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Social Media Widgets Plugin: SOFORT DEAKTIVIEREN!

Das populäre WordPress-Plugin “Social Media Widget” wurde von den Sicherheitsexperten von Sucuri als böse Spamschleuder entlarvt: Versionen unterhalb von 4.0.1 enthalten den betreffenden Schadcode, der WordPress-Installationen mit Spam-Links verseucht. Da das offizielle WordPress Repository, aus dem das Social Media Widget heute vormittag zwischenzeitlich entfernt wurde, listet die Software mittlerweile bereits wieder.

Sucuri empfiehlt allerdings, das Plugin überhaupt nicht mehr zu verwenden – dieser Empfehlung kann ich mich nur anschließend. Bevor ich auf die Hintergründe dieses Problems eingehe, möchte ich Ihnen zuerst mögliche Alternativen für das Social Media Widget vorschlagen.

Alternativen zum Social Media Widget

Das böse Plugin wartet wahrhaftig nicht mit komplexen Funktionalitäten auf:, dient es doch einzig und allein dazu, die bekannten Social Media Buttons zu den eigenen Webpräsenzen aufzulisten. Diese Funktion ist nicht zu verwechseln mit Share-Buttons: diese ermöglichen das Teilen von Inhalten (“Diese Seite auf Facebook / Twitter / Google+ etc. teilen”), während erstere einfach nur statische Links zu verschiedenen Profilen einbinden – nichts, was man nicht auch als “händisch” gecodetes HTML als Text-Widget realisieren könnte. So hab ich’s hier auf datenschmutz gemacht. Werfen Sie einen Blick nach rechts, in der Seitenleiste werden die beschriebenen Buttons im Abschnitt “Folgen Sie mir auf:” angezeigt.

Mittels Plugin geht’s komfortabler und mit hübschem Mouse-Over Effekt, wenngleich der Preis für diese Bequemlichkeit im vorliegenden Fall ein hoher sein kann: Google sperrt Webseiten, die solche Spam Injections enthalten, recht rasch und zuverlässig aus dem Suchindex aus. Also lieber nichts risktieren, das Social Media Widget sofort deaktiveren und durch eine der folgenden Alternativen – Reihenfolge nach Präferenz des Autors – ersetzen:

Social Media Feather: Auf Performance optimierte All-in-One Lösung mit Profil- und Sharing-Buttons in einem Widget, die Buttons können auch mit Shortcodes direkt in Postings und Pages eingebunden werden, zusäztliche Icon-Packs sind verfügbar.

Brankic Social Media Widget: Elegantes Widget mit ungewöhnlichem On-mouse-over Effekt und Icons für 28 soziale Netzwerke.

Acurax Social Media Widget: einfach zu konfigurierendes Widget mit verschiedenen Themepacks, Größen und Drag-and-Drop Sortierung inklusive Pinterest Button. Wer alle Feineinstellungen selbst treffen will, kauft die Pro-Version, die auch Share-Funktionalitäten integriert.

Floating Social Media Icon: vom selben Anbieter: die Buttons sind wahlweise nicht fix in der Seitenleiste positioniert, sondern “floaten” unteren Bildschirmrand – das heißt, sie bleiben auch an dieser Position, wenn der Nutzer scrollt.

Social Media Tabs: wahlweise Widget oder Seitenleiste, die am Bildschirmrand schwebt: Social Media Tabs zeigt nicht nur die Buttons, sondern bindet die Streams der einzelnen Profile ein. Nach meinem Geschmack etwas zu viel Info auf engstem Raum und suboptimal bei der mobilen Nutzung.

Wie konnte es zum Spam-Angriff kommen?

Die technischen Details können interessierte am Sucuri-Blog nachlesen. Die große Frage ist nun, ob es sich um einen Einzelfall handelt, oder ob solche Plugin-Hacks in Zukunft üblich werden. Denn das Social Media Widget verhielt sich unauffällig, bis mit irgendeinem Update der Schadcode eingeschleust wurde:

What is really concerning about this, isn’t even the SPAM injection. That happens all the time, it’s the fact that the malicious payload found it’s way in the core files. It was then uploaded to the WordPress.org Plugin Repository.

Im Klartext: entweder hat der Anbieter des Plugins den Schadecode selbst eingeschleust, oder jemand hat sich seinen WordPress-Repository Zugang verschafft. Wie gewohnt reagierte das WordPress Core-Team äußerst rasch und professionell, dennoch bleibt ein riskanter Nachgeschmack bei bisher 900.000 Downloads.

Wie schützt man WordPress besser vor solchen Attacken?

Kein Web-CMS ist 100%ig wasserdicht, doch es gibt Plugins zur Abwehr potentieller Bedrohungen, die in keiner Installation fehlen sollten. Einen hervorragenden Überblick bietet der Artikel Best Security Plugins for WordPress.

Als erster Schritt bietet sich ein Scan der eigenen Seite mit dem Sucuri Sitecheck Tool, das einen möglichen Parasitenbefall recht zuverlässig anzeigt. Für Einsteiger empfiehlt sich ganz besonders WordPress Security, da dieses Plugin nicht nur die eigenen Installation auf mögliche Schwachstellen überprüft, sondern den Admin interaktiv und mit hohem Lerneffekt bei deren Behebung anleitet. Block Bad Querries (BBQ) erfordert keinerlei Konfiguration und blockiert selbständig bekannte Exloit-Zugriffe. Um alle ausgehenden Verbindung, die WordPress respektive einzelne Plugins, mitzuloggen und übersichtlich darzustellen, eignet sich der Netzwerk-Monitor Snitch.

Ein regelmäßiges Backup ist ohnehin Pflicht – mehr zu diesem Thema aus aktuellem Anlass nächste Woche hier am Blog – aber das müssen Sie sich gar nicht merken, abonnieren Sie doch einfach meinen Newsletter! :frog:

Plugin-Tipp: Noch flexiblere Sidebars für WordPress

Schon out-of-the-box bringt WordPress ein einfach bedienbares Drag-and-Drop Interface zur Konfiguration der Sidebar-Widgets – so heißen die einzelnen Info-Boxen, die meist in der Seitenleiste anzeigt werden. Je nach Theme stehen dem Webmaster ein- oder mehrere sogenannte “Widget-Areas” zur Verfügung. Wer seine Seite als CMS nutzt und spezielle Sidebars für einzelne Pages oder Gruppen von Seiten erstellen möchte, etwa um spezielle Landing-Pages zu erstellen, wird Simple Page Sidebars von Blazer Six und Brady Vercher schätzen: dieses Plugin erspart jegliches Editing der Theme-Dateien, integriert sich elegant ins Standard-Editing-Interface und hinterlässt auch nach allfälliger späterer Deinstallation keinen Scherbenhaufen.

Simple Page Sidebars - Konfiguration
Die on-the-fly generierten Sidebars integrieren sich nahtlos ins gewohnte Widget-Interface.

Die Verwaltung multipler Sidebars erlauben etliche Lösungsansätze und Plugins, die Logik von Simple Page Sidebar gefällt mir am besten: nach Installation und Aktivierung des Plugins taucht beim Erstellen von neuen sowie beim Editieren bestehender Seiten eine neue Auswahlbox namens “Sidebar” auf. Bei erstmaliger Verwendung wird der Benutzer zur Wahl eines Standard-Sidebars aufgefordert – hier wählt man eines der bestehenden Widget-Areas. Hinkünftig kann man für einzelne Seiten durch Klick auf “Enter New” beliebig viele neue Seitenleisten anlegen und diese jeweils mit einem eindeutigen Namen versehen.

Die so hinzugefügten Widget-Areas erscheinen in der Auswahlbox sowie unter “Design -> Widgets”, wo sie sich wie gewohnt mit den gewünschten Widgets aus dem reichaltigen WordPress-Sortiment befüllen lassen.

Zusätzlich bringt das Plugin bringt ein eigenes Widget namens “Widget Area” mit, das wie der Name zu Recht vermuten lässt, selbst wieder ein beliebiges anderes Widget-Area enthalten darf – somit lassen sich im Handumdrehen komplexe verschachtelte Sidebar-Wunderwelten generieren. (Ob die Blogosphäre zu einem schwarzen Loch kollabiert, wenn man ein Widget-Area anlegt, das sich selbst enthält, kann ich nicht sagen, der Versuch ist mir schlicht zu riskant.)

Tutorial: Dynamische Facebook-Thumbnails für WordPress Beiträge

Warnung des EU-Kommisars für PHP-Angelegenheiten: in diesem Beitrag geht’s relativ technisch zu! Im Endeffekt reicht zwar ein wenig Copy-Paste, aber um die im folgenden beschriebenen Schritte umsetzen zu können, sollten Sie mit dem Editieren von WordPress-Templates vertraut sein. Die Template-Files (vorzufinden im Ordner wp-content/themes/THEMENAME/) liegen im php-Format vor und lassen sich auch direkt über das CMS bearbeiten, und zwar über das Menü Design->Editor. Lassen Sie sich von den vielen Code-Beispielen nicht abschrecken. Ich hätte aus diesem Beitrag einfach nur eine kurze Notiz mit txt-Datei Download machen können, aber Sie kennen mich mittlerweile ja: ich bin fest davon überzeugt, dass ein kleiner Blick unter die Haube keinesfalls schadet. Selbst alte WordPress-Hasen dürften unter Umständen nicht mit der hier verwendeten und erst seit Version 2.9 enthaltenen the_post_thumbnail Funktion vertraut sein.

Dynamische Facebook Thumbnails für WordPress BeiträgeDoch damit genug der kryptischen Vorreden, worum geht’s hier denn überhaupt? Ganz einfach erklärt, um die mitunter recht lästige Facebook-Thumbnail-“Problematik”: wie kann man fast vollautomatisch jedem einzelnen Blogbeitrag eine eigene Grafik für Shares und Link-Postings auf Facebook und anderen Social Networks zuweisen?

Facebook-User kennen die Thematik zur Genüge: Wann immer Blogbeiträge auf unserem Lieblings-Netzwerk geshared werden, und zwar egal ob vom Blogbesucher oder vom Beitragsautor selbst, verwendet die Share-Funktion (deutsch: teilen) standardmäßig die erste auf der Seite vorgefundene Grafik. Bei mehreren Thumbnails kann der User mittels vor/zurück Pfeilchen wählen, oder, falls kein bzw. nur ein unpassendes Bild (hallo RSS Icon!) gefunden wird, ganz auf die Illustration verzichten. Mit der nachfolgend beschriebenen Methode nutzen WordPress-Blogger die recht neue “featured image” Funktion, um ohne Mehraufwand auch gleich Facebook + Co. immer mit dem richtigen Thumbnail zu versorgen. No code-angst, please – ich habe mich bemüht, alle Schritte ausführlich zu erklären, und für Fragen steht das Kommentarformular jederzeit zur Verfügung.

ACHTUNG, STOLPERFALLE: diese Script verwendet erweitere Template-Funktionen, die erst mit aktuelleren WordPress-Versionen eingeführt wurden. Wenn Sie ein älteres Theme verwenden, unterstützt dieses die neuen Hooks vermutlich nicht. In diesem Fall müssen Sie in die “functions.php” Datei Ihres Themes eine neue Code-Zeile einfügen – in unserem Fall konkret den Thumbnail-Support. Genaue Informationen dazu finden Sie im WordPress Codex.

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PadPressed: WordPress am iPad

“Andere mögen Kriege (mit Programmieren) führen, du, glücklicher WordPress-Blogger, installiere ein Plugin!” Diese Paraphrase eines Zitats, das fälschlicherweise Hunyadi Mátyás aka Matthias Corvinus zugeschrieben wurde, beschreibt PadPressed recht gut: ähnlich wie WP-Touch, das jede WordPress-Installation Touchscreen- bzw. Smartphone-tauglich macht, ersetzt das normale Theme, wenn in iPad-User auf die Seite zugreift.

Das iPad besitzt einen wesentlich größeren Bildschirm als jedes Telefon, über die bestmögliche Aufbereitung ihrer Inhalte für die neue Lieblings-Hardware Kindle-gelangweilter Geeks macht sich derzeit so gut wie jedes kommerzielle Online-Medium Gedanken. Ganz trivial ist die Sache nun wahrlich nicht: erstens sollen die Inhalte am iPad so lesefreundlich wie möglich daher kommen, zweitens sollten die Hardware-spezifischen Bediengesten verfügbar sein und drittens möchten es Webmaster ihren Usern möglichst einfach machen, Inhalte auf Facebook zu teilen: all diese Anforderungen erfüllt PadPressed bravourös: Weiterlesen

Neu auf datenschmutz: Kommentare bewerten

So mancher Facebook-User wünscht sich neben dem hinlänglich bekannten Like- auch einen Dislike-Button. Doch beim größten Social Network der Welt wird Schweigen auch weiterhin Nicht-Zustimmung signalisieren. Die ganze binäre Bandbreite der zwei Grund-Emotionen gibt’s dagegen ab sofort bei allen datenschmutz Kommentaren: mit den “Daumen-hoch” bzw. “Daumen-runter” Symbolen kann jeder Besucher jeden Kommentar bewerten:

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WordPress 3.0 ohne JPEG-Unterstützung

Achtung, Aprilscherz!

Für das Bild-Rendering ist der Browser zuständig, nicht das CMS. Und WordPress wird selbstverständlich weiterhin “JPEG unterstützen”. :saint: Die untenstehende Meldung ist natürlich Blödsinn, es handelt sich um einen meiner beiden Aprilscherze 2010 – die andere Story finden sie hier.

Wie Matt Mullenweg letzte Woche auf seinem Blog berichtete, wird WordPress 3.0 nicht nur auf Social Networking, sondern auch und vor allem auf multimediale Fähigkeiten setzen. Für einige Überraschung sorgt in der Netzgemeinde allerdings, dass WordPress 3.0 zwar weiterhin gif- und png-Grafiken unterstützt, auf die populären JPEGs jedoch verzichtet. Neben den Lizenzgebühren sei vor allem Microsofts geänderte SVG-Politik verantwortlich, so Ma.tt:

With the upcoming Internet Explorer 9 there is no more need for jpeg – Microsoft finally embraces the SVG standard, thus helping to make the web a much more open place. JPEG does have some advantages, but they are simply out-weighed by the license costs.

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Aus WordPress ein Social Media Network machen

WordPress bietet immer wieder faszinierende neue Möglichkeiten und bleibt dank der Kreativität und Power der Open Source Community so sehr am Puls der Zeit, dass “kommerzielle” Produkte kaum mehr mithalten können. Die ehemalige Weblog-Only Software hat sich zum ausgewachsenen CMS mit hunderten Erweiterungen in Form von Plugins entwickelt. Zwei neue Plugins ermöglichen es nun, die eigene WordPress-Installation mit Social Network Features auszustatten. Einerseits BuddyPress, das neuerdings in der aktuellen Version 1.2 auch mit “normalen” WordPress Installationen funktioniert (für die MultiUser Variante ist BP schon länger verfügbar), andererseits bietet Blair Williams, der Programmierer des genialen PrettyLink Plugins, mit Mingle eine äußerst interessante Alternative an.

Obwohl beide Plugins grundsätzlich ähnliche Funktionen bereit stellen, unterscheiden sie sich vom Einsatzzweck her gravierend. Während BuddyPress darauf abzielt, WordPress komplett in ein Social Network umzumodeln, liegt der Zweck von Mingle in der Erweiterung eines bestehenden Blogs um Social Network Funktionalitäten. Mingle kommt seit heute hier auf datenschmutz zum Einsatz – erkennbar am neuen Hauptmenüpunkt Profil. Warum und wie lesen Sie im folgenden Beitrag. Weiterlesen

Wie bekommt man mehr Twitter-Follower?

twitter-profile-datadirtAm Wochenende hat mein Twitter-Account die 30k-Grenze überschritten, derzeit folgen mir knapp 32.000 Microblogger. Das ging zwar etwas schneller als erwartet, kam aber keineswegs vollkommen überraschend, da ich mich durchwegs aktiv um mehr Followers bemüht habe. Danke für den Support, danke an alle meine deutschsprachigen Followers! Als Dankeschön möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. In diesem Beitrag werde ich drei meiner erfolgreichsten Strategien Schritt für Schritt beschreiben, denn eines kann ich Ihnen garantieren: “Drücken Sie auf den Knopf und eine Woche später haben Sie 10.000 Followers” spielt’s nicht: um richtig viele und möglichst viele richtige (=thematisch interessiert) Microblogging-Kontakte zu sammeln, muss man unbedingt verschiedene Vorgehensweisen kombinieren.

Häufig taucht in Gesprächen über Twitter die Frage nach dem erforderlichen Zeitbudget auf: ich denke, dass es wenig Sinn macht, pro Tag mehr als 1-2 Stunden in Twitter zu investieren. In meinem Fall war’s in den letzten Monaten so, dass ich pro Woche zweimal 2 Stunden am Stück für diverse “Maintenance Tasks” (Tweet Scheduling, Follow-Friday Vorbereitungen, Follower Vetting, Mash-Ups evaluieren etc., dazu später mehr) benötigt habe und zusätzlich pro Tag im Durschnitt etwa 20 bis 60 Minuten fürs “Echtzeit-Tweeten”.

Das mag vordergründig relativ viel erscheinen, erwies sich aber unter anderem als eine der effektivsten Methoden, den Traffic auf meinen Blogs nachhaltig zu steigern – und mit den richtigen Tools und Clients lässt sich auf jeden Fall schon vom Start weg viel Zeit einsparen. Die Basics spar ich mir allerdings, und komme ohne weitere Umwege wie versprochen nun zu drei Follower-Building Anleitungen.

Caveat 1: Wer beschließt, dem natürlichen Lauf der Micro-Blogging Dinge etwas nachzuhelfen und seinen Account behalten möchte (Twitter wird immer strenger in der Spam-Bekämpfung), sollte unbedingt den Tina Turner Refrain beachten: Not push Twitter Limits! Es gibt Obergrenzen für die Zahl der Personen, denen man followen kann (grundsätzlich 2.000, und aber dieser Zahl dann maximal 20% mehr Usern als man selbst Followers hat), es gibt tägliche Limits für Private Messages, Restriktionen für die wiederholte Aussendung des gleichen Tweets, ein Limit für die maximal Anzahl an Usern, denen man pro Stunde folgen darf (100)… diese Zahlen ändern sich, und wer über die Stränge schlägt, riskiert, dass der eigene Account gesperrt wird – und das wär doch schade um die viele Arbeit. Siehe dazu auch Making Progress on Spam am offiziellen Twitter-Blog bzw. The Twitter Rules.

Caveat 2: Alle nachfolgend beschriebenen Techniken setzen voraus, dass man regelmäßig twittert, einen Avatar verwendet, sich generell darum bemüht, interessante Links zu posten und auf Anfragen reagiert. Kurzum: Content and Communications are King and Queen. Der Rest ist lediglich ein kleiner Durchlauferhitzer, aber für sich allein genkommen wertlos.

Der eingesprungene Such-Axel

Die Twitter-Suche bietet perfekte Möglichkeiten, Themen-affine User zu finden. Man nutzt dazu entweder das Web-Interface unter search.twitter.com oder – wesentlich komfortabler – die Suchfunktion des Tweetdeck Clients: der ermöglicht das Abspeichern von bis zu 20 Keyword-Trackings, die als eigene Spalten angezeigt werden.

Hilfreich ist dabei eine Liste mit relevanten Keywords bzw. Keyword-Kombinationen (Tweetdeck unterstützt auch die Boole’schen Operatoren AND und OR), die regelmäßig themenaffine User frei Haus liefert. Nach einem kurzen Blick auf das jeweilige Profil folgt man. Dabei ergeben sich auch ständig Anknüpfungsmöglichkeiten für Gespräche und so kommt man zugleich laufend mit neuen Usern, die sich mit dem gleichen Themengebiet befassen, in Kontakt.

Vorteil: Nichts geht über händische Selektion – das Followen lässt sich recht gut “nebenbei” beim Twittern erledigen – und je sorgfältiger man auf Themenrelevanz achtet, desto höher wird die Follow-Back Rate sein.
Nachteil: Zeitaufwendigste Methode, skaliert schlecht und erfordert regelmäßigen “Aufräumen” der Followed-Liste.

Der doppelte Tweetlater-Rittberger

Wer Twitter professionell nutzt, hat sich hoffentlich schon längst einen Tweetlater-Account zugelegt. Der Online-Service von Dewald Pretorius ermöglicht die zeitgesteuerte Aussendung von Tweet-Messages und verwaltet beliebig viele Accounts. Auch in der Free-Version sehr nützlich – die Power-Features stehen aber nur Pro-Usern zur Verfügung. Der Pro-Account kostet 20$ im Monat, die sich schon allein aufgrund der neu integrierten Follow-Funktion, die pro Account und Monat 1.200 User vollautomatisch recherchiert, mehr als auszahlen.

Während der Auto-Follow Mechanismus vor einigen Monaten noch recht nützlich war, ist Twitter inzwischen von zu vielen Spam-Accounts übersät, um diese Funktion weiterhin zu nutzen. Tweetlater bietet hier eine perfekte Lösung namens “Follower Vetting” an: sämtliche User, die dem eigenen Account folgen, kommen in eine übersichtliche Warteliste und werden mittels bestimmter Filter-Kriterien vorselektiert, die in meinem Fall so aussehen:

twitter-tweetlater

Alle zwei bis drei Tage schaut man die Liste kurz durch und nimmt allfällige Korrekturen vor – dass zusätzliche Statistiken (á la: von wie vielen Usern wurde dieser User geblockt etc.) angezeigt werden, macht den Auswahlprozess extrem effizient, und das ist auch notwendig: bei größeren Accounts sammeln sich schon mal 500 neue Followers oder mehr pro Woche an.

Die oben erwähnte Recherche-Funktion heißt “Friend Finder”. Selbiger muss pro Account aktiviert und konfiguriert werden. Da die Filterfunktionen äußerst granular arbeiten und beispielsweise auch Negativ-Keywords und viele weitere Einstellmöglichkeiten bieten, ist die Qualität der so generierten Vorschläge immens hoch. Die kommen (täglich bis zu vierzig) in die oben beschriebene Vetting-Liste, wo man nochmal einen Blick drauf werfen kann, aber nicht muss – nach einem einstellbaren Zeitraum folgt Tweetlater automatisch.

Vorteil: TweetLater bietet diverse unverzichtbare Komfortfunktionen für Pro-Microblogger. Speziell beim Follower-Aufbau schlägt der neue Friendfinder jede andere Automatisierungs-Software aber bei weitem, da Spam-Accounts äußerst zuverlässig ausgefiltert werden. Richtig konfiguriert bringt das Tool im Monat ein paar Hundert themenaffine Followers – ganz auf Autopilot und ohne Probleme mit Twitter-Limits zu verursachen.
Nachteil: TweetLater Pro-Account erforderlich, aber die 20 Dollar pro Monat (zahlbar via PayPal) sind gut investiert. Wer unschlüssig ist, kann die Pro-Version für 10 Tage kostenlos testen. Aber Vorsicht: Sie werden anschließend nicht mehr auf Tweetlater Pro verzichten wollen.

Rückwärts-Salto á la Pretty Link für WordPress-Blogger

Viele Heavy-Twitter-User betreiben eigene Blogs, eine aktuelle Umfrage auf Deutschland ergab, dass über die Hälfte der Top-Tweeper zugleich bloggen. Die überwiegende Mehrheit wählt dazu WordPress, und dementsprechend breit gefächert ist mittlerweile die Auswahl der Twitter-Plugins.

Maß aller Dinge waren bis vor einigen Monaten Alex Kings Twitter Tools. Das Plugin implementiert eine 2-Weg Einbindung: einerseits werden neue Postings automatisch getweetet, andererseits können die eigenen Tweets am Blog angezeigt oder sogar als täglicher bzw. wöchentlicher Digest-Beitrag geposter werden. Vor relativ kurzer Zeit betrat TweetMeme die Bühne: mit nur einem Klick lassen sich die eigenen Blogbeiträge retweeten. Damit diese auch mit RT @eigeneraccount erstellt werden, muss man sich erst von den Betreibern authentifizieren lassen, sonst hagelt es Eigenwerbung á la RT @tweetmeme. Die Idee ist genial, weniger erfreulich ist der zwangsweise Weg über die TweetMeme-Server, denn die gemessenen Retweets werden für ein Social News Portal verwendet.

Enter Pretty Link: Blair Williams veröffentlichte vor einigen Monaten ein Plugin, das die Erstellung und Verwaltung von Short-Links unter WordPress ermöglicht. Aufgrund der 140-Zeichen Begrenzung müssen längere Links URL-Shortener wie bit.ly und Co. durchwandern – eine verschenkte Gelegenheit, denn wesentlich professioneller wirken Links á la http://meinedomain/13x. Genau dafür ist Pretty Link zuständig.

Vor wenigen Tagen präsentierte Blair die Pro-Version. Ähnlich wie im Fall von TweetLater kann man mit der Free-Edition eine Menge anfangen, die Pro-Version bietet allerdings eine ganze Reihe von zusätzlichen Conversion-Features, die ich im Detail in einem eigenen Beitrag erklären wären. Im Zusammenhang mit dem Thema Follower-Building interessieren uns in erster Linie die “Automatic Pretty Link Creation and Posting Options”: Pretty Link kreiert für jedes neue Posting automatisch einen Shortlink und fügt ein ReTweet-Badge á la TweetMeme ein, das allerdings ohne Drittanbieter-Server auskommt. Damit erhöht man nicht nur die ReTweet-Rate, sondern bekommt ein äußerst nützliches Tracking-Tool in die Hand. So sieht der Options-Screen der Pro-Version aus:

ploptions

Als äußerst praktisch erweist sich in diesem Zusammenhang der sogenannte Pretty Bar: er fügt einen Top-Bar ein, auf dem man nicht nur das eigene Logo, sondern auch diverse Share- und Follow-Funktionen integrieren kann (siehe hier). Die Stärke des Bars liegt im richtigen Zeitpunkt: User, die in einem ReTweet auf einen interessanten Link klicken, folgen sehr häufig. Screenshots und weitere Infos zur Funktionsweise gibt es auf der offiziellen Pretty Link Pro Homepage. Derzeit verkauft Blair die Lifetime-Pro-Lizenz für bis zu 5 Seiten um $97, ab 1. September steigt der Preis auf $147. Zuschlagen!

Vorteile: eigene Short-URLs, perfektes Tracking, Erhöhung der ReTweet- und Follow-Rate
Nachteile: nur verfügbar für WordPress-Blogger.

Addendum: Wie komme ich eigentlich zu mehr ReTweets?

Klingt wie die klassische Frage an Radio Eriwan, und die Antwort, die man häufig liest, lautet: “Mit interessanten Tweets!” Das ist zweifellos wahr, aber manchmal kann man dem Glück auch ein wenig auf die Sprünge helfen: ReTweet It basiert auf einem Austausch-System, erfordert keine Datenweitergabe (Log-in erfolgt via Twitter-Auth) und ermöglicht Usern mit mindestens 50 Followern, ihre Nachrichten retweeten zu lassen. Um die nötigen Credits zu bekommen, kann man entweder selbst retweeten oder via PayPal ein paar Münzen einwerfen – 100 RTs kosten aktuell $10,-. Das ist meiner Meinung nach aber gar nicht erforderlich, da man eigentlich laufend recht interessante Tweets im System findet, die man guten Gewissens retweeten kann :mrgreen:

Fazit: eigene Choreographien entwerfen!

Wie schon einleitend gesagt: interessante, themenrelevante Tweets und Gesprächsbereitschaft sind die Grundlage für erfolgreiches Follower-Building und in weiterer Folge für den Einsatz von Twitter als Marketing-Tool. Mit den oben beschriebenen Methoden kann man gefahrlos nachhelfen und die Weg zum Twitter Whale (so heißen User mit 10k+ Followern) beschleunigen. Die oben skizzierten Tipps sollen lediglich Anhaltspunkte geben, außerdem ist es im Lauf der Zeit erforderlich, die eigenen Taktiken und Toolsets dem Status des Accounts anzupassen. Ich habe beispielsweise festgestellt, dass 90% aller frei verfügbaren Mash-Ups für Userverwaltung, Stats etc. ab 15k Followern nicht mehr oder nur sehr unzuverlässig funktionieren. Tweetlater Pro und Pretty Link Pro kann ich uneingeschränkt empfehlen: angesichts der immensen Zeitersparnis sind beide Tools unglaublich preiswert.

Am Schluss noch eine kleine Bitte: wenn Sie mit diesen Tipps etwas anfangen können, dann schenken Sie mir doch bitte Ihre Stimme bei der Mr. Twitter Austria Wahl. (Man kann für beliebig viele User abstimmen.) Danke!

Neues Template fürs datadirty Lifestreaming

Gestern bin ich endlich mal dazu gekommen, meinen Lifestream zu überarbeiten – seit dem letzten Design-Update verwende ich das großartige WP-Lifestream Plugin, um meine diversen Social Media Aktivitäten am Blog zu aggregieren. Zwar gehöre ich keineswegs zu jener Geek-Fraktion, die mit dem Gedanken spielt, das Bloggen zugunsten des Cloud-Publishing aufzugeben, aber als Erweiterung des Blogs eignet sich ein solcher Stream sehr gut.

Gründe, trotz aller Social- und Collaboration Services trotzdem eine eigene Webpräsenz zu betreiben, gibt es viele: für mich persönlich ist meine Internet-Präsenz beruflich viel zu wichtig, als dass ich sie komplett in die Hände eines Drittanbieters legen möchte – die Vergangenheit hat oft genug gezeigt, dass sogar erfolgreiche Plattformen von einem Tag auf den anderen verschwinden können. Wer gestalterisch und technisch möglichst flexibel sein möchte und vielleicht auch noch Geld mit seinen Inhalten verdienen möchte, kommt um eine eigene ohnehin nicht herum.

Glücklicherweise bietet WordPress neben den Standard-CMS-Funktionen via Plugins mittlerweile ein breites Spektrum an Social Media Funktionen, denn bekanntlich ist kein Blog eine Insel :mrgreen: Lifestream for WordPress aus den iBegin Labs hat sich aufs Aggregieren spezialisiert: die wichtigsten Social Networks sowie native RSS-Feeds werden out-of-the-box unterstützt. Wer selbst Hand anlegt, kann auch exotischere Social Services einbinden und das Desing dank der Template-Fähigkeit des Plugins beliebig anpassen.

Lifestream fetcht die diversen Postings, Fotos, Videos, Likes etc. aller eingetragenen Plattformen und bastelt daraus wiederum einen einzigen Feed mit Link zu den Originalquellen, Thumbnails und Icons der einzelnen Services. Dieser Stream kann auf vielfältige Weise ins Blog eingebunden werden: bei mir kommt auf der Startseite das Widget zum Einsatz, für die “Vollversion” habe ich mein Page-Template ohne Sidebar verwendet und das Lifestream-eigene Template an meine Bedürfnisse angepasst. (Kleiner Tipp: Nicht das Original editieren, sondern ein bestehendes Theme kopieren und umbenennen – damit überleben die eigenen Anpassungen auch zukünftige Updates!) Auf Wunsch postet Lifestream auch stündlich, täglich oder wöchentlich einen Digest der eigenen Social Actions.

Die Programmierer haben zum Glück auch an die Performance gedacht: Lifestream kommt mit eigenem Cache und fragt Updates cronjob-gesteuert in definierbaren Zeitabständen ab. Allfällige Fehler werden penibel im Error-Log kommentiert. Lifestream schafft den Spagat zwischen einfacher Konfiguration und optional äußerst detaillierter Anpassbarkeit auf elegante Art und Weise – ein wirklich geniales Tool, das ich allen WordPress-Bloggern nur empfehlen kann. Auf Kommentare zu meinem Lifestream bin ich natürlich gespannt!

Ein Widget in mehreren WordPress Sidebars verwenden

Widgets-fähige WordPress-Templates sind eine geniale Einrichtung, keine Frage: im Handumdrehen lässt sich der Sidebar bequem aus dem CMS via Drag-and-Drop an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Zusätzlich ermöglicht WordPress die Verwendung beliebig vieler Sidebars – hochgradig sinnvoll, um beispielsweise auf der Startseite, Einzelbeitragsseiten und statischen Pages jeweils unterschiedliche Sidebar-Inhalte darzustellen. Hier lauert jedoch eine Crux, die schon so manchen WordPress User in den Wahnsinn getrieben hat: mit wenigen Ausnahmen (Text, RSS) lassen sich Widgets nur ein einem einzigen Sidebar verwenden.

Das schränkt die Flexibilität bei der Gestaltung des eigenen Blogs in vielen Fällen deutlich ein: so ist es etwa Out-of-the-Box nicht möglich, das Tagcloud-Widget in zwei unterschiedlichen Sidebars (siehe diesen WordPress-Support Thread dazu verwenden. Abhilfe schafft ein geniales Plugin, das sich genau dieser Problematik widmet: Duplicate Sidebar Widgets ermöglicht das Anfertigen von Widget-Kopien und damit die Mehrfach-Einbindung. In den meisten Fällen funktioniert das problemlos – mit einigen etwas komplexeren Widgets, etwa den Top Commentators, versagte diese Methode jedoch.

Abhilfe schafft in diesen Fällen möglicherweise das Samsarin PHP Widget: während das Standard-Text-Plugin lediglich HTML darstellt, aber keine php-Scripts erlaubt, ermöglich Samsarin genau dieses. Man kann also mit Hilfe des oben genannten Duplicate Sidebare Widget Plugins mehrere Samsarin-Kopien anfertigen und in diese händisch die jeweiligen Function-Calls (in der Regel werden im Sidebar diverse UL-Listen dargestellt) eintragen. Um ein wenig Handarbeit und Konsultation der Doku kommt man dabei nicht herum, mit dieser Methode steht allerdings ein völlig freien Sidebar-Gestaltung mit WordPress nichts mehr im Weg.

1k BLs: Wer sind die datenschmutz-Piraten?

1000 Backlinks auf des blauen Frosch’s Seite drauf / und ‘ne Buddel voll Rum!

Zur nofollow-Diskussion habe ich schon einiges geschrieben – und 3 Jahre Blog-Erfahrungen haben mich in meiner Meinung, dass Weblogs vom Geben und Nehmen leben und Kommentare einer der wichtigsten Bestandteile des Blogs sind, täglich neu bestärkt. Das Top-Commentators-Plugin habe ich auf der Startseite schon länger im Einsatz, es handelt sich dabei um eine dynamische Blogroll: die Top-Kommentatoren der jeweils letzten 14 Tage bekommen einen Backlink von der Startseite. Im Zuge des kürzlich erfolgten datenschmutz-Redesigns habe ich darüber nachgedacht, wie sich dieses Konzept ausbauen ließe, was schließlich in der Einrichtung des “datenschmutz-Piraten” Widgets gipfelte: die fünf Top-Kommentatoren seit Beginn des Blogs bekommen auf einen Schlag über 1000 Backlinks, nämlich von jeder einzelnen datenschmutz-Beitragsseite – in vollem Effekt zu bewundern auch hier ganz unten in der rechten Seitenspalte. Weiterlesen

Gravatar: Wie krieg ich ein Foto neben meine Kommentare?

Für einige Stammleserinnen und -leser mag es sich um old news handeln, aber ich stelle immer fest, dass zahlreiche Blogger (und vor alle Kommentatoren) den legendären Gravatar-Service (noch) nicht kennen. Die Idee ist simpel: anstatt sich auf jedem Blog einzeln zu registrieren, hinterlegt man an zentraler Stelle – nämlich bei Gravatar.com – ein Userbildchen, auf das alle Seiten zugreifen können. Als Matching-Kriterium fungiert dabei die E-Mail Adresse, sprich man kann pro Adresse einen Avatar hinterlegen. Ein Registrierung auf datenschmutz ist also keineswegs erforderlich, um den persönlichen Avatar mit einem Schlag hier und auf vielen anderen Blogs an den Start zu bringen.

Nach einer schnellen und schmerzlosen Registrierung bei Gravatar und dem Upload eines Bildes ist alles getan. Seit der Service von den WordPress-Machern selbst betrieben wird, gibt’s keine Probleme mehr mit der Serververfügbarkeit, selbstverständlich kann das eigene Bild im Nachhinein jederzeit ausgetauscht oder gelöscht werden. Beim Upload gibt man übrigens ein Alterslimit an (obwohl ich Geschlechtsteile in Großaufnahme aus ästhetischen, rechtlichen und Benimm-technischen Gründen nicht unbedingt empfehlen würde), das Blogbetreibern erlaubt, alle Avatare bzw. nur harmlose Bilder zuzulassen.

WordPress selbst benötigt für die Einbindung von Gravatar-Bildchen keinerlei Plugins, diese Funktionalität ist seit einigen Releases fix integriert und muss lediglich vom Administrator unter Settings -> Discussion bzw. Einstellungen -> Kommentare aktiviert werden. Diese Gravatare erhöhen die Wiedererkennbarkeit immens, und da das Service gratis zur Verfügung gestellt wird, gibt es für Kommentatoren keinen Grund, sich nicht zu registrieren, und WordPress-Blogger sollten die Funktion unbedingt aktivieren. Einziger Nachteil: wenn manche User Gravatare benutzen und andere nicht, dann entsteht ein visuelles Ungleichgewicht. Dauernd der gleiche Platzhalter ist auch öd, doch hier springt glücklicherweise WP-Identicon in die Bresche: das Plugin generiert für alle E-Mail Adresse automatisch geometrische Avatare, die sich gut ans Farbschema des eigenen Blogs anpassen lassen – eine genauere Beschreibung des Plugins gibt’s hier.

Facebook browserseitig mit Firefox Add-Ins anpassen

Firefox und FacebookPoken… das klingt irgendwie so nach “ich stups dich mit einem spitzen Stock mal in die Hüfte, um zu sehen, ob du dich noch bewegst.” [Bewegst du dich noch oder lebst du schon?] So im Sinne von: “I wouldn’t poke that smelly dead rat with a ten foot pole.” Anstupsen… wer will sich schon anstupsen lassen? “Huggen” oder “Umarmen” wär doch gleich viel netter, oder? Firefox-Benutzer hatten einst die freie Wahl, denn Jeremy Blanchard hat ein kleines Plug-In geschrieben, das aus den Pokes Hugs macht.

Natürlich browserseitig. Aber die eigene Wirklichkeit ist bekanntlich immer noch die realste aller Illusionen – zumindest vermute ich mal, dass Grease-Monkey Fans diese Aussage sofort unterschreiben würden. Jedenfalls könnte man sich Hugback for Facebook direkt aus dem offiziellen Add-In Repository runtersaugen und damit ein klares Bekenntnis zum Hippietum abgeben, wäre da nicht der gute alte Versionskonflikt: denn leider ist die letzte Ausgabe des Plug-Ins nicht kompatibel mit dem aktuellen Firefox 3.0.5 – man kann nur hoffen, dass der Autor irgendwann Abhilfe schafft. Und wo das herkommt, da gibt’s noch mehr: Pink Facebook richtet sich an Barbiegirls, wer’s individueller mag, wirft einen Blick auf Boost for Facebook:

Join more than 600K fellow Boost users and customize your Facebook experience with 300+ facebook skins, 30+ special features, selectable options, custom album viewers, video downloader and more!

Man findet aber auch allerhand Nützliches wie etwa den Facebook Photo Album Downloader, dessen Name bereits die Mission verrät: ganze Alben lassen sich via Mausklick bequem speichern. Herrlich subversiv kommt das einstige Greasemonkey-Script und nunmehrige Plug-In Facebook Video 2.1.1 daher: es rüstet frech und unverfroren die bewusst fehlende Embed-Funktion für Videos nach:

This addon allows Facebook users to share personal videos with their friends outside of Facebook. Facebook has stated in its Video FAQ that “Users will not be able to export or download videos from Facebook.” This adds features that Facebook refuses to implement.

Tja, es gibt im Netz eben nichts, was es nicht gibt – und falls doch, dann findet sich meistens ein Add-On Entwickler, der das Problem im Handumdrehen löst. Und eine auf die eigenen Netz-Bedürfnisse abgestimmte Browserkombination spart immens viel Zeit. Das ist der Hauptgrund, warum ich Firefox verwendet, denn (contrary to popular belief) laufen sowohl Opera als auch der Internet Explorer bei vielen parallel ladenden Tabs wesentlich stabiler als der Feuervogel. Was sind Ihre Lieblings Plug-Ins beim Surfen? Auf welches Firefox Add-On würden Sie keinesfalls verzichten wollen?

WordPress: Flash-Upload funktioniert nicht (mehr)

WordPress-Blogger, die ihre Beiträge bebildern und/oder mit multimedialen Elementen ausschmücken, dürfte längst aufgefallen sein, dass der in WordPress eingebaute Flash-Uploader neuerdings seine Dienste versagt. Quickfix: einfach im Upload-Fenster auf Browser auf “Browser uploader” klicken, und schon flutscht der Upload wieder. Allerdings ist so kein Batch-Upload möglich, jedes Files muss einzeln auf den Server befördert werden:

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Tutorial: Glossar mit Begriffserklärungen für WordPress

Hier werden Sie informiertSeit längerer Zeit gehe ich mit der Idee schwanger (hehe), hier auf datenschmutz einen Glossar für Fachbegriffe anzubieten. Diese Erklärungen sollen Insider nicht im Lesefluss stören, aber Otto Normalsurfer das Verständnis spezialisierter Artikel erleichtern und es mir außerdem ersparen, wiederkehrende Begriffe immer wieder zu erläutern. Bei dem sehr unterschiedlichen Wissens-Niveaus meiner Leser wär so ein Glossar einfach perfekt, dachte ich mir, und machte mich auf die Suche nach einem passenden Plugin. Aber Fehlanzeige! Zwar existieren zwei Erweiterungen, die von sich behaupten, als Glossar-Plugin zu taugen, allerdings erfüllten beide leider nur jeweils einen Teil meiner Anforderungen. Daher habe ich mir aus verschiedenen Plugins eine teil-manuelle Lösung zusammengebastelt, die zwar pro Glossar-Begriff ein paar Mausclicks mehr verlangt, dafür aber maximale Flexibilität und – ganz wichtig – sehr hohe SEO-Tauglichkeit bietet. Wer wissen möchte, wie man einen solchen Glossar einbaut, wirft einen Blick in das folgende Tutorial. Allen anderen Lesern möge die folgende Information genügen: von mir im “Mini-Lexikon” erklärte Fachbegriffe sind ab sofort verlinkt und mit diesem Icon gekennzeichnet: Glossar-Icon . Ein Klick öffnet die jeweiligen Definition in einem neuen Fenster. Derzeit ist die alphabetische Liste noch sehr sporadisch gefüllt, aber das wird sich im Lauf der Zeit ändern. Ab hier wird’s relativ technisch, wer die beschriebene Lösung einsetzen möchte, sollte mit WordPress-Template-Files nicht auf Kriegsfuss stehen.

Meine Anforderungen an einen WordPress-Glossar

In erster Linie geht es mir darum, immer wieder auftauchende Fachbegriffe kurz und knackig zu erklären. Dabei soll sofort ersichtlich sein, dass es sich um einen Glossareintrag, und nicht um einen “normalen” Link handelt. Und wenn ich schon den Aufwand treibe, eine solche Liste zu pflegen, dann möchte ich auch gleich den daraus resultierenden Google-Bonus mitnehmen: denn solche statischen Glossar-Pages haben den riesigen Vorteil, nahezu perfekte Landingpages für die Nischen-Keywords des jeweiligen Blogs darzustellen. Daraus ergaben sich für mich folgende Anforderungen:

  1. Die einzelnen Glossar-Begriffe sollen in Postings automatisch mit der Definition verlinkt werden und grafisch gekennzeichnet, um ersichtlich zu machen, dass es sich um einen Glossar-Eintrag handelt.
  2. Für die einzelnen Glossar-Einträge soll automatisch eine Übersichts-Seite erstellt werden, die alphabetisch sortiert ist und über einen A-Z Navigation mit Sprungmarken verfügt.
  3. Die einzelen Definitions-Artikel sollen selbst Postings bzw. statische Seiten sein, um eine sinnvolle Permalink-Struktur zu ermöglichen und um sich gut in den übrigen Seitenaufbau (z.B. Sitemap) einzufügen.

Klingt simpel, aber leider war es mir wie gesagt nicht möglich, eine Out-of-the-Box Lösung zu finden. Zwei Plugins, die sich der Aufgabe “Glossarerstellung” widmen, habe ich gefunden: IMM Glossary erfüllt die ersten beiden Anforderungen mit Bravour, fällt aber bei der Permalinkstruktur durch: die Definitionen bekommen seltsame Adressen voller Argumente und Referrer. Die zweite Lösung heißt WP Snap. Dieses Plugin generiert aus einer einzelnen oder einer definierbaren Menge von Kategorie-Postings ein spezielles Kategorie-Archiv mit alphabetischer Navigationsleiste und Sortierung. Das Plugin erfordert einen Eingriff ins category.php Template, erwies sich aber als relativ unflexibel und ermöglich keinerlei Pagination und automatische Verlinkung. Letztendlich kamen mir zwei verschiedene Vorgehensweisen in den Sinn:

Gut: Glossar mit Kategorie

Kategorie definieren und exkludieren: Man könnte eine dedizierte Kategorie für Glossar-Einträge anlegen und die betreffende Kategorie zugleich aus der Startseite und aus dem Feed ausschließen. Dazu ist keinerlei händische Bastelarbeit nötig, der äußerst empfehlenswerte Advanced Category Exluder erlaubt entsprechendes Finetuning via Optionsmenü. Anschließend legt man ein dediziertes Template für die betreffende Kategorie an. Dazu wird einfach nur die Datei category.php kopiert und unbenannt, und zwar in category-ID.php, wobei ID für die die betreffende ID der Glossar-Kategorie einzutragen ist. (Ersichtlich unter “Manage Categories” beim On-Mouse-Over).

Kategorie-Archiv anpassen: Wenn für eine Category ein so benanntes Template vorhanden ist, dann verwendet WordPress diese Datei standardmäßig (nur) für diese Kategorie. Im Template kann man einen kurzen Intro-Text eintragen und die Glossar-Postings alphabetisch anstatt chronologisch sortieren lassen – das geht relativ einfach mit WordPress Bordmitteln oder man verwendet Mike Smullins Sort Categories by Title. Das “alphabetisierte” Kategoriearchiv kann man natürlich noch beliebig im Design anpassen:

WordPress Glossar mit Kategoriearchiv

Automatisch verlinken: Für die automatische Verlinkung habe ich aLinks installiert. Das Plugin ist eigentlich für die stressfreie Wartung von Affiliate-Links gedacht, leistet aber überall dort gute Dienste, wo regelmäßig wiederkehrende Keywords mit einer festen URL verlinkt werden sollen. (Dafür hält sich die Affiliate-Tauglichkeit in Grenzen, da aLinks kein Link-Cloaking beherrscht, aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.) In den Einstellungen lässt sich außerdem eine spezielle CSS-Klasse für die Verlinkung definieren und/oder man kann ein bestimmtes Icon an die verlinkten Begriffe anhängen. Hier fehlt allerdings die Automatisierung: man muss jeden Glossar-Begriff, der erstellt wird, einmal händisch in die aLinks Liste eintragen.

Diese Methode hat allerdings zwei Nachteile: einerseits wird kein automatischer A-Z Index generiert (dafür könnte man WP-Snap verwenden, aber das beherrscht wiederum keine Paginierung), andererseits ist die Permalink-Struktur nicht völlig frei wählbar, sondern von der jeweiligen Posting-Struktur abhängig. Und eigentlich möchte ich in meine Glossar-Links im Gegensatz zu Postings lieber kein Datum drinstehen haben – also habe ich mich für einen anderen Ansatz entschieden.

Besser: Glossar mit statischen Seiten

Hauptsächlich wegen der Permalink-Struktur habe ich mich dafür entschieden, statische Seiten zu benutzen. Ich habe also eine statische Seite angelegt, die sich “Glossar” nennt. Jeder Begriff bekommt eine eigene statische Page, die ich jeweils hierarchisch unterhalb der Glossar-Seite anlegen. Auf der Hauptseite lasse ich automatisch einen A-Z Index samt Navigationsleiste erstellen – hier leistet das Plugin AZIndex hervorragende Dienste: es erstellt beliebig viele Indizes aufgrund frei wählbarer Kombinationen aus Kategorien und Tags. Da Pages keiner Kategorie zugeordnet sind, bestimmt man einen Tag, der sonst nicht verwendet wird (z.B. “Glossar”), und ordnet diesen jeder einzelnen Glossar-Subseite zu. Anschließend erstellt man einen neuen Index (unter dem CMS-Menüpunkt “Manage”) basierend auf dem gewählten Tag. Dazu läösst man das Feld Included/excluded Categories leer und trägt im darunterliegenden Feld das Stichwort, in meinem Fall “Glossar”, ein. Die Index Headings bleiben auf “title” gestellt, Index subheading s und Description auf “none”. Bei den Optionen wählt man nun “Include blog pages” und “exclude blog posts”, die übrigen Einstellungen sind Geschmackssache. Das sieht bei mir folgendermaßen aus:

AZIndex

Den so erstellen Index fügt man im Editor auf die Glossar-Hauptseite ein, die Syntax dazu lautet: az-index id=”ID” (in eckigen Klammern), wobei ID mit der Nummer des betreffenden Index zu ersetzen ist – nähere Details dazu verrät die Dokumentation des Plugins.

Für die automatische Verlinkung sorgt wie bereits oben beschrieben aLinks, das Exludieren der Glossar-Kategorie aus Feed und Startseite entfällt, weil statische Seiten dort ohnehin nicht auftauchen. Dieses Setup erfüllt mit ein wenig Handarbeit alle meine oben beschriebenen Anforderungen (visuelle Kennzeichnung, automatische Verlinkung, alphabetischer Index, SEO-Bonus). Die beschriebene Vorgehensweise soll andere WordPress-Blogger, die vor einem ähnlichen Problem stehen, inspirieren: sicherlich gibt’s noch viele andere Mittel und Wege, einen Glossar zu generieren – über Tipps und Anregungen freue ich mich.

Am besten weitergedacht: Idee für ein Plugin

Hervorragend für eine solche Glossarfunktion würden sich die in WordPress eingebaute Tagfunktion eignen. Man müsste das Tag-Management dazu folgendermaßen erweitern: Im Backend sollte es möglich sein, für einzelnen Tags (mittels Checkbox) zu bestimmen, ob es sich um ein Glossar-Stichwort handelt. Diese speziellen Tags bekommen ein Beschreibungsfeld, in das auch HTML-Code eingetragen werden kann. In der normalen Einzel-Tag-Ansicht (Posting-Archiv pro Tag) ändert sich bei den betreffenden Stichworten nur eine Kleinigkeit: zwischen der Tag-Überschrift und der Auflistung der zugehörigen Beiträge wird die Beschreibung angezeigt. Außerdem sollte das Plugin analog zu AZIndex eine alphabetische Liste der Glossar-Tags ausgeben und es ermöglichen, die betreffendne Begriffe im Text automatisch zu verlinken und grafisch zu kennzeichnen. Die automatischen Cross-Linking funktionen bringt Simple Tags ja bereits mit, bei der Einbindung des Icons könnte man sich an Link Indication halten. Meine Talente liegen leider nicht im Bereich der php-Programmierung, aber falls sich ein berufenerer Coder inspiriert fühlt, erkläre ich mich gerne bereit, ein detailliertes Story-Board für ein solches Plugin anzufertigen.

Lijit.com: Potentiell geniale Social Web Suche mit Haken

lijitElaborierte Search-Plugins für WordPress existieren zur Genüge, denn die von Haus aus mitgelieferte, mysql-basierte Suche hat ein paar gewaltige Einschränkungen. Allerdings erfasst selbst das ausgefeilteste Such-Plugin nur jene Inhalte, die am eigenen Blog liegen. Wäre es in Zeiten des Syndikationswahnsinns denn nicht viel praktischer, sämtliche eigenen Inhalte, die auf diversen Social Plattformen von BlinkList über FlickR bis StumbleUpon so rumliegen, zu indizieren? Lijit nimmt sich genau dieser Aufgabe an – und ich bin schlichtweg begeistert drüber, dass es zur Abwechslung doch mal ein genuin neues, copycat-freies Web 2.0 Service gibt. Sowas wär doch in Europa auch mal toll.

Die Registrierung bei Lijit erfolgt in Windeseile, nach der Eingabe der eigenen Blog-URL sucht das Script erstmal auf allen derzeit unterstützten Plattformen nach passenden Usernamen. Das funktionierte bei mir auf Anhieb ganz hervorragend, da ich auf einigen Seiten mit dem Usernamen “datenschmutz” registriert bin. Jene Plattformen, die nicht automatisch erkannt werden, trägt man händisch in die Liste nach.

Lijit aggregiert den Suchindex

Die Zahl der unterstützten Social Services ist mehr als beachtlich, deutschsprachige Seiten bleiben allerdings außen vor. Derzeit umfasst das Portfolio folgende Plattformen:

  • Social Bookmarks / Social News:: BlinkList, ClipMarks, delicious, digg, Faves, Furl, Ma.gnolia, reddit, StumbleUpon, Mixx
  • Fotos und Videos: flickR, Youtube, Vimeo, Viddler
  • Social Networks / Bloghoster: LinkedIn, Live Journal, MySpace, Twitter, MyBlogLog, TumblR, Disqs, intense debate, Facebook
  • sonstige Services: zusätzlich können beliebige URLs, RSS- oder OPML-Feeds eingetragen werden.

Im zweiten Schritt analysiert Lijit die eigene Blogroll und – falls vorhanden – das zugehörige MyBlogLog Profil und bietet an, die gefundenen Blogs automatisch als Infoquellen für die Suche mit aufzunehmen. Auf diese Art und Weise sucht man wunschweise also nicht bloß in eigenen Inhalten, sondern in seinem gesamten sozialen Online-Mikrokosmos: ein Feature, das mir ganz hervorragend gefällt.

Das Suchergebnis wird dabei wahlweise als Floating Layer eingeblendet, ein Wechsel der Seite ist nicht erforderlich. Die Suche funktioniert reibungslos und schnell, die Darstellung ist übersichtlich – wäre da nicht die eingeblendete Werbung, die Lijit für mich auf datenschmutz unbrauchbar macht. Wer das ganz mal testen möchte, kann einen Blick auf datadirt werfen, dort hab ich das Search-Widget eingebaut:

lisearch

Leider existiert derzeit kein Premium-Modell: für eine werbefreie Variante, die ich fest in datenschmutz integrieren kann (eventuell ohne floating layer), würd ich sofort 5 Dollar im Monat bezahlen. Ich war mit den Betreibern bereits in Kontakt, eine Bezahlversion ist zumindest derzeit nicht geplant:

Lijit does not currently have a paid service offering as we believe most of our publishers would rather “pay” for their use of the service though the display of ad units.

Ein echtes Killer-Feature ist die Explore-Funktion: anhand von Incoming und Outgoing Links wird das eigenen Beziehungsnetzwerk als dynamisches, klickbares Diagramm dargestellt – klingt kompliziert, geht in der Praxis aber ausgesprochen flockig von der Hand:

explore lijit

Fazit: von allen Aggregatoren, die für sich beanspruchen, sowas wie ein zentraler “social hub” im Web 2.0 zu sein, hat Lijit für mich das größte Potential. Die “Explore” und “Surprise me” Funktion machen Spaß, die Kernaufgabe “Suche” erfüllt Lijit hervorragend. Ich bin sehr gespannt, wie sich das Service weiterentwickelt.

Plugin-Tipp: aSocial Bookmarks

asocialpluginPlugins wie “Share this” offerieren den Blogbesuchern einen Button, mit dem das betreffende Posting komfortabel bei Social Bookmarking oder Social News Plattform eingetragen bzw. gepusht werden kann. Einen anderen Weg geht aSocial Bookmarks: kommt ein Besucher von Webnews, Digg oder Yigg auf einen Beitrag, dann wird dynamisch der jeweils passende Button eingeblendet. “Normale” Besucher sehen dagegen die gewöhnliche Version der Seite. Absolut geniale Idee und unglaublich unintrusiv: denn mehrere Buttons nehmen sinnlos Platz weg, und bei einer deutschsprachigen Website ist mir der Space fürs Diggen eigentlich zu schade.

Mit aSocial allerdings lassen sich bequem einige Yiggs, Diggs und Webnews-Votes abstauben, ohne dass es ersten Absatz eng wird. Nach Upload und Aktivierung des Plugins wählt man die gewünschten Social News Services aus und die Orientierung (floating left oder right) aus und fügt anschließend drei Codezeilen ins single.php Template ein. Um die Funktionalität zu testen, muss man einen Beitrag bei Yigg, Digg respektive Webnews eintragen und dann vom dortigen Eintrag das Originalposting aufrufen, denn aSocial Bookmarks wertet den jeweiligen Referrer aus. Works like a charm – selber schuld, wer sich diese kleine Perle unter den WordPress-Plugins nicht installiert :mrgreen:

aSocial Bookmarks wurde der dürstenden News-Community zur Verfügung gestellt von Anwälte in Vulkane werfen, hier geht’s zum Download.

PS: Zwei kleine Wünsche an den Weihnachtsmann bleiben noch offen: Support für SEOigg und eventuell Shortnews.de wär super.