| 11. März 2008 | ||
| 21:00 | bis | 23:30 |
Selbst und gerade in Zeiten allgegenwärtiger Online-Pokerrunden halten PowLee und Elektro Pirate die gute alte Tradition des Preisschnapsens hoch. Über den genauen Preis halten sich die Organisatoren noch bedeckt, eine Sau (wie bei solchen Turnieren traditionellerweise in Osttirol üblich) wird's wohl nicht sein
Über die Bühne geht das ganze morgigentags im fluc am Praterstern, die Anmeldung zum Turnier erfolgt direkt vor Ort:
Die spinners laden nämlich zum PREISSCHNAPSEN! Wen's juckt, der soll mal mischen, wer noch nicht hat, der kann gleich geben, wer's noch nicht kann, dem wird's gelernt. Der ELEKTRO PIRATE, sonst bekannt als Abstinenzler, gründet die größte Schnapsschule der Welt, und DJ POW LEE führt durch das spannende Turnier und sagt, was grade Trumpf ist. Neben den Karten wird auch Musik gespielt, so Nu Elektro Funk und Wave Jazz, von echten Schallplatten!
Morgen Vormittag hab ich meine erste Lehrveranstaltung in diesem Semester, da wär ein wenig traditionelles Gambling am Abend genau der richtige Ausgleich zur Kommunikationswissenschaft bzw. deren praktische Anwendung... ich hoff nur, dass mit "Zudrehen bis zur letzten" und Farb- bzw. Stichzwang Zweierschnapsen gespielt wird. Bauern- und Viererschnapsen kann ich nämlich zwar theoretisch, aber keineswegs auf Turnier Level - aber beim klassischen One-on-One würd ich mir durchaus Chancen ausrechnen.
| 7. Februar 2008 21:00 | bis | 8. Februar 2008 4:00 |
In der Fluc_Wanne am Praterstern 5 gibt sich Miyara Supasaiyajin aka Tetsuo live die Ehre. Die geneigte Zuhörerschaft erwartet "traditioneller" Mash-Up Sound, genauer gesagt japanisch-grazerischer Schlagercore. Also Schuhplattler statt Krocha - oder allenfalls Squaredance, wenn Point und Santos live und und an den Decks ihre Oldskool-Western-Hörspiel-Collage basteln.
Die visuelle Reizüberflutung dirigiert Herr Nieder von paxnicht respektive brainwash drivein, beginnen tut der vorgezogene Karneval um 21:00 Uhr. Wie immer gibt's auf datenschmutz *keine* Gravity-Tickets zu gewinnen - denn der Eintritt ist nun mal gratis. Big up Drumfunk.at!
Mehr Infos zu den beteiligten Sound-Dekonstruktivisten:
Miyara Supasaiyajin aka Tetsuo (live) [alp.traum / JP]
Any Maniac (live) [shellbeach / widerstand / disko404]
Point (live) stubenmusicstudio]
Santos [stubenmusicstudio]
| 6. Dezember 2007 21:00 | bis | 7. Dezember 2007 4:00 |
Die Wiener Drumfunk-Crew Gravity feiert am Nikolaustag ihren vierten Geburtstag - und zwar mit einem Meister breakbeatigen Sound-Wahnsinns: Fanu is in the house, genauer gesagt in der Fluc Wanne. Und ich würd ja Karten verlosen, aber das erübrigt sich in diesem Fall, denn der Eintritt ist gratis.
Ort des atmosphärischen Trommelwirbel-Geschehens ist die Fluc_Wanne (Praterstern 5, 1020 Wien). "The Otherness. A cetain degree of David-Lynchism", so beschreibt der Finnen seinen Sound, in dem sich Jungle-Einflüsse ebenso wiederfinden wie Electronica-Klangwolken. Fanu ist übrigens nicht nur gefragter DJ, sondern auch begehrter Remixer, kürzlich unter anderem für die Nine Inch Nails und Bill Lasswell. Also sagen wir's, wie es ist: ein Pflichttermin.
Line-Up:
| 5. Mai 2007 | ||
| 18:00 | bis | 23:30 |
Antirassistisch gaben wir uns am 30. April (die) Kante, anschließend beging ganz halb Wien den 1. Mai traditionsgemäß beim Praterfest. Und weil die ÖVP sich auch ein parteinahes Festl leistet, darf am kommenden Samstag im Innersten Bezirk auch nochmal ordentlich abgerockt werden.
Ob diese Veranstaltung den offiziellen Stenzel Stempel der inoffiziellen "Gallionsfigur der Unkultur" trägt, ist mir nicht bekannt. Neulich jedenfalls machte die ehemalige ORF-Sprecherin und nunmehrige Bezirksvorsteherin des 1. neulich wieder mit markigen Sprüchen auf die desolat ghetto-eske Situation rund um den Stefansdom hin:
Denn, so Stenzel: "Der Rudolfsplatz entwickelt sich zur Bronx von Wien." Sie appelliert an die Stadtregierung, sofort tätig zu werden: "Ich warte nicht auf den nächsten Schwerverletzten." [Die Presse]
Da kann man nur hoffen, dass die Mülltonnen im Bereich des Judenplatzes friedlich brennen, dann dort gibt's am 5. Mai nämlich ein spannendes Programm, wie ich gerade von Susanne erfahren hab, die übrigens von 21:00 bis 2:00 Uhr in der Herrengasse 12 in der H12BAR des Stylehotel Vienna an diesem Tag selbst hinter den Turntables tätig sein wird.
Vorher geigen am besagten Judenplatz folgende Musikanten auf (Kommentare von Susanne):
Für Fans weniger elektronischer Genres ist natürlich auch gesagt: Am Hof geben sich Rebekka Bakken, Klee und Naked Lunch ein Stelldichein, Ö1 versorgt mit seiner Hörinsel Klassikhörer und und und - alle Details zum Programm gibt's auf Stadtfestwien.at. Wenn die Kältewelle bis Samstag wieder ordentlich abflaut, könnt's ein angenehmer Nachmittag werden. Frau Stenzel kann ja bei soviel Unkultur notfalls eine temporär stillgelegte Zone im 22. Bezirk umsiedeln.
Vorgefeiert wurde im Prater bereits gestern - der Verein Zara hatte zum anti-rassistischen Open Air auf die Rotundenwiese geladen.
MAdoppelT hat gerockt, und Kante sind sowieso eine ausgesprochen fähige Liveband - und heute geht's in alter Arbeitertradition weiter mit dem großen Praterfest. Das Wetter spielt mit, und man muss nicht mal mit dem Fahrrad hinfahren: die Zeiten, in denen in Wien die Öffis ihren starken Arm ausruhten, ist passé, aber dennoch schreibt Georg Bürstmayr im Zeit-Blog:
Trotzdem: ich mag diesen Anachronismus - das ist ein wenig so wie der Nationalfeiertag in Norwegen, mit vielen Paraden, Fahnen, nur mit deutlich weniger Alkohol...
Obwohl: mit dem Alkohol bin ich mir nicht so sicher... interessanterweise ist's am Blog von SPÖ's Buchinger Erwin relativ ruhig, Dieter unterstellt ihm ohnehin, dass er da nicht selbst Stift bzw. Tastatur anlegt:
Und btw - ich glaube nicht, dass Erwin Buchinger dieses Blog selbst schreibt. In den bisherigen TV Auftritten und Kommentaren in Zeitungen/Zeitschriften kam er nicht annähernd so dilettantisch, banal und belanglos rüber wie in seinem Weblog.
Dennoch bin ich neugierig, ob's heute im Lauf des Tages von ein Arbeiterfeiertagsmanifest vom Neo-Sozialminister gibt, der ob seiner Frisurenumgestaltung bisher ja mehr gehänselt denn gelobt wurde. Bislang endet die Chronologie der unwichtigen Ereignisse am 29. April mit vorverlegten Feiern und mehr Details, als wir je erfahren wollten:
Dann gehen wir zu Fuß einige hundert Meter zum Hauptplatz, wo die Maifeier mit ca. 400 BesucherInnen stattfindet.
Einen fröhlichen ersten Mai wünsch ich allen LeserInnen! Und ein kleiner Rezepttipp zum Feiertag, wie wär's mit Spargel und Funky Breaks?