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Artikel-Schlagworte: „Ranking“

Blogistan Panoptikum KW20 2009

An diesem Wochenende durfte ich meinen 10.000sten Twitterfollower (respektive mein 10kste Followeress) begrüßen - allerdings hat mir die Vorstellung von Simon Leungs neuem Follower-Kettenscript gleich mal 700 neue Tweeping Friends auf einen Schlag gebracht - ich war zuerst äußerst skeptisch, aber die Idee ist in der Tat schwer genial: Einfach zum Ende der Seite scrollen, das Formular ausfüllen und auf "Tweet Now" klicken. Account-Daten werden keine gespeichert, aber jeder User erhält eine persönliche Landingpage, und selbige ein wenig zu promoten, kann nicht schaden. Mehr muss man nicht machen, außer natürlich gegebenenfalls vorher Auto-Follow auf Tweetlater auf "Vet Followers" umstellen... denn wer schnell auf den Zug aufspringt, kann ordentlich profitieren, aber in einem Monat funktioniert dieses "Twitter Ponzi Scheme" nicht mehr... die ersten, die's benutzt habe, nennt man dann später Twittergurus und fragt sich, warum sie so viele Followers bekommen haben. Und weil ich zum Thema Follower-Aufbau auf Twitter derzeit mehrere Anfraqen pro Tag bekomme, gibt's Anfang nächster Woche ein kleines Special zum Thema Re-Follow Services und Co. Und nun zu meinen übrigen Highlights aus den vergangenen sieben Tag:

Nicht nur tweeten, auch bloggen

Es gibt vermutlich noch mehr gute Gründe, warum man sich keinesfalls ganz auf Twitter stürzen sollte - Future Buzz hat 19 besonders stichhaltige zusammengetragen. Denn wer ernsthaft eine längerfristige Netz-Präsenz plant, kommt nun mal an einem eigenen Hub (und nur über den hat man die volle Kontrolle) nicht herum. Tag: Volle Zustimmung!

These are all just tools to share content and ideas, no more, no less. You need a cohesive strategy for all of them to drive conversions in one spot. A blog is the perfect place for that if you want focused attention and to build an interested community. What if any one network you don’t control falls out of favor or changes the rules? At the end of the day, self-hosted blog owners control the vertical and the horizontal, whereas on Twitter or any external network you’re at the whim of someone else.

Wann ist ein Desktop sozial?

Keine Panik, ich fange jetzt nicht mit Nachhaltigkeit und CO2-Fußabdrücken an - Anlass für diese Überschrift ist vielmehr eine äußerst lesenswerte Review verschiedener Social Desktop Clients auf Guruvan - denn wie überdurchschnittlich gut informierte Nerds längst wissen, sind/waren Twitter-Clients bloß die Spitze des Eisbergs, und die kurze Ära der Widgets scheint vorbei, denn das Web 2.0 erobert immer mehr Platz am Desktop: kein Wunder, denn schließlich unterstützen die neuen Client-Generationen nicht nur mehrere Networks, sondern sogar multiple User auf ebendiesen. Besonders avanciert und flexibel wahlweise als Browser- oder lokale Adobe-Air-Applikation nutzbar scheint PeopleBrowsr:

The number of networks I can access is unparalleled. Not only does it have access to all that Sobees does, but Digg, LinkedIn, Myspace, identi.ca, Photobucket, and Plaxo too! And Peoplebrowsr has its own network, that allows you to share groups and view someone's entire known social graph. You can publicly tag people. PeopleBrowsr supports multiple user accounts (simultaneously) on several networks, and has search and geo-location features I’ve only just begun to explore. And if this is all too complicated for you get wrap your brain around at first you can use PeopleBrowsr in "Lite" mode, and just have one of the top Twitter clients. The search functionality and groups make PeopleBrowsr Lite even more powerful than Tweetdeck.

What goes around comes around

"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus," lautet das deutschsprachige Äquivalent dieses Spruchs, oder in der christlichen Negationsform: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Simpel eigentlich, aber erzählen Sie das mal einem General, der gerade mit seinen neuen Waffen spielen darf. Ich finde, dass Big Ant International den "Gold Pencil for Design" für ihre aktuelle Anti-Kriegs-Kampagne in der Kategorie "Public Service Poster" gewonnen haben. Auf The Inspiration Room sind alle Sujets online: die Plakate im extremen Breitformat entfalten ihre Botschaft erst, wenn sie um eine runde Säule geschlungen werden und sich die Katze sozusagen in den Schwanz beißt - schauen Sie sich das an!

Wer verdient wie viel an einer Milliarde verkaufter iPhone-Applikationen?

Der Applikationsmarkt für Handys gilt immer noch als Hoffnungsträger einer ganzen Branche - und vor wenigen Tagen gab Apple die Installation der einmilliardsten iPhone Applikation bekannt. Klingt beeindruckend, oder? Aber Stan Schroeder hat für TechCrunch den Entmystifizierungs-Rechenstift ausgepackt und kommt zu einem vergleichsweise ernüchternden Ergebnis in punkto Gewinn für Apple

Anywhere between $20 and $45 million; when you count in LSVP’s approximation that the ratio of free to paid apps, is somewhere between 1:15 and 1:40, and O’Reilly’s estimate that the mean price for paid apps is $2.65. Multiply these numbers and you get revenue of $70-$160 million; Apple’s 30%, which is how much they get from each sold application puts their chunk of the cake at $20-45 million.

Der Autor kommt zu den Schluss, dass Apple eben doch immer noch primär eine Hardware-Company sei, der Applikationsmarkt aber einen wichtiger Treiber für den Absatz der Geräte darstelle. Also wieder mal das alte Spiel der der Umwegrentabilität... irgendwie will die Aufmerksamkeitsökonomie auf breiter Basis nicht so richtig in die Gänge kommen, zumindest wenn man genauer hinschaut...

Twitter um etwa 1935 herum

Charlie Grover hat einen Beitrag aus "Modern Mechanix" eingescannt, der im August 1935 erschien. Leider sind alle Rechte am Bild reserviert - ich find's ja mehr als skurril, dass man sich traut, ein Copyright-Zeichen unter einen Scan aus einer Zeitschrift zu setzen, aber wie auch immer: Twitter robot from 1935 muss man gesehen haben! [via @dudeman718]

Der Personensuchmaschine Herr werden

Über Aim.at bin ich auf einen interessanten Artikel der ARGEn Datenschützer gestoßen. Wer sich von 123people, Yassni und Co. aufs reputations-technische Glatteis geführt sieht, findet hier eine Standard-Unterlassungserklärung, die bei weiter Verbreitung das Business-Modell der Personensucher gefährden könnte. Die klingt ungefähr so:

Ich habe festgestellt, dass Sie meinen Namen ….. dazu verwenden, auf ihrer Webseite zu meiner Person zutreffende und nicht zutreffende Informationen zusammen zu stellen. Diese Zusammenstellung teilweise richtiger, teilweise fehlerhafter Informationen ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ich sehe meine Persönlichkeitsrechte und meine Kreditwürdigkeit dadurch beeinträchtigt. Sie werden daher aufgefordert, ab sofort keine derartigen Zusammenstellungen mehr durchzuführen, zu verbreiten, zu veröffentlichen und eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben.

Der Push-Up BH mit Auto-Follow

Oder besser gesagt Autopilot. Große Dankbarkeit gegenüber Gizmodo: Wann hat man als Tech- und Marketing-Blogger denn sonst schon Gelegenheit, über Brüste und deren Idealzustand vor dem Geschlechtsverkehr zu schreiben? Ein Traum wird war, glauben die Macher: denn die Frau zum geilen, hemmungslosen Tier wird in Stimmung kommt - festzumachen an der Körpertemperatur - dann beginnt der integrierte Memory-Foam seine schmutzige Täuschungsarbeit zu verrichten und täuscht ad hoc Pamela Anderson Dimensionen vor. Nein, ich hab mir das echt nicht ausgedacht:

The integrated memory foam bra reshapes under the influence of heat to enhance cleavage, making a woman more desirable when she'd like to be desirable. Or, you know, when she's just a little sweaty.

Tja, damit taugt der BH mit Eigenleben wohl höchstens für Golferinnen... besonders lustig stelle ich mir diese Unterwäsche aber in Situationen vor, in denen sich die Körperwärme nicht direkt aus Geilheit, sondern eher aus anderen Gründen erhöht: irgendwie kommt das ganze Konzept einfach nicht so richtig durchdacht vor.

SEO-News der Woche

Sehr sympathisch finde ich die neue gelaunchte Video-Metasuche von Adrian Meyer und Marcel Wengel, und das liegt - ich will hier gar nicht unnötig verkomplizieren - am Namen: der ViFrog klappert alle Plattformen abn, bis zum Beta-Launch Ende Mai gibt's eine Preview auf SEO-Handbuch.de. Two thumbs up fürs Logo!

Die Beschreibung der Description

Der SEO-Evangelist leuchtet alle dunklen Winkel des Description-Tags aus:

Als vor Jahren meta-tags unter Insidern noch als Geheimwaffe bei der Suchmaschinenoptimierung galten und dem daraus resultierenden Missbrauch, wurde es plötzlich ruhig um sie, nachdem die Suchmaschinen sie nun auch nicht mehr mit ins Ranking einbeziehen.
Sicherlich spielen meta-tags heutzutage keine Rolle mehr bei der Platzierung einer Website in den Suchergebnissen, dennoch sind einige von ihnen nachwievor noch ein sinnvoller Bestandteil der OnSO (OnSite Optimization), die auch dabei helfen können mehr Besucher auf eine Internetpräsenz zu bekommen.

Guter Punkt - und wer immer schon mal wissen wollte, warum eigentlich noodp in seinem WP-Header steht, sollte das Posting unbedingt lesen :mrgreen:

Und sonst? Nix interessantes die Woche... war irgendwie recht ruhig im SEO-Haifischbecken, was wohl nur daran liegen könnte, dass alle üblichen Verdächtigen momentan mit Twitter beschäftigt sind und die Keywords sozusagen nackt und ungeschützt rumliegen!

Video der Woche

Shane Dawson hat das Gewicht der Welt auf seine Schultern genommen und getan, was noch keinem vor ihm gelungen ist: der populäre Video-Podcast hat das beste Sexvideo auf Youtube ever aufgenommen. Ich hab's gerade von Linzerschnitte geschickt bekommen und verstehe jetzt endlich, wie die Sache mit den Donuts und den Bananen und den Bienen und den Blumen und dem vorehelichen Fickverbot wirklich funktioniert! Shane's Aufruf zum Einsenden von Video-Antworten blieb ebenfalls alles andere als unbeantwortet: 252 Youtuber legen für ein weltweites Publikum ihre ersten Quests zur Erlangung des geheimen Wissens über die wahre Funktion von Penis und Vagina offen dar und ersparen zukünftig allen Eltern dieser Welt peinliche Aufklärungsgespräche:

YouTube Preview Image

Und das war's auch schon wieder mit dem aktuellen Wochenrückblick - nächste Woche gibt's die angekündigten Twitter-Tipps, außerdem stehen zwei Interview-Videos von der Identitat09 am Redaktionsplan. Danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns am Montag!

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Blogistan Panoptikum KW08 2009

panowheel Blogistan Panoptikum KW08 2009Langsam reicht's mit der weißen Pracht dann auch wieder mal - ich hab in den letzten sieben Tagen im Gasteinertal meine jährliche Dosis Powder im Übermaß abbekommen. Dabei scheint die Wirtschaftskrise durchwegs ihre Spuren hinterlassen zu haben: der Ansturm auf die Lifte war enden wollend, die teuren Restaurants vorwiegend mit Russen besetzt. Trotzdem haben die Einheimischen schon vor Jahren kapiert, dass man die eigenen Revenue-Streams entlang der Wertschöpfungskette positionieren muss, dann klappt's auch in Non-Boom Zeiten mit der Diversifizierung - was Online-Marketer von Tourismus-Bauern lernen könn(t)en, werde ich demnächst in einem dedizierten Posting erklären. Aber nun, without much further ado folgt die Kopfdrehung um 180 Grad:

Von Geldern, Karotten und Nasen-Eseln

Reicht Geld als Incentive in der Arbeitswelt? Mir persönlich vollauf, aber ich bin ja auch selbständiger Einzelunternehmer. In größeren, schwerfälligen Strukturen, auch bekannt als "Companys", liegt die Sache aber wesentlich komplizierter, wie Pete in einem äußerst instruktiven Beitrag erklärt:

Ich denke ohne neuen Incentives die längerfrisitg orientiert sind, eine gewisse Sustainability ermöglichen, und nicht nur das Individuum belohnen werden wir aus der aktuellen Krise nicht herauskommen.

Tja, man kriegt eben, wofür man bezahlt - aber ich habe nicht den Eindruck, dass besonders viele Manager abseits von Konferenz-Geschwurbel und paradigmatischen Willenserklärungen einen ernsthaften Unterschied zwischen Sach- und Human-Ressourcen machen.

Identitäten affirmativ managen

Auf Helge.at stapelt sich der Lesestoff, denn der Autor hat für die kommende Ausgabe des Werbeplanung Guides 2009 einige lesenswerte Interviews geführt: zum Beispiel mit 1-2-3 People's Bernhard Lehner und Pop-URLs Mastermind Thomas Marban. Mindestens ebenso lesenswert: ein nachdenklich machender Incident zum Thema Personalchefs und Identitätsmanagement:

Und, wie Martin es ganz gut auf den Punkt bringt, global Öffentliches ist nicht privat. Was es braucht, ist Medienkompetenz - und die beginnt beim Problembewusstsein.

In der Tat! Neu ist allerdings, dass so mancher bitterlich über verschüttete Milch weint: aber die Next Generation wird unsere Anfängerfehler gewisse vermeiden!

Werbe.Kunst.Replacements

Kunst kommt vielleicht von können. Und bekanntlich gilt ab sofort "Yes we can". Wir können beispielsweise sämtliche Werbebanner mittels Blocker-Tools und Firefox-Plugins entfernen, aber mit den vielen Whitespaces sehen Spiegel Online, TechCrunch und Co. dann gleich viel langweiliger aus. Da gefällt mir Max' Neuentdeckung schon wesentlich besser: Kunst statt Kommerz sozusagen:

Das Firefox-Plugin (Add-Art) funktioniert ganz einfach, im Zusammenspiel mit "Adblock Plus" werden Werbebanner auf fast allen Seiten entfernt. Aber die "Plätze" bleiben nicht leer sondern werden mit wechselnden Kunstausstellungen bespielt.

Wer also schon immer mal seine Bildungslücken in Sachen klassischer net.art auffüllen will, schlage zu: Jodi.org passt beängstigend gut in den 468x60er Rahmen :mrgeen:

SEO-News der Woche

Grandioses, unbestrittenes Highlight der vergangenen sieben Tage: die SEO-Bauernregeln auf SEO-United.de. Das klingt ungefähr so:

Kommt mehrmals am Tag der Googlebot, steigt das Ranking ziemlich flott.

Ich hab ja gerade sieben Tage in einem touristisch erschlossenen Bauernhof gewohnt, wo die Originale säuberlich gestickt an der Wand hängen - so ein Stick-Deckerl mit den SEO-Bauernregeln tät sich in meinem Office aber auch gut machen! Auch nicht schlecht: die kürzlich veröffentlichten SEO-Witze. Mein Favorit:

Wie viele SEOs braucht man um eine Glühbirne zu wechseln?
Keinen, Dunkelheit wird zum neuen Rankingfaktor erhoben.

Videos und anderen Schnickschnack einstreuen

Man mag ja kaum glauben, dass Google sich tatsächlich traut, multimediale Inhalte in die Suche einzustreuen - Multimedia statt Semantik? Aber der Linkvendor hat genauer hingeschaut und rät, Videos dringend in die SEO-Strategie mit einzubeziehen:

Die Ergebnisse sind erstaunlich und bestätigten den subjektiven Eindruck. Jeder der Videos und News (falls relevant) nicht in seine SEO-Strategie einbezieht wird 2009 echt was verschlafen. Ich werde daher ab sofort jeden Monat einmal Googles Blended Search, vornehmlich die Videos analysieren.

Selbstverständlich muss sich Big G auch im Bewegtbildbereich ein Relevant-Kriterium einfallen lassen - ich könnte mir gut vorstellen, dass die Zahl der indizierten Embeds dabei eine gravierende Rolle spielt, denn eine Video-Einbindung ist meiner Meinung nach das exakte Gegenstücke zu einem Backlink auf textuelle Informationen.

Vergleich dich unvorstellbar reich

Preisvergleiche sind die wollsaulegenden Eiermilchkartons im Waffenarsenal avancierter Affiliates. Man muss aber nicht mal unbedingt selbst Hand anlegen - Contaxe und Ecato bieten fix-fertige, live aktualisierte Vergleichs-Tools. Auf Allblogs gibt's einen Erfahrungsbericht zu den zwei genannten Systemen. Dem Fazit des Autors kann ich mich nur anschließen:

Gerade bei recht technisch affinen Blogs finde ich diese Möglichkeit der Monetarisierung nicht die Schlechteste, da man ja doch hin und wieder einmal Produkte vorstellen und anstatt die idealos dieser Welt zu verlinken, warum nicht auf den eigenen Preisvergleich verweisen und für seine Recherchen belohnt werden? Schaden kann es sich nicht! Und so lange man es nicht übertreibt mit der Einbindung, ist es sicher ein sehr effektives Werkzeug im Marketingmix/Vermarktungsmix einer Webseite.

Daten auf den Desktop holen

Der Blogrammierer stellt zwei interessante Tools vor: der Piwik Connector und die Desktop Web Analytics For Piwik liegen als Open Source Programme vor und holen Server-Statistiken übersichtlich auf den Desktop. Beide Tools benötigen Adobe Air, die Desktop Web Analytics liefern umfangreichere und grafisch recht liebevoll aufbereitete Stats:

Viele Daten werden mit unterschiedlichem Diagramm dargestellt, was eine schnelle Erfassung der wichtigsten Daten ermöglicht. Es gibt einen Site-Manager, mit dem die eingetragenen Webseiten leicht verwaltet werden können bzw. man schnell zu anderen Projekten springen kann.

Video der Woche - die Einsamkeit des Luna Parks

Wunderschön elegische inszenierte Shots eines verlassenen Luna-Parks: was soll man dazu schon noch sagen?

Und damit wären wir auch schon wieder am panoptikalischen Ende angelangt - möge das Aufbäumen des Winters ein letztes gewesen sein für diese Saison. Mich dürstet nämlich nach Wassersport-Arten, bei denen das H2O nicht (notwendigerweise) gefroren ist! In diese Sinne wünsche ich Ihnen einen geruhsamen Rest-Sonntag, wir lesen uns am Montag.

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Blogistan Panoptikum KW50 2008

wingsuit 1229275571 Blogistan Panoptikum KW50 2008Beherrschendes Thema der Woche: der neue WordPress-Release. Denn "Coltrane", so der Codename der aktuellen Version 2.7., bringt eine Reihe gravierender Änderungen. Am auffälligsten ist sicherlich die neue Optik im Backend: Matt und sein Team ließen (fast) keinen Stein auf dem anderen. Jene User, die gleich nach dem Release die neue Anordnung der einzelnen Elemente kritisierten, haben übrigens eines der Hauptfeatures nicht kapiert: via "Screen Options" lässt sich jeder einzelne CMS-Screen via Drag und Drop bequemst an die eigenen Editing-Bedürfnisse anpassen. Eine gute Nachricht für Technik-Hasser ist die automatische Update-Funktion: analog zum bisherigen Plug-In-Update-Verfahren lässt sich ab 2.7 das ganze WordPress ohne ftp-Transfer direkt via Web-Interface aktualisieren.

WordPress 2.7 erschienen

Ich bin jedenfalls sowohl von der Überarbeitung des CMS-Backends als auch von den neuen Features restlos begeistert, außerdem konnte ich nach dem Update diverse nicht mehr benötigte Plug-ins deaktivieren, da einige bislang nur extern nachrüstbare Funktionen in den Core übernommen wurden. Keine Wunder: noch nie haben annähernd so viele Programmierer direkt zu einem Release beigetragen: 150 Personen trugen Codeschnipsel zu dieser Version bei. Dieser Screencast vom offiziellen WordPress-Blog gibt einen Überblick über die neuen Features:

Dotcomtod wiederholt sich

Ein lahmer Gag wird beim zweiten Mal auch nicht unbedingt besser: trotzdem war die Frage des Auftauchens von Dotcomtod 2.0 bloß eine Frage der Zeit. Der These, dass sich alles zyklische wiederholt, stimme ich zwar zu - allerdings knüpft das erste Posting über SPON vs. Huffington Post nahtlos an die Tradition des Originals, ungefährliches Halbwissen in semi-unterhaltsamer Form zu präsentieren, an. Ein symptomanisches symptomathisches Zitat:

Beweisen kann ich es nicht, nur einmal meine jahrelangen Erfahrungen als SEO einbringen … die externe Verlinkung von Huffington sieht auf dem zweiten Blick nicht mehr ganz so natürlich aus, doch das will ich gar nicht kritisieren. Sollen Investoren und Anzeigenkäufer glücklich damit werden.

Mal sehen, was Matthias noch so draus macht - aber let's face it, Captain Lummaland ist schwer zu widersprechen, und auch wenn weite Teil des deutschen Feuilleton sogar temporär aus der selbstverschuldeten Lahmarschigkeit aufwachen: herbeischreiben wird man die Krise nicht können:

Es gibt keine größenwahnsinnig bewertete Nullnummern mit IPO-Aspirationen, es gibt einen kleinen M&A-Markt, es gibt zwar viele kleine Startups und nicht alle schaffen es, aber die großen wilden Dinger wie vor 8 Jahren gibt es nicht zu beobachten.

Spaß mit dem Gerichtsvollzieher...

...hatte Max vor kurzem:

Der Gerichtsvollzieher meinte das er einen "Arbeitsnachweis" für seinen Chef braucht, deswegen wollte er das ich zum Gericht gehe und bei ihm 1.000 Euro in bar einzahle. Darauf fragte ich warum ich das machen soll, wenn alles mit einem Telefonat geklärt werden kann. Darauf sagte er: "Das können sie so machen, aber dann merke ich mir ihren Namen und wenn jemals wieder etwas gegen sie vorliegt breche ich ohne Vorwarnung gleich die Wohnungstür auf".

Gratulation an Moritz!

Er hat's mit seinem phlow-Magazin in die letzten c't Ausgabe geschafft, und zwar in die heißbegehrte Rubrik Linktipp:

Die Promotion per Schneckenpost in Form einer CD-ROM plus "Waschzettel" mit unseren Phlow-Compilations hat also funktioniert. Diese habe ich vor ein paar Wochen an die c't Redaktion geschickt. Also auch die alten Medien wie Post plus analoge Datenträger funktionieren noch. Wer wissen will, was Jo über Phlow geschrieben hat, liest einfach den c't Linktipp (ganz unten auf der Webseite).

Der Eintrag ist auf jeden Fall mehr als verdient - wer an aktueller netlabel-Musik interessiert ist und täglich mit frischen, qualitativ beängstigend hochwertigen Tracks versorgt werden will, sollte den RSS-Feed ganz schnell in seinen Reader eintragen.

Jeder ein Pirat?

Aber sicher doch! Piraten sind cool, und damit meine ich *nicht* Johnny Depp. Captain Jack Sparrow stinkt... aber Jean Lafitte und Co. rocken und kommen im Zuge der Urheberrechtsdebatte zu neuen Ehren. Der elektrische Reporter hat diese Zusammenhang in einem nicht nur inhaltlich, sondern auch grafisch extrem gelungenen Video fürs ZDF aufbereitet. Die Kurzversion: selber Regie führen, schauspielen und singen (und komponieren). Oder einige hundert Jahre alte Gesetze werden endlich an die Gegebenheiten der Netzwelt angepasst:

In jedem Kinderzimmer steht ein Filmkopierwerk, auf jedem Schreibtisch eine Plattenpresse, und das Internet ist ein riesiger Piratenmarkt für kostbare Kreativ-Inhalte. So sieht es die Entertainment-Industrie und versucht mit immer neuen Maßnahmen, Raubkopien zu bekämpfen - bisher wenig erfolgreich.

SEO-News der Woche

Allblogs hat ein Brainstorming zum Thema "Geld verdienen mit dem YouTube Partnerprogramme" begonnen, Gretus blick aufs Jahr zurück und der Hodenkaiser stellt ein fragwürdiges Softwarepaket zu Forschungszwecken zur Verfügung - ohne Sandbox und entsprechende Proxy-Infrastruktur würd ich da aber die Finger davon lassen.

Die Interne pushen

Die Beeinflussung der internen Linkpopularität bezeichnet man als Pagerank-Sculpting. Baynado empfiehlt dazu das Automatic SEO Links Plug-In, mit dem Keywords automatisch verlinkt werden können. Da gibt's eine ganze Latte von Plug-In - wer allerdings ohnehin Simple Tagging einsetzt, kann genauso gut dessen interne Linkfunktion verwenden (allerdings natürlich nur dann, wenn die zu erwartenden Resultate im Einklang mit der eigenen Tagging-Policy stehen).

Skepsis und Linkbuilding

Sistrix sieht die aktuellen Entwicklungen im Linkbuilding-Markt mit gesunder Skepsis:

Und wenn ich sehe, dass offenbar Schwachsinnige eine Subdomain eines großen und alten Versandhandels mit massivem Kommentarspam pushen, dass große und starke Brands Massen von zwielichtigen Links aus Russland erhalten und Myriaden von Studenten und „Textern“ Unsinn für Artikelverzeichnisse und Webkataloge schreiben, dann hoffe ich, dass Google als einzige Institution, die dem Treiben Einhalt gebieten kann, endlich handelt und den großen Worten bald Taten folgen lässt.

Da kann man wohl nur zustimmen - auf mittelfristige Sicht wird dies zu einer deutlicheren Unterscheidung von spammigen, sinnlosen Massenaktionen und qualitativ hochwertigen Links führen: für alle SEOs, die qualitätsorientiert arbeiten, anstatt auf Human Spam Power zu setzen, zweifellos ein großer Vorteil: und die Kunden lernen ja auch was dazu. Spätestens dann, wenn sie mal mit Big G in der Sandkiste spielen durften.

Erfolgreich Verlinker anlocken

Duftstoffe funktionieren im Netz bekanntlich nicht, also hilft nur geschicktes Linkbaiting. Stefan Johne hat einen ausführlichen Guide geschrieben, der Newbies ordentlich auf die Sprünge helfen dürfte und in dem sich alte Hasen wiedererkennen sollten:

Wer einen wirklich guten Linkbait machen will sollte jedoch definitiv alles lesen. Linkbaits sind ein sehr komplexes Thema und ihr könnt damit schnell auf die Füße fallen ;-).

Wahre Worte - speziell Neo-Blogger sollten sich das Tutorial ausdrucken und unter den Kopfpolster legen :mrgreen:

Lokal sollst du hosten

Lautet bekanntlich eines der zehn Gebote für länderorientierte Distributoren. Wer seinen deutschsprachigen Online-Shop bisher beim US-Hoster betrieben hat, kann auf SEO Handbuch nochmal im Detail nachlesen, warum er auf einen große Teil seiner potentiellen Besucher verzichtet:

Ein lokaler Serverstandort in Verbindung mit den passenden lokalen Länderdomains (wie z.B. .de für Deutschland oder .fr für Frankreich) kann z. B. bei Verwendung der Suchfunktion “Seiten aus Deutschland” (oder entsprechendes lokales Land) eine positive Auswirkung auf das Google-Ranking von bis zu 30% haben!

Video der Woche

Diese Jungs stürzen sich aus hunderten Metern Höhe in die Tiefe - ohne Fallschirm, sondern einfach nur von norwegischen Klippen. Wie man das überlebt und dabei aussieht der fliegende Petrelli-Bruder aus Heroes (nein, sorry, das wär eine Beleidung, so elendig schlecht, wie die dritte Staffel angeblich ist), verrät das folgende elegische Video: eine der farbenprächtigeren Variationen zum alten Thema Traum vom Fliegen. [via Blogpiloten].

Und das war's auch schon wieder für diese Woche - ich hab mich beim Schreiben heute beeilt, denn vor mir liegt noch eine wichtige Aufgabe: ich muss die postatomare, überzeichnete 50er-Jahre Welt von Fallout 3 erkunden. Hat ja lange genug gedauert, an die original-englische Version ranzukommen: ich musste dem Amazon-Marketplace Händler sogar einen Scan meines Passes schicken (Volljährigkeit!) und dem Rechner eine XP-Partition spendieren: und jetzt geht's los in die verstrahlten Weiten von Washington. Ich wünsche Ihnen, hochverehrte Leser, einen erfreulichen Sonntag, wir lesen uns morgen.

 

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SEO-Frage: Gibt es Minus-Keywords?

minus keywordsIch arbeite als Online Consultant und SEO-Berater, es wäre also ganz schön peinlich, wenn datenschmutz bei Google nicht hervorragend gerankt wäre. Nun, it's not black magic: regelmäßige Postings, Unique Contents, eine nicht gerade backfrische Domain, sauberes XML und ein paar Source-Code-Kniffe, das muss ja hinhauen - und tut es auch. Letztens hab ich allerdings eine interessante Beobachtung gemacht, die ich an dieser Stelle gerne mal zur SEO-Diskussion stellen möchte: alle meine statischen Gewinnspiel-Contents (aktuelle GS, Archiv) haben Pagerank Null und eine sehr schlechte Position in den SERPs, wie etwa die Suche nach datenschmutz + Gewinnspiele zeigt. Ein wenig Recherche hat mich nun auf folgende Frage gebracht: gibt es für bestimmte, häufig in "streng riechendem" Kontext auftauchende Keys wie "Gewinnspiele" sowas wie einen automatischen Malus von Big G.?

So gut wie alle meine Hauptmenüpunkte besitzen Pagerank 4, mit Ausnahme von "Themen" und "Archiv", die aber bloß auf noindex-Seiten weiterverweise. Die statische Seite mit den Gewinnspielen allerdings ist in Google so gut wie gar nicht vorhanden, obwohl regelmäßig upgedatet und schon rund ein Jahr online.

Praktisch ist mir das vollkommen egal, wenn nicht sogar recht: schließlich sind die Gewinnspiele ja sowieso prima causa für Stammleser und Feed-Abonennten gedacht und nicht unbedingt für SERP-Besucher. Und die einzelnen Postings, bei denen häufig ein ausführliches Interview mit dem Gewinnspiel kombiniert ist (z.B. CD-Verlosungen), ranken sehr erfreulich und haben großteils auch einen relativ hohen PR: siehe z.B. d.kay oder Dubblestandart.

Nun ist mir durchaus bewusst, dass Keywords wie "Poker", "Pornos" etc. durchaus sehr schwierig zu optimieren sind: nicht nur, weil die Konkurrenz bei diesen Themen sehr groß ist, sondern auch, weil Google darum bemüht ist, zumindest die vorderen Positionen seiner SERPs jugendfrei zu halten. So weit, so klar: allerdings frage ich mich aufgrund der Gewinnspiel Rankings, ob Google inzwischen so etwas wie eine Liste "möglicherweise dubioser Keywords" ins System implementiert hat, die das Ranking für bestimmte Begriffe eben erschweren. Oder handelt es sich um bloßen Zufall? Ich hab dazu noch keine Meinung, wär aber sehr gespannt auf ähnliche Erfahrungen/Ausreißer bzw. andere Erklärungen: die Diskussion ist eröffnet :mrgreen:


Fotocredits:
Titelbild: Goldener Schlüssel mit blau von Rainer Sturm / pixelio.de

 

SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle

illu seospy 1222355491 SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle SEOs, die in hoch-kompetitiven Märkten tätig sind, finden sich in einer ähnlichen Situation wieder wie Hacker, die versuchen, einen Verschlüsselungs-Algorithmus zu knacken: man kann entweder wie bei einer Brute-Force Attacke ins Blaue hinarbeiten und auf Masse setzen, oder man entscheidet sich für Reverse Engineering und macht mögliche Schwachstellen des Zielobjekts aus. Aber dazu muss man erstmal dessen Stärken kennen. Vor einigen Wochen ist mir eine Analyse-Software untergekommen, die getreu dem Motto "Know your enemies" Webmaster und SEOs zwar nicht arbeitslos macht, aber ihnen eine Menge Zeit spart. Das SEO SpyGlass bereitet eine Flut von Informationen so auf, dass man sich mit einem Blick Klarheit über die Linkstruktur konkurrierender Webseiten verschaffen kann.

Eine wichtige Regel im SEO-Business lautet bekanntlich: wer Geld verdienen will, muss auch Geld ausgeben: Bei PPC-Kampagnen sowieso, aber genauso im Bereich Linkbuilding und Konkurrenzanalyse. Zahllose Softwarepakete buhlen um die Gunst der SEOs, eierlegende Wunder-Wollmilchsau ist keine darunter. Kreativität und gute Planung lassen sich (noch) nicht in Software auslagern, aber die Stärke der besten Tools liegt meiner Erfahrung in einem einzigen Punkt: sie sparen Zeit! Einige der wertvollsten SEO-Tools machen nichts weiter, als ohnehin in Suchmaschinen-Indizes frei zugängliche Daten gut strukturiert aufzubereiten: und das spart unglaublich viel Zeit. Ich bin schon lange Fan der SEOmoz.org Pro Tools SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle , denn diese Online-Werkzeugkiste deckt die gängigsten Anforderungen hervorragend ab. Die 49$ im Monat sind gut investiert, speziell beim derzeitigen niedrigen Dollarkurs.
Daneben benutze ich allerdings auch noch eine Reihe von lokalen Programmen. Relativ neu in der Sammlung ist SEO SpyGlass SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle von LinkAssistant. Der Claim auf der Seite ist zweifellos maßlos übertrieben:

Here's A 100% Proven Way To Quickly And Easily Outrank ANY Site, For ANY Keyword, And Get A Top Google Ranking (Read Full Proof Below.)

Aber, und das spricht sehr für die Software, die Analysefunktion spart unglaublich viel Zeit, wenn man in kompetitiven Branchen unterwegs ist. Das SpyGlass analysiert in einem einzigen Arbeitsschritt die Backlink-Struktur von Konkurrenzseiten (entweder via Keyword oder URL) und bereitet die Ergebnisse so auf, dass selbst Anfänger im Handumdrehen die sinisteren Machenschaften der Konkurrenz durchschauen. Und die genauen Link-Strategien zu kennen ist ungemein nützlich bei der Optimierung der eigenen Seite. Ein Riesenvorteil ist, dass sich SEO SpyGlass im Gegensatz zu den meisten derartigen Tools nicht auf den Standard-Google-Index beschränkt: Ask.com, MSN, Yahoo und andere Suchmaschinen lassen sich ebenso nutzen wie die länderspezifischen Google-Indizes. Für diesen Funktionsumfang sind 87$ für jeden Webmaster, der seine Seite nach vorne bringen will, ein guter Deal. Für professionelle SEOs bietet LinkAssistant eine Enterprise Edition an: die kostet 267$ und unterscheidet sich nicht in der Grundfunktionalität, sondern ermöglicht in erster Linie automatisiertes Reporting an Kunden.

Extrem hilfreich ist die Software für all die armen Webmaster, die mangels eigener Networks Links bei Drittanbietern wie Teliad einkaufen müssen. Denn wenn es darum geht, en ersten Platz im Suchergebnis einzunehmen, dann will man schließlich keinen Cent mehr ausgeben als erforderlich; und möglicherweise lässt sich ja sogar der eine oder andere mietbare starke Backlink ausmachen, der dem "Gegner" seinen Vorsprung verschafft :evil:

Wer sich von den Vorzügen der Linkspionage vorab überzeugen, kann die kostenlose Testversion nutzen. Ich habe mir die Software in erster Linie für meine eigenen Pages gekauft, da ich mit den Resultaten äußerst zufrieden war, setze ich SEO SpyGlass mittlerweile auch gerne bei Kundenprojekten an. Kein anderes Tool ermöglicht einen so raschen Überblick über die Linkstrukturen der Konkurrenz - und der wichtigste Erfolgsfaktor im SEO-Business war schon immer das entscheidende Quäntchen Informationsvorsprung. :mrgreen:

SEO SpyGlass Download SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle

Ich habe bei Google gekündigt

KündigungJa ich weiß, es war 'ne geile Zeit, doch es tut mir leid - es ist vorbei. Die letzten drei Jahre waren spannend, voller Höhen und Tiefen: klar hat es seine Vorteile, für den Marktführer zu arbeiten; man wünscht sich vielleicht ab und an mal, was Neues auszuprobieren, aber die Konkurrenzklauseln sind da recht streng. Und natürlich hat Big G einen ausgezeichneten Ruf als Arbeitgeber, keine Frage. Jeder, dem ich von meiner bevorstehenden Kündigung erzählt hab, meinte, ich soll mir das gut überlegen - denn eigentlich gäbe es gar keine Alternative.

Im Google Headquarter werden den Angestellten die Hemden gewaschen und gebügelt, in der Firmenkantine gibt's keine Fertigfraß und generell sind immer alle sehr fröhlich, gut gelaunt und eine große Familie. Okay, davon hatte ich als Außendienstmitarbeiter relativ wenig: wenn man in Österreich ein kleines Rädchen bei Google ist, dann hat man nix zu melden.

Aber nun ist einfach der Zeitpunkt gekommen, wo ich mir selbst eingestehen muss, dass meine Blogging- und Online-Marketing Aktivitäten sich immer schlechter mit meinem Job bei Google vereinbaren lassen. Dass ich seit Jahren nur Basis eines Tauschhandels, dessen Bedingungen mein Arbeitgeber bestimmt, entlohnt werde, wäre ja noch das kleinere Problem: aber ein beträchtlicher Teil meiner Tätigkeit konfligiert mit meinem Arbeitsvertrag, von Geheimhaltungsvereinbarungen mal ganz zu schweigen.

Im Endeffekt bleiben mir nur zwei Möglichkeiten: entweder ich behalte meinen Job bei Google, gebe aber Big G dafür vollen Zugriff auf mein gesamtes Kundenportfolio, erkläre, wie ich Seiten im Ranking pushe, lege im Detail dar, mit welchen Methoden ich für meine Kunden Leads oder Registrierungen generiere, zeige Google mein Link-Maps, höre auf, mit meinen lukrativsten Affiliate-Partner zusammen zu arbeiten und lasse meine Werbung nur mehr von Google-Adservern ausliefern, ohne selbst irgendeinen Einfluss auf die Schaltpreise zu haben. Kurz: es stünde mir frei, Außendienstmitarbeiter der Abteilung "Datensammlung / Webmaster Research" zu bleiben, und keine Geheimnisse mehr vor meinem Arbeitgeber zu haben. Oder ich kündige bei Google, verzichte auf sämtlichen Komfort und alle Vergünstigungen, die mit meinem Job einher gehen, und konzentriere mich ganz auf meine übrigen Einkommensquellen.

Glauben Sie mir, ich habe lange darüber nachgedacht - und bin zu dem Schluss gekommen, dass unser Vertrag von Anfang für mich nicht besonders günstig war. Also habe ich am Montag endlich getan, was ich schon vor einem Jahr hätte tun sollen und Google Analytics endlich rausgeworfen hier. Kundenseiten, die ich betreue, tracke ich ohnehin seit langem nur mehr Clicky. Aber da gibt's keinerlei Hard Feelings: vermutlich haben wir beide ausreichend voneinander profitiert und es wird höchste Zeit, dass sich unsere Wege endlich trennen: Ciao, Analytics. Beim freiwilligen kollaborativen Forschungsprogramm der Neigungsgruppe Internet aka Google Webmaster Tools werde ich allerdings weiterhin teilnehmen.

Wer mehr zu diesem Thema lesen will, dem empfehle ich diesen brillianten Artikel von John Andrews: jeder SEO sollte diesen Text nicht nur unbedingt bis zum Ende lesen, sondern sich fragen, ob ein weißer Hut vor jeglicher Unbill schützt... [via Andreas Roth]


Fotocredits: Kündigung von balzer matthias / pixelio.de

 

ds präsentiert: Das große ÖWA Validator-Rating

validatorlogo 1217164154 ds präsentiert: Das große ÖWA Validator Rating1. Die ÖWA (österreichische Web-Analyse) und ihre avanciertere Variante, die ÖWA plus, sind in der Alpenrepublik quasi die harte Werbewährung der großen Fische im Web-Teich: zur Teilnahme wird ein Zählpixel in die betreffende Homepage eingebaut, die Teilnahme ist kostenpflichtig. 2. Mir ist in letzter Zeit verstärkt aufgefallen, dass vorwiegend große und "professionelle" Homepages sich unglaublich viele Schnitzer bei der Programmierung leisten: entweder haben die jeweiligen Agenturen noch nie von xml-Validierung gehört, oder sie halten die Doctype-Deklaration für einen eigentlich unnötigen Nerd-Kommentar. Der Rekord lag bei über 300 Validierungsfehlern: damit verschenkt man natürlich ganz gewaltiges SERP-Potential. Synthese: was haben diese beiden Sachverhalte miteinander zu tun? Ganz einfach: ich werde ab sofort einmal monatlich ein alternatives Rating präsentieren: und zwar die Top-10 ÖWA-Sites, gereiht nach der Anzahl der Validierungsfehler. Und dabei gibt's auch was zu gewinnen, und zwar den begehrten Strunz [Trappatoni: Was machen Strunz?] in Gold-, Silber- und Bronze-Imitat.

Zur Methodik der Analyse

Als Analysetool kommt der Validator des W3 Konsortiums zum Einsatz. Die Top-10 österreichischen Webseites ermittle ich anhand der Unique-Clients: dieser Wert ist meiner Meinung nach wesentlich aussagekräftiger als die Pageviews, die sehr stark von der Art des Angebots und der Seitenprogrammierung abhängen. (Obwohl Ajax & Co. bei Profi-Angeboten bislang eine Nischenrolle spielen.) Ich ziehe jeweils das aktuellste verfügbare Monatsranking heran - die ÖWA stellt die betreffenden Daten auf ihrer Homepage zur Verfügung, die Top Ten Sites werden anschließend durch den Validator gejagt. Die ÖWA trennt ihre Liste nach Einzel- und Dachangeboten: diese Unterscheidung interessiert mich für den vorliegenden Test nicht, ich verwende das gesamte CSV-Sheet, das die ÖWA auf ihrer Seite zum Download bereit stellt. Die meisten der gelisteten Seiten betreiben also mehrere Domains/Startseiten, für die Validierung wurde jeweils die Hauptadresse verwendet. Außerdem sind manche Angebote aufgesplittet vertreten: der ORF etwa ist auf Platz eins und zwei vertreten, und zwar jeweils mit dem Gesamtangebot und dem redaktionellen Angebot: in solchen Fällen ziehe ich immer das Gesamtangebot heran. Den ÖWA-Teilnehmern steht es übrigens frei, die jeweiligen Monatsdaten zu melden oder nicht - Seiten, die keine Unique Clients angeben, tauchen hier logischerweise auch nicht auf.

Die Reihung erfolgt absteigend nach der Zahl der Fehlermeldungen. Sollten eine oder mehrere Seiten nicht validierbar sein (Sonderzeichen, falsche Doctype-Deklaration etc.), so werden die vom Validator dafür angegebenen Gründe aufgeführt und die betreffende Seite gewinnt die Goldmedaille: bei mehreren Kandidaten gibt's ex-aequo auch mehrere erste Plätze. Et voilá, here we go:

Top Ten ÖWA-Sites: die xml-Fehlerhitparade

(basierend auf den ÖWA-Daten von Juni 2008)

Die erste Ausgabe der datenschmutz Programmierfehler-Charts hat einen überlegenen Sieger: der echt-kupfer-vergoldete Strunz mit neonrotem Band geht an die nicht validierbare Krone.at. Nach einem knappen Rennen teilen sich Tripple.net und Tiscover mit je 331 Fehlern den echt-aluminium-versilberten Strunz, über den echt-plastik-bronzierten Strunz darf sich Austria.at mit 296 Fehlern freuen. Spannend wird's dann wiederum auf den hinteren Plätzen: als einziger mit langweilig-fehlerfreiem 0-Fehler Code landet derstandard.at auf gerade noch auf Platz zehn, während sich ORF.at mit sporadischen 5 Fehlern gerade noch so auf Platz 9 retten kann.

PS: im Übrigen freu ich mich natürlich wie ein Frosch im Sommerregen über die erstaunlich Tatsache, dass datenschmutz mittlerweile mehr Unique Clients hat als etwas gmx.at "Entertainment" und in etwa gleich viele wie Vienna Online "Community". Schade übrigens, dass Vienna.at nicht unter den Top-10 Seiten liegt: mit 316 Fehlern wäre immerhin Potential für einen guten dritten Platz vorhanden. Aber nun ohne weitere Umschweife zur Premierenwertung:

  1. Krone.at - http://www.krone.at: Failed validation*
  2. Tripple ad-locator.net - http://www.tripple.net/ad-locator/: 331 Fehler
  3. Tiscover - http://www.tiscover.at: 331 Fehler
  4. Austria.com - http://www.austria.com: 296 Fehler
  5. Geizhals-Netzwerk - http://www.geizhals.at: 293 Fehler
  6. oe24-Netzwerk - http://www.oe24.at: 206 Fehler
  7. GMX Österreich - http://www.gmx.at: 38 Fehler
  8. Herold.at - http://www.herold.at: 36 Fehler
  9. ORF.at Network - http://www.orf.at: 5 Fehler
  10. derStandard.at Network - http://derstandard.at: passed validation

*) Es wurde kein Character Encoding angegeben, mit Fallback auf utf-8 war keine Validierung möglich.

SEO-Wissen: von richtigen Keyword-Dichten

KeyworddichteDie sogenannten Keyworddichte spielt für die SERP (Search Engine Result Pages) Optimierung eine nicht unbeträchtliche Rolle. Ideal funktioniert ein Suchalgorithmus bekanntlich dann, wenn er Informationen respektive Texte möglichst ähnlich wie ein menschlicher Leser bewertet - aber von einer Annäherung der maximalen Keyworddichte an natürlichsprachliche Bedingungen kann noch lange keine Rede sein. SEO-Profis können übrigens getrost direkt bis zum letzten Teil dieses Postings springen - wer den Begriff Keyworddichte schon mal gehört hat, aber nix damit anfangen kann, findet im ersten Teil eine Erklärung dieses wichtigen Webseiten-Parameters.

Zum besseren Verständnis ist ein Blick in die frühe Webgeschichte hilfreich: als die Suchmaschinen-Algorithmen noch jung und dumm waren und Larry Page das nach ihm benannte Ranking-System noch nicht erfunden hatte, gingen Suchmaschinenbetreiber davon aus, dass eine Seite umso relevanter sein müsste, je häufiger das gesuchte Keyword respektive die betreffende Keywordkombination im jeweiligen Text vorkommt. Dieser allzu simple quantitative Ansatz evozierte in weiterer Folge das sogenannten "Keywordstuffing": eine Seite, auf der einfach nur 10.000 Mal das Wort "Keyworddichte" stand, hätte viel besser gerankt als beispielsweise ein Text, der erklärt, was Keyworddichte ist. Googles Pagerank-Verfahren löste dieses Problem zumindest teilweise: den die Anzahl der Backlinks als Ranking-Kriterium lässt sich nicht durch simples Keywordstuffing überlisten. Aber erstens gab's und gibt's - man glaubt es kaum - neben Big G noch andere Suchmaschinenbetreiber, und zweitens verlässt man sich ungern auf ein einzelnes Kriterium; denn der Pagerank lässt sich ja wiederum durch gekaufte Backlinks und/oder Linknetzwerke immer noch sehr gut "überlisten". Also spielt die Keyworddichte auch weiterhin eine beträchtliche Rolle, wenn auch unter völlig verändern Vorzeichen.

Denn anstatt die bloße Quantität zu werten, gehen Algorithmen von statistischen natürlichen Keyworddichten aus - selbstverständlich werden dabei nur die Inhalte ohne HTML-Tags etc. gezählt. Die zugrunde liegenden Zahlen resultieren aus quantitativen Analysen riesiger Textmengen, die sich bekanntlich problemlos automatisiert durchführen lassen. Weiß man also beispielsweise, dass in statistisch durchschnittlichen Artikel über Winston Churchill dessen Name beispielsweise zweimal pro hundert Wörtern vorkommt, so bedeutet dies eine Keyworddichte von 2%. Natürlich lässt sich dieses Verfahren mittels zusätzlicher (semantischer) Kriterien verfeinern, aber grosso modo kann man durchaus sagen, dass die Keyworddichten-Analyse in erster Linie ein Mittel gegen Keywordstuffing darstellt. Wie stark die einzelnen Suchmaschinen diesen Faktor in ihrer Gesamtbewertung nun tatsächlich gewichten, ist im Detail nicht bekannt - dass er eine Rolle spielt, allerdings schon.

Die tatsächliche optimale Dichte...

...liegt immer noch, und das ist das Problem, weit über der "natursprachlichen" oder semantischen Dichte. Jedem Journalismus-Studenten wird beigebracht, Wortwiederholungen zu vermeiden, skurrilerweise allerdings sehen SM-Scripts immer noch liebend gerne eine Keyworddichte von drei bis zu fünfzehn (!) Prozent. Das muss man sich mal auf der Stil-Zunge zergehen lassen: in einem mittel-langen Posting von 300 Worten über das Thema Keyworddichte müsste besagter Begriff bei einer Keyworddichte von 10 Prozent nicht weniger als 30 Mal vorkommen! Für SEOs bedeutet das natürlich, bei der Optimierung der Webseiten-Texte auf ausreichende Keyworddichte zu achten - was in der Regel der flockigen Lesbarkeit von Texten nicht gerade zuträglich ist. Ein paar kleinere Experimente meinerseits haben allerdings zweifelsfrei ergeben, dass man sozusagen die Wahl hat zwischen Fokus aus lesefreundlichem Stil oder eben auf optimale Keyworddichte - irgendwie hab ich ganz und gar nicht das Gefühl, dass die vorgegebenen optimalen Keyworddichten auch nur annähernd auf elaborierten semantischen Kriterien beruhen. Zum Glück ist die Keyworddichte allerdings nur ein Faktor unter vielen - also besser nicht übertreiben, aber auch nicht unterhalb der Wahrnehmungsgrenze dahinsurfen: die Minimalhürde von 2% sollte jeder auf Besucher bedachte Web-Publisher sehr wohl überspringen. Weitere Meinungen dazu interessieren mich natürlich brennend.

Die Keyworddichte analysieren

Online findet man zahlreiche Keyword-Analyse-Tools. Die meisten davon liefern unsinnige und fehlerhafte Ergebnisse oder funktionieren erst gar nicht - uneingeschränkt empfehlen kann ich allerdings das Keyword-Density Tool von Sistrix - es liefert valide Ergebnisse, auf die sich der besorgte Webmaster durchwegs verlassen kann. Wer mehr Parameter checken möchte, muss auf die kostenpflichtigen SEOmoz SEO Wissen: von richtigen Keyword Dichten Profi-Tools zurückgreifen: mit dem Term Target Tool und dem Keyword Difficulty Checker gelingt so manches Kunststück.

PS: Selbstverständlich ist auch dieser Artikel über Keyworddichte nicht bloß ein Posting, sondern ein teilnehmendes Experiment. Aufmerksamen LeserInnen dürfte durchwegs nicht entgangen sein, dass dieser Beitrag den Begriff Keyworddichte wesentlich öfter enthält als üblich :mrgreen:


Fotocredits: Schlüssel von Name Gabi Schoenemann / Pixelio

A Special Technique of SEO-Boxing

linkaufbau A Special Technique of SEO BoxingOkay, was soll's. Normalerweise erklär ich sowas ja nicht en Detail: immerhin mussten SEO-Adepten früher 5.000 Jahre lang ohne Wasser und Atemluft in einer unterirdischen, 2x2cm großen Höhle meditieren, um Zugang zu den geheimen Schriften zu erhalten. Tätärätäää, es folgt: eine Schritt-für-Schritt Anleitung zur gravierenden Verbesserung der eigenen Google-Platzierung, vor allem zu empfehlen für recht frische Blogs, da aufgrund der Struktur des Pageranking-Algorithmus der Plafond grosse modo spätestens bei PR5* erreicht ist.

Ja, es ist nicht mehr zu übersehen: einst glühender Verfechter des Crowdsourcing, motivierter Bereiser von Barcamps und Chronist des Web 2.0 "verkommt" datenschmutz immer mehr zu einem Kochblog. Es ist ja nicht so, dass ich irgendwas dagegen tun könnte: Blogs schreiben sich bekanntlich von selbst, der Autor tippt nur. Also ergeben wir uns, werte LeserInnenSchaft, einem unvermeidbaren Schicksal, das heute lautet:

SEO-Seitan-Schnitzel mit SERP-Sauce und heurigen Pagerank-Kartofferl

Man nehme:

  • 25dag Blogs ohne nofollow (=dofollow Blogs), säuberlich vorsortiert
  • 1 Esslöffel Site-Analyse Tool
  • ausreichend Zeit und Motivation

Zuerst suche man sich aus der Liste der dofollow-Blogs jene Kandidaten heraus, die thematisch gut zur eigenen Seite passen und/oder einen hohen Pagerank haben. Anschließend analysiert man die so entstandene Teil-Liste mittels eines SEO-Tools auf "Strong Pages": das sind im Falle von Blogs Einzelbeiträge bzw. statische Seiten, die besonders gut indiziert sind für bestimmte Schlagwörter. Keine Sorge: SEO-Kochen ist keine mathematische Präzisionsarbeit... am Anfang regiert die Quantität - lieber eine Extra-Prise Salz, essen müssen's nachher sowieso die anderen!

Anschließend arbeitet man die Liste brav Seite für Seite ab (pro Tag sollte man sich auf maximal 2 Einträge/Blog) beschränken, heißt: man surft die Seiten ab, verfolgt die (ohnehin bereits recht regen) Diskussionen und hinterlässt einen thematisch passenden, unglaublichen Mehrwert generierenden Kommentar, der vor Weisheit nur so trieft. Also nix mit: "Bamm Oida. Geiler Beitrag." Post, Repeat. Und das war's auch schon. Günstig, wa?**

Spezialtipps vom Chefkoch:
1. Wer wachsam durch's Netz geht, dem/der dürfte nicht entgehen, dass viele dofollow-Blogs eiskalt die Top-Commentators auf der Startseite ausstellen. Das tun sogar manche nofollow-Blogs... dann muss es sich aber wirklich auszahlen, sonst artet das ganze noch in Arbeit aus. *zaunpfahlwink*
2. Manche dofollow-Blogs verlangen eine Registrierung vor dem Kommentieren. Do it - es zahlt sich idR aus.

Woher die dofollow-Blogs nehmen?

...und nicht stehlen? Das ist tatsächlich der Clou an der Sache. Nun ja: wie wär's mit einer fix-und-fertigen PDF-Liste? DigeratiMarketing bietet mit großer Resonanz sowas an:

DM_BlogsThatFollow.pdf

Mehr über die besagte Liste weiß der zugehörige Blogbeitrag (der wenig überraschend auch schon PR4 hat) oder verwendet gleich das passende Suchscript, das Mark Cook geschrieben hat. Die Liste wird übrigens permanent aktualisiert, DoFollow-Blogger sind aufgefordert, ihre URLs im Kommentarbereich zu hinterlassen.

Einen einzigen Nachteil hat die ganze Sache: es handelt sich durchwegs um englischsprachige Blogs.... se dschörmänn wäbmastas tun sich also etwas schwer... allerdings gibt man den Namen der Seite ja selbst an - also keine Panik vor ein wenig Keywords Spreading. Vielleicht erstell ich ja mal eine solche Liste für deutschsprachige Blogs - falls es genügend dofollow-Apostel gibt :mrgreen:

Wie die stärksten Seiten analysieren?

Frei verfügbare SEO-Analyse Tools gibt's wie Sand am Meer. Seit ich glücklicher Besitzer eines SEO Moz Pro Accounts bin, interessieren mich die allerdings nicht mehr die Bohne: die 49$ im Monat sind eine Investition, die sich x-fach lohnt: hier findet man nicht nur geballtes (aktuelles) Wissen, sondern auch alle essentiellen Tools. Das strongest pages on domain gehört allerdings zum Basic Setup und kann nach Registrierung sogar gratis genutzt werden.

So, junger Luke SEOWalker, nun hast du dein Lichtschwert. Mach bloß keinen Unsinn damit! [SERP Wars, pt. 17]

Ach ja: this special techniques works on datenschmutz as well. Ich verwende nämlich aus diversen Gründen auch kein nofollow-Attribut... und gut indizierte Seiten gibt's en masse. Aber immer daran denken: die Kommentare sollten ordentlich motiviert aussehen. Sonst werden sie von vigilaten Webmastern und -mistressen sowieso gleich wieder gelöscht. Viel Spaß und - gern geschehen! Wem das oben Geschriebene neu war, der/die kann ja gern zum Dank bei mir was im ds-Shop bestellen :mrgreen:

Call to Action

Und wer selbst ein deutschsprachiges dofollow-Blog betreibt, möge dies im Kommentarteil pls kundtun. Sollten sich ausreichend (um die 15) Kandidaten finden, wird's hier auf datenschmutz künftig eine permanent aktualisierte dofollow-Liste geben. Danke für die Mitarbeit :mrgreen:


Sidenotes
*) Für alle Schlaumeier, die gleich mal losgrölen, dass der PR völlig bedeutungslos sei: jein. Als eindeutiger SERP-Indikator ist er wertlos, als Hinweis auf mögliche Defizite keineswegs.
**) Allemal günstig, würd ich meinen. Starke PR3 Links kosten bei Linklift, Teliad & Co. mittlerweile locker 10 Eulen im Monat.


Fotocredits:
Titelbild: Im Netz gefangen von Stephanie Hofmeister (via Pixelio.de)

datenschmutz: Platz 11 in den ultimativen Blogcharts…

...des deutschsprachigen Internet. Selbige haben 1000f gebaut - als Gegenpol zu Jans langweiliger und tendenziöser Technorati-Abschreibarbeit haben wir ja schon mal einen Gegenentwurf vorgelegt, aber dort liegt mein Blog auf dem schlaffen 35sten Platz.

In besagten ultimativen deutschen Blogcharts dagegen landete datenschmutz knapp nicht unter den Top 10 - auf Platz 11 hab ich's geschafft, gleichwohl hinter und vor sehr respektabler Konkurrenz:

  1. Basic Thinking Blog
  2. Spreeblick
  3. BILDblog
  4. Nerdcore
  5. netzpolitik.org
  6. Software Guide
  7. Ehrensenf
  8. law blog
  9. Werbeblogger
  10. web2null
  11. Datenschmutz
  12. Stefan Niggemeier
  13. kochtopf - 1x umrühren bitte
  14. Pixelgraphix
  15. MC Winkles weBlog
  16. GoogleWatchBlog
  17. Beetlebum - Jojos illustrierter Blog
  18. Fontblog
  19. Dr. Web Weblog
  20. Indiskretion Ehrensache

Und warum ultimativ? Das verraten die Macher lieber selbst. Ganz gegen sonstige Gewohnheit zitier' ich ausnahmsweise mal den kompletten Beitrag, weil der die Idee kurz und bündig erklärt:

Hier die ersten Ergebnisse des Versuchs die 50 beliebtesten Blogs der deutschsprachigen Blogosphäre in ein ultimatives Ranking zu bringen. Mit Daten von Technorati, Google, del.icio.us, Mister Wong, Digg und metaroll, die in ein Punktesystem umgewandelt wurden, das aus drei gleichwertigen Kategorien besteht.

Die (theoretisch) maximal erreichbare Punktzahl liegt bei 1500. In jeder Kategorie werden maximal 500 Punkte vergeben. Die einzelnen Faktoren, die zusammen eine Kategorie bilden, haben unterschiedliche Wertigkeiten. Untersucht wurden z.B. neu eingehende Links in den letzten sieben Tagen / Gesamtlinks (von unique domains), die Anzahl der gespeicherten Bookmarks bei del.icio.us, Mister Wong etc., der PageRank, die Anzahl der Blogrolls bei metaroll... und weitere Faktoren, die ich aus Anti-Manipulationsgründen lieber geheim halte.

So, damit wäre alles gesagt, Hossa und juchee! Auch wenn ich schon wieder eine Armada von datenschmutz-Hatern vor den Keyboards sitzen sehe, die sich mit den neuesten Verschwörungstheorien überschlagen: "Ey Alda, der hat das doch alles nur voll gefaked!" Ja sicher Mann! Und die Analytics Zahlen gleich dazu, mir gehört nämlich das ganze Internet, seit mir Chuck Norris beigebracht, wie man durch Null teilt!

Die Blogi***eljaged spammt sich quer durchs Netz & 1 Pamphlet über Blogs

ds StammleserInnen wissen, dass der Autor dieses Blogs, also meine Wenigkeit, exzessiver gegenseitiger Verlinkung zwischen Bloggern ganz und gar nicht abgeneigt ist. So sehr ich nix für real-life Karnevale übrig habe, so sehr mag ich Blogparaden. Die nächste Technorati-Kette? Count me in. Aber wenn Start-Ups aufdringliche Gewinnspiele mit Verlinkungspflicht einführen, dann find ich das nicht besonders originell.

Das Uri Geller Tricks aufgedeckt Blog, beschreibt die Mechanik des Spiels kurz und knapp:

5 Webseiten (Hitflip, MyVideo, Erento, verwandt.de und Hitmeister) haben zusammen ein Gewinnspiel mit unglaublichen Preisen ausgedacht: Man muss als Besitzer einer Webseite / eines Blogs einen Beitrag schreiben, wo die 5 versteckten Logos auf den 5 Webseiten sind. Dann schreibt man noch etwas über das ganze, gibt einen Kommentar auf der Gewinnspiel-Seite ab, und schon ist man dabei!

Lustig auch die TNBs:

  1. Wenn man mehrere Blogs / Homepages hat, kann man auch mit mehreren mitmachen. Jeder Blog / jede Homepages zählt als ein "Los" für das Gewinnspiel.
  2. Nofollow und Affiliate-Links sind OK und schließen nicht von der Teilnahme aus.
  3. Die Kommentare und Trackbacks sind Nofollow-frei so das die Blog**zeljagd auch SEOs Spaß machen sollte.

Punkt 1 ist klar, Punkt 2 verdient nähere Betrachtung: die alte These "nofollow Links sind nicht völlig irrelevant beim Google-Ranking" ist komplett richtig; seit dem letzten Update hat Google entweder einige Anpassungen am Algorithmus durchgeführt oder lässt händisch korrigieren (ich tippe eher auf ersteres), dass nofollow-Links mittlerweile das Ranking beeinflussen, sollte eigentlich jeder SEO sehen können, der Augen im Kopf und Spaß an Experimenten hat. Punkt 3 dagegen verblüfft: eine nofollow-Trackback Link von einer Aggregatorseiten mit am Ende +100 Outgoings bringt in der Tat nix... aber das sind schon die Feinheiten, back to basics:

Wie schon in der Einleitung angedeutet, find ich's fein, wenn sich BloggerInnen gegenseitig Verlinkung. Im Gegensatz zu allen "Alteingesessenen", die davon überzeugt sind, die Moralgesetze der Blogosphäre höchstselbst fest in Stein gemeißelt zu haben, glaube ich steif und fest daran, dass die Grenze zwischen thematisch motiviertem Backlink und Selbstzweck eine extrem fließende ist... panta rhei eben. Aber dieser Grund ist bei weitem nicht der einzige: seit wir Early Adopters uns im Internet rumtreiben, reden wir davon, dass das Netz Chancengleichheit für alle bietet... diesem hehren Ideal stehen breite ökonomische Hürden entgegen, aber zumindest in einem winzig kleinen Bereichen haben Open Source (Blog)Publishing Systeme die Karten zwischen "professionellen" Medienhäusern und One-Woman/Man-Show-BloggerInnen definitiv neu verteilt: jede/r InternetUserIn kann publizieren und mit der nötigen Ausdauer und Bereitschaft zum Lernen ein unglaublich großes Publikum finden. Dass mittlerweile dank hochbezahlter SEO-Agenturen old school Bewerber in der Ökonomie der Aufmerksamkeit finanzielle Mittel haben, um clevere Early Adopters auszustechen, spricht in meinen Augen dafür, dass letzere sich gegenseitig unterstützen. Das ist (neben einem stark florierenden Interesse am Geschreibsel der anderen) einer Hauptgründe für meine Serie "Blogvorstellungen"... und genau aus diesem Grund sehen die TNBs meiner eigenen Gewinnspiele auch Extra-Chancen für Co-Blogger vor, die drüber schreiben, und eben deswegen trage ich zu allen virtuellen Galas stolz meine Blogpiraten-Kapitänsmütze. "It's a thin line between love and rape", wie Public Enemy weiland am großartigsten ihrer Alben mal so treffen rappten.

Bei besagter Blogitz*ljagd jedenfalls geht's nicht nur darum, dass alle auf die fünf Veranstalter verlinken, auf deren Seiten ist auch noch das Logo versteckt - selbiges zu suchen, soll den beteiligten SchreiberInnen "Spaß" machen (und auf Seiten der Sponsoren ein paar Ad Impressions und Pageviews generieren). Ich alter Sack schreib zwar immer noch beim gap (obwohl meine Kolumne letzthin von der Chefredaktion als "unverständlich" bezeichnet wurde), hab aber selbstverständlich keinerlei Ahnung von der Jugend von heute und alle meine jüngeren Kumpels sind offensichtlich hochgradig unrepräsentativ: meine und deren Vorstellung von Spaß ist eine andere als Logos auf Webseiten zu suchen - da lob ich mir doch direkt mein OneTrack auf Facebook. Wie auch immer: Scheiß auf den EiPod Tatsch - ich bewirb mich mit diesem Beitrag hiermit offizielle für den Meinungsmacher Spezialpreis.
Ach ja, darum geht's.

Interview mit Naymz-Gründer Tom Drugan

naymzÜber die amerikanische Social Plattform Naymz, die einige sehr spannende und innovative Wege beschreitet, habe ich vor kurzem berichtet. Tom Drugan, einer der Mitgründer des amerikanischen Start-Ups, hat mir via E-Mail einige Fragen zur Business-Community der next generation erzählt - und da noch in diesem Jahr lokalisierte Versionen am Programm stehen, kann sich Xing schon mal warm anziehen.

Mein virtueller Interviewpartner ist bei Naymz für die corporate communication zuständig - und sozusagen ein alter Marketing-Hase, wenn man im Online-Business überhaupt schon diese Bezeichnung verwenden kann:

Tom Drugan is currently the Co-founder of Naymz.com, a leading online identity management company. Tom is responsible for the development and communication of the Naymz vision and brand, while also developing and deploying marketing strategies for customer acquisition and retention.

Mehr Infos gibt's natürlich auf Toms Naymz Profil. Das Interview haben wir auf Englisch geführt, die deutsche Übersetzung ist von mir - die Originalversion für QuellenforscherInnen folgt weiter unten.

Interview mit Tom Drugan (deutsche Übersetzung)

Worin liegt die Hauptstärke von Naymz im Vergleich zu anderen Social Networks?

Tom: Die Profile, die unsere Mitglieder anlegen, erreichen typischerweise sehr hohe natürliche/organische Platzierungen bei Google und anderen Suchmaschinen beim jeweiligen Namen als Keyword. Anders als die meisten Social Networks verwendet Naymz mit dem RepScore System eine zusätzliche Bewertung, die auf dem Vertrauen (Trust) der User untereinander basiert.

tom druganNaymz ist ein offenes network, da man keine Gebühren dafür bezahlen muss, wenn man als registriertes Mitglied andere Mitglieder kontaktieren möchte, mit denen man noch nicht in Verbindung steht. Andere professionelle Social Networks wie LinkedIn verlangen dafür mindestens 10$/Monat. (Anm. d. Übersetzers: vgl. Xing, dort muss man ebenfalls Geld einwerfen, um Messages an Mitglieder schreiben zu dürfen - gratis funktioniert das nicht einmal an die eigenen Kontakte.) Zusätzlich offeriert Naymz ein optionales Premium-Service, das $4,95/Monat kostet - das Upgrade ist komplett optional. Unsere Premium-Mitgliedschaft umfasst folgende Vorteile:

  • Wir platzieren bezahlte Anzeigen auf Google, Yahoo und MSN bei der Suche nach Namen unserer Mitglieder, sodass auch User, sodass jeder sicher sein kann, dass sein Name in SMs an erster Stelle auftaucht.
  • Detaillierte Reports über die Besucher des eigenen Profils halten den User am laufenden darüber, von wem er gesucht wird und wie das Profil gefunden wurde. Diese Funktion bieten Facebook, LinkedIn, Myspace und Co. nicht.
  • Das Trufina Identitäts-Verifikations-System ist integriert; es ermöglicht Usern eine sichere Weitergabe ihrer Online-Identität. (derzeit nur US)

Wird es lokalisierte Sprachversionen geben?

Tom: Dieser Punkt steht definitiv auf unserer To-Do-Liste. Wir hoffen, dass wir im Lauf dieses Jahres lokalisierte Versionen anbieten können.

Wie sehen deine Pläne für die nähere Zukunft aus?

Tom: Wir haben eine Menge Verbesserungen und Ergänzungen in Planung. Eines unserer nächsten Features werden personalisierte Domains für unsere Mitglieder sein (z.B. pettauer.name) und die zugehörigen E-Mail Adressen (ritchie@pettauer.name). Wir werden außerdem zusätzliche Privacy-Optionen einbauen und Naymz durch die Integration von OpenID und Googles OpenSocial noch offener machen.


Interview with Tom Drugan - original English Version

What's the primary strength of Naymz compared to other social networks?

Tom: The profiles that our members create typically get very high natural/organic ranking in Google and other search engines for the particular name of that member. Unlike most other social networks, Naymz adds a layer of trust to our members profiles through our RepScore scoring system. Naymz is an open network in that we do not charge our members to contact others in our community whom you may not have had a connection with. Other professional social networks such as LinkedIn charge a minimum of $19/month for this ability. Naymz has an optional, premium service, which costs $4.95/month. Upgrading is completely optional. Our premium level subscriptions include:

  • We pay Google, Yahoo, and MSN to place a sponsored result at the top of the listings for your name so you can be assured you own your personal brand in the search engines.
  • Detailed reports about visitors to you profile so you have a better idea of who might be checking you out and how they found your profile. This is something that Facebook, LinkedIn, MySpace, and other social networks do NOT provide.
  • Trufina identity verification which provide individuals with a secure means of verifying and sharing their online identity (currently only available in the US, but UK will be available in 2008.

Are you planning on launching localized services in different languages?

Tom: Yes, this is certainly on our list of to-do's. We hope to offer Naymz in different languages sometime in 2008.

What are your plans for the near future?

Tom: We have a lot of exciting product enhancements in plan for this year and beyond. In the near future, we are working on providing the ability for our members to acquire personalized domain names (i.e. www.pettauer.name)and email addresses(ritchie@pettauer.name). We are also working on adding additional privacy options and making Naymz more open by offering OpenID sign-in on our site and joining Google's OpenSocial platform.

Million Dollar Wiki: Ich habe gewonnen!

mdwNicht die Million Dollar, die Projekt-Gründer Graham ursprünglich verdienen wollte: dafür aber eine Gratis-Seite auf einem der smarteren Online-Marketing Projekte der letzten Jahre. Blog Money lautet der Begriff, den ich mir ausgesucht habe, und diese Seite gehört mir nun für die nächsten fünfzehn Jahre. Auch wenn Graham mittlerweile schon wieder plant, das komplette Wiki mit 8.000 Kunden via Online-Auktion zu verkaufen.

Die betreffende Seite hab ich deshalb gewählt, weil ich mal wissen wollte, wie's im en-sprachigen Internet so mit dem Blogs-und-Geld-Verdienen Traffic aussieht, allerdings hatte ich bisher so gut wie keine Zeit, mich um die Page zu kümmern und ordentliche Inhalte online zu stellen - aber die Idee finde ich prinzipiell klasse, und immerhin hat der Gründer damit bereits 100.000 Dollar verdient - nicht die allerschlechteste Bilanz für ein Monat Nettoarbeitszeit. Wir kennen das ja von der Million Pixel Homepage - ein Wiki nach derselben Systematik bietet natürlich eine Menge zusätzlicher Vorteile.

Wie funktioniert's?

Wer eine Seite am Wiki sein eigen nennen möchte, sucht sich einen freien Begriff aus und bezahlt via Google Checkout 100 Dollar. Anschließend kann die eigene Seite beliebig editiert und mit Texten, Bildern und Links befüllt werden. Das Kontingent ist auf insgesamt 10.000 Seiten limitiert, und Graham garantiert, dass das Wiki mindestens 15 Jahre lang online bleiben wird. Das bedeutet, die jährliche Seitenmiete beträgt 6,66 Dollar oder weniger als 0,5 Euro pro Monat. Nun gut, werden sich einige fragen, warum sollte ich mir um 100 Dollar eine Seite kaufen, wo doch an allen Ecken und Enden Gratis-Webspace-Provider auf nicht zahlende Kundschaft warten?

Warum eine Seite kaufen?

...wo's doch an allen Ecken und Enden des Netzes gratis Webspaces gibt... und Wikis. Nun, in erster Linie deshalb, weil der Betreiber bemüht ist, das ganz Ding ordentlich zu verlinken, SEO-tauglich zu machen und vor allem werbefrei für einen längeren Zeitraum unverändert im Netz stehen zu lassen - bis jetzt haben sich solche long-term Investments in gute Rankings so gut wie immer ausgezahlt. Bezieht man die Gesamtlebensdauer der Seite ein, so kostet die monatliche Miete so gut wie nix.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich ebenfalls eine Seite im Million Dollar Wiki zuzulegen, kann natürlich gerne meinen Affiliate-Code "ritchie" verwenden und damit fünf Dollar sparen:

Ritchie,
You also might want to mention that I am going to start promoting heavily in German, as well as other languages, so this is the perfect time to buy
words in German because almost none of them are taken.

And: Your affiliate code has been activated.
Your code is: ritchie
This code will give customers a $5 discount off their page. Good luck and please remember that the sale must be processed through
Google Checkout to use the promo code.

Cheers,
Graham

Million Euro Wiki

Manchmal kopieren Leudde einfach unverschämt irgendwelche Seiten. Die deutschen Piraten Blogcharts etwa haben jede Menge Nachahmer gefunden, und im Zeitalter des copy-paste Pragmatismus muss das Plagiat endlich seinen schurkischen Nimbus verlieren. Dachten sich die Macher des Million Euro Wiki und klonten wie ein Genlabor. Am Resultat gehört mir ebenfalls die Seite Blog Money. Das europäische Pendant wird mit unvorstellbarem Elan betrieben, was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass der aktuellste Beitrag am Projektblog vom 7.12. stammt - und der davor vom 26.10.. Bei soviel Enthusiasmus ist's kein Wunder, dass noch keine 1000 Seiten über die virtuelle Ladentheke wanderten. Irgendwann war da auch mal die Rede von einem Gewinnspiel, aber seitdem hat das MEW auch schon mindestens einmal den Besitzer gewechselt... das Million Dollar Bizznizz ist eben kurzlebig und gnadenlos :twisted:

Linklift und Teliad empfehlen sich selbst

Das Pagerank-Update vom vergangenen Wochenende sorgt für Diskussionsstoff - denn eine ganze Reihe von Seiten wurde deutlich "abgestraft": sowohl Linkvermieter als auch Trigami Rezensenten büßten einen Teil ihres grünen Balkens ein. Dass die Linkhandels-Plattformen wie Linklift rasch darauf reagieren würden, war ebenfalls klar.

Ich hab bei USB Stick Software mit diversen Linkhandels- und Tausch-Plattformen herumgespielt, mit dem Resultat eines Pagerank-Verlusts von 1 auf 0 - durchwegs verschmerzbar. Auf spannende Weise tendenziös finde ich die Information, die Linklift an alle registrieren TraderInnen verschickt hat. Einige Punkte aus dem E-Mail möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen:

Das jüngste PR-Update reduziert diese Aussagekraft nun noch weiter, sodass wir künftig den PR-Wert aus der Preisformel weitestgehend entfernen werden. Anstelle dessen werden wir selber alternative Metriken für die Autorität einer Webseite erheben (Alter, Thema, Verlinkung, RSS-Feedleser, Qualität der Linkplatzierung, etc.) und daraus eine Preisempfehlung generieren.

Keine große Überraschung: wenn Linklift das eigenen Businessmodell nicht anpasst, dann verlieren sie einen Großteil ihrer Marge. Trigami setzt schon längst auf eine Vielzahl von Bewertungskriterien: ein Businessmodell aufzubauen, das einzig und allein auf einen nicht erst seit gestern fragwürdigen strategischen Google-Wert aufzubauen, ist eben keine gute Idee. Und nun zwingt die normative Kraft des PR-Updates Linklift eben zu einer neuen Strategie. Interessant auch der folgende Absatz:

Wir empfehlen, sich durch die Maßnahmen von Google nicht verunsichern zu lassen. Auf Ihrer Webseite sind Sie der Chef. Zwar mögen sich die PR-Werte verändert haben, die Rangpositionen sind jedoch weitestgehend intakt geblieben. Weiterhin ist zu prüfen, inwieweit man von den vielzitierten "Abstrafungen" überhaupt berührt werden könnte. Nur wer Traffic von Google bekommt, dem kann dieser auch von Google genommen werden. Offen ist auch, inwiefern qualitativ hochwertiger Content dem Suchenden überhaupt vorenthalten werden kann, ohne an Suchqualität einzubüßen.

Hmmm... ich kenne eigentlich keine Webseite und schon gar kein Blog, das deutlich unter 40% Traffic von Big G. erhält. Neo-neue und noch nicht indizierte Blogs mal ausgenommen - aber die gehören ja wohl definitiv nicht zur Wirts-Zielgruppe von Linklift. Richtig skurril wird's aber im nächsten Absatz:

In jedem Fall möchten wir darauf hinweisen, dass die Listings auf Linklift selber schon seit langem stark anonymisiert sind, sodass sich hierdurch nur schwer Rückschlüsse auf Ihre Webseite ziehen lassen.

Zumindest in den meisten Fällen - einige Webseiten aus dem mittlerweile nicht mehr so umfangreichen Sortiment lassen sich allerdings recht leicht identifizieren, was allerdings am Beschreibungstext liegt. Und was Teliad wohl zu folgendem Absatz im Newsletter sagen würde?

Nehmen Sie nicht an zu vielen Vermarktungen teil. Andere Vermarkter hinterlassen z. T. relativ deutliche Spuren, welche einfach ausgelesen werden können.

Auch eine Frage des Betrachterstandpunkts... wenn die "Konkurrenz" die Links händisch setzen lässt und automatisch überprüft anstatt mittels eines Plugins, warum um alles in der Welt sollen diese dann leichter auffindbar sein?

Teliad wandte sich übrigens ebenfalls per Newsletter an die Community, und den folgenden Aussagen kann ich in keinster Weise widersprechen:

Und genau das ist unserer Meinung nach auch der Grund für die PageRank-
Korrektur von Google: Webmaster zu verunsichern, die mit ihren Seiten nur
durch gezielte SEO ein ansprechendes Ranking erhalten können.
[...]
Tatsache ist, dass wir mit unserem Markplatz eine aktive themenrelevante Verlinkung unterstützen, vor allem auch im Content-Bereich. Natürlich dienen Textlinks der SEO, jedoch ist das Ganze nicht so negativ zu betrachten, wie es durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit von Google dargestellt wird.

Eines zeigt die gesamte Debatte jedenfalls überdeutlich: den Kategorienfehler, die privatwirtschaftlich und gewinnorientiert organisierte Firma Google mit "dem Internet" zu verwechseln, machen dieser Tage ganz schön viele Webmaster und -mistressen. Wie sich der Linkvermietungs-Markt weiterentwickelt und ob die "Frontside-Abstrafung" in den nächsten Wochen und Monaten auch Auswirkungen auf die SERPs hat, muss die Zukunft zeigen - jede diesbezügliche "Theorie" bleibt vorerst Spekulation.

Blogfever: gewonnen!

blogfeverBlogfever hatte in den letzten Wochen eine kleine Rekrutierungs-Rally laufen: knapp mehr als die Hälfte des Preisgeldes geht ans Googlewatchblog, den Rest teilen Baynado und ich ex aequo.

EUR 34,62 sind wohl mehr Kohle, als viele Longtail-Blogger im Halbjahr mit ihren Google-Adsense Accounts verdienen. Für den neuen Flatscreen reicht's nicht ganz, aber ich schätz, ich werd meinen Gewinn wohl in Mittagsmenüs in der Schönen Perle investieren, das Hirschsteak letztens war grandios. Aber ich schweife ab, weit wichtiger als das Preisgeld sind die Besucher, die mir das Syndikat täglich zu datenschmutz schickt. Denn die BF-Community konnte in den letzten Tagen und Wochen ein hervorragendes Wachstum verzeichnen, die 4 Millionen Widgetviews sind längst überschritten. Das Team arbeitet weiter engagiert an der Verbesserung des Service, das neue Bonus-System für Blogs, die besonders viele Clicks generieren, finde ich ausgesprochen gelungen:

Unser nächstes Update wird im Userbereich die Klickrate des eigenen Blogs und die durchschnittliche Klickrate anzeigen, damit sich jeder ein Bild von der Performance des eigenen Blogs machen kann. Gleichzeitig werden dann die Punkte in Relation zur Klickrate verteilt. Blogs mit einer überdurchschnittlichen Klickrate werden 6 Punkte pro Widgetaufruf erhalten, während Blogs mit einer unterdurchschnittlichen Klickrate nur 3 Views erhalten werden.

Ich merke bei meinen eigenen Widget-Schlagzeilen, dass die Klickrate beständig steigt - die Betreiber machen also offensichtlich eine ganze Menge richtig. Ausnahmsweise sieht Google das auch so, denn beim letzten Ranking-Update gab's PR4 für die Startseite. Wie schon mal erwähnt wäre natürlich ein WordPress-Plugin, das die Links sm-lesbar einbaut, definitiv eine Überlegung wert: Blogistan lebt nun mal von themenaffiner Verlinkung - und die bekommt Blogfever umso besser hin, je mehr Blogger am System teilnehmen. Denn das geniale am System ist ja, das Blogfever vollautomatisiert themenaffine BesucherInnen aufs eigene Blog bringt!

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