homepages hat, kann man auch mit mehreren mitmachen. Jeder Blog / jede Homepages zählt als ein "Los" für das Gewinnspiel.
  2. Nofollow und Affiliate-Links sind OK und schließen nicht von der Teilnahme aus.
  3. Die Kommentare und Trackbacks sind Nofollow-frei so das die Blog**zeljagd auch SEOs Spaß machen sollte.

Punkt 1 ist klar, Punkt 2 verdient nähere Betrachtung: die alte These "nofollow Links sind nicht völlig irrelevant beim Google-Ranking" ist komplett richtig; seit dem letzten Update hat Google entweder einige Anpassungen am Algorithmus durchgeführt oder lässt händisch korrigieren (ich tippe eher auf ersteres), dass nofollow-Links mittlerweile das Ranking beeinflussen, sollte eigentlich jeder SEO sehen können, der Augen im Kopf und Spaß an Experimenten hat. Punkt 3 dagegen verblüfft: eine nofollow-Trackback Link von einer Aggregatorseiten mit am Ende +100 Outgoings bringt in der Tat nix... aber das sind schon die Feinheiten, back to basics:

Wie schon in der Einleitung angedeutet, find ich's fein, wenn sich BloggerInnen gegenseitig Verlinkung. Im Gegensatz zu allen "Alteingesessenen", die davon überzeugt sind, die Moralgesetze der Blogosphäre höchstselbst fest in Stein gemeißelt zu haben, glaube ich steif und fest daran, dass die Grenze zwischen thematisch motiviertem Backlink und Selbstzweck eine extrem fließende ist... panta rhei eben. Aber dieser Grund ist bei weitem nicht der einzige: seit wir Early Adopters uns im Internet rumtreiben, reden wir davon, dass das Netz Chancengleichheit für alle bietet... diesem hehren Ideal stehen breite ökonomische Hürden entgegen, aber zumindest in einem winzig kleinen Bereichen haben Open Source (Blog)Publishing Systeme die Karten zwischen "professionellen" Medienhäusern und One-Woman/Man-Show-BloggerInnen definitiv neu verteilt: jede/r InternetUserIn kann publizieren und mit der nötigen Ausdauer und Bereitschaft zum Lernen ein unglaublich großes Publikum finden. Dass mittlerweile dank hochbezahlter SEO-Agenturen old school Bewerber in der Ökonomie der Aufmerksamkeit finanzielle Mittel haben, um clevere Early Adopters auszustechen, spricht in meinen Augen dafür, dass letzere sich gegenseitig unterstützen. Das ist (neben einem stark florierenden Interesse am Geschreibsel der anderen) einer Hauptgründe für meine Serie "Blogvorstellungen"... und genau aus diesem Grund sehen die TNBs meiner eigenen Gewinnspiele auch Extra-Chancen für Co-Blogger vor, die drüber schreiben, und eben deswegen trage ich zu allen virtuellen Galas stolz meine Blogpiraten-Kapitänsmütze. "It's a thin line between love and rape", wie Public Enemy weiland am großartigsten ihrer Alben mal so treffen rappten.

Bei besagter Blogitz*ljagd jedenfalls geht's nicht nur darum, dass alle auf die fünf Veranstalter verlinken, auf deren Seiten ist auch noch das Logo versteckt - selbiges zu suchen, soll den beteiligten SchreiberInnen "Spaß" machen (und auf Seiten der Sponsoren ein paar Ad Impressions und Pageviews generieren). Ich alter Sack schreib zwar immer noch beim gap (obwohl meine Kolumne letzthin von der Chefredaktion als "unverständlich" bezeichnet wurde), hab aber selbstverständlich keinerlei Ahnung von der Jugend von heute und alle meine jüngeren Kumpels sind offensichtlich hochgradig unrepräsentativ: meine und deren Vorstellung von Spaß ist eine andere als Logos auf Webseiten zu suchen - da lob ich mir doch direkt mein OneTrack auf Facebook. Wie auch immer: Scheiß auf den EiPod Tatsch - ich bewirb mich mit diesem Beitrag hiermit offizielle für den Meinungsmacher Spezialpreis.
Ach ja, darum geht's.

Weihnachtsgeschenk WordPress

Wordpress hat sich in den letzten Jahren zur meistverbreiteten Blog-Software entwickelt. Was unter der Prämisse "smart and simple" als vergleichsweise einfaches Weblog-Tool begann, ist mittlerweile ein ausgereiftes Content-Management-System, das dank zahlreicher Plugins flexibel und vielfältig einsetzbar ist.
erschienen auf futurezone.orf.at
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