Anfang Mai habe ich via datenschmutz 33 Alpha-Invites für Tripwolf vergeben, seit heute ist die Public Beta offiziell online: wer einen näheren Blick auf die Social Community für Fernweh-Fans werfen will, kann sich entweder einen Account registrieren oder mit sich mit dem bestehenden Facebook-Login anmelden. Außerdem gibt's zum Launch content-technisch eine frohe Botschaft: der reisende Wolf kooperiert mit MairDumont, einem der größten Verlagshäuser für Reiseführer.
Erreichbar ist die Seite ab sofort unter tripwolf.de, .at und .ch. Mit dem unified Login via Facebook gab's bei mir allerdings noch Probleme, weil der Redirect auf die .com-Domain führt, wo keine Login-Buttons auftauchen. Abgesehen von derlei Detailproblemen weist die Community bereits ein umfangreiches Inhalts-Portfolio auf. Als wahre-Content-Goldgrube könnte sich natürlich die Zusammenarbeit mit MairDumont entpuppen: diese Kooperation finde ich besonders spannend, weil erstmals ein bedeutender Verlag - in diesem Fall der europäische Marktführer bei Reiseführern - auf kollektiv generierten Content als Mehrwert setzt, anstatt die Konkurrenz durchs Web 2.0 als Bedrohung zum empfinden. So heißt es in der Pressemeldung:
Bei MairDumont ist man vom – im wahrsten Sinne des Wortes – wegweisenden Konzept von tripwolf überzeugt: "Die intelligente Kombination unseres Expertenwissens mit den Erfahrungen tausender Reisender ist für uns die Zukunft", sagt Verlegerin Stephanie Mair-Huydts. "Mit tripwolf nützen wir alle
Vorteile von Internet und Web 2.0."
Auf der Prioritätenliste des von der Markus Wagners i5invest finanzierten Unternehmens stehen für die nächsten Monaten die Integration von Flug- und Hotelbuchungen, an einer iPhone Version wird bereits gearbeitet. Mehrere hundert "Tripgurus" haben bereits Tipps für ihre Städte abgegeben: neue User müssen also keineswegs befürchten, ein leere Community vorzufinden. Ich denke, dass tripwolf mit MairDumont Rückenwind zu einer Wiener Web 2.0 Erfolgsstories werden könnte - Lust auf wundersame und unbekannte Länder macht die Seite jedenfalls jetzt schon!
Eine brandneue Community für alle, die's in die Ferne zieht, befindet sich derzeit im geschlossenen Beta-Test: Tripwolf fungiert zugleich als Social Travel Guide und Reisplaner, der es sich primär zum Ziel gesetzt hat, seinen UserInnen einen multimedialen Eindruck potentieller Destinationen zu vermitteln: Reiseberichte lassen sich mit Sound, Fotos und Videos pimpen, ein Empfehlungssystem sorgt für den Insider-Mehrwert. Die Betreiber setzen dabei konsequent auf Personalisierung: persönliche Empfehlungen von Gleichgesinnten und spezifisch auf die eigenen Wünsche abgestimmte Tipps ersetzen den gewohnten "Einer-für-alle" Reiseführer. Und das Beste daran: für datenschmutz-LeserInnen gibt's 33 exklusive Einladungen für die Beta-Phase.
Wer neugierig geworden ist und einen genauen Blick auf Tripwolf werfen möchte, klickt hier und holt sich seinen Beta-Account:
Die Mischung aus Wiki-Editing und Social Network fühlt sich auf Anhieb sehr "convenient" an - die Usability-Verantwortlichen des Projekts haben hervorragende Arbeit geleistet. Bereits jetzt beinhält die Datenbank über 200.000 Points of Interest, die mit Google Maps verknüpft sind. Auf der babylonischen Habenseite finden sich Deutsch und Englisch, für schnellen Aufbau des eigenen Freundes-Netzwerks sorgt eine Facebook-Importfunktion. Besonders ortskundige Mitglieder, sogenannten "Trip Gurus", stehen allen Mitgliedern über die von ihnen betreuten POIs Rede und Antwort - derzeit werden bereits 100 Destinationen von solchen Guides betreut. Wer sich nicht sicher, wohin die Reise gehen soll, bekommt vom System Vorschläge, die vom eigenen "Social Graph" abhängen - den fertigen personalisierten Travelguide kann man anschließend auch ausdrucken.
Finanziert wird Tripwolf vom Start-Up Inkubator i5invest:
Tripwolf wurde von einigen Wienern, die sich in Manhattan befinden, gegründet und initiiert. Sebastian Heinzel, CEO & Co-founder, selbst ein Weltenbummler, managt das Team in New York, Wien, Budapest und San Francisco.
Der öffentliche Launch soll im Juni erfolgen, bis dahin haben die Macher noch einige Features in Planung: so soll die fertige Version unter anderem mit einer angepassten iPhone-Version und direkter Buchungs-Integration punkten. (Hoffentlich funktioniert die Seite auf meinem HTC ebenso gut wie auf Apples Schneckenfunker!) Derzeit ist die Seite in
Selbstverständlich gibt's auch ein begleitendes Tripwolf Blog - dort wird sowohl über neue Features und Erweiterungen der Seite als auch über verschiedene Reisehighlights von MitgliederInnen berichtet. Mehr Infos und Kommentare mit ersten Eindrücken zu Tripwolf gibt's auf Techcrunch und Mashable.
Ob der große flugunfähige, einst auf Mauritius ansässige Vogel namens Dodo ein idealer Reisebegleiter und ein gern gesehener Zimmergenosse gewesen wäre, werden wir Weltenbummler nie mehr erfahren - denn erst ist längst ausgestorben. Die Reisecommunity dodo.com dagegen hat das Licht der Globetrotter-Welt ganz frisch erblickt. Die Seite will reisebegeisterter aus und in aller Welt zusammenbringen und lockt zum Start der Beta-Phase mit einem attraktiven Gewinnspiel für Weltreisende in spe.
In der britischen Hauptstadt war ich schon des Öfteren - beim Sprachurlaub, dann nochmal in der Oberstufe, später einfach so... und in der Stadt der Bobbys und vielen U-Bahn-Stationen hab ich mich immer sehr wohl gefühlt. Aber der letzte Aufenthalt war auch schon wieder knapp zehn Jahre her, daher war ich very amused, dass wir letzte Woche ein fatfoogoo-Date mit unserer zukünftigen englischen Werbeagentur hatten und Tom und ich zwei Tage dranhängen konnten.
Die klassischen Sightseeing-Stationen hatten wir beide schon längst während früherer Aufenthalte abgehakt, diesbezügliche Ambitionen lagen also von Beginn an unterhalb der Messgenauigkeitsschwelle. Beim Workshop am Donnerstag stellte sich heraus, dass MJ, Geschäftsführer unserer Agentur, jahrelang bei Pirate Radio aufgelegt hatte - wie schon mal erwähnt: Legenden sterben eben nicht im Bett
Nach der Arbeit dinierten wir im Blue Elephant hervorragendes Thai-Food, das allerdings wider anderslautender Beteuerungen der Karte recht mild ausfiel, nicht nur für meine Chili-gestählten Geschmacksknospen. Das hielt uns aber alle ganz und gar nicht vom Bier- (bzw. mich vom Cidertrinken) ab... im Pub um die Ecke stand Socializing mit Kiwis am Plan, am Heimweg schauten Tom und ich dann noch beim End vorbei, allerdings war am Donnerstag grade Schwulenparty am Programm, die Uhrzeit bereits vorgerückt und wir beschlossen einstimmig, mangels noch offener Pubs die Very-Late-Night Action auf die kommende Nacht zu verschieben.
Das Hotel, in dem wir wohnten, von Tom aufgrund vorjähriger positiver Erfahrung gebucht, ("Hotel Europa") liegt sehr zentral direkt zwischen den Underground Stations Russell Square und Holborn - für Londoner Verhältnisse sehr günstig - bei toller Lage und sehr sauberen Zimmern. Allerdings wurden wir am nächsten Vormittag früher als gewünscht von einer hartnäckigen Kreissäge geweckt - zwar nicht von einem psychopathischen Killer, sondern nur von Handwerkern im Zimmer über uns. Immerhin kamen wir früher als geplant bei den Camden Markets an, von denen ein beträchtlicher Teil tragischerweise einen Tag später einem Großfeuer zum Opfer fiel. Extrem schade - die Ansammlung aus kleinen und größeren Märkten, freakigen Platten-, Mode- und Postershops gehört zu den charmantesten Einkaufsumgebungen, in denen ich je geshoppt habe. So gestriegelt, unattraktiv und konsumhemmend Großkaufhäuser wie das KDW in Wien Berlin auf mich wirken, so sympathisch finde ich die typisch britische Mischung aus Hippie-Flair, (Pop)Art-Szene und Beislkultur, die dieses Viertel prägt. Wir verbrachten dann auch den ganzen Tag dort und einmal mehr zeigte sich, dass der schlechte Ruf des britischen Essens für London ganz und gar nicht gilt, wenn auch nur dank der vielen Zuag'rasten: das asiatische Take-Away Food aus den Cookshops war ein absolutes kulinarisches Highlight... da kann in Wien ganz und gar nicht mithalten.
Am Abend waren wir beide ziemlich beeindruckt von der unglaublich leuchtstarken und riesigen Flatscreen-Reklame am Picadilly-Square, die mittlerweile die klassischen Leuchtschriften durch Animationen ersetzt hat. Welcome to the world of tomorrow! Pubsperrstunde ist bekanntlich um elf, als gerade die richtige Zeit, um Richtung Fabric zu marschieren - ich wollte den berühmtesten aller DnB-Clubs endlich mal live sehen. Die 1 1/2 Stunden-Schlange am Eingang reichte bis zum nächsten Häuserblock und hätte uns an sich effektiv von unserem Plan abgehalten, aber Tom gelang ein unglaublicher Social Hacking Stunt, der Uri Geller extrem alt aussehen lässt: in weniger als einer Minuten überzeugte er den vordersten Türsteher, dass wir bereits angestanden waren - und Tom muss verdammt überzeugend geklungen haben, denn zwei Minuten später waren wir drin. Ich hatte vorher eine Menge Bullshit gehört von wegen "extrem teure Clubeintritte von 30 Pfund" - Blödsinn, die wollten 14 Pfund von uns, und dafür gab's ein Line-Up, das in Wien für 10 Partys reichen würde: DJ Craze präsentierte am Hip Hop Floor sein neues Album, Adam F, Pendulum und diverse andere DnB Big-Names beschallten den Mainfloor und dann gab's noch diverse Broken Beat und Trip Hop Schmankerl am dritten Floor. Dennoch waren ich wenig angetan von den extrem beengten Platzverhältnissen am Floor - 1/3 weniger Leute, und es hätte eine okaye Party sein können... außerdem nervt die Inkompatibilität von Rauchen und Trinken - dass man zum Nikotin-Inhalieren ins Freie muss, geht ja grade noch, aber dass man dort andererseits sein Bier nicht mitnehmen darf, nervt dann doppelt. Nett war die Lasershow am Mainfloor, Anlagen-technisch hätt ich mir allerdings besseres erwartet: viele Höhen und Mitten, vergleichsweise wenig Bass... aber da bin ich wohl von jahrelangen Flex-Besuchen sehr verwöhnt.
Spät wurde es dann trotzdem, und am letzten Tag standen dann Soho beziehungsweise Little Chinatown am Programm: die Chinesen feiern ja gerade ihren Jahreswechsel, überall hingen rote Lampions und ich konnte nicht umhin, mir trotz Katerkopfweh eine dieser Glücksbringer-Minitrommeln zu kaufen. Der Tag verging viel zu schnell, dank einer unterbrochenen U-Bahnlinie und einer absurden Zeitverzögerung trotz kurzer Schlange beim Security-Check schafften wir's grade noch rechtzeitig in den Flieger; für ein Abendessen blieb keine Zeit, herzlichen Dank daher an dieser Stelle nochmal an die sehr nette Stewardess von Austrian Airlines, die uns beide mit einer Zusatzportion Do&Co-Tortellini vor dem Mid-Air-Verhungern bewahrte! Fazit des Kurztrips: ich will möglichst bald wieder möglichst lange nach London; die Stadt rockt, außerdem muss man dort niemanden, mit dem man quatscht, fragen: "Sorry, do you speak English?" Einziger Nachteil: der Pfundkurs haut ganz ordentlich rein... das Preisniveau ist leider locker 1 1/2 Mal so hoch wie hierzulande. Aber Tom und ich sparen schon auf die nächste Londonreise, vorher ist allerdings ein verlängertes Wochenende in Amsterdam am Plan - und zwar mit voll aufgeladenem Digicam-Akku.
Mit dem Raildance Express bewirbt die InterRail Betreiberfirma EURail G.I.E. ihr Angebot an jugendliche Kontinentalforscher, mit einem einzigen, vergleichsweise günstigen Ticket mehrere Wochen durch ganz Europa zu reisen - umweltfreundlich und mit der Bahn, versteht sich. Möglichst viel sehen in wenigen Tagen lautet das Motto beim guten alten InterRail-Trip, und genau darum dreht sich's auch beim Flash-Game Raildance Express.
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| 15. September 2007 |
Sogar meine nackte Honda Hornet ist langstreckentauglicher als 50cm3-Moped. Und genau deshalb wird Blog-Kollege Stargazer sich am 5. September mit seiner Yamaha Neo auf den Weg zu einer Rundreise durch Österreich machen. Das Ganze nennt sich Road Trip und dient auch noch einem guten Zweck!
Das lukrierte Geld soll der Vereinigung Netz für Kinder zugute kommen:
Um dieser Fahrt noch einen Sinn zu geben, suche ich noch Leute, die bereit sind etwas für eine gute Sache zu tun, wie zum Beispiel pro gefahrenem Kilometer einen Euro zu spenden.
Die Spenden-Aktion wird über das Netz für Kinder abgewickelt, da dort schon entsprechende Strukturen vorhanden sind.
Auf der zugehörigen Roadtrip Seite sind die bisherigen Sponsoren gelistet, Quartiere am Weg und Benzin-Gönner werden derzeit noch gesucht. Ich behaupte mal, dass die Aktion der österreichisch-Blogistan ziemlich die Runde machen wird und kann jedem, der ein paar Euros Werbebudget übrig hat, nur raten, Stargazer zu kontaktieren. Pro Tag sollen 2-300km zurückgelegt werden, von Dornbirn aus geht's erstmal Richtung Tirol und dann weiter gen Osten. Geplant ist natürlich ein Blog von der Reise - na, Mobilfunkprovider? Wär das nicht was, um die flächendeckende Versorgung mit Netzzugang zu demonstrieren und vergleichsweise super-günstig Netz-Publicity abzustauben?
Viel Glück jedenfalls bei der Suche nach weiteren Sponsoren! Wenn nicht die ohnehin die OMV vorher einsteigt, dann werde ich Anfang September auf jeden Fall ein paar Liter Benzin spenden - und ich freu mich schon auf das zugehörige Blog.