Dan war letzten Samstag in der Pyramide - aber nicht um Pharaonen bei mittelmäßigen, überbewerteten Ausstellungen zu sehen, sondern Ritchie Hawtin. Warum's eine miese Party war, lässt sich recht ausführlich und unterhaltsam auf Turnthescrew.com nachlesen. Zum Trost gewann Dan dafür jüngst einen Coypwriter-Bewerb - Gratulation!. Und um an dieser Stelle ausnahmsweise auch in die Zukunft zu blicken: wer am 27. Mai zufällig in San Fran weilt, der sollte wohl der Wordpress 5-Jahres-Feier einen Besuch abstatten - ich werd's leider nicht schaffen, dafür freu ich mich schon auf den morgigen Webmontag. Herzliche Gratulation jedenfalls an Matt und das gesamte Team! Ihr baut die besten Werkzeuge ever - für uns Blogger. Und im Gegensatz zu richtigen Bohrhämmern, Zangen und Schraubenziehern gibt's die sogar noch gratis - thx!
...am Grazer Schauspielhaus, und zwar in Form eines Theaterstücks, das Blogosphärentexte verwendete, um ein "literarisches Statement auf die digitalisierte Lebenswelt" zu montieren. Unglaublich geil ist die Beschreibung aus dem Programmheft:
Sie nennen sich Yvan, Popnutte, Schimmerschnecke und Helge und sind Bewohner der Blogosphäre. Im nie endenden Prozess des Bloggens, Postens, Updatens und Verlinkens basteln sie an ihrem Kosmos, definieren ihre Existenz, [...], suchen ganz einfach: die Liebe.
Hehe... Er nannte sich Helge!. Vielleicht wird das ja der deutsche Synchro-Titel von "They called him Machete".
Wer sich schon länger fragt, ob die Web 2.0 Szene ihren wirtschaftlichen Zenit überschritten hat, findet beim Command Line Idiot die 12 Signs That The Recession Has Hit The Internet. Mein Favorit ist die Nummer 5:
For $20, Rick Astley will show up to do it in person.
Am 20. September isses so. Weit. Wie ich gerade von Monika erfahren habe: die alte Burg Gmünd bildet den würdigen Rahmen fürs erste Bloggertreffen im Bundesland mit der besten Polenta Österreichs. Wär jedenfalls ein willkommener Anlass für einen längeren Motorradausflug! Trotz mittelalterlicher Gemäuerkulisse wird's WLAN geben; ob das Mittagessen im ritchie Ritter-Stil (ohne Besteck und mit viel Sauerei) über die Tafel geht, ist derweil noch nicht bekannt; außerdem haben alle BesucherInnen die einmalige Gelegenheit zur Teilnahme an einer Gmünder Stadtführung 2.0. Nicht Kärntner und Kasnudel-Touristen ohne festen Wohnsitz in Wörtherseenähe dürften aufatmen:
Worüber Ihr bloggt ist egal und natürlich müsst Ihr nicht aus Kärnten kommen. Alle Blogger sind herzlich willkommen.
Thx Ulrich - für die Power-Uno Regeln, die fantastischen sizilianischen Melanzani in Tomatensauce (wie schnell kann man davon körperlich abhängig werden?) und für drei großartige Videos! Letztere möchte ich auch der hochverehrten LeserInnenschaft keinesfalls vorenthalten; als da wären: 1. der neueste Trend aus Saudi-Arabien: Street-Skating auf Birkenstocks sowie 2. eine unglaublich gut gelungene Kanye West Parodie und 3. der schlechteste Kampf der Fernsehgeschichte. Schönen Restsonntag!
Ein sehr video-lastiges Wochen-Panoptikum erwartet Sie diese Woche, hochverehrte LeserInnen. Doch wie Andi Schabus es so schön beim letztwöchigen Digitalk formulierte: man nimmt eben, was am besten passt. Mit anderen Worten: es gibt weder Podcasts noch Blogs noch Online-Videochannels - sondern bloß mehr oder weniger geeignete Formate zum Gschicht'l-Drucken.
Die SMX, eine der wichtigsten SEO-Veranstaltungen in den USA, ist frisch vorüber - in der aktuellen Ausgabe der Shoemoney Show rekapituliert Jeremy seine neuesten Erkenntnisse. Eines steht jedenfalls fest: der Magie von Twitter ist Shoe mittlerweile auch verfallen.
Jack Nicholson erregte ebensoviel Aufmerksamkeit wie Häme mit seinem Zusammenschnitt alter Filmrollen, in denen er diverse Borderline-Charaktere für Hillary ins Rennen schickt. Ist jede Werbung gute Werbung? Oder würden Sie dem Hausmeister aus Shining ein Auto oder eine Präsidentin abkaufen? Obwohl schon das Original wie eine Parodie wirkt, finden sich auf youtube inzwischen massig viele Verhohnepippelungen des Wahlclips, z.B.:
Ausnahmsweise mal ein Videoclip ohne Worte...
Ein deutscher Wissenschaftler sorgte letzthin mit der Aussage für Aufregung, dass 30 Minuten Work-Out genauso viele Kategorien verbrauche, wie 30 Minuten lang Frauen auf die Brüste zu starren. Klingt absurd, aber bereits 1997 war diese Theorie erstmals aufgetaucht. Glücklicherweise klärt Brainiac die Sache ein und für allemal mittels strengst möglicher Wissenschaftssimulation! (Word of Warning: Boobies gibt's in dem Video keine zu sehen!) [via John Chow]
Ach ja, bei TZ hab ich den bösen Witz der Woche gelesen - über psychische Insuffizienzien möge man keine Scherze reißen, mahnt der Commons Sense, aber ADD macht danke Ritalin-, Simpsons- und Southpark-Behandlung eine Ausnahme:
How many kids with ADD does it take to screw in a lightbulb?
Hey! Who wants to rides bikes!
Mike Huckabee war bis 2006 Gouverneur von Arkansas und gründete zu Beginn dieses Jahres einen Förderausschuss anlässlich seiner geplanten Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahlen, Wikipedia weiß mehr. Über großartige Differenzierungskriterien verfügt MH keineswegs... Südstaaten-Durchschnitts Konservativismus mit der vollen Bullshit-Breitseite eben.
Gegen strengere Waffengesetze, für Ausbau von Guantanamo, gegen Homoehe, für Todesstrafe, für Irakkrieg usw... auf der Wirtschaftsseite dagegen ist Huckabee eher links-liberal orientiert, tritt für Fair Tax und höhere Besteuerung von Besserverdienern ein. Teil der Wahlkampf-Homepage ist ein Blog, und dort veröffentlichte sein Team ein Video, das man getrost für eine Parodie halten könnte - allerdings meint der gute Mann sein "Chuck Norris approved" Siegel völlig ernst. Wie man unter solchen Umständen bei geistiger Gesundheit für einen solchen konservativen Möchtegern-Komiker abstimmen kann, wird sich mir wohl nie erschließen. Und so gern ich Kampfsport passiv konsumiere: Chucky Boy war immer schon ein lächerliches Windei.
Weird Al Yankovich hat's endlich wieder getan: White and Nerdy heißt sein neuer Tune, der erstmal ungeschönt und wahrheitsgetreu von den Leiden eines weißen Computernerds erzählt. [via Pete]
Zitat: "I speak Javascript as fluently as Klingon - even built a homepage for my dog." Ich war ja seinerzeit schon von Al's großartiger Parodie "Smells like Nirvana" (Yes I'm ugly / and I'm screaming / but I don't know / what I'm singing.) äußerst angetan war, muss ich neidloszugeben: der Song hat Flow und Al schreibt die phatteren Texte also so mancher hauptberufliche Rapper, der sich derzeit so in den Charts rumtreibt.