datenschmutz - Social Marketing, Pro-Blogging und medien.kultur.technik
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Artikel-Schlagworte: „Präsentation“

eDay Verlosung: Video-Visitkarten im Wert von €1.700 gewinnen!

Am 4. März lädt die Wirtschaftskammer Österreich zum eDay 2010. Online-Video bildet in diesem Jahr einen besonderen Schwerpunkt. Über den E-Video Award habe ich bereits berichtet (die Einreichfrist endet am 5. Februar), außerdem wird die gesamte Veranstaltung mit mehreren parallelen Streams live im Netz übertragen inklusive Keynote-Videoarchiv. Und für datenschmutz-Leser gibt's zusätzlich eine ganz besondere Aktion: in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich verlost datenschmutz 2 Video-Visitenkarten im Gesamtwert von €1.700,-. Professionell produziert werden die Clip von News on Video, dem Full-Service Dienstleister rund um Bewegtbilder im Internet.

Damit trifft das Wiener Unternehmen exakt den Zeit- oder besser gesagt Netzgeist, denn eine solche multimediale Vorstellung wertet Homepages enorm auf und wird entsprechend stark nachgefragt. Die Video-Visitenkarte ist ca. eine Minute lang und inkludiert ein kurzes Interview. Ein Beispiel findet man auf der News on Video Homepage: Diesen Beitrag weiterlesen »

Blogistan Panoptikum KW47 2009

Das Jahr neigt sich unweigerlich seinem Ende zu - bei den Kalenderproduzenten steigt die Nervosität ins Unermessliche, Motorradfahrer müssen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und die Weihnachtsbeleuchtung - keine Spur von Energiesparlampen - ist an. Trotz zunehmend winterlicher (Miss)Verhältnisse friert in der Blogosphäre aber gar nix ein: da wird Altbekanntes neu aufgewärmt, neues Heißes auf Trinktemperatur abgekühlt und syndiziert, was das Zeug hält: Business as usual eben, dessen letzte sieben Tage Linzerschnitte und datenschmutz wie gewohnt für Sie zusammengefasst haben.

HYPE: Foursquare.com

Judith aka Linzerschnitte Facebook war der Liebling der Medien 2008, 2009 wurde und wird Twitter in den Mainstream-Himmel gehyped - but who's next?
Wenn man Mashable Glauben schenkt, dann wird 2010 foursquare.com die Spitze des Hype Cycle erklimmen!

Foursquare.com erinnert auf den ersten Blick ein bisschen an die Android App Latitude: Man legt Orte an, an denen man sich regelmäßig bewegt, checkt ein, wenn man diese aufsucht, informiert seine Freunde darüber. Erweitert wird das ganze um den Faktor "addictive Game" - wie bei Farmville oder der guten alten Zombie oder Mafia Application auf Facebook wird das ganze durch ein Gratifikationssystem, dem Sammeln von "Badges" gefördert. Wer am meisten Badges hat, wird zum "Mayor" der Location. Nun, wir werden sehen, ob Spieltrieb oder Datenschutzbedürfnisse siegen. Eines lässt sich jedenfalls schon fix feststellen: Geotagging ist wirklich totally "in", auch Twitter springt auf den Verortungszug auf.

Pete Cashmore hat noch mehrere Parallelen zwischen Twitter und foursquare.com ausgemacht:

The parallels with Twitter are numerous. As technology early adopter and popular blogger Robert Scoble wrote in September: "Go back three years ago. Twitter was being used by the same crowd that is playing with Foursquare today. (...) This week Foursquare debuted the singular piece that launched Twitter into the stratosphere: an API.

PS: Bis vor kurzem war Foursquare nur für Städte in den USA freigeschalten, nun sind schon einige Städte mehr dabei!

Radiospotting: Web-Präsentation ist online

ritchie aka datadirt Bald ist das Linzer Kulturhauptstadtjahr zu Ende - und eines der spannendsten Projekte ging zwar offline im Oktober zu Ende, ist aber mittlerweile lückenlos online dokumentiert. Beim Projekt Radiospotting präsentierten 13 Autoren ihre Stories an verschiedenen Plätzen mittels lokaler Radiosender:

Seit Paul Watzlawick wissen wir: Kommunikation entsteht beim Empfänger. Diesen Gedanken aufgreifend, werden an 13 Orten in Linz (z.B. Stifterhaus, Nibelungenbrücke, Neuer Dom,...) lokal begrenzte Radiosender Arbeiten von 30 internationalen SoundkünstlerInnen über den Äther schicken. Grundlage für die akustischen Arbeiten waren 13 Orte und deren Geschichten, welche von renommierten oberösterreichischen Autorinnen und Autoren geschrieben wurden. Ohrenzeuge kann dabei jeder werden, der sich mit einem Radio an die einzelnen Orte begibt, die Frequenz einstellt und seine Ohren spitzt.

Unter dem Menüpunkt tune in! kann man nun alle Beiträge auch ohne Linz-Besuch nachlesen und -hören. Auf Radio Fro gab's eine begleitende Doku-Serie, die einzelnen Beiträge sind ebenfalls online dokumentiert.

Google Chrome OS

Judith aka Linzerschnitte Wir haben bereits im letztwöchigen Panoptikum darüber berichtet: Tod dem Desktop, Tod Microsoft! Dieser Kampfspruch scheint bei Google nicht unter das Mission Statement "don't be evil" zu fallen. Dem Konkurrenten Microsoft wird einmal mehr gnadenlos der Kampf angesagt, diesmal an seinem angestammten Platz, dem Desktop. Auf dem Desktop verfügt Microsoft über Heimvorteile, darum wird er von Google einfach als redundant erklärt. Das Betriebssystem Chrome OS wird daher in der Cloud, genauer gesagt im Browser angesiedelt. dieses Video erklärt schon mal, wie Google Chrome funktionieren soll.

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Allerdings ist das Chrome OS nicht für Laptops geschaffen: laut Mashable ist ein Solid-State-Drive angeblich Voraussetzung:

Chrome OS doesn't support drivers and will not run on your laptop: The Google operating system won't be running on your Dell or Macbook anytime soon – it only works with solid-state hard drives. It is meant for Netbooks. Many hardware manufacturers are going to have to tweak their netbook designs to support Chrome OS.

Dann warte ich vielleicht doch noch ein bisschen mit der Anschaffung eines Netbooks...

Facebook weicht List-Policy auf

ritchie aka datadirt Beim Filtering the Stream Roundtable frage Loic Le Meur Facebook VP Bret Taylor, warum 3rd Party Apps kein Zugriff auf die Freundeslisten gewährt werde - Twitter erlaubt dies. Und wider Erwarten scheint Facebook das tatsächlich vor zu haben:

Taylor said that Le Meur’s request seemed "reasonable" and continued "we should do that." “We're not working on that. But we should be," he continued. So there you go, done deal. Great. It would seem that soon, third parties should have access to the list filters that Facebook uses.

Im Zeitalter von Social Graphs und personalisierter Information spielt dies keine geringe Rolle, denn:

If there were a way to merge Twitter Lists and Facebook Friend Lists, third-party services could provide a valuable new service: Easy-to-make Facebook and Twitter social graph mashups.

Automatic Captions für Youtube Videos

ritchie aka datadirt Am offiziellen Google-Blog wurde letzte Woche bekannt gegeben, dass Youtube Videos ab sofort automatisch erstellte Untertitel anbietet. Seit längerem können Video-Uploader Untertitel anbieten, nun geht Big G in punkto Accessibility mit Voice Recognition Technologie noch einen Schritt weiter:

To help address this challenge, we've combined Google's automatic speech recognition (ASR) technology with the YouTube caption system to offer automatic captions, or auto-caps for short. Auto-caps use the same voice recognition algorithms in Google Voice to automatically generate captions for video. The captions will not always be perfect (check out the video below for an amusing example), but even when they're off, they can still be helpful—and the technology will continue to improve with time.

Auch das manuelle Untertiteln von Beiträgen wird einfacher: es reicht, ein simples Text-File hochzuladen, das auto-timing Feature sorgt für die Einblendung der Untertitel an der passenden Stelle. Wie das genau funktioniert, zeigt folgendes Demo-Video:

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Facebook becoming lame for young folks?

Judith aka Linzerschnitte Diese berechtigte Frage stammt von niemand geringerem als Guy Kawasaki (bzw. seiner Twitter-Assistentin). Meine Antwort: Ja, ein bisschen schon. Denn nicht nur ältere Schwestern sondern auch Eltern und andere Verwandte und womöglich auch Lehrer, Chefs und Kunden überfluten Facebook zunehmend und stalken bzw. geben das Gefühl, gestalkt zu werden. Manche davon laden einfach die Fotos von Opas letzter Geburtstagsfeier hoch, die einen nicht gerade so cool aussehen lassen, wie man gerne hätte. Doch wie so oft hat das Social Web da auch schon eine Lösung bereit, oder zumindest eine Selbsthilfegruppe. Auf myparentsjoinedfacebook werden Sie geholfen!

So, you finally caved. You've accepted a friend request from your Mom, Dad, crazy Aunt Ida, and your college roommate’s newly divorced mother. Well here's your chance to get back at them for taking away your public privacy.
Email us at: myparentsjoinedfacebook@gmail.com because we want to laugh at your Mom’s ridiculous Facebook status and the embarrassing message your Dad wrote on your wall too!

Blogazines vs. Blog

ritchie aka datadirt "Für jeden Artikel das gleiche Template - das ist doch langweilig!" Das denken sich einige Blogbetreiber mit gesteigerten grafischen Ambitionen und legen ebenso viel Wert auf grafische Gestaltung einzelner Artikel wie auf deren Inhalt. Smashing Magazine hat ein beindruckendes Feature über diese "Blogazines" zusammengestellt - und zwar thematisch passend ebenfalls in aufwendigem Layout. Die Frage " We have some of the most creative and inspiring designers in our profession, so why don't we show our true potential in our blog articles?" mag durchaus berechtigt sein, aber Dustin Curtis hat völlig recht mit seiner Anmerkung zu HTML und CSS:

The biggest disadvantage is that CSS and HTML are terrible technologies that weren’t designed for page layout. They were designed for structured content presentation, like for a newspaper, where all the elements throughout the website are the same and are re-used. But I'm trying to make a magazine, where the content and presentation are inextricably mixed and unique. The way presentation CSS is supposed to be decoupled from the content HTML is totally counter to the mission I am trying to accomplish, and it makes coding the articles frustrating, messy and time-consuming.

Agenturfail der Woche: Zertifizierter Social Media Koordinator

Judith aka Linzerschnitte Wo Honig ist, da sind auch (Schmeiß)fliegen. Social Media und seine/ihre Handhabung erfordert vor allem zwei Dinge: grundlegendes Interesse in Kommunikation und einigermaßen normale Umgangsformen. Der Rest kommt von selbst. Aber nicht, wenn es nach einer Salzburger Agentur geht. Da versucht man, aus Social Media eine Profession zu machen - wer also ein paar Wochenende Zeit und läppische 990 Euro investiert, der darf bekommt von der Agentur ein Zertifikat verliehen und darf sich "Social Media Koordinator" nennen/schimpfen. Anmelden kann man sich übrigens auch via Facebook - und der Weg vom Computer-Illiterate zum SM-Star ist ein kurzer:

. In einer drei Tage dauernden Ausbildung erfahren die künftigen Social Media Koordinatoren alles, was sie für eine erfolgreiche Performance im Web 2.0 benötigen.

Buttons mit CSS

ritchie aka datadirt Submit-Buttons, RSS-Buttons, Button-Buttons... Photoshop darf heute mal länger schlafen, denn Onkel Janko holt die große CSS-Bastelkiste aus dem Keller. Genau sowas hab ich gesucht:

Designers have many reasons to style buttons, including to make them more attractive and to enhance usability. One of the most important reasons, though, is that standard buttons can easily be missed by users because they often look similar to elements in their operating system. Here, we present you several techniques and tutorials to help you learn how to style buttons using CSS. We'll also address usability.

Wirklich tolle Anleitung - demnächst kriegt mein "submit-Button" unter dem Mailinglist-Formular ein neues Styling verpasst! :mrgreen:

Twitter: Zahlen, Fakten, Spekulationen

ritchie aka datadirt "How many roads must a man walk down?" Wir wissen's bis heute nicht - kein Wunder: immerhin verbläst der Wind die Antwort. In der digitalen Welt bleiben keine solchen Unsicherheiten bestehen. Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wieviele Tweets pro Tag im Durchschnitt verschickt werden? 27,3 Millionen pro Tag sind es, berichtet PR 2.0 basierend auf aktuellen Pingdom-Zahlen. Das macht pro Jahr dann 10 Milliarden Micro-Messages, wobei CNET erst vor einem Monat über das 5-milliardste Tweet berichtete.

Auch bei den Clients gibt's neue Zahlen: das Web-Interface führt immer noch mit weitem Abstand (46,8 Prozent), ganz und gar nicht dicht gefolgt von Tweetdeck (8,48 Prozent). Seesmic kommt auf 1,1 Prozent, alle anderen Client zusammen erreichen 37,14%. Die ganze Tortengrafik hat ReadWriteWeb.

Ziemlich unsicher ist indes, was mit der SUL, der heiligen "Suggested Users List" geschieht - Twitter will sie, zumindest in der jetzigen Form, los werden:

The benefits to getting on the list are great indeed. Users added to the SUL, gained on average of 53,000 new followers after being on the list for a week and 170,000 within the first month. Some users even gained as many as 370,000 in the first 30 days.

Womit genau, weiß noch niemand - aber die Gerüchteküche über einen Authority-Algorithmus läuft derzeit noch heißer als sonst. Dabei ist doch alles maßlos überschätzt, kontert New Comm Biz häretisch unter dem Titel "Twitter doesn't create influence, it reaveals it":

Twitter didn't make anyone influential. Twitter only exposes and amplifies influence. If you look at the top 100 Twitter accounts, the only person/company that Twitter made influential was @Twitter. Everyone else was already influential in their own right.

Von SuperTweetern geht's nahtlos zu den Supertweets, Scobleizers neuem Steckenpferd. Twitter will ja definitiv Werbung zulassen, aber die wird, so Scoble, in Form von Metadaten ausgeliefert:

Think about all the metadata that exist OUTSIDE of the Tweet. How about you mouse-over a Tweet to see a new slide-down UI that shows you all the metadata.

Wow - wirklich super! Werbung mit eingebautem Pop-Up Blocker in der Tat "Advertising we love" :mrgreen:

Judiths Video der Woche

Warum spielen Frauen Fußball? Weil es der Fußballplatz der beste weil sozial anerkannte Ort für einen Bitchfight ist:

Ritchies Video der Woche: Ficker oder Nicht-Ficker?

Das ist hier die Frage... [via Web-Newspaper.de] Und genau deshalb fahren wir im Inland mit dem Zug! :evil:

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Lesetipps der Woche

  • "Es bedurfte nur eines Tweets": Die "Twitterrevolution Iran Election" hat den reflektierten Social Media Nutzer eines gelehrt: Oft ist eine gehypte Revolte auf Twitter nicht mehr als heiße Luft. Doch Social Media kann mächtig sein. Wie mächtig dokumentierte Alan Rusbridger, Chefredakteur der britischen Tageszeitung "The Guardian". Eine "klassische" PR Firma namens Trafigura und die Anwaltskanzlei Carter-Ruck durften so auf die harte Tour lernen, dass sich die Zeiten geändert haben.
  • Quantenrechner-News: Bis vor kurzem habe ich hinter dem Mond gelebt. Ich wusste nicht, was ein Quantenrechner ist. Nun, wo ich dieses neue, zukünftige Buzzword aufgeschnappt habe, verfolge ich alle News zum Thema. So auch diese. Laut Hype Cycle der Gartner Company wird der Quantenrechner in spätestens 10 Jahren übrigens "the next big thing!.
  • Twitter und Facebook machen jeden zum Affiliate-Marketer, schreibt Gastautor Steve Poland in einem lesenswerten Gast-Posting auf TechCrunch. Bestes Zitat: "The adult industry has always been ahead of the curve, but I digress."
  • Ikea rules: Es gibt dann auch noch Agenturen, die sich im Bereich des Social Media Marketings ein bisschen mehr einfallen lassen. Was dabei rauskommt, zeigt diese wirklich nette Video.

Und damit sind wir auch schon wieder rasend schnell am panoptischen Fluchtpunkt angelangt, sprich: rückblickend werden wir Ihnen erst wieder in sieben Tagen eine Woche zusammenfasst haben - bis dahin: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Digitalks: Marketing mit Twitter

digitalks twitter Digitalks: Marketing mit TwitterGestern Abend hielt ich bei Digitalks den zweiten Teil meines Vortrags über Twitter Marketing. Kurz gesagt existieren zum explodierenden Micro-Blogging System zwei divergente Meinungen: während die einen (Guy Kawasaki) von einem Numbers Game sprechen, sagen die anderen (Tim O'Reilly), dass "quality followers" das einzige sind, was wirklich zählt. Die Wahrheit liegt meiner Meinung nach wie so oft genau dazwischen: wer auf Twitter erfolgreiche Marketing-Kampagnen starten will, muss beide Faktoren beachten, denn ehrlich gesagt: mehr "gute" Followers sind besser als wenige.

Mit der steigenden Popularität Twitters tummeln sich auch immer mehr Bots im System - wer vollautomatisch übers Wetter informiert werden möchte oder Blog-Updates lieber via Tweet als RSS erhält, wird sich darüber auch durchaus freuen. Für Marketer sind Bots allerdings bekanntlich schlechte Kunden - Ziel des Followeraufbaus muss es daher sein, möglichst Themen-affine User zu finden. Mit dem Folgen allein ist's aber noch lange nicht getan: Twitter mag recht neu sein, ein konstanter Faktor bleibt allerdings quer über sämtliche Medienformate bestehen: Schlüssel zum Erfolg ist der Aufbau von Vertrauen, und Vertrauen entsteht nicht als Ergebnis einer punktuellen Aktion, sondern ist das Resultat einer langfristigen Beziehung. Wer interessante Informationen bereitstellt, sich als hilfreicher und kommunikativer Tweeper zeigt, der bekommt auch eine Menge toller "Twitter Moments" (Max) zurück.

Die von Twitter eingeführten Metriken und Limits (jeder neue User darf 2.000 Personen folgen und ab diesem Zeitpunkt jedoch nur 20% Usern mehr, als ihm selbst folgen) funktionieren diverse automatisierte Follower-Aufbau-Tools sehr gut. Vom gratis verfügbaren, aber recht eingeschränkten Twitseeker, das außerdem pro Follow ein Tweet produziert, über diverse Desktop-Clients bis hin zur serverseitigen PHP-Lösung Twittersnipe, mit der ich auf einigen Minor-Accounts sehr erfreuliche Erfahrungen gemacht habe. Aber trotzdem: Künstliche Intelligenz oder auch nur einigermaßen semantisch-schlaue Scripts sind weit und breit nicht in Sicht: solche Tools können zwar den Follower-Aufbau beschleunigen, aber keinesfalls manuelles Nachjustieren ersparen: Twitter braucht Zeit. Je mehr, desto besser. Hier das komplette Video meines Vortrags, die zugehörigen Präsentation ist ebenfalls öffentlich verfügbar. Die Life-Streams alles aufgezeichneten Vorträge gibt's auf digitalks.

Ich hab gestern Abend auch einiges dazugelernt - war wieder mal ein spannende Abend. Und den Mash-Up-Tipp des Abends hatte Luca parat: Tweepler spart beim Follower-Sortieren immens viel Zeit.

PS: Sehr gefreut hab ich mich natürlich über Merals Tweet!

@datadirt you did a great job today at #digitalks finally understood how marketing on twitter can work

Bist du manchmal unzufrieden?

Ich poste normalerweise keine Powerpoint-Präsentationen, bei denen die Herkunft der Bilder nicht nachzuvollziehen ist, die also Urheber-Probleme verursachen könnten. In diesem Fall riskier ich's ausnahmsweise - schließlich steht in dem Dokument ja auch die deutliche Aufforderung zur Verbreitung. Achtung: nicht lustig. Aber inspirierend. Irgendwie fühl ich mich geradezu verpflichtet, diese PPT zu publishen - grad heute hab ich mit Harald beim Mittagessen über den Vicious Circle des "Power Raunzing" diskutiert. Also, hier eine Pille gegens Jammern:

ATV Programmpräsentation: Feiern mit Katrin und Sascha

ATV ProgrammpräsentationIm Museumsquartier lud der österreichische Privatsender ATV gestern Abend zur Programmpräsentation. Der offizielle Teil verlief sehr zügig, nach einem kurzen und gelungenen Live-Auftritt der A Capella Heroes Bauchklang begann der ausgedehnte inoffizielle Part. Und Fernsehpartys sind nun mal um einiges glamouröser als Internet-Events - in der Hinsicht können Geeks definitiv nicht mithalten. Sehr gelungen auch das visuelle Setup in der Halle E: Strukt projizierten ihre organisch-verspielten Visuals auf mehrere Leinwände, darunter eine riesige, geschwungene Konstruktion, die mittels eines überdimensionierten Touchscreens (siehe Titelfoto) von Besuchern mit Logos und Botschaften beschickt werden konnte.

Programmtechnisch gab's wenig Überraschungen: ATV setzt weiterhin auf die Quotenbringer Doku Soaps und auf Dominic Heinzl, den Meister des losen Mundwerks - der war natürlich auch mit seinem Kamerateam bei der Arbeit. Spannend wird's ab Jänner im österreichischen Bewegtbild-Internet, wenn ATV die erstmals am vergangenen Wiener Barcamp präsentierte neue Videocommunity launcht. Für early birds wird's natürlich hier am Blog im Dezember einige Beta-Keys geben.

Einziges Ärgernis des Abends: ich hätte eine brauchbare kleine Digitalkamera einstecken sollen... denn so blieb mir nur das Handy für zwei Erinnerungsfotos - und bei dem schummrigen Licht reicht's gerade mal für Wiedererkennbarkeit.

Katrin Lampe und ritchie

Katrin Lampe zog in einem grandiosen silbernen Abendkleid ziemlich viele Blicke auf sich.

Sascha Walleczek und ritchie

Wieder was gelernt: Sascha Walleczek tanzt gerne - ihr hat die Party anscheinend auch gut gefallen.

Samir H. Köck

Für die passende Soundkulisse sorgte Samir H. Köck.

Das Catering war selbst für Buffet-Verwöhnte Feier-Profis ein absolutes Highlight. Von Copaloca habe ich nur die ausgezeichneten Vorspeisen mitbekommen, weil ich später mehrmals zu Gast am Asia Buffet, powered by Indochine 21, Halt machte - das war definitiv das beste Rote Rindercurry meiner bisherigen kulinarischen Laufbahn. Danke and Judith und ATV für die Einladung, war ein spitzenmäßiger Abend.

Fesches Coupé: Infinity G37

Wenn ich das nötige Kleingeld übrig hätte und mir ein schnelles Auto kaufen wollte, dann käme das Infinity G37 Coupé definitiv in die engere Auswahl. Für die Online-Präsentation hat Infinity auf Kameramänner gänzlich verzichtet und den Wagen mittels CGI Visualizer in Szene gesetzt - das nenne ich gelungene virtuelle Realität:

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Exklusive Preview: ATV launcht Video-Community

Am vergangenen Barcamp präsentierte ein Team von ATV ein hochinteressantes Projekt: der Sender launcht demnächst eine Video-Community, die alle Web 2.0 Stückerl spielt und das On-Air Programm um Channels mit hoher Zuseherbeteiligung erweitert. Das folgende Video war ursprünglich "nur" zur Präsentation am BC gedacht, allerdings haben Max und ich Judith so lange mit Tweets terrorisiert, bis den Trailer dann doch rausrückte. Et voila, live und exklusiv auf datenschmutz und wissenbelastet - ATV präsentiert sein neues Videoportal!

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Gewinnspiel: 3x Stichwortgeberinnen – von konservativem Feminismus

stichwortgeberinnenFrage an Radio Eriwan: Was ist konservativer Feminismus? Antwort: wenn Alt-Bundeskanzler Kohl Alice Schwarzer Rosen schickt. Contradictio in adjecto? Nein, sagen die Herausgeber der "Stichwortgeberinnen": Carmen Wappel, Peter Danich, Dietmar Halper und Christian Sebastian Moser haben 14 Frauen aus Politik und Wirtschaft portraitiert. Das Buch erschien in der edition noir, hat aber trotzdem einen grünen Umschlag - Verwirrung allenthalben, die sich aber schnell klärt, wenn man einen Blick auf die Portraits von Angela Merkel, Maria Schaumayer, Schester Maria Restituta oder Ursula Plassnik wirft: es handelt sich um eine Art ideologischen Leitfaden zur ÖVP-Frauenpolitik. "Alice Schwarzer ist eine konservative Feministin, liberal-konservativer Feminismus steht für gute Manieren und ökonomische Selbstermächtigung" - ich freue mich schon sehr auf Diskussionsbeiträge zu dieser Story! Von Mao habe ich drei Exemplare zum Verlosen bekommen und ich habe mit ihm ein Interview geführt, das genausogut in der Emma erscheinen könnte :mrgreen:

Stichwortgeberinnen gewinnen

Achtung, hochverehrte junge Leserin: falls Sie bislang ziellos durchs Leben irrten, dann dürfen Sie sich dieses Gewinnspiel keineswegs entgehen lassen:

In 14 Portraits werden eroflgreiche Frauen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirche und den neuen sozailen Bewegungen vorgestellt. Die Stichwortgeberinnen zeigen jungen Frauen positive und visionäre Rollenmodelle. Das Buch will junge Frauen ermutigen, eigenständige Karriern. einzuschlagen - Vorbilder gibt es dank der Stichwortgeberinnen ab jetzt genug. Die Lebensläufe der Stichwortgeberinnen belegen eindrucksvoll, dass konservativer Feminismus mehr als nur ein Schlagwort ist.

Wer gewinnen möchte, teilt dies via Kommentar mit - es gelten dieselben Teilnahmebedingungen wie immer, sprich: wer das Gewinnspiel ankündigt (Blog, soup, Tumblr, Twitter...) und/oder datenschmutz-Fan auf Facebook wird und mich dies im Kommentar wissen lässt, erhält ein Extra-Los, das Gewinnspiel endet am 7. September.

Interview mit Christian Sebastian Moser

"Ich würde Alice Schwarzer als konservative Feministin bezeichnen", sagt Christian Moser im Interview. Ob die Gründerin der Emma dem wohl zustimmen würde? Mehr knackige Aussagen zum Thema Frauen, Rap und der ganze Rest im folgenden Interview - ohne Maulkorb und dritten Boden: denn in Zeiten wie diesen muss man über jeden Beitrag zur Wahlorientierung froh sein...

ritchie: Dem Projekt, eine konservative Textsammlung feministischer Lebensentwürfe zusammen zu stellen, wohnt eine gewisse Schizophrenie inne - etwa vergleichbar mit einer Onthologie über die Rolle psychoaktive Drogen in völlig abstinenten Religionsgemeinschaften. Und zwar deshalb, weil Feminismus - zumindest im nicht biologischen Sinne - ein ganz klar links-ideologisches Konzept darstellt, was auch der Klappentext fast rechtfertigend gesteht: "Die Lebensläufe der Stichwortgeberinnen belegen eindrucksvoll, dass konservativer Feminismus mehr als nur ein Schlagwort ist." Warum der plötzliche Versuch einer Umdeutung? Die ÖVP steht doch für traditionelle Mann-Frauen-Rollen, die mit dem Konzept des Feminismus völlig unvereinbar sind? Kann man sich denn auf gar keine unverrückbaren Positionen im politischen Spektrum mehr verlassen?

Christian Moser: Also wenn ich mir Bruno Kreiskys Begründung zur Ablehnung von Hertha Firnberg vergegenwärtige, wäre es mir neu, dass Feminismus etwas linkes ist. Machotum und Sexismus sind nicht links oder rechts, sondern Persönlichkeitsdefizite. Wenn Feminismus für Zwangsquoten und von Steuergeldern alimentiertes Moralisieren steht, ist er sicher links. Wenn Feminismus für ökonomische Selbstermächtigung, Höflichkeit und gute Manieren steht, ist er mit Sicherheit bürgerlich liberalkonservativ.

maodelic Gewinnspiel: 3x Stichwortgeberinnen   von konservativem Feminismus
Christian Moser mit Monika Posch, Generalsekretärin ÖVP-Frauen.

In einer Gesellschaft ohne Traditionen kann konservativer Feminismus nicht mehr heißen, untergegangenen Weltbildern nachzutrauern. Bei einer Frauenerwerbsquote von über 70 Prozent und Scheidungsquoten von mehr als 50 Prozent gibt es keine traditionelles Mann-Frau-Rollenbild mehr, schon seit den Siebziger des letzten Jahrtausends nicht. Im Unterschied zu damals kommen Familien ja auch nicht mehr mit einem Einkommen aus. Der nächste Schritt heißt jetzt, Vater-Sein in der Gesellschaft als sexy und erstrebenswert zu verankern. Brad Pitt hat da einiges an Pionierarbeit geleistet. Frau von der Leyen hat sicher recht: Es ist eine Witz, dass Frauen und Männer sich noch immer für Karriere oder Kinder entscheiden müssen. Kinder und Karriere als natürliche Symbiose und Einheit zu begreifen ist das Kernanliegen eines konservativen Feminismus.

?: "Das Buch will junge Frauen ermutigen, eigenständige Karrieren einzuschlagen - Vorbilder gibt's dank der Stichwortgeberinnen jetzt genug", sagt der Klappentext. War das vorher anders? Oder anders gefragt: was unterscheidet die ÖVP-Vorbildnerinnen von den Heldinnen der Arbeiterklasse?

!: Zur besseren Illustration möchte ich das mit einem Vergleich aus der Rapwelt verdeutlichen: Bürgerliche Frauen argumentieren wie Kit Kat oder Missy Elliot über ökonomische Selbstermächtigung und die Schönheit, eine Frau zu sein, grüne Frauen rappen wie Lady Bitch Ray und Texta ohne Flow und rein akademisch von oben herab und haben keine Ahnung, wie der Alltag der meisten Menschen aussieht und sozialdemokratischer Feminismus klingt wohl am ehesten wie Mieze Medusa : immer leicht neben dem Takt. [AdB - Anmerkung des Bloggers: Ich distanziere mich hiermit deutlich von der Aussage, dass Lady Bitch Ray keinen Flow hat.]

Sybille Hamann
Sybille Hamann, Journalistin, bei der Buchpräsentation

Konservativer Feminismus hat ja auch was mit Style, Ästhetik, Mode, Weiblickeit und ökonomischer Selbstermächtigung zu tun. Es ist seit jeher ein konservatives Anliegen, dass mehr Frauen als selbständige Karrieren machen. Und wenn eine Dame gerne High Heels trägt, ist das nicht sofort eine strukturelle Ausbeutung. Linker Feminismus hat für mich immer was mit Blockwärtermentalität und Sinnesfeindlichkeit zu tun. Und was noch erschwerend hinzukommt: Linke Feministinnen argumentieren meistens mit Steuergeldern alimentiert (wie viele linke Feministinnen gibt es, die in der Privatwirtschaft ihr geld verdienen?) und mit moralischem Impetus, auf der richtigen Seite zu stehen. An diesem hohepriesterlichen Moralingeseier wird die Welt sicher nicht genesen. Für bürgerliche Feministinnen sind hingegen getting paid und ökonomische Selbstermächtigung zentrale Kategorien. Quoten sind aus konservativer Sicht leistungsfeindlich, wir betrachten Frauen nicht als extra förderungswürdig.

?: Elisabeth Noelle-Neummann, die du im Buch protraitiert hast, kennen wir beide aus dem Studium der Kommunikationswissenschaft. Die Erfinderin der "Schweigespirale" war für mich immer eine der überzeugtesten Anhängerinnen einer "objektiven" Wissenschaft, die eine konstruktivistische Weltsicht sicherlich scharf verurteilt hätte. Am Ende des Kapitels folgen einige ihrer Zitate, die für mich - pardon, Frau Noelle-Neumann - fast nach Satire klingen wie "Die Demoskopie kann schreiben, was sie will, sie ändert doch nichts an den Realitäten" oder "Aussagen über alle sind nicht Aussagen über jeden". Warum hast du gerade sie ausgewählt als Rollenmodell für kontemporäre junge Kommunikationswissenschaftlerinnen? Wäre da eine Sherry Turkle, die sich mit komplexen Gender-Konstruktionen in Medien auseinander setzt, nicht ein lohnenderes Studienobjekt gewesen?

Maria Schaumayer
Maria Schaumayer bei der Buchpräsentation

!: Noelle-Neumann hab ich vor allem wegen ihrer herausragenden Entrepreneurskills ausgewählt. Sie hat ja ihre erste Firma in einer Garage gegründet. Was Frau Neumann darüber hinaus interessant macht, sprichst du mit deiner Frage an: in ihrem Werk und in ihren Büchern ist sie meist eben nicht straight objektivistisch, sondern lappt immer wieder mal ins Esoterisch-Metaphysische ab. Sie weiß eben genau, dass sich die soziale Wirklichkeit nicht a la Comte rein mit Positivismus deuten lässt, eine so verstandene Sozialwissenschaft artet meist in wenig ergiebiger Materialhuberei aus. Das Transzendente und Irreale sind ja zentrale Kategorien für das konservative Weltbild, die Reduktion auf materialistische Kategorien ist ja eine Reductio ab absurdum aus dem linken Theorielabor, die viel Leid und Totalitarismus in die welt gebracht hat.

?: Das knappe Vorwort suggeriert, dass die allfällige Benachteiligung von Frauen einzig und allein auf das bisherige Fehlen von Rollen-Vorbildern zurück zu führen sein. Wie haben nicht-konservative Feministinnen bisher auf das Buch reagiert?

!: Im Standard und im Deutschlandfunk gab es recht positives Feedback. Ich hoffe, dass es noch weitere inhaltliche Auseindersetzung geben wird.

?: Siehst du Alice Schwarzer auch als konservative Feministin?

!: Klar würde ich Alice Schwarzer als konservative Feministin bezeichnen: sie tritt für Entscheidungsfreiheit ein und für den freien Willen, nein zu sagen. Mit ihrem entschiedenen Eintreten gegen Pornographie vertritt sie zudem eine genuin konservative Position.

?: Du sagst oben weiter, dass High Heels nicht gleich strukturelle Ausbeutung bedeuten müssen. Wie geht das mit einem generellen Porno-Verbot zusammen? Denkst du, dass Michaela Schaffrath oder Dolly Buster strukturell ausgebeutet wurden? Oder anders gefragt: gibt es außer moralischen Gründen noch andere, um Pornographie abzulehnen, sofern es sich bei allen Beteiligten um "consenting Adults" handelt?

!: Schwierige Frage nach den consenting Adults. Pornographie, die Frauen freiwillig machen bzw. als emanzipatorisch sehen, halte ich selbst schon für einen patriarchalen Mythos bzw. männliches Wunschdenken. Sex zu verkaufen ist einfach kein ethisch nachhaltiges Investment, ähnlich wie der liberale Konservative an der Börse keine Waffenfabrikanten handelt, wird er auch versuchen, Pornographie nicht zu konsumieren und zu fördern. Das heißt, dass jeder Mann/Frau in seinem Umfeld versuchen sollte, aktiv gegen Pornographie einzutreten.

Qype City Night Vienna: das Video

qypenight 1218736575 Qype City Night Vienna: das Video Nett war's gestern bei der von Meral organisierten Qype City Night im Le Cedre. Libanesische Vorspeisen (vor allem die hausgemacht Lammwürstchen) rocken ziemlich. Ich hab meinen Weg zur Schlemmerei auf Video festgehalten, leider ist die Bildqualität suboptimal - aber das wird sich ändern, sobald ich meinen neuen Camcorder hab - hier mal die youtube-Preview, Vimeo ist noch am Kodieren, ich werd's dann ersetzen:

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Gina ist sexy (und ein Auto)

bmwgina Gina ist sexy (und ein Auto)Und eine Viral Kampagne. Und das ist überhaupt keine andere Geschichte. Zugegeben, der Titel ist pure Reflexheischerei. Aber Gina hat Aufmerksamkeit verdient: die Concept Car Studio der Boarischen Motorenwerke geht nicht nur im Marketingslang "neue Wege", sondern verlässt tatsächlich die eingefahrenen Grenzen des herkömmlichen Automobilbaus. "Wozu brauchen wir eine Metallhülle, wenn sich Crash-Sicherheit, Karosserieteifigkeit etc. ohnehin Aufgaben des Gestells sind?" fragten sich die BMW-Ingeneure. Ihre Antwort: ein Auto, dessen äußeres aus einem widerstandsfähigen Kunststoff besteht - und zwar aus einer Art Folie.

Das fällt auf den ersten Blick gar nicht auf, erlaubt aber völlig neue Formgebungen und extrem leichte Bauweise. Bis Gina vom Band rollt, dürften wohl noch ein paar Jährchen ins Land ziehen, aber selbst das Video der Konzeptstudio, die im BMW-Museum ausgestellt ist, beeindruckend - präsentiert wurde das Werkl gestern anlässlich der Eröffnung des neuen BMW-Museums München. (Hm, ich muss wohl mal wieder einen Abstecher in die Weißbiermetropole machen.)

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Aber noch viel interessanter als das Autolein selbst ist Dieters minutiöse Beschreibung der von knallgrau konzipierten und betreuten Viral Marketing Kampagne - 5 Tage vor der offiziellen Präsentation wurde sorgfältig ein verwaschener Trailer produziert und auf diversen thematisch passenden Blogs geseedet. (Ich nehm an, dass Christian auch für kg arbeitet, von ihm hab ich den Link bzw. die Aufforderung, sein Digg-Network zu joinen, bekommen.) Ziemlich erfolgreich, wie ein schneller Rundblick in die Blogosphäre Netz eindeutig zeigt.

Jedenfalls find ich's faszinierend, wie unglaublich schnell das Format "Da kuck mal, ich hab was Lustiges/Interessantes/Arges gefunden E-Mail" vom Privatvergnügen zum ökonomisch motivierten Viral Marketing avancierte. Wer früher bloß Opinion Leader war, kann seine Kommunikatorenschaft ab sofort ganz easy in bare Münze verwandeln: der Wert besteht dann eben nicht mehr in der Arbeitszeit, sondern im Netzwerk - also quasi eine weitere mikro-ökonomische Bestätigung für Georg Franks Aufmerksamkeitsökonomie. Ob die Durchdringung von privater und kommerzieller Kommunikation mittelfristig den Umgang mit non-non-virtuellen Kontakten verändern wird, sollen dann in 30 Jahren zukünftige Kommunikationshistoriker feststellen :-)

PS: was es nicht für eigenartige Fetische gibt... "Gina on BMW" heißt das folgende Video, das Youtube natürlich bei den "Related Movies" anzeigt. Dabei zerstört eine junge Dame in schwarzen Strümpfen mit ihren High-Heels die Motorhaube eines BMWs... leider oder zum Glück ohne Ton. Das könnte mit der neuen Konzeptstudio nicht passieren!

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Medientheorie-Buchtipps im Doppelpack

kinoapparat Medientheorie Buchtipps im DoppelpackGestern wurden in der Cafeteria der Akademie der Bildenden Künste in Wien zwei Bücher vorgestellt, die sich mit spezifischen Aspekten der Medientheorie des 20. Jahrhunderts befassen. Meine ehemalige medianexus-Kollegen Eva Tinsobin hat ihre Dissertation im Verlag Werner Hülsbusch veröffentlicht: "Das Kino als Apparat. Medientheorie und Medientechnikim Spiegel der Apparatusdebatte" vorgestellt. Im gleichen Verlag erschien dieser Tage Thomas Schindls "Räume des Medialen. Zum spatial turn in den Kulturwissenschaften und Medientheorien".

Eva, die als freie Autorin und Redakteurin unter anderem für Die Presse arbeitet, beschäftigt sich mit der Verhältnis von Technik und Massenmedien:

Welchen Anteil nimmt die Technik in Fragen der Medialität ein? Bereits im Frankreich der frühen 1970er Jahre eine brisante Frage, wo Marcelin Pleynet, Jean-Louis Baudry und Jean-Louis Comolli den Kino-Apparat losgelöst von seinem Inhalt Film als Apparat zur Vermittlung bürgerlicher Ideologien erkennen und die Apparatusdebatte begründen. Heute ist die Apparatusdebatte weitgehend in Vergessenheit geraten und doch in aktuelle Medientheorien eingeflossen. Deshalb wirft das Buch folgende Fragen auf:

  • Was geschah nach dem Ende der Apparatusdebatte 1986?
  • Inwieweit beeinflusste sie spätere medien- und techniktheoretische Diskurse?
  • Ist sie in aktuellen Medientheorien zu finden?
  • Handelt es sich um ein Relikt oder um einen Ansatz mit Diskussionspotenzial?

Thomas Schindl behandelt den Umgang der Sozialwissenschaften mit dem ausgedehnten Phänomen Raum. (Sorry, dieser Kalauer war wirklich nicht vermeidbar.)

Ob nun als spatial turn, topographical turn oder topological turn — seit einiger Zeit wird Raum wieder vermehrt zu einem zentralen Thema von Kulturwissenschaften gemacht. Einen besonderen Stellenwert nehmen diesbezüglich die Auseinandersetzungen mit unterschiedlich ausgeprägten Formen von Räumlichkeit im medientheoretischen Diskurs ein.

Für die Medienwissenschaften stellt Raum eine grundlegende medienästhetische Kategorie dar, deren Brisanz gerade aus dem Versuch entsteht, die individuelle Erfahrbarkeit von Wirklichkeit am kollektiven Umgang mit Wissen und Information dingfest zu machen.

Dabei erscheint die Ausgangslage zunächst keinesfalls eindeutig: Seit jeher besteht eine wesentliche Funktion von Medien und Kommunikation darin, Raum zu überwinden, während sie zugleich stets neue Räume technischer Vermittlung, sozialer Interaktion und kultureller Praxis entstehen lassen (z. B. im Cyberspace, aber auch in Gestalt ökonomischer und kultureller Globalisierung).

Die vorliegende Arbeit versucht wesentliche medientheoretische Positionen zu rekonstruieren, die in der gegenwärtigen Debatte zum Tragen kommen. Raum wird dabei nicht nur als ein ästhetischer Begriff im Schnittfeld von Kultur und Technik angesiedelt, sondern auch im Hinblick auf Geografie, Ökonomie und Politik entworfen.

Einleitende Worte zur Präsentation, die ich Pecha-Kucha-Night-bedingt (sehr spannend fand ich den Vortrag über Picidae, demnächst mehr) versäumte, sprach Frank Hartmann - ich bin gespannt auf die beiden Bücher, die auch schon bei Amazon gelistet sind:

Das Kino als Apparat: Medientheorie und Medientechnik im Spiegel der Apparatusdebatte Medientheorie Buchtipps im Doppelpack
Räume des Medialen: Zum spatial turn in Kulturwissenschaften und Medientheorien Medientheorie Buchtipps im Doppelpack

Morgen: Pecha Kucha Night Vienna

10. Juni 2008
20:20bis22:22

pechakucha Morgen: Pecha Kucha Night ViennaMorgen wird gebechert und kutschiert, was das Zeug hält. Schließlich ist ja auch Fußball-Meisterschaft in Wien. Ne, Blödsinn: die Pecha Kucha Night Vienna Vol. V importiert ein mittlerweile in unvorstellbar vielen Städtchen unglaublich beliebtes Präsentationsformat: jeder Vortrag dauerst 20:20, das bedeutet 20 Folien zu je 20 Sekunden. Die Blitzrechner unter meinen verehrten LeserInnen haben an dieser Stelle bereits erkannt, dass somit jede Präsentation exakt 6 Minuten und 40 Sekunden dauert. Nach soviel Aufregung folgen dann im Anschluss Chillout-Sounds, Drinks und das allgegenwärtige Networking, sozusagen der böse Zwilling des Abhängens.

Die Herausforderung lautet damit also ausnahmsweise mal nicht "Kann ich das Publikum eine Stunde lang fesseln, faszinieren und unterhalten?" sondern "Schaff ich's auch in kürzester Zeit, alle zu langweilen?" Und das gelingt, so berichtet das Hörensagen, so gut wie keinem. Der Name stammt übrigens aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie Tratsch oder Geplapper. Die erste PK-Night fand anno domini 2003 in Tokyo statt, initiiert von Klein Dytham Architecture. Sozusagen ein Barcamp auf Fliegersalz, das regelmäßig Freiraum/quartier21 im Wiener Museumsquartier stattfindet, um 20:20 Uhr beginnt und sich an keine besonders eng definierte Zielgruppe richtet:

Im Rahmen der PECHA KUCHA NIGHT wird schnell und pointiert – quasi um die Wette – präsentiert. Kreative, Architekten, Künstler, Designer und Freidenker – Alle die etwas zu sagen haben – können ihre Projekte, Ideen und Gedanken einem gespannten Publikum vorstellen.

Bin gespannt, ob die üblichen Verdächtigen anzutreffen sind oder endlich mal einer der Rosenverkäufer und/oder Punks von der Mariahilferstraße sein Geschäftsmodell erklärt... ich werd mir das morgen jedenfalls mal ansehen. Präsentationswillige richten ihr Gesuch entweder via Elektropost an 20-20 [at] pechakucha.at oder wählen +43 699 150 500 17.

find / -type f -name “Linuxwochen”

15. Mai 2008bis17. Mai 2008

linuxwochen find /  type f  name LinuxwochenRockstars gehen auf Tour, Autoren gehen auf Tour, Wanderprediger gehen auf Tour - warum sollte Linux da zurückstehen? Seit heute machen die Linuxwochen Wien im Gewerbehaus der WK (Gewerbehaus der Wirtschaftskammer, Rudolf Sallinger-Platz 1, 1030 Wien) Station: Bei insgesamt 45 Vorträgen, Workshops und 13 Ausstellern bietet die Veranstaltung allen Open-Source Interessierten BesucherInnen ein breit gefächertes Programm-Portfolio. Schwerpunkt sind der Einsatz von Linux am Arbeitsplatz respektive an Bildungsinstitutionen unter dem Gesichtspunkt Umsteigen auf Standard Open Source. Der Eintritt zur Veranstaltung ist ebenso gratis wie das im Fokus stehende Betriebssystem.

Heutigentags geht's um die Unternehmenspraxis, morgen steht die Technologie im Vordergrund und am Samstag öffnet der "Linux-Kindergarten" seine Pforten, das detaillierte Programm findet man auf der Linuxwochen-Homepage:

Open Source Software feiert im Moment einen wahren Siegeszug auf allen Betriebssystemen. Seit der Version 1.0 wurde der beliebte Open Source Internet Browser Firefox mehr als 500 Millionen Mal herunter geladen. Und das für alle Betriebssysteme von Linux, Windows, Mac OS X, bis hin zu FreeBSD, einem der ersten Unix Systeme.

Die freie Open Source Büro Software OpenOffice mit Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Präsentationen und vielen weiteren Anwendungen feiert ebensolche Erfolge, wie die Grafik-Software Gimp, die Email-Software Thunderbird, die Audio-Software Audacity und viele weitere Programme, die umfassende Anforderungen an einen Büro-, Grafik-, Audio/Video-PC erfüllen.

Und wer Anwendungen, die auf den Linux Versionen bereits vorinstalliert sind hat auch keine Einstiegshürde mehr auf Linux auch als Betriebssystem umzusteigen. Das ist ein wichtiger Grund, warum sich die Linuxwochen 2008 dieser sehr wichtigen Anwendergruppe widmen: den Umsteigern als Privatanwendern, in Schule und Ausbildung sowie als Unternehmen und Behörden.

Ab 19. Jänner geht's im Joanneum Graz dann gleich nahtlos weiter mit dem Missionieren für die gute Sache, alle weiteren Termine gibt's auf Linuxwochen.at.

digitalks #6: die Twitter-Socke

Die Schwarmintelligenz trat bei den gestrigen Digitalks in verschärfter Form auf: den Vortrag von Thomas Fundneider hab ich leider verpasst, Werner Buhre sprach über das Gewicht von Haselnussdosen und die Crowd lag fast richtig.

Alle Präsentationen gibt's auch online, siehe den Beitrag auf digitalks. Wir mussten allerdings nicht nur das Gewicht besagter Nüsse schätzen, sondern auch in Kleingruppen ein medialer Kleidungsstück crowdsourcen. Helge, Max, Andi, Jürgen und ich haben uns dabei ein geniales Device ausgedacht: die Twitter-Socke: mittels piezoelektrischer Kristalle lädt sie sich beim Gehen auf und verschickt mit dem eingebauten, autarken GSM-Sendeteil jedesmal ein Tweet, wenn sie genug Strom gesammelt hat - mit dem Inhalt, dass wieder genug Strom gesammelt wurde, um eine Twitter-Meldung abzusetzen; in der Version 2.0 vielleicht sogar geocodiert, obwohl wir unschlüssig darüber sind, ob dies dem selbstreferentiellen Zweck nicht eher abträglich wäre.

Allerdings tauchten leise laute Zweifel daran auf, ob wir überhaupt an einem Crowdsourcing-Experiment teilgenommen haben - oder doch bloß an einer klassischen Brainstorming-Session. In der Tag geht's beim Crowdsourcing ja primär darum, simple Tätigkeiten an den "Kunden" auszulagern; oder wie Helge es so schön formulierte: das Wählscheibentelefon wurde anno dazumal erfunden, weil die freundlichen Damen vom Wählamt irgendwann mit den vielen Gesprächen und dem dauerenden Umstecken der Relais überfordert waren... ein spannendes Beispiel aus der Gegenwart ist etwa das Mechanical-Turk Programm von amazon. Wer Crowdsourcing falsch versteht, könnte in der Tat auf die Idee kommen, die Vorstellung, dass sich die breite Masse niemals irre, habe was faschistoides an sich - aber um dieses Rechthaben geht's gar nicht, sondern um Error-Margins, Normalverteilungen und Kosteneffizienz. Aber wie auch immer - hier ein paar fotografische Impressionen des gestrigen Abends:

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