Der August naht mit großen Schritten — aber Viacom lässt sich von der Sommerpause nicht bremsen und gewinnt den Prozess gegen Google — und Walters Twitter-Visualisierungen gewinnen immer mehr Aufmerksamkeit.
Einen ganzen Themenabend lang widmet sich arte heute dem Phänomen Überwachung, Biometrie und Orwell-Staat: Pflichtbildungsfernsehen für mündige Bürger der Informationsgesellschaft.
Das Thema Überwachung ist kompliziert, schwer zu durchschauen und lässt sich wunderbar verdrängen. Politiker wissen ganz genau, dass neue Technologien erst einmal Fakten schaffen — Schadensbegrenzung im nachhinein erweist sich häufig als schwierig bis unmöglich. Neue Technologie wie RFID-Chips, Ortungssysteme, Kameras und Security Checks schaffen in Kombination mit der Vernetzung aller verfügbaren Daten eine neue Transparenz: nicht unbedingt die Art von Glasnost, die Gorbi seinerzeit im Hinterkopf hatte, sondern die ähnlich dem Orwell’schen Überwachungsstaat im Zeitalter seiner technischen Realisierbarkeit.
Politischer Akribismus ist so von morgen! Fangquoten statt Walempfehlungen!
Wer lässt sich schon gern überwachen? Anscheinend jeder, der RFID-Tags mit sich rumträgt. Warum der eifersüchtige Exfreund es zukünftig lauschtechnisch auf die Sportschuhe seiner Ehemaligen abgesehen haben könnte, steht in der Netzzeitung. [via Werbeblogger]
Das Problem lässt sich allerdings mit Sicherheit nicht auf eine Schuhmarke reduzieren. RFID Tags sorgen eben nicht nur für die lückenlose Einhaltung der Kühlkette, sondern sind nebenbei viel praktischer als …