Xing zählt sich zu den Kristenprofiteuren, Manuel zieht nach Roatan und mir bleibt eigentlich neben der wöchentlichen Dosis Verwunderung eigentlich nur, allen Leserinnen ganz herzlich zum heutigen internationalen Frauentag zu gratulieren. Wobei an dieser Stelle natürlich schon mal gesagt werden muss, dass für uns Neue Männer natürlich jeder Tag ein Frauentag ist
"Seelig sind die geistig Armen, denn ihrer ist das Himmelreich!" So mancher Blogger vermutet dieser Tage, dass die Mannschaft von StudiVZ beste Chancen beim Einlass durch die göttliche Pforte hat, denn:
StudiVZ verklagt verschiedene Domainbetreiber die VZ im Namen haben. Wie arm ist das denn? Wie tief kann man sinken? Es sind so interessante Namen wie FussballerVZ, PokerVZ, ErstiVZ und Abitur-VZ dabei. Ein besonderes Highlight ist FickenVZ. :-). Diese Seiten wurden teilweise schon vom Netz genommen oder unter anderem Namen wieder aufgemacht.
Tja, so eine Heise-Meldung macht ganz schön Backlinks, halt leider nicht auf StudiVZ
Überhaupt hat das in Deutschland komischerweise immer noch beliebte Social Networks wahnsinnig viel gute Presse bekommen in den letzten Monaten: Blogbar freut sich über offenen Sexismus, das Lawblog, Netzpolitik.org und BasicThinking loben die tollen neuen Nutzungsbedingungen, fixmbr findet nette Worte für die strategische Ausrichtung... wow! Nur so weiter. Die User lassen's anscheinend ja eh mit sich machen.
Frank hat in einem ausführlichen Beitrag dargelegt, warum er die Autofollow-Function bei seinem Account abgedreht hat. Sehr nachvollziehbare Überlegungen, nur diese Stelle will ich nicht unkommentiert stehen lassen:
Für mich war es ein Weg meine neuen Follower besser kennenzulernen in dem ich ihre Nachrichten in meinem Stream lese. Diejenigen die mir nicht gefielen, hab ich dann einfach wieder rausgeworfen. Das Prinzip funktionierte auch eine Weile ganz gut, bis vor kurzem einige schlaue Marketing-Geier auf die Idee gekommen sind Listen mit Nutzern die diese Autofollower nutzen zu verbreiten. Das führt dann dazu, dass du auf einmal täglich 20 neue Follower bekommst wovon 18 irgendwelche Spammer sind, denen es nur darum geht ihre Followerzahlen so hoch wie möglich zu treiben. Irgendwann war ich mehr mit Unfollowen beschäftigt als mit sonst etwas. Das macht keinen Spaß und drum habe ich eben dieses Experiment wieder beendet.
Bartgeier, Schmutzgeier, Marketinggeier - gut zu wissen, dass nicht alle Tierrassen vom Aussterben bedroht sind! Ich betreibe ja unter datadirt.net/twitterlist/ selbst eine solche Liste, allerdings würde ich dort niemals jemanden gegen seinen Willen eintragen - User, die das möchten, hinterlassen selbst ihre Account-Adresse samt Tags. Denn wie Frank schreibt: jeder soll's mit der Twitternutzung halten, wie sie glaubt.
Was ist ehrliches Kundenfeedback, wo beginnt Rufschädigung? Und werden wir bald den Begriff "Blackhat Viral Marketing" verwenden? Frank Helmschrott schildert einen interessanten Fall, in dem ein negativer Kommentar über die Firma nuntio aus Wien dem betreffenden User einen Brief der Anwaltskanzlei einbrachte, denn die sah den Tatbestand der Rufschädigung erfüllt. Werden Firmen künftig negatives Feedback einfach wegklagen bzw. wegdrohen können? Der Anwaltsbrief soll über 700 Euros kosten; keine Ahnung, ob dies den in .at "marktüblichen" Preis entspricht. Aber ich schließe mich Frank an - nicht jede PR ist gute PR:
Angenommen er würde nun seinen Kommentar bei Facebook widerrufen, würde er ja eigentlich damit lügen oder? Schließlich handelt es sich ja nicht wirklich um eine unwahre Behauptung sondern um seine Erfahrung. Weird! Aber auf jeden Fall dürfte auch hier das Problem hinterher größer sein als vorher. Der Firmenname "Nuntio" könnte bei Google künftig evtl. etwas negativ besetzt sein.
Selten werden sieben Tag so sehr von einem Thema dominiert: die Firma Seoline mahnte Captain Sistrix ab und generiert damit in Rekordzeit über dreißig Reaktionen. Blogschrott fasst das treffend zusammen:
Statt dessen beschwören sie einen Abmahn-Linkbait ungeahnten Ausmaßes herauf, ich bin geneigt zu sagen "Denn sie wissen nicht was sie tun". Das Ganze erinnert mich an die Geschichte vom Zauberlehrling: "Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los". Damit ist die Sache klar, mein erster Blogschrott-Award in diesem Jahr geht an die Seoline GmbH. Dann haben die Seoliner bei dieser Sache wenigstens etwas gewonnen.
Und Fridaynite fürchtet Konsequenzen, falls die Kläger recht bekommen:
Wenn man so einfach jeden abmahnen kann, werde ich wohl irgendwann die Kommentarfunktion hier schließen müssen.
Die Liste der kompletten Reaktionen gibt's bei Johannes. Wirklich geil sind die Auswirkungen dieses PR-Supergaus: bei der Suche nach Seoline ist derzeit von der Firmenhomepage jedenfalls weit und breit keine Spur - abgesehen von der kostenpflichtig eingeblendeten Anzeige. Wundert mich ja direkt, dass noch keine zweite Agentur auf diesen Namen bietet
Mit dem Begriff Website Outsourcing meint Ben nicht, dass man eine Agentur mit der Anpassung von Typo beauftragt, sondern die User sollen selbst sämtliche Inhalte generieren - Skittles kickte kürzlich die Homepage und zeigte den Twitterfeed an, bis zahlreiche User posteten "Skittles gives you Aids":
Nun hat auch der Ableger von Mars, "Skittles" sich dieses merk-würdige Online Marketing Konzept angeeignet. Das Moderne Internet wird durch Web 2.0 auch bei Brand Websites dramatisch verändert.
Aber in Wahrheit handelt sich's um ein völlig überbewertetes Schein-Gefechtlein zwischen Konsumenten und - nein, eben nicht Produzenten, sondern Marke. Brääänd. Skittles ist genauso wenig eine Firma wie Mars. Masterfoods ist eine, und hier darf halt irgendein Product Manager eine Longtail-Versuchsreihe starten - sozusagen Customer-Self-Service im Werbebereich.
InLinks startete am deutschen Markt, und Selbstaendig-im-Netz hat ein lustiges Interview zum Marktstart. Es spricht Sebastian Wenzel, der in New York bei Mediawhiz, den Machern von inLinks, arbeitet. Sehr fröhlich gestimmt hat mich dieses Zitat:
Ein Partnerprogramm gibt es und es ist wirklich ein Sahnestückchen geworden. Wir sind selbst jahrzehntelang als Affiliates und Merchants groß geworden, weshalb wir hier wirklich an die Grenzen zu dem gehen was man im Onlinemarketingbereich machen kann. Das heißt bis 15% Affiliateprovision für Publisherumsatz und das für bis zu 2 Jahre. Auch für Advertiser-Anmeldung zahlen wir überdurchschnittliche 20 Euro.
15% würd ich nicht grad als die Grenze des Affiliate-Universums bezeichnen, aber gut - jeder muss seine Nische selbst finden. Aber wie dem auch sei: die Seoux-Indianer haben getestet und zeigen sich vorerst mäßig begeistert. Für Secondary Pages vielleicht interessant, ansonsten würd ich das Risiko einer Google-Abstrafung durch mögliche Unvorsicht eines neuen Anbieters aber keinesfalls eingehen.
Was ist Ihre Definition von Internet-Lifestyle? Diese Umfrage auf einer einschlägigen Konferenz zeigt, dass meine Kolleginnen und Kollegen die gleichen Vorteile schätzen, die ich nicht mehr missen möchte: man kann arbeiten, wann und wo man möchte, die eigene Zeit frei einteilen und trotzdem mehr verdienen, als mit jedem anderen Job. Kurz: mehr Freedom of Choice!
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende dieses Wochenrückblicks angelangt - danke für Ihre Aufmerksamkeit, wir lesen uns am Montag!
bee5.de gehört definitiv zu jenen early birds, die zwei bestehende Konzepte auf smarte Weise verknüpfen: einerseits fungiert die Plattform als klassisches Affiliate-Netzwerk mit einer breiten Auswahl an Programmen, andererseits bietet sie die Funktion, Shortlinks zu generieren - damit eignet sich bee5 potentiell sehr gut für den Einsatz auf Micro-Blogging-Netzwerken. Als weitere Besonderheit zahlen die Betreiber auch Kickbacks an Mitglieder für deren eigene Einkäufe, sofern diese über die generierten Empfehlungslinks getätigt werden. Diesen Beitrag weiterlesen »
Beherrschendes Thema der Woche: der neue WordPress-Release. Denn "Coltrane", so der Codename der aktuellen Version 2.7., bringt eine Reihe gravierender Änderungen. Am auffälligsten ist sicherlich die neue Optik im Backend: Matt und sein Team ließen (fast) keinen Stein auf dem anderen. Jene User, die gleich nach dem Release die neue Anordnung der einzelnen Elemente kritisierten, haben übrigens eines der Hauptfeatures nicht kapiert: via "Screen Options" lässt sich jeder einzelne CMS-Screen via Drag und Drop bequemst an die eigenen Editing-Bedürfnisse anpassen. Eine gute Nachricht für Technik-Hasser ist die automatische Update-Funktion: analog zum bisherigen Plug-In-Update-Verfahren lässt sich ab 2.7 das ganze WordPress ohne ftp-Transfer direkt via Web-Interface aktualisieren.
Ich bin jedenfalls sowohl von der Überarbeitung des CMS-Backends als auch von den neuen Features restlos begeistert, außerdem konnte ich nach dem Update diverse nicht mehr benötigte Plug-ins deaktivieren, da einige bislang nur extern nachrüstbare Funktionen in den Core übernommen wurden. Keine Wunder: noch nie haben annähernd so viele Programmierer direkt zu einem Release beigetragen: 150 Personen trugen Codeschnipsel zu dieser Version bei. Dieser Screencast vom offiziellen WordPress-Blog gibt einen Überblick über die neuen Features:
Ein lahmer Gag wird beim zweiten Mal auch nicht unbedingt besser: trotzdem war die Frage des Auftauchens von Dotcomtod 2.0 bloß eine Frage der Zeit. Der These, dass sich alles zyklische wiederholt, stimme ich zwar zu - allerdings knüpft das erste Posting über SPON vs. Huffington Post nahtlos an die Tradition des Originals, ungefährliches Halbwissen in semi-unterhaltsamer Form zu präsentieren, an. Ein symptomanisches symptomathisches Zitat:
Beweisen kann ich es nicht, nur einmal meine jahrelangen Erfahrungen als SEO einbringen … die externe Verlinkung von Huffington sieht auf dem zweiten Blick nicht mehr ganz so natürlich aus, doch das will ich gar nicht kritisieren. Sollen Investoren und Anzeigenkäufer glücklich damit werden.
Mal sehen, was Matthias noch so draus macht - aber let's face it, Captain Lummaland ist schwer zu widersprechen, und auch wenn weite Teil des deutschen Feuilleton sogar temporär aus der selbstverschuldeten Lahmarschigkeit aufwachen: herbeischreiben wird man die Krise nicht können:
Es gibt keine größenwahnsinnig bewertete Nullnummern mit IPO-Aspirationen, es gibt einen kleinen M&A-Markt, es gibt zwar viele kleine Startups und nicht alle schaffen es, aber die großen wilden Dinger wie vor 8 Jahren gibt es nicht zu beobachten.
...hatte Max vor kurzem:
Der Gerichtsvollzieher meinte das er einen "Arbeitsnachweis" für seinen Chef braucht, deswegen wollte er das ich zum Gericht gehe und bei ihm 1.000 Euro in bar einzahle. Darauf fragte ich warum ich das machen soll, wenn alles mit einem Telefonat geklärt werden kann. Darauf sagte er: "Das können sie so machen, aber dann merke ich mir ihren Namen und wenn jemals wieder etwas gegen sie vorliegt breche ich ohne Vorwarnung gleich die Wohnungstür auf".
Er hat's mit seinem phlow-Magazin in die letzten c't Ausgabe geschafft, und zwar in die heißbegehrte Rubrik Linktipp:
Die Promotion per Schneckenpost in Form einer CD-ROM plus "Waschzettel" mit unseren Phlow-Compilations hat also funktioniert. Diese habe ich vor ein paar Wochen an die c't Redaktion geschickt. Also auch die alten Medien wie Post plus analoge Datenträger funktionieren noch. Wer wissen will, was Jo über Phlow geschrieben hat, liest einfach den c't Linktipp (ganz unten auf der Webseite).
Der Eintrag ist auf jeden Fall mehr als verdient - wer an aktueller netlabel-Musik interessiert ist und täglich mit frischen, qualitativ beängstigend hochwertigen Tracks versorgt werden will, sollte den RSS-Feed ganz schnell in seinen Reader eintragen.
Aber sicher doch! Piraten sind cool, und damit meine ich *nicht* Johnny Depp. Captain Jack Sparrow stinkt... aber Jean Lafitte und Co. rocken und kommen im Zuge der Urheberrechtsdebatte zu neuen Ehren. Der elektrische Reporter hat diese Zusammenhang in einem nicht nur inhaltlich, sondern auch grafisch extrem gelungenen Video fürs ZDF aufbereitet. Die Kurzversion: selber Regie führen, schauspielen und singen (und komponieren). Oder einige hundert Jahre alte Gesetze werden endlich an die Gegebenheiten der Netzwelt angepasst:
In jedem Kinderzimmer steht ein Filmkopierwerk, auf jedem Schreibtisch eine Plattenpresse, und das Internet ist ein riesiger Piratenmarkt für kostbare Kreativ-Inhalte. So sieht es die Entertainment-Industrie und versucht mit immer neuen Maßnahmen, Raubkopien zu bekämpfen - bisher wenig erfolgreich.
Allblogs hat ein Brainstorming zum Thema "Geld verdienen mit dem YouTube Partnerprogramme" begonnen, Gretus blick aufs Jahr zurück und der Hodenkaiser stellt ein fragwürdiges Softwarepaket zu Forschungszwecken zur Verfügung - ohne Sandbox und entsprechende Proxy-Infrastruktur würd ich da aber die Finger davon lassen.
Die Beeinflussung der internen Linkpopularität bezeichnet man als Pagerank-Sculpting. Baynado empfiehlt dazu das Automatic SEO Links Plug-In, mit dem Keywords automatisch verlinkt werden können. Da gibt's eine ganze Latte von Plug-In - wer allerdings ohnehin Simple Tagging einsetzt, kann genauso gut dessen interne Linkfunktion verwenden (allerdings natürlich nur dann, wenn die zu erwartenden Resultate im Einklang mit der eigenen Tagging-Policy stehen).
Sistrix sieht die aktuellen Entwicklungen im Linkbuilding-Markt mit gesunder Skepsis:
Und wenn ich sehe, dass offenbar Schwachsinnige eine Subdomain eines großen und alten Versandhandels mit massivem Kommentarspam pushen, dass große und starke Brands Massen von zwielichtigen Links aus Russland erhalten und Myriaden von Studenten und „Textern“ Unsinn für Artikelverzeichnisse und Webkataloge schreiben, dann hoffe ich, dass Google als einzige Institution, die dem Treiben Einhalt gebieten kann, endlich handelt und den großen Worten bald Taten folgen lässt.
Da kann man wohl nur zustimmen - auf mittelfristige Sicht wird dies zu einer deutlicheren Unterscheidung von spammigen, sinnlosen Massenaktionen und qualitativ hochwertigen Links führen: für alle SEOs, die qualitätsorientiert arbeiten, anstatt auf Human Spam Power zu setzen, zweifellos ein großer Vorteil: und die Kunden lernen ja auch was dazu. Spätestens dann, wenn sie mal mit Big G in der Sandkiste spielen durften.
Duftstoffe funktionieren im Netz bekanntlich nicht, also hilft nur geschicktes Linkbaiting. Stefan Johne hat einen ausführlichen Guide geschrieben, der Newbies ordentlich auf die Sprünge helfen dürfte und in dem sich alte Hasen wiedererkennen sollten:
Wer einen wirklich guten Linkbait machen will sollte jedoch definitiv alles lesen. Linkbaits sind ein sehr komplexes Thema und ihr könnt damit schnell auf die Füße fallen ;-).
Wahre Worte - speziell Neo-Blogger sollten sich das Tutorial ausdrucken und unter den Kopfpolster legen
Lautet bekanntlich eines der zehn Gebote für länderorientierte Distributoren. Wer seinen deutschsprachigen Online-Shop bisher beim US-Hoster betrieben hat, kann auf SEO Handbuch nochmal im Detail nachlesen, warum er auf einen große Teil seiner potentiellen Besucher verzichtet:
Ein lokaler Serverstandort in Verbindung mit den passenden lokalen Länderdomains (wie z.B. .de für Deutschland oder .fr für Frankreich) kann z. B. bei Verwendung der Suchfunktion “Seiten aus Deutschland” (oder entsprechendes lokales Land) eine positive Auswirkung auf das Google-Ranking von bis zu 30% haben!
Diese Jungs stürzen sich aus hunderten Metern Höhe in die Tiefe - ohne Fallschirm, sondern einfach nur von norwegischen Klippen. Wie man das überlebt und dabei aussieht der fliegende Petrelli-Bruder aus Heroes (nein, sorry, das wär eine Beleidung, so elendig schlecht, wie die dritte Staffel angeblich ist), verrät das folgende elegische Video: eine der farbenprächtigeren Variationen zum alten Thema Traum vom Fliegen. [via Blogpiloten].
Und das war's auch schon wieder für diese Woche - ich hab mich beim Schreiben heute beeilt, denn vor mir liegt noch eine wichtige Aufgabe: ich muss die postatomare, überzeichnete 50er-Jahre Welt von Fallout 3 erkunden. Hat ja lange genug gedauert, an die original-englische Version ranzukommen: ich musste dem Amazon-Marketplace Händler sogar einen Scan meines Passes schicken (Volljährigkeit!) und dem Rechner eine XP-Partition spendieren: und jetzt geht's los in die verstrahlten Weiten von Washington. Ich wünsche Ihnen, hochverehrte Leser, einen erfreulichen Sonntag, wir lesen uns morgen.
Spirofrog präsentiert sich als junges und dynamisches Karriereportal, das Unternehmen eine Full-Service Lösung für alle Recruitingfragen bietet. Allerdings steht nicht die Jobbörse im Mittelpunkt dieses Reviews, sondern das von Spirofrog kürzlich ins Leben gerufene Partner-Programm, die für freiberufliche Affiliates eine der lukrativeren Einnahmequellen im deutschsprachigen Raum darstellt. Die freudige Nachricht vorweg: pro Abschluss kassiert der Blogger zwischen 150 und 200 Euros, und das bei einer potentiellen Klientel von 25.000 Kunden in Deutschland! Spezifische auf den deutschsprachigen Markt zugeschnittene Partner-Angebote, die sich wirklich auszahlen, sind bekanntlich äußerst rar, also dürfte sich Spirofrog rasch über großen Zulauf freuen. Die Gelegenheit ist perfekt, denn derzeit suchen die Betreiber nach massiver Verstärkung für ihr Vertriebsnetz. Diesen Beitrag weiterlesen »
Ein Blick in meine Keepass-Datenbank bestätigt zweifelsfrei: Yup, ich bin bei Trocado registriert - wenn's schon ein österreichisches Affiliate Netzwerk gibt, dann muss ich dort natürlich einen Blick reinwerfen. Genau genommen hab ich mich ja eigentlich nur bei Trocado registriert, weil dort auch Pay-Click Programme angeboten werden - unter anderem von Microsoft.
Der Erlös von 5 Cent pro Click ist zwar recht erbärmlich, aber für sonst ungenutzte Bannerplätze bieten sich solche Affiliate-Programme durchaus als Lückenfüller an. Konkret wollte ich auf datenschmutz Banner zu Microsofts KMU-Produkten einbinden - eine shared office Lösung hab ich vor einiger Zeit mal im Auftrag von trigami rezensiert. Doch was musste ich heute in meiner Mailbox mit Entsetzen nach nur "wenigen" Wochen Bearbeitungsdauer lesen?
Wir bedauern!
Ihre Bewerbung zur Teilnahme am Partnerprogramm 'Microsoft KMU' mit Ihrem URL-Account 'datenschmutz blog' wurde leider abgelehnt.Gründe dafür können sein:
* Ihre Seite entspricht nicht den inhaltlichen Vorstellungen des Anbieters
* Ihre Seite ist nicht fertiggestellt oder funktioniert nicht einwandfreiDie Anbieter von TROCAODO haben das Recht Bewerbungen ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Wir empfehlen Ihnen jedoch, sich dadurch nicht entmutigen zu lassen und sich bei anderen Anbietern zu bewerben.
mit freundlichen Grüßen | Das TROCADO Team
Ja, stimmt. Meine Seite funktioniert nicht einwandfrei - es gibt immer wieder mal Probleme, zum Beispiel beim Kommentieren mit FF3 am Mac, weil sich OpenID und SpamFree irgendwie nicht vertragen; aber ich wusste gar nicht, dass MS-Mitarbeiter auf Macs surfen :devil: Jetzt bin ich aber beleidigt und werd nur mehr nie mehr was über Windows schreiben. Das entspricht nämlich auch nicht meinen inhaltlichen Vorstellungen und ist entweder nicht fertiggestellt oder funktioniert häufig nicht einwandfrei.
Zanox, seines Zeichens lukrativstes Affiliate-Marketing Network für europäische Blogger, ändert mit 1. Juni diesen Jahres die Konditionen des "Partner werben Partner" Programms. Die Standardprovision beträgt nun 6 Euro pro Partner, Premium-Affiliates (ab Adrank 6) bekommen 8 Euros.
Während englischsprachige Blogger die freie Qual der Wahl haben, sieht's mit europäischen Affiliate Marketing Networks eher duster aus. Ursprünglich war hier auf datenschmutz affili.net eingebaut, das auf datenschmutz damit erzielbare Einkommen lag allerdings fast unterhalb der Wahrnehmungsgrenze. Zanox bietet die wesentlich attraktiveren Partnerprogramm und vor allem das lukrativere Beteiligungsmodell - und da jede Seite händisch freigegeben wird, bleibt das Netzwerk frei von billigen Klick-Generatoren.
Welche Partnerprogramme man fürs eigene Blog wählt, hängt natürlich einzig und allein von der thematischen Ausrichtung ab. Je enger der thematische Bezug zum Seitenthema, desto höhere die Coversion-Rate. Bei mehreren hundert Werbern - von Feinkostwaren bis zu ADSL-Verträgen - sollte allerdings so gut wie jedes Nischenblog zumindest ein paar kontext-sensitive Werbemittel im Zanox-Portfolio finden.
Nach Anmeldung und Freischaltung muss man sich für jedes Partnerprogramm einzeln bewerben, erfahrungsgemäß erfolgt die Freischaltung oder Ablehnung innerhalb von zwei Tagen. Für das neue Zanox-Leadmodell ist lediglich zu beachten, dass neu geworbene Partner innerhalb von 6 Monaten nach Registrierung ein Guthaben von mindestens 50 Euro erzielt haben - aber das ist selbst für kleinere und mittlere Blogs ohne weiteres möglich.
trigami bekommt Konkurrenz im deutschsprachigen Raum: mit Hallimash tritt ein neuer Anbieter auf den Plan, der sich dem gleichen Business-Modell widmet: Blogger werden dafür bezahlt, Produkte zu rezensieren. Wie die Schweizer Konkurrenz setzt Hallimash auf Transparenz und verlangt eine deutliche Kennzeichnung aller Postings - im Gegensatz zu den meisten US-Anbietern, die nicht in erster Linie Reviews, sondern versteckte Backlinks verkaufen:
Selbstverständlich sind Sie beim Verfassen Ihrer Rezensionen (posts) in Ihrer Meinung frei und unabhängig, die Einhaltung unseres Verhaltenscodex ist jedoch Ehrensache. Blog Marketing muss transparent sein! Ihre Rezensionen (posts) müssen stets eindeutig und klar erkennbar als "Dies ist ein durch hallimash vermittelter, honorierter Eintrag" veröffentlicht werden.
Der Preisrange bewegt sich dabei auf gewohntem Niveau: je nach Bloggröße und -bekanntheit legt der Auftraggeber für eine Rezension derzeit zwischen 10 und 300 Euro ab. Über die nofollow-Thematik habe ich im oben erwähnten Verhaltenscodex keine konkreten Informationen gefunden - ein Absatz deutet allerdings darauf hin, dass die Entscheidung den Bloggern selbst überlassen bleibt:
Hallimash selbst wird Sie in keinster Weise darin beschränken, wie Sie Ihre eigene, ehrliche Meinung, Ihre Erfahrungen oder Ihre Gedanken zu einem Produkt, einer Dienstleistung oder einem Unternehmen veröffentlichen.
Der Erfolg einer solchen Plattform steht und fällt mit der Zahl der etablierten Kampagnen - ich habe mich mal registriert und datenschmutz eingetragen und bin neugierig auf die eintrudelnden Angebote. Blogpay und Reviewme.com taugen wenig für deutschsprachige Blogs; nur in seltenen Ausnahmefällen tauchen Angebot für non-en Blogs auf. Die Rate von Blogpay hab ich nicht im Kopf, Reviewme nimmt allerdings happige 50% für die Vermittlungstätigkeit - meiner Meinung nach viel zu viel. Hallimash behält ebenso wie trigami 30% ein und bezahlt 70% des Auftragsvolumens an die beteiligten Blogger aus. Ein Partnerprogramm wird ebenfalls angeboten, die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Einstufung des geworbenen Blogs:
Wählen Sie einfach eins der unten aufgeführten Werbemittel aus und binden Sie den HTML-Code, wie abgebildet, komplett an der entsprechenden Stelle in Ihrem Blog ein. Für jeden über dieses Werbemittel neu registrierten Blog in unserem System, schreiben wir Ihnen eine einmalige Provision von EUR 5,- bis EUR 55,- auf Ihrem hallimash-Konto gut, sobald dieser seine erste Rezension geschrieben hat.
datenschmutz ist jedenfalls mal eingetragen - genaueres weiß ich nach der Freischaltung. Prinzipiell find ich's sehr sinnvoll, bei möglichst vielen solchen Brokern registriert zu sein: denn je mehr Aufträge eintrudeln, umso besser kann man sich die Perlen rauspicken.
Die deutschsprachige Blogosphäre wächst weiter - und mit der steigenden Zahl an Blogs und LeserInnen wird der Ruf nach lukrativen Werbeformaten immer lauter. Wenn der Markt keine adäquaten Werbe-Modelle anbietet, müsse man eben selbst aktiv werden, fordern immer mehr Blogger - und präsentieren Ideen für innovative Bottom-Up Werbenetzwerke. [Ö1 Netzkulturkolumne, veröffentlicht auf oe1.orf.at]
Zahlreiche Weblog-Autoren gehen ihrer Publikationstätigkeit aus ganz und gar nicht ökonomisch motivierten Überlegungen nach, andere sind von Beginn an darauf bedacht, Einnahmen zu erzielen. Affiliate-Netzwerke bieten ersteren ihre Vermittlungsdienste an, auch das Google AdWords System kommt häufig zum Einsatz. Beide Werbeformen allerdings beruhen auf Pay-per-Click oder Pay-per-Conversion Modellen. Das bedeutet, dass für den Seitenbetreiber erst dann Gewinne anfallen, wenn tatsächlich jemand auf die betreffende Anzeige klickt oder das beworbene Produkt kauft. Wirklich lukrativ ist diese Form der Werbung daher nur für wenige Nischenseiten - wer beispielsweise kontinuierlich über den deutschen ADSL-Markt schreibt, wird viele passende Partnerprogramme finden, bei thematisch breit angelegten Blogs erweist sich dies aber in der Regel als schwierig: über den Daumen gepeilt sind je nach Thema rund 150-500 Besucher am Tag erforderlich, um die Kosten eines dedizierten Servers zu refinanzieren. Im Durchschnitt weisen deutschsprachige Blogs aber gerade mal ein Zehntel dieser Leserschaft auf.
Im Bereich professioneller Online-Medien dagegen spielt die beschriebene Pay-per-Click Werbung eine untergeordnete Rolle: Schaltagenturen kaufen in der Regel bestimmte Bannerkontingente ein, zugrunde liegende Maßzahl sind die Einblendungen - man spricht von Pay-per-View Modellen. Ähnlich wie bei klassischen Printeinschaltungen respektive Radio- oder Fernsehwerbung bestimmen also Auflage beziehungsweise Quote den Preis. Solche Banner-Einblendungen oder im Fachausdruck "Pageviews" (engl. für Seitenaufrufe) werden in der Regel in größeren Paketen eingekauft, die je nach Branche in Österreich bei einer halben Million Pageviews, also Homepage-Besuchern, pro Monat beginnen.
Um diese Zahl zu erreichen, müssten die Schaltagenturen also nicht mit einem einzelnen Blogger, sondern mit mehreren Betreibern sprechen - und genau dieser organisatorische Overhead hält bisher Pay-per-View Vermarkter zuverlässig von einer solchen Bündelung zahlreicher kleinerer Seiten ab. Technisch allerdings gestaltete sich die Schaffung einer Syndikationsplattform relativ trivial - de facto reicht dazu eine gut konfigurierte Installation des Freeware-Adservers Open-Ads völlig aus. Daher überrascht es auch nicht weiter, dass immer mehr (semi)private Publikationen gerne von diesem größeren Werbekuchen mit naschen möchten. Während in der Schweiz einzelne Blogger sehr früh begannen, sich mit zunehmendem Erfolg zu Vermarktungsnetzwerken zusammen zu schließen und in Deutschland einige bekannte Online-Tagebuch-Schreiber das bisher eher glücklose Adical-Programm starteten, scheint die österreichische Bloggerszene erst jetzt jene (wenn auch immer noch sehr bescheidene) Größe zu erreichen, die Blogautoren ernsthaft über Synergieeffekte nachdenken lässt.
Auf absehbare Zeit jedenfalls müssen traditionelle Massenmedien keine ernsthafte Konkurrenz durch Weblogs fürchten - die umfassende Berichterstattung über Web 2.0 und die neuestens Trends und Hypes aus dem Netz mag zwar manchmal einen anderen Eindruck vermitteln, aber in der Praxis sind im deutschsprachigen Raum die Online-Tagebücher nach wie vor ein Minderheitenprogramm, aber so hat schließlich jedes neue Medienformat begonnen. Oder, wie Kollege Riepl es einst so treffend und zeitlos, weil mit maximalem Interpretationsspielraum, formulierte:
... die einfachsten Mittel, Formen und Methoden, wenn sie nur einmal eingebürgert und für brauchbar befunden worden sind, auch von den vollkommensten und höchst entwickelten niemals wieder gänzlich und dauerhaft verdrängt und außer Gebrauch gesetzt werden können, sondern sich neben diesen erhalten, nur daß sie genötigt werden, andere Aufgaben und Verwertungsgebiete aufzusuchen.
aus: Riepl, Wolfgang: Das Nachrichtenwesen des Altertums mit besonderer Rücksicht auf die Römer. Leipzig: Teubner, 1913.
weiterführende Links:
Adical - deutsches Blogvermarktungsnetzwerk von Sascha Lobo
Logcut - Schweizer Blog-Verlagshaus von Peer Dittmar
OpenAds - frei verfügbare Adserver-Software
Die aktuelle Wie bloggt ihr? Parade hat mich auf die Idee gebracht, mich mal wieder etwas intensiver um die "Vermarktung" von datenschmutz zu kümmern. Testweise biete ich daher ab sofort zwei fixe Sponsorenplätze an - vorerst gibt's die 10.000 Pixel zu einem Spottpreis und als Beta-Test. Dazu existiert ab effective immediately auch ein kleines "Partnerprogramm": wer mir einen Sponsor vermittelt, erhält 100 Euro Fixprovision.
Es handelt sich *nicht* um eine Bannerschaltung im herkömmlichen Sinn. Die Sponsorenbuttons werden fix statisch eingebunden und wechseln nicht. Die Modalitäten sind denkbar einfach:

Screenshot mit Sponsorenbuttons

datenschmutz weist jegliche Schuld an Natur- und anderen Katastrophen, die durch die Buchung eines Sponsorenbuttons entstehen, weit von sich. Aber im Ernst: ich möchte meine Werbepartner eine gute Integration zu einem fairen Preis anbieten und werde versuchen, meinen Teil des Deals möglichst zu erfüllen. Sollte aufgrund unvorhergesehener Ereignisse (Brand im Hetzner Rechenzentrum, Verbot des Bloggens durch die EU oder ähnlich wahrscheinliche Dinge) die Schaltung nicht plangemäß erfolgen können, erhalten Kunden selbstverständlich die Kosten anteilig rückerstattet.
Zwischenzeitliche Serverausfälle dagegen bedingen keine Rückerstattung; datenschmutz garantiert eine Uptime von 97,3%.
Zusätzlich gibt's ein rudimentäres Partnerprogramm: für jede von einem datenschmutz Leser oder einer Leserin vermittelte Sponsoren-Einschaltung bezahle ich an den Vermittler EUR 100,- Provision. Was die genaueren Modalitäten betrifft, teile ich völlig Roberts Meinung:
Sollte eine Firma buchen und der Bruder des Inhabers hat das Banner "rein zufällig" vermittelt? Jo mei, dann bleiben eben 1/3 (EDIT by ritchie: bzw. in meinem Fall EUR 100,- /EDIT) in der Familienkasse, ab dafür, its your thing and choice. Ich werde das nicht kontrollieren, scheiß drauf.
Die Zahlung der Vermittlungsprovision wird sofort nach Bezahlung der Buchung fällig; auch hier erfolgt die Auszahlung wahlweise via PayPal oder Kontoüberweisung, selbstverständlich mit Firmenrechnung. Die/der ZahlungsempfängerIn muss dabei angeben, ob er oder sie mehrwertssteuerpflichtig ist.
Über Kommentare, Anregungen und natürlich ganz besonders über Buchungen freue ich mich. Für nähere Details bitte ich Sie, das Kontaktformular zu benutzen.
Höchste Zeit mal wieder für die Teilnahme an einer Blogparade - Webmaster Paul stellt sieben Fragen, und zwar nicht nach dem Warum, sondern nach dem Wie... bei Freetaggers Nachwuchs-Parade, die sich an BlogbetreiberInnen zwischen 0 und 19 richtet, fall ich im Gegensatz zu Yannick ja "knapp" raus. Aber im Übrigen mach ich's auch so wie er und fasse die ersten drei Fragen in einer Antwort zusammen.
Für datenschmutz und die meisten anderen Projekte WordPress, w00t else... ich hab's vorher gelegentlich als CMS für kleiner Site-Projekte verwendet, daher war die Entscheidung zum Start von datenschmutz bereits klar. Wie ich erstmals drauf gestoßen bin, weiß ich nicht mehr, ist auch schon eine ganze Weile her. Eine Menge Programmierer, die ca. 50.000x mehr Ahnung haben von php als ich, sagen, dass WP ineffizient programmiert sei... für mich persönlich liegt der Hauptvorteil allerdings einfach darin, dass so viele Blogger WP verwenden. Die Zahl an verfügbaren Plugins, Templates und Tipps gefällt mir.
btw: ich dachte ja immer, ich wär der einzige, der für kleinere Projekte Thingama verwendet - aber Dimido tut das ebenfalls.
En Detail bieten andere Systeme mehr Komfort (z.B. das Updating von sy9), aber ich gehe davon aus, dass mit dem 2.5er Release WP einen großen Schritt nach vorne machen wird. Ernsthafte Nachteile sind mir nicht aufgefallen.
Unterschiedlich verteilt, aber im Monatsschnitt wohl an die mindestens 2 bis 3 Stunden am Tag.
Zurzeit so um die 1.500 am Tag, wobei's im Dezember aber noch eher 1.000 als 2.000 waren.
Das differiert beträchtlich, da trigami-Rezensionen meine Haupteinnahmequelle sind und das Blog-Monatseinkommen sehr stark von der Anzahl der bezahlten Reviews abhängt; Partnerprogramm und Banner spielen eine untergeordnete Rolle. Ich hab mich in den letzten sechs Monaten auch so gut wie gar nicht um Effizienz Steigerung bemüht, da wär sicherlich noch einiges drin - aber ich bin mit Beratungsjobs so eingedeckt, dass ich die verfügbare Zeit lieber fürs Schreiben von Beiträgen verwende. Die Hosting-Kosten werden jedenfalls locker gedeckt, ein paar Hunderter im Monat sind schon drin.
Bestanden in den letzten Jahren die hochqualitativen Film"angebote" im Netz primär aus piratierten DivX-Movies (Bittorrent rulez), so findet der geneigte Cineast dank hochqualitativer Moviecodecs und schnellerer Leitungen inzwischen jede Menge legaler Verleih-Angebote. Ein der größten Netz-Videotheken des deutschsprachigen Raums ist Maxdome mit über 10.000 Filmen.
Und hier kommt Absahnen.de ins Spiel. Über das Partnerprogramm dieser Gewinnspielplattform habe ich vor einiger Zeit eine Trigami Review geschrieben: die Seite aggregiert Verlosungen und bietet außerdem Webmastern und -mistressen ein Partnerprogramm an. Nun haben Absahnen und Maxdome eine Werbe-Kooperation gestartet, die folgendermaßen abläuft:
Alle neuen absahnen.de Newsletter-Abonnenten erhalten einen kostenlosen Gutschein für den Film "Hostage - Entführt" mit Bruce Willis!
Ich habe noch nie einen Videofilm online "ausgeliehen" und bin durchaus neugierig, wie problemlos oder eben nicht solche kommerziellen Streaminglösung inzwischen in der Praxis funktionieren - ein Testbericht folgt demnächst, die Anmeldung gestaltet sich jedenfalls recht simpel:
Hier geht's zum Filmgutschein.
Es soll ja Produkte geben, die sich nicht übermäßig gut für den Online-Verkauf eignen: Feinkostwurstwaren zum Beispiel. Und so manche/r möchte den neuen Anzug von der Stange lieber mal probetragen. Anders sieht die Sache bei Rucksäcken aus: hier zählt in erster Linie die Auswahl, Schwierigkeiten mit der Passform sind wohl eher nicht zu erwarten.
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Teliad, im jungen Business-Zweig "organisierter Linkhandel" vergleichsweise alt eingesessen, startet endlich ein Affiliate Programm. Das freut mich nicht zuletzt deshalb, weil Teliad anders als Konkurrent Linklift keine php-Scripts einsetzt: stattdessen werden die vermieteten Links händisch eingepflegt - im Zweifelsfall immer noch die flexibelste Methode.
Dass "organisierter Linkhandel" ein wenig nach "organisiertem Verbrechen" klingt, findet eigentlich nur Gugl: denn natürlich möchte man sich den Pagerank-Algorithmus nicht zu Tode manipulieren lassen. Andererseits, wie schon Kaiser Trajan Vespasian sagte: non olet. Mit anderen Worten: vermietete Links riechen nicht nur keineswegs strenger als anderer, sondern lassen sich, gut platziert, generell nicht von ökonomisch unmotivierten Hyperlinks unterscheiden.
Mittlerweile hat aber wohl auch Big G eingesehen, dass die Strickweise der eigenen Seitenbewertung letztendlich Hauptmotor des Linkhandelsmarktes ist - und man kann ja nicht jedes größere Blog aus dem Index schmeißen, also verbieten die AGBs inzwischen nur mehr "exzessiven Linkhandel". Und Cheftechnologe Matt Cutts ließ letztens auf einer Konferenz zum Erstaunen der anwesenden SEOs verlautbaren, dass er "sponsored Links" für ein legitimes Businessmodell zum Betrieb eines qualitativ hochwertigen thematischen Linkverzeichnisses halte - sein Originalposting zum Thema findet man übrigens hier.
Die vollmundige Ankündigung, dass man ab sofort streng gegen Mietlinks vorgehen wolle, versetzte einige SEOs in Aufregung, aber auch diese Suppe wird bei weitem nicht so heiß gegessen wie gekocht. Würde Google in der Tat alle vermieteten Links erkennen können (was so gut wie ausgeschlossen ist) und die Zielseiten abstrafen, müsste man zukünftig nur mehr Links für die Konkurrenz mieten - blackhat at its best - it's not gonna happen. Und wer groß "Sponsored Links" über eine Liste von 100 Glücksspiel- und Pornoseiten schreibt, darf sich über allfällige Konsequenzen nicht wundern. Somit darf also neben Trajan Vespasian eine zweite Persönlichkeit der Geschichte zitiert werden, diesmal kein Kaiser, sondern ein Mediziner namens Paracelsus: "Alles ist Gift, es kommt nur auf die Dosis an."
Der amerikanische Platzhirsch Text-Link-Ads dient Linklift als Vorbild, Teliad funktioniert anders: nach dem Anlegen eines Seitenprofils mit den üblichen Parametern (Pagerank muss mindestens 3 betragen, Beschreibung, Anzahl der Seiten, auf denen der Backlink geschalten wird), bestimmt der Webmaster selbst den Preis, um den er einen Backlink vermieten will. Anhand der bestehenden Angebote kann man sich rasch orientieren - mir gefällt die Teliad-Variante weit besser als Linklift, wo der Preis vom System nach für mich reichlich undurchschaubaren Kriterien festgelegt wird. Über Kundenanfragen informiert eine E-Mail, akzeptiert der Webmaster den Link, so wartet Teliad ab, bis der Auftraggeber bezahlt und verständigt den Seitenbetreiber erneut. Sobald der Link online ist, beginnt der Abrechnungszeitraum von einem Monat. Kündigen weder Hoster noch Mieter, verlängert sich die Frist um ein weiteres Monat.

Natürlich überprüft Teliad regelmäßig die Setzung der bestellten Links, den Verzicht auf Plugin und Bewertung durch einen Algorithmus finde ich besonders gelungen: Marktplätze gehorchen nun mal nicht irgendwelchen Formen, sondern einzig und allein dem Gesetz von Angebot und Nachfrage: in diesem Sinne handelt es sich also um den einzigen "echten" Basar. Die Einsparungen im Bereich ohnehin eher lästiger als nützlicher Scripts gibt Teliad dafür lobenswerterweise an die KundInnen weiter: konkurrenzlos niedrige 20% beträgt die Provision, die der Marktplatzbetreiber für sich selbst aufschlägt.
Einziger Minuspunkt war das bislang schmerzlich vermisste Affiliate-Programm, doch der ist nun behoben - leider allerdings gibt's weder lebenslange noch 12-Monats Beteiligung, sondern bloß eine Fixsumme pro neuem Kunden:
Für jeden erfolgreich vermittelten Neukunden erhalten Sie eine Provision in Höhe von 10 Euro. Voraussetzung ist lediglich, dass der Neukunde innerhalb der ersten beiden Monate nach der
Registrierung einen Umsatz von 10 Euro tätigt.
Trotzdem eine erfreuliche Ergänzung im Werbeportfolio affiliate-affiner Webmaster! Wer mitmachen möchte, benötigt kein Zanox Konto oder dergleichen, das Partnerprogramm wird vom Betreiber direkt abgewickelt. Eine umfangreiche Auswahl an grafischen Werbemitteln steht auf den neuen Affiliate-Seiten zu Verfügung.
Fazit: mit dem neuen Affiliate Programm erweitert Teliad die Verdienstmöglichkeiten seiner Plattform auch für Webmaster, die (noch) keine Pagerank 3 Seite besitzen. Jedenfalls ein guter Affiliate-Tipp für alle SEO-Blogger!
Meine gmail-Box, die hier im Impressum als Kontakt E-Mail angegeben ist, checke ich nicht täglich, und untenstehendes Webnews Mail entging meinem Radar. Zu Unrecht, denn wie sich nun herausstellt, handelt es sich um ein besonders ungelungenes Exemplar einer semi-spammigen Kampagne.
On 7/19/07, xxx xxx
wrote: Hallo Ritchie,
wir sind bei der Suche nach Blogs auf deine Seite gekommen und sie gefällt uns gut.
Webnews.de ist eine Nachrichten-Gemeinde, die von Newsern für Newser gestaltet wird. Mitglieder der Gemeinde verlinken Beiträge anderer Nachrichten- und Videoplattformen und Blogs auf Webnews, die dann von der Gemeinde bewertet und kommentiert werden. Dadurch entsteht eine demokratische Plattform, bei der die Newser entscheiden welche Nachrichten und Videos wirklich wichtig sind.
Hier ein paar Werkzeuge unserer Seite mit denen du deine Fanseite vielleicht noch interessanter machen kannst.
* Mehr Leser für dich! Mit einem Webnews-Knopf unter deinen Nachrichten & Videos gibst du deinen Lesern die Möglichkeit, deine Beiträge direkt bei Webnews zu verlinken. So werden mehr Leser auf deine Beiträge aufmerksam.
[usw...]
Wie gefallen dir die Werkzeuge? Gerne würden wir mit dir mal darüber quatschen. Wir rufen dich gerne an, wenn du uns deine Nummer schickst oder melde dich einfach bei uns.
Wir freuen uns auf dein Feedback.
Beste Grüße aus Köln
xxx
Da antwortet man doch mit dem größten Vergnügen - bei soviel gelungener persönlicher Betreuung!
Hi Ken,
Freu mich, dass dir mein Blog gefällt; dass ich eine Fanseite betreibe, ist mir bisher allerdings entgangen.
Dir dagegen ist vermutlich entgangen, dass im Share-This Plugin der Webnews Button schon längst eingebaut ist und ich auch regelmäßig Stories bei Webnews eintrage... im übrigen ein kleiner Hinweis: ich veröffentliche auf datenschmutz bezahlte Reviews, die über Trigami, einen Online-Marktplatz für Blogs, vermittelt werden. Wenn du meine Meinung zu Webnews wissen möchtest, kannst du dort gerne eine Rezension bestellen - so eine Kampagne brächte sicherlich ein wenig Buzz-Effekt auf eure Seite. Ich versteh ja, dass ihr ein wenig neidisch auf Yigg schielen müsst, denn da ist eindeutig mehr los... aber mit solchen Spammails werdet ihr wenige Freunde unter Bloggern finden.
Persönliche Ansprache ist besser als unpersönliche, aber unpersönlich ist immer noch weit besser als ein automatisches Script, das mein Web 2.0 Blog als Fanseite bezeichnet und mich auffordert, Services zu nutzen, die schon längst eingebaut sind. So viel zum Thema kostenloses Webconsulting, ich wünsche ein schönes Wochenende und mehr Erfolg mit zukünftigen "personalisierten E-Mailkampagnen"!greetZ.ritchie,
http://blog.datenschmutz.net
PS: Eure Banner hab ich über das Zanox-Partnerprogramm auch eingebunden, aber die werd ich demnächst entfernen.
Die guten alten Pageviews locken im Longtail keinen Werber hinter dem Ofen hervor. Conversions sind gefragt im Affiliate Marketing, und da erweisen sich Gewinnspiele seit jeher als besonders effektive Werbeform. Absahnen.de nimmt Webmastern dabei die Arbeit und lockt mit einer mehr als fairen Vergütungsquote pro Teilnehmer.
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