Ich poste normalerweise keine Powerpoint-Präsentationen, bei denen die Herkunft der Bilder nicht nachzuvollziehen ist, die also Urheber-Probleme verursachen könnten. In diesem Fall riskier ich's ausnahmsweise - schließlich steht in dem Dokument ja auch die deutliche Aufforderung zur Verbreitung. Achtung: nicht lustig. Aber inspirierend. Irgendwie fühl ich mich geradezu verpflichtet, diese PPT zu publishen - grad heute hab ich mit Harald beim Mittagessen über den Vicious Circle des "Power Raunzing" diskutiert. Also, hier eine Pille gegens Jammern:
Wien wird weiße Weihnachten wollen - wenig wahrscheinlich, wenn wettermäßig Wärme wiederkehrt. Außerdem wollte ich schon immer mal einen Panoptikum-Satz mit lauter W-Wörtern beginnen, und das ist immerhin die vorletzte Gelegenheit in diesem Jahr. Übrigens sind mir so gut wie keine Blogs mit Weihnachtsdekoration und Lichterketten aufgefallen, oder sollte ich da was übersehen haben? Jedenfalls erwartet uns im Lauf der kommenden Tage gewiss eine Flut von Jahresrückblicken. Die Blogpiloten liegen jedenfalls nicht falsch, wenn sie 2008 das "Jahr der 140 Zeichen" nennen.
Slide-orientierte Präsentation waren gestern: Powerpoint ist ja bloß sowas wie Final Scratch für Vortragende, ein verzweifeltes Festhalten an der Folienmetapher. Die Ungarn zeigen, dass es auch anders geht: Max ist schwerstens angetan von seinem Closed-Beta Prezi Account. Mindmaps meet Flash-Ästhetik meet SaaS (Software as a Service): tolle Sache und hoffentlich bald öffentlich verfügbar. Auf der neuen Homepage sind einige Beispiels-Präsentation online, außerdem kann man den Editor schon mal testen. Ich freu mich jedenfalls sehr über meinen heute eingetroffenen Beta-Key: Adios, Powerpoint!
TechCrunch verbreitet ein interessantes Gerücht, demzufolge Digg mit Hochdruck an einem eigenen, AdWords-ähnlichen Werbesystem basteln soll:
One experiment Digg is working on, says one source close to the company, is a self service advertising product that will be somewhat similar to Google AdWords, but with a twist. The product would insert advertisements into the Digg news stream (presumably clearly marked). Where those ads end up, and how much an advertiser pays per click, would be based on user feedback.
Klingt in der Theorie gut - praktisch bezweifle ich aber stark, dass "echte" User Zeit und Energie ins Bewerten von Werbung investieren. Digg möchte wohl die Qualität der Werbung erhöhen, man braucht allerdings keine hellseherischen Fähigkeiten für eine kleine Zukunftsprognose: Digg-Mobs haben demnächst ein wesentlich lukrativeres Business-Model. ("'tschuldigen's, mei Glickbreis is zu hoh. I breichat wohts!")
Janko Röttgers hat einen lesenswerten Kommentar über den Ausverkauf des Web auf der ORF Futurezone veröffentlicht: angesichts der Übernahme und Schließung von Pownce durch 6Apart, der Übernahme und Schließung von Sandy durch Twitter und der Verknappung frischen Kapitalgeber-Geldes folgern Sequoia und Co., dass Web 2.0 Start-Ups profitabel werden müssen. Wer hätte das gedacht? Ein Vergleich mit der ersten Blase wäre allerdings völlig fehl am Platz, denn interessanterweise scheint das Geldverdienen derzeit eher den kleinen, wendigen SaaS-Anbietern zu gelingen als den Schwergewichten der Branche (Gruß an Yahoo und Facebook!). Außerdem schreibt Janko:
Fehlender Erfolg war nicht immer ein Grund für eine Übernahme mit Todeskuss. Branchenriesen gaben zu den Hochzeiten des Web-2.0-Booms viel Geld für Start-Ups aus, deren Nutzerzahlen alles andere als beeindruckend waren. So ließ sich Yahoo das soziale Widget myBlogLog zehn Millionen Dollar kosten, obwohl der Dienst zum Übernahmezeitpunkt Anfang des letzten Jahres gerade mal 45.000 registrierte Nutzer verzeichnete.
Ich würd allerdings behaupten, dass dies eine der besseren Investition in Yahoos wechselvoller Firmengeschichte der letzten 12 Monate war...
Für mich war's eine sehr erfreuliche Woche mit einem angenehmen Highlight: bei den neu gelaunchten Twingly Blogcharts stieg datenschmutz auf Platz 44 der deutschsprachigen Rangliste ein - war ja auch wirklich höchste Zeit für einen Technorati-Nachfolger. Andererseits haben zwei meiner Network-Sites gravierend an Pagerank verloren - eine weitere Bestätigung der Tatsache, dass regelmäßig Update-Zyklen ein zunehmend größere Rolle für Big G spielen. Apropos Fakten: jede Menge davon gibt's in der neu erschienen Ausgabe der Online-SEO-Zeitschrift Suchradar: "Zentrales Titelthema der aktuellen Ausgabe ist der Ausblick auf das Jahr 2009 im Bereich Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing", so das SEO-Handbuch. Eines steht jedenfalls schon fest: OMD wird's 2009 keine mehr geben, wie Sistrix experimentiert mit Linktexten
"Wie lange darf ein Linktext sein?" fragt Sistrix. Und wie es eben seine Art ist, spekuliert er nicht wild drauf los, sondern hat ein aufschlussreiches Experiment durchgeführt: Mit dem vorletzten Verlinkten (dem 8. Wort) allerdings schon, Google schneidet also einfach nach den 8 Worten ab. Das ist übrigens genau der Wert, den Shaun in seinem ursprünglichen Blogpost erwähnt hat – er hat daraus allerdings den falschen Schluss gezogen, dass Google den Linktext nach Anzahl von Buchstaben begrenzt. Dass dies nicht so ist und Google die Anzahl der Trennzeichen nimmt, glaube ich mit den 2 Tests gezeigt zu haben. SEO-United fasst einige Überlegungen zu den unterschiedlichen Typen von Keywords zusammen - gerade bei Longtail-Seiten steckt in dem Artikel interessantes Futter für Nischen-Konzepte: Neben der Tatsache, dass Suchanfragen immer länger werden, also die Anzahl der eigegeben Begriffe steigt, unterscheidet man Keywords auch in Bezug auf deren Funktion. Etabliert hat sich hierbei die Unterteilung in informational, navigational und transactional, also in informierende, navigierende und agierende Suchanfragen bzw. Keywords. Die Image-Slicer haben ihre goldenen Zeiten hinter sich: die Leitungen sind schnell genug, ob ein Bildchen 2 oder 5kB groß ist, macht weniger Unterschied als die Zahl der Requests. Google mag bekanntlich schnelle Responses mit wenigen Requests, also könnte der bei phlow beschriebene Sprite-Ansatz gerade bei icon-lastigen Web 2.0 Seiten sehr nützlich sein: Insbesondere wiederkehrende Grafiken - z.B. Icons -, die man für CSS verwendet, können unter Umständen eine Menge Server-Anfragen produzieren. Um das zu verhindern baut man sich so genannte Sprite-Maps. Das sind Dateien, auf denen sämtliche Icons oder Layout-Grafiken in nur einer Grafikdatei abgespeichert (siehe Bild)werden. Glücklicherweise gibt es dafür einen Online-Service. Aus der Abteil: Wunschwerkzeuge eines jeden Visualisten. Tangible Interaction bauen, wie der Name nahelegt, diverse "full-sensory" Interfaces zu digitalen Medien. Klingt abstrakt, dürfte in der Bedienungspraxis aber riesigen Spaß machen - hier ein Video der Graffiti Wall. Sowas sollte eigentlich jedes Haus haben, an dem man vorbeispaziert Und wo das herkommt, gibt's noch mehr: Scott Beale vom Lachenden Tintenfisch hat die HD-Videofunktion seiner neuen Canon 5D Mark II an Doc Populars Yoyo-Künsten getestet, und man kann nur sagen: geile Bildqualität, geile Tricks: Und das war's auch schon wieder mit dem vorletzten Blogistan Panoptikum dieses Jahres. Mögen Sie, hochgeschätzte Leser, die Weihnachtsfeiertage gut überstehen. Vorsicht jedenfalls vor Elchen im freien Fall, frohes Feiern und viel Glück und Durchhaltevermögen, falls Sie morgen bei der Last-Minute Geschenksrallye teilnehmen (müssen) - wir lesen uns morgen! Keyword nicht gleich Keyword
Webseitenaufbau mit Sprites beschleunigen
Video(s) der Woche: Tangible Interaction
Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.
Damit auch absolute Fußball-Unkenner wie ich mitreden könnten, so sie denn überhaupt wollten, veröffentlicht facts.ch dieser Tage eine unvorstellbar leicht verständliche Erklärung aller ansonsten so kryptisch scheinenden Kicker-Regeln. Mehr Faktenwissen gibt's bei Helges Vergleich von Twitter und uBoot. Aber weil man von kurzen Messages nicht satt wird, weist Pete auf Michis feigen Anti-Chemiefood Versuch hin. Und wer immer schon mal wissen wollte, wie Facebook, Myspace und Method Man zusammengehen, liest am besten bei Dan nach - und einen feinen, brandaktuellen jazzy-flavoured Housemix gibt's dort ebenfalls for your weekend listening pleasure.
Noch nie klang "beta test on the way" so bedrohlich
Polar Rose baut gerade eine Plugin-Technologie, die es hinkünftig erlauben soll, Personen auf öffentlichen Bildern automatisch zu erkennen. Zum Einsatz kommt dabei offensichtlich sowohl Bilderkennungstechnologien als auch Crowdsourcing Strategien:
The Polar Rose browser plugin for Firefox (Internet Explorer coming soon) lets you discover who's in any public photo. The browser plugin is currently in private beta and we are letting in new explorers in every day. [...] The plugin detects people in public photos and places our signature rose approximately where the pinhole of their shirt would be. [...] As a Polar Rose explorer, you help train our engine by tagging names or verifying the data generated by Polar Rose or by your fellow explorers.
So sieht also die Zukunft des Bildertaggens aus... naja, wer weiß: wenn die Zahl der Überwachungskameras weiterhin so zunimmt, dann laufen wir womöglich eines Tages doch noch alle mit Burkas rum.
Über das Wordcamp in Vancouver, das dieser Tage stattgefunden hat, sind noch keine Online-Gerüchte durchgedrungen; dafür häufen sich die Berichte über eine anscheinend recht interessante Web-Expo: Dieter hat einiges an Eindrücken zusammengetragen, speziell die Keynotes von Fake Steve Jobs und die Präsentation eine Präsentation zum Thema "Social Media Optimization and Marketing 101" scheinen auf erhöhte Aufmerksamkeit gestoßen zu sein. Die original Powerpoints gibt's unter den angeführten Links alle zum Nachgucken, allerdings zeigen die schriftlichen Zusammenfassungen vor allem eines: solche Konferenzen sind zum Networken da. Denn das Social Marketing für wenig Bareinsatz hervorragenden Return of Invest bringt, ist nun in der Tat keine bahn- oder sonstwas brechende neue Erkenntnis.
Bei Blogperfume gibt's ein nettes Tool zur Feedanalyse, damit lässt sich vor allem die langfristige zeitliche Entwicklung der eigenen AbonnentInnen-Zahlen sehr übersichtlich darstellt; bekanntlich lassen sich Feed-Zahlen am vergleichsweise schwierigsten manipulieren und gelten daher als sehr sicherer Indikator; na dann kann ich ja mal recht zufrieden sein:

Ansonsten bleibt nur mehr zu erwähnen, dass ich gestern meine Akkreditierungsbestätigung für das spring08 bekommen hab - und nach zwei Jahren Abstinenz ist die Vorfreude auf das beste Elektronik-Festivals Mitteleuropas natürlich riesengroß. Einen kleinen Vorgeschmack bieten die Videos der Vorjahre; ganz besonders freue ich mich auf das Set von Techno-Miterfinder "Magic" Juan Atkins.
| 27. Februar 2008 | ||
| 22:30 | bis | 23:55 |
Man wird sich das ansehen müssen! Denn das Buch haben Frank Apunkt Schneider und die Grenze des Universums gemeinsam verfasst, Regie führte letzterer. Premiere ist in der Roten Bar des Volkstheaters Wien - laut monochrom handelt sich weniger um ein Theaterstück, als vielmehr um ein Reenactment.
Nähere Auskunft zu dieser dramaturgischen Neubearbeitung des Klassiker-Formats "Schulfilm" gewährt die Homepage:
Ein Tag im Winter 2008: Für den klassischen Schullehrfilm sieht es alles andere als gut aus. In einer Welt der Powerpoint-Präsentationen und der Downloadplattformen kommt er sich ein bisschen vor wie Cat Stevens in einer Welt der Powerpoint-Präsentationen und der Downloadplattformen. Dabei könnte er die Zielgruppe da abholen, wo sie abgestellt wurde. Aber wie?! In einer Sprache von heute etwa, so zeitlos wie möglich und so zeitgemäß wie nötig? Vielleicht! Und mit Themen, die der unmittelbaren Erfahrungswelt der SchülerInnen entstammen?! Why not! Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur handelt: Der alte Schullehrfilm muss der neue Schullehrfilm werden, damit Lerninhalt Lerninhalt bleiben kann.
Das klingt natürlich extrem vielversprechend, und die Rote Bar scheint ein überaus angemessener Veranstaltungsort zu sein. Wer's zur Premiere am 27. Februar nicht schafft, hat ein paar weitere Gelegenheiten zur popkulturellen Bildung in Eigenregie, und zwar am 29. Februar sowie am 3., 10., 26. und 31. März 2008 jeweils um 22.30 Uhr und am 12. März 2008 um 22 Uhr.
Ein weiterer TED-Talk aus dem Monat März verdient definitiv einen zweiten Blick: Larry Lessig, internationaler Prediger für die längst überfällige Adaption überkommener Lizenzbedingungen, spricht 19 Minuten lang über das Verhältnis von Kultur, Technologie und Vorurteilen - unbedingt anschauen, denn der Mitbegründer Creative Commons Lizenzen weiß nicht nur wovon, sondern auch wie er spricht.
Lawrence Lessigs Vortrag besticht nicht bloß durch die fachliche Kompetenz und die ansprechende inhaltliche Aufbereitung eines schwierigen Themas - der Jus-Professor hat ein perfekt auf seinen Vortragsstil abgestimmtes Foliendesign gefunden. Invertierte Schrift, einzelne Wörter und Bilder pro Folie, keine Bulletpoints: das widerspricht jeder gängigen Votragstheorie, gibt der Gesamtperformance aber jene Flow und jene Eleganz, die der klassischen Powerpoint-Präsi einfach völlig fehlen. Mit anderen Worten: ein gelungenes Treffen von Tante Inhalt mit Onkel Form:
Der aktivste Teil des aktuell laufenden Barcamps ist für mich persönlich vorbei - Martin und ich haben unseren kleinen Vortrag zum Thema "Webseitenmonetarisierung" gleich zu Beginn gehalten, erfreulicherweise entwickelte sich eine rege Diskussion.
Die Session hat zwar ein wenig länger gedauert als ursprünglich geplant - danke allen Anwesenden für die Aufmerksamkeit! Wir haben versucht, eine kurze Darstellung des derzeitigen .at-Major-Player Online-Werbemarktes zu bringen und anschließend ein paar Milchbubenrechnungen angestellt - Martin sprach dabei über klassische TKP-Vermarktung, ich hab anhand meiner Erfahrung mit den datenschmutz-Zahlen dargestellt, welche Möglichkeiten der Blog-Monetarisierung der Longtail abseits von Bannerschaltungen bietet. Ultra-kurze Zusammenfassung: bei general topic Blogs zahlt sich Affiliate-Marketing via Zanox und Co. weniger aus als Linkvermietung und bezahlte Reviews, zum Beispiel via Linklift und Trigami.
Bei aller Freude über Longtail-Monetarisierung liegt der Pudel aber darin begraben, dass etablierte Marketingagenturen Bannerbuchungen erst ab einem Minimum von einer halben Million PVs schalten, da der Organisationsaufwand und die Koordination einer Reihe von Microsites zuviel Aufwand verursachen. Im Gegensatz zu Community-Sites etwa haben Weblogs in der Regel eine recht niedrige Pageviews-pro-unique-visitor Rate - was also kurz gesagt fehlt, ist ein Aggregator in der Mitte, der die PVs vieler Blogs thematisch bündelt und dann an Mediaagenturen weiter verkauft. Zukunftsmusik? Wir werden sehen
Blogvermarktung [rechte Maustaste + "speichern unter"]
PS: Mehr zum Barcamp später, danke jedenfalls mal an die OrganisatorInnen - endlich hab ich auch mal Yoda, bei dem ich schon ewig mitlese, persönlich getroffen. Generell find ich die Stimmung hier sehr angenehm und produktiv, wird sicherlich noch ein spannendes Wochenende. So, und jetzt hör ich weiter Karin und Nicole beim Thema "Internationalisierung von Blogs" zu.
Googles Chef-Ingenieur Mat Cutts hat einen Vortrag gehalten beim WordCamp 2007 - die zugehörigen Powerpoint-Folien gibt's nun zum Download. [via onmeco]
Durchlesen zahlt sich aus - für WordPress Pros ist zwar wenig neues dabei, aber Matt, der alte Fuchs, hat natürlich die zentralen Google-relevanten Punkte zusammengefasst. Einzig seiner Empfehlung, den wp-admin Ordner auf IP-Ebenen zu blocken, kann ich gar nix abgewinnen: htaccess Passwort meinetwegen - aber wenn ich mal aus dem Internetcafe blogge, dann will ich mich definitiv nicht selbst aussperren.
Aber weil Bulletpoints ohne Kontext bekanntlich nur halb so schön sind, gibt's die komplette Transkription von Matts Vortag beim Chirokpraktiker aus San Diego. Und für alle eher multisensorisch Orientierten gäbe es angeblich ein Video am One Man's Blog, aber selbiges mag gerade nicht laden.
Zitat der Woche von Matt (man kann nur hoffen, dass es auch ein privater Laptop war, bei M$ weiß man ja nie so ganz genau, was letztendlich wirklich in die Files reingeschrieben wird):
Google's PR team was kind enough to verify that it was okay to release. I made the slides from scratch (not even a Google template), so there shouldn't be any problems with notes in the slides or other metadata.
Nanopub hat übrigens die zentralen Punkte des Vortrags destilliert und in eine knackige deutschsprachige Liste verpackt.
| 30. Juli 2007 | bis | 5. August 2007 |
Diese Woche: Neuschöpfungen en masse. Da wäre einmal der schöne Begriff Gebördel: das (fachspr., ugs. komplexer, ungebetener, ausführlicher Vortrag eines [selten auch selbstern.] Spezialisten zu einem Nischenthema. Radio4SEO dagegen ist nur mehr fast ganz neu - immerhin lief diese Woche bereits die 2. Ausgabe - unbedingt anhören! Ebenfalls ganz frisch: Giga veranstaltet gerade einen Homepage-Award und Michael ist mit seinen grandiosen GreenSmilies nominiert, unter allen Abstimmenden werden Preise verlost: Voting. Ebenfalls neu sind die Blogperlen.de. Robert generiert, René spekuliert.
Das Wichtigste zuerst: nachdem letzte Woche einige neue Sicherheitslücken in WordPress aufgetaucht sind und der Versuch, die Sache mit einem freundlichen XSS-Wurm zu fixen, nicht auf grenzenloses Vertrauen bei allen Bloggern stieß, gibt's mittlerweile das offizielle Update für alle, die nicht gerne in php-Core Dateien herumgraben. Für beide Zweige existieren nun die passenden Versionen WordPress 2.2.2 und 2.0.11, die deutschsprachigen Softwarepakete stehen auf WordPress-Deutschland zum Download bereit, mit dem Upgradepaket sind die Fixes im Nu eingespielt.
Die Mad TV Mannschaft hat ein hervorragendes Video zum Thema Powerpoint-Präsentationen online gestellt - sozusagen die Gegenthese zu Hans Rosling [via BasicThinking]:
Pfff, was der teure Redakteur kann, schafft der neue Algorithmus schon lange... Bilder zu Texten zuordnen kann ja denn nun wirklich nicht so schwer sein. Denkste! Ob Schwangerschaft oder Symbolfoto: ungewollt bleibt ungewollt: da kann's bei Google News natürlich schon mal vorkommen, dass die Simpsons zur bildlichen Veranschaulichung von Schlagzeilen wie "Vater löscht Familie" aus herhalten müssen. Gesehen bei Stefan Niggemeier, der übrigens in der vergangen Woche Opfer einer üblen Spam-Kampagne wurde:
Und wo wir gerade beim unglücklichen Einsatz gängiger Formate sind: immer wieder sorgen unsere hochgeschätzten Matching-Algorithmen für unfreiwilligen Zynismus. Die kontextsensitive Werbung basiert ja bekanntlich auf ganz simplem Keyword-Matching, will heißen: da landet schon mal ein Banner für eine CD-Burning Software mit dem Slogan "Burn baby, burn" neben einer Meldung über zwei bei einem Feuerunglück verbrannte Kleinkinder. Derlei "glückliche" Paarungen finden sich in selten Fällen allerdings sogar im guten alten Real Life - staunen Sie selbst.
Über Karins Fastenyourseatbelts bin ich auf einen Artikel von Hannes Treichl gestoßen: 10 Gründe gegen Blogs im Tourismus ist absolut lesenswert, die Argumentation lässt sich gut auf andere Wirtschaftszweige übertragen, Zitat:
- Alle relevanten Infos stehen schon auf unserer Homepage.
- Wir wollen bei Google nicht besser gefunden werden.
- Weil wir bereits 2.000 EUR im Monat für Suchmaschinenmarketing ausgeben.
Dass einem Corporate Blog-Launch oft sehr viel Überzeugungsarbeit vorangeht, kenne ich aus eigener Erfahrung. Im Gegensatz zu einer "klassischen" Homepage, die in der Regel irgendwann als fertiggestellt klassifiziert wird, erfordert ein Weblog ständigen Input und Aufmerksamkeit - ein gut geplantes und vor allem auch längerfristig umsetzbares Redaktions-Konzept ist daher wichtiger als ein möglichst perfekter Status Quo: Blogs sind evolving media, die erst in der Interaktion mit ihrem Publikum Profil erhalten.
Im Namen des Herrn erkläre ich Conrad und Ikea zu Mann und Frau... enladen. Und stimme dem Dreibeinblog vorbehaltlos zu, dass der Freizeit-Katalog-Teil unsers Lieblings-Dioden-Versenders ungeahnte Risiken birgt.
Der erste Teil von Peruns Serie WordPress verstehen bietet eine exzellente Einführung in den grundsätzlichen Aufbau von WP-Templates und eine Erklärung der benötigen php-Funktionen:
Mit diesem Artikel werde ich eine kleine Artikel-Serie starten in der ich den Aufbau der WordPress-Themes beschreibe. Speziell in diesem Artikel werde ich etwas Theorie einbringen und vor allem Begriffe aus dem Bereich der WordPress-Themes erklären.
Hochgrad empfehlenswert für Noobs, gute Übersicht für Template-Füchse. Ich bin schon gespannt auf Teil 2 und 3... so macht Weiterbildung im Netz Spaß.
Pownce will den Versand von Dateien innerhalb geschlossener Usergruppen erleichtern:
Pownce is a way to send messages, files, links, and events to your friends. You'll create a network of the people you know and then you can share stuff with all of them, just a few of them, or even just one other person really fast.
Dabei handelt es sich nicht um eine Online-Applikation, sondern eine Software, die lokal installiert werden muss. In der Free-Version sind Faktoren wie die Dateigröße eingeschränkt, weitere Features werden demnächst folgen. Derzeit befindet sich das Projekt in der closed beta Phase - ich hab von Julius eine Einladung bekommen und mich mal registriert, Pownce bislang aber noch nicht benutzt - und ich darf 6 Einladungen vergeben. Wer sich die Sache näher anschauen will, hinterlässt einfach einen Kommentar zum Wochenrückblick.
Aber der goldenen Trunkenbold glänzt ganz gewaltig: wie Skuub.de berichtet, haben Mediadonis und Fridaynite auf SEO.fm diesen neuen Preis ausgerufen. In verschiedenen Kategorien wie bestes Projekt, bester Newcomer, bester SEO 2007 etc. kann online abgestimmt werden. Über die Dauer der Abstimmung scheint nichts näheres bekannt zu sein, auch über die große Galazeremonie hält sich der Artikeln vorerst ebenfalls bedeckt:
Also stimmt mit ab, oder added eure Vorschläge für den prestigeträchtigsten und gestörtesten Award der SEO Szene!
In diesem Sinne - einen schönen Restsonntag!
PS: 300 Trackbacks - kewl, danke!
Frank Helmschrott hat einen lesenswerten Vergleichsartikel zum Thema Drupal vs. WordPress verfasst, der falsche Steve Jobs schreibt über Negropontes 100$ iPhone, Helge preist die die neue Einfachheit von Powerpoint-Präsentationen und Sabrina berichtet vom the gap Außeneinsatz beim Nova Rock Festival. Im Übrigen dominierten das Ei-Fon und Googles geringe Freude mit bezahlten nofollow-Links die Tech-Berichterstattung der Woche.
Die großartige Irina Slutsky war für Geek Entertainment TV On-Site beim Launch des iPhones - nichts mit 72-Stunden Wartemarathons, gerade mal 4 Stunden mussten die zukünftigen Meck-Telefonierer auf ihr Gadget warten. Ehrlichtreu dagegen weiß, warum man sein eigenes Handy niemals nicht aus den Äuglein lassen sollte, sonst vermehren sich alle Arten von Viren allzu rasch.
Fridaynite hat mal wieder tief in die Glaskugel geblickt und bringt auf seinem Blog eine absolut ernst zu nehmende Verhaltensliste für erfolgreiche Webmaster der Zukunft:
Google kickt alle Webmaster, die
- kein Adsense verwenden
- zu viel Adsense verwenden
- Yahoo Ads schalten
- eBay Ads schalten
- Preise vergleichen
- Affiliate Links enthalten
- Bannerwerbung machen
- externe Links ohne Nofollow enthalten
- [...]
Plugins sind in WordPress fix installiert: zip-Datei entpacken, Ordner raufladen, aktivieren, fertig. Trotzdem kümmert sich der Plugin Installer um die noch weitere Vereinfachung dieses Prozesses. [via Contenschmiede] Nützlicher als die One-Click Installation finde ich die integrierten automatischen Update-Checks für neue Versionen - die klappen allerdings nur dann, wenn das betreffende Plugin in einem Repository, das ein entsprechendes XML-Interface anbietet im WordPress-SVN Repository gehostet wird:
PlugInstaller is a WordPress plugin-management plugin that eliminates the need to download a plugin archive, upload it to your FTP server and unpack it manually. With PlugInstaller, you can easily enter a plugin URL (e.g. directly from a plugin repository website like the WordPress.org plugin repository) within the admin interface which is in turn automatically downloaded and installed on your server or you can upload a file from your local file system which is also automatically installed.
Ranking-Konzept.de hat die teuersten Domains 2007 aufgelistet - porn führt natürlich, ansonsten überrascht die Auswahl der Top Five dann doch:
Wenn's ums Geld geht, heißt es schnell mal Schluss mit lustig: eine erfolgreiche Domain erweckt die Begierden überaus zwielichtiger "Geschäftspartner" [via Christian in Wien]:
Jedenfalls ist es mir passiert, dass ich intensiv via E-Mail und per Telefon erpresst, bedroht und genötigt worden bin. Ziel der Kampagne war es, die in den Suchergebnissen sehr gut belegte Domain "profi1a.de" herauszugeben und den Pagerank von 5 (predicted 6) damit an Leute zu übertragen, die hier vermutlich eine automatisierte Linkfarm mit professionellem Contentklau betreiben wollten.
[...]
Bald schon fielen aber Sätze wie: Das wäre das Beste für Sie, es kann heute so schnell mal was passieren, Sie haben doch Kinder, oder?
An diesem Punkt war Schluss mit lustig.
Ich hoffe, dass bei den Ermittlungen etwas rauskommt und Peter diesen Vögeln das Handwerk legen lassen kann... und wünsche allen LeserInnen einen schönen Restsonntag und ein Online-Leben ohne Cybercrime-Stress.
Über Nico Zorns Blog bin ich gerade auf Slideshare gestoßen. Die Funktion der Seite ist schnell erklärt: analog zu FlickR und ähnlichen Video-Communities stellen die User ihre eigenen Dateien online - in diesem Fall allerdings keine Filmchen, sondern Powerpoint-Präsentationen.
Die Größenbeschränkung von 20MB erlaubt auch umfangreiche Slideshows mit eingebunden Bildern, kategorisiert wird mittels der inzwischen so beliebten Tags. Diverse Social-Navigation-Funktionen wie beliebteste, neueste, meistkommentierte Einträge etc. erlauben einen flotten Einstieg in die weite Themenwelt der Powerpoint Präsentationen. Das eigene Profil versammelt alle selbst hochgeladenen Präsentationen.
Mich erinnert die Seite unweigerlich an Vilém Flussers Voraussagen über die neue Medienwelt: es werde nicht mehr darauf ankommen, möglichst viel Information zu speichern - neue Techniken führen dazu, dass wir unsere kognitiven Fähigkeiten nicht mehr primär zum Abspeichern von Information nutzen, sondern zum Strukturieren und Rekombinieren, da der vergleichsweise unkreative Speicherakt elegant auf Maschinen ausgelagert wird. [vgl. Flusser, Vilém: Vom Subjekt zum Projekt. Menschwerdung. Bollmann Verlag, Bensheim/Düsseldorf 1994 sowie Flusser, Vilém: Kommunikologie. Bollmann Verlag, Bensheim/Düsseldorf 1996]
Arbeitsteilungsstrategien via digitale Medien - die Eleganz und Zuversicht dieser Idee hat mich schon während des gesamten Studiums viel mehr begeistert als das konstante Grundrauschen der Kulturpessimisten, die in in bisher jedem neuen Medium den Untergang der Kultur zu erblicken glaubten. Wir alle stehen ja ohnehin "auf den Schultern von Giganten", wie's so schön heißt.
Selbstverständlich könnte man ganz nach persönlicher Präferenz in einer Plattform wie Slideshare eine weitere Schaufel Erde auf dem Grab kultureller Eigenleistung vermuten - und natürlich könnte sich die Plattform zu einem beliebten Selbstbedienungsladen etwa für studentische Seminare-Referate entwickeln. Sei's drum: die digitalen Datenspeicherung erleichtert ja nicht nur den Plagiierenden das Leben, sondern ermöglicht auch erst die Existenz des neuen akademischen Berufsbildes Plagiatsjäger. Ich halt's da jedenfalls lieber mit Frank Hartmann, der in seinem Telepolis-Artikel Pimp my text imho ziemlich elegant zusammengefasst hat, warum man seriöses Arbeiten nicht erzwingen - im besten Fall aber durch sinnvollen Einsatz der neuen Medien wesentlich spannender gestalten kann. Wozu wiederholen, was andere schon vorher gemacht haben? Take it and continue from there! In diesem Sinne - viel Spaß mit Slideshare.net.
PS - der Werbeblogger hat Slideshare.net auch schon verlinkt - mal sehen, ob demnächst der recht geringe Anteil an deutschsprachigen Präsentationen ansteigt
Diesmal: Die Bewegfeder der Destillusion. Oder: nichts über die Bartvorlieben der österreichischen Frauen.
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