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	<title>datenschmutz &#187; Postmoderne</title>
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		<title>Zwei recht unfreiwillig recht komische Videos</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 19:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tiroler ÖVP-Frauen wissen, wie man erotisch Koffer trägt, und Alexander Lehmann wird ständig von Mark Zuckerbergs Untertanen telefonisch belästigt. Das Leben in der Netzkultur ist eines der härtesten, aber zum Glück belegen fröhliche Laufbilder unsere Irrtümer für kommende Historikergenerationen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/04/oevpfrauen-300x234.jpg" alt="oevpfrauen 300x234 Zwei recht unfreiwillig recht komische Videos" title="Das Frouwenbild der ÖVP Tirol" width="300" height="234" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Der ÖVP sagen FeministInnen nicht ungern nach, sie pflege ein konservatives <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frauenbild/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frauenbild">Frauenbild</a>. Dieser Unterstellung tritt nun zumindest die ÖVP ebenso nachhaltig wie wacker mit einem jetzt schon zeitlosen Klassiker der österreichischen Polit-Video <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> entgegen. “selbst. bewusst. sein.” lautet der Titel dieses Rauchpausen-füllenden Flatscreen-Meisterwerks, das ein für allemal beweist: die ÖVP <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tirol/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tirol">Tirol</a> hat kein konservatives, kein modernes, sondern ein postmodernes Frauenbild. Ein kleiner Tipp für die nächste Viral-Video-Produktion: das Intro ist ein wenig lang geraten — im Internet schauen die Menschen nix, das länger als 6,3 Sekunden dauert, aber man könnte ja einige der Rollen kombinieren: wie wär’s denn mit der “erotischen Gepäckträgerin”, der “geduldigen Checkerin” oder der “ersten taxifahrenden Geschäftsfrau”? <small>Warnung des Übelkeitsministers: 1:12 bis 1:38 keinesfalls auf nüchternen Magen ansehen!</small><span id="more-28259"></span></p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2011-04/zwei-recht-unfreiwillig-recht-komische-videos/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Da sieht man’s mal wieder: nichts macht eine Lady so scharf, wie ein <strike>g’standenes</strike> liegendes Mannsbild mit Bierflasche in der Hand und bleichen Füßchen — derlei höhere Weihen der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/erotik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Erotik">Erotik</a> bleiben Nicht-Biertrinkern wie mir prinzipbedingt verschlossen. Nicht minder skurril: “Extra3: Willkommen bei Facebook”, der neue Muntermacher für müde Datenschützer von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzpolitik-org/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzpolitik.org">Netzpolitik.org</a>. Wahrlich skandalös: Facebook will doch tatsächlich “Daten” an die Werbewirtschaft verkaufen und damit auch noch Geld verdienen. Zu all dem besitzt dieser Zuckerberg die Frechheit, regelmäßig neue Features zu veröffentlichen und die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Datenschutz">Datenschutz</a>- und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/privacy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Privacy">Privacy</a>–Richtlinien anzupassen. Ja Herrgottsakra! Hätten die denn nicht gleich alles auf einmal launchen können und Facebook der Allgemeinheit zur freien Nutzung überlassen? Herr Lehmann, lassen Sie uns doch zu Diaspora wechseln. Dort sind wir erstens unter uns und zweitens geht garantiert nix weiter. Aber bitte beschweren Sie sich dann nicht in einem Jahr in einem neuen “satirischen” Video, dass Sie dauernd nur Spam bekommen, der Sie überhaupt nicht interessiert:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2011-04/zwei-recht-unfreiwillig-recht-komische-videos/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Dem YouTube-User mit dem außergewöhnlich höflichen Nick “F1ckenSieSich” kann ich nur beipflichten:</p>
<blockquote><p>Datenhai… dass ich nicht lache. Man ist damit einverstanden, man nutzt es, man ist nicht damit einverstanden, man nutzt es nicht. Das Leben kann so einfach sein.<br />
Und eine Community für hunderte millionen Nutzer am laufen zu halten kostet nunmal Geld, Facebook _muss_ an den Nutzern verdienen.</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan Panoptikum KW21 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 22:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit einem Tag Verspätung kommt das Blogistan Panoptikum in die Web 2.0 Läden, und dort herrscht bekanntlich Selbstbedienung vor. Tote Rapper, lebende Clients, digital influence Mapping: wie jede Woche spielt die Online-Welt aufs Neue verrückt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Woche kommt das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/panoptikum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Panoptikum">Panoptikum</a> mal wieder mit einem Tag Verspätung — den gestrigen Abend und einen Teil der Nacht habe ich am Braunsberg bei Hainburg verbracht, um ein paar Fotos vom <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sonnenuntergang/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sonnenuntergang">Sonnenuntergang</a> zu schießen. Und am Rückweg war ich deutlich langsamer unterwegs als üblich, denn ein nächtliches Rendez-Vous von Motorrad und Feldhase endet in der Regel für beide Seiten auf unerfreuliche Weise. Aber aufgeschoben ist natürlich nicht aufgehoben — dazu hat sich in dieser Woche ja schon wieder viel zu viel getan!<span id="more-3462"></span></p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw21-2009/#toc-digital-influence-mapping" class="liinternal">Digital Influence Mapping</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw21-2009/#toc-videos-via-twitter-verbreiten" class="liinternal">Videos via Twitter verbreiten</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw21-2009/#toc-bierkneipe-facebook-wellness-hotel-twitter" class="liinternal">Bierkneipe Facebook, Wellness-Hotel Twitter?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw21-2009/#toc-twitter-sehen-und-sterben" class="liinternal">Twitter sehen und sterben</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw21-2009/#toc-social-media-stream-fr-arme" class="liinternal">Social Media Stream für Arme</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw21-2009/#toc-immer-wieder-friendfeed" class="liinternal">Immer wieder Friendfeed</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw21-2009/#toc-blaue-augen-soll-man-tracken" class="liinternal">Blaue Augen soll man tracken…</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw21-2009/#toc-sicher-und-gefahrlos-twittern" class="liinternal">Sicher und gefahrlos twittern</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw21-2009/#toc-videos-der-woche" class="liinternal">Videos der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-digital-influence-mapping">Digital Influence Mapping</h2>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-marketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Marketing">Social Marketing</a> wird immer komplexer — eine interessante Perspektive auf die Totalverschmelzung von privat und kommerziell wirft ein Beitrag von <a href="http://johnbell.typepad.com/weblog/2009/05/3-priorities-to-understand-the-value-of-friends-and-followers.html" class="liexternal">John Bell</a>, der zu folgender Conclusio kommt:</p>
<blockquote><p>We will need to turn our attention to complex integrated programs that preserve the authenticity of social media-delivered opinion by combining it with clearly distinguishable and highly-relevant advertising.<br />
Social media marketing will continue to get more complex. It’s future is in integrated programs that mix the enthusiasm of happy, even delighted, customers and the reach and relevance of targeted marketing.</p></blockquote>
<h2 id="toc-videos-via-twitter-verbreiten"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/videos/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Videos">Videos</a> via Twitter verbreiten</h2>
<p>Was haben 140 Zeichen mit multimedialen Inhalten zu tun? Eine ganze Menge, denn zum schnellen Seeding von Videos ist Twitter unter Zuhilfenahme der richtigen Tools perfekt geeignet. Welche das sind, verrät der Mashable-Beitrag <a href="http://mashable.com/2009/05/23/video-for-twitter/" class="liexternal">Top 5 Ways to Share Videos on Twitter</a>. Und wie der Erfolg von Twitpic gezeigt hat, kommt’s letztendlich auf die Client-Integration an:</p>
<blockquote><p>It’s safe to say that none of the available options have hit critical mass yet, but you can bet the major desktop clients, like TweetDeck (TweetDeck reviews) and Seesmic Desktop (Seesmic Desktop reviews) (which just keeps getting better), are paying special attention to the most popular video sharing apps for Twitter. The end game for these services is to get integrated into the most popular Twitter clients, where they’ll no doubt gain immediate exposure and new users.</p></blockquote>
<p>Ich hab übrigens, angeregt durch diesen Beitrag, mal eben schnell die neue Version des <a href="http://desktop.seesmic.com/" class="liexternal">Seesmic Desktop</a> ausprobiert und muss sagen, die fühlt sich auf den ersten Blick ganz schön schick an. Und auch wenn viele Bereiche verdächtige Ähnlichkeiten mit Tweetdeck aufweisen: die Multi-Account Verwaltung rockt auf jeden Fall. Aber wie weiß, wie lange es den Client und/oder Seesmic überhaupt noch geben wird… siehe dazu auch <a href="http://blog.awakenedvoice.com/2009/05/23/useful-but-doomed-web-services/" class="liexternal">diesen lesenswerten Beitrag</a> über die finanzielle Zukunft populärer Web 2.0 Services. Stichwort: #doomed</p>
<h2 id="toc-bierkneipe-facebook-wellness-hotel-twitter">Bierkneipe Facebook, Wellness-Hotel Twitter?</h2>
<p>Wider alle Erkenntnisse der postmodernen Philosophie legt eine neue <a href="http://money.cnn.com/2009/05/20/technology/kattan_gender.fortune/index.htm?postversion=2009052011" class="liexternal">Studie</a> nahe, dass es doch Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt — <a href="http://www.ehrlichtreu.org" class="liexternal">wir</a> haben’s schon immer vermutet:</p>
<blockquote><p>“Men generally have the attitude, I’m going to go there, I’ve got to get it and get out,” says Phillips. “Females like to go online and socialize and shop around — much like going into a store.”</p></blockquote>
<h2 id="toc-twitter-sehen-und-sterben">Twitter sehen und sterben</h2>
<p>Er kam, twitterte… und starb. Der Mord an dem up-and-coming Rapper Dolla sorgte in den letzten Tagen für <a href="http://twittown.com/twitter/famous-last-tweets" class="liexternal">Gesprächsstoff</a>:</p>
<blockquote><p>In what may turn out to be the shortest Twitter run ever, up-and-coming rapper Dolla (of Dolla Gang fame) was murdered just a few short hours after starting a Twitter account and posting his first and last tweets.<br />
The rapper made two tweets before heading out to the Beverly Center, where he was shot and killed in the valet area of the mall’s parking structure.</p></blockquote>
<p>Nun diskutieren User über die Frage, wie mit den Social Profilen eines toten Promis umzugehen sei: Dolla’s <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/myspace/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with myspace">MySpace</a> hat so viele Zugriffe wie noch nie und fungiert für Fans als virtuelle Gedenkstätte.</p>
<h2 id="toc-social-media-stream-fr-arme">Social Media Stream für Arme</h2>
<p>Ein <a href="http://www.geekchart.com/" class="liexternal">Geekchart</a> zeigt die Verteilung der eigenen Social Media Aktivitäten auf die diversen Portale, inklusive Link zu eigenen Profil. Allerdings unterstützt der Dienst derzeit noch nicht besonders viele Services (Facebook bleibt außen vor), führt aber ein eindrucksvoller Weise vor Augen, dass das gute alte Web 2.0 ein wenig stagniert, wenn schon ein derart simpler Service einen mittleren Hype auslöst…</p>
<h2 id="toc-immer-wieder-friendfeed">Immer wieder Friendfeed</h2>
<p>Wöchentlich grüßt das Murmeltier: immer neue <a href="http://eliasbizannes.com/blog/2009/05/google-should-acquire-friendfeed-the-leader-in-the-real-time-web/" class="liexternal">Argumente</a> für die Überlegenheit Friendfeeds lassen sich Blogger einfallen:</p>
<blockquote><p>Friendfeed does real time better than anyone else. Facebook rules when it comes to the activity stream of a person – meaning, tracking an individual’s life and to some extent media sharing. Twitter rules for sentiment, as it’s like one massive chat room, and to some extent link sharing. But Friendfeed, quite frankly, craps all over Facebook and Twitter in real time search.</p></blockquote>
<p>Die Idee, dass Google sich für FF interessieren sollte, hat aber in der Tat was — denn mit Aggregation kennt sich der Dienst hervorragend aus. Dass auf FriendFeed mehr Bot-Aktivität als Twitter.com und weniger menschliches Surfen als auf Link-Katalogen stattfindet, steht auf einem anderen Blatt geschrieben.</p>
<h2 id="toc-blaue-augen-soll-man-tracken">Blaue Augen soll man tracken…</h2>
<p>…denn zum <a href="http://www.problogger.net/archives/2009/05/20/11-striking-findings-from-an-eye-tracking-study/" class="liexternal">Tracken</a> sind sie da:</p>
<blockquote><p>If you’ve got a spare 10 minutes today check out Eyetrack III who have published some great findings in their latest eye tracking studies of news and multimedia content sites (found via Direct Creative Blog).</p></blockquote>
<p>Und wie erwartet gibt’s ganz schlechte Neuigkeiten für alle Fans langer Überschriften:</p>
<blockquote><p>For headlines — especially longer ones — it would appear that the first couple of words need to be real attention-grabbers</p></blockquote>
<p>Falsch: “Die FPÖ polemisiert gegen den Islam”. Richtig: “Islam Terroristen sieht die FPÖ überall” <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW21 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW21 2009" /> </p>
<h2 id="toc-sicher-und-gefahrlos-twittern">Sicher und gefahrlos twittern</h2>
<p>Obwohl die katholische Kirche ihren Standpunkt wohl nicht so schnell ändern wird, lässt sich der Trend zum Safer Tweeting schlicht nicht mehr aufhalten. Mag sich auch alles um gefiederte Freunde drehen, vergessen wir wie die Belehrungen unserer schwimmenden Fauna: If something smells phishy, it probably is! Dieser <a href="http://www.odesk.com/blog/2009/05/a-tweeters-guide-to-twitter-scams/" class="liexternal">Artikel</a> klärt Social Media n00bs über die populären Strategien von Scammern auf:</p>
<blockquote><p>With Twitter’s monumental growth, there has been an increase in the amount of scammers looking to exploit individuals for profit either by the technology itself or by “social engineering”. Many of the same security disciplines required when using email or the web in general now apply to Twitter.</p></blockquote>
<h2 id="toc-videos-der-woche">Videos der Woche</h2>
<p>Anders als bei Germanys Next Topmodel kann es hier auf datenschmutz nicht nur einen Sieger geben — beide Videos sind auf Ihre Weise ziemlich genial, entscheiden Sie selbst! Da hätten wir erstmal “hi”, das erste Real Human Interface der Computergeschichte, produziert und in Szene gesetzt von Multitouch Barcelona:</p>
<div align="center"><object width="601" height="451"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4697849&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4697849&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="601" height="451"></embed></object></div>
<p>Und dann wäre da noch Paul Thompson, der mit seinem “Super Smooth Level Flight over Frying Pan Farm Park” eindrucksvoll beweist, dass Modellflugzeuge und Videokameras wunderbar zusammenpassen:</p>
<div align="center"><object width="601" height="338"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4657747&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4657747&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="601" height="338"></embed></object></div>
<p>Und damit wären wir auch schon wieder am Ende dieser Woche angelangt — danke für Ihre harte Aufmerksamkeits-Währung, wir lesen uns morgen!</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW21 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wochenrueckblick/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wochenrückblick">Wochenrückblick</a> — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Laizisten haben mehr Spaß im Bett</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-02/laizisten-haben-mehr-spass-im-bett/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Feb 2009 04:23:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kirchen und Religion gehören getrennt, fordert die Laizismus-Initative. Wer ebenfalls dieser Meinung ist, sollte einen näheren Blick auf die Webseite werfen und die Unterstützungserklärung unterschreiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;"><script src="http://www.laizismus.at/wp-content/plugins/laizismus.at/laizismus.js" type="text/javascript"></script></div>
<p>Was wir von der <a href="http://www.laizismus.at/aktiv-werden/" class="liexternal">Laizismus Initiative</a> für Sie tun können, ist rasch erklärt: wir trennen Kirche und Staat fein säuberlich, denn Jenseits-gestützte Moralgebäude haben sowohl in aufgeklärten wie auch in postmodernen Gesellschaften bloß als freiwillige Mythen (wenn überhaupt) ihre Existenzberechtigung. Wer seinen gütigen oder blutrünstigen Göttern Tribut zollen möchte, soll dies bitte privat tun und ohne andere mental oder gar physisch zu pentrieren:<span id="more-3285"></span></p>
<blockquote><p>Die Trennung von Staat und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/religion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Religion">Religion</a> bzw. Weltanschauung ist Voraussetzung und integraler Bestandteil einer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a>. Dieses laizistische Prinzip gewährleistet die Gleichbehandlung der Religionen, Weltanschauungen, die Glaubensfreiheit und die Freiheit nicht zu glauben.</p>
<p>Kurz gesagt: Der Staat räumt keiner Religionsgemeinschaft oder Weltanschauung Sonderrechte ein und sorgt dafür, dass Religion keine staatliche oder öffentliche Funktion hat.</p></blockquote>
<p>Denkt man ein wenig drüber nach, dann wird die gerne ins rosa Brillen-Eck verdrängte Unvereinbarkeit von Demokratie und Religion schnell klar: da regiert der demos, geht alle Macht vom Volke aus, dort ist Gott letzte Instanz. Wo liegen nun die Kritikpunkte im Detail?</p>
<blockquote><p>Die Trennung von Staat und Religion ist in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> nicht vollzogen. Die Republik <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> teilt die persönliche Weltanschauung in staatlich anerkannte und nicht-anerkannte und diskriminiert somit. Verschlimmert wird dieses Unrecht nur dadurch, dass staatlich anerkannte Religionen noch Sonderrechte ausüben dürfen, die sich durch nichts rechtfertigen lassen.</p></blockquote>
<p>Dazu gehören etwa der Religionsunterricht, ein Sitz im ORF-Stiftungsrat, die Herausgabe von Meldedaten, der besondere “Schutz von religiösen Gefühlen” und andere Kuriositäten. Dass Religionsunterricht zugunsten eines konfessionslosen “Ethik– und Philosophie-Unterrichts” ersetzt werden sollte, glaube ich spätestens, seit ich im fünften Gymnasium einen benoteten Religionstest mitschreiben musste, bei dem eine Frage lautete, warum man keinen vorehelichen Geschlechtsverkehr haben dürfe/müsse/solle. Ich wusste zwar schon damals, dass wir Agnostiker unbelastet von Höllen– und Schuldgedanken wild in der Gegend herumficken dürfen, machte mir aber durchaus Sorgen um die jene Mitschüler, denen schon der Erwerb eines Präservativs Kopfzer– und –erbrechen bereitete. Das muss nun echt nicht sein — momentan haben Kirchenaustritte ja ohnehin Hochkonjunktur.</p>
<p>Besonders gut gefällt mir an Niko Alms Kreuzzug gegen die Katholo-Demokratie die Juxtaposition gegen die Laieninitiative. Als Niko und ich uns vor vielen Jahrhunderten im alten Rom als Studiosi der Scientia Communicandi kennen lernten, war sein Angewandte-Projekt <a href="http://www.idolengine.com/" class="liexternal">Götzengenerator</a>, ein künstlerischer Einsatz der damals recht neuen Frames-Technologie, eines meiner Lieblings net.art Ausstellungsstücke. Insofern kann ich mich diesem Absatz nur anschließen:</p>
<blockquote><p>Bestrebungen wie die Laieninitiative lenken von der Wurzel des Problems ab. Es ist völlig unerheblich, ob die Kirche demokratischer wird, welche Bischöfe ernannt werden, ob Priester auch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frauen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frauen">Frauen</a> sein dürfen, usw., die Religion an sich wird weiter im Widerspruch zur Demokratie stehen, weil sie auf erfundenen Geschichten basiert und ihre höchste Autorität im Jenseits angesiedelt ist. Die Verharmlosung und geschickte evolutionäre Anpassung des Katechismus macht die Mythen nicht wahrer. Die pseudo-laizistisch gezähmten Laien sind für die Demokratie in gewisse Weise genauso gefährlich, wie die religiös motivierten Radikalen, wenngleich ihre Waffen zum Glück Leib und Leben wie in vergangener Zeit nicht mehr bedrohen. Die Laieninitiative ist daher von der Art und Weise wie die Auseinandersetzung geführt wird auch direkte Gegenspielerin der Laizismus-Initiative. Daher wird dieser Wettkampf auch mit optisch sehr ähnlichen Mitteln geführt.</p></blockquote>
<p>Was ist also der Mensch, was kann er tun? Die Laizismus-Initiative aktiv <a href="http://www.laizismus.at/aktiv-werden/" class="liexternal">unterstützen</a> und die Diskussion in Gang bringen! Der <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=69019725830" class="liexternal">Facebook-Gruppe</a> und/oder dem <a href="http://apps.facebook.com/causes/?m=ed6ae9f3&#038;ref=ts" class="liexternal">Cause</a> beitreten. Und natürlich die <a href="http://www.laizismus.at/unterstuetzungserklaerung/" class="liexternal">Unterstützungserklärung</a> unterzeichnen!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Wie frei sind Österreichs Medien wirklich?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-09/wie-frei-sind-oesterreichs-medien-wirklich/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Sep 2008 05:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Formell unterliegen Journalisten in Österreich keinerlei Zensurmechanismen - doch wie sieht die Praxis aus? Ute Fuith hat im Zuge von Recherchen eine interessante Umfrage gestartet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/illu-zensur-1222098744.jpg" alt="illu zensur 1222098744 Wie frei sind Österreichs Medien wirklich?" title="illu-zensur" width="250" height="108" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Die österreichische Journalisten Ute Fuith hat etlichen Kollegen und mir ein paar konkrete Fragen zum “unabhängigen” <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/journalismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Journalismus">Journalismus</a> in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> geschickt. Natürlich sehe ich mich nicht primär als Journalist, sondern als Blogger — ich hab zwar am Aufbau diverser Online-Redaktionen mitgearbeitet und verdiene als freier Journalist seit über 10 Jahren <strike>kein</strike> äußerst bescheidene “Anerkennungshonorare”, verfüge also durchwegs über rudimentäre Primär-Erfahrungen in der österreichischen Profi-Schreiberlings-Szene. Dass beim Bloggen jegliche externe Zwänge wegfallen, gefällt mir natürlich besonders gut: die einzige Schere befindet sich in *meinem* Kopf, und die lässt sich gut verbiegen und an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen. Und ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich datenschmutz überhaupt nicht als aufklärerisches, sondern als rein kommerzielles Projekt betrachte und betreibe — für mich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a> stellt sich also die Frage nach externer Einflussnahme nur sehr begrenzt. Dennoch habe ich mich sehr über die Fragen gefreut und bin schon gespannt auf den resultierenden Artikel.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">Ute Fuith: </span>Wie frei sind Österreichs Medien wirklich?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">ritchie: </span>Ich denke, es gibt keine wirklich “freien” Medien: mit ökonomischen Sachzwängen ist jedes (semi)professionelle Medium konfrontiert, politische  Einflussnahmen (nicht selten über parteinahe Anteilseigner) stehen wohl auf der Tagesordnung. Informell und in geselliger Runde weiß fast jeder langjährige Journalist hochinteressante Geschichten zu erzählen — doch ich vermute mal ganz stark, dass die handelnden Personen ihre Agreements weitgehend mündlich treffen und konkrete Recherchen wenig Anhaltspunkte und stichhaltige Beweise fänden. So etwas wie ausgewogene Berichterstattung kann meiner Meinung nach nur eine gewisse Vielfalt von Standpunkten gewährleisten: der Medienkonsument muss sich sozusagen aus verschiedenen “Biases” seinen persönlichen Mittelwert bilden. Nicht nur  aufgrund der verhältnismäßig geringen Einwohnerzahl hat Österreich in diesem Bereich allerdings tatsächlich einige Kuriositäten aufzuweisen: angefangen von einem äußerst halbherzigen implementierten dualen System im elektronischen Bereich bis hin zur weitreichenden Dominanz eines einzigen Printmediums.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span> Welche Tabuthemen gibt es?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Tabus ändern sich im Lauf der Zeit — aus Konsumenten-Sicht allerdings habe ich den Eindruck, dass im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a> diese Tabus direkt und unübersehbar mit der jeweiligen Regierungskoalition zusammenhängen, was sich in lächerlich-überdeutlicher Art und Weise an der Personalpolitik abzeichnet: der Legende eines vorgeblich “objektiven” Staatsfunks ist dies sicherlich nicht gerade förderlich.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Haben Sie in Ihrer journalistischen Karriere jemals inhaltliche Einschränkungen erlebt, wenn ja welche?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Keine drastischen — ich war allerdings zu keinem Zeitpunkt meiner beruflichen Laufbahn  Vollzeit-Journalist, sondern habe immer nur als freier Autor gearbeitet;  da kann man die Aufträge entsprechend auswählen und auch mal die Ablehnung eines Textes verkraften. Vor rund zehn Jahren wollte ich für die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/presse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Presse">Presse</a> Kulturredaktion einen Bericht über Graffiti schreiben (damals waren gerade drei Sprayer zu sehr hohen Geldstrafen verurteilt worden); ich bekam zuerst das ok und einen Tag später die Ergänzung: “Graffiti muss aber schon negativ und als Sachbeschädigung dargestellt werden.” Den betreffenden Bericht habe ich nicht geschrieben. In der politischen Berichterstattung ist das Problem sicherlich virulenter, in diesem Bereich war ich allerdings nie redaktionell tätig.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Sind Ihnen Fälle vorauseilenden Gehorsams in Punkto Inhalt bekannt? Welche?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Ich denke, die Grenzen zwischen vorauseilendem Gehorsam und der Einhaltung der Blattlinie sind fließende; man spricht ja häufig von der “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/schere-im-kopf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schere im Kopf">Schere im Kopf</a>”. Ich kenne keine konkreten Fälle, schreibe aber selbst Texte über dasselbe Thema beispielsweise für mein Blog recht anders als etwa für eine Tageszeitung; das hat allerdings mehr mit formellen als mit inhaltlichen Kriterien zu tun. Im Kulturjournalismus tritt dieses Problem allerdings, behaupte ich mal, seltener auf als in anderen Genres.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wurden Ihre Artikel jemals so umgeschrieben, dass sie sie nicht wiedererkannt haben? Oder kennen Sie Fälle, wo das passiert ist?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Es gab eine relativ irrelevante Geschichte, bei der ein Festivalbericht, den ich über Holzstock geschrieben hatte, einen meiner Meinung nach etwas sexistischen Titel, den ich so nie gewählt hätte, bekam. Ganze Artikel wurden jedoch nie derart umgeschrieben. Ich erwarte mir zumindest eine “Feedbackschleife”; auch wenn das auktoriale Prinzip ein Relikt der Vor–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/postmoderne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Postmoderne">Postmoderne</a> sein mag, soviel Professionalität und Respekt, gegebenenfalls nochmal nachzufragen, erwarte ich mir auf jeden Fall. Bei jenen Medien, für die ich regelmäßig tätig bin oder war, hab ich in dieser Hinsicht allerdings durchwegs positive Erfahrungen gemacht.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum KW04 2008</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jan 2008 22:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[datenschmutz geht diese Woche mit leuchtendem Beispiel voran - und dankt allen FeedleserInnen recht sakrisch!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Große Froide über die Subscriber-Base: diese Woche hatte datenschmutz laut <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/feedburner/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Feedburner">Feedburner</a> erstmals mehr als 500 AbonnentInnen — und das noch vor der Komplettumstellung meines Subscribe-Plugins auf den Aggegrations-Service. Da müsste sich laut den Hochrechnungen des österreichischen Statistischen Lokalamts in diesem Jahr der Tausender ja locker ausgehen… an dieser Stelle jedenfalls mal an alle E-Mail und RSS-SubscriberInnen: herzlichen Dank für Ihr Interesse! Wenn Sie hier nicht mitläsen, dann würde mir das Schreiben nur halb soviel Spaß machen!  <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW04 2008" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW04 2008" /> </p>
<h2 id="toc-mit-leuchtendem-beispiel-vorangehen">Mit leuchtendem Beispiel vorangehen…</h2>
<p>…wär ja nicht weiter schwierig, aber wo soll man bloß die passenden Leuchtbuchstaben hernehmen? Von der <a href="http://farbwolke.de/leuchtalphabet-free-download-lichtbuchstaben/" class="liexternal">Farbwolke</a> natürlich! Dort gibt’s ein liebevoll gestaltetes, frei verwendbares Leuchtbildalphabet, mit dem man solche netten Spielereien machen kann:</p>
<div align="center"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/01/datenschmutz-leuchtet.jpg' alt="datenschmutz leuchtet Blogistan Panoptikum KW04 2008" style="border:1px solid gray;" title="Blogistan Panoptikum KW04 2008" /></div>
<h2 id="toc-neue-online-protestformen-gesucht">Neue Online-Protestformen gesucht</h2>
<p>Angeregt von der relativ bescheidenen Resonanz auf die Online-Demo gegen Vorratsdatenspeicherung fragt <a href="http://www.blariog.net/2008/01/20/blog-karneval-online-uberwachung-co-wie-erreichen-wir-die-burger/" class="liexternal">Blariog.net</a> in seinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/karneval/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Karneval">Karneval</a> nach neuen Formen des zivilen Protests. Konkret geht’s dabei um folgende Punkte:</p>
<blockquote><ul>
<li>Erreichen und informieren von Menschen, an die wir bislang nicht heran kamen — entweder, weil diese eher unpolitisch sind oder weniger an technischen Dingen interessiert und der Meinung, dass die VDS eh nur Freaks interessiert</li>
<li>Möglichkeiten für diese Menschen zu finden, ihrem Protest Ausdruck zu verleihen, abseits von Demonstrationen, Blog-Aktionen etc.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Die Ergebnisse lassen sich sicherlich auch für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> übertragen — die Themenstellung finde ich sehr spannend, da on-blog Aktionen allein natürlich nie die nötige breitestmögliche Öffentlichkeit erreichen können.</p>
<h2 id="toc-dig-itall-slam-videos-online">dig.it|all Slam–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/videos/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Videos">Videos</a> online</h2>
<p>Sämtliche Videos des dig.it|all Slams sind inzwischen am <a href="http://www.comdao.org/2008/01/19/videoruckblick-digitall-2007/" class="liexternal">Comdao Blog</a> online. Das Kooperationsprojekt von <a href="http://www.digitalks.at/2007/12/19/zusammen-lasst-sich-doch-schoener-feiern-digitall/" class="liexternal">digitalks</a>, <a href="http://lab.netculture.at/" class="liexternal">net.culture.lab</a> und WIfV (Wiener Institut für Vernetzung) präsentierte eine Reihe spannender Projekte aus dem weiten Feld der digital.culture. Wissen, serviert in kleinen Bissen — was will der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/postmoderne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Postmoderne">postmoderne</a> Konsument mehr?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Karin verlost Campingplatz-Wochenenden</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Aug 2007 17:27:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 29. September 2007 bis 30. September 2007. ] Karin verlost in Kooperation mit Camping Wien auf PassionPR 3x4 Schlafplätze für das Barcamp Vienna im September.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">29. September 2007</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">30. September 2007</td></tr></table><p>Der Termin für das zweite Wiener <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/barcamp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Barcamp">Barcamp</a> am 29./30. September rückt unerbittlich näher. Für “Zuagraste” (wienerisch für: Zugereiste) hat Karin Schmollgruber auf <a href="http://passionpr.typepad.com/tourism/2007/08/camping-fieber-.html" class="liexternal">Passion PR</a> das passende <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gewinnspiel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gewinnspiel">Gewinnspiel</a>: im Pott sind 3x4 Schlafplätze mit Frühstück.</p>
<p>Die <a href="http://www.barcamp.at/Teilnehmerinnen_und_Teilnehmer_Wien_September_2007" class="liexternal">TeilnehmerInnenListe</a> ist bereits recht gut befüllt — ob des Veranstaltungsortes M$ Office <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> wurde in gewöhnlich ungut informierten Kreisen bereits spekuliert, ob der Gastgeber wohl Recruiting im Hinterkopf hat. Also entweder hab ich die Barcamp-Idee nicht so ganz verstanden, oder die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/postmoderne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Postmoderne">Postmoderne</a> kickt einfach mit voller Wirkung ein. Schade, dass ich kein Notebook mit Linux am Start hab. Ich werde beim Barcamp übrigens gemeinsam mit Martin Staudinger von <a href="http://www.werbeplanung.at/" class="liexternal">Werbeplanung.at</a> einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vortrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vortrag">Vortrag</a> halten über Werbung in Blogs — aber zurück zum Gewinnspiel:</p>
<blockquote><p>Verlost werden jeweils ein 4-Bett-Zimmer im Hostel und zwei 4-Bett-Bungalows am Campingplatz von Freitag, den 28. September bis Montag, den 1. Oktober 2007 in Wien. Im Hostel Schlossherberge Wilheminenberg sind Frühstück, DU/WC und Free WLAN inkludiert. Am Platz Camping Wien West stehen zwei Bungalows zur Verfügung, ein Zelt ist also nicht notwendig, Bettwäsche und Handtücher sollten aber mitgebracht werden.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: selbst bei sintflutartigen Regenfällen (die um diese Jahreszeit aber sowieso nicht zu erwarten sind) schläft man sicher und trocken unter einem festen Dach. Die Gewinnfrage lautet: <strong>An welchem berühmten Wald liegt der Platz Camping Wien West?</strong></p>
<p>Selbstverständlich ergibt sich für Gewinner die moralische Verpflichtung, eine kleine bis mittelgroße Barcamp–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/party/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Party">Party</a> am Campingplatz steigen zu lassen! Mehr Details auf <a href="http://passionpr.typepad.com/tourism/2007/08/camping-fieber-.html" class="liexternal">Passion PR</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
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		<title>CD-Review: VA — The Fabrique Album</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-07/cd-review-va-the-fabrique-album/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jul 2007 16:38:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum fünfjährigen Label-Jubiläum versammelt "The Fabrique Album" Highlights der letzten halben Dekade sowie aktuelle Produktionen aus dem Portfolio des Wiener Elektronik-Labels.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/07/fabrique.gif' alt="fabrique CD Review: VA   The Fabrique Album" style="float:left;margin-right:9px;margin-bottom:2px" title="CD Review: VA   The Fabrique Album" />Wie der Untertitel “5 Times Summer Autumn Winter Spring” verrät, zelebriert das Wiener Label <a href="http://www.fabrique.at/website/" class="liexternal">fabrique records</a> dieser Tage seine erste Halbdekade, labelgemäß natürlich mit einem Labelsampler mit dem schlichten Titel “The Fabrique Album”. Dem feierlichen Anlass entsprechend wird die Silberscheibe in ein reinweißes Jewel-Case verpackt, Titel, Logo und Tracklisting sind direkt in fabrique-Rot draufgedruckt.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=httpwwwusbsti-21&amp;o=3&amp;p=8&amp;l=as1&amp;asins=B000QXD7AQ&amp;fc1=000000&amp;IS2=1&amp;lt1=_blank&amp;lc1=4A748A&amp;bc1=FFFFFF&amp;bg1=FFFFFF&amp;f=ifr" style="width:120px;height:240px;border:1px solid gray;float:right;margin-bottom:2px;margin-left:9px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Die erste CD–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/compilation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Compilation">Compilation</a> des Labels erschien 2002. “Superfabrique” versammelte 14 Tracks aus dem Artist-Portfolio, darunter den legendären Mad Professor Mix von Dubblestandarts “Playerhater”. Schon damals pendelte das Label-Spektrum zwischen Elektronik-Pop, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dub/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dub">Dub</a>–Groove, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hip-hop/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hip Hop">Hip Hop</a> und Intelligent Beats — der aktuelle Sampler versammelt sowohl Highlights der Vergangenheit als auch eine Reihe neuer Tracks, die demnächst auf Artist-Alben erscheinen werden.</p>
<p>Kava eröffnet mit dem paradigmatischen “Feel Well” die Label-Leistungsschau: verfrickelte, minimalistisch-verrauschte Elektronik Melancholie, die sich nach und nach in fragile, sommerlich-zarte Soundgebäude wandelt wie ein bewölkter Himmel nach dem Gewitter, durch den sich die ersten Sonnenstrahlen ihren Weg bahnen. Bei Palomas “Wheels of Steel” dominieren Schlagzeug und Miami-lastige Synthieflächen die Dramaturgie des Tracks. Friedrich Liechtenstein schickt seine “Terrestrischen Wellen” als bezaubernden postmodernen Minimal-Crooner-Track Richtung Hörerschaft, TNT Jackson (Gruß an der Stelle an meinen Nachbarn Florian!) wecken mit “Great Expectations” hohe Erwartungen an ihr neues Album, das ihm Herbst erscheinen soll. Ebenfalls am Sampler “Me and my Pearldiver” sowie der exklusive Bonustrack “Dead on Arrival” im Gabriel, Kogler &amp; Albert Mix. Für mich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a> definitives Highlight: der super-dubbige Track “Eos” von den Waxolutionists mit Tip Top Scratches und grandiosem Beat-Programming — das neue Album der Waxos wird übrigens ebenfalls noch in diesem Jahr erscheinen. [Aber dazu folgt auf datenschmutz sowieso ein Extra-Feature!] Den zweiten Track der Wiener DJ-Crew hat ein Star der Flimmerkiste in die Mangel genommen. Als in den 80ern und 90ern der Musiksender MTV noch so etwas wie eine stilbildende Komponente besaß, war er das Fernsehgesicht, dem Millionen Teenager ihr Medienvertrauen schenkten: Ray Cokes remixte den Waxos-Track “Sleepwalking” und verpasste ihm für das Album ein beatlastigeres Gewand. Pan Cosefo aka “Spoonface” grooved idm-mäßig dahin und Roedelius steuert seine romantisch-verklärte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/komposition/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Komposition">Komposition</a> “Oh du grüne Neune bei”, Hannes Strobl reist im “Nachtzug Berlin” und die Konsorten TH befürchten “Wir bleiben über”. </p>
<p><strong>Fazit:</strong> Wiener Elektro-Nu-Dub in kurzweiliger Zusammenstellung. Da bleibt nur, fabrique records ganz herzlich zum Fünfer zu gratulieren!</p>
<p align="center"><script type="text/javascript"><!--
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<script type="text/javascript" src="http://www.assoc-amazon.de/s/ads.js"></script></p>
<h3 id="toc-tracklisting">Tracklisting:</h3>
<ol>
<li>Kava — Fell Well</li>
<li>Paloma — Wheels Of Steel</li>
<li>F. Liechtenstein — Terrestrische Wellen</li>
<li>TNT Jackson — Great Expectations</li>
<li>Mauracher — Zombielove (Bonobo <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/remix/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Remix">Remix</a>)</li>
<li>Mirize — Dazed Pride</li>
<li>Waxolutionists — Eos</li>
<li>Paloma — Funky Bones</li>
<li>Ray Cokes — Sleepwalking (Waxolutionists Remix)</li>
<li>Pan Cosefo — ThereÃÂ´s Plenty</li>
<li>TNT Jackson — You And My Pearldiver (feat. Chris Corner)</li>
<li>Konsorten tm — Wir bleiben über (Kasar Dub)</li>
<li>Hannes Strobl — Nachtzug Berlin</li>
<li>Christian Roesner — Mine (B. Fleischmann Remake)</li>
<li>Roedelius — Oh Du grüne Neune</li>
<li>TNT Jackson — Dead On Arrival (Gabriel Kogler &amp; Robert Ebner Mix)</li>
</ol>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Anti Web 2.0 Manifesto: Alter elitärer Humbug in neuen Schläuchen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jul 2007 12:28:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Anti Web 2.0 Manifesto präsentiert altbackene, konservative Kulturtheorien in neuem Gewand und sagt in gewohnt apolyptischer Weise eine Zerstörung der Kultur durch die schädliche Demokratisierung der Medien vorher - ein einziges Missverständnis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pete hat mich aufmerksam gemacht auf ein ganz ehrlich entbehrliches Stück Online-Literatur: die geballte medientheoretische Inkompetenz des <a href="http://www.virtueelplatform.nl/article-4224-en.html" class="liexternal">Anti Web 2.0 Manifesto</a> motiviert möglicherweise sogar den King of long blogging intervals zu einem neuen Eintrag — zumal sich Pete in seiner Diplomarbeit mit genau solchen apokalyptischen Entwürfen befasst, die noch jede Medienrevolution begleitet haben und stets falsch lagen.</p>
<p>Denn was Andrew Keen da so schreibt, ist bloß schlecht verborgener Elitarismus unter Berufung auf Theo “Jazz ist minderwertige Musik” Adorno:</p>
<blockquote><p>The digital utopian much heralded “democratization” of media will have a destructive impact upon culture, particularly upon criticism. “Good taste” is, as Adorno never tired of telling us, undemocratic. Taste must reside with an elite (“truth makers”) of historically progressive cultural critics able to determine, on behalf of the public, the value of a work-of-art. The digital utopia seeks to flatten this elite into an ochlocracy. The danger, therefore, is that the future will be tasteless.</p></blockquote>
<p>Es ist tendenziell zu heiß, um diesen Quatsch Punkt für Punkt auseinander zu nehmen; andererseits frage ich mich sehr wohl, warum eigentlich so häufig gerade den Kulturtheoretikern die dringend benötigte Mischung aus Medienkompetenz und Seriosität, also aus Involviertheit und (vorgetäuschter) Distanz, gänzlich fehlt.</p>
<p>Der Grund, warum immer wieder auf Adorno rekurriert wird, kann einfach nur in der extremen Simplizität dessen Vorstellung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> liegen: gerade wir Europäer wachsen großteils mit einem widerlich verschimmelten Kulturverständnis von Hi– und Lo-Bro auf, das Eco in seinem Buch “Apokalyptiker und Integrierte” so elegant seziert hat. Um nicht missverstanden zu werden: selbstverständlich existieren in der gesellschaftlichen Praxis die genannten Diskurse, und natürlich sind die Codes of Conduct unter Konzerthausbesuchern andere als beim <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/punk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Punk">Punk</a>–Konzert in der Arena. Problematisch wird’s aber immer dann, wenn Analytiker den Status Quo zur Conditio sine qua non erheben — also a priori nur jenen Kulturproduktionen, die innerhalb eines bewährten Regelsystems entstehen, “Potential” (was auch immer darunter verstanden werden mag) zutraut. Selbstverständlich in Ignoranz der Tatsache, dass jene Künstlern, denen man a posteriori “Fortschritt” zuschreibt, stets diese impliziten Grenzen erweiterten.</p>
<p>Für die a apriorische Unterscheidung zwischen hoch– und minderwertiger kultureller Produktion existiert ein passendes, aber anrüchiges Wort, daher bedienen sich die Neo-Konservativen Netztheoretiker ja auch so gern einer schein-utopischen Position und geben vor, “zum Wohle der Kultur” zu arbeiten, anstatt sich ehrlicherweise einfach “konservativ” , also “bewahrend” zu nennen. Nun verhält es sich ja nicht gerade so, dass seit Adorno das Nachdenken über Kulturproduktion eingestellt worden wäre. Tatsächlich bliebe die kritische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medientheorie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medientheorie">Medientheorie</a> ein armseliges Konstrukt, könnte sie sich einzig und allein auf den schlecht verdeckten Elitarismus Adornos als ihr Fundament stützen. Die Erkenntnisse der postmodernen (französischen) Philosophie oder der geradezu unvermeidbare Relativismus jeglichen Werturteils in den Cultural Studies etwa müssen notwendigerweise systematisch ausgeblendet bleiben, wenn wieder einmal der Niedergang der Kultur durch neue Medientechnologie beschworen werden soll.</p>
<p>Ein weiteres Zitat aus dem unfreiwillig komischen “Manifesto” demonstriert überdeutlich, woher der Wind der Analyse hier weht:</p>
<blockquote><p>A particularly unfashionable thought: big media is not bad media. The big media engine of the Hollywood studios, the major record labels and publishing houses has discovered and branded great 20th century popular artists of such as Alfred Hitchcock, Bono and W.G. Sebald (the “Vertigo” three). It is most unlikely that citizen media will have the marketing skills to discover and brand creative artists of equivalent prodigy.</p></blockquote>
<p>Lieber Herr, Sie haben den Zonk gezogen. Warum ist es denn “most unlikely”, dass “common citizens” kreativ werden könnten? Ich verstehe ja durchaus, dass Medienprofis die Angst vor dem Web 2.0 packt… aber so viel Selbstentlarvung verdient eine dezidierte Erwähnung. Dabei geht’s nie und nimmer um einen 100%igen Ersatz für Hollywood, was jedoch garantiert passieren wird, ist eine Neuaufteilung des Blockbuster-Kuchens: da bekanntlich die tägliche Ration  <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> ein stark begrenztes Gut darstellt und das Angebot wächst, wird sich die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> des Publikums auf wesentlich mehr “Stars” aufteilen.</p>
<p>Um nicht falsch verstanden zu werden: ich sehe mich überhaupt nicht als Apologet eines neuen Demokratieverständnisse, und das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> in seiner derzeitigen Form stellt gewiss nicht den “freien Cyberspace” vor, den sich John Perry Barlow vorgestellt hätte, sondern das effektivste Überwachungstool, das paranoiden Regierungen je zur Verfügung stand. Plattformen wie Digg sind hochgradig manipulationsanfällig, wer das soziale Nachrichtenfiltern als goldenen Weg aus der Abhängigkeit medial-ökonomischer Interessen betrachtet, hat sich noch nie näher mit Viral Marketing befasst. Web 2.0 ist ein Sammelsurium von sehr neuen Medientechnologien, ein äußerst komplexes Konvolut, das erst langsam zu seiner Form findet.</p>
<p><strong>Die eigentliche Leistung des Web 2.0 besteht nicht darin, Bürgerzeitungen oder Bürgerfernsehen zu etablieren. Web 2.0 entzaubert für jeden Teilnehmer die Medienrealität: wer selbst eine Zeit lang ein Blog schreibt oder Podcasts aufnimmt, wird nie mehr mit diesem ehrfurchtsvollen Staunen vor der Macht der Medien kapitulieren, sondern ganz einfach viel besser verstehen, was <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/simulation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Simulation">Simulation</a> und Dissimulation bedeuten und wie die massenmediale Strukturen funktionieren.</strong></p>
<p>Doch unbenommen von all der Kritik an einem unkritischen-affirmativen Umgang mit Ajax und Co. kommt mir das nackte Grausen bei Aussagen wie:</p>
<blockquote><p>As always, today’s pornography reveals tomorrow’s media. The future of general media content, the place culture is going, is Voyeurweb.com: the convergence of self-authored shamelessness, narcissism and vulgarity — a self-argument in favor of censorship.</p></blockquote>
<p>Kurz dekonstruiert: die Schamgrenze der Menschen fällt, wir brauchen dringend mehr Zensur und Kontrolle. Erinnert irgendwie an der Argumentation der guten alten katholischen Kirche im Mittelalter. Passt ganz gut, dass der Autor die 10 Thesen (eine Kurzfassung seines Buches “The Cult of the Amateur”) <strong>THE ANTI WEB 2.0 MANIFESTO (Adorno-for-idiots)</strong> nennt.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Chiloo — die Online-Projekt Gallerie</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jun 2007 10:53:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Chiloo ist die virtuelle Gallerie für eigene Online-Projekte: von der myspace-Seite bis zum Blog stellen User hier ihre Web 2.0 Showcases zusammen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/06/chiloo.jpg' alt="chiloo Chiloo   die Online Projekt Gallerie" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:6px;margin-bottom:2px;" title="Chiloo   die Online Projekt Gallerie" /><a href="http://www.chiloo.com/" class="liexternal">Chiloo</a> aggregiert die Aggregatoren: User stellen hier ihre eigenen Projekt-Gallerie zusammen, von der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/myspace/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with myspace">myspace</a>–Seite über’s eigene Blog bis zum FlickR-Feed und/oder Lieblingsfoto: sozusagen eine Zentralperspektive auf die persönliche <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> Spurensammlung.</p>
<p>Den alten Marketingtraum von der eindeutigen Online-Identität und lückenlosem Kundentracking hat die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/postmoderne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Postmoderne">postmoderne</a> Philosophie bereits vor Jahren theoretisch zerlegt, und in der Tat: online switchen viele stündlich zwischen DJ-Profil auf Myspace, Job-Realität auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/xing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with xing">Xing</a> und Galleristendasein auf FlickR. <a href="http://www.chiloo.com/" class="liexternal">Chiloo</a> verwaltet die verschiedenen Projekte und fungiert sozusagen als Meta-Vernetzungstool und virtueller Showroom:</p>
<blockquote><ul>
<li>Du kannst alle Deine Projekte auf einem Blick präsentieren</li>
<li>Erhöhe die Besucherzahlen auf Deinen Projekten</li>
<li>Knüpfe interessante Kontakte zu anderen Projektbesitzern</li>
<li>Zeig Dein Profil potentiellen Arbeit– und Auftraggebern</li>
<li>Lass über Deine Internetprojekte abstimmen</li>
<li>Nutze das Feedback anderer Mitglieder, um Deine Internetprojekte zu optimieren</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Derzeit sind die grundlegenden Funktionen implementiert, eigene Konten und Projekte können angelegt werden, allerdings gelten noch ein paar Einschränkungen: User– und Projektprofile bekommen erst in den nächsten Tagen eindeutige URLs, sodass man zB von seinem Blog auf die Projektübersicht verlinken kann. Standardmäßig kann jeder User nach der Registrierung derzeit nur zwei Projekte anlegen, dieses Limit lässt sich allerdings via Mail an den flinken Support jederzeit raufschrauben. Florian, der Betreiber des Projekts, wird in den nächsten Tagen ein begleitendes Weblog online stellen und darin laufend über die Chiloo-Weiterentwicklung berichten.</p>
<p>Mir gefällt die Plattform sehr gut — das angenehm dezent-funktionale <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/design/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Design">Design</a> und die typische Web 2.0 Kategorisierung “Tagging” schaffen Übersicht, die Auswahl der erfassten Paramter macht hochgradig Sinn und ich gehe davon aus, dass da in nächster Zeit noch einiges passieren wird. Sobald’s die eindeutigen URLs gibt, verlinke ich natürlich auf meine Chiloo-Kollektion; einstweilen funktioniert das über die User-Suche:<br />
<a href="http://www.chiloo.com/listUser.html.php?searchQueryUserName=ritchie&#038;searchQueryCity=Ort&#038;page=1&#038;searchSubmit=suchen" class="liexternal">ritchie auf chiloo.com</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die französische Postmoderne und das Digitalfernsehen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2007 14:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[Der folgende Text entstand für die Ö1 matrix Homepage, wo ich eine monatliche Kolumne schreibe. N’joy.] Am 6. März verstarb der französische Philosoph Jean Baudrillard. Als einer der prominentesten Vertreter postmodernen Denkens provozierte der Franzose die Öffentlichkeit mit seinen Thesen zu Simulation, Dissimulation und Gleichzeitigkeit. Dass gerade das digitale Fernsehen die medial Live-Übertragung verunmöglicht, hätte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[Der folgende Text entstand für die Ö1 <a href="http://oe1.orf.at/highlights/56834.html" rel="nofollow" class="liexternal">matrix</a> Homepage, wo ich eine monatliche Kolumne schreibe. N’joy.] Am 6. März verstarb der französische Philosoph <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/jean-baudrillard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jean Baudrillard">Jean Baudrillard</a>. Als einer der prominentesten Vertreter postmodernen Denkens provozierte der Franzose die Öffentlichkeit mit seinen Thesen zu <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/simulation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Simulation">Simulation</a>, Dissimulation und Gleichzeitigkeit. Dass gerade das digitale Fernsehen die medial Live-Übertragung verunmöglicht, hätte er vermutlich nicht vorausgesagt.</p>
<p>Das mediale Ereignis, das die sedimentierte Realität überdeckt und schließlich überlagert, stand im Fokus von Baudrillards kulturphilosophischen Betrachtungen. Gelten Flusser und Virilio als Philosophen der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschwindigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschwindigkeit">Geschwindigkeit</a>, so beschäftigt er sich mit den Bildern, die der mit seinen unkonventionellen Thesen angeblich “stürmen” wollte, wie seine Kritiker nie müde wurden anzumerken. </p>
<p>In der Selbstwahrnehmung sah sich JB dennoch nie als Kulturpessimist, ja nicht einmal als Theoretiker. Beweisversuche kann man ihm nun wirklich keine nachsagen, seine radikalen “Denkanschläge” sollten den Leser auf Entdeckungsreise mitnehmen. So gelangte er zu seinem geflügelten Dictum von der “Ermordung der Realität”: Wenn ich sage, die Realität ist verschwunden, dann meine ich damit das Prinzip der Realität samt dem ganzen damit verbundenen Wertesystem. Schon der Begriff des Realen setzt einen Anfang voraus, Zweckbestimmtheit, Vergangenheit, Zukunft, Kontinuität, Ursachen und Wirkungen, kurz gesagt, Rationalität. All das verschwindet bei der Vernichtung des Realen. Das ist das perfekte Verbrechen. (aus: <a href="http://www.egs.edu/faculty/baudrillard/baudrillard-das-perfekte-verbrechen.html" class="liexternal">Das perfekte Verbrechen</a>)</p>
<p>Anders formuliert: in Baudrillards Konzeption der Scheinrealität geht die mediale Berichterstattung als Symptom ihrer Ursache voran — eine ähnliche Umkehrung, wie Jaques Lacan sie in der Psychoanalyse vorschlug. Ein dritter Franzose, Paul Virilio, definierte und begründete zugleich die Wissenschaft der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dromologie" rel="nofollow" class="liwikipedia">Dromologie</a>: dieser Metaforschungsbereich untersucht die Zusammenhänge von “Geschwindigkeit und Politik”, nachzulesen in der gleichnamigen Publikation von 1977. Die Mediengeschichte und die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/physik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Physik">Physik</a> werden zu Hilfswissenschaften der Dromologie — Virilio füllt später enige Bände seiner Bibliographie mit Betrachtungen über die (Kriegs-)Relevanz echtzeitlicher Nachrichtenübertragung. The Speed of light does not merely transform the world. It becomes the world. Globalisation is the speed of light. (Paul Virilio im Interview auf ctheory)</p>
<p>Beide Autoren, und nach ihnen eine ganze Reihe von Epigonen, zentrieren ihre medientheoretischen Konstruktionen wesentlich rund um das Phänomen der sogenannten Echtzeit. Der Physiker widerspräche an dieser Stelle zwar vehement, zumal es genau betrachtet keine “Echtzeit” gibt — nicht mal in unserer unmittelbaren Wahrnehmung, und schon gar nicht in den Medien. Information reist, und sie tut das beileibe nicht körperlos: nur sind die materiellen Aspekte, im Fall der elektronischen Kommunikation also die Elektronen, winzig und bewegen sich mit so hoher Geschwindigkeit, dass in unsere menschlichen Wahrnehmung Ereignis und Übertragung etwa bei jeder TV-Liveübertragung zusammenfallen — “beide kollabieren im temporalen Nullpunkt,” um in der Terminologie der französischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/postmoderne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Postmoderne">Postmoderne</a> zu bleiben. Dieser Nullpunkt ist demnach eben als philosophisches Konstrukt, nicht als physikalische Realität zu begreifen: unsere körperinternes Informationsverarbeitungsnetzwerk, das Nervensystem , arbeitet ebenfalls nicht schneller als mit “Stromgeschwindigkeit”.</p>
<p>Zumindest was TV-Liveübertragungen betrifft, geht die Ära der Real-Time Media indes schneller zu Ende als die Kulturtheorie vermutet hätte, und vor allem anders: denn mit der Umstellung des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a> auf digitales Fernsehprogramm und auf neue Hardware für alle terrestrischen Empfänger wird die Zeitverzögerung, wie üblich beim Nachfolgeformat des erfolgreichsten Massenmediums aller Zeiten, circa 1000 Millisekunden betragen. Beim Angebot der telekom, die das Fernsehsignal ebenfalls digital durch ihre Leitungen jagt, beträgt der “Time Lag” gar bis zu 8 Sekunden — das klassische multimediale Song-Content Nutzungsszenario “Bild vom Fernseher, Ton übers Radio” dürfte dann unter Synchronisationsproblemen leiden, ganz zu schweigen von all den Fußballfans, die erst Äonen später vom Tor ihres Lieblingsvereins erfahren.</p>
<p><strong>Time Lag</strong> also statt echtzeitlicher Kommunikationskanäle — so haben sich das die Theoretiker dann auch wieder nicht vorgestellt. Ob das Digitalfernsehen wohl zu einem Paradigmenwechsel in der Dromologie führen wird?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>R.I.P.: Jean Baudrillard dissimuliert nie wieder</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2007 11:20:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern verstarb der französische Philosoph und Soziologe Jean Baudrillard nach längerer Krankheit in Paris. Geboren wurde der “große postmoderne Bilderstürmer”, wie ihn die SZ nennt, am 20. Juli 1920 in Reims. Seine Text über Simulation und Virtualität gehören zum Standardrepertoire des medientheoretischen Kanons — “Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen” oder “Agonie des Realen” [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/03/jb.jpg" rel="lightbox" title='Jean Baudrillard' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/03/jb.thumbnail.jpg' alt="jb.thumbnail R.I.P.: Jean Baudrillard dissimuliert nie wieder" style="border: 1px solid gray; float:left; margin-right:6px; margin-bottom: 2px;" title="R.I.P.: Jean Baudrillard dissimuliert nie wieder" /></a>Gestern verstarb der französische Philosoph und Soziologe <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/jean-baudrillard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jean Baudrillard">Jean Baudrillard</a> nach längerer Krankheit in Paris. Geboren wurde der “große <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/postmoderne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Postmoderne">postmoderne</a> Bilderstürmer”, wie ihn die <a href="http://www.sueddeutsche.de/,ra5l2/kultur/artikel/647/104543/" class="liexternal">SZ</a> nennt, am 20. Juli 1920 in Reims. Seine Text über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/simulation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Simulation">Simulation</a> und Virtualität gehören zum Standardrepertoire des medientheoretischen Kanons — “Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen” oder “Agonie des Realen” zählen zu den Klassikern der Postmoderne.</p>
<p>Für viele markierte JB immer die allzeit gegenwärtige Position des rückhaltlosen Kulturpessimismus, mittelgut verdeckt vom Mäntelchen französischen postmodernen Sprachpompanzes. Zu Unrecht, wie  Florian Rötzer in seinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/nachruf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nachruf">Nachruf</a> auf <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24786/1.html" class="liexternal">telepolis</a> einwendet:</p>
<blockquote><p>Ihm ging es nicht um Wahrheit, er verstand sich auch nicht als Theoretiker, der etwas beweist, er dachte eher wie ein Dadaist und wollte auch sich mit seinen Denkanschlägen herausfordern oder verführen. Radikales Denken, wie er es angestrebt hat, ist gerade nicht auf Verständnis oder Mitteilung angelegt, es will eine Art Abenteuer sein, eine Entdeckungsreise, die über sich hinausgeht. Ein Kritiker der Medien oder der Konsumgesellschaft, wie man das ihm gerne nachsagt, wollte er gerade nicht sein.</p></blockquote>
<p>Als ich mit Baudrillards Texten in Berührung kam, schien er mir in einer Traditionslinie zu stehen mit mit Günther Anders, Susan Sonntag und Neil Postman: Kulturpessimismus als offenbar notwändige Begleiterscheinung eines jeden paradigmatischen (Medien)Wandels, oder wie die <a href="http://www.sueddeutsche.de/,ra5l2/kultur/artikel/647/104543/" class="liexternal">SZ</a> schreibt:</p>
<blockquote><p>Das Simulakrum ist wahr. Das war sein Credo. Damit stellt er vertraute Begriffe, über Jahrhunderte etablierte europäische Denksysteme auf den Kopf. Die Realität, als Ursprung und Referenzsystem des Denkens, hat für ihn ausgespielt. Es gibt keine Wirklichkeit hinter der Wirklichkeit mehr, nur noch das Spiel der Zeichen.</p></blockquote>
<p>Der Text “Kool Killer oder der Aufstand der Zeichen” im gleichnamigen Merve-Band allerdings bot einen so unkonventionellen Ansatz zum Thema städtische Graffiti, dass ich mich vor einigen Jahren mit Peter nach Graz begab, um Baudrillards Vortrag bei der Eröffnung seiner eigenen Fotoausstellung “Die Abwesenheit der Welt” zu hören. Kurioserweise präsentierte der Kritiker der Bilder damals 100 Farbfotos mit theoretischem Überbau:</p>
<blockquote><p>Seit Mitte der 80er Jahre, aber verstärkt seit Anfang der 90er fotografiert Baudrillard, vor allem während seiner häufigen Reisen in alle Teile der Welt. Es entstehen Landschaftsaufnahmen, Stadtansichten und Bilder von Objekten und Ensembles, die an klassische Stilleben oder Interieurs erinnern. Zugleich aber entstehen Fotografien in extremen Ausschnitten und Nahansichten, die den jeweiligen Gegenstand des Bildes aufzulösen scheinen, so als wolle der Fotograf seiner Struktur auf den Grund gehen — als sei nicht das Objekt an sich von Interesse, sondern das, was in ihm verborgen liegt. (aus dem <a href="http://www.fridericianum-kassel.de/ausst/ausst-baudri.html" class="liexternal">Pressetext</a> zur Ausstellung in Kassel)</p></blockquote>
<p>Die Fotos haben mich weit weniger beeindruckt als der enigmatische Vortrag des Protagonisten, dessen radikale Infragestellung der Kategorien Wirklichkeit und Simulation ihn zum Schlüsselbegriff “Dissimulation” führte. JB verdächtigte die Medien des “perfekten Verbrechens” — darunter verstand er die “Ermordung der Realität”. Was sich wie eine semiotische Satire anhört, legte der Philosoph in dem kurzen Merve-Bändchen “Die Agonie des Realen” dar, Zitat:</p>
<blockquote><p>Denn wenn es auf Grund des Widerstands des uns umgebenden Realen praktisch unmöglich ist, einen simulierten Prozess isoliert zu betrachten, ist es umgekehrt genauso unmöglich, einen realen Prozess zu isolieren oder einen Beweis für das Reale zu erbringen — eben diese Reversibilität macht einen Teil des Simulationsdispositivs und des Unvermögens der Macht aus.</p></blockquote>
<p>In <a href="http://www.egs.edu/faculty/baudrillard/baudrillard-das-perfekte-verbrechen.html" class="liexternal">Das perfekte Verbrechen</a> führt Baudrillard genauer aus, auf welche Weise das von ihm angesprochene Verbrechen begangen wird. Die Formulierung zeigt deutlich, dass hier eine Katastrophe stattfindet — apokalyptisches Denken blieb eben doch stets treuer Begleiter des Franzosen:</p>
<blockquote><p>Wenn ich sage, die Realität ist verschwunden, dann meine ich damit das Prinzip der Realität samt dem ganzen damit verbundenen Wertesystem. Schon der Begriff des Realen setzt einen Anfang voraus, Zweckbestimmtheit, Vergangenheit, Zukunft, Kontinuität, Ursachen und Wirkungen, kurz gesagt, Rationalität. All das verschwindet bei der Vernichtung des Realen. Das ist das perfekte Verbrechen.</p></blockquote>
<p>Zuletzt provozierte er mit seinen Aussagen zum Anschlag auf das World Trade Center Widerstand — leicht verständlich, führt man sich seine Beschreibung terroristischer und krimineller Akte im selben Buch zu Gemüte:</p>
<blockquote><p>Von daher sind alle Raubüberfälle, Flugzeugentführungen usw. von nun an in gewisser Weise simulierte Vergehen, und zwar insofern, als sie sich von vornherein in die rituelle Dechiffrierung und Orchestrierung der Massenmedien einschreiben und sie in ihrer Inszenierung und ihren möglichen Folgen vorweggenommen werden — kurz, sie funktionieren als ein Ensemble von Zeichen, die einzig und allein ihrer Zeichenrekurrenz dienen und nicht mehr ihrem “realen” Zweck.</p></blockquote>
<p>Wie jeder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/theorie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Theorie">Theorie</a>–Popstar besitzt natürlich auch Baudrillard ein Journal, das ganz seiner Arbeit gewidmet ist. Alle Beiträge des seit Jänner 2004 erscheinenden <a href="http://www.ubishops.ca/baudrillardstudies/" class="liexternal">International Journal of Baudrillard Studies</a> gibt’s löblicherweise Online im Volltext, zum Beispiel das legendäre <a href="http://www.ubishops.ca/baudrillardstudies/vol4_1/levin.htm" class="liexternal">Requieum for the Media</a>:</p>
<blockquote><p>Are the mass media on the side of power in the manipulation of the masses, or are they on the side of the masses in the liquidation of meaning, in the violence perpetrated on meaning, and in fascination? Is it the media that induce fascination in the masses, or is it the masses who direct the media into the spectacle?</p></blockquote>
<p>Im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Baudrillard" rel="nofollow" class="liwikipedia">wikipedia-Artikel</a> findet sich eine umfangreiche Bibliographie sowie zahlreiche weiterführende Links für eigene Baudrillard-Studies.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>TAZ: Entwertet Web 2.0 die kreative Arbeit?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Feb 2007 10:27:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kochtopfökonomie nannte der indische Ökonom Rishab Aiyer Ghosh 1998 seine Metapher für neue Marktstrukturen im Internet. Jeder wirft was in den Pot-au-feu, und am Ende köchelt eine schmackhafte Suppe vor sich hin. Aber die TAZ bezweifelt, dass die Suppe jene satt macht, die vorher was reingeworfen haben.
In der Tat klingt die Vorstellung, dass alle Arbeitskräfte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.mikro.org/Events/19990203.html" class="liexternal">Kochtopfökonomie</a> nannte der indische Ökonom Rishab Aiyer Ghosh 1998 seine Metapher für neue Marktstrukturen im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>. Jeder wirft was in den Pot-au-feu, und am Ende köchelt eine schmackhafte Suppe vor sich hin. Aber die TAZ <a href="http://www.taz.de/pt/2007/02/15/a0248.1/text" class="liexternal">bezweifelt</a>, dass die Suppe jene satt macht, die vorher was reingeworfen haben.</p>
<p>In der Tat klingt die Vorstellung, dass alle Arbeitskräfte willg und unbezahlt für den Besitzer des Topfes arbeiten, ohne irgendwelche Beteiligungen am Endprodukt zu ewarten, wie der feuchte Traum eines jeden Turbokapitalisten. In seiner vielzitierten <a href="http://www.firstmonday.org/issues/issue3_3/ghosh/" class="liexternal">Veröffentlichung</a> verglich Ghosh die Strukturen der Open Source mit dem freien Austausch im Netz:</p>
<blockquote><p>Mit der Metapher der “Cooking Pot Markets” beschreibt Ghosh eine Form der Marktökonomie, die sich nicht am kapitalistischen Modell von Angebot und Nachfrage orientiert, sondern in der Geschenk und freier Tausch, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> und persönliches Ansehen zentrale Kategorien darstellen. Die Metapher bezieht sich auf das Bild einer kleinen dörfliche Gemeinschaft, in der gemeinsam gekocht wird, sodaß durch die Zutaten der einzelnen (z. B. Hühnchen, Kartoffeln, etc.) ein reichhaltiges, schmackhaftes Essen entstehen kann. Das Bild des freien Austauschs und der gemeinsamen Nutzung wird nun auf das Internet angewandt, wo gleichfalls ohne Geldverkehr Programme, Texte und andere Inhalte ausgetauscht werden und wo diese Art der freien Verteilung auch der gesammten Gemeinschaft zugute kommt</p></blockquote>
<p>Was in der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/theorie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Theorie">Theorie</a> tatsächlich gewissen Sex-Appeal hat, hält einer kritischen Hinterfragung allerdings kaum stand: denn der Habermas’sche ideale Diskurs soll ja frei sein von Herrschafts– oder Besitzstrukturen, und davon kann in Zeiten hegemonistischer Servicemonopole wohl in der Tat keine Rede sein. Amazon etwa möchte gern alle Rechte an den Rezensionen, die Kunden auf der Seite des Händlers veröffentlichen, die neuen Besitzer von youtube denken nicht über kulturellen Benefit, sondern über geschäfts-ermöglichenden Umgang mit Copyright nach. Quasi wöchentlich versucht die Musikindustrie, Teenager abzumahnen, einzusperren und ihren Kunden ein kriminalisiertes Selbstbild einzuimpfen.</p>
<p>Wo fremde Eigentumsrechte unter allen Opfern zu respektieren sind, da hat das eigene Recht am Werk allerdings freudig abgegeben zu werden an Akteure, deren Ziel ganz klar die Gewinnmaximierung ist. Kollaborative Arbeit bräuchte selbstverwaltete Plattform — gegen die Monopolisierungstendenzen des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> wirkt der ohnehin ergebnislose Microsoft-Prozess retrospektiv geradezu wie Much Ado about Nothing. Die TAZ sieht in den Strukturen des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> und vor allem in der Begeisterung über die Partizipation eine genuin neue Machtverschiebung zwischen Produzent und Konsument:</p>
<blockquote><p>Das kostenlose und freiwillige Abschöpfen von Kopfarbeit hat jetzt durch das Web 2.0 ein ideales interaktives Medium. Web-2.0-Communities werden von Unternehmen nicht nur etabliert, um die Akzeptanz ihrer Produkte ohne aufwändige Marktforschung besser einschätzen zu können. Sie sind so auch in der Lage, wie beispielsweise die Firma Lego, ihre <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/entwicklung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Entwicklung">Entwicklung</a> zu rationalisieren, indem sie Konsumenten in die Produktentwicklung einbeziehen. Warum viele Designer, Kreative, Ideengeber oder Programmierer beschäftigen, wenn die Freaks weltweit auch freiwillig tätig werden und dafür nur ein “Vergelt’s Gott” verlangen — heute in der zeitgemäßen Form eines Awards oder einer Namensnennung auf dem mitentwickelten Produkt (“Co-designed by Willi Müller”).</p></blockquote>
<p>Chris Andersons <a href="http://www.thelongtail.com/" class="liexternal">Longtail Effekt</a> kann in diesem Sinn auch verstanden werden als unerfüllbare Marketing Fata-Morgana: die Scheingrenzen zwischen Anbieter und Kunde verschwimmen, jeder kann selbst mit seiner Homepage im Monat 5 Werbeclicks generieren und zwar nicht reicht werden, aber locker 20 Cent die Woche verdienen. Für die TAZ fällt auch die Aggregation von Wissen in diesen Bereich:</p>
<blockquote><p>In diese Kategorie fallen auch Internetfirmen, die vorhandenes Wissen aggregieren und daraus ein neues Produkt generieren. Dies ist im Kern auch das Geschäftsmodell Google.</p></blockquote>
<p>Klar ist andererseits aber auch: erst die Aggregation und die Indizierung des vorhandenen Wissens macht dieses auch nutzbar. Der Bibliothekseffekt multipliziert sich, nur dass die Bibliothekare nicht im Dienste der Allgemeinheit arbeiten, auch wenn sie nicht müde werden, dies zu behaupten. Suchalgorithmen erfordern ja nicht bloss komplexes Wissen, sondern die Gestaltung einer funktionierenden Infrastruktur ist mit gewaltigem Hardwareaufwand sowie enormem Datenverkehr verbunden: wo die scheindemokratische Internet-Zone ihre Rückkopplung an harte ökonomische Realitäten erfährt, wo “Interessen von Rechteinhabern gefährdet sind”, da zeigt sich eben ganz schnell, wie dünn die Illusion eines demokratischen Netzmediums das Internet als Katalysator einer Corporate World übtertüncht. Aber keine Sorge, liebe Apologeten: es findet sich immer ein Nicolas Negroponte, der auf diversen Konferenzen gegen exzellente Bezahlung nicht müde wird, die Logik der Aufwärtsspirale einmal mehr zu beschwören.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/pt/2007/02/15/a0248.1/text" class="liexternal">TAZ: Der Kunde als Gratis-Designer</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Nur ein verschwundener Schreiber…</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jan 2007 20:36:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[…ist ein postmoderner Autor, so man Deleuze, Guattari und Co. glauben darf. Die Dekonstruktion der auktorialen Autorität, das Zurücktreten und schlußendliche Verschwinden des Autors hinter den seinen Text gilt als eines der Leitmotive und Aktiva postmodernen Kulturschaffens. In einem aktuellen Artikel in Philosophy Now stellt Alan Kirby die Behauptung auf, dass diesesParadigma seiner Historisierung entgegen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…ist ein postmoderner Autor, so man Deleuze, Guattari und Co. glauben darf. Die Dekonstruktion der auktorialen Autorität, das Zurücktreten und schlußendliche Verschwinden des Autors hinter <strike>den</strike> seinen Text gilt als eines der Leitmotive und Aktiva postmodernen Kulturschaffens. In einem aktuellen Artikel in <a href="http://www.philosophynow.org/issue58/58kirby.htm" class="liexternal">Philosophy Now</a> stellt Alan Kirby die Behauptung auf, dass diesesParadigma seiner Historisierung entgegen blickt, und durch kollaborative Arbeit am Text abgelöst wird.</p>
<p>In seinem Essay präsentiert der Oxforder Professor für englische Literatur eine Argumentationslinie, die zugleich die aktuelle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> Debatte widerspiegelt: partizipative Medien, die erst im Zusammenspiel mit dem Rezipienten entstehen, verändern die Rolle aller Teilnehmer. </p>
<blockquote><p>Postmodernism, like modernism and romanticism before it, fetishised [ie placed supreme importance on] the author, even when the author chose to indict or pretended to abolish him or herself. But the culture we have now fetishises the recipient of the text to the degree that they become a partial or whole author of it. Optimists may see this as the democratisation of culture; pessimists will point to the excruciating banality and vacuity of the cultural products thereby generated (at least so far).<br />
[…]<br />
But somewhere in the late 1990s or early 2000s, the emergence of new technologies re-structured, violently and forever, the nature of the author, the reader and the text, and the relationships between them.</p></blockquote>
<p>Als Pseudo-Modernismus bezeichnet Kirby die Nachfolgeperiode der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/postmoderne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Postmoderne">Postmoderne</a>. Anders als kalifornische Chef-Ideologen sieht der Brite allerdings in erster Linie eine “Verflachung” der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> und reiht sich damit in den prominenten Reigen kulturpessimistischer Theoretiker ein.</p>
<blockquote><p>[…] many academics will simply decide that, finally, they prefer to stay with Foucault [arch postmodernist] than go over to anything else. However, a far more compelling case can be made that postmodernism is dead by looking outside the academy at current cultural production. Most of the undergraduates who will take ‘Postmodern Fictions’ this year will have been born in 1985 or after, and all but one of the module’s primary texts were written before their lifetime. Far from being ‘contemporary’, these texts were published in another world, before the students were born: The French Lieutenant’s Woman, Nights at the Circus, If on a Winter’s Night a Traveller, Do Androids Dream of Electric Sheep? (and Blade Runner), White Noise: this is Mum and Dad’s culture. Some of the texts (Ã¢â¬ËThe Library of Babel’) were written even before their parents were born. Replace this cache with other postmodern stalwarts — Beloved, Flaubert’s Parrot, Waterland, The Crying of Lot 49, Pale Fire, Slaughterhouse 5, Lanark, Neuromancer, anything by B.S. Johnson — and the same applies. It’s all about as contemporary as The Smiths, as hip as shoulder pads, as happening as Betamax video recorders. These are texts which are just coming to grips with the existence of rock music and television; they mostly do not dream even of the possibility of the technology and communications media — mobile phones, email, the <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">internet</a>, computers in every house powerful enough to put a man on the moon — which today’s undergraduates take for granted.</p></blockquote>
<p>Postmoderne Tendenzen seien aus moderner Literatur, aus Kinoserien und aus dem Fernsehen verschwunden — mit wenigen nicht gerade schmeichelhaften Ausnahmen:</p>
<blockquote><p>The only place where the postmodern is extant is in children’s cartoons like Shrek and The Incredibles, as a sop to parents obliged to sit through them with their toddlers. This is the level to which postmodernism has sunk; a source of marginal gags in pop culture aimed at the under-eights.</p></blockquote>
<p>In kontemporären Fernsehformaten wird die Zuseherbeteiligung zur conditio sine qua non — der Vergleich mit Andy Warhols Filmen überrascht, trifft imho aber ganz gut:</p>
<blockquote><p>If it were not possible for viewers to write sections of Big Brother, it would then uncannily resemble an Andy Warhol film: neurotic, youthful exhibitionists inertly bitching and talking aimlessly in rooms for hour after hour. This is to say, what makes Big Brother what it is, is the viewer’s act of phoning in.<br />
[…]<br />
A pseudo-modern text lasts an exceptionally brief time. Unlike, say, Fawlty Towers, reality TV programmes cannot be repeated in their original form, since the phone-ins cannot be reproduced, and without the possibility of phoning-in they become a different and far less attractive entity. If scholars give the date they referenced an internet page, it is because the pages disappear or get radically re-cast so quickly.<br />
[…]<br />
The purely ‘spectacular’ function of television, as with all the arts, has become a marginal one: what is central now is the busy, active, forging work of the individual who would once have been called its recipient. In all of this, the ‘viewer’ feels powerful and is indeed necessary; the ‘author’ as traditionally understood is either relegated to the status of the one who sets the parameters within which others operate, or becomes simply irrelevant, unknown, sidelined; and the ‘text’ is characterised both by its hyper-ephemerality and by its instability. </p></blockquote>
<p>Unweigerlich erinnert diese Passage an die Diskussion über “interaktive” Fernsehformate und die Relevanz des sogenannten “Rückkanals”. Wäre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Interpassivit%C3%A4t" rel="nofollow" class="liwikipedia">Interpassivität</a> nicht bereits ein psychologischer Fachausdruck, so träfe dieser Terminus wohl eher zu. Ich denke, dass zwischen “the one who sets the parameters” und “simply irrelevant” allerdings ein riesengroßer Unterschied besteht: jede Online-Aktivität, jedes Spiel lässt eben nur gewisse vorgesehene Freiheitsgrade zu. Vilém Flusser hat die Natur digitaler <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/simulation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Simulation">Simulation</a>, ihre Diskretheit als genuines Merkmal, so elegant beschrieben wie kein zweiter. Unter Flusser’schen Prämissen besteht zwischen Second Life und Solitaire Online nur ein gradueller, jedoch keinesfalls ein genuiner Unterschied — das liegt in der Natur der technischen Beschränkung aller Simulationen.</p>
<p>Stark verkürzt: tatsächliche Interaktivität wird erst möglich, wenn beide beteiligten Systeme, also “Spiel” und User, denselben Komplexitätsgrad aufweisen — daher üben Multiplayer Games einen ganz anderen Reiz aus als das Duell gegen den Siliconchip. Insofern könnte man den bekannten <a href="http://cogsci.ucsd.edu/~asaygin/tt/ttest.html" class="liexternal">Turing-Test</a> heranziehen. Denn der Ansatz, Intelligenz nicht zu definieren, sondern ununterscheidbar zu demonstrieren, verweist genau auf diesen Komplexitätsfaktor. Zwischen “völlig vorhersehbarer” und “schwer durchschaubarer” Reaktion liegt freilich ein breites Spektrum, das unter anderem eine ganze Reihe von Medienkünstlern zu spannenden Experimenten mit umgemodelten 3D-Shootern inspirierte. Bei klassischen Brettspielen etwa geht’s darum, zuerst die Regeln zu lernen und im Verlauf des Spielens eventuell gewisse Gesetzmäßigkeiten zu erkennen. Digitale Spiele dagegen werfen den Protagonisten häufig mit einem minimalen Set an Infos ins Geschehen, und ein beträchtlicher Teil des Spielaufwands besteht darin, erst einmal die “Regeln” herausfinden. “Spielspaß” garantiert dabei nur das sorgfältige Austarieren der Reaktionen des Settings auf die Erwartungshaltung des Spieler. In einer vage ähnlichen Situation findet sich der Benutzer moderner Webapplikationen:</p>
<blockquote><p>The majority either require the individual to make them work, like Streetmap or Route Planner, or permit him/her to add to them, like Wikipedia, or through feedback on, for instance, media websites. In all cases, it is intrinsic to the internet that you can easily make up pages yourself (eg blogs).</p></blockquote>
<p>Ob man die Blogosphere als inzestuöse Schaubühne für mehr oder weniger begnadete Selbstdarsteller ansieht oder als das neue politische Relevanzmedium der kommenden Jahre, spielt für die Punkte, auf die der völlig unkollaborative Text hinweist, eigentlich keine Rolle: das vorherrschende Paradigma der Partizipation tritt überall dort deutlich zu Tage, wo momentan die Wachstumsraten zuhause sind — hier gibt die aktuelle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/entwicklung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Entwicklung">Entwicklung</a> der  beliebter Internetservices dem Autor, der aus Beobachtungen im übrigen bloß dezente qualitative Schlüsse zieht, völlig recht.</p>
<blockquote><p>In postmodernism, one read, watched, listened, as before. In pseudo-modernism one phones, clicks, presses, surfs, chooses, moves, downloads. There is a generation gap here, roughly separating people born before and after 1980. Those born later might see their peers as free, autonomous, inventive, expressive, dynamic, empowered, independent, their voices unique, raised and heard: postmodernism and everything before it will by contrast seem elitist, dull, a distant and droning monologue which oppresses and occludes them. Optimists may see this as the democratisation of culture; pessimists will point to the excruciating banality and vacuity of the cultural products thereby generated (at least so far).</p></blockquote>
<p>Kirby schließt seinen Text also mit einer kurzen Umschreibung des neuen Generation Gaps, den er als Folge des Medienwandels verortet — und wie der letzte Satz nahelegt: alles bleibt eine Frage von Auslegung und persönlichem Geschmack — die Tendenz ist klar erkennbar, ihr Ergebnis liegt im Nebel zukünftiger kollaborativer Kulturwissenschaft <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/elk.gif' alt="elk Nur ein verschwundener Schreiber..." class='wp-smiley' title="Nur ein verschwundener Schreiber..." /> </p>
<p>Alan Kirby: <a href="http://www.philosophynow.org/issue58/58kirby.htm" class="liexternal">The Death of Postmodernism and Beyond</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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