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		<title>Die Kleiderbauer-Blogger-Klage: Social Media Krisen-PR zum Mitlernen</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 18:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kleiderbauer, here come the horns: warum man Blogger im Jahr 2010 besser nicht mehr verklagen sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich persönlich kaufe nicht bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kleiderbauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kleiderbauer">Kleiderbauer</a> ein. Keine Ahnung, ob mir die Klamotten dort gefallen würden, aber eines weiß ich ganz sicher: in den letzten 100 Jahren hat die Textilindustrie unglaubliche Fortschritte bei der Herstellung von Kunstpelz gemacht. Und ich habe auch rein gar nichts gegen die sinnvolle Nutzung von Tierpelzen. Auf meinem Schreibtischsessel liegt ein Lammfell, das ich von einem befreundeten Bio-Züchter gekauft habe, aber: Pelztierzucht muss wirklich nicht sein, Händler, die diese widerwärtige Art der Pelzproduktion durch Einlistung ins Sortiment unterstützen, will ich nicht unterstützen.</p>
<p>Aber weil’s in diesem Beitrag — zumindest indirekt — schon wieder mal um Martin Balluch geht, muss ich an dieser Stelle auch festhalten, dass ich “Tierschutzaktionen”, die in illegalen Aktionen münden, vehement ablehne. Der “radikale Tierschützer” bzw. seine Organisation wurden bekanntlich nach dem sogenannten “Mafiaparagraphen” angeklagt, die Staatsanwaltschaft unterstellte die Gründung einer kriminellen Organisation. Dies sorgte für ausgiebigen Medienrummel, den auch die Grünen für sich auszuschlachten suchten, indem sie Baluch auf ihre Kandidatenliste für die NR-Wahlen setzen. Soviel zur Vorgeschichte, deren Opfer kürzlich ein <a href="http://diewahrheit.at/" class="liexternal">videobloggender Kollege</a> wurde: Er publizierte auf seinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> ein Interview mit einem der Anwälte der “Tierschützer”, in dem dieser vermutlich unrichtige Aussagen über die Firma Kleiderbauer tätigte. Diese kontert mit einem Anwaltsbrief, was weiter passiert, hat <a href="http://www.baeck.at/blog/2010/08/04/schaem-dich-kleiderbauer/" class="liexternal">Gerald</a> sehr treffend zusammengefasst:<span id="more-19161"></span></p>
<blockquote><p>Leider gibt der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a> der anwaltlichen Einschüchterung durch Kleiderbauer nach, geht einen Vergleich ein und sitzt jetzt auf seinen Anwaltskosten und 5.000 Euro Entschädigung, die er an Kleiderbauer bzw. deren Anwälte zahlen muss. Meiner Meinung nach hätte man vorher schon an die Öffentlichkeit gehen und das Vorgehen Kleiderbauers enthüllen müssen, jetzt ist das leider zu spät. Jetzt ruft <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/joerg-wipplinger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jörg Wipplinger">Jörg Wipplinger</a>, so heißt der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a>, zu spenden auf, was letztlich hieße, Geld an Kleiderbauer zu überweisen.</p></blockquote>
<p>Achtung: im <a href="http://diewahrheit.at/video/blogger-in-not" class="liexternal">Spendenaufruf</a> kommen extrem süße kleine Hunde vor. Sagen Sie nachher bloß nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt, wenn Sie sofort Ihre Paypal-Adresse zücken:</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://diewahrheit.at/wp-content/mediaplayer-viral/player-licensed.swf" width="580" height="330" style="undefined" id="ply" name="ply" bgcolor="#FFFFFF" quality="high" allowfullscreen="true" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" flashvars="file=http://diewahrheit.at/wp-content/videos/spendenaufruf.flv&amp;width=580&amp;height=330&amp;autostart=false&amp;repeat=list&amp;linkfromdisplay=true&amp;linktarget=_self&amp;javascriptid=delfivideo&amp;enablejs=true&amp;shownavigation=true&amp;allownetworking=true&amp;plugins=adtonomy,drelated&amp;adtonomy.config=http://diewahrheit.at/wp-content/mediaplayer-viral/config.xml&amp;drelated.dxmlpath=http://diewahrheit.at/wp-content/mediaplayer-viral/drelated/relatedclips.xml&amp;drelated.dposition=bottom&amp;drelated.dskin=http://diewahrheit.at/wp-content/mediaplayer-viral/drelated/skins/grayskin.swf&amp;drelated.dtarget=_self&amp;stretching=uniform"></embed></div>
<p>Bleibt also die Frage, was man nun noch tun kann — auch da hat Gerald ein paar gute Vorschläge:</p>
<blockquote><p>Nachdem die Sache juristisch gelaufen ist, hilft es nur noch, die Praktiken von Kleiderbauer weiter zu verbreiten, seinen Nachbarn zu erzählen, auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> posten, twittern, bloggen und vielleicht sogar der Krone einen Leserbrief schreiben. Vielleicht kommt man dort ja noch zu Besinnung, wenn der öffentliche Druck etwas stärker wird.</p></blockquote>
<h2 id="toc-lernen-wir-doch-was-daraus">Lernen wir doch was daraus!</h2>
<p>Wenn ich Social Media Workshops halte, sind Best Practices und Beispiele aus der jeweiligen Branche immer sehr gefragt. Die KBBK (“Kleiderbauer-Blogger–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/klage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Klage">Klage</a>”) stellt eine mit Sicherheit nicht willkommene, aber doch sehr lehrreiche Blaupause für die riskanteste aller Eskalationsstrategien dar, ein How-not-to aus dem noch zu verfassenden Lehrbuch.</p>
<p>Was sagen die Klage und der anschließende Vergleich über Kleiderbauers Online-Strategie eigentlich aus? Als Außenstehender ist es natürlich unmöglich zu beurteilen, ob die Initiative von der Rechtsabteilung ausging, oder ob so etwas wie eine “Risikofolgenabschätzung” und eine Abstimmung mit der Marketing/PR-Abteilung geschah. Dass Abmahnungen und Klagen gegen Blogger sehr schnell sehr weite Kreise ziehen können, haben Beispiele aus Deutschland schon vor Jahren gezeigt — und Google vergisst zwar, aber wenig und langsam. Wenn im Jahr 2010 ein Unternehmen rechtliche Schritte gegen einen Blogger einleitet, dann muss es auf jeden Fall mit einem “Shitstorm” mittlerer Ausprägung rechnen. Unabhängig von der Berechtigung solcher Klagen kommt hier ein nicht zu unterschätzendes Brainscript zum Tragen:</p>
<h3 id="toc-david-gegen-goliath">David gegen Goliath</h3>
<p>Dass 99% aller Blogger, wenn sie denn Ferraris fahren, diese nicht durch ihre Werbeeinkünfte finanzieren, hat sich mittlerweile ausreichend herumgesprochen. Und wie Jörg es im Video so treffend formuliert: eine Links– ist keine Rechtsabteilung. Da steht auf der einen Seite der “Moloch” Unternehmen mit seinem viele Spezialisten, seinen endlos scheinenden Anwaltsressourcen, und auf der anderen Seite der kleine, hilflose Blogger: er muss sich sehr genau überlegen, ob er es denn überhaupt riskieren sollte, einen Anwalt einzuschalten, um die zu erwartenden Kosten nicht zusätzlich explodieren zu lassen.</p>
<p>Ich will mit dieser überspitzten Darstellung sagen: hier herrscht ein Ungleichgewicht, das a priori erst mal jedem Unternehmen sehr schlechte Karten in die Hand gibt, und zwar völlig unabhängig von der möglichen Berechtigung einer Klage. Und deshalb behaupte ich: letztendlich steigt, so unangenehm und schwierig die Bezahlung der geforderten Summe für den einzelnen Blogger auch sein mag, immer das Unternehmen als Verlierer aus dem Ring dieser kommunikativen Krise. Denn innerhalb weniger Tagen greifen Gerald, ich und viele weitere bloggende Kollegen die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a> auf, wir verlinken uns gegenseitig und im Nu hat Kleiderbauer einen langfristigen, negativen Medienwert “eingekauft”, der am freien Markt weit mehr kostet als ein paar Anwaltsstunden.</p>
<h3 id="toc-was-kann-man-besser-machen">Was kann man besser machen?</h3>
<p>Die individuelle Situation verklagter Blogger ist in der Regel eine sehr schwierige. Diese konkreten Fälle könnten durch verschiedene Maßnahmen abgefedert werden: so wäre einerseits eine Blogger-spezifische Rechtsschutzversicherung ebenso denkbar wie ein Verein, welcher der Finanzierung eines Rechtsbeistands dient. Ich möchte allerdings im abschließenden Teil dieses Artikels über die andere Seite schreiben: wie können Unternehmen derartige Situationen vermeiden, was hätte Kleiderbauer anders machen können?</p>
<p>Ein Unternehmen könnte auf die Idee kommen, die unliebsamen Informationen einfach zu ignorieren und zu hoffen, dass sie irgendwann wieder verschwinden — zweifellos keine befriedigende Lösung. Verfrüht zum Anwaltsbrief zu greifen kann aber noch kontraproduktiver als Untätigkeit sein. Wie überall im Web 2.0 lautet das Zauberwort auch hier Dialog: wer erst mal freundlich, aber bestimmt anfragt und den Betreiber des jeweiligen Blogs darauf hinweist, dass nach Unternehmensmeinung ein rechtliches Problem mit einem Beitrag besteht, wird in den meisten Fällen auf offene Ohren stoßen. Wie aus dem oben Geschriebenen hervorgeht, ist Bloggern selbst ja durchaus klar, dass sie auf juristischer Ebene mit hoher Wahrscheinlichkeit den (ausgesprochen teuren) Kürzeren ziehen. Sollte der Blogbetreiber keinerlei Gesprächsbereitschaft zeigen, bleibt als ultimativer Eskalationsweg ja immer noch der Weg über die Gerichte.</p>
<p>Ob man sich im Falle einer außergerichtlichen Einigung auf die Entfernung eines bestimmten Beitrags(teils) oder auf eine Gegendarstellung einigt, wird im Einzelfall zu entscheiden sein. Eine “friedfertige” Einigung kann, und darüber müssen sich Unternehmen mittlerweile klar sein, beiden Seiten jede Menge Ärger ersparen. Die meisten Blogs mögen im Vergleich zu hiesigen ÖWA-Plattformen tatsächlich Mikromedien sein  — die aber in Summe dennoch beträchtliche Reichweiten (und ungleich bessere Platzierungen im Google-Index) als alle Tageszeitungs-Artikel erreichen.</p>
<p>Noch ein Phänomen der Informationsgesellschaft zeigt die KBBK einmal mehr in aller Deutlichkeit auf: die Zyklen der technologischen Information haben die Zyklen der Gesetzgebung längst überholt. Mediengesetzgebung geht von Old Media aus, von Verlagshäusern und Rundfunkanstalten. Der medientechnologische Wandel der letzten Jahre hat in den juristischen Rahmenbedingungen keinerlei Niederschlag gefunden — und ich fürchte, das wird auch noch eine Weile so bleiben. (Vergessen wir nicht: weite Teile der österreichischen Verfassung stammen aus dem vorvorigen Jahrhundert.)</p>
<h3 id="toc-3-12-tipps-an-kleiderbauer">3 1/2 Tipps an Kleiderbauer</h3>
<p>Ein Wort zur Güte: ich bin nicht Ihr Social Media Berater, sonst hätten Sie Jörg Wipplinger hoffentlich nicht verklagt. Aber nehmen wir mal an, ich hätte die hypothetische Aufgabe, Schadensbegrenzung zu betreiben, dann würde ich Ihnen folgendes raten:</p>
<ul>
<li>Rufen Sie Jörg Wipplinger an. Bieten Sie ihm an, auf Ihre finanziellen Forderungen zu verzichten.</li>
<li>Schlagen Sie ihm stattdessen vor, ein gemeinsames Video aufzunehmen — lassen Sie jemanden aus Ihrer PR– oder Marketingabteilung vor der Kamera mit Jörg sprechen. Erklären Sie bei dieser Gelegenheit unbedingt, was Sie zur Klage bewogen hat und welche Aussagen des Tierschützer-Anwalts Ihrer Meinung nach falsch waren.</li>
<li>Sie haben jetzt jede Menge Aufmerksamkeit — und die wird in den nächsten Tagen noch stetig ansteigen. Nutzen Sie die Gelegenheit, eine positive Botschaft zu verbreiten, zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen sein Tun und Lassen argumentieren kann, und dass Sie es nicht nötig haben, Ihre Kritiker mit juristischen Mitteln zu “bezwingen”.</li>
<li><small>Und wenn Sie mir persönlich einen Gefallen tun wollen: hören Sie bitte endlich auf, das Zuchtpelz-Zeugs zu verkaufen. Ich verspreche, dass ich dann auch mal zu Ihnen einkaufen komme.</small></li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>April, April und der ultimative Führerschein</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-04/april-april-und-der-ultimative-fuehrerschein/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 22:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[WordPress dreht die JPEG Unterstützung keineswegs ab, und Social Media Beratung bleibt bis auf weiteres ein freies Gewerbe - danke für Ihre Kommentare zu meinen 2010er-Aprilscherzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wordpress/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WordPress">WordPress</a> wird auch weiterhin <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/wordpress-3-0-ohne-jpeg-unterstuetzung/" class="liinternal">JPEGs</a> “unterstützen” — obwohl das CMS mit dem Rendering ohnehin recht wenig zu tun hat, dieser Job obliegt schließlich dem Browser. Diesen absurden Beitrag habe ich aber nur online gestellt, um vom eigentlichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aprilscherz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aprilscherz">Aprilscherz</a> abzulenken: nein, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> Beratung wird kein <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-03/social-media-beratung-wird-reglementiertes-gewerbe/" class="liinternal">reglementiertes Gewerbe</a> und ich bin auch nicht Mitglied der Konzessions-Vergabe-Arbeitsgruppe. Noch nicht. <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog1.gif' alt="frog1 April, April und der ultimative Führerschein" class='wp-smiley' title="April, April und der ultimative Führerschein" /> </p>
<p>Aber den europäischen Computerführerschein gibt es ja tatsächlich. Doch aufgrund der vielen Auffahrunfälle, die vor allem von jungen Surfern verursacht werden, steht nun eine Neuregelung ins Haus. 56% aller geisterfahrenden IP-Pakete kommen von Jung-Usern, die ihren Computerführerschein erst höchstens zwei Jahre lang besitzen. Aufgrund dieser bedenklichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/entwicklung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Entwicklung">Entwicklung</a> hat sich die Europäische Kommission nun entschlossen, analog zum KFZ-Führerschein verschiedene Klassen einzuführen. Die endgültige Fassung des Dokuments sieht so aus (<em>zum Vergrößeren anklicken</em>):</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/computerfuehrerscheinklassen.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4161]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/computerfuehrerscheinklassen-600.jpg" alt="computerfuehrerscheinklassen 600 April, April und der ultimative Führerschein" title="Computerführerschein-Klassen" width="600" height="657" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p><span id="more-4161"></span></p>
<p>Gerüchten zufolge soll die Version 2.0 des Hundeführerscheins ebenfalls stärker differenzieren — eine der Streitfragen war ja, welche Rassen denn grundsätzlich als gefährlofürchterlich einzustufen sind. Da die simple schwarz/weiß Einteilung aber kaum der schwanzwedelnden Praxis genügt, wollen Hundeexperten zukünftig zumindest unterscheiden zwischen Leichthunden mit max. 3kg Eigengewicht, Krafthunden mit bis zu 8 Beinen außer dem Schwanz und Krafthunden der Klasse C, mit denen andere als leichte Schlitten gezogen werden — die diesbezügliche Regelung könnte aber noch eine Weile auf sich warten lassen, näheres dazu demnächst hier auf datenschmutz.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/danke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with danke">Danke</a> für Ihre Kommentare und Retweets; der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/1-april/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with 1. April">1. April</a> ist schließlich — nach meiner rein subjektiven Wertung — der wichtigste Tag im Blogosphären-Jahr, dicht gefolgt vom <a href="http://www.talklikeapirate.com/" class="liexternal">Talk-like-a-pirate Day</a> am 19 September. Da es in diesem Jahr generell recht viel Gejammer über 1.-April-Scherze gab (nicht speziell auf datenschmutz bezogen, sondern quer über die .de-Blogosphäre), hier noch meine persönlichen 5 Euro-Cents: wir <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a> nehmen uns und “es” 364 Tage in gewöhnlichen und 365 Tage in Schaltjahren ohnehin ernst genug, also wird wohl ein Tag für Blödeleien reserviert bleiben dürfen! Ich hab jedenfalls heute öfter als üblich vor dem Monitor laut auflachen müssen. <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/supercrazy.gif' alt="supercrazy April, April und der ultimative Führerschein" class='wp-smiley' title="April, April und der ultimative Führerschein" /> Ursprünglich hatte ich ja vor, über “Google Home View”, eine freiwillige fotografische Erfassung von privaten Wohnungen, zu schreiben. Aber da sind mir ZDF und Martin Sonneborn schon eine ganze Weile vor dem 1. April zuvor gekommen:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/april-april-und-der-ultimative-fuehrerschein/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Mir selber machen die 1.-April-Postings Riesenspaß, und auch wenn mir klar ist, dass man kaum einen “Schmäh”, wie die Wiener sagen, (er)finden dürfte, den *alle Leserinnen und Leser* uneingeschränkt großartig finden, so hoffe ich doch, zumindest ein wenig zur allgemeinen Erheiterung beigetragen zu haben. Jetzt bleiben ja glücklicherweise wieder 12 Monate Zeit, um den nächsten Hoax vorzubereiten. Mögen Sie den 1. April oder können Sie ihn nicht ausstehen? Haben Sie heute besonders gute oder schlechte 1.-April-Gags entdeckt, und wenn ja, welche?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum KW46 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 01:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linzerschnitte und datenschmutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[datenschmutz und Linzerschnitte begrüßen Sie zu einer ganz besonders Microblogging-lastigen Ausgabe des Panoptikums: aber schließlich spricht ja auch jeder über Twitter! Bitte hereinspaziert zu sieben Tagen Social Media im Schnelldurchlauf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die datenschmutz-Redaktion im Blogistan-Panoptikum Fieber: Eifrig wird getippt, verifiziert, herumtelefoniert, Brieftauben bringen Nachrichten aus aller Welt, Ballonfahrer werfen Infopakete über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> ab — jeden Sonntag bricht erneut Hektik in der Redaktionsstube aus, denn es gilt, Millionen Tweets, Blogbeiträge und Status-Updates in einen einzigen Rückblick zu pressen. <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerscnitte</a> und datenschmutz haben auch diesen Sonntag wieder für Sie die große Hydraulikpresse angeworfen und begrüßen die hochverehrte Leserschaft zu einem Mitternachts-Snack ins virtuelle Zirkuszelt — fast wie Palazzo, nur ohne Dinner und Artisten.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-twitter-erbsenzhlerei" class="liinternal">Twitter-Erbsenzählerei</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-das-orakel-von-delphi-spricht" class="liinternal">Das Orakel von Delphi spricht</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-viren-und-ihre-ziele" class="liinternal">Viren und ihre Ziele</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-twitter-automatisiert-retweets-jetzt-wirds-ernst" class="liinternal">Twitter automatisiert Retweets — Jetzt wird’s ernst!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-social-info-dubletten-filtern" class="liinternal">Social Info-Dubletten filtern</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-tod-dem-traffic" class="liinternal">Tod dem Traffic</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-es-trendet-schon-wieder-aber-diesmal-lokal" class="liinternal">Es trendet schon wieder, aber diesmal lokal</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-betriebssystem-verchromt" class="liinternal">Betriebssystem, verchromt</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-sie-nennen-es-sprouten" class="liinternal">Sie nennen es Sprouten</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-the-conversationlist" class="liinternal">The ConversationList</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-die-schlimmste-aller-fragen" class="liinternal">Die schlimmste aller Fragen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-schei-internet-preis-fr-die-grnen" class="liinternal">Scheiß-Internet-Preis für die Grünen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-wenn-huser-sich-schlafen-legen" class="liinternal">Wenn Häuser sich schlafen legen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-judiths-video-der-woche-katzencontent-again" class="liinternal">Judiths Video der Woche: Katzencontent, again!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-ritchies-video-der-woche" class="liinternal">Ritchies Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
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<h2 id="toc-twitter-erbsenzhlerei"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitter">Twitter</a>–Erbsenzählerei</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Dass Twitter sich im Wachstum befindet, merkt man nicht nur an der ausufernden Berichterstattung der Mainstream-Medien. Wieviele User gibt es aber jetzt genau? Wieviele kommen jeden Monat hinzu? Wieviele Follower hat der durchschnittliche Twitteruser, wie splitten sich seine Tweets in Replies, Retweets und ähnliches  –diese Fragen stellen sich neben wirklich an Twitter interessierten Menschen vor allem die vielzählen Social Media Consultants! Und Sistrix war so frei, diesem Bedürfnis <a href="http://www.sistrix.de/news/909-twitter-wachstum.html" class="liexternal">Befriedigung zu verschaffen</a> — und wie immer ist die Stichprobe sehr repräsentativ ausgefallen: </p>
<blockquote><p>Da Twitter sich leider nicht in der Lage sah, mir einen Datenbank-Dump auf einem USB-Stick zuzuschicken, musste ich einen anderen Weg finden, um an eine ausreichende Datengrundlage zu kommen. Glücklicherweise hat Twitter eine recht umfangreiche API, die bei der richtigen Sonne-Mond-Konstellation sogar manchmal funktioniert. Wenn man sich bei Twitter anmeldet, erhält man eine aufsteigende Nummer (ID). Aktuell liegt diese Nummer bei rund 85 Millionen. Ich habe nun ein kleines Script geschrieben, das die Daten von Twitter-Accounts über die API abfragt und speichert. Rund 10% aller Accounts scheinen mir ausreichend, um aussagekräftige Schlüsse zu ziehen.</p></blockquote>
<h2 id="toc-das-orakel-von-delphi-spricht">Das Orakel von Delphi spricht</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Salvia_divinorum" rel="nofollow" class="liwikipedia">Salvia Divinorum</a> habe sich das Orakel von Delphi vor seinen mehrdeutigen Zukunftsprojektionen “reingezogen”, heißt es. Über die Konsumationsgewohnheiten des Teams rund um die <a href="http://www.tns-infratest.com/presse/Zukunft_IKT.asp" class="liexternal">Internationale Delphi-Studie 2030: Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien</a>, sicher ist nur so viel:</p>
<blockquote><p>Die Bedeutung der Informations– und Kommunikationstechnologien (IKT) und Medien für die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts ist größer als je zuvor. Um Einblicke in die langfristigen Entwicklungen dieser Branchen zu erhalten, hat der Münchner Kreis gemeinsam mit dem EICT, Deutsche Telekom und TNS Infratest sowie den Förderern und Unterstützern Siemens, Vodafone, Focus, VDE, SAP, Alcatel-Lucent Stiftung, IBM sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Studien „Zukunft der deutschen IKT“ sowie “Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien” durchgeführt.</p></blockquote>
<p>Das Baby kam als gesundes <a href="http://www.tns-infratest.com/presse/pdf/Zukunft_IKT/Zukunft_und_Zukunftsfaehigkeit_der_IKT_2009.pdf" class="lipdf">PDF-File</a> mit einem Gewicht von 18MB auf die Welt und ist für Eilige auch als <a href="http://www.tns-infratest.com/presse/pdf/Zukunft_IKT/Executive_Summary_Internationalen_Delphi-Studie_2030.pdf" class="lipdf">Executive Summary</a> verfügbar. Aber nur hier auf datenschmutz gibt’s die Ultra-Executive <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frosch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frosch">Frosch</a>–Version, sozusagen die Small-Talk Version fürs Büro:</p>
<blockquote><p>Haben Sie schon die letzte Woche erschienene Delphi-Studie gelesen? Der “Mediensektor wird durch Digitalisierung nachhaltig beeinflusst und verändert.”</p></blockquote>
<p>Alternativ-Version für Old Media Verlagshäuser, bei denen aufgrund bevorstehender Kündigungswellen wegen des “Scheiß Internet” (siehe nächsten Beitrag) dieses Bonmot makaber wirken könnte:</p>
<blockquote><p>Schrottprämie hin oder her: Ich warte noch 504 Monate mit Autokauf! In der letzte Woche erschienen Delphi Studie über das Jahr 2030 steht: “IKT wird im Automobil die Sicherheit und Effizienz erhöhen.”</p></blockquote>
<h2 id="toc-viren-und-ihre-ziele">Viren und ihre Ziele</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Der Preis für den schrägsten Vergleich der Woche geht an Maestro <a href="http://www.shoemoney.com/2009/11/02/your-virus-may-spread-but-does-it-kill/" class="liexternal">Shoemoney</a>, der von einer National Geographic Docu über den Schweinegrippen-Virus nahtlos zu Online-Businessmodellen überleitet:</p>
<blockquote><p>One of the things the show also talked about is how many people don’t know that a virus goal actually NOT to kill people. Its goal is to reproduce and sustain life for as long as possible. When it’s living in a human and the human dies then it dies too.<br />
So how does this apply to internet marketing?<br />
Well everyone is trying to create something “viral”. But most of the time they don’t have an end goal. I know some of the most gifted programmers/designers in the world who have created some of the most viral websites on the internet yet can’t figure out how to profit from them.</p></blockquote>
<h2 id="toc-twitter-automatisiert-retweets-jetzt-wirds-ernst">Twitter automatisiert Retweets — Jetzt wird’s ernst!</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Plötzlich war es da. Und dann auch schon wieder weg. Das von Twitter angekündigte Retweet-Feature gab letzte Woche auf einigen weniger Twitterprofilen ein kurzes Gastspiel, darunter auch auf meinem. Und natürlich hab ich das Retweeten gleich ausprobiert. Bei Mouse-Over erschien auf dem Tweet neben Reply die Option “Retweet”. Nach dem Klicken erschien ein Dialogfenster, und fragte den User, ob man diesen Tweet wirklich retweeten möchte. Nach dem “OK” war der Tweet dann auch schon retweetet  — ohne die Möglichkeit des Editierens oder die Notwendigkeit, die Nachricht gegebenenfalls auf 140 Zeichen zu kürzen. Der Retweet erschien nicht in meiner eigenen Timeline, dafür aber in der Timeline meiner Follower. Jedoch nicht mit meinem Avatar, sondern als “Forward” des Originaltweets inklusive mit einem kleinen Textlink (“retweeted by xy”).</p>
<p>Außerdem implementiert tauchte im Sidebar Menü ein neuer ReTweet-Filter auf und kurze Zeit später erschien dort auch ein Link auf ein Feedback-Formular, in dem ich sogleich mein Missfallen über das neue Feature kund tat — mit Erfolg, tags darauf war es verschwunden! (und vorläufig zurückgekehrt am 13.11.);) <a href="http://digiom.wordpress.com/2009/11/11/twitter-bildet-ab-jetzt-retweets-ab-auf-einigen-wenigen-profilen/" class="liexternal">Digiom</a> machte mich dann auf einen <a href="http://evhead.com/2009/11/why-retweet-works-way-it-does.html" class="liexternal">Blogbeitrag</a> von Twitter-CEO Evan Williams aufmerksam, der erklärt, warum die Retweet Funktion so ist, wie sie ist. Besonders interessant und zutreffend fand ich den Absatz über den “Lärm”, den manche notorischen Retweeter verursachen:</p>
<blockquote><p>Noisiness. Let’s face it: Some people over-retweet. You may be interested in what they personally say, but you don’t need to know about every link and charity cause they pull their RT-happy trigger finger on. The only choice you have today is deciding if the benefit of getting their occasional gems is worth the cost of their retweetarrhea.</p></blockquote>
<p>Aber auch wenn Retweets eine schlimme Form von “Stream Pollution” sind, editiere ich meine eigenen RTs natürlich, um meinen Senf dazuzugeben. Das Retweet Feature, so wie es bisher geplant war, würde ich wohl nur in manchen Situationen einsetzen — und ansonsten beim klassischen, manuellen “RT” bleiben.</p>
<h2 id="toc-social-info-dubletten-filtern">Social Info-Dubletten filtern</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Anomaly Systems arbeiten an einem neuen Projekt, das Geeks helfen will, die Redundanz in der persönlichen Informationsflut einzudämmen, indem Dubletten aus Twitter, Friendfeed und verschiedenen Feed-Quellen eliminiert und zusammengehörige Einträge gruppiert werden. <a href="http://blog.louisgray.com/2009/11/cadmus-filters-real-time-streams-to.html" class="liexternal">Lous Gray</a> hat <a href="http://thecadmus.com/" class="liexternal">Cadmus</a> getestet und ist recht angetan:</p>
<blockquote><p>In my testing of Cadmus, I found it correctly detected retweets, replies from others to the original sender, copies of tweets sent to FriendFeed, and other topically-related items, even if they did not share keywords. Cadmus was even able to find similar updates that were hours or days apart.<br />
On average, each refresh of Cadmus filtered around 10 percent of my updates. For runs that included 3,000 or so updates, 300 individual items would be grouped or filtered — and testing of a smaller account in the low hundreds also showed a similar 10 percent filter rate. In fact, the more updates I filtered, the higher the percentage filtering would be found. In a run comprising more than 8,000 items, almost 1,000 were “related”.</p></blockquote>
<h2 id="toc-tod-dem-traffic"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tod/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tod">Tod</a> dem Traffic</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Zeitungen wie “Der Standard” oder “Die Kronenzeitung” haben nach dem Tod von Jörg Haider und Michael Jackson schnell Dossiers über die verstorbenen Persönlichkeiten online gestellt und diese mit Google Adwords beworben. Sie wollten gefunden werden, sie wollten Traffic und User auf ihre Seiten locken. Das wollen eigentlich alle Medienunternehmen. Alle, nein einen großen Medienkonzern gibt es da, der sich wohl demnächst einen Consultant in Sachen “Negative <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/seo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SEO">SEO</a>” (Copyright @navofignorance) suchen wird: Rupert Murdoch. Er hat die Nase voll davon, dass die “content kleptomaniacs” Google &amp; Co. seinen hochwertigen journalistischen Content einfach zu Customized Online-Newspapers zusammenwürfelt. Darum will er seinen Content nun …verstecken.</p>
<p>Und Douglas Rushkoff, Professor für Media Studies findet diese Idee gut:</p>
<blockquote><p>Of course, Murdoch’s remarks are really just a trial balloon. He has initiated a conversation—but one that few of us are in a position to back up with a multibillion-dollar media empire. By suggesting that he is ready to pull the plug on universally searchable news, he is inviting other publishers in the same position to consider taking the same leap.</p></blockquote>
<p>Mal sehen, ob die anderen Lemminge Rupert Murdoch <a href="http://www.thedailybeast.com/blogs-and-stories/2009-11-09/murdoch-to-google-search-this/" class="liexternal">folgen</a> würden…</p>
<h2 id="toc-es-trendet-schon-wieder-aber-diesmal-lokal">Es trendet schon wieder, aber diesmal lokal</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Dass Twitter in absehbarer Zeit Geo-Info in Tweets integrieren will, wurde bereits im August angekündigt — nun zeichnet sich ab, dass die neue API-Funktionen auf absehbare Zeit jedem Städtchen sein eigenes Trendbarometer verschaffen wird, wie Ben Parr auf <a href="http://mashable.com/2009/11/09/local-twitter-trends/" class="liexternal">Mashable</a> berichtet:</p>
<blockquote><p>The new API will open up the ability for Twitter apps to figure out what’s trending in a pre-defined set of locations. This means that while San Francisco will almost certainly have a set of local trends, my hometown of Princeton, IL (7200 residents) probably will not, at least in the beginning.</p></blockquote>
<p>Dazu passt auch ganz hervorragend der Beitrag <a href="http://mashable.com/2009/11/10/local-news-social-media/" class="liexternal">How Social Media is taking the News local</a> von Leah Betancourt, ebenfalls auf Mashable:</p>
<blockquote><p>“I sense inevitability is setting in with media companies with regard to social media. Those that thought… it was a fad that would quickly fade away are beginning to resolve themselves to the cold reality that social media is here to stay and will have to play a role in news coverage and audience building for a long time to come,” Briggs said.</p></blockquote>
<p>Das Thema Bürgerjournalismus haben wir auch am World Blogging Forum ausführlich diskutiert — Tenor: die Tools und Möglichkeiten sind, wie die ökonomischen Grundlagen einer partizipativen Berichterstattung aussehen können, ist dagegen noch recht unklar: erste Versuche mit Beteiligung der User an den Werbeeinnahmen verlaufen für alle Beteiligten bislang noch nicht übermäßig einträglich.</p>
<h2 id="toc-betriebssystem-verchromt">Betriebssystem, verchromt</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Chrome OS wird innerhalb einer Woche zum Download bereit stehen, weiß <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/13/google-chrome-os-to-launch-within-a-week/" class="liexternal">Michael Arrington</a>. Googles im Juli angekündigten PC-Betriebssystem dürfte damit wohl das raschest entwickelte OS aller Zeiten sein. Über den Umfang der unterstützten Hardware sind noch keine Details bekannt, sicher ist aber, dass vorerst nur bestimmte Devices unterstützt werden: </p>
<blockquote><p>We expect Google will be careful with messaging around the launch, and endorse a small set of devices for installation. EEE PC netbooks, for example, may be one set of devices that Google will say are ready to use Chrome OS. There will likely be others as well, but don’t expect to be able to install it on whatever laptop or desktop machine you have from day one. Google has previously said they are working with Acer, Adobe, ASUS, Freescale, Hewlett-Packard, Lenovo, Qualcomm, Texas Instruments, and Toshiba on the project.</p></blockquote>
<p>Über genaue Details der Softwarearchitektur ist bislang wenig bekannt. Big G entwickelt sein OS allerdings nicht von Null auf, sondern es beruht auf einem nicht näher spezifizierten Linux-Kernel. Avisiert wird die immer populärere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gruppe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gruppe">Gruppe</a> der Netbooks, deren Löwenanteil immer noch mit dem 8 Jahre alten XP auskommen muss. Chrome OS dagegen soll schlank und ressourcenschonend sein und dem Chrome-Browser eine optimale Systemumgebung bieten. Ich bin da relativ skeptisch, da es mir wesentlich wichtiger ist, gewohnte Software auch am Netbook verwenden zu können — das erfordert zwar in vielen Fällen etwas mehr Geduld als am Desktop, erhöht den Unterwegs-Nutzwert aber immens. Mehr über Google Chrome erfährt man in diesem <a href="http://www.techcrunch.com/2009/07/07/google-drops-a-nuclear-bomb-on-microsoft-and-its-made-of-chrome/" class="liexternal">TechCrunch Beitrag</a>.</p>
<h2 id="toc-sie-nennen-es-sprouten">Sie nennen es Sprouten</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Das neue Social-Network für Unternehmer und KMUs konzentriert sich ganz auf die berufliche Seite des Microblogging-Lebens und stellt daher konsequenterweise auch die Frage: “What are you working on?” statt “What are you doing?” Es reicht ohnehin schon Echtzeit-geplagten Entrepreneuren also nicht mehr, sich mit LinkedIn Messages zu bombardieren, weiß <a href="http://thenextweb.com/appetite/2009/11/13/sprouting-community-start-ups/" class="liexternal">The next web</a>:</p>
<blockquote><p>Sarah Prevette, the founder and CEO, believes that “Sprouter can provide the forum for real-time networking and collaboration so everyone can benefit from mistakes and successes.”.  Indeed it does and after it’s beta launch back in August 2009, it’s providing it’s user with a unique space to market themselves, their ideas and businesses.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: das Zeitalter der EPUs ist vorüber, denn kein KMU kann in Zukunft auf einen <strong>CSO — Chief Sprouting Officer</strong> verzichten können. Einziges Distinktionskriterium gegenüber dem großen Vorbild: <a href="http://www.sprouter.com/" class="liexternal">Sprouter</a> beherrscht Threading, also die von Foren gewöhnte Einrückung zusammengehöriger Konversationen. Der Name steht für “Keim, Spross, Trieb” — ich bezweifle allerdings stark, dass die Business-Welt ein eigenes Twitter-Network braucht. Prädikat: “Sprout Inhibition” (Keimungsunterdrückung)</p>
<h2 id="toc-the-conversationlist">The ConversationList</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Wenige Wochen nach ihrer Einführung ist es schon wieder ruhig um die Twitterlisten geworden. So richtig kann wohl niemand was damit anfangen. Oder doch?<br />
The Conversation-List ist in etwa die Anti-These zur Karteileichen-Liste — dort finden sich 25 oder mehr Personen, mit oder über die man im Gespräch ist.</p>
<blockquote><p>The list is automatically updated daily, so that it always reflects the people that you are paying attention to right now. If you @reply (or @mention) someone, they’re added to your list. If you stop talking to that person, they drop off your list.</p></blockquote>
<p>Klingt nett, installiert sich quasi wie von selbst, und kann auch einfach wieder entfernt werden. Hilft’s nix, schadet’s nix: <a href="http://www.conversationlist.com/" class="liexternal">conversationlist.com</a>.</p>
<p>PS: schon irgendwer einen echten Nutzen für die Twitterlists entdeckt? JohnOn geht ja beinhart davon aus, dass Google Twitter bald für 6 Milliarden gekauft <a href="http://www.johnon.com/709/google-buys-twitter.html" class="liexternal">haben wird müssen</a>:</p>
<blockquote><p>That’s the headline I think we’ll see soon enough, when Google gets over itself and swallows the bitter pill. The mistake was already made… more than once… when Google failed to truly demonstrate the value of Twitter to its future. Had it offered a sweet enough deal, it could have bought Twitter before. Everyone has a price. But with each passing week, Google (and the rest of us) see more and more clearly just how essential Twitter is to Google’s future. And each week, the cost of acquiring Twitter goes up.</p></blockquote>
<h2 id="toc-die-schlimmste-aller-fragen">Die schlimmste aller Fragen</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> …hat Christ Walker der Cyber-Entität <a href="http://scobleizer.com/2009/11/13/the-worst-question-in-social-media/" class="liexternal">Scobleizer</a> gestellt, noch dazu auf Twitter: <em>Any advice on getting followers?</em></p>
<blockquote><p>It’s the worst question in social media. Sorry Chris for picking on your question. It’s actually a question lots of people wonder, but it’s the kind of thing that no one really can answer.<br />
Why?<br />
Because we’re not in control of who follows us. So, I’d rather not think about it. I rather think about things I CAN control. What are those?<br />
1. What I write about.<br />
2. Who I follow.<br />
3. Who I hang out with.<br />
4. The lists I follow and steal from.</p></blockquote>
<p>Also bitte, lieber Scoble: Wer stiehlt denn? Wir remixen doch bloß!</p>
<h2 id="toc-schei-internet-preis-fr-die-grnen">Scheiß-Internet-Preis für die Grünen</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Die Grünen sammeln Auszeichnungen wie andere Parteien Strafzettel in Brüssel. Durften sich die an Einmischung in in– und oder externe Affären wenig interessierte Partei in diesem Jahr bereits für die Forderung nach Internet-Sperren bereits über den <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Big-Brother-Awards-Austria-Abrechnung-mit-Gruenen-und-OeBB-838812.html" class="liexternal">Big Brother Jackpot</a> freuen, so knallten gestern <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/preis-fuer-internetfreie-minuten/" class="liinternal">erneut</a> die <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Erster-Scheiss-Internet-Preis-geht-an-Wiener-Gruene-859940.html" class="liexternal">Korken</a>: </p>
<blockquote><p>Die Wiener Grünen sind die ersten Träger des Wolfgang Lorenz Gedenkpreises für internetfreie Minuten. Er belohnt sie für das “Kommunikationsdesaster” rund um die Grünen-Vorwahlen. Durch die Ablehnung eines Teils interessierter Nichtmitglieder zur aktiven Teilnahme an den parteiinternen Abstimmungen über die Kandidaten für die kommende Gemeinderatswahl hat die Partei einen Teil der Wiener Webszene enttäuscht.</p></blockquote>
<p>Es kann nicht leicht gewesen sein, sich gegen diese übermächtige Konkurrenz durchzusetzen, und ich beneide die Jury nicht um die gewiss schwierige Entscheidungsfindung. Und die <a href=http://www.<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/monochrom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with monochrom">monochrom</a>.at/wolfgang-lorenz-gedenkpreis/”&gt;Nominierungsliste</a> hat es definitiv verdient, an dieser Stelle in voller Länge wieder gegeben zu werden:</p>
<blockquote><p>1. Nominierung: die ORF ON-Direktoren für 15 Jahre fehlende Barrierefreiheit im Scheißinternet und generelle Ignoranz; denn ORF ON endet als Versorgungspostenpool, der sich in der Konzeption von ORF-Dörfern und TV-Theken ergeht, anstatt eine umfassende Internetstrategie zu entwickeln.</p>
<p>2. Nominierung: Plagiatsjäger Stefan Weber für seine Leistungen als Blockwart eines konservativen Wissenschaftsbetriebes, der Studierenden Dummheit und Internetkriminalität vorwirft, anstatt Überlegungen über einen zeitgenössischen Wissenschaftsbetrieb des Web 3.0 zu machen.</p>
<p>3. Nominierung: der Bühnenabend “Menschmaschine” im Rabenhof in der Kategorie fehlgeleitetes Infotainment für die Leistung, das Web 2.0 auf die Formel “Beidlwitze” zu reduzieren.</p>
<p>4. Nominierung: Ibrahim Evsan — stellvertretend für alle Social Media Gurus, die den Übergriff der Technik (“Fixierungscode”) predigen und gut daran verdienen.</p>
<p>5. Nominierung: Armin Thurnher in der Kategorie beleidigter Leitartikler; große Verdienste um die österreichische Medienlandschaft sind noch lange kein Freibrief für unreflektiertes Gegrantel.</p>
<p>6. Nominierung in der Kategorie Abmahnwahn: Jako und Jack Wolfskin für ihren unglaublichen juristischen Umgang mit Kleinst-Bloggern und Hobby-Bastlern mit Netzzugang</p>
<p>7. Nominierung in der Kategorie ProfilneurosendistinktionsgewinnlerInnen: ein paar KolumnistInnen (u.a. Doris Knecht und Polly Adler/Angelika Hager) für ihre medialen Anti-Social-Media-Koketterien.</p>
<p>8. Nominierung: die Wiener Grünen für ihre missglückte politische Kommunikation im Netz und das Verpassen einer einmaligen Chance.</p>
<p>9. Nominierung: Franz Medwenitsch für seine jahrelange Tätigkeit als Blockierer von fairen Verwertungsmodellen und diesbezüglicher lobbyistischer Begleitung von allen Gesetzesnovellen auf staatlicher und gemeinschaftlicher Ebene.</p>
<p>10. Nominierung: Wolfgang Schüssel — fürs Lebenswerk in der Bereitung internetfreier Minuten, denn er strafte die von ihm ungeliebte “Internetgeneration” mit einer miserablen Telekom-Regulierungspolitik ab.</p></blockquote>
<h2 id="toc-wenn-huser-sich-schlafen-legen">Wenn Häuser sich schlafen legen</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW46 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW46 2009" /> Nein, es gibt wirklich kaum eine bessere Metapher für die Krise der Immobilienindustrie — und wären die Häuser näher beieinander gestanden, dann hätte es auch noch einen Domino-Effekt gegeben. Was genau <a href="http://1.bp.blogspot.com/_nSTO-vZpSgc/Svdd19dkzTI/AAAAAAAAHRw/emL5TPScBXU/s1600-h/building+topple1.png" rel="lightbox" class="liexternal">hier [Foto]</a> passiert ist, weiß <a href="http://globaleconomicanalysis.blogspot.com/2009/11/different-kind-of-real-estate-crash.html" class="liexternal">Mish</a> [via <a href="http://twitter.com/muesli/status/5647487193" class="liexternal">@muesli</a>]:</p>
<blockquote><ol>
<li>An underground garage was being dug on the south side, to a depth of 4.6 meters.</li>
<li>The excavated dirt was being piled up on the north side, to a height of 10 meters.</li>
<li>The building experienced uneven lateral pressure from south and north.</li>
<li>This resulted in a lateral pressure of 3,000 tons, which was greater than what the pilings could tolerate. Thus the building toppled over in the southerly direction.</li>
</ol>
</blockquote>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche-katzencontent-again">Judiths Video der Woche: Katzencontent, again!</h2>
<p>Clean your screen. Wenn ich meine Katze dazu überreden könnte, das zu machen… ach wäre das Leben schön.</p>
<div align="center"><script type="text/javascript" src="http://blip.tv/scripts/pokkariPlayer.js?ver=2009070701"></script><script type="text/javascript" src="http://blip.tv/syndication/write_player?skin=js&#038;posts_id=630879&#038;source=3&#038;autoplay=true&#038;file_type=flv&#038;player_width=600&#038;player_height=400"></script>
<div id="blip_movie_content_630879"><a href="http://blip.tv/file/get/Drakaal-screencleanerswf201.swf" rel="enclosure" onclick="play_blip_movie_630879(); return false;" class="liimagelink"><img title="Click to play" alt="Drakaal screencleanerswf201.swf Blogistan Panoptikum KW46 2009" width="600" height="400" src="http://blip.tv/file/get/Drakaal-screencleanerswf201.swf.jpg" border="0" title="Click to clean" /></a><br /><a href="http://blip.tv/file/get/Drakaal-screencleanerswf201.swf" rel="enclosure" onclick="play_blip_movie_630879(); return false;" class="liexternal">Click to clean</a></div>
</div>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche">Ritchies Video der Woche</h2>
<p>Vielleicht kann Religion die Menschheit doch noch retten — zumindest drängt sich dieser Gedanken bei Jesus 2000 auf:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Aber damit’s nicht heißt, ich würde hier im Panoptikum bloß religiösen Fanatismus verbreiten, hier noch eine Perle von Rocketboom, nämlich die Kulturgeschichte des beliebten Audio-Produktions-Plugins Autotune. Merke: It’s not a vocoder!</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>Der Social Officer soll den Corporate-Dampfer sicher durch stürmische Twitter-Wogen lenken, doch wie findet man ihn? So nicht, mein <a href="http://altitudebranding.com/2009/11/hiring-for-social-media-the-ugly-side/" class="liexternal">altitudebranding.com</a></li>
<li>Gaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Und vor allem: glaube nie, was in einer Nielsen Umfrage steht. Demnach befindet sich der US-TV-Konsum nämlich auf einem <a href="http://blog.nielsen.com/nielsenwire/media_entertainment/average-tv-viewing-for-2008-09-tv-season-at-all-time-high/" class="liexternal">All-Time-High</a>, gegen das Amy Winehouse nüchtern wirkt.</li>
<li>Tod den Holzmedien: Zuerst waren es die Zeitungsverlagen, jetzt geht das Virus auf die klassischen Verlage über: Tod dem bedruckten Holz, diesmal ist der Gemischtwarenhändler und Kindle-Schöpfer Amazon schuld. Denn den Verlagen laufen die Autoren weg, geradewegs in <a href="http://www.buchreport.de/nachrichten/buecher_autoren/buecher_autoren_nachricht/datum/2009/11/09/autoren-sagen-verlagen-adieu.htm" class="liexternal">Amazons Arme</a>. Ob die Autoren von den üblichen Shares wissen? 70: 30 zu Gunsten des Verlages?</li>
<li>Twitter Microsyntax — Die Fortsetzung: Der “Erfinder” des Hashtags, Chris alias Factory Joe, schlägt einige neue Zeichen für Twitter vor! Genau, wenn man etwas verkomplizieren vereinfachen kann, soll man es selbstverständlich tun! Lasst uns eine <a href="http://factoryjoe.com/blog/2009/11/08/new-microsytax-for-twitter-three-pointers-and-the-slasher/" class="liexternal">Microfachsprache</a> kreieren, damit uns endlich niemand mehr versteht und die Twitter Coaches ein neues Seminarbetätigungsfeld finden.</li>
</ul>
<p>Und das war auch schon wieder unser wilder Galopp-Ritt durch sieben Tage Social Media. Danke für Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit und lassen Sie sich auch weiterhin nicht durch Echtzeitmedien vom Panoptikum-Konsum abhalten — und vor allem nicht von Kommentare und Anregungen. Wir wünschen schöne restliche Sonntagsminuten, einen erquicklichen Wochenbeginn und lesen uns morgen!</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW46 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Blogistan Panoptikum KW27 2009</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 21:36:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Woche feiert das Blogistan Panoptikum eine Premiere: ab sofort wird der wöchentliche Rückblick von Linzerschnitte und datadirt gemeinsam verfasst. In der aktuellen Ausgabe: Facebooks neue Privacy, Firefoxes neue Features und vieles mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erfolgsmeldungen, Premieren, Novitäten allenthalben: das sind Web-Zwei-Nuller gewohnt, euphorische Jubelmeldungen über das 1.000ste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-network/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Network">Social Network</a> gehören nun Mal zum Alltag des Pro-Bloggers. Aber diesmal gibt’s tatsächlich eine Sensation zu vermelden: Sie lesen gerade das ersten Dualcore-Panoptikum, sprich: ich habe die Ehre und das Vergnügen, die erste fixe Gastautorin auf datenschmutz zu begrüßen: Judith Denkmayr, auch bekannt als <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a>, verfasst ab sofort gemeinsam mit mir das Blogistan Panoptikum. Hier ein aktuelles Video meiner Mitautorin von der letztwöchigen Linzertorten-Verlosung auf Twitter:</p>
<div align="center"><embed flashvars="autoplay=false" width="600" height="489" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" src="http://www.ustream.tv/flash/video/1748518" type="application/x-shockwave-flash" /></div>
<p>Willkommen zum ersten Resultat unserer kollaborativen Recherchen zu den letzten sieben Social Media Tagen! Feedback, Link-Tipps und Input sind natürlich jederzeit willkommen!<span id="more-3543"></span></p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-freeconomics-oder-wie-die-kostenlos-kultur-die-corporates-in-angst-und-schrecken-versetzt" class="liinternal">Freeconomics oder wie die Kostenlos-Kultur die Corporates in Angst und Schrecken versetzt</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-journalismus-1-0" class="liinternal">Journalismus 1.0</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-readwriteweb-ber-fbs-neue-privacy-options" class="liinternal">ReadWriteWeb über FB’s neue Privacy Options</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-firefox-3-5-verffentlicht" class="liinternal">Firefox 3.5 veröffentlicht</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-social-media-is-not-sexy" class="liinternal">Social Media is not sexy</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-twitterspeak-re-defined" class="liinternal">Twitterspeak re-defined</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-folgefreitag-fr-blogger-back-to-blogging-week" class="liinternal">Folgefreitag für Blogger, Back to Blogging Week</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-linzerschnittes-video-der-woche" class="liinternal">Linzerschnittes Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-ritchies-video-der-woche" class="liinternal">Ritchies Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/blogistan-panoptikum-kw27-2009/#toc-foto-der-woche" class="liinternal">Foto der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-freeconomics-oder-wie-die-kostenlos-kultur-die-corporates-in-angst-und-schrecken-versetzt">Freeconomics oder wie die Kostenlos-Kultur die Corporates in Angst und Schrecken versetzt</h2>
<p>Diskurs der Woche war eindeutig die sogenannte “Kostenlos-Kultur im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>”. Am 2. Juli erschien in den USA <a href="http://www.amazon.de/gp/product/140131001X?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=140131001X" class="liexternal">Free International Edition: The Past and Future of a Radical Price</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=140131001X" width="1" height="1" border="0" alt=" Blogistan Panoptikum KW27 2009" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Blogistan Panoptikum KW27 2009" />, das neue <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Buch">Buch</a> von Chris Anderson, Vertreter der “Kostenlos-Kultur” und auch hierzulande bekannt durch seine “Long Tail”-Theorie. Anderson beschrieb schon im Jänner 2008  wie der Markt als logische Weiterentwicklung der Free Samples als Kaufanreiz nun in der letzten Dekade und mit Hilfe des Web zu einer neuen Verkaufskultur führte, besagter “Kostenlos-Kultur”:</p>
<blockquote><p>It’s now clear that practically everything Web technology touches starts down the path to gratis, at least as far as we consumers are concerned.<br />
Storage now joins bandwidth (YouTube: free) and processing power (Google: free) in the race to the bottom. Basic economics tells us that in a competitive market, price falls to the marginal cost. There’s never been a more competitive market than the Internet, and every day the marginal cost of digital information comes closer to nothing(…)The Web has become the land of the free..</p></blockquote>
<p>Weitere Beispiele sind Google (von Gmail bis GOOG-411) oder auch die Spiele-Industrie, die einen Großteil ihres Geschäfts mittlerweile mit Multiplayer Online Games machen. Dass diese <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/entwicklung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Entwicklung">Entwicklung</a> nicht nur das Web betrifft, zeigen Bands wie die Nine Inch Nails oder Radiohead, die neue Alben zum kostenlosen Download zur Verfügen stellten.</p>
<p>Die <a href="http://www.newyorker.com/arts/critics/books/2009/07/06/090706crbo_books_gladwell?currentPage=all" class="liexternal">Gegenposition</a> übernahm naturgemäß jemand vom “Dead-Tree-Business”, Malcolm Gladwell von Magazin The New Yorker (ebenfalls dezidiert gegen die Kostenlos-Kultur ausgesprochen hat sich diese Woche übrigens Microsoft-Chef Deutschland, Achim Berg. Zitat:<a href="http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/668245" class="liexternal">“Die Kostenlos-Kultur im Internet ist bald vorbei”</a>):</p>
<blockquote><p>(…) then there is his [Anm. Chris Anderson] insistence that the relentless downward pressure on prices represents an iron law of the digital economy. Why is it a law? Free is just another price, and prices are set by individual actors, in accordance with the aggregated particulars of marketplace power.(…) Why are the self-interested motives of powerful companies being elevated to a philosophical principle?</p></blockquote>
<p>Malcolm Gladwell argumentiert vor allem mit dem Beispiel von Amazon und den “Dallas Morning News”, die ihre Zeitung via Amazons Kindle vertreiben wollten. Der von Amazon vorgeschlagene Share war 70:30 Prozent, letzteres für die Zeitung. Buchautor Seth Godin kommentierte den Konflikt Anderson: Gladwell auf seinem <a href="http://sethgodin.typepad.com/seths_blog/2009/06/malcolm-is-wrong.html" class="liexternal">Blog</a> auf seine gewohnt simple Weise: “(…)News belong to all of us.” Siehe dazu auch den 2008 erschienen Artikel Artikel: <a href="http://www.wired.com/techbiz/it/magazine/16-03/ff_free" class="liexternal">Free! Why $0.00 Is the Future of Business</a> im Wired Magazin.</p>
<p>Liebe Zeitungsverleger, wenn ihr das nicht kapiert, <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-07/behaltet-euer-geistiges-eigentum/" class="liinternal">dann behaltet doch euer geistiges Eigentum.</a></p>
<h2 id="toc-journalismus-1-0">Journalismus 1.0</h2>
<p>Das Internet hat die Recherche um so vieles vereinfacht — Studenten müssen bloß noch aus der Wikipedia abschreiben, und Journalisten löchern im Zweifelsfall einfach einen Blogger. <a href="http://www.bogost.com/blog/letter_of_inquiry_template.shtml" class="liexternal">Ian Bogost</a> hat netterweise ein “Letter of Inquiry Template” zusammengestellt [via <a href="http://digiom.wordpress.com" class="liexternal">digiom</a>]:</p>
<blockquote><p>I wonder: instead of doing research myself on the story I am required to write, would you be willing to talk to me by phone for an hour about it? During this time, I would pose a series of basic questions that demonstrate how little thought and time I have given to the topic, not even enough to Google its key terms.</p></blockquote>
<h2 id="toc-readwriteweb-ber-fbs-neue-privacy-options">ReadWriteWeb über FB’s neue Privacy Options</h2>
<p>Privat. Öffentlich. Öffentlich. Privat. Eine fluide Grenze, im Lauf der Zeit ständig im Wandel begriffen: doch nun gibt es endlich neue Optionen — wenn auch nur auf Facebook, wie <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/a_closer_look_at_facebooks_new_privacy_options.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a> geradezu euphorisiert berichtet: </p>
<blockquote><p>Last week, Facebook announced a move to support a much more sophisticated understanding of privacy that’s more like what real people have in real life. It’s a major shift in how Facebook works.</p></blockquote>
<p>Woher die ganze Aufregung? Zukünftig wird man Sharen anstatt all seiner Freunde auch wahlweise eine der bekannten Freundeslisten wählen können. Mit anderen Worten: die Sichtbarkeit der eigenen digitalen Ergüsse lässt sich wesentlich granularer einstellen. Das entspräche viel eher dem “richtigen Leben da draußen”, wie Christ Peterson in seinem <a href="http://etc.cpeterson.org/documents/2009/savingface.pdf" class="lipdf">Thesis Paper</a> schreibt:</p>
<blockquote><p>We expect our communication to go on in an appropriate context (no drinking in church or praying in the bar) and we expect to understand how our communication will be distributed. If a college friend took photos of you drinking in a bar and showed them off to people in church, you might feel your privacy has been violated in both appropriateness and distribution. The bar is a public place, though, and not completely secret. Thus the need for a more sophisticated understanding of privacy that is more than mere secrecy.</p></blockquote>
<p>In der Tat ein interessanter Punkt — allerdings bleibt die Frage offen, ob das neue Feature von den Usern angenommen wird: ich persönlich würde niemals wirklich privates Material auf FB posten und mich 100%ig drauf verlassen, dass die Filterung auch tatsächlich funktioniert.</p>
<h2 id="toc-firefox-3-5-verffentlicht">Firefox 3.5 veröffentlicht</h2>
<p>In 70 Sprachen wurde das neueste Update des mittlerweile zweithäufigst benutzen Webbrowsers der Welt veröffentlicht, und wenige Tage später zeigen die <a href="http://downloadstats.mozilla.com/" class="liexternal">Download Stats</a> bereits über 12 Millionen Downloads weltweit (und etwa 121.500 Downloads in Österreich). Mashable zeigt schon mal einige Top Features, auf die sich der geneigte Firefox-User freuen darf:</p>
<p><strong>1. TraceMonkey (JavaScriptEngine)</strong><br />
Darüber freue ich mich als Google Docs Benutzerin besonders, da TraceMonkey die Performance von JavaScript Apps wie eben bei Google Docs wesentlich verbessern wird.</p>
<p><strong>2. Location Aware Browsing</strong><br />
Firefox macht deinen aktuellen Standort (natürlich nur mit Erlaubnis:)) ausfindig und richtet seine Seitenempfehlungen danach aus. Und dass die Datenschützer nicht wieder weinen müssen, dafür wurde auch gesorgt.</p>
<p><strong>3. Improved Tab Extravaganza</strong><br />
Das Switchen zwischen Tabs ist das größte Vergnügen jedes Firefox Users und sogar kürzlich geschlossene Tabs konnten wiedereröffnet werden. Diese Funktion wurde erweitert, ebenso wie bei kürzlich geschlossene Fenster — die Ergebnisse reichen um einiges weiter zurück. Davon abgesehen lassen sich Tabs nun leicht in eigenen Fenster verschieben.</p>
<p>Mehr dazu gibt’s bei <a href="http://mashable.com/2009/06/30/firefox-killer-features/" class="liexternal">Mashable.com.</a></p>
<h2 id="toc-social-media-is-not-sexy">Social Media is not sexy</h2>
<p><a href="http://www.servantofchaos.com/2009/06/social-media-is-not-sexy.html" class="liexternal">Gavin Heaton</a> hat einen sehr lesenswerten Beitrag über die Top-Down Transformation durch Social Media veröffentlicht:</p>
<blockquote><p>Within minutes you can have a blog setup and working, a wiki ready for team collaboration and Google Analytics ready to measure your <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/traffic/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Traffic">traffic</a>, goals and conversion rates. And did I mention that ANYONE can make this happen. All you need is a web connection. From the CEO right down the new intern, anyone in your business has access to the tools that can transform the relationships that you have with your stakeholders. That’s right – it is bottom-up transformation.</p></blockquote>
<p>Doch um diesen Shift erfolgreich zu gestalten, braucht es kleine Schritte — und vor allem persönliches Commitment, meint der Autor:</p>
<blockquote><p>Framework establishment: Many of your stakeholders will have had some exposure to <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> tools in their personal lives. You will need to provide frameworks which provide the context within which they can most effectively use them at work.<br />
Informal leadership: Nothing says “move ahead” like the CEO and leadership team informally adopting the Web 2.0 tools.</p></blockquote>
<h2 id="toc-twitterspeak-re-defined">Twitterspeak re-defined</h2>
<p><a href="http://digiom.wordpress.com/2009/07/03/wie-twitter-unsere-sprache-und-unsere-konzepte-veraendert/" class="liexternal">Jana</a> plädiert für die Integration der Twitter-Semantik in die gesprochene <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sprache/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sprache">Sprache</a>:</p>
<blockquote><p>Gerade das Hashtag ist so praktisch, stellt es das Geschriebene doch gleich unter eine übergeordnete Kategorie, ohne dass man dazu weitere Worte der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/erklaerung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Erklärung">Erklärung</a> (etwa “Soweit meine jüngsten Erlebnisse aus der Kategorie: Versagen im Alltag”) anbringen müsste. So praktisch, dass man dringend überlegen müsste, wie man das auch im Verbalsprachlichen zum Ausdruck bringen könnte.</p></blockquote>
<p>In der Tat ändern Medien ständig Stil, Semantik und den “Flow” unserer Sprache — mich hat der obenstehende Absatz aber sofort an Hip Hop erinnert — “Sonnenbankflavour” von Bushido etwa ist eine einzige Serie von Hashtags <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW27 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW27 2009" /> </p>
<h2 id="toc-folgefreitag-fr-blogger-back-to-blogging-week">Folgefreitag für Blogger, Back to Blogging Week</h2>
<p><a href="http://www.uiuiuiuiuiuiui.de/follow-friday-fuer-blogs" class="liexternal">Manuel</a> ruft zum Follow Friday für Blogs auf — analog zu Twitter sollen die eigenen Favoriten immer wieder Freitags vorgestellt werden:</p>
<blockquote><p>Jeden Freitag werde ich Blogs vorstellen, die ich für lesenswert und empfehlenswert halte. Wenn andere das ebenfalls tun, gibt es Freitags immer einen Haufen zu entdecken. Wer an der Aktion mitmachen will ist natürlich herzlich eingeladen das obige Logo zu verwenden.</p></blockquote>
<p>Nette Idee — ab und an werd ich auch mal einen Linktipp beisteuern. Zu diesem Thema passt auch ein aktuelles Posting von <a href="http://scobleizer.com/2009/06/28/back-to-blogging-week-no-friendfeedtwitter-for-a-week/" class="liexternal">Scobleizer</a>, der sein gutes altes WordPress in letzter Zeit sträflichst vernachlässig hat:</p>
<blockquote><p>Sorry for being gone so long. It’s clear I have spent too much time on social networks. Been hanging out on <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/friendfeed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Friendfeed">FriendFeed</a> and Twitter and not blogging.<br />
I’m not the only one, Steve Rubel, famous PR blogger, said he’s giving up his blog for lifestreaming.<br />
Jeremiah Owyang, the other night, told me I was losing myself. Or my thought leadership or something like that. It made me wistful for good old WordPress. So, here I am.<br />
Starting today I won’t use FriendFeed or Twitter until Saturday.</p></blockquote>
<h2 id="toc-linzerschnittes-video-der-woche">Linzerschnittes Video der Woche</h2>
<p>Michael Jackson ist tot. Trotz eher traurig zu verfolgender Versuche, den Moonwalk auch ohne Michael am Leben zu erhalten, muss man sich eingestehen, dass mit ihm auch der Moonwalk gestorben ist. Vielleicht findet zumindest Moonwalk’s kleiner Bruder, der Earthwalk den einen oder anderen, würdigen Nachahmer.</p>
<div align="center"><object width="600" height="486"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/52OgKAxRMWY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/52OgKAxRMWY&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="600" height="486"></embed></object></div>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche">Ritchies Video der Woche</h2>
<p>Marlon Torres hat <a href="http://vimeo.com/5254584" class="liexternal">Pacifica</a> mit seiner Canon 5D MKII aufgenommen — ich finde es faszinierend, wie rasend schnell das relativ neue Feature des HD-Recordings mit Spiegelreflex-Kameras die Online-Video Ästhetik verändert und kann mir kaum vorstellen, dass in drei Jahren noch irgendjemand mit Videokamera und SLR unterwegs ist:</p>
<div align="center"><object width="601" height="338"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5254584&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=5254584&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="601" height="338"></embed></object></div>
<h2 id="toc-foto-der-woche">Foto der Woche</h2>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/h-k-d/3617751660/" class="liexternal">Vipassana Meditation</a> nennt H.Koppdelaney seine beeindruckende Aufnahme des Rinpoche bei der “Arbeit”: </p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/06/rinpoche.jpg" alt="rinpoche Blogistan Panoptikum KW27 2009" title="rinpoche" width="600" height="531" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Und damit sind wir auch schon am Ende des ersten Dualcore-Panoptikums angelangt — weiter geht’s nächsten Sonntag: bleiben Sie uns gewogen, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/danke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with danke">danke</a> für Ihre Whuffies, und: bis morgen im Social Web!</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW27 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Rückblick auf die eDay Podiumsdiskussion</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 18:12:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die eDay Podiumsdiskussion zum Thema Datenschutz 2.0 - Wachstumsmotor oder Bremse verlief ausgesprochen spannend - hier der Versuch eines kurzen, persönlichen Resumees zu einem ausgesprochen komplexen Thema.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/03/podiumritchie.jpg" alt="podiumritchie Rückblick auf die eDay Podiumsdiskussion" title="podiumritchie" width="250" height="114" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Auf historischem Grund und Boden fand gestern der von der Wirtschafskammer organisierte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/eday/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with eDay">eDay</a> 2009 statt. Vorträge, Networking und das Tagesprogramm musste ich mir aufgrund anderweitiger Terminverpflichtungen leider entgehen lassen, aber bei der abendlichen Podiumsdiskussion mit dem Thema “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Datenschutz">Datenschutz</a> 2.0 — Wachstumsmotor oder –bremse” hatte ich die Ehre und das Vergnügen, mit auf der Bühne zu sitzen. Anstatt der üblichen Fragerunde beteiligte sich das Publikum live mit Twitter-Meldungen an der Diskussion — lustiges Format, das wär doch mal was für Live-Kritiken während Opernaufführungen!</p>
<p>In seinem spannenden Einführungsreferat erläutere Professor Peter Purgathofer (TU Wien) anhand einiger Beispiele das schwierige und komplexe Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und Privatsphäre — ein Antagonismus, der in der nachfolgenden Diskussion noch öfter auftauchen sollte. Mein Lieblingsbeispiel aus dem Vortrag: ein Zimmermädchen sieht am Hotel-Nachtkästchen des Gastes Hämorrhoiden-Salbe liegen, am nächsten Tag wird ihm beim Frühstück ein Sitzpolster angeboten. Service am Gast oder unzulässiges Eindringen in private Bereiche? In genau diesem Spannungsfeld bewegen sich Unternehmen, die Kundendaten auswerten. Fühlen wir uns von Amazon-Produktvorschlägen belästigt, oder nehmen wir erfolgreich personalisierte Angebote als erwünschtes Zusatzservice wahr? Man hat es mit einer klassischen Trade-Off Situation zu tun, wie Nikolaus Futter vom Compass Verlag richtig feststellte: ich geb dir gern ein Stück “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/privacy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Privacy">Privacy</a>” oder ein paar Daten, wenn ich daraus einen entsprechenden Vorteil ziehen kann.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/03/datenrunde.jpg" alt="datenrunde Rückblick auf die eDay Podiumsdiskussion" title="datenrunde" width="520" height="201" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Diese Fragen tauchten in der von Thomas Rottenberg moderierten Gesprächsrunde natürlich häufig auf. Georg Markus Kainz von den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/big-brother/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Big Brother">big brother</a> awards vertrat eine recht strikte Linie, was die Datenauswertung betrifft, aber mein Ex-Studienkollege Bernhard Lehner von 123people gibt einfach einen sehr schlechten Bühnen-Bösewicht ab  :twisted:  In der Tat darf man, wie Gregor Herzog von der WKÖ feststellte, den Faktor “Media Literacy” keinesfalls außer Acht lassen: wir befinden uns, was das Internet als kulturelle Medientechnik betrifft, in einer rasanten Umbruchsphase. Nachfolgende Generationen werden lernen, die mit den Paradigmen des virtuellen Raums umzugehen und die Grenzen zwischen öffentlich und privat besser abzuschätzen. Denn tatsächlich entsteht eine ganze Reihe von Privacy-Problemen daraus, dass vielen Surfern überhaupt nicht klar ist, dass das Internet ungern vergisst und Google versucht, jede Information zu verlinken, die öffentlich im Netz steht. Eine recht ausführliche Zusammenfassung der Diskussion mit dem Titel” <a href="http://www.telekom-presse.at/detail.asp?newsID=8615" class="liexternal">Das Twittern beim E-Day 2009</a>″ hat telekom-press.at veröffentlicht.</p>
<p>Ich persönlich halte die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frage">Frage</a> des staatlichen Umgangs mit Daten für das eigentliche Probleme: denn nur staatliche Institutionen können die Zentralperspektive einnehmen, viel besser, als dies Google je möglich wäre. Und vor <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spam/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spam">Spam</a> und personalisierten Newsletter habe ich weit weniger Angst als vor einem Big-Brother-Staat im Sinne Orwells — und der Data Retention Act tritt demnächst in Kraft. Wer weiterhin Wert auf Briefgeheimnis legt, wird also nicht umhin kommen, sich mit Verschlüsselungstechniken vertraut zu machen, womit man schon wieder beim Thema Literacy angelangt wäre. Ohne Öffentlichkeit keine Privatsphäre und umgekehrt — die beiden Antagonisten bedingen, benötigen und definieren sich gegenseitig, werden ständig neu verhandelt, und zugleich verläuft die technologische Entwicklung wesentlich zu rasch, als dass traditionelle Rechtssysteme legislativ Schritt halten könnten.</p>
<p>Auf jeden Fall kann es nicht schaden, sich ab und an ins Gedächtnis zu rufen, dass die beiden Gegenspieler “Privatheit” und “Öffentlichkeit” eng mit griechischen Vorstellung von Staatsorganisation verknüpft sind und aus lokalen geographischen Verhältnissen resultierten: was am öffentlichen Platz, der Agora, geschah, war Öffentlichkeit und damit Teil des staatlichen Lebens, während die “Privatsphäre” an der Haustür begann. Mich erinnert diese etymologisch-historische Herleitung an die in den 90er Jahren sehr gängige Bezeichnung des Netzes als “Cyberspace”, als virtuellen Raum: und mir scheint, dessen Grenzen müssen erst verhandelt, definiert und verstanden werden. Dass eines der erfolgreichsten Fernsehformate der letzten Jahre aber den semi-ironischen Titel “Big Brother” trägt, zeigt wohl überdeutlich, dass medialer Exhibitionismus im Zeitalter der B-Liga Stars einen eigenartigen Wertekanon per se darstellt, der Andy Warhol (“In the future, everybody will have their fifteen minutes of fame.”) und Georg Franck (“Die Ökonomie der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a>”) recht gibt.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/danke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with danke">Danke</a> nochmal an Gerhard Laga für die Einladung zu diesem spannenden Gespräch auf der Bühne und den sehr gemütlichen anschließenden informellen Teil mit großartigem Buffet und hervorragendem Rotwein — und vom <a href="http://www.eday.at" class="liexternal">eDay 2010</a> werd ich hoffentlich mehr mitbekommen.</p>
<p>PS: Gefreut hat mich übrigens auch die Tatsache, dass ich mit meiner Meinung, die aufs <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/semantic-web/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Semantic Web">Semantic Web</a> projizierten Hoffnungen und Erwartungen seien weit übertrieben, keineswegs allein dastehe. Denn woran gerade ausgefeilte semantische Modelle scheitern werden, ist der gute alte Entropie-Faktor, sozusagen das Salz in der Suppe der Kommunikation, kurz: unerwartete, aber dennoch wertvolle Informationen, Futter für kreative Geistesblitze! </p>
<p>PPS: Ein erstes Rückblicks-Video auf den eDay ist bereits <a href="http://www.eday.at/video.htm" class="liexternal">online</a>, eine <a href="http://wko.at/e-business/eday_2009/fotos/pages/P1011824.htm" class="liexternal">Fotogallerie</a> ebenfalls.</p>
<p><strong>Fotocredits:</strong> Die Fotos zu diesem Beitrag hat Stephan Kuzmanov / <a href="http://www.vollwertmedia.at/" class="liexternal">Vollwertmedia</a> geschossen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Laizisten haben mehr Spaß im Bett</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 04:23:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kirchen und Religion gehören getrennt, fordert die Laizismus-Initative. Wer ebenfalls dieser Meinung ist, sollte einen näheren Blick auf die Webseite werfen und die Unterstützungserklärung unterschreiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;"><script src="http://www.laizismus.at/wp-content/plugins/laizismus.at/laizismus.js" type="text/javascript"></script></div>
<p>Was wir von der <a href="http://www.laizismus.at/aktiv-werden/" class="liexternal">Laizismus Initiative</a> für Sie tun können, ist rasch erklärt: wir trennen Kirche und Staat fein säuberlich, denn Jenseits-gestützte Moralgebäude haben sowohl in aufgeklärten wie auch in postmodernen Gesellschaften bloß als freiwillige Mythen (wenn überhaupt) ihre Existenzberechtigung. Wer seinen gütigen oder blutrünstigen Göttern Tribut zollen möchte, soll dies bitte privat tun und ohne andere mental oder gar physisch zu pentrieren:<span id="more-3285"></span></p>
<blockquote><p>Die Trennung von Staat und Religion bzw. Weltanschauung ist Voraussetzung und integraler Bestandteil einer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a>. Dieses laizistische Prinzip gewährleistet die Gleichbehandlung der Religionen, Weltanschauungen, die Glaubensfreiheit und die Freiheit nicht zu glauben.</p>
<p>Kurz gesagt: Der Staat räumt keiner Religionsgemeinschaft oder Weltanschauung Sonderrechte ein und sorgt dafür, dass Religion keine staatliche oder öffentliche Funktion hat.</p></blockquote>
<p>Denkt man ein wenig drüber nach, dann wird die gerne ins rosa Brillen-Eck verdrängte Unvereinbarkeit von Demokratie und Religion schnell klar: da regiert der demos, geht alle Macht vom Volke aus, dort ist Gott letzte Instanz. Wo liegen nun die Kritikpunkte im Detail?</p>
<blockquote><p>Die Trennung von Staat und Religion ist in Österreich nicht vollzogen. Die Republik Österreich teilt die persönliche Weltanschauung in staatlich anerkannte und nicht-anerkannte und diskriminiert somit. Verschlimmert wird dieses Unrecht nur dadurch, dass staatlich anerkannte Religionen noch Sonderrechte ausüben dürfen, die sich durch nichts rechtfertigen lassen.</p></blockquote>
<p>Dazu gehören etwa der Religionsunterricht, ein Sitz im ORF-Stiftungsrat, die Herausgabe von Meldedaten, der besondere “Schutz von religiösen Gefühlen” und andere Kuriositäten. Dass Religionsunterricht zugunsten eines konfessionslosen “Ethik– und Philosophie-Unterrichts” ersetzt werden sollte, glaube ich spätestens, seit ich im fünften Gymnasium einen benoteten Religionstest mitschreiben musste, bei dem eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frage">Frage</a> lautete, warum man keinen vorehelichen Geschlechtsverkehr haben dürfe/müsse/solle. Ich wusste zwar schon damals, dass wir Agnostiker unbelastet von Höllen– und Schuldgedanken wild in der Gegend herumficken dürfen, machte mir aber durchaus Sorgen um die jene Mitschüler, denen schon der Erwerb eines Präservativs Kopfzer– und –erbrechen bereitete. Das muss nun echt nicht sein — momentan haben Kirchenaustritte ja ohnehin Hochkonjunktur.</p>
<p>Besonders gut gefällt mir an Niko Alms Kreuzzug gegen die Katholo-Demokratie die Juxtaposition gegen die Laieninitiative. Als Niko und ich uns vor vielen Jahrhunderten im alten Rom als Studiosi der Scientia Communicandi kennen lernten, war sein Angewandte-Projekt <a href="http://www.idolengine.com/" class="liexternal">Götzengenerator</a>, ein künstlerischer Einsatz der damals recht neuen Frames-Technologie, eines meiner Lieblings net.art Ausstellungsstücke. Insofern kann ich mich diesem Absatz nur anschließen:</p>
<blockquote><p>Bestrebungen wie die Laieninitiative lenken von der Wurzel des Problems ab. Es ist völlig unerheblich, ob die Kirche demokratischer wird, welche Bischöfe ernannt werden, ob Priester auch Frauen sein dürfen, usw., die Religion an sich wird weiter im Widerspruch zur Demokratie stehen, weil sie auf erfundenen Geschichten basiert und ihre höchste Autorität im Jenseits angesiedelt ist. Die Verharmlosung und geschickte evolutionäre Anpassung des Katechismus macht die Mythen nicht wahrer. Die pseudo-laizistisch gezähmten Laien sind für die Demokratie in gewisse Weise genauso gefährlich, wie die religiös motivierten Radikalen, wenngleich ihre Waffen zum Glück Leib und Leben wie in vergangener Zeit nicht mehr bedrohen. Die Laieninitiative ist daher von der Art und Weise wie die Auseinandersetzung geführt wird auch direkte Gegenspielerin der Laizismus-Initiative. Daher wird dieser Wettkampf auch mit optisch sehr ähnlichen Mitteln geführt.</p></blockquote>
<p>Was ist also der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mensch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mensch">Mensch</a>, was kann er tun? Die Laizismus-Initiative aktiv <a href="http://www.laizismus.at/aktiv-werden/" class="liexternal">unterstützen</a> und die Diskussion in Gang bringen! Der <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=69019725830" class="liexternal">Facebook-Gruppe</a> und/oder dem <a href="http://apps.facebook.com/causes/?m=ed6ae9f3&#038;ref=ts" class="liexternal">Cause</a> beitreten. Und natürlich die <a href="http://www.laizismus.at/unterstuetzungserklaerung/" class="liexternal">Unterstützungserklärung</a> unterzeichnen!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Wie T-Mobiles Edge mich immobilisiert</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Feb 2009 21:19:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwangsverordnete Surfpausen mögen ein probates Erziehungsmittel beim kindlichen Umgang mit dem Internet sein. Aber die dauerenden Lags bei meinem T-Mobile Ei nerven einfach nur noch. Was nützt mir die schönste EDGE-Coverage, wenn die Leitung zwar steht, aber kein einziges Byte rübertröpfelt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/02/disconnect.jpg" alt="disconnect Wie T Mobiles Edge mich immobilisiert" title="disconnect" width="112" height="44" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />In letzter Zeit ist das Verhältnis zwischen mir und meinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/umts/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with UMTS">UMTS</a>–Ei höchst angespannt, und zwar so sehr, dass ich froh und glücklich über das März-Ende meiner 18monatigen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/t-mobile/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with T-Mobile">T-Mobile</a> Bindefrist bin und mir asap eine A1 Datenkarte zulegen werde. Denn die Empfangsqualität außerhalb von Ballungsgebieten passt auf keine Kuhhaut — wer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/umts/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with UMTS">UMTS</a>, HSDPA &amp; Co auch außerhalb ostösterreichischer Bundeshauptstädte verwenden will, dem kann ich nach meinen persönlichen Erfahrungen vom Angebot des Rosa Overbranding-Riesen nur dringend abraten. Und weil’s in Dorfgastein keiner <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Café gibt, konnte ich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> in der vergangenen Woche auch nur sehr sporadisch updaten.</p>
<p>Zwar ist die theoretische EDGE-Coverage ganz hervorragend und die T-Mobile <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marketing">Marketing</a>–Abteilung erstellt impressive Coverage-Karten, nur korrespondieren selbige bloß rudimentär mit der elektromagnetischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/realitaet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Realität">Realität</a>. Seit sechs Monaten stelle ich reproduzierbar an völlig verschiedenen Orten immer wieder ein sehr eigenartiges Verhalten fest: trotz vollem EDGE-Empfangs funktioniert die Verbindung fünf Minuten lang, danach folgen rund 10 Minuten Zwangspause, in keinerlei Daten übertragen werden — obwohl die Connection laut Client-Anzeige steht und die Empfangsqualität nicht schwankt. Das sieht auf der Anzeige des Clients dann so aus:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/02/tscreen.jpg" alt="tscreen Wie T Mobiles Edge mich immobilisiert" title="T-Mobile Edge" width="520" height="333" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Zugegeben: in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> funktioniert HSDPA ganz super. Dort braucht man’s ja dringend, schließlich gibt’s nicht an jeder Ecke ein freies WLAN oder Internetcafé. Aber wehe den Verdammten, wenn sie die Municipia verlassen: Tirol, Salzburg, Kärnten (lei oans!): jungle is massive. Entweder hat der Feind längst seine Störsender platziert, oder die T-Mobiles haben ihr eigenes Setup längst nicht mehr im Griff. Die Sache verhält sich nämlich so: wo weder UMTS noch HSDPA verfügbar sind, sollte ich theoretisch über das langsamere, aber mit leicht masochistischer Ader zum E-Mail Abruf dennoch taugliche EDGE verwenden können. Und siehe da, der GSM-Turbo steht auch so gut wie überall zur Verfügung. Nur warum zum Geier habe ich *jedes Mal* fünf Minuten Empfang, gefolgt von 10 Minuten absoluter Bytesperre bei voller Empfangsstärke? Zuerst dachte ich, es läge an einem kaputten Sender, dann tippte ich auf meine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hardware/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hardware">Hardware</a> — aber Orts– und Eiwechsel ergaben jedesmal die gleichen Symptome, es kann sich also nicht  um einen Einzelfall von Sender-Schluckauf handeln.</p>
<p>Und da dieses Verhalten, das mobiles Arbeiten so gut wie unmöglich macht, in letzter Zeit bei jeder EDGE-Verbindung auftritt, habe ich keine Lust mehr auf weitere Ursachenforschung, sondern werde als Quickfix einfach den Provider wechseln — denn mit meinem A1 BlackBerry Storm hatte ich in den letzten drei Edge-Stotter Spots jedesmal vollen HSDPA-Empfang. Würde mich aber trotzdem brennend interessieren, ob’s anderen T-Mobile Kunden ähnliche Erfahrungen mit Edge-Schluckauf gemacht haben. (Bei HSDPA-Empfang in Graz und Klagenfurt tritt ein ähnliches Phänomen auf, allerdings beschränken sich die Lags dabei auf wenige Sekunden.)</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Nachruf: Christoph Moser wird mir fehlen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-12/nachruf-christoph-moser-wird-mir-fehlen/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Dec 2008 22:59:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Christoph Moser vom österreichischen Indie-Vertrieb Hoanzl verstarb am 2. Dezember beim Tauchen in Vietnam. Er wird uns als kompetenter, begeisterter Musikmanager und als Mensch sehr fehlen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/12/christophmoser-1228517749.jpg" alt="christophmoser 1228517749 Nachruf: Christoph Moser wird mir fehlen" title="christophmoser" width="250" height="192" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:5px solid black;" />Wir Web-Geeks sind es gewohnt, große Mengen an Information zu scannen, zu überfliegen, zu sortieren. Es ist gemein, hinterhältig und eine Scheiß-Zeit am Freitag um 23:33, wenn man plötzlich völlig unerwartet auf einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> vom <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tod/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tod">Tod</a> eines guten Bekannten erfährt. Ich habe diese furchtbare Nachricht gerade bei den <a href="http://www.supercity.at/blog/allgemein/manuva/christoph-moser-ist-tot" class="liexternal">Supercity-Jungs</a> gelesen: am 2. Dezember ertrank Christoph beim Tauchen — er, der klimatisch harte Tiroler Bursche, hat seinen Winterurlaub unter vietnamesischer Sonne verbracht. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/christoph-moser/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Christoph Moser">Christoph Moser</a> war ein beträchtlicher Teil des Herzens und der Seele des österreichischen Indie-Vertriebs “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hoanzl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hoanzl">Hoanzl</a>” und er wird einem riesigen Personenkreis fachlich, vor allem aber menschlich sehr fehlen.</p>
<p>Ich werde nie vergessen, mit welcher Begeisterung mir Christoph vom ersten Dancehallfieber-Sampler erzählte, oder wie einzigartig blitzschnell er eine Zigarette in einer Hand drehen konnte — das habe er in Tirol am Schlepplift gelernt, hat er mir erzählt. Vor seiner Arbeit bei Hoanzl war Christoph ein bunter Vogel beim ORF Tirol, der einen beträchtlichen Teil der hiesigen Jugend mit seinen Konzerten erstmals mit dem Phänomen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hip-hop/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hip Hop">Hip Hop</a> in Kontakt brachte. Diese Liebe zum Sprechgesang und zu Reggae zog sich durch seine gesamt berufliche Karriere. Ich hatte im Lauf meiner Redakteurs-Jahre beim gap und später auch durch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> immer wieder mit Christoph zu tun, ich bin froh und dankbar, dass ich diesen sympathischen, ruhigen, verlässlichen und klugen Zeitgenossen kennen lernen durfte. So verfehlt es einerseits scheinen mag, in einer derartigen Situation von Trost zu sprechen, so sehr bin ich mir doch sicher, dass Christoph die Urlaubstage vor seinem raschen und unerwarteten Ableben genossen hat. Denn im Gegensatz zu den meisten Menschen hatte er eine Gabe, die so viele unterschätzen und die doch mehr zum persönlichen Glück beiträgt als Geld und Gut: Christoph konnte zufrieden sein. Er wirkte auf mich immer ausgesprochen gut gelaunt, optimistisch und begeistert — und genau so werde ich ihn in Erinnerung behalten.</p>
<p>Nachrufe über sein popkulturell prägende Leben haben unter anderem Boris Jordan bei <a href="http://fm4.orf.at/borisjordan/225279/main" rel="nofollow" class="liexternal">FM4</a> und Thomas Weber auf <a href="http://www.thegap.at/rubriken/stories/artikel/in-memoriam-christoph-moser/" class="liexternal">the gap</a> veröffentlicht. Ich wünsche Christophs Familie und allen, die ihn gekannt haben, herzliches Beileid.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Nachruf: Jörg Haider überraschend verstorben</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2008 15:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Überraschend verstarb heute in der Nacht der österreichische Politiker Jörg Haider. Der Parteichef der Freiheitlichen erlag nach einem Autounfall seinen schweren Verletzungen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/nachruf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nachruf">Nachruf</a> auf den heute Nacht um 1:00 Uhr bei einem Autounfall tödlich verunglückten Parteichef des BZÖ hier auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> mag manche Leser verwundern. In der Tat aber habe ich eine innige Beziehung zum “Jörgl”: diese Bezeichnung soll keinesfalls respektlos klingen, ich glaube, er ließ sich in seiner jovialen Art nicht ungern so nennen. Seine biographischen Daten, der frühe Einstieg in die Politik mit 20, Aufstieg, Regierungsbeteiligung mit FPÖ und Parteisplitt in FPÖ und BZÖ, die Abspaltung des Liberalen Forums… all das kann man detailliert und aus ganz unterschiedlichen Standpunkten betrachtet in hunderten Artikeln ausführlicher nachlesen.</p>
<p>Meine persönliche Beziehung zu Dr. Haider begann sehr früh, ich war damals wohl 15 oder 16. Der dynamische Aussteiger machte für eine Wahlveranstaltung Station in Lienz, Lokal-Blues-Jukebox Buffy F. Fronwood stimmte zum Auftakt im Stadtsaal “Jörg Haidah, do geht wos weidah” im Loop an, der Saal war gut gefüllt. Und es war das erste mal, dass ich selbst politisch “aktiv” wurde und gemeinsam mit einigen Schulkollegen die Veranstaltung störte: wir hatten uns im Publikum verteilt, in dem Moment, als der Stargast zu sprechen begann, schlugen wir alle demonstrativ großformatige Tageszeitungen auf und verließen dann nach 10 Minuten den Saal, was den äußerst geschulten Rhetoriker durchwegs ein wenig aus der Fassung brachte.</p>
<p>Was er sagte, hat mich damals ziemlich schockiert, hielt ich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a> doch vorher für honorige, um möglichst Aal-ähnliches “Mit-jedem-auskommen-wollen” bemühte Stromlinienpersonen. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/joerg-haider/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jörg Haider">Jörg Haider</a> hatte eine andere Strategie gewählt, nämlich die der Sündenböcke, der Beschuldigungen und Verharmlosungen. Er beschwor schon damals die Welt der anständigen Menschen, machte zu passenden Gelegenheiten gerne mal einen Hofknicks vor SS-Veteranen und zündelte immer wieder gekonnt mit dem Pulverfass Nationalismus herum. Ich bin ihm dankbar dafür, denn ohne <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/joerg-haider/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jörg Haider">Jörg Haider</a> hätte ich womöglich den Status Quo der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> als gegeben hingenommen, hätte mich nie genauer der Nazi-Vergangenheit Österreichs beschäftigt, hätte vielleicht überhaupt nie Politikwissenschaft studiert. </p>
<p>Später hatte ich nochmals das zweifelhafte Vergnügen, einer der legendären “Hetztiraden” des Bärentalers beizuwohnen, und zwar in meiner Studienzeit in Graz, das habe ich an <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-08/wahlqual-hc-haider-vs-joergl-strache/" class="liinternal">anderer Stelle</a> bereits geschildert. Meine persönliche “Kommunikation” mit Jörg Haider beschränkte sich auf diese zwei Gelegenheiten, in den Medien begegnete man dem selbst mit 58 unglaublich jugendlich wirkenden Politiker seit ich den Politikteil der Zeitung las mindestens wöchentlich. So sehr ich den Weg der Rechten, die Ausländer zum Schuldventil für alles, was falsch läuft, zu machen, verabscheue, so sehr habe ich immer auch vermutet, dass es da noch einen anderen Jörg Haider geben muss: einen äußerst intelligenten, begabten und hart arbeitenden Menschen, der vermutlich nicht mal an den Blödsinn glaube, den er da zeitweise von sich gab, der wie ein virtuoser Pianist auf der Klaviatur der Medienszene dieses Landes spielte. Das Bärental ist groß, und Jörg Haider war sein Prophet: er brachte mich in all den Jahren regelmäßig innerlich zum Weinen (etwa beim Ortstafelstreit) und zum Lachen (die legendären “Taferln” bei den Fernsehdiskussionen). Das Schicksal ist der größte aller Tragödienautoren: als ihn die Polit-Konkurrenz bereit hämisch im Kärntner Altersheim wähnte, fuhr das BZÖ einzig und allein dank seiner Gallionsfigur den größten Erfolg der Parteigeschichte ein. Dank des enormen Wahlerfolgs verfügt die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/partei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Partei">Partei</a> nun über gravierend mehr Fördergelder, mehr Parlamentssitze — aber der Verlust ihres Parteichefs trifft sie härter als jedes noch so niedrige Wahlergebnis.</p>
<p>Jörg Haider hat polarisiert, meine Einstellung zu ihm hat sich im Lauf der Jahre ziemlich verändert: mit 16 war er der personalisierte politische Feind, heute wundere ich mich über viele seiner Entscheidungen, bin aber zugleich fasziniert über seine Ausdauer, sein Können und seine Fähigkeit, permanent aus eigenen Erfahrungen zu lernen. Nein, Jörg Haider war keine statische Persönlichkeit, kein leicht einordenbares Phänomen. Gerne hätte ich mich mal bei einem Abendessen mit ihm über seine politische Karriere unterhalten oder ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> darüber geführt, wie man aus einer Vier-Prozent-Verein die drittstärkste Partei Österreichs macht.</p>
<p>Dass Jörg Haider heute Nacht 58jährig verstarb, hat mich ehrlich gesagt tief berührt und getroffen, weil ich innerlich davon überzeugt war, auch noch die nächsten .at-politischen Jahre mit ihm als Akteur auf der Bühne zu erleben. Ich wünsche allen Verwandten und engen Freunden eines Politikers, der die letzten dreißig Jahre in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> geprägt hat wie wohl kein anderer, und der ein interessanter und faszinierender Mensch gewesen sein muss, mein herzliches Beileid.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Mediaprint: Personalisierte Print-Kampagne ohne Absender</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 10:33:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Mediaprint sucht anscheinend drigend neue Abonennten - und vergisst bei der aktuellen Abo-Conversion Kampagne einfach mal ganz zufällig auf die Erwähnung des Absenders.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/meinewahl01-1223460640.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2807]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/meinewahl02-1223460720.jpg" alt="meinewahl02 1223460720 Mediaprint: Personalisierte Print Kampagne ohne Absender " title="meinewahl02" width="250" height="118" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid orange;" /></a>Den nebenstehend eingescannten Flyer fand ich vor einigen Tagen in meinem Briefkasten und zwar in einem handbeschrifteten Umschlag ohne Absender. Die Rückseite des Papiers ist — blütenweiß. Sowas erregt natürlich Neugier, und ich vermute mal, dass so ziemlich jeder netzaffine User die URL mal eintippt, um zu sehen, wer hinter dieser <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mailing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mailing">Mailing</a>–Aktion steckt. Umso größer war mein Erstaunen, als ich zu einer Online-Umfrage gelangte, deren Impressum verriet, dass ich mitten in eine Kampagne des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mediaprint/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mediaprint">Mediaprint</a>–Verlags gestolpert war: der User beantwortet online eine Reihe von Fragen und landet schließlich bei einem 2wöchigen-Abo-Testangebot von Kronenzeitung oder Kurier. Die einzelnen Screens der Aufnahme sehen folgendermaßen aus:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/mediaprintkampagne-1223461585.jpg" alt="mediaprintkampagne 1223461585 Mediaprint: Personalisierte Print Kampagne ohne Absender " title="mediaprintkampagne" width="500" height="1354" style="border:1px solid gray;" /></div>
<h2 id="toc-fast-schon-viral">Fast schon viral</h2>
<p>Diese Kampagne wirft einige Fragen auf: denn soweit ich weiß, sind Werbesendungen völlig ohne Absenderkennzeichnung auf jeden Fall rechtswidrig. Bei der Online–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/recherche/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Recherche">Recherche</a> habe ich allerdings nur eine diesbezügliche <a href="http://www.pc-special.net/index/cms/download_files/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=701&#038;Itemid=26174" class="liexternal">Entscheidung des deutschen LG Hamburg</a> gefunden:</p>
<blockquote><p>In einer aktuellen Entscheidung hat das LG Hamburg (Beschl. v. 12.9.2003 — Az.: 312 O 707/03) bestätigt, dass durch die Änderung des § 28 Abs. 4 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a> adressierten Werbeschreiben auf das Widerspruchsrecht hingewiesen und die Adresse benannt werden muss, an die der Widerspruch geschickt werden kann.</p>
<p>Dies mussten in der Vergangenheit schon die Tages-Zeitungen “Handelsblatt” (LG Düsseldorf, Beschl. v. 16.7.2003 — Az.: 12 O 217/03) und die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (LG Frankfurt a.M., Beschl. v. 17.6.2003 — Az.: 2 06 O 247/03) erfahren.</p></blockquote>
<p>Weiß da jemand genaueres in punkto österreichische Rechtslage? Die Arbeiterkammer <a href="http://www.arbeiterkammer.com/www-387-IP-36474-IPS-1.html" class="liexternal">unterscheidet</a> zwischen der sogenannten <strong>unadressierten Werbung</strong> (“an einen Haushalt”) und adressierter Werbung, konkrete Infos zur Erforderlichkeit des Absenders hab ich allerdings keine gefunden — mich interessiert einfach, ob der größte österreichische Verlag (die Krone besitzt ein .at ja (zumindest ein unterstelltes) Quasi-Tageszeitungsmonopol) sich in der Hoffnung auf eine höhere Conversion-Rate einfach über die geltende Rechtslage hinwegsetzt.</p>
<h2 id="toc-vorteile-der-kampagne-fr-die-mediaprint">Vorteile der Kampagne für die Mediaprint</h2>
<p>Wenn die Auswertungsapplikation sauber programmiert ist, dann erkennt der Mediaprint Verlag anhand der Fragen eine Menge Präferenzen des jeweiligen Users, denn die Seite wird ja mit der Namens-Subadresse aufgerufen. Außerdem überlebt der Brief die Postkasten-Filterung: wer einen Sticker am Postkasten mit dem Aufdruck “Ablegen von Werbematerial ist verboten” oder dergleichen anbringt, erhält nämlich keinen Print–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spam/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spam">Spam</a>. Außerdem bewirkt dieser Call-to-Action mit Sicherheit aus den oben geschilderten Gründen eine hohe Response– und damit vermutlich wohl auch eine überdurchschnittlich hohe Conversion Rate. Allerdings frage ich mich, wo die betreffenden Adressen herkommen und ob das Weglassen des Absenders rechtlich zulässig ist. Liebe hier mitlesende Anwälte/Juristen/Medienrechtler: darf die Mediaprint das denn? <small>Falls ja, dann such mir Adressen aus dem Telefonbuch und verschicke in Zukunft <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a>–Briefe <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Mediaprint: Personalisierte Print Kampagne ohne Absender " class='wp-smiley' title="Mediaprint: Personalisierte Print Kampagne ohne Absender " /> </small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Tagesdosis: Saufen bis nix mehr reingeht</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-09/tagesdosis-saufen-bis-nix-mehr-reingeht/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Sep 2008 07:14:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1,5 Liter Wasser soll man pro Tag zu sich nehmen. Besteht bei einer so geringen Menge denn nicht akute Verdurstungsgefahr?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Komatrinken hat dieser Tage einen schlechten Ruf, der wohl aufs Trinken generell abfärbt. So leidet wohl die Einnahme antialkoholischer Erfrischungen ganz gewaltig — warum müsste sonst eine nicht genannt werden sollende österreichische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/versicherung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Versicherung">Versicherung</a> gemeinsam mit einem Wasserabfüller ganzseitige Inserate mit einer eindeutigen Botschaft schalten? Die lautet übrigens: Trinkt! Mehr! (Wasser.) Wasser sei gesund und eine wichtige Basis für ein gesundes Leben. Stimmt — so ganz ohne H2O wär das Leben ratzfatz vorbei. Was mich aber maßlos wundert, ist die empfohlene “Tagesdosis”: wie die nachstehende <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/grafik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Grafik">Grafik</a> erörtert, werden 1,5l pro Tag und Nase als ausreichend erachtet:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/trink.jpg" alt="trink Tagesdosis: Saufen bis nix mehr reingeht" title="trink" width="500" height="614" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p><span id="more-2692"></span></p>
<p>Also wenn ich da an meinen persönlichen Flüssigkeits-Intake denke, dann habe ich das Gefühl, dass ich bei nur 1,5 Litern Wasser verdursten täte. Und zwar ganz schön schnell. Nehmen wir mal einen typischen Tag her: Da wäre mal das Glas Wasser nach dem Aufstehen (0,25l), der große Frühstücks Cafe Latte (0,5l) mit einem weiteren Glas Wasser (0,25l), also hätte ich 2/3 der Tagesdosis bereits intus, bevor ich meine E-Mails checke. Aber am Vormittag geht’s weiter mit 1–2 Gläsern (0,5l) plus mindestens 1/2 Liter Wasser oder gespritzen Fruchtsaft zum Mittagessen. Bis am Abend werden’s dann nochmal 2–3 Gläser (0,5 Liter), und später folgt dann entweder ein Liter grüner Tee, 1 Liter Wasser oder 2–3 Bierchen (je 1l) oder entsprechend mehr, falls ich vorher trainieren war. Das macht dann zusammen 3,5 Liter Wasser pro Tag, und zwar sehr konservativ gerechnet. Warum ich dieses in Form von übermineralisiertem H20 aus hässlichen und umweltbelastenden Plastik-Gebinden zu mir nehmen sollte, wo in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> doch bestes steirisches Hochquellwasser <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/for-free/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with for free">for free</a> aus der Leitung rinnt, wird mir auf ewiglich ein Rästel bleiben. Aber 1,5 Liter? Sagt so die Ernährungswissenschaft? Gibt’s Menschen, die so wenig trinken? Oder sauf ich bloß wie ein Loch? Fragen über Fragen… wie halten Sie’s mit der Flüssigkeitsaufnahme, hochverehrte Leser und Leserinnen?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Schreib.Stilistik: Der Blogger und sein Journalist</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Aug 2008 02:45:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Journalistische Regeln zu kennen sei essentiell für Blogger, sagen die Verteidiger der papierenen Kommunikation. Quatsch mit Sauce, meinen die anderen: was Netz brauche, seien neue, adäquate Stilformen, die es erst zu definieren gelte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/journostyle-1218210363.jpg" alt="journostyle 1218210363 Schreib.Stilistik: Der Blogger und sein Journalist" title="journostyle" width="150" height="72" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Ich war immer der Meinung, dass es nur eine einzige Möglichkeit gibt, so richtig zu schreiben zu lernen: und zwar durchs Schreiben. Durch Übung, Übung, Übung. Zumindest ich hab noch niemanden mit einem angeborenen Schreibtalent getroffen. Gewöhnt man sich an, aufmerksam zu lesen, auf Formulierungen zu achten und regelmäßig selbst die eigenen gedanklichen Ergüsse in Buchstabenform zu verewigen, dann stellt sich der passende Flow irgendwann ganz von selbst ein. Regeln sollte man kennen, klar — schon allein, um sie gezielt überschreiten zu können. Aber die klassischen journalistischen Textformate bzw. ihre einwandfreie Beherrschung werden im Netz grenzenlos überbewertet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="http://medienlese.com/2008/08/07/journalistische-einfallslosigkeit-mehr-format-wagen/" class="liexternal">Mehr Format wagen!</a> von Klaus Jarchov auf Medienlese schlägt in eine meiner schon lange schwelenden Kerben: journalistische Schreib-Skills aus einer anderen, papiernen Welt werden hochgehalten. Anstatt neue Formate auszuprobieren, halten sich viele Onliner lieber an inadäquate Formalismen, die in keinster Weise zum neuen Medium passen: </p>
<blockquote><p>Ob Buchdruck, Rundfunk oder TV — neue Medien brauchen neue Formate. Kaum ein Satz erscheint einleuchtender. Und kaum ein Satz wird im Falle des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> weniger befolgt. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a> müssen sich hier von Journalisten im Netz belehren lassen, dass sie doch — bitteschön! — erst einmal die grundlegenden journalistischen Stilformen aus der Holzhausener Schule pauken möchten, bevor sie sich in den Diskurs der Granden einzumischen wagen.</p></blockquote>
<p>Dann folgen einige sehr gute Gegenbeispiele zu verbreiteten Schnapsideen wie dieser, die ich mir auch schon viel zu oft anhören musste: “KISS. Keep <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/it/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with IT">it</a> simple stupid.” Denn kein Mensch würde am Bildschirm lange Texte lesen. Das stimmt nicht, dieser persönlichen Erfahrung des Autors kann ich mich nur anschließen… zum Thema <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/seo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SEO">SEO</a> habe ich naturgemäß allerdings eine diametral andere Meinung — aber es macht natürlich einen Riesenunterschied, ob man ein Blog zum Spaß oder mit finanziellen Intentionen betreibt, außerdem besteht <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/seo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SEO">SEO</a> nicht bloß aus <a href="http://medienlese.com/2008/08/07/journalistische-einfallslosigkeit-mehr-format-wagen/#comment-29787" class="liexternal">Überschriften</a>.</p>
<h2 id="toc-der-journalist-in-mir">Der Journalist in mir</h2>
<p>Persönlich sehe ich mich aus dieser Debatte naturgemäß völlig ausgeklammert: da meine textuellen Elaboraten schon lange vor meinem Publizistikstudium jenen journalistischen Stilformen entsprachen, die österreichische Tageszeitungen als adäquat ansehen, gehe ich davon aus, dass ich diesen impliziten Regelkanon von wegen wie schreibt man eine Nachricht, eine Glosse, eine Kolumne, ein Interview pi-pa-po ausreichend verstanden habe. Das mit dem Bloggen begann dann erst 15 Jahre später, und das ist sicherlich ein Mitgrund, wieso ich mich gerade gezielte Regelverletzungen, Subjektivität und experimentelles Schreiben so sehr reizen; dazu hat <a href="http://www.blog-cj.de/blog/2008/08/02/papier-raschelt-immerhin-etwas/" class="liexternal">Christian Jakubetz</a> neulich ein paar sehr interessante Gedanken veröffentlicht.</p>
<p>Ein Blick in die Medienhistorie ist ebenfalls sehr hilfreich: wann immer ein neues Massen-Distributionskanal auftauchte, wurde er anfänglich mit der Stilistik seines Vorgänger-Leitmediums bedient: die ersten Radioreportagen waren schlichtweg vorgelesene Reportagen, und bis Fernsehmacher checkten, dass spoken words im TV anders funktionieren als im Radio, mussten auch erst einige Jahre vergehen. An diesem Wendepunkt befindet sich zurzeit das Netz: ein beträchtlicher Teil aller textlichen Inhalte unterwirft sich mehr oder weniger freiwillig (semi)journalistischen Kriterien*, während bereits eine beachtliche Latte neuer Formate in ungeschützten Biotopen ans Licht der sumpfigen Wasseroberfläche trieben. Gewiss hat die Technologie ihren beträchtlichen Anteil daran: wer weiß, ob nicht zukünftige Literaturwissenschaftler Soups oder Friendfeeds als wertvolle literarische Äußerung jener paar Blogger, die später mal berühmte Autoren gewesen sein werden, mit Begeisterung und Akribie auswerten. Schreiben im und fürs Netz ist viel mehr als “nur” Multimedialität oder Hyperlinks: in welche Richtung sich das ganze entwickeln wird, zeigt sich bereits jetzt in Ansätzen. Und Vielfalt kann nicht nur King Content, sondern Queen Stil nur gut tun.</p>
<p>*) 1 davon find ich übrigens völlig zeitlos: korrekte Recht-, Großschreibung und Grammatik rocken fett, weil sie Texte einfach *viel* schneller lesbar machen. Speedreading-Enabling auf Produzentenseite quasi.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Buchtipp: Wolf-Dieter Storl: Mit Pflanzen verbunden</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-08/buchtipp-wolf-dieter-storl-mit-pflanzen-verbunden/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Aug 2008 05:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Wochenende hab ich Wolf-Dieter Storls Autobiographie Mit Pflanzen verbunden gelesen - oder besser gesagt verschlungen. Ein Buch, das ich jedem Naturliebhaber ans Herz legen kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/storl-1217842910.jpg" alt="storl 1217842910 Buchtipp: Wolf Dieter Storl: Mit Pflanzen verbunden" title="storl" width="150" height="166" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Am Wochenende hab ich <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3440095487?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3440095487" rel="nofollow" class="liexternal">Ich bin ein Teil des Waldes</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3440095487" width="1" height="1" border="0" alt=" Buchtipp: Wolf Dieter Storl: Mit Pflanzen verbunden" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Buchtipp: Wolf Dieter Storl: Mit Pflanzen verbunden" /> gelesen, die Autobiographie von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wolf-dieter-storl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wolf-Dieter Storl">Wolf-Dieter Storl</a>, der gerne als der “Schamane aus dem Allgäu” tituliert wird. So ehrenvoll und gerechtfertigt diese Bezeichnung auch sein mag, sie sollte jene nicht abschrecken, die beim Auftauchen dieses Begriffs sofort an esoterische Scharlatanerie denken. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wolf-dieter-storl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wolf-Dieter Storl">Wolf-Dieter Storl</a> ist ein weitgereister, kluger und weiser Mann: der promovierte Ethnologe weiß weit mehr über einheimische Pflanzen als viele Biologen. Was Storl für mich aber mehr als jeden anderen Autor auszeichnet, ist sein ruhig-besonnene, nicht-urteilende Darstellung verschiedener Weltbilder, Religionen und Realitätskonstruktionen.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=httpwwwusbsti-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3440095487&#038;fc1=222222&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=4A748A&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;float:right;margin-top:3px;margin-left:9px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Storl hat selbst einen beträchtlichen Teil seines Lebens “zwischen den Stühlen” als Schüler unterschiedlicher Kenner ihrer Gebiete gelebt: er wanderte mit dem legendären indianischen Medizinmann und Pflanzenschamanen Bill Tallbull durch die Big Horn Mountains, lernte auf dem Bergbauernhof vom Schweizer Pionier Arthur Hermes auf dessen Einsiedlerhof die Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und lebte lange Zeit in Indien, bevor er mit seiner Frau auf einen Bauernhof im Allgäu zog. All diese Lebensabschnitte sind, gepaart mit Anekdoten und einem beeindruckend lebendigem spirituellen Wissen in Storls Autobiographie vertreten. Das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/buch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Buch">Buch</a> ist nicht nur wahnsinnig informativ, sondern äußerst spannend, und ich war fast enttäuscht, als ich bei der letzten Seite angelangt war.</p>
<p>Zum Glück stehen aber bereits weitere Werke Storls, der mir vor einigen Jahren von Hannes Erler empfohlen wurde (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/danke/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with danke">danke</a> dafür! :mrgreen:), in meinem Buchregal. Kräuterkunde, Naturrituale… Storl beschreibt dies alles mit einer Intensität, die — aber nur fast — an seinem eigenen Grundsatz zweifeln lässt: alles, was man lernen und verstehen möchte, muss man erleben. Dieses Pflanzen-Heilwissen, das über Jahrtausende nur im direkten menschlichen Kontakt überliefert wurde, steht wie so viele anderen, vor wenigen Jahrzehnten noch “streng geheime” Text, auf Amazon abrufbereit.</p>
<div align="center"><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab" id="Player_d5e9b53e-f3b4-46fb-ac49-c7ab96fcd5b8"  width="500px" height="175px"><param name="movie" value="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhttpwwwusbsti-21%2F8010%2Fd5e9b53e-f3b4-46fb-ac49-c7ab96fcd5b8&#038;Operation=GetDisplayTemplate"></param><param name="quality" value="high"></param><param name="bgcolor" value="#FFFFFF"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"><embed src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhttpwwwusbsti-21%2F8010%2Fd5e9b53e-f3b4-46fb-ac49-c7ab96fcd5b8&#038;Operation=GetDisplayTemplate" id="Player_d5e9b53e-f3b4-46fb-ac49-c7ab96fcd5b8" quality="high" bgcolor="#ffffff" name="Player_d5e9b53e-f3b4-46fb-ac49-c7ab96fcd5b8" allowscriptaccess="always"  type="application/x-shockwave-flash" align="middle" height="175px" width="500px"></embed></param></object> <noscript><a href="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhttpwwwusbsti-21%2F8010%2Fd5e9b53e-f3b4-46fb-ac49-c7ab96fcd5b8&#038;Operation=noscript" class="liexternal">Amazon.de Widgets</a></noscript></div>
<p>Als Blueprint zum eigenen Experimentieren, als Augenöffner für den unglaublichen Reichtum an persönlicher Freiheit und Realitätskonstruktion, der uns abseits der westlichen Rationalität zur Verfügung steht, sind sie Gold wert. Und was Wolf-Dieter Storls Bücher so besonders macht, ist die unmittelbare Nähe des Mitteleuropäers zu jener Fauna und Flora, die er in seinem Büchern in all ihrer facettenreichen Erscheinung beschreibt — jedem Pflanzen– und Naturfreund kann ich das Buch nur wärmstens ans Herz legen! Soviel zur Theorie — ich schmeiß ich jetzt auf mein Motorrad und werd die nächsten drei Tage in den Waldviertler Wäldern verbringen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Ist meine Lieblingsgottheit ein Frosch?</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 10:13:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer weiß das schon? Dabei wollte Johannes von mir eine Rezension meiner favorite deity fürs Polytheismus Blog. Eines steht jedenfalls fest: viele Götter kicken einen einzelnen Gott in die Weichteile.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/teufelbild-1217458899.jpg" alt="teufelbild 1217458899 Ist meine Lieblingsgottheit ein Frosch? " title="teufelbild" width="150" height="129" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Ich bin mir nicht sicher. Im <a href="http://www.monochrom.at/polytheism/" class="liexternal">Jahr des Polytheismus</a> wollen derartige Fragen nicht auf die leichte Schultern genommen werden. Aber im Zweifelsfall finde ich ein á la carte Menu, aus dem sich jeder die passende Speisenfolge zur persönlichen Erlösung rauspickt, finde ich allemal sympathischer als Dogmatismen: es muss ja nicht immer der Leib Christi sein. Insofern habe ich mich auch sehr gefreut, als mich Johannes gefragt hat, ob ich eine <a href="http://www.monochrom.at/polytheism/2008/07/favorite-deity-13.html" class="liexternal">Rezension meiner Lieblingsgottheit</a> für das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/polytheismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Polytheismus">Polytheismus</a>–Blog verfassten möchte.</p>
<p>So richtig klar geworden ist mir dann allerdings erst beim Schreiben des Textes, dass die Entscheidung, wem man seine unsterbliche Seele nun anvertrauen will, keine einfache ist. Da gibt’s ja diese alte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a> von dem Typ, der dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/teufel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Teufel">Teufel</a> seine Seele für Reichtum und so weiter verkaufen will, aber vorher möchte er wissen, wie sich die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ewigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ewigkeit">Ewigkeit</a> in der Hölle denn so gestaltet. Daher bedingt er sich bei Luzifer vertraglich eine “Testphase” aus, und verbringt vor der Unterschrift eine Probewoche in der ewigen Verdammnis. Dort ist’s erstmal unerträglich heiß und unser Protagonist leidet wie ein Schwein, um nach ein paar Tagen festzustellen, dass man sich auch diese Umgebungstemperaturen gewöhnt. Dann lernt er eine äußerst attraktive Mit-Insassin kennen und beschließt kurz vor seiner Rückkehr, dass die Hölle eigentlich so übel gar nicht ist. Also unterschreibt er, lebt ein erfüllt-exzessives Leben und gelangt nach dem Tod schließlich an seinen Bestimmungsort. Wiederum benötigt er wieder einige Tage, um sich akklimatisieren, und als er nach sieben Tagen glaubt, das schlimmste überstanden zu haben, wird’s plötzlich ohne jegliche Vorankündigung unerträglich eiskalt… In den Osttiroler Sagen überlistet ja immer der schlaue Schmied den Leibhaftigen, aber hier spielt sich die Geschichte andersrum ab: man muss also schon gut überlegen, in welchem All-Inclusive-Club man die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ewigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ewigkeit">Ewigkeit</a> verbringen möchte!</p>
<p>Dazu fällt mir noch der Witz von dem Atheisten ein, der stirbt und die Hölle kommt. Als er den Teufel sieht, erschrickt er erstmal, doch als der ihn freundlich begrüßt und zu seinem neuen Domizil bringt, kann er sein Glück gar nicht fassen: eine traumhafte kleine Karibikinsel samt Villa mit allen Annehmlichkeiten, Personal und persönlichem Koch steht zu seiner Verfügung. Luzifer wünscht ihm alles Gute und erklärt ihm, dass er ihn in einem Monat wieder besuchen wird. Als es schließlich soweit ist, will der Teufel wissen, ob sein Gast zufrieden ist. Der bedankt sich für sein traumhaftes Domizil und meint: “Es ist wunderschön hier, das einzige, was ich vermisse, ist ein Boot, um Ausflüge aufs offene Meer zu unternehmen.” Der Teufel schnippt mit den Fingern, und ein kleiner Yachthafen mit mehreren Boten taucht am Strand vor der Villa auf. In den folgenden Wochen unternimmt der Neuankömmling immer ausgedehntere Ausflüge, bis er schließlich eines Tages am fernen Horizont eine Insel erblickt, von der dichter Rauch aufsteigt. Neugierig geworden nähert sich dem Mann dem Eiland und blickt durch sein Fernglas. Was er sieht, lässt sein Blut gefrieren: abgemagerte, blutige, zerlumpte menschliche Gestalten schleppen riesige Steinblöcke über steile Rampen, angetrieben von lauter kleinen Teufeln, aus deren Aufseher-Peitschen Flammen züngeln. Entsetzt wendet der Mann sein Boot und fährt zu seiner Insel zurück. Als ihn Luzifer am selben Abend besucht, wagt er kaum zu fragen, doch die Angst zerrt an ihm — und schließlich erzählt er dem Teufel von seiner Beobachtung und fragt ihn mit zittriger Stimme, was es denn mit der schrecklichen Folterinsel auf sich habe. Der lacht nur und zuckt mit den Schultern: “Ach, mach dir keine Sorgen — das sind nur die Katholiken, die wollen das so!”</p>
<p>Mit anderen Worten: man weiß nichts Genaues. Da finde ich es im Zweifelsfall am sichersten, sich von der eigenen agnostischen Sekte als unerkannter Gott feiern zu lassen oder lieber gleich den großen grünen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frosch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frosch">Frosch</a> anzubeten, der alle anderen Götter erschaffen hat. Mehr zu meinen persönlichen religiösen Präferenzen gibt’s in Englisch am <a href="http://www.monochrom.at/polytheism/2008/07/favorite-deity-13.html" class="liexternal">Polytheismusblog</a>.</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong> <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=102178" class="liexternal">Teufel Teddy</a> von Rainer Kregovski / Pixelio.de</small><br /></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>SMS übertreibt mit der Werbung maßlos</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jul 2008 14:02:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[SMS.at hat mir persönlich als Kurznachrichten-Plattform ausgedient. Günstige Preise hin oder her, man kann die Layer-Werbung auch maßlos übertreiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/smsat.jpg" alt="smsat SMS übertreibt mit der Werbung maßlos" title="smsat" width="150" height="146" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Bislang war ich einige Jahre lang mehr oder weniger zufriedener Kunde der kostenpflichtigen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> <a href="http://www.sms.at" class="liexternal">SMS.at</a>. Für einen relativ geringen Betrag kann man komfortabel Kurznachrichten an Kontakte und/oder Listen verschicken. Zusätzlich finanzieren die Betreiber ihre Seite mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a>: und was da so an floating Layer und Pop-Out Bannern herum kreucht und fleucht, geht auf keine Kuhhaut. Header–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/banner/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Banner">Banner</a> schön und gut — auf einer kostenpflichtigen Plattform erwarte ich mir aber ganz sicher keine extrem intrusiven Layers, welche die Benutzung des eigentlichen Service völlig unmöglich machen.</p>
<p>Ich versteh’s ja, wenn 14jährige Wannabe-Internetmillionäre ihre Seiten mit solchem Dreck zupflastern, aber ein professioneller Anbieter von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sms/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SMS">SMS</a>–Services? Ein spezieller DHTML-Banner brachte heute mein persönliches Fass zum Überlaufen: aufgrund irgendeiner unsauberen Programmierung funktionierten alle Dropdowns in der Sendemaske nicht. Nach dem Reload der Seite lächelte mir kurz die Eingabemaske entgegen, um Sekundenbruchteile später von einem anderen Layer-Banner mit verzögerter Einblendung des “Schließen-Buttons” überdeckt zu werden. That’s it, I quit.</p>
<p>Dass man Adblocker einsetzen sollte, ist durchaus richtig — aber ich war an einem Public PC und es ist ja nicht so, dass es nicht genügend andere Anbieter von Online-SMS Services gäbe. Ich werde meine Kurznachrichten in Zukunft über das schlanke und textlastige Hetzner–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interface/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interface">Interface</a> versenden, SMS.at sieht mich nicht mehr. Auf dass mein Restguthaben die Jahresbilanz der Betreiber beschönigen möge!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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