Der folgende Gastbeitrag von Walter Ritter stammt aus der aktuellen Ausgabe von the gap. Der Autor hat ihn mir zur Verfügung gestellt und ich denke, dass diese Überlegungen zu Googles Chrome-Browser für datenschmutz Leser sehr interessant sind.
Google präsentiert einen eigenen Browser. Der macht das Datensammeln noch einfacher für das Unternehmen. Mit dem neuen Streich in Richtung Absicherung seiner Hegemonialstellung läutet der Internetkonzern auch einen Kulturwandel in der Open Source Szene ein. David Ayers von osAlliance hat Google formal wenig vorzuwerfen. Ethik steht ohnehin auf einem anderen Blatt Papier. Diesen Beitrag weiterlesen »
| 4. Juli 2007 | bis | 29. Juli 2007 |
Der Herr Fachinformatiker ruft zum Blog-Karneval auf und möchte wissen "Was bedeutet SEO für dich?" Eine untriviale Frage, denn zwischen White- und Blackhat ist so ziemlich alles möglich.
Aber mal grundlegend: Suchmaschinenoptimierung beginnt beim Konzipieren einer Seite. Wer aus monetären Gründen bloggt, wird sich gut überlegen, für welche Zielgruppe er sein Angebot wie gestaltet. Weiter geht's mit der richtigen Webserverkonfiguration, sauberem, validiertem Quellcode, den richtigen Metatags und ansprechend gestaltetem, einzigartigem Content. Und wo endet SEO? Das weiß niemand so genau - denn außer den aufgezählten "ehrlichen" Methoden existieren zahlreiche Hintertreppchen und evil tricks, die Seiten in den Ergebnissen der Suchmaschine(n) pushen sollen.
Blackhat und Whitehat-SEO:
(von GreenSmilies.com)
Von praktischer Bedeutung sind dabei vorwiegend Tante Gugl, Onkel Yahoo und der vorwiegend in Amerika lebende Neffe MSN. Wenn's mit diesem Trio klappt, dann funktioniert es idR auch mit allen anderen Suchmaschinen. Alle drei Kandidaten, insbesondere das große G, haben ein Interesse daran, jene Seite möglichst weit vorne zu listen, die für User interessant sind. Affiliate Marketeers dagegen wollen ihre Linkfarmen pushen und möglichst viele Besucher auf ihre eigentlich gar nicht so besonders attraktiven Seiten locken.
Solange sich der Webmaster am Besucher orientiert und lediglich für die technischen Grundlagen sorgt, die erforderlich sind, um eine Seite zu optimieren, könne man genau genommen noch gar nicht von SEO sprechen, so der Tenor vieler Whitehats. Dort jedoch, wo Links nur platziert werden, um Suchmaschinen Relevanz vorzutäuschen, beginnt das weite Feld der SEO-Manipulation. Die Linkmieterei, die sich in den letzten Monaten dank Anbietern wie Text-Link-Ads und Linklift für viele Blogger sogar zu einem wesentlich profitableren Geschäft als Adsense entwickelt hat,
Ich kann den Experimentalcharakter dieser Seite nur betonen. Geschätzte 10 Prozent meiner Blog-Zeit verbringe ich mit Tätigkeiten, die entweder direkt oder indirekt der Suchmaschinenoptimierung dienen - aber eben nicht nur. Die Grenzen sind ja bekanntlich fließend: während Kommentare ohne erkennbaren Sinn und Zweck als Spam bezeichnet werden, bringen ja auch konstruktive Beiträge Linklove - sogar online-Kommunikation über Blogs hat also gewisse SEO-Aspekte.
Ich bekomme allerdings - glücklicherweise - nur 50% meiner Besucher über Suchmaschinen, was mich nicht besonders abhängig macht von den nachdrücklich durchgesetzten Vorstellungen G's, wie denn eine Webseite gefälligst zu funktionieren hat. Dass Algorithmen nie perfekt filtern, liegt in der Natur der Sache - und sowohl die Counter-Measures als auch die Tricks der Blackhats werden immer avanciert. So wie ich die Sache einschätze, wird das Rennen wohl noch eine Weile weitergehen; hier auf datenschmutz werde ich mich jedenfalls auch in Zukunft auf validen Code, (hoffentlich primär für human readers) interessante Stories und die eine oder andere Social Bookmark konzentrieren. Die Vorstellung allerdings, dass sich alle Webmaster brav an sämtliche Vorgaben halten, ist eine Illusion: dazu wird mit Online-Werbung mittlerweile schon viel zu viel Geld umgesetzt... aber wer übertreibt, fliegt aus dem Index, dafür gibt's inzwischen genügend Beispiele: also würd ich meinen, Grayhat-SEO ist in erster Linie eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft.
Im Übrigen freue ich mich sehr über SEOigg, wo man täglich interessante Hinweise und Tipps zum Thema bekommt. Ein Keyword, das mir für datenschmutz übrigens besonders am Herzen liegt, ist Medienkultur; da hab ich's bisher aber grade mal auf Gugl-Seite zwei, Position drei geschafft. Mal sehen, wie's damit weiter geht.
Bisher ebenfalls mit an Bord beim Karneval: RSSjunkie, Korsti, Programmieren macht sexy und Baynado.
Syntax-Highlighting vereinfacht die Lesbarkeit von Quellcode ungemein. In html gibt's für die Code-Darstellung die Formattierung "pre", die sorgt allerdings einfach nur dafür, dass Steuerzeichen nicht als solche interpretiert werden. Komfortabler geht's mit dem Quick Highlighter.
Wer ein Programmier- oder Support-Blog betreibt und ständig Code-Schnippsel veröffentlicht, der sollte sich ein entsprechendes Plugin besorgen - für gelegentliche Nutzung empfiehlt sich ein Webservice wie QH:
Wenn man dazu aber keine Lust hat oder der Einbau einer solchen Funktion mit zu großem Aufwand verbunden ist, nutzt man dazu einfach einen entsprechenden Web-Service wie den QuickHighlighter, dem man einfach nur den entsprechenden Listing-Code übergibt und gleich darauf ein fertig formatiertes und problemlos einbaubares Stückchen HTML zurück bekommt - wenn man sich das Ergebnis mit separater CSS-Datei ausgeben lässt, hat man sogar noch mehr Einfluss auf die Darstellung.
Der Service hält Formattierungen für eine große Bandbreite an Programmiersprachen bereit und lässt sich sofort ohne Registrierung nutzen. Bläht den Code zwar ganz ordentlich auf, erhöht die Übersicht aber ungemein. Maschinelle und menschliche Lesegewohnheiten unterscheiden sich bekanntlich ja doch gravierend voneinander. [via Contentschmiede]