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Wine and Dine in der Lutz Bar: M wie Mailberg

Nach dem überaus gelungenen Food Pairing Auftakt der Gourmet-Serie OMG in der Lutz Bar blieben Astrid und mir fast 30 Tage Zeit für die Vorfreude auf Teil 2. Alex Zerava und sein Team servierten ausgefeilte Nouvelle Cuisine Kreationen in fünf Gängen, begleitet von Weiß-, Rot- und Eiswein des Weinguts Hagn. Paul Bocuse bleibt für mich der größte Küchenrevolutionär des 20. Jahrhunderts. Ob molekulare oder neue nordische Küche, der Grundsatz des französischen Küchenmagiers liegt in der Frische der Zutaten, im Betonen des Eigengeschmacks ebendieser und im Totalverzicht auf Fertig- und Chemieprodukte. Herr Bocuse hat damit ein solides Fundament fernab von Kotelette Hawai gelegt und die Prinzipien der modernen Bobo-Öko-Cuisine schon in den 70ern vorweggenommen. Eine Tradition, die kreative Köche wie Alex Zerava nach wie vor inspiriert – an manchen Küchenwahrheiten ist jedenfalls nicht zu rütteln.

Lachs und Beef Taratar im Mini Stanitzel, selbstgebackenes Rosmarinbrot mit Olivenöl

Unser Taxi erschien pünktlich vor der Wohnung, wo uns der Fahrer mitteilte, dass ihn ein Getriebeschaden an weiterer Ausübung seiner Tätigkeit hindere. Zum Glück verpassten wir trotz Verspätung Alex’ Amuse Gueule nicht. Denn Alex Tartar gehört zu den besten der Stadt, selbstverständlich gehackt, nicht faschiert.

Bachforelle | Urkarotte | Mairübe | Kresse

Zur in Bienenwachs konfierten (!) Bachforelle gab’s Mairüben, Kressesalat, Karottengelee und eingelegte Mairüben – ein Traum von einer frühsommerlichen Geschmacks-Symphonie, die Wolfgang Hagn mit einem Grünen Veltliner 2013 aus der Lage Hundschupfen begleitete. Leichter Pfeffer, dezente Säure und somit auch für einen Nicht-Veltliner-Fan wie mich ein sehr passender, luftig-leichter Auftakt.

Spargel | Blunz’n | Rote Rübe | Kren

Zum perfekt abgestimmten, cremigen Spargelrisotto (che Mantecura!) mit Kren Brulée servierte Küchenchef Alex Zerava seine High-End Blutwurst, optisch und geschmacklich deliziös ummantelt von kräftigem Rote-Rüben-Gelee. Hagns stoffiger Chardonnay Classic ergänzte mit der perfekten Intensität und einem Hauch von Marillennote die zweite Vorspeise.

Stör | Paprika | Bärlauch

Dass der brave Stör lecker schwarze Eier legt, ist in Gourmetkreisen allgemein bekannt. Den Kaviar-Produzenten höchstselbst hatte ich aber noch nie auf meinem Teller liegen. Ein Versäumnis! Festes Fleisch von traumhafter Textur, aus dem Alex Zerava einen… wait for it… Kümmelbraten zauberte, gefüllt mit Paprikakraut und begleitet von einer Bärlauchschaumrolle und Kümmelbratenjus. Eine Geschmacksexplosion und Aromenkombination, die dem Sauvignon Blanc nicht allzuviel Raum zur Entfaltung ließ.

Spanferkel | Viola Kartoffel | Kräuterseitling

Nach dem Wahnsinns-Stör wollte selbigen bereits zur meiner persönlichen Hauptattraktion küren, aber der übliche Lieferant des Kümmelbratens sorgte für ein ex aequo auf allerhöchstem Niveau. Eine 48 Stunden lang Sous Vide gegarte Spanferkelkrone muss man sich ungefähr so vorstellen wie perfektes Pulled Pork, bloß natur statt überwürzt und viel, viel feinfasriger. Also eigentlich ganz anders, aber wer’s noch nie probiert hat, dem entgeht eine Schweinerei von ungeahnter Köstlichkeit. Marinierte Kräuterseitlinge, Carpaccio von lila Kartoffeln und Pumpernickeljus umrahmten das Marathon-Spanferkel. Der Cuvée Colloredo 2011, ein Cuvet aus Cabernet Sauvignon und Merlot, fügte mit seiner enorm wuchtigen Aromenpalette zwischen Zimt, Kirsche und Muskat geschmacklich eine ganz eigene, sehr gut passende Dimension zum abschließenden Hauptgang hinzu.

Schokolade | Orange | Thymian | Süßkartoffel

Wenn Kaugummiautomaten Olivenöl-Lutscher mit flüssiger Orange/Thymian Füllung ausspuckten, hätte ich niemals Münzen in der Geldtasche. Die hauchdünne weiße Schokoladen-Hohlkugel offenbarte eine erfrischende Beeren-Eis-Füllung, die der 2012er Eiswein vom Weingut Hagn mit seinen komplexen Rhabarberaromen elegant umspielte.

Wer die Latte einmal hoch gelegt hat, kommt in Teufels Küche – so der Spruch. Von wegen. Nach OMG part 1 war es wohl schwierig, nochmal eins draufzusetzten. Aber das ist sowas von gelungen – statt Teufels Küche stand himmelhochjauchzender Genuß im Zentrum des Abends. Bleibt die Vorfreude auf den 26. Juni, bei dem Alex und sein Team beim Sparkling Summer Speisen-Cocktails mit Spezialitäten der Sektkellerei Szigeti paaren.

Game of Thrones – Two Swords: Premiere der 4. Staffel

Gestern zeigte HBO in den USA die erste Folge der vierten Staffel von “Game of Thrones”. Das überaus erfolgreiche Fantasy-Epos begeistert Fantasy-Fans mit einer durchdachten, stimmigen Welt und fesselt dank komplexer Charaktere und Handlungsstränge sogar Zuseher an den Bildschirm, in deren sonstigem Entertainment-Mix feuerspeiende Drachen und schwertschwingende Untote überhaupt keine Rolle spielen. Mit der Episode “Two Swords” gelang den beiden Masterminds David Benioff und D.B. Weiss ein reibungsloser Wiedereinstieg in die intrigante Welt von Westeros. Ich kann es kaum erwarten, bis der ORF in 20 Jahren um drei Uhr früh beginnt, die erste Staffeln in schlechter deutscher Synchronisierung auszustrahlen.

Seit Wochen läuft die Vermarktungsmaschinerie, sogar Abhörpräsident Barrack Obama ließ sich aus Neugier vor den HBO Werbe-Karren spannen und sich die komplette Staffel vorab zuschicken. Zahlende HBO-Abonennten mussten sich indes gestern abend gedulden: zum zweiten Mal nach dem Staffelfinale von “True Detective” gab sich die HBO-Go Infrastruktur dem Ansturm auf die Streaming-Server geschlagen.

Zukünftig müsse sich der Sender wohl, so erklärte HBO im Entschuldigungs-Statement, “auf die steigende Nachfrage einstellen müssen” – ein Luxusproblem, das so mancher österreichische Sender vermutlich auch gern hätte.

Game of Thrones, Memegeneratoren und Diedrich Diedrichsen

Als bekennender Science-Fiction-Fan, der ab und an auch mal Ausflüge in gut gepflegte Fantasy-Habitate unternimmt, habe ich GoT so lange verweigert, bis South Park in der Dreifachfolge “Black Friday” / “A Song of Ass and Fire” / “Titties and Dragon” George R.R. Martins Epos ordentlich durch den Kakao zog. Und konvertierte bereits nach wenigen Folgen der ersten Staffel zum Fan.

Denn die epischen Schauplätze, die klirrenden Rüstungen und das mittelalterliche Flair bilden bei Game of Thrones nie den Mittelpunkt der Handlung, sondern formen lediglich die Bühne, auf der sich menschliche Dramen Shakespear’schen Ausmaßes abspielen. Die große Freiheit der Weltgestaltung, jenes Privilig der Fantasy und SF, nutzt Mastermind George RR Martin auf sehr kluge Weise, um einen idealisierten Testparcours für alle Nuancen menschlichen Gefühlslebens zu konstruieren. Andere Zeiten, anderen Sitten, aber äußerst glaubwürdige Charaktere, die fast nie ganz prototypisch ausfallen, sondern in ihrer Entwicklung die conditio humana gekonnt beschreiben, machen Game of Thrones zu einem weiteren Highlight in einer langen Reihe von HBO-Erfolgsproduktionen.

Die Faszination, die eine solch epische Geschichte entfalten kann, spiegelt sich in zahllosen Memen wieder. Ich hab in Wien schon ein paar Damen mit dem populären “I’m not a princess, I’m a Khaleesi” T-Shirt rumlaufen sehen. “You know nothing, Jon Snow” hat sowieso das Potential zum zukünftigen Bauernkalenderspruch. Laufenden Nachschub in Sachen Nerd-Humor liefert die großartige Facebook Page Game of Thrones Memes.

Game of Thrones

In “Parks and Recreation” macht Ben regelmäßig Bemerkungen über GoT, Mashable berichtet seit einigen Tagen gefühlt häufiger über Westeros als über Facebook. Wussten Sie etwa, dass Sophie Turner, die Sansa Stark spielt, im richtigen Leben ihren “Direwolf” (im richtigen Leben: ein prächtiger Northern Innuit Dog) adoptiert hat? Ich muss in diesem Zusammenhang an den “wichtigen Poptheoretiker” (was für eine ungewollt originelle contradictio in adjecto – danke, Wikipedia!) Diedrich Diedrichsen denken, der dieser Tage mit “Über Pop-Musik” ein eigenartiges Buch geschrieben hat, das erste Anzeichen der Vergreisung erkennen und ein baldige “Ende” der Popkultur realistisch erscheinen lässt. Ich behaupte: Rains of Castamere ist die neue Lady Gaga.

Der Mexikaner oder: Spoiler Alert

Zum Glück ist mein mexikanischer Freund Pedro glühender Fantasy-Jünger und umgeht kontinentale TV-Delays technologisch-elegent mittels VPN, amerikanischer Prepaid-Kreditkarte und HBO Go-Abo. “Man muss nicht Barrack Obama heißen, um auf unlizensierte Torrent-Download zu verzichten,” pflegt er stets zu sagen. Danke auch für die Nachos, amigo!

Bereits die Auftaktszene ist ein Treffer ins Schwarze: ein nachdenklicher Tywin Lannister schmilzt zu den unheilvollen Klängen der “Rains of Castamere” aus Eddard Starks Zweihänder “Ice”, hergestellt aus dem äußerst wertvollen “Valyrian Steel”, zwei neue Schwerter für seinen Familienclan und übergibt eines Davon seinem Sohn Jamie – zusammen mit der Aufforderung, die King’s Guard zu verlassen und fortan die Geschicke von Casterly Rock zu lenken: “I’m the hand of the king, my place is here. And I don’t expect to see the Rock again before I die,” erklärt er Jamie, der sich jedoch weigert, die Nachfolge seines Vaters anzutreten.

Dass der Kingslayer nicht nur seine rechte Hand verloren hat, wird deutlich, als ihn Cersei beschuldigt, sie im Stich gelassen zu haben, und ihr Sohn King Joffrey, bestgehasster Teenie-König aller Zeiten, sich über seine angebliche Feigheit lustig macht. Die neue goldene Hand ist also nicht die einzige Veränderung in Jamies Leben – ich tippe mal drauf, dass im weiteren Verlauf der Staffel eine Art Zweckbündnis zwischen Jamie und Tyrion entstehen wird.

Tyrion Lannister

Dem kommt in der nächsten Handlungsebene die zweifelhafte Ehre zu, Empfangskomitee für eine Prinzen aus Dorne zu spielen. Oberyn vom Haus Martell reist an, um an der könglichen Hochzeit teilzunehmen, hat aber einen ganzen Stapel an Rechnungen mit den Lannisters offen, ein Faible für Sex-Orgien und keine Hemmungen vor drastischer Gewaltanwendung – kurzum, der ideale Kandidat für Game of Thrones.

Und das waren gerade mal die ersten 15 Minuten… Daenerys Targaryen zieht mit ihrer Riesenarmee und ihren mittlerweile adoleszenten Drachen weiterhin durch die Gegend und lässt sich von Daario Naharis bezirzen. Dany scheint’s übrigens gar nicht weiter zu stören, dass Darsteller Michiel Huisman an die Stelle von Ed Skrein getreten ist.

gotadany

Auch an der Wall tut sich einiges: Jon Snow, zurück in Castle Black, berichtet von seinem aus dem Ruder gelaufenen Ranger-Ausflug und sorgt im Dialog mit dem 90jährigen Peter Vaughan für den zweitbesten Dialog der Serie.

Jon: I lay with a Wildling girl.
Nightwatch-Interimsboss: So you broke your oath. We’ll have to chop off your head.
Maester Aemon: If we chopped off the head of every brother of the Nightswatch who lay with a girl, our wall would be manned with headless bodies.

Ygritte und Tormund verbünden sich währenddessen mit menschenfressenden Body-Modification-Freaks namens Thenn und bereiten ihren Angriff auf das Schloss der Nightswatch vor. Dabei wird endgültig klar, dass die gute Ygritte aus 200 Yards locker die Pupille eines Kaninchens mit ihren Präzisionspfeilen durchbohrt, sprich: sie liebt Jon Snow ja doch. Obwohl der nix, aber auch wirklich gar nix weiß.

Das Auftakt-Highlight haben die Serienmacher fürs Finale aufgehoben: Arya steckt ihr Schwert Needle mit süffisantem Grinsen in den Hals eines Todfeindes und Sandor “The Hound” Clegane nach einfach nicht genug kriegen von diesen leckeren Brathenderln – mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Zuguterletzt noch ein kleiner Link-Tipp: auf der offiziellen Seite gibt’s nicht nur jede Menge Background-Bilder, Avatar-Fotos und Co., sondern auch ein Making-of zu jeder Episode sowie ein Preview auf die Folge der kommenden Woche: www.hbo.com/game-of-thrones/.


All images: HBO

Review: Star Trek – Into Darkness

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Auf Einladung der Jungen Europäischen Föderalisten hatten Astrid und ich heute das Vergnügen, der Vorpremiere des neuesten Kinofilms aus dem Star Trek Universum beizuwohnen. Into Darkness ist eine in jeglicher Hinsicht gelungene Tour-de-Force durchs Gene Roddenberry-Universum, in der sich die neu besetzte Originalcrew – Captain Kirk, Spock, Uhura, Pille, Scotty, Chekov und Zulu – mit einem altbekannten Superschurken und frischester Tricktechnik konfrontiert sehen. So schön wie Khan (Khan!) hat noch nie jemand ein zig Megatonnen schweres Raumschiff in eine CGI-Stadt krachen lassen, so spektakulär wie Spock und der Bösewicht haben nicht mal ein Bruce Willis und seine Widersacher in schwindelnden Höhen Faustkämpfe ausgefochten, so glaubwürdig und engangiert wie der junge Heißsporn-Kirk trat selten ein SciFi-Kapitän in vollster Konsequenz für seine Mannschaft ein.

Dass die Veranstalter bei der Begrüßung auf die Parallelen zwischen der Idee eines europäischen/weltweiten Föderalismus und dem Grundgedanken des friedvollen Umgangs zwischen verschiedenen Sternenreichen verweisen, ist sehr nah hergeholt: Gene Roddenberry befreite mit seiner Vision eines intergalaktischen friedlichen Zusammenlebens das Science-Fiction-Genre für ein Mainstream-Publikum von seinem bis dato eher martialischem Ruf. Sein Star Trek Universum entwarf er als uneingeschränkt positive, humanistische Zukunftsvorstellung, in der unterschiedliche Hautfarben von Erdlingen in Relation zur Begegnung mit völlig fremden außerirdischen Rassen zu jener Nebensächlichkeit degradiert werden, die sie auch realpolitisch in unserer Gegenwärt längst sein sollten.

Story gelungen, Tricktechnik fantastisch, 3D überstrapaziert

Into Darkness nutzt zwar exzessiv virtuelle Filmrealitäten, lebt aber von der großartigen schauspielerischen Leistung eines Ensembles, das ein schwieriges Erbe antritt. Ohne Hardcore-Trekkie zu sein (ich trug im Gegensatz zu etlichen anderen Vorpremierengästen leider keine Uniform der Sternenflotte) behaupte ich, dass der Streifen sowohl für eingefleischte Fans als auch für Kinobesucher ohne spezifisches Vorwissen eine Menge zu bieten hat. Letztere These erhärtet mein 1-Frau-Sample Astrid, die bei der anschließenden Befragung trotz völliger Unkenntnis der Beam-Technologie sowie der obersten Direktive versicherte, sich keine Minute gelangweilt zu haben. Erstere Vermutung bestätigten zwei der passend gekleideten Herren auf der Herrentoilette, die sich einig waren, dass der eine oder andere kleine Regiefehler respektive historischer Ungenauigkeiten im Kontext der Roddenberry-Realität dem hohen Unterhaltungswert keinen Abbruch tun.
Star Trek - Into DarknessAnders als mancher Vorgänger verzichtet Into Darkness auf ausschweifende Dialoge und philosophische Monologe zugunsten eines Action-Plots, der Besatzung und Technik vor harte Herausforderungen stellt und in einer Raumschlacht zweier föderierter Schiffe sogar zahlreiche Leben fordert. Detaillierte Vergleiche der Optik des aktuellen Warp-Kerns mit Vorgängermodellen mögen andere vornehmen, ich möchte an dieser Stelle lieber die ultrakurzen Minikleider der weiblichen Besatzungsmitglieder als erfreulich politisch unkorrekten Kontrapunkt in einem zutiefst vom Gedanken des Humanismus geprägten Sci-Fi Universums lobend erwähnen. Ich denke, Majel Barrett ist stolz auf Zoe Saldana.

Formal wäre an Into Darkness lediglich zu bemängeln, dass auffallend viele Framings der Optimierung der 3D-Präsentation dienen. Die Leinwand mag die Tiefenillusion noch so gut vermitteln, doch in manchen Szenen nervt dieser produktionstechnische Impetus gewaltig: die 3D-Technik spielt primär bei rasanten Raumschlacht-Szenen oder actionsreichen Kämpfen ihre Stärken aus, doch in den spärlichen Gesprächszenen stört meiner Meinung nach der übertriebene Einsatz des Gestaltungsmittels “Tiefe”. Statt Jumpcuts steht der eine Protagonist einfach in der Vordergrund-Unschärfe und “rahmt” zwei Seiten des Bildes ein, um einen visuellen “Tunnel” zum zweiten Gesprächspartner zu bilden – undenkbar in der in der Prä-3D-Brillen-Ära. Das mag eine Geschmacksfrage sein, aber hier haben Regisseur J. J. Abrams und/oder sein Chefkameramann Daniel Mindel etwas übertrieben.

Star Trek Into Darkness: die Geschichte

Spoiler Alert: Die folgende Passage enthält eine kurze Zusammenfassung der Filmhandlung.

Spock soll auf einem Planeten der M-Klasse mittels Hi-Tech Device einen Vulkanausbruch, der die örtliche, vor-technisierte Zivilisation völlig vernichten würde, verhindern. Das gelingt, doch um seinen in Bedrängnis geratenen Ersten Offizier zu retten, muss Captain Kirk gegen die oberste Direktive der Sternenflotte verstoßen, die jegliche wahrnehmbare Einmischung in die Angelegenheiten fremder Zivilisationen verbietet. Die Eingeborenen kriegen die Enterprise zu Gesicht, Spock überlebt und verpfeift zum Dank seinen Chef bei der Admiralität.

Doch ein Terroanschlag auf ein als Archiv getarntes Waffenlabor der Flotte führt zur Einberufung einer Krisensitzung, die wiederum Ziel eines Attentats wird, bei dem Pike sein Leben verliert. Kirk erhält sein Kommando zurück und soll mit der Enterprise, vollbeladen mit neuartigen Super-Torpedos, Jagd auf den Abtrünnigen machen. Der versteckt sich schlauerweise auf Kronos, dem Heimatplaneten der Klingonen. Jegliche Operation der Sternenflotte auf deren Gebiet könnte einen Krieg heraufbeschwören, was Kirk jedoch nicht von seiner Mission abhält. Chefingenieur Scott, der nach der Weigerung, die unbekannten Torpedos an Bord zu nehmen seinen Dienst quittiert, und Spock überreden Kirk schließlich, die Torpedos in den Rohren zu belassen und den Terroristen stattdessen in einer riskanten Bodenmission gefangen zu nehmen.

In derem actionreichen Verlauf stellt sich heraus, dass der Gesuchte in Wahrheit gar kein ehemaliger Captain der Sternenflotte, sondern ein vom machtgierigen Oberbefehlshaber aus seiner Kryo-Starre aufgetauter Superkämpfer ist. Die Enterprise, die aufgrund ihres defekten Warp-Antriebs hilflos im All herumhängt, wird kurz darauf von besagtem Admiral mit einem überlegenen Schiff angegriffen, das Kirk aber mit Khans Hilfe entern und übernehmen kann. Dass der Feind seines Feindes durchaus nicht sein Freund ist, erfährt Kirk, als Khan die Kontrolle über das überlegene Schiff des Admirals übernimmt und selbst die Entprise angreift. Erneut wendet Kirkt die Katastrophe ab, allerdings um den Preis lebensbedrohlicher Verstrahlung.

Aus dem Blut von Khan, den Spock und Lebensgefährtin (!) Uhura schließlich auf der Erde nach eingangs erwähnter spektakulärer Crash-Landung endlich festsetzen, gewinnt “Pille” McCoy ein Serum, dass Kirks Leben rettet. Respekt an die Drehbuchschreiber, denn obwohl von vornherein feststeht, dass der junge Kirk heil davonkommen muss, da sonst eine Zeitschleife entstünde, die William Shatners Existenz auslöscht, kommt das Ende verdammt spannend rüber.

Fazit: Stark Trek – Into Darkness ist Lebenselixier für Trekkies, Pflichtfilm für Science Fiction Fans, uneingeschränkt tauglich für alle anderen *g*


Star Trek image by dave_7 via FlickR. his image, which was originally posted to Flickr.com, was uploaded to datenschmutz 08 May 2013. On that date it was licensed under a CC Share-alike / Attribution license.

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USA Flugfazit = 5 Filme und 1 neuer Snack

The invention of lying, Wo die wilden Kerle wohnen, Everybody’s fine, Der Informant, Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen sowie ein Laugenweckerl mit integriertem Leberkäse (also direkt im Weckerl, das unschuldig wie ein rein vegetarisches Kohlenhydrat-Produkt wirkt: keine äußeren Verletzungen, keine sichtbaren Schnitte, kurzum der ideale Gag-Artikel für Vegetarier-Partys!): diesen fünf Filme und dieser Snack sind mein Fazit eines Lufthansa Fluges zwischen zwei Kontinenten. Danke übrigens an die nette Stewardess, die mir einen Einweghandschuh brachte, den ich um Kopfhörerstecker und Armlehne knotete, um dank Latex-Materialspannung einseitige Beschallung via Ohrhörer zu verhindern.

Man hofft, die flugkritischen System des Airbus mögen besser gewartet sein als die Klinkenstecker in der Armlehne – wobei knapp 10 Stunden sensorischer Deprivation zweifellos einer übermäßig spektakulären ungeplanten Zwischenlandung vorzuziehen sind. Obwohl auch erstere ganz schön an die Substanz geht, den auch beim Rückflug gab’s ein interessantes Aha-Erlebnis: die Lufthansa hat tatsächlich noch Uralt-Interkontintental-Stahlvögel ohne Entertainment-System im Einsatz, sodass ich mich nach Latexhandschuh samt Bildschirm sehnte. So aber sah ich zumindest am Hinflug alles, was ich sonst garantiert nie runtergeladen hätte. Und weil da zwei sehr unerwartete Highlights dabei waren, hier ein kurzer Abriss – falls Sie demnächst auch einen längeren Aufenthalt auf engem Raum planen, erleichtert Ihnen das vielleicht die Auswahl. Die Reihenfolge impliziert in diesem Fall übrigens definitiv eine Wertung, schließlich dauern Internkontinentalflüge ja nur fast unendlich lang!

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Nokia N97 – The Unboxing

Offiziell betrachtet gehört das N97 nicht zur Modellreihe der Communicators, bietet aber recht ähnliche Features plus phatter Multimedia-Ausstattung: der 16:9 Touchscreen stellt 16,7 Mio Farben dar, die Kamera mit Dual-LED Blitz und Carl Zeiss Tessar Optik schießt Bilder mit 5 Megapixeln, VGA-Videos lassen sich mit 30 Frames pro Sekunde aufnehmen – und damit die ganzen multimedialen Inhalte auch genug Platz haben, verfügbt das N97 über 32 Gigabyte eingebauten Speicher und einen HC-fähigen Micro-SD Steckplatz. Gestern habe ich von Nokia Österreich mein Testexemplar bekommen, hier das Unboxing-Video:

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Nokia 5800: Konkurrenz fürs iPhone?

Das Nokia 5800 kommt mit 16:9 Touchscreen in hoher Auflösung, besitzt 8 Gigabyte Speicher und ist mit GPS, 3.2 Megapixel-Kamera und Sound in HiFi-Qualität für sämtliche mobilen Entertainment-Anforderungen gerüstet. Wie vom iPhone gewohnt passt ein Lagesensor den Bildschirm automatisch an, die Texteingabe erfolgt wahlweise mit Stift oder Finger.

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