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Facebook-Tipp: Keine Personenprofile für Nicht-Personen!

fgroupsMeine Friend-Add Policy bei Facebook ist nicht besonders streng: die meisten meiner virtuellen Freunde kenne ich zumindest vom (virtuellen) Sehen, im Zweifelsfall hilft eine kurze Nachfrage. In letzter Zeit fällt mir aber immer öfter auf, dass mehr und mehr “schlaue” Social Marketing Experten Personenprofile für Clubs, Vereine und sogar Veranstaltungen anlegen. Ein kleiner Ratschlag: Bad Idea, FB löscht solche Profile nämlich on demand.

Wer Partys bewerben möchte, verwendet am – irgendwie liegt’s ja nahe – dazu am besten die Events-Applikation, Brands und Companys sind auf Pages gut aufgehoben und für alles andere gibt’s schließlich noch die guten alten Gruppen, Causes und so weiter. Mag schon richtig sein, dass der Durchschnittsuser Freundschaftsanfragen eher beantwortet als Gruppen- und Eventeinladungen. Aber die Facebook-Policy ist in diesem Punkt sehr strikt: wer keine (im juristischen Termini “natürliche”) Person ist, darf sich auch kein FB-Profil anlegen. Das macht organisations- und vermarktungstechnisch durchaus Sinn, sowohl für Facebook als auch den User: denn während es nicht möglich ist, allen Freunden eine Message zu schreiben, können sowohl Page- als auch Group-Admins ihre Fans respektive Mitglieder per Mausklick am laufenden halten.

Zwar zeigt sich Facebook im Ernstfall häufig kulant und erlaubt beispielsweise, bereits angesammelte Friends als “Fans” in eine Page zu übernehmen, allerdings sollte man das unnötige Risiko gar nicht erst eingehen. In diesem Sinne werde ich auch weiterhin Anfragen von Partys, Clubs, Vereine und sonstigen Nicht-Personen, die meine Freunde sein wollen, ablehnen. (Anders verhält sich’s natürlich mit gut gefakten menschlichen Charakteren.) Was ich damit sagen will: besser keine sinnlose Arbeit in ein Profil investieren, das früher oder später sowieso gelöscht wird und für Marketingzwecke besser auf Pages und/oder Gruppen setzen!

Facebook: Gruppen umbenennen erlaubt

fbgroupsMittelmäßig interessante Facebook-Neuigkeiten für Gruppen-Betreiber mit (Marketing-)Hintergedanken: seit 24. Februar darf man den Namen von Gruppen ändern. Auf weniger tauben Ohren stoßen dürfte die Facebook-Policy zum Thema “Gruppenmails” – bislang bestand ja keine Möglichkeit, als Administrator einer Gruppen sämtlichen Mitgliedern eine Message zu schicken. Den “Fans” einer Page kann man dagegen sehr wohl Updates senden.

Allfacebook.com schreibt dazu:

For the past 5 years administrators of Facebook groups have not been able to change their names. As of today, that restriction is being removed amidst continued feedback from group admins who want the ability to do so. While it’s a seemingly small adjustment, it makes me wonder if we could soon see a mini-market for larger groups. [...] Facebook then reportedly removed that restriction but it’s now somewhat unclear how many people you can message within a group. I’ve reached out to Facebook for clarification and should hear back shortly.

Facebook-Gruppen dürfen also ab sofort den Namen wechseln, bei Pages ist dies nicht möglich – meinen Erfahrungen mit dem durchwegs freundlichen und rasch reagierenden Facebook-Support nach dürfte aber eine Umbenennung in der Praxis, etwa bei einer Änderung des Firmennamens, durchaus on Request machbar sein. Bis die Frage, ob Brands besser in den Aufbau einer Gruppe oder einer Page Zeit, Energie und Geld investieren sollten, eindeutig gelöst ist, werden wohl weiterhin die meisten berufsaktiven Facebooker bei der zweigleisigen Strategie bleiben.

Dass es für Facebook ganz und gar nicht einfach ist, hier klare Vorgaben zu machen, liegt auf der Hand: Spamming soll und muss verhindert werden, die Kommunikation von Interessensgruppen darf darunter aber nicht leiden. Beim Versand von Updates verwendet Facebook diverse automatische Filter – wenn eine Message zuviele externe Links und/oder Sonderzeichen (z.B. deutsche Umlaute) enthält, dann läutet schonmal die Alarmglocke. Wie so viele Agenden ist die Regulierung dieses nicht unsensiblen Bereichs wohl als “Field Work in Progress” zu sehen.