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Artikel-Schlagworte: „Pirat“

DJ Uppercut: The Attack of the Ninja

Dieser Kurzfilm hat alles: Spannung, Spaß, Action, großartige Animation. Das Genre des Musikvideos, den unehelichen Kindern von Major Labels und MTV, war am absteigenden Ast: aber im Netz kommen sie zurück, diverser und mannigfaltiger denn je. Ein Meisterwerk speziell für alle Pirates vs. Ninjas Fan habe ich gerade auf Vimeo gefunden. Von Shane Lester stammt das grandiose Video zu DJ Uppercuts The Attack of Ninja. Die Soundqualität passt auch super, also Subwoofer aufdrehen, Fullscreen-Mode hochstarten, Ton und Bild genießen!

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Arrr! Wie feierst du, erster Maat?

19. September 2008

international pirate dayHeute ist der 19. September, seines stolzen Zeichens wichtigster Feiertag der internationalen Freifahrtsschifferei: weltweit feiern Totenkopf-Fans und Säbelrassler nun bereits zum 13. Mal den "Talk like a pirate day". Die ursprünglich rein private Feierei hat mittlerweile eine ganze beachtliche Eigendynamik entwickelt, denn das Segeln und/oder Surfen unter der Totenkopf-Flagge hat in den letzten Jahrhunderten nichts von seinem Reiz eingebüßt.

Das zeigen unter anderem die Beiträge auf Rivva zeigen, allerdings ist dort vom "Look-like-a-pirate-day" die Rede. Uarrr hat dazu eine großartige gif-Animation gebaut, aus der auch das Titelbild zu diesem Posting stammt und Johannes ist noch auf der Suche nach einem Totenkopftuch, Amy&Pink sehen die ganz Sache eher metaphorisch: und in der Tat, Multimedia-Player sind die Schatztruhen der Gegenwart: voller gestohlener Güter, und keiner kann was dagegen tun :mrgreen:

Also ich persönlich werde jedenfalls zur Feier des Tages mein "Music Pirate" Shirt aus dem Schrank holen, dem Papagei auf meiner Schulter eine Packung kandierte Ingwer-Sauerkirschen spendieren und mit einer Buddel Rum auf das Wohl des legendären Gentleman-Piraten Jean Lafitte anstoßen, und zwar heute zur Geisterstunde am Alten Schloss in Gmünd. Ich kann ja nur hoffen, dass dort keine Ninjas auftauchen: denn die sind bekanntlich die Erz- und Todfeinde von uns Totenkopfträgern.

Twitterblogger-Gewinnspiel: das Finale

twitterblogger Twitterblogger Gewinnspiel: das Finale"Alles ist eine Wurst, nur die Zwei hat ein Ende", weiß der österreichische Volksmund. Mit anderen Worten: die Twitterblogger Parade samt vertikal integriertem Gewinnspiel ist seit vergangenem Sonntag sowas von vorüber - und der Gewinner des 50-Euro-Amazon Gutscheins steht fest. Bevor die Spannung ins Unermesslich-trägliche steigt sei gesagt: die fuffzich Piepen für den größten Gemischtwarenladen des Netzes gehen an Michael "RocW" Rosenauer für seinen Beitrag auf RPG-Netzwerk.at. Herzliche Gratulation!

Vielen Dank von Michi, Lukas und mir an alle, die mitgemacht haben, und zwar: Online-Blog, Korsti.de, curiOus.net, Infopirat, Baynado und Ritman.

Auch wenn's nix mehr zu gewinnen gibt, darf natürlich weiter gerne über eigene Twitter-Erfahrungen berichtet werden; wer hier mit seinem Bericht verlinkt werden möchte so unter dem Motto "Ich bin auch ein Twitterblogger", schickt einfach einen Träckbäck und/oder sagt via Kommentar Bescheid.

Blogistan Panoptikum KW13 2008

Andi Schabus hat mit dem MS Robotics Studio einen Tennisroboter programmiert, den er bei den Big Days vorführen wird. Auf msdn wurde die ganze Sache in Comicform festgehalten - ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte, ob gezeichnet oder gerendert. Auch sonst war die vergangene Woche ebenso wie ihre Vorgängerinnen keineswegs arm an bemerkenswerten Ausschlägen des Blog-Oszillometers.

Jaron Lanier misstraut den Massen

Der bekannt amerikanische AI-Forscher Jaron Lanier steht der Wikipedia äußerst misstrauisch gegenüber. Das Kollektivprinzip "die Gruppe weiß mehr als der einzelne" erinnert ihn an faschistoide Strukturen, wie ein sehr lesenswerter Artikel in der Zeit berichtet:

In der Wikipedia-Welt bestimmen jene die Wahrheit, die am stärksten besessen sind. Dahinter steckt der Narzissmus all dieser kleinen Jungs, die der Welt ihren Stempel aufdrücken wollen, ihre Initialen an die Mauer sprayen, aber gleichzeitig zu feige sind, ihr Gesicht zu zeigen.
[...]
Tatsächlich trage Wikipedia totalitäre Züge, weil es die Meinung vertrete, Kollektive könnten Ideen und Intelligenzformen hervorbringen, die jenen von Individuen überlegen seien. Damit negiere das Internet-Forum das Wissenspotenzial des Einzelnen zugunsten einer anonymen, gleichförmigen und gleichmacherischen Einheitsbewegung. Einer Bewegung, die Ähnlichkeiten mit Ideologien aufweise, die wie Nationalsozialismus und Bolschewismus auf schiere Masse setzten.

Hart ausgedrückt und ziemlich tendenziös - eine Glorifizierung des Konzepts Autorenschaft erinnert mindestens so sehr an Totalitarismus wie die Glorifizierung der Masse an Faschismus... deswegen jegliches kollektive Wissensprojekt vorzuverurteilen greift zu kurz, weil diese Argumentation das klassische Verlagssystem zum Heiligen Gral der Wissensproduktion stilisiert. Dennoch trifft Lanier einige neuralgische Punkte, an denen die Wikipedia noch hart zu knabbern haben wird: und wenn demnächst Brockhaus mit seinen 300k Artikel online geht, dann wird sich - zumindest im deutschsprachigen Raum - deutlich zeigen, welches der beiden Autorenschaftskonzepte sich als das überlegene erweist.

Von A und B Menschen

20% der dänischen Bevölkerung sind nicht zum Frühaufsteher geboren, sagt die SZ:

Sechs Prozent der Bevölkerung macht nach Meinung des dänischen Schlafforschers und Neurologen Morten Møller der harte Kern der Morgenmuffel aus, die ohne Vergewaltigung ihrer selbst nicht früh aufstehen und schon gar nicht frühmorgens bei der Arbeit funktionstüchtig sein können. Auf 15 bis 25 Prozent schätzen die Wissenschaftler den Anteil der Gesamtgruppe an "B-Menschen" an der Bevölkerung. So nennen die Dänen Langschläfer, die ganz einfach viel besser funktionieren, wenn sie ein bisschen länger in den Federn bleiben können.

Ergebnisse der SEOMoz Umfrage

Vor sechs Wochen erhob SEOMoz demographische Daten über den gemeinen Suchmaschinenoptimierer; die Ergebnisse sind nun eingelangt und in Kurzform als Blogartikel sowie als umfangreiche Auswertung mit Charts verfügbar. Dabei treten ein paar recht interessante Fakten zutage: SEO lernten fast alle Befragen im do-it-yourself Verfahren - kein Wunder, formalisierte Ausbildungen sind samt und sonders zu langsam für die rasante Google-Achterbahn :-)

Word-Kuriositäten

"Der schlaue Farmer düngt draußen statt drinnen", so eine alte Bauernregel aus den USA. Das ist wohl auch der Grund dafür, warum Word aus "Presseaussendung" bei der Rechtschreibkorrektur gerne Presseaußendung machen möchte - das nenn ich mal eine originelle Interpretation der neuen alten Rechtschreibung!

rechtschreibung

Was gab's ansonsten in dieser Woche noch so an weltbewegenden Geschehnissen? Nun, ich hab die oberste virtuelle Zweiradliga bei Onetrack erreicht und darf nun endlich das Hellbike mein eigen nennen. Sozusagen das Äquivalent zu WoW Level70 und T6 Equipment... naja, nicht ganz. Dennoch: der fahrbare Untersatz des Ghost Rider hat schon was, obwohl ich aufgrund des dekorativen Totenschädels ja eher von einem Piratebike sprechen würde... wie auch immer: angenehmen Restsonntag wünscht Ihr datenschmutz-Rider!

hellbike

Es sticht, es sticht… die Sau!

11. März 2008
21:00bis23:30

Selbst und gerade in Zeiten allgegenwärtiger Online-Pokerrunden halten PowLee und Elektro Pirate die gute alte Tradition des Preisschnapsens hoch. Über den genauen Preis halten sich die Organisatoren noch bedeckt, eine Sau (wie bei solchen Turnieren traditionellerweise in Osttirol üblich) wird's wohl nicht sein

Über die Bühne geht das ganze morgigentags im fluc am Praterstern, die Anmeldung zum Turnier erfolgt direkt vor Ort:

Die spinners laden nämlich zum PREISSCHNAPSEN! Wen's juckt, der soll mal mischen, wer noch nicht hat, der kann gleich geben, wer's noch nicht kann, dem wird's gelernt. Der ELEKTRO PIRATE, sonst bekannt als Abstinenzler, gründet die größte Schnapsschule der Welt, und DJ POW LEE führt durch das spannende Turnier und sagt, was grade Trumpf ist. Neben den Karten wird auch Musik gespielt, so Nu Elektro Funk und Wave Jazz, von echten Schallplatten!

Morgen Vormittag hab ich meine erste Lehrveranstaltung in diesem Semester, da wär ein wenig traditionelles Gambling am Abend genau der richtige Ausgleich zur Kommunikationswissenschaft bzw. deren praktische Anwendung... ich hoff nur, dass mit "Zudrehen bis zur letzten" und Farb- bzw. Stichzwang Zweierschnapsen gespielt wird. Bauern- und Viererschnapsen kann ich nämlich zwar theoretisch, aber keineswegs auf Turnier Level - aber beim klassischen One-on-One würd ich mir durchaus Chancen ausrechnen.

Back to London! Ein Kurzreisebericht mit Fotos.

In der britischen Hauptstadt war ich schon des Öfteren - beim Sprachurlaub, dann nochmal in der Oberstufe, später einfach so... und in der Stadt der Bobbys und vielen U-Bahn-Stationen hab ich mich immer sehr wohl gefühlt. Aber der letzte Aufenthalt war auch schon wieder knapp zehn Jahre her, daher war ich very amused, dass wir letzte Woche ein fatfoogoo-Date mit unserer zukünftigen englischen Werbeagentur hatten und Tom und ich zwei Tage dranhängen konnten.

Die klassischen Sightseeing-Stationen hatten wir beide schon längst während früherer Aufenthalte abgehakt, diesbezügliche Ambitionen lagen also von Beginn an unterhalb der Messgenauigkeitsschwelle. Beim Workshop am Donnerstag stellte sich heraus, dass MJ, Geschäftsführer unserer Agentur, jahrelang bei Pirate Radio aufgelegt hatte - wie schon mal erwähnt: Legenden sterben eben nicht im Bett :-) Nach der Arbeit dinierten wir im Blue Elephant hervorragendes Thai-Food, das allerdings wider anderslautender Beteuerungen der Karte recht mild ausfiel, nicht nur für meine Chili-gestählten Geschmacksknospen. Das hielt uns aber alle ganz und gar nicht vom Bier- (bzw. mich vom Cidertrinken) ab... im Pub um die Ecke stand Socializing mit Kiwis am Plan, am Heimweg schauten Tom und ich dann noch beim End vorbei, allerdings war am Donnerstag grade Schwulenparty am Programm, die Uhrzeit bereits vorgerückt und wir beschlossen einstimmig, mangels noch offener Pubs die Very-Late-Night Action auf die kommende Nacht zu verschieben.

Das Hotel, in dem wir wohnten, von Tom aufgrund vorjähriger positiver Erfahrung gebucht, ("Hotel Europa") liegt sehr zentral direkt zwischen den Underground Stations Russell Square und Holborn - für Londoner Verhältnisse sehr günstig - bei toller Lage und sehr sauberen Zimmern. Allerdings wurden wir am nächsten Vormittag früher als gewünscht von einer hartnäckigen Kreissäge geweckt - zwar nicht von einem psychopathischen Killer, sondern nur von Handwerkern im Zimmer über uns. Immerhin kamen wir früher als geplant bei den Camden Markets an, von denen ein beträchtlicher Teil tragischerweise einen Tag später einem Großfeuer zum Opfer fiel. Extrem schade - die Ansammlung aus kleinen und größeren Märkten, freakigen Platten-, Mode- und Postershops gehört zu den charmantesten Einkaufsumgebungen, in denen ich je geshoppt habe. So gestriegelt, unattraktiv und konsumhemmend Großkaufhäuser wie das KDW in Wien Berlin auf mich wirken, so sympathisch finde ich die typisch britische Mischung aus Hippie-Flair, (Pop)Art-Szene und Beislkultur, die dieses Viertel prägt. Wir verbrachten dann auch den ganzen Tag dort und einmal mehr zeigte sich, dass der schlechte Ruf des britischen Essens für London ganz und gar nicht gilt, wenn auch nur dank der vielen Zuag'rasten: das asiatische Take-Away Food aus den Cookshops war ein absolutes kulinarisches Highlight... da kann in Wien ganz und gar nicht mithalten.

Am Abend waren wir beide ziemlich beeindruckt von der unglaublich leuchtstarken und riesigen Flatscreen-Reklame am Picadilly-Square, die mittlerweile die klassischen Leuchtschriften durch Animationen ersetzt hat. Welcome to the world of tomorrow! Pubsperrstunde ist bekanntlich um elf, als gerade die richtige Zeit, um Richtung Fabric zu marschieren - ich wollte den berühmtesten aller DnB-Clubs endlich mal live sehen. Die 1 1/2 Stunden-Schlange am Eingang reichte bis zum nächsten Häuserblock und hätte uns an sich effektiv von unserem Plan abgehalten, aber Tom gelang ein unglaublicher Social Hacking Stunt, der Uri Geller extrem alt aussehen lässt: in weniger als einer Minuten überzeugte er den vordersten Türsteher, dass wir bereits angestanden waren - und Tom muss verdammt überzeugend geklungen haben, denn zwei Minuten später waren wir drin. Ich hatte vorher eine Menge Bullshit gehört von wegen "extrem teure Clubeintritte von 30 Pfund" - Blödsinn, die wollten 14 Pfund von uns, und dafür gab's ein Line-Up, das in Wien für 10 Partys reichen würde: DJ Craze präsentierte am Hip Hop Floor sein neues Album, Adam F, Pendulum und diverse andere DnB Big-Names beschallten den Mainfloor und dann gab's noch diverse Broken Beat und Trip Hop Schmankerl am dritten Floor. Dennoch waren ich wenig angetan von den extrem beengten Platzverhältnissen am Floor - 1/3 weniger Leute, und es hätte eine okaye Party sein können... außerdem nervt die Inkompatibilität von Rauchen und Trinken - dass man zum Nikotin-Inhalieren ins Freie muss, geht ja grade noch, aber dass man dort andererseits sein Bier nicht mitnehmen darf, nervt dann doppelt. Nett war die Lasershow am Mainfloor, Anlagen-technisch hätt ich mir allerdings besseres erwartet: viele Höhen und Mitten, vergleichsweise wenig Bass... aber da bin ich wohl von jahrelangen Flex-Besuchen sehr verwöhnt.

Spät wurde es dann trotzdem, und am letzten Tag standen dann Soho beziehungsweise Little Chinatown am Programm: die Chinesen feiern ja gerade ihren Jahreswechsel, überall hingen rote Lampions und ich konnte nicht umhin, mir trotz Katerkopfweh eine dieser Glücksbringer-Minitrommeln zu kaufen. Der Tag verging viel zu schnell, dank einer unterbrochenen U-Bahnlinie und einer absurden Zeitverzögerung trotz kurzer Schlange beim Security-Check schafften wir's grade noch rechtzeitig in den Flieger; für ein Abendessen blieb keine Zeit, herzlichen Dank daher an dieser Stelle nochmal an die sehr nette Stewardess von Austrian Airlines, die uns beide mit einer Zusatzportion Do&Co-Tortellini vor dem Mid-Air-Verhungern bewahrte! Fazit des Kurztrips: ich will möglichst bald wieder möglichst lange nach London; die Stadt rockt, außerdem muss man dort niemanden, mit dem man quatscht, fragen: "Sorry, do you speak English?" Einziger Nachteil: der Pfundkurs haut ganz ordentlich rein... das Preisniveau ist leider locker 1 1/2 Mal so hoch wie hierzulande. Aber Tom und ich sparen schon auf die nächste Londonreise, vorher ist allerdings ein verlängertes Wochenende in Amsterdam am Plan - und zwar mit voll aufgeladenem Digicam-Akku.

Festa di Cultura di Cabo Verde

13. Dezember 2007
17:00bis23:00

delta culturaOn Short Notice: am Donnerstag steigt im Wiener Aera im ersten Bezirk ein rauschendes Fest, das sich nicht allein die Feierei, sondern auch und vor allem informativen Austausch auf die Fahnen schreibt. Organisiert wird das Fest der kapverdischen Kultur vom Verein Delta Cultura, und neben den immateriell-informativen Attraktionen erwarten die Besucher auch musikalische und gastronomische Highlights, wie mir Francis gerade geschrieben hat:

Der Keller im Aera wird umgewandelt in einen Treffpunkt der Kultur, für musikalischen, wie auch informativen Austausch, unterstützt durch afrikanische Percussiongruppen und Capoeira-Performance, DJ-Line und kapverdianischem Buffet, Infostände über die Kapverden, sowie die Arbeit des Vereins Delta Cultura, und einen Chill-out Bereich mit Chai-Station.

Das nenn' ich doch gelungene Abwechslung zu den ganz glühwein- und lebkuchenseligen Weihnachtsfeiern, und das mit gutem Gewissen und absolut unterstützenswertem Hintergrund: der Verein Delta Cultura betreut und unterstützt Jugendliche, sämtliche Einnahmen des Abends kommen dem Kinder- und Jugendzentrum in Tarrafal, Santiago (auf den Kapverden) zugute.

Termine kulminieren zwar: ich bin am Do zu einer matrix-Weihnachtssendung eingeladen, außerdem ist Open Coffee Club #4 im WerkzeugH, aber die Capoeira-Vorführung kann ich mir keineswegs entgehen lassen.

Blogistan Panoptikum Woche 46 2k7

Die Woche der Gewinnspiele: Yannick vergibt Festplatten, Bücher und weitere Sachpreise, bei Mathias kann man ein Nintendo Wii abstauben. Weihnachten rückt eindeutig mit Riesenschritten näher, allerorten lauern bereits tückische Punsch- und Glühweinstände auf den unschuldig-wehrlose Passanten.

Aber bei aller Wein- und Feierseeligkeit sollte man nicht vergessen, dass der Hype derzeit nicht am Christkindlmarkt spazieren geht, sondern auf Facebook. Morgen zum Beispiel findet der Blue Beanie Day statt. Motto: Show your support for web standards and accessibility. Wie Waffe der Wahl: eine blaue Wollmütze!

It's easy to show your support for web design done right. Don a Blue Beanie and snap a photo. Then on November 26, switch your profile picture in Facebook and post your photo to the Blue Beanie Day group at Flickr.

Anja und ich haben unsere Headshots soeben angefertigt - das Facebook-Profil wird dann morgen upgedatet:

bluebeanie

Wii Sports Gewinnspiel für Blogger

Spielefreaks, aufgepasst: Mathias hat sein Weihnachtsgewinnspiel gestartet, wer teilnehmen möchte, kündigt die Action am eigenen Blog an und setzt einen simplen Backlink z.B. auf den Beitrag Apple-Gutschein. Lohn der Mühe? Die Chance auf eine Nintendo Wii inkl. Wii Sports. Spread the word, denn falls mehr als 50 Blogger sich um die Wii kloppen, legt Mathias nochmal einen oben drauf und spendiert als zweiten Preis den ganz neuen Ipod Touch mit 8GB Speicher. Der Weihnachtsmann besucht auch die bloglosen Gesellen: unter allen neuen Newsletterabonenten wird ein ortskundiges Tom Tom XL Europe Navigationsgerät verlost.

datenschmutz: Blog der Woche bei Bloggeramt

Herzlichen Dank an das Bloggeramt für den Blog der Woche Eintrag - hat mich sehr gefreut, dankeschön. Es wird ja viel geschrieben über Motivation fürs Bloggen und so: und ich muss sagen, es geht ja nix über das Lob von Kollegen :-)

Facebook Kontakte exportieren

Ich hab letztens darüber geschrieben, wie man seine Kontakte von Xing nach Facebook transferiert. Der Infpirat hat als perfekte Ergänzung ein Tool gefunden, mit dem sich wiederum die Facebook-Kontakte exportieren lassen, denn auch dies ist mit Bordmitteln nicht ohne weiteres möglich. FriendsCSV generiert ein *.csv (= comma separated values) File, das problemlos mit Outlook und Co. gelesen werden kann. Einziges Problem dabei: die E-Mailadressen werden leider nicht mit übertragen. Dies funktioniert nur indirekt mit Gmail-Adressen:

Ok you can now use CSV to match your friends with your gmail contacts list. If the program finds a match, it will include the e-mail address in the export.

Wenn Autoren streiken

Pete weiß als TV-Serien Guru natürlich alles über die Auswirkungen der Streiks auf laufenden Serien. Die zweite Staffel von Heroes etwa wird anders enden als geplant. Momentan sieht's ja leider nicht so aus, als würden die Drehbuchschreiber mit ihrem Protest etwas erreichen: stattdessen hagelte es bereits Kündigungen in großem Ausmaß.

Video der Woche: die Todesstern-Kantine

"I'm Darth Vader, everyone challenges me to a fight to the death. This is the fucking death star, I run it!" Trotzdem lautet jene Frage, die sich Star Wars Fans schon immer gestellt haben: wie war das eigentlich damals in der Katine des Todessterns? (thx Natalie!)

YouTube Preview Image

Blogvorstellungen: GreenSmilies und Unterneuntupfing

Willkommen zur aktuellen Blogvorstellungs-Runde: im Themenfokus stehen Grüne Smilies und ein Schweizer Satiremagazin: auch wenn es sich bei beiden Blogs keineswegs zum todernste Machwerke handelt, so steckt doch ernsthaft viel Arbeit dahinter.

Und wie immer gilt: wer hier mit seinem/ihrem Blog vorstellt werden möchte, sagt via Kommentar oder Kontaktformular Bescheid: kann ein bisschen dauern, da bereits einige Review-KandidatInnen auf der Warteliste stehen. Im Übrigen gilt der gute alte Stehsatz aus der Bezirkszeitung: "Unverlangt eingesandte Manuskripte können nicht retourniert werden. Es besteht kein Anspruch auf Veröffentlichung."

GreenSmilies

Zumeist gelb ist bloß das mittlere Licht an der Ampel. Wer jedoch glaubt, dass die guten alten Smilies immer in dieser Farbe daherkommen, kennt Michaels Blog noch nicht. Auf GreenSmilies.com spielt mehrmals wöchentlich großes grünes Kino im Mikroformat. Aber Schreiben ist in dem Fall Silber und Gucken Gold - hier einer meiner vielen Favorites:

doggysmilie

Ob Geschichte der grünen Smilies oder ein Smilie-Lexikon, bei Michael gibt's massig Hintergrundinfos - vor allem aber die Einwohnerschaft des Blogs selbst, und die ist mittlerweile auf beachtliche Größe angewachsen. Überblick verschafft das Smilie-Album.

Ebenfalls sehr praktisch für die Fans der Grünlinge: Michael packt immer wieder mal ein paar seiner Kreationen zu Packs für andere Software, aktuell zum Beispiel bietet er ein fertiges Package für Miranda an. Auch WordPress lässt sich ohne weiteres umrüsten - bei mir steht der Totalumstieg auf grüne Smilies jedenfalls ganz oben auf der Liste. Für verschiedene Sonderwünschen und "Spezialanfertigungen" hat der Blogbetreiber immer ein offenes Ohr - ich habe vom Maestro diesen wunderbaren Gesellen bekommen: pirat

Unterneuntupfing aktuell

unterneuntupfing"UNTERNEUNTUPFING Aktuell ist ein länderübergreifendes non-kommerzielles Satireprojekt für den karitativen Zweck, wenn es mal groß ist soll es eine Menge Gutes tun," sagen die Betreiber, und dem kann man ja nun wirklich nicht widersprechen. Den humorvollen Leser erwarten schräge Beiträge aus Rubriken wie Politik, Gesellschaft, Gesundheit und Web 2.0. Getreu dem Motto "viel Wahnsinn muss gerecht verteilt werden" richtet sich die Seite an den gesamten deutschen Sprachraum. Selbstredend möchte Unterneuntupfing auch etwas über seine LeserInnen erfahren - sehr zu empfehlen als Einstiegslektüre ist die Umfrage Wer sind unsere werten Leser?.

Den bisherigen Ergebnissen nach zu urteilen ist die Quote an Selbstausbeutern besonders hoch - wer also nicht CEO einer fiktiven Visitkartenfirma ist und täglich sein Xing-Profil pflegt, der darf darauf hoffen, hier Gleichgesinnte zu treffen. Auch gleich ordentlich zur Sache gehen die Tipps zur Profi-PC-Entschlackung.

Gebrauchte Rechner für Kinder in Afrika

Francis, Bruder im Piratengeiste, hat mir kürzlich die folgenden Infos geschickt. Kurzfassung für Eilige: der Verein Delta Cultura versorgt Kinder und Jugendliche mit funktionierender Hardware - denn alte, nicht mehr verwendete, aber funktionstüchtige Rechner stehen zu tausenden in Europas Kellern rum. Die müssen aber einfach nur an den richtigen Bestimmungsort gebracht werden, und genau darum kümmert sich der in Kap Verde ansässige Verein.

Alte Rechner sind lästiger Elektronischrott, nehmen kostbaren Abstellkammer-Platz weg - dabei könnten die Kisten so viel nützlicher sein, würden sie nicht im heimischen Keller vor sich hingammeln, sondern in Kap Verde in einem Internetcafé stehen, das Kinder und Jugendlichen gratis Netzzugang anbietet. Im Prinzip handelt sich's also hier um ein logistisches Verteilungsproblem. Delta Cultura ist nicht nur auf der Suche nach vollständigen Rechnern, auch funktionierendes Zubehör wartet auf zukünftige Einsätze. Ein 10-Kilo-Paket von .at nach Kap Verde kostet rund 50 Euro - und kann die Zukunft vieler Jugendlicher entscheidend erleichtern.

datenschmutz sucht SponsorInnen

Jede Firma, die ein 20kg-Paket von Österreich nach Kap Verde sponsert, wird hier auf datenschmutz kurz vorgestellt und verlinkt. Kostet weniger als ein trigami-Review und bringt ausgesprochen positive Publicity, also geben Sie Ihrem Sozialbudget einen Ruck! Interessenten melden sich unter datenschmutz [at] gmail [dot] com. Hier die komplette Aussendung, die Francis mir geschickt hat:

 

Noch einen voll funktionstüchtigen aber alten Rechner im Keller stehen? Neue Rechner fürs Büro gekauft und keine Ahnung wohin mit der alten Ausstattung? Helfe Kindern und Jugendlichen in Afrika und spende Deinen ausgemusterten PC!

Wir sind ein Verein in Kap Verde (Westafrika), der sich auf die Unterstützung und Förderung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat. Zu unseren Leistungen zählen umfangreiche Sport-, Kultur- und Bildungsangebote. Seit 2005 betreiben wir ein Kinder- und Jugendzentrum in Tarrafal auf der Insel Santiago.

Für unser Internetcafé, in dem Schüler und Schülerinnen kostenlosen Zugang zu PC und Internet haben, sowie unsere Computerkurse im Centro, benötigen wir dringend Unterstützung in Form von Computerhardware. Wir freuen uns über Computer mit folgender Mindestausstattung: Pentium III (bzw. vergleichbare), 128 MB RAM, funktionstüchtig

Außerdem nehmen wir gerne Tastaturen, Mäuse, CD- und DVD Laufwerke sowie RAM entgegen. Keine Verwendung haben wir für defekte Hardware und alte Drucker.

Die größte Schwierigkeit besteht für uns in den Transportkosten für Sachspenden. Leider können wir diese nicht übernehmen und würden uns daher sehr freuen, wenn Du Deine Spende selbst an uns schickst!

Ein Paket von Deutschland/Österreich nach Kap Verde mit DHL kostet:
5 Kg = 37 EUR
10 Kg = 52 EUR
20 Kg = 82 EUR

Das Paket muss gut verpackt sein und an folgende Adresse versendet werden:

Delta Cultura Cabo Verde
Vila do Tarrafal
Ilha Santiago
Rep. d. Cabo Verde (Kap Verde)

Die Zollangaben sollten lauten: "Spende, gebrauchter PC (PC usado)". Bei Wert ist "0 (Null)" anzugeben.

Deine Spende wird hier mehr als nur einem Jugendlichen helfen seine Zukunft entscheidend zu verbessern! Mehr Infos zu unserem Projekt findest Du hier: http://deltacultura.org/at

Wenn Du noch Fragen hast oder weitere Ideen, dann schreib uns an:
computerspende [at] deltacultura [punkt] org

elevate Lab in Graz: von Wegen und Dilemmata

26. Oktober 2007
20:00bis22:00

elevateWege aus dem Dilemma der Musikindustrie - oder wer hat eine Krise? lautet der Titel der elevate_lab Diskussion, die im Rahmen des gleichnamigen Festivals am Grazer Schlossberg über die Bühne geht. Ich habe die Ehre und das Vergnügen, selbige Diskussion zu moderieren und hoffe auf mindestens so spannende Dialoge über Sinne und Krisen wie bei Star Trek zwischen Spock und Pille. Außerdem bin ich schon gespannt auf das musikalische Line-Up des ambitionierten Festivals - nähere Informationen folgen in Kürze. Sämtliche Zusammenhänge mit Militärparaden und dem österreichischen Nationalfeiertag dementiert die ds Blog-Investors Relations Abteilung indessen aufs Heftigste.

elevate_lab im Rahmen von elevate.at
Freitag 26.10.2007, 20:15 - ca. 22:00

"Ways out of the music industry's dilemma" lautet die englische Übersetzung des Titels, wobei der relativierende Teil sicherlich eine gravierende Rolle spielt - die Frage ist ja weniger, ob die Musikindustrie "überlebt", sondern wie der Wandel, den die Musikbranche gerade durchmacht, auf längere Sicht zu gravierenden strukturellen Änderungen führt. Dazu gibt's viele Ansätze und Ideen, vom Ende des "Starsystems" bis hin zum Musiker als Einzelunternehmer, der seine Alben im Wohnzimmer eintütet und selbst verschickt. Ich hab ja nicht zuletzt durch the gap und meine Zuständigkeit für die seinerzeitige mp3-Seite am legendären lion.cc Dampfer seit einigen Jährchen mit der Musikbranche zu tun und sehe durchwegs eine grundsätzlich erfreuliche Entwicklung hin zu mehr Vielfalt und leichterem Zugang zu einer größeren Menge an Musik als je zuvor... und sollten ein paar Major Labels zusperren müssen, dann werde ich persönlich ihnen gewiss keine Träne nachweinen.

Und so sieht unsere illustre Runde im Detail aus:

  • Martin Aschauer (fm5, mica, no-label) Betreiber von no-label sowie des Online Magazins fm5 und Mitarbeiter des MICA
    http://www.fm5.at, http://www.nolabel.at, http://mica.at
  • Andreas Klinger (resident, Wien): Herausgeber des drum&bass Magazins Resident
    http://resident.at
  • Clemens Neufeld (giant wheel, Graz) Musiker und Labelbetreiber
    http://www.myspace.com/giantwheel
  • Ritchie Pettauer (the gap, datenschmutz.net, Wien) Journalist, "Diskussionsleiter", Piratenkapitän
    http://blog.datenschmutz.net
    Ach ja, und wie ich anfügen möchte: Inhaber der schönen Domain musicpirates.net, für die mir allerdings noch keine passende Verwendung eingefallen ist.
  • Angefragt wurde weiterhin bei Andreas Kolm (AKM, Bereich Online), der noch nicht genau weiß, ob er Zeit hat, aber sicherlich eine sehr interessante Erweiterung für die Runde wäre, eventuell schaut auch jemand aus dem Datendunstkreis der q/uintessenz vorbei. Zweifellos wäre ein Vertreter eines Major Labels höchst willkommen, mal sehen, ob jemand vorbeischaut.

    Die 2007er elevate-Homepage ist noch nicht online, die an der grundsätzlichen Mission hat sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings nichts geändert:

    Vier Tage und Nächte voller Konzerte, Live-Acts und DJ Lines, Installationen, Performances, Diskussionen und Workshops - von und mit unabhängigen Initiativen, Labels und KünstlerInnen am und im Grazer Schlossberg.

    Das Programm des elevate-Labs umfasst ein weites Themenspektrum: Al Haca halten einen Ableton-Workshop, Sven König spricht über Hacks, Permanent Unit beschäftigen sich mit Street Art, Mike Dred spricht über Sounddesign und Strukt führen in die Welt der Visuals ein - das und noch viel mehr in der Hauptstadt des Kernöls. Sehr gespannt bin ich auf das abendliche Line-Up... das wird mein erster elevate-Besuch, aber aus den Vorjahren hab ich nur das Beste gehört und freu mich auf ein paar entspannende Tanzschritte im Anschluss an unsere kleine Talkrunde.

37 BloggerInnen zeigten ihre Welt

Leons Blogprojekt Zeig uns deine Welt ist zu Ende. Dass Francis, der ja auf den Kapverden wohnt, mit seinem Fensterblick auf's Meer den Preis für den schönsten Arbeitsplatz gewonnen hat, verwundert bei dieser Aussicht keineswegs. Da kann mein gehörnter Monitor wirklich nicht mithalten...

Wer besonders viel oder wenig aufräumt, bleibt ebenfalls kein Geheimnis mehr, und eines hat der Karneval deutlich gezeigt: so unterschiedlich wie Themen und journalistisches Selbstverständnis sind die Arbeitsplätze der deutschsprachigen Blogger. Für Statistikfreunde hier der quantitative Outcome:

37 Blogger haben mitgemacht und den interessierten Besuchern einen Blick auf ihren Schreibtisch/Arbeitsplatz gewährt. Die Texte, die zu den Bildern geschrieben wurden füllen 942 Zeilen, bzw. 21 Seiten. Es wurden 7,650 Worte geschrieben und insgesamt 41,140 Zeichen getippt.

Nähere Details gibt's auf den Seiten der einzelnen TeilnehmerInnen:

Nochmal Technorati-Blogkette: die Reaktionen

Unsere sommerliche Technorati-Favorite Aktion hat weit weitere Kreise gezogen als angenommen - ein herzliches "Vergelt's Google" an dieser Stelle allen BloggerInnen, die nichts mit freiwilliger Selbstbeschränkung anzufangen wissen. Ich habe einiges an Feedback bekommen, das an dieser Stelle nochmal zur Diskussion gestellt werden soll.

Eine Woche in den dbc

Jens, der alte Ninja, findet unsere Piraterie gar nicht lustig:

Der einzige Sinn der Aktion ist es, im Technorati-Ranking sowohl bei den Links als auch den Favoriten zu steigen. Man mag das als "lustig" empfinden - für mich ist es das nicht. Durch solche Aktionen wird nichts anderes getan als die Grundprinzipien, mit denen Suchmaschinen arbeiten, anzugreifen. Sie verfälschen Suchmaschinenergebnisse und führen irgendwann dazu, dass Suchmaschinen überhaupt nicht mehr zu gebrauchen sind.

Zum ersten Satz: gut erkannt! Zweifellos haben wir nicht die Absicht, unser t-Ranking zu verschlechtern. Lustig find ich's auch nur bedingt, eher wichtig. That's what hackers and pirates do: Grundprinzipien angreifen. Die Weiterentwicklung der SMs antreiben :-)

Ich hab's schon mal geschrieben und kann mich an dieser Stelle nur wiederholen: freiwillige Unterwerfung unter Algorithmen muss nicht sein, unbezahlte brave Mitarbeit am Businessplan von Suchmaschinen ebenfalls nicht. Wer als Micro-Publisher die Spielregeln der Big Players einhalten will, dem steht das frei... daraus einen Regelkanon für "Bloggen an sich" abzuleiten, finde ich einfach nur skurril. Longtail hin oder her, die Möglichkeiten, Aufmerksamkeit zu generieren, sind für Blogger viel geringer als für professionelle Medienkonzerne. Ein bisschen Nachbarschaftshilfe macht hochgradig Sinn, und ich freue mich, dass so viele bloggende KollegInnen das genauso sehen.

Und weil ich mich die eine Woche auf Platz 79 so heimisch gefühlt hab, bauen wir übrigens gerade unsere eigenen Blogcharts: gleiches Prinzip, alle de-sprachigen Blogs aus Technorati; bloß ohne menschlichen Filter. Die Filterung kommt mir nämlich arbiträr spanisch vor.

Das ist ja kein Karneval hier

Ich habe die Initiative zur Rettung aussterbender Favorite-Gattungen unter "weitere Blogaktionen" auch bei Blogparade.de eingetragen und daraufhin folgendes Mail von Michael Wöhrer bekommen, dessen Blog ich sehr schätze (und natürlich sein Simple Tagging Plugin):

Hallo Ritchie,

danke für Deinen Beitrag auf Blog-Parade.de. Allerdings können wir keine Aktionen unterstützen, die primär dazu dienen, mehr Incoming Links fürs Blog zu bekommen und/oder bessere Ränge bei Diensten wie Technorati zu erhalten. Dies geht völlig am Sinn und Zweck vor allem bei Blog-Paraden bzw. -Karnevals vorbei: tolle, interessante Artikel von Blogger für die Leser.
Viele nutzen übrigens Technorati dazu, interessante Blogs zu finden, die aufgrund ihrer Texte einen guten Technorati-Rang erzielen. Leider machen Aktionen wie eben die "Technorati-Blogkette" auch dies zunichte.

Grüße,
Michael Wöhrer

Für die tollen, interessanten Beiträge bräuchte man freilich erst gar keinen Karneval; man müsste sich überhaupt nicht untereinander verlinken, Gugl wird's schon richten... nein, glaub ich eigentlich nicht. An Reverse Engineering aber schon, doch ich verstehe die Position von Michael gut. B-P Soll ja nicht zu einer SEO-Seite "verkommen"...

Automatisiert favorisieren

Es gäbe theoretisch ein lässiges Progrämmchen bei InternetDuctTape: Technorati Favorite your Fans dient dazu, alle User, die das eigenen Blog favorisiert haben, automatisch zurück-zu-faven:

If someone has gone to the trouble of adding you to their favorites, this program will return the favor, without requiring you to go through all of the people who have favorited you and trying to find the ones you haven't favorited back. This is something people already do, and this program is intended to save them time by automating the process.

Klingt praktisch, also hab ich die Software runtergeladen; das Programm läuft ohne Installation, stürzt allerdings bloß ab. Der Version-Check sagt, dass meine Version nicht mehr funktioniert, allerdings handelt sich's um den aktuellen Download von der Seite des Autors. Keine Ahnung, ob Technorati das API geändert hat oder ob die Software einfach buggy ist - schade jedenfalls, wäre wirklich praktisch.

Das S-O-S SEO Blog hebt ebenfalls den mahnenden Zeigefinger:

Jungs und Mädels, das ist kein witziger Linkbait, das ist ein Pyramidenspiel, das ist grenzwertig, das ist ein offener Regelverstoß, das versaut die Qualität der Technorati und Google Maßeinheiten und ist damit eine Provokation für beide Firmen.

Okay... auch eine Meinung. Zwar verstehe ich sowohl unter "Pyramidenspiel" als auch unter "grenzwertig" was anderes... Freestyle Medienexperiment würd ich's nennen statt grenzwertiges Pyramidenspiel - wie immer alles eine Frage des Labels.

Sistrix beschlägt dieselbe Kerbe:

Infopirat ruft in einem Posting dazu auf, sich gegenseitig zu verlinken, um den Technorati-Rang sowie die Zahl der Backlinks zu steigern. Teilgenommen hat bereits eine stattliche Anzahl von Blogs, darunter auch einige, denen ich eigentlich zugetraut hätte, die Reichweite ihrer Handlung aus SEO-Sicht einzuschätzen. Ist SEO mittlerweile nicht schon kompliziert genug? Gibt es nicht bereits genug, ungewollte Stolperfallen als dass man sich diese jetzt selber bauen muss?

SEO what? Niemand hat dazu aufgerufen, sich gegenseitig zu verlinken. Es ging um t-Faves... aber egal. Hauptsache, gleich mal Francis bashen und behaupten, er wär aus technorati gekickt worden. Soviel vorauseilender Gehorsam macht mir viel mehr Angst als ein möglicher Google-Malus. Ich schreib mein Blog nun mal nicht für Big G (auch wenn die fleißig mitlesen).

Baynado hat übrigens den betreffenden Beitrag kommentiert; besser kann man's imho nicht formulieren, daher er erlaube ich mir ausnahmsweise ein Fullquote:

Hallo Johannes, auch ich bin ein Teilnehmer der Infopirat Aktion. Mir ist schon klar, dass eine Verlinkung mit der Absicht Suchergebnisse manipulieren zu wollen nicht Google konform ist. Ich habe bei der Aktion trotzdem mit gemacht. Warum? Mir ist egal was Google von solchen Aktion hält. Diese Aktion zielt einzig und allein auf Technorati ab, wenn der Algo so schlecht ist das zu erkennen, ist das deren Problem.
Solche Aktionen sind für die US-Blogosphäre normal und auch vorher gab es hier den einen oder anderen Blogkarneval. Die Politik von Google ist nicht mehr die es mal war. Wenn ich an das Linkkauf Verbot denke, wird mir schlecht. Damit wollen die doch nur ihr quasi Monopol festigen. Ich bin mir gar nicht sicher, ob solch eine "AGB" wettbewerbswidrig ist in Deutschland (UWG). Aber alle SEO und Webmaster halten brav den Mund und kuschen. Ist ja auch klar die Hand, die einen füttert schlägt man nicht.
In ein paar Jahren, wenn die Entwicklung so weitergeht und wir alle die Rechnung für die vielen "kostenlosen" Dienste präsentiert bekommen, ist das Geschrei groß.

Word!

Von Duck-Tape und gehörnten Monitoren

Zeig uns deine Welt! fordert Leon auf - den eigenen Blogger-Arbeitsplatz zu fotografieren ist in der Tat einfacher als sich selbst im Handstand für die Nachwelt zu verewigen. Und dann sollte auch noch ein Gegenstand mit rauf auf's Bild, den ich mit Bloggen in Zusammenhang bringe - das ist in meinem Fall Duck Tape. Sind Blogs nicht das Duck Tape des Web 2.0? Die Seiten, die man leicht zerreißen kann, und die doch alles zusammenkleben und ganz schön viel aushalten, wenn's drauf ankommt? Eben!

Und wie man auf dem Foto sieht, ist datenschmutz in punkto Social Media Optimierung (ich sach nur: technorati Blogkette) schon so evil, dass meinem LCD-Monitor gestern Hörner gewachsen sind:

arbeitsplatz

Max, der Schlingel, will ja auch wieder eine Liste zusammenstellen und alle teilnehmenden Blogs auffordern, diese zu posten - einer Aufforderung, der ich selbstverständlich freudig nachkommen werde. Soll keiner sagen, auf datenschmutz würde mit Linklove gegeizt. Wär ja noch schöner, wenn in Zukunft Big G detailliert vorgibt, welche Blogaktionen erlaubt sind. Leid tut mir nur der Betreiber der deutschen Blogcharts: da gibt's wieder einige Links, die manuell aussortiert werden müssen. Vielleicht wär ein Attribut á la Gugl die Lösung: statt rel="nofollow" halt rel="nodbc" :mrgreen:

Der zweite Screen daneben ist unübersehbar ein Röhrenmonitor - quasi das Vinyl unter den Benutzerinterfaces. War gar nicht so leicht, das Teil im Museum des 20. Jahrhunderts auszuborgen... Dual Vision jedenfalls. Und hier noch ein aktuelles Pic des Autors, aufgenommen beim Barcamp im Juni:

ritchie
Foto: Helge Fahrnberger

Barcamp Vienna in Worten, Links und Bildern

barcampAm vergangenen Sonntag trafen sich die selbstorganisierenden Barcamper im Wiener WerkzeugH - Workshops und Vorträge sorgten für reichlich Web 2.0 und netzökonomischen Input; und Wini von Punctilio, Heinz Wittenbrink, Helge Fahrnberger, Karin Schmollgruber und einige virtuelle Bekanntschaften mehr hab ich endlich mal IRL gesehen.

Für mich war's das erste Barcamp - hat Spaß gemacht, auch wenn ich nicht bis zum Ende bleiben konnte. Die kurzen sinstflutartigen Hagel/Regeneinbrüche haben, so versichert das Amt für Wetterkontrolle, nichts mit dem Barcamp per se zu tun. Das WerkzeugH erwies sich einmal mehr als ausgesprochener geeigneter Veranstaltungsort und die vegetarischen Curries als schmackhaft; vorgestellt wurden unter anderem Tupalo (dazu demnächst mehr) und Medienschelte.at. Max hat 3 Beiträge geschrieben, Heinz fand die Atmosphäre passend und hat weitere Berichte angekündigt:

Der Rahmen war ganz anders als beim letzten Mal: statt dem One Smart Space, einem inspirativen Freilicht-Museum der Dotcom-Blase, das WerkzeugH, ein Mashup aus Lokal und Kreativraum. Direkt dahinter die noch unfertige k-werkstatt von Knallgrau, alles zusammen ergab eine Labor-Atmosphäre die zu einer Unkonferenz sehr gut passt.

Dem kann ich mir nur anschließen; mit Wini und Helge hab ich bei prasselndem Regen unterm Vordach über WordPress-Performance Probleme geschnackt, die Shittr-Entwicklung am Abend scheint ja ziemlich Spaß gemacht zu haben, bin schon neugierig auf den Launch.

Dieter Rappolds Einführungsworkshop mit dem Titel "Medien, Telcos und Brands" adressierte zentrale Fragen des zukünftigen Online-Business; vertikales Identitätsmanagment, Clustering und Segmentierung verändern die Bedingungen der Wertschöpfung, in den letzten Jahren wurde das Netz von einem multimedialen Angebot zu einer Querschnittsmaterie durch fast alle Wirtschaftssektoren - die Diskussion hätte vermutlich locker den ganzen Vormittag gefüllt. Hier ein paar Snapshots, weitere Pix vom Juni-Barcamp gibt's auf FlickR, die nächste Auflage des Barcamp Vienna steigt im September, ein genaues Datum steht noch nicht fest.

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