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	<title>datenschmutz &#187; Protest</title>
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		<title>An: Marco Schreuder / Re: Eine persönliche Bitte</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/an-marco-schreuder-re-eine-persoenliche-bitte/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 14:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marco Schreuder tritt für mehr DJ-Kurse an den prekären Wiener Musikschulen ein. Und er meint es tatsächlich ernst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>S.g. Herr Schreuder,</p>
<p>ich habe mich sehr über Ihr heutiges E-Mail gefreut, auch wenn ich, obwohl Sie angeblich “in meinem Sinne aktiv waren”, erst mal keine Ahnung hatte, wer mir da schreibt. Wissen Sie, ich krieg nämlich ständig Mails von Afrikanern, die mir große Erbschaften überweisen möchten und Weißrussinnen, die ausgerechnet mich heiraten wollen. Bei denen klingt der erste Absatz meist recht ähnlich wie in Ihrem Schreiben:</p>
<blockquote><p>Wir sind uns in den letzten Jahren, seit ich im Wiener Gemeinderat bin, real und/oder auf Facebook und im Sozial Web begegnet, bzw. hast Du meine Arbeit auf die eine oder andere Weise verfolgen können. Ich hoffe, auch in deinem Sinne aktiv gewesen zu sein. Ich möchte deine Anliegen weiter verfolgen, weiter helfen und dranbleiben. Um das zu tun brauche ich allerdings deine Hilfe.</p></blockquote>
<p>Ich bin gerührt! Ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a> braucht meine Hilfe — da muss es ja wirklich schlimm stehen um <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">die Grünen</a>. Aber Herr Schreuder, auch wenn Ihr Name ein bisschen nach Gerd Schröder klingt, also recht polit-kompetent, fürchte ich, dass ich Sie leider enttäuschen muss.<span id="more-23264"></span></p>
<p>Was Sie da in Ihrem aktuellen Clip so <a href="http://www.marco-schreuder.at/2010/09/60-sekunden-kulturpolitik.html" rel="nofollow" class="liexternal">daher brabbeln</a>, das geht wirklich auf kein Tarnnetz: “Wir brauchen viel mehr Investitionen in Musikschulen. Die Grünen wollen in jedem Bezirk eine Musikschule mit ausreichender Ausbildung vor allem auch von popkulturellen Elementen oder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/djing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DJing">DJing</a>,” sagen Sie in Ihrem aktuellen Video. Aber weil Sie nicht der Kasperl aus dem Wurstlprater und auch nicht der Flex-Sonic sind, sondern der Kulturversprecher der Wiener Grünen, wollte ich mal genauer nachfragen, wie Sie sich den DJ-Unterricht in den Wiener Musikschulen eigentlich so vorstellen. Das könnten Sie ruhig mal ausführlicher erklären. “Hojak, Scratchen, 5″ — stell ich mir durchaus unterhaltsam vor.</p>
<p>Überhaupt ist das, lieber Marco Schreuder, eine schwierige Sache mit diese Kültür. Top-Down funktioniert ja nicht mal mehr in der Josefstadt richtig, und irgendwie wirkt der durchschnittliche Opernbesucher auf mich wesentlich unverkrampfter als Sie und Ihre Parteikollegen. Ein wenig früher, als alles noch ein bisschen besser war (direkt nach Hainburg und so), da konnte man sich wenigstens drauf verlassen, dass naturverbundene Basisdemokraten ihre Linksdialektik aus dem FF beherrschten. Das scheint sich geändert zu haben, denn, Marco Schreuder, ich muss Ihnen mal was verraten: <em>eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> ist keine Leberwurstsemmel</em> und es macht einfach überhaupt keinen Sinn, von “kultureller Nahversorgung” zu sprechen. Klingt zwar irgendwie so, als würd man sich den “Nöten und Ängsten des skurrilen kleinen Mannes” annehmen, sagt aber was ganz anderes. (“Erna, die Kultur geht uns aus! Wir müssen in den 2. ziehen.”)</p>
<p>Wer unreflektiert in derartig üble Rhethoriken verfällt, neigt nämlich dazu, einen wesentlichen Punkt zu übersehen: irgendwer muss nun mal bestimmen, was die “Kultur” ist, mit der “nahversorgt” werden soll. Solche Modelle haben, dies noch als abschließender kleiner Hinweis an Sie, in diversen Diktaturen immer sehr gut funktioniert. Mangels Protestmöglichkeiten. Denken Sie doch mal über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/enablement/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Enablement">Enablement</a> statt Distribution nach — fördern, was man selber sympathisch findet, wär ja sowieso bloß die Fortführung der SPÖ <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a>… oder?</p>
<p>leicht bestürzt,<br />
Ihr Blogfried datenschmutz</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Die Wiener Runde Podcast: Erhaltene Archive</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 21:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wiener Runde tagte diesmal in kleiner Besetzung - aber die News aus Geekistan sind nicht weniger geworden. Viel Vergnügen beim Anhören!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rund, runder, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wiener-runde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wiener Runde">Wiener Runde</a>: nach der letztwöchigen Urlaubspause melden sich der geekigste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/podcast/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Podcast">Podcast</a> der Bundeshaupt in kleiner Besetzung zurück. Umso schwerwiegender dafür die Themen: in der ersten Hälfte der Sendung diskutieren Host Michi Kamleitner, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/max-kossatz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Max Kossatz">Max Kossatz</a> und ich über das österreichische (un)duale System und die “gewaltsame” Schließung der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/futurezone/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Futurezone">Futurezone</a>, die zweite Hälfte dreht sich um die Neuerungen von und Erfahrungen mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wordpress/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WordPress">WordPress</a> 3.0 sowie ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/update/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Update">Update</a> von der Spielmesse <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/e3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with E3">E3</a>. ‘njoy!</p>
<div class="wienerrunde">
[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.]</p>
<p><a href="http://www.wienerrunde.at/2010/06/25/wiener-runde-2010-06-25-panda-dog/" class="liexternal">Links zum Podcast auf Wienerrunde.at</a>   <a href="http://www.wienerrunde.at/wp-content/uploads/2010/06/runde_20100625_final.mp3" class="liexternal">Download</a><br />
<span class="wrsmall">mp3, 39 Mbyte [rechte Maustaste und “speichern unter”]</span></div>
<p><span id="more-4304"></span></p>
<p>Des weiteren nehme ich an, dass es weit schwieriger sein dürfte, einen Panda als Hund zu verkleiden… aber wie dem auch sei: Wir freuen uns wie jede Woche über Themenvorschläge, Feedback und Kritik. Und damit bleibt mir auch nur mehr, ein wunderschönes Wochenende zu wünschen!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Via Foursquare gegen die chinesische Zensur protestieren</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-06/via-foursquare-gegen-die-chinesische-zensur-protestieren/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Jun 2010 17:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[China zensiert das Internet ausgiebigst. Jüngstes Opfer des Kontrollwahns ist Foursquare, dann kritische User nutzen den Dienst für Kommentare über das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens. Werquer erklärt, wie man via Foursquare dennoch protestieren kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ganz Gallien ist im Internetfieber — nur ein kleines Dorf leistet der Informationsfreiheit erbitterten Widerstand. Okay, mehrere Dörfer, und das bekannteste davon kann man nun wahrlich nicht als “klein” bezeichnen. Doch trotz der immensen Landes– und Bevölkerungsgröße schafft es die chinesische Regierung bisher viel zu gut, das Land mit der “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/great-firewall/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Great Firewall">Great Firewall</a> of <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/china/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with China">China</a>” virtuell weitgehend abzuschotten.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/china4square1.jpg" alt="china4square1 Via Foursquare gegen die chinesische Zensur protestieren" title="Foursquare und die chinesische Zensur" width="600" height="98" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Zensurbestrebungen richten sich dabei einerseits gegen kritische Stimmen im eigenen Land (Die Story in Tweet-Länge: Vom Blogartikel direkt in Gefängniszelle. #civil #society #China), andererseits kontrollieren die staatlichen Zugangsprovider, dass auch aus dem Ausland keine systemkritischen Bytes die Filtermechanismen passieren. Neuestes Opfer der Filterlisten ist der Location-basierte Dienst <a href="http://foursquare.com/user/datadirt" class="liexternal">Foursquare</a>. Er erfreut sich unter <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geeks/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with geeks">Geeks</a> hoher Beliebtheit, steht im Reich der Mitte aber nicht mehr zur Verfügung, wie <a href="http://www.werquer.com/blog/2010/06/metternich-am-tiananmen-platz/" class="liexternal">Werner</a> berichtet:<span id="more-4240"></span></p>
<blockquote><p>Zwar hat <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foursquare/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Foursquare">Foursquare</a> gerade mal kolportierte 1,5 Millionen User und doch – oder gerade deshalb – haben chinesische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dissidenten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with dissidenten">Dissidenten</a> es als Kommunikationsform zum 21. Jahrestag der Massaker am Tian’anmen Platz für sich entdeckt. Sie “checken” über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foursquare/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Foursquare">Foursquare</a> am Platz des Himmlischen Friedens ein. (Welch zynische Bezeichnung für einen Ort, an dem 3.000 Menschen ihr Leben lassen mussten…) Ihre Kommentare und Tipps zu dieser Location sind nun den chinesischen Behörden aufgefallen und diese haben sicherheitshalber den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foursquare/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Foursquare">Foursquare</a> Traffic in China geblockt. Angeblich sollte die Sperre nach dem Jahrestag der gewaltsamen Beendigung (der wäre am 3. bzw. 4. Juni gewesen) wieder aufgehoben werden. Bislang habe ich nichts davon gelesen.</p></blockquote>
<p>Ich war zum Zeitpunkt der gewaltsamen Beendigung der Studentenproteste im 1989 13 Jahre alt und kann mich noch sehr genau an die Bilder der Schützenpanzer inmitten der unbewaffneten Zivilisten erinnern. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tian%E2%80%99anmen-Massaker" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wikipedia</a> listet die Chronologie der Ereignisse, 2009 hat der Boston Globe eine umfangreiche Rückschau mit eindringlichen Fotos <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2009/06/remembering_tiananmen_20_years.html" class="liexternal">zusammen gestellt</a>. Bis heute steht die chinesische Führung (wohl ein passenderer Ausdruck als “Regierung”) offiziell auf dem Standpunkt, das Massaker sei “zur Aufrechterhaltung der Stabilität gerechtfertigt gewesen”. Für Alternativdeutungen bleibt da neben der verstaatlichten Historie kein Platz. Aber Wien ist bekanntlich nicht Peking, und daher ruft Werner auf seinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> zu folgender <a href="http://www.boston.com/bigpicture/2009/06/remembering_tiananmen_20_years.html" class="liexternal">Protestaktion via Foursquare</a> auf:</p>
<blockquote><p>Seit heute äußere ich meine Meinung zu den Vorgängen in China jeden Tag in der Früh vor der chinesischen Botschaft in Wien. Die liegt nämlich auf meinem Arbeitsweg und in einem Straßenzug der  – Achtung Symbolcharakter! – auf den Namen Metternichgasse hört. Wer dem Regime in Peking auch etwas sagen möchte, kann ebenfalls via Foursquare dort einchecken.</p></blockquote>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/06/china4square2.jpg" alt="china4square2 Via Foursquare gegen die chinesische Zensur protestieren" title="Die chinesische Botschaft in Wien" width="600" height="537" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Zum Mayor werd ich’s wohl nicht bringen, aber beim nächsten Besuch am Schwarzenbergplatz teile ich Herrn <a href="http://www.chinaembassy.at/det/sgxx/dszc/" class="liexternal">Ken Wu</a>, meinem allerbesten Freund (in der Subkategorie “Chinesische Botschafter in Wien”) mit, was ich von Chinas Zensurpolitik halte. Der scheint allerdings, zumindest der Aktualität der Homepage nach zu urteilen, ohnehin nicht besonders internetaffin zu sein. Aber Foursquare als “Briefe-an-meinen-Abgeordneten-Ersatz” für Geeks zu verwenden, find ich ausgesprochen charmant. Also los, lasst uns die Botschaft virtuell besetzen — die Great Firewall brennt!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Kämpfen für/um Heinz Prüller</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Feb 2009 07:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie's scheint, will der ORF Heinz Prüller einfach so loswerden - aber das lassen sich die Gebührenzahler nicht gefallen. Der Widerstand hat begonnen und breitet sich wie ein Lauffeuer über Facebook aus!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/02/heinz-prueller.jpg" alt="heinz prueller Kämpfen für/um Heinz Prüller" title="Heinz Prüller" width="250" height="146" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Wir kämpfen den gerechten Kampf — gegen Windmühlen, den Küniglberg und das Vergessen. Und für die Rückkehr des Mannes, den sie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/heinz-prueller/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Heinz Prüller">Heinz Prüller</a> nannten. Dass selbst ich bei meiner ausgeprägten Abneigung gegen fern-elektro-mediale Sportbeobachtung (mit Ausnahme von K1) diesen Namen kenne, liegt einzig und allein daran, dass Meister Prüller eine wandelnde Motorsportlegende ist.</p>
<p>Ja, man könnte durchaus so weit gehen zu behaupten, dass jeder Österreicher, der im Lauf seines Lebens die markigen Worte des Formel-1-Kommentators geradezu mit der Muttermilch aufgesaugt hat. Doch nun der große Schock:</p>
<blockquote><p>Erdbeben in der österreichischen Formel-1-Medienlandschaft: Heinz Prüller, seit 1965 ununterbrochen Grand-Prix-Kommentator für den öffentlich-rechtlichen TV-Sender ‘<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a>’, wird 2009 abgelöst. Als Nachfolger wird der bisherige Boxengassenreporter Ernst Hausleitner das Mikrofon übernehmen.</p>
<p>Eine offizielle Bestätigung seitens des ‘ORF’ steht noch aus. Ein Sprecher des Senders erklärte jedoch auf Anfrage von ‘Motorsport-Total.com’, dass es zu diesem Thema heute noch eine Presseaussendung geben wird.</p></blockquote>
<p>So spricht die <a href="http://www.facebook.com/inbox/readmessage.php?t=1030198113295#/group.php?gid=49431854038" class="liexternal">Facebook-Gruppe</a>, die sich in bester Social Media Campaigning Tradition für die Rückkehr der Legende ans Mikro einsetzt. Die Zitate der User sagen alles:</p>
<blockquote><p>“Ich werde es vermissen, wie er “Hydraulik” sagt… seufz!“<br />
“heinz prüller ist österreichs john madden!!! ohne den geht’s nicht!!!“<br />
“Formel 1 ohne Heinz macht keinen sinn !!!”</p></blockquote>
<p>Vorschläge, Protestaktionen, öffentliche Fernseher-Verbrennungen (man weiß eh nicht, wohin mit der alten Röhrnkiste) sind angesagt. 1.123 Mitglieder erreichte die Gruppe in Rekordzeit, und mir fällt eigentlich nur ein einziges Exit-Szenario ein: wenn die Rückkehr zum Staatsfunk nicht klappt, dann muss Heinzi zukünftig eben auf ATV Motorsport moderieren. Die Formel 1 Rechte werden zwar kaum leistbar sein, aber da der sowieso der Kommentator im Vordergrund steht, tut’s ja vielleicht auch die österreichische Auto-Crash–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/meisterschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Meisterschaft">Meisterschaft</a> in Wolkersdorf.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Nackerten Flash-Mobber von der Lobau</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-07/die-nackerten-flash-mobber-von-der-lobau/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 15:11:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jene Wiener, die regelmäßige Ausflüge in die Lobau unternehmen, lieben diese Gegend heiß. Kein Wunder, war der heutige Nationalpark doch immer schon Zufluchtsort für alle möglichen devianten Existenzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/lobaupic.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2451]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/lobaupic-150x150.jpg" alt="lobaupic 150x150 Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " title="lobaupic" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" /></a>“Herr Blogger, lehren Sie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a>”, hat nie ein österreichischer Bundeskanzler gesagt. Aber in Zeiten pressierender Neuwahlversprechungen kann man Politikern bekanntlich ohnehin nix glauben, und nicht jeder publizistischen Handlung geht ein gut gemeinter Ratschlag oder ein dämlicher Leserbrief voran. Aber schnell zu etwas Erfreulicherem, und zwar der Lobau: über diesen wunderschönen Nationalpark hat Joseph Gepp im aktuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/falter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Falter">Falter</a> [Nr.29/2008] unter dem Titel “Der Zauberwald” ein würdiges Portrait geschrieben. In den Wiener Auen findet sich eine Subkultur, über die in keinem Krocha-Magazin etwas zu lesen ist:</p>
<blockquote><p>“Die Wildnis steht für etwas Irreguläres und zieht irreguläre Existenzen an,” sagt der Lobau-Experte Fritz Keller, der sich in seinem Buch <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3900370974?ie=UTF8&#038;tag=datenschmutz-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3900370974" class="liexternal">Lobau — Die Nackerten von Wien</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=datenschmutz-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3900370974" width="1" height="1" border="0" alt=" Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " /> mit der Sozialgeschichte der Au beschäftigt hat. “Im Dschungel kann man sich verstecken. Jugendbewegungen und politische Aktivisten nutzten das für ihre Zwecke. Gesellschaftliche Experimente konnten hier ungestört durchgeführt werden.”</p></blockquote>
<p>Das kann ich nur bestätigen, auch wenn ich gegenüber der Lobau alles andere als unvoreingenommen bin — verbringe ich dort doch seit Jahren einen beträchtlichen Teil des Sommers: ein unglaublicher Boost auf meinem persönlichen Lebensqualitätsindex. Manchmal bei den “Nackerten von der Dechantlacke”, häufig auch an abgeschiedeneren Plätzen, von denen es viele gibt. Dort kann ich auch besser als überall sonst einem meiner Lieblingshobbys nachgehen und ausgedehnte Frog-Watching Sessions abhalten. Dank meiner neuen Digicam mit fettem Teleobjektiv werden einige der kleinen grünen Spaßmacher sicherlich noch zu <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/flickr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FlickR">FlickR</a>–Fotoehren kommen <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " class='wp-smiley' title="Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " /> </p>
<p>Joseph Gett hat bei seiner Recherche auch mit Jenny Strasser, 95, gesprochen: sie war 1934 beim sozialdemokratischen Schutzbund aktiv, die Treffen fanden hauptsächlich auf der Hirscheninsel in der Lobau statt. Dort wurden die Protestaktionen gegen die faschistische Politik geplant — und was mich besonders verblüfft hat: </p>
<h2 id="toc-flashmobs-sind-keine-erfindung-der-internetgeneration">Flashmobs sind keine Erfindung der Internetgeneration!</h2>
<blockquote><p>Wie sahen diese Blitzaktionen aus? Jenny Strasser redet klaren Blickes und voller Begeisterung: “Sie dauerten meistens nur fünf Minuten. Verschiedene Aktivisten kamen über verschiedene Straßen an einem bestimmten Platz, zum Beispiel am Nestroyplatz, zusammen. Alles war vorab abgesprochen. Dann hielt einer eine schnelle Rede, zwei rollten ein Transparent aus, Flugzettel wurden ausgeteilt. Wenn die Polizei gekommen ist, waren wir schon wieder weg, in verschiedene Richtungen. Auch das war vorher ausgemacht.”</p></blockquote>
<p>Freilich konnte damals von “Spaßfaktor” wenig Rede sein: die Aktivisten riskierten eine Menge, um gegen den Austrofaschismus zu protestieren. Nach dem Einmarsch der Nazis floh Jenny Strasser, seit ihrer Rückkehr nach Österreich hat sie die Lobau nie mehr betreten. An manchen Stellen befinden sich alte Bunker, fast komplett überwachsen — dort wohnten die Zwangsarbeiter, die den Donau-Oder Kanal errichten sollten. Viele Jahre später entstand in der Lobau eine Art Ghetto, die Armensiedlungen am Biberhaufenweg sind längst verschwunden. Die Lobau zum Nationalpark zu erklären war eine goldrichtige Entscheidung — ich hoffe, dass dieser grandiose Mikrokosmos intakter Natur, so unglaublich nahe an einer Millionenstadt, noch vielen Generationen von WienerInnen erhalten bleiben möge. Und wer wissen will, auf welch historischem Boden er da den nackten Popo gegen Sonne reckt, sollte unbedingt einen Blick in den Falter werfen.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/lobaufrosch.jpg" alt="lobaufrosch Die Nackerten Flash Mobber von der Lobau " title="lobaufrosch" width="500" height="410" style="border:1px solid gray;" /></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Nicht sprechen erscheint sicherer</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 09:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer nicht spricht, kann nicht gespeichert werden: die Vorratshaltung der Telefondaten hält zahlreiche Deutsche vom Anruf beim Therapeuten ab.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/ueberwachungsbild.jpg" alt="ueberwachungsbild Nicht sprechen erscheint sicherer" title="ueberwachungsbild" width="150" height="146" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Die Vorratsdatenspeicherung in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> hält nicht nur Terroristen vom Telefonieren ab, wie eine aktuelle Forsa–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/umfrage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Umfrage">Umfrage</a> beweist: aus — wohl keineswegs unbegründeter, wie der aktuelle Telekom-Skandal zeigt — Angst vor möglichen späteren Negativfolgen verzichten immer mehr Bundesbürger darauf, die Eheberatungsstelle, den Psychotherapeuten oder die Drogenberatungsstelle zu kontaktieren. In Zeiten wie diesen weiß man schließlich nie genau, wer eigentlich Zugriff auf welche Daten hat. </p>
<p>1.002 Deutsche wurden von Forsa am 27./28. Mai für die repräsentative Umfrage ausgequetscht, und die Ergebnisse sollten den Politikern zu denken geben: </p>
<blockquote><p>Die zu Jahresbeginn eingeführte Vorratsdatenspeicherung schreckt von sensiblen Gesprächen am Telefon ab und wird von nahezu jedem zweiten Bundesbürger als unverhältnismäßig abgelehnt. […] Die Ergebnisse im Einzelnen: Sieben von zehn Befragten war bekannt, dass seit Beginn des Jahres 2008 alle Verbindungsdaten jedes Bürgers in Deutschland sechs Monate lang gespeichert werden müssen. Die Mehrheit der Befragten würde wegen der Vorratsdatenspeicherung davon absehen, per Telefon, E-Mail oder Handy Kontakt zu einer Eheberatungsstelle, einem Psychotherapeuten oder einer Drogenberatungsstelle aufzunehmen, wenn sie deren Rat benötigten (517 der Befragten). Hochgerechnet entspricht dies über 43 Mio. Deutschen.</p></blockquote>
<p>Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung fordert als Konsequenz aus der Umfrage — welche Überraschung — die sofortige Außer-Kraft-Setzung des Gesetzes, welches als lebensgefährlich eingestuft wird, wenn es etwa von telefonischen Hilferufen beim Psychotherapeuten abhält, so die Argumentation.</p>
<p>Den kompletten <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/forsa_2008-06-03.pdf" class="lipdf">Ergebnisbericht</a> gibt’s online, aktuelle Informationen zur laufenden Verfassungsbeschwerde gegen die ausufernde <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenspeicherung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Datenspeicherung">Datenspeicherung</a> finden potentielle Mit-ProtestantInnen <a href="http://verfassungsbeschwerde.vorratsdatenspeicherung.de" class="liexternal">hier</a>.</p>
<hr /><small><strong>Foto:</strong> <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=266355" class="liexternal">Michael Hirschka</a> / Pixelio</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Tibet-Petition: bitte unterzeichnen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-03/tibet-petition-bitte-unterzeichnen/</link>
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		<pubDate>Mon, 24 Mar 2008 14:14:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Tenzin Gyatso aka der Dalai Lama hat zur Zurückhaltung und zum Dialog aufgerufen, die chinesische Regierung scheint zwischen Reputations-Verlustangst und — ja, und was eigentlich? — zu schwanken. Eine aktuelle Petition will Chinas Präsident Hu Jintao vom Konfrontationskurs abbringen, möglichst viele UnterzeichnerInnen werden innerhalb der nächsten 48 Stunden gesucht.
Petition: Unterstützt den Dalai Lama
Nach Jahrzehnten chinesischer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/03/tibet.jpg" rel="lightbox" title='tibet' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/03/tibet.thumbnail.jpg' alt="tibet.thumbnail Tibet Petition: bitte unterzeichnen" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" title="Tibet Petition: bitte unterzeichnen" /></a>Tenzin Gyatso aka der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dalai-lama/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dalai Lama">Dalai Lama</a> hat zur Zurückhaltung und zum Dialog aufgerufen, die chinesische Regierung scheint zwischen Reputations-Verlustangst und — ja, und was eigentlich? — zu schwanken. Eine aktuelle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/petition/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Petition">Petition</a> will Chinas Präsident Hu Jintao vom Konfrontationskurs abbringen, möglichst viele UnterzeichnerInnen werden innerhalb der nächsten 48 Stunden gesucht.</p>
<blockquote><p><strong>Petition: Unterstützt den Dalai Lama</strong></p>
<p>Nach Jahrzehnten chinesischer Repression hat sich die Frustration der tibetischen Bevölkerung in Straßenprotesten und gewaltsamen Unruhen entladen. Während die Welt wegen der bevorstehenden Olympischen Spiele auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tibet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tibet">Tibet</a> schaut, rufen die Tibeter die Welt um Hilfe für einen Wechsel. Die chinesische Regierung hat angekündigt, die Demonstranten und Demonstrantinnen, die sich nicht ergeben haben, ‘zu bestrafen’. Ihre Führer treffen gerade jetzt eine wegweisende Entscheidung zwischen brutaler Eskalation oder Dialog, die die Zukunft Tibets und Chinas bestimmen kann.</p>
<p>Wir können diese historische Entscheidung beeinflussen — <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/china/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with China">China</a> sorgt sich um seine internationale Reputation. Chinas Präsident Hu Jintao muss zu hören bekommen, dass der Erfolg von ‘Made in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/china/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with China">China</a>’ und der Olympischen Spiele von seiner <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahl">Wahl</a> abhängen. Aber es braucht die schnelle Reaktion einer Masse von Menschen, um seine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> zu gewinnen und wir brauchen diese in den nächsten 48 Stunden.</p>
<p>Der tibetische Friedensnobelpreisträger und geistige Führer der Dalai Lama hat zu Zurückhaltung und zum Dialog aufgerufen. Er braucht die Unterstützung der Weltbevölkerung. Klick auf den untenstehenden Link um die Petition zu unterstützen. Ziel sind eine Million Stimmen für Tibet (es sind schon 79729!!).</p></blockquote>
<p>Die Unterschrift erfolgt rein digital, ein getuntes Spamscript müsste eigentlich locker ein paar Millionen Einträge schaffen — aber wie auch immer: schaden kann’s ja nicht, hier geht’s</p>
<h3 id="toc-zur-petition"><a href="http://www.avaaz.org/de/tibet_end_the_violence/8.php" class="liexternal">zur Petition</a></h3>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogvorstellung: Der Wirbelwebber</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jan 2008 18:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Wirbelwebber berichtet vom wilden Leben in und um Köln.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/01/wirbelwebber.jpg' alt="wirbelwebber Blogvorstellung: Der Wirbelwebber" id="leftnail" title="Blogvorstellung: Der Wirbelwebber" />Im neuen Jahr bislang schändlich vernachlässigt hab ich die Blogvorstellungen; aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, allerdings gibt’s ein paar kleinere Änderungen: es wird jeweils nur ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> vorgestellt, dafür allerdings wöchentlich und zwar jeweils am Donnerstag. Alle vorgestellten Blogs werden zusätzlich ins <a href="http://blog.datenschmutz.net/linkverzeichnis/" class="liinternal">datenschmutz Linkverzeichnis</a> aufgenommen, dem eine kleine Generalsanierung ins Haus steht. Den Anfang macht anno domini 2008 niemand geringerer als der <a href="http://wirbelwebber.de/wp/" class="liexternal">Wirbelwebber</a>.</p>
<p>Der Wirbelwebber ist zwar stolzer Besitzer eines durchwegs bayrisch anmutenden <a href="http://wirbelwebber.de/wp/ueber-mich/" class="liexternal">Schnurrbartes</a>, wohnhaft ist der Autor, der am 22.11.2010 seinen 50. Geburtstag feiern wird, allerdings in der Nähe von Kölle. Wirbelwebbers Themenspektrum macht den Termini “bunt gemischt” alle Ehre: vom <a href="http://wirbelwebber.de/wp/2008/01/13/sektorviech-2008/" class="liexternal">rotbunten Husumer Protestschwein</a> bis zum <a href="http://wirbelwebber.de/wp/2007/01/05/radar/" class="liexternal">Radar-Encounter</a> reicht das Themenspektrum — der Autor gewinnt dabei selbst trivialen Themen durch seine originelle Schreibweise äußerst unterhaltsame Aspekte ab. Heißer Tipp für ein bisschen Entspannung zwischen all den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> Expertenartikeln — von denen kommt übrigens auch keiner auf so stylishem Jeans–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hintergrund/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hintergrund">Hintergrund</a> daher.</p>
<p><strong>Bitte vortreten!</strong> Die Liste der vorzustellenden Blogs hat zwar inzwischen bereits beträchtliche Länge erreicht, allerdings gibt’s ja in diesem Jahr ja noch 50 Gelegenheiten. Potentielle InteresstInnen hinterlassen also wie gehabt einfach einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> mit der URL des vorzustellenden Blogs.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Xings Entgegenkommen kennt keine Grenzen</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 21:05:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Werbefreie Profile für Premium-Mitglieder sind nun bei Xing möglichen - auf vielfachen Protest der Mitglieder hin, wie's im Newsletter heißt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Warum schreibt mir die Frau meines Zahnarztes auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/xing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with xing">Xing</a> eine Nachricht?” frug ich mich heute beim E-Mail Lesen am Communicator. Nur um gleich darauf zu bemerken, dass ich sozusagen Opfer einer Gleichheitstäuschung wurde — zufällig teilen sich der Bewahrer meiner bissigen Seite und eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/xing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with xing">Xing</a>–Moderatoren denselben Familiennamen… und Sie haben völlig recht, werteR LeserIn, dies rechtfertigt noch keinen Blogeintrag, wohl aber der Inhalt des offiziellen Newsletters — Schrein des Abstoßes ist nämlich niemand ungeringerer als die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/xing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with xing">Xing</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a>.</p>
<p>Beziehungsweise deren zahlende Rezipientinnen, also die Premium Kunden. Aber alles der Reihe nach. Denn erstmal war ich verblüfft, weil die Absenderin als Texterin, und nicht als Xing-Mitarbeiterin eingetragen ist, aber das Rätsel löste sich im Footer relativ rasch:</p>
<blockquote><p>Einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/newsletter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Newsletter">Newsletter</a> an mehrere Tausend Mitglieder verschicken wir nur bei begründeten Anlässen. Wir gehen davon aus, dass Werbung auf Premium-Profilen, vor allem weil für die Betroffenen unsichtbar, einen solchen Anlass darstellt.</p></blockquote>
<p>Das tut sie, das tut sie. Geschenkt, die Spampolizei bleibt im Revier. Die Sache verhält sich nämlich folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>Xing blendet Fremdwerbung in Ihre Profilseiten ein. Gehen Sie also bitte NICHT davon aus, dass wenn Sie keine Werbung sehen, auch keine da ist.</p></blockquote>
<p>Da ist also was da, was auch da ist, wenn’s scheinbar gar nicht da ist? Tja, dynamische Medien sind in dieser <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/beziehung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Beziehung">Beziehung</a> richtige Beit’ln, wie man in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> sagt, oder in den Worten des Xing-Newsletters:</p>
<blockquote><p>Da Premium-Mitglieder in *passiver* Weise werbefrei bleiben und keine Werbung sehen, können Sie diese Werbung weder auf der eigenen Profilseite, noch auf der Profilseite anderer Mitglieder wahrnehmen. Sie ist dennoch da, sichtbar für alle Nichtpremium-Mitglieder. Es handelt sich dabei um wechselnde Werbeschaltungen. </p></blockquote>
<p>Ein eigenartiger Eindruck mag etwas durchwegs entstehen, wenn, sagen wir mal, beim Besuch der Profilseite des Marketingleiters von T-Mobile dessen Geschäftspartner Orange Werbung eingeblendet bekommt… Das hat Xing auch bereits erkannt, und zwar schon heute, nach nur wenigen Monaten oder Jahren (kA, wie lange die Werbung schon auf den Profilseiten eingeblendet wird):</p>
<blockquote><p>NEUES FEATURE: Auf vielfachen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/protest/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Protest">Protest</a> seitens der Mitglieder hat Xing heute die Möglichkeit geschaffen, die Werbeschaltungen aus dem Profil ausblenden zu können</p></blockquote>
<p>It’s not a bug removal, it’s a feature! Und warum sollte man auch KundInnen, die pro Monat EUR 5,95 für ihren Premium-Account bezahlen — also mehr, als <a href="http://www.hetzner.de/sh500.html" class="liexternal">Hetzner</a> für einen Shared Webspace mit 2 GB und mysql DB haben möchte — standardmäßig werbefreie Profilpages anbieten? Die “Premium World” sowie die Möglichkeit, private Nachrichten zu verschicken, müssen doch wirklich genügend anreizen bieten, oder? Naja, wieder mal ein guter Gag mehr aus dem Hause Xing, ich hab mich gerade sehr über den Newsletter amüsiert.</p>
<p><strong><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/update/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Update">Update</a>:</strong> Lars Hinrichs hat am openBLOG ein *sehr* umfangreiches <a href="http://blog.openbc.com/2008/01/statement.html" class="liexternal">Statement</a> veröffentlicht:</p>
<blockquote><p>The discussion arose because, frankly, we didn’t think of everything in advance. What happened was that non-Premium users were seeing ads when they visited Premium Members’ profile pages. […] Our members objected to this, and we acted to change this as soon as we heard. It has taken us 24 hours to implement after announcing the change, and this option is now available in Premium Members’ individual settings.</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn das Volk mehr Demokratie begehrt</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 13:57:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 16. Dezember 2007; 16:00; ] Besorgte österreichische Bürger laden zum Demokratischen Salon, um gemeinsam Maßnahmen gegen die äußerst bedenklichen aktuelle Entwicklungen in Österreich zu beraten: denn Überwachung und Kammerstaat ficken sozusagen demokratische Grundsätze ohne deren Einverständnis - und hinten rum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">16. Dezember 2007</td></tr><tr><td colspan="3">16:00</td></tr></table><p>Die Zeiten der schwarz-blauen Regierung in .at schienen geprägt von Wirtschaftsliberalismus, möglichst dicht gemachten Grenzen und allerlei skurrilen personellen Fehltritten — plus einer bedenklichen Aushöhlung (oder besser gesagt: Entkernung) demokratischer Kernwerte. Nicht wenige wählten bei den letzten NR-Wahlen die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SPÖ">SPÖ</a> in erster Linie, um diese für mitdenkende BürgerInnen demokratiegefährdenden Entwicklungen zu stoppen.</p>
<p>Dachten wir zumindest. Aber da kann Gusi so viele <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-09/tenzin-gyatso-besucht-alfred-gusenbauer/" class="liinternal">Dalai Lamas</a> empfangen, wie er will: Schwarzrot setzt die informationstechnische Entmündigung des eigenen Volkes noch viel konsequenter fort, anstatt auch nur einen Fingerbreit zurück zu rudern. Konkret geht’s dabei um eine Reihe von Gesetzesbeschlüssen, die in letzter Sekunde vor Jahresende im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/parlament/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Parlament">Parlament</a> durchgepeitscht worden. Und während den gewöhnlichen Bürger meines Wissens nach weder Dummheit, noch Ignoranz, noch simples Unwissen vor Strafe (oder Konsequenz) schützen, gilt für die Volksvertreter ganz anderes. Denn dass vereinzelte ParlamentarierInnen (und MinisterInnen) allen Ernstes behaupten, sie hätten deshalb für die Beschneidung der Befugnisse des Verwaltungsgerichtshofs, für ein jeglicher richterlicher Kontrolle entzogenes Sicherheitspolizeigesetzt (Stichwort: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ueberwachung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Überwachung">Überwachung</a>) und für eine gesetzliche Verankerung des Kammerstaates gestimmt, weil ihnen die Inhalte der Vorlagen nicht im Detail bekannt waren.</p>
<p>Nun man die delegative <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> in mancherlei Hinsicht für ein problembehaftetes Meinungskanalisierungs-System halten, und dass nicht jeder Abgeordnete jede Gesetzesvorlage liest — oder auch nur in die Hand nimmt — ist ausreichend bekannt. (Nein, ich schimpfe nicht aus Prinzip oder Unwissen. Mein Zweitfach war Politikwissenschaft.) Aber wenn diese Tatsache nicht nur als keineswegs peinlich, sondern im Gegenteil als legitime Entschuldigung für die eigene Mitarbeit an widerlichen, demokratiefeindlichen Kampagnen dienen, dann ist es allerhöchste Zeit für mündige Bürger, die Verantwortung, die sie ihren Parlamentariern via Vertrauensvorschuss angedeihen ließen, auch tatsächlich mal einzufordern.</p>
<p>Dieser hehren Aufgabe verschrieben hat sich eine Bottom-Up Initiative verschrieben, deren erstes Treffen letzte Woche im Café Westend stattfand. Mehr Informationen zum nächsten Treffen(Arbeitstitel: Demokratischer Salon) gibt’s auf <a href="http://www.cargal.org/drupal/node.php?id=1095&#038;PHPSESSID=2f99138bc1ac5cb6ea7fc0ae80af35cb" class="liexternal">caragal.org</a> bzw. bei <a href="http://www.reimon.net/salon.htm" class="liexternal">reimon.net</a>, überdurchschnittlich Interessierte tragen sich bei der folgenden Mailingliste ein: <a href="http://lists.reimon.net/mailman/listinfo/salon" class="liexternal">http://lists.reimon.net/mailman/listinfo/salon</a></p>
<p>Heute habe ich die folgende E-Mail bekommen mit der Bitte um Verbreitung — und selbiger komme ich gerne nach:</p>
<blockquote><p>EINLADUNG zum 2. Demokratischen Salon</p>
<p>Wann: SO 16.12.2007, 16:00 Uhr<br />
Wo: Café Westend, 1070 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a><br />
Was: Formulierung einer Position für ein etwaiges Volksbegehren für mehr Demokratie Wer: Alle interessierten Personen — VERBREITUNG ERWÜNSCHT</p>
<p>In der letzten Sitzung des Nationalrates vor der Weihnachtspause hat die Große Koalition mehrere rechtsstaatlich und demokratiepolitisch bedenkliche Beschlüsse gefasst. Ohne ausreichende Vorbereitung, Begutachtung und öffentliche Diskussion wurden die Befugnisse des Verwaltungsgerichtshofs beschnitten, das Sicherheitspolizeigesetz verschärft (Überwachung) und der Kammerstaat in der Verfassung verankert. Dabei waren teilweise weder Regierungsmitglieder noch Abgeordnete der Koalition ausreichend über die Inhalte der Anträge informiert — zugestimmt haben sie trotzdem.</p>
<p>Aus diesem Grund haben sich am 9. Dezember besorgte Privatpersonen getroffen, um Protestmöglichkeiten gegen diesen Niedergang der politischen Sitten im österreichischen Parlament zu diskutieren.</p>
<p>Wir machen uns wenig Illusionen darüber, dass diese Beschlüsse nach ein paar Protesten zurückgenommen würden, zu taub dafür haben sich österreichische Regierungen in der jüngeren Vergangenheit schon gezeigt. Aber wir fürchten, dass die Große Koalition ab jetzt in dieser Form weiter macht, und dagegen wollen wir mobilisieren — und zwar als parteilose <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a>. Wir wollen prüfen, ob ein Demokratie-Volksbegehren eine realistische Chance hätte.</p>
<p>Konkrete Ziele eines solchen Volksbegehrens wollen wir im 2. Demokratischen Salon am nächsten Sonntag um 16:00 Uhr im Café Westend diskutieren. Dazu sind alle interessierten Personen eingeladen.</p>
<p>Wir haben eine offene Mailingliste zu diesem Thema eingerichtet, die auch der Vorbereitung des Treffens dient: demokratie [at] cargal.org</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum Woche 48 2k7</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 22:02:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Blogistan kommt langsam in weihnachtliche Stimmung: vom Geschenkkalender bis zum bis zum Patentprozess deckt die zweite Adventwoche das gesamte Spektrum jahreszeiten-adäquater Besinnlichkeit ab.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was für eine besinnliche Woche! König Advent und seine Punsch-Standl Schergen brechen wie eine Naturgewalt über die westliche Welt herein; der Geruch von billigem Alkohol und altem Fett verbreitet weihnachtliche Stimmung in altehrwürdigen Winter-Fußgängerzonen. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogistan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with blogistan">Blogistan</a> indes lässt sich von allfälligen Kaltwettereinbrüchen keineswegs weiter beeindrucken: die Wir-Schweigen-Nicht Spiral dreht sich ganz Anti Noelle-Neumann’sch unaufhaltsam weiter nach oben.</p>
<h2 id="toc-nix-wei-er-was-schenkt">Nix weiß er was schenkt?</h2>
<p>Dem alten (männlichen) Weihnachtsgeschenk-Findungs-Problem begegnet Tschilp mit einem <a href="http://tschilp.com/tag/advent-2007/" class="liexternal">Adventkalender</a> der konsumintensiven Art: ich, dessen Kosmetikrepertoire sich grosso modo auf Nivea Creme, Zahnpasta und Gilette Rasierwasser beschränkt (ich glaub, in Tirol ist der Metrosexuellen-Anteil besonders niedrig) hatte ja keine Ahnung von <a href="http://tschilp.com/2007/11/30/advent-advent/" class="liexternal">feinen Rot-Nuancen</a> und zeitlosen <a href="http://tschilp.com/2007/12/01/224/" class="liexternal">beige-rosé-braun Kombis</a>, geschweige denn vom poetisch-olfaktorischen <a href="http://tschilp.com/2007/12/04/der-atem-der-karibik-424/" class="liexternal">Ruf der Karibik</a>:</p>
<blockquote><p>Von der schönsten Insel […] stammt das absolut beste, pudrigste Parfum […], gerade noch im Zaum gehalten mit einer Note reifer Ananas — Voodoo pur!</p></blockquote>
<p>Klingt wie ein ziemlich trinkbares Starkbier… und ist vielleicht sogar multifunktional auch als Intimdeo einzusetzen! [via <a href="http://wissenbelastet.com/2007/12/05/geschenktipps-als-adventkalender/" class="liexternal">Max</a>]</p>
<h2 id="toc-wissen-belastet-die-facebook-applikation">Wissen belastet: die Facebook Applikation</h2>
<p><a href="http://www.wissenbelaster.com" class="liexternal">Max</a> hat seine erste Facebook-Applikation fertig gestellt: <a href="http://apps.facebook.com/wissenbelastet/" class="liexternal">Wissen belastet</a> dürfte wohl ein Test für Things to come sein, das Programm tut folgendes:</p>
<blockquote><p><strong>Wissen belastet visualisiert das am öftesten verwendete Wort der letzten 100 Meldungen Österreichischer Medien.</strong></p></blockquote>
<p>Außerdem werden zugehörige Newsbilder angezeigt, ähnlich wie Max das im Header seines Blogs macht — ich hab die App natürlich auf meinem Profil und auf der <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=5802674241" class="liexternal">datenschmutz Page</a> gleich mal installiert — so ein kleines Trendbarometer hat definitiv was.</p>
<h2 id="toc-im-format-mit-hannes">Im Format mit Hannes</h2>
<p>Für die aktuelle Ausgabe des österreichischen Wochenmagazins <a href="http://www.format.at" class="liexternal">Format</a> hat Alexandra Riegler Statements von <a href="http://www.bessergehtsimmer.at/" class="liexternal">Hannes</a> und mir eingeholt. Unter dem Titel <strong>Blogger Business</strong> berichtet der Artikel von aktuellen Entwicklungen in der Linkwirtschaft und vom Boom der ehemaligen Online-Tagebücher. </p>
<p>Hannes berichtet von <a href="http://www.blögger.at" class="liexternal">Blögger</a> (näheres morgen), ich hab einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> zur Link-Miet Debatte abgegeben und erklärt, dass datenschmutz für mich in erster Linie hohen Experimental– und Spaßfaktor birgt:</p>
<blockquote><p>Ziemlich erfolgreich ist unterdessen Austro-Blogger Pettauer: Für sein Ein-Mann-Unternehmen p*n*c (pettauer.net consulting) sei das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> “sozusagen PR-Abteilung und Research-and-Development-Department in Domainunion”. Geld ist dabei nicht der Hauptantrieb: “Wenn nebenbei noch Werbeeinnahmen anfallen, ist dies erfreulich, steht aber keineswegs im Zentrum der Bestrebungen”, sagt Pettauer.</p></blockquote>
<h2 id="toc-amazon-patent-aufgehoben">Amazon Patent aufgehoben</h2>
<p>Wie ich heute über die quintessenz-Liste erfahren habe, hob das europäische Patent ein umstrittenes Amazon Software-Patent, gegen das der FFII eV (Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur) protestiert hatte, in vollem Umfang auf. Der Anwalt von Amazon kommentiert die Entscheidung während Verhandlung mit den folgenden Worten: “Needless to say, I’m very surprised.”</p>
<blockquote><p>München, 7. Dezember 2007 — Am heutigen Freitag fand beim Europäischen Patentamt (EPA) die Anhörung im Einspruchsverfahren des Fördervereins für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII e.V) gegen Amazons berühmt-berüchtigtes Patent zur Online-Geschenkbestellung statt. Bei diesem Patent EP927945 handelt es sich um Derivat des umstrittenen One-Click Patents, das Amazon in den USA hält und das bereits diesen Oktober in einigen Punkten wegen mangelnder Neuheit aufgehoben und abgeändert.</p></blockquote>
<p>Hier geht’s zur <a href="https://www.ffii.de/wiki/PmAmazonGeschenkPatent071207De" class="liexternal">vollständigen Pressemeldung</a> des FFII.</p>
<h2 id="toc-webnews-capture-instant-feedback">Webnews-Capture: Instant Feedback</h2>
<p>Eine der lästigsten Eigenschaften von Anti–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spam/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spam">Spam</a> Captchas ist die Tatsache, dass man erst nach dem Reload von der eigenen Falscheingabe erfährt. Webnews hat dieses Problem recht komfortabel gelöst: direkt nach der Eingabe wird der User via Ajax-Reload darüber informiert, ob seine Eingabe richtig ist — das komplette Neuladen der Seite entfällt somit, und allfällige Vertipper können gleich korrigiert werden:</p>
<p align="center"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/12/webnews.jpg' alt="webnews Blogistan Panoptikum Woche 48 2k7" style="border:1x solid gray;" title="Blogistan Panoptikum Woche 48 2k7" /></p>
<p>Praktische Sache — ich hoffe, dass dieses Beispiel auch bei anderen Plattformen Schule macht. In diesem Sinne wünsche ich fantastisch erholsame letzte Sonntagsstunden und einen feinen Start in die dritte Adventwoche; wir lesen uns! By the way: 1000 Dank an die 108 datenschmutz-LeserInnen, die bereits beim <a href="http://blog.bloggeramt.de/" class="liexternal">Bloggeramt</a> für datenschmutz als “Blog des Monats” abgestimmt haben — ich bin zwischenzeitlich in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fuehrung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Führung">Führung</a>, aber die Konkurrenz ist hart, und ich bin natürlich weiterhin für jede Stimme dankbar!</p>
<h2 id="toc-"><a href="<a href=" http://blog.bloggeramt.de/" class="liinternal">zur Abstimmung</a></h2>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>eGovernment die zweite: Holland wählt wieder am Papier</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Oct 2007 08:10:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Holland wählt wieder mit Stift und Papier - da verwundert es wenig, dass die Einführung der Wahlcomputer auch in Deutschland auf immer heftigere Kritik stößt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> fallen Wahlentscheidungen teilweise bereits nicht mehr via Urne, sondern via Wahlcomputer. Dies rief heftige Proteste des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/chaos-computer-club/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Chaos Computer Club">Chaos Computer Club</a> hervor, der den Maschinen der Firma NEDAP von Anfang an nicht vertraute, damit aber auf taube Ohre bei den zuständigen Politikern stieß. [erschienen auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/109479.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>So ganz falsch kann der CCC mit seinen Anschuldigungen nicht gelegen sein: denn in den Niederlanden, wo baugleiche Geräte schon länger im Einsatz sind, beschloss die Regierung nun, wieder auf das herkömmliche Papierwahl-System umzustellen.</p>
<p>Ausschlaggebender Grund dafür ist eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/studie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studie">Studie</a>, die der Chaos Computer Club gemeinsam mit der Niederländischen Stiftung “Wij vertrouwen stemcomputers niet” (Wir vertrauen Wahlcomputern nicht) durchgeführt hat und die derart nachhaltig die leichte Manipulierbarkeit der NEDAP-Geräte vor Augen führt, dass die Regierung den resultierenden Vertrauensverlust in das “Rückgrat der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a>” nicht in Kauf nehmen wollte. Ob die deutsche Regierung sich dieser Entscheidung anschließen wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt. Fest steht allerdings, dass die technischen Anforderungen an jegliche Geräte, mit denen freie demokratische Wahlen durchgeführt werden sollen, enorm hoch sind. Denn während bei der klassischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahl">Wahl</a> in Zweifelsfällen letztendlich immer die “Hardware” Papier als unbestechlicher Zeuge fungieren kann, öffnet die rein digitale Speicherung der Stimmabgabe gezielten Eingriffen Tür und Tor. Wenn also in diesem Bereich digitalisiert werden soll, dann stets mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen. </p>
<p>Dass ein ehemaliger Hackerverein als kritischer Mahner auftreten muss, führt deutlicher als jede Bürgerkarte vor Augen, wie tief die Informationsverarbeitung mittlerweile in alle Bereiche des privaten und politischen Lebens eindringt. Darauf wird der Chaos Computer Club seit Jahren nicht müde hinzuweisen. Bei einem Vortrag im Wiener Metalab etwa führte Starbug, ebenfalls Mitglied des Club, eindrücklich vor Augen, dass biometrische Techniken zwar die breite Masse sehr wirksam, routinierte Kriminelle allerdings so gut wie gar nicht erfassen.<br />
Ein Hauptproblematik der Technikfolgenabschätzung ist bekanntlich die unglaublich dynamische Entwicklung des digitalen Sektors: vor lauter Innovationen, die sich täglich überschlagen, bleibt kaum jemandem Zeit für die nötige kritische Distanz. Es mag nur auf den ersten Blick überraschend anmuten, dass ausgerechnet ein Hackerverein zum Mahner vor blindem Technikvertrauen wird — sind Hacker in der breiten Wahrnehmung doch gerade jene technik-affinen Nerds, die mit Digitaldisplays auf ihren Baseball-Kappen mit entrücktem Blick durch die Gegend laufen. Die Realität zeigt allerdings, dass just aus dem Ansatz des Hackens, Technologien anders als im Sinne ihres Verwenders zu nutzen, ein immer notwendigeres kritisches Potential erwächst. Technologien wollen verstanden und analysiert werden — nicht umsonst sind die sogenannte “Hackerethik” und die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/open-source/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Open Source">Open Source</a> Bewegung stark miteinander verwoben.</p>
<p>Im vorliegenden Fall der eWahlen konnte der CCC nun zeigen, dass die in Holland zugelassenen NEDAP-Wahlcomputer schlicht nicht die Anforderungen an freie demokratische Wahlen erfüllen. </p>
<p>Bereits im Oktober 2006 war man mit dem Beweis angetreten, dass die betreffenden Computer manipulationsanfällig seien. Ende September schloss sich nun die von der niederländischen Regierung eingesetzte unabhängige Untersuchungskommission dieser Meinung an. Die Chance, dass Manipulationen im Nachhinein mit ausreichender Sicherheit festgestellt werden können, sei nicht gegeben, so die offizielle Begründung. Während die holländische Administration die geäußerten Bedenken offensichtlich sehr ernst nimmt, weckt die Berichterstattung in deutschen IT-Magazinen eher den Eindruck, dass die Verantwortlichen die CCCs als einen Haufen hypersensibler Übertreiber abtun. Nun beschäftigt sich glücklicherweise der VfGH mit den veröffentlichten Einwänden:</p>
<blockquote><p>Die Frage, ob die Verwendung von Wahlcomputern in Deutschland mit den Grundsätzen eines freien, gleichen, geheimen, manipulationsfesten und vom Bürger nachvollziehbaren Wahlverfahrens vereinbar ist, beschäftigt derzeit auch das Bundesverfassungsgericht. Der Chaos Computer Club hat dazu eine ausführliche Stellungnahme abgegeben. (Presseaussendung des CCC vom 27. September 2007)</p></blockquote>
<p>Dirk Engling, Sprecher des CCC, forderte die deutsche Regierung auf, rasch tätig zu werden, denn bereits am 27. Jänner 2008 sollen in Hessen und Niedersachsen die umstrittenen NEDAP-Rechner zum Einsatz kommen. Und der CCC befürchtet, dass nun die in Holland offiziell nicht mehr zugelassenen Restbestände “günstig” nach Deutschland verkauft werden, denn dort dürfen die Rechenmaschinen nach wie vor ungestört das Vertrauen der Bevölkerung in demokratische Wahlen untergraben.</p>
<p><strong><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/links/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Links">Links</a>:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.wijvertrouwenstemcomputersniet.nl/images/9/91/Es3b-en.pdf" class="lipdf">Gemeinsame Analyse</a> des Chaos Computer Club und der niederländischen Stiftung “Wij vertrouwen stemcomputers niet”.</li>
<li><a href="http://www.ccc.de/updates/2007/wahlcomputer-ausgemustert?language=de" class="liexternal">Pressetext</a> des CCC zur Niederländischen Entscheidung</li>
<li><a href="http://www.ccc.de/press/releases/2007/20070609/nedapReport54.pdf" class="lipdf">Stellungnahme</a> des Chaos Computer Club vom 9. Juni 2007</li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-03/metaday-numero-uno-biometrie-quanten-und-co/" class="liinternal">Starbug über Biometrie</a></li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum Woche 39 2k7</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Oct 2007 21:03:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die WordPress-Linklift Affäre zieht weite Kreise, Frank Helmschrott startet ein neues Forum für Web 2.0 Master und auch ansonsten geht in Blogistan alles so sehr drunter und drüber, wie wie'r gewohnt sind und lieben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Robert weiß, womit <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/10/05/wie-verbringen-facebookuser-ihre-zeit/" class="liexternal">Facebook User</a> ihre Zeit verbringen und fragt nach dem Stand der <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/09/28/blogroll-ausgespielt-oder-noch-am-leben/" class="liexternal">Blogroll</a>, <a href="http://www.knallgrau.at/" class="liexternal">Knallgrau</a> gewinnt den <a href="http://www.sierralog.com/stories/4296117/" class="liexternal">Staatspreis Multimedia</a>, Frank Huber berichtet über <a href="http://blog.firstmedia.de/?p=857" class="liexternal">aktuelle Lage der Tonträgerindustrie</a>, Frank macht uns mit seiner neuen <a href="http://blog.helmschrott.de/sonstiges/neuer-linux-pc-wird-zur-multiloesung" class="liexternal">Linux-Kiste</a> den Mund wässrig und ein neues <a href="http://blog.helmschrott.de/intern/forum-fuer-webmaster-20" class="liexternal">Forum für Webmaster</a> auf — und Wini kehrt <a href="http://blog.punctilio.at/wien/2007-10/1-wiener-weinwandertag" class="liexternal">weinseelig</a> endlich wieder zum Bloggen zurück.</p>
<h2 id="toc-zimbra-als-yahoo-trumpf">Zimbra als Yahoo-Trumpf</h2>
<p>Georg Holzer <a href="http://www.georgholzer.at/blog/2007/09/23/zimbra-wird-yahoos-trumpfkarte/" class="liexternal">erklärt</a>, warum Zimbra in den kommenden Jahres zu Yahoos Ass im Ärmel werden könnte:</p>
<blockquote><p>Zimbra ist ein recht jung — es wurde 2004 mit nur einem Ziel gegründet: Etwas gegen Microsoft Exchange zu tun. Also entwickelte man drauf los und nur wenig später gab es schon einen brauchbaren Messaging-Server, der seither ständig verbessert wurde. Das Produkt selbst wird an Geschäftskunden und ISPs verkauft, es gibt jedoch auch eine Opensource-Version.</p></blockquote>
<p>Harte Zeiten für Microsoft im Anmarsch? <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> bietet mit seinem Online-Office ein sehr kostengünstige Suite, Zimbra schickt sich an, Exchange zu verdrängen — ob Bill Gates da wohl dagegenhalten kann? Ich würde die Betriebssystem-Oberhoheit in diesem Kontext allerdings keinesfalls unterschätzen.</p>
<h2 id="toc-von-amerikanischen-blog-groverdienern">Von amerikanischen Blog-Großverdienern</h2>
<p>Wieviel Prozent des sichtbaren Screen-Spaces opfern die amerikanischen Blog-Großverdiener der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a>? <a href="http://www.serverdome.org/how-the-top-bloggers-display-their-ads-percentages-and-numbers/" class="liexternal">Serverdome</a> stellte eine kleine vergleichende Studie an, die stark divergierende Placement-Anteile zeigt: <a href="http://www.johnchow.com" class="liexternal">John Chow</a> liegt mit 27,86% an der Spitze, am wenigsten Werbung mutet mit 11,37% der <a href="http://www.copyblogger.com/" class="liexternal">Copyblogger</a> seinen LeserInnen zu. Dagegen schau ich mit meinen <a href="http://blog.punctilio.at/bloggen/2007-10/trigami-macht-oessi-reich" class="liexternal">1000 Trigami-Eulen</a> in 4 Monaten ja richtig arm aus  <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/coolsmoker.gif' alt="coolsmoker Blogistan Panoptikum Woche 39 2k7" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum Woche 39 2k7" /> </p>
<h2 id="toc-reaktionen-zu-wordpress-linklift">Reaktionen zu WordPress + Linklift</h2>
<p>Nach heftigen Protesten in der Community entschieden sich die Entwickler, <a href="http://blog.wordpress-deutschland.org/2007/10/01/aenderung-der-de-edition.html" class="liexternal">WordPress Deutschland 2.3</a> wieder ohne Linklift-Plugin auszuliefern. Ob und wie zukünftiges Sponsoring erfolgt, soll innerhalb der Community offen diskutiert werden. Frank will ob der vielen Wellen auf ein <a href="http://blog.helmschrott.de/software/wordpress-kegelt-sich-aus-dem-spiel/trackback/" class="liexternal">anderes Blogging-Tool</a> umsteigen:</p>
<blockquote><p>Zusammen mit all den anderen Aktionen wirft das alles kein gutes Licht auf WordPress. Man scheint das Gespür für die User bereits vor längerem verloren zu haben und schafft es nicht mal firmeninterne Probleme intern zu lösen ohne dabei öffentlich für großes Aufsehen zu sorgen. Wie ich bereits geschrieben habe, steht für mich der Wechsel der Blogsoftware auf dieser Seite bereits fest.</p></blockquote>
<p>Dabei geht’s längst nicht mehr nur um die LL-Affäre, sondern um das mehr als seltsame Verhalten der Betreiberfirma Automattic, die WordPress Deutschland hintenrum ein Kuckucksei ins Nest legen möchten — sozusagen als “Dankeschön” für die bisherige Arbeit des Teams. <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/10/02/neue-de-wordpress-community/" class="liexternal">Robert</a> formuliert das recht unmissverständlich:</p>
<blockquote><p>Keine Loyalität gegenüber dem Aufwand, den sich die Macher von WordPress.de für mau gemacht haben, um eine lokalisierte WP-Variante auf die Beine zu stellen, ein Forum zu betreiben, das schon vielen Usern prima geholfen hat, und und und. Sorry, aber das ist unterirdisch respektlos und für mich ein Knackpunkt. Meine Bereitschaft steigt ungemein im ersten Ärger, dass ich WordPress den Rücken kehre und mich Serendipity zuwende. Lieber einer kleinen, aber feinen Community anzugehören, als zu Automattic (die kommerzielle Firma, die auf WordPress die Griffel draufhält). Natürlich kann man immer vom Regen in die Traufe kommen. Shit happens. Aber Automattic hat sich in den letzten Monaten immer mehr zu einem unsympathischen Haufen von Großkotzen entwickelt.</p></blockquote>
<p>Ich hab meine Meinung dazu eh schon mal geschrieben: die LL-Sache find ich nicht weiter drastisch, wesentlich übler allerdings ist der Murks, den die Betreiber mit dem 2.3er Tagging und den vielen Plugin-Inkompatibilitäten angerichtet haben. Aktuell hab ich wenig Zeit für Softwaretests, aber mittelfristig werd ich mir gewiss <a href="http://www.s9y.org/" class="liexternal">Serendipity</a> auch mal näher ansehen — Alternativen sind bekanntlich nie von Nachteil.</p>
<h2 id="toc-video-der-woche">Video der Woche</h2>
<p>Zugegeben: wer im richtigen Leben einen Dacia fahren mag, das ist eine andere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frage">Frage</a>. Für einen Hummer wär zweifellos eine noch größere Kreissäge notwendig gewesen. Massive Digitale “Schneidetechnik” im Einsatz! [via <a href="http://www.werbeblogger.de/2007/10/06/grandmaster-flex/" class="liexternal">Werbeblogger</a>]</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-10/blogistan-panoptikum-woche-39-2k7/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>In diesem Sinn — einen wunderschönen Wochenbeginn! Über Ihre Stimme bei den <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-09/bloggers-choice-awards-abstimmen-bis-10-november/" class="liinternal">Blogger’s Choice Awards</a> freu ich mich immer noch wie das sprichwörtliche verzauberte Frosch, aber das ist eine anderes Märchen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>FlickR, Jake Appelbaum und die Zensur in Hongkong</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-07/flickr-jake-appelbaum-und-die-zensur-in-hongkong/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 06:10:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Verlinken eines harmlosen Erotik-Portraits von Jake Appelbaum soll nach dem Willen der Behören eine Bloggerin für 12 Monate ins Gefängnis bringen- und FlickR sperrt Österreichern und Deutschenden den betreffenden des Fotografen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/07/flickr.jpg' alt="flickr FlickR, Jake Appelbaum und die Zensur in Hongkong" style="float:left;border:1px solid gray;margin-top:3px;margin-right:6px;margin-bottom:2px;" title="FlickR, Jake Appelbaum und die Zensur in Hongkong" />Ein Foto von Jake Appelbaum, <a href="http://www.monochrom.at" class="liexternal">monchrom</a> Artist in Residence, sorgt für ein Aufruhr in Hongkong. Blogger und <a href="http://www.interlocals.net/" class="liexternal">Interlocals-Gründer</a> Oiwam Lam verlinkte von seinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> auf das erotische Portrait und soll dafür entweder 400.000 HK Dollar bezahlen oder ein Jahr ins Gefängnis gehen.</p>
<p><a href="http://www.interlocals.net" class="liexternal">interlocals.ne</a> will Medienaktivisten vernetzen, deren Muttersprache nicht Englisch ist: dazu übersetzen verschiedene freiwillige Mitarbeiter die einzelnen Texte in diverse Sprachen. In einem aktuellen <a href="http://www.interlocals.net/?q=node/849" class="liexternal">Interlocals-Beitrag</a> berichtet Oiwan über die verschiedenen Reaktionen. Der ursprüngliche Beitrag mit dem Foto ist nach wie vor online bei <a href="http://www.inmediahk.net/public/article?item_id=222202" class="liexternal">Inmediahk.net</a>. <a href="http://www.boingboing.net/2007/07/10/hong_kong_blogger_fa.html" class="liexternal">BoingBoing</a> schreibt zu der Causa:</p>
<blockquote><p>Interlocals.net founder and inmedia.hk activist Oiwan Lam decided, as an act of electronic civil disobedience, to <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/protest/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Protest">protest</a> the Obscene Articles Tribunal of the Honk Kong Television and Entertainment Licensing Authority (TELA) and their classification of articles as obscene for publishing <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hyperlinks/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hyperlinks">hyperlinks</a> to erotic photography on <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/flickr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FlickR">FlickR</a> and other sites. Lam then wrote an essay criticizing the Authority and linking to a tasteful photography found by searching the keyword ‘nude’ on <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/flickr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FlickR">FlickR</a>. The result was a quick response from the TELA, and the classification of the article as a Class II indecent article by the Obscene Articles Tribunal. The maximum penalty is HK$400,000 and 12 months in jail.</p></blockquote>
<p>Auf FlickR gibt’s das Foto für Österreicher und Deutsche indessen <a href="http://www.flickr.com/photos/ioerror/102819914/" class="liexternal">nicht mehr</a>: dass die größte Foto–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a> in ganz besonders vorauseilendem Gehorsam auf die strengen Jugendschutzbestimmung Deutschlands eingeht, ist bekannt — offizieller Grund für die Einstufung des Accounts auf “unsafe” und die Nichtabrufbarkeit auch aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> sind laut FlickR-Besitzer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/yahoo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Yahoo">Yahoo</a> besagte deutsche (!) Jugendschutzgesetze. Damit hätten wir hier wohl einen jener seltenen Fälle, wo die grenzüberschreitende Wirkung des Netzes nicht Informationen, sondern Zensurstrategien von einem Land ins andere durchsickern lässt.</p>
<p>FlickR jedenfalls stufte gleich mal Jake Appelbaums gesamten Account als “unsafe” ein: der Fotokünstler hat dort einige tauend Bilder online, von denen es sich bei den wenigsten um (schwer harmlose) Erotik-Aufnahmen handelt. Aber FlickR sieht die Sache mit den nackten Frauenbrüsten anscheinend wesentlich enger als die Kronenzeitung — und so unangenehm die ganze Sache für Miss Lam nun auch sein mag, aus der Sicht des Fotografen bestätigt diese unerfreuliche Anekdote einmal mehr: mit dem Hosten seines eigenen künstlerischen Outputs bei Drittanbietern wie FlickR (oder auch myspace, Blogger, WordPress.com, youtube… insert <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">web 2.0</a> application here) liefert man sich deren Gutdünken auf Gedeih und Verderb aus. Wer am <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> partizipieren will, ohne bloß zensurgefährdeter, mundtoter User der Big Player zu sein, der kommt um selbst gehostete Plattformen und eigene Server einfach nicht herum.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Linkvermietung: Google macht dich zum Spitzel!</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-06/linkvermietung-google-macht-dich-zum-spitzel/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Jun 2007 07:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine Änderung der Google-Richtlinien bedeutet möglicherweise das Aus für bezahlten ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Quasi-Monopolisten haben’s manchmal viel zu einfach… auch wenn sie gerne von sich behaupten, nicht evil zu sein. Mit jener Art des Crowdsourcing, die totalitäre Regime seit Jahrhunderten heiß lieben, will Google nun die User zum Anschwärzen motivieren, wenn die Algorithmen versagen. Aber alles der Reihe nach: die Erregung rührt daher, dass das große G mal wieder die Richtlinien geändert hat: gekaufte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/links/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Links">Links</a> verstoßen nun ganz offiziell gegen jenen impliziten Vertrag, den kein Webmaster je freiwillig mit Google abgeschlossen hat</p>
<p>Das <a href="http://googlewebmastercentral-de.blogspot.com/2007/06/mehr-mglichkeiten-fr-euch-uns-input-zu.html" class="liexternal">offizielle Googleblog</a> etwa erklärt eindrucksvoll die neoneue <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/strategie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Strategie">Strategie</a> gegen verkaufte Links:</p>
<blockquote><p>Links sind ein wichtiger Faktor in unserer PageRank-Berechnung, da sie angeben, wie nützlich jemand eine Seite findet. Gekaufte Links sind zwar wunderbar für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> und Traffic, jedoch weniger hilfreich für die Berechnung des PageRank. Das Kaufen und Verkaufen von Links mit dem Ziel, die Suchergebnisse zu manipulieren und Suchmaschinen in die Irre zu führen, verstößt gegen unsere Richtlinien.</p></blockquote>
<p>Google indiziert, analysiert und seziert eben längst nicht mehr bloß das Web und dessen User, sondern gibt den Löwenanteil jener Spielregeln vor, mit denen Aufmerksamkeit in Cash transformiert wird. Dagegen mutet der seinerzeitige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/microsoft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Microsoft">Microsoft</a>–Anti-Monopol Prozess ja wie der vielzitierte Lercherl-Gasausstoß an. Enter Advocatus Diaboli: Der wahre Grund für das Backlinkverbot könnte ganz einfach darin liegen, dass Google solche Services wie Linklift und Text-Link-Ads, wohl zu Recht als schärfste potentielle Konkurrenz für die hauseigenen Cashcow-Produkte ansieht. Aber Verbote zeigen bekanntlich nur dann Wirkung, wenn sie Zähne haben — und Google weiß, dass das gute alte Spitzelsystem ganz einfach unschlagbar ist:</p>
<blockquote><p>Als Reaktion auf eure Nachfragen bieten wir jetzt innerhalb der Webmaster-Tools ein Berichtformular für bezahlte Links an. Um das Formular zu verwenden, loggt euch einfach ein und gebt Informationen über die Sites an, die Links rein zum Zweck der Suchmaschinenmanipulation kaufen und verkaufen. Wir werden jeden Bericht prüfen und auf Basis dieser Feedbacks unseren <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/algorithmus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Algorithmus">Algorithmus</a> und unsere Suchergebnisse verbessern. In manchen Fällen kann es sein, dass wir gegen Sites einzeln vorgehen.</p></blockquote>
<p>Die angebotene Lösung ist an Skurrilität kaum zu überbieten — natürlich werden die Links ja gerade ge– und verkauft, um eine bessere Platzierung zu erreichen — die Textanzeigen richten sich eben überwiegend an nicht-menschliche User:</p>
<blockquote><p>Falls ihr Links zu Werbezwecken verkauft, dann gibt es viele Möglichkeiten, dies zu kennzeichnen, wie zum Beispiel:</p>
<ul>
<li>Einfügen eines rel=“nofollow”-Attributs in den href-Tag</li>
<li>Umleiten der Links auf eine Zwischenseite, die per robots.txt für Suchmaschinen gesperrt ist</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Als Reaktion auf die Nachfragen also… wer’s glaubt. Im Klartext: viele, viele Berichte werden eintrudeln und SEOs werden versuchen, sich gegenseitig die verkauften Links um den Schädel zu hauen. Google wird ein bisschen abstrafen oder damit drohen, ein bisschen abzustrafen. Und das wird reichen, um den Link-Kauf Markt gravierend zu verunsichern. Wer diesen Beitrag für einen verspäteten Aprilscherz hält, der lese nach im Originalposting im <a href="http://googlewebmastercentral.blogspot.com/2007/06/more-ways-for-you-to-give-us-input.html" class="liexternal">Google Webmaster Central Blog</a>.</p>
<p>Aus dieser Änderung der Richtlinien lassen sich also mehrere Schlüsse ziehen:</p>
<ul>
<li>Google ist nicht mehr in der Lage, “echte” und “kommerzielle” Links zu unterscheiden. Lautete früher “keine händischen Eingriffe in den Suchalgorithmus” das höchste Credo, so ist mittlerweile davon wohl nicht mehr viel geblieben.</li>
<li>Wenn die “Prüfung” der Berichte genauso “sorgfältig” erfolgt wie die Google auf Proteste gegen Adsense-Konto-Schließungen reagiert, wird sich die Vernaderei als probates Mittel in SEO-Schlachten etablieren.</li>
</ul>
<h2 id="toc-google-is-climbing-the-shitrope">Google is climbing the shitrope</h2>
<p>“The shitrope is a rope covered with shit. Criminals try to climb it, but they just slip downwards,” erklärt Jim Lahey den Trailer Park Boys eine seiner Lieblingsmetaphern. Sollte man also aufhören, Linkkauf/-verkauf Services zu nutzen? Das wäre wohl wesentlich zuviel vorauseilender Gehorsam. Näheres lässt sich allerdings erst in paar Monaten sagen, wenn die neue Bannbulle beginnt, Wirkung zu zeitigen. Auf längere Sicht kann die einzig tragbare Lösung nur in der Schaffung mehrerer Alternativen zu Google liegen, der Weg zur perfekten Suchmaschine allerdings ist angesichts der Omnipräsenz und taktisch klugen Einkaufslust des Marktführers mit spitzen Steinen gepflastert und zumindest mittelfristig wohl eher ein Wunschtraum denn ein realistisches Antimonopol-Szenario. Die Diskussion zur betreffenden News auf <a href="http://www.yigg.de/163276_Google_Webmaster_Richtlinien_Warum_sollte_ich_bezahlte_Links_an_Google_melden" class="liexternal">Yigg</a> ist jedenfalls absolut lesenswert. Zitat von <a href="http://www.grobekelle.de" class="liexternal">Grobe Kelle</a>:</p>
<blockquote><p>Da sieht man mal wieder, das Google ein großes Problem hat, sie können Links nicht mehr einordnen. Die erste Verzweiflung wurde durch den Aufruf von rel=“nofollow” im Bezug auf Blogkommentare sichtbar. Ich kann nur hoffen, das die mal jemand mit Erfolg verklagt. Anstelle von “Don’t be evil” würde sich eher “Wir sind voller Scheiße” eignen!</p></blockquote>
<p>btw: ich hab gehört, der <a href="http://steinberger.blogspot.com" class="liexternal">Navigator</a> hat massig Backlinks gekauft. Und der Dings auch und die Susi, also raus aus dem Index  :twisted:  </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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